Leah und Purity sind Rangerinnen im kenianischen Buschland. Täglich streifen sie rund um den Amboseli-Nationalpark, um Wildtiere aufzuspüren. Hier haben auch die Massai-Hirten ihre Dörfer. Konflikte zwischen Mensch und Wildtier sind da kaum zu vermeiden. Die jungen Frauen werden oft zu Einsätzen gerufen, um zu schlichten oder zu trösten. Dabei müssen die zwei Massai-Frauen selbst gegen Diskriminierung und starre Traditionen kämpfen. Eine Dokumentation über zwei Frauen, die sich für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Wildtier einsetzen und dabei ihre ganz persönliche Unabhängigkeit erlangen.
Auf der Insel Guadeloupe im Herzen des Karibischen Meers ist eine faszinierende Tierwelt zu Hause. Manche Arten leben zurückgezogen in den noch unerschlossenen Gebieten der Insel, wo allein die Natur regiert. Andere halten sich ganz in der Nähe von Städten und Siedlungen auf - und sind doch erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Der Mensch bezeichnet sie als wild - doch in Wahrheit weiß er kaum etwas über sie.
Kastiliens Kämpfer: Ritterspiele an der Burg Belmonte
D 2021
52'
Ein kurioses Spektakel: In historischer Ritterrüstung, mit Schwertern, Äxten und Hellebarden bewaffnet, treten Männer und Frauen in Duellen oder als Mannschaft gegeneinander an. Der mittelalterliche Turnierkampf erlebt in Spanien einen regelrechten Boom. Jedes Jahr findet ein großes Turnier am Fuße der Burg Belmonte in Kastilien-La Mancha statt.
Der Aquile di San Martino ("Adler von San Martino") ist der berühmteste und älteste Bergsteigerverein der Dolomiten. Die 1881 gegründete Truppe bekam ihren Namen einst für ihre außergewöhnliche Tapferkeit, ihren Mut und ihren Respekt vor den Bergen. Der junge Livio muss einen letzten Test als Teil seiner Ausbildung zum Bergführer absolvieren.
Bologna, im Jahr 1858: Der siebenjährige Edgardo Mortara wächst in einer jüdischen Familie auf, bis er eines Nachts von kirchlichen Behörden nach Rom entführt wird. Der Grund: Als Säugling soll Edgardo von einem christlichen Dienstmädchen heimlich getauft worden sein. Nach den Gesetzen des Vatikans darf ein getauftes Kind nicht von jüdischen Eltern erzogen werden.
Edgardo wird in ein Katechumenenhaus gebracht, wo er eine katholische Erziehung erhält und sich auf unerklärliche Weise sofort zum Katholizismus bekennt. Für seine Eltern Momolo und Marianna beginnt ein verzweifelter Kampf. Sie wenden sich an die Öffentlichkeit, suchen Unterstützung in der Politik und versuchen mit allen Mitteln, ihren Sohn zurückzubekommen. Der Fall erregt weit über Italien hinaus Aufmerksamkeit und wird zum Symbol für den Konflikt zwischen kirchlicher Macht und den liberalen Ideen des 19. Jahrhunderts.
Während die Familie nicht aufgibt, wächst Edgardo in der Obhut der katholischen Kirche heran. Papst Pius IX. nimmt persönlich Anteil an seinem Schicksal und betrachtet den Jungen zunehmend als religiöses Symbol in einer Zeit politischer Umbrüche. Zwischen familiärer Herkunft, religiöser Erziehung und den Machtinteressen der Kirche entwickelt sich ein dramatischer Konflikt, der das Leben aller Beteiligten prägt.
Mit Paolo Pierobon, Fausto Russo Alesi, Barbara Ronchi, Enea Sala, Leonardo Maltese, Filippo Timi, Fabrizio Gifuni
Ob über den Aufstand von Landarbeitern in Südafrika, die Situation von Prostituierten in Mexiko oder über die neuen Gastarbeiter in Deutschland ... Das internationale Nachrichtenmagazin berichtet von den Brennpunkten der Welt.
Geopolitik einordnen und die Welt verstehen: Zusammenhänge der Globalisierung einfach erklärt anhand von Karten. In dieser Ausgabe von "Mit offenen Karten" werden anlässlich der Präsidentschaftswahlen im Oktober 2026 die Stärken und Schwächen Brasiliens beleuchtet.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Fernab der südkoreanischen Metropole Seoul befindet sich der buddhistische Gameunsa-Tempel. Hier leben, beten und kochen drei Nonnen miteinander, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das Wissen der jahrhundertealten Tempelküche zu bewahren. Äbtissin dieses kleinen Klosters ist die charismatische Wookwan Sunim. Sie wird in Asien als eine der besten Köchinnen der Welt verehrt.
Kaiser Konstantin veränderte die römische Welt wie kaum ein anderer Herrscher der Antike. Die Dokumentation folgt den Stationen seines Lebens - von Trier über Rom bis nach Konstantinopel - und zeigt, wie er Macht und Pracht mit der Ausbreitung des Christentums verband. Historiker und Archäologen rekonstruieren das Wirken des Kaisers, dessen Einfluss Europa bis heute prägt.
In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung herrschte das Römische Reich über Europa und den Mittelmeerraum. Dank neuer Erkenntnisse der Wissenschaft sind die Ursachen für den Zusammenbruch des Imperiums heute genauer bekannt: tödliche Pandemien und Klimastörungen. Der Dokumentarfilm zeigt, wie die Launen der Natur - mehr als die Barbaren oder die Unfähigkeit der Kaiser - die größte Macht ihrer Zeit zu Fall brachten.
Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album "For A Better World" - während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.
Als Tochter eines gefallenen Engels und eines Sterblichen muss die Peri - persisch für "Fee" oder "Elfe" - zwischen Himmel und Erde irren. Um Zutritt zum Paradies zu erhalten, begibt sie sich auf eine lange Reise bis in den Orient. Laurence Equilbey dirigiert in Paris Robert Schumanns romantisches Oratorium.
Jörg Widmann: Klarinettist, Dirigent, Komponist und Professor. Der Musiker arbeitet an einem neuen Projekt, einem Kompositionsauftrag: Er soll für das Gewandhausorchester in Leipzig und das Boston Symphony Orchestra ein groß angelegtes Trompetenkonzert ("Towards Paradise") schreiben. ARTE begleitet ihn auf dieser künstlerischen Reise von den ersten Entwürfen bis zur Uraufführung durch die verschiedenen psychischen und klanglichen Zonen.
John Eliot Gardiner gehört zu den bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Der studierte Historiker gründete mehrere berühmte Ensembles - die English Baroque Soloists, den Monteverdi Choir sowie das Orchestre Révolutionnaire et Romantique - und sucht unermüdlich nach dem Klang, der dem Werk gerecht wird und dem Publikum so frisch entgegenkommt, als wäre das Stück gerade erst geschrieben worden. Beim Dirigieren fühlt sich Gardiner manchmal wie ein Blitzableiter, der die Spannung zwischen Publikum und Musikerinnen und Musikern aufnimmt und in musikalische Bewegung verwandelt.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
"Geschichte schreiben" ist ein von Historikern und Historikerinnen moderiertes Geschichtsmagazin. Im Mittelpunkt der von dem französischen Mittelalter- und Renaissancespezialisten Patrick Boucheron präsentierten Sendung steht die Frage: Was hat uns Geschichte heute zu sagen? Jede Woche stellt ein Gast einen Gegenstand oder eine geschichtliche Thematik vor. Dabei kann alles geschichtsträchtig sein: seriengefertigte Objekte, Einzelstücke, Kultgegenstände, Werkstoffe oder Schriftdokumente.
25. November 1973: Es ist der erste von vier autofreien Sonntagen. In Deutschland feiern die Menschen diesen Tag als ganz besonderes Ereignis - inmitten einer wirtschaftlichen Krise. Die Autobahnen der Bundesrepublik sind verwaist, aber in den Städten herrscht Volksfeststimmung. Auf dem Kurfürstendamm in Berlin tanzen und singen die Menschen ausgelassen. Fahrräder, Kutschen und Autos, die von Pferden gezogen werden, prägen das Straßenbild in der ganzen Bundesrepublik. Die Fahrverbote sollen Benzin einsparen, denn die westlichen Industriestaaten befürchten damals, dass das Öl knapp wird.