Die Ursprünge des Inka-Reichs liegen um das Jahr 1200, als der erste Herrscher, Manco Cápac, die Hauptstadt Cusco gründet. Archäologische Untersuchungen versuchen, ihre Anfänge zu datieren. Die Inka entwickeln ein organisiertes Staatswesen. Sie erzielen technische und architektonische Meisterleistungen beim Bau ihrer Städte, wie dem legendären Machu Picchu. Ihre religiösen Vorstellungen folgen einem Sonnenkult, und sie bringen auch Menschenopfer dar. Erbauer von Machu Picchu ist der neunte Inka-Herrscher Pachacútec. Die Stadt liegt mehr als 2400 Meter über dem Meeresspiegel und besteht aus gut 200 Gebäuden. Sie sind auf Terrassen gelegen und über Treppen miteinander verbunden. Eines der Hauptbauwerke in der Stadt ist der Sonnentempel. Er dient als astronomisches Observatorium, um die Sonnenwenden zu beobachten und landwirtschaftliche Zyklen zu steuern. Neuere archäologische Erkenntnisse legen nahe, dass die Expansion des Inka-Reiches und der Bau von Machu Picchu früher begann als bisher angenommen. Moderne Technologien helfen, die Geschichte der Inka zu rekonstruieren. 3-D-Rekonstruktionen - von Machu Picchu über den Titicacasee und Cusco bis hin zu den chilenischen Vulkanen - erwecken das Reich der Sonne zu neuem Leben. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?
Südamerika ist der artenreichste Kontinent der Erde und die Heimat farbenfroher und erfinderischer Tiere. Von den Gipfeln der Anden bis zum größten Regenwald der Welt am Amazonas müssen sich die Tiere in Südamerika für ihr Überleben spezialisieren. Das treibt die Andenbären in enorme Höhen und die Mauersegler zu todesmutigen Flügen durch einen Wasserfall. Von der Küste Perus, wo sich Pinguine ihren Weg durch ein "Minenfeld" aus zuschnappenden Seelöwen bahnen, bis hin zu den üppigen Nebelwäldern der Anden, wo Andenbären 30 Meter hohe Bäume auf der Suche nach schwer greifbaren Früchten erklimmen, ist Südamerika voll von Außergewöhnlichem und Überraschendem. Im äußersten Süden des Kontinents durchstreifen Raubtiere die zerklüftete Landschaft Patagoniens. Unter senkrechten Felstürmen muss eine Puma-Mutter all ihre Erfahrung und Kraft einsetzen, um eine gewaltige Beute zu erlegen. Das Guanako, ein Verwandter des Kamels, ist dreimal so schwer wie sie und kann einen Puma in die Luft schleudern. Östlich der Anden liegt der Amazonas, größter Regenwald der Welt. Um sich dort von der Masse abzuheben, haben männliche Blaubrustpipra aus der Gruppe der Sperlingsvögel aufwendige und komische Tanzroutinen entwickelt. Pfeilgiftfrösche haben einzigartige Möglichkeiten, ihre Jungen zu schützen: Väter tragen ihre Kaulquappen huckepack zu einzelnen Wassertaschen im ganzen Wald, müssen sich aber daran erinnern, wo sie sie versteckt haben. Im Süden Brasiliens sprudeln kristallklare Süßwasserquellen. Piraputanga-Fische tummeln sich dort im türkisfarbenen Wasser und folgen Kapuzineraffen, die sich am Rande des Flusslaufs von Obst ernähren. Wird es fallen gelassen, schnappen sich die Fische die köstliche Nahrung. Zur Not springen die hungrigen Fische sogar aus dem Wasser, um an die verlockenden Früchte zu gelangen. Doch die Regenwälder Südamerikas sind durch Brandrodung und die Beschneidung des Lebensraumes stark bedroht. Ein paar kleine Flecken des kolumbianischen Waldes bilden die letzte verbleibende Zuflucht einer der seltensten Affenarten der Welt, der Lisztaffen. Schauplatz eines bizarren Schauspiels sind die Iguazú-Wasserfälle auf der Grenze von Brasilien und Argentinien. Mauersegler fliegen dort gefährlich nah an die Gischt heran - und verschwinden dann auf mysteriöse Weise. Sie nisten hinter der Wasserwand, um ihre Küken vor Raubtieren zu sichern - eine atemberaubende und gefährliche Strategie. Damit die Kleinen ihren Erstflug überleben, müssen sie sich irgendwie durch die größten Wasserfälle der Welt kämpfen. Die Reihe "Sieben Kontinente - Ein Planet" entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und zahlreichen internationalen Partnern. An 1794 Tagen wurde in insgesamt 41 Ländern gedreht, 92 Tierarten auf 2260 Stunden Filmmaterial dokumentiert. 1500 Menschen waren an dieser Produktion beteiligt, und - es ging nur ein einziges Hotelzimmer zu Bruch. Eine Pavianhorde hatte sich auf der Suche nach Futter unerlaubten Zugang verschafft. "Terra X" stellt alle Erdteile und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vor. Wie hat sich das Leben den geologischen Eigenheiten des jeweiligen Kontinents angepasst, und wie muss es sich heute einer modernen, vom Menschen dominierten Welt anpassen? Neueste Drohnen- und Kameratechniken erlaubten es den Filmemachern, Tiere nicht nur aus neuen Perspektiven, sondern auch aus nächster Nähe zu zeigen, ohne ihr natürliches Verhalten zu stören. Die Musik für die Reihe stammt aus der Feder des bekannten deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer.
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.
Am 12. Juli 2023 kam es in der Tiroler Gemeinde Galtür zu einem massiven Felssturz. Oberhalb der Jamtalhütte brach ein Großteil des Fluchthorngipfels ab, zehntausende Tonnen Fels stürzten in die Hochebene, wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Ursache war der auftauende Permafrost, das graue Eis sitzt tief im Gestein und war bisher gewissermaßen der Klebstoff der Steilwände. Bisher, denn heikle Felsregionen in den Alpen werden mittlerweile mit Drohnen überwacht. Kameras registrieren jede verdächtige Veränderung im Gestein, immer öfter heißt es dann "wegen Steinschlaggefahr gesperrt". Den Klimawandel haben Wissenschaftler schon vor Jahrzehnten vorhergesagt, dass er aber in den Alpen so rasch und massiv daherkommt, überrascht auch die Forscher.
Das Bayerische Fernsehen präsentiert atemberaubende Landschaftsbilder und Naturaufnahmen aus Bayern und den angrenzenden Alpenländern. Zudem wird über die lokalen Wettermeldungen informiert.
Die Brüder Lucas & Arthur Jussen spielen Felix Mendelssohn Bartholdys erstes Konzert für zwei Klaviere. Andris Nelsons dirigiert das Gewandhausorchester.
Wenn die Brüder an den Tasten Platz nehmen, herrscht vollendete Synchronität und blindes Verstehen. Die beiden Stars wandeln auf den Spuren des Komponisten und seiner Schwester Fanny und erzählen im Interview, wie sich die Klassikwelt und geschwisterliche Beziehungen damals und heute unterscheiden.
Lucas & Arthur Jussen aus dem niederländischen Hilversum sind beide um die 30 und versprühen als Klavierduo jede Menge Elan. Sie haben viel Spaß - auf und hinter der Bühne. Die Regisseure Claus Wischmann und Robert Gummlich begleiten sie auf den Spuren der Geschwister Mendelssohn: Im Mittelpunkt steht das Konzert für zwei Klaviere und Orchester E-Dur, aufgezeichnet im Konzerthaus Dortmund. Felix Mendelssohn Bartholdy hat es im Alter von nur 14 Jahren zum 18. Geburtstag seiner Schwester Fanny komponiert. Oft haben die beiden bei den Sonntagsmusiken der Mendelssohns miteinander musiziert.
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
Der Verbrauch hat uns schockiert! VW Polo und Toyota Yaris - zwei der meistverkauften Kleinwagen im direkten Duell. / Namens-Eklat bei VW. Aus dem ID. 4 wird der ID. Tiguan. Aber macht ihn das auch besser?
Michael Manousakis verfällt einem Flugzeug. Die Berijew mit ihren komplexen Systemen zieht ihn in den Bann. Doch die Ermittlerrecherchen ergeben: Sie steht nicht zum Verkauf. Doch so schnell wird Michael nicht aufgeben ...
600 Jahre lang war Angkor die Hauptstadt des kambodschanischen Khmer-Reiches. Bis auf eine kurze mysteriöse Phase, in der der Herrschersitz an einen anderen Ort verlegt wurde. Im 10. Jahrhundert beschloss Jayavarman IV. mitten im Dschungel ein neues Machtzentrum zu errichten. Die Stadt hieß Koh Ker. Der König ordnete den Bau etlicher Tempel, Wasser-Reservoirs sowie der größten Pyramide des Landes an. Alles wurde geschmückt mit den prächtigsten Statuen, die das Reich je gesehen hatte. Doch nur 20 Jahre später wurde die Metropole urplötzlich verlassen.
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.
Das Stubaital zählt zu den bekanntesten Regionen Tirols - und doch ist es ein Rückzugsort, wo das alpine Leben in Reinkultur zu spüren ist. Die Almen und Wiesen rund um den Stubaier Gletscher sind eine bestens gepflegte Kulturlandschaft, wo man außer weidenden Kühen kaum Gesellschaft hat, wenn man es nicht möchte. Gestalter Christian Papke zeigt in dieser Landleben Produktion, wie die angestammten Menschen hier leben: ihren Alltag, ihre Wünsche, ihre Träume. Wer von hier ist, den zieht es kaum weg, und wenn dann immer wieder zurück in die Tiroler Heimat.
Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles - mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung?
Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe.
Schon 2024 stand Schirins Selbstständigkeit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro.
Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss.
Die "37°Leben"-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen.
"Selbständig am Limit" ist die zweite Folge von "37°Leben: Knapp bei Kasse".
Das Tier, mit dem der Mensch die engste Beziehung eingeht, ist der Hund. Was verdanken wir dieser Jahrtausende alten Partnerschaft, die mit dem Wolf begann?
Und warum ist der Hund für so viele heute Sinnzentrum ihres Lebens? Diesen Fragen widmet sich "Sternstunde Philosophie" im Gespräch mit dem Verhaltensforscher Kurt Kotrschal.
Lange bevor der Mensch sesshaft wurde, stieß er auf den Wolf und begann, mit ihm zu kooperieren. Daraus wurde eine bis heute dauernde Partnerschaft, in der Wölfe zu zahmen Hunden wurden. Der Verhaltensforscher Kurt Kotrschal hat sein Leben der Beziehung zwischen Mensch, Hund und Wolf gewidmet. Er sagt: Ohne diese Tiere wären wir heute nicht die, die wir sind. Denn nicht nur Hunde und Menschen haben erstaunlich viel gemeinsam. Auch Mensch und Wolf sind sich viel ähnlicher als man denken würde. Wie wir mit anderen Lebewesen als Teil der Natur agieren, bestimmt ganz wesentlich, wer wir sind und sein wollen.
Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger erläutert Kurt Kotrschal, weshalb Sinn und Glück für ihn entscheidend aus der gelebten Gemeinschaft mit Tieren entstehen.
Ein Zentrum für musische Bildung hier, ein Krankenhaus für Pferde da - die Burgen und Schlösser von Steyr bis Schärding werden heute vielfältig genutzt, und bieten den Menschen, die sie mit Leben erfüllen, und deren Ideen ein mehr als nur passendes Ambiente.
Über dem Zusammenfluss von Steyr und Enns erhebt sich Schloss Lamberg in Steyr, das aus der historischen "Styraburg" hervorgegangen ist. Diese Burg gab der Stadt Steyr ihren Namen. Versteckt am südlichen Rand von Linz liegt das prachtvolle Schloss Tillysburg, dessen heutige Erscheinung auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. Alljährlich im Sommer wird es zur Festspiel-Kulisse. Schloss Parz in Grieskirchen zählt zu den beeindruckendsten Renaissanceschlössern Österreichs. Es wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Sigmund Ludwig von Polheim errichtet. Ende der 1980er Jahre entdeckte man auf der Südfassade den größten erhaltenen Zyklus von Renaissancefresken nördlich der Alpen. Schloss Zell an der Pram im Bezirk Schärding wurde im 13. Jahrhundert von den "Herren von Celle" errichtet, heute wird es vom Land Oberösterreich als Zentrum für musische Erwachsenenbildung genutzt.
Von der ursprünglichen Anlage der Burg Schärding wiederum sind heute nur noch markante Mauerzüge, der Burggraben mit der Zwingermauer und ein äußerer Torturm erhalten.
Alt wird Neu - Neues Leben für historische Gebäude
Industriebauten
D 2023
26'
Weshalb sollten wir historische Industriebauten erhalten? Wegen ihres meist großen Volumens, das viel wertvolles Material und graue Energie birgt, sowie ihres kulturellen Erinnerungswertes. Zahlreiche Industriebauten stehen deshalb unter Denkmalschutz. Außerdem ist der Rückbau meist viel aufwendiger und teurer als die Sanierung und Modernisierung.
Ausgehend von ihrer Hauptstadt Cusco treiben die Inka in weniger als einem Jahrhundert die Expansion ihres Reiches massiv voran. Durch militärische Eroberung, aber auch friedliche Integration. Dafür erbauen sie ein beeindruckendes Straßennetz, das die großen Verwaltungszentren verbindet. Sie nutzen standardisierte Maßeinheiten, die auf dem menschlichen Körper basieren, und entwickeln eine Knotenschrift, um Nachrichten und Zahlen zu übermitteln. Einer der bedeutendsten Eroberer der Inka ist Túpac Yupanqui. Er unterwirft die erbittertsten Rivalen entlang der Pazifikküste. In seiner größten Ausdehnung erstreckt sich sein Reich über gut 4000 Kilometer. Damit ist es das größte Reich in der Geschichte Südamerikas. Nach Túpac Yupanquis Tod herrschen die Inka zu Beginn des 16. Jahrhunderts über fast zehn Millionen Menschen. Die Vielfalt aus mehr als 50 Kulturen und Sprachen wird von der zentralisierten Verwaltung versorgt und kontrolliert. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?
Die Anden - ein Gebirge voller Kraft: Vulkane steigen auf, die Erde bebt, Rohstoffe entstehen. Geologe Colin Devey begibt sich auf Expedition, um die Kräfte des Erdinneren zu erforschen. Seine Reise führt vom alten Inka-Erbe in Cusco bis ins raue chilenische Hochland. Überall spürt man die Kraft des Erdinneren. Tektonik, Vulkane und Rohstoffe verwandeln die Anden in ein Naturlabor - und stellen die Menschen immer wieder vor Herausforderungen. Die Anden sind das längste Gebirge der Welt - und geologisch so aktiv wie kaum ein anderes. Ihre vielfältigen Landschaften unterliegen einem ständigen Wandel. Die Anden wachsen und verändern sich Tag für Tag - doch welche Kräfte treiben sie an? Der Geologe Colin Devey begibt sich auf eine Reise entlang des Gebirges, um Erdbeben, Vulkanismus und die tektonischen Kräfte des Erdinneren zu erforschen. In Cusco, der alten Hauptstadt der Inka, erlebt er hautnah, wie Erdbeben das Leben seit Jahrhunderten prägen. Die Anden erzählen jedoch nicht nur von der Geschichte, sondern sind auch ein lebendiges Labor der Natur. Im Süden flacher, im Norden höher, treibt die Subduktion als tektonische Kraft das Wachstum des Gebirges voran - sichtbar auch durch die vielen Vulkane. Am Vulkan Cotopaxi erlebt Colin Devey die bedrohliche Schönheit aktiver Feuerberge. Der höchste Gipfel, der Aconcagua, wächst durch die Subduktion der Nazca-Platte, die als ozeanischer Gebirgszug unter Südamerika abtaucht. Und selbst die Tierwelt des Amazonas liefert Einblicke, wie Plattenbewegungen ganze Kontinente einem stetigen, wenn auch langsamen Wandel unterwerfen. Im Hochland von Chile zeigt sich: Mit der Entstehung der Vulkane und dem Aufstieg der Anden entstehen Rohstoffe - doch ihr Abbau wirft entscheidende Fragen für unseren Umgang mit der Natur auf. Eine bewegte Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart entlang des längsten Gebirges der Welt.
Trotz dünner Luft und spektakulärer Steilhänge entpuppen sich die Gipfel der Welt als sicheres Refugium zahlreicher bedrohter Tierarten wie Kondor und Berglöwe, aber auch uriger Bergvölker und rekordverdächtiger Alpinisten. Auf schneebedeckten Höhen und steppenartigen Plateaus trifft das Filmteam im Himalaja auf farbenfrohe Buddhisten-Kunst, auf nach Luft ringende Everest-Marathon-Teilnehmer und stark gefährdete Tiere wie Schneeleoparden und tibetanische "Hot Spring Snakes".
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.
Der Sulcis-Archipel liegt vor der Südwestküste Sardiniens und umfasst die Inseln Sant'Antioco, San Pietro und mehrere kleine unbewohnte Inseln. Auf beiden Inseln gibt es viel zu entdecken. Die Tierwelt des Sulcis-Archipels ist einzigartig: Hier leben die größten Muscheln des Mittelmeeres, Rosaflamingos sind heimisch, und jedes Jahr ziehen Tausende Rotflossen-Thunfische vorbei.
Sant'Antioco ist die Hauptinsel des Archipels und die viertgrößte Italiens. Seit dem 5. Jahrtausend vor Christus ist die Insel besiedelt. Verschiedene Eroberer hinterließen ihre Spuren: Archäologische Funde und Grabstätten von Phöniziern, Karthagern und Römern können auf Sant'Antioco besichtigt werden. Nicht nur kulturell, auch landschaftlich hat die Insel einiges zu bieten: auf der einen Seite flache, lagunenartige Ufer, weite Salzwiesen, in denen der Rosaflamingo lebt, und wunderschöne Sandstrände. Auf der anderen Seite felsige und steile Küstenabschnitte.
Unter Wasser erstreckt sich auf dem Meeresboden zwischen Sant'Antioco und Sardinien eine große Wiese aus Neptungras, eine Art Wald im Meer. In ihr lebt die größte Muschel des Mittelmeers: die vom Aussterben bedrohte Pinna nobilis. Die Gewinnung und Verarbeitung der Fäden aus der Pinna nobilis, Byssus oder Muschelseide genannt, hat auf Sant'Antioco eine jahrtausendealte Tradition.
Auf der kleineren Insel San Pietro lebt der Großteil der über 6.000 Einwohner im Hafenstädtchen Carloforte, das zu einem der schönsten Orte Italiens gekürt wurde. Auf San Pietro findet immer noch die Mattanza, der traditionelle Thunfischfang, statt. Jedes Jahr im Frühjahr werden Tausende Rotflossen-Thunfische auf dem Weg zu ihren Laichgebieten mit dieser alten Fangmethode gefischt, mit großen Reusen, Muskelkraft und handwerklichem Geschick. Ein Highlight, dem viele Einheimische und Touristen beiwohnen.
Der im Jahr 2013 eingeführte Seven Stars ist einer der luxuriösesten Züge der Welt, mit Japans erstem Luxus-Schlafwagen. Die Reise an Bord dieses Zuges führt durch die Landschaft der Insel Kyushu, die für ihre atemberaubenden Vulkangipfel, beeindruckenden Verwerfungslinien, Strände und heißen Quellen bekannt ist. Die 30 buchbaren Reise-Plätze sind so exklusiv, dass die Fahrgäste an einer Lotterie teilnehmen müssen, um sie zu ergattern - teilweise Jahre im Voraus.
Inmitten eines kriegerischen Staates schuf sich Friedrich der Große mit den Schlössern von Sanssouci ein intellektuelles Zentrum, in dem er Europas geistige Elite um sich versammeln konnte. Die Schlösser in den eindrucksvollen Gartenanlagen sind Refugium in all den Kriegsgeschehnissen und Musentempel. Hier musizierte er, hier musste er nicht regieren, hier konnte er einfach nur Mensch sein. Und so sind die Gebäude nicht prunkvoll und majestätisch, ihre Schönheit liegt vielmehr im Detail. Dem großen europäischen Geist war an der Harmonie von Kunst und Natur gelegen. Allein das Neue Palais bezeichnete er bewusst als Prahlerei, als Demonstration seiner Siege. Nicht nur die Bauten ziehen die Bewunderung der Besucher auf sich. Eine Parkanlage von erlesener Ruhe lädt zum Verweilen ein. An diesem Ort fühlte er sich ohne Sorge: "Quand je serai là, je serai sans souci."
Das Klischee vom "Musikanten Gottes" stimmt so gar nicht mit Bruckners schwierigem Charakter überein. Die Persönlichkeit dieses Mannes ist genau so vielschichtig und auch verstörend, wie seine Musik. Um die Widersprüchlichkeiten in Bruckners Wesen greifbar zu machen, lässt der Film Menschen auftreten, die den Komponisten persönlich kannten: Es sind zahlreiche Augen- und Zeitzeugenberichte vorhanden, die sehr gegensätzliche, aus den unterschiedlichsten Perspektiven entstandene Bilder Bruckners zeichnen. Diese Zeugnisse stammen ausschließlich aus authentischen Quellen. Parallel dazu behandelt der Film Bruckners fast rätselhaften Zugang zur Musik und sammelt Antworten von hochkarätigen Interviewpartnern, die sich alle mit Bruckners Werk intensiv auseinandergesetzt haben. Darunter die Dirigenten Christian Thielemann, Franz Welser-Möst, Markus Poschner oder der Orgelvirtuose Hansjörg Albrecht, sowie Mitglieder der Wiener Philharmoniker und viele andere.
Michael Manousakis hat ein wertvolles Militärfahrzeug gekauft, dessen tatsächlicher Zustand ihm jedoch unbekannt ist. Dieser Deal birgt ein hohes Risiko für den Händler, da er sich auf Fotos verlassen musste.
Zur Blütezeit der Inka im frühen 16. Jahrhundert sind die Tempel und Paläste von Cusco mit wertvollen Gütern und Gold gefüllt. Ihr Reichtum inspiriert sogar die Legende eines "El Dorado". Die Inka nutzen die Ressourcen ihres Reiches umfassend. Natürliche Vorkommen wie Gold und Silber, aber auch die Fähigkeiten der von ihnen eroberten Völker. Die Herausforderungen ihres Territoriums für die Landwirtschaft meistern sie mit innovativen Techniken. Sie entwickeln einen Sonnenkalender und errichten Observatorien zur astronomischen Beobachtung. Rituelle Steine, Intihuatana genannt, dienen als eine Art Sonnenuhr und markieren die Sonnenwenden. Der bekannteste dieser Steine findet sich in Machu Picchu. Eine kleine Elite herrscht über eine riesige diverse Bevölkerung. Der elfte und letzte große Inka-Herrscher, Huayna Cápac, leitet militärische Kampagnen und gründet bedeutende Städte. Er ist für seine gewalttätige und rücksichtslose Herrschaft bekannt. So siedelt er Hunderttausende Menschen um. Entsprechend stammen viele der in Machu Picchu und Cusco begrabenen Arbeiter aus weit entfernten Regionen des Inka-Imperiums. Trotz seiner Größe und Macht ist das Inka-Reich fragil. Zwangsarbeit und Umsiedlungen führen zu Widerständen, insbesondere im Norden des Reiches, wo Huayna Cápac Aufstände bekämpfen muss. Während einer dieser Feldzüge erkrankt er und stirbt. Der Niedergang des mächtigen Reiches beginnt. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?