Die ORF-III-Produktion blickt zurück auf jenen Tag, an dem Jörg Haider die Macht in der FPÖ übernommen hat. Samstag, 13. September 1986, ein Tag der die Politik der Zweiten Republik für immer verändern wird. In Innsbruck kommt die FPÖ zu einem Parteitag zusammen. Es ist der Höhepunkt jenes Feuers, das der Jung-Politiker Jörg Haider durch gezieltes Zündeln innerhalb der Partei angefacht hatte. Dem Tag voraus gegangen sind zahlreiche Intrigen des FPÖ Shootingstars gegen die Mitglieder seiner eigenen Partei, getragen vom deutsch - nationalen Flügel, der sich durch Haider eine Stärkung innerhalb der Österreichischen Politik erhofft. Mit einer Stammtischrunde, mit Zeitzeugen, wie dem damals vor Ort berichtenden Journalisten Roland Adrowitzer, dem ehemaligen Bundeskanzler Franz Vranitzky und Vizekanzler Norbert Steger, verfolgen wir die emotional aufgeladenen Stunden bis zur entscheidenden Wahl.
Es ist ein Tag, der in seinen Wendungen äußerst dramatisch verläuft und durch die Wahl Jörg Haiders zum neuen FPÖ Parteiobmann den Beginn des Aufstiegs des Rechtpopulismus in Österreich markiert. Mit Jörg Haider betritt ein neuer Typ Politiker die Bühne: Jung, dynamisch und mit dem unbedingtem Willen zur Macht.
Der Film blickt aber nicht nur auf die Stunden rund um den 13. September, sondern richtet seinen Blick auch auf die Entwicklung danach. Auf den kometenhaften Aufstieg Jörg Haiders, der geprägt ist von einer höchst aktiven "Buberlpartie", dem Lichtermeer gegen Fremdenhass und der zur ersten schwarzblauen Regierung zur Jahrtausendwende führt.
Schloss Schönbrunn - eine der glanzvollsten Schlossanlagen Europas. Eindrucksvolle Bilder erzählen die Geschichte der Menschen, die dort herrschten und der Heerscharen an Bediensteten, die notwendig waren, um eine solche Residenz am Laufen zu halten.
Carola und Stefan haben Beziehungsprobleme, oft streiten sie laut. Ihr Ex Lothar ist aktuell keine Option, aber zu Ex-Mann Marco hat Carola noch Kontakt. Nun sitzen die drei zusammen und klären ihre Differenzen.
Boykotte, Eskalationen & Skandale - Musik für die Ewigkeit
D 2026
125'
Was wäre die Musikgeschichte der 80er und 90er ohne ihre Skandale? Madonnas Video zu "Like A Prayer" schockt das religiöse Amerika, Marilyn Manson ist als Kunstfigur ein einziger Skandal und Milli Vanilli stürz so tief wie kaum ein anderer Pop-Act zuvor.
Die Musik-Dokumentation blickt zurück auf die aufsehenerregendsten Skandale in der Musikwelt der 1980er und 1990er mit prominenter Unterstützung.
In Bad Segeberg ist ein Mazda MX5 mit einem riesigen Heckspoiler unterwegs. Die "Speed Cops" schauen sich das Fahrzeug gründlich an. In Wiesbaden hat derweil das alljährliche Stadtfest reichlich Zulauf. Doch trotz der lauten Feierlichkeiten sind die Motorengeräusche eines schwarzen Mercedes nicht zu überhören. In Lüneburg sind die Gesetzeshüter einem rücksichtslosen Raser auf den Fersen, der die Gesundheit spielender Kinder gefährdet. Und in Heilbronn wird ein bekanntes Auto kontrolliert. Bei dem Vehikel handelt es sich um einen ehemaligen Polizeiwagen.
Schwere Unglücke passen nicht zur SED-Propaganda für einen erfolgreichen Sozialismus. Ursachen bleiben oft geheim. Denn die Regierung ist an einigen tödlichen Havarien nicht ganz unschuldig. Die Staatsmacht braucht Westdevisen. Das bedeutet: Planerfüllung um jeden Preis. Viele DDR-Betriebe sind marode, und neue Anlagen gehen in Betrieb, bevor sie fertig sind. Produktionsdruck zulasten der Sicherheit kostet immer wieder Menschenleben. 1978 explodiert im Erzgebirge die gerade erst neu gebaute Gasstation Sayda. Sie soll das gesamte Land mit Erdgas aus der Sowjetunion versorgen und Devisen einbringen - ein Mammutprojekt. Doch bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung gelangt Gas in die Messwarte und entzündet sich. Das Gebäude explodiert und stürzt ein - zwei Menschen sterben. Die Stasi stellt hinterher verheerende Sicherheitsmängel fest. Unfertige Anlagen und die fehlende Ausbildung des Personals führen zu einer der größten Katastrophen in der DDR-Geschichte. Auch in den Buna-Werken bei Leipzig geht Produktion vor Sicherheit. Dort wird Karbid hergestellt - wertvoller Grundstoff für "Plaste und Elaste" und Basis für viele Gebrauchsgegenstände, von Spielzeug bis zum Trabant. Die DDR exportiert Karbid in den Westen und verdient gut daran. Doch die Arbeitsbedingungen an den glühend heißen Öfen sind hart, die Umwelt wird schwer belastet. 1990 sind die alten Anlagen aus den 1930er-Jahren völlig marode. Einer der Karbidöfen explodiert, fünf Menschen verlieren ihr Leben. Katastrophen bringen Helfer und Rettungskräfte immer wieder an ihre Grenzen. Als im Sommer 1989 in Berlin-Schönefeld ein Passagierflugzeug der Interflug verunglückt und ausbrennt, fehlt schnell Löschwasser. Doch die DDR lehnt Hilfe vom Klassenfeind aus Westberlin ab. War es menschliches Versagen oder ein technischer Fehler? Details des Unglücks kommen erst nach dem Ende der DDR ans Licht. Der Film erzählt von tragischen Unglücksfällen der DDR, über die vor 1990 kaum berichtet wurde. Mithilfe von Zeitzeugeninterviews an den Originalschauplätzen, seltenem Archivmaterial und Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv deckt die Dokumentation Hintergründe auf und zeigt die besonderen Hürden im Alltag der DDR.
Zehn Fehler - Katastrophen, die Geschichte schrieben
Deepwater Horizon - Flammendes Inferno
1. Staffel
4. Folge
GB 2021
46'
Am 20. April 2010 explodiert die Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Millionen Liter Öl strömen unkontrolliert ins Meer und verursachen eine der größten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Durch das Ölleck werden etwa 1.500 Kilometer Küstenlinie verschmutzt. Die Auswirkungen für das Ökosystem sind verheerend. Sieben Monate vor dem tödlichen Zwischenfall fielen bei einer Sicherheitsprüfung zahlreiche Wartungsmängel auf. Welche 10 folgenschweren Fehler führten zu diesem fatalen Ereignis?
Menschen haben den Drang, in unbekannte Gebiete vorzudringen, um neue Entdeckungen zu machen. Während eine neue Ära der Raumfahrt beginnt, stellt sich die Frage: Was werden wir finden, wenn wir andere Planeten erreichen? Welche Gefahren lauern hinter den Grenzen des Vorstellbaren?
Einen Katzensprung von Venedig entfernt liegt das Ferienidyll Marina di Venezia, der größte Campingplatz Europas. 12.000 Gäste können hier gleichzeitig dem Alltagstrott entfliehen - ein Großteil davon Deutsche. Client Manager Massimo und sein Team versuchen täglich, allen Urlaubern den Aufenthalt so erholsam wie möglich zu gestalten. Keine einfache Aufgabe, denn schon unglückliche Wetterbedingungen können Feiern und Events unter dem offenen Himmel Italiens buchstäblich ins Wasser fallen lassen.
Die Dominikanische Republik lockt mit Strand, Sonne und Meer. Merengue-Musik und Tanz sind untrennbar mit der dominikanischen Kultur verbunden. Aber das Land bietet mehr als Karibik-Feeling. Whalewatching vor der Küste, idyllische Fischerdörfer und historische Stätten, die von den Ureinwohnern und der langen Geschichte des Landes zeugen: Die Dominikanische Republik hat eine reiche Kultur und zählt zu Recht zu den vielfältigsten Ländern der Karibik.
Schwerlast-Selbstfahrer gelten als Transportwunder. Ihre Motoren haben mehr als fünfhundert PS und ihr wendiges Fahrwerk besitzt acht Räder pro Achslinie. Damit können sie nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern auch seitwärts und diagonal fahren. Ob starke Steigungen, steile Gefälle oder schwierige Untergründe, sie sind wahre Geländeprofis. Sie ermöglichen es, Lasten bis zum Siebenfachen ihres Eigengewichts zu bewegen. Zum Einsatz kommen sie dann, wenn andere Transportsysteme versagen.
Zwei Früchte sorgen auf dem Flughafen für große Aufregung. Titan, der Drogenhund des Postzentrums, ist wieder auf Patrouille, aber wird er dieses Mal etwas finden? Und ein Passagier aus Südamerika gibt dem Zoll Rätsel auf.
Ein Mann mit einem Berg von Zigaretten und einem Haufen Lügen wird vom Zoll erwischt. In den Häfen gibt es exotische Neuankömmlinge. Und Drogenschmuggler versuchen auf erfinderische Weise, Drogen per Luftfracht ins Land zu bringen.
Großbrände, ein Zugunglück, ein Brückeneinsturz. ZDFinfo widmet sich einem wenig beachteten Thema der DDR-Geschichte: Wie kam es zu solchen Unfällen, und wie ging man damit um? Anhand von Augenzeugenberichten, Archivmaterial und privaten Filmaufnahmen ermöglicht die Doku einen neuen Blick auf die oft geheimen oder vertuschten Fakten. Historiker und Technik-Experten schildern die damaligen Ermittlungen nach schweren Unglücken. In der DDR wurde über große Katastrophen in den Medien kaum berichtet. Die wahren Hintergründe wurden geheim gehalten, und immer war die Staatssicherheit mit am Unglücksort. Sie ermittelte mit eigenem Personal, vertuschte und strengte auch Prozesse gegen politisch unliebsame Personen an, wie gegen den Brückenkonstrukteur Gisbert Rother. Ausgerechnet zum Mauerbau-Jubiläum am 13. August 1973 stürzte ein Teilstück seiner im Bau befindlichen Brücke in Zeulenroda ab. Vier Bauleute kamen ums Leben. Das MfS hatte den Chefkonstrukteur bereits wegen seiner "politisch negativen Grundeinstellung" im Visier. Obwohl Gisbert Rother am Einsturz unschuldig war, strengte die Stasi einen Schauprozess gegen ihn an. Doch der hatte unerwartete Folgen. Oft war auch die marode DDR-Wirtschaft Grund für ein Unglück. So im Februar 1979, als explosive Dämpfe einer verschlissenen Anlage im Ölwerk Riesa zur Explosion führten. Elf Tote und 51 teilweise schwer Verletzte waren die Folge. Neben der Feuerwehr versuchte ein schlecht ausgerüsteter NVA-Trupp, Überlebende mit bloßen Händen aus den Trümmern zu retten. Das MfS ermittelte minutiös die Ursache der Explosion und offenbarte das Versagen der staatlich gelenkten Wirtschaft. Weil das aber nicht sein durfte, wurden schließlich Unschuldige verurteilt. Angst vor Repressionen und starker Nebel führten am 29. Februar 1984 zu einer schlimmen Bahnkatastrophe. Im Bahnhof Hohenthurm fuhr der Transitzug D354 nach Saarbrücken auf einen stehenden "Schichterzug". Transitzüge durften wegen möglicher "Republikflucht" in der DDR nicht langsam fahren oder halten. So übersah der Zugführer im dichten Nebel ein rotes Signal. Die Bilder der entstellten Opfer verfolgt die Rettungskräfte bis heute. Das MfS versuchte, den Unfallort abzuschirmen, konnte aber Berichte in den Westmedien nicht verhindern. Ein Großbrand führte im Juni 1986 zum gefährlichsten Feuerwehreinsatz in der DDR. In der Leipziger Wollkämmerei ging hoch brennbarer Kunststoff in Flammen auf. Zwei Arbeiterinnen konnten nur tot geborgen werden. Auch für die Rettungskräfte entwickelte sich der Einsatz zu einem nie da gewesenen Desaster: 26 Feuerwehrmänner kollabierten, 45 kamen in die Notaufnahme. Giftige Gase und die große Hitze versetzten auch die nachrückenden Einsatzkräfte in Angst und Schrecken. Schnell ermittelte das MfS den Brandstifter. Doch warum so viele Feuerwehrleute ausfielen, blieb geheim und gibt noch heute Betroffenen Rätsel auf.
Zehn Fehler - Katastrophen, die Geschichte schrieben
737 Max - Flug in den Tod
1. Staffel
5. Folge
GB 2021
44'
Am 10. März 2019 stürzt in Äthiopien kurz nach dem Start ein Linienflug vom Typ Boeing 737-Max ab. Alle 157 Menschen an Bord kommen bei der Katastrophe ums Leben. Kaum fünf Monate zuvor war bereits eine Maschine der gleichen Bauart in Indonesien ins offene Meer gestürzt. Flugschreiberdaten und offizielle Ermittlungen zur Absturzursache zeigen eine Verkettung von schweren Fehlern, die zu den beiden Tragödien führte. Was steckt hinter den mysteriösen Abstürzen der Boeing 737-Max?
Korsika, die üppigste und vielfältigste Insel des Mittelmeers, lockt mit wild wuchernder Macchia, alpinem Hochgebirge, Traumstränden und einer bizarren Felsenküste. In Bergdörfern und historischen Städten pflegen die Korsen ihre Kultur und traditionelle Lebensart. Die Bewahrung des alten Handwerks, der landestypischen Gerichte, der eigenen Musik und Sprache prägen die Korsen. Sie sind stolz auf ihre Insel und ihre Identität.
Ein Passagier mit einem gestohlenen Ausweis bekommt den langen Arm des Gesetzes zu spüren. Eine sehr farbenfrohe Persönlichkeit landet auf dem Flughafen von Queenstown. Und bei Auckland Air Cargo sorgen einige LED-Lichter für Misstrauen.
Das Jahr 2000 war politisch ein Schicksalsjahr für Österreich. Mit der Bildung einer "Kleinen Koalition" fand eine politische Wende statt. Judith Doppler entwirft eine minutiöse Chronologie der damaligen Ereignisse in der neuesten Folge der ORF-III-Reihe "Schicksalstage Österreichs - Tagebuch der Wende 2000".
Schwerlast-Selbstfahrer gelten als Transportwunder. Ihre Motoren haben mehr als fünfhundert PS und ihr wendiges Fahrwerk besitzt acht Räder pro Achslinie. Damit können sie nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern auch seitwärts und diagonal fahren. Ob starke Steigungen, steile Gefälle oder schwierige Untergründe, sie sind wahre Geländeprofis. Sie ermöglichen es, Lasten bis zum Siebenfachen ihres Eigengewichts zu bewegen. Zum Einsatz kommen sie dann, wenn andere Transportsysteme versagen.
Die Bell 429 ist ein vielseitiger Hubschrauber, seit 2008 in Kanada gebaut und weltweit im Einsatz. Mit zwei 635-PS-Triebwerken kann sie in verschiedenen Ausführungen genutzt werden - von Rettungs- und Polizeieinsätzen bis hin zum VIP-Transport in Luxus-Ausstattung. Das Hauptwerk von Bell befindet sich in Mirabel, Kanada, wo alle zivilen Modelle gefertigt werden. WELT TV erhält als erster europäischer Sender Einblick in die Produktion der Bell 429.
In Lüneburg bewegt sich ein Motorradfahrer unsicher durch den Straßenverkehr. Außerdem ist der Biker auf seiner Maschine nicht angemessen gekleidet. Sind hier möglicherweise Drogen mit im Spiel? In Mühlheim-Kärlich werfen die "Speed Cops" einen Blick unter die Motorhaube eines besonderen Mitsubishis. Und rund um das Örtchen Blankenburg im Nationalpark Harz herrscht reger Betrieb. Dort sind Touristen und Tuner unterwegs. Bei der Kontrolle eines tiefer gelegten BMWs wird schnell klar: Der fehlende Fahrzeugschein ist in diesem Fall das geringste Problem.
Ein rumänisches Ehepaar gerät beim Zoll in Auckland über die genauen Details seiner Pläne ins Schleudern, die MPI-Mitarbeiterin Sue hat ihren großen Tag am Flughafen, und bei Air Cargo gibt es eine geballte Ladung verdächtiger Pakete.
San Francisco als Skate-Labor: Madars Apse und Nico Hiraga treffen eine lokale Crew und erleben die Energie einer Stadt, die Skateboarding bis heute prägt.
Von den irrwitzigen barocken Fantasiegebilden über die Luxusgemächer der Höflinge bis zum Privatmuseum des Königs: Das heutige Versailles hat kaum noch Ähnlichkeit mit dem Schloss des Sonnenkönigs. Durch Restaurierung und die Digitalisierung Tausender Schlosspläne wird diese versunkene Vergangenheit neu greifbar. Der Film begleitet diese Spurensuche.
Tödliches Erbe der DDR - Deutsches Uran für Moskaus Bomben
Erz um jeden Preis
D 2026
40'
Kurz nach Kriegsende 1945 startet im Erzgebirge eines der größten Geheimprojekte der Nachkriegszeit: Unter dem Tarnnamen "Wismut" graben Arbeiter nach Uran für Stalins Atombombe. Sachsen und Thüringen sind im Kalten Krieg anfangs die wichtigsten Uran-Lieferanten Moskaus. Zehntausende schuften unter strenger Geheimhaltung und Lebensgefahr. Viele kommen ums Leben - durch Unfälle und die Langzeitfolgen radioaktiver Strahlung. 1945 verändert die erste Atombombenexplosion das Machtgefüge der Welt für immer. Um im atomaren Wettlauf mit den USA mitzuhalten, benötigt die Sowjetunion Tausende Tonnen Uran. Mit Hochdruck lässt Stalin in ganz Osteuropa danach suchen. In Sachsen werden seine Geologen fündig, die Geigerzähler schlagen aus. In alten Silberminen schlummern riesige Uranvorkommen. "Wismut" - hinter diesem Namen verbirgt sich ab 1947 eines der geheimsten Industrieprojekte der Nachkriegszeit. Dort fördern sie das Uran für das sowjetische Atomprogramm. Am 29. August 1949 ist es so weit: Die Sowjetunion zündet ihre erste Atombombe. Das Uran aus der "Wismut" ist hierfür ein entscheidender Faktor. Das Erzgebirge wird zum Hotspot des Kalten Krieges. Zehntausende Bergarbeiter werden in die Region gebracht, um nach Uran zu graben. Doch die Bedingungen sind lebensgefährlich: Einstürze und Unfälle sowie die Belastung mit Staub, Radongas und radioaktiver Strahlung gehören zum Alltag. Rund um Johanngeorgenstadt, Schneeberg und Schlema entstehen neue Schächte, Siedlungen und Sperrzonen. Zeitweise beschäftigt die "Wismut" mehr als 200.000 Menschen und steigt auf zum weltweit größten Uranbergbaubetrieb. Trotzdem ist es ein Verlustgeschäft, denn was die DDR an die Sowjetunion liefert, sind Reparationen für den verlorenen Krieg. Die "Wismut" ist in der DDR topsecret. Sowjetsoldaten sichern die Anlagen. Wer unter Spionageverdacht gerät, muss um sein Leben fürchten. Allein zwischen 1951 und 1953, so der Historiker Rainer Karlsch, werden rund 70 "Wismut"-Kumpel in der Sowjetunion hingerichtet. Gleichzeitig lockt das Unternehmen mit hohen Löhnen und Privilegien. Für viele Familien bedeutet die Arbeit einen Ausweg aus Not und Hunger der Nachkriegsjahre. Es ist der Beginn einer ambivalenten Geschichte zwischen Hoffnung, Aufstieg und Leid. Die Folgen des Raubbaus werden erst Jahre später deutlich. Uran aus dem Erzgebirge macht die Sowjetunion zur Atommacht. Doch der Preis für die Jagd nach dem radioaktiven Stoff ist hoch: Bis heute sterben Bergleute an Krebs, ganze Dörfer sind verschwunden, Landschaften verwüstet. Die einzigartige Geschichte der "Wismut" wirkt bis heute nach.
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste - über 600 Kilometer erstreckt sich die Küste der Normandie entlang des Ärmelkanals. Ein fruchtbares Land mit Wiesen, Obstplantagen und Weiden. Steilklippen, Sandstrände und Seebäder prägen die Küste. Abteien, Schlösser und idyllische Dörfer erzählen von ihrer bewegten Geschichte. Der Film führt vom Mont St. Michel über die Landungsstrände der Alliierten bis zur Halbinsel Cotentin.
Experten analysieren unerklärliche Aufnahmen aus Überwachungskameras. Heute rätselt die Wissenschaft, was es mit einer bislang nicht erfassten Kreatur mit Tentakeln auf dem Meeresgrund auf sich hat.
11. Oktober 2008, 1 Uhr 15. Das Leben des umstrittensten Politikers Österreichs endet auf offener Landstraße: Jörg Haider stirbt bei einem spektakulären Verkehrsunfall auf dem Weg ins Bärental. Wie hat Jörg Haider die letzten Stunden seines Lebens verbracht? Wo ist der Landeshauptmann gewesen? Schon kurz nach seinem Tod beginnt die Legendenbildung. Trotz regem Medieninteresse bleiben die wahren Umstände lange im Dunklen.
Birgit Mosser-Schuöcker hat recherchiert und den Ablauf dieser dramatischen Stunden minutiös nachgezeichnet. In der Dokumentation äußert sich Witwe Claudia Haider zu diesen dramatischen Stunden. Ein Zeuge, der zwei Minuten nach dem Unfall vor Ort war, erinnert sich öffentlich an jene Nacht. Familienmitglieder wie die verstorbene Mutter Dorothea Haider, Schwester Ursula Haubner und Nichte Beate Haubner zeichnen den 10. Oktober in sehr persönlichen Worten nach. Weggefährten wie HC Strache, Gerhard Dörfler und Peter Westentahler blicken zurück. Der Journalist Reinhard Dottolo, der Verkehrssachverständige Harald Weinländer und der Pathologe Peter Grabuschnigg ermöglichen einen objektiven Blick auf den Mythos Jörg Haider.
Die Bell 429 ist ein vielseitiger Hubschrauber, seit 2008 in Kanada gebaut und weltweit im Einsatz. Mit zwei 635-PS-Triebwerken kann sie in verschiedenen Ausführungen genutzt werden - von Rettungs- und Polizeieinsätzen bis hin zum VIP-Transport in Luxus-Ausstattung. Das Hauptwerk von Bell befindet sich in Mirabel, Kanada, wo alle zivilen Modelle gefertigt werden. WELT TV erhält als erster europäischer Sender Einblick in die Produktion der Bell 429.
Im verschlafenen 200-Seelen-Dorf Rockensußra in Nordthüringen werden einsatzfähige Panzer zu recyclebarem Schrott verwertet. Seit 1992 wurden dort bereits rund 17.000 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge "demilitarisiert". Doch wie lassen sich diese Maschinen verschrotten, wenn sie gerade mit der Absicht gebaut wurden, unzerstörbar zu sein? Die Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen und begleitet die Panzerknacker bei ihrer schweißtreibenden und nicht minder gefährlichen Arbeit.
Susi hat Angst, dass ihr das Jugendamt wegen eines Vorfalls die Kinder wegnimmt. Zum Glück steht ihr Freundin Eva zur Seite. Marcello ist von seinem Ein-Euro-Job überfordert und Sabrina versucht, sich als Putzkraft über Wasser zu halten.
Gav Hall nimmt in einem Vorort von Nottingham den Fahrer eines Lieferwagens in Gewahrsam. Seine Kollegen Dan Machin und James McClintock packen unterdessen den Erste-Hilfe-Kasten aus. Die Gesetzeshüter versorgen einen mutmaßlichen Komplizen des Verdächtigen. Der Mann ist auf dem Bürgersteig zusammengebrochen. Seine Verletzung am Bauch hat er sich vermutlich bei einem Einbruch zugezogen. Und Rob Eley und Spencer Pugh bekommen es in dieser Folge mit einem polizeibekannten Missetäter zu tun. Der Gesuchte setzt sich bei seiner Verhaftung heftig zur Wehr.
Ein Abend voller Poesie, Spannung, Nervenkitzel: Prominente und Zirkus-Expert:innen, Artist:innen und Mitglieder bekannter Zirkusfamilien erzählen in dieser Dokumentation von Christian Stöffler von ihren schönsten, eindrucksvollsten Momenten in den großen Zirkus-Galas, vom faszinierenden Leben in und hinter der Manege sowie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen.
Boykotte, Eskalationen & Skandale - Musik für die Ewigkeit
D 2026
110'
Was wäre die Musikgeschichte des 21. Jahrhunderts ohne ihre Skandale? Janet Jacksons "Nipplegate" empört das konservative Amerika, Miley Cyrus schockt die Welt mit ihrem Imagewechsel und R. Kelly stürz so tief wie kaum ein anderer Superstar zuvor.
Die Dokumentation Boykotte, Eskalationen & Skandale- Musik für die Ewigkeit blickt zurück auf die aufsehenerregendsten Skandale in der Musikwelt von 2000 bis heute mit prominenter Unterstützung.
Tödliches Erbe der DDR - Deutsches Uran für Moskaus Bomben
Strahlende Gefahr
D 2026
50'
Bis 1990 liefert die DDR Uran für Moskaus Atombomben - mit drastischen Folgen für Mensch und Umwelt: Dörfer verschwinden, Landschaften werden radioaktiv verseucht, Bergleute erkranken. Die "Wismut" im Erzgebirge ist zeitweise der größte Uranbergbaubetrieb der Welt. Die Jagd nach dem radioaktiven Metall bezahlen viele Kumpel mit dem Leben. Die Sanierung der strahlenden Altlasten kostet bis heute Milliarden. Eine Mammutaufgabe für Generationen. Im atomaren Rüstungswettlauf mit den USA fordert die Sowjetunion von der DDR immer mehr Uran. Bis 1990 werden mehr als 216.000 Tonnen Uran geliefert. Das Uran aus dem Erzgebirge ist unverzichtbar für Moskaus Atomprogramm. Um den Uran-Hunger zu stillen, wird der Bergbau auf Thüringen ausgeweitet. Die Konsequenzen für die Region sind drastisch: Häuser stürzen ein, ganze Dörfer werden abgerissen. Radioaktive Abfälle werden in offene Gruben gekippt, chemische Laugen in Flüsse geleitet. Dramatisch ist es im Dorf Culmitzsch. 1962 bricht dort nachts der Damm eines riesigen Schlammbeckens, in dem Abfälle aus der Uranaufbereitung lagern. Eine radioaktive Flut ergießt sich Richtung Dorf, kontaminiert das Erdreich und den Fluss. Die DDR-Führung lässt Culmitzsch räumen und später abreißen. Was bleibt, ist eine Sperrzone. Die Umweltzerstörung ist nicht zu übersehen - offiziell ist sie tabu. 1987 filmt der Bürgerrechtler Michael Beleites heimlich die radioaktive Verseuchung. Seine Recherchen geraten in den Westen und er ins Visier der Staatssicherheit. Am schlimmsten trifft es die Bergleute. Sie arbeiten unter Tage mit radioaktivem Erz, atmen uranhaltigen Staub und Radongas ein. Der Uranbergbau fordert Tausende Opfer. Viele Kumpel erkranken, manche sterben. Die Diagnosen ähneln sich: Staublunge, Gelenkschäden, Lungenkrebs. Das Lungenkrebsrisiko unter Uranbergleuten sei etwa doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung, sagt die Epidemiologin Michaela Kreuzer vom Bundesamt für Strahlenschutz. Doch der Nachweis eines Zusammenhangs ist schwierig. Tausende Kumpel kämpfen bis heute um die Anerkennung ihrer Erkrankungen als Berufskrankheit. Erst nach dem Mauerfall endet der Uranabbau im Erzgebirge. Die Sowjetunion zieht sich zurück und hinterlässt eine geschundene Landschaft. Die Sanierung der gigantischen Altlasten ist ein Milliardenprojekt, das die Region noch für Jahrzehnte prägen wird. Uran aus dem Erzgebirge macht die Sowjetunion zur Atommacht. Doch der Preis für die Jagd nach dem radioaktiven Stoff ist hoch: Bis heute sterben Bergleute an Krebs, ganze Dörfer sind verschwunden, Landschaften verwüstet. Die einzigartige Geschichte der "Wismut" wirkt bis heute nach.
Am Fuß der Alpen liegen die Oberitalienischen Seen. Geprägt wird die beliebte Urlaubsregion von malerischen Fischerdörfern, geschichtsträchtigen Städten und atemberaubender Natur. Während der Gardasee im Sommer fest in deutscher Hand ist, ist der Iseosee ein echter Geheimtipp. Die zahlreichen prunkvollen Villen bescheren dem Comer See ein mondänes Flair. Der Lago Maggiore wiederum bezauberte schon Schriftsteller wie Flaubert und Dumas.
Sie gehört zu den unverwechselbaren Stimmen Deutschlands - und doch hat sich Annett Louisan lange hinter ihrer Kunstfigur verborgen. Nun öffnet sie Türen, die bislang verschlossen blieben.
Erwin Steinhauer, einer der beliebtesten Schauspieler im deutschsprachigen Raum, wird 75 Jahre alt und aus diesem Anlass zeigt der ORF ein unterhaltsames Portrait des Ausnahme-Künstlers.
Gemeinsam mit seinem Sohn und Schauspielkollegen Matthias Franz Stein macht er sich auf den Weg, um wichtige Stationen seines Lebens zu besuchen. Die beiden treffen auch bekannte WeggefährtInnen und FreundInnen - wie Ulrike Beimpold, Rupert Henning und Alfred Komarek. Es ist aber nicht nur eine gemeinsame Reise durch Erwin Steinhauers Vergangenheit, sondern auch ein Vater-Sohn-Roadmovie, denn gezeigt wird nicht nur der Künstler, sondern auch der Privatmensch dahinter, der Familienvater, Kollege und Freund. Die filmische Reise geht von Wien über das Weinviertel, Bad Ischl, Salzburg an den Millstätter See, Grado bis nach Valun, wo mit der Serie "Der Sonne entgegen" alles begann…