Hugo Portisch - sein Name steht wie kein anderer in Österreich für unabhängigen Journalismus. Seine gesamte journalistische Laufbahn hindurch hat er für diese ihm so wichtige Unabhängigkeit gekämpft. Ein Höhepunkt war sicherlich das von ihm initiierte Rundfunkvolksbegehren im Jahr 1964. "Man kann sich das heute nur mehr schwer vorstellen, wie das damals war. Die Allmacht der Parteien hat sich hemmungslos ausgedehnt, das ganze Land war dem Proporz der beiden Großparteien ausgeliefert", sagte Portisch über diese Zeit. Mehr als 830.000 Österreicher unterstützten mit ihrer Unterschrift die Forderung nach einer Entpolitisierung des Österreichischen Rundfunks - ein sensationelles Ergebnis, das zu einer grundlegenden Reform des ORF führte.
Der erste Teil der biografischen Dokumentation widmet sich den Anfängen der außergewöhnlichen Laufbahn Hugo Portischs. Im Gespräch mit Heinz Nußbaumer erzählte er über seinen familiären Hintergrund und seine persönlichen Erfahrungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders prägend war für den Journalisten seine Ausbildungsreise 1950 in die USA. Sie schuf die Basis für seine beruflichen Grundsätze und löste bei ihm eine Faszination für das Land aus, die ihn lange nicht mehr loslassen sollte. Als Mitarbeiter des Informationsdienstes der Österreichischen Botschaft in New York begleitete er 1954 den österreichischen Bundeskanzler Julius Raab auf seinem USA-Besuch. Dabei erlebte Portisch unvergessliche und spannende Episoden, die Einblicke hinter die Kulissen gewähren und Auskunft über die politischen Hintergründe jener Zeit geben.
Noch während seiner Reise mit Raab bekam Portisch das Angebot, beim "Neuen Kurier" zu arbeiten, wo er ab 1958 als Chefredakteur große Erfolge feierte. Mit hoher journalistischer Qualität und dem richtigen Gespür für gute Geschichten. Ein Beispiel? Als der langersehnte Staatsvertrag im Jahr 1955 Realität werden sollte, war es Hugo Portisch, der gemeinsam mit Hans Dichand als erster eine Sonderausgabe mit der Schlagzeile "Österreich wird frei" druckte und sie eigenhändig am Wiener Westbahnhof verteilte. Bloß, zu diesem Zeitpunkt wollte noch keiner daran glauben…
Wie werden geniale Ideen zu Wissen? Was brauchen sie, um zu wachsen? Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch begibt sich in diesem Roadmovie durch die Wissenschaftsgeschichte auf Spurensuche bei den klügsten Köpfen von Mesopotamien bis Cambridge. Und er stellt fest: Die besten Ideen gedeihen dort, wo Denken frei bleibt und Wissen geteilt wird.
In Rochester im US-Bundesstaat New York wurde in einem ruhigen Wohnviertel ein Mann auf offener Straße erschossen. Auf den ersten Blick gab es kein Motiv, also sahen sich die Beamten die Handynachrichten des Toten an. So konnte das soziale und berufliche Umfeld ermittelt werden. Das Opfer war mit einer Prostituierten verheiratet, aber das Paar hatte sich entfremdet. Die Aussagen dieser Ehefrau erschienen den Ermittlern unglaubwürdig.
Wenn Gefühle außer Kontrolle geraten, kann das tödlich enden - Verbrechen aus Leidenschaft gab es immer und überall. Doch die Staatsideologen der DDR taten sich schwer damit, das zu akzeptieren. Die Folge "Tödliche Liebe" der Doku-Reihe "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR" bringt Licht ins Dunkel der Kriminalgeschichte des Arbeiter- und Bauernstaates und fokussiert dabei auf Morde aus sexuellen Motiven. Doch jeder Fall erzählt auch ein Stück Geschichte. Authentische Dokumente aus dem umfangreichen Stasi-Unterlagen-Archiv, Zeitzeugen, Ermittler und Experten zeigen auf, unter welchen Umständen diese Fälle aufgeklärt wurden. Im Fokus der Dokumentation steht unter anderem das Verbrechen eines Stasi-Oberleutnants. Auf bestialische Weise ermordete der Funktionär aus niederen Motiven seine Ehefrau. Doch vor Gericht wurde aus der Beziehungstat auf einmal eine hanebüchene Spionage-Geschichte, die in einem höchst umstrittenen Todesurteil mündete, bei dem sich der Richter sogar über ein Veto Honeckers hinwegsetzte. In einem weiteren Fall wurden die Beziehungen zwischen Ost und West auf die Probe gestellt, als eine kopflose Leiche an der Transitautobahn nahe Berlin gefunden wurde. Das Transitabkommen zwischen DDR und BRD sollte gemeinsame Ermittlungen erleichtern. Es verschaffte aber auch skrupellosen Mördern die Chance, ihre Opfer quasi im Niemandsland verschwinden zu lassen. Doch dank einer gelungenen Ost-West-Zusammenarbeit gelang es im vorliegenden Fall, den Täter zu stellen. Politisch heikel ist auch der Mordfall an einem hochrangigen DDR-Diplomaten, dem sein sexuelles Doppelleben zum Verhängnis wurde. Anlass für die Doku, die Akzeptanz von Homosexualität auf beiden Seiten der Mauer historisch zu thematisieren. Öffentliche Berichte über Schwerstkriminalität hatten in der DDR Seltenheitswert. Einerseits sollte die Bevölkerung nicht beunruhigt werden, andererseits ging es um den Ruf des Landes. Doch auch im Sozialismus wurde gemordet, geraubt und betrogen. Umso überraschender sind die Fakten, die ehemalige Kriminalisten der Morduntersuchungskommission, Staatsanwälte und Historiker heute über die spektakulären Kriminalfälle der DDR preisgeben.
Die Doku-Reihe fördert wieder verblüffende neue Erkenntnisse über die Vergangenheit zu Tage. In dieser Folge: Im Jahre 44 v. Chr. brach Kleopatras Welt zusammen. Der Grund war nicht nur die Ermordung ihres Geliebten und Beschützers Julius Caesar. Seltsame Naturphänomene und Sichtungen am Himmel lassen darauf schließen, dass hier andere Kräfte am Werk waren.
Im Jahr 1585 verlässt John White die Kolonie Roanoke im heutigen Bundesstaat Virginia an, um Vorräte aus England zu holen. Bei seiner Rückkehr sind die Siedler spurlos verschwunden. Verschiedene Theorien versuchen eine Erklärung für die mysteriösen Geschehnisse zu liefern.
Die Brüder Röhrle aus Oberndorf im Schwarzwald leben und atmen Porsche. Vom seltenen 911 GT2 RS Clubsport bis zum 992 S/T: Niclas und Luca jagen weltweit nach automobilen Schätzen, restaurieren mit chirurgischer Präzision und liefern mit Leidenschaft. Unsere Kamera ist hautnah dabei - bei riskanten Ankäufen, in öligen Werkstätten, auf den kurvigen und romantischen Schwarzwaldstraßen und in Showrooms voller Träume.
Im Dreieck zwischen den Philippinen im Norden und dem zentralen und östlichen Indonesien befindet sich ein Gebiet mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt: das Korallendreieck. Rund um die Inselgruppe der Molukken zeigt es sich von seiner schönsten Seite: mit unzähligen Meerestieren und Pflanzen. Die Bandbreite an Seeanemonen und ihren Untermietern, den bunten Anemonenfischen, ist riesig.
"Border Patrol" gibt Einblicke in Neuseelands Kampf gegen Drogen und Schmuggelware.
Heute: Ein fröhlicher Reisender löst einen großen Sicherheitsalarm aus und eine Ladung schmutziger Bagger verursacht ein Biosicherheitsproblem.
"Border Patrol" gibt Einblicke in Neuseelands Kampf gegen Drogen und Schmuggelware.
Heute: An der Grenze gefangen - ein Drogenkurier mit 8000 Ecstasy-Tabs und eine verängstigte Schmugglerin, die Kokain im Wert von einer Million Dollar geschluckt hat. Außerdem verblüfft ein exzentrischer Jäger die Zollbeamten mit seiner Sammlung von Penisknochen.
Nachdem Jonathans Online-Bekanntschaft einen Monat lang verschwand, bittet er Nev und Max um Hilfe. Doch als die beiden herausfinden, dass Jonathan ein ehemaliger Betrüger ist, vermuten sie, dass er selbst hinter der Täuschung steckt.
Mandy ist in einen Mann verliebt, von dem sie alles bekommt - außer die Wahrheit. Mandys Sohn hat die Nase voll und bittet Nev und Max um Hilfe. Doch mit jedem Schritt tun sich weitere Fragen auf.
In Las Vegas verschwand eine professionelle Tänzerin spurlos. Ihr Freund war offenbar der Letzte, der sie gesehen hatte. Er konnte aber keinerlei brauchbare Hinweise liefern. Wochenlang ermittelte die Polizei vergeblich. Da die Frau nicht wieder auftauchte, musste man inzwischen vom Schlimmsten ausgehen, aber alle Spuren erwiesen sich als Sackgassen. Plötzlich gab es dann doch einen Hinweis, der den Fall in ein ganz neues Licht rückte.
Zur DDR-Zeit kontrollierten Partei und Geheimdienst, wie Verbrechen aufgeklärt, Täter bestraft und die Bürger informiert wurden. ZDFinfo deckt die spektakulärsten Fälle von damals auf. Auch die Folge "Kein Entkommen" der Doku-Reihe "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR" macht deutsch-deutsche Geschichte anhand schicksalhafter Ereignisse erlebbar. Im Blickfeld stehen Opfer, Täter und Ermittler - und der Alltag im real existierenden Sozialismus. Auch im Arbeiter- und Bauernstaat wurde gemordet, geraubt und betrogen - wie in jedem Land der Welt. Doch öffentlich darüber berichtet wurde in DDR-Medien kaum. Was Ermittler, Staatsanwälte, Kriminologen und Journalisten damals nicht laut sagen durften, das enthüllen sie nun in der Dokumentation. Im Fokus der Folge "Kein Entkommen" steht unter anderem das Verbrechen eines flüchtigen Sowjetsoldaten, das ein traumatisiertes Dorf in Brandenburg und viele offene Fragen hinterließ. Die Stasi war zwar in die Ermittlungen involviert, doch die Vernehmungen führte allein der große Bruder. In einem anderen Fall hielt ein spektakulärer Postraub die Ermittler zwei Jahre lang in Atem. Der Posträuber selbst erzählt von seinen Motiven und seiner Zeit im Gefängnis. Verbrecher durften vom Regime keine Gnade erwarten. In mehreren Fällen verhängte das Gericht die Todesstrafe für den Täter. So auch im Fall der Tötung eines Dorfpolizisten, korrekterweise als ABV zu bezeichnen. Solche "Abschnittsbevollmächtigte" waren eine DDR-typische Polizei-Instanz auf lokaler Ebene. Selbst ein persönlich motivierter Angriff gegen einen ABV wurde vom System kategorisch als Angriff auf den Staat beziehungsweise als "Terrorismus" betrachtet und entsprechend drastisch bestraft. Insgesamt 164 Todesurteile wurden in der DDR vollstreckt. Erst 1987 wurde die Todesstrafe offiziell abgeschafft. Authentische Dokumente aus dem umfangreichen Stasi-Unterlagen-Archiv, Zeitzeugen, Ermittler und Experten zeigen auf, unter welchen Umständen die meisten, aber nicht alle Fälle aufgeklärt wurden. Und der Fall eines jugendlichen Straftäters wirft Licht auf ein finsteres Kapitel des DDR-Strafvollzugs: In sogenannten Jugendhäusern erlebten die Insassen eine Behandlung, die viele von ihnen bis heute schwer traumatisiert zurücklässt.
Die Doku-Reihe fördert wieder verblüffende neue Erkenntnisse über die Vergangenheit zu Tage. In dieser Folge: Was genau geschah mit Jesus bei der Kreuzigung? Wir begleiten wir Archäologen, Historiker und Wissenschaftler bei ihrer Suche nach Antworten und erleben, wie sie Stück für Stück ein Puzzle zusammensetzen, das faszinierende Antworten auf bislang ungeklärte Fragen zu einem der größten Rätsel der Weltgeschichte gibt.
Der indonesische Archipel Raja Ampat liegt inmitten des artenreichen Korallendreiecks. Er besteht aus rund 1500 meist unbewohnten Inseln, die von Riffen und Mangrovenwäldern umgeben sind. Zwischen den Inseln erstreckt sich ein riesiges Netzwerk aus Korallenriffen, Lagunen und Kanälen, in dem es von seltenen Arten nur so wimmelt. Ob skurrile Steinkorallen, bunte Riff-Fische oder majestätische Meeresschildkröten - sie alle finden in Raja Ampat eine Heimat.
Roberto González-Monjas ist als Dirigent und als Geiger international gefragt. In beiden Rollen widmet er sich mit dem Mozarteumorchester Salzburg sämtlichen Violinkonzerten Mozarts.
Der Film begleitet die Musiker und ihren Chefdirigenten bei diesem Projekt. Er beleuchtet Hintergründe der Werke und Mozarts Salzburger Zeit und spannt einen Bogen zur Geschichte der drei Institutionen mit dem Namen Mozarteum: Orchester, Stiftung, Universität.
"Border Patrol" gibt Einblicke in Neuseelands Kampf gegen Drogen und Schmuggelware. Heute:
Eine wütende Passagierin verliert die Geduld und vermutet böse Absichten der Zollbeamten. Spürhund Marnie wittert jedes Drogenvergehen. Und ein haariger blinder Passagier sorgt für Ärger an Deck eines Luxusliners.
Prag, Paris, London, Belgrad, New York. Ende der 1960er-Jahre schien Hugo Portisch als ORF-Chefkommentator an allen Schauplätzen der Weltpolitik gleichzeitig zu sein. Legendär sind seine Live-Berichte und Analysen zu den brennenden politischen Themen der Zeit. Der ehemalige ORF-Intendant Gerd Bacher über seinen ehemaligen Chefkommentator: "Ich habe sofort gewusst, dass er unglaublich überzeugend ist. Und die Informationen leben davon, dass man einen guten, wie die Amerikaner sagen, 'Anchorman' hat." Unvergessen ist etwa jene Live-Schaltung ins revoltierende Paris des Jahres 1969, als Portisch es schaffte, auf den Straßen der französischen Hauptstadt - trotz Konfetti-Regen, flankiert von Demonstranten - mit größter Beharrlichkeit seinen Live-Bericht fertig zu stellen. Im Sommer des Umbruchjahres 1968 bewies er sein großes politisches und journalistisches Gespür, als ihn sein Bauchgefühl frühzeitig seinen Italienurlaub abbrechen ließ und er tatsächlich auf der Rückreise im Hotel erfahren musste, dass soeben sowjetische Panzer in Prag aufgefahren waren. Noch in der Nacht fuhr Portisch zurück nach Wien um in der Früh einen Kommentar zu sprechen. Seine Berichte rund um den niedergeschlagenen Prager Frühling gehören zu jenen journalistischen Höhepunkten, die ihn bei der österreichischen Bevölkerung so populär machten.
Abseits der aktuellen Berichterstattung reiste Portisch um die Welt, um ausführliche Dokumentationen etwa über China, Kuba oder mehrere Länder Afrikas zu drehen. Sein Interview mit dem chinesischen Marschall Chen Yi über die Rolle Chinas im Vietnam-Krieg machte internationale Furore und wurde auch in der New York Times abgedruckt. Zurück in Österreich holte sich gar das amerikanische State Department bei ihm Informationen und Jahre später erfuhr Portisch, dass sein Bericht die gesamte Chinapolitik der USA beeinflusst hatte.
Es gelang ihm, bei den österreichischen Zuseherinnen und Zusehern die Neugier für internationale Themen zu wecken. Eine Neugier und Begeisterungsfähigkeit, die vor allem bei Hugo Portisch selbst im Übermaß vorhanden war.
"Border Patrol" gibt Einblicke in Neuseelands Kampf gegen Drogen und Schmuggelware. Heute:
Das pikante Tagebuch eines Sextouristen und ein Unfall der etwas anderen Art. Eine Whiskyflasche löst einen Alarm wegen Tierquälerei aus, und eine Pariserin verliert die Contenance.
Sie dienen uns zum Rechnen, Messen oder Codieren, doch über ihre Geschichte ist wenig bekannt: Zahlen. Von Mesopotamien vor über 5.000 Jahren über Indien und China bis in die arabische Welt - der Dreiteiler führt durch die faszinierende Weltgeschichte der Zahlen und erklärt, warum sich eine Zählweise letztlich durchgesetzt hat und zu einem universellen Bezugssystem wurde.
In der DDR soll es keine Gewaltverbrechen geben, das passt nicht zum sozialistischen Menschenbild. Als in Berlin mehrere Kinder ermordet werden, steht die Volkspolizei unter enormem Druck. Die Suche nach dem Serientäter wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Ehemalige Ermittler und Zeitzeugen rekonstruieren diesen und drei andere Mordfälle aus den letzten Jahren der DDR. Dabei zeigt sich: Die Aufklärung wird oft behindert, Täter bleiben lange unentdeckt. In den letzten Jahren der DDR geschehen Verbrechen, die das Bild vom sicheren und friedlichen Sozialismus nachhaltig erschüttern. Mitten in Berlin, im Prenzlauer Berg, sterben Ende der 1980er-Jahre drei Kinder, alle auf ähnliche Weise. Die Spuren führen zu einem verurteilten Sexualstraftäter. Im SED-Staat gibt es für Täter wie ihn keine spezielle Therapie - nur Strafen wie Umerziehung durch Arbeit, Disziplin und ideologische Beeinflussung. Die Rückfallquote ist hoch. Als die Ermittler den Täter stellen, setzen sie ihn unter Druck - er gesteht die Taten. Doch nach der Wende gelten die Aussagen als unverwertbar. In Halle-Neustadt wird ein Seemann erschlagen. Die Ermittler glauben an einen Mord unter Brüdern aus Eifersucht, der Täter wird verurteilt. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Todesfall. Eine Frau und ihr Kind sterben, später ein weiterer Mann. Erst nach Jahren wird klar: Es ist immer derselbe Täter. Und er lebt mittendrin im Plattenbau, während ein Unschuldiger für den Mord am Matrosen seit Jahren in Haft sitzt. In Großbeuthen bei Potsdam verschwindet 1986 eine 17-jährige Schülerin. Tage später wird ihre Leiche gefunden. Ein Verdächtiger passt ins Täterprofil, aber ein Laborfehler entlastet ihn. Der Mord bleibt über Jahrzehnte ungeklärt. Bis mit moderner Forensik und neuen Ermittlungen der Mord endlich aufgeklärt wird. In der Lausitz verbrennen eine Mutter und ihre beiden Töchter in einem Trabant. Der Ehemann überlebt und behauptet, es sei ein Autounfall gewesen. Die schwer verletzte Ehefrau bringt die Ermittlungen in Gang. Kurz bevor sie stirbt, kann sie der Notärztin die Wahrheit sagen. Doch ein Gericht hat Zweifel an den Ermittlungsergebnissen. Erst ein aufwendiges Brandgutachten bringt Gewissheit. Die Dokumentation folgt Ermittlern und Zeitzeugen, die die Wahrheit Schritt für Schritt rekonstruieren. Sie zeigt Verbrechen, die nicht ins Menschenbild des Sozialismus passen. Archivmaterial und Originalakten geben Einblick in eine Realität, die das Regime lieber verborgen hätte. Öffentliche Berichte über Schwerstkriminalität hatten in der DDR Seltenheitswert - zum Schutz des Volkes und des Landes. Doch auch im Sozialismus wurde gemordet, geraubt und betrogen.
Alexander Kluge - Alle Gefühle glauben an einen glücklichen Ausgang
D 2002
78'
Alexander Kluge, Jurist, Schriftsteller, Filmemacher, Philosoph, Fernsehautor, Universalgenie. Er gehört zu den entscheidenden Regisseuren des Neuen Deutschen Films, den es ohne sein filmpolitisches Engagement so nicht gegeben hätte. Kluges Filme, allen voran "Abschied von gestern" von 1966, sind aufregend genaue Chroniken unseres Landes. Er wurde dreimal in Venedig, einmal in Cannes ausgezeichnet. Bis zu seinem Tod am 25. März 2026 mit 94 Jahren war Kluge hochaktiv.
Das menschliche Gehirn lässt die wundersamsten Ideen sprießen. Manchmal werden daraus Erfindungen, die seltsamer nicht sein könnten: Gasmasken für Säuglinge, robotergestützte Schneckenverzehrsysteme, versteckte Kontaktlinsenkameras oder Sicherheitssysteme für Särge.
Auf der indonesischen Insel Komodo leben die größten Echsen der Welt, die Komodowarane. Sie haben sich perfekt an die Lebensbedingungen der wasserarmen Insel angepasst. Der Komodo-Nationalpark ist auch ein beliebtes Ziel für Taucher. Zu seinen Attraktionen zählen die riesigen Mantarochen, die sich von Plankton ernähren. Ebenso sehenswert sind die unzähligen kleineren Meerestiere wie farbenprächtige Fische, Garnelen und Seeanemonen.
Ein geheimnisvolles Labyrinth liegt unter Berlin: Tunnelröhren und Abwasserkanäle, vergessene Bunker, geheime Durchgänge, halbfertige U-Bahnhöfe. Eine fremde Welt - unter unseren Füßen.
In allen Zeiten suchten Menschen dort Zuflucht. Im Krieg fanden sie dort Schutz vor Bomben, nach dem Krieg nutzten Schwarzhändler den Untergrund für dunkle Geschäfte. Dann begann der Kalte Krieg. Unterirdische Versorgungsleitungen und Verbindungen wurden gekappt.
Nach dem Mauerbau flohen zunächst noch Hunderte Menschen durch die Kanalisation. Tunnelbauer gruben neue Fluchtwege unter der Sektorengrenze. Aus Angst vor einer Eskalation der Ost-West-Konfrontation legte man unterirdische Atombunker an, die heute nur noch museal sind.
Die Dokumentation spürt der bewegten Geschichte Berlins im Untergrund nach, erzählt von Spionagetunneln und dramatischen Fluchten unter der Erde - und von der Angst, der Gegner könnte die geheimnisvolle Welt unter dem Pflaster der Stadt für feindliche Aktionen nutzen. Im Wechsel zwischen der oberirdischen Welt der geteilten Stadt, auf der Nahtstelle zwischen den einstigen Machtblöcken, beleuchtet sie das Leben im Untergrund.
Zeitzeugen erinnern sich an Nächte im Bunker, an riskante Tunnelbauten und spektakuläre Fluchten durch das Erdreich und wie die Clubszene in vergessenen Räumen neue Freiheiten nutzte.
Der Krieg in der Ukraine hat den Blick auf die einstigen Schutzräume verändert. Wird man die vergessenen Bunker und Zivilschutzanlagen wieder in Betrieb nehmen? Ein Katastrophenforscher gibt Einblick in die Geschichte des Zivilschutzes.
In eindrucksvollen Bildern erkundet der Film die Geschichte im Untergrund und beleuchtet die Spannung zwischen Frieden und etwas Bedrohlichem, zwischen Verfall und neuen Möglichkeiten.
Nie war auf den Straßen der Erde mehr los als heute: Mehr als eine Milliarde Autos kurven auf unserem Globus inzwischen umher. Dazu kommen Fußgänger, Zweiräder und andere Fahrzeuge. Wen wundert es da, dass es immer mehr Unfälle gibt. Und immer mehr Kameras, die diese festhalten. Die Doku-Reihe zeigt die spektakulärsten und irrwitzigsten Bilder von Karambolagen zwischen China und Chile, Kanada und Kapstadt. Unglaublich, aber wahr: Ernstlich verletzt wurde dabei niemand.
In der Stadt Tulsa wird ein junger Mann vermisst. Die Beamten bemühen sich, ihn wiederzufinden. Doch wenn sie Erfolg haben wollen, muss es ihnen zuerst gelingen, das beharrliche Schweigen der Familie des Vermissten zu brechen.
Im mexikanischen Tijuana versuchen Polizeikräfte, ein in San Diego gestohlenes Auto sicherzustellen. In Tumbes patrouillieren Zollbeamte auf 22 Schmuggelrouten, die über die Grenze zu Ecuador führen, und fangen Schmuggler ab. Mit seinem ausgeprägten Geruchssinn weist ein Polizeihund auf eine Ladung Kokain in einem medizinischen Gerät hin. In Santa Cruz, Bolivien, geben zwei junge Kameruner ohne Papiere vor, Fußballspieler zu sein.
Es war im Jahr 1981 als Hugo Portisch mit dem damaligen ORF-Generalintendanten Gerd Bacher beschloss, die Geschichte der Republik Österreich für das Fernsehen aufzubereiten. Beide waren begeistert von dem Vorhaben, doch hatten sie zu jenem Zeitpunkt noch keine Vorstellung davon, welche Dimensionen das Projekt annehmen würde. "Österreich II", die Dokumentationsreihe über die 2. Republik Österreich, war geboren und es sollte eine Erfolgsstory werden, die ihresgleichen sucht. Insgesamt 32 Folgen mit je rund 90 Minuten spannender Fernsehdokumentation entstanden in den Folgejahren. Und aller Anfang war schwer: "Ich dachte, es würde jede Menge Material in den Archiven vorhanden sein. Aber nein, zu Beginn hatten wir nur eine einzige Rolle Film", erinnerte sich Portisch. Erst Schritt für Schritt erlangten Portisch und sein Team Zugang zu internationalen Archiven, darunter auch mit viel Glück zu den lange Zeit versperrten sowjetischen Filmmaterialien. Erst ein Besuch des Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger beim sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew in Moskau öffnete Portisch die Türen zum Archiv.
In Teil 3 erzählt Hugo Portisch im Gespräch mit Heinz Nußbaumer und Oliver Rathkolb von der Entstehung und Arbeit an den Dokumentationsreihen Österreich II und Österreich I. Er spricht auch über die neuen Erkenntnisse, die im Zuge der Arbeit an den Dokumentationsreihen ans Tageslicht kamen. Etwa, dass das offizielle Österreich die bedeutendsten Kunstgegenstände des Landes in der Zeit des Kalten Kriegs ins europäische Ausland bringen ließ. Nach Ausbruch des Koreakrieges im Jahr 1950 wurden sie sogar auf einem amerikanischen Kriegsschiff in die USA verschifft.
Österreich II und Österreich I: für hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher wurden die legendären Dokumentationsreihen zur prägenden Geschichtsvermittlung ihres Landes. Erzählt hat sie Hugo Portisch.
Unter Alkoholeinfluss verwandeln sich friedliche Fans oft in eine wilde Meute. Deshalb achten die Sicherheitskräfte bereits beim Einlass darauf, dass stark betrunkene Anhänger:innen erst gar nicht ins Stadion gelangen. In der Leitstelle sichtet das Personal derweil die Aufnahmen der Überwachungskameras, denn ein Mann soll vor einer Toilette eine Frau begrapscht haben. Und in Block 503 vermisst eine Besucherin ihren Begleiter. Beim Spiel der Cleveland Browns gegen die Los Angeles Chargers haben Polizei, Security und Sanitäter in der Arena alle Hände voll zu tun.
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.
Vertuscht, verschleppt, verschleiert: Weil das DDR-Regime die Wahrheit fürchtet, sterben Säuglinge in einer Klinik, landet ein Unschuldiger im Gefängnis, und ein Mordfall bleibt ungeklärt. Politische Interessen, Geheimhaltung und strukturelle Abhängigkeiten behindern die Ermittlungen in drei DDR-Mordfällen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Viel zu spät gelingt es, Spuren nachzugehen und Unschuldige zu entlasten. Zwischen 1985 und 1986 sterben in der Städtischen Frauenklinik in Leipzig kurz nach der Geburt mehrere Säuglinge. Die Todesfälle bleiben zunächst ungeklärt. Die Sonderkommission der Staatssicherheit übernimmt die Ermittlungen. Die Spuren führen zu einer jungen Krankenschwester, Simona K. Eine Serienmörderin im staatlichen Gesundheitssystem? Für die DDR-Führung ein politischer Albtraum. Der Fall wird zur Chefsache des Ministeriums für Staatssicherheit. Stasichef Erich Mielke persönlich ordnet an: Alle Ermittlungen werden unter Verschluss gehalten. Denn der Ruf des sozialistischen Gesundheitssystems muss bewahrt werden. Die Krankenschwester wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeklagt und verurteilt. Die betroffenen Eltern erfahren erst nach der Wende, was wirklich geschehen ist. 1978 kommt es in Burgkemnitz zu einem brutalen Mord an Anneliese W. Ihr Ehemann hatte sie als vermisst gemeldet, nachdem sie von einem Betriebssportfest nicht nach Hause kam. Später wird ihre Leiche von Spaziergängern in einem Wald gefunden, der an das Sperrgebiet der sowjetischen Armee angrenzt. Ein Fährtenhund führt die Polizei bis vor das Tor der sowjetischen Kaserne. Alles deutet darauf hin, dass sowjetische Soldaten in den Mord verwickelt sind. Doch diese unterstehen der sowjetischen Kommandantur, den DDR-Ermittlern sind die Hände gebunden. Dann wird die Kripo auf den 21-jährigen Dachdeckergehilfen Rüdiger T. aufmerksam, er gesteht den Mord, trotz widersprüchlicher Aussagen und offener Fragen. Die Spur, die zu den sowjetischen Soldaten führt, bleibt mysteriös. Als 1979 die junge Krankenschwester Karin G. ermordet aufgefunden wird, übernimmt die Stasi-Sonderkommission die Ermittlungen. Karin G. aus Grevesmühlen ist die Tochter eines Oberleutnants der Volkspolizei. Unter Verdacht gerät sofort der Musiker Werner Engler, er ist der Geliebte des Opfers. Er hat ein Alibi, doch in den Vernehmungen wird er unter Folter zu einem Geständnis gezwungen. Hinweise auf den Volkspolizisten Horst K. als mutmaßlichen Mörder verschwinden dagegen in den Akten. Erst nach der Wende deckt ein Ermittler die Wahrheit auf und kommt dem echten Täter auf die Spur. Die drei dramatischen DDR-Kriminalfälle aus den 1970er- und 1980er-Jahren zeigen, wie die Staatssicherheit Verbrechen vertuscht hat. Experten, Zeitzeugen, Historiker und Psychologen analysieren die Ermittlungsarbeit und die staatliche Geheimhaltung im SED-System. Öffentliche Berichte über Schwerstkriminalität hatten in der DDR Seltenheitswert - zum Schutz des Volkes und des Landes. Doch auch im Sozialismus wurde gemordet, geraubt und betrogen.
Diese Folge führt zu der Vulkaninsel Flores und ins artenreiche Meer der Bandasee. Hier fällt der Meeresboden neben den Korallenriffen steil bis über 7000 Meter hinab. Als Teil des pazifischen Feuerrings ist diese Region von aktivem Vulkanismus geprägt. Auch aus dem Meeresboden steigen vulkanische Gase auf. Die Riffe sind sehr artenreich, und beeindruckende Räuber wie Hammerhai und Riffhai machen Jagd auf kleinere Fische.
Die Reihe "Metrokosmos" porträtiert europäische Städte aus der Perspektive der U-Bahn, eine davon ist Berlin.
An keinem Ort einer Großstadt spiegelt sich die Vielfalt an Menschen und Kulturen so wider wie in den Zügen, Tunneln und Schächten einer U-Bahn. Mit über 155 Kilometern hat Berlin das größte U-Bahn-Netz Deutschlands. Es hat jährlich rund 580 Millionen Fahrgäste.
"Metrokosmos: Berlin" folgt einigen von ihnen, begleitet normale Fahrgäste, aber auch Künstler wie den Musiker "Infidelix" oder das Kollektiv "Rocco und seine Brüder" durch ihr geheimes Atelier: die Tunnel Berlins.
Das menschliche Gehirn lässt die wundersamsten Ideen sprießen. Manchmal werden daraus Erfindungen, die seltsamer nicht sein könnten: Gasmasken für Säuglinge, robotergestützte Schneckenverzehrsysteme, versteckte Kontaktlinsenkameras oder Sicherheitssysteme für Särge.
Kolumbianische Zollbeamte am Frachtterminal in Bogotá werden auf einen Massagestuhl aufmerksam. In Tijuana, Mexiko, endet eine heftige Verfolgungsjagd der Polizei mit dem Auto und zu Fuß mit der Festnahme eines Gewalttäters. In Santa Cruz, Bolivien, wird am Flughafen Viru Viru eine Kiste mit Holzbodenproben abgefangen. In den Planken finden sich dünne Kokainpäckchen. An der chilenisch-argentinischen Grenze schnüffeln Hunde alle Busreisenden ab.
Warum spricht man in Europa von "arabischen Ziffern", obwohl sie in Indien "erfunden" wurden? Wie konnten die zehn kleinen Zeichen von dort aus ihren Siegeszug um die Welt antreten? Warum hat die Null den Lauf der Geschichte verändert? Die zweite Folge der Reihe folgt den Spuren von Brahmanen zu Besuch in Bagdad, arabischen Wissenschaftlern und Händlern in der Sahara. Sie erzählt von der Ausbreitung der Zahlen vom Orient über den Mittelmeerraum bis in die westliche Welt. Andalusische Gelehrte, italienische Kaufleute und deutsche Buchdrucker spielen dabei ebenso eine Rolle wie ein Papst. Sie präsentiert einige der schönsten Handschriften des Mittelalters und zeigt, wie der Buchdruck den Zahlen ihre endgültige Form gab.
Dr. Nassif steht heute vor einer kniffligen OP: Er muss die Nase einer jungen Frau retten, die nach einer Operation fast abgestorben wäre. Währenddessen befasst sich Dr. Dubrow mit einer Patientin, die nach einem verpfuschten Eingriff mit verschieden großen Brüsten kämpft. Die Chirurgen bekommen es außerdem mit einer stark operierten Dame zu tun, die sich nach einer größeren Oberweite sehnt. Allerdings muss sie zunächst an Gewicht zunehmen, bevor sich ihr Wunsch erfüllen kann.
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.