Die einen erstrahlen längst in neuem Glanz, die anderen werden immer noch vor dem Verfall gerettet - die Burgen und Schlösser im Mühlviertel sind Ausdruck der Liebe der Menschen zu ihrem Land.
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Hier ein berauschendes Mittelalterfest, da ein gediegenes Zentrum für Erwachsenenbildung - entlang des Burgen- und Schlösserwegs im Mühlviertel stehen Authentizität und Atmosphäre in der Nutzung der historischen Gemäuer, die es hier so zahlreich gibt, an vorderster Stelle.
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Wenn sich die Männer der Ritterschaft zu Judenburg zum Kampfe rüsten, ist es Zeit für das frühsommerliche Mittelalterspektakel auf Burg Clam. Burgherr Carl Philip Clam-Martinic beehrt Bernold Mraulak und seine Gefolgschaft wie jedes Jahr zum abendlichen Umtrunk. Clam-Martinic hatte das Glück, die 1149 erbaute Burg im Jahr 2003 in einem sehr guten Zustand von seinen Eltern zu übernehmen. Bei seinen Burgführungen lässt er kein Detail aus - vom Burgtor, das allen Angriffen quer durch die Jahrhunderte getrotzt hat, bis hin zur prächtig gedeckten Tafel im sogenannten Landschaftszimmer.
Burg Reichenstein, im Jahr 1230 errichtet, war seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben. In den 1980er Jahren hat sich ein Verein formiert, der sogleich mit der Sanierung und der Renovierung der Gemäuer begonnen hat. Heute befindet sich hier das Oberösterreichische Burgenmuseum, das von den Lebenswelten auf den Burgen der Region erzählt. Geleitet wird es von Edeltraud Jungwirth, die seit über 20 Jahren im Renaissancetrakt, einem baulichen Restbestand aus dem 16. Jahrhundert, lebt.
Auch auf der Ruine Prandegg hat sich ein Burgverein der Instandhaltung der immer noch imposanten Mauerreste verschrieben. Alljährlich im Sommer trifft sich hier ein beherztes Team von ehrenamtlichen Helfern, um das Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert zu sichern. Verköstigt werden die Arbeiter von Franz Leitner, der die Taverne am Fuße der Ruine betreibt. Im wiederaufgebauten Backhäuschen aus dem 16. Jahrhundert kann der gelernte Bäcker das Brot zur reichhaltigen Jause wie anno dazumal backen. Und der pensionierte Geschichtelehrer Berthold Moser vom Burgverein erzählt im Museum im sogenannten "Zehentstöckl" vom einst so schwierigen Verhältnis zwischen Herrschaft und Untertanen.
Eine aufwendige Restaurierung durch das Land Oberösterreich ab 1986 hat für die heutige Pracht von Schloss Weinberg in Kefermarkt gesorgt. Seit 1629 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Carl-Friedrich Wentzel. Der deutsche Agrarunternehmer ist froh, dass er das Schloss Ende der 1980er Jahre an das Land Oberösterreich verpachten konnte. Für ihn war es in all den Jahren zuvor vor allem eine Belastung. Heute genießt er seine Aufenthalte in Kefermarkt, wo er im ehemaligen Meierhof des Schlosses einen Wohnsitz hat. Schloss Weinberg ist heute ein Zentrum für Erwachsenenbildung.
Die historische Substanz von Freistadt - mit 8000 Einwohnern ein urbanes Zentrum des Mühlviertels - ist so gut erhalten wie kaum sonst wo in Österreich. Schloss Freistadt wurde zwischen 1363 und 1397 unter Herzog Rudolf IV errichtet. Neben dem Finanzamt ist hier das Mühlviertler Schlossmuseum untergebracht. Museumsleiterin Nicole Wegscheider wacht über 21.000 Exponate der Volkskultur, des Handwerks und der Stadtgeschichte.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Malta, ein kleines Archipel im Mittelmeer, hat eine bewegte Geschichte und eine einzigartige Kultur. Trotz seiner bescheidenen Größe hat das Land sich seinen Platz auf der Weltbühne erkämpft und bewahrt stolz seine Traditionen. Von den Johannitern bis zur Unabhängigkeit und dem Beitritt zur Europäischen Union - Malta ist ein Beispiel für Widerstandskraft und Identitätsbewahrung.
Auf dem größten Kontinent lebt eine außerordentlich artenreiche Tierwelt. Die Naturdokureihe "Terra X: Asien" zeigt die vielfältigen Wildtiere des Kontinents, wie sie noch nie zu sehen waren.
Diese Folge der Koproduktion von ZDF/"Terra X" und der BBC schildert, welche verblüffenden Strategien Wildtiere entwickelt haben, um ein Leben in den Dschungelgebieten Asiens zu meistern - denn in den artenreichen Wäldern ist die Konkurrenz groß.
Kein Tier symbolisiert den Dschungel Asiens so sehr wie der Tiger. Einst waren die Großkatzen in Asien weit verbreitet, doch Lebensraumzerstörung und rücksichtslose Jagd ließen ihre Bestände um dramatische 96 Prozent zusammenbrechen. Ihr riesiges Verbreitungsgebiet ist auf kleine Inseln zusammengeschrumpft. Auf dem indischen Subkontinent liegen ihre wichtigsten Rückzugsgebiete. Im Süden Nepals lassen sich Tiger gut beobachten, weil sie dort nicht nur Wald, sondern auch Grasland besiedeln. Aufgrund strenger Schutzmaßnahmen erholen sich ihre Bestände in Indien und Nepal langsam. Immerhin leben weltweit inzwischen wieder rund 4500 Tiger in freier Natur.
Bei den ebenfalls bedrohten Orang-Utans dauert es besonders lang, bis ihr Bestand wieder wächst. Nach langer Schwangerschaft bekommt eine Orang-Utan-Mutter ein Baby. Sechs bis acht Jahre lang bringt sie ihm bei, wie man im Wald lebt und Nahrung findet. Es ist eine der intensivsten Mutter-Kind-Beziehungen im Tierreich. Anfangs hat das Kleine ständig Hautkontakt zur Mutter, erst später unternimmt es kürzere Ausflüge. Aus Sicherheitsgründen verbringen junge Orang-Utans die meiste Zeit hoch oben in den Baumkronen.
Andere Tiere müssen auf dem Boden bleiben - wie etwa asiatische Elefanten. Auf Borneo haben sie eine etwas geringere Körpergröße und gelten als die kleinsten Elefanten der Welt. Seit ihr natürlicher Lebensraum verschwindet, erscheinen sie immer häufiger auf Plantagen für Ölpalmen, denn Elefanten mögen die nahrhaften Früchte sehr. Die Plantagenbesitzer tun ihr Bestes, um ihre Ernte zu schützen, etwa mit Elektrozäunen. So sind die Elefanten zu Eindringlingen auf ihrem eigenen Land geworden. Inzwischen haben einige malaysische Plantagenbesitzer begonnen, die Tiere zu dulden. Wenn alte Bäume gefällt werden, dürfen Elefanten die Reste fressen. So helfen sie, unbrauchbar gewordene Pflanzen zu entsorgen.
Mit großem Aufwand und vielen Entbehrungen ist es den Drehteams gelungen, bisher kaum bekanntes Tierverhalten zu dokumentieren. Dafür setzten sie auch hochauflösende Kameradrohnen und leistungsfähige, automatische Kamerafallen ein. So liefert die "Terra X"-Naturdokureihe "Asien" nicht nur neue Perspektiven, sondern auch neue Erkenntnisse.
Hat Frau Hotelzimmer von angeblichem Schauspieler abgefackelt, der ihr die große Karriere versprach?
6. Staffel
442. Folge
D 2025
55'
Lena Schildmann soll das Hotelzimmer von Marc Holzapfel in Brand gesetzt haben. Der angebliche Filmproduzent lockte sie mit einer Hauptrolle in seinem Film und spielte ihr die große Liebe vor - doch alles war gelogen! Doch bei der Verhandlung wird klar: Auch Lenas Vater und ihre frühere beste Freundin hätten ein Motiv.
Motto im Ruhrgebiet: Farbrausch! Zeige, wie perfektes Color-Blocking funktioniert!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Eine weggeworfene Gewehrpatrone der Polizei hilft, einen Mann zu überführen, der einen Kollegen erschossen hat und ein Medikamentenpaket überführt eine Bande gewalttätiger Juwelendiebe.
Mit Jesse Grimm, Robin Brosch, Tanja Dohse, Dagmar Dreke, Gerhart Hinze, Katharina von Keller, Tetje Mierendorf, Johannes Semm, Julian Sengelmann, Jens Wendland
Ursulas neuestes Accessoire ist eine Brille, mit der sie hofft, die Konkurrenz bei den Auktionen einzuschüchtern. Doch sie merkt schon bald, dass der Versuch nach hinten losgeht. Cindy nimmt Fahrstunden, damit sie sich und Rick in Zukunft zu allen Versteigerungen fahren kann.
Viele Briten suchen ihr Glück im Ausland und hoffen im sonnigen Spanien auf ein besseres Leben. So auch Ingenieur John und seine Frau, die im Hafenstädtchen Puerto de Mazarrón eine verfallene Doppelhaushälfte kaufen. John verwandelt die Ruine in ein modernes Eigenheim mit Pool. Die spanischen Nachbarn staunen, doch dann kippt die Stimmung - es kommt zu Beschimpfungen, Vandalismus und einem gefährlichen Zwischenfall. Auch Tierliebhaberin Ilona lässt sich in Spanien nieder. Ihr Lebensstil kollidiert aber mit dem der Einheimischen, und die Tiere, die sie schützen will, werden verletzt und getötet.
Noch 25 Fangkörbe, dann dürfen die Männer in ihren Kojen ein Nickerchen machen. Die Seeleute auf der "Time Bandit" sind mit ihren Kräften ziemlich am Ende, doch es hilft nichts: Erst müssen die Krabben an Deck befördert werden, dann können sie sich ein wenig ausruhen. Deckhand Eddie macht die Plackerei besonders zu schaffen. Das Greenhorn landet beim Verladen fast unter einem der 400 Kilo schweren Körbe, als sich dieser aus der Verankerung löst. Der Rookie muss an Deck noch viel lernen, unter anderem auch, so zu fluchen wie ein echter Seemann. Aber dafür gibt es ja die "Piratenschule".
Das kulturelle Gedächtnis der Menschheit hat Lücken. "Terra X"-Moderator Harald Lesch begibt sich auf die Spuren von Wissen, das im Lauf der Zeit scheinbar verloren gegangen ist. Wir könnten so einige Erkenntnisse und Erfindungen aus der Vergangenheit heute wieder gut gebrauchen. Sei es Glas, so hart wie die "Bologneser Träne", eine antibiotische Salbe aus dem Mittelalter oder ein windgestützter Schiffsantrieb aus den 20er-Jahren. Der Film beginnt mit einem mythischen Kriegswerkzeug des frühen Mittelalters. Das sogenannte Griechische Feuer galt lange als Wunderwaffe, die Byzanz einst vor einer arabischen Invasion rettete. Das Rezept schien mit dem Zusammenbruch von Byzanz für immer verloren. Doch der modernen Forschung ist es in einem spektakulären Experiment gelungen, die Funktionsweise der Waffe zu rekonstruieren. Ihr Geheimnis liegt in einem eigentlich modernen Brennstoff: Rohöl. Überhaupt gilt das Mittelalter als dunkle Epoche, in der nur wenig neues Wissen generiert wurde. Harald Lesch tritt den Gegenbeweis an. Denn viele geniale Erfindungen und Ideen gingen mit den Kulturbrüchen des Mittelalters verloren und werden gerade erst wiederentdeckt. So zum Beispiel das Geheimnis der Wikinger-Navigation. Die Nordmänner gelten als eines der bedeutenden Seevölker der Geschichte, doch wie ihre Navigationskunst funktionierte, blieb lange ein Geheimnis. Eine Gruppe von Forschern im dänischen Roskilde zeigt nun, wie die Wikinger mithilfe eines Sonnensteins navigierten, lange bevor der magnetische Kompass Einzug in Europa hielt. Auch beim Thema Medizin waren unsere Vorfahren manchmal geradezu brillant. Ein über 1000 Jahre altes Rezept für eine Augensalbe entpuppt sich als Heilmittel für eines der größten Probleme der modernen Medizin: die multiresistenten Krankenhauskeime. Die Kombination aus Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Wein und Ochsengalle ergibt ein auch nach heutigen Maßstäben hochwirksames Antibiotikum. Ein eindrückliches Beispiel dafür, dass wir noch heute viel vom verlorenen Wissen der Vergangenheit lernen können. Manchmal entsteht auch durch Zufall Großes. Wenn heißes, flüssiges Glas in einen Wassereimer fällt, entstehen sogenannte Bologneser Tränen. Der Kopf einer solchen Träne ist nahezu unzerstörbar, doch bricht der Schweif, explodiert die Träne innerhalb von Millisekunden. Ein Phänomen, das seit Jahrhunderten erforscht wird, dessen Lösung aber erst heute bereitsteht. Die Spannungen im Glas sind nicht nur der Schlüssel zur Stabilität der Träne, sondern auch die Grundlage für moderne Hightech-Gläser in Autos und Smartphones. Dabei muss man in der Geschichte nicht unbedingt weit zurückgehen, um auf geniale Erfindungen zu stoßen. Ein Segelsystem aus den 1920er-Jahren könnte die moderne Seefahrt revolutionieren, denn die Klimafrage ist heute drängender denn je. Der "Flettner-Rotor", benannt nach seinem Erfinder Anton Flettner, nutzt die Windkraft und sorgt für sinkenden Treibstoffverbrauch bei Schiffen. Eine geniale Idee, die erst verkannt und dann vergessen wurde. Harald Lesch moderiert in einem Studio, in dem die Welten und Erfindungen vergangener Zeiten mithilfe von aufwendig gestalteten Requisiten und Computeranimationen wiederauferstehen. Das "Terra X"-Team hat Forscher und Experten auf der ganzen Welt aufgesucht und begleitet, die sich damit beschäftigen, einst verlorenes Wissen zu verstehen und für uns nutzbar zu machen.
Bei den Arbeiten im Sumpfgebiet stößt Rick Lagina auf eine Ringschraube, die Carmen Legge später analysiert und sie auf das 17. bis 18. Jahrhundert datiert. Dieser Information folgen weitere Berechnungen, die schließlich eine erstaunliche Erkenntnis erbringen.
Mitten in der indischen 30-Millionen-Metropole Delhi bietet sich ein unerwarteter Anblick. Ein riesiger Dschungel, von dem es heißt, die einzigen Bewohner seien Affen und heulende Schakale. Doch hinter all dem Laub versteckt sich eine Ruine wie aus einer anderen Welt. Noch vor wenigen Jahren lebt eine Familie in dem verlassenen Dschungelhaus. Legenden ranken sich um Sie, da kaum jemand sie je zu Gesicht bekam. Die einen sagen, es seien Riesen gewesen. Andere hielten sie für übernatürliche Wesen.
Sommerzeit - Ferienzeit! Ob Surfen oder Städtetrip: Urlaub muss kein Vermögen kosten - dank innovativer Ideen, die brandneu oder auch mal 100 Jahre alt sind. Für spannende Citys, Badespaß und Erholung muss man nicht einmal weit reisen. Ziele in Deutschland und Europa sind nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch fürs Klima. Und vielen Anbietern geht es um mehr als Kasse machen.
"PS Profis - Mehr Power aus dem Pott" ist eine Gebrauchtwagen-Doku mit den Ruhrpott-Originalen Sidney Hoffmann und Jean Pierre, die im Auftrag von SPORT1-Zuschauern ab sofort wieder gemeinsam auf Autosuche gehen. In jeder Sendung erhalten Sid & JP den Auftrag, einen passenden Gebrauchten für einen Zuschauer zu finden. Dabei geben sie Tipps und Tricks, nennen die spezifischen Schwachstellen einzelner Modelle, verraten die Kniffe der Verkäufer und zeigen, dass man für wenig Geld gute gebrauchte Autos kaufen kann. Ab sofort sind beide PS Profis wieder gemeinsam am Start und machen gute Laune beim Autocheck.
Das Team arbeitet an der Auslegung des Steinpfades im Sumpfgebiet. Es scheint immer wahrscheinlicher, dass der Pfad einst für Warenabtransporte genutzt wurde. Gary Drayton, Experte für Metalldetektion, untermauert diese Annahme mit weiteren Beweisen.
Die News Spezials beleuchten ein wichtiges Nachrichten-Thema umfangreich und von allen Seiten. Korrespondenten, Politiker und Experten geben ihre Einschätzungen ab.
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in ..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Diese Folge führt ins mittelalterliche Frankfurt am Main. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist wenig bekannt, steckt aber voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Diese Folge der "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." zeigt, wie es gewesen wäre, im mittelalterlichen Frankfurt am Main zu leben. Der Film erzählt einen Tag im Leben des Wundarztes Jakob Althaus im Jahr 1454. Er beginnt mit einem frühmorgendlichen Notfall und endet mit einem nächtlichen Kneipenbesuch. Jakobs Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und spektakulären Erkenntnissen der Forschung. Während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als zersplittertes Sammelsurium souveräner Territorien politisch im Mittelalter steckt, schlägt in Frankfurt bereits der Puls der neuen Zeit. Der Tuchhandel und die Messe haben die Stadt zum "Kaufhaus der Deutschen" gemacht, in dem Waren und Wissen aus aller Welt gehandelt werden. Ein gewisser Johannes Gutenberg stellt die technische Revolution der Zeit, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, auch in Frankfurt vor. Als bedeutender Steuerzahler ist die freie Reichsstadt nur dem Kaiser untertan. Die Könige lassen sich in Frankfurt am Main wählen und später, wie die Kaiser auch, krönen. Aber die Forscher haben auch herausgefunden, wie weit Frankfurt im Alltag von den Standards einer modernen Stadt entfernt ist. Das tägliche Leben folgt damals dem mittelalterlichen Weltbild einer unantastbaren göttlichen Ordnung der Dinge. Erlasse, berufsständische Regelwerke der Zünfte und Benimmbücher regeln pedantisch den Alltag. Von der Körperhygiene - Ärzte wie Jakob haben sich in jedem Fall aus Gründen der Höflichkeit die Hände zu waschen - bis zum Umgang mit der knöchelhoch stehenden Kloake auf den Straßen. Hat der angesammelte Unrat eine gewisse Höhe erreicht, wird einfach neues Pflaster verlegt. Auf Jakobs Weg zu seinen Patienten erlebt der Zuschauer die beengten Lebensbedingungen in der Stadt. Trickreich bauen die Frankfurter sogar Häuser auf Stelzen, um Wohnraum zu schaffen, ohne wichtige Wege zu verlieren - die ersten Fußgängerpassagen entstehen. Großfamilien samt Tieren und Handwerksgesellen leben auf engstem Raum, praktisch ohne Licht, denn die Fenster werden klein gehalten, damit die Wohnungen nicht auskühlen. Und trotzdem: Die Menschen frieren so sehr, dass das Nutzvieh im Erdgeschoss als tierische Fußbodenheizung dienen muss. Wegen der Dunkelheit sind Unfälle im Haushalt an der Tagesordnung - eine typische Verletzungsursache in der mittelalterlichen Stadt, wie Forscher der Universität von Odense in Dänemark entdeckt haben. Dort befindet sich die größte Sammlung mittelalterlicher Knochen in Europa. Die Funde zeigen aber auch: Die Wundärzte des Mittelalters operieren bereits komplizierte Verletzungen erstaunlich erfolgreich. Wundärzte wie Jakob, der wie die meisten seiner Kollegen seine Lehrjahre auf den Schlachtfeldern Europas verbracht hat, beherrschen sogar Eingriffe am offenen Schädel. Nicht nur das: Ein Forscherteam der Universität von Nottingham entdeckt in einem mittelalterlichen Rezeptbuch die Beschreibung für eine Salbe, die sich in ersten Tests als hochwirksam gegen heutige multiresistente Keime erweist. Es ist ein Alltag voller Widersprüche, den Jakob auf seinem Weg durch die Stadt erlebt: die herzhafte Beschimpfungskultur des Mittelalters, die hohe Gewaltbereitschaft der Bürger in Ermangelung einer Polizei und das bizarr anmutende Bestrafungssystem der "Schandmasken". Gleichzeitig verändert der technische Fortschritt das Leben der Menschen und ihr Denken. Die mechanische Uhr definiert das Zeitverständnis und die Arbeitsbeziehungen neu. Und das kalte Wetter, das die "Kleine Eiszeit" nach Deutschland bringt, setzt den Erfindungsreichtum in Gang: Daunendecken, Glasfenster und Dämmung der Wände schützen seitdem gegen Kälte und Krankheiten im Alltag.
Andy Anderson ist das Chamäleon unter den Skateboardern. Ob Street oder Park, Contest oder Freestyle, alles ist in Andys Welt möglich. Madars Apse besucht ihn in Venice Beach L.A.
Jochen Schüssler soll seinen Halbbruder Vincent umgebracht haben. Eine Leiche wurde jedoch bis heute nicht gefunden. Handelte der 46-Jährige aus Hass, weil er die Leitung des Familienbetriebs wollte? Die Tochter des Angeklagten will die Unschuld ihres Vaters beweisen. Sie ist überzeugt, dass der Grund für das Verschwinden ihres Onkels Vincent dessen verbitterte Ex-Freundin Tamara ist.
Von der Ritterburg bis zum Friedenszentrum - die Burgen und Schlösser im Südburgenland zeugen auf charmante Art und Weise von der bewegten Geschichte im südöstlichen Grenzland Österreichs.
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Lebensfreude und das Miteinander prägen heute die südburgenländischen Burgen und Schlösser. In einem Land, das jahrhundertelang umkämpft war, tummeln sich heute Opernstars und Möchtegern-Ritter, Friedensvermittler und Hochzeitsverkünder rund um die einstigen Wehrbauten.
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Die Schlossherren und -damen, die die Geschicke der prunkvollen Bauwerke im Südburgenland lenken, haben sich dem Schönen verschrieben, der unbändigen Lebenslust und dem gemeinschaftlichen Blick in die Zukunft.
Einer von ihnen ist Gilbert Lang - ein waschechter Südburgenländer - der als Standesbeamter der Gemeinde Güssing so manche Liebestrunkenen mit bedächtiger Hand in den Hafen der Ehe führt, und das auf der wohl schönsten Location des Landes - der Burg Güssing, die er mit Leidenschaft verwaltet. Hier gibt er Einblicke in die Familiengeschichte der Batthyánys, jenem bedeutenden ungarischen Adelsgeschlecht, das die Geschichte des Südburgenlandes und seiner Wehrbauten am entscheidendsten geprägt hat.
Auch Werner Glösl aus Stadtschlaining ist durch und durch Südburgenländer. Er ist verantwortlich für die Burg Schlaining, deren imposanter Burggraben ihm schon als Kind als Abenteuerspielplatz gedient hat. Kaum eine andere Burg der Region zeugt optisch derart von ihrer ursprünglichen Bestimmung als Wehranlage - umso konsequenter ist es, dass sich hier das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung befindet. So tummeln sich auf dem Burgareal immer wieder Schülerinnen und Schüler, die sensibilisiert werden für einen friedvollen Umgang miteinander.
Wesentlich ruppiger geht's auf Burg Lockenhaus zu. Die Ritterburg ist Schauplatz deftiger Rittersmahlzeiten und mittelalterlicher Wettkämpfe. Und der Zeremonienmeister ist Manuel Komosny, bekennender Mittelalterfan, der das wilde, und doch so liebevolle Treiben auf der Burg lenkt. Und er weiß von so manchem Mysterium der charakteristischen starken Mauern zu erzählen, sodass es einem einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Im Herbst bricht der Horror alljährlich über die Burg herein - dann, wenn Graf Dracula bei einem Theaterevent, das seinesgleichen sucht, das Bauwerk heimsucht.
Einer, der sich in das Südburgenland verliebt hat, ist Professor Heinz Schinner aus Wien. Der erfolgreiche Versicherungsmakler hat 2008 Schloss Rotenturm in Rotenturm an der Pinka erworben und aus der völlig desaströsen Ruine mit einem gesunden Hang zum Perfektionismus ein wahres Schmuckstück gemacht - nicht zuletzt auch für seine Tochter und Enkeltochter.
Auch Alexandra Rieger hat im Südburgenland eine neue Heimat gefunden. Die Sopranistin wurde vom international bedeutenden Opernsänger Dietmar Kerschbaum nach Neuhaus am Klausenbach gelotst, wo sie sich um die Geschicke von Schloss Tabor kümmert. Kerschbaum, der seine Wurzeln in dieser idyllischen Abgeschiedenheit im Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien hat, hat aus dem ehemaligen Gutshof der Batthyánys einen Schauplatz der Hochkultur gemacht - das alljährliche Opernfestival hat sich längst zu einem Fixpunkt für internationale Opernfans gemausert. Für den reibungslosen Ablauf sorgt Alexandra Rieger.
Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner
In Schottland, nahe den Fluten des Firth of Forth, liegt eine Anlage, die einst ihrer Zeit voraus war. Heute findet man lediglich verlassene Gebäude mit rostigen Blechdächern und eingeschlagenen Scheiben vor. Einiges lässt Rückschlüsse auf den ursprünglichen Zweck des Ortes zu, an dem Geldwäsche, die russische Mafia und internationale Intrigen eine Rolle gespielt haben könnten. In Bulgarien befindet sich eine Betonruine, die einst zu einem feudalen Ferienort für viele Menschen werden sollte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg finden sie zu Tausenden in Spanien Unterschlupf: Hochrangige SS-Offiziere, gesuchte Kriegsverbrecher, unbelehrbare Rechte. Unter Diktator Franco bauen sie sich völlig unbehelligt neue Existenzen auf. Viele von ihnen werden zu Pionieren der spanischen Tourismusindustrie - und verdienen kräftig mit an den deutschen Urlaubsträumen der Wirtschaftswunderjahre.
Auf die Plätze, Stapler, los(Los Auf die Plätze, Stapler)
4. Staffel
52. Folge
D 2026
61'
Pascal will seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen und macht auf eigene Kosten den Gabelstaplerführerschein. Nach kurzer Einweisung sitzt der 24-Jährige auch schon am Steuer. Für die praktische Prüfung braucht er jedoch einige Versuche.
Schimpansen: Liebe macht mutig
Das neue Schimpansenweibchen Changa hat viel auszustehen. Nach der etappenweisen Vergesellschaftung mit einzelnen Grüppchen muss sie nun lernen, mit der gesamten Leipziger A-Gruppe, also mit allen 21 Mitgliedern, klarzukommen. Keine leichte Aufgabe, denn die Konkurrenz um Sitzplätze, Futter, Rang und Fortpflanzung bestimmt vielfach das Schimpansenleben - auch im Zoo. Während die Männchen sich naturgemäß über neue junge Weibchen freuen, reagieren die darauf oft mit Angriffen und Zänkereien. Changa aber hat Glück. Riet, das derzeit ranghöchste Weibchen, hat offenkundig einen Narren an der zarten Dänin gefressen und geht für deren Gesellschaft sogar die Bäume hoch - erstmals nach 20 Jahren.
Elefanten: Schritte ins Leben
Kaum auf der Welt, hat der kleine Elefantenbulle bereits die Herzen aller im Sturm erobert. Zwischen 10:00 und 16:00 Uhr ist er täglich für die Besucher zu sehen, die von dieser Gelegenheit zahlreich Gebrauch machen. Mutter Rani, Tante Don Chung und der Kleine lernen Stunde für Stunde, ein wenig selbstverständlicher miteinander umzugehen. Für Rani, die zum ersten Mal ein Jungtier geboren hat, ist das kein leichter Lernprozess. Ein kleiner Elefant kann ganz schön fordernd sein. Wie gut, dass es da noch die Tante Don Chung gibt ...
Löwen: Große Freude
Zwei stolze Zahlen bei den Löwen: Fünf Jungtiere sind es - und vier Wochen sind sie nun alt. Mutter Kigali kümmert sich fürsorglich um die kleine Rasselbande - vergessen ist der Schreck vom letzten Mal, als sie ihre Kinder kurz nach der Geburt auffraß. Doch die vielen hungrigen Mäuler sind sowohl für Jens Hirmer und seine Kollegen - als auch natürlich für die Löwin selbst - eine große Herausforderung ...
Okapis: Große Überraschung
Im Okapi-Stall läuft alles wie im Bilderbuch. Zawadi hat ihr lang erwartetes Jungtier geboren - einen kleinen Bullen. Anita Färber baut ihm eine gemütliche Ecke, in der er sich verstecken kann. Okapi-Jungtiere sind nämlich Ablieger, verbergen sich an einem heimlichen Ort und kommen nur zum Trinken heraus, wenn die Mutter sie ruft. Doch der Kleine ist so aufgeweckt und interessiert - hat er überhaupt Lust, sich abzulegen?
Die Doku-Soap des MDR erzählt Geschichten von Menschen und Tieren aus dem Zoo Leipzig und gewährt exklusive Einblicke in den Alltag hinter den Kulissen eines der renommiertesten zoologischen Gärten Europas.
Da Roy in letzter Zeit keinen Spaß mehr bei den Auktionen hatte, nimmt er die Sache nun selbst in die Hand. Er bringt Ballons, Tröten und andere Spaßartikel zur Auktion in Emery Village mit, doch seine Konkurrenten sind davon wenig begeistert.
Rick und Marty treffen sich für ein Update mit den Archäologen Dr. Taylor und Miriam Amirault. Außerdem bringt ein Artefakt Licht in ein 225 Jahre altes Geheimnis.
Drei Freunde sind am kleinen Watzmann von ihrer Kletterroute abgekommen und stecken nun an einem ungeschützten Steilhang in 2.100 Höhenmetern fest. Um 15:10 Uhr setzen sie den Notruf ab. Die Bergretter Lukas und Andi machen sich sofort mit dem Helikopter auf den Weg.
Die Zeit drängt: Am späten Nachmittag soll eine Gewitterfront mit Starkregen den Berg erreichen.
Dieser Einsatz wird den Rettungskräften alles abverlangen! Kaum haben sie die drei Freunde gesichtet, zeigt sich das wahre Ausmaß der Notlage: Einer der Kletterer steht auf einem höher gelegenen, schwer zugänglichen Felsvorsprung, weshalb sich die Retter aufteilen müssen. Andi fliegt mit den zwei leichter zugänglichen Bergsteigern ins Tal. Lukas bleibt zurück und versucht, irgendwie zu dem Verstiegenen zu gelangen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Auf dem größten aller Kontinente lebt eine artenreiche Tierwelt. Die neue Naturdokureihe "Asien" zeigt die vielfältigen Wildtiere des Kontinents, wie sie noch nie zu sehen waren.
Diese Folge der Koproduktion von ZDF/"Terra X" und der BBC schildert, mit welchen verblüffenden Strategien sich die Meeresbewohner Asiens an das Leben in den Ozeanen angepasst haben - denn überall lauern Gefahren und Herausforderungen.
Im Westpazifik spielt sich jedes Jahr ein Drama ab. Halfterfische versammeln sich dort in großen Schwärmen, bevor sie das Riff verlassen, um zu laichen. Schnell ziehen sie die Aufmerksamkeit von Grauen Riffhaien auf sich. Die beste Chance zu überleben haben die Halfterfische, wenn sie in einem dichten Schwarm zusammenbleiben. Doch die Haie treiben sie auseinander, um dann einzelne Fische zu verschlingen. Nach zwei Stunden Jagd hat nur ein Grüppchen besonders fitter Halfterfische die Selektion überlebt. Ein bisschen Glück war sicherlich auch im Spiel. Doch es sind genug, um in diesem Teil der Welt für den Erhalt ihrer Art zu sorgen. Wo genau sie laichen, bleibt ihr Geheimnis.
Bei Schlammspringern geht es beschaulicher zu. Diese kuriosen Fische besiedeln unter anderem die Mangrovensümpfe Südostasiens - und sie beherrschen ein paar erstaunliche Tricks. Solange sie nass bleiben, können sie über die Haut Sauerstoff aus der Luft aufnehmen und atmen. So können sie den Großteil ihres Lebens außerhalb des Wassers verbringen. Sie sind Wanderer zwischen den Welten. Kräftige Brustflossen ermöglichen ihnen, sich an Land fortzubewegen. Außerdem können sie ihren Körper wie eine Feder anspannen und sich weg katapultieren. Bis zu einem Meter weit können die kleinen Athleten springen, obwohl sie selbst nur wenige Zentimeter lang werden.
Ganz andere Dimensionen erreichen Pottwale. Selbst die Jungen sind bei der Geburt schon drei bis vier Meter lang - echte Riesenbabys. Wie die meisten Tierkinder müssen auch sie viel lernen. Beispielsweise, wie man zum Schlafen senkrecht im Wasser steht. Um den nötigen Auftrieb zu erhalten, muss ein unerfahrener Wal genau die richtige Menge an Luft in der Lunge behalten. Zu wenig Luft und er sinkt - es ist eine Kunst. Die Erwachsenen korrigieren seine Fehler behutsam und nachsichtig.
Mit großem Aufwand und vielen Entbehrungen ist es den Drehteams gelungen, bisher kaum bekanntes Tierverhalten zu dokumentieren. Dafür setzten sie auch hochauflösende Kameradrohnen und neueste Unterwassertechnik ein. So liefert die Naturdokureihe "Asien" nicht nur neue Perspektiven, sondern auch neue Erkenntnisse.
Stewart und Elmore sind in der Grafschaft Lancashire, um Mietschulden von einem Friseurladen einzutreiben. Als die Gerichtsvollzieher Salonbesitzerin Lindsay zur Rede stellen, behauptet die junge Frau, jede Woche pünktlich zu zahlen. Die Dokumente sagen etwas anderes. In einem Dorf wie diesem ist es besonders unangenehm, wenn Gerichtsvollzieher vorbeikommen - denn nach fünf Minuten wissen alle davon. Wie Stew und El erfahren, ist Lindsays Vermieter ein schrecklicher Typ, der der Frisörin mit Absicht Schaden zufügen will. Die Geschichte klingt glaubhaft, trotzdem bleibt die Rechnung von 1104 Pfund offen.
In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Eine kurze Geschichte über ..." erklärt der Geschichts-Blogger Mirko Drotschmann - alias "MrWissen2Go" - die Welt des Mittelalters. Das Mittelalter gilt als dunkel, rückständig und grausam. Aber war es das wirklich? YouTuber Mirko Drotschmann bringt Licht ins Dunkel. Er erzählt die Geschichte einer Epoche, die erstaunlich bunt und vielgestaltig war - eine filmische Reise durch 1000 Jahre. Das Mittelalter reicht vom 5. Jahrhundert nach Christus - als die Antike mit dem Untergang des Römischen Reiches im Westen zu Ende ging - bis zur Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Gewaltige Burgen und mehr als 100 Meter in den Himmel ragende Kathedralen zeigen eindrücklich, zu welchen Leistungen die Menschen im Mittelalter bereits fähig waren. Computeranimationen lassen auch die Bereiche der damaligen Welt wieder sichtbar werden, die heute längst verschwunden sind oder schon immer im Verborgenen lagen. Dazu gehören auch Himmel und Hölle. Für die Menschen im Mittelalter waren sie so real wie die Welt, die sie umgab. Mirko Drotschmann erklärt, was diese Weltsicht mit den Menschen gemacht hat. Noch heute sind viele mittelalterliche Redewendungen im Sprachgebrauch. Besonders viele stammen aus der Welt der Ritter, wie zum Beispiel die Formulierung "jemandem mit offenem Visier begegnen" oder "mit offenem Visier kämpfen" oder auch "für jemanden eine Lanze brechen". Aber was hieß das eigentlich, als Ritter zu leben, Herr auf einer eigenen Burg zu sein oder für den König zu kämpfen? Aus bis zu 150 Einzelteilen bestand eine Rüstung, die den Ritter vor Lanzen, Schwerthieben oder Pfeilen schützen sollte. Um sich in die Zeit hineinzuversetzen, wird Mirko Drotschmann von Kopf bis Fuß in eine Rüstung gesteckt. Ein wissenschaftliches Experiment soll Klarheit bringen, wie beweglich ein Ritter in voller Montur noch war. Die Teststrecke ist ein 400 Meter langer Hindernisparcours. Das verblüffende Ergebnis: Die gut 30 Kilogramm schwere, auf Maß gefertigte Rüstung ermöglicht einen nahezu vollen Bewegungsumfang. Frauen führten im Mittelalter ein besonders hartes Leben. Selbst im Kloster, wo sie nicht heiraten mussten und damit vor männlicher Willkür besser geschützt waren, besaßen sie nur eingeschränkte Rechte. Zu ihren traditionellen Aufgaben gehörte die Versorgung der Kranken und Schwangeren aus den umliegenden Dörfern. Dass Nonnen aber auch in Männerdomänen eindrangen und wie Mönche im Skriptorium Bücher kopieren durften, haben Paläontologen am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte herausgefunden. Im Zahnstein einer Nonne, die vor rund 900 Jahren in einem Kloster auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen begraben wurde, entdeckten sie Spuren von Lapislazuli. Aller Wahrscheinlichkeit nach gelangte der kostbare blaue Farbstoff beim Verzieren von Büchern in den Mund der Frau, beim Anlecken des Pinsels. Und das bedeutet, dass Frauen womöglich doch einen höheren Status hatten, als man bisher vermuten konnte. Das Mittelalter war alles andere als ein dunkles, düsteres Zeitalter. Vieles hat sich innerhalb der 1000 Jahre entwickelt: Städte sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, Kathedralen in den Himmel gewachsen. Es gab große Fortschritte im Handwerk und in der Medizin. Und auch der Horizont der Menschen erweiterte sich: 1492 landete Kolumbus in der Neuen Welt, und Luthers Reformation rüttelte an der Vormachtstellung der katholischen Kirche. Die Menschen lenkten ihren Blick mehr und mehr auf das irdische Leben und stellten Überliefertes infrage. Damit war der erste Schritt auf dem Weg in die Moderne getan.
Die News Spezials beleuchten ein wichtiges Nachrichten-Thema umfangreich und von allen Seiten. Korrespondenten, Politiker und Experten geben ihre Einschätzungen ab.
Es ist eine andere Erzählung über den FC St. Pauli. Heute steht der Verein für Antifaschismus, Toleranz und gesellschaftliches Engagement im deutschen Fußball. Doch hinter dem Image des rebellischen Kiezklubs verbirgt sich eine komplexe Geschichte mit dunklen Kapiteln. Der Verein hat sich seit den 1980er-Jahren zu einem der bekanntesten Fußballklubs weltweit entwickelt, nicht wegen sportlicher Glanzleistungen, sondern wegen seiner einzigartigen Fankultur und eines politischen Selbstverständnisses, das weit über den Hamburger Kiez hinaus strahlt.
Die Nazis waren besessen von der Idee einer deutschen Herrenrasse. Um ihre Ideologie zu festigen, suchten sie krampfhaft nach Anhaltspunkten in der Vergangenheit. Der Mythos der Stadt Atlantis und ihrer einst mächtigen Bewohner passte perfekt in dieses Muster. Dem Nationalsozialismus nahestehende Forscher wurden damit beauftragt, eine Verbindung zwischen der verschollenen Hochkultur und dem deutschen Volk herzustellen.