- Leben in der Tourismus-Kulisse
Millionen Menschen kommen jedes Jahr nach Österreich - auf der Suche nach ihren persönlichen Sehnsuchtsorten. Für jene, die hier leben, gehört der Besucherstrom zum Alltag. Manchmal reicht er sogar bis ins eigene Wohnzimmer.
"Ab 10 Uhr gehört der Ort den Touristen", sagt Renate S., die in Hallstatt lebt. Arztbesuche und Einkäufe erledigt sie möglichst früh. Später geht sie kaum noch vor die Tür. Denn dann drängen sich Tausende Besucher durch die engen Gassen des 700-Einwohner-Ortes.
Auch Sigrid S. versucht, Hallstatt tagsüber nur im Notfall mit dem Auto zu verlassen. Die knapp 1,3 Kilometer bis zum Ortsausgang können bis zu 20 Minuten dauern. "Einmal aus dem Ort und wieder zurück, und mein Stresspegel ist auf hundert", sagt sie. Manchmal wird sie von Touristen sogar beschimpft oder gegen ihr Auto geschlagen.
Im September wurde eine neue Standseilbahn eröffnet. Sie kann theoretisch bis zu 1.000 Menschen pro Stunde auf den Berg bringen - mehr als doppelt so viele wie die alte Bahn. Noch wird diese Kapazität nicht ausgeschöpft. Doch viele Hallstätter fragen sich bereits, wie viel Tourismus ihr Ort noch verträgt.
Auch in Wien erleben Anwohner den Tourismus unmittelbar vor ihrer Haustür. Wer rund um das berühmte Hundertwasserhaus wohnt, teilt seinen Alltag unfreiwillig mit Besuchern. "Ich könnte hier täglich den Segen geben", scherzt Sonja S., eine pensionierte Lehrerin, die im ersten Stock des Hauses lebt. Jeden Tag stehen Hunderte Touristen vor ihrem Fenster, schauen hinauf und fotografieren. Nun soll auch noch ein Schanigarten für Besucher vor ihrer Haustür entstehen. Viele Anwohner haben sich zusammengeschlossen und Unterschriften gesammelt, um sich ein Stück ihres Alltags zurückzuholen.
In Mondsee jagen täglich Hunderte internationale Gäste einem Filmtraum hinterher, den die Einheimischen kaum kennen: The Sound of Music. In der örtlichen Kirche heiraten im Film Maria und Baron von Trapp. Für Reisende aus den USA ist der Ort ein hochemotionales Stück Österreich, das unbedingt besichtigt und fotografiert werden muss. "Als ich hier angekommen bin, hatte ich Tränen in den Augen. Ich hatte das Gefühl, ich bin im Film", sagt eine Touristin aus Kalifornien.
Schauplatz-Reporterin Julia Kovarik dokumentiert den Alltag von Menschen, deren Heimatorte zu Kulissen des internationalen Massentourismus geworden sind.
Der wilde und artenreiche Nationalpark Kalkalpen inmitten Österreichs ist nicht nur ein Augenschmaus - er bietet auch ungeahnte Eindrücke für unsere Ohren. Der Musiker und Kabarettist Christof Spörk begibt sich für diese "Land der Berge"- Produktion auf abenteuerlichen Wegen und Steigen vom Tal der "Schwarzen Grafen" ins Sengsengebirge und weiter ins Reichraminger Hintergebirge - um hier den "Sound der Berge" und die Schönheit des Höhenzugs zwischen dem Steyrtal und dem Ennstal zu entdecken. In Buchenurwald-Zellen und auf Almen wie aus dem Bilderbuch erfährt er Wesentliches über die Aufgaben eines Nationalparks, den Almjuchizer als Verständigung von Alm zu Alm, die Bewirtschaftung der Almen und den unschätzbaren Wert dieser Wildnis für unsere Welt. Den musikalischen Höhepunkt zum Schluss bildet ein Trio aus Knopfharmonika, Maultrommel und Christof Spörk an der Klarinette.
Das Artensterben ist die größte Menschheitskrise. Denn ohne Vielfalt ist kein Leben auf der Erde möglich - auch nicht für den Menschen. Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen.
Versiegelung von Flächen, intensive Landwirtschaft, Umweltgifte und der Klimawandel zerstören Ökosysteme. Doch Biodiversität braucht intakte Lebensräume. Sie ist kein Luxus, sondern die kritische Infrastruktur unseres Planeten. Doch die Zerstörung geht weiter.
Nach Einschätzung des Weltbiodiversitätsrats IPBES ist Biodiversitätsverlust damit längst nicht mehr nur ein Naturschutzproblem, sondern ein systemisches Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen und Volkswirtschaften sind von Leistungen der Natur abhängig, etwa von Wasserverfügbarkeit, fruchtbaren Böden, Rohstoffen oder Hochwasserschutz. Nur intakte Ökosysteme liefern sauberes Wasser, saubere Luft und tragen zur Regulierung von Krankheiten bei.
Besonders wichtig ist die Vielfalt der Mikroorganismen im Boden. Bakterien, Pilze und andere Bodenlebewesen bauen organisches Material ab, stellen Nährstoffe bereit, speichern Kohlenstoff und ermöglichen Pflanzenwachstum. Wenn diese unsichtbare Biodiversität verloren geht, sinken Bodenfruchtbarkeit, Ernteerträge und die Widerstandsfähigkeit ganzer Ökosysteme.
Welche Möglichkeiten hat die Wissenschaft, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten? Mithilfe der Synthetischen Biologie versuchen Wissenschaftler beispielsweise Organismen gezielt zu verändern, um Ökosysteme widerstandsfähiger zu machen. Neue Verfahren der Genom-Editierung ermöglichen mittlerweile Eingriffe in die DNA von Pflanzen und Tieren, um gefährdete Arten resistenter zu machen und an veränderte Bedingungen anzupassen. Lässt sich verlorene Natur technologisch ersetzen? Entstehen dadurch neue Risiken für bestehende Ökosysteme? Wie weit darf der Mensch in die Evolution eingreifen? Wird die Rettung der Artenvielfalt künftig im Labor entschieden? Welche Verantwortung tragen wir für kommende Generationen?
Auch nach dem Krieg findet der Konflikt der royalen Brüder kein Ende. Edward lebt im Exil und veröffentlicht kontrovers diskutierte Memoiren, die alte Wunden neu aufreißen. Kurz darauf verschlechtert sich der Gesundheitszustand von König George VI. dramatisch.
Nahe der texanischen Metropole Dallas wurden im Drogenmilieu zwei junge Männer erschossen. Die Leichen fand man später bis zur Unkenntlichkeit verbrannt im Kofferraum eines Autos gefunden. Die Ermittler hatten drei Verdächtige, die mit großer Wahrscheinlichkeit hinter dem Doppelmord standen, aber man konnte nicht sagen, wer von ihnen den Abzug betätigt hatte. Deshalb wurde fieberhaft nach Augenzeugen gesucht.
Britisch Kurzhaar-Diva Coconut hat plötzlich keinen Appetit mehr und miaut seltsam. Dr. G entdeckt den schmerzhaften Grund: Eine große Nadel steckt in ihrer Kehle - und im Magen der Katze wartet gleich der nächste Fund. Bernedoodle Molly hat sich heimlich am Wäschekorb bedient. Nun steckt ein textiler Fremdkörper in ihrem Dünndarm fest und muss operativ entfernt werden. Und Westernpferd Georgia schnappt plötzlich nach Menschen. Ein dreieinhalb Meter langes Endoskop soll zeigen, was der sonst so freundlichen Stute auf den Magen schlägt.
Stefan und sein Kollege Sebastian führen am sogenannten "Abrollbehälter Einsatzleitung" einen Rundumcheck durch. Der AB-EL wird bei Großschadenslagen als mobile Zentrale genutzt und ist mit modernster Kommunikations- und IT-Technik ausgestattet, die im Ernstfall fehlerfrei funktionieren muss. Eine Amtshilfe für die Polizei führt die Männer der Wachabteilung 2 zu einem Einfamilienhaus, das vor zwei Jahren in Flammen stand. Damals waren 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Außerdem wird das Team zu einer Unfallstelle mit drei leicht verletzten Personen gerufen.
Neue archäologische Funde in Pompeji zeichnen ein differenziertes Bild der antiken Stadt: Gewalt, soziale Spannungen und tiefgreifende Ungleichheit prägen den Alltag im Römischen Reich. Die Dokumentation beleuchtet die Schattenseiten Pompejis und verbindet aktuelle archäologische Erkenntnisse mit historischen Quellen. Im Zentrum stehen Aufstände, Unruhen und soziale Konflikte, die tief in der Stadtgesellschaft verankert sind. Archäologen und Historiker analysieren die verborgenen sozialen Strukturen Pompejis und zeigen, wie sich Kriminalität, Gewalt und Machtverschiebungen unter der scheinbar geordneten Oberfläche des römischen Alltags auswirken. Von den Nachwirkungen des Sklavenaufstandes unter Spartacus bis zu den Massenunruhen im Amphitheater von Pompeji im Jahr 59? nach Christus untersucht die Dokumentation, wie eine stark fragmentierte Gesellschaft versucht, Stabilität zu bewahren - und warum dieses Gleichgewicht dauerhaft gefährdet bleibt. Ein besonderer Fokus liegt auf neuen archäologischen Entdeckungen, die bislang wenig beachtete Lebensrealitäten sichtbar machen. Mit exklusivem Zugang zu zuvor gesperrten Arealen präsentieren Expertinnen und Experten spektakuläre Funde, darunter neu freigelegte Sklavenunterkünfte in einer Villa außerhalb der Stadtmauern. Ergänzt werden diese Befunde durch DNA-Analysen eines verstorbenen Freigelassenen, der sozialen Aufstieg bis in die Oberschicht erlangte - ein seltener, aber aufschlussreicher Ausnahmefall im sozialen Gefüge des antiken Pompeji. Die archäologischen Funde deuten darauf hin, dass Pompeji bereits lange vor dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79? nach Christus unter erheblichem gesellschaftlichem Druck steht. Wirtschaftliche Belastungen, tiefgreifende soziale Umbrüche und die schweren Erdbeben des 1. Jahrhunderts destabilisieren das urbane Gefüge nachhaltig. Archäologische Spuren von Unruhen, Alltagskriminalität und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Privathäusern verdeutlichen, wie brüchig die soziale Ordnung ist - und wie wenig es braucht, um sie ins Wanken zu bringen. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt das antike Pompeji als eine Stadt großer sozialer Gegensätze. Die Ungleichheit schürt Spannungen und Gewalt - und der äußere Glanz kann diese Konflikte kaum verbergen.
"Jeder Mensch braucht seinen Everest", sagt Heidi Sand. Sie stand am Abgrund, der Krebs hatte sie fast getötet. Doch sie hat die Krankheit hinter sich gelassen. Sie hat ihren "Everest" bezwungen - und mit größter Willenskraft auch den höchsten Berg der Welt bestiegen. Sie stand auf drei Achttausendern und auf fast allen Viertausendern der Alpen. Ganz oben auf den Bergen könne sie frei atmen, spüre, wie unbedeutend ihr kleines Leben sei und erlebe eine Achterbahnfahrt der Gefühle, sagt sie.
Ein Mäzen im Sportbereich fällt bei seinen einflussreichen Verbindungen in Ungnade. Während er darum kämpft, seinen Namen reinzuwaschen, wird sein nackter Leichnam von seiner Haushälterin gefunden. Alles deutet auf einen gewaltsamen Mord hin.
Dunkel bewaldete Gebirgszüge, die bis ans Meer reichen: Monte Negro tauften deshalb venezianische Seefahrer diesen Abschnitt der Adria. Montenegro ist noch immer ein Geheimtipp, dabei punktet die Küste des Landes wie im benachbarten Kroatien mit türkisfarbenem Wasser, kleinen Buchten und malerischen Städtchen. Und auf nicht einmal 100 Kilometern Küste tummeln sich auch noch mehrere Legenden:
Im Städtchen Perast brechen immer am 22. Juli unzählige Boote zu einer Wallfahrt auf. Mit der sogenannten Fašinada soll der Heiligen Maria vom Felsen gehuldigt werden. Deren Bildnis, so die Legende, hätten hier zwei Fischer im Meer entdeckt auf einem kleinen Felsen. David Braic nimmt sich extra frei für diesen Tag. Zunächst sammelt er mit seinen Söhnen und Nachbarn so viele Steine, wie sein Boot tragen kann. Denn Steine spielen bei dieser Prozession eine entscheidende Rolle. Dann geht es los. Ihr Ziel: eine kleine Kirche, die mitten in der Bucht von Kotor steht.
In der Altstadt von Kotor, die zum UNESCO-Welterbe gehört, wimmelt es von Straßenkatzen. Die sollen die Bewohner einst vor der Pest bewahrt haben und werden deshalb bis heute verehrt und umsorgt. Ihre Schutzpatronin ist Danijela Kneževic, sie kümmert sich rund um die Uhr um die schnurrenden Legenden. Daniela sorgt für Futter und Streicheleinheiten und schleppt ihre Schützlinge regelmäßig zu einem befreundeten Tierarzt: Anti-Milben-Spray, Wurmkur, Impfung, das ganze Programm. Nicht nur die Katzen bringen Daniela ordentlich ins Schwitzen, eine Hitzewelle stresst ganz Montenegro. Knapp 40 Grad im Schatten, in den engen Gassen steht die Luft.
Abkühlung finden die Jungs der Nachwuchsmannschaft des Sportvereins Primorac beim Wasserball, trainiert werden sie von einer lebenden Legende. Veljko Uskokovic wurde als Wasserballspieler gleich drei Mal Europameister, heute coacht er die Talente von Primorac, übersetzt: Küstenbewohner. Wasserball ist Nationalsport, an der Küste reiht sich ein Freiwasserbecken an das nächste, meist umrandet von großen Tribünen. Die Jugend will den Pokal von Montenegro gewinnen, dafür wird hart trainiert. In den Sommerferien gleich fünf Mal die Woche.
Ganz im Süden des Landes säumen Häuser die Ufer des Flusses Buna, der an der Mündung in die Adria die Grenze zu Albanien bildet. Früher gab es nur ärmliche Fischerbehausungen, heute haben immer mehr reiche Montenegriner hier Sommerhäuser. Goran Masanovic ist einer der Letzten, der noch mit einer abenteuerlichen Eigenkonstruktion fischt, der "Kalimera", einem Senknetz. Viel fängt er nicht mehr, denn der Fluss wird längst dominiert von Motorbooten und Jetskis. Ständig bastelt Goran an seinem Netz, in dem eine Vielzahl von Seilen sowie zwei 13-Zoll-Felgen eines uralten Fiats verbaut sind. Nie würde er seinen Platz an der Küste der lebenden Legenden verlassen.
Der verheerende Brand im Hohen Venn rückt eine Landschaft in den Fokus, die für Artenvielfalt, Klimaschutz und Wasserhaushalt der Region von großer Bedeutung ist. Die Dokumentation von Achim Scheunert zeichnet die Ereignisse nach: von den ersten Meldungen über die Ausbreitung des Feuers bis zu den Maßnahmen, mit denen Einsatzkräfte versuchten, das Feuer einzudämmen und eine weitere Gefährdung von Menschen und Natur zu verhindern. Dabei kommen Beteiligte, Fachleute und Menschen aus der Region zu Wort.
Im Fokus steht aber vor allem die Frage: Wie ist die Lage jetzt im Hohen Venn? In welchem Zustand ist das Moor, welche Schäden sind sichtbar, welche Folgen zeigen sich erst langfristig? Und: Welche Chancen hat diese einzigartige Landschaft, sich zu regenerieren?
Nicht nur im Hohen Venn brannte es in diesem Sommer. Auch im Hürtgenwald wurde eine riesige Waldfläche durch Feuer vernichtet. Weitere größere Brände gab es zum Beispiel im Hochsauerland und im Oberbergischen. Insgesamt 122 Waldbrände in NRW nennt der Landesbetrieb "Wald und Holz NRW" für den Sommer 2026.
Ist das die neue Normalität in NRW? Müssen wir uns angesichts des Klimawandels auf immer mehr solcher Katastrophen einstellen? Was heißt das für Vorsorge, Einsatzplanung, aber auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit? Wie lassen sich Brandrisiken verhindern? Und vor allem: Wie können wir unseren Wald schützen und widerstandsfähig machen?
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Welchen Einfluss hatte Adolf Hitlers Familie auf sein geheimes Liebesleben? Hitler wuchs in einem inzestuösen Elternhaus auf. Während sein gewalttätiger Vater ihn oft schlug, wurde er von seiner Mutter geradezu vergöttert. Ihr früher Tod war ein äußerst schmerzhafter Verlust für den narzisstischen Adolf, ebenso wie der von Geli Rauball, Hitlers Nichte. Die wohl größte Liebe in seinem Leben brachte sich 1931 um.
In der Steiermark sind Marlies und ihre Mutter Doris dabei, die Wohnung ihres Freundes Toni mit Fotos ihres verstorbenen Vierbeiners zu tapezieren. Julia aus Baden verfolgt unterdessen weiterhin den Traum, als Sängerin durchzustarten. In einem Tonstudio will sie herausfinden, ob sie eine gute Stimme hat. In Ottensheim müssen sich Klaus und Leo indes auf den Wiener Opernball vorbereiten und in Wiener Neustadt wartet der Bauer auf sein Herzblatt Gabi.
Eine Frau, die Pferde liebt, wird digital und persönlich verfolgt, aber ihre Hilferufe werden ignoriert, was schließlich zu ihrem Tod führt. Parallel dazu droht ein entfremdeter Ehemann, seine Frau zu töten, nachdem sie ihm aus dem Gefängnis geholfen hat. Die Geschichte zeigt die tragischen Folgen von Vernachlässigung und Gewalt in Beziehungen.
Die preisgekrönte Bouvier-Hündin Soul hat beim Knochenschmaus ordentlich zugelangt - mit gefährlichen Folgen: Splitter haben sich in ihrem Dünndarm festgesetzt und können eine lebensbedrohliche Blockade verursachen. Während Dr. Suttie vor einer schwierigen OP steht, gibt Kater Jimmy ein ganz anderes Rätsel auf. Der Zweijährige frisst kaum noch, und auf dem Röntgenbild blitzt Metall in seinem Magen. Dr. G geht mit dem Endoskop auf Schatzsuche und entdeckt tatsächlich ein Geldstück. Doch bei Soul nimmt der Eingriff eine überraschende Wendung: Die Knochen sind weitergewandert.
Ägyptens Bestattungsrituale geben bis heute Rätsel auf. Besonders die Mumien. Wer waren die Verstorbenen? Warum wurden sie mumifiziert - und mit welchen Rezepturen? Modernste Technologie soll Antworten liefern: CT-Scans, Analysen und Detektivarbeit im Labor. Interdisziplinäre Teams aus Radiologen, Archäologen und Ägyptologen begeben sich gemeinsam auf Spurensuche. Im Jahr 2019 wird in der Nekropole Sakkara das über 4000 Jahre alte Grab des hohen Würdenträgers Chuwi aus der fünften Dynastie entdeckt. Ein Fund von historischer Tragweite. In der Grabkammer findet ein Team von Archäologen leuchtend farbige Wandmalereien, die die Jahrtausende nahezu unversehrt überdauert haben. Von der Mumie selbst sind nur noch wenige Überreste erhalten, denn das Grab wurde schon vor langer Zeit geplündert. Die Entdeckung liefert einen entscheidenden Beweis: Die Kunst der Mumifizierung war nicht allein den Pharaonen vorbehalten. Doch wie gingen die Priester und Balsamierer vor? Jüngste Analysen enthüllen eine hoch entwickelte Technik: Kostbare Leinentücher, seltene Harze und wertvolle Salben wurden verwendet. Mithilfe modernster medizinischer Scanner und experimenteller Archäologie rekonstruieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die einzelnen Schritte des 70 Tage dauernden Einbalsamierungsprozesses. Mit jedem neuen Mumienfund wächst das Wissen um die geheimnisvollen Rituale der alten Ägypter. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Das Recht des Erstgeborenen ist unumstößlich - in der Bibel wie in der britischen Monarchie. Egal wie sehr der Zweitgeborene sich anstrengt: Er wird die Privilegien des Ersten nie erhalten - es sei denn, dieser stirbt. Diese unerbittliche Regel lastet auf dem Verhältnis des wohl berühmtesten Prinzen-Paares der Welt: Harry und William.
Klettern an riesigen Eiszapfen oder Übernachtungen in hohen Steilwänden - all das lernen junge Alpinist*innen im Expeditionskader des Deutschen Alpenvereins. Eine Ausbildung für angehende Extrembergsteiger*innen, die über gefrorene Wasserfälle in Südtirol, senkrechte Felswände im Tessin hin zu grimmigen Nordwänden in den italienischen Alpen führt.
Ein bekannter Kletterer wird am Fuße einer Klippe tot aufgefunden. Seine Familie und die örtliche Klettergemeinschaft sind schockiert. Ein genauerer Blick auf den Fall offenbart düstere Details, und engagierte Ermittler enthüllen die tragische Wahrheit.
Vor 100 Jahren war Pawhuska in Oklahoma eine der reichsten Gemeinden der Welt. Das heute verfallene Duncan Hotel im Zentrum der verschlafenen Kleinstadt ist Ausgangspunkt einer dramatischen Geschichte, die das Hollywood-Epos "Killers of the Flower Moon" inspirierte. Außerdem: eine ehemalige Schule in Kambodscha, die unter der Terrorherrschaft der Roten Khmer zum grausamen Foltergefängnis wurde. Und: eine geheime Stadt in Lettland, die die Welt im Kalten Krieg an den Rand des Atomkriegs brachte.
Wenige Tage vor seinem Selbstmord am 30. April 1945 versteckte sich Hitler zusammen mit Eva Braun und seinen engsten Bewachern in seinem Bunker in Berlin. Dort erlebte der Führer seine letzten Momente, die von Niedergeschlagenheit bis hin zu Anfällen wahnsinniger Wut reichten. Neu entdeckte, einzigartige Dokumente werfen ein neues Licht auf diese Zeit und ermöglichen eine bessere Analyse der letzten Tage von Adolf Hitler und Eva Braun.
"Der Ball, ein Leben" zeichnet den Weg von Herbert Prohaska vom Simmeringer Gemeindebau zum Jahrhundertfussballer Österreichs nach. Weggefährten wie Toni Polster, Hans Krankl oder Franz Wohlfahrt über ihre ganz speziellen Begegnungen mit dem "Schneckerl". Dazu enthüllt "Der Ball, ein Leben" wie knapp dran Herbert Prohaska an einem Europameister-Titel und an einer zweiten Teamchef-Ära beim ÖFB war.
Wie reist man, wenn man kaum noch etwas sieht? Und warum zieht es manche Menschen gerade dann in die Welt hinaus, wenn andere ihnen raten würden, lieber zu Hause zu bleiben? Comedian Timur Turga ist fast blind. Beruflich ist er viel unterwegs: von Auftritt zu Auftritt, von Bahnhof zu Hotel, von Bühne zu Bühne. Doch privat reist er selten. Zu groß sind die Hürden, zu viele Situationen unübersichtlich, zu oft begegnet ihm die Frage, was er sich überhaupt zutraut. Für diese Dokumentation wagt Timur einen besonderen Roadtrip durch Mitteldeutschland - und nimmt sich einen ungewöhnlichen Reisebegleiter: James Holman, den legendären "Blind Traveller".
Holman erblindete im 19. Jahrhundert als junger Mann und wurde trotzdem zu einem der erstaunlichsten Reisenden seiner Zeit. Ohne Smartphone, Navigations-App oder moderne Hilfsmittel bereiste er Europa, bestieg den Vesuv, durchquerte Kontinente und umrundete sogar die Welt. Seine Berichte waren damals Bestseller. Für Timur wird Holman zu einer Art Mentor über die Jahrhunderte hinweg: Was trieb diesen Mann an? Wie orientierte er sich? Und was sagt seine Geschichte über die Freiheit aus, sich selbst nicht auf die eigene Behinderung reduzieren zu lassen?
Auf Timurs Reise treffen Gegenwart und Vergangenheit aufeinander. Mit historischen Szenen aus Holmans Leben - als KI-generierte Bilder - entsteht ein Dialog zwischen zwei Männern aus unterschiedlichen Zeiten. Timur läuft durch das ihm fremde Dresden und navigiert sich mit Bahn und Bus bis in die Sächsische Schweiz. Hier wagt er sich an den Fels und auf den Berg. Und später im Harz sucht er den Adrenalinkick. Immer wieder geht es um Grenzen: die eigenen, die gesellschaftlichen und jene, die andere einem setzen. Dabei bleibt der Film nah an Timurs Perspektive. Humorvoll, ehrlich und direkt erzählt er von Unsicherheit, Angst, Trotz und Lebenslust. Er zeigt, wie viel Mut in scheinbar kleinen Alltagsmomenten stecken kann - und wie intensiv die Welt erfahrbar wird, wenn Sehen nicht der wichtigste Sinn ist.
Wo warst du, als Rick Ross sich mit dem renommierten Symphonieorchester Noir zusammengetan hat, um das erste Red Bull Symphonic in den Vereinigten Staaten zu veranstalten? Erfahre in diesem kurzen Dokufilm, wie es dazu kam.
Immer wieder geschehen schwerste Kriegsverbrechen, sei es im Irankrieg, im Nahostkonflikt oder im Kampf um die Ukraine. Meist bleiben die Taten straflos. Ist das Völkerrecht eine Illusion? Die Nürnberger Prozesse versprachen die juristische Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Doch Exekutionen von Zivilisten, die Verschleppung von Kindern, Vergewaltigungen, den Einsatz verbotener Waffen gibt es noch immer. Viele Täter kommen davon.
Julia aus Baden bei Wien bringt ihren süßen Wau-Wau zum Hundefriseur. Schließlich hat der Vierbeiner namens Luna bald eine Verabredung. Leo organisiert derweil für seinen Single-Freund Klaus ein Blind Date. Zwei Damen sollen sich nur mit verbundenen Augen mit dem Single unterhalten.
Jenke von Wilmsdorff taucht in kriminelle Schattenwelten ein.
Jenke von Wilmsdorff geht in "JENKE. CRIME." den Dingen auf den Grund.
Jenke beleuchtet globale Themen, die sonst kaum zugänglich sind.
2016 sorgt ein Sensationsfund in Sakkara für Aufsehen: In 13 Metern Tiefe entdecken Archäologen eine Mumifizierungswerkstatt. Kann der Fund mehr über die Praxis der Balsamierung verraten? Die Mumifizierung mit Salben und Tinkturen sollte den Verstorbenen das Weiterleben im Jenseits sichern. Grabbeigaben und kunstvolle Malereien auf Sarkophagen und in den Grabkammern sollten sie schützen auf der Reise ins Reich des Gottes Osiris. Für die alten Ägypter war die Mumifizierung mehr als ein technischer Vorgang - sie war ein spirituelles Ritual. Heute ermöglicht modernste Technik einen nie da gewesenen Blick hinter die Kulissen der jahrtausendealten Praxis. In der freigelegten Balsamierungswerkstatt finden Archäologen zahlreiche Tongefäße - die meisten leer. Doch mithilfe chromatographischer Analysen können winzige Rückstände der Substanzen identifiziert werden. Die Ergebnisse sind verblüffend: Viele der verwendeten Mittel mussten von weither nach Ägypten importiert werden. Es muss ein weit verzweigtes Handelsnetz gegeben haben, das nicht nur den gesamten Mittelmeerraum umfasste, sondern sogar bis nach Südostasien reichte. Ein weiterer Meilenstein: Ein CT-Scanner mit photonenzählenden Detektoren erlaubt erstmals, Objekte im Inneren einer Mumie sichtbar zu machen - und sogar Hieroglyphen darauf zu entziffern. Die Mumie selbst bleibt dabei unversehrt. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Der bizarre Tod des beliebten Golfspielers Alan Jay Abrahamson schockiert die Gemeinde seines Country Clubs zutiefst. Die Beweise am Tatort deuten darauf hin, dass es sich um mehr als nur einen schiefgelaufenen Raubüberfall handelt. Die Umstände seines Todes werfen viele Fragen auf und lassen Raum für Spekulationen.
Mit Wencke Fiedler, Christian Intorp, Anja Mentzendorff, Ann Vielhaben, Alexander Gier, Jan Andreesen, Lars Cording, Mechthild Grabner, Thomas Kästner, Philipp Reinheimer, Judith von Radetzky, Werner Braunschädel, Christoph Drobig, Patrick Giese, Alexander Hauff, Mathias Kopetzki, David Nádvornik, Sandra Schreiber, Marco Wittorf, Hubert Burczek, Tim Gössler, Oliver Nitsche, Irina Wrona
Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Was und wie wir sehen, bestimmt darüber, wie wir die Welt wahrnehmen: Etwa 80 Prozent aller Umweltreize nehmen wir über die Augen auf. Wir verständigen uns sogar mit Blicken - ganz ohne Worte. Aber immer mehr junge Menschen sind kurzsichtig und sehen schlechter. Augenärzte sprechen bereits von einer "Pandemie der Myopie" . Können Laser-OPs eine Lösung sein?
Auch Kathi ist kurzsichtig. Das schränkt sie in ihren Berufen ziemlich ein. Sie arbeitet als Kickbox-Trainerin, näht für ihr eigenes Mode-Label und steht als Moderatorin vor der Kamera. Die Kurzsichtigkeit nervt sie: Die Kontaktlinsen verrutschen beim Trainieren schnell und wenn sie moderiert, stört die Brille. Deshalb möchte Kathi sich die Augen lasern lassen - trotz Angst vor der OP und möglichen Komplikationen. Für Kathi kommt das Laser-Verfahren namens "Trans-PRK" infrage: Dabei trägt ein hochmoderner Laser einen Teil der Hornhaut der Augen ab. Die Technik gilt als schonend und verspricht schnelle Heilung und wenig Schmerzen. Wie wird Kathi die OP erleben? Und wird sie mit dem Ergebnis zufrieden sein?
Marc Weide ist Weltmeister der Zauberkunst und arbeitet grade an einem neuen Bühnenprogramm. Mit seinen Tricks muss er es schaffen, die Augen seiner Zuschauer zu täuschen. Dafür macht er sich diverse Schwächen unserer Wahrnehmung zunutze, z.B. unsere sehr begrenzte visuelle Aufmerksamkeit. Und auch optische Täuschungen nutzt er immer wieder für seine Tricks - und spielt unserem Gehirn damit einen Streich. Denn die Augen können die Täuschung eigentlich durchschauen, erst durch die Verarbeitung im Gehirn entsteht ein Eindruck der Illusion. Wie funktioniert das genau? Wir sind dabei, wenn er in seiner Show die neuesten Tricks vorführt.
Die Augen von Flugbegleiterin Nadine sind ihr wichtigstes Werkzeug - sie ist auf das "Blicke-Lesen" trainiert. Wie eine Profilerin "scannt" sie am Eingang des Flugzeugs alle Passagiere: Könnte jemand aggressiv werden? Ist jemand mit Flugangst unter den Reisegästen oder betrunken? Nadine sieht das in den Augen, schließlich kommunizieren wir mit denen sehr viel und schnell - ob wir wollen oder nicht. Wir nehmen mit unseren Augen nicht nur soziale Signale von unseren Mitmenschen wahr, wir senden gleichzeitig auch Botschaften zurück. Wir begleiten Nadine, die auch angehende Flugbegleiter ausbildet, auf einem Flug und zu einem Workshop.
Die Dokumentation "Mein Körper. Meine Augen" zeigt, wie komplex und einzigartig Auge und Gehirn miteinander agieren.
Luisa (20) liebt Menschenmengen und Achterbahnfahren, kann aus dem Nichts einen Witz erzählen oder sächsisch sprechen und ist voller Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben. Dass sie einen Gendefekt hat - das Williams-Beuren-Syndrom - sieht man ihr nicht an. Doch das fehlende kleine Stück auf dem siebten Chromosom prägt ihr Leben: Lernen, Struktur und Selbstmotivation kosten viel Kraft.
"Ich merke schon, dass ich das alles will! Ich will es einfach!", sagt Luisa nach ihrem ersten Date. Doch der Junge meldet sich nie wieder.
Weil sie kontaktfreudig und wortgewandt ist, wird Luisa oft überschätzt und gleichzeitig stößt sie im Alltag an ihre Grenzen. "Manchmal würde ich mir echt wünschen, dass ich es nicht hätte", sagt sie, als sie im Job wieder einmal überfordert ist, Fehler macht und eine Abmahnung bekommt.
Mehr als sechs Jahre begleitet "Menschen hautnah" Luisa auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden - vom ersten Arbeitsvertrag in einem Hotel über die Suche nach Liebe bis zum Auszug aus dem Elternhaus in eine inklusive WG.
Im Zentrum des Films steht eine Familie aus vier Frauen, die eng miteinander verbunden sind: Luisa, ihre alleinerziehende Mutter Daniela und die beiden jüngeren Schwestern Mara und Laila. Zwischen Fürsorge, Überforderung, Humor und großer Nähe stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Wie selbstständig kann Luisa wirklich leben - und was passiert, wenn familiäre Unterstützung wegfällt?
"Fliegen oder fallen? - Luisa und ihr Gendefekt" ist ein Langzeitporträt über Behinderung, Familie und den Wunsch nach Unabhängigkeit in einer Gesellschaft, die Inklusion verspricht, aber selten mitträgt.
Ein Betonkoloss im sowjetischen Vilnius wird 1988 zur Arena eines historischen Duells hinter dem Eisernen Vorhang: NBA-Stars treffen auf die Auswahl der UdSSR. Eine Zeche im britischen Clipstone-Schauplatz eines erbitterten Machtkampfs zwischen Bergarbeitern und Margaret Thatcher. Ein Wolkenkratzer in Memphis lockt Rock-'n'-Roll-Größen, geht aber an einem 99-Jahre-Pachtvertrag zugrunde. Und im malaysischen Dschungel träumt ein Prinz von einem Palast, bis eine Tragödie alles zunichtemacht.
Sie sind unbezahlt, aber unbezahlbar: Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst von anderen stellen. Der Film begleitet drei von ihnen bei ihrer freiwilligen Arbeit.
Sei es beim Sportclub, im Sterbehospiz oder für den Kampf gegen Armut: Überall arbeiten Menschen ohne Gegenleistung, obschon sie eigentlich bereits sehr ausgelastet sind. Aus welchen Impulsen heraus machen sie das?
"Mir geht es nicht um die Bezahlung, sondern um den Sinn hinter meiner Arbeit", sagt Susan Ponti zu ihrer Motivation. Die fünffache Mutter aus Langnau am Albis ZH leistet Hunderte Stunden Freiwilligenarbeit jedes Jahr - in diversen Projekten. Sie hat die Organisation "Aufgetischt statt Weggeworfen" mitgegründet, die seit Bestehen bereits mehr als 800 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet und so Menschen an der Armutsgrenze geholfen hat.
Managerin Maria Bichler arbeitet zwischen 60 und 70 Stunden pro Woche. Im Sterbehospiz in Brugg AG begleitet sie in ihrer raren freien Zeit Menschen auf ihrem letzten Weg. "Vieles würde ohne Freiwilligenarbeit gar nicht existieren", ist sie überzeugt.
Slavko Egeric betreut eine Nachwuchsmannschaft des EHC Basel. Woher er seine Energie nimmt, kann er selbst nicht genau sagen. Aber es sind auch bei ihm Dutzende Stunden Freiwilligenarbeit, die er neben seinem 100-Prozent-Job jedes Jahr leistet.