Die Weltlage spitzt sich zu: Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, der Druck auf die europäischen Verbündeten von US-Präsident Donald Trump führen dazu, dass die Lage in Europa unsicher geworden ist, jahrzehntelange Gewissheiten nicht mehr gelten. Das hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Österreich, denn das österreichische Bundesheer ist für die neuen Bedrohungslagen bislang schlecht gerüstet. Nun werden Milliarden in die Aufrüstung investiert und es wird intensiv über eine Wehrdienstverlängerung diskutiert. Schon 2027 könnte der Grundwehrdienst von bisher 6 auf 8 Monate verlängert werden. Verpflichtende Milizübungen zeichnen sich ab.
Ist das Ganze ein notwendiger Schritt für ein sicheres Österreich oder eine Verschwendung von Ressourcen? Wäre das Land mit den neuen Maßnahmen für einen Ernstfall gerüstet? Lisa Gadenstätter wagt einen Blick hinter die Kulissen des Bundesheeres, spricht mit Experten und taucht in den Alltag von Grundwehrdienern und Milizsoldaten ein.
Mittersill liegt im Salzburger Oberpinzgau, eingebettet zwischen den Gipfeln der Hohen Tauern. Seit Jahrhunderten ist der Ort ein Übergang zwischen Nord und Süd - geprägt vom Handel über den Felbertauern und der Tradition der Säumer.
Heute wird diese Geschichte von den Menschen vor Ort weitergetragen: Beim Strudelfest bringen die Bürgermusik und die Wirte rund um Organisator Michael Sinnhuber die Stadt zusammen. Am Hintersee findet der Fliegenfischer Andrej Mihalko Ruhe und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Auf den alten Saumwegen erinnern die Säumer an eine Zeit, in der Waren noch über die Tauern getragen wurden.
In der Backstube der Familie Pletzer entstehen die "Fünfmandler" - Lebzelten nach alter Rezeptur, einst Proviant der Säumer. Auf der Meilinger Alm arbeiten Christof Hochfilzer und sein Vater Vitus im Rhythmus der Natur. Die Wegewarte Simon Hirschbichler, Alfred Steger, Matthias Zotter und Harald Millgrammer sorgen dafür, dass die Steige begehbar bleiben.
Im Felberturm-Museum halten Direktorin Georgia Winkler-Pletzer und Kustodin Manuela Goffitzer die Vergangenheit lebendig. Beim internationalen Säumerfest der Felbertauern Säumer kommen schließlich Menschen aus ganz Europa zusammen, um diese Tradition zu feiern.
Der Film von Christian Papke zeigt Mittersill als einen Ort, an dem Brauchtum, Handwerk und Natur eng verbunden sind.
Karneval 1988 in Köln: Die 24-jährige Mutter Petra Nohl feiert mit Freundinnen in der Altstadt. Auf dem Heimweg wird sie brutal angegriffen und erwürgt. Der Täter entkommt unerkannt.
34 Jahre später rollt die Kripo den Fall neu auf. Sven Voss zeigt, wie moderne DNA-Technik und ein Hinweis aus "Aktenzeichen XY ... ungelöst" schließlich zum Täter führen. Außerdem schildert die Tochter von Petra Nohl, wie der Mord ihr Leben geprägt hat.
"Herkunft klebt wie Scheiße am Schuh", sagt Marlen, aufgewachsen als Arbeiterkind in Bautzen. Dabei war das Versprechen der alten Bundesrepublik: Man kann alles werden, wenn man sich anstrengt.
Doch das gilt nicht mehr. Ist die Klasse in Deutschland also von Geburt an festgeschrieben? Leben wir längst in einem Land, in dem Herkunft und familiärer Hintergrund stärker über Zukunftschancen entscheiden als individuelle Leistung und Einsatz?
In Deutschland dauert es einer Studie zufolge sechs Generationen, um von Armut in die Mittelschicht aufzusteigen - in Dänemark geht das innerhalb von zwei Generationen.
Frauen und Männer zwischen 27 und 41 Jahren reflektieren im Film ihre Lebensgeschichten, ihre Last der sozialen Herkunft, die falschen und richtigen Abbiegepunkte für einen sozialen Aufstieg. Marlen Hobrack, Natalya Nepomnyashcha, Scott Wempe, Jörg Theobald, Stephanie zu Guttenberg und Cawa Younosi erzählen von Stolz und Scham, von Geldnot und Reichtum, von Herkunft und Zukunft, von Aufwachsen und Aufstieg in diesem Deutschland - zwischen englischem Edelcollege und Schulverweigerung, zwischen Wut und Bundesverdienstkreuzverleihung, zwischen der Arroganz von Gymnasiallehrern und dem Lehrermangel der "Restschulen", zwischen Erbschuld, Vermögen und finanzieller Not - vor allem aber von der Idee, wieder etwas Gemeinsames entwickeln zu müssen, eine Gesellschaft, in der nicht die Herkunft die Zukunft bestimmt.
Reporter Ralf Herrmann taucht in die Welt von OBI ein - vom Blumenzulieferer bis zur Qualitätssicherung. Er zeigt, wie Olivenbäumchen aus der Toskana in unsere Gärten kommen, begleitet einen DIY-Workshop nur für Frauen und fragt kritisch nach. Er hilft einer Familie, den Garten frühlingsfit zu machen, testet Baumarkt-Kleber im Härtetest und trifft einen Jungen, der aus OBI-Material eine eigene Achterbahn gebaut hat.
Der in Amerika lebende Pakistani Raheel Ahmad hatte bereits einmal versucht, sich und seine 29-jährige Frau Sania umzubringen, indem er sich gemeinsam mit ihr im 28. Stock aus dem Fenster stürzte, doch die beiden konnten im letzten Moment gerettet werden. Doch als Sania, die auf TikTok von ihrem Schicksal berichtete, sich endgültig von ihm scheiden lassen und ein neues Leben in Freiheit beginnen wollte, fuhr er zu ihr und erschoss sie.
Mit David Berton, Chantal Busse, Julia Casper, Sarah Diener, Katharina Gast, Jesse Grimm, Maria Wardzinska, Oliver Warsitz, Elena Wilms
Drei verlassene Orte erzählen vom Erbe der Sowjetarmee in Polen und in der DDR: ein verlassenes Offizierscasino, ein alter Flugplatz und ein Ort, der durch eine Mauer geteilt ist. Die Militärstandorte in Polen und in der DDR dienen der sowjetischen Einflussnahme und dem Machterhalt in den sogenannten Satellitenstaaten. Es sind die westlichsten Standorte der Sowjetsoldaten während des Kalten Krieges. Zahlreiche polnische Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg aufseiten der Westalliierten gekämpft, und viele Polen hegen auch nach dem Krieg Sympathien gegenüber dem Westen. Hinzu kommt: Es besteht ein großes polnisches Nationalgefühl. Deshalb müssen sowjetische Soldaten zur Sicherung der kommunistischen Macht in Polen präsent sein. So auch in Borne Sulinowo, einer Garnisonsstadt, wo rund 25.000 sowjetische Soldaten stationiert sind. Dort leben sie abgeschottet von der polnischen Bevölkerung und haben eine eigene Infrastruktur. Der Flugplatz in Nohra gilt als Speerspitze unter den sowjetischen Militärstandorten auf dem Gebiet der DDR. Der Ort hat für die Sowjets eine strategisch günstige Lage - dort stehen die Sowjetsoldaten an vorderster Front zum Westen. Deshalb hätte die Sowjetarmee im Ernstfall von dort einen Angriff mithilfe von Kampfhubschraubern auf die Bundesrepublik Deutschland unternehmen können. In Rechlin an der Müritz verläuft eine Mauer mitten durch den Ort. Auf der einen Seite leben die DDR-Bürger und auf der anderen Seite über 4000 sowjetische Soldaten und Offiziere mit ihren Familien. Sie sind auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz stationiert. In keinem anderen Land ist die Sowjetarmee nach dem Zweiten Weltkrieg so präsent wie in der DDR. Sie sind als Sieger und Besatzer gekommen und nach fast 50 Jahren wieder gegangen - doch wirkliche Freundschaften haben sich selten entwickelt. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte. Die Doku-Reihe "Lost Places der Sowjetunion" zeigt verlassene Militärstandorte der sowjetischen Armee aus der Zeit des Kalten Krieges in Osteuropa.
Grenzüberschreitend grün und ein Paradies für Radfahrer ist der Naturpark Maas-Schwalm-Nette am Niederrhein. Die drei namensgebenden Flüsse, zahlreiche Seen und Bachläufe, Wälder, Wiesen und Moore prägen die Landschaft. Daniel Aßmann radelt von Nettetal über Wachtendonk auf die niederländische Seite nach Venlo und Roermond und zurück über Wassenberg nach Schwalmtal.
Eine ältere Dame wird von einem kaltblütigen Killer in ihrem Zuhause ermordet. Er schlich sich durch ein Loch im Mauerwerk ins Haus. Die Ermittlungen laufen zunächst ins Leere ?
Kaum ein Autobauer hat so viele legendäre Sportwagen hervorgebracht wie Porsche. Testfahrer Lars Kern fährt sechs der Originalmodelle über die Porsche-Rennstrecke Leipzig - und er zeigt, wozu sie in puncto Beschleunigung und Fahrspaß in der Lage sind. Bei der Rennstrecke wurden Kurven von weltberühmten Rennstrecken nachgebaut. Einerseits eine Hommage, andererseits auch ein sportlicher Vorteil, denn so kann getestet werden, wie sich neue Modelle in verschiedensten Situationen verhalten.
Unser Planet und seine atemberaubende Tierwelt sind wunderschön und vielfältig. Fast genauso zahlreich sind die Wege, die Tiereltern gefunden haben, um ihren Nachwuchs zu beschützen und großzuziehen. Dabei gibt es unterschiedliche Strategien: Nicht immer kümmert sich das Muttertier allein um die Kleinen, auch die Väter des Tierreichs übernehmen erzieherische Aufgaben.
Das Passagieraufkommen steigt und immer modernere Flugzeuge werden in kurzer Zeit in Dienst gestellt. Gleichzeitig wächst der Bedarf, Waren per Luftfracht zu verschicken. Und so werden Passagierflugzeuge in Cargoflieger umgebaut. Diese "Passenger to Freighter"-Umwandlungen sind mittlerweile ein wichtiges Mittel zur Bewältigung der Nachfrage an Frachtmaschinen. Die 24h-Lieferangebote diverser Onlinehändler benötigen eigene größere Flotten an Flugzeugen und kurbeln damit den Umbaumarkt an.
Schwindel - wenn das Gleichgewicht kippt. Plötzlich dreht sich alles, der Boden scheint zu schwanken: Schwindel kann viele Ursachen haben - vom gutartigen Lagerungsschwindel bis zu Problemen im Innenohr oder Kreislauf. Was kann hinter den Beschwerden stecken, wann ist Schwindel harmlos - und wann sollte man ihn ärztlich abklären lassen?
Die Lauenburgischen Seen - Wildnis zwischen Lübeck und Elbe
45'
Vor den Toren Hamburgs, eingebettet in sanfte Hügel, liegt eine verborgene Seenlandschaft. Kern dieses Gebietes ist der Schaalsee, der tiefste See Schleswig-Holsteins. Mitten durch den See verlief die Grenze zwischen der BRD und der DDR. Ein halbes Jahrhundert war es hier ruhig - nur die Natur konnte sich frei entfalten. Tierfilmer Christoph Hausschild beschäftigt sich seit frühester Kindheit mit den Lauenburgischen Seen und hält sie dank modernsten Techniken, wie Zeitlupen- und Drohnen-Aufnahmen, in einem einzigartigen Film fest.
Nach fast genau zwei Monaten macht sich der Irankrieg längst in den Portemonnaies der Brandenburger und Berliner bemerkbar. Vor allem beim Tanken werden alle deutlich mehr zur Kasse gebeten.
Der Blick von oben offenbart: ein Netz uralter Pfade auf der Osterinsel, mysteriöse Felder mit unerklärlichen Hügeln, gigantische Geoglyphen, die in die Erde der östlichen Steppe geätzt wurden, und eine kolossale Pyramide, die sich aus dem Eis und Schnee der Antarktis erhebt.
Männersport?
Chayenne, Eriona, Pauline und Liv starten mit der U15 der SGS Essen in eine entscheidende Saison: Sie und ihre Mannschaftskolleginnen wollen am Ende den Sprung in die U16 schaffen, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Profifußballerin. Dafür geben sie alles. Fast täglich trainieren sie mit Härte, Druck und Tempo, pushen sich technisch und athletisch nach vorne und treten in der Kreisliga gegen Jungs-Mannschaften an. Im Spiel gegen TuS Essen-West 81 geht's hart zur Sache.
Mit Chayenne, Eriona, Pauline, Liv, Christian van Zwamen, Hardy Corbeck, Vicky Schemme
Leidenschaft
Fußball-Leidenschaft gleich Einsatz plus Verzicht: Für Eriona heißt das: Training anstatt Freizeit mit Freund*innen. Pauline berichtet von Mobbing-Erfahrungen in Jungs-Vereinen. Chayenne besucht eine Eliteschule des Fußballs, kämpft um gute Noten und kickt bei Schalke. Doch neben persönlichem Engagement zählt auch die Liebe zur Mannschaft Gemeinsam mit ihren Trainern erarbeitet die U15 der SGS Essen einen Teamkodex.
Mit Chayenne, Eriona, Pauline, Liv, Christian van Zwamen, Hardy Corbeck, Vicky Schemme
Köln 2007: Eine 24-Jährige führt mit ihrem Bruder ein Bistro. Spätabends erledigt sie noch Abrechnungen. Am nächsten Morgen entdeckt ihr Bruder sie tot im Kühlraum.
Die Kasse ist unberührt und das Motiv unklar. Der Täter hat zwar DNA hinterlassen, doch es gibt keine Übereinstimmung. Erst acht Jahre später bringt ein Anruf wieder Bewegung in den Fall. Sven Voss rekonstruiert die tragischen Ereignisse jener Nacht.
Drei Orte, ein gemeinsamer Schatten: Fast fünf Jahrzehnte lang prägten die Sowjets das Leben im "Ostblock". In Ungarn, der Slowakei und Bulgarien sind ihre Spuren bis heute sichtbar. Von der Geisterstadt Szentkirályszabadja über den Grenzbahnhof Cierna nad Tisou bis zum Monument von Busludscha: eine Reise in die Schattenreiche des sowjetischen Imperiums - zu Ruinen, an denen Aufstand, Unterdrückung und Erinnerung eng miteinander verwoben sind. Im Westen Ungarns liegt die Geisterstadt Szentkirályszabadja. Die ehemalige sowjetische Garnison soll einst die Westflanke des Ostblocks absichern - gegen Feinde von außen und von innen. Errichtet wird sie nach 1956, als sich Studentenproteste zu einem landesweiten Aufstand gegen das kommunistische Regime ausweiten. Die Sowjetunion lässt den Aufstand blutig niederschlagen und baut ihre militärische Präsenz anschließend massiv aus. Seit dem Abzug der Truppen 1991 ist Szentkirályszabadja sich selbst überlassen und gilt heute als die größte Geisterstadt Ungarns. Zwischen verfallenen Wohnblöcken und rostigen Hangars erinnert sich der ehemalige Luftwaffenkommandeur Sándor Simon-Jójárt an eine abgeschottete Welt, in der Tausende sowjetische Soldaten in ständiger Alarmbereitschaft lebten. In der slowakischen Grenzstadt Cierna nad Tisou steht im Sommer 1968 die Zukunft der Tschechoslowakei auf dem Spiel. Nur wenige Kilometer vom Eisernen Vorhang entfernt treffen sich der sowjetische Parteichef Leonid Breschnew und der tschechoslowakische Reformpolitiker Alexander Dubcek zum entscheidenden Krisengespräch über den "Prager Frühling". Dubcek will den Sozialismus demokratisieren - für den Kreml ein gefährlicher Präzedenzfall. Hinter verschlossenen Türen wird stundenlang verhandelt. Zeitzeugen wie der damals 18-jährige József Turcsányi und Ivan Reimann, Sohn der Dolmetscherin Tamara Reiman, erinnern sich an ein Politdrama zwischen Hoffnung und Angst. Nur drei Wochen später - in der Nacht zum 21. August 1968 - marschieren circa 400.000 Soldaten des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei ein: das Ende des Prager Frühlings und der Beginn der sogenannten Normalisierung. In den Bergen Bulgariens ragt das Busludscha-Denkmal in den Himmel - ein Relikt aus sozialistischer Zeit und Symbol kommunistischer Größenfantasien. Errichtet zwischen 1974 und 1981, sollte es die Macht der Bulgarischen Kommunistischen Partei symbolisieren und die unerschütterliche Loyalität zur Sowjetunion bezeugen. Über 6000 Menschen, darunter auch Häftlinge, waren am Bau beteiligt. 70.000 Tonnen Beton und 3000 Tonnen Stahl formten das monumentale Bauwerk mit seinem charakteristischen Kuppelsaal und den leuchtenden roten Sternen im Turm. Heute ist davon wenig geblieben: Verfall, Frost und Vandalismus nagen an dem Bauwerk. Die Architektin Dora Ivanova kämpft für seinen Erhalt. Mit ihrer Stiftung dokumentiert und konserviert sie das Denkmal und seine wertvollen Mosaike und sucht nach Wegen für eine neue, kritische Nutzung. Für Dora Ivanova ist Busludscha mehr als ein Relikt des Kalten Krieges - ein Ort, an dem sich das Verhältnis Bulgariens zu seiner Vergangenheit entscheidet. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte. Die Doku-Reihe "Lost Places der Sowjetunion" zeigt verlassene Militärstandorte der sowjetischen Armee aus der Zeit des Kalten Krieges in Osteuropa.
Der 13-jährige Nihat ist aus dem syrischen Bürgerkrieg über die Balkanroute geflohen. Er landet mit hunderten anderen Geflüchteten am Budapester Ost-Bahnhof. Hier spielen sich Anfang September 2015 dramatische Szenen ab, die die Politik bis heute verändern. Zehn Jahre später fragt die Doku nach, was aus Nihat geworden und welche Bilanz Flüchtlingshelfer von damals ziehen.
Regisseur und Kameramann Kurt Mündl zeigt in seiner aufsehenerregenden Produktion "Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens" das Heranwachsen eines der entzückendsten Wildtiere überhaupt: des Jung-Rehs - alias Rehkitz oder "Bambi". Mündl geht der Frage nach, warum es im Laufe der Zeit seine weißen Flecken verliert. Die Doku folgt den spannenden und gefahrvollen Wegen des Rehkitzes und informiert über eine evolutionäre Schutzfunktion, die "Bambi" und auch anderen Tier-Babys hilft, zu überleben: Das Phänomen der sogenannten "Somatolyse" wird ergründet.
Essen als Medizin - in diesem einzigartigen Fernsehformat wird Menschen geholfen, die an ihren Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Die "Docs", alle erfahrene Mediziner:innen, wollen mit gezielten Ernährungsstrategien Symptome deutlich verbessern und Krankheiten sogar heilen. Ob bei Migräne oder Morbus Crohn - die Zehn-Jahre-Jubiläumsstaffel zeigt einmal mehr erstaunliche Erfolge.
Die Feuerwehr steht wie kaum ein anderer Beruf für schnelle Hilfe. Wenn der Alarm ertönt, zählt jede Sekunde. Und in den letzten Jahrzehnten hat sich der Beruf stark verändert. Feuerwehrfrau Andra Lorenzen und ihr Kollege Oke Petersen von der Berufsfeuerwehr Flensburg gewähren offene Einblicke in ihren fordernden Alltag, vom intensiven Einsatz bei einem Hausbrand bis zum kollegialen Miteinander danach.
Der Blick von oben offenbart einen riesigen, unerklärlichen Krater im entlegenen Sibirien, mysteriöse "schwarze" Löcher im grönländischen Inlandeis, einen uralten, verbotenen Brunnen in der jemenitischen Wüste und eine gewaltige, dunkle Leere in der weiten Landschaft der Antarktis.
Am Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern liegt eine Perle: das Großarltal im Salzburger Pongau. Emsig und mit Herz sind die Bewohner des östlichsten Tauerntals unterwegs, um ihr eigentümliches Brauchtum, ihre paradiesische Region und vor allem auch ihre unumstößliche Gemeinschaft zu pflegen. Die neue Dokumentation von Christian Papke in der ORF III-Sendeschiene "Landleben" begleitet die Großarler dabei. Sie, und ihr gepflogenes Miteinander. Zu Berg und zu Tal.
Kernige Burschen auf kernigen Pferden, die lange Peitschen schwingen. Das macht ihn schon einmal staunen, den Städter, wenn er feiertags ins "Tal der Almen" kommt. So heißt es da nämlich. "Was uns die Alten überliefert haben, das müssen wir übernehmen", weiß der Strobl Hans, einer der Hüter des örtlichen und regionalen Vereinslebens, der heute seine Festtagstracht ausführt. Bereitwillig erklärt er uns, was es damit auf sich hat: "Die Klöcker sind bei jedem Festzug einmal die ersten, die was freimachen - das ist ja auch die Aufgabe von den Klöckern: Wenn ein großes Fest ist und die vorne hingehen, und wenn die dann mit den Peitschen ausschwingen, nachher ist der Platz da, dann können die anderen ungestört hintennach gehen." Auch Hannes Taxer von den Klöckern in Hüttschlag ist da. So spielerisch die Virtuosität des Peitschenschwingens ausschaut, aufs Ross geht's nicht sofort. Auch das Klöcken will von der Pike an erlernt werden, erzählt uns der Hannes. "Da geht man von Klein auf - die fangen auch auf dem Boden an - weil am Pferd ist Klöcken viel anstrengender als wie am Boden - und wenn sie 18 Jahre nachher sind, dann sind sie stark genug, dass sie nachher auf ein Pferd auch rauf dürfen - das ist ein guter Ansporn." Aber auch Pferd ist nicht gleich Pferd. Ein Fluchttier braucht beim "Schnalzen", wie sie hier das Peitschenknallen nennen, gute Nerven. Das liegt besonders den Norikern im Blut, weiß Hubert Seebacher. Von der Pferdeliebe seiner Frau angesteckt, züchtet der Baggerfahrer aus Hüttschlag die gutmütigen Kaltblutpferde, die für den Brauch des Klöckens besonders tauglich sind. "In jungen Jahren werden sie an die Geräuschkulisse gewöhnt, der Peitschenknall ist ja sehr, sehr laut - man gibt einfach die Pferde in die Nähe von den Peitschen und probiert dann eben diese Geräuschkulisse für die Ohren der Noriker empfindsam zu machen. Das geht relativ schnell bei der Norikerrasse. Die sind eben sehr ruhig - durch das werden sie auch Kaltblut genannt - und die machen dann nichts mehr da. Nach 5-6 Mal Probieren bleiben sie stehen und wissen, dass nichts passiert." Redselig ist der Hubert, während er seine Lieblinge für eine Kutschfahrt striegelt und schniegelt. Heute fahren Sepp und Albert mit. Zwei Musikanten, die unterwegs eine schöne Weise blasen.
Unterdessen hat Jungsennerin Monika Gruber von der Hüttschlager Hub-Grundalm ihre Ärmel aufgekrempelt. Heute ist Backtag. "Ich habe jetzt einen Germteig angesetzt, weil auf der Speisekarte, da haben wir allweil eine Mehlspeise oben. Also entweder Kuchen oder Germkrapfen. Das ist ganz verschieden, was halt ist - und heute mache ich da eben Germkrapfen. Ich habe den Teig schon vorbereitet. Und jetzt gehen wir da Kugeln herausstechen." Heute geht ihr ihre Schwester Elisabeth zur Hand und auch ihre 'Chor-Schwester' und Freundin Daniela ist vorbeigekommen, um die almerische Köstlichkeit frisch ausgebacken zu verkosten. Das lasst man sich doch nicht entgehen. Aber nicht nur: Regelmäßig treffen sich die jungen Frauen, um gemeinsam Almlieder zu singen. Aber auch sonst pflegt Monika musikalisches Miteinander, als Klarinettenbläserin in der Trachtenmusikkapelle ihrer Heimatgemeinde.
Ihr Bruder Sebastian singt zwar nicht so viel, hilft aber ebenfalls auf der Alm mit und macht hier heroben, auf 1311 Metern Seehöhe, den typischen Saukäse. "Der Sauerkäse ist ein Magermilchkäse", erklärt er, eifrig im Käskessel herumrührend. "Jetzt muss er gedreht werden, damit auch alles schön warm wird." Der Käse ist eine der gschmackigen Spezial
Das Passagieraufkommen steigt und immer modernere Flugzeuge werden in kurzer Zeit in Dienst gestellt. Gleichzeitig wächst der Bedarf, Waren per Luftfracht zu verschicken. Und so werden Passagierflugzeuge in Cargoflieger umgebaut. Diese "Passenger to Freighter"-Umwandlungen sind mittlerweile ein wichtiges Mittel zur Bewältigung der Nachfrage an Frachtmaschinen. Die 24h-Lieferangebote diverser Onlinehändler benötigen eigene größere Flotten an Flugzeugen und kurbeln damit den Umbaumarkt an.
Majestätische Berge und endlose Prärie, gigantische Staudämme und Riesenfrachter, Baumwollfelder und Delta-Blues. Missouri und Mississippi erzählen viele Geschichten auf dem langen Weg durch Amerikas Heartland. Dirk Rohrbach spürt sie auf, aus eigener Kraft, entschleunigt und nah dran an der Natur und den Menschen. Es wird seine bisher epischste Reise. Monatelang allein auf dem viertgrößten Flusssystem der Erde mit brutalen Unwettern, zermürbenden Stürmen und schwelender Hitze.
Die Autoren, die zum Teil Auszeichnungen für ihre Beiträge erhielten, beleuchten aktuelle politische Themen und konzentrieren sich in der Rubrik "Die Story" auf ein bestimmtes Sujet.
Wie kommt man dem immer noch "fremden Osten" näher? Die "Kulturzeit"-Reportage folgt dem Schriftsteller Simon Strauß in die brandenburgische Kleinstadt Prenzlau.
Simon Strauß zeigt in Prenzlau, was sich über Demokratie lernen lässt. In einer Zeit wachsender Entfremdung zwischen politischen Lagern und Regionen findet er in der ostdeutschen Kleinstadt Antworten auf die Frage nach Zusammenhalt und politischer Nähe.
Die Reportage ist doppelt angelegt: Sie erzählt von den Menschen in Prenzlau, ihrem Alltag und ihren politischen Konflikten - und vom Versuch des Autors, dem Ort nachzuspüren. Strauß hat über Prenzlau, das literarische Sachbuch "In der Nähe - vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht" geschrieben. In Gesprächen vor Ort zeigt sich, wie konflikthaft demokratische Praxis sein kann und warum sachliche Argumente oft nicht ausreichen.
Der Film führt zu DDR-sozialisierten Frauen, Geflüchteten wie dem Syrer Hamza, einem jungen AfD-Politiker, Matthias Platzeck und einer engagierten jungen Bürgerin. Deutlich wird: Ostdeutsche Geschichte ist nicht abgeschlossen, DDR-Erfahrungen wirken fort. Im Zentrum steht die Frage, ob Nähe eine politische Kraft sein kann: geografische, emotionale, menschliche Nähe. Ob dort, wo Menschen einander als Gegenüber begegnen, nicht auch die Möglichkeit von Gemeinschaft neu beginnt.
Seinen Höhepunkt findet der Film in einer Buchpräsentation in der Kirche - einem Ort der Versammlung, der Gemeinsamkeit und der Nähe.
Mehr Hintergrund-Berichte finden sich in der täglichen Regelsendung "Kulturzeit" und auf Kulturzeit.de
Drei Lost Places im Baltikum, Spuren von Annexion und Kaltem Krieg. Verlassene Forts in Litauen, eine geheime Militärinsel in Estland und eine vergessene Abhörstadt in Lettland. Im Baltikum sichern sowjetische Standorte Kontrolle über Land, See und Datenströme: vom Festungsring um Kaunas über die U-Boot-Anlage Hara und die Mineninsel Naissaar bis zur Abhörstation in Irbene. Annexion, Bedrohung und der Kalte Krieg - bis heute spürbar. Drei Länder, eine Frontlinie des Kalten Krieges. Lettland, Estland und Litauen sind strategische Kerngebiete für die Sowjetunion. Im Baltikum verdichten sich verlassene sowjetische Militärposten zu einer Topografie der Kontrolle über Land, See und Informationen. Zentral in Litauen liegt Kaunas. Neun Forts bilden einen Verteidigungsring um ihr Zentrum - einst ist Kaunas eine der am besten gesicherten Städte Europas. Doch diese Orte der Sicherheit werden zu Orten des Schreckens. Im beginnenden Zweiten Weltkrieg wird Litauen zunächst von der Sowjetunion, später von Nazideutschland besetzt. Deportationen und Massenmorde verbreiten Terror unter der einheimischen Bevölkerung. Auch nach dem Krieg bleibt den Menschen im Baltikum keine Zeit, durchzuatmen. Die Sowjetunion annektiert die drei Staaten erneut und startet die bedingungslose Russifizierung des Landes - durch die Ansiedlung russischsprachiger Bevölkerungsgruppen. Und überall entstehen Militärstützpunkte. Dadurch hat die Sowjetunion breiten Zugang zur Ostsee. Strategische Stützpunkte in Estland sichern einerseits den Zugang nach St. Petersburg und dienen andererseits als Spähposten zu den Anrainerstaaten. Die Insel Naissaar vor Tallinn wird zum militärischen Sperrgebiet. In ihrem Herzen wird eine geheime Minenfabrik errichtet. Mit ihrer Hilfe kann der gesamte Finnische Meerbusen abgesperrt werden. Wenige Kilometer entfernt entsteht Mitte der 1950er-Jahre ein Hightechprojekt. Eine U-Boot-Station in Hara soll die Flotte unsichtbar für den Feind und immun gegen deren Minen machen. Die U-Boot-Flotten der Sowjets werden zu einer globalen Gefahr. Und die Anlage in Hara zum Symbol dieser Gefahr. Mit der Zeit wandelt sich auch die Kriegsführung. Das Baltikum erhält in den 1970er-Jahren eine neue Bedeutung für die Sowjetunion. Von dort aus soll die Welt belauscht werden. In der geheimen Stadt Irbene entstehen einige der größten Satellitenschüsseln der Welt, die Funk- und Raketensignale beim Systemfeind abfangen können. Der Krieg der Informationen und die Realität dahinter zeigen sich in den verfallenen Häusern der ehemaligen Elitestadt. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte. Die Doku-Reihe "Lost Places der Sowjetunion" zeigt verlassene Militärstandorte der sowjetischen Armee aus der Zeit des Kalten Krieges in Osteuropa.
Von Patron und Küchenchef Stephan Vadnjal und dem Wörthersee als Quelle für Energie und saftige Reinanken. Vom bildenden Künstler Richard Klammer, seinen Wegen aus Klagenfurt fort und nach Klagenfurt wieder zurück.
In Mobile wird ein 19-jähriger Mann ermordet. Die Beamten nehmen den Fall sehr persönlich, als sich herausstellt, dass das Opfer der Cousin von Detective Jermaine Rogers ist. In Tulsa wird eine 31-jährige Mutter vor ihrem Haus erschossen.
Der ehemalige Premier-League-Fußballer und selbst leidenschaftliche Sneaker-Fan Jermaine Jenas begibt sich auf die Suche nach den teuersten Turnschuhen der Welt. Begeisterte Sammlerinnen und Sammler treffen sich auf gut besuchten Börsen. Viele verkaufen ihre gefundenen Schätze online und machen damit das große Geld. Der globale Wiederverkaufsmarkt von Sneakers wächst und soll bis zum Ende des Jahrzehnts einen Wert von über 21 Milliarden Pfund erreichen. Eine Reise in eine wirtschaftliche Parallelwelt, die Jenas bis nach New York führt.
Dort, wo der Arlberg am schroffsten ist, zwischen Paznaun, Silvretta und Verwall, verläuft das Stanzertal. In dem kargen Hochland stellt sich für die Bauern jeden Tag die Wasserfrage für die Felder: Das wenige Wasser, das aus dem Berg kommt, muss für alle landwirtschaftlichen Flächen reichen. Mit der sogenannten Rieselbewässerung, die das Wasser über eine leicht abschüssige Ebene über die ganze Fläche des Feldes verteilt, haben die Menschen hier eine seit Generationen bewährte Form gefunden, die auch entsprechend gepflegt und verwaltet wird. Die Rieselbewässerung steht hier exemplarisch für den schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die ständige Gratwanderung zwischen den Interessen der Menschen und der Natur. R: Martin Vogg.
"Auch Dich kriegt der IS!" steht auf einer Tafel - eine Drohung gegen einen Realschullehrer in Bonn, der im Unterricht für religiöse Toleranz wirbt. Derartige islamistische Töne sind in der Schule sicher die Ausnahme. Allerdings berichten auch andere Lehrer von radikalen religiösen Einflüssen auf Schulhöfen: "Da ging es darum, dass Essen auf dem Schulhof verboten wurde von einigen Kindern, weil sie selbst gefastet haben." Der Fastenmonat Ramadan gehört zum Islam. Fasten ist für junge muslimische Kinder aber auch dann nicht verpflichtend.
Problematisch wird es vor allem, wenn religiöse Regeln zunehmend streng ausgelegt werden - manchmal sogar islamistisch. In Berlin werden Bücher verkauft, die Unterdrückung von Frauen, Gewalt gegen Kinder und gewaltsamen Dschihad rechtfertigen. Deutschsprachige Inhalte islamistischer Influencer sind online problemlos abrufbar.
Was bedeutet das für die freiheitlich-demokratische Grundordnung? Mit der ehemaligen Verfassungsschützerin Gülden Hennemann, die selbst muslimischen Glaubens ist, geht KLAR der Frage nach, wie sich islamistisches Gedankengut in Deutschland verbreitet. Die Politikwissenschaftlerin ist Mitglied im neuen "Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung" des Bundesinnenministeriums. Sie kritisiert den Umgang mit Islamismus in der deutschen Politik.
Welche Gefahr vom Islamismus ausgehen kann, zeigt ein aktueller Fall aus München: Vor gut einem Jahr fuhr ein Afghane in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi, tötete und verletzte Menschen - darunter auch Muslime. Eines der Opfer beklagt, dass die furchtbare Tat auch Vorurteile gegen Muslime verstärke: "Genau wegen solchen Menschen werde ich gehasst." Der mutmaßliche Attentäter soll sich in Deutschland islamistisch radikalisiert haben und steht derzeit vor Gericht.
Hat der Staat den Einfluss von religiösem Fundamentalismus ausreichend im Blick? Antworten sucht Julia Ruhs in einer vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folge des Politikformats KLAR.
In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklink Frankfurt bekommen es Krankenschwester Clara Henneberger und die Ärztin Stephanie Köhler mit einem komplizierten Armbruch zu tun. Die Spezialisten versuchen alles, um ihrer Patientin eine Operation zu ersparen. Die Prozedur ist äußerst schmerzhaft, und niemand weiß, ob die OP damit wirklich verhindert werden kann. Außerdem begleiten die "112"-Reporter Rettungs- und Einsatzkräfte der Darmstädter Feuerwehr, der Johanniter Wiesbaden, des DRK Fulda sowie Notärzte des Klinikums Kassel und des Sana Klinikums Offenbach.
Sich in einem Moment stark fühlen und wütend, an anderen Tagen allein und verletzlich, dieses Lebensgefühl hat die "Queens von Kreuzberg" zusammengeschweißt. Ihre Eltern kamen aus der Türkei nach Deutschland, ihre Töchter sind in Berlin aufgewachsen. Vier Freundinnen aus Kreuzberg erzählen vom Aufwachsen in zwei Welten als Kinder von türkischen Gastarbeitern und ihrem langen Weg zu sich selbst.
Diese majestätischen Maschinen sind vom Tierreich inspiriert: Menzi Mucks Schreitbagger bewältigt selbst schwierigstes Gelände. Der mechanische Oktopus "Da Vinci" führt mit großer Präzision chirurgische Operationen durch. Und: Roboterhund Dave saniert den Flughafentunnel Heathrow, erstellt autonom 3D-Scans und lädt sich selbstständig auf. Sie alle beweisen, dass Mutter Natur wirklich am besten weiß, wie es geht!
Das Geheimnis des modernsten Gins / Was passiert mit unseren Retouren? / Dinner in der Wüste / Armbanduhr nach Maß / Der größte Bagel / Off Road durch den deutschen Wald
Die Royal Air Force Station Waddington ist eine der modernsten Aufklärungsbasen Großbritanniens. Dort werden auch Einsätze zur Terrorismusbekämpfung im Nahen Osten geplant und geleitet. Eine dreiköpfige Crew steuert eine Drohne, die einige Tausend Kilometer entfernt über dem Irak fliegt. Bei der Suche nach IS-Kämpfern nutzt das Team Infrarotkameras, die auch in der Dunkelheit zahlreiche Details wiedergeben. Und in Coningsby sind mehr als 50 "Typhoon"-Jets stationiert. Eines der Flugzeuge wird in Kürze an einer der größten Flugschauen der Welt teilnehmen.
Ermittler sind fassungslos: Der Fall eines Hamburger Jugendlichen führt zum Online-Netzwerk 764, in dem Minderjährige weltweit zu Selbstverletzungen, Gewalt und Mord drängen.
Die Dokumentation rekonstruiert, wie Täter in sozialen Medien, Messengerdiensten und Onlinespielen Minderjährige ansprechen und sich als verständnisvolle Freunde ausgeben. Was vertraut beginnt, kann in psychischer Abhängigkeit, Erpressung und Gewalt enden.
Im Online-Netzwerk 764 werden die Opfer dazu gedrängt, weitere Opfer zu rekrutieren, sich und andere massiv selbst zu schädigen, im schlimmsten Fall sogar Suizidversuche oder schwere Gewalttaten zu begehen. Das ist weit mehr als Cybergrooming.
Die Gefahr ist oft nur einen Klick entfernt und lauert sowohl in speziell für Kinder entwickelten Spielen als auch auf Social-Media-Plattformen. Roblox, TikTok, Instagram und Co. können zur tödlichen Falle werden - ein vermeintlich harmloser Chat mit einer fremden Person kann Tätern die Tür ins Kinderzimmer öffnen. Gerade Heranwachsende sind anfällig für Manipulation und Erpressung. "Täter und Täterinnen gehen immer dorthin, wo sich Kinder und Jugendliche bewegen. Das liegt in der Natur der Sache", sagt Kinderschutzexpertin Julia von Weiler. "Das Smartphone ist das ultimative Tatmittel. Ein Grund, warum viele Eltern die Bedrohung ihrer Kinder oft lange nicht bemerken."
Die Recherche von "Die Spur" zeigt, wie sadistische Netzwerke funktionieren: ein loses digitales Geflecht aus Tätern, Mitläufern und Nachahmern, das sich international ausdehnt und ständig neue Ableger bildet. Die Täter und Täterinnen wissen dabei genau, wie sie sich vernetzen und Spuren im digitalen Raum schnell wieder verwischen können.
Weltweit ist das eine Herausforderung für Ermittlungsbehörden: "Der Grad der Verrohung, den wir da erlebt haben, der ist einfach wirklich unbeschreiblich", berichtet der Hamburger LKA-Chef Jan Hieber.
Die Dokumentation erzählt die Geschichten von Kindern und Familien, die in die Fänge von 764 geraten sind und zeigt die ganze Dimension eines Abgrunds, der Fragen für Politiker, Plattformbetreiber und Eltern aufwirft.
Mehr unter https://diespur.zdf.de
Amerikaner Mike hat Angst um die Sicherheit seiner deutschen Ehefrau Anna. Sie darf im Dunkeln nicht raus und muss ein Pfefferspray bei sich tragen. Außerdem muss sie mit ihm zum Schießtraining. Doch beim Thema "Familie" kommen der 28-Jährigen die Tränen: Sie hat Heimweh, darf die USA aber nicht verlassen. Nana aus Dortmund ist glücklich, weil die Bewährungsanhörung für ihren inhaftierten Ehemann Bobby gut gelaufen ist. Doch ob die beiden bald zusammen in den USA leben werden, steht noch in den Sternen. Und Thomas ist nach seinem zweiten Date mit Adriana in Mexiko City am Boden zerstört.
Drei Jahre Krieg, drei Jahre Flucht. Die Hoffnung vieler bei uns lebender Ukrainer, bald wieder in ihre Häuser, zu ihren Familien und ihrer Arbeit zurückkehren zu können, hat sich nicht erfüllt. Die meisten sind immer noch in Deutschland. Sie suchen eine Arbeit, oft vergeblich. Ihre Kinder gehen hier zur Schule. Ist Deutschland nun ein Zuhause geworden oder sitzen sie auf gepackten Koffern?
Sie sind unbeschwert, unbekümmert wie es nur Teenager in ihrem Alter sein können. Und sie nehmen uns mit auf einen Schüleraustausch der besonderen, sogar der extremen Art: nach Rio de Janeiro. Zehn Mädchen und Jungs im Alter von 16 Jahren reisen in die Weltmetropole. Für manche ist es das erste Mal, dass sie Deutschland verlassen. Im Kölner Stadtteil Chorweiler besuchen sie die Heinrich-Böll-Gesamtschule. Chorweiler gilt als schwieriger Stadtteil, einer mit vielen sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Wer aus diesem Stadtteil kommt, für den öffnen sich nur selten Türen von allein. Die Teenager erzählen von ihren Ängsten, ihren Träumen und ihren Erwartungen: Wo komme ich her, wo will ich hin? Die Stadt Köln ermöglicht im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Rio diesen Austausch. Alle zwei Jahre reisen brasilianische Schüler und Schülerinnen nach Köln, ein halbes Jahr später folgt der Gegenbesuch nach Rio. Die Jugendlichen aus Köln sehen den Zuckerhut und die Sonne über dem Strand von Ipanema untergehen. Doch dann prallen Träume von Rio und Ipanema auf die Realität. Und die Teenager aus Deutschland sind geschockt: unvorstellbare Armut, Müllberge, Kriminalität, Favelas. Denn ihre Austauschschüler leben in einer Gegend dieser Millionenmetropole, in die sich keine Touristen verirren. Die Traumstrände sind von den Armenvierteln Guadalupe und Deodoro weit weg. Doch der Schock währt nicht lange. Auf einmal sind Armut und Müll den Chorweiler Schülern nicht mehr wichtig. Stattdessen tanzen sie mit den brasilianischen Jugendlichen, spielen zusammen Fußball, tauschen sich aus mit ein wenig Portugiesisch, sie lachen - und ja sei weinen gemeinsam. Es ist nicht nur eine Reise über den Atlantik, es ist eine Achterbahn der Gefühle. Und es ist eine Geschichte über Toleranz, über Respekt und über eine Herzlichkeit, die ihresgleichen sucht. Brasilianer und Deutsche rücken jeden Tag enger zusammen. Und ganz zum Schluss treffen sie noch einen Fußballweltmeister. "Mais que uma bola - mehr als ein Ball" heißt das Projekt, das Rio und Köln verbindet. Es wird eine Reise, die alle verändern wird. Der Blick auf ganz Vieles wird plötzlich ein anderer. WDR-Autor Nils Rode war mit seinem Kamerateam dabei.
Im hohen Norden wächst die Anspannung: Norwegen, Schweden und Finnland rüsten auf, weil Russland seine militärische Präsenz in der Arktis und entlang der Nordgrenzen verstärkt. Der Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO verändert das strategische Gleichgewicht in Nordeuropa. Militärmanöver, Spionagevorwürfe und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen prägen zunehmend den Alltag der Menschen dort. Ist der Frieden tatsächlich bedroht? Der nördliche Teil Europas erlebt eine sicherheitspolitische Zeitenwende. Jahrzehntelang galt Skandinavien als neutrale Pufferzone zwischen Ost und West. Doch seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich das Machtgefüge verschoben. Norwegen, Schweden und Finnland investieren in neue Waffensysteme, erhöhen Verteidigungsbudgets und trainieren den Ernstfall gemeinsam mit der NATO. Auch in der Arktis, wo strategische Ressourcen und Seewege eine immer größere Rolle spielen, wächst die militärische Präsenz. Russland verstärkt dort seine Aktivitäten - ein Signal an die Nachbarn, aber auch an den Westen insgesamt. Die neuen Spannungen wirken sich auch auf das tägliche Leben aus. Küstenwachen und Luftstreitkräfte sind in erhöhter Bereitschaft. Finnland prüft seine Luftschutzbunker, Schweden verteilt Broschüren zur Krisenvorsorge. Auch in Norwegen wächst die Aufmerksamkeit für den Schutz kritischer Infrastruktur. Gleichzeitig rücken die Menschen in Skandinavien enger zusammen und erkennen die Notwendigkeit der neuen Sicherheitsmaßnahmen. Sie bereiten sich aktiv auf mögliche Krisenszenarien vor und zeigen Bereitschaft, ihr Land im Ernstfall zu verteidigen. Experten, Militärs und Einwohner schildern, wie sich das tägliche Leben verändert - zwischen Abschreckung, Angst und dem Versuch, den Frieden im Norden zu bewahren.
"Der Gardasee, das ist mein Herz. Ich liebe es, morgens auf dem Wasser zu sein, wenn die Sonne aufgeht, der See ruhig ist und ich ganz allein hier bin", sagt Alberto Rania. Er ist der einzige Fischer, der im Norden des Sees noch geblieben ist. Rania kann gut verstehen, dass es so viele Deutsche hierher zieht - in eine wunderschöne Landschaft mit kristallklarem Wasser, Bergen, Olivenhainen und malerischen Dörfern. Es gibt leckeres Essen, guten Wein, man kann wandern, klettern, Rad fahren oder Wassersport treiben. Und fast überall wird deutsch gesprochen - 70 Prozent der Touristinnen und Touristen kommen aus Deutschland.
Raffaello Boni ist heute 73 Jahre alt, hat als Junge im See schwimmen gelernt. Heute engagiert er sich in der Umweltorganisation Legambiente. Er will den See und die Region retten und fordert ein Umdenken der Behörden. 25 Millionen Übernachtungen pro Jahr werden zur Belastung, findet er: "Durch den Übertourismus geht die Identität der Region und der Menschen hier verloren. Irgendwann muss man sagen: Stopp! Es reicht jetzt!" Die Gegend dürfe nicht weiter mit Hotelanlagen und Feriensiedlungen zubetoniert werden.
Der "L'Espresso"-Journalist Paolo Biondani aus Lazise war vor 15 Jahren einer der ersten, der auf die Gefahr von Bauspekulationen, Geldwäsche und den Einfluss der Mafia am Gardasee hingewiesen hat. Er hat Recht behalten. Inzwischen sind acht Unternehmen wegen Mafiaverbindungen unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Dazu zählen Bauunternehmen, Immobilienfirmen und ein Feriendorf. In seinen Artikeln warnt Biondani vor den Folgen des Massentourismus auf die Umwelt. Noch sei die Wasserqualität des Sees gut, aber die Abwässer und die hohen CO2-Emmissionen durch den enormen Autoverkehr seien ein echtes Problem.
Die Touristen, die durch historische Orte wie Sirmione schlendern, bekommen davon nichts mit. Dort dürfen im Sommer weder Autos noch Fahrräder fahren, denn dann ginge es in den engen Gassen gar nicht mehr voran. Sirmione, der Ort auf der Halbinsel des südlichen Gardasees, ist so etwas wie der Brennpunkt des Tourismusbooms.
Filmautorin Justine Rosenkranz hat den Gardasee umrundet und mit denen gesprochen, die vom Tourismus leben, mit Einheimischen und Umweltschützern, die gern etwas ändern würden und mit Touristen, die im Urlaub die Schönheit des Gardasees genießen.
Singen macht glücklich, begnadeten Chorleiterinnen und Chorleitern bei ihrer Arbeit zuzuschauen auch. "Unsere Herzen - ein Klang" geht dem besonderen Zauber des gemeinsamen Singens nach und porträtiert drei außergewöhnliche Persönlichkeiten: Den Stardirigenten Simon Halsey, die Gesangslehrerin Judith Kamphues und die aufstrebende koreanische Dirigentin Hyunju Kwon.
Für die Menschen im Iran ist ihre Lage gerade erdrückend wie nie zuvor. Zwei Monate nach Kriegsbeginn schwankt die Bevölkerung zwischen Hoffnung, Angst und der Sorge, dass die fragile Waffenruhe nicht hält.
Das WELTjournal zeigt im Geheimen gedrehte Bilder, die einen seltenen Einblick in den Kriegsalltag eröffnen. Familien, die jetzt ständig mit Blick auf die Nachrichten, ohne Arbeit und Einkommen in ihren Wohnungen ausharren, Wasser und Vorräte horten - und hoffen, von Raketen verschont zu bleiben.
Seit Jahrzehnten leiden die Menschen im Iran unter der Herrschaft der Mullahs. Sie fürchten, das Regime könnte die Unterdrückung weiter verstärken. Risse, die es in der Gesellschaft bereits gab, haben sich vertieft. Endet der Waffenstillstand, droht den Menschen doppelte Gefahr: einerseits durch den Krieg, andererseits durch Massaker von Seiten der iranischen Behörden.
Regie: Mortaza Behboudi, Sharare Mehboudi, Anne-Charlotte Gourraud
Als eine junge Frau in Schwierigkeiten gerät, hilft ihr ein Passant und kommt dabei unschuldig ums Leben. Die Polizei muss schnell herausfinden, wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat, bevor noch jemand sein Leben verliert.
Corinna Wolf-Bartens ist vieles: Lehrerin, Quereinsteigerin, promovierte Biologin, Mutter von drei Kindern und Hauptverdienerin der Familie. Jeder Tag eine Achterbahn. Wie fühlt sich so ein Tag im Leben der Lehrerin an? Um das erleben zu können, trägt sie für ein paar Wochen eine Mini-Action-Kamera auf der Stirn. Ihr Blick wird zu dem der Zuschauer*innen. Sie sehen, was sie sieht, hören, was sie hört, und spüren hautnah die Intensität ihres Berufs. Eine etwas andere, abenteuerliche Story aus dem Brennglas der Gesellschaft: dem deutschen Klassenraum.
Der Tod eines Waffennarren wirft große Rätsel auf. Die Augenzeugen widersprechen sich in ihren Aussagen und Mordermittler Joe Kenda muss herausfinden, wer die Wahrheit spricht und wer lügt.
Österreich ist ein Land der Wirtshäuser, Cafés und Bars. Die Gastronomie zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen: Rund 170.000 Menschen arbeiten in der Branche und bewirten täglich mehrere Millionen Gäste. Doch hinter vollen Tellern und gut besuchten Lokalen steckt ein wachsendes Problem: Immer weniger Menschen wollen in der Gastronomie arbeiten. Lange Tage, unregelmäßige Arbeitszeiten und vergleichsweise geringe Bezahlung machen den Beruf für viele unattraktiv. Der Personalmangel spitzt sich zu. Zunehmend sind es Menschen mit Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung, die dort einspringen, wo Personal fehlt - und den Betrieb am Laufen halten. In dieser Folge von betrifft:uns begleitet Cagla Bulut drei von ihnen: Ayham AmrAgha, ein syrischer Geflüchteter, leitet heute das Team eines Innsbrucker Beisls - doch die Sorge um seine Familie in Syrien begleitet ihn täglich. Sultan Yilidrim hat den Kebab-Laden ihres Ex-Mannes übernommen, liebt den Kontakt zu ihrer Kundschaft - doch kämpft sie auch immer wieder mit Vorurteilen gegenüber ihrem Kopftuch.
Und Eugen Yauheni Belavusau, der eigentlich zum Studieren nach Österreich gekommen ist, kocht heute in einem Wiener Seniorenheim mit viel Herz für seine Bewohner - und ringt zugleich mit der ständigen Nähe zum Tod. Was hält diese Menschen trotz struktureller Herausforderungen in der Gastronomie? Und wie abhängig ist die Branche längst von ihnen geworden? Eine Reportage über Arbeit, Neuanfänge und die Frage: Wer hält Österreichs Gastro am Laufen?