ARTE
ARTE Di. 03.02.
Doku
Sowjetische Soldaten in Afghanistan, 1980er Jahre MDR
Reaktorunfall im Kernkraftwerk Tschernobyl, 1986. Zwanzig Jahre später beschrieb Gorbatschow die Katastrophe als "die wirkliche Ursache für den Zusammenbruch der Sowjetunion" (Project Syndicate, 2006). MDR
?In geschlossener Reihe ? zum Kommunismus!? (1964): sowjetisches Propaganda-Plakat aus der Zeit des Kalten Krieges MDR
Michail Gorbatschow, von 1985 bis 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion MDR

UdSSR - Das Rote Imperium

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Supermacht und Supergau

  • 3. Folge
  • D 2022
  • 54'
Zeitgeschichte Der dritte Teil der Dokumentation rekonstruiert die letzten zwei Jahrzehnte der UdSSR. Noch immer schien die revolutionäre Energie, mit der das Land einst begründet wurde, nicht völlig aufgebraucht. Noch waren Idealismus und der Elan der Patrioten vorhanden, aber eben auch Stagnation und Zerfall. Gorbatschow sorgte für neue Akzente: Mit Glasnost und Perestroika sollte das Imperium reformiert werden. Aber alle Rettungsversuche scheiterten und der Erosionsprozess war nicht mehr zu stoppen. Die Fliehkräfte wurden immer größer und 1991 erfolgte der Kollaps.

Inhalt

Im Jahr 1972 wurde ein halbes Jahrhundert UdSSR gefeiert. Trotz imposanter Pionierleistungen blieb die Wirtschaftskraft des größten Landes der Erde aber immer weiter hinter den Zielen zurück. Nur bei der atomaren Aufrüstung ging es voran. Mit dem Afghanistanfeldzug stürzte Breschnew sein Reich in eine tiefe Sinnkrise, die den einsetzenden Erosionsprozess des Vielvölkergebildes weiter forcieren sollte. Erst mit Gorbatschow, der 1985 zum Kremlchef aufstieg, kam das Land wieder in Bewegung. Die Hoffnungen, die die Menschen auf seine neue Perestroika- und Glasnost-Politik setzten, war riesig. Schnell wurde aber auch klar, wie ausgehöhlt und zerrüttet das Land bereits war. Die Läden wurden immer leerer, die Unzufriedenheit wuchs. Es brodelte überall, auch zwischen den Republiken. Anfang 1990 versuchte Litauen, die UdSSR zu verlassen. Gorbatschow schickte Panzer ins Baltikum. Aber der Erosionsprozess des roten Imperiums war nicht mehr zu stoppen. Nach dem Putschversuch im Sommer 1989 wurde klar, dass das Land nicht mehr zu retten war. Mit der Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten durch die Präsidenten von Russland, Belarus und der Ukraine Anfang Dezember 1991 war die UdSSR de facto aufgelöst. Gorbatschow, plötzlich ein Präsident ohne Land und ohne Macht, erklärte schließlich am 25. Dezember 1991 seinen Rücktritt, die rote Fahne mit Hammer und Sichel wurde für immer eingeholt. Das Rote Sowjetimperium hörte auf zu existieren. Aber der Homo sovieticus geistert weiter durch die Geschichte, bis in die Gegenwart.

Sendungsinfos

Regie: Jürgen Ast, Martin Hübner Untertitel, Stereo
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