(1): Jurica Pavicic und die dunklen Geheimnisse Dalmatiens
(2): Jura: Bei den Pfeifenmachern von Saint-Claude
(3): Bulgarien: Sofkas Pfannkuchen mit Joghurt
(4): Mexiko-Stadt: Ein gefährlicher Karikaturist
(1): Bayern: Marianne von Werefkin revolutioniert die Malerei
(2): Dem Baskischen Wal auf der Spur
(3): Malaysia: Phylis' Curry Puffs
(4): Irland: Die Piratenkönigin
Norwegen, 1990: Katrine hat anscheinend ihr Familienglück gefunden. Doch dann fällt die Berliner Mauer, und die Weltgeschichte bricht in ihr Leben ein. Denn in den 1970er Jahren war Katrine als DDR-Spionin nach Norwegen gekommen, mit der fiktiven Identität eines von den Nazis im Zweiten Weltkrieg im Zuge der "Lebensborn"-Politik entführten norwegischen Kindes. Nach dem Zusammenbruch der DDR versucht ein junger Anwalt, das Unrecht aufzuklären, das seinerzeit den norwegischen Kriegskindern angetan wurde. Er möchte, dass Katrine und ihre Mutter die Leidensgeschichte ihrer Trennung vor Gericht bezeugen.
Norwegen, 1990: Katrine, ihr Ehemann Bjarte Myrdal, Tochter Anne, der kleine Enkel und Katrines Mutter Åse sind scheinbar eine Bilderbuchfamilie. Dabei haben Katrine und Åse schwere Zeiten hinter sich. Doch darüber wird nie gesprochen.
Dann fällt die Berliner Mauer. Kurze Zeit später taucht der Anwalt Sven Solbach bei Katrine auf. Er will Gerechtigkeit für ehemalige "Lebensborn"-Kinder in der DDR und vertritt deren Recht auf Wiedergutmachung vor dem Europäischen Gerichtshof. Katrines ungewöhnliche Geschichte, auf die er bei seinen Recherchen gestoßen ist, interessiert ihn besonders: Als Kind eines in Norwegen stationierten deutschen Besatzungssoldaten wurde Katrine einst von den Nationalsozialisten in eines der "Lebensborn"-Heime verschleppt. Jahre später gelang ihr jedoch die abenteuerliche Flucht über die Ostsee, um nach ihrer norwegischen Mutter zu suchen.
Ihr Fall ist offenbar der einzige, bei dem Mutter und Tochter sich nach vielen Jahren wiedergefunden haben. Aber jetzt verhält Katrine sich seltsam, und ihre Familie versteht nicht, warum sie Solbach nicht unterstützt und vor Gericht nicht aussagen will. Vor allem Anne, die selbst angehende Juristin ist, ist irritiert. Katrines Erklärung: Sie möchte Åse Leid ersparen, die dramatischen Ereignisse nicht wieder aufwühlen. Aber der Grund für Katrines Verhalten liegt ganz woanders: Katrine lebt unter einer falschen Identität; sie ist in den 70er Jahren mit der Biografie einer "Lebensborn"-Frau nach Norwegen gekommen: als Spionin der DDR. Katrines Lebenslüge zerbricht, sie droht alles zu verlieren.
Mit Juliane Köhler, Sven Nordin, Julia Bache-Wiig, Ken Duken, Rainer Bock, Klara Manzel, Vicky Krieps, Liv Ullmann, Dennis Storhøi, Ursula Werner
Der Parque Nacional de Doñana, ein UNESCO-Weltnaturerbe, liegt an der Costa de la Luz und gehört zu den vielfältigsten Feuchtgebieten Europas. Er ist auch die Heimat der Marismeño-Pferde. Beim alljährlichen Saca de las Yeguas, einem spektakulären Ereignis, werden über 1.200 Tiere zusammengetrieben und zum Pferdemarkt von Almonte gebracht, wo sie verkauft werden. In Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlands, setzen sich Fischer für nachhaltigen Thunfischfang ein.
Die Route führt vorbei an den kristallklaren Gewässern des Mittelmeers und weiter in die Wüste von Tabernas. Von dort verläuft sie zum Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar im Osten Spaniens. Die eindrucksvolle Küste des Parks ist geprägt von Steilhängen, kleinen Buchten und unberührten Stränden.
Im Nordwesten Argentiniens verbirgt sich im Andenhochland die Laguna Brava, ein Refugium für bedrohte Flamingos. Rund um Mendoza wird weltberühmter Wein angebaut. 6.959 Meter misst Amerikas höchster Berg, der Aconcagua. In der Provinz San Luis gibt es Gold in den Flüssen und Andenkondore schweben über die Gipfel bis nach Córdoba.
Von den Iguazú-Wasserfällen bis in die Hochanden sind Naturwunder und Kulturen zu entdecken. Ameisenbären und Grünflügelaras kehren ins Sumpfgebiet Iberá zurück. Die Pilagá-Gemeinschaft am Bañado La Estrella lebt mit dem Wasser und im Einklang mit der Natur. Und in den Anden fährt der legendäre "Tren a las Nubes" - der "Zug in den Wolken" zu einem der Sehnsuchtsorte Argentiniens.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
In den Bergen im Norden Albaniens kümmern sich deutsche Kapuziner-Brüder um die wenigen verbliebenen Christen. Bruder Jeremias Borgards pflegt Kranke und Alte, die alleine leben und sonst keinen mehr haben. Für seine Hausbesuche muss er stundenlang durchs Gebirge fahren. Mit dabei ist der 18-jährige Angelos Delija.
1922 war das Geburtsjahr der Sowjetunion. Russland, Belarus, die Ukraine und Transkaukasien schlossen sich zusammen zur UdSSR. Es entstand ein völlig neues Staatsgebilde, ein Land, das sich selbst nie genug war und von Anfang an über sich hinaus strebte. Zunächst aber brauchte das rückständige Agrarland Elektrizität und Industrie. Stalin forcierte die Zwangskollektivierung der Bauern und die rigorose Industrialisierung. Der Preis, den die Menschen dafür zahlten, war ein hoher. Mit dem "Großen Terror" erreichte das Repressionssystem unter Stalin eine neue Dimension.
Der zweite Teil der Dokumentation betrachtet die Geschichte der Sowjetunion vom Kriegseintritt 1941 bis zum Ende der 1960er Jahre. Erzählt wird über den sogenannten Großen Vaterländischen Krieg, Stalin und den Aufstieg zu einer Supermacht, aber auch darüber, wie Stalins Nachfolger Chruschtschow versuchte, dem Land neue Impulse zu geben. Seine Laufbahn war die bizarre Karriere eines Unberechenbaren. Sein Nachfolger Breschnew sollte als kühler Pragmatiker und knallharter Krieger andere Akzente setzen.
Der dritte Teil der Dokumentation rekonstruiert die letzten zwei Jahrzehnte der UdSSR. Noch immer schien die revolutionäre Energie, mit der das Land einst begründet wurde, nicht völlig aufgebraucht. Noch waren Idealismus und der Elan der Patrioten vorhanden, aber eben auch Stagnation und Zerfall. Gorbatschow sorgte für neue Akzente: Mit Glasnost und Perestroika sollte das Imperium reformiert werden. Aber alle Rettungsversuche scheiterten und der Erosionsprozess war nicht mehr zu stoppen. Die Fliehkräfte wurden immer größer und 1991 erfolgte der Kollaps.
Hybrider Angriff - Wie Putin Europas Osten destabilisiert
D, N, PL 2023
75'
Seit Russland 2014 die Krim annektiert hat, häufen sich in den östlichen EU-Ländern ungewöhnliche Ereignisse. Bestochene Kellner zeichnen heimlich Gespräche auf. Depots mit Waffen für die Ukraine fliegen in die Luft. Menschen, die gegen die EU-Politik protestieren, rufen überall die gleichen Parolen. Die polnischen Filmemacher Konrad Szolajski und Malgorzata Prociak begeben sich auf eine Spurensuche im Einsatzgebiet von Geheimdiensten, Propagandisten und sogenannten Einflussagenten und zeigen eine Region im Aufruhr. Eine Region, in der Putins hybrider Krieg seine Wirkung längst getan hat.
Vier Jahre Krieg haben Russland verändert - an der Front und im Alltag. Während in Moskaus glitzernder Kulisse ein scheinbar normales Leben möglich ist, sind die Folgen in Jakutsk, der kältesten Großstadt der Welt, deutlich spürbar. Offene Kritik gibt es kaum: Wer dem offiziellen Narrativ widerspricht, wird bestraft. "Tracks East" über Russlands zwei Welten.
Als Russland die Ukraine überfiel, kehrte Mantas Kvedaravicius nach Mariupol zurück, wo er 2015 bereits seinen Dokumentarfilm "Mariupolis" gedreht hatte. Als er beim Versuch, das Land wieder zu verlassen, von der russischen Armee getötet wurde, schmuggelte seine Lebensgefährtin die Aufnahmen über die Grenze. "Mariupolis 2" ist das filmische Vermächtnis des Regisseurs und setzt gleichzeitig den Menschen ein Denkmal, die in der belagerten Stadt ausharrten.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Françoise Dolto
Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten
D, F 2021
52'
Princeton-Historikerin Karina Urbach geht auf Spurensuche, um das Geheimnis ihrer Großmutter Alice Urbach zu ergründen. Sie findet Dokumente, die das Porträt einer starken Frau und Holocaust-Überlebenden zeichnen. In den 1930er Jahren war ihre Großmutter in Wien als Starköchin tätig, doch unter den Nazis verlor sie die Rechte an ihrem Bestseller-Kochbuch und musste flüchten. Deutsche Verlage haben bis weit nach dem Krieg mit gestohlenen Büchern Geld verdient - ein Verbrechen, das bisher nicht untersucht wurde. Die Dokumentation taucht tief in eine faszinierende und ergreifende Familiengeschichte ein.