Der Umgang mit Tod, Vergänglichkeit und Gedenken mündet in der Musikkultur nicht notwendigerweise in reiner Traurigkeit. Gemeinsam mit dem Salzburger Starbariton Rafael Fingerlos, der am Drehbuch mitgeschrieben hat, zeigt Regisseur Martin Pichl in seinem Film, dass sich Trauer, Heiterkeit, Humor und Trost in vielen musikalischen Traditionen eng miteinander verbinden können. Das Gedenken an Verstorbene ist nicht nur beklemmend, sondern kann ebenso berührend, sinnstiftend und manchmal sogar humorvoll sein. Der Film bewegt sich zwischen großer klassischer Musik (Schubert, Brahms, Mahler, Strauss, Mozart, Clara Schumann, Mendelssohn Bartholdy) und alpenländischen sowie Wiener Liedtraditionen. Besondere Authentizität gewinnt das Format durch Live-Darbietungen an historischen Schauplätzen und Gespräche mit Künstler*innen (Sascha El Mouissi, das Ensemble Tschejefem und die Divinnerinnen) und einem Bestatter, der über zeitgemäße Formen der Bestattung und die überraschend "heitere" Seite seines Berufsalltags spricht. Das Publikum wird auf eine emotionale Reise mitgenommen, auf der offensichtlich wird, wie bunt und vielfältig musikalischer Trost und humorvolle Abschiedsrituale sein können. Der Film feiert die Lebendigkeit, die in der Musik liegt - gerade auch in den Stücken, die sich mit Abschied und Tod auseinandersetzen.
Das sagenumwobene Transsilvanien, bekannt durch die Romanfigur des blutdurstigen Graf Dracula, gehört zu den landschaftlich schönsten Flecken ganz Europas.
Transsilvanien, inmitten der bis zu 2000 Meter hohen Gipfel der rumänischen Karpaten, heißt wortwörtlich übersetzt "Hinter den Bergen". Das Filmteam erkundet diese rumänische Bergwelt, die einsamen Dörfer und deren traditionell lebenden Einwohner.
Es erlebt märchenhafte Kulissen von jahrhundertealten Schlössern, lernt die transsilvanische Gastfreundschaft kennen, besucht einen der letzten Urwälder Europas, lässt sich von Einheimischen die alten, schaurigen Sagen und Legenden erzählen und besucht zu guter Letzt die als Dracula-Schloss bekannte Burg Bran.
Im Internet kursieren immer mehr Videos, die zeigen, wie Haie Boote angreifen. Dr. Mike Heithaus und Sara Casareto untersuchen dieses Phänomen genauer und wollen herausfinden, was der Grund für das aggressive Verhalten der Raubtiere ist.
Die letzte Etappe ist besonders anstrengend, denn dann haben die meisten Teilnehmer:innen keine Kraftreserven mehr. Das wissen Steven, Matt und "EJ" aus eigener Erfahrung. Und wenn man auf der Zielgeraden ausscheidet, ist das besonders bitter. Die Outdoor-Cracks müssen am Amazonas all ihre Fähigkeiten nutzen, um sich mit Kalorien zu versorgen. "EJ" bricht mit einem Blasrohr nach Norden auf und Matt geht mit dem Bogen auf die Jagd. Aber sein Pfeil rauscht am Ziel vorbei. Halten die verbliebenen "Naked Survival"-Kandidat:innen bis zum Ende durch?
Der Kindkönig Tutanchamun ist heute der mit bekannteste Pharao Ägyptens. Die Entdeckung seines Grabes durch Howard Carter im Jahr 1922 und dessen kostbare Beigaben machen ihn weltberühmt. Tutanchamun tritt ein schwieriges Erbe an: Unter seiner Herrschaft werden die traditionellen Götterkulte wiederhergestellt, Tempel erneuert. So soll Ägyptens traditionelle religiöse und politische Ordnung wieder gefestigt werden. Waren Tutanchamuns mächtige Berater Eje und Haremhab loyale Vertraute, oder verfolgten sie eigene Pläne für den Thron? Welche Rolle spielte die rätselhafte Pharaonin Neferneferuaten vor der Herrschaft des jungen Königs? Starb Tutanchamun mit etwa 18 oder 19 Jahren an einer Krankheit, an den Folgen einer Verletzung, oder wurde er möglicherweise ermordet? Und warum vermuten manche Fachleute, dass Teile seiner Grabausstattung ursprünglich für andere Mitglieder der Königsfamilie angefertigt wurden und selbst sein Grab zunächst für jemand anderen vorgesehen war? Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land erreicht im Neuen Reich einen Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums.
Mit seiner neuen Dokumentation entführt Historiker Sir Christopher Clark die Zuschauer auf eine eindrucksvolle Reise durch das kulturelle Erbe und die atemberaubenden Landschaften Chinas. Der Ursprung des Kung-Fu im Shaolin-Tempel, eine ganze Armee aus Ton und verbotene Paläste faszinieren den Historiker ebenso wie spektakuläre Landschaften und Begegnungen mit Teeanbauern. Und er findet das Besondere an der traditionellen chinesischen Medizin. Clark zeigt ein China, das gleichermaßen von Tradition und Moderne geprägt ist. Einen ersten Eindruck in die chinesische Seele geben Christopher Clark die nebelverhangenen Gipfel Huangshans, die als Inbegriff der perfekten Landschaft und Poesie gelten. Auch der romantische Westsee im uralten Hangzhou regte Chinas Dichter zu Höchstleistungen an. Zunächst begibt sich Christopher Clark zu dem Mönch und Kung Fu-Master Yan Chan, der ihm die Kampfkunst des Shaolin-Klosters persönlich nahebringt. Im uralten Pagodenwald darf er sich selbst in Kung-Fu üben und erfährt, warum Tiere große Vorbilder für Kampfsport sein können. Ein exklusives Highlight: Er darf das selten gefilmte Indoor-Circle-Training der Mönche dokumentieren - eine ganz besondere meditative Trainingsmethode für Körper und Geist. Unter den Mönchen trifft er auch den begnadeten Kalligrafen Shi Yankan, der ihm sogar seinen Pinsel für eigene Versuche übergibt. Nach einem Ausflug in die Verbotene Stadt in Peking führt die Reise weiter zu den spirituellen Zentren des Landes: Bei den Longmen-Grotten und beim Ahnenfest im Kloster Lingying erlebt Clark die tiefe Verwurzelung buddhistischer Traditionen. Ihm wird bewusst, dass es auch im kommunistischen China eine Sehnsucht nach Spiritualität gibt. Dann geht Christopher Clark der Frage nach, ob man die Große Mauer tatsächlich aus dem All sehen kann. In Hangzhou entdeckt er die Poesie des Westsees und die Kunst des Teeanbaus, während ihn in Xi'an die weltberühmte Terrakotta-Armee in die Geschichte des alten Kaiserreichs eintauchen lässt: Was erzählt uns die riesige Armee der 8000 Tonkrieger heute noch? Er darf den weltberühmten Soldaten aus Terrakotta ganz nahe kommen, aus kleinsten Bruchstücken bauen die Experten mithilfe von KI zerstörte Figuren heute wieder zusammen. So erlebt er Auge in Auge eine Zeitreise ins chinesische Reich vor 2200 Jahren. In der Metropole Xi'an taucht er tief in die Genüsse der chinesischen Küche ein, auch die traditionelle Medizin fasziniert den Historiker, bevor ihn die bunten Regenbogenberge des Zhangye-Danxia-Geoparks in ihren Bann ziehen. Die Vielfalt des riesigen Landes ist faszinierend. Immer wieder wird deutlich, wie stark China die Welt beeinflusst hat - sei es durch Tee, Kulinarik oder Kampfkunst. Und doch bleibt das Land rätselhaft in seiner Strebsamkeit und Spiritualität. Christopher Clark zeigt ein China, das sein Gleichgewicht zwischen Vergangenheit und Zukunft sucht, und doch bleibt die Frage spannend, wohin das Streben Chinas nach wirtschaftlicher Macht die Weltgemeinschaft noch führen wird.
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
Auf den Spuren des Wollhaarmammuts reist Josh Gates nach Russland zu dem riesigen Batagai Krater. In der sibirischen Wildnis sucht er im Anschluss nach Knochenresten aus dem Dauerfrostboden. Mit den gesammelten DNA-Proben geht Josh ins Labor, wo der nächste Teil der Arbeit beginnt.
In Santiago de Chile kontrolliert die Antidrogenbrigade einen Flug aus Iquique. Vier Reisende geben sich als Saisonarbeiter aus - doch bei einem fällt ein ungewöhnlich schwerer Koffer auf. Die Ermittler entdecken bald, dass mehr darin steckt, als der Besitzer zugeben will. Kurz darauf sorgt ein weiterer Passagier aus den USA für Aufsehen: Seine Koffer sind prall gefüllt mit Sammlerfiguren, deren Wert er kaum belegen kann - ein Fall, der Fragen aufwirft.
Mühlen, die Korn mahlen, sind im Südwesten selten geworden. Doch was wurde aus den alten Mühlen, die in den letzten Jahren stillgelegt wurden? Manche sind noch in Familienhand, andere haben neue Besitzer gefunden. Die Gebäude werden erhalten, gepflegt oder restauriert und unter anderem als Wohnraum, Hotel, Museum oder Yogastudio genutzt. Die Reise in den Südwesten führt zu Mühlen und ihren Besitzern, die ihren großen Traum leben.
Archäologen haben am Westufer von Theben ein anscheinend ungestörtes Grab entdeckt. Es stammt aus einer Zeit, als die religiöse Hauptstadt des Landes von mächtigen Frauen beherrscht wurde. Im 8. Jahrhundert vor Christus bestimmten die "Gottesgemahlinnen des Amun" das Leben in Oberägypten. Sie waren die Töchter ausländischer Herrscher, die das Land am Nil unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Menschen aus ihrem Gefolge haben in Ägypten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der neu entdeckte Friedhof datiert in die sogenannte Spätzeit. Auf ihm wurden Menschen begraben, die ursprünglich nicht aus Ägypten stammten, sondern aus einem der ältesten Königreiche Afrikas. Lange Zeit herrschten die Pharaonen über das Land Kusch - oder Nubien, wie sie das im Süden an Ägypten angrenzende Gebiet nannten. Nubien war ein uraltes Königtum und berühmt für seine Goldvorkommen und Krieger, die dem Pharao vor allem als Bogenschützen dienten. Und nicht nur das. Die Ägypter bauten in Nubien auch zahlreiche Tempel, unter anderem für ihren höchsten Gott Amun. Dessen Tempel am nubischen Gebel Barkal galt als südliches Gegenstück zu Karnak, dem größten und wichtigsten Tempel Ägyptens. Als am Ende des sogenannten Neuen Reiches (circa 1550 bis 1070 vor Christus), der Zeitperiode, in der Ägypten zu einer Weltmacht aufgestiegen war, die Zentralmacht zerfiel, machten sich die Herrscher von Kusch dies zunutze. Sie marschierten in Ägypten ein, übernahmen die Macht und bestiegen als Könige der 25. Dynastie den Pharaonenthron. Die nötige Legitimation verschafften sie sich durch einen geschickten Schachzug. Sie setzten ihre Töchter als "Gottesgemahlinnen des Amun" ein - ein Amt, das es bereits seit Jahrhunderten gab, das aber im Laufe der Zeit fast in Vergessenheit geraten war. Unter den Kuschiten wurden die Amtsinhaberinnen zu Stellvertreterinnen des Königs, und als Gemahlinnen des höchsten Gottes Amun verschafften sie den kuschitischen Herrschern das Wohlwollen der thebanischen Priesterschaft und damit wohl auch das des ägyptischen Volkes. Zusammen mit der Herrscherfamilie kam auch ein Teil ihres Gefolges nach Ägypten. Über diesen Hofstaat ist bisher nur wenig bekannt. Das könnte sich jetzt durch den neu entdeckten Friedhof ändern, denn die Gräber stammen zum Teil aus der 25. Dynastie und stehen in engem Zusammenhang mit den "Gottesgemahlinnen des Amun".
Bisher hat sie es heimlich getan. Als Kelly sich bei ihrer Freundin Candi als Gutscheinfreak outet und ihre Mega-Vorratskammer präsentiert, gehen beide zusammen auf Schnäppchen-Tour. Auch Hausfrau Rebecca aus Idaho nutzt Gutscheinangebote, um ihre Haushaltskasse zu entlasten. Ehemann Jason betrachtet das Einkaufsgebaren seiner Frau jedoch skeptisch.
In der Zweiten Zwischenzeit ist Ägypten politisch zersplittert. Die Pharaonen der 17. Dynastie regieren von Theben aus, und die Hyksos etablieren ihre Herrschaft im Nildelta. Der Konflikt mit den Hyksos eskaliert unter Seqenenre Tao II. Sein Nachfolger Kamose greift die Hyksos im Norden an. Doch erst Ahmose I. vollendet mit seinem Sieg über die Hyksos, was seine Vorgänger begonnen haben - die Rückeroberung Ägyptens. Die Hyksos kontrollieren das Nildelta und dehnen ihren Einfluss bis in den Raum Memphis aus, während Kerma im Süden an Einfluss gewinnt und ehemalige ägyptische Grenzfestungen in Unternubien übernimmt. Der thebanische Herrscher Seqenenre Tao II. und der spätere thebanische König Kamose setzen alles daran, ihr Land zurückzuerobern. Doch erst Seqenenres Sohn Ahmose I. beendet die Hyksos-Herrschaft, unter anderem? durch die Einnahme von Avaris, und vereinigt Ägypten wieder unter thebanischer Führung. Seinen Erfolg verdankt er unter anderem militärischen Innovationen und der tatkräftigen Unterstützung der weiblichen Mitglieder des Königshauses: seiner Großmutter Tetischeri, seiner Mutter Ahhotep und seiner Gemahlin Ahmose Nefertari. Wer war dieser Pharao, der Ägypten befreit und der mit dem Beginn des Neuen Reiches als Gründer der 18. Dynastie gilt, die grob rund 250 Jahre dauerte? Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land erreicht im Neuen Reich einen Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums.
Ehrlich und ohne Tabus tauschen sich die Frauen über ihren individuellen Blick auf die Wechseljahre aus. Das reicht von Milde, über Akzeptanz bis hin zu Unmut. Gelenkschmerzen, psychische Belastung oder Hormonbauch - das sind Themen, die die Frauen besonders umtreiben und die sie endlich angehen wollen. Und es wird auch klar: Der Fokus im Leben verschiebt sich. Was ist jetzt wirklich wichtig?
Als "Hightech auf dem Schwarzen Kontinent" wird die 2017 eröffnete Magistrale bezeichnet. Sie verbindet Mombasa, die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas, mit Kenias Hauptstadt Nairobi.
Für eine Bahnfahrt, für die man früher acht Stunden brauchte, benötigt man heute weniger als fünf Stunden. Der Bau der Bahnstrecke war allerdings von Anfang an umstritten, auch weil Kenias Präsident Uhuru Kenyatta Bauaufträge ohne Ausschreibung vergab.
Die mindestens 3,5 Milliarden Dollar teure Bahn wurde zu 90 Prozent durch chinesische Kredite finanziert - eine neue Form von Kolonialismus, wie Kritiker meinen.
Die Neubaustrecke quert auch einen Nationalpark. Es wurde zwar an Wildkorridore beispielsweise für Elefanten gedacht, die Korridore sind aber oft zu klein und am falschen Ort. Zudem liegen die neuen Bahnhöfe oft außerhalb der Städte. Nairobi Terminus zum Beispiel, der moderne Bahnhof der Hauptstadt, befindet sich etwa 15 Kilometer außerhalb des Zentrums. Das Bahnhofsgebäude soll zwei Züge symbolisieren, die durch eine Brücke verbunden sind - ein Sinnbild für die Freundschaft zwischen Kenia und China.
Spastiker, Stotternder und Comedian - Kai Bosch lebt Inklusion
D 2026
29'
Spastiker, Stotternder und Comedian: Kai Bosch lebt Inklusion
Kai Bosch ist Tetraspastiker und er stottert - trotzdem steht er als Comedian auf Bühnen in ganz Deutschland. Der Film zeigt, wie der 28-jährige Stuttgarter zwar wackliger als andere, aber autonom durchs Leben geht. Was er mit Sprache bewirkt, und warum wir etwas verpassen, wenn wir andere direkt in Schubladen packen statt unsere Vorurteile zu hinterfragen
Die Urkunde, die erstmals den Namen Ostarrichi erwähnt, wird in Bayern aufbewahrt - das Stück Pergament aus dem Jahr 996 belegt eine Schenkung des römisch-deutschen Kaiser Otto III. an den bayerischen Bischof von Freising. Heute nennt man diese Gegend rund um Neuhofen an der Ybbs nicht mehr Ostarrichi, sondern einfach nur Mostviertel. Und doch soll es das Urland Österreichs sein, wiewohl es laut Urkunde doch nur eine bayerische Kolonie war.
Dass Regionen ob und unter der Enns erst viel später Ostarrichi genannt wurden und man erst mit der Ausrufung des Herzogtums der Babenberger im Jahr 1156 von Österreich sprechen konnte, wurde unter den Tisch gekehrt.
Am Flughafen von Santiago de Chile stehen die PDI-Beamten vor gleich zwei heiklen Situationen: Eine Reisegruppe aus dem Norden gibt Rätsel auf, als sich ihr angeblicher Tourist als Arbeiter entpuppt - und ihr Gepäck überraschende Funde bereithält. Kurz darauf landet ein aus den USA abgeschobener Chilene. Was zunächst Routine scheint, wird brisant, als seine kriminelle Vergangenheit ans Licht kommt. Zwei Einsätze, ein Ziel: die Grenze zu schützen.
Seit 35 Jahren wird die Shark Week gefeiert. In dieser Dokumentation gibt es einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen. Von verrückten bis hin zu erschreckenden Momenten - die Hailights der Shark Week haben einiges zu bieten.
Scott aus Long Island ist sparsüchtig. Auf der letzten Schnäppchentour vor der Niederkunft seiner schwangeren Frau will er alles geben. Mit zwei Einkaufswagen und der dreijährigen Tochter im Schlepptau läuft der Knauser im Supermarkt zur Hochform auf. Nicht weniger schweißtreibend gestaltet sich Jens Einkaufstour in Las Vegas. Sie nutzt das Gutscheinsystem, um ihren beiden sechsjährigen Zwillingen im Supermarkt eine Lektion im Fach Mathematik zu erteilen.
Zu Allerheiligen und Allerseelen treffen sich die Verwandten, um gemeinsam den Toten zu gedenken.
Frisch sind sie geputzt die Friedhöfe zu Allerheiligen und Allerseelen, die Blaskapellen spielen auf und die Toten, so scheint es, werden an diesen Tagen in das Leben der niederösterreichischen Dörfer mit einbezogen. Allerheiligen und Allerseelen sind aber auch wichtige Tage für die Patenkinder. Kleine Geschenke und das traditionelle Gödenkipfl sind ebenfalls ein Grund für einen Besuch. Ein Fest, bei dem die Gäste mit Allerheiligenstrietzel, Selabrot und einer kräftigen Wein- oder Mostjause bewirtet werden.
Die Herbstnebel, die blattleeren Bäume und die Lichter der Friedhöfe in der Abenddämmerung sorgen für eine besondere Stimmung, in der auch so manche Geschichten erzählt werden. Geschichten von verschwundenen Menschen, geheimnisvollen Ereignissen und der einen oder anderen Hexe, die an diesen Festtagen ihr Unwesen treiben soll.
Kamerun gilt mit seiner vielfältigen Kultur und seiner abwechslungsreichen Landschaft als eine Art "Afrika en miniature". Eine filmische Reise durch Kamerun mit der Eisenbahn.
Schon der Kauf des Zugtickets ist für Europäer spannend: Kurz vor Abfahrt des Zuges verknappen die Eisenbahner die Fahrkarten künstlich, um sie auf eigene Rechnung an Schwarzhändler verkaufen zu können.
Ein Mann namens Dan Cooper steigt an einem Herbsttag des Jahres 1971 an Bord einer Maschine mit dem Ziel Seattle. Als das Flugzeug in der Luft ist, zeigt er einer Flugbegleiterin die Bombe in seinem Koffer. Während der Zwischenlandung in Seattle bekommt er die geforderten 200.000 Dollar und einen Fallschirm. Er zwingt den Piloten wieder in die Lüfte und springt schließlich von Bord in die Tiefe der Nacht. Seitdem wurde der mysteriöse Verbrecher nie mehr gesehen ...
Amenophis III. treibt den Wohlstand Ägyptens weiter an. Als größter Bauherr seiner Zeit errichtet der neunte Pharao der 18. Dynastie zahlreiche Prachtbauten. Sein großer Erfolg ist zunächst nicht abzusehen. Als Amenophis III. im Alter von etwa zwölf Jahren seinem verstorbenen Vater Thutmosis IV. auf den Thron folgt, sehen die mächtigen Nachbarn des ägyptischen Reichs endlich die Chance, dessen Vormachtstellung zu brechen. Doch dem jungen, noch unerfahrenen König gelingt es, dies zu verhindern, ohne Gewalt anzuwenden. Amenophis III. entwickelt sich zu einem versierten Diplomaten, der durch Eheschließungen mit Prinzessinnen aus den Nachbarreichen Allianzen mit den jeweiligen Herrschern schmiedet. Dabei kann er sich auf die Unterstützung und den Rat einer mächtigen Frau verlassen: seiner Großen Königlichen Gemahlin Teje. Sein Erfolg beruht außerdem auf geschickter PR: Mithilfe von Gedenkskarabäen, die bis nach Kleinasien gelangen, stellt er sich im In- und Ausland als starker und einflussreicher Herrscher dar. Seine Beliebtheit beim Volk sichert er sich mit großzügig ausgestatteten religiösen Festen, während er die Gunst der Götter durch den Bau zahlreicher Tempel und Statuen zu gewinnen sucht. Amenophis III. erweitert die Kultstätten von Luxor und Karnak, lässt ein neues Heiligtum an der Grenze zu Nubien errichten und erbaut einen gewaltigen Totentempel, von dem heute nur noch die kolossalen Wächterfiguren stehen. Der "strahlende Aton", wie er sich selbst nennt, gerät in Vergessenheit, nachdem Naturgewalten und plündernde Nachfolger zahlreiche seiner prächtigen Bauten zerstören. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Rund 200 Stunden Handarbeit stecken in diesem exklusiven Sportwagen: dem Aston Martin V8 Vantage. Jedes Modell ist ein Unikat. Insgesamt 1.700 Mitarbeiter sind an der Fertigung beim britischen Hersteller beteiligt. Mit 510 PS rast das aerodynamische Luxusauto über den Asphalt, angetrieben von einem V8-Biturbo-Motor. Dieser muss sich auch bei Rennen auf dem Nürburgring beweisen. Die Reportage begleitet die Produktion des V8 Vantage und zeigt ihn in Aktion auf der Rennstrecke.
Seit über 33 Jahren setzt sich "Sternstunden - Wir helfen Kindern", die Benefizaktion mit dem Bayerischen Rundfunk, für kranke, behinderte und in Not geratene Kinder ein. In der "Sternstunden"-Bilanz werden beispielhaft Projekte vorgestellt.
Plötzlich blinkt es auf dem Radarschirm, ein Funkspruch durchbricht die konzentrierte Routine: Full Emergency - ein technischer Notfall im Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn. Im Kontrollzentrum bleibt keine Zeit für lange Überlegungen.
Statt dessen: Nerven bewahren, sekundenschnelle Entscheidungen treffen - Leben hängen davon ab. Wer darf noch starten? Wer muss warten? Die Flughafenfeuerwehr rückt aus. Wird alles gut ausgehen?
Die packende Reportage begleitet 24 Stunden lang Menschen, die am Flughafen Köln/Bonn für unsere Sicherheit sorgen, wenn wir in den Urlaub fliegen. Wir blicken hinter die Kulissen - in Schaltzentralen aus Hightech und Handwerk der Profis, die Tag und Nacht ein gigantisches Räderwerk am Laufen halten: Etwa im Tower und im AOCC, den Nervenzentren des Flughafens, in denen alle Fäden zusammenlaufen. Oder im gigantischen Frachtzentrum, in dem nachts bis zu 190.000 Pakete pro Stunde durch ein Labyrinth aus Förderbändern rasen - während tagsüber zu Spitzenzeiten 41.000 Reisende von hier aus starten und landen.
"Hier müssen alle Zahnräder ineinandergreifen. Ich bin glücklich, wenn wir die Maschine pünktlich, aber vor allem sicher rausgeschickt haben und die Leute in den Urlaub kommen."
Tim ist Rampagent, unter seiner Regie muss das Flugzeug ent- und beladen, getankt und gereinigt werden. Passagiere müssen boarden - nichts darf schiefgehen. Doch gerade steht er vor der Maschine nach Nizza - schon eine Stunde Verspätung, Passagiere fehlen, ein enges Zeitfenster von 35 Minuten, bis die Maschine wieder abheben soll.
Am Rand des Geländes sorgt Falkner Marc mit seinem Wüstenbussard dafür, dass kein Vogelschlag die Flugzeuge in Gefahr bringt - während drinnen Terminalmanagerin Züleyha die großen und kleinen Sorgen gestrandeter Reisender löst. Und auch die Notfallsanitäterinnen Tina und Verena kommen kaum zur Ruhe: ein Passagier mit Kreislaufkollaps, ein Stromschlag auf einer Baustelle.
"24 Stunden Flughafen Köln/Bonn" nimmt uns mit in eine Welt zwischen Sehnsucht und Schichtdienst, zwischen Hightech und Teamgeist, zwischen Urlaubsfliegern und nächtlichem Frachtboom. Ein Flughafen, der rund um die Uhr niemals schläft - und nur funktioniert, weil hier Menschen mit Leidenschaft arbeiten und sich blind aufeinander verlassen können. Hinter jeder Landung, hinter jedem Start steckt die stille, große Leistung von Menschen, die dafür sorgen, dass wir sicher ankommen.
Wie lebt es sich mit, in und nach den Wechseljahren? Über mehrere Monate haben wir die Frauen erneut begleitet. Was hilft, wenn immer noch Hormonchaos herrscht? Wie lindert man endlich ständigen nächtlichen Harndrang oder Schlafmangel? Und wie versöhnt man sich vielleicht mit diesem Umbruch im Leben jeder Frau? Offen und persönlich lassen uns die Frauen an ihren Erfahrungen teilhaben.
Das Grab der Schamanin - ein Geheimnis aus der Steinzeit
D 2025
45'
Die Schamanin von Bad Dürrenberg: Vor 9000 Jahren von ihren Zeitgenossen verehrt, 1934 von den Nazis entdeckt und für Propaganda missbraucht. Erst vor Kurzem wurde ihr Geheimnis gelüftet. Die aktuelle Untersuchung dieser außergewöhnlichen Frau enthüllt nicht nur spektakuläre Erkenntnisse über das Leben in der Mittelsteinzeit, sondern spiegelt auch die brandaktuelle Diskussion in der Archäologie: Wie viel Fake News verbergen sich in Wissenschaft? Im Fall der Schamanin könnte die Fehlinterpretation kaum gravierender sein. Im Nationalsozialismus deutete man das für die Mittelsteinzeit außergewöhnlich reiche Grab als letzte Ruhestätte eines bedeutenden Mannes. Der als arischer, weißer Vorfahr der Deutschen reklamierte Fund sollte die Rassentheorie stützen. Heute kann die Paläogenetik zweifelsfrei beweisen, dass die bestattete Person keineswegs zum frei erfundenen Bild des männlichen, heroischen Ur-Ariers passt. Zunächst einmal handelt es sich bei dem in Bad Dürrenberg entdeckten Skelett um die Überreste einer Frau. Sie gehörte zu den Jägern und Sammlern der Mittelsteinzeit. Wie alle frühen Europäer hatte sie einen dunklen Teint. Die helle Hautfarbe entwickelte sich erst später im Zusammenhang mit dem Konsum von Milchprodukten. Bauern und Viehzüchter aus Anatolien waren einige 1000 Jahre nach der Frau von Bad Dürrenberg die ersten hellhäutigen Siedler in Europa. Die Ausstattung des Grabes ist spektakulär für die Mittelsteinzeit. Überhaupt wurden damals nur ganz wenige Menschen in Erdbestattungen beigesetzt und dann auch nur sehr selten mit Beigaben. "Wenn man eine Klinge hat", berichtet der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Harald Meller, "kann das schon viel sein. Andere Gräber sind überhaupt nicht vergleichbar!" Im Grab der Bad Dürrenbergerin waren über 50 Zähne von Auerochsen, Wildschweinen und Hirschen gefunden worden - viele manuell durchbohrt und offenbar Teil einer Ritualkette. Dazu diverse Steinwerkzeuge und Klingen aus Feuerstein. Eine Nachgrabung 2023 legt außerdem nahe, dass noch Jahrhunderte nach dem Tod der Schamanin Opfergaben im Umfeld ihres Grabes abgelegt wurden. Wer also war diese Frau? Wie hat sie gelebt? Welche Bedeutung hatte sie zu ihren Lebzeiten und sogar darüber hinaus? Vieles deutet darauf hin, dass die hochgeschätzte Frau eine Schamanin war. Dafür sprechen nicht nur die zahlreichen Begleitfunde, die zu einer schamanischen Ausstattung gehört haben könnten, sondern auch zwei medizinische Entdeckungen: Die Schneidezähne waren abgefeilt, was auf ein Initiationsritual hindeuten könnte. Erstaunt waren die Forscher jedoch vor allem über die Wirbelknochen des Skeletts. Eine Fehlstellung zweier Halswirbel könnte die Frau in die außergewöhnliche Lage versetzt haben, die Blutzufuhr ins Gehirn zu drosseln. Auf diese Weise hätte sie bewusst einen tranceartigen Zustand herbeiführen können. Diese Praxis barg allerdings auch Gefahren. Eine davon war ein Phänomen, das die Medizin als Nystagmus bezeichnet. Gemeint ist eine schnelle, unwillkürliche Augenbewegung. Was heute vor allem als Symptom einer Krankheit definiert ist, könnte in der Mittelsteinzeit als besonderes Kennzeichen gewertet worden sein und die Autorität einer Schamanin zusätzlich gestützt haben. Der Film begleitet die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer kriminalistischen Spurensuche, in deren Verlauf das Rätsel um die Schamanin von Bad Dürrenberg Stück für Stück gelöst wird. Fest steht: Sie war eine Frau von sehr großer Bedeutung. Mithilfe fachübergreifender Wissenschaft, von Archäogenetik über Archäologie bis hin zu modernster medizinischer Forschung, sollen ihre Lebensumstände genauer beleuchtet werden. Die Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Bereichen ermöglichen es zum ersten Mal auch, eine realistische 3-D-Gesichtsrekonstruktion der Schamanin zu erstellen. Diese wiederum dient als Datenbasis für neueste VFX-Technologie: "Unreal Engine" kombiniert mit der "MetaHuman"-Technologie. Das Ergebnis: In einer komplett digital gebauten Welt, die die Fauna und Flora der Mittelsteinzeit nach dem aktuellen Wissensstand abbildet, agiert ein Avatar der Schamanin, der ihr Äußeres so naturgetreu wie derzeit möglich wiedergibt.
Das Hotel Sacher ist Zentrum der Wiener Gesellschaft in einer Zeit, in der Mitteleuropa einen nie dagewesenen Umbruch erlebt.
Der Film von Beate Thalberg räumt mit manchem Klischee auf erzählt davon, wie es sich für Gäste und Besitzer des Hotels anfühlt, eine entscheidende Epoche mitzugestalten: Boom und Krise der Gründerzeit, die Blütezeit der "Wiener Moderne", technische Neuerungen, die das private Leben tief verändern und rasant beschleunigen.
Anna Sacher führt ihr Hotel als einfallsreiche Unternehmerin und erwirbt als Wissensträgerin unter den Eliten Österreichs große Macht.
1930 übernimmt die Familiendynastie Gürtler das Königreich "Sacher". Die Nachfolger erkennen die Story hinter dem Mythos und erzählen sie weiter.
So wird Fünf-Sterne-Luxus in der Anmutung eines Jahrhundertwende-Palais zu einer Zeitkapsel inmitten globalisierter Gleichschaltung.
Joni aus Ohio unterstützt ihre neunköpfige Familie mit Gratiscoupons. Echtes Sammelfieber erfordert ihre neueste Schnäppchenaktion. Mit satten 2250 Gutscheinen ergattert sie Waren im Wert von 3100 Dollar. Sammelexpertin Angelique ist in Washington ebenfalls emsig. In nächtelanger Fleißarbeit bereitet sie einen ihrer Mega-Einkaufstrips vor. Als sie im Supermarkt die Regale leer räumt und ihre Waren scannen lässt, kapituliert jedoch das Kassensystem.
In der Seilbahn über Abgründe schweben: Da will man sicher sein, dass das Seil hält. Die Stuttgarter Firma "Ro-Tec" prüft weltweit die Sicherheit von Seilbahnen und entwickelte ein Gerät, das den Zustand eines Seils live überwachen kann.
Brotzeit - Mit den "Wildbakers" im Land der Baguettes
45'
Johannes Hirth und Jörg Schmid sind junge Bäcker aus Leidenschaft. Beide stammen aus Bäckerfamilien, schon die Urgroßväter haben das Handwerk ausgeübt. Zusammen sind sie die "Wildbakers", die mit verrückten Aktionen auf die jahrhundertealte Kunst der traditionellen Brotherstellung aufmerksam machen wollen. Und heute suchen sie nach den Geheimnissen der französischen Handwerksbäcker bei der Baguette-Herstellung. Die erste Station der Reise führt sie nach Obernai im Elsass. Die Bäckerei Degermann besticht durch eine unglaubliche Vielfalt bei den legendären Stangenbroten. Claude Degermann backt sie mit und ohne Sauerteig, dunkel oder hell nach französischer oder elsässischer Art. Fasziniert riechen, fühlen und probieren sich die Wildbakers durch sein Angebot. Doch die Geheimnisse seiner Backstube mag er nicht verraten. Dann geht es weiter nach Kaysersberg, in die Backstube von Olivier. Hier sind sie hautnah dabei, wie er seine Brote herstellt. Drei Tage dauert es, bis sie perfekt aus dem Ofen kommen. Gemeinsam fahren sie aufs Land zu einer Baguette-Verkostung. Bei einem Picknick vergleichen sie Oliviers Baguette mit Baguettes aus Deutschland. Glutenfreies Baguette - kann es so etwas geben? In der Bäckerei Eden in Obernai schon. Immer skeptisch, sind Jörg und Johannes vom Baguette aus Reismehl allerdings angetan. Und schließlich treffen die beiden in der Küglermühle in Landau Hobbybäcker aus der Region zu einem Backkurs für Amateure. Denn in Zeiten von Brotfabriken und Aufbackware begeistern sich immer mehr Menschen für gutes, handwerklich hergestelltes Brot - auch aus dem eigenen Ofen.
Ganz im Osten von Baden-Württemberg hat die Härtsfeld-Museumsbahn ihren Heimatbahnhof. Neresheim ist ihr Ausgangsbahnhof, die Strecke führt durchs idyllische Egautal bis zur Sägmühle.
Am 1. August 2021 konnte der zweite Streckenabschnitt eröffnet werden: von der Sägmühle bis zum Bahnhof Katzenstein am Härtsfeldsee. Streckenlänge: 5,7 Kilometer.
"Unmöglich" war 1985 noch die mildeste Bemerkung, als der Verein "Härtsfeld Museumsbahn" den Plan fasste, die "Schättere" wieder aufleben zu lassen - als Museumsbahnzug auf neuen Gleisen.
Teamgeist und Freundschaft sind die Pfeiler, um solch ein Bahnprojekt über Jahrzehnte hinweg motiviert aufrechtzuerhalten. Originallokomotiven und Wagen der ehemaligen Härtsfeldbahn haben die Vereinsmitglieder in einen stattlichen Museumsbahnzug verwandelt. An der Zukunft wird ebenfalls gearbeitet: Die Strecke soll bis zum Bahnhof Dischingen verlängert werden. Wichtig ist dabei die Unterstützung der Kommunal- und Landespolitik. Dann wäre die Strecke acht Kilometer lang.
Beim Verein "Härtsfeld Museumsbahn" scheint nichts unmöglich zu sein, das haben die Vereinsmitglieder bereits bewiesen.
Der australische Goldsucher Harold Lasseter machte Ende der 1920er Jahre eine wagemutige Behauptung. Er sprach von der Existenz eines riesigen Goldschatzes, der mitten im Nirgendwo Zentralaustraliens liegen sollte. Die genauen Koordinaten sucht man bis heute vergebens. Josh Gates lässt es auf einen Versuch ankommen ...
Die Sonne brennt auf der Haut, feiner Staub dringt in jede Falte der Kleidung, die Luft schmeckt nach Salz und Eukalyptus. Für Kim Kristin Mauch und Eike Köhler beginnt im Süden Australiens ein Roadtrip, der sie einmal quer durch das Land führt: von Adelaide bis Perth. Für die NDR Reihe "Young Adventurers" fahren die beiden 5000 Kilometer durch abgelegene Gegenden, schwimmen in türkisblauem Wasser und fahren mitten hinein ins Outback.
In einem über 20 Jahre alten Geländewagen geht es auf staubigen Straßen immer weiter die schier endlose Küste entlang. Die Nächte verbringen die beiden im Dachzelt, während der Sternenhimmel der Südhalbkugel über ihnen aufzieht. Gekocht wird auf dem Campingkocher. Auf ihrem Abenteuer verzichten die beiden auf Komfort und setzen auf ihre Begegnungen mit den Menschen in Down Under.
In den Flinders Ranges treffen Kim und Eike auf Terrence Coulthard. Er gehört zu den Adnyamathanha, einem der vielen indigenen Völker des Kontinents. Eine spirituelle Zeremonie bringt ihnen die tiefe Verbindung der Adnyamathanha zur Natur näher. Gleichzeitig lernen sie, welche Wunden der Kolonialismus hier hinterlassen hat und weshalb viele den Nationalfeiertag gerne verschieben würden.
Auf der Eyre-Halbinsel werden die beiden zu einer Whip Cracking-Veranstaltung eingeladen. Wobei es sich bei diesem Outback-Sport handelt und was sonst noch so typisch australisch ist, erklären ihnen die Menschen, auf die sie treffen. Überall auf ihrer Route sammeln Kim und Eike neue Erfahrungen, große und kleine Abenteuer: Sie surfen an malerischen Stränden, steigen auf einen Roadtrain und schlafen unter dem klaren Himmel des Outbacks.
Doch Australien bedeutet auch: Extreme. Im Meer lauern Weiße Haie, an Land drohen Buschfeuer. Die beiden tauchen ein in eine Welt zwischen Cowboy-Traditionen und moderner Backpackerkultur. Die Bewohner Australiens entlegener Regionen sind auf junge Menschen aus aller Welt angewiesen. Zum Beispiel die Betreiber entlegener Roadhouses, in denen sich die Backpacker ihre Unterkunft und ein wenig Reisegeld verdienen.
Am Ende der Reise erwartet Kim und Eike eine der härtesten Wanderungen Westaustraliens. Sie führt sie über schroffe Gipfel - und an ihre physischen Grenzen. Nicht alles gelingt. Es entsteht ein eindrucksvolles Porträt eines Landes, das so wild ist wie seine Natur - und so herzlich wie seine Menschen. Kim und Eike zeigen ein Australien, das weit über Klischees hinausgeht: ehrlich, direkt und mit viel Respekt für ein Land, das sich nicht zähmen lässt.