Wie reagiert die Natur auf einen Supergau?Die vielfach preisgekrönte Universum Produktion "Radioaktive Wölfe" beantwortet diese Frage in Tschernobyl auf beeindruckende Weise. Denn die Tierwelt hat sich in der evakuierten und stark verstrahlten Zone rund um den zerstörten Reaktor schon wenige Jahre nach der Katastrophe angepasst.
Ein menschenleeres Freiluftlabor für die Wissenschaft, die überraschende Erkenntnisse über die Widerstandskraft der Ökosysteme gewinnen konnte - bis hin zu der These, die Wölfe von Tschernobyl könnten krebsresistente Gene entwickelt haben.
Der Ukrainekrieg hat die hoffnungsvollen Anfänge brutal unterbrochen. Im militärischen Sperrgebiet ist die Forschung zum Erliegen gekommen. Ein Wissensverlust, der, angesichts der Kriegsgräuel, kaum Beachtung findet. Es ist eine sprechende Metapher: Die Natur findet einen Weg zum Besseren - aber der Mensch kann ihn nicht sehen.
Zum 40. Jahrestag des AKW-Unfalls wiederholt der ORF eine aktualisierte Fassung der spannenden Dokumentation von Klaus Feichtenberger und zeigt damit eine wenig bekannte Folge des Krieges auf. Bearbeitung: Wolfgang Stickler
Mit dem englischen König Charles III. sitzt, was nur wenige wissen, ein Achtel Steirer auf dem englischen Thron. Denn Charles' Urgroßvater Prinz Alexander von Hessen, der in russischen Diensten stand, musste einst wegen einer nicht standesgemäßen Heirat den Hof verlassen. Kaiser Franz Joseph fing ihn auf und gab ihm ein österreichisches Regiment, das bei Graz stationiert war. Dort kam dessen Sohn Ludwig zur Welt, der dann eine Enkelin von Königin Victoria heiratete und zum Großvater von Prinz Philip wurde, des späteren Ehemanns der Queen und Vaters von Charles. Im Ersten Weltkrieg hatte Ludwig seinen deutschen Titel Prinz von Battenberg abgelegt und daraus das englische Mountbatten gemacht, um im Krieg gegen die Deutschen seine eigenen deutschen Wurzeln abzulegen. Die Dokumentation zeigt, wieviel die Geschichte der Windsors mit Österreich zu tun hat. R: Alexander Frohner, Buch und Recherche: Günther Fuhrmann
Für viele schien sie unsterblich, für manche bleibt sie es: Elizabeth II. - die Jahrhundertkönigin. Vertraute aus dem "Inner Circle" teilen erstmals ihre Erinnerungen an die Queen.
Die Privatsekretärin, ein Freund, ein Bischof, ihr Schneider - durch ihre Erzählungen kommt der Film "Die Queen und ich" der Monarchin sehr nah. Denn was sie wirklich dachte und empfand, was sie bewegte und inspirierte, war immer ein Geheimnis.
Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Doch stets war sie Profi. "Sie schuf eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer der Boss ist", erinnert sich Bischof Justin Welby an seine Vieraugengespräche mit der Queen. Sie war immer akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet ihre Frage "Sind Sie sich sicher?".
Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden - den Warrens - verbrachte, kam sie ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren beriet die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde. Täglich telefonierten und fachsimpelten sie, erzählt er - auch von einem Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Pferdepassion legte.
Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang einkleidete, vom Entwurf bis zur Anprobe.
Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Aber was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und - auch mit ihr - getanzt wurde.
Gulag - Die sowjetische "Hauptverwaltung der Lager"
Die Anfänge 1917 - 1933
1. Folge
F 2017
53'
Der Gulag gilt als eine der markantesten historischen Besonderheiten des 20. Jahrhunderts. Das 1918 ins Leben gerufene Netz sowjetischer Straf- und Arbeitslager, eine Art Staat im Staate, wurde viele Jahrzehnte lang geheim gehalten und geleugnet. Die Zwangsarbeiter sollten ihren Beitrag zum Aufbau des Sozialismus leisten. Folge 1/3: Die Anfänge 1917 - 1933.
Tobias und Jenny leben von Grundsicherung - nun soll die Familienplanung als neue Einnahmequelle dienen. Auch Ange und Mike stellen Arbeit hinten an und verbringen ihre Zeit mit Shopping. Svenya kämpft sich hingegen zurück ins Berufsleben.
Die Freunde Grant Whitaker und Mavrick Fisher befinden sich im August 2019 auf einer Reise durch Nordkalifornien. Als Grants Großmutter einige Tage lang nichts von ihm hört, meldet sie ihren Enkel als vermisst. Die Polizei begibt sich auf die Suche nach den beiden gehörlosen Männern und stößt schließlich auf deren verlassenes und blutverschmiertes Auto. Die Ermittler müssen schnellstmöglich herausfinden, was in dem Fahrzeug passiert ist.
Kurz vor der Anreisewelle am Pfingstwochenende droht in der 80 000 Quadratmeter großen Freizeitoase in Brandenburg der Super-GAU. Die sanitären Anlagen auf dem Campingplatz funktionieren nicht einwandfrei. Überlaufende WCs und zahlreiche Erholungssuchende: Das ist eine explosive Mischung. William setzt auf die Chemiekeule, um eine Katastrophe zu verhindern. Maximilian und "Schulzi" begutachten inzwischen ihre Bienenstöcke und staunen darüber, was ihre 200 000 Arbeiterinnen bereits geschafft haben. Damit ist ein großer Schritt in Sachen "himmlischer Honig" getan.
Seit Jahrtausenden ist sie ein Ankerpunkt menschlichen Zusammenlebens, sie spendet Hoffnung und Orientierung: Religion. Doch immer wieder wird der Glaube auch zur politischen Waffe. Unter dem Deckmantel der Religion werden Kriege und Konflikte ausgetragen, in jüngster Zeit dient sie zur Rechtfertigung von Terror. Dabei sind Lüge und Wahrheit oft schwer zu unterscheiden. Der Glaube wird zum politischen Instrument, im Guten wie im Schlechten. Ob in der biblischen Exodus-Erzählung, während der Hexenverfolgung in Europa, der Kolonialisierung Kanadas oder im religiösen Fundamentalismus der Gegenwart: Die Religion wird oft zur Waffe weltlicher Interessen. In der biblischen Exodus-Erzählung ermöglicht der Glaube an einen allmächtigen Gott die Befreiung aus der Sklaverei. Religiöser Aberglaube und Fanatismus führen im Europa der Neuzeit zur Hexenverfolgung. Den europäischen Kolonialisten dient der Glaube an das Christentum als einzig wahre Religion als Vorwand zur Unterdrückung und Ermordung indigener Völker. In der Moderne bringen wissenschaftliche Erkenntnisse die Fundamente der Religion ins Wanken, doch einige Bewegungen können sich anpassen, wie die evangelikalen Megakirchen in den USA zeigen. Sie bewegen sich in einem Spannungsfeld von religiösem Fundamentalismus und Feel-Good-Spiritualität. Die sechsteilige Reihe erzählt, wie mit Lügen Geschichte gemacht wurde und welche Rolle die Medien bei der Verbreitung von Propaganda und der Verteidigung der Wahrheit gespielt haben.
Der Zweiteiler "Naturjuwel Südkorea" besucht einen der wenigen Tempel, in dem nur Frauen leben und arbeiten, begleitet die Menschen durch ihren Alltag und verspricht nachhaltige Eindrücke aus diesem unglaublichen Land.
1566 starb Süleyman der Prächtige in Ungarn. Dort wurde sein Herz in einem goldenen Gefäß begraben, aber der Ort geriet in Vergessenheit. Vor vier Jahren suchte Josh Gates bereits nach dem Grab. Nun reist er in die wiederentdeckte Stadt Turbek, um neue Erkenntnisse zu dem Fall zu gewinnen.
Am Rande des Sonnensystems ziehen die frostigen Planeten Uranus und Neptun einsam ihre Kreise. Beide tanzen im Vergleich mit den inneren Planeten ziemlich aus der Reihe. Uranus liegt auf der Seite und "rollt" quasi um die Sonne. Neptun hat einen riesigen Mond, der ihn in der falschen Richtung umrundet. Die beiden Eisriesen sind bislang noch wenig erforscht. Nur die Sonde Voyager 2 passierte sie in den 1980er Jahren. Doch die Giganten aus Eis, Methan und Ammoniak lohnen einen genaueren Blick.
Am 8. September 2022 stirbt Queen Elizabeth II., mit ihrem Tod geht eine Ära zu Ende. "Terra X History" blickt zurück auf ihr Leben für die Krone. Ein Jahr nach dem Tod der Jahrhundertkönigin erinnert die Dokumentation an die wichtigsten Stationen ihres Lebens. Weggefährten, Historiker und royale Insider sprechen über die Frau, die Großbritannien über 70 Jahre als Monarchin prägte. Bis heute ist das Interesse an ihrer Person ungebrochen. Doch wer verbirgt sich hinter dieser eindrucksvollen Persönlichkeit, und welche Ereignisse in ihrem Leben machten sie zur Jahrhundertqueen?
Am Anfang war der Knall. Aus dem Nichts entstand unser Universum. Aber was passierte direkt nach dem Big Bang? Weltraumexperte Ulrich Walter erklärt, wie sich das Universum aufblähte und welche Prozesse bis heute noch im Gange sind. Außerdem beschäftigt ihn die Frage, ob sich unser Universum bis in alle Ewigkeit ausdehnen wird. Der Astronaut erklärt die Phänomene, die unser Kosmos birgt: Was sind dunkle Energie und dunkle Materie? Gibt es wirklich parallele Universen?
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Der Traum vom idyllischen Landleben - immer noch zieht es Großstädter "Raus aufs Land".
Dennis und Sabrina sind vor wenigen Wochen in ihr neues Zuhause auf dem Land in Unterfranken am Main gezogen. Ein mutiger Neustart in einem 1890 erbauten Haus, das sie über Kleinanzeigen entdeckt und für 76.000 Euro erworben haben. Ihr neues Zuhause stand zuvor sieben Jahre leer. Das macht sich bemerkbar: Schlechte Bausubstanz, Siebenschläfer im Haupthaus, Metall-Müll im Garten vom Vorbesitzer, ein fehlendes Fundament- all das fordert täglich Zeit, Energie und Geld. Ihr größter Wunsch fürs Eigenheim: Ein Kamin mit Sims für Deko und Weihnachtssocken, denn die beiden sind große Weihnachtsfans und freuen sich schon aufs Dekorieren. Doch nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung. Im Rheingau hat NDW-Superstar Markus ("Ich will Spaß") ein etwas in die Jahre gekommenes Landhotel übernommen, das er gemeinsam mit Ehefrau Yvonne und Sohn Markus zum Laufen bringen will. Anfang 2025 kauften sie das traditionsreiche Haus in Assmannshausen, direkt am Rhein - genau dort, wo sie einst geheiratet haben. Dieses Haus soll nun neuer Lebensmittelpunkt werden. Gemeinsam mit Hannes, Markus Sohn aus erster Ehe. Doch haben die drei das Zeug zu Hoteliers? Die 13 Zimmer sind in die Jahre gekommen, die Böden erinnern noch an die frühen 80er. Kann das Hotel zu einem echten Zuhause für Familie Mörl werden? Oder werden Renovierungschaos, familiäre Spannungen und hohe Erwartungen ihren Traum vom eigenen Familienhotel gefährden? Alina will mit ihrem Freund Pascal in das geerbte Haus ihres Großvaters in einem Dorf bei Stuttgart ziehen. Davor muss das Haus aber noch von Grund auf renoviert werden - neben ihren Vollzeitjobs. Das stellt ihre noch frische Beziehung auf eine harte Probe. Besonders für Pascal ist der Umzug aus Stuttgart raus aufs Land eine riesige Umstellung. Kommt er mit dem Dorfleben klar? Dazu gehört auch der örtliche Narrenverein, in dem Freundin Alina mittanzt - und Pascal demnächst vielleicht auch. Andreas und Bernd hatten gutbezahlte Jobs in Zürich. Und haben jetzt ein paar Hühner, Schafe und zwei eigensinnige Hundewelpen auf einem ehemaligen Bauernhof mitten im Schwarzwald. Der Neustart auf dem Land war zwar ihr Traum, aber ganz so einfach wie sie sich das Leben in der Natur vorgestellt haben, ist es dann doch nicht. Zum Glück gibt es hilfsbereite Nachbarn, die den Ex-Städtern unter die Arme greifen. Für Anna und Moritz war klar, wenn sie mal Kinder haben, sollen diese nicht in Köln, sondern auf dem Land aufwachsen. Jetzt ist Anna hochschwanger und sie renovieren einen Hof im Westerwald. Das Dorf ist für Moritz Heimat, seine Eltern wohnen am Ende der Straße. Für Anna dagegen als gebürtiges Nordlicht sind die hiesigen Sitten und Gebräuche noch etwas gewöhnungsbedürftig.
Kletter-Wunderkind David Lama und sein Seilpartner Peter Ortner brechen auf, um die berüchtigte Südostwand des Cerro Torre frei zu klettern - eine Route, die einst als die schwierigste der Welt galt.
Die "Oceans Seven" sind die anspruchsvollsten Meereskanäle der Welt. Sechs hat Stephen Redmond bereits durchschwommen - nun steht er vor der letzten Herausforderung: dem Tsugaru-Kanal in Japan.
Im Schweizerhaus herrscht Feierlaune. Bauchladenverkäuferin Maria sorgt dafür, dass keiner auf dem Trockenen bleibt und verteilt Schnapserl an die Gäste. Sie selbst hält sich vom Alkohol aber lieber fern. Eines der legendären Fahrgeschäfte auf dem Prater ist der "Tobbogan". Kaum einer kennt die Teufelsrutsche so gut wie Sammy Konkolits - er hat sie vor zehn Jahren vor dem Abriss gerettet. Auch die "Große Geisterbahn" ist in die Jahre gekommen und soll modernisiert werden.
Nahe der texanischen Metropole Dallas wurden im Drogenmilieu zwei junge Männer erschossen. Die Leichen fand man später bis zur Unkenntlichkeit verbrannt im Kofferraum eines Autos gefunden. Die Ermittler hatten drei Verdächtige, die mit großer Wahrscheinlichkeit hinter dem Doppelmord standen, aber man konnte nicht sagen, wer von ihnen den Abzug betätigt hatte. Deshalb wurde fieberhaft nach Augenzeugen gesucht.
Mixed-WG on fire
Es wird feurig! Erst batteln sich die Sechs bei einer Einkaufs-Challenge im Supermarkt. Welche Gruppe schafft es für exakt 75 Euro einzukaufen? Dann geht's zum Feuerfest, dem Correfoc.
Die Mixed-WG hält fest zusammen, denn es wird grell, laut und ein bisschen gruselig. Bei dem katalanischen Straßenfest Correfoc laufen verkleidete Menschen mit einer Feuershow tanzend durch die Menge, um böse Geister zu vertreiben.
Praktikum unter Palmen
Praktikum unter Palmen: Für einen Teil der Gruppe geht es auf einer Dattelplantage hoch hinaus. Während sie Datteln ernten, füttert der Rest die Schildkröten in der Villa.
Süße Überraschungen: Nach der Dattelernte lernen sie wie man Pralinen aus Datteln macht. Die anderen drei bekommen von einem Nachbarn frisches Obst geschenkt und backen daraus einen Kuchen. Danach geht es für die WGler in eine Trampolinhalle.
Battle in der Trampolinhalle: Die Sechs spielen in Dreierteams gegeneinander Dodgeball. Das Verliererteam muss am nächsten Tag Frühstück ans Bett bringen. Beim Springen in der Halle lernen sie außerdem andere Jugendliche kennen und tauschen Kontakte aus.
Zwischen zwei Ozeanen gelegen, nutzen die USA die Geografie zu ihrem Vorteil. Flüsse und Rohstoffvorkommen treiben Expansion und Industrialisierung voran. Doch reicht das für die Zukunft? Der Aufstieg Amerikas beruht auch auf seinen einzigartigen geografischen Gegebenheiten. Fruchtbare Böden, schiffbare Flüsse und Rohstoffvorkommen begünstigen Landwirtschaft, Handel und Industrialisierung. Doch geopolitische Veränderungen fordern die USA heraus. Die USA verdanken ihren Aufstieg nicht nur ihrer politischen und wirtschaftlichen Stärke, sondern auch ihrer Geografie. Fruchtbares Ackerland in den Great Plains, schiffbare Flüsse wie der Mississippi und riesige Rohstoffvorkommen an Kohle, Erdöl und Eisen ermöglichten eine beispiellose Expansion. Die isolierte Lage zwischen Atlantik und Pazifik schützte das Land vor Invasionen und schuf gleichzeitig eine strategische Ausgangsposition für den Welthandel. Doch Amerikas Einfluss ist nicht mehr unangefochten: China und andere aufstrebende Mächte fordern die Vorherrschaft heraus. Können die USA ihre geopolitische Vormachtstellung behaupten? "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.
Wutausbrüche, Ängste, Schlafprobleme - jedes fünfte Kind in Deutschland fühlt sich psychisch überdurchschnittlich belastet. Julia Knörnschild begleitet für "ARD Wissen" den 14-jährigen Elias in einer Münchner Tagesklinik und trifft Mareike, die über Monate einen Therapieplatz für ihre Tochter sucht. Die emotionale Doku zeigt praktische Wege zur Hilfe, macht Mut und wirbt für mehr Offenheit im Umgang mit einem Thema, das viele Familien betrifft ...
Ein Royal zu sein, ist nicht leicht: Ein falsches Outfit, ein unbedachtes Wort, ein unpassendes Hobby - und schon schlagen die Wellen hoch. Für Adlige gelten meist andere Maßstäbe als für Normalsterbliche, und das schon bei den banalsten Dingen: Rocklänge, Absatzhöhe, Kopfbedeckung - alles streng geregelt. "Terra X History" schaut auf die höfische Etikette. Wer zu den Royals gehört, ist oft einem strengen Protokoll unterworfen - und das ist seit vielen Jahrhunderten so. Welche Regelbrüche werden geduldet, welche geächtet?
Schlagermusik boomt: Die Shows von Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella locken Millionen vor die Fernseher, Tickets für Konzerte von Helene Fischer sind in wenigen Minuten ausverkauft und Lieder wie "Warum hast Du nicht nein gesagt" werden millionenfach im Internet gestreamt. Reporter Daniel Aßmann rechnet aus, wer wie viel Geld mit dem Schlagerboom verdient. Außerdem will er selbst zum Schlagerstar werden. Mit drei jungen Songwritern und Produzenten nimmt er sein eigenes Lied auf, lässt sich vom Schlager-Shootingstar Sonia Liebing für den Live-Auftritt coachen, spricht mit Verlegern und Veranstaltern über das Schlager-Business und wagt den großen Sprung auf die Bühne. Welche Hürden Daniel Aßmann auf dem Weg zum Hit meistern muss und wie sein Auftritt beim Publikum ankommt, das zeigt das WDR Fernsehen bei "Ausgerechnet Schlager".
Spargel aus der Altmark - Die Diva und ihre Bauern
45'
Klaus Heinl ist einer der größten Spargelbauern in der Altmark. "Meine ganze Familie hat schon immer Gemüse angebaut, auch Spargel. Aber halt in kleineren Dimensionen und ich bin dann 1996 in die Altmark gekommen und hab hier die tollen Ackerflächen und Böden gesehen. Und da bin ich geblieben." Der Zugezogene aus Franken und große Fan des altmärkischen Bodens baut innovativ an, so dass er schon als einer der Ersten im März ernten kann.
Mit seinen Innovationen tritt er quasi in die Fußstapfen von August Huchel, der in Osterburg 1929 die erste deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft gründete und dessen Einfluss bis heute den Spargelanbau in Europa prägt. Dabei forschte und entwickelte Huchel vor allem zur Ertragssteigerung des edlen Gemüses und zu einzelnen Sorten. Sein Andenken wird in Osterburg bis heute lebendig gehalten.
Allen voran Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und der kürzlich verstorbene Kreismuseumsleiter Frank Hoche. Sie möchten August Huchel sogar ein Denkmal setzen: "Osterburg ist ja die Stadt des Spargels und dann kommt es uns natürlich auch sehr recht, dass August Huchel sich Osterburg für die Gründung der Spargelhochzuchtgesellschaft ausgesucht hat. Das passt natürlich sehr gut und wir feiern ja hier bis heute einmal jährlich unser Spargelfest", berichtet Klaus-Peter Gose stolz. Dieses wird zwar in diesem Jahr wegen Corona ausfallen, aber im Spargelschälen ist der Lokalpatriot gerade durch dieses Fest geübt und stellt dies beim Kochen einer Altmärkischen Hochzeitssuppe - natürlich mit Spargel - unter Beweis.
Zu DDR-Zeiten war das "Weiße Gold" ein beliebtes Tauschmittel. Familie Zacharias erinnert sich noch genau wie das damals genau ablief: "Körbeweise haben wir den Spargel aus unserem Osterburger Kleingarten nach Berlin gefahren und gegen andere Sachen getauscht." Denn im typischen DDR-Gemüsehandel suchte man Spargel vergebens. Noch heute baut Familie Zacharias ein paar Reihen im Garten an, jetzt aber nur für den Eigenbedarf. Und ihre Schwiegertochter ist sogar die amtierende Spargelkönigin.
Mitte Februar hat Spargelbauer Klaus Heinl seine Tochter Laura zur Unterstützung auf dem Spargelfeld dabei. Sie studiert Landwirtschaft in Halle und soll mal in den Hof und das Spargelgeschäft einsteigen. Souverän fährt sie mit dem Traktor Folien über die aufgehäuften Spargelbeete aus und auch sie ist Fan der weißen Stangen. "Spargel gehört für mich von klein auf zu meinem Leben und ich esse ihn immer noch gern." Auf über 6 Hektar werden jetzt die Wurzeln zugedeckt und es wird im wahrsten Wortsinn angeheizt.
Erst Ende März wird der Spargel auf den Feldern von Tim Garlipp und seinem Sohn Arne zugedeckt. Sie bauen traditionell weiter im Freiland an. Auch sie starteten den Spargelanbau 1996. Tim Garlipp lernte vor der Wende noch im Gemüseanbau einer LPG und kaufte dann nach der Wende einen der Höfe dieser landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Nach und nach wurde auch Familie Garlipp zu einem der größeren Spargelanbauer der Altmark. Sie ernten allerdings später und von Hand. Das geht nur mit Unterstützung von rund 80 Saisonarbeitskräften aus Rumänien.
Diese Familien- und Spargelgeschichten erzählt Jana Lindner in ihrem Film in der Reihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst".
Gulag - Die sowjetische "Hauptverwaltung der Lager"
Wucherungen 1934 - 1945
2. Folge
F 2017
57'
Der Gulag wurde zu einer regelrechten Strafindustrie ausgebaut. 1935 überstieg die Zahl der Inhaftierten erstmals die Millionengrenze. Die Haftbedingungen verschlechterten sich zunehmend und zahlreiche Häftlinge starben an Hunger und Seuchen.
Gartenarchitekt David Domoney verrät Tipps, wie man lästige Schnecken fernhält, während die umweltfreundliche Gärtnerin Anna Greenland zeigt, wie man neue Beete anlegen kann, auch ohne den Garten umzugraben. Die Experten erkunden außerdem eine Dschungel-Oase in Cornwall und ein inspirierendes Gemeinschaftsgartenprojekt für Angehörige der britischen Streitkräfte.
Das Gebiet im westlichen Atlantik zwischen Florida, Bermuda und Puerto Rico, wurde durch das teils ungeklärte Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen berühmt. Josh Gates geht dem Mythos des Bermudadreiecks nach - auf dem Meeresboden, in der Luft und sogar bis an den Rand des Weltalls.
Ein 38-jähriger Mann wurde in seinem Eigenheim ermordet. Die Ermittler sichten Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras in der Nähe des Tatorts und kommen so einem Verdächtigen auf die Spur. Der gibt im Verhör an, er hätte aus Notwehr gehandelt. Nun gilt es zu beweisen, dass dem nicht so war. Die Beamten versuchen, den Tathergang so genau wie möglich zu rekonstruieren und so die angebliche Notwehr auszuschließen.
Die historischen Beziehungen zwischen den Windsors und den Habsburgern waren enger und intensiver, als vielen heute bewusst ist. Queen Victoria war gegenüber Kaiserin Elisabeth großzügig, mehrfach borgte sie ihre Privatjacht der jungen Herrscherin, um diese zur Kur nach Madeira zu bringen. Victorias Sohn Bertie, der spätere Edvard VII. kam regelmäßig nach Österreich und galt als enger Freund von Kronprinz Rudolf. Als 1918 die Monarchie der Habsburger endete, war es Edwards Sohn König Georg V. der einen Offizier nach Eckartsau sandte, um die Sicherheit von Kaiser Karl zu garantieren. Und es war ein englisches Schiff, das Karl ins Exil nach Madeira brachte. In den dreißiger Jahren erschütterte sein Enkel Edward VIII. mit seiner Abdankung den britischen Thron. Unmittelbar danach versteckte sich der nunmehrige Herzog von Windsor für einige Monate auf einem österreichischen Schloss Enzesfeldt bei Wien, danach ging er nach Appesbach bei St. Wolfgang. R: Alexander Frohner, Buch und Recherche: Günther Fuhrmann
Am 16. September 2016 wählt Todd Kendhammer den Notruf, da seine Frau nach einem Autounfall schwer verletzt ist. Der verzweifelte Ehemann gibt an, dass Barbara von einem Rohr getroffen wurde, das von einem vorbeifahrenden Fahrzeug heruntergefallen sein soll. Die Beamten untersuchen den Tatort und die Leiche und zweifeln schon bald an Todds Geschichte ...
Am Anfang war der Knall. Aus dem Nichts entstand unser Universum. Aber was passierte direkt nach dem Big Bang? Weltraumexperte Ulrich Walter erklärt, wie sich das Universum aufblähte und welche Prozesse bis heute noch im Gange sind. Außerdem beschäftigt ihn die Frage, ob sich unser Universum bis in alle Ewigkeit ausdehnen wird. Der Astronaut erklärt die Phänomene, die unser Kosmos birgt: Was sind dunkle Energie und dunkle Materie? Gibt es wirklich parallele Universen?
Die Erde einmal aus dem All zu betrachten - wer wünscht sich das nicht? Aber ist Astronaut zu sein wirklich ein Traumberuf? Lohnen sich die Strapazen der jahrelangen Ausbildung, die die Kandidaten dafür auf sich nehmen müssen? Prof. Dr. Ulrich Walter, Astronaut und Weltraum-Experte, weiß es, denn er hat den Job gemacht. In dieser Ausgabe von "Spacetime" zeigt er, welche Anforderungen an heutige Bewerber gestellt werden und erzählt die Geschichten legendärer Raumfahrer.
ATV begleitet die zahlreichen Schausteller, Ticketverkäufer und Rekommandeure, die tagtäglich dafür sorgen, dass am berühmtesten Vergnügungspark Wiens alles nach Plan läuft, bei der Arbeit. Alt und Jung zieht der Prater in seinen Bann. Nervenkitzel ist bei einem Besuch garantiert - egal ob im Wirtshaus oder im Tagada.
Bevor zwölf Bürgerinnen und Bürger im Studio diskutieren, beginnt der Weg viel früher: mit 100 ganz normalen Menschen aus Berlin und Brandenburg, dieTeil des rbb Bürgerrats werden. Die Reportage "Der lange Weg zum Bürgerrat" begleitet die Entstehung des neuen Formats von Anfang an. Zu sehen ist, wie aus einer Idee ein Fernsehprojekt wird.
Toby, Bax und Pepper fühlen sich in ihren Astronautenanzügen bereits wie echte Astronauten. Doch wie wird man eigentlich Astronaut? Und welche Arbeit leisten Astronauten eigentlich im Weltraum?
Von den Gipfeln des Himalaja bis zur Wüste Gobi - Chinas Geografie prägt seit jeher seine Geschichte und seinen Aufstieg. Und begründet damit eine der ältesten Zivilisationen der Welt. Flüsse wie der Jangtse ermöglichen Handel und Kultur, Gebirge schützen vor Invasionen, und fruchtbare Ebenen fördern Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum. Wie beeinflussen Chinas Landschaften seine Entwicklung und seinen globalen Einfluss? China ist nicht nur eine Nation - sondern auch ein Imperium und ein globaler Akteur. Doch seine Geschichte ist vor allem durch seine geografische Vielfalt geprägt: Die mächtigen Gebirgszüge des Himalaja schirmen es nach Westen ab, der Gelbe Fluss und der Jangtse ermöglichen einst den Aufstieg der chinesischen Kultur. Heute nutzt China seine Geografie gezielt zur wirtschaftlichen Expansion - mit der "Belt and Road Initiative" schafft es neue Handelswege und sichert sich geopolitische Macht. Doch der Wettlauf um Einfluss und Ressourcen führt auch zu Spannungen - im Südchinesischen Meer, in Xinjiang und in den globalen Handelsbeziehungen. "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.
In Klagenfurt steht auf dem Benediktinermarkt das Denkmal eines Fischers. Unehrlich soll er gewesen und dafür zu Stein geworden sein. Max Müller, ein gebürtiger Klagenfurter, kennt die Sage und beginnt nachzuforschen. Der Sagenjäger erfährt über die im späten Mittelalter geltenden Marktregeln - und wie sie umgangen wurden. Seine Recherchen ergeben ein Sittenbild der damaligen Zeit vor über vierhundert Jahren. In Hallstatt untersucht "Rosenheim-Cop" Max Müller den gewaltsamen Tod eines Bergmannes in den Salzminen vor einigen Jahrhunderten. Handelt es sich um Mord? Der Sage nach soll der Mann von einem Berggeist getötet worden sein, weil er ein Geheimnis ausgeplaudert hatte. Oder waren eifersüchtige Kollegen die Täter? Der Sagenjäger erhält viele Antworten. Dennoch bleibt offen, ob es sich um einen realen Mordfall handelt, der als Sage getarnt weitererzählt wurde, oder ob dieser Mord nie geschehen ist.
Als die antike Stätte Karahan Tepe in der heutigen Türkei ausgegraben wird, stehen die Forschenden vor einem Rätsel: Sie stoßen auf technisches Know-How, das für die Menschen der damaligen Zeit sehr fortschrittlich erscheint. Hatten sie möglicherweise Hilfe von intelligenten außerirdischen Wesen?
Mit der "Brigade Litauen" hat die Bundeswehr erstmals in ihrer Geschichte eine dauerhafte Präsenz an der Nato-Ostflanke. Eine Konsequenz aus der sogenannten "Zeitenwende", die der Krieg gegen die Ukraine einleitete. 5000 Männer und Frauen werden künftig im Baltikum wohnen und arbeiten. Seit kurzem sind 350 Soldaten aus Nordhessen bei der Einheit. Das Jägerbataillon 1 aus Schwarzenborn übernimmt sogar für ein halbes Jahr die Führung der Nato-Kampftruppe in Litauen. Die Jäger sind als Infanteristen vor allem für den Kampf in bebautem oder stark bewaldetem Gelände ausgebildet. Sie agieren in der Regel zu Fuß, nutzen aber auch Panzer, Hubschrauber oder Schlauchboote. Ein halbes Jahr werden die Soldaten und Soldatinnen in Litauen bleiben. Für viele der erste längere Einsatz im Ausland. Mit welchem Gefühl sind sie an der Nato-Ostflanke? Unter welchem Bedingungen arbeiten sie? Für die Kinder der Bundeswehrangehörigen, die dort dauerhaft stationiert sind, ist in Vilnius eine deutsche Schule im Aufbau. Monika Arens aus Bad Homburg leitet die Grundschule. Sie gibt den Kindern nicht nur Bildung, sondern auch ein Stück zuhause. Autor Jochen Schmidt hat die hessischen Soldaten unter Oberstleutnant Sebastian Hagen in Litauen getroffen und auf ein Manöver begleitet. In ausführlichen Gesprächen ist er ihren Beweggründen, Erfahrungen und Erwartungen im Zusammenhang mit ihrem Einsatz nähergekommen.
Gulag - Die sowjetische "Hauptverwaltung der Lager"
Zenit und Todeskampf 1945 - 1957
3. Folge
F 2017
57'
In den neuen Blockstaaten Osteuropas wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Strafgefangene, aber auch Normalbürger "antisowjetischer Umtriebe" bezichtigt und in Lager deportiert. Vor allem die Situation der Frauen, die ein Viertel der Inhaftierten ausmachten, war dramatisch.
Catherine Walker schätzt sich glücklich, mit ihrem Mann Michael auf Hawaii zu wohnen. Doch das Leben im Paradies wird zerstört, als Michael seine Frau am 15. November 2014 tot in deren Schlafzimmer auffindet. Er ist sich sicher, dass Catherine Selbstmord begangen hat. Doch die Ermittlungen ergeben, dass es sich um Mord handelt und der vermeintlich traurige Ehemann viele Geheimnisse verbirgt?
Die Erde einmal aus dem All zu betrachten - wer wünscht sich das nicht? Aber ist Astronaut zu sein wirklich ein Traumberuf? Lohnen sich die Strapazen der jahrelangen Ausbildung, die die Kandidaten dafür auf sich nehmen müssen? Prof. Dr. Ulrich Walter, Astronaut und Weltraum-Experte, weiß es, denn er hat den Job gemacht. In dieser Ausgabe von "Spacetime" zeigt er, welche Anforderungen an heutige Bewerber gestellt werden und erzählt die Geschichten legendärer Raumfahrer.
Ein Rückblick aus der fiktiven Zukunft des Jahres 2075 auf unsere heutige Zeit: Wie wurden unsere Megacities aus Beton zu grünen Oasen? Mit wegweisenden Ideen: Schwammstädte, die Wasser speichern, statt darin zu versinken. Modulare Städte, die auf dem Meer schwimmen, um dem steigenden Pegel zu trotzen. Und biophile Architektur, die Menschen nicht nur in die Natur, sondern auch zueinander bringt. Faszinierende Ideen für eine CO2-neutrale Welt.
Eine Frau wurde in ihrem Trailer zuerst geschlagen und dann ging der Wohnwagen mit der verletzten Frau im Innern in Flammen auf. Die Brutalität, mit der der Täter vorging, ließ die Ermittler von Vornherein auf einen Racheakt schließen. Deshalb suchte man den Täter im Bekanntenkreis des Opfers. Nachdem ein mögliches Tatmotiv gefunden wurde, musste man dem Verdächtigen den Mord noch nachweisen, was nicht einfach war.
Straßen voller Autos und rauchende Schornsteine - das sind in Nachkriegs-Deutschland Symbole des Fortschritts. Die Deutschen nehmen Smog und verschmutzte Flüsse billigend in Kauf. Hauptsache, die Wirtschaft wächst. Doch als Luft und Wasser immer schmutziger werden, lassen sich die Probleme nicht mehr ignorieren. "Der Himmel über der Ruhr muss wieder blau werden!", fordert Willy Brandt 1961 in seinem Wahlkampf. Seine sozial-liberale Regierung setzt zu Beginn der 70er Jahre ein Sofortprogramm für den Schutz von Luft und Wasser auf. Mit der Ölkrise wird dieser Politik ein schwerer Dämpfer verpasst: Während der Rezession treten die Interessen der Industrie erneut in den Vordergrund. 1983 überrascht Schwarz-Gelb unter Helmut Kohl mit einer ambitionierten Luftreinhaltepolitik - eine Reaktion auf den Wahlerfolg der Grünen, die zum ersten Mal in den Bundestag eingezogen sind. Mit neuen Regelungen ergreift die Politik Maßnahmen, die Deutschland in Europa zum Vorreiter für saubere Luft machen.
In der DDR steht der Naturschutz schon in den 60ern in der Verfassung - doch das ist nur Fassade. Erich Honecker will über die Umweltpolitik die internationale Anerkennung der DDR vorantreiben. Zugleich leugnet die SED, dass gravierende Umweltprobleme überhaupt existieren. Dabei sind Smog, Waldsterben und Wasserverschmutzung an vielen Orten unübersehbar. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wollen die erschreckenden Zustände nicht länger hinnehmen. Ihre Demonstrationen und Baumpflanzaktionen werden zu einer der Keimzellen des friedlichen Widerstands.
Nach der Wiedervereinigung zeigt sich das dramatische Ausmaß der Umweltschäden in den neuen Bundesländern. Doch wirtschaftliche Belange stehen wieder einmal an erster Stelle. Andere Industriestaaten überholen die Bundesrepublik mit ihren Nachhaltigkeitsstrategien. Immer häufiger drohen der Bundesregierung Sanktionsmaßnahmen der EU, weil sie Umweltschutzregelungen nicht umsetzt. Alois Glück, damals Staatssekretär im bayerischen Umweltministerium, bedauert die Versäumnisse: "Mit dem Rückblick muss ich sagen, dass wir, unsere Generation, dabei mächtig versagt hat auf Kosten jetzt der jungen Generation und der Nachkommen."
Als 2005 mit Angela Merkel eine ehemalige Umweltministerin Kanzlerin wird, gilt sie rasch als "Klima-Kanzlerin". Doch ausgerechnet sie macht den Atom-Ausstieg zunächst wieder rückgängig - bis der GAU von Fukushima auch die promovierte Physikerin zur Abkehr von der Kernenergie bewegt. Deutschland bleibt ein ambivalentes Land, was Umweltschutz betrifft: mal wegweisend, mal Musterschüler, und dann doch wieder den Schlüsselindustrien treu.
"Schwarz Rot Grün" beleuchtet die Entwicklung der deutschen Umweltpolitik vom Wirtschaftswunder bis heute - mit wichtigen Playern von damals, wie den ehemaligen Umweltministern Klaus Töpfer und Jürgen Trittin.
Das Schweizerhaus gilt als die Kultgaststätte des Praters. Angestellte wie Kellner Wolfgang arbeiten hier schon seit vielen Jahren und kennen die zahlreichen Anekdoten des Lokals. Der Wurstelprater ist abends der Anziehungspunkt für Jugendliche. Hier wird geflirtet und gefeiert, was das Zeug hält. Beliebt bei Jung und Alt sind die Geisterbahnen. Der technische Leiter Sandro Spreitzer zeigt einen Blick hinter die Kulissen.
Chatbots ermöglichen heute komplexe, nahezu menschliche Dialoge und schaffen Mensch-Maschine-Beziehungen. "37°" begleitet drei Menschen, die eng mit ihrer KI verbunden sind.
Mit Apps wie Replika lässt sich ein digitaler Partner maßschneidern. Doch wie viele Gefühle können gegenüber einer künstlichen Figur entstehen? Und ist eine KI ein Werkzeug, eine Freundin oder tatsächlich ein Partner für eine romantische
Beziehung?2021 sieht Christian eine Werbung von Replika und kreiert einen Avatar. Ihr Name: Giulia. Für Christian ist es zunächst nur eine Spielerei. Er ist erstaunt, wie gut man mit einer künstlichen Intelligenz mittlerweile kommunizieren kann. Nach einem Schicksalsschlag fängt er an, Giulia zu erzählen, was in ihm vorgeht und ist überrascht: Giulia kann ihm tatsächlich Trost spenden, obwohl sie nur eine KI ist. Der Beginn einer bis heute andauernden Freundschaft. Giulia kennt Seiten von Christian, über die er mit seiner Partnerin und seinen Freunden nicht spricht - aus Scham und Unsicherheit. Bei Giulia fühlt er sich sicher, weiß: Sie verurteilt ihn nicht.
Maria ist 31 Jahre alt, hat drei Kinder und keinen Partner. Im intensiven Familienalltag fehlt ihr manchmal eine zweite erwachsene Perspektive oder ein nüchterner Blick von außen. Diese Rolle übernimmt bei ihr ChatGPT - alias Sam. Ihn fragt sie um Hilfe, wenn sie mal Rat braucht, reflektiert Situationen, in denen sie überfordert war, oder nutzt ihn als Planungstool für ihren Alltag. Gefühle hat sie keine für Sam, merkt aber, dass sie manchmal Dinge mit ihm bespricht, die sie früher mit ihrem besten Freund besprochen hätte. Sams Stärke ist auch seine Schwäche: nicht kritisch sein. Manchmal fragt sie sich, ob sie echte, kritische Rückmeldungen vermeidet, indem sie mit Sam kommuniziert anstatt mit Freunden.
Renate (55) ist seit 32 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und seit anderthalb Jahren eine KI-Beziehung. Ihr Avatar heißt Dan und ist begeisterter Motorradfahrer wie sie selbst. Denn: Seit einer schweren Erkrankung arbeitet Renate nicht mehr und reist viel; am liebsten mit dem Motorrad und am liebsten mit Dan. Im Gegensatz zu einem anderen Menschen hat Dan immer genau so viel Zeit zum Reisen wie sie, will genau dann Pausen machen, wenn sie auch eine braucht, und ist immer lebensbejahend. Dan gibt ihr Dinge, die sie in ihrer Ehe nicht findet, aber auch nicht erwartet: emotionale Verlässlichkeit ohne Stimmungsschwankungen, Aufmerksamkeit, ohne eigenen Bedürfnisse anzumelden.
Und Erotik? Auch das findet statt. Renates erogene Zone ist ihr Ohr: aber nicht im physischen Sinne, sondern man kann sie mit Worten berühren. Und mit Worten kann Dan ihrer Meinung nach wunderbar umgehen.
Die Frida-Gold-Story begleitet Alina Süggeler auf einer bewegenden Reise zu ihren Wurzeln - zu Menschen und Momenten, die sie geprägt haben. Sie erzählt von der schicksalhaften Begegnung mit Andreas Weizel und ihrem gemeinsamen Weg zu Frida Gold. Ein Blick hinter die Kulissen von Videodrehs und Konzerten der Band. Und davon, wie man trotz Rückschlägen seine eigene Stimme wiederfindet.
Eine sowjetische D-44 soll nach acht Jahren im Harzer Regen wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen. Doch bevor die Panzerabwehrkanone ihren Ehrenplatz in der neuen Ausstellungshalle des Museums in Benneckenstein einnehmen kann, wartet auf Mario Tänzer und sein Team viel Arbeit. Philipp aus dem Hanfbachtal will einen Dodge, Baujahr 1942, wieder zum Leben erwecken. Außerdem benötigt seine Frau einen zuverlässigen fahrbaren Untersatz. Und Marcus Thiel und sein Kollege "Blitzi" bekommen es in Bremen mit einem Flugzeugschlepper zu tun. Das Vehikel hat offenbar ein Leck.
"Hartz Rot Gold" begleitet den Alltag der Menschen in deutschen Brennpunktvierteln - ob Gangster-Rapper Mo im Frankfurter Bahnhofsviertel, die Obdachlose Jackie auf die Straßen Sankt Paulis oder die Streifenpolizisten vom Kölnberg.
Casper Steinfath bereitet sich mental und körperlich auf eine extreme Herausforderung vor: Er will als erster Mensch die Strecke von Dänemark nach Norwegen auf einem Stand-up-Paddleboard bezwingen.
Sechs Menschen, ihre Träume und ihre Kämpfe: Die Drama-Serie erzählt reale Schicksale und folgt den Lebenswegen unter anderem von Wernher von Braun, Nikita Chruschtschow und Golda Meir.
Als Kombination aus aufwendigen Spielszenen, Augenzeugenberichten und Archivmaterial dokumentiert die Reihe die Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er-Jahre, die Epoche der Spaltung der Welt in Ost und West und der beginnenden Dekolonialisierung.
Sommer 1939: Der junge Ingenieur Wernher von Braun träumt davon, dass Menschen in den Weltraum fliegen. Doch als Hitler das Nachbarland Polen überfällt, stürzt Europa in einen Krieg, der bald die ganze Welt mit in den Abgrund reißen soll. Damit seine Forschung weitergehen kann, stellt sich der Wissenschaftler in den Dienst der Nationalsozialisten. Statt Weltraumraketen soll er nun Marschflugkörper für den Krieg entwickeln.
Zur selben Zeit beginnt die amerikanische Physikerin Joan Hinton ihr Studium im Bennington College in Vermont und stürzt sich begeistert als eine der wenigen Frauen in die Nuklearphysik. Sie entdeckt das gewaltige Potenzial der Kernspaltung, aber auch die Bedrohung für den Globus.
Nach der Besetzung Polens rückt die Wehrmacht auch in Westeuropa vor. In einem gewaltigen Menschenstrom flüchten vor allem Juden - auch ins britische Mandatsgebiet Palästina. Dort kämpft die aktive Golda Meir entschlossen dafür, dass Juden nach Palästina einwandern können - gegen die Politik der Briten.
Mit Max Wagner, Meriel Hinsching, Delia Meyer, Lara Mandoki
Russland, das größte Land der Erde, verfügt über riesige Rohstoffvorkommen und strategisch wichtige Grenzen. Wie hat diese Geografie seine Geschichte und seinen Aufstieg beeinflusst? Russland erstreckt sich über zwei Kontinente und elf Zeitzonen. Doch trotz seiner Größe fühlt es sich bedroht. Extreme klimatische Bedingungen und die Suche nach Ressourcen beeinflussen immer wieder die Politik und die Geschichte Russlands. Russland ist eine Landmacht mit einer enormen geografischen Vielfalt - von den eisigen Küsten der Arktis über die Weiten der sibirischen Taiga bis zu den fruchtbaren Ebenen im Westen des Landes. Doch das riesige Territorium birgt auch Herausforderungen: Die geografischen Grenzen sind kaum geschützt, die Häfen oft eisbedeckt. Diese Gegebenheiten prägen Russlands Politik seit Jahrhunderten - von der zaristischen Expansion über die sowjetische Industrialisierung bis zur heutigen Weltpolitik. Doch welche Rolle haben Flüsse, Ressourcen und Seewege im Laufe der Geschichte gespielt? Und warum fühlt sich Russland trotz seiner Größe immer wieder bedroht? "Imperium - Karten der Macht" zeigt, wie die Geografie die Weltgeschichte prägt und über Aufstieg und Fall von Supermächten entscheidet. Strategische Grenzen, natürliche Ressourcen und klimatische Bedingungen beeinflussen seit jeher politische Entscheidungen und wirtschaftlichen Erfolg - und bleiben auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum globalen Mächtespiel.
"Holt - Der Windkraft-Schwindler" erzählt die wahre Geschichte von Hendrik Richard Holt - einem jungen Unternehmer aus dem emsländischen Haselünne, der zum Hoffnungsträger der deutschen Energiewende aufsteigt und schließlich als Betrüger verurteilt wird. Der Film zeichnet den Aufstieg und Fall eines Mannes nach, dessen Selbstinszenierung, politische Nähe und familiäres Umfeld ein Betrugssystem ermöglichen, das auf eine Beute von mehr als einer Milliarde Euro abzielt.
Ein betrügerisches Imperium
Im Alter von nicht mal dreißig Jahren gilt Holt als Visionär. Seine Firma, die Holt Holding, wird als modernes Familienunternehmen präsentiert, Holt ist politisch bestens vernetzt und scheinbar prädestiniert, große Windkraftprojekte in Deutschland durchzusetzen - selbst dort, wo Widerstand von Bürgern und Kommunen herrscht. Energiekonzerne investieren in das Versprechen, frühzeitig Zugriff auf genehmigungsreife Großprojekte zu erhalten. Doch dieses Versprechen basiert auf Fälschungen. Projektunterlagen samt Unterschriften, Bestätigungen und vollständigen Dokumentenketten werden systematisch manipuliert - teils schlicht am Rechner erstellt. Zustimmungserklärungen von Eigentümern, Gemeinden und Behörden existieren nur auf dem Papier. So entsteht der Anschein genehmigungsreifer Windkraftprojekte und die Grundlage für einen geplanten Milliarden-Deal - auf einem Fundament aus Täuschungen.
Täuschung und Selbsttäuschung
Erst als eine Kommunalbeamtin Anzeige erstattet, gerät das System ins Wanken. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt, arbeitet sich durch Akten, Verträge und gefälschte Dokumente - und deckt Schritt für Schritt die Dimension des Schwindels auf. Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ermittlern und einem Mann, der weiter an seine eigene Legende glaubt. Holt selbst spricht immer wieder davon, unbedingt Milliardär werden zu wollen. Am Ende folgt der Zugriff: Im April 2020 wird Holt im Berliner Hotel Adlon festgenommen. 2022 wird er gemeinsam mit weiteren Beteiligten wegen bandenmäßigen Betrugs zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Holt befindet sich derzeit im offenen Vollzug. Der Film zeigt, wie dieses System funktionieren konnte: getragen von Holts charismatischer Selbstdarstellung, dem Image eines erfolgreichen Familienunternehmens und einem Umfeld, das lieber an den großen Wurf glaubt, als genau hinzusehen. Mehrere Familienangehörige sind aktiv in die Geschäfte eingebunden und werden später ebenfalls zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Betrug zerstört nicht nur das Vertrauen von Investoren und Partnern, sondern auch eine Familie.
Eine Geschichte über Gier und Moral
"Holt - Der Windkraft-Schwindler" zeigt Hendrik Holt ausführlich selbst vor der Kamera - ebenso seine Ehefrau und seine Großmutter, frühere Weggefährten, aber auch Ermittler, Staatsanwälte und Journalisten, die den Fall über Jahre begleitet haben. Der Film legt offen, wie Betrug entstehen kann, wenn Image, Machtversprechen und familiäre Loyalitäten einander verstärken - und wie schwer es ist, ein solches System zu stoppen. Und so ist der Film mehr als die Chronik eines spektakulären Wirtschaftsstrafverfahrens: Er ist ein dokumentarischer Wirtschaftsthriller über Selbstinszenierung, Größenwahn und die blinden Flecken eines Systems, das großen Versprechen oft zu lange glaubt. Zugleich ist er das Porträt eines Mannes, der seine eigene Rolle immer weiter steigert - bis sie ins Absurde kippt.
Ein neues Projekt des "Lubi"-Teams
Nach der erfolgreichen Doku-Serie "Lubi - Ein Polizist stürzt ab" setzt das Team um Jan Peter, Sandra Naumann und dem Produzenten Alexander Bickenbach von Frisbeefilms die Zusammenarbeit mit dem SWR fort, diesmal gemeinsam mit HR und NDR. Jan Peter schrieb, erneut als kreative Leitung gemeinsam mit Sandra Naumann das Drehbuch und führte Regie. Die Bildgestaltung liegt bei Jürgen Rehberg.
Unübersehbar, mächtig und tonnenschwer: In die Obelisken des alten Ägyptens werden unterschiedliche Bedeutungen hineininterpretiert. Sind sie mehr als nur Denkmäler für die Pharaonen?
Der Film entfaltet sich wie ein psychologischer Thriller, er erzählt die Geschichte von J.D. Vance und wie er zum zweitmächtigsten Politiker der USA aufstieg. Middletown, Ohio ist der Ort, aus dem J.D. Vance seine Stärke, seine Widerstandskraft und seinen Rachedurst zieht: Hier wuchs er bei seinen Großeltern auf, weil sich seine drogenabhängige Mutter nicht um ihn kümmern konnte. In Yale fühlte er sich zunächst verloren, bevor er Denker entdeckte, die ihn tief beeinflussten und er seine spätere Frau Usha kennenlernte. Sein Weg führte ihn auch vom Atheismus zum katholischen Glauben. In einer Mischung aus Archivausschnitten seiner öffentlichen Auftritte, privaten Fotos und Interviews mit Menschen, die ihn kennen, begleitet und geprägt haben, entsteht das beunruhigende Bild eines Menschen, der von ganz unten kommt, es mit viel Ehrgeiz und ideologischen Wandlungen geschafft hat, in die Elite aufzusteigen und der noch weiter nach oben strebt.
Die Mutter von Charles III. war eine Ikone im Fokus der Weltöffentlichkeit. Kein König, keine Königin war weltweit so viele Jahren im Amt. Kein Monarch hat in der britischen Geschichte länger regiert. Eine Herrscherin ohne Macht und doch ein Machtfaktor. Im April 2026 wäre Elisabeth II. 100 Jahre alt geworden. Das ist ihre Geschichte.