(1): José Luján Pérez' gottesfürchtige Kanaren
(2): China: Die Kunst der Kalligrafie
(3): In Kolumbien: Luisas Eintopf
(4): Italien: Ein Museum der besonderen Art
(1): Colette und die junge Liebe an der bretonischen Küste
(2): Tasmanien: Grüne Utopie
(3): China: Huangs Rührei mit Grünteeblättern
(4): Argentinien: Sklavin, Kapitänin und Mutter der Nation
Nordstaatenoffizier Kirby Yorke befehligt ein texanisches Fort am Rio Grande, das die Siedler vor den indigenen Apachen beschützen soll. Die Apachen ziehen sich nach Raubzügen über den Grenzfluss zurück, den die Kavallerieeinheit laut eines mit Mexiko ausgehandelten Abkommens nicht überschreiten darf. Doch nicht nur mit den Apachen hat Colonel Kirby seine Schwierigkeiten. Nachdem er im Bürgerkrieg vor 15 Jahren aus strategischen Gründen die Farm seiner Frau Kathleen niederbrennen musste, hat diese sich von ihm getrennt. Nun tritt ihr gemeinsamer Sohn Jeff in die Armee ein und wird als Meldereiter der Einheit seines Vaters zugeteilt. Aus Angst um ihn taucht Kathleen in Kirbys Vorposten auf, um Jeffs Entlassung zu bewirken. Doch bevor sie ihr Ziel erreichen kann, kommt es zum Überfall durch die Apachen, die alle Soldatenkinder als Geiseln nehmen und sich über den Grenzfluss zurückziehen. Kirby bleibt keine andere Wahl, als mit seinen Truppen den Rio Grande zu überschreiten. Bei dieser Mission kommt Jeff eine Schlüsselrolle zu - eine Gelegenheit für ihn, sich endlich vor seinem Vater zu beweisen.
Dieser beschauliche John-Ford-Western betont weniger die Kampfszenen als die knisternde Auseinandersetzung zwischen John Wayne und Maureen O'Hara in den Rollen von Colonel Kirby und seiner Frau Kathleen, die in einem denkwürdigen Dialogsatz die Armee als ihre einzige ernsthafte Konkurrentin bezeichnet.
Mit John Wayne, Claude Jarman Jr., Maureen O'Hara, Ben Johnson, Harry Carey Jr., Chill Wills, J. Carrol Naish
In den Bergen Skandinaviens verwandeln Eis und Schnee die Landschaft in eine lebensfeindliche Ödnis - und das monatelang. Dennoch taucht alle paar Jahre hier ein kleines Tier auf und wird zum Star der sozialen Medien. Der Berglemming ist wohl das berühmteste und zugleich das rätselhafteste Tier Skandinaviens. Eine wilde Kreatur, um die sich jede Menge Mythen ranken.
Als geschickte Jäger der Tiefe kennen wir Haie vor allem aus tropischen Meeren. Über Kaltwasserhaie wissen wir jedoch kaum etwas. Christina Karliczek begibt sich auf eine spannende Expedition. Die erfahrene Unterwasserkamerafrau ist für Tauchgänge unter dem Eis und in extremer Tiefe speziell ausgebildet. Sie filmt Haie mit giftigen Stacheln und begegnet den legendären Riesenhaien - einige kleinere Exemplare leuchten sogar. Unter der Eisdecke Grönlands trifft Christina schließlich auf den ultimativen Hai des Nordens: den Eishai. Er bricht alle Kälte- und Altersrekorde.
Die Insel Neufundland im eisigen Atlantik erscheint auf den ersten Blick als unwirtliche Gegend - doch sie beherbergt eine faszinierende Tierwelt. Filmemacher Didier Noirot dokumentiert hier die Ankunft riesiger Loddenschwärme. Die kleinen Fische, die sich zur Fortpflanzung vor den Küsten einfinden, bieten ihren Fressfeinden wie Buckelwal und Kabeljau ein Festessen. Manche Lodden legen ein besonders erstaunliches Paarungsverhalten an den Tag ...
Schnee vom Vorwinter recyceln und einlagern - mit Snowfarming versuchen immer mehr Alpenregionen in die nächste Skisaison zu starten. Denn die klimatischen Veränderungen sorgen in vielen Skigebieten in der Schweiz und Frankreich für Schneemangel. Aber ist die Schneekonserve wirtschaftlich und nachhaltig? Kann Snowfarming vielleicht sogar Gletscher vor dem Abschmelzen retten?
Immer mehr Priester weigern sich, die vom Vatikan auferlegten kirchlichen Gesetze zu umzusetzen, und wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Umfrage zufolge bekennen Theologen und Bischöfe weltweit, dass ein Großteil der Geistlichen den Zölibat nicht mehr befolgt. Die Kritik an der Institution Kirche und ihrem Umgang mit Priestern wird lauter: Geistliche, die Väter geworden sind, werden versetzt, ihre Kinder von Ziehvätern adoptiert, den Müttern wird Schweigegeld gezahlt. Um nicht noch mehr Kirchen schließen zu müssen, plädieren viele für ein Aus des Pflichtzölibats. Gemeinden fordern Rom heraus, indem sie verheiratete Männer und Frauen den Gottesdienst abhalten lassen. Andere entscheiden sich dazu, unabhängigen katholischen Gemeinden beizutreten, in denen der Zölibat abgelehnt wird und Priester die Möglichkeit haben, eine Familie zu gründen.
"Mutter der Welt" nennen die Ägypter ihr Land - doch heute ist es kaum wiederzuerkennen. Während in der Wüste gigantische Bauprojekte aus dem Boden schießen - neue Straßen, Brücken und Luxusresorts an der Mittelmeerküste -, bleibt der Schein trügerisch. Denn hinter der glänzenden Fassade leidet die Bevölkerung seit Jahren unter wachsender Armut. Unter Präsident Abdel Fattah al-Sisi gibt es kaum bezahlbaren Wohnraum, und sein Regime hat mit Unterstützung des Militärs ein fragiles Finanzsystem aufgebaut - gestützt auf Finanzhilfen internationaler Geldgeber, darunter auch der EU, und ausländischen Investoren. Doch das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt steht am Rande des Abgrunds.
Zwischen der tunesischen sogenannten Jasminrevolution von 2010 und der überwältigenden Wiederwahl von Präsident Kais Saied im Jahr 2024 liegen knapp 15 Jahre. Was als demokratischer Hoffnungsschimmer begann, endete in bitterer Ernüchterung. Noch 2019 galt Saied als ein Mann, der Verfassungstreue und Integrität garantiert. Heute regiert er autokratisch und hält alle Fäden der Macht in der Hand. Die Dokumentation blickt hinter die Fassade: Mitstreiter und Gegner Saieds erzählen vom Aufstieg eines Außenseiters - und vom Scheitern einer Revolution, die die arabische Welt verändern sollte.
Ein seltener Einblick in die junge Generation Beiruts: Nach Finanzkrise, politischer Instabilität und der Hafenexplosion 2020 leidet die Zivilbevölkerung unter dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Kann man die Traumata überwinden oder muss man, wie schon die Elterngeneration, emotional abstumpfen, um im Libanon zu überleben?
Wie wäre die Weltgeschichte wohl verlaufen, wenn nicht Coca-Cola das populärste Getränk der Welt geworden wäre, sondern eine Konkurrenz-Limonade aus der Sowjetunion? Hätte der Kalte Krieg ein anderes Ende gefunden, wenn Coke nicht zum begehrenswerten Symbol der Freiheit geworden wäre, sondern stattdessen eine kommunistische Brause "made in USSR" die Menschen im Westen verzaubert hätte? Zentrale Figur in diesem spannend erzählten Dokumentarfilm ist der georgische Limonadenfabrikant Mitrofan Lagidze, der über Jahrzehnte den Geschmackssinn der Sowjetbürger prägte.
Innerhalb einer Nacht bricht Dalvas Welt zusammen: Die Polizei dringt in die Wohnung ein und das zwölfjährige Mädchen wird in ein Heim gebracht. Zuerst versteht Dalva nicht, warum sie dort ist, wozu sie bleiben soll und was sie mit den anderen Pflegekindern gemein hat: Sie sieht sich nicht als Kind, sondern als Frau.
Die Erklärung ihres Erziehers und einer Anwältin, dass sie sich zu ihrem Schutz an ein neues Leben ohne ihren Vater gewöhnen soll, weist sie vehement zurück. Auch ihre Mutter, die nach Jahren wieder auftaucht und laut dem Vater die Familie verlassen hatte, will Dalva nicht sehen. Nachdem sie lange die Realität geleugnet hat, erkennt sie schließlich, dass sie missbraucht wurde. Im Zusammenleben mit anderen traumatisierten Kindern, dank der Freundschaft ihrer Zimmergenossin Samia und unter der wohlwollenden Aufsicht ihres Erziehers Jayden schlägt das junge Mädchen den langwierigen Weg der seelischen Genesung ein.
Emmanuelle Nicot erzählt feinfühlig eine Geschichte von Resilienz. Die schwerwiegenden Tatbestände von Inzest und Pädophilie beschreibt sie aus der Perspektive des jungen Opfers. Dadurch dreht sie das bekanntere Narrativ aus Nabokovs "Lolita" um und zeigt, wie stark die emotionale Abhängigkeit zu einer gefährlichen Bezugsperson sein kann, wenn man zu jung ist, um den Missbrauch zu verstehen.
Mit Zelda Samson, Alexis Manenti, Marie Denarnaud, Fanta Guirassy, Jean-Louis Coulloc'h, Sandrine Blancke
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Das Resiatal in den julischen Alpen ist die Heimat einer der kleinsten Minderheiten Europas. Bis heute haben die Resianer eine eigene Kultur bewahrt, die sich hauptsächlich in ihren Liedern und Tänzen ausdrückt. Doch der Fortschritt hält auch hier Einzug, Traditionen gehen verloren. Weil im Resiatal nichts verschriftlicht wurde, ist die Kultur massiv bedroht. Inzwischen haben das auch die Einwohner begriffen und den Kampf gegen das Vergessen aufgenommen. "GEO Reportage" hat das Tal und seine Menschen besucht.