Dieser Film erzählt eine bislang kaum bekannte Geschichte über die Seeotter an Kaliforniens Küste. Vertraut sind sie als entspannte Meeresbewohner, geschickte Unterwasserjäger, die Weibchen als liebevolle Mütter. Dass die Tiere aber auch zur letzten Hoffnung für einen einzigartigen Lebensraum geworden sind und damit sogar einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, das wissen nur wenige.
Ein Film von Claudia Schmitt und Hendrik S. Schmitt
Unter einem "strengen Winter" verstand man vor hundert Jahren noch etwas anderes als heute. Eisige Kälte und Schnee hatten Wien fest im Griff, die Schneeräumung hielt sich vor der Motorisierung in Grenzen, und an der auch noch unregulierten Donau bildeten sich gefährliche Eisstöße, die die Brücken bedrohten. Viele Menschen vor allem aus den niedrigen Schichten waren für Wetterkapriolen auch nicht hinreichend bekleidet. Diese Erbe Österreich Neuproduktion zeigt anhand alter Aufnahmen, was die weiße, kalte Kaiserstadt für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutete. Die kalte Jahreszeit brachte auch Freuden mit sich: im Wienerwald fanden Rodelpartien statt und auch die ersten Skifahrer machten die Hügel unsicher.
Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zeigt Das Erste ein "ARD extra" um 2015 Uhr. Im Mittelpunkt stehen Jüdinnen und Juden und ihr Umgang mit zunehmendem Antisemitismus. Dazu wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Interview erwartet.
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Über eine Million Menschen, vor allem Jüdinnen und Juden, wurden dort ermordet. Auschwitz ist bis heute das Symbol des Holocaust. 81 Jahre nach der Befreiung nimmt Antisemitismus in Deutschland wieder drastisch zu: Die Meldestelle RIAS registrierte 2024 im Schnitt fast 24 antisemitische Vorfälle pro Tag - nahezu doppelt so viele wie im Vorjahr.
Wie erleben Jüdinnen und Juden ihr Leben heute in Deutschland? Welche Rolle spielen Angst und der Gedanke an Auswanderung?
Die Befreiung der Konzentrationslager 1945 markierte für viele Überlebende nicht das Ende ihres Albtraums, sondern den Beginn neuer Ungewissheit. Zehntausende, vor allem jüdische, Häftlinge fanden weder in ihre zerstörten Heimatregionen zurück, noch wurden sie unmittelbar von anderen Staaten aufgenommen. In provisorischen Lagern für "Displaced Persons", häufig auf dem Gelände ehemaliger NS-Lager, verbrachten sie Monate oder Jahre im Wartestand. Ihre Berichte zeigen: Zwischen Trauma, Perspektivlosigkeit und neu erwachtem Lebenswillen entstand eine eigene, von Improvisation geprägte Welt.
Sie spülen, springen und schleifen die Krallen. Die Allestester sind wieder in ihrem Element. Steffi und Roland geraten mit einer ungewöhnlichen Luftmatratze in Seenot, während Ingrid und Otto an einer außergewöhnlichen Pfanne verzweifeln. Hubert und Matthias kommen beim Test eines skurrilen unsichtbaren Stuhls in Schwierigkeiten, was sie aber nicht davon abhält, beim Test eines neuartigen Kinderklassiker-Spielzeuges aufs Ganze zu gehen.
Der 55-jährige Robert lebt in der Forstfeldsiedlung zusammen mit seinen Kaninchen. Damit es ihnen gut geht, hat er für sie sein Schlafzimmer geräumt und schläft auf der Couch. Da ihn Rückschmerzen plagen, träumt er nun von einem neuen Bett.
Der Pickup-Truck eines Ehepaars wird in einem See gefunden. Die Ehefrau kann nur tot geborgen werden. Zunächst deutet alles auf einen schrecklichen Unfall hin, bis die Ermittler herausfinden, dass es in der Beziehung der beiden erhebliche Probleme gab.
Verbotene Liebe - Queere Überlebende der NS-Diktatur
D 2026
45'
Verfolgt, gebrochen, vergessen? Drei queere Menschen beweisen im NS-Regime Entschlossenheit und großen Mut. Jannik Schümann, Julia Monro und Kerstin Thost suchen nach ihren Spuren. Ein schwuler KZ-Häftling, der überlebte und NS-Belastete zur Rechenschaft zog. Eine Transfrau, die den gewalttätigen Vater erschlug. Eine Rebellin, die für ihre jüdischen Freundinnen alles riskierte. Sie alle stehen im Licht dieser Dokumentation. "Verdorben. Krank. Asozial." So brandmarkten die Nationalsozialisten queere Menschen. Schwule Männer wurden nach dem verschärften Paragrafen 175 zu Zehntausenden verurteilt, etwa 15.000 in Konzentrationslager verschleppt. Transpersonen verfolgte man als "geisteskrank", lesbische Frauen als "asozial". Für den Film begeben sich Jannik Schümann, Julia Monro und Kerstin Thost erneut auf Spurensuche - und stoßen auf drei außergewöhnliche Lebensgeschichten. Biografien, die von Verfolgung und Erniedrigung, aber auch von Mut, Widerstand und unbändigem Überlebenswillen gezeichnet sind. Die Historikerin Dr. Anna Hájková, Pionierin der queeren Holocaust-Forschung, ordnet die Schicksale historisch ein. Jannik Schümann taucht ein in das Leben von Kurt Brüssow. Der Schauspieler wurde wegen seiner Homosexualität denunziert, dreimal nach Paragraf 175 verurteilt und 1941 ins KZ Auschwitz deportiert. Dort kastrierte ihn ein SS-Arzt zwangsweise. Brüssow überlebte die Hölle nur knapp. Nach dem Krieg wurde aus dem Opfer ein Ankläger: Bei den Münchner Spruchkammern konfrontierte er NS-Täter. Eine Entschädigung als NS-Opfer blieb ihm in der Bundesrepublik jedoch verwehrt, denn seine sexuelle Orientierung galt auch nach 1945 als Verbrechen. Kerstin Thost erforscht im Würzburger Staatsarchiv die Gestapo-Akten von Ilse Totzke. Die Musikerin trug gerne Anzug und Krawatte, verweigerte den Hitlergruß und hielt die Nürnberger Rassengesetze für Unrecht. Trotz Verfolgung durch die Gestapo hielt sie an ihren jüdischen Freundinnen fest - und half ihnen bei der Flucht in die Schweiz. Nach einem missglückten Fluchtversuch wurde sie 1943 ins KZ Ravensbrück deportiert. Nur mit knapper Not überlebte sie. 1995 ehrte die Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" sie als "Gerechte unter den Völkern". Julia Monro erkundet das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf - und taucht ein in das Leben einer außergewöhnlichen Frau. Charlotte von Mahlsdorf sah sich immer als Frau und war fasziniert von der Berliner Gründerzeit. Ihre Identität lebte sie mit Beharrlichkeit. Als Jugendliche erschlug sie ihren gewalttätigen Nazi-Vater, der die Familie mit der Waffe bedrohte. Nach 1945 wurde sie zur Berliner Ikone: Ihr Gründerzeitmuseum bot queeren Menschen in der DDR einen Schutzraum. Durch ihre Autobiografie "Ich bin meine eigene Frau", verfilmt von Regisseur und queerer Ikone Rosa von Praunheim, wurde sie deutschlandweit bekannt. Drei Schicksale, die zeigen: Selbst unter brutalster Verfolgung bewahrten queere Menschen ihre Identität - und leisteten sogar Widerstand. Gegen ein Regime, das sie auslöschen wollte.
Sandstrand vor der Tür, abenteuerlicher Regenwald, überraschende Leckerbissen und über allem Salsa: Das ist Puerto Rico. Salsa hat auf der Karibikinsel das ganze Jahr Saison, der Rhythmus ist so etwas wie die Nationalhymne des Landes. Kaum zu glauben, aber auch das sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Im sogenannten Außengebiet der USA leben seine knapp drei Millionen Menschen auf der kleinsten Insel der Großen Antillen.
Seit Jahrhunderten faszinieren antike Monumente und mysteriöse Markierungen, die nur aus der Luft sichtbar sind, Forschende weltweit. Was steckt hinter diesen mystischen Orten?
Am Anfang war der Knall. Aus dem Nichts entstand unser Universum. Aber was passierte direkt nach dem Big Bang? Weltraumexperte Ulrich Walter erklärt, wie sich das Universum aufblähte und welche Prozesse bis heute noch im Gange sind. Außerdem beschäftigt ihn die Frage, ob sich unser Universum bis in alle Ewigkeit ausdehnen wird. Der Astronaut erklärt die Phänomene, die unser Kosmos birgt: Was sind dunkle Energie und dunkle Materie? Gibt es wirklich parallele Universen?
Mit Sputnik 1 umkreiste im Jahr 1957 zum ersten Mal ein von Menschen gebautes Objekt die Erde. Die piepsend ihre Bahn ziehende Metallkugel markiert den Aufbruch der Menschheit ins All. Noch vor 100 Jahren war Raumfahrt reine Utopie, heute gehört der Erdorbit längst zur wirtschaftlichen Infrastruktur unseres Planeten. Dabei hat die Kommerzialisierung die Raumfahrt in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Die Privatisierung des erdnahen Raums schreitet immer weiter voran.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Als Ernst Michel (22) erstmals die Pressetribüne im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes betritt, hält er die Nähe zu den Angeklagten kaum aus. Keine zehn Meter sitzt er, der Auschwitz-Überlebende, von Göring und den anderen, entfernt.
Als die polnische Zeugin Seweryna Smaglewska (29) zum ersten Mal das Nürnberger Grand-Hotel betritt, in dem sie für die Dauer ihres Aufenthalts untergebracht ist, kann sie nicht begreifen, wieso die Richter und Staatsanwälte des Nürnberger Prozesses in der Nacht zuvor einen rauschenden Ball gefeiert haben.
"Nürnberg" erzählt den wichtigsten Prozess des Jahrhunderts aus der Perspektive dieser beiden jungen Menschen und spiegelt die Hoffnungen und Ängste, die innere Zerrissenheit zweier Menschen wider, die noch ein halbes Jahr zuvor der Todesmaschinerie der Nazis im KZ Auschwitz ausgeliefert waren.
Mit Jonathan Berlin, Katharina Stark, Francis Fulton Smith, Wotan Wilke Möhring, Rony Herman, Max Schimmelpfennig, Franz Dinda, Hendrik Heutmann
Steigende Preise, hohe Mieten, Personalmangel - und Gäste, die immer genauer rechnen: Die Gastronomie in Berlin und Brandenburg steht unter massivem Druck. Während Fastfood und Take-away boomen, kämpfen Inhaber von klassischen Restaurants, Kneipen und Gasthöfen ums Überleben. Was bedeutet dieser Wandel für Esskultur, Nachbarschaft und regionale Identität?
Die Reportage blickt auf mutige Erfolgsgeschichten, boomende Nachbarkneipen wie den "Tresentreff" in Wilmersdorf und erzählt vom harten Kampf von Traditionshäusern wie dem "Hotel Fliegerheim" in Borkheide und dem leisen Verschwinden jahrhundertealter Gasthöfe in Brandenburg. Sie zeigt, warum einige Konzepte derzeit noch funktionieren - und andere trotz großer Anstrengungen scheitern.
Am Ende steht eine zentrale Frage: Welche Zukunft hat die Branche - und was muss sich ändern.
Keine Erfindung hat das Leben in diesem Jahrhundert so verändert wie das Smartphone. Sie sind ein ständiger Begleiter, immer griffbereit, doch machen sie uns wirklich zu "Zombies"? Mehr als 90 Prozent der Österreicher:innen besitzen ein Smartphone. Die Frage, wann Kinder ein Smartphone bekommen sollen, spaltet die Gesellschaft. Wozu eine exzessive Nutzung bei Kindern und Jugendlichen führen kann, ist längst bekannt. Doch auch bei Erwachsenen kann das Handy zum Problem werden ...
Die ISS rast mit 18.000 Meilen pro Stunde um die Erde, in der feindlichsten Umgebung, die Menschen kennen. Ein Fehler kann tödlich sein. Die Serie zeigt die gefährlichsten Momente auf der Internationalen Raumstation. Internationale Astronauten und Missionskontrolleure berichten von Gaslecks, Meteoriten, Docking-Desastern und riskanten Außenbordeinsätzen. Geschichten von Leben und Tod in 400 km Höhe und den Lösungen, die immer wieder Leben retten.
Faltenrock
Für zwei der WG-Mädchen ist heute Praktikumstag im Altersheim. Doch der angekündigte "Faltenrock" erweist sich nicht als biederes Kleidungsstück, sondern als coole Aktion mit den Senioren.
Tierärztin auf Probe
Ein Pferd beim Zahnarzt, das haben die wenigstens bisher gesehen. Zwei der Mädels der Wien-WG dürfen heute sogar mithelfen, kranke Tiere zu versorgen. Beim Praktikum in der Tierklinik.
Nach Jahren eines einigermaßen stabilen Lebens in den Lagern für "Displaced Persons" (DPs) blieb das Schicksal der jüdischen Holocaust-Überlebenden abhängig von internationalen Entscheidungen, die auf sich warten ließen. Die Hoffnung schwand, die Blicke richteten sich nach Palästina - und die Zahl heimlicher Abreisen stieg. 1948 öffneten sich schließlich die Tore zur Freiheit.
Warum wurden Schwule, Lesben und Transpersonen im Nationalsozialismus verfolgt? Die Dokumentation zeigt, wie die Nazis Strafen verschärften und queere Menschen terrorisierten. Drei ergreifende Schicksale zeigen, wie Homosexuelle in der NS-Zeit unterdrückt wurden, aber auch, wie sie lebten und überlebten. Ihren Geschichten gehen der Schauspieler Jannik Schümann und die Aktivistinnen Kerstin Thost und Julia Monro nach. Sexuelle Minderheiten wurden von den Nazis unterdrückt, eingesperrt und ermordet. Der Paragraf 175 kriminalisierte in der NS-Zeit homosexuelle Männer - doch die Nazis diskriminierten auch Lesben und Transpersonen. Sie sollten aus der Volksgemeinschaft ausgeschlossen werden. Mehr als 50.000 queere Menschen wurden nachweislich verfolgt. Die Dokumentation beleuchtet drei ergreifende Schicksale im Kontext des NS-Terrors: Elli Smula wurde als lesbische Frau verfolgt, Liddy Bacroff als "Transvestit" von den Behörden schikaniert und Rudolf Brazda wegen seiner Homosexualität im KZ Buchenwald inhaftiert. Um ihre Geschichten zu erzählen, gehen der Schauspieler Jannik Schümann und die Aktivistinnen Julia Monro und Kerstin Thost auf Spurensuche in Archiven und sprechen mit Historikerinnen und Historikern. Sie erfahren, wie manche es trotz widrigster Umstände schafften, ihre Identität auszuleben und sich als queerer Mensch in der NS-Zeit zu behaupten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten endete die liberale Ära der 1920er-Jahre abrupt. Die "Seuche der homosexuellen Liebe" sollte laut Naziideologie ausgerottet werden. SS-Chef Heinrich Himmler gründete die "Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung" und erklärte Homosexuelle zu Staatsfeinden. Schon ab 1934 wurden nahezu alle Treffpunkte für queere Menschen durch die Nationalsozialisten zerstört. Razzien und Verhöre mit Folter gehörten zum Repertoire der Verfolger. Neben Polizei und Gestapo beteiligten sich auch Juristen und Mediziner an der Verfolgung sexueller Minderheiten. Die Akten zeigen: Etwa 50.000 homosexuelle Männer wurden zwischen 1933 und 1945 wegen Verstößen gegen Paragraf 175 verurteilt. Ihr Weg führte nicht nur in die Zuchthäuser, sondern oft auch in die Konzentrationslager. Die Verfolgung von Lesben und Transpersonen ist schwieriger nachzuzeichnen, da die Strafverfolgung in der NS-Justiz für sie keine eigene Kategorie vorsah. Doch auch für sie fand das Regime eigene Methoden der Verfolgung. Mit dem Ende des Nationalsozialismus blieb das Unrecht, das man homosexuellen Menschen und Transpersonen angetan hatte, lange ungesühnt. Denn sie blieben auch nach 1945 gesellschaftlich unerwünscht. Erst 2023 wurde ihnen im Bundestag offiziell gedacht. Eine Entschädigung haben die meisten für das erlittene Unrecht nie erhalten.
Im Sommer warnen viele Hautärzt:innen vor Sonnenbränden und steigenden Hautkrebsraten. Gleichzeitig weisen Forschende auch auf die Gefahr durch Sonnenmangel hin, der das Risiko für alle anderen Krebsarten und Herzkreislauferkrankungen erhöhen soll. Wie passt das zusammen? "ARD Wissen"-Reporterin Lena Ganschow auf Spurensuche: Fürchtet man die Sonne zu sehr?
Wolfgang Kauffmann ist erst 9 Jahre alt, als seine Familie in Berlin-Buch überraschend Besuch bekommt. Die Gäste, die da im August 1962 vor der Tür stehen sind seine Tante Rosemarie aus dem Harzer Städtchen Thale mit ihrem Mann, Gerhard Thiele. Er erinnert sich: "Mein Bruder und ich wurden recht schnell aus dem Zimmer geschickt. Warum, wussten wir nicht."
Was Dr. Wolfgang Kauffmann erst Jahre später erfährt: Sein Onkel, Gerhard Thiele, ist ein gesuchter Nazi-Verbrecher. Gerhard Thiele gilt als der Hauptverantwortliche für das Massaker von Gardelegen - eines der schwersten NS-Verbrechen wenige Tage vor Ende des 2. Weltkriegs. 1016 KZ-Häftlinge werden damals in eine Scheune bei Gardelegen getrieben. Die Scheune wird in Brand gesteckt, wer fliehen will, erschossen.
In der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen wird jetzt nach langem Ringen am 6. April 2020 ein neues Dokumentationszentrum eröffnet - und an das Massaker von Gardelegen mit erschreckenden Original-Aufnahmen erinnert.
Doch der Hauptverantwortliche, Gerhard Thiele, ist nie zur Verantwortung gezogen worden. 1962, als er bei den Kauffmanns zu Besuch ist und in aller Seelenruhe Kaffee trinkt, gilt sein Aufenthaltsort offiziell als unbekannt! Erst nach der deutschen Wiedervereinigung ergeht ein Haftbefehl wegen Mordes gegen Gerhard Thiele. Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt führt die Ermittlungen. 1997 kann Gerhard Thiele endlich aufgespürt werden. Doch da ist es bereits zu spät. Thiele hat jahrzehntelang unter falschem Namen in Düsseldorf gelebt und ist 1994 als unbehelligter Bürger gestorben.
Erst heute, nach seiner Pensionierung, findet Dr. Wolfgang Kauffmann Zeit, um sich mit diesem dunklen Kapitel seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Er begibt sich nach Gardelegen und trifft dort einen Mann, der sich mit dem Massaker von Gardelegen intensiv beschäftigt hat - den ehemaligen NVA-Offizier Torsten Haarseim.
Bis heute lastet dieses Verbrechen schwer auf der Stadt in der Altmark. Der Film geht gemeinsam mit den beiden Männern in Gardelegen auf Spurensuche.
Es ist noch nicht so lange her, da war Wien eine recht graue und abweisende Stadt. Außer der inneren Stadt und ein paar begrünten Außenbezirken bot sich dem Auge wenig Erfreuliches. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal geändert. Selbst einstige No-Go-Zonen wie der Gasometer oder der Donaukanal sind heute städtisch belebte Areale, die die Leute zum Verweilen schätzen. Patrice Fuchs hat das ORF-Archiv nach älteren Aufnahmen von Wiener Ecken durchforstet und zeigt, wie stark sich die Stadt an diesen Punkten verändert hat. Kaum vorstellbar heute, wie der Verkehr vor dem U-Bahn-Bau funktioniert hat, als die Autos noch über die Kärntnerstraße und den Stephansplatz brausten.
Die Juroren besuchen die Kandidaten aus Nordengland. In Cheshire entdecken sie eine Anlage, die von einem See und einer Wiese bis hin zu einem Swimmingpool und einem Küchengarten einiges zu bieten hat. In der Nähe von Huddersfield finden sie einen dreistöckigen Garten, der in 1.000 Fuß Höhe in den Pennines auf dem Gelände eines alten Steinbruchs gedeiht und alles von einer Terrassenküche bis zu einem Teich bietet.
Mit Kordula Leiße, Arne Obermeyer, Julia von Tettenborn, Lars Schmidtke, Volker Niederfahrenhorst, Daniel Werner, Marion Mainka, Lea Fleck, David M Schulze
Die ISS rast mit 18.000 Meilen pro Stunde um die Erde, in der feindlichsten Umgebung, die Menschen kennen. Ein Fehler kann tödlich sein. Die Serie zeigt die gefährlichsten Momente auf der Internationalen Raumstation. Internationale Astronauten und Missionskontrolleure berichten von Gaslecks, Meteoriten, Docking-Desastern und riskanten Außenbordeinsätzen. Geschichten von Leben und Tod in 400 km Höhe und den Lösungen, die immer wieder Leben retten.
Ein Mann wird in einer Gasse im Westen von Los Angeles tot aufgefunden - offenbar Opfer einer Fahrerflucht. Als die Ermittler jedoch tiefer graben, taucht eine Reihe Verdächtiger auf. Es entspinnt sich eine düstere Geschichte rund um Gier und Habsucht.
Mit Sputnik 1 umkreiste im Jahr 1957 zum ersten Mal ein von Menschen gebautes Objekt die Erde. Die piepsend ihre Bahn ziehende Metallkugel markiert den Aufbruch der Menschheit ins All. Noch vor 100 Jahren war Raumfahrt reine Utopie, heute gehört der Erdorbit längst zur wirtschaftlichen Infrastruktur unseres Planeten. Dabei hat die Kommerzialisierung die Raumfahrt in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Die Privatisierung des erdnahen Raums schreitet immer weiter voran.
Die Erdatmosphäre, ein lebenswichtiger, hauchdünner Schleier aus Gasen, schützt uns vor kosmischer Strahlung und bildet die Grundlage unseres Klimas. Atmend verbinden wir uns täglich mit dieser dünnen Hülle, die, wäre die Erde ein Apfel, nicht dicker als dessen Schale wäre. Nicht nur die Erde, auch andere Himmelskörper sind von Atmosphären umgeben, die potenziell Leben ermöglichen können. Forscher suchen in solchen Gashüllen nach Spuren außerirdischen Lebens.
Großbritannien wurde zum Fixpunkt für Actionsport-Talente auf der ganzen Welt. Hier erlebst du fünf atemberaubende Highlights, die sich ganz auf die britische Insel konzentrieren.
Erster im Wartezimmer der Hautklinik ist heute Patient Mike. Der 48-Jährige arbeitet als Einbalsamierer und liebt seinen Job. Verzichten würde er dagegen gerne auf die Geschwulst, die ihm im Nacken wächst und die Größe einer Orange erreicht hat. Mike wollte die Wucherung mit einer Nadel zum Platzen bringen, hatten aber keinen Erfolg. - Zur großen Erleichterung von Dr. Emma, denn dies hätte zu einer schlimmen Infektion führen können. Nun versucht die Dermatologin, das große Lipom in einem Stück zu entfernen, doch es sitzt an einer schwierigen Stelle, und der Eingriff wird komplizierter als erwartet.
Österreichs Jugendliche werden immer früher kriminell. Sie brüsten sich mit ihren Straftaten in den sozialen Netzwerken. Und auch die Gewalt in den Schulen nimmt zu. Teilweise sind die Täter nicht älter als zehn oder zwölf Jahre alt. Woher kommt der Frust? Drogen. Diebstahl. Körperverletzung. Fakt ist: Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Wie kriminell sind unsere Jugendlichen wirklich?
Das Dokudrama widmet sich der Lebensgeschichte der 101-jährigen Holocaustüberlebenden Margot Friedländer. Ihre persönlichen Schilderungen bilden den Leitfaden des Films.
1943 taucht die damals 21-Jährige vor der Gestapo unter, versteckt sich in Berlin und ist auf das Wohl und die Gnade ihrer Helfer angewiesen, die ihre Situation oft auch ausnutzen. Sie färbt sich die Haare, lässt sogar ihre Nase operieren, um unerkannt zu bleiben.
15 Monate lang gelingt es Margot Bendheim - so ihr Mädchenname -, sich als "jüdische Illegale" in Berlin vor der Gestapo zu verstecken.
1921 in Berlin geboren, hat Margot nach der Schule eine Schneiderlehre gemacht, später am Theater beim Jüdischen Kulturbund in Berlin als Statistin gearbeitet und Kostüme für die Bühne genäht. Sie liebt das Theater - die zunehmend lebensbedrohliche Situation für Jüdinnen und Juden in Deutschland durch das NS-Regime blendet sie weitgehend aus. Die Bemühungen ihrer Familie, der Verfolgung durch Migration ins Ausland zu entgehen, schlagen fehl. Nach der Trennung ihrer Eltern 1937 lebt Margot mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralph zusammen in einer sogenannten Judenwohnung. Ab 1941 muss Margot Zwangsarbeit leisten und ihre geliebte Arbeit beim Jüdischen Kulturbund aufgeben. Im Januar 1943 plant Margots Mutter die Flucht mit ihren Kindern zu Verwandten nach Oberschlesien. Doch kurz davor wird Ralph von der Gestapo verhaftet. Die Mutter entschließt sich, ihrem Sohn freiwillig zu folgen - sie werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Margot bleibt allein zurück. Die Mutter hinterlässt ihr neben einer Bernsteinkette, einem Adressbuch und der Handtasche die wichtige Botschaft: "Versuche, dein Leben zu machen."
Das Dokudrama schildert die bewegende Lebensgeschichte der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer, die am 5. November 2023 102 Jahre alt wird. Das Autorenteam Hannah und Raymond Ley hat sie in vielen Stunden zu ihrem Überlebenskampf befragt und unwiederbringliche Aussagen gesammelt, die im Film die Inszenierung umrahmen.
Ihre jungen Jahre werden verkörpert von Julia Anna Grob, die in ihrer ersten großen Rolle in Erscheinung tritt. Neben ihr spielen Ilona Schulz und Peter Lewys Preston vor der Kamera von Martin L. Ludwig und unter der Regie von Raymond Ley. Mit Gastauftritten an der Produktion beteiligt sind Iris Berben, Charly Hübner, Herbert Knaup und Axel Prahl.
2024 wurde das Dokudrama "Ich bin! Margot Friedländer" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" sowie mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet.
Verbotene Liebe - Queere Schicksale in der NS-Diktatur
D 2024
40'
Verfolgt, verhaftet und weggesperrt. Queeren Menschen drohte in der NS-Diktatur großes Leid - und sogar der Tod. Selten wagten es homosexuelle Personen und Transpersonen, sich zu outen. Ein Coming-out im Nationalsozialismus bedeutete gesellschaftliche Verachtung, Ausgrenzung und Strafverfolgung. Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche dreier queerer Menschen in der NS-Zeit: Fritz Spangenberg, Gerd Kubbe und Nelly Mousset-Vos. Die Nationalsozialisten verachteten queere Menschen als "entartet". Sexuelle Minderheiten wurden systematisch diskriminiert, verfolgt und ermordet. Für die Dokumentation begeben sich der Schauspieler Jannik Schümann und die Aktivistinnen Julia Monro und Kerstin Thost auf eine Spurensuche nach drei historischen Schicksalen. Sie bringen bewegende Lebensgeschichten ans Licht, die von Recht und Unrecht, Freiheit, Liebe, Widerstandskraft und Überlebenswillen erzählen. Dabei zeigt sich, wie manche es trotz widrigster Umstände schafften, ihre Identität zu leben. Queere Menschen wurden ausgegrenzt und als Feinde der "deutschen Rasse" gebrandmarkt. Auf Basis des Paragrafen 175, der Homosexualität zwischen Männern verbot, verurteilte das Naziregime Zehntausende schwule Männer. Etwa 15.000 wurden in Konzentrationslager deportiert, viele dort ermordet. Ein rosafarbener Stoffwinkel war dort ihr Erkennungszeichen, der sie auch in der Lagerhierarchie zu verachteten Außenseitern machte. Sexuelle Beziehungen zwischen Frauen waren in der NS-Zeit nicht explizit durch Gesetze verboten. Trotzdem zerschlug das NS-Regime die queere Szene, nicht nur in Deutschland, sondern auch als Besatzer in ganz Europa. Für queere Frauen begann eine Zeit der Unterdrückung und Angst. Transpersonen und gender-nonkonforme Menschen lehnten die Nazis ebenso ab wie Homosexuelle, da sie ihrem Ideal eines "gesunden Volkskörpers" widersprachen. Den Wunsch, in einer eigenen Geschlechtsidentität zu leben, verachtete man als Geisteskrankheit. Daher verfolgte man auch Transpersonen mit gnadenloser Härte. Der Schauspieler Jannik Schümann sucht nach Spuren des Jungapothekers Fritz Spangenberg, der im Zweiten Weltkrieg auf der Seite der Wehrmacht kämpfen musste. Fritz wurde wegen seiner Homosexualität denunziert und nach Paragraf 175 verurteilt. Gesellschaftlich geächtet und zum einfachen Soldaten degradiert, inhaftierte ihn das Regime für neun Monate im Wehrmachtsgefängnis von Torgau an der Elbe. Doch auch nach dem Gefängnis verfolgte ihn das Stigma als schwuler Soldat. Er wurde an die Front zurückgeschickt, um sich in einer Strafeinheit "zu bewähren". Doch diese Einheiten waren Todeskommandos. Spangenberg galt schon wenige Wochen später, am 9. Februar 1944, als vermisst. Jannik Schümann trifft Klaus Dieter Spangenberg, der über 15 Jahre hinweg Dokumente und Briefe aus Familien- und Wehrmachtsarchiven untersucht hat, um das Schicksal seines Großonkels zu rekonstruieren. Aktivistin Julia Monro erforscht das Schicksal des Transmannes Gerd Kubbe. Er lebte und arbeitete in der Weimarer Zeit offen als Mann. Von niemandem wollte er sich sagen lassen, wie er zu leben hatte und wie er sich kleiden sollte. Doch die Nationalsozialisten tolerierten keine Transpersonen. Gerd bekam 1933 seinen "Transvestitenschein" entzogen, der ihm das Tragen von Männerkleidung amtlich erlaubte. Als er sich dem Verbot widersetzte, wurde er im Januar 1938 wegen "Transvestismus" auf Anordnung von Reinhard Heydrich in sogenannte Schutzhaft genommen und im Konzentrationslager Lichtenburg ohne Prozess inhaftiert. Dort herrschten katastrophale Haftbedingungen. Kubbe überstand die Hölle und setzte sich gegen das Regime durch. Im Oktober 1938 wurde er freigelassen. Er erhielt sogar eine erneute Sondergenehmigung von der Gestapo, sodass er weiterhin Männerkleidung tragen und einen männlichen Vornamen verwenden durfte. Julia Monro erkundet die Spuren dieses bemerkenswerten Transmannes. Kerstin Thost, ebenfalls Aktivistin, enthüllt die bewegende Liebesgeschichte zwischen Nadine Hwang und Nelly Mousset-Vos. Die beiden verband eine unglaubliche Beziehung, die sie durch die dunkelsten Zeiten des Zweiten Weltkrieges trug. Sie lernten sich am Heiligabend 1944 als Insassen im Konzentrationslager Ravensbrück kennen. Nelly, eine belgische Opernsängerin und Widerstandskämpferin, und Nadine, eine Juristin und Pilotin mit chinesischen Wurzeln, fanden inmitten der Grausamkeiten Trost und Halt in ihrer Beziehung. Sie lebten ihre Liebe im Geheimen, unter den extremen Bedingungen des Lagers, trotz der ständigen Gefahr und drohenden Strafen. Es gelang ihnen, zu überleben und sich nach der Befreiung wiederzufinden. Nach dem Krieg lebten sie ihr Glück in Caracas, Venezuela. Doch sie hielten ihre Beziehung geheim. Für Kersti
Superstoff Vitamin D - Wie viel Sonnenvitamin ist optimal?
D 2023
29'
Vitamin D ist ein echtes Phänomen. Über das Sonnenvitamin wird so viel berichtet, diskutiert und gestritten. Klar, es ist wichtig für unsere Knochen, aber hilft es auch dem Immunsystem und sorgt es tatsächlich für gute Laune? Ständig erreichen uns Werbemails- und posts für Vitamin D-Präparate. Sollten wir die nehmen?
Die heutige Folge beschäftigt sich mit mysteriösen Verbrechen, die bis heute noch nicht vollständig geklärt sind: Im Falle der Entführung des Kindes des Piloten Charles Lindbergh scheint es neue schockierende Beweise zu geben. Die Suche nach dem Mörder an einer schönen jungen Frau namens Black Dahlia scheint nach Jahrzehnten ein Ende gefunden zu haben.
Der Plünderer - Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst
D, F, USA 2023
106'
"Der Plünderer" ist ein Dokumentarfilm über Kunst, die Juden von den Nazis gestohlen wurde, und darüber, wie auch nach 1945 das Geschäft damit florierte. Im Mittelpunkt steht Bruno Lohse, Hermann Görings Kunsthändler in Paris, der nach dem Krieg 60 Jahre lang mit dem Verkauf gestohlener Kunst ein Vermögen machte, während Familien darum kämpften, ihre Gemälde und Erinnerungen zurückzubekommen.
Wien ist anders - diesen Slogan haben Befürworter und Kritiker der Stadt stets beide im Mund geführt, einmal ohne und einmal mit Ironie. Wien war tatsächlich anders: Wenn man sich die Aufnahmen aus den sechziger und siebziger Jahren ansieht, kann man kaum glauben, dass sie von derselben Stadt stammen, in der wir heute leben. Im zweiten Teil dieser Wien-Serie setzt Regisseurin Patrice Fuchs ihre Erkundung durch das Wien der letzten Jahrzehnte fort und vergleicht ikonische Orte von heute mit ihrem Archiv-Erscheinungsbild damals. Selbst heute so beliebte und teure Gegenden wie die Mariahilferstraße oder der Spittelberg waren lange triste und heruntergekommene Ecken, wo die Stadtpolitik vor Spekulanten und anderen Geschäftemachern kapituliert hatte.
Gemüse ist das Motto! Aus der Laubenwildnis wird ein Acker, damit Sarah zur echten Selbstversorgerin wird. Aber dafür muss gerodet, geschaufelt und angelegt werden, dass der Schweiß nur so tropft - und Gärtnermeister Flo kennt weder Gnade noch Pausen. In Frankfurt trifft Sarah auf die Gemüseheldinnen, die ein stillgelegtes Areal in eine wahre Gemüse-Schatzkammer verwandelt haben. Sie probiert, studiert und nimmt viele neue Ideen mit nach Köln.
An Weihnachten 1997 kommt es zu einem Brand, bei dem Dawn Hacheney ums Leben kommt. Ihr Mann Nick, der Stunden später von der Entenjagd nach Hause kommt, ist am Boden zerstört. Der Tod wird als Unfall zu den Akten gelegt, doch vier Jahre später führt die Geschichte eines selbsternannten Propheten dazu, dass der Fall noch einmal aufgerollt wird ...
Die Erdatmosphäre, ein lebenswichtiger, hauchdünner Schleier aus Gasen, schützt uns vor kosmischer Strahlung und bildet die Grundlage unseres Klimas. Atmend verbinden wir uns täglich mit dieser dünnen Hülle, die, wäre die Erde ein Apfel, nicht dicker als dessen Schale wäre. Nicht nur die Erde, auch andere Himmelskörper sind von Atmosphären umgeben, die potenziell Leben ermöglichen können. Forscher suchen in solchen Gashüllen nach Spuren außerirdischen Lebens.
Wem unser Heimatplanet zu vertraut und der wüste, leblose Mars zu langweilig ist, der findet in Jupiter eine spannende Alternative. Auf dem Gasriesen wüten gigantische Stürme und monströse Magnetfelder, sein Kern ist heißer als die Oberfläche der Sonne. Und sein feuriger Mond Io hat die größte vulkanische Aktivität im gesamten Sonnensystem. Die NASA-Raumsonde Juno liefert seit 2016 faszinierende neue Erkenntnisse über den planetaren Platzhirsch mit dem berühmten "roten Fleck".
Auch in Europa besteht die Gefahr eines Vulkanausbruchs. Etwa 100 aktive Vulkane befinden sich auf unserem Kontinent, 30 davon innerhalb der EU. Alle davon werden von Experten als potenziell gefährlich eingestuft. Sollte es tatsächlich zu einem Ausbruch kommen, droht eine gewaltige Katastrophe, denn die meisten Vulkane liegen in dicht besiedelten Regionen, so etwa in der Eifel in Deutschland oder neben der italienischen Metropole Neapel.
Immer mehr Pädagoginnen und Pädagogen nutzen Instagram, TikTok oder YouTube im Unterricht - zur Wissensvermittlung, oder, wie Lehrer Reff, um den Jugendlichen klare Werte aufzuzeigen.
Der Sekundarschullehrer Reff ist einer der ersten, der millionenfach Likes sammelt. Mit innovativen Methoden unterrichtet er Ethik, Politik und Geografie an einer Berliner Brennpunktschule und setzt sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Mobbing ein.
Niemand hätte gedacht, dass ausgerechnet er zum Netz-Star wird. Am wenigsten er selbst. Der 42-jährige Bodybuilder sieht täglich, wie sehr Handys das Leben seiner Schülerinnen und Schüler bestimmen. Zwischen Gewaltvideos und ausgrenzenden Clips will er mit seinen Posts ein Gegengewicht schaffen. Bildung, Haltung, Humor sind seine Werkzeuge. Mit viel Ironie spielt er die Klischees über Bodybuilder gegen sich selbst aus und zeigt, dass ein Lehrer auch anders aussehen kann.
Trotz Erfolg bleibt Reff Lehrer mit Leib und Seele. Er kennt die Sorgen seiner Schülerinnen und Schüler, von denen 80 Prozent aus sozial schwachen Familien kommen. Auch er wuchs in Armut auf, schämte sich als Jugendlicher und weiß, wie es ist, mit leerem Bauch in die Schule zu gehen. Deswegen hat er den "Frosch" eingeführt - ein stets gefülltes Portemonnaie in Froschform, das jede und jeder unkompliziert für ein Mittagessen nutzen darf.
Seine persönliche Geschichte ist geprägt von Verlust und Härte. Noch vor seiner Geburt wurden seine Eltern in den Nahen Osten abgeschoben, zwei Brüder starben bei einem Bombenangriff, die Mutter lag im Koma. Die verwaisten Eltern wurden wieder in Deutschland aufgenommen und bekamen in Berlin drei Kinder. Reff war der Jüngste. Er wuchs mit Depressionen im Elternhaus auf und kämpfte sich gegen alle Widerstände zum Abitur und durch das Studium, um Lehrer zu werden.
Heute will er vor allem eines: seinen Schülerinnen und Schülern beibringen, an sich selbst zu glauben. Mit der Schulleitung arbeitet er an einem Kinderschutzkonzept, damit die Schule ein sicherer Ort wird. Und er erzählt offen von eigenen Erfahrungen, etwa, wie ihn ein Spitzname verletzte, den eine Lehrerin erfand. Seine Botschaft ist klar: Respekt muss von allen für alle gelten. Dass seine Schülerinnen und Schüler ihm viel verdanken, sagen sie selbst, und das nicht nur im Netz.
Mit dieser Reportage möchte "37°" zeigen, dass der Beruf Lehrer mehr sein kann als Wissensvermittlung. Herr Reff steht für Haltung, Mut und Nähe zu seinen Schülerinnen und Schülern. Er kennt ihre Sorgen und spricht ihre Sprache, im Klassenzimmer genauso wie auf TikTok oder Instagram. Der Film erzählt nicht nur von Likes und Reichweite, sondern auch von Hoffnung und der Kraft, mit Haltung und Menschlichkeit etwas zu bewegen.
Es wird getreten, getrocknet und gerührt. Die Allestester sind wie elektrisiert. Kathrin und Andreas kommen beim Test einer innovativen Katzentoilette zu einem überraschenden Ergebnis. Während Ingrid und Otto an einer neuartigen Fahrradwarnblinkanlage ihre Freude haben, gerät Detlef beim Versuch ein skurriles Elektroschock-Roulette zu spielen an seine körperlichen Grenzen. Am Ende steht wie immer die alles entscheidende Frage: Hot oder Schrott?
Archii lässt nicht locker, er möchte Rap-Star werden. Manuela sucht sich einen Nebenjob. Dennis und Vanessa haben sich nach 5 Jahren Ehe getrennt. In Stendal hat René Probleme wegen Körperverletzungsvorwürfen.
Die "Speed Cops" Christoph und Gregor werden in Hamburg auf einen Raser in einem BMW aufmerksam, der auf regennasser Fahrbahn das Gaspedal durchdrückt und andere Verkehrsteilnehmer rechts und links überholt. An einer Autowaschanlage in Lüneburg sorgen unterdessen eine Spoilerlippe und ein nachgerüsteter Ladeluftkühler bei den Gesetzeshütern für Missfallen. Denn die Ersatzteile sind nicht im Fahrzeugschein eingetragen. Und in Offenbach hat ein Fahrer an seinem Kleinwagen Flügeltüren verbaut. Dieser Anblick ist sogar für die erfahrenen Ermittler neu.
Sonny - eine Geschichte über den Holocaust, Eintracht und Frankfurt
30'
Helmut Sonneberg, von allen nur "Sonny" genannt, ist 90 Jahre alt und ein echtes Original in der Fanszene von Eintracht Frankfurt. Schon zur Deutschen Meisterschaft 1959 in Berlin reiste er mit dem Käfer und einem Zylinder auf dem Kopf an - und ließ sich vor dem Endspiel noch einen Zahn entfernen. Mehrere Jahrzehnte schwieg "Sonny" aber über ein tieftrauriges Kapitel: Er überlebte als Jude den Holocaust, wurde von seiner Familie getrennt, auf der Straße geschlagen und erniedrigt. Im Jahr 1945 deportierten die Nazis ihn und seine Mutter ins Lager Theresienstadt. In diesem Porträt spricht Sonny emotional über die schlimmsten Jahre seines Lebens, aber auch die Freuden mit der Eintracht und seine 17 verschiedenen Jobs - vom Taxifahrer und Mechaniker bis zum Kneipenbesitzer. Der Film begleitet ihn bei Treffen mit alten Arbeitskollegen, mit Eintrachts Präsident Peter Fischer oder mit der Legende Jan-Aage Fjörtoft - und natürlich ins Stadion zu seiner geliebten Eintracht.
Man bringe den Spritzwein: In fast keinem Land wird so viel Alkohol konsumiert, wie in Österreich. Aber der Grat zwischen Genuss und Sucht ist schmal. PULS 4-Reporter Patrick Fux macht das Experiment und trinkt sieben Tage Alkohol.
Der Jude Cioma Schönhaus ist von der Deportation in den Osten bedroht. Mit Mut begegnet er dem gefährlichen Alltag in Berlin, in dem der kleinste Fehler der letzte sein kann. 1943 soll Berlin nach dem Willen Hitlers "judenrein" werden. Cioma Schönhaus gehört zu den Zehntausenden Juden, die nicht rechtzeitig ausreisten. Mit falscher Identität taucht er unter und hilft sich und anderen Juden, die Verfolgung durch die Nazis zu überleben. Im vierten Kriegsjahr steuert der Holocaust, die Vernichtung der europäischen Juden, auf seinen Höhepunkt zu. Mehr als 50.000 Berliner Juden sind bereits in den Osten verschleppt worden. Jene, die der Deportation in die Vernichtungslager bis dahin entkommen konnten, sind rechtlos, verfemt und todgeweiht. Polizeikontrollen und Denunzianten lauern an jeder Ecke. Der 20-jährige Cioma Schönhaus lebt als Einziger aus seiner Familie noch in Berlin. Seine Eltern, seine Großmutter, Onkel und Tanten - sie alle sind bereits verschleppt worden. Jeden Tag könnte die Gestapo auch vor Ciomas Tür stehen. Er verlässt die elterliche Wohnung und taucht wie Tausende andere Verfolgte in der Stadt unter. Doch sich verstecken und sich zum Opfer der Nazis machen - das will er nicht. Cioma Schönhaus tarnt sich als sogenannter arischer Deutscher - mit einem falschen Namen und einem ausgedachten Lebenslauf. Auch äußerlich passt er sich an sein Umfeld an: Er trägt die Haare wie ein "Arier", kurz geschnitten mit Seitenscheitel, und einen Anzug. Um nicht entdeckt zu werden, wechselt er so oft wie möglich seine Unterkunft, und jeden Tag geht er pünktlich um 8.00 Uhr zur Arbeit. Und die ist brisant: Cioma Schönhaus manipuliert kunstvoll Ausweisdokumente, die ihm selbst und anderen Juden eine scheinbar legale Identität verschaffen. Als Passfälscher wird er Teil eines Widerstandsnetzwerks und verhilft dadurch Hunderten Verfolgten zur Flucht. Dabei gelingt es ihm mit einer gehörigen Portion Chuzpe, in einer schier ausweglosen Situation die Lebenslust zu bewahren. Als er auffliegt, wagt er eine abenteuerliche Flucht quer durch Deutschland bis in die Schweiz. Seinem Sohn Sascha Schönhaus berichtet er später detailliert von seinem Leben als "U-Boot" in Berlin, wie sich die untergetauchten Juden selbst nennen. Getragen von der Originalstimme Ciomas, erzählt "Ein Tag in Berlin 1943" die Geschichte einer unerschrockenen Persönlichkeit.
Gedenken zwischen Massentourismus und Neubaugebiet
60'
Verliert das KZ Auschwitz seine wahre Bedeutung als Symbol des Holocaust? Wird dieser Ort der Erinnerung eines Tages sogar ganz verschwinden? Auschwitz-Birkenau steht wie kein anderes Konzentrationslager der Nationalsozialisten für den planmäßigen Massenmord an Millionen Juden, Polen, Sinti und Roma und Kriegsgefangenen. Heute zählt die Gedenkstätte jährlich um die zwei Millionen Besucher aus aller Welt. Ist das noch "echtes" Gedenken oder purer Massentourismus?
Nach der Befreiung des Konzentrationslagers am 27. Januar 1945 war keineswegs klar, was aus diesem Ort der beispiellosen Massenvernichtung werden soll. Überlässt man Auschwitz-Birkenau sich selbst? Sollen hier neue Baugebiete für die Stadt ausgewiesen werden? Oder richtet man eine Gedenkstätte ein? Die Zukunft des Lagers wurde und wird vielfach diskutiert und immer wieder in Frage gestellt.
Der Dokumentarfilm "Rettet Auschwitz!" zeichnet die wechselvolle Geschichte seit der Befreiung nach, berichtet von den verschiedenen Versuchen, die Vergangenheit zu instrumentalisieren oder umzuschreiben und fragt nach der Zukunft. Denn es sterben nicht nur die letzten Zeitzeugen, mittlerweile ist das Gelände auch durch Verwitterung, Neubaugebiete und immer größere Besucherzahlen bedroht. Und von den Menschen, die dieses Kapitel der Geschichte zu gern für immer abschließen würden.
Ob Skatepark, Wellen oder Pulverschnee - 5 Red Bull Athleten: Robby Naish, Ryan Sheckler, Travis Rice und Co. zeigen, wie echtes Board-Feeling aussieht. Drei Disziplinen, volle Kontrolle.
Margot Friedländer war eine der letzten Überlebenden der Shoah. Fast 65 Jahre nach ihrer Befreiung aus dem Ghetto/Konzentrationslager von Theresienstadt und ihrer Emigration in die USA war sie im Jahr 2010 dauerhaft nach Deutschland zurückgekehrt - in ihre Heimatstadt Berlin. 2021 wurde Margot Friedländer 100 Jahre alt - ein Jahrhundertleben.
Die heutige Folge beschäftigt sich mit UFO-Sichtungen und Augenzeugenberichten aus erster Hand. Im Jahr 1955 fallen auf einer Farm Schüsse auf ein unbekanntes Objekt. Lässt sich heute bestimmen, worauf hier gezielt wurde?
Wie konnte nach 1945 in Frankfurt wieder jüdisches Leben entstehen? Nach der Shoah? Mit dem Trauma der Konzentrations- und Vernichtungslager? Von den Frankfurter Juden, die nicht rechtzeitig vor dem Nazi-Terror fliehen konnten, überlebten nur wenige die Shoah. 1945 strandeten tausende Holocaust-Überlebende, vor allem osteuropäische Juden, in Frankfurt am Main. Entwurzelte Menschen, Displaced Persons, die alles verloren hatten. In DP-Lagern unter alliiertem Schutz warteten sie auf ihre Ausreise nach Palästina oder Amerika. Doch viele blieben. "Dieses Gefühl, allein auf dieser Welt zu sein und weiterzuleben und eine Familie zu gründen, konnte man sich gar nicht vorstellen", erzählt Ruza Orlean, die als Siebzehnjährige 1946 ins DP-Camp Frankfurt-Zeilsheim kam. Dieses war mit rund 3.600 Bewohnern das größte in der amerikanischen Besatzungszone. "Also ich verstehe es auf jeden Fall nicht, wie jüdisches Leben nach dem Krieg wieder hier in Deutschland entstehen konnte", sagt die heute Siebzehnjährige Joelle Ziper. Sie besucht die Jüdische Schule in Frankfurt am Main. Der Film sucht Antworten und zeichnet ein sensibles Porträt jüdischen Lebens in der Mainmetropole aus der Sicht mehrerer Generationen. Das sei bis heute von der Shoah geprägt, sagt Dieter Graumann, ehemaliges Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. Heute gehört diese Gemeinde Frankfurt a.M. mit über 7.000 Mitgliedern wieder zu den größten in Deutschland. Immer wieder konfrontiert mit Antisemitismus, stellt sich für viele Juden erneut die Frage, ob sie sich wirklich für das richtige Land entschieden haben. Bis heute ringen Juden um mehr Empathie für ihr Schicksal und wünschen sich, Deutschland wirklich ihre Heimat nennen zu können.
Oslo, the capital of the stunning Scandinavian country Norway, is a winter wonderland in January. On this trip, Richard tries to discover how to say "Koselig" and then work out exactly what it means.
Das Holocaust-Denkmal Berlin: Die Entstehung eines Mahnmals
Baubeginn und erste Krise
1. Folge
30'
Nach fünfzehn Jahren kontroverser Diskussionen und politischer Auseinandersetzungen beginnt 2003 der Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin - auch bekannt als das Holocaust-Mahnmal. Doch bald treten Probleme auf...Die Doku-Serie blickt hinter die Kulissen und beleuchtet die vielen kleinen Konflikte, die plötzlich so groß werden, dass sie das gesamte Projekt ins Wanken bringen.