In den 1980er Jahren wird die Gewerkschaft "Solidarnosc" in Polen zum Leuchtturm für den gesamten Ostblock. In Berlin fällt nach 28 Jahren die Mauer, die Deutschland geteilt hat. In Rumänien haben Ceausescu und seine Ehefrau seit Jahrzehnten wie kaiserliche Herrscher regiert und gelebt. Ihr Fall in ist dramatisch. Indessen erklären sich immer mehr Sowjetrepubliken für unabhängig. Die UdSSR existiert praktisch nicht mehr, der Kalte Krieg ist vorbei.
Als Ernst Michel (22) zum ersten Mal die Pressetribüne im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes betritt, hält er die Nähe zu den Angeklagten kaum aus. Keine zehn Meter sitzt er, der Auschwitz-Überlebende, von Göring und den anderen Tätern entfernt. Als die polnische Zeugin Seweryna Smaglewska (29) zum ersten Mal das Nürnberger Grand-Hotel betritt, in dem sie für die Dauer ihres Aufenthalts untergebracht ist, kann sie nicht begreifen, wieso die Richter und Staatsanwälte des Nürnberger Prozesses in der Nacht zuvor einen rauschenden Ball gefeiert haben... Dieses Dokudrama erzählt den wichtigsten Prozess des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive dieser beiden jungen Menschen und spiegelt die Hoffnungen und Ängste, die innere Zerrissenheit der beiden Protagonisten wider, die noch ein halbes Jahr zuvor der Todesmaschinerie der Nazis im KZ Auschwitz ausgeliefert waren.
Mit Jonathan Berlin, Katharina Stark, Francis Fulton-Smith, Wotan Wilke Möhring
Die 70er sind ein Jahrzehnt der Gegensätze - geprägt von Auf- und Umbrüchen, vom Hippie-Style und Discofieber, von Frauenpower und Protesten, aber auch von Krisen und dem Terror der RAF. Anfang der 70er Jahre setzt Bundeskanzler Willy Brandt auf Entspannung und Annäherung im Kalten Krieg. Ansonsten startet das Jahrzehnt vor allem bunt: der Hippie-Style ist angesagt.
Olympische Spiele 1972 in München. Die Wettkämpfe werden vom Terror überschattet. In der Bundesrepublik gibt es vorgezogene Neuwahlen und ein Sonntagsfahrverbot nach dem Ölpreisschock. Doch die frühen 70er Jahre sind auch bunt. Die "Prilblume" wird zum Kultobjekt. In Ostberlin feiern Jugendliche die zehnten Weltfestspiele.
Deutschland im Fußball-Taumel. Die Bundesrepublik wird Weltmeister im eigenen Land. In Bonn kommt es zum Machtwechsel. Willy Brandt tritt zurück, Helmut Schmidt wird neuer Bundeskanzler. Ob Disco, Schlager oder Rock - der Soundtrack der Zeit ist vielschichtig. Von nun an geht in Deutschland auch noch der "Punk" ab. 1974 erschüttert ein Spionagefall das Land: Der Kanzleramtsmitarbeiter Günter Guillaume wird verhaftet.
Die Terrorwelle der RAF erreicht 1977 während des "Deutschen Herbstes" ihren Höhepunkt. Ein Jahr später sorgt ein Katastrophenwinter für eisige Kälte. Ende der 70er rollt die Disco-Welle ihrem Höhepunkt entgegen. "Saturday Night Fever" kommt in die Kinos. In Westdeutschland protestieren Tausende gegen den Bau von Kernkraftwerken. Das Jahr 1978 endet mit einem Katastrophenwinter.
Ist Rudolfine Steindling, genannt "rote Fini", die größte Wirtschaftskriminelle des vergangenen Jahrhunderts? Mit Charme und Resolutheit bringt sie den Handel mit der DDR via Österreich in Schwung. Als einzige Frau in einer reinen Männerwelt arbeitet sie mit allen Mitteln, die ihr im Kalten Krieg zur Verfügung stehen und verdient dabei Millionen. Nach dem Mauerfall beansprucht die Treuhand dieses Geld und möchte es für das wiedervereinigte Deutschland verwenden. Doch wem gehört das Geld? Und wo befinden sich die Millionen?
Essen im geteilten Deutschland: Toast Hawaii oder Karlsbader Schnitte? Hamburger oder Grilletta? Hotdog oder Ketwurst? Wie sah es aus auf deutschen Tellern in Ost und West? In der Bundesrepublik herrschen ein Jahrzehnt nach dem Krieg Wirtschaftswunder und Überfluss: Die Deutschen im Westen schlemmen und gönnen sich wieder was. Im Osten hingegen wird "Konsumsozialismus" propagiert. Die Banane wird zum Symbol des Mangels. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der deutschen Esskultur von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart.
Die DDR sei "ein sauberer Staat", so Staatschef Erich Honecker. Was nicht in dieses offizielle Bild passte, wurde totgeschwiegen - wie Prostitution, Alkoholismus und Drogenmissbrauch. So prangerte man Prostitution als Problem kapitalistischer Gesellschaften an, das im Sozialismus überwunden sei. Alkohol und Drogen galten ebenso als auszurottende "Überbleibsel des Kapitalismus". Tatsächlich aber wurde in der DDR ordentlich gesoffen.
Die DDR will ein Gegenentwurf zur Bundesrepublik Deutschland sein. Ein besseres Deutschland - ganz nach sowjetischem Vorbild. Am 7. Oktober 1949 wird die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Mit großen Erwartungen: In der DDR soll ein gerechter "sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern" entstehen. Doch die Wirtschaft kommt schwer in Gang. Die Reparationsleistungen, die Einführung der Planwirtschaft und die Konzentration auf die Schwerindustrie führen schon bald in die Mangelwirtschaft. Aus zunehmendem Unmut kommt es am 17. Juni 1953 zu einem Volksaufstand. Ohne den Einsatz sowjetischer Panzer hätte die Geschichte der DDR hier bereits enden können. Immer mehr Menschen fliehen, bis die Berliner Mauer ab 1961 jeden Fluchtweg versperrt.
Die 1960er-Jahre stehen nach dem Mauerbau im Zeichen der Erneuerung. Mit Reformen will die SED die DDR modernisieren und stabilisieren. Ambitionierte Wirtschaftsreformen sollen die DDR zu einer modernen Industriegesellschaft umbauen. Doch schnell regt sich Widerstand innerhalb der Partei. Der Beginn eines erbitterten Ringens um die ideologische Führung zwischen Konservativen und Reformern.
Der Machtantritt Erich Honeckers stimmt optimistisch. Besonders die DDR-Jugend hofft auf Lockerungen. Doch der neue Parteichef setzt zwar auf Sozialreformen, bleibt aber stets linientreu. Mit der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" will Honecker den Lebensstandard in der DDR verbessern. Die sozialen Reformen scheinen zunächst zu fruchten. Die Hoffnung auf eine neue Zeit schwindet jedoch schnell.
Grunge oder Eurodance? Tamagotchi oder Furby? Skateboard oder Inliner? Nintendo oder SEGA? Die 90er liefern unvergessliche Battles um Musikstile, Spielzeughypes, Trendsportarten und Gaming-Giganten. Doch welche Trends prägen unsere Popkultur bis heute? Während Grunge mit verzerrten Gitarren, melancholischen Texten und einem Gefühl der Rebellion eine ganze Generation aufrüttelt, bringt Eurodance mit schnellen Beats und eingängigen Melodien die Tanzflächen zum Beben. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: auf der einen Seite die düstere Musik der Außenseiter, auf der anderen die fröhliche, massentaugliche Partykultur. Beide Stile hinterlassen Spuren, doch welcher hat bis heute den größeren Einfluss?
Backstreet Boys oder Kelly Family? Pokémon oder Diddl? Formel 1 oder Wrestling? Romantik oder Actionkino? Die 90er liefern ikonische Battles um Musik, Sammeltrends, Sport und Kinohits. Doch welche Phänomene prägen unsere Popkultur bis heute? Im Musik-Battle treffen zwei Welten aufeinander: die Backstreet Boys, perfekt gecastet für Teenie-Fans, gegen die bodenständige Kelly Family mit handgemachtem Folk-Pop. Während die Boyband mit Charterfolgen und Choreografien weltweit dominiert, schafft sich die Kelly Family mit Straßenmusiker-Charme eine treue Fanbase. Doch wer hat langfristig den größeren Einfluss? Wer gewinnt das Rennen um den Kultstatus?
Nie zuvor hat sich unser Land so rapide verändert wie seit der Jahrtausendwende: Smartphone und der Start ins digitale Zeitalter, Abschied von der Kohle, die eine ganze Region so lange geprägt hatte, Wetterkatastrophen und "Sommermärchen", Stillstand und Aufstand der Jugend im Kampf um ihre Zukunft. Was hat die Menschen seit dem Start ins neue Jahrtausend bewegt? Filmemacher Lukas Hoffmann erzählt die bewegenden Geschichten aus zwei Jahrzehnten NRW.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Goodbye Kaiser - hello Party! Historiker und Presenter Mirko Drotschmann nimmt die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Was ist Mythos, was Wahrheit an dem Bild von den Goldenen Zwanzigern?
Ende der 1920er Jahre gilt Berlin als Hauptstadt des Verbrechens. "Ein Tag in Berlin 1926" illustriert die Geschichte von Fritz Kiehl und seiner Arbeit in der ersten Mordinspektion der Welt. Drei Morde pro Woche und kriminelle Banden, die viele Viertel der Stadt kontrollieren: Die Polizei steckt in der Krise. Fritz Kiehl muss einen Raubmörder dingfest machen, den er nur mithilfe neu entwickelter kriminologischer Methoden fassen kann.
Deutschland Mitte der "Goldenen Zwanziger Jahre": Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand...
Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda.
Die Feinde der Demokratie nutzen die Krise, um das Parlament zu entmachten. Wird der Weg in eine nationalrevolutionäre Diktatur, zurück zur Monarchie oder in den Kommunismus führen? In ganz Europa sind Rechtsnationalisten auf dem Vormarsch. Zwei von drei europäischen Demokratien überstehen die zwei Jahrzehnte zwischen den Weltkriegen nicht. Bei den Wahlen zum Deutschen Reichstag im Juli 1932 wird Hitlers NSDAP stärkste Kraft. Ermutigt von steigenden Wahlergebnissen, kandidiert Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, für das Amt des Reichspräsidenten. Im Wahlkampf setzen die Nationalsozialisten unter der Regie des späteren Propagandaministers Joseph Goebbels auf neuartige Methoden. Hitler fliegt mit dem Flugzeug von Veranstaltung zu Veranstaltung. Von Tausenden Plakaten und Litfaßsäulen starrt sein Konterfei auf die Wählerinnen und Wähler. Das erwünschte Ergebnis bleibt zwar aus, Hindenburg bleibt Reichspräsident, aber Hitler gewinnt erheblich an Bekanntheit und Profil. Im Juli 1932 gewinnen die Nationalsozialisten die Reichstagswahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche entscheidet sich für Hitler und dessen Partei.
30. Januar 1933. Deutschland hat einen neuen Kanzler. Konservative und Monarchisten haben Hitler ins Amt gehievt. Im Glauben, ihn und seine Anhänger "zähmen" zu können. Tatsächlich ist der neue Kanzler noch weit von einer Alleinherrschaft entfernt - und Deutschland auf dem Papier noch eine Demokratie. Es dauert noch 18 Monate voller Willkür, Rechtsbruch, Mord und politischem Versagen, bis die Nazis die ganze Macht in Händen halten. Ein Zufall beschleunigt die Zerstörung der Demokratie. Am 27. Februar 1933 brennt der Reichstag. Marinus van der Lubbe, ein niederländischer Kommunist, wird als Brandstifter verhaftet. Unter dem Vorwand, die öffentliche Sicherheit wiederherzustellen, setzen Hitler und seine Helfershelfer die Grundrechte außer Kraft und lassen politische Gegner deutschlandweit verfolgen. Die nächsten Schritte sind Ausschaltung der freien Presse, des Parlaments und der Gewerkschaften. Als Reichspräsident Hindenburg stirbt, übernimmt Hitler dessen Amt, lässt seine erweiterte Macht per Volksabstimmung legitimieren und die Reichswehr einen Eid auf ihn persönlich schwören. Der Weg in die Diktatur ist damit abgeschlossen.
Wie konnte aus einem "Niemand" in wenigen Jahren ein Machtmensch werden, der eine Demokratie zu Fall bringt? Hitler selbst verstieg sich in dem Wahn der eigenen "Vorsehung". Tatsächlich war er nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ein bedeutungsloser Niemand. Der Gefreite des Krieges entschied sich nicht aus eigenem Antrieb für die Politik, vielmehr wirkte er wie ein vagabundierender Opportunist, ein Suchender, der nach der deutschen Niederlage zwischen linken und rechten Extremen lavierte. Es war die Reichswehr, die Hitler 1919 in München zum Propagandisten ausbildete, die Militärs unterstützten gezielt rechtsextreme Gruppierungen. Hitlers Talent als fanatischer Redner machte ihn zwei Jahre später zur Führungsfigur in der NSDAP.
Wie gelang es Hitler, in kurzer Zeit eine Republik in einen "Führerstaat" umzuformen? Wie vollzog sich die "Gleichschaltung" der Gesellschaft? Wie bereitwillig reihten die Deutschen sich ein? Nachdem Hitler am 30. Januar 1933 ins Amt des Reichskanzlers gehoben worden war, begann er mit der endgültigen Zerstörung der Demokratie und der Errichtung einer totalitären Diktatur. "Ein Volk, ein Reich, ein Führer" lautete die zentrale NS-Parole - mit dem Anspruch, dass nur eine Macht und eine Meinung in Staat und Gesellschaft herrschen sollten.
Wie hat Hitler "sein" Volk in einen mörderischen Eroberungskrieg führen können? Warum funktionierte die Maschinerie des Vernichtungskrieges und des Judenmordes so reibungslos? Wie sicherte sich der NS-Führer die Gefolgschaft - bis zum bitteren Ende? Hitler betonte nach außen den Friedenswillen, doch hinter den Kulissen schwor er die führenden Militärs seit seiner Machtübernahme auf einen Vernichtungskrieg ein, der dem Deutschen Reich die Vorherrschaft in Europa und "Lebensraum" im Osten sichern sollte. Das Sterben der Bevölkerung in den eroberten Gebieten war Teil des mörderischen Plans.
Das Attentat von Oberst Stauffenberg am 20. Juli 1944 markiert eine historische Zäsur und die letzte Chance für Deutschland, sich aus eigener Kraft der Diktatur zu entledigen. Die Dokumentation zeigt die Vorgehensweise der Verschwörer und warum ihr Vorhaben scheiterte. Der Film bringt die couragierten Handelnden aus dem Schatten des Vergessens und stellt aktuelle Fragen zum Widerstand.
Schon kurz nach ihrer Gründung Ostern 1982 führt die Düsseldorfer Punkband "Die Toten Hosen" die Stasi an der Nase herum: Die Musiker Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Trini geben ein Geheimkonzert in einer Kirche, mitten in der damaligen DDR. In "Auswärtsspiel - Die Toten Hosen in Ost-Berlin" wird dieses einzigartige Ereignis nun zum ersten Mal umfassend erzählt.
Goodbye Kaiser - hello Party! Historiker und Presenter Mirko Drotschmann nimmt die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Was ist Mythos, was Wahrheit an dem Bild von den Goldenen Zwanzigern?
Deutschland Mitte der "Goldenen Zwanziger Jahre": Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand...