Niemand will sie, alle brauchen sie: Die Bürokratie. In den USA und in Argentinien rückt man ihr mit der Kettensäge zu Leibe, in Österreich gibt es einen eigenen Staatssekretär. Fix ist - über Bürokratie wird gerne geraunzt. Für Dok 1 übernimmt Ulla Kramar-Schmid als Gast-Moderatorin und buchstabiert sich durch das Land der Formulare, Bescheide und Doppelgleisigkeiten. Sie trifft einen jungen Rollstuhlfahrer, der für die Führerscheinprüfung ein Gutachten für ein Auto braucht, das es noch gar nicht gibt. Sie besucht einen Wirt, der im Streit zwischen zwei Behörden feststeckt, und sie erfährt, warum der Beruf Tanzlehrer in manchen Bundesländern genormt ist und in anderen nicht. Ein Streifzug von A bis Z, mit Menschen, die im Kreis geschickt werden, und der Frage, ob in diesem Land nicht manches einfach einfacher ginge.
Das Hochkar ist das Tor zu den Alpen, hoch thront es an der Grenze zur Steiermark über Niederösterreichs Voralpenlandschaft. Der 82-jährige Rudolf Teufel ist eine Art "Regionaut", einer, der sich hier perfekt auskennt, ein langjähriger Bergretter und Dorferneuerer. Über fünfundzwanzig Jahre haucht er der alten Hütte mit Hilfe seiner Freunde neues Leben ein. Die Volkstanzgruppe Göstling hat vor zwei Jahren ihr fünfzigjähriges Bestehen gefeiert. Jugendliche Tänzerinnen und Tänzer im Alter sowie ein Musikant halten hier traditionelle Tänze der Region die Tradition am Leben. An der Spitze der Gruppe steht seit drei Jahren Anna Kainz. Brigitte Reitbauer und ihr Mann Johannes verbringen ihren ersten Sommer als Halterin und Halter auf der Schwarzalm und erfüllen sich einen Lebenstraum. Beide stammen aus Bauernfamilien und kennen das Leben mit den Tieren. Für die Alm nehmen sie sich bewusst Zeit. Seit 1977 gibt es sie die "Jagdhornbläser Göstling". Heute sind es sechzehn aktive Musiker, angeführt von Hornmeister Johann Walzer. Der gelernte Tischler kam über die Blasmusik Kapelle zur Gruppe und führt sie mit viel Herzblut. Fritz Danner ist, wie bereits sein Vater vor ihm, immer schon bei den österreichischen Bundesforsten. Täglich ist er im Revier unterwegs, um sich um "seinen" Wald zu kümmern. R: Patrick Pongratz
Rudi Cerne berichtet über ungeklärte Kriminalfälle
- Schreck an der Haustür
Ein Fremder steht vor dem Wohnhaus einer Seniorin und klingelt. Was danach geschieht, wird die ältere Dame nie wieder vergessen.
- Spurlos verschwunden
Eine Studentin kommt von einem Kneipenbesuch nicht nach Hause. Die Familie verständigt die Polizei. Doch die jahrelangen Ermittlungen laufen ins Leere.
- Täter mit Insiderwissen
Eine Werttransportfirma wird zum Ziel von Räubern. Binnen Minuten machen sie reiche Beute. Die Männer kennen offenbar die Schwachstellen des Sicherheitssystems - aber woher?
- XY-Preis 2026
Die diesjährigen XY-Preisträgerinnen und Preisträger haben außergewöhnliche Zivilcourage bewiesen. Im Studio berichten sie von den entscheidenden Momenten und ihrem mutigen Handeln.
"Aktenzeichen XY... Ungelöst" kann nach der Ausstrahlung im ZDF gestreamt werden.
Es ist eine völlig verrückte Idee: Die Mauer ist gerade gefallen, Berlin steht Kopf - und drei Radiomacher vom Sender Freies Berlin beschließen, ein Konzert für Zehntausende zu organisieren.
Noch am selben Wochenende. In nur 50 Stunden. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch plötzlich scheint alles möglich. BAP sagt sofort zu. Nina Hagen auch. Die Toten Hosen erfahren in Paris vom Mauerfall und machen sich auf den Weg nach Berlin.
Udo Lindenberg will unbedingt dabei sein. Und auch Melissa Etheridge, Joe Cocker und Bruce Springsteen stehen auf der Wunschliste.
Während Millionen Menschen nach Westberlin strömen, telefonieren sich die drei Organisatoren die Finger wund. Sie suchen Künstler, buchen Flüge und Hotelzimmer und versuchen, auch die wichtigsten Bands aus der DDR zu erreichen. Vieles klappt nur durch Zufall, Improvisation und die Euphorie dieses außergewöhnlichen Moments.
Das Konzert soll vor dem Reichstag stattfinden - direkt an der gerade geöffneten Mauer. Doch dann, 29 Stunden vor dem geplanten Beginn, der Schock: Die Stadt sagt den Veranstaltungsort aus Sicherheitsgründen ab. Die ersten Stars sind bereits unterwegs, aber das Konzert hat keine Bühne mehr.
"Das legendäre Konzert für Berlin '89" erzählt in dieser Folge von einer wahnwitzigen Idee, einem Berlin im Ausnahmezustand und drei Radiomachern, die fest entschlossen sind, das Unmögliche möglich zu machen.
Zuhause im Glück - Unser Einzug in ein neues Leben
Fynn braucht Barrierefreiheit
15. Staffel
3. Folge
D 2018
89'
Sascha und Denise wissen nicht mehr weiter: Ihr Sohn leidet an fokaler Epilepsie. Bis zu 200 Anfälle erleidet Fynn am Tag. Das Eigenheim ist nicht barrierefrei - und damit für den Fünfjährigen eine ständige Gefahr.
Zara McDermott trifft Frauen, die in Angst leben, weil sie von Stalkern verfolgt werden. Zara begleitet Laura, die jahrelang unerbittliche Quälereien durch einen Ex-Partner erdulden musste, der einfach nicht loslassen will, und Liv, deren Leben von einem anonymen Cyberstalker zerrissen wurde, der sie seit über sechs Jahren belästigt. Beide Frauen versuchen, ihren Alltag zu meistern und kämpfen darum, dass man ihnen glaubt und sie schützt.
Mit Anna Ewelina, Angela Widerhut, Ilena Gwisdalla, Shirin Lotze, Jochen Paletcheck
Brett Allen will alles richtig machen, denn es geht um die Zukunft seiner Familie. Seine Karosseriefirma lief nicht mehr gut, jetzt möchte er sich als Goldgräber im Südwesten von Idaho eine neue Existenz aufbauen. Dabei darf er sich keine Fehler erlauben, denn die finanziellen Mittel sind begrenzt. Doch Brett ist völlig unerfahren und die Ausbeute lässt in den Ausläufern des Owyhee-Gebirges zu wünschen übrig. Hat er trotzdem Aussicht auf Erfolg oder sind seine Pläne zum Scheitern verurteilt? Freddy Dodge und Juan Ibarra schauen dem Neuling bei der Arbeit auf die Finger.
Um 965 stellt der dänische König Harald Gormsson, besser bekannt als Harald Blauzahn, die Weichen neu. Mit seiner Hinwendung zum Christentum verändert er das Machtgefüge Skandinaviens. Ganz freiwillig schwört König Harald den nordischen Göttern jedoch nicht ab: Im Süden seines Reichs baut der ostfränkische König Otto I. seine Macht beständig aus und wartet nur auf einen passenden Vorwand, um die heidnischen Nordmänner anzugreifen. Nach Haralds Hinwendung zum Christentum erlebt das Wikinger-Königreich eine Zeit der Blüte. Harald gelingt es, die rivalisierenden Kleinkönige, Fürsten und Häuptlinge unter einem Dach zu vereinen und die königliche Zentralgewalt entscheidend zu stärken. Er weitet seinen Machtbereich sukzessive aus und regiert schließlich von Jütland bis nach Schonen sowie über große Teile Norwegens. Durch die Hochzeit mit der Tochter des elbslawischen Abodritenfürsten Mistiwoi sichert er seine Macht zudem nach Südosten hin ab. Auf dem berühmten Runenstein von Jelling, der "Taufurkunde Dänemarks", hält Harald seine epochalen Errungenschaften fest. Er rühmt sich, "ganz Dänemark und Norwegen gewonnen zu haben", und schmückt sich als erster nordischer Herrscher mit dem Abbild Jesu Christi. Das neue Selbstbewusstsein des Wikingerkönigs zeigt sich auch in seiner regen Bautätigkeit in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts: Harald baut die königliche Anlage von Jelling massiv aus und errichtet zwei monumentale Grabhügel. Zudem lässt er Kirchen bauen und Silbermünzen prägen, die er im ganzen Land verteilt. Für Archäologen und Mediävisten sind Harald Blausteins physische Hinterlassenschaften ein echter Glücksfall. Sie erlauben es den Forschenden, den dynamischen Übergang von einer heidnischen zu einer christlichen Gesellschaft im Detail zu rekonstruieren und unseren Blick auf die frühmittelalterlichen Wikingergesellschaften neu zu justieren. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Angeblich kann man auf einer Bierkiste stehend ganz Lolland-Falster überblicken. Tatsächlich weist die dänische Doppelinsel kaum Steigungen auf und ist ideal zum Radfahren - immer am Wasser entlang: ob rund um die Maribo-Seen, auf dem längsten Deich-Radweg des Landes oder entlang des Guldborgsunds. In den lebendigen Handelsstädten Nakskov und Nykøbing-Falster findet Tamina Kallert Kirchen in Backsteingotik, Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert - und dänische Gemütlichkeit.
Es gibt kaum einen Menschen, der nicht davon träumt, eines Tages sein eigenes Haus zu bauen. Doch um diesen Traum zu verwirklichen, sind viel Zeit und Geld nötig. Mit einem skandinavischen Holzhaus lassen sich diese Hürden leicht überwinden. Die sogenannten Schwedenhäuser sind günstig und binnen weniger Monate schlüsselfertig. Die Reportage begleitet Planer und Bauherren bei der Arbeit und zeigt, wie ein Fertighaus im skandinavischen Design entsteht.
Vor 1492 gibt es in Amerika Tausende indigene Gesellschaften mit eigenen sozialen, kulturellen und politischen Strukturen. Sie bilden Clans, Bündnisse und ganze Reiche. Über ein komplexes Handelsnetz stehen viele Regionen miteinander in Verbindung und tauschen sich untereinander aus. Die Irokesen-Konföderation wurde schon lange vor der Ankunft von Kolumbus gegründet und ist eine der ältesten repräsentativen Demokratien der Welt. Ihre fünf Gründungsstämme waren in endlose gegenseitige Kriege verwickelt, und es gab nur einen Ausweg: den friedlichen Zusammenschluss. Die Dokumentationsreihe eröffnet Einblicke in die Lebens- und Verhaltensweisen der indigenen Bevölkerungen in Amerika vor 1492.
Knoten unter der Haut - harmlos oder gefährlich? Beim Duschen ertastet man plötzlich eine Beule unter der Haut, weich und verschiebbar. Der erste Gedanke gilt oft dem Schlimmsten. Meist steckt jedoch ein Lipom dahinter, eine gutartige Geschwulst aus Fettgewebe, oder eine harmlose Zyste. Wann muss ein Knoten ärztlich abgeklärt werden und wann muss er raus?
Was machen Wildtiere, wenn ein schweres Sommergewitter mit Sturmböen, Blitzen, Hagel und sintflutartigen Regenfällen hereinbricht? Der Film begleitet Insekten, Störche, Waschbären und Maulwürfe bei ihrem Überlebenskampf und zeigt, wie Tiere und Pflanzen auf die ersten Anzeichen des Unwetters reagieren. Während sich manche Pflanzen schützen und Singdrosseln ihre Jungen abschirmen, sucht ein unerfahrener, verwaister Waschbär nach Sicherheit. Am Ende profitieren Wildschweine, Störche und Waschbären von der Beute an der Oberfläche. Doch das gilt nur, solange Wetterextreme nicht zur Regel werden.
Gut wohnen und sich das trotzdem leisten können - für immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen wird genau das zum Problem. Es fehlen rund 376.000 Wohnungen, und die Mieten sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Anna Planken und Daniel Aßmann gehen der Frage nach: Wie kann Wohnen wieder bezahlbar werden?
Ihre Reise beginnt auf gerade einmal zehn Quadratmetern mitten auf dem Kölner Heumarkt. Zehn Quadratmeter gelten in Nordrhein-Westfalen als gesetzliche Mindestwohnfläche. Doch wie fühlt sich das an? Reicht das für ein Zuhause, in dem man sich wohlfühlt?
Anna Planken trifft eine sechsköpfige Familie aus Recklinghausen, die dringend mehr Platz braucht. Gemeinsam mit dem Architekten Van Bo Le-Mentzel, Spezialist für Kleinstwohnungen, zeigt sie, wie kleine Wohnungen und Baulücken clever genutzt werden können.
In Südkirchen hat ein Paar sein 160 Quadratmeter großes Reihenhaus gegen ein sogenanntes Schrumpfhaus mit nur noch 83 Quadratmetern getauscht und fühlt sich seitdem freier, wie Daniel Aßmann feststellt.
Das Sharing Prinzip wird im Grünen Weiler in Münster gelebt. 270 Wohnungen gibt es und die Bewohner teilen sich nicht nur Hobbyräume, Gästezimmer und Büros, sondern auch Badewannen. Anna Planken lässt sich das ungewöhnliche Konzept erklären.
Die Sendung zeigt überraschende Lösungen und Menschen, die die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt nutzen, um Wohnen neu zu denken. Denn kleiner zu wohnen, heißt nicht automatisch, kleiner zu leben.
Wie haben sich einzelne Stadtviertel seit Inkrafttreten der vollen EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänien und Bulgarien verändert? Die "exactly"-Dokumentation "EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?" untersucht, wie mittels Schrottimmobilien und durch Armutsmigration Regelungen im europäischen Sozialrecht ausgenutzt werden. Reporterin Jana Gareis reist dafür von Magdeburg, Halle und Hagen bis in rumänische Orte und fragt, welche Folgen die Freizügigkeit für Kommunen, Anwohner und Zugewanderte hat.
Jüdinnen und Juden sind täglich mit Antisemitismus und Anfeindungen konfrontiert. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Situation verschärft. Die Reportage begleitet Menschen, die sich fragen, bleiben oder gehen? Sie erzählen von Angst und Ausgrenzung, aber auch von Mut und Zusammenhalt. Was muss sich verändern, damit jüdisches Leben in Deutschland wieder selbstverständlich und sicher sein kann.
Eine Ansicht von oben zeigt mehrere mysteriöse Strukturen in Europa. Dazu gehören eine rätselhafte Pyramide in den Niederlanden, die mit Europas berüchtigstem Kaiser verbunden ist, und eine enorme Metallkugel in der russischen Wildnis. Weitere bemerkenswerte Entdeckungen sind ein gigantisches Löwenbild im englischen Landschaftsbild und ein unerklärlicher "Streifen" tief im abgelegenen österreichischen Wald.
Mit Louis Friedemann Thiele, Dirk Hardegen, Tom Jacobs, Benedikt Hahn, Elias Stoffel, Michaela Kametz, Caro Scrimali, Daniela Bette Koch
Torten für die Affen!
Abenteuer im Zoo Leipzig. Die ETK-Teens starten voll durch und zeigen ihre Backkünste; denn das Pongoland wird 25 Jahre. Für die Affen heißt das: lecker, lecker! Denn es gibt Gemüse-Torte! Und im Terrarium wird's dagegen gefährlich giftig! Dort warten Schlangen und andere Reptilien. Und die haben auch Hunger! Und zwar sehr...
Aaaachtung, Fluuug-Kacke!
Im Zoo Leipzig warten auf die ETK-Teens schuppige Herausforderungen. Sie lernen, wie man Giftschlangen sicher einfängt. Die Belohnung kostet aber viel Mut. Denn Riesenwürgeschlange Paul darf das ETK-Team begrüßen. Hochbedrohte und superschlaue Papageienarten freuen sich in den "Neuen Vogelwelten" über ihr neues selbstgebautes Mobilé. Die größte Freude kommt aber aus Italien. Denn die Gänsegeier aus dem Zoo Dresden wurden ausgewildert.
Nach seiner Taufe führt König Harald Blauzahn Dänemark zu neuer Blüte. Doch der Frieden trügt. Denn entmachtete Stammesfürsten warten auf eine Gelegenheit, ihn zu stürzen. Haralds größter Gegner ist sein Sohn Sven Gabelbart: ehrgeizig, populär und auf Seiten der heidnischen Fürsten. Nach dem Tod Kaiser Ottos? II. wittert Sven seine Chance - und greift in Dänemark nach der Macht. Es kommt zum Verrat am eigenen Vater. Es ist das Jahr 987 oder 988 nach Christus. In Dänemark wächst der Widerstand gegen den legendären König Harald Blauzahn. Vor allem die mächtigen Stammesfürsten grollen - wegen hoher Abgaben, kostspieliger Bauprojekte und der fortschreitenden Christianisierung des Landes. Offiziell gilt Dänemark zwar als christlich, doch hinter verschlossenen Türen verehren viele noch immer die alten Götter Thor und Odin. Archäologische Funde belegen, wie pragmatisch viele von Haralds Untertanen mit dem neuen Glauben umgingen. So haben Forschende in Trendgården eine Gussform entdeckt, die es dem Schmied ermöglichte, sowohl Kreuze als auch den Thorhammer in ein und derselben Form herzustellen - der Kunde ist König. Für Harald ist die Christianisierung Dänemarks nicht nur ein religiöses Projekt, sondern auch ein machtpolitisches Programm. Als christlicher Herrscher präsentiert er sich als von Gott eingesetzter König und schwächt so die religiöse und politische Stellung der bisherigen Stammesfürsten. Mit großen Bauprojekten im ganzen Land demonstriert er seine Macht - darunter Ringburgen wie Fyrkat, die zu den eindrucksvollsten Anlagen Skandinaviens zählen und heute Teil des UNESCO-Welterbes sind. Er prägt die Landschaft Dänemarks sichtbar um und macht gleichzeitig die lokalen Häuptlinge im Vergleich zu seiner Herrschaft klein. Nach dem Tod Ottos des Großen im Jahr 973 versucht Harald, den Einfluss des römisch-deutschen Reiches abzuschütteln, und gerät in militärische Auseinandersetzungen mit dessen Nachfolger Otto II. Dessen Gegenmaßnahmen und die folgenden Konflikte schwächen Harald und sein Reich spürbar. Der Blutzoll für sein Volk ist hoch, und die Grundlage von Haralds Herrschaft erodiert. In dieser Situation lösen sich Verbündete wie der norwegische Herrscher Haakon Sigurdsson aus der dänischen Oberhoheit. In Dänemark selbst kommt es zu Umbrüchen, Umbauten und Zerstörungen an königlichen Anlagen, und Haralds Sohn Sven wendet sich gegen seinen Vater und setzt sich schließlich an seine Stelle. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
"Hier wohnte", so beginnt der Text auf den meisten "Stolpersteinen". Es folgen Name und Eckdaten eines Lebens. Gunter Demnig, Künstler und Schöpfer des Projekts, verlegte den ersten Stolperstein 1992 in Deutschland, um an Deportation und Ermordung von Sinti und Roma in der NS-Zeit zu erinnern. Heute gibt es mehr als 100.000 Stolpersteine in über 30 Ländern Europas, das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Der Film erzählt Geschichten hinter den Steinen und die Geschichte des Projektes selbst.
Alle indigenen Kulturen Amerikas haben eigene künstlerische Ausdrucksformen. Sie spiegeln sich wider in traditionellen Zeremonien, ebenso wie in der Gestaltung alltäglicher Gegenstände. Über Geschichten, Lieder und Tänze gibt ein Volk sein Wissen von einer Generation an die nächste weiter. Aus alten Zeiten erhaltene Objekte bezeugen die individuellen Kulturen vor 1492 - Tongefäße oder Gegenstände aus Metall, Holz oder Webstoffen.
Essen als Medizin: Mit gezielten Ernährungsstrategien Symptome deutlich lindern und manche Krankheiten sogar heilen - ist das erfolgreiche Rezept der "Ernährungs-Docs". Die erfahrenen Medizinerinnen und Mediziner Silja Schäfer, Viola Andresen, Matthias Riedl und Jörn Klasen zeigen in dem einzigartigen Coaching-Format, wie sich schon innerhalb weniger Monate erstaunliche Erfolge erzielen lassen.
Jasmin (43) und Sven (43) Ruby aus Hamm-Bockum-Hövel sind seit fünf Jahren begeisterte Camper. Ihr Markenzeichen: ein kunterbunter Wohnwagen, Baujahr 1995, von einem Graffitikünstler mit ihren Lieblingstieren besprüht. Am liebsten verreisen sie kurz, aber oft, entdecken dabei Nordrhein-Westfalen und den nahen Norden und gönnen sich eine Auszeit von Haushalt und pubertierenden Kindern. Durch die Facebook-Gruppe NRW Camping bekam das Thema Camping nochmal eine ganz andere Dimension für die Rubys. Denn hier haben sie Freunde gefunden, die ihnen vorher fehlten.
Auch dieses Mal verreisen Jasmin und Sven nicht allein, sondern mit ihren besten Freunden Simone (50) und Markus (49) Steffens aus Castrop-Rauxel.
Drei Kurzurlaube stehen in diesem Jahr auf dem Programm: Es geht an die Nordsee auf einen Fünfsterne-Campingplatz nach Bensersiel. Hier genießen sie Camping direkt am Strand und eine romantische Übernachtung im Schlafstrandkorb. Ein absolutes Highlight. Beim Tagestrip nach Langeoog wird es sportlich, die Rubys erkunden die Insel per Fahrrad. Und sie erleben live eine Probe des inseleigenen Shantychors.
Für die nächste Campingreise müssen Jasmin und Sven gar nicht weit fahren. Sie bleiben im Ruhrgebiet und wollen im Erholungspark Wehlingsheide bei Datteln Svens 44. Geburtstag feiern. Was Sven nicht weiß: Ein besonderer Überraschungsgast hat sich angekündigt - seine Zwillingsschwester Jessi. Ein emotionaler Abend für die Rubys. Ein bisschen Kultur darf natürlich auch nicht fehlen: Eine Tüte Gemischtes in einem Bochumer Kiosk und ein Besuch im Trainingsbergwerk in Recklinghausen machen den Kurzurlaub zu einem Erlebnis.
Die dritte Reise führt die Rubys an den Niederrhein, es geht auf einem Waldcampingplatz bei Xanten. Sven wird beim Anblick der zahlreichen Dauercamper an seine eigenen Campinganfänge erinnert, denn er hat früher selbst mit seinen Eltern jedes Wochenende auf einer Dauercampingparzelle verbracht. In Xanten besucht das Paar eine der noch wenigen aktiven Windmühlen Nordrhein-Westfalens. Während Jasmin den Windmüller bei seiner Arbeit unterstützen darf, steht Sven in der historischen Backstube und erinnert sich an seine Anfänge als Bäcker zurück.
Drei Kurzurlaube, drei unterschiedliche Reiseziele, viele neue Entdeckungen und unvergessliche Campingmomente - für Jasmin und Sven der perfekte Ausgleich vom Alltagsstress.
Am Stubenbergsee ist in den frühen Siebzigerjahren zwischen Kukuruzäckern und Obstgärten die erste Windsurfing-Schule Österreichs gegründet worden. Wolfgang Schille, Sohn der Windsurf-Pionierin, erinnert sich noch gut an die Anfänge des Surfens in der Oststeiermark. Am Hof von Peter Almer auf knapp tausend Meter Seehöhe steht ein altes Rauchstubenhaus, in dem seine Großmutter noch bis in die späten sechziger Jahre ohne Strom und Wasser gelebt hat. Erstmals erwähnt wird das Gebäude im Jahr 1440. In luftigen Höhen ist Familie Flaggl, eine Ballonfahrerfamilie aus Stubenberg, unterwegs. Mittlerweile ist mit Anna Flaggl die dritte Generation am Start. Sie ist noch in Ausbildung und kurz vor Abschluss der Ballonfahrerprüfung. Auf Motorkraft setzen die Mitglieder der Puchfreunde Anger. Sie machen mit ihren alten Puch-Mopeds aus den 60er- und 70er Jahren die Oststeiermark unsicher. Wahre Kunstwerke stellt Christina Pacher-Wilfinger her. Die Glasbläserin ist eine der letzten, die diesen Beruf in der Oststeiermark ausüben. Gegründet hat die Werkstatt ihr Großvater, der nach wie vor mitarbeitet. R: Michael Weinmann
Die Leiche einer jungen Frau wird in einer Lagune in Südflorida gefunden, wobei ihre Gliedmaßen mit Seilen zusammengebunden sind. Die Ermittler:innen decken eine geheime Liebesaffäre auf und nutzen moderne Techniken wie die DNA-Analyse von Haustieren und ein Verfahren namens De-Gloving, um den Mord aufzuklären. Durch diese Methoden gelingt es ihnen, den Fall zu lösen und den Täter zu identifizieren.
Mit Ann Vielhaben, Louiz El-Hosri, Alexander Gier, Jan Andreesen, Patrick Giese, Alexander Hauff, Dirk Talaga, Michael Schwager, Marco Wittorf, Maria Burghardt, Oliver Nitsche, Lars Cording, Judith von Radetzky, Tim Gössler, Mathias Kopetzki, Stephan Baumecker, Peter Reinhardt, Regina Gisbertz
Der Text beschreibt mehrere geheimnisvolle Orte weltweit, wie einen Steinkreis auf den Golanhöhen, einen Berg enthaupteter Statuen in der Türkei und ein verlassenes Schloss in der saudischen Wüste. Diese Orte sind sowohl rätselhaft als auch faszinierend. Zudem wird durch moderne Technologie ein altes Geheimnis in den peruanischen Wildnissen neu beleuchtet.
Mit Louis Friedemann Thiele, Dirk Hardegen, David M. Schulze, Nils Kretschmer, Elias Stoffel, Bette-Koch Daniela, Caro Scrimali, Sarah Liu, Christina Ann Zalamea
Der LTM 1750 des deutschen Herstellers Liebherr: Er ist der Gigant der Baustellen, ein Teleskopmobilkran der Superlative. Mit einhundertacht Tonnen Fahrgewicht, die sich auf neun Achsen verteilen, ist er der größte Mobilkran, der mit montiertem Teleskopausleger auf öffentlichen Straßen fahren darf. Mit dem zweiundfünfzig Meter langen Metallarm kann er bis zu achthundert Tonnen heben - das entspricht etwa dem Gewicht von vierhundert Mittelklasse-Limousinen.
Die Oetker-Entführung: Das fast perfekte Verbrechen?
D 2026
28'
Dezember 1976. Nach einer Vorlesung in Weihenstephan wird Richard Oetker, Sohn aus der bekannten Dr. Oetker Dynastie mit einer Pistole bedroht, in eine viel zu kleine Holzkiste gepfercht und entführt. Stromschläge fügen ihm derart schwere Verletzungen zu, dass er sich davon nie wieder vollständig erholen wird. Spektakulär: die Lösegeldsumme von 21 Millionen D-Mark. Die Übergabe: am Münchener Stachus. Der Täter taucht mit dem Geld ab, jahrelang tappen die Ermittler im Dunkeln.
Schließlich wird der vermeintliche Entführer Dieter Zlof in einem Indizienprozess verurteilt. Er bestreitet die Tat - bis er über 20 Jahre später in London mit einem Großteil des Lösegelds erwischt wird.
50 Jahre danach roll en die Filmautorinnen Mira Barthelmann und Lena Wachter in "Kontrovers - Die Story" die Oetker-Entführung noch einmal auf: Die Dokumentation lässt Zeitzeugen wie den damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein, Ermittler und den Strafverteidiger des Täters zu Wort kommen, zeigt bislang weithin unbekannte Details der Entführung und fragt, warum dieser Fall Deutschland bis heute fasziniert.
Schon ihr Name klingt wie eine exotische Verheißung: Sansibar. Die tropische Insel vor der Ostküste Afrikas besticht durch üppige Korallenriffe, duftende Gewürzgärten und alte Paläste.
Seit jeher hat Sansibar auch Ausländer angezogen, die dem Charme der Insel auf unterschiedliche Weise verfallen sind. Darunter auch deutsche Auswanderer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Natur und Kultur der Insel zusammen mit den Einheimischen zu bewahren.
Sansibar liegt vor der ostafrikanischen Küste und gehört zu Tansania. Es umfasst eine ganze Gruppe von Inseln, wobei die Hauptinsel Sansibar auch Namensgeber für den gesamten Archipel war. Die weißen, palmengesäumten Traumstrände und das azurblaue Meer wirken wie eine Postkartenidylle - ein Sehnsuchtsort. Die Inseln bieten Sonne, wilde Landschaft und Exotik. Dort sind Reisende vor politischen Unruhen, gefährlichen Wildtieren oder Tropenkrankheiten weitgehend sicher. Eine Mischung, die auch deutsche Auswanderer auf den Archipel gezogen hat.
Die Region war immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Arabische Kaufleute machten die Inseln mit dem Handel von Gewürzen, Elfenbein und Sklaven zu einem wichtigen Handelszentrum. Von dort wurden die Schätze des afrikanischen Hinterlandes in den Nahen Osten und nach Indien verschifft. Bis heute gehören Gewürze zu den wichtigsten Exportgütern, und zahlreiche Gebäude im Stadtteil Stone Town erinnern an die einstige Blütezeit. Seit dem Jahr 2000 steht dieses historische Zentrum als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Viele Gebäude wurden aus Korallenkalkstein errichtet, der im feuchten Tropenklima aber schnell verwittert.
Die Reichtümer aus der Blütezeit des Handels sind längst Geschichte. Heute sind die Reichtümer der Natur eine der wichtigsten Einnahmequellen Sansibars, denn sie locken Touristen an. Einige Küstenabschnitte sind von ausgedehnten Korallenriffen gesäumt und bieten unzähligen bunten Meeresbewohnern eine Heimat. Durch eine private Initiative sind wichtige Teile des Riffs heute streng geschützt. Viele einheimische Studenten und Schüler lernen dort erstmals die reichhaltige Meereswelt ihres Heimatlandes kennen. Einer der bemerkenswertesten Inselbewohner ist der Palmendieb, ein riesiger landlebender Krebs. Er hat eine Vorliebe für Kokosnüsse, folgt ihrem Duft und bricht dafür sogar in Küchen ein.
Die Dokumentation von Axel Gomille wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf die vielleicht schönste Insel Afrikas.
Nachdem Sven Gabelbart seinen Vater Harald Blauzahn entmachtet hat, stabilisiert er seine Herrschaft in Dänemark. Doch sein eigentliches Ziel liegt jenseits der Nordsee: der englische Thron. Schon in den 990er-Jahren greift Sven gezielt in englische Machtkämpfe ein. Als der englische König "Äthelred der Unberatene" ein Massaker an Dänen anordnet, sinnt Sven Gabelbart auf Rache: Er reagiert mit einer Invasion und erobert England. Die dänische Eroberung Englands ist ungewöhnlich gut dokumentiert. Eine der wichtigsten Quellen ist das "Encomium Emmae Reginae", ein lateinisches Auftragswerk aus dem 11. Jahrhundert. Das Manuskript, heute in der British Library, schildert den Aufstieg des Wikingerherrschers detailliert und bildet eine zentrale Grundlage der Forschung. Objektiv ist diese Quelle jedoch nicht. Denn die Auftraggeberin, Emma von der Normandie, ist gleich mit zwei involvierten Monarchen verheiratet gewesen: Zunächst heiratet sie den englischen König Äthelred der Unberatene. Nach dessen Tod ehelicht sie Knut den Großen, einen Sohn des dänischen Herrschers Sven Gabelbart und späterer König von England. Emma von der Normandie zeigt, wie aus den dänischen Plünderern erst Eroberer und schließlich Könige von England werden, die das politische Gleichgewicht in Nordeuropa maßgeblich beeinflussen. Als auch Emmas zweiter Ehemann Knut stirbt, nutzt Emma ihren Einfluss, um die Zukunft Englands in ihrem Sinne zu beeinflussen. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Mobilität funktioniert am Land unter anderen Voraussetzungen als in der Stadt. Längere Wege, weiter verstreute Ziele und ein weniger dichtes öffentliches Verkehrsnetz machen das eigene Auto für viele Menschen zum wichtigen Bestandteil des Alltags. Dabei sind Übersicht, ein einfacher Einstieg und moderne Assistenzsysteme, ebenso wie ein Antrieb, der zu den täglichen Wegen passt, gefragt. Auch Elektromobilität kann gerade dort gut funktionieren, wo das Fahrzeug zu Hause geladen werden kann. Entscheidend ist nicht eine bestimmte Fahrzeug- oder Antriebsform, sondern eine Mobilitätslösung, die den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht.
Mitte der 70er Jahre wurde die Universitätsstadt Isla Vista nahe Santa Barbara von den Morden an vier jungen Frauen erschüttert. Trotz einer groß angelegten Suche gelang es der Polizei zunächst nicht, den Mörder zu finden. Als die Spur zu einer dänischen Gemeinde in unmittelbarer Nähe führte, verdichteten sich die Zeichen, dass der Mörder aus der Region stammte. Kurze Zeit später verriet sich Thor Christiansen durch sein verdächtiges Verhalten.
In Hermagor und am Weißensee gehen die Uhren noch ein bisschen anders. Hier haben manche Dinge noch ihre Bedeutung erhalten, die anderswo längst verschüttet sind. Der paradiesische Anblick des Weißensees mit seinem karibischen Grün lässt einen den Blick für das Wesentliche im Leben behalten. Auf der Egger Alm mit seinem Alm-Dorf oder auf der Kohlröslhütte auf gut 1500 Meter Seehöhe leben und arbeiten die Menschen teilweise noch so ähnlich wie zu Zeiten der Eltern und Großeltern. Ohne Gemeinschaft geht hier nichts, und die Familie hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Nach einem Tag im Freien trifft man sich im Gasthaus oder am Wochenmarkt, um einander zuzuhören. Regisseur Christian Papke geht in dieser Landleben Produktion dem alpinen Leben auf den Grund: beim traditionellen Käseanstich auf der Egger-Alm oder wenn die Kohlrösl-Buam, eine Schuhplattlergruppe, auf der Kohlröslhütte zu Höchstform auflaufen. In unmittelbarer Nachbarschaft am Weißensee liegt auch das Haus Jakober, hinter dem eine Landwirtschaft am anderen Seeufer steht, wo Bauer Hans gemeinsam mit seiner 81-jährigen Mutter die Kühe melkt, sofern er nicht abends als Dirigent der Trachtenkapelle mit seinen Musikern probt.
Drei Männer erwarten ihr erstes Kind. Kristopher, David und Sindre sind alle Anfang 30 und leben gemeinsam in einer Dreierbeziehung. Kristopher ist der gebärende Vater. Zusammen stehen die drei Männer in ihrer Regenbogenfamilie vor den alltäglichen Herausforderungen, die Schwangerschaft und Geburt mit sich bringen. Sind sie bereit für das, was sie erwartet?
"Hoch die internationale Solidarität!" und "Ganz Berlin hasst die Polizei", skandierten Demonstranten in der Bundeshauptstadt am vergangenen Samstagabend. Zuvor hatten deutschlandweit zehntausende junge Menschen nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei friedlich protestiert. Im Anschluss kam es dann aber in mehreren Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Polizei macht dafür auch mutmaßliche Linksextremisten verantwortlich.
Linksmotivierte Gewalt nahm im vergangenen Jahr deutschlandweit zu. Das belegen Zahlen des Bundeskriminalamts. "Wenn das Mittel zur Wahl revolutionäre Gewalt ist, dann ist das so in Ordnung", sagt eine junge Frau am Rande einer Antifa-Demonstration in Köln vor einigen Wochen. Sie spielt damit auf gewalttätige Übergriffe von mutmaßlichen Linksextremisten an. Es trifft zum Beispiel einen jungen Mann, der sich für Patriotismus ausspricht, aber jeden Bezug zu Rechtsextremismus verneint. Aus einer Gruppe heraus wird er dennoch angegriffen und massiv verletzt. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.
Linksextreme Gewalt kann viele treffen, vor allem, wenn kritische Infrastruktur wie die Stromversorgung Ziel von Anschlägen ist. "Man hat ja gehört, sie wollten eigentlich die Reichen mit ihren Villen treffen. Haben die sich mal überlegt, dass es hier Krankenhäuser und Pflegeheime gibt, die es dann genauso trifft?", ärgert sich eine Pflegeheimbewohnerin in Berlin. Der dortige Anschlag Anfang 2026 wirft ein Schlaglicht auf eine mutmaßlich linksextrem motivierte Anschlagsserie, die sich durch das Land zieht - auch Bayern ist immer wieder betroffen.
Linksextreme definieren selbst, wer oder was ein berechtigtes Ziel ist. Es gibt sehr unterschiedliche Strömungen in der Szene. Manche lehnen Gewalt ab, andere gehen äußerst brutal gegen ihre Gegner vor. Mit Extremismusforscher Professor Hendrik Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung geht "KLAR" der Frage nach, wen die Gewalt treffen kann, wie die Gewalt begründet wird, und wie die Gesellschaft mit Linksextremismus umgeht. Professor Hendrik Hansen forscht seit vielen Jahren zu dem Thema und ist Mitherausgeber des Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung.
Wird Linksextremismus in Politik und Gesellschaft verharmlost? Antworten sucht Julia Ruhs in einer vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folge des Politikformats "KLAR" am 4. November 2026.
"Hoch die internationale Solidarität!" und "Ganz Berlin hasst die Polizei", skandieren Demonstrierende in der Bundeshauptstadt Berlin am 31. Oktober. Zuvor hatten deutschlandweit Zehntausende junge Menschen nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei friedlich protestiert. Im Anschluss kam es dann aber in mehreren Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Polizei macht dafür auch mutmaßliche Linksextremisten verantwortlich.
Linksmotivierte Gewalt nahm im vergangenen Jahr deutschlandweit zu. Das belegen Zahlen des Bundeskriminalamts. "Wenn das Mittel zur Wahl revolutionäre Gewalt ist, dann ist das so in Ordnung", sagt eine junge Frau am Rande einer Antifa-Demonstration in Köln vor einigen Wochen. Sie spielt damit auf gewalttätige Übergriffe von mutmaßlichen Linksextremisten an. Es trifft zum Beispiel einen jungen Mann, der sich für Patriotismus ausspricht, aber jeden Bezug zu Rechtsextremismus verneint. Aus einer Gruppe heraus wird er dennoch angegriffen und massiv verletzt. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.
Linksextreme Gewalt kann viele treffen, vor allem, wenn kritische Infrastruktur wie die Stromversorgung Ziel von Anschlägen ist. "Man hat ja gehört, sie wollten eigentlich die Reichen mit ihren Villen treffen. Haben die sich mal überlegt, dass es hier Krankenhäuser und Pflegeheime gibt, die es dann genauso trifft?", ärgert sich eine Pflegeheimbewohnerin in Berlin. Der dortige Anschlag Anfang des Jahres wirft ein Schlaglicht auf eine mutmaßlich linksextrem motivierte Anschlagsserie, die sich durch das Land zieht - auch Bayern ist immer wieder betroffen.
Linksextreme definieren selbst, wer oder was ein berechtigtes Ziel ist. Es gibt sehr unterschiedliche Strömungen in der Szene. Manche lehnen Gewalt ab, andere gehen äußerst brutal gegen ihre Gegner vor. Mit Extremismusforscher Professor Hendrik Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung geht "KLAR" der Frage nach, wen die Gewalt treffen kann, wie die Gewalt begründet wird und wie die Gesellschaft mit Linksextremismus umgeht. Professor Hendrik Hansen forscht seit vielen Jahren zu dem Thema und ist Mitherausgeber des Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung.
Wird Linksextremismus in Politik und Gesellschaft verharmlost? Antworten sucht Julia Ruhs in dieser vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folge des Politikformats "KLAR".
Auf den Spuren des Bösen - Der Mörder von Jakub Fiszman
Verbrecher aus Leidenschaft
3. Folge
30'
Gerichtsreporterin Heike Borufka, Staatsanwalt Wilhelm Möllers und der LKA-Experte Dr. Harald Schneider erzählen, wie sie einen der grausamsten Erpresser und eiskalten Mörder Deutschlands erlebten. Am 1. Oktober 1996 entführen Rainer K. und sein Sohn Sven den jungen Frankfurter Unternehmer Jakub Fiszman, wenige Tage später wird er kaltblütig ermordet. Bei der Lösegeldübergabe kommen die Ermittler den Tätern auf die Spur. Trotz DNA-Beweisen, Faserspuren und Erpresserbrief streitet Rainer K. die Tat ab. Er bezichtigt sogar seinen Sohn, den Mord begangen zu haben. Das ist der Moment, an dem sich der Sohn aus der Abhängigkeit des Vaters löst und auspackt. Durch sein Geständnis kommt das ganze Ausmaß der Taten seines Vaters ans Tageslicht. Am Ende eines langen Prozesses wird Rainer K. 1998 zur Höchststrafe verurteilt: Lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung. Sohn Sven bekommt zwölf Jahre. Wenige Jahre nach seiner Freilassung erhängt sich der Sohn in einem Wald. Vater Rainer K. sitzt noch immer in Haft. Jedes Jahr muss das Gericht neu prüfen, ob die Sicherungsverwahrung weiter nötig und Rainer K. immer noch gefährlich ist.
In Zweibrücken in Rheinland-Pfalz befindet sich eines der größten Mähdrescher-Werke Europas. Weltweit werden die Nutzfahrzeuge ausgeliefert und eingesetzt. Der dort produzierte T670 ist eine komplette Erntefabrik auf Rädern: In einer Stunde kann der XXL-Mähdrescher bis zu 50 Tonnen Getreide ernten. Mit 4 Metern Höhe und 21 Tonnen Gewicht ist es zudem eines der größten landwirtschaftlichen Fahrzeuge der Welt. Die Reportage zeigt die Herstellung der Erntemaschine und begleitet sie im Einsatz.
Der Nord-Ostsee-Kanal gehört zu den meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt. Jährlich passieren bis zu 30.000 Schiffe den knapp 100 Kilometer langen Kanal. Für Kanalsteurer und Lotsen ist jede Überfahrt ein Wettlauf gegen die Zeit, die Lenkung erfordert größte Präzision. Die inzwischen über ein Jahrhundert alten Schleusen sorgen oft für technische Störungen, die lange Wartezeiten nach sich ziehen. Deshalb soll der Kanal nun für den Schiffsverkehr der Zukunft erneuert werden.
Filmrolle statt Datei - die Rückkehr des großen Kinoformats / Verbrannt und trotzdem grün - die umweltfreundlichste Müllverbrennungsanlage / Burger aus dem Automaten / Die Geheimen Orte des Grand Centrals / So entstehen die größten Bagger / Die Tatort-Reiniger
Feuer, Wasser, Erde, Luft - Retter in ihrem Element
D 2024
120'
Im Zillertal muss eine junge Frau mit einer schweren Verletzung vom Hubschrauber gerettet werden - mit der Seilwinde über einer der steilsten Pisten Österreichs. In Bruchsal versucht Notarzt Dr. Claus Bley, einen zusammengebrochenen Mann zu stabilisieren. In Köln löst ein CO-Melder im Krankenhaus Alarm aus, und die Feuerwehr muss schnell handeln. Und auf dem Chiemsee sucht die Wasserwacht ein gestrandetes Segelboot unter schwierigen Bedingungen.
Als Jamie Anthony Lord kennenlernt, ahnt die vierfache Mutter nicht, was sich hinter seiner liebenswürdigen Fassade verbirgt. Anthony ist reizend zu ihren kleinen Töchtern und scheint ein herzensguter Mensch zu sein - bis er bei Jamie einzieht. Anthony entwickelt einen extremen Kontrollzwang, dann gehen Gerüchte um, dass er früher wegen Missbrauchs angezeigt worden sei. Und der Verdacht erhärtet sich. Jamie will ihre Kinder schützen und Anthony verlassen, doch der macht ihr einen Strich durch die Rechnung und droht, Jamies Familie umzubringen. Die verängstigte Frau bleibt und durchlebt ein Martyrium.
- Ein Zimmer, kein Fenster: 1.500 Euro
Teurer leben in New York
- Hart, härter, Trump
Amerikas umstrittene Abschiebungen
- Wenn der Arztbesuch arm macht
Amerikas krankes Gesundheitssystem
Dass Hans Rosenthal, der beliebte Fernseh-Moderator, mal Bauer werden wollte, um Nazi-Deutschland zu entkommen, wissen wohl die wenigsten. Auch sein Sohn, Gert Rosenthal, weiß von diesem dramatischen Lebensabschnitt seines Vaters wenig. Für ihn umso mehr ein Grund auf den Spuren des Vaters nach fast Vergessenem zu forschen.
Als Sven Gabelbart stirbt, wird sein Sohn Knut zu dessen Nachfolger in England. Doch dann fällt die Krone zurück an "Äthelred der Unberatene". Knut weicht nach Dänemark aus. 1015 segelt König Knut von Dänemark mit einer großen Flotte nach England. Nach harten Kämpfen gegen die angelsächsischen Herrscher erzwingt er einen Frieden mit Edmund II. Die beiden teilen das Königreich England untereinander auf. Nach der Entscheidungsschlacht von Assandun behält Edmund II. die Kontrolle über Wessex im Süden Englands, während Knut die Herrschaft über die nördlichen Landesteile übernimmt. Die Teilung des englischen Königreichs ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im November 1016 stirbt Edmund II., nur wenige Monate nach seiner Thronbesteigung im April desselben Jahres. Knut der Große hat endlich sein Ziel erreicht: Er wird alleiniger Herrscher über ganz England. Die Ereignisse rund um die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Dänen und Engländern sowie die anschließende Machtübernahme durch Knut sind in der Chronik "Encomium Emmae Reginae" aus dem 11. Jahrhundert ausführlich beschrieben. Für die Forschung sind sie von unschätzbarem Wert. Auffallend ist jedoch, dass sie die dänischen Herrscher durchweg positiv darstellen, während der britische König Edmund II. eher schlecht wegkommt. Der Grund ist einfach: Die Auftraggeberin des Manuskripts ist keine Geringere als Königin Emma von der Normandie, die nach ihrer Hochzeit mit König Äthelred den dänischen Herrscher Knut der Große heiratet. Die Auftragsschrift zielt darauf ab, das Image ihrer Familie positiv darzustellen. Historiker bewerten es daher heute als ein "propagandistisches Werk" zugunsten der dänischen Könige in England. Ebenso bemerkenswert ist, was die Chronik nicht erwähnt. Dazu gehört etwa das sogenannte St.-Brice's-Day-Massaker von 1002, das unter Äthelred II. gegen die dänische Bevölkerung verübt wurde. Ebenso werden Niederlagen, Zerstörungen und Gewalt im Zusammenhang mit Knut dem Großen entweder abgeschwächt dargestellt oder ganz ausgeblendet. Expansion, Machtkämpfe, Eroberungen: Die Dokumentationsreihe "Vikings - Legendäre Könige" zeigt den Aufstieg der Wikinger und ihren Einfluss auf Europas Geschichte.
Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn
D 2026
43'
Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. In der "BR Story" wird gefragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht, und was Fahrgäste, Fahrerinnen und Fahrer brauchen, um sich wieder geschützt zu fühlen.
Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen.
Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage.
Gesucht werden Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann.
Dieser Film wurde im Jahr 2026 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
Wesley Shermantine und Loren Herzog sind in derselben Straße aufgewachsen. Die beiden Freunde wurden als "Speed Freak Killers" bekannt, weil sie unter Drogeneinfluss zahlreiche Morde begingen. Obwohl sie die Leichen immer wieder an ähnlichen Orten versteckten: in Brunnen und an entlegenen Orten auf dem Land, wo sie auch ihre Kindheit und Jugend gemeinsam verbracht hatten, galten die beiden als besonders unberechenbar.
Die Erinnerungskultur steht vor Herausforderungen: Das Wissen über die Verbrechen des Nationalsozialismus nimmt ab. Ein Teil der Deutschen fordert sogar, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Aber warum ist es wichtig, die Erinnerung wach zu halten? Und wie muss sich die Erinnerungsarbeit verändern?
Erich Fried war Dichter, politischer Unruhestifter und unermüdlicher Vermittler zwischen den Extremen. Sohn Klaus macht sich auf die Suche nach dem Vater, den er mit RAF-Mitgliedern, Neonazis, Hippies und Aktivisten teilen musste. Zwischen öffentlicher Ikone und fernem Vater entsteht das Porträt eines widersprüchlichen Menschen - und die persönliche Annäherung eines Sohnes an seinen Vater.
Wenn es um Flucht geht, stehen oft Männer im Fokus. Dabei ist jede dritte Person, die in Europa Asyl beantragt, eine Frau. Ihre Fluchtgeschichten erzählen von Gewalt, Unterdrückung und dem Kampf um Selbstbestimmung. Häusliche Gewalt, Bildungsverbote und Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit zwingen viele Frauen und Mädchen dazu, gefährliche Fluchtrouten auf sich zu nehmen. Dabei sind sie häufig auch körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt. Doch selbst mit der Ankunft in einem sicheren Land ist der Kampf für viele noch lange nicht vorbei. Bürokratische Hürden, der schwierige Zugang zum Arbeitsmarkt und Sprachbarrieren erschweren den Start in ein neues Leben.
In dieser Folge von "betrifft: uns" begleitet Çagla Bulut vier Frauen, die nach Österreich geflüchtet sind oder noch versuchen, ins Land zu kommen.
Maral floh aus dem Iran, weil ihre Freiheit immer weiter eingeschränkt wurde. Strenge Kleidervorschriften, begrenzte Bewegungsfreiheit und selbst das Verbot, Fahrrad zu fahren, machten ein selbstbestimmtes Leben für sie zunehmend unmöglich.
Sara setzte sich mit ihrem Vater in Afghanistan für die Bildung von Frauen und Mädchen ein. Sie unterrichtete heimlich Frauen in ihrem Dorf, die nicht lesen und schreiben konnten - und wurde damit für die Taliban zum Dorn im Auge.
Nima kommt aus Somalia, ihr Ehemann wurde dort getötet und sie musste allein mit ihrem Sohn fliehen. Ihre zwei Töchter musste sie vorerst zurücklassen. Heute lebt sie seit knapp elf Jahren in Österreich, mit der deutschen Sprache hat sie große Schwierigkeiten.
Helin ist kurdische Ezidin und musste aufgrund häuslicher Gewalt und der Unterdrückung in der Türkei fliehen. Sie steckt mit ihrer kleinen Tochter und ihrem an Schizophrenie erkrankten Mann in einem Camp in Bosnien fest und beklagt die dortigen Lebensbedingungen.