Er liebte Computer, Fußball und Videospiele - und hatte zugleich einen tiefen Glauben: Carlo Acutis. Der italienische Jugendliche starb mit gerade einmal 15 Jahren. Heute wird er von der katholischen Kirche als moderner Heiliger verehrt und als "Influencer Gottes" bezeichnet. Doch wie entsteht aus dem Leben eines Jugendlichen ein religiöses Vorbild? Im Interview spricht seine Mutter Antonia Salzano über ihren Sohn - und darüber, warum seine Geschichte bis heute fasziniert, aber auch Fragen nach Inszenierung, Vermarktung und dem Umgang mit religiösen Vorbildern aufwirft.
Diese "Land der Berge"-Neuproduktion porträtiert das Südtiroler Tauferer Ahrntal und seine Menschen, die im Einklang mit der alpinen Natur und ihren Traditionen leben. Entlang imposanter Berglandschaften erzählt die Dokumentation von gelebter Almwirtschaft, überliefertem Handwerk und der bewegten Geschichte der Region. Im Mittelpunkt stehen persönliche Einblicke in den Sommeralltag der Geißerin Annelies Lechner im Keilbachtal, die Arbeit des Senners Rudolf Steger bei der Herstellung des traditionellen Ahrntaler Graukäses sowie das Leben von Hüttenwirt Arnold Seeber auf der Kasseler Hütte. Abschließend ergänzt werden diese Porträts durch das historische Erbe des Kupferbergwerks Prettau und die Kunst des Spitzenklöppelns, die unter der Leitung von Anna Kammerlander bis heute weitergegeben wird.
Mit Gehirn-Computer-Schnittstellen können Gelähmte allein kraft ihrer Gedanken Roboter und Autos bewegen oder kommunizieren. Tech-Oligarchen wie Elon Musk haben noch andere Visionen.
Forschende sind dabei, die komplexen Codes unseres Gehirns immer umfassender zu entschlüsseln. Mithilfe von KI und hoch spezialisierten Chips, die ins Gehirn implantiert werden, sind sie diesem Ziel so nah wie nie zuvor.
Für Menschen wie den ALS-Patienten Casey Harell in Los Angeles bedeutet diese Entwicklung bereits heute einen enormen Gewinn an Lebensqualität: Mithilfe eines "Brain Computer Interface" , einer Gehirn-Computer-Schnittstelle, kann er wieder mit seiner Familie kommunizieren. Der querschnittsgelähmte Amerikaner James Johnson steuert aus rund 1000 Kilometern Entfernung ein Auto allein mit seinen Gedanken. Und Michi Mehringer aus Oberbayern, der nach einem Motoradunfall komplett gelähmt ist, trainiert am Klinikum rechts der Isar in München unter Anleitung des Neurologen Simon Jacob, einen Roboterarm mental zu steuern - mit einem ganz konkreten Ziel: Er möchte wieder selbstständig trinken können.
An der Charité in Berlin forscht der Mediziner und Professor für Neurotechnologie Surjo Soekadar an nicht invasiven Möglichkeiten: Ein Helm mit Quantensensoren soll schwache Magnetfelder des Gehirns auffangen und auslesen.
Diese bahnbrechenden Fortschritte wecken auch das Interesse der großen Tech-Konzerne. Unternehmen wie Elon Musks Firma Neuralink investieren enorme Summen in die Erforschung und Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen. Damit werfen sie massive ethische Fragen auf. KI-Ethiker Marcello Ienca von der TU München warnt: "Gehirndaten können extrem interessant und profitabel sein." Durch die Verschmelzung von neuronalen Implantaten und KI droht eine völlig neue Dimension der Überwachung. "Darauf müssen wir vorbereitet sein."
Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel mit ihren Gästen im "NANO Talk" aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.
Henrietta Lacks stirbt 1951 in Baltimore an Gebärmutterhalskrebs. Doch ein Teil ihrer Zellen lebt weiter. Bis heute werden sie in Laboren auf der ganzen Welt vermehrt - und öffnen Forschenden den Blick in einen Kosmos, der in uns allen steckt: die Zelle, kleinste Einheit des Lebens.
Michael plant die bisher anspruchsvollste Tour der Firmengeschichte: Binnen zweieinhalb Wochen will er mit 18 Mechanikern quer durch die USA reisen, um ausgemusterte Maschinen einzusammeln. Doch sein Transportflugzeug, die legendäre "Beech", ist flugunfähig. Während Timmy und Richie alles geben, um den Flieger flottzukriegen, überführen Michael und Julie einen Cadillac Series 75 von 1949 sowie einen seltenen Cleveland Six Tourer von 1923.
Loredana und Servet freuen sich über die Geburt ihrer Tochter Aria. Doch das Babyglück wird von Sorgen um Servets kranken Vater überschattet. Schließlich reist Servet gemeinsam mit Silvia und Aurelio zu seiner Familie in die Türkei.
In Cleveland, im Nordosten des US-Bundesstaates Ohio, starb ein Mädchen, das gerade dabei war, seinen 14. Geburtstag zu feiern, im Kugelhagel. Sie wurde ein Opfer rivalisierender Gangs, was die Ermittlungen erschwert, weil es nahezu unmöglich ist herauszufinden, wer den tödlichen Schuss abgegeben hat. Die Detectives vor Ort hatten einige Augenzeugen, dank derer es möglich war, die an der Schießerei beteiligten Personen zu identifizieren.
In Fürstenwalde steht eine Wohnung in Flammen. Der Löschtrupp evakuiert in dem Gebäude eine ältere Dame. In der Mainzer Innenstadt hat ein Kleintransporter in einem Parkhaus eine Leitung beschädigt und die Sprinkleranlage ausgelöst. Dort herrscht Überschwemmungsgefahr. In der Einfahrt stauen sich bereits Hunderte Liter Wasser. Können die Einsatzkräfte die Beregnung stoppen? Und in Iserlohn macht sich die Berufsfeuerwehr im Eiltempo auf den Weg zu einem Unfallort. Am Stadtrand sind zwei Pkws kollidiert. Ein Fahrer ist möglicherweise schwer verletzt.
Libellen mit einer Flügelspannweite von 70 Zentimetern und Tausendfüßler in Menschengröße? Vor 300 Millionen Jahren nichts Außergewöhnliches. Warum gibt es heute keine Rieseninsekten mehr? Lange galten Klimaveränderungen als Ursache für das Aussterben der Insekten-Giganten. Neuere Fossilienfunde sprechen allerdings dagegen. Machten kleine Flugreptilien oder die ersten Vögel ihnen ihre Beute streitig? Die großen Insekten der Karbonzeit brauchten zum Überleben einen sehr hohen Sauerstoffgehalt in der Luft. Als dieser vor 300 Millionen Jahren zurückging, konnte es auch keine Rieseninsekten mehr geben - dachte man. Doch 2009 fanden Forscher in der Nähe von Montpellier Fossilien einer Riesenlibelle, die noch vor 250 Millionen Jahren gelebt hat. Wie konnte sie sich an die veränderten Bedingungen anpassen? Die Dokumentation stellt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dar und geht mit spannenden Experimenten und faszinierenden Animationen dem Verbleib der Rieseninsekten auf den Grund.
Sieben Jahre. Sechs Lebensräume. Ein Planet. Die zweiteilige Dokumentation zeigt eindringlich sechs der am meisten bedrohten Ökosysteme unserer Erde. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wird die Entwicklung dieser gefährdeten Lebensräume begleitet und dokumentiert. Episode 2 führt ins brasilianische Pantanal, in die Regenwälder Kambodschas und in die trockene Savannen Kenias.
Die Midterms am 3. November entscheiden nicht nur über die Machtverhältnisse im Kongress: Es geht um Donald Trumps Politil und die Frage, ob die demokratischen Regeln akzeptiert werden.
Bergen: eingerahmt von sieben Gipfeln, umgeben von spektakulären Fjorden gilt sie bei vielen als schönste Stadt Norwegens. Berühmt ist sie auch für ihre Holzhäuser: Einst errichteten deutsche Hansekaufleute die Kontore im Hafenviertel Bryggen, heute gehören sie zum UNESCO-Welterbe. Doch sie sind eine Dauerbaustelle. Feuchtigkeit lässt das Holz verrotten, der weiche Untergrund die Gebäude absacken. Der Zimmermann Victor Marshall Tweiten restauriert die jahrhundertealten Häuser fast so wie damals: mit Axt, Augenmaß und viel Geduld. Alte Schnittspuren im Holz verraten ihm noch heute, wie seine Vorgänger gearbeitet haben. Mit seiner Frau und drei Kindern lebt Victor am Hardangerfjord auf gerade einmal 45 Quadratmetern. Deshalb zimmert er ein neues Familienhaus aus den Balken zweier betagter Häuser, die abgerissen werden mussten. Holz mit Historie und dank Victor auch mit Zukunft.
Maria Pile Svåsand hat ihren Job gekündigt, um das alte Bücherboot "Epos" zu retten. Schon ihre Eltern waren fast zwei Jahrzehnte lang mit dem Schiff unterwegs und brachten Bücher in entlegene Buchten und auf kleine Inseln. Seit 2022 organisiert Maria Lesungen an Bord, um das Schiff zu erhalten. An diesem Tag geht es sechs Stunden durch die Fjordwelt in ihren Heimatort Strandebarm. Dort wuchs auch Literaturnobelpreisträger Jon Fosse auf, aus einem seiner Werke wird gelesen. Viele der Besucher kennen die "Epos" noch als schwimmende Bibliothek aus ihrer Kindheit.
Die Bergensbanen ist die Zugverbindung zur Hauptstadt Oslo, vor Bergen schlängelt sie sich zwischen Fjord und Felswand entlang. Immer wieder lösen sich hier Steinbrocken oder gleich ganze Felsen. Die Geologin Trine Helle Simmenes sorgt dafür, dass sie nicht auf die Gleise stürzen. Mit ihrem Team sucht sie gefährdete Stellen, im Hubkorb des Arbeitszuges geht es ran an die Felswand. Der Klopftest zeigt Trine: locker oder fest. Nach Feierabend kümmert sie sich um ihre 50 Schafe. Den uralten Familienhof hat Trine mithilfe ihrer Ersparnisse und einem Kredit gerettet.
Wildlachs ist in Norwegen mehr als ein Fisch, er ist Kulturgut. Doch seine Bestände sind auch rund um Bergen stark zurückgegangen. Biologe Tore Wiers untersucht, welche Rolle die Lachsläuse aus den großen Zuchtfarmen dabei spielen. Dafür setzt er jungen Wildlachsen winzige Sender ein und gibt ihnen Geleitschutz: 150 Exemplare schwimmen in einer Netzreuse hinter Tores kleinem Zehn-PS-Boot her. Vier Stunden lang lotst er sie in ihrer natürlichen Wandergeschwindigkeit durch die Fjorde - mit Abstand zu den Zuchtfarmen und deren Parasiten Richtung Nordsee. Dann entlässt Tore sie in die Freiheit und hofft, dass möglichst viele von ihnen als ausgewachsene Lachse zurückkehren in die atemberaubende Natur rund um Bergen.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Adrianne Robert ist kurz davor, mit ihrem Freund zusammenzuziehen. Vor der großen Veränderung verbringt sie noch einen letzten Abend mit ihrer Mitbewohnerin in einem Club - doch dieser endet tödlich für die 29-Jährige. Ein Unbekannter ersticht sie in ihrer Wohnung, wo sie später tot aufgefunden wird. Können die Überwachungskameras des Clubs einen entscheidenden Hinweis liefern?
Der junge Adolf Hitler erlebt den Ersten Weltkrieg aktiv mit. Aus dieser Erfahrung entwickelt sich aus einem unscheinbaren Studenten ein radikaler Nationalsozialist. Er gewinnt an Einfluss und Sympathisanten, später auch die Stimmen Millionen verunsicherter Bürger. Ein Einblick in den Werdegang des jungen Adolf Hitler zum rechtsradikalen Diktator und wahnsinnigen Kriegstreiber.
Streetball · #1 · Die Kids
Ayelén wurde Basketball in die Wiege gelegt, Eliah trifft jeden Korb und Bryan kann vom Geräusch eines perfekten Treffers nicht genug bekommen. Drei junge Nürnberger, drei ganz eigene Geschichten von jungen Menschen, die Streetball lieben. Zum Auftakt zeigen sie, wer sie sind, welche Orte für sie wichtig sind und was Streetball für sie besonders macht.
Streetball · #2 · Respekt
Ausgelacht, beschimpft, nicht akzeptiert: Ayelén, Bryan, Eliah und Eda wissen, wie sich Ausgrenzung anfühlt. Doch sie haben Wege gefunden, wie sie damit umgehen und an sich glauben. Basketball gibt ihnen Selbstvertrauen und einen Ort, an dem nicht Herkunft oder Unterschiede zählen, sondern Respekt. Und genau der gehört seit den Anfängen zur Geschichte des Streetballs.
Streetball · #3 · 3x3
Streetball ist längst eine eigenständige Sportart: 3x3. Und da kann es auch mal hart zugehen. Eda misst sich mit den Jungs, Eliah spielt am liebsten mit seinem Freund Jon und Bryan verbindet Basketball mit Erinnerungen an seinen Vater. Ayelén hat auf dem Court gelernt, ihre Schüchternheit und die Angst vor dem Scheitern zu überwinden.
In Houston, Texas, der viertgrößten Stadt der USA, ging ein bewaffneter Raubüberfall mitten in einem Wohnviertel schief. Ein Mann wurde angeschossen und zum Sterben zurückgelassen. Da es mitten in der Nacht geschah, kam die Hilfe zu spät und die Täter entkamen unerkannt. Die Ermittlungen verliefen zunächst erfolglos. Erst nach vier Jahren bekam die Polizei einen wichtigen neuen Hinweis, der die Ermittlungen voranbrachte.
Die Evolution des Menschen ist geprägt von Aufbrüchen und Rückschlägen. Unsere Geschichte beginnt vor Millionen von Jahren. Sie hätte auch ganz anders ausgehen können. Als der Homo sapiens in Afrika auftaucht, ist er nicht allein: Mehrere Menschenarten teilen sich die Welt. Manche beherrschen bereits Werkzeuge und Feuer. Doch kleine Populationen, Klimawandel, Konkurrenz und Vermischungen lassen viele Linien verschwinden. Warum überlebt ausgerechnet der Homo sapiens? Ein bis heute ungelöstes Rätsel. Anhand neuester Funde und moderner Analysemethoden kommen Forscherinnen und Forscher der Antwort näher. Ihre Erkenntnisse stellen bisherige Annahmen über Zeit und Ort des Ursprungs der Menschheit infrage. Fossilien aus Marokko zeigen, dass die Wiege der Menschheit offenbar nicht allein in Ostafrika lag und dass der Homo sapiens rund 100.000 Jahre älter ist als bisher angenommen. Sedimentkerne aus uralten Seen verraten, dass frühe Populationen mehrfach knapp dem Aussterben entgingen, sich aber letztlich behaupten konnten. Entscheidend waren nicht nur bessere Jagdwaffen, sondern auch ausgeprägtes Sozialverhalten sowie die Fähigkeit, komplexe Ideen zu teilen, Netzwerke zu bilden und Wissen generationsübergreifend zu vermehren. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
130 Kilometer Küstenlinie, umsäumt von über 300 Inseln: Helsinki, die nördlichste Hauptstadt der EU, vereint Großstadtflair und maritimes Naturerlebnis.
Die berühmte Festungsinsel Suomenlinna, UNESCO-Weltkulturerbe, begeistert Touristen wie Einheimische als Naherholungsgebiet. Die kleinere Nachbarinsel Vallisaari ist dagegen erst seit 2016 öffentlich zugänglich und war bis dahin völlig der Natur überlassen. Manche Inseln sind in Privatbesitz, geschmückt mit Villen oder gehören gar Konzernen. Aber: Den Sommer im Sommerhaus am Wasser zu verbringen, ist eine tief verwurzelte finnische Tradition und nicht nur ein Privileg der Wohlhabenden.
Im Schärenmeer von Helsinki gibt es einige Inseln, die von der Stadt verwaltet werden, mit insgesamt 1600 begehrten Sommerhütten. 109 von ihnen liegen auf Satamasaari, kein fließend Wasser, nur Solarstrom. Das "einfache Glück", findet Hely Salmi, die ihre gesamte Freizeit auf der Insel verbringt. Und das nur sieben Kilometer Luftlinie von der Stadtmitte entfernt.
Satamasaari liegt auch auf der Route des letzten "Tante-Emma"-Ladenschiffs Finnlands, der "Christina". Seit 1972 ist es in Familienhand und führt alles mit, was die Bewohner auf den Inseln so brauchen: Blumenerde, frische Lebensmittel, Gas und natürlich Süßigkeiten. Doch Kapitän Enska will in den Ruhestand gehen. Die Nachfolge gestaltet sich schwierig, denn Enska stellt hohe Ansprüche. Sicherheit steht an oberster Stelle, nicht zuletzt auch, weil die halbe Familie auf dem Schiff arbeitet. Diesen Sommer fährt Mika als Kapitän auf Probe mit.
Schwitzen in schwindelerregender Höhe, das ist in der ersten und einzigen Riesenradsauna der Welt möglich. Die hölzerne Spezialgondel dreht sich bis in 40 Meter Höhe. Für Finnen rundum ein Vergnügen.
Aufs Glücklichsein verstehen sich die Finnen. Sie gelten laut jährlich erhobenem "Glücksatlas" als glücklichste Nation der Welt. Dabei hat Finnland mit über 25 Prozent die meisten allein lebenden Menschen in Europa. Wie geht das zusammen? Die Finnen tun einfach das, was ihnen Spaß macht. Etwa Daten auf See. Der Single Boaters Club, eine Facebook-Gruppe, hat viele Tausend Mitglieder. Es gibt nur zwei Bedingungen: die Liebe zum Bootfahren und den Status als Single, der sich nach einer Bootspartie im Schärenmeer vielleicht ändert. Wenn nicht, auch gut. Denn dann darf man ja weiterhin Mitglied bleiben im Single Boaters Club.
Nicht ganz legal, aber auch nicht verboten und für viele junge Leute zwingend glücksfördernd ist das sogenannte Beerfloating. Mitten im Sommer findet die Kaljakellunta statt, an der sich jedes Jahr viele Hundert Partygäste beteiligen. Das Prinzip: sich mit einem schwimmenden Untersatz und viel Bier gemeinsam den Fluss hinunter bis nach Helsinki treiben lassen.
Mein Körper. Meine Limits: Wo liegen unsere Grenzen?
45'
Der menschliche Körper ist eine "Hochleistungsmaschine" - anpassungsfähig, widerstandsfähig und erstaunlich leistungsfähig. Seit jeher versucht der Mensch an seine Limits zu gehen, Grenzen auszuloten. Um zu überleben. Um zu lernen. Oder aus purem Spaß. Manchmal scheint es so, als hätte der menschliche Körper keine Grenzen, als gäbe es nur eine Richtung: weiter und mehr.
Aber wie belastbar ist der menschliche Körper wirklich? Wo liegen seine Grenzen? Und: Was passiert, wenn wir sie überschreiten? Abenteurer und Outdoorsportler Stefan Santifaller hat in seiner Jugend die körperlichen Grenzen als Leistungssportler so sehr herausgefordert, dass er schwer krank wurde. In solchen Situationen kommt das Gehirn ins Spiel: Die körperliche Grenzerfahrung kann den Menschen auch ganz schnell an seine mentalen Limits bringen, was bei Stefan Santifaller geschehen ist und ihn zu einer Neuorientierung gezwungen hat.
Manchmal können wir die Limits aber auch gar nicht beeinflussen - wir kommen unfreiwillig an unsere Grenzen, Schicksalsschläge bremsen uns aus. Markus Rehm hat in seiner Jugend durch einen Unfall seinen Unterschenkel verloren, ist aber heute Para-Weitspringer und Weltmeister in seiner Disziplin. Er musste auf schmerzlichste Weise erfahren, wie endgültig physische Limits sein können und wie viel Energie es sowohl physisch als auch psychisch kostet, eine neue Richtung einzuschlagen, um unüberwindbare Grenzen zu umgehen.
Unsere Limits können aber auch sehr viel alltäglicher daherkommen, z.B. in Form von Schmerzen: Claudia Lemberger leidet seit vielen Jahren unter Nackenverspannungen und fühlt sich in ihrem alltäglichen Leben limitiert - sogar der Schulterblick im Auto ist für sie eine Herausforderung. Mit Neuroathletik-Coach Lars Lienhard versucht sie, ihr Gehirn "neu zu programmieren" und die Schmerzen in den Griff zu bekommen, um ein normales Leben führen zu können.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Wie Junge eine Auszeit und Ältere Anschluss suchen
Fotografieren, bezahlen, nach dem Weg fragen - das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Während ältere Menschen fürchten, den Anschluss zu verlieren, wird es immer mehr Jungen zu viel. Die Nachfrage nach digitalen Auszeiten und analogen Erlebnissen steigt. Am Schauplatz Reporterin Nicole Kampl begleitet eine Schulklasse der HLW Steyr, die fünf Tage ohne Strom, Internet und Handy in einem Offline-Camp in Bromberg in Niederösterreich verbringt.
Sie sei 12-13 Stunden am Tag am Handy, erzählt Jana. "Es ist eine Sucht", sagt ihre Freundin Lorena offen. Sie kommt auf eine tägliche Bildschirmzeit von acht Stunden und greift schon nach dem Aufwachen zum Handy, um Videos auf der Social Media Plattform TikTok zu schauen. "In der Früh habe ich dafür keine Zeit", meint Jessica. "Ich schau meistens nach der Schule, um runterzukommen." Julian hofft, durch die Auszeit selbstständiger zu werden, weil er ChatGPT nicht um Rat fragen kann. "Wenn du vom Handy eingesaugt bist, vergisst du das wirkliche Leben", erklärt Camp Leiter Jürgen Schneider. Statt am Handy werden die überwiegend 15-jährigen Schülerinnen und Schüler der 2ADD ihre Zeit nun in der Natur verbringen - mit Campen, Bogenschießen und Kochen am offenen Feuer.
Ganz anders die ältere Generation, die ohne Handy, Internet und ständiger Erreichbarkeit aufgewachsen ist. Bankgeschäfte, Videotelefonieren mit den Enkelkindern, Gruppenchats auf WhatsApp - "Ohne Smartphone ist man nicht dabei", sagt die Wienerin Irmgard W., die im Alter von 82 Jahren von ihrem Klapphandy auf ein modernes Gerät umsteigt. In Salzburg hat sich Ingrid Foller (87) schon vor zwei Jahren eines zugelegt: "Und dann bin ich alleine damit dagestanden, wie die Kuh vorm neuen Tor." Mittlerweile hat sie 116 Apps installiert und bekommt einmal im Monat Besuch von Erich Zobl, einem Freiwilligen des Diakoniewerks, der ihr mit dem Handy hilft. In Oberösterreich setzt die Gemeinde Wilhering wiederum auf ein Programm mit gratis Schulungen für alle, um die Bevölkerung im digitalen Leben zu unterstützen.
Eingebettet zwischen den Zillertaler Alpen im Westen und den Rieserferner Bergen im Osten liegt das malerische Ahrntal in Südtirol. Diese "Land der Berge"-Produktion besucht das rund 35 Kilometer lange Tal, das vor allem für seine einzigartige Berglandschaft bekannt ist. Mit über 80 Gipfeln, die die Dreitausender-Marke überschreiten, wird es oft als das "Tal der Dreitausender" bezeichnet, ein Paradies für Bergliebhaber und Wanderer gleichermaßen. Zu den bekanntesten gehören der Hochgall, der Schwarzenstein und die Dreiherrenspitze, die sowohl für erfahrene Bergsteiger als auch für Wanderer eine Herausforderung darstellen. Die Neu-Produktion führt durch die vielfältigen Facetten dieses einzigartigen Tals, beginnend mit der imposanten Burg Taufers, eine mittelalterliche Festung die seit rund 800 Jahren den Eingang zum Tauferer Ahrntal überragt. Die Reise führt weiter ins Mühlwalder Tal, vorbei am idyllischen Neves-Stausee und der markanten Pfarrkirche St. Gertraud, die auf einem Hügel thront und weithin sichtbar ist. Erkundet wird nicht nur die malerische Landschaft des Naturparks Rieserferner-Ahrn, auch die charakteristischen Bauernhöfe des Reintals, die von einer reichen Geschichte und herrlichem Blumenschmuck geprägt sind, werden durch detailreiche Bilder eingefangen. "Land der Berge" lädt ein auf eine Reise durch das Ahrntal, das reich an Geschichte, Kultur und atemberaubender Natur ist. Von imposanten Gipfeln bis zu den idyllischen Almwiesen und kristallklaren Bergseen bietet das Tal eine Fülle an unvergesslichen Erlebnissen.
"Woher kommt die Energie des Lebens?" zeigt Forschung an den Grenzen des Machbaren: Können wir das Altern verlangsamen, Schweineorgane für Transplantationen nutzbar machen oder Zellen so umprogrammieren, dass aus Hautzellen Eizellen entstehen? Was lange wie Science-Fiction klang, wird heute in Laboren erforscht und könnte die Medizin grundlegend verändern.
Lithium und Kupfer - Für Deutschland nichts zu holen in Chile
2024
43'
Die investigative Doku-Reihe deckt auf, welchen Kampf um Rohstoffe wir von Deutschland aus für Wohlstand und Arbeitsplätze führen und wie Menschen und Natur darunter leiden. Müssen wir für die Energiewende und unsere Wirtschaft unsere Prinzipien über Bord werfen? Deutschland benötigt Kupfer und Lithium für die Elektromobilität. Die IHK bemüht sich in Chile um diese Rohstoffe. Doch die Bergwerke dort können die Förderung nicht in so starkem Maße erhöhen wie die Nachfrage ist ...
Die Wirtschaftskrise und die Angst vor Kommunisten treiben die Bürger in Hitlers Arme. Der Nationalsozialist wird Kanzler. Antisemitischer Radikalismus, Terror und Krieg sind die Folge. Der Aufstieg des "Führers" bis hin zur Katastrophe des von ihm provozierten Zweiten Weltkriegs.
Eine wohlhabende Dame stirbt nach einem Treppensturz. War es ein Unfall oder Mord? Die Ermittler müssen sich auf physikalische Gegebenheiten stützen, um die Antwort herauszufinden.
Servet reist mit Silvia und Aurelio zu seinem schwerkranken Vater in die Türkei. Im Krankenhaus kommt es zum emotionalen Wiedersehen. Gleichzeitig nimmt der Wasserschaden im Feriendomizil immer größere Ausmaße an.
Archie ist in der Tierklinik kein Unbekannter: Der fünfjährige Hund verschlingt fast alles, was ihm vor die Pfoten fällt. Als er plötzlich erbricht und apathisch wirkt, spricht vieles für den nächsten verbotenen Snack. Dr. Suttie hofft, dass Archie auch diesmal um eine OP herumkommt - und tatsächlich liefert sein Häufchen am nächsten Morgen die überraschende Antwort. Kater Bruce Lee sorgt derweil mit einer hartnäckig verstopften Nase für Rätsel. Und bei Mini-Pony Zelda entpuppt sich eine beunruhigende Beule am Kopf als erstaunlich harmlos: In einer Zahnlücke hat sich eine ordentliche Portion Gras festgesetzt.
Kurz nach Schichtbeginn rückt das Team der Wachabteilung 2 in Ingolstadt zu einem gemeldeten Kellerbrand aus. Vor Ort sind zwar keine Flammen zu sehen, dafür aber jede Menge Rauch. Die Ursache gibt zunächst Rätsel auf. Doch zum Glück ist unter den Feuerwehrleuten auch ein gelernter Heizungstechniker, der schließlich die Lösung findet. In dieser Folge steht außerdem eine Objektbegehung an. Der riesige Holzdachstuhl des Liebfrauenmünsters bietet jede Menge brennbares Material - und ist schwer zugänglich. Dort muss man sich auskennen, um im Ernstfall schnell handeln zu können.
Walter versucht, Doris fürs Angeln zu begeistern. Doch sie findet keinen Gefallen an seinem Lieblingshobby und ihre Tochter Marlies muss am Ende zwischen den beiden vermitteln. Leo und Klaus wollen währenddessen den Wiener Opernball aufmischen und probieren schon mal den passenden Frack an.
Beim Familien-Barbecue schnappt sich Labrador-Hündin Nita eine gefährliche Beilage: ein großes Stück Maiskolben. Der kann im Darm einen lebensgefährlichen Verschluss verursachen. Aus diesem Grund muss Dr. G den sperrigen Leckerbissen aus ihrem Magen fischen - doch er sitzt ziemlich fest. Katze Cataleya setzt inzwischen auf Nahrungsergänzung in riesigen Mengen und verdrückt auf einen Schlag 59 Vitamin-Snacks. Dr. Suttie muss klären, ob die Überdosis gefährlich wird. Und Stute Piper gibt mit Problemen beim Training Rätsel auf. Eine mobile Endoskopie bringt schließlich ans Licht, was ihr zu schaffen macht.
Vor rund 70.000 Jahren beginnt sich das Klima in Afrika zu wandeln. Ein Prozess, der dem Homo sapiens neue Lebensräume eröffnet. Er wagt sich über die Grenzen des Kontinents hinaus. In nur wenigen Jahrtausenden verbreitet er sich über den gesamten Globus. Auf seinem Weg passt er sich selbst extremen Lebensräumen an, etwa den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Funde auf der indonesischen Insel Flores zeigen jedoch, dass er nicht allein war. 2003 machen Archäologen eine erstaunliche Entdeckung. In einer Höhle auf der indonesischen Insel Flores finden sie das nur etwa einen Meter große, 60.000 Jahre alte Skelett eines erwachsenen Mannes. Die winzige Menschenart wird nach ihrem Fundort "Homo floresiensis" benannt. Niemand weiß genau, wie diese Menschen auf die Insel kamen, warum sie so klein waren und mit welcher Menschenart sie am engsten verwandt sind. Ob sich Homo floresiensis und Homo sapiens je begegnet sind, ist unbekannt. Doch während es vom Homo floresiensis außerhalb seiner Heimatinsel keine Spuren gibt, hinterlässt der moderne Mensch seinen Fußabdruck auf dem gesamten Planeten. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Zara McDermott trifft Frauen, die in Angst leben, weil sie von Stalkern verfolgt werden. Zara begleitet Laura, die jahrelang unerbittliche Quälereien durch einen Ex-Partner erdulden musste, der einfach nicht loslassen will, und Liv, deren Leben von einem anonymen Cyberstalker zerrissen wurde, der sie seit über sechs Jahren belästigt. Beide Frauen versuchen, ihren Alltag zu meistern und kämpfen darum, dass man ihnen glaubt und sie schützt.
Mit Anna Ewelina, Angela Widerhut, Ilena Gwisdalla, Shirin Lotze, Jochen Paletcheck
Architektur als Versprechen - Jorge Lobos und Nina Jensen bauen gegen Hitze, Trockenheit und soziale Ungleichheit. Die Architekt:innen Jorge Lobos und Nina Jensen setzen sich mit ihrer Arbeit für eine gerechte Gesellschaft ein. Im Norden Chiles entwickeln sie gemeinsam Projekte, die das Leben der Menschen verbessern - besonders dort, wo Wasser knapp und Armut groß ist.
Marienerscheinungen sind für die einen Hoffnungszeichen, für die anderen Aberglaube. Dominic begibt sich mit seinen Töchtern auf den Road Trip nach Frankreich. In Lourdes landen sie nach dem Besuch einiger der zahlreichen Souvenirläden in einer langen Warteschlange vor der Grotte. In Medzugorje in Bosnien-Herzegowina soll Maria Seherinnen und Sehern jeden Tag erscheinen. In den sozialen Medien teilen die Pilgernden ihre Erfahrungsberichte. Rund 70.000 Menschen wie die Studentin Lea kommen aus der ganzen Welt zum Jugendfestival. Was motiviert die Gläubigen und werden ihre Erwartungen an den Wallfahrtsorten erfüllt?
Eine Frau gönnt sich ein Bad in ihrem Whirlpool, kurze Zeit später ist sie tot. Die Ermittlungen nehmen zehn Jahre in Anspruch und decken düstere Geheimnisse auf.
Vier Menschen, vier Schicksalsschläge. Der Verlust von Gliedmaßen oder Körperteilen hat nicht nur ihre körperliche Beweglichkeit eingeschränkt, sondern auch ihr Selbstwertgefühl auf eine harte Probe gestellt. Können Hightech-Prothesen da helfen? Der Film begleitet die Betroffenen und zeigt, wie moderne Technik ihr Leben und ihre Psyche verändert.
Blytheville Air Force Base: Im Kalten Krieg standen hier US-Atomstreitkräfte rund um die Uhr für den Ernstfall bereit. Die antike Khmer-Stadt Koh Ker in Kambodscha wurde durch einen skrupellosen Kunsthändler aus den USA geplündert. Außerdem: das Kraftwerk von Tonypandy, berüchtigt für Churchills dortige Auseinandersetzung mit den walisischen Bergarbeitern. Und die Festung La Ferté an der Maginot-Linie, wo die Franzosen im Zweiten Weltkrieg verzweifelt gegen die deutschen Angreifer kämpften.
Zeit eines ganzen Lebens machte Adolf Hitler stets einen vor Kraft strotzenden Eindruck. Doch das war anscheinend nur reine Fassade. Aufzeichnungen zeigen einen der grausamsten und mächtigsten Diktatoren als einen gebrochenen Mann. Hitler war angeblich abhängig von Drogen und Medikamenten, süchtig nach Morphium. Die Dokumentation untersucht alte Röntgenaufnahmen und sichtet Hitlers Krankenakte.
Der Film begleitet den Historiker Maximilian Kutzner bei seiner Suche nach verborgenen Kapiteln deutscher Geschichte. In Osthessen entwickelt er neue Formen der Erinnerungskultur und macht historische Orte für heutige Generationen zugänglich. Auf dem sogenannten "Iron Curtain Trail" fährt er an der ehemaligen inner-deutschen Grenze entlang, spricht mit Zeitzeugen und sucht nach neuen Perspektiven auf die deutsche Teilung. Zugleich arbeitet er an der Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit In den Kali-Stollen der Region - ein Kapitel, das bis heute kaum bekannt ist.
"Make it" begleitet seinen Einsatz für Aufklärung und zeigt, warum die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch heute wichtig ist und wichtig bleibt.
Im Nordwesten Bayerns brennt es lichterloh. Das Feuer wütet heftig. Ein Teil des Einfamilienhauses in Aschaffenburg ist bereits eingestürzt. Trotzdem versuchen sich die Einsatzkräfte Zugang zu dem Gebäude zu verschaffen, denn darin halten sich möglicherweise noch Personen auf. Im brandenburgischen Fürstenwalde eilen die Retter am frühen Morgen zu einer Unfallstelle. Dort ist ein Kleintransporter von der Straße abgekommen und im Graben gelandet. Und in Chemnitz sollen Feuerwehrleute einen Brand in einer Gartenlaube löschen. Hier droht Gefahr durch Asbest.
Halbzeit für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Wie groß ist der Rückhalt im Land, bröckelt seine Macht? ARD-Korrespondentin Gudrun Engel bereist die USA: Sie fährt an Orte, an denen die Folgen von Trumps Regierungszeit besonders spürbar sind. Wie Minneapolis, die Stadt in der ICE Beamte zwei Menschen erschossen. Ein Wendepunkt für viele. Die Wirtschaftliche Lage ist auch so ein Mega-Thema: Besonders Landwirte leiden, wie Shay Myers aus Idaho, der um seine Existenz fürchtet. Und die Demokratie? Justin Pearson kämpft für die Rechte der Menschen in seinem Wahlkreis in Memphis, auch wenn deren Stimmen durch neue Wahlkreiszuschnitte kaum mehr ins Gewicht fallen werden.
Klaus und Leo haben ihren alten Toilettendeckel satt. Ein neuer Deckel im Südsee-Look soll her - und den wollen die beiden Freunde selbst montieren. Julia hat sich unterdessen mit Rudi verabredet. Sie freut sich, ihn zu sehen, muss ihm jedoch ein trauriges Geständnis machen. Gemeindebau-Sänger Otto versucht weiter, im Biker-Club aufgenommen zu werden. Sein frisch tätowiertes Hinterteil scheint die Hardrocker jedenfalls nicht besonders zu beeindrucken.
- Ein Zimmer, kein Fenster: 1.500 Euro
Teurer leben in New York
- Hart, härter, Trump
Amerikas umstrittene Abschiebungen
- Wenn der Arztbesuch arm macht
Amerikas krankes Gesundheitssystem
Vor rund 40.000 Jahren leben mehrere Menschenarten auf der Welt: in Asien der Denisova-Mensch, in Europa der Neandertaler, und der Homo Sapiens hat sich bis nach Australien ausgebreitet. Neue Forschungen zeigen, dass das Bild vom primitiven Neandertaler überholt ist: Er nutzte Pigmente für Höhlenmalereien und fertigte Schmuck aus Federn und Vogelkrallen. Als der Homo sapiens aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa einwanderte, lebte er eine Zeit lang Seite an Seite mit dem Neandertaler. Zahlreiche Funde zeigen, dass es dabei auch zu engen Kontakten kam. In Südfrankreich wurde ein und dieselbe Höhle abwechselnd von Neandertaler und Homo sapiens genutzt. Im Laufe der Zeit vermischten sich die Arten. So weisen einzelne Knochenfunde aus Rumänien Merkmale der beiden menschlichen Spezies auf. Zu einer Vermischung der Arten kam es auch in Asien zwischen dem dort heimischen Denisova-Menschen und dem Homo sapiens. Überlebt hat letztlich jedoch nur die Spezies des Homo sapiens. Genanalysen von Knochenfunden zeigen, dass es in den kleinen, isoliert lebenden Populationen der Neandertaler zu Inzucht und damit zu einem geringen Gen-Austausch kam. Ein entscheidender Nachteil für ihr langfristiges Überleben. Doch ganz verschwunden sind die Verwandten des Homo sapiens nicht: Bis heute sind im Erbgut von Europäern bis zu zwei Prozent Neandertaler-DNA nachzuweisen. Vor 300.000 Jahren bevölkerten verschiedene Menschenarten die Erde. Warum sind heute nur noch wir, die Spezies Homo sapiens, übrig? Neue Entdeckungen zeigen, dass unsere Geschichte voller Überraschungen steckt.
Die Leiche einer jungen Frau wird in einer Lagune in Südflorida gefunden, wobei ihre Gliedmaßen mit Seilen zusammengebunden sind. Die Ermittler:innen decken eine geheime Liebesaffäre auf und nutzen moderne Techniken wie die DNA-Analyse von Haustieren und ein Verfahren namens De-Gloving, um den Mord aufzuklären. Durch diese Methoden gelingt es ihnen, den Fall zu lösen und den Täter zu identifizieren.
Mit Ann Vielhaben, Louiz El-Hosri, Alexander Gier, Jan Andreesen, Patrick Giese, Alexander Hauff, Dirk Talaga, Michael Schwager, Marco Wittorf, Maria Burghardt, Oliver Nitsche, Lars Cording, Judith von Radetzky, Tim Gössler, Mathias Kopetzki, Stephan Baumecker, Peter Reinhardt, Regina Gisbertz
Wenn Kerstin und Frank Langer aus Vacha gemeinsam über die Werrabrücke gehen, ist das noch immer nicht normal. 40 Jahre lang war diese mittelalterliche Steinbogenbrücke gesperrt. Bis 1989 weiß keiner der Beiden vom Anderen. Von 1949 bis 1990 verläuft genau hier die Staatsgrenze, die Deutschland teilt. Niemand darf die nur 225 Meter lange Brücke überqueren. Doch auch Minenfelder und Selbstschussanlagen können seit Gründung der DDR mehr als 40.000 Menschen nicht aufhalten. Mehr als 1.000 Menschen sterben beim Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze.
Bei Lars Schneider und Jörg Pabst nimmt die Flucht unweit der Werrabrücke einen unerwarteten Lauf. Am 18. Juni 1988 setzen sie alles auf eine Karte und durchbrechen mit einem Lkw den Grenzzaun. Dass sie dieses waghalsige Manöver überleben ist großes Glück. Nach Aussagen eines früheren Grenzsoldaten ist der Lkw im Dunkeln mit einem NVA Fahrzeug verwechselt worden. Im Westen findet nur Jörg eine Zukunft und arbeitet sich zum Bahnmanager hoch. Lars hingegen beschleicht ein unerwartetes Gefühl. Er bekommt Heimweh. Nach zwei Monaten kehrt er an genau an der Stelle zurück, an der er zuvor geflüchtet war. Damit ist seine Odyssee aber noch lange nicht beendet. Erst nach wochenlangen Verhören bei der Stasi und einer Einweisung in ein Erziehungsheim darf er zurück nach Dorndorf.
Zwischen Kerstin und Frank hätte es wahrscheinlich wesentlich eher gefunkt, hätte die Werrabrücke damals ihren eigentlichen Zweck erfüllt. Zwei Jahre nachdem sie sich kennenlernten läuten die Hochzeitsglocken. Heute wohnen und arbeiten sie einen Steinwurf von der Werrabrücke entfernt. Für sie ist es ein schicksalhafter Ort.
Im 14. Jahrhundert wird mit dem Bau begonnen, um Philipsthal in Hessen und Vacha im heutigen Thüringen miteinander zu verbinden. Glaubt man mysteriösen Sagen, wurde hier als Opfergabe ein Baby eingemauert. Ein Philipsthaler Heimatforscher hat bei Bauarbeiten selbst nach ihm gegraben. Fündig wurde er nicht.
Belegt hingegen ist, dass mitten durch das Hoßfeldsche Haus direkt neben der Brücke, bis 1990 die Staatsgrenze verläuft. Hinter einer dünnen Ziegelwand beginnt plötzlich eine andere Welt. So nah wie hier, ist der DDR damals kein anderer Westdeutscher.
Bis am 11. November 1989 plötzlich Planierraupen anrücken. Auf hessischer Seite läuft eine Videokamera. Es entsteht ein einzigartiges Zeitdokument, das weltweit für Furore sorgt: Wenn Grenzsoldaten die Mauer auf der Werratalbrücke einreißen, ist das 30 Jahre später noch immer ein Gänsehautmoment. Die Aufnahmen zeigen auch den stimmungsvollen Marsch des Vächer Kirmesvereins über die Brücke der Einheit.
Ein dreckverschmierter Oberkörper kämpft sich aus einer stickigen Schwitzhütte. Eine kräftige Hand streicht über eine haarige Brust. Fünfzehn Männer stehen in einem eiskalten Bach und hadern mit der Frage: Wie werde ich ein guter Mann?
Männercamps - Wie werde ich ein guter Mann? begleitet drei Männer auf ihrer Suche nach einer für sie passenden Männlichkeit - im Alltag und in verschiedenen Männerseminaren.
Überall in Deutschland gibt es solche Workshops - von progressiv bis konservativ, von zärtlich bis archaisch. Hinter Gruppenritualen, Atemübungen und intimen Gesprächen steht die Frage: Muss sich Männlichkeit verändern? Wenn ja, wie?
Jürgen (63) ist frisch pensionierter Kriminalhauptkommisar mit ausgeprägten Muskeln und warmem Blick. Im Job ging es um Härte und Disziplin, in Beziehungen will er eigentlich jemand anderes sein, aber: "Du musst dich optimieren, mehr Geld verdienen, noch mehr Status haben, weil du dann vielleicht geliebt wirst", sagt er. Jetzt will er seinen emotionalen "Panzer" ablegen, den er unter anderem für seine letzte Trennung verantwortlich macht. Er meldet sich zum Seminar Männerpuls an.
Ramon (38) arbeitet als Maschinenanlagenführer im Schichtdienst. Zuhause übernimmt bisher vor allem seine Frau die Verantwortung für die zwei Söhnen. Sowohl im Job als auch in der Familie wünscht sich Ramon mehr Stärke, mehr Führung, mehr Selbstbewusstsein und fährt zum Wochenendseminar Der Mann, der du sein willst. "Ich weiß jetzt schon, dass es hart sein wird, also verdammt hart und dass es so richtig an die Schmerzgrenze gehen wird."
Ob im Fußballverein oder beim Gleitschirmfliegen: "Ich kenne kaum Männer, die liebevoll zueinander sind", sagt Matthias. Der 26-Jährige arbeitet als Landschaftsgärtner. In seinem Umfeld hat er oft einen harten Umgang unter Männern erlebt und sich immer mehr zurückgezogen. Das soll sich ändern - er meldet sich in einem dritten Männer-Workshop Mann sein neu entdecken an. "Ich wünsche mir, dass das Seminar ein bisschen in die Richtung geht, dass jeder Mann einfach so akzeptiert wird, wie er ist."
Palermos gigantisches Villenprojekt Pizzo Sella wurde zum Sinnbild der Macht der Mafia auf Sizilien. Doch der "Hügel der Schande" ist nur einer von vier düsteren Orten der Geschichte. Außerdem: die Horroranstalt Pennhurst in Pennsylvania, ein irisches Herrenhaus als Schauplatz einer brutalen IRA-Entführung und die estnische Insel Hiiumaa, strategisch wichtig und umkämpft von Wehrmacht und Roter Armee.