Die Weltpolitik im Nahen Osten hat mehr mit der Wiener Geschichte zu tun, als vielen bewusst ist - stammte doch die Vision eines eigenen jüdischen Staates aus der Feder des Wiener Publizisten Theodor Herzl. Sein Buch "Der Judenstaat", das vor hundertdreißig Jahren erschien, schuf die ideellen Voraussetzungen für die spätere Gründung Israels. Zwar blieben Herzls eigene diplomatische Aktivitäten, die ihn zum deutschen Kaiser und zum osmanischen Sultan führten, zu Lebzeiten ohne Erfolg, doch sein Werk wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust geschichtswirksam. Zum heurigen Jahrestag dieser Publikation erklärt Erbe Österreich in dieser Neuproduktion, welche Vision Herzl als Antwort auf den grassierenden Antisemitismus entworfen hat und was sie mit der heutigen politischen Realität verbindet. Dreharbeiten in Wien und in Israel zeigen neben der historischen Spurensuche das jüdische Leben von heute. R: Patrice Fuchs
Am 3. November 2026 sind Zwischenwahlen in den USA. Doch es geht um mehr als nur die Sitze im Kongress: Amerika entscheidet auch über die Zukunft von Donald Trump und seiner MAGA-Politik.
Bei den Midterms steht nicht nur zur Abstimmung, ob der Kongress die Macht des Präsidenten künftig beschränken wird und kann. Die viel wichtigere Frage dieser Wahl lautet, ob die demokratischen Regeln, nach denen gewählt wird, noch von allen akzeptiert werden.
Knapp zwei Jahre nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Donald Trump das Land radikal verändert: Er bündelt Macht im Präsidentenamt, baut Behörden um und verschärft die Migrationspolitik. Seine Zustimmungswerte sind mittlerweile niedrig, selbst die MAGA-Bewegung wirkt zunehmend gespalten.
Die ZDF-Doku "Letzte Ausfahrt Midterms - Demokratie in Gefahr?" erzählt diese Geschichte in Arizona, einem der umkämpftesten Bundesstaaten Amerikas. Dort verdichtet sich, was das ganze Land bewegt: der Streit über Migration und wirtschaftliche Sicherheit, über politische Macht - und über die Zuverlässigkeit von Wahlen. Demokratie lebt vom Vertrauen darauf, dass die Debatte endet, wenn die Stimmen ausgezählt sind.
In Arizona ist dieses Vertrauen seit 2020 beschädigt. Damals entschieden wenige tausend Stimmen in Maricopa County über die Präsidentschaftswahl. Über Generationen republikanisch, ging das bevölkerungsreichste County Arizonas erstmals seit Jahrzehnten an die Demokraten. Donald Trump hatte schon vor der Auszählung Zweifel an der Wahl gesät. Als sie gegen ihn ausfiel, glaubten ihm viele seiner Anhänger. Zwei Monate später stürmten Protestierende das Kapitol in Washington.
Der Zweifel an Wahlen blieb - nicht als Erinnerung, sondern als politische Methode. Obwohl Arizona 2024 wieder republikanisch wählte, ist er nicht verschwunden. Laut Umfragen erwarten 70 Prozent der republikanischen Wähler und Wählerinnen weiterhin Betrug. Maricopa County ist deshalb der perfekte Mikrokosmos für ein Land im Konflikt: Viereinhalb Millionen Menschen leben zwischen den boomenden Technologiecampus und neuen Vorstädten von Phoenix, Rentnersiedlungen und Häusern am Rand der Wüste. Zwei Versionen von Amerika treffen hier aufeinander und wählen gegeneinander.
Der Film begleitet Menschen, deren politische Überzeugungen zu Lebenswelten geworden sind. Barbie und Ken leben in der Welt von Rodeos, Patriotismus und Trump-Begeisterung. Für das MAGA-Paar verkörpert Trump Stärke, Ordnung und ein Amerika, das aus seiner Sicht verloren gegangen ist. Aurelia dagegen mobilisiert mit der Initiative LUCHA Menschen in ihrer Nachbarschaft, klärt sie über ihre Rechte auf, wirbt dafür, sich registrieren zu lassen und wählen zu gehen. An der Grenze zu Mexiko begleitet die Dokumentation zudem Sheriff Dannels, der die Folgen der Migrationspolitik unmittelbar erlebt. Er ist überzeugt, dass erst Trump wieder für Sicherheit gesorgt habe.
Können die Midterms noch eine demokratische Korrektur sein, wenn Misstrauen in Wahlen und Institutionen selbst zum politischen Programm wird? Was bedeutet eine Zwischenwahl, wenn die Menschen im selben Bundesstaat längst nicht mehr dieselbe Vorstellung davon haben, was auf dem Spiel steht? Ergänzt werden die persönlichen Geschichten durch Einschätzungen aus Politik, Wissenschaft und Medien, unter anderem von Tucker Carlson und Karen Attiah. So entsteht das mosaikartige Bild eines Landes, in dem kaum noch ein gemeinsamer Blick auf die Wirklichkeit möglich scheint.
Die europäischen Nato-Staaten wollen bis 2030 für mehr als 1,2 Billionen Euro neue Waffen kaufen. Diese Aufrüstung folgt jedoch planlos den nationalen Interessen, es fehlt die europäische Koordination. Harald Schumann und das Journalistenteam Investigate Europe decken auf, wie Europas größtes politisches Projekt im Strudel von Kleinstaaterei zum militärischen Risiko wird.
Sascha träumt trotz Diabetes von einer Karriere bei der Bundeswehr. Roger plagen nach einem Arbeitsunfall Existenzängste. Und Bernd, der seit anderthalb Jahren ohne Alkohol lebt, möchte mit Nina endlich wieder mehr unternehmen.
Inmitten von Hochzeitsstress, Tourette-Tics und Familienchaos kommt Baylens und Colins Planung endlich voran. Während sie sich in romantische Locations mit Pferden, Alpakas und Käse-Brunnen verliebt, sorgt der Preis-Schock bei ihm fast für einen Herzstillstand. Gleichzeitig geraten Zukunftsfragen stärker in den Fokus: Colin träumt von einer Karriere als Makler, doch Baylens Eltern machen sich Sorgen um die finanzielle Sicherheit. Dazu kommen emotionale Gespräche über Zwangsstörungen in der Verwandtschaft, peinliche Tics beim Kennenlernen der Schwiegerfamilie, und die Frage, wer bei der Hochzeit mitreden darf.
Kurz vor der Anreisewelle am Pfingstwochenende droht in der 80 000 Quadratmeter großen Freizeitoase in Brandenburg der Super-GAU. Die sanitären Anlagen auf dem Campingplatz funktionieren nicht einwandfrei. Überlaufende WCs und zahlreiche Erholungssuchende: Das ist eine explosive Mischung. William setzt auf die Chemiekeule, um eine Katastrophe zu verhindern. Maximilian und "Schulzi" begutachten inzwischen ihre Bienenstöcke und staunen darüber, was ihre 200 000 Arbeiterinnen bereits geschafft haben. Damit ist ein großer Schritt in Sachen "himmlischer Honig" getan.
Hitlers Hauptquartiere. Kommandozentralen des Bösen
D 2025
45'
Die Führerhauptquartiere waren die Schaltzentralen der NS-Diktatur. Hitler plante dort seine Feldzüge. Neben der Wolfsschanze standen ihm rund 20 weitere Bunkeranlagen zur Verfügung. Hitlers Hauptquartiere waren Täterorte, von denen beispiellose Verbrechen ausgingen. Vom Diktator als Denkmale für die Nachwelt gedacht, wurden die meisten bei Kriegsende gesprengt. Noch immer zeugen die Überreste der Bunker vom Wahn, Europa beherrschen zu wollen. Hitlers erstes Hauptquartier im Krieg war mobil: In seinem Sonderzug "Amerika" fanden die ersten Lagebesprechungen mit seinen Generalen und Ministern statt, von dort aus dirigierte er den deutschen Überfall auf Polen. Doch schon bei Kriegsausbruch befahl der selbst ernannte Feldherr den Bau fester Führerhauptquartiere im Westen - als Vorbereitung für den geplanten Krieg gegen Frankreich. Bei Bad Nauheim entstand der Adlerhorst, das Felsennest bei Bad Münstereifel. Als die deutschen Truppen in Frankreich unerwartet schnell vorstießen, zog der Kriegsherr mit seinem Gefolge nach Belgien. In Brûly-de-Pesche benutzte er ein Quartier, das er Wolfsschlucht I nannte. Von der später gebauten Wolfsschlucht II in der französischen Picardie wollte er 1940 England erobern und 1944 die Invasion der Alliierten in der Normandie abwehren. Es war das einzige Hauptquartier, das bei Kriegsende nicht zerstört wurde. Später nutzten es die NATO und das französische Militär. Die bekannteste Kommandozentrale Hitlers lag in Ostpreußen - die sogenannte Wolfsschanze. Rund 800 Tage verbrachte Hitler dort unter bis zu acht Meter dicken Betondecken, gesichert durch drei Sperrkreise. Es war der Ort, an dem Hitler zunehmend die militärische Operationsplanung für den Vernichtungskrieg im Osten an sich riss, aber auch der Ort, an dem das Attentat auf ihn am 20. Juli 1944 beinahe geglückt wäre. Unterbrochen von langen Aufenthalten auf dem Obersalzberg, seiner privaten Residenz in den bayerischen Alpen, führte der Diktator von der Wolfsschanze aus seinen verbrecherischen Krieg. Die Dokumentation zeigt die Entstehungsgeschichte und die Überreste von Hitlers Hauptquartieren, die noch heute von der Hybris der Macht zeugen. Bisher unveröffentlichte Fotos von Hitlers Kameramann Walter Frentz ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen der Führerbunker.
Georgiens wilde Schönheit - Von der Schwarzmeer-Küste in die Berge
2023
43'
Georgien hat unzählige Naturparadiese, eines davon liegt im Westen des kleinen Landes: der Nationalpark Kolcheti. Das Kolchis-Gebiet ist die Wiege der georgischen Identität mit einer einzigartigen Landschaft. Uralte Regenwälder und Feuchtgebiete machen die Region an der Schwarzmeerküste so besonders.
Josh Gates erkundet den Bereich vor Petras ikonischem Schatzhaus. Auf der Suche nach Hinweisen auf die geheimnisvolle Zivilisation, die eines der Sieben Neuen Weltwunder erschuf, seilt sich Josh von einer Felswand ab, um einen High-Tech-Scan durchzuführen.
Mit nur einem Fehlstart bei über 60 Flügen ist die Ariane 5 die zuverlässigste Trägerrakete der Welt. Europa ist vor den USA und Russland Weltmarktführer für kommerzielle Satellitenstarts. Die Raumfahrtindustrie ist eine kleine, aber zukunftsträchtige Branche mit wachsender Konkurrenz durch private Player. Wie wird sich Europa auf diesem hartumkämpften Markt behaupten? Prof. Dr. Ulrich Walter gibt in "Spacetime" den Ausblick auf Europas anstehendes Raumfahrtzeitalter.
Bevor Christoph Kolumbus 1492 Amerika für die Europäer "entdeckte" und einen furchtbaren Genozid an allen indigenen Völkern auslöste, lebten diese Völker in kulturellen und ökonomischen Zusammenhängen, über die die meisten Menschen kaum etwas wissen. Sie betrieben Landwirtschaft, hatten Siedlungen und Städte errichtet und betrieben Handel untereinander. Neben den in einfachen Verhältnissen lebenden Stämmen gab auch die legendären, hoch entwickelten Zivilisationen der Maya und Inka, deren Reichtum die Neuankömmlinge in Staunen versetzte.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
hr3-Moderator Tobi Kämmerer ist heute zurück in Kassel und entdeckt die Stadt von überraschenden Seiten. Er trifft Menschen, die ungewöhnliche Leidenschaften pflegen, alte Traditionen lebendig halten und mit ihren Ideen für besondere Erlebnisse sorgen. Dabei reicht Tobis Reise vom Murmeln mit Deutschen Meistern über die Begegnung mit einer Hörspiellegende bis zu Pink Floyd-Tönen unterm Sternenhimmel und einem Käsefondue mit nordhessischer Note. Eine Entdeckungstour, die zeigt, dass Kassel auch abseits seiner bekannten Sehenswürdigkeiten einiges zu bieten hat.
Über mehrere Monate haben die rbb-AutorInnen Polizisten bei ihren Einsätzen wegen häuslicher Gewalt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf begleitet. Die Beamten erleben Männer, die ihre Partnerinnen bedrohen und angreifen. Am Einsatzort kommt es darauf an, die Gewalt zu stoppen und mit den Betroffenen über die nächsten Schritte sprechen und Hilfsangebote vermitteln.
Satellitenbilder zeigen über fünfzig merkwürdige Erdhügel im britischen Yorkshire. Archäologen reisen in die Gegend. Was finden sie heraus? Und was hat es mit dem bislang verborgenen Dorf in Polen auf sich? Hat der nahegelegene Friedhof darauf die Antwort? Hier entdecken Forscher Hinweise auf merkwürdige Vorkommnisse.
Als Jesse Brian bei Facebook kennenlernte, war es wie ein Lottogewinn. Sie wollten sich treffen, aber Brian versetzte sie. Jetzt, Jahre später, hat Brian sie gebeten, zu ihm zu ziehen. Doch sie fragt sich weiter, was Brian verheimlicht.
Fünf Superhelden und eine tote Ananas
Bevor die Zeit in der Jungs-WG endet, drehen die Fünf nochmal voll auf: eine Superhelden-Challenge, ein Kampf mit den Wellen und eine tote Ananas.
Lass einfach hierbleiben
Zum Abschluss ihrer Zeit in Nizza haben die Fünf eine fette Abschiedsparty organisiert. Und sie schwören sich: Freundschaft für immer.
Es waren bombastische Aufmärsche, die dort inszeniert wurden. Zeitzeugen berichten über die Atmosphäre während der Parteitage, von fanatischem Antisemitismus und beispiellosem Führerkult. Ein bislang unbekannter Amateurfilm zeigt das Gelände auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg 1936 sogar in Farbe. Eine Ruine von Hitlers Tribüne erinnert an die Reichsparteitage. Es ist eines der wenigen Relikte der Ära von Hitlers Lieblingsarchitekten Albert Speer.
Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Was und wie wir sehen, bestimmt darüber, wie wir die Welt wahrnehmen: etwa 80 % aller Umweltreize nehmen wir über die Augen auf. Wir verständigen uns sogar mit Blicken - ohne Worte. Aber immer mehr junge Menschen sind kurzsichtig und sehen schlechter. Augenärzte sprechen bereits von einer "Pandemie der Myopie" (Kurzsichtigkeit). Können Laser-OPs eine Lösung sein?
Die Vorfahren der indigenen Völker überqueren Ozeane und Gebirge auf der Suche nach neuem Land. Im Laufe der Jahrtausende werden sie Astronomen, Architekten und Philosophen. Außerdem Wissenschaftler, Künstler und Erfinder. Sie gründen Zivilisationen und schaffen Handelsnetze über zwei Kontinente hinweg. 1492 verändert sich ihr Leben für immer. Über lange Zeit bestehen die alten Kulturen nur im Verborgenen fort. Dieser Film erzählt ihre Geschichte - die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner vor Christoph Kolumbus.
Wustrow - die Halbinsel in der Ostsee zwischen Rostock und Wismar ist ein geheimnisumwitterter Ort. Seit 90 Jahren ist sie schon gesperrt, seit dreißig Jahren unbewohnt. Schon für drei Menschengeneration heißt es am Tor: Betreten verboten! Im Volksmund wird sie deshalb auch "Die verbotene Halbinsel" genannt.
Nur ganz wenige Menschen dürfen am Wachposten vorbei die Halbinsel betreten, Edelgard und Klaus Feiler gehören dazu. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben die beiden auf Wustrow und in Rerik jeden Stein umgedreht und die bewegte Geschichte der beiden Orte, die 1938 von den Nationalsozialisten vereinigt wurden, recherchiert.
Auf dem ehemaligen Rittergut Wustrow errichten die Nationalsozialisten 1933 die größte Flak-Artillerieschule des Deutschen Reiches. Dafür müssen die letzten Privatbesitzer die Insel an die Wehrmacht verkaufen. Innerhalb von vier Jahren entsteht auf 1000 Hektar eine Militärstadt für 3000 Menschen. Im Mai 1945 an die Rote Armee kampflos übergeben, wird Wustrow 1949 sowjetische Garnison und mit 1000 Hektar der größte Standort der sowjetischen Armee an der Ostseeküste. Wieder kommen Flakartillerie-Einheiten, Raketenverbände und Panzer.
Zu DDR-Zeiten buchen Urlauber ihre Ferien im nahen Seebad Rerik inklusive Kanonendonner. Als 1993 der letzte Russe abzieht, legt der neue Eigentümer, der Bund, eine Kette um das Eingangstor. 60 Jahre wurde hier geschossen, überall liegen Munitionsreste und verlassene Militäranlagen sind eine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Deshalb ist Marius Hein heute der Einzige, der auf der Halbinsel Wustrow einen Job hat. 2021, gleich nach seinem Studium, wird er hier Forst, Jagd- und Ökoflächenmanager. Begrenzt von Ostsee und Salzhaff und dem bewachten Eingangstor an der schmalen Zufahrt hat hier unfreiwillig ein Natur-Experiment begonnen. Die Natur holt sich zurück, was die Militärs ihr einst nahmen. Sie kann hier machen, was sie will - nahezu ohne Eingriff des Menschen. Seither haben sich viele bedrohte Pflanzen und Tiere angesiedelt, seltene Libellenarten, Amphibien und Reptilien. Knapp 100 Vogelarten brüten oder rasten im Naturschutzgebiet Die erste Aufgabe für Marius Hein, er muss zählen, wie viel Wild es in seinem Revier wirklich gibt und wo überall die Sperrmüllhaufen der Geschichte liegen. 1998 hat der Bund die gesamte Halbinsel an den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld verkauft. Sehr zum Ärger vieler Reriker, die auch gern ein Stück von Wustrow abbekommen hätten, aber nicht zum Zuge kamen. Seitdem steht die Welt still auf Wustrow. Die Halbinsel ist ein Teil der Gemeinde Rerik und seit dem Verkauf versagen die Stadtvertreter Jagdfeld die Baugenehmigungen und sperren 2003 sogar den Wustrower Hals - die einzige Zufahrt zur Halbinsel.
Der Film erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln Wustrows bewegte Geschichte - eine spannende Zeitreise durch die deutsche Historie der vergangenen knapp 100 Jahre.
1992 wird die dreifache Mutter Linda Jensen in ihrem Zuhause in Big Lake, Minnesota, tot aufgefunden. Die Ermittler stellen schnell fest, dass die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, während sich ihre acht Monate alte Tochter nur wenige Meter entfernt im Laufstall befand. Im Laufe der Ermittlungen geraten zahlreiche Verdächtige ins Visier der Polizei. Doch erst acht Jahre später sorgt die Aussage einer Frau für den entscheidenden Durchbruch in dem lange ungelösten Fall.
Alan präsentiert hilfreiche saisonale Tipps für Gartenliebhaber, während Camilla Bassett-Smith einen beeindruckenden Garten in Wales erkundet und dessen Besonderheiten hervorhebt. Claire Lowrie ergänzt das Programm mit ihren besten Styling-Ratschlägen für Zimmerpflanzen, um das Zuhause grüner und stilvoller zu gestalten.
Josh Gates' Einsatz trägt zu der Entdeckung eines verschollenen Grabes im Bereich des Schatzhauses von Petra bei. Modernste Technik könnte endlich die verkohlten Fragmente antiker Schriftrollen entschlüsseln, die den Untergang Petras erklären.
Die Menschheit hinterlässt immer mehr Spuren im All. Jede Mission, jeder Start eines Satelliten bedeutet mehr Objekte im Erdorbit. Unzählige Teile umkreisen mittlerweile unseren Planeten. Doch der Abfall bedeutet eine wachsende Gefahr - nicht nur für die bemannte Raumfahrt, auch für funktionstüchtige Satelliten, von denen unsere digitale Infrastruktur abhängig ist. Wissenschaftler und Astronaut Ulrich Walter erklärt, woraus der Weltraumschrott besteht und wie er zukünftig vermieden werden soll.
Satelliten fangen Bilder von seltsamen Gebäuden in England ein. Forscher reisen in die Gegend und entdecken Hinterlassenschaften einer grausamen Zeit. Ebenso grausam ist das, was hinter einem steinigen Parallelogramm auf Hawaii steckt.
Im Schweizerhaus herrscht Feierlaune. Bauchladenverkäuferin Maria sorgt dafür, dass keiner auf dem Trockenen bleibt und verteilt Schnapserl an die Gäste. Sie selbst hält sich vom Alkohol aber lieber fern. Eines der legendären Fahrgeschäfte auf dem Prater ist der "Tobbogan". Kaum einer kennt die Teufelsrutsche so gut wie Sammy Konkolits - er hat sie vor zehn Jahren vor dem Abriss gerettet. Auch die "Große Geisterbahn" ist in die Jahre gekommen und soll modernisiert werden.
Eigentlich wollten Baylen und Colin nur eine Hochzeitslocation finden - doch plötzlich stehen Familienkonflikte, Paartherapie und eine völlig überdrehte Verlobungsparty im Mittelpunkt. Es wächst der Druck, endlich eine Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig sorgt die Paartherapie für unangenehme Wahrheiten über Grenzen, Abhängigkeit und den starken Einfluss ihrer Eltern. Besonders Colin fühlt sich zunehmend bevormundet - doch Baylen will ihre Familie auf keinen Fall verletzen. Und je spektakulärer die Verlobungsparty wird, desto schwerer fällt es den beiden, die Gartenhochzeit endgültig auszuschließen.
Die Geschichte der Wiener Ringstraße ist nicht zuletzt auch eine Geschichte der Wiener Juden. Als Großindustrielle und Bankiers verfügten sie über die erforderlichen Geldmittel, um die teuren Grundstücke am neu entstandenen Prachtboulevard zu kaufen und repräsentativ zu bebauen. Mit diesen Einnahmen finanzierte der Stadterweiterungsfonds die öffentlichen Großbauten wie die Hofoper oder das Kaiserforum. So manche Familie, die sich auf diese Weise um das Werden Wiens verdient gemacht hat, ruht heute im jüdischen Friedhof im Wiener Bezirk Währing. Wer zwischen den Grabsteinen hindurch geht, liest viele bedeutende Namen der Ringstraßen-Prominenz. Matthias Widter erzählt die Geschichten dieser Persönlichkeiten und berichtet auch über die Bemühungen, diesen Friedhof, der derzeit verfallen und für die Öffentlichkeit gesperrt ist, als Kulturdenkmal wieder herzurichten und für Besucherinnen und Besucher zu öffnen.Seit 2019 sind die Restaurierungsarbeiten in vollem Gange. Wir besuchen den Friedhof wieder im Oktober 2024 und sehen uns an, was sich in den letzten fünf Jahren getan hat.
Die 1.343 Kilometer lange finnisch-russische Grenze reicht vom Polarkreis bis zur Ostsee. Über Jahrzehnte hinweg wurde hier Misstrauen gehegt, doch das tat dem privaten und wirtschaftlichen Austausch keinen Abbruch. Doch seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und dem Nato-Beitritt Finnlands im Jahr 2023 geriet dieses Gleichgewicht ins Wanken.
Die letzten zehn Tage Adolf Hitlers in seinem Bunker tief unter der Berliner Reichskanzlei: Diese letzten Tage wurden vielfach in Büchern, Erinnerungsberichten und Kinofilmen beschrieben. Anlass für Autor Michael Kloft, die Ereignisse von 1945 für seine Dokumentation zu rekonstruieren. War Hitler zu diesem Zeitpunkt ein physisches und psychisches Wrack, das auf nicht mehr vorhandene Truppen wartete? Oder handelte es sich um einen Plan?
Alan teilt inspirierende Ratschläge, während Errol Reuben Fernandes ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt besucht, das innovative Ansätze und Zusammenarbeit fördert. Gleichzeitig erkundet Camilla Bassett-Smith einen kühnen Garten in den Cotswolds, der durch seine außergewöhnliche Gestaltung und Pflanzenvielfalt besticht. Beide Erlebnisse bieten spannende Einblicke in kreative Gartenprojekte und deren Umsetzung.
Im Laufe der Geschichte wurden legendäre Waffen und fortschrittliche Technologien häufig göttlichen oder außerirdischen Einflüssen zugeschrieben. Als die Menschheit schließlich nukleare Fähigkeiten entwickelte, tauchten in alten vedischen Schriften Hinweise auf Waffen mit ähnlich zerstörerischer Kraft auf. Könnte es sein, dass all diese Waffen ursprünglich aus einem außerirdischen Arsenal stammen?
Obwohl der Mars als große Hoffnung der Menschheit für die Besiedelung eines weiteren Planeten gilt, ist der äußere Nachbar der Erde noch längst nicht zur Gänze erforscht. Daher werden schon seit Jahrzehnten Sonden und Roboter auf den roten Planeten geschickt, darunter auch "Perseverance", die fünfte Mars-Rover-Mission der NASA. Wissenschaftler und Astronaut Ulrich Walter erklärt, wieso der Mars wieder in den Fokus der Raumfahrt rückt und weshalb der Mond als Ausgangsbasis dienen könnte.
Der Filmstar, seine Frau Susan, zwei Hessen, eine Kamera
55'
Hollywood-Star Jeff Bridges hat einen Traum: Er will die legendäre Widelux-Kamera wiederbeleben. Dafür sucht der begeisterte Fotograf gemeinsam mit seiner Frau Susan Hilfe bei zwei Analogfoto-Fans aus Bad Nauheim in Hessen. Schaffen es die vier, die Mission des "Dude" zu erfüllen und die fast vergessene Ikone zurückzubringen?
Satelliten fangen Beweisaufnahmen für ein umfassendes Militärexperiment in der Wüste von Nevada ein. In der Nähe befindet sich die berüchtigte Area 51. Was ist dort geschehen? Außerdem zeigen die Kameras Bilder der größten Massenstrandung von Walen an der australischen Küste. Wieso mussten dort so viele Tiere qualvoll verenden?
Egal ob an Land oder im Wasser: die Allestester sind wieder in ihrem Element. Sie drücken auf die Spülung, drehen durch und tauchen ab. Ingrid und Otto testen einen ungewöhnlichen Raketenofen. Während Kathrin und Andreas am Aufbau eines sonderbaren Sportgeräts verzweifeln, setzen Steffi und Roland sich mit einem skurrilen Zehenspreizer auseinander. Am Ende eines jeden Tests steht wie immer die alles entscheidende Frage: Hot oder Schrott?
Baylen und Colin wollen sich für ihre Hochzeit in Form bringen, doch ein klassisches Fitnessstudio kommt für Baylen wegen ihrer Zwangsstörung nicht infrage. Also muss eine kreative Alternative her. Die Lösung: Hobby Horsing, wo mit Steckenpferden galoppiert, gesprungen und trainiert wird, als stünde ein echtes Turnier bevor. Zwischen schweißtreibenden Übungen, peinlichen Erinnerungen und viel Gelächter testen die Verlobten ihre Fitness auf recht ungewöhnliche Weise. Doch auch abseits des Parcours bleibt der Druck hoch: Neben Gästelisten und Budgetplanung für die Hochzeit steht ein heikles Gespräch bevor.
Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte der Reichstag während der demokratischen Ära der Weimarer Republik auf. Doch schon bald darauf erlebte er seinen Untergang. Nach NS-Diktatur, Brand und Kriegszerstörung wurde er wiederaufgebaut, fiel während des Kalten Krieges in ein Wachkoma und wurde nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Gebäude aber ist mehr als nur ein Ort der Politik: Seit mehr als 120 Jahren ist es auch Bühne und Spiegelbild der deutschen Geschichte.
Mit hochwertiger Ausstattung und Schauspielern wie Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti u. a. sind die wichtigsten Ereignisse rund um den Reichstag in Szene gesetzt. Es sind nicht nur die Parlamentarier, die im Fokus des Films stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden sind. Ob Planer, Bauarbeiter, Bibliothekarin, Stenograf, Sekretärin, sie alle erlebten auf ihre Weise die wechselvolle Geschichte des bedeutendsten Hauses der deutschen Geschichte. Dazu gehören auch der Künstler Christo und der Architekt Sir Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zum positiven Symbol für das wiedervereinte Deutschland gemacht haben.
Das Schweizerhaus gilt als die Kultgaststätte des Praters. Angestellte wie Kellner Wolfgang arbeiten hier schon seit vielen Jahren und kennen die zahlreichen Anekdoten des Lokals. Der Wurstelprater ist abends der Anziehungspunkt für Jugendliche. Hier wird geflirtet und gefeiert, was das Zeug hält. Beliebt bei Jung und Alt sind die Geisterbahnen. Der technische Leiter Sandro Spreitzer zeigt einen Blick hinter die Kulissen.
Knapp sechs Millionen Deutsche wanderten zwischen 1830 und 1930 in die USA aus. New York war zwischenzeitlich nach Berlin und Wien die Stadt mit dem größten Anteil deutschsprachiger Bevölkerung weltweit. "Little Germany" hieß der Stadtteil, in dem die meisten Deutschen lebten. Sie haben die USA bis heute geprägt. Der Film schildert das Schicksal des deutschen Migranten Georg Schmidt, der seinen großen Traum von einer Anwaltskarriere in New York verwirklichen will. Die Stadt ist aber nicht nur Zukunftshoffnung, sondern auch beherrscht von kriminellen Gangs. Als seine Verlobte wegen Diebstahls im Gefängnis sitzt, muss Schmidt die mächtigste Verbrecherin der Stadt, ebenfalls eine Migrantin aus Deutschland, um Hilfe bitten. Ihre Bedingungen bringen den angehenden Anwalt in eine ausweglose Situation. Aufwändige Spielszenen lassen das New York der Deutschen lebendig werden, Analysen von Historiker*innen erläutern das Leben und Schicksal der Emigrierten.
Buch: Elin Carlsson & Arne Peisker
Regie: Sigrun Laste, Arne Peisker, Ed Hydock
Produktion: STORY HOUSE Productions/ ZDF Terra X/ Arte
Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?
D 2026
63'
In der ZDF-Dokumentation "Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?" reisen Markus Lanz und Anabel Münstermann durch die US-Südstaaten.
Im Fokus steht die MAGA-Bewegung: "Make America Great Again". Wofür steht sie heute, welche Ziele verfolgen ihre Anhänger und kann sie auch ohne Donald Trump bestehen?
Lanz und Münstermann treffen Menschen, die Trump und MAGA weiterhin unterstützen, aber auch solche, die sich von der Bewegung abgewandt haben. Was bringt Menschen dazu, Trump trotz Enttäuschungen die Treue zu halten? Und warum kehren andere MAGA den Rücken? Die Dokumentation sucht nach den Motiven hinter einer politischen Loyalität, die sich nicht allein mit Wahlergebnissen oder Parteizugehörigkeit erklären lässt.
Dabei richtet sich der Blick auch auf die Zeit nach Donald Trump. Was kommt nach Trump? Wer könnte sein politisches Erbe antreten? Wird MAGA auch ohne seine zentrale Figur eine bestimmende politische Kraft bleiben? Wird sich die Bewegung verändern, gemäßigter werden - oder könnten sich Teile der amerikanischen Rechten weiter radikalisieren?
In Miami, Florida, begegnet Lanz einem Amerika des nahezu unvorstellbaren Reichtums - und einer besonderen politischen Realität. Er trifft kubanischstämmige Amerikaner, die überzeugte Trump-Anhänger sind. Warum unterstützen Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte Donald Trump und seine MAGA-Bewegung? Welche Rolle spielen ihre Erfahrungen mit Kuba, ihr Verständnis von Freiheit und ihre Erwartungen an die amerikanische Politik? Und was erhoffen sie sich von Trump und einem Amerika im Zeichen von "Make America Great Again"?
Gleichzeitig zeigt Miami die enormen Gegensätze des Landes. Sichtbarer Luxus und großer Wohlstand treffen auf Menschen, die mit steigenden Lebenshaltungskosten und sozialer Unsicherheit kämpfen. Auch gesellschaftlich befindet sich Amerika im Wandel: Traditionelle Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen erleben in bestimmten Milieus eine Renaissance. Die Dokumentation fragt, was hinter der sogenannten Manosphere, der Rückkehr klassischer Rollenbilder und der Sehnsucht nach einer gesellschaftlichen Ordnung steckt, die an die 1950er-Jahre erinnert.
Rund um New Orleans, Louisiana, zeigt sich ein anderes Amerika: Krabbenfischer kämpfen mit Inflation, steigenden Kosten und den Folgen der Globalisierung um ihre Existenz. Zugleich sind Leihmutterschaften zu einem Geschäftsmodell geworden, das für manche Familien eine wichtige finanzielle Lebensgrundlage darstellt. Die Begegnungen werfen eine zentrale Frage auf: Warum halten viele Menschen dennoch zu Trump - und welche Rolle spielen dabei wirtschaftliche Sorgen, gesellschaftliche Überzeugungen und der Wunsch nach Sicherheit für die eigene Familie?
Dabei stellt die Dokumentation auch ein vertrautes Bild auf den Prüfstand: Ist Amerika tatsächlich so tief gespalten, wie es häufig dargestellt wird? Oder verdeckt die politische Polarisierung, dass viele Amerikaner - unabhängig von ihrer politischen Haltung - ähnliche Sorgen und Wünsche haben und zunächst um ihr Auskommen, ihre Familien und eine sichere Zukunft kämpfen?
Die Midterm Elections werden schließlich zu einem wichtigen Gradmesser. Wie stabil ist Trumps Rückhalt? Wohin entwickelt sich die Republikanische Partei? Und geben die Wahlen bereits Hinweise darauf, wie ein Amerika nach Trump aussehen könnte?
"Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?" blickt hinter die vertrauten Bilder vom reichen, armen und politisch gespaltenen Amerika. Markus Lanz und Anabel Münstermann begegnen Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenswelten und fragen, was ihre Sorgen, Hoffnungen und politischen Überzeugungen über den Zustand der USA erzählen - und welche Kräfte das Land nach Donald Trump prägen könnten.
Andre hat seinen stationären Entzug leider vorzeitig beenden müssen. Dennoch will sich der gelernte Tischler davon nicht unterkriegen lassen und weiter gegen seine Sucht ankämpfen.
Michael Glawogger (1959 - 2014) geht den Fragen nach, ob körperliche Schwerstarbeit verschwindet oder ob sie nur unsichtbar wird - und wo sie im 21. Jahrhundert noch zu finden ist.
Mit "Workingman's Death" feierte er einen sensationellen Kino- und Festivalerfolg, nachdem der international gefeierte österreichische Filmemacher in "Megacities" das Leben in Großstadtmolochen dokumentierte und in "Frankreich, wir kommen" Fußballfans zeigte.
Auch mit "Nacktschnecken" und "Slumming" bewies Glawogger, dass er gefeierte Spielfilme machen kann.
"Workingman's Death" ist eine zweistündige Filmreise, die 2005 bei den European Film Awards als bester europäischer Dokumentarfilm nominiert war und auf Festivals in Leipzig, Gijón und London Preise einheimste. In sechs Kapiteln folgt Glawogger dabei den Spuren von "Helden" in illegalen Minen der Ukraine, spürt "Geister" unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet "Löwen" in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter "Brüdern", die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine "glorreiche Zukunft".
Die Zukunft ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine ehemals wichtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde. "Arbeit kann viel sein. Oft ist sie kaum sichtbar, manchmal schwer erklärbar und in vielen Fällen nicht darstellbar. Schwere körperliche Arbeit ist sichtbar, erklärbar, darstellbar. Daher denke ich oft: Sie ist die einzig wirkliche Arbeit", so Glawogger.
Neben Erich Lackner und Mirjam Quinte hat Oscar-Preisträger Pepe Danquart "Workingman's Death", im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mitfinanziert, produziert. Für die Musik ist der renommierte Filmmusiker John Zorn verantwortlich, der den so genannten "Genius Grant" der MacArthur Foundation in der Höhe einer halben Million Dollar erhielt.
1935 wird der sowjetische Bergmann Aleksej Stachanow zum Helden der Arbeit. 102 Tonnen Kohle in einer Schicht - ein bis dahin nicht erreichter Rekord. Er wird damit zum Star, zum Helden, zum Politiker und zur Legende. Eine Stadt im Donbass und eine Bewegung werden nach ihm benannt, eine riesige Statue wird errichtet. Krasni Lutsch, Ukraine. Dort, wo einst Stachanow seine Rekorde setzte, arbeiten heute Tatjana, Valodja und Vassili in einer selbst gegrabenen, nicht mehr als 40 Zentimeter hohen Mine. Sie bauen Kohle für den Eigenbedarf ab und leben von der vagen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind die neuen "Helden des Donbass". Ostjava, Indonesien: Pak Agus trägt seit 30 Jahren Schwefel vom Krater des Berges Kawa Ijen ins Tal. Er benutzt dazu zwei mit einer Stange verbundene Körbe, auf seinen Schultern liegt eine Last von 70 bis 100 Kilogramm.
Da der Vulkan auch ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen ist, führt ihn sein täglicher Weg vorbei an Schaulustigen, die ihn und seine Kollegen bestaunen, befragen, bewundern und fotografieren. Sie sind wie "Geister" aus einer vergangenen Zeit. Bunmi Onokoya und seine Kollegen schlachten, rösten, waschen, häuten, zerteilen, schleppen, handeln, laufen und schreien von morgens bis mittags. In dieser Zeit werden an die 350 Ziegen und fast ebenso viele Stiere vom lebenden Tier zum verkaufsfertigen Fleisch verarbeitet.
Die Arbeiter in Port Harcourt, Nigeria, sind stolz, laut und fröhlich. Schließlich sind sie dafür verantwortlich, dass ihre Landsleute zu essen haben. Sie sind selbstbewusst und stark wie "Löwen". Dawa Khan ist eigentlich Bauer. Aber in seinem Dorf reichen die Erträge nicht mehr zum Leben. So arbeitet er in Gaddani, Pakistan. Er und Hunderte andere zerlegen mit mehr oder weniger bloßen Händen alte Tankschiffe, verarbeiten den Schrott aus dem Rest der Welt. Mit strengstem Gottvertrauen und im kollektiven Bewusstsein, dass sie "Brüder" im Geiste und im Leid sind, begegnen sie der täglichen Lebensgefahr von Explosionen und herabstürzenden Trümmern. Doch die "Zukunft" findet in China statt.
Hat Hitler sich erschossen, wie es die preußische Soldatenehre erforderte? Oder erhielt er von seinem treu ergebenen Diener den Fangschuss - nachdem er eine Giftkapsel zerbissen hatte? Hat Magda Goebbels ihre sechs Kinder selbst umgebracht, oder hat ein Arzt die Tat in ihrem Auftrag vollbracht? Autor Michael Kloft befragte die letzten noch lebenden Zeitzeugen.
Bereitet sich Putins Russland auf eine langfristige Konfrontation mit Europa vor? Ein Rechercheteam entdeckt geheime Dokumente, spricht mit Nato-Kommandeuren, russischen Insidern und Frontsoldaten und untersucht militärische Aktivitäten entlang der Ostgrenze Europas. Eine investigative Spurensuche zwischen Abschreckung, Propaganda und Kriegsgefahr.
Leica - ein Begriff, der vielen ein begehrliches Glitzern in die Augen zaubert. Denn schließlich handelt es sich nicht um irgendeinen Fotoapparat, sondern um die Kleinbild-Kamera, die in den zwanziger Jahren die Welt der Fotografie revolutionierte. Sie war viel kleiner, leichter und unauffälliger als die bis dahin üblichen Plattenkameras, dazu schnell - 36 Bilder in rascher Folge konnten die Fotografen mit ihr schießen. Mit der Leica begann die große Geschichte des Fotojournalismus, und unzählige der weltberühmten Bilder, die den Blick auf die Welt prägten, sind mit ihr entstanden. Die Geschichte der Firma, die die Leitz-Kamera auf den Markt brachte, begann 1869 in Wetzlar: Dort übernahm damals Ernst Leitz senior die kleine optische Werkstatt von Carl Kellner, in der Mikroskope gebaut wurden. Neue Herstellungsverfahren, innovative Produkte und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden machten die Leitz-Werke Anfang des 20. Jahrhunderts zum weltgrößten Hersteller von Mikroskopen. Knut Kühn-Leitz, Urenkel von Ernst Leitz senior, erzählt in dem Film, wie sein Urgroßvater und sein Großvater, der 1920 den Betrieb übernahm, ein ganz besonderes Betriebsklima schufen: sozial, kreativ, menschlich, verbindlich - Eigenschaften, die auch in der Zeit der Naziherrrschaft das Handeln von Ernst Leitz junior bestimmten. Bis Mitte der achtziger Jahre war die Familie Leitz in der Firmenleitung führend vertreten. Doch die Konkurrenz aus Japan machte auch dem hessischen Unternehmen jahrelang schwer zu schaffen. Geld für Innovationen fehlte. Sie verkauften, und es folgten schwere und wechselvolle Jahre für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Doch Leica gibt es auch heute noch, die Kamera wie auch die Mikroskope. Heute sind es zwei voneinander unabhängige Unternehmen, doch beide sind wieder richtig gut im Geschäft, und Mitarbeiter erzählen, dass und warum sie auf "Leica" so stolz sind.