Für die einen bedeutet er gelebte Bürgernähe und regionale Selbstverwirklichung, für die anderen ist er ein milliardenschweres Bürokratiemonster: der Föderalismus mit den mächtigen Bundesländern.
Was bringen uns eigentlich diese neun Bundesländer mit neun Landtagen, neun Gesundheitsverwaltungen, neun Bildungsdirektionen, neun Bauordnungen, neun Campingverordnungen oder neun Bestattungsgesetzen? Milliarden Euro könnten, da sind sich Wirtschaftsforscher einig, durch die Abschaffung der vielen Doppelgleisigkeiten gespart werden. Lisa Gadenstätter taucht ein in das Kompetenzwirrwarr und stellt eine provokante Frage: Brauchen wir die wirklich, unsere neun Bundesländer?
Malerisch auf knapp tausend Metern am Fuß der imposanten Zugspitze liegt der kleine Tiroler Bergort Ehrwald. Hinter ihm erhebt sich das felsige Zugspitz-Massiv auf dreitausend Meter. Mit dem Bau der Zugspitzbahn begann vor gut hundert Jahren die touristische Erschließung dieser Gemeinde, die heute zu den wichtigsten Erholungsgebieten der Region zählt. Doch die vielen Sommergäste konnten die Seele des Ortes und seiner Einwohner nicht nachhaltig verändern. Noch immer genießen die hier ansässigen Bergbauern und Waldarbeiter den Respekt der Gemeinde - wissen doch alle um den Wert ihrer Arbeit für die Pflege der Kulturlandschaft. Die traditionellen Bergfeuer zum Jahreszeitenwechsel, die die Ehrwalder hier abhalten, zählen zum immateriellen Weltkulturerbe. Gestalter Martin Vogg porträtiert diesen Ort und die Menschen, die ihn ausmachen.
Hautnah folgen wir drei Lemurenfamilien durch ihren Alltag. Bei ihren Freuden - und ihren Herausforderungen. Eines ist dabei garantiert: Langweilig wird es nie.
Eine Mordserie versetzt den Südwesten Deutschlands Mitte der 1980er-Jahre in Angst und Schrecken. Die Jagd nach dem "Hammermörder" stellt die Ermittler vor große Rätsel.
Er tötet Autofahrer und nutzt ihre Wagen als Fluchtfahrzeuge bei Banküberfällen. Trotz vieler Spuren scheint der Täter den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Doch die verwendete Munition erregt einen Verdacht: Ist der Täter einer von ihnen?
Weil der Täter bei seinen Banküberfällen einen Vorschlaghammer einsetzt, tauft ihn die Presse den "Hammermörder". Die Sonderkommission "Hammer" steht vor einem Rätsel. Mehr als 100 Ermittler verfolgen über 4000 Spuren. Trotzdem bleibt der Täter lange ein Phantom. Erst als neue kriminaltechnische Untersuchungen den Kreis der Verdächtigen einengen, gerät Polizeiobermeister Norbert Poehlke ins Visier der Ermittler. Doch bevor er festgenommen werden kann, eskaliert die Situation.
"XY history" rekonstruiert einen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte. Moderator Sven Voss spricht mit Zeitzeugen wie dem damaligen Ermittler und letzten Leiter der Soko "Hammer" Gerd Bornschein, der Lokaljournalistin Elke Evert, die den Fall hautnah begleitet hat, und mit der forensischen Psychologin Dr. Gilda Giebel. "XY history" zeichnet nach, wie der Täter - tatsächlich ein Polizist - seine berufliche Stellung für seine Verbrechen nutzen konnte. Gleichzeitig beleuchtet die Dokumentation die intensive Ermittlungsarbeit, aber auch die folgenschweren Fehleinschätzungen einzelner Beteiligter, die dazu beitrugen, dass Norbert Poehlke lange unentdeckt blieb. Originaldokumente und aufwendig inszenierte Spielszenen gewähren Einblick in einen Fall, der am Ende weitere Menschenleben fordert und bis heute Fragen aufwirft.
Spione führen ein Doppelleben. Ihre Kinder auch, doch ohne es zu wissen. Sie wachsen in Familien auf, in denen geschwiegen, getäuscht und verdrängt wird.
Nach außen ist alles normal: Schule, Ferien, Abendbrot. Doch hinter der Fassade arbeiten die Eltern für einen Geheimdienst. Der Zweiteiler "Agentenkinder - Wenn die Eltern spionieren" zeigt Spionage nicht als Abenteuer, sondern als Familiengeschichte.
Im Mittelpunkt stehen die Kinder der Agenten - sechs Menschen, die nicht gefragt wurden und trotzdem mit den Folgen leben mussten. Was macht es mit einem, wenn der eigene Vater oder die eigene Mutter plötzlich als Spion enttarnt wird? Wenn aus den Eltern Verräter oder Staatsfeinde werden? Und wenn die politische Entscheidung der Erwachsenen am Ende ein ganzes Familienleben zerstört? Ihre Geschichten führen mitten hinein in die deutsch-deutsche Geheimdienstwelt, aber sie erzählen vor allem von Loyalität und Enttäuschung, von Schweigen, Schuld und der lebenslangen Suche nach Antworten.
Teil eins befasst sich mit Familien in der DDR, in denen Eltern für westliche Geheimdienste arbeiteten.
Jürgen Tatzkow ist 15 Jahre alt, als seine Eltern verhaftet werden. Der Vater und die Mutter werden wegen Spionage für den Westen zu hohen Haftstrafen verurteilt. Für Jürgen und seinen Bruder bricht die Familie auseinander. Halt gibt ihnen schließlich die DDR, der Staat, der ihre Eltern als Feinde verurteilt.
Rainer Brauns ist erst 20 Jahre alt, als er erlebt, wie der Staat mit voller Härte gegen seine Eltern vorgeht. Margarete und Erich Brauns liefern dem Westen Informationen aus der DDR-Wirtschaft. Als sie auffliegen, folgen Prozess, Haft - und für Rainer ein Leben, das eine ganz andere Richtung nimmt, als er es sich einmal vorgestellt hat.
Eine andere Geschichte beginnt mit einer spektakulären Flucht: Werner Stiller, Offizier der Staatssicherheit, setzt sich 1979 in den Westen ab und nimmt brisante Unterlagen mit. Seine Familie lässt er in der DDR zurück. Für den Westen ist es ein Coup, für die Stasi eine schwere Niederlage, für seine Kinder Edina und Andreas aber der Verlust des Vaters. Vor allem Edina lässt sein Verrat an der Familie ein Leben lang nicht los.
Missstände sichtbar machen, Menschen aufrütteln und Konsequenzen anstoßen. Diesem Motto bleibt "Team Wallraff - Reporter undercover" treu. Auch in der neuen Ausgabe begeben sich Günter Wallraff und sein Reporter-Team in aufwendige Undercover-Recherchen und decken alarmierende Bedingungen in der Arbeitswelt auf. Wie immer gibt RTL das Thema der Sendung erst kurz vor Ausstrahlung bekannt.
Vier Mütter, vier Lebensgeschichten und eine gemeinsame Herausforderung: Das Geld ist knapp. Die Reportage begleitet Franziska, Franzi, Scarlett und Nadine in Berlin, München und Köln zwischen finanziellen Sorgen, belastenden Wohnverhältnissen und persönlichen Krisen. Sie zeigt ihren Familienalltag, ihre Ängste und Konflikte - aber auch Zusammenhalt und den unbedingten Wunsch nach einer besseren Zukunft für ihre Kinder.
In Colorado wird eine tote Frau in einem verlassenen, mit Müll bedeckten Auto aufgefunden. In Michigan werden zwei schwarze Säcke voller Leichenteile in einem Schuppen gefunden. Diese Entdeckung erfolgt, nachdem ein junges Paar verschwunden ist.
Abschiedsschmerz und überraschende Zukunftspläne liegen nah beieinander: Laura verbringt ihren letzten Tag mit Birkan auf dem Fußballplatz - und bekommt statt eines Pokals einen Heiratsantrag. Annalyn überrascht Jovon mit einem positiven Schwangerschaftstest, doch ausgerechnet jetzt muss er zurück in die USA. Bei Sheena und Forrest fließen am Flughafen reichlich Tränen, während Elise nach einer verkorksten letzten Nacht mit Joshua nicht weiß, ob ihre Liebe eine Zukunft hat. Und als Rick ohne Abschied abreisen will, steht Trisha plötzlich vor ihm. Ob das ein Happy End bedeutet, ist aber nicht gesagt.
Harte Arbeit und schwierige Bedingungen: Das Leben als Goldgräber ist kein Zuckerschlecken. Sechs Monate im Jahr stellen sich die Teams im Yukon einer gnadenlosen Wildnis. Die Minenbosse stehen unter großem Druck, doch die hohen Erwartungen werden nicht immer erfüllt. Wenn Träume zerplatzen und die Zuversicht schwindet, kippt mitunter die Stimmung. Frustration macht sich breit und es kommt zu offenen Streitigkeiten. Dabei gehen manchmal auch Freundschaften zu Bruch. Dieses Special zeigt emotionale Ausnahmesituationen, in denen die Nerven blank lagen.
Im Hochsicherheitsgefängnis Renovación 1 in Escuintla, Guatemala, sitzen einige der gefährlichsten Verbrecher des Landes ein - unter strengen Sicherheitsvorschriften, Flucht unmöglich. Ob in einer Gemeinschaftszelle mit 30 Insassen oder in der winzigen Isolationszelle: Die Häftlinge verbringen die meiste Zeit eingesperrt. Langeweile und Platzmangel führen schnell zu Konflikten - und im schlimmsten Fall zu Unruhen und Aufständen. In der Regel dürfen sich die Insassen nur einmal alle zwei Wochen für eine Stunde draußen im Gefängnishof aufhalten. Ebenfalls alle 14 Tage sind Besuche der Angehörigen erlaubt. Um sich und ihre Familien vor möglichen Racheaktionen zu schützen, tragen die Wärter dort Masken. Mit den Gefangenen zu sprechen, ist nur dem Leiter der jeweiligen Schicht erlaubt. Jahrelang war das nur eine halbe Autostunde von der Hauptstadt entfernte Gefängnis Renovación 1 auch als "El Infiernito" bekannt, die "kleine Hölle". Damals lebten die Häftlinge dort sogar noch recht komfortabel: Ob Spielekonsolen, Fernseher, Glasfaserkabel und Zootiere im Schwimmbassin - an nichts mangelte es den Männern. Die Gangbosse unter ihnen waren die heimlichen Herren im Knast. Doch seit einer Razzia im Jahr 2024, bei der auch Waffen und Bargeld gefunden wurden, können die schlimmsten Verbrecher Guatemalas von diesen Tagen nur noch träumen. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Urlaub im Marillenland! Die Aprikosen aus der Wachau sind berühmt. Bei seiner Reise durch diesen Teil Österreichs kommt Daniel Aßmann weder an Marillenknödeln noch dem gleichnamigen Schnaps vorbei. Er radelt an sattgrünen Weinhängen an der Donau entlang und besucht die Ruine Burg Aggstein, die für Kinder - und Erwachsene - zum historischen Rätselparcours umgebaut wurde.
Die Reportage zeigt Männer, die sich mit Leidenschaft dem Grillen widmen - denn zu 90 Prozent ist es das männliche Geschlecht, das dem Glutrausch verfällt. Doch es geht nicht nur um die Wurst, sondern auch um Spezialitäten, wie das "Dynamit-Steak", das mit echtem Schießpulver "gewürzt" wird. Wir zeigen Meister ihres Faches, berichten von den neuesten Trends und Fleischalternativen und klären auf, was günstige Grills von der Tankstelle oder aus dem Baumarkt taugen.
Vielfraße, auch Bärenmarder genannt, sind wie gemacht für ein Leben in den extremen Regionen des russisch-finnischen Grenzgebiets. Dieser Film gibt erstmals Einblicke in diese kalte, karge und mysteriöse Welt und zeigt wie Freya, eine 3-jährige Vielfraß-Mutter, gegen alle Widrigkeiten versucht, ihren Jungen durch das erste Lebensjahr zu bringen.
Was bringt eine Lymphdrainage? Bürsten, Rollen, Klopfen: All das soll den Lymphfluss anregen - entwässern, entgiften, sogar schlank machen. Doch was haben solche Versprechungen mit einer medizinischen Lymphdrainage zu tun? Sie kommt zum Einsatz, wenn das Lymphsystem geschädigt ist und sich Flüssigkeit im Gewebe staut. Wann hilft die Behandlung wirklich und wann bringt sie nichts?
Kaum ein heimisches Wildtier ist so intelligent und anpassungsfähig, hat eine so feine Nase, ein so gutes Gehör und einen so ausgeprägten Familiensinn wie das Wildschwein.
Diese Naturfilmdokumentation gibt anrührende und spannende Einblicke in das Familienleben des Schwarzwilds. Beeindruckende Zeitlupenaufnahmen zeigen, wie sich die mächtigen Keiler, die bis zu 200 Kilogramm wiegen, während der Paarungszeit heftige Kämpfe um die Bachen liefern. Ihnen gegenüber benehmen sich die Keiler allerdings als Gentlemen: Ist eine Bache noch nicht paarungsbereit, bedrängen sie sie nicht etwa, sondern versuchen ihr Glück kurzerhand bei der nächsten.
Die Bachen sind eingefleischte "alleinerziehende" Mütter. Sie tun sich bei der Aufzucht ihrer zahlreichen und äußerst unternehmungslustigen Frischlinge zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Ein höchst erfolgreiches Konzept, wie der seit Jahren steigende Wildschweinbestand beweist.
Der Film begleitet die klugen Tiere durch das Jahr und gibt spannende und amüsante Einblicke in das tägliche Leben der kräftigen Borstentiere. Er zeigt, wie die Allesfresser mit ihrer feinen Nase selbst unter Wasser oder unter einer hohen Schneedecke Nahrung aufspüren, wie sie zentnerschwere Baumstämme wegräumen, um ihrem Nachwuchs Leckerbissen zu verschaffen, und dass sie Giftpflanzen wie den Fingerhut zielsicher links liegen lassen.
Der Film zeigt, dass Wildschweine alles haben, was zum Überleben wichtig ist: Sie sind sozial, intelligent und sehr kommunikativ. Vor allem aber sind sie lernfähig und deshalb die heimlichen Herrscher des Waldes.
Abstürze, Notrufe, Rettungsaktionen: Bergsport boomt und damit auch die Zahl der Einsätze für die Bergwacht. Längst geht es dabei nicht nur um Hochgebirgstouren. Auch in den heimischen Mittelgebirgen geraten Wanderer und Kletterer in teils lebensgefährliche Situationen. Seit 2019 hat sich die Zahl der Bergwachteinsätze nach Wanderunfällen in der Sächsischen Schweiz fast verdoppelt. "Leute, die hier wandern gehen, sind häufig unvorbereiteter, als sie es früher waren. Früher waren sie sich der Sache ein bisschen mehr bewusst", beobachtet Anne Lochschmidt von der Sächsischen Bergwacht.
Outdoorsport liegt im Trend. Immer mehr Menschen zieht es hinaus in die Natur und die Berge. Dafür sprechen auch die wachsenden Mitgliederzahlen der Alpenvereine. Mehr Menschen verursachen auch mehr Unfälle. Aber woran liegt es, wenn doch Ausrüstung immer besser, Informationen immer genauer und scheinbar immer leichter zugänglich werden?
"exactly"-Reporterin Julia Schönfeld, selbst leidenschaftliche Bergsportlerin, und ihr Team gehen der Faszination Berge auf den Grund, beleuchten aber auch die Schattenseite des Booms. Ihre Suche nach Antworten beginnt bei der Bergwacht in der Sächsischen Schweiz.
Dort ist auch Stefanie vor einem Jahr verunglückt. Die geübte Kletterin stürzte damals mehrere Meter tief und musste per Helikopter gerettet werden. Mit ihren Seilpartnern geht sie nun zum ersten Mal wieder zurück an den Fels und den Ort des Unglücks. Auch die Schwestern Anne und Judith packte vor wenigen Jahren das Bergfieber. Höher, schneller, weiter - so das Motto anfangs, bis ein Absturz die Gipfeljagd unterbrach und ihren Blick auf die Berge und ihren Umgang damit verändert hat.
Aber wie reagiert man richtig bei einem Ernstfall, wenn es keinen Handyempfang gibt, keine rettende Hütte in der Nähe ist? Inzwischen gibt es spezielle Outdoor Erste-Hilfe-Kurse und Reporterin Julia Schönfeld hat einen solchen absolviert.
Zunehmend wird auch die Nutzung von Navigations-Apps als Grund für Unfälle und Notfälle genannt. Weil sie trügerische Sicherheit vermitteln und unerfahrene Personen auf Wege führen, die sie schnell überfordern. Woher genau kommen diese Routen? Und wer trägt Verantwortung, wenn die Technik in die Irre führt? In der Sendung kommen auch Hersteller von Navigationsapps zu Wort und sprechen darüber, welche Rolle künstliche Intelligenz zukünftig beim Bergsport haben wird.
Nicht zuletzt verändert auch Social Media unsere Wahrnehmung der Berge. Spektakuläre Bilder machen Gipfel zum Erlebnisziel, die Risiken bleiben dabei oft unsichtbar. Einige Regionen haben bereits reagiert. So wurde auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, vor einem Jahr ein zweites Gipfelkreuz errichtet, welches für alle gefahrenlos erreichbar ist. Mehr als 16-mal ist Content Creator Adrian Fusco alias "Alpine Summits" bereits am Original gewesen. "Die Videos laufen gut, muss man sagen, weil einfach viel Aufmerksamkeit auf dem Berg liegt." Er dokumentiert Bergtouren für seine Follower. Doch was sagt er zu Social Media Trends, die dazu aufrufen, den Berg ohne Vorbereitung zu besteigen?
"Unfälle am Berg" - eine "exactly"-Reportage über die Sehnsucht nach dem Gipfel, die Schattenseiten des Bergbooms und die eigene Verantwortung, die mit jedem Schritt in die Natur einhergeht.
Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher endete vor 80 Jahren - am 1.10.1946. Über 10 Monate war verhandelt worden. Als Ernst Michel zum ersten Mal die Pressetribüne im Saal 600 betrat, saß er, der Auschwitz-Überlebende, keine zehn Meter von Göring und den anderen, entfernt. Der Film erzählt einen der wichtigsten Prozesse des Jahrhunderts aus der Perspektive von zwei jungen Menschen.
Mit Jonathan Berlin, Katharina Stark, Francis Fulton-Smith, Wotan Wilke Möhring
Prediger Jason dachte, Mar wäre die Richtige, nachdem sie ein Match auf Jack'd waren. Doch es kam nie zu einem Treffen! Als Nev und Kamie befürchten, dass Mar nur auf sein Geld aus ist, muss Jason der harten Wahrheit ins Gesicht sehen.
Im Mai 1969 verschwinden zwei Jungen in Eberswalde. Als sie wenige Wochen später tot aufgefunden werden, beginnt in der DDR eine bis dahin beispiellose Fahndung nach dem Täter.
Volkspolizei und Stasi ermitteln auf Hochtouren. Erstmals lässt die Polizei ein psychologisches Täterprofil erstellen. Dafür beschafft die Stasi sogar Unterlagen zum westdeutschen Kindermörder Bartsch. Doch die entscheidende Spur fehlt und die Angst wächst.
Aus politischen Gründen wird der Fall weitgehend unter Verschluss gehalten, schließlich stellt die Polizei die Fahndung ein.
Doch mehr als zwei Jahre später schlägt der Täter erneut zu. Am "Tag der Republik" verschwindet ein zwölfjähriger Junge. Wenig später wird auch er tot aufgefunden. Eberswalde ist im Ausnahmezustand: Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr allein auf die Straße, ein ganzer Stadtteil steht unter Polizeibewachung. Der Druck auf die Ermittler steigt von Tag zu Tag. Dann bringt die Aussage eines Jungen die entscheidende Wende.
"XY history" rekonstruiert einen Fall, der die Menschen weit über Eberswalde hinaus erschüttert. Moderator Sven Voss trifft Zeitzeugen wie den damaligen Ermittler Wolfgang Mücke und enge Schulfreunde der Opfer. Mit Experten wie der forensischen Psychologin Dr. Gilda Giebel und Kriminalautor Marko Kregel zeichnet die Dokumentation die jahrelange Suche nach dem Serienmörder nach. Und sie zeigt, wie die Ermittlungen selbst einen Überwachungsstaat wie die DDR an die Grenzen seiner Möglichkeiten brachten.
Originaldokumente und aufwendig inszenierte Spielszenen zeichnen einen Fall nach, der als früher Meilenstein moderner Fallanalyse in Deutschland gilt.
Spione führen ein Doppelleben. Ihre Kinder auch, doch ohne es zu wissen. Sie wachsen in Familien auf, in denen geschwiegen, getäuscht und verdrängt wird.
Nach außen ist alles normal: Schule, Ferien, Abendbrot. Doch hinter der Fassade arbeiten die Eltern für einen Geheimdienst. Der Zweiteiler "Agentenkinder - Wenn die Eltern spionieren" zeigt Spionage nicht als Abenteuer, sondern als Familiengeschichte.
Im Mittelpunkt stehen die Kinder der Agenten - sechs Menschen, die nicht gefragt wurden und trotzdem mit den Folgen leben mussten. Was macht es mit einem, wenn der eigene Vater oder die eigene Mutter plötzlich als Spion enttarnt wird? Wenn aus den Eltern Verräter oder Staatsfeinde werden? Und wenn die politische Entscheidung der Erwachsenen am Ende ein ganzes Familienleben zerstört? Ihre Geschichten führen mitten hinein in die deutsch-deutsche Geheimdienstwelt, aber sie erzählen vor allem von Loyalität und Enttäuschung, von Schweigen, Schuld und der lebenslangen Suche nach Antworten.
Teil zwei blickt auf Kinder aus dem Westen, deren Eltern für die DDR arbeiteten oder in den Osten übergelaufen sind.
Pierre Boom ist der Sohn von Günter und Christel Guillaume. Als sein Vater 1974 im Kanzleramt als DDR-Spion enttarnt wird, stürzt die Affäre Willy Brandt politisch in die Krise und Pierre privat in ein Leben, das nicht mehr seins ist. Er ist 17 Jahre alt und soll in der DDR ein neues Leben beginnen. Es wird ein Leben in einem System, das ihm fremd bleibt. Auch die Familie wird nie wieder zusammenfinden.
Thomas Raufeisen ist 16 Jahre, als sein Vater die Familie in die DDR bringt. Was als scheinbar privater Schritt erscheint, entpuppt sich als Teil eines Agentenlebens. Thomas gerät selbst in den Zugriff des Staats, sitzt in Untersuchungshaft und später im Stasigefängnis in Bautzen. Der Verrat des Vaters wird für ihn zur existenziellen Erfahrung.
Martina Tiedge ist die Tochter von Hansjoachim Tiedge, einem hochrangigen Verfassungsschützer aus dem Westen. 1985 läuft er in die DDR über, ausgerechnet er, der alles über die Spionageabwehr der Bundesrepublik weiß. Für seine Töchter ist es der nächste Verlust: Die Mutter ist bereits gestorben, nun verschwindet auch der Vater aus ihrem Leben. Martina hält lange zu ihm. Doch diese Loyalität hat einen hohen Preis.
Island gilt als das sicherste Land der Welt. Doch Drogenkriminalität und Gewalt nehmen zu. Das Hochsicherheitsgefängnis Litla Hraun ist die größte und älteste Haftanstalt des Inselstaates. Etwa 80 Häftlinge leben dort - hinter dicken Stahltüren in Einzelzellen. Alle Gemeinschaftsbereiche werden 24/7 mit Kameras überwacht. Die Wärter sind unbewaffnet - und das, obwohl bei Durchsuchungen mitunter selbst gebaute Waffen gefunden werden. Für die gefährlichsten Insassen gestaltet sich der Alltag extrem eintönig - Fernsehen und Musik hören sind die einzigen Ablenkungen. Für diejenigen, denen die Arbeit in der Gefängniswerkstatt erlaubt ist, kann das Hoffnung und neuen Lebensmut bedeuten. So wie für den 43-jährigen Marco, der wegen Drogenschmuggels inhaftiert wurde - weit entfernt von seiner Freundin und seinen beiden Töchtern. In regelmäßigen Abständen besuchen Mitglieder der Organisation Afstaða das Gefängnis. Es sind ehemalige Häftlinge, die den Insassen Rat und Hilfe anbieten. Einer von ihnen ist Haukur, ein in Island bekannter Musiker. Auch er sitzt für einige Jahre wegen Drogendelikten in dem Gefängnis ein. Sein Talent könnte ihm dabei helfen, die Zeit besser zu überstehen - und nach der Haft einen Neuanfang zu wagen. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Diese Folge der Doku-Serie erzählt von der Rückseite des Mondes. Als die russische Raumsonde Luna 3 1959 die ersten Aufnahmen von ihr machte, war die Wissenschaft regelrecht schockiert, denn die Fotos zeigten, dass die erdabgewandte Seite des Mondes völlig anders aussieht als die Vorderseite.
Die traurige Geschichte, die prekäre Gegenwart und die optimistische Zukunft der am stärksten gefährdeten Wildkatze der Vereinigten Staaten: der Ozelot. Aus der Perspektive des Naturfilmers Ben Masters taucht der Zuschauer tief in die Buschlandschaft Südtexas ein, um die Biologen zu treffen, die diese seltenen Katzen erforschen, die Rancher, die ihren Lebensraum beherbergen, und die Katzen selbst. Durch Kamerafallen erhalten wir einen nie zuvor gesehenen Einblick in den Kampf, die Liebe und die Entschlossenheit, die eine Ozelotmutter aufbringen muss, um ihre Jungen erfolgreich aufzuziehen. Und der Einsatz könnte nicht höher sein: Mit weniger als 80 bekannten Ozelots in den Vereinigten Staaten, die sich auf zwei kleine Populationen verteilen, ist jedes Jungtier für die Zukunft der amerikanischen Ozelotpopulation von unschätzbarem Wert.
Medizin als Detektivgeschichte: Bei einem Tauchgang für das Goldabzeichen bekommt der erfahrene Taucher Achim G. plötzlich 22 Meter unter Wasser heftige Krämpfe in beiden Oberschenkeln - ein Schockmoment. In den folgenden Jahren quälen ihn immer wieder Krämpfe, dazu ein chronischer Reizhusten und Schwindel. Er schiebt es zunächst auf Stress und sein Alter. Erst als seine Frau bemerkt, dass Achim in der Dämmerung unsicher torkelt und sich kaum orientieren kann, beginnt eine intensive Spurensuche: Augenarzt, Hausärztin, Orthopäde - niemand findet eine klare Ursache. Erst ein engagierter Neurologe stößt auf einen neuen Verdacht: Könnte es eine seltene genetische Erkrankung sein? In dieser Best-of-Ausgabe werden drei wahre Geschichten mit unerwarteten Wendungen erzählt - Geschichten, die das Leben geschrieben hat.
Als am 23. Mai 1949 das Grundgesetz in Bonn verabschiedet wird, ist in Bremen große Wäsche. Und in Petriroda wird am 7. Oktober 1949, dem Tag der Gründung der DDR, aus Strohsäcken eine Matratze gemacht. Mit Momentaufnahmen des Jahres 1949 aus dem Leben zweier Familien begleitet dieser Film Maria Bastille und Jördis Krey bei ihrer persönlichen Spurensuche, wie es ihren Familien 1949 ergangen ist, in einem Jahr, das für die Deutschen die wichtigste Zäsur für viele Jahrzehnte sein wird: die Teilung in zwei deutsche Staaten.
Bei der Großmutter von Jördis Krey und Ingrid Thiele gibt es damals Wasser nur zu bestimmten Zeiten, das Schulgeld muss noch bezahlt werden und ein bisschen Schmuck wollen sie noch gegen Stoff eintauschen, um Ingrid ein passendes Kleid zur Konfirmation zu organisieren. Vor allem Alltagssorgen bestimmen das Leben der Menschen vier Jahre nach dem Krieg in allen Besatzungszonen - im Westen wie im Osten.
Auch Käte und Heinrich Krebs, die Großeltern von Maria Bastille, sind 1949 nicht mit der Politik befasst, sondern damit beschäftigt, zwei Strohsäcke zu bündeln und ein Bettgestell abzubauen. Die Geflüchteten aus Schlesien sind vorher erst vor wenigen Monaten im thüringischen 300-Seelen-Ort Petriroda gestrandet. Aber ihr Vermieter will das kleine Dachzimmer schon wieder anders vergeben. Käte ist schwanger, was sie vorerst geheim hält.
Maria Bastille und Jördis Krey befragen ihre Großmutter, den Onkel, die Großcousinen, versuchen, die vergilbten Briefe aus dem Jahr 1949 zu entziffern, besuchen Heimatarchive, schauen Propagandafilme, stöbern in regionalen Zeitungen. Vor ihnen entfaltet sich dieses Jahr 1949, das so viel Veränderung bringen wird.
Aus dem anfangs distanzierten Blick der Enkel erwächst im Laufe der Dokumentation mehr und mehr Verständnis für die Entscheidungen ihrer Vorfahren und Achtung vor deren Mut und Kraft zum Aufbau eines neuen Lebens, einer neuen Heimat.
Endlich können sie die Fragen stellen, die sie schon lange umtreiben: Fürchteten sich die Großeltern damals schon wieder vor einem neuen Krieg? Wie kann man als Vollwaise wieder glücklich werden? Warum sind sie nicht auch in den Westen gegangen, was hat sie im Osten gehalten? Wie haben die Frauen es überhaupt geschafft, Geld, Essen und Wohnraum zu organisieren und in den dürftigen Notquartieren ein neues Zuhause zu schaffen? Und: Wovon haben sie eigentlich geträumt?
Eine emotionale Reise in das Deutschland und ein persönlicher Blick in zwei Familiengeschichten des Jahres 1949, an deren Ende ein größeres Verständnis für die eigene, aber auch die deutsch-deutsche Geschichte steht.
Das Kärntner Maltatal mit seinen schroffen Felsen und seinen langen Wasserfällen ist nicht nur ein touristisches Paradies für den alpinen Wander- und Wassersport, sondern auch die Heimat zahlreicher alteingesessener Menschen. Im Schatten von bis zu zweitausend Meter hohen Bergen und der höchsten Staumauer Österreichs gehen sie in der kargen, aber beeindruckenden Landschaft ihrer Arbeit nach. Die neue Ausgabe von Landleben begleitet die Maltertaler Bevölkerung bei ihrem Alltag und in der Freizeit und zeigt ein Stück uriges Österreich.
Die Ermordung des Rappers XXXTentacion im Alter von 20 Jahren erschütterte die Hip-Hop-Welt zutiefst. Ermittler:innen setzten forensische Techniken ein, um die Hintergründe und Motive der Tat zu ermitteln. Die Untersuchung brachte wichtige Erkenntnisse über die Gründe für die Tötung ans Licht.
Mit Christian Intorp, Tim Gössler, Ann Vielhaben, Louiz El-Hosri, Alexander Gier, Alexander Hauff, Marco Wittorf, Jan Andreesen, Daniela Thuar, Patrick Giese, Christoph Drobig, Dirk Talaga, Michael Schwager, Thomas Kästner, Mechthild Grabner, Maria Burghardt, Irina Wrona, Oliver Nitsche, Wencke Fiedler, Lars Cording, Eva-Gina Berkel, David Nádvornik, Annkathrin Bundz
Deutschlands größte Fast Food-Kette verkauft 2 Millionen Burger pro Tag! Dahinter steckt eine riesige Logistik. Jedes Jahr werden rund 200.000 Tonnen Rindfleisch und 150.000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet. Die 1.500 Restaurants müssen auf Stand bleiben: neue Möbel, Küche, Technik. Während des Umbaus läuft der Betrieb weiter. Und die Macher lassen sich immer wieder neue Kreationen einfallen. Was steckt drin und wie entsteht das beliebte Fast Food?
Der österreichische Haustiermarkt ist in den vergangenen fünf Jahren stark gewachsen. Dienstleistungen wie Tierarztkosten, dazu Futter und Zubehör lassen den jährlichen Profit auf rund 2,18 Milliarden Euro ansteigen. Für viele Österreicherinnen und Österreicher sind ihre Haustiere vollwertige Familienmitglieder. Doch nicht jedes Angebot dient dem Tierwohl. Ein Hund mag keinen Duftspray und eine Katze reinigt ihr Fell selbst. Viele Menschen schauen beim eigenen Liebling weniger auf den Preis. Ein gesunder Hund brauche jedoch weder teure Futterzusätze noch ständig Abwechslung. Entscheidend sei, was dem Tier tatsächlich guttut. Was ist an dem Angebot für die Tiere dran?
Mit einer Fleischproduktion von etwa acht Millionen Tonnen ist Deutschland der größte Fleischproduzent Europas und der drittgrößte der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr rund 31 Kilogramm Fleischwaren. Schweinefleisch wird am häufigsten verarbeitet - und aus ihm besonders oft Wurst hergestellt. Allein die Brühwurst, also zum Beispiel die Lyoner Fleischwurst, macht ein Drittel des gesamten Fleischkonsums aus. Die beliebteste Wurst ist jedoch eine Rohwurst: die Salami.
In der trockenen Jahreszeit werden die Lemuren kreativ bei der Suche nach Wasser - und anderen Köstlichkeiten. Die Paarungszeit bringt weitere Aufregung.
Die Autoren, die zum Teil Auszeichnungen für ihre Beiträge erhielten, beleuchten aktuelle politische Themen und konzentrieren sich in der Rubrik "Die Story" auf ein bestimmtes Sujet.
Die südafrikanischen Profi-Surfer Jordy Smith und Mikey February tauchen mit No Contest in die Magie Südafrikas und seine pulsierende Surfkultur und Community ein.
Im Hochsicherheitsgefängnis der Hafenstadt Cebu City auf den Philippinen sitzen Mörder, Menschenhändler, Drogendealer ein. Um Aufstände zu vermeiden, müssen die Wärter 24/7 wachsam sein. Viele der inhaftierten Männer und Frauen, die in einem getrennten Bereich untergebracht sind, warten dort jahrelang auf ihr Urteil. Denn die Anzahl an Straftaten, mit denen sich die philippinischen Gerichte befassen müssen, ist extrem hoch, die Justiz ist überlastet. Wie in vielen anderen philippinischen Gefängnissen gelten auch in Cebu City völlig andere Gesetze als außerhalb. Da die Haftanstalten oft überbelegt sind, hat sich in manchen eine Art internes Gesellschaftssystem gebildet. Angeführt wird es in der Regel von einem Bosyo - einem Häftling, der sich über die Jahre einen Namen gemacht und nun das Sagen über die anderen Inhaftierten hat. Für die Gefängniswärter bedeutet das vor allem eine Arbeitserleichterung. Denn der Bosyo regiert mit strenger Hand. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Schauspielerin Monica Weinzettl und Kabarettist Gerold Rudle stehen seit 20 Jahren gemeinsam auf der Bühne. Seit dreieinhalb Jahren begleitet Mischlingshündin Piper aus dem Tierschutz das Ehepaar sogar ins Theater und wartet geduldig in der Garderobe. Piper hat einen eigenen Social-Media-Kanal und ist für das Paar zu einem echten Mittelpunkt im Privatleben geworden - auch auf Reisen im Wohnmobil.
Charles Manson fungiert als popkulturelle Chiffre für die Faszination des Bösen. Auf sein Geheiß verschafften sich in der Nacht zum 9. August 1969 vier ihm treu ergebene Gefolgsleute in Los Angeles Zutritt zur Villa des Filmstars Sharon Tate. Sie töteten die hochschwangere Schauspielerin sowie vier weitere Personen. Als die Polizei ein Vierteljahr später dem Treiben der "Manson-Familie" ein Ende bereitete, hatten neun Menschen ihr Leben verloren.
Diese Folge der Doku-Serie geht der Frage nach, ob es Leben auf dem Mars gibt. Und was würde es für uns bedeuten, wenn es Leben auf dem Mars gab oder noch immer gibt?
Tahiti zwischen Teahupo'o und Inselidylle: Michel Bourez und Kauli Vaast zeigen legendäre Wellen, kristallklares Wasser und die besondere Surfkultur des Pazifiks.
Das steirische Hügelland ist für viele Menschen der passendste Ort zum Herunterkommen. Die Leute leben hier in einer entschleunigten Welt und genießen das Jetzt und Heute. So etwa der Schafzüchter Bernd Prettenthaler, der im Nebenberuf eine Musikkapelle leitet. Dabei ist sein Nebenberuf mittlerweile größer geworden als sein Broterwerb - Bernd gilt mittlerweile als echte Nummer in der echten Volksmusik. Auch im örtlichen Schnitzverein sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr werden alte Freundschaften gepflegt. Sonst trifft man sich im Generationenhaus Gratwein. Auch das Stift Rein ist ein wichtiger integrativer Faktor dieser Region - ist doch der Abt sehr umtriebig und gesellschaftlich gut vernetzt.
Was tun, wenn der alte Weg nicht mehr weiterführt? Wenn der Job zur Last wird oder sogar krank macht? Neuer Job - Neues leben begleitet drei außergewöhnliche Menschen, die ihr Leben radikal neu gestaltet haben. Sie stehen für Mut, für Zweifel - und für den Willen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen.
Astrid Lindbergh - Früher pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin - heute Betreiberin eines eigenen Dessous-Ladens.
Was mit einem Aha-Erlebnis in einem Berliner Unterwäschegeschäft begann, wurde zum Wendepunkt in Astrids Leben. Gegen alle Widerstände - auch aus der eigenen Familie - kündigte sie ihren sicheren Job, nahm einen Mikrokredit auf und eröffnete ein Fachgeschäft für hochwertige Unterwäsche. Heute schenkt sie Frauen nicht nur passende BHs, sondern auch neues Körpergefühl und Selbstbewusstsein.
Hubert Steinacker
Früher Elektrotechniker - heute Personal Trainer.
Ein chronisches Lymphödem, unzählige Krankenhausaufenthalte und schließlich die drastische Prognose: Beruf wechseln - oder das Bein riskieren. Hubert zieht die Notbremse. Nach dem Verlust seines Jobs, der Ehe und fast aller Ersparnisse baut er sich ein eigenes Studio auf. Schritt für Schritt arbeitet er sich zurück ins Leben - und gibt heute seine Stärke an andere weiter.
Christina Roth - Früher Projektleiterin in einem Konzern - heute eine der letzten Sattlerinnen Österreichs.
Zwischen Lederduft und knarrendem Holzboden findet Christina in einer kleinen Werkstatt ihre Berufung. Der Weg dorthin ist alles andere als einfach: Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin muss noch einmal die Schulbank drücken, sich durch bürokratische Hürden kämpfen und finanziell komplett neu aufstellen. Heute führt sie ein eigenes Atelier mitten in Salzburg - und bildet sogar selbst Lehrlinge aus, um das traditionelle Handwerk weiterzugeben.
Am Sonnabendnachmittag des 30. Mai 1992 wurde der sechsjährige Michael aus Sanne, einem kleinen Dorf in der Altmark, entführt. Tagelang suchte die Polizei vergeblich nach dem Jungen. Dann meldete sich eine Frau bei der Kripo in Stendal und erzählte, dass sie den Jungen an einer Ampel in einem blauen Opel Kadett mit Celler Kennzeichen gesehen habe. Die Ermittler aus Sachsen-Anhalt fuhren daraufhin nach Niedersachsen und hörten dort von ihren Kollegen, dass zwei Monate zuvor in Celle ein neunjähriger Junge unter ähnlichen Umständen entführt und dann missbraucht und getötet worden war. Für die Kriminalisten stellte sich die Frage: Hängen beide Fälle zusammen? Haben sie es mit einem Serientäter zu tun? Können sie Michael lebend finden?
Mit einer Fleischproduktion von etwa acht Millionen Tonnen ist Deutschland der größte Fleischproduzent Europas und der drittgrößte der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr rund 31 Kilogramm Fleischwaren. Schweinefleisch wird am häufigsten verarbeitet - und aus ihm besonders oft Wurst hergestellt. Allein die Brühwurst, also zum Beispiel die Lyoner Fleischwurst, macht ein Drittel des gesamten Fleischkonsums aus. Die beliebteste Wurst ist jedoch eine Rohwurst: die Salami.
In Zweibrücken in Rheinland-Pfalz befindet sich eines der größten Mähdrescher-Werke Europas. Weltweit werden die Nutzfahrzeuge ausgeliefert und eingesetzt. Der dort produzierte T670 ist eine komplette Erntefabrik auf Rädern: In einer Stunde kann der XXL-Mähdrescher bis zu 50 Tonnen Getreide ernten. Mit 4 Metern Höhe und 21 Tonnen Gewicht ist es zudem eines der größten landwirtschaftlichen Fahrzeuge der Welt. Die Reportage zeigt die Herstellung der Erntemaschine und begleitet sie im Einsatz.
Was steckt hinter Warehouse Deals / Knusprig käsig rund: Der Pizza-Bagel / Operation Korallen Rettung auf den Malediven / Der härteste Topf der Welt / Lebensverlängerung wie im Film / Turbinen im stresstest - Flugzeugwartung
Wer wissen will, was außerhalb des Landes auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne passiert, der ist hier richtig: Das Magazin liefert in ausführlichen und unterhaltsamen Beiträgen Antworten.
Doc Caro stellt sich der größten Herausforderung ihrer beruflichen Laufbahn: Der Ausbildung zur alpinen Luftrettungsnotärztin. Dafür erklimmt sie 60 Meter hohe Felswände, klettert aus einem fliegenden Hubschrauber und seilt sich ab. Gelingt der Notärztin ihre Feuertaufe mit einer verletzten Skifahrerin? Außerdem: Ein junger Mann fliegt mit 80 km/h von der Kartbahn. Caro fürchtet schwere Verletzungen.
Trotzdem Hagen - Eine Stadt kämpft gegen den Niedergang
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Hagen ist eine Stadt, deren Ruf ordentlich ramponiert ist. Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Schrottimmobilien, in den letzten Jahren jagte eine Elendsreportage die nächste und die Medienwelt ist sich einig: Hagen ist schlimm!
Wirklich? Die Fernsehjournalistin Gesine Enwaldt will es nicht glauben und kehrt zurück in ihre Heimatstadt auf der Suche nach denjenigen, die trotzdem an Hagen glauben und an der Zukunft der Stadt arbeiten.
Die Menschen, die ihr da begegnen, machen Hoffnung: Ob Leerstand, Armutsmigration, Kriminalität, unter dem Radar der Öffentlichkeit arbeiten die Hagener daran, das Ruder rumzureißen. Gesine Enwaldt ist unterwegs mit dem Oberbürgermeister Dennis Rehbein, begleitet Polizei, Stadtentwickler oder junge Unternehmer und taucht nicht zuletzt in die erstaunlich erfolgreiche Welt des Theaters und der Kunst ein.
Kann die Stadt wieder lebenswerter und sicherer werden?
Berlin, Anfang 1933. In nur wenigen Wochen zerstören die Nationalsozialisten die Demokratie. Die Herrschaft Hitlers beginnt. Am Ende werden Millionen Menschen ermordet sein. Gegen die Hauptkriegsverbrecher wird 1945/46 in Nürnberg verhandelt. Die Doku beleuchtet die ersten Wochen des NS-Regimes anhand der Schicksale von sieben Menschen, manche Opfer des NS-Terrors, andere Unterstützer.
Milton Martinez wuchs in einer Skater-Familie auf und erlangte in Argentinien Ruhm. Um sich einen Namen zu machen, reiste er in die USA. Madars Apse hat ihn getroffen - dort, wo alles begann.
Im Antanimora-Gefängnis auf Madagaskar einzusitzen, sei das Schlimmste, was einer Person passieren könne - das sagt der Gefängnisdirektor. Müllberge, Ratten, Krankheit und beklemmende Enge. Das Gefängnis ist auf 900 Insassen ausgelegt, mehrere Tausend sitzen ein. Am schlimmsten sind die Nächte. Eingepfercht in stickige Räume, liegen die Häftlinge Haut an Haut, umdrehen geht nur auf Befehl. Wie überleben die Insassen zwischen Dreck und Schädlingen? Die Unterbringung und Versorgung von Gefangenen steht auf der Prioritätenliste der Behörden von Madagaskar weit unten. Im Gefängnis von Antanimora herrschen Zustände, die einen erschaudern lassen. Die Gefangenen teilen sich ihre Unterkünfte mit Kakerlaken, Flöhen, Läusen und Ratten. Wer dort krank wird, dem droht der Tod. Am gefürchtetsten unter Gefangenen: die Pest. Dort gibt es sie noch. Wer etwas Geld hat, kann dort viel erreichen: Er darf sich waschen, muss nicht auf dem Boden schlafen oder bezahlt den Richter für seine Freilassung. Doch die meisten leben jahrelang im Dreck der Anstalt. Nicht nur die Unterbringung ist menschenverachtend, auch die Versorgung. Es gibt eine Mahlzeit am Tag, immer die gleiche: gekochter Maniok, ungewürzt. Die Mangelernährung macht viele krank. Alle Häftlinge haben nur einen Traum: rauskommen, um zu überleben. Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.
Brasiliens legendärer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva könnte bei den kommenden Präsidentschaftswahlen für eine vierte Amtszeit gewählt werden. Lula liegt in den Umfragen vor seinem Herausforderer Flavio Bolsonaro, dem Sohn des wegen Putschversuchs verurteilten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro.
Das WELTjournal beleuchtet Lulas politische Biografie und spannt den Bogen von seiner Kindheit in ärmlichsten Verhältnissen, über seine prägende Rolle als Gewerkschaftsführer während der Militärdiktatur, bis hin zu den dramatischen Wendepunkten der jüngeren Vergangenheit: Lulas Verurteilung im Rahmen eines umstrittenen Korruptionsprozesses, seiner vollständigen Rehabilitierung durch das Oberste Gericht und seiner Rückkehr ins höchste Amt des Staates. Wegen seines beständigen Kampfes gegen die massive soziale Ungleichheit gilt er als Ikone der Armen. Seine Biografie spiegelt die Geschichte Brasiliens über mehr als sieben Jahrzehnte, in der das größte Land Südamerikas zwischen Diktatur und Demokratie, zwischen reformorientierten Linken und wirtschaftslibertären Rechten, und zwischen Modernisierung und weitverbreiteter Armut schwankte.
Gestaltung: José Bourgarel
Beim kalifornischen Serienkiller Herbert Mullin, Jahrgang 1947, machten sich kurz vor Ende der High School Anzeichen einer paranoiden Schizophrenie bemerkbar. Endgültig aus der Bahn warf ihn der Unfalltod eines engen Freundes. Anfang der 1970er Jahre verschlimmerte sich sein Zustand dramatisch. So glaubte Mullin, Stimmen zu hören, die ihn zwangen, Blutopfer darzubringen. 13 Menschen fielen seinen mörderischen Wahnvorstellungen zum Opfer.
Mit Maximilian Hilbrand, Hans Bayer, Josef Tratnik, Renier Baaken, Volker Wolf, Gerd Kilbinger, Michaela Kametz
Madars Apse begleitet Skate-Legende Peter Hewitt zu seinen Wurzeln in San Diego. Vom Vert-Skaten bis zum Pool-Charging - eine Doku über die Kreativität des Anti-Helden und dessen Karriere.
Brandanschläge, Sabotage und Einflusskampagnen. Nach Einschätzung von Behörden versucht Russland das westliche Europa zu schwächen und damit auch die Unterstützung für die Ukraine.
Die Angriffe aus Russland treffen verstärkt auch Deutschland. Vermehrt werden dabei von den Geheimdiensten unausgebildete "Low-Level-Agents" eingesetzt, verächtlich auch "Wegwerfagenten" genannt. Sie werden häufig nur für eine Aktion angeheuert.
Angeworben werden sie über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Sie erhalten einfache Aufträge und fungieren als austauschbare Werkzeuge eines verdeckten Krieges. Der Autor Rainer Fromm zeichnet anhand konkreter Ermittlungsfälle nach, wie diese neue Form der Rekrutierung funktioniert und welche Rolle digitale Plattformen dabei spielen.
Internationale Experten, Nachrichtendienstler und Ermittler erläutern die Strategien hinter den Angriffen und warnen vor der zunehmenden Nutzung sozialer Netzwerke und Messengerdienste zur Anwerbung und Steuerung der "Low-Level-Agenten".
"Während Russland einen konventionellen Krieg in der Ukraine führt, führt es gleichzeitig einen unkonventionellen Krieg gegen Europa" - fasst der britische Sicherheitsexperte Charlie Edwards vom International Institute for Strategic Studies die Attacken auf die Infrastruktur und die europäischen Demokratien zusammen. Aus militärischer Sicht wolle Russland die logistischen Lieferketten in die Ukraine unterbrechen, was die Angriffe gegen Eisenbahnlinien und Lagerhäuser erkläre. Das zweite Ziel sei, "Zwietracht und Unsicherheit in der europäischen Bevölkerung zu säen".
Gemeinsam das Klima retten - Baupläne für eine bessere Zukunft
D 2026
44'
Der Niederländer Dave Hakkens gehört zu einer neuen Generation von Designern, die die Art und Weise, wie wir unsere Welt gestalten, grundsätzlich hinterfragt. Mit "Precious Plastic" hat er ein Instrument für lokales Plastikrecycling geschaffen, das weltweit Nachahmer findet. Sein neues Projekt in Portugal geht noch einen Schritt weiter.
Vier Städte, eine Mission: Die Red Bull Drop In Tour bringt Stars wie Jamie Foy und TJ Rogers nach Melbourne, Brisbane, Gold Coast und Sydney - mit fetten Tricks und besten Vibes.