In Rekordzeit vom Start ins Ziel. Dieser Herausforderung stellte sich Skilegende Hermann Maier ein Sportlerleben lang. Umso mehr Zeit nimmt er sich nach dem Ende seiner glanzvollen Karriere, um für "Universum" die Natur seiner Heimat Österreich zu erforschen. Dabei macht er spektakuläre Beobachtungen in der Tierwelt und trifft jene Menschen, die sich dem Schutz und der Bewahrung einzigartiger Naturlandschaften verschrieben haben.
Seine erste Expedition führt ihn in die Hohen Tauern, eine Region der Pioniere. Als die ersten Menschen in die Alpen vordrangen, trafen sie auf ausgedehnte, einförmige Urwälder. In Jahrhunderte langer Arbeit rodeten sie den Wald, schufen Äcker und Almen und drangen mit ihren Siedlungen bis in die Hochlagen vor. Den ersten Bauern folgten viele Wildtiere, die in der nun strukturreichen Landschaft Lebensraum fanden: Auerhühner besiedelten die Waldweiden, Steinhühner die Bergmähder und Rothirsche die Almen. Für einige Wildtiere, die in den Urwäldern selten waren, haben die Menschen den Lebensraum beträchtlich erweitert: etwa für die Birkhühner, die Murmeltiere oder die Kreuzotter. So ist im Laufe der Jahrhunderte eine einmalige Lebensgemeinschaft aus Tieren der Kulturlandschaft und speziell angepassten Wildtieren der Hochlagen entstanden.
Ein Film von Heinz Leger
Australien ist der isolierte Kontinent. Vor mehr als 70 Millionen Jahren trennte er sich von seinen geologischen Nachbarn, und seine Spezies führen seither ein evolutionäres Eigenleben.
Die Tierwelt Australiens und Ozeaniens ist reich an bizarren Kreaturen. Durch die Dschungel Neuguineas streift der Kasuar - einer der gefährlichsten Vögel der Welt. Im Landesinneren Australiens trotzen Kängurus und Wombats Schneestürmen.
Der Kontinent Australien, der auch Landmassen des heutigen Ozeaniens umfasst, driftete vor Millionen Jahren nach Norden in die Isolation. Dort leben die sonderbarsten und prächtigsten Tiere, getrennt vom Rest der Welt. Im Norden dieses Inselkontinents liegt Daintree, einer der ältesten tropischen Wälder der Erde. Dort ist das Rückzugsgebiet eines Boten aus der Dinosaurier-Zeit, des Kasuars. Dieser Laufvogel wird bis zu 1,80 Meter groß und gilt als stark gefährdet.
Im Landesinneren steckt der Kontinent voller weiterer Überraschungen. Der Wombat, ein kurzbeiniges Beuteltier, durchstreift Australiens Gebirgszüge und überlebt eisige Schneestürme. Und in den weiten, offenen Graslandschaften jagt der Dingo, Australiens Wildhund, Kängurus, um seinen Welpen Nahrung zu verschaffen.
Über 70 Prozent Australiens sind heute trockenes Land. In der verbrannten roten Mitte regieren Reptilien die Wüste. Zu den erstaunlichsten gehören die Dornteufel aus der Familie der Agamen. Sie können sogar mit ihrer Haut trinken.
Der Inselkontinent wird von der Kontinentaldrift nach Norden geschoben und liegt heute teilweise wieder in warmem, tropischem Wasser. Er beherbergt ein vielfältiges Spektrum von winzigen farbenfrohen Fischen und die weltweit größte Ansammlung von Hai-Arten. Auf einer vorgelagerten Insel überlebte eines der ungewöhnlichsten Säugetiere: Der rätselhafte Tasmanische Teufel, ein kämpferischer Raubbeutler, hat dort eine seiner letzten Festungen.
Australiens Tiere stehen wegen des Menschen vor einer riesigen Herausforderung. Mehr Säuger-Arten sind dort ausgestorben als irgendwo sonst auf dem Planeten. Tausende uralte Steinzeichnungen sind Zeugnisse einer reichen Flora und Fauna und allem, was von einigen Arten übrig geblieben ist.
Die Reihe "Sieben Kontinente - Ein Planet" entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und zahlreichen internationalen Partnern. An 1794 Tagen wurde in insgesamt 41 Ländern gedreht, 92 Tierarten auf 2260 Stunden Filmmaterial dokumentiert. 1500 Menschen waren an dieser Produktion beteiligt, und - es ging nur ein einziges Hotelzimmer zu Bruch. Eine Pavianhorde hatte sich auf der Suche nach Futter unerlaubten Zugang verschafft.
"Terra X" stellt alle Erdteile und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vor. Wie hat sich das Leben den geologischen Eigenheiten des jeweiligen Kontinents angepasst, und wie muss es sich heute einer modernen, vom Menschen dominierten Welt anpassen? Neueste Drohnen- und Kameratechniken erlaubten es den Filmemachern, Tiere nicht nur aus neuen Perspektiven, sondern auch aus nächster Nähe zu zeigen, ohne ihr natürliches Verhalten zu stören. Die Musik für die Reihe stammt aus der Feder des bekannten deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer.
Nach einer Liebeserklärung stürzt Alexander Raabe von der Brüstung eines Romantikhotels. Er überlebt knapp und beschuldigt ausgerechnet seine Angebetete, die äußerst attraktive Sarah Stauf, ihn gestoßen zu haben. Ihre Behauptung, Alexander sei selbst gesprungen, und das Verhalten ihres eifersüchtigen Ex-Freundes Rico scheinen zweifelhaft ...
Fürst Heinz von Sayn-Wittgenstein hat sich nach 30 Jahren von Ehefrau Andrea getrennt. Und neu verliebt. In Sylwia. 19 Jahre jünger als der Fürst, zweifache Mutter, Geschäftsfrau aus Polen. Heinz packt seine Koffer und verlässt Mallorca. Ist das die richtige Entscheidung? In Arenal vergrößern die Bodybuilder Caro und Andreas ihr Imperium. Nach Fitnessstudio, und Imbiss eröffnen die beiden jetzt einen Schönheitssalon - geht das gut?
Mit Sylwia Mokrysz, Fürst Heinz von Sayn Wittgenstein, Andreas Robens, Caroline Robens
Ein Messer, ein Haken mit Angelschnur, ein Topf und ein Feueranzünder: Mit dieser überschaubaren Ausrüstung werden Malorie und Patrick in der Wildnis Argentiniens ausgesetzt. Im Gran Chaco, einer sumpfigen Savannenlandschaft im Norden des Landes, übertragen Moskitos gefährliche Viren. Im Frühling sorgt schwüle Luft tagsüber für drückende Hitze. Nachts hingegen wird es bitterkalt. Und wenn subtropische Luftmassen auf Kaltfronten aus den Anden treffen, entladen sich in der Region heftige Gewitter. Teamwork ist dort beim Überlebenskampf unerlässlich.
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in ..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Diese Folge führt ins mittelalterliche Frankfurt am Main. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist wenig bekannt, steckt aber voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Diese Folge der "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." zeigt, wie es gewesen wäre, im mittelalterlichen Frankfurt am Main zu leben. Der Film erzählt einen Tag im Leben des Wundarztes Jakob Althaus im Jahr 1454. Er beginnt mit einem frühmorgendlichen Notfall und endet mit einem nächtlichen Kneipenbesuch. Jakobs Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und spektakulären Erkenntnissen der Forschung. Während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als zersplittertes Sammelsurium souveräner Territorien politisch im Mittelalter steckt, schlägt in Frankfurt bereits der Puls der neuen Zeit. Der Tuchhandel und die Messe haben die Stadt zum "Kaufhaus der Deutschen" gemacht, in dem Waren und Wissen aus aller Welt gehandelt werden. Ein gewisser Johannes Gutenberg stellt die technische Revolution der Zeit, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, auch in Frankfurt vor. Als bedeutender Steuerzahler ist die freie Reichsstadt nur dem Kaiser untertan. Die Könige lassen sich in Frankfurt am Main wählen und später, wie die Kaiser auch, krönen. Aber die Forscher haben auch herausgefunden, wie weit Frankfurt im Alltag von den Standards einer modernen Stadt entfernt ist. Das tägliche Leben folgt damals dem mittelalterlichen Weltbild einer unantastbaren göttlichen Ordnung der Dinge. Erlasse, berufsständische Regelwerke der Zünfte und Benimmbücher regeln pedantisch den Alltag. Von der Körperhygiene - Ärzte wie Jakob haben sich in jedem Fall aus Gründen der Höflichkeit die Hände zu waschen - bis zum Umgang mit der knöchelhoch stehenden Kloake auf den Straßen. Hat der angesammelte Unrat eine gewisse Höhe erreicht, wird einfach neues Pflaster verlegt. Auf Jakobs Weg zu seinen Patienten erlebt der Zuschauer die beengten Lebensbedingungen in der Stadt. Trickreich bauen die Frankfurter sogar Häuser auf Stelzen, um Wohnraum zu schaffen, ohne wichtige Wege zu verlieren - die ersten Fußgängerpassagen entstehen. Großfamilien samt Tieren und Handwerksgesellen leben auf engstem Raum, praktisch ohne Licht, denn die Fenster werden klein gehalten, damit die Wohnungen nicht auskühlen. Und trotzdem: Die Menschen frieren so sehr, dass das Nutzvieh im Erdgeschoss als tierische Fußbodenheizung dienen muss. Wegen der Dunkelheit sind Unfälle im Haushalt an der Tagesordnung - eine typische Verletzungsursache in der mittelalterlichen Stadt, wie Forscher der Universität von Odense in Dänemark entdeckt haben. Dort befindet sich die größte Sammlung mittelalterlicher Knochen in Europa. Die Funde zeigen aber auch: Die Wundärzte des Mittelalters operieren bereits komplizierte Verletzungen erstaunlich erfolgreich. Wundärzte wie Jakob, der wie die meisten seiner Kollegen seine Lehrjahre auf den Schlachtfeldern Europas verbracht hat, beherrschen sogar Eingriffe am offenen Schädel. Nicht nur das: Ein Forscherteam der Universität von Nottingham entdeckt in einem mittelalterlichen Rezeptbuch die Beschreibung für eine Salbe, die sich in ersten Tests als hochwirksam gegen heutige multiresistente Keime erweist. Es ist ein Alltag voller Widersprüche, den Jakob auf seinem Weg durch die Stadt erlebt: die herzhafte Beschimpfungskultur des Mittelalters, die hohe Gewaltbereitschaft der Bürger in Ermangelung einer Polizei und das bizarr anmutende Bestrafungssystem der "Schandmasken". Gleichzeitig verändert der technische Fortschritt das Leben der Menschen und ihr Denken. Die mechanische Uhr definiert das Zeitverständnis und die Arbeitsbeziehungen neu. Und das kalte Wetter, das die "Kleine Eiszeit" nach Deutschland bringt, setzt den Erfindungsreichtum in Gang: Daunendecken, Glasfenster und Dämmung der Wände schützen seitdem gegen Kälte und Krankheiten im Alltag.
Josh Gates reist in die Wüsten des Sudan, um in das überflutete Pyramidengrab eines Königs zu tauchen. Aufgrund der Einsturzgefahr handelt sich um ein extrem gefährliches Unterfangen.
Aserbaidschan liegt in einer Region, deren Schönheit schon von Marco Polo gepriesen wurde: von den spektakulären Bergen des Kaukasusgebirges über die weiten Steppen der transkaukasischen Ebene bis zu den Stränden des Kaspischen Meeres. Genauso bemerkenswert: der Reichtum unter der Erdoberfläche. Das sogenannte schwarze Gold sorgt seit der Antike für Reichtum.
Gulnura Bagirova und Babek Suleymanov wollen heiraten, typisch aserbaidschanisch mit ganz großem Brimborium. Das Wichtigste an diesem Tag: Fotos und Videos. Dafür wurde ein halbes Dutzend Profis gebucht. Das Paar lässt sich diesen Tag im "engsten Familienkreis" rund 15.000 Euro kosten.
Direkt an der Hauptstraße nach Baku liegt die Tandirofen-Bäckerei von Leyla Subhajeva, Anfang 50. Das Besondere: Sie beschäftigt nur Frauen. Kein Problem in Aserbaidschan: Laut Gesetz sind Frauen den Männern gleichgestellt.
Khan Muhammed Hassans um 1797 erbaute Sommerresidenz in Sheki ist UNESCO-Weltkulturerbe, vor allem wegen ihrer Fenster, Shebeke genannt. Kunstwerke aus edlen Hölzern und kleinen bunten Muranoglasscheiben. Gleich neben dem Palast liegt die Glaswerkstatt von Familie Rasulov. Bei den Palastsanierungsarbeiten haben Vater und Sohn mehrere Jahre mitgearbeitet.
Die Seidenfabrik von Sheki wurde 1931 gegründet, damals war sie die größte in der gesamten Sowjetunion. Natella Movsumova hat 1985 in der Fabrik angefangen und die Privatisierung miterlebt. Heute ist sie verantwortlich für das Qualitätsmanagement und auch für die berühmten Seidentücher.
Das Öl-Sanatorium Sefa in Naftalan ist das ganze Jahr über ausgebucht. Für Selbstzahler. Krankenkassen übernehmen den Kuraufenthalt nicht. Jaxya Quliyev nimmt sein erstes Bad im Rohöl. Er hat schlimme Bandscheibenprobleme, seit er zu DDR-Zeiten in Gotha als Kanonier der Roten Armee stationiert war.
Aserbaidschan, ein Land, das noch vom sowjetischen Erbe geprägt ist, sich jetzt aber auf der Suche nach einer neuen Identität zwischen Tradition und Moderne befindet.
Moderator Johannes Zenglein entdeckt den abenteuerlichen Hegau, wo Baden bis ans "schwäbische Meer" reicht: Zwischen Bodensee, Rheinfall und Schwarzwald erkundet er in der Luft, zu Wasser und unter der Erde die Gegend rund um Singen. Mit dem als Gänsevater bekannt gewordenen Michael Quetting und seinem Ultraleichtfluggerät will er die berühmten Hegau-Vulkane aus der Luft erkunden, muss aber notlanden, weil das Flugzeug Probleme macht. Im Gummianzug geht es weiter ins Erdinnere: Bei Deutschlands größter Karstquelle an der Aach klettert und kriecht der Moderator mit Höhlenforschern durch den Schlamm, auf der Suche nach Blätterteig-Formationen. In den Schweizer Teil des Hegaus geht es für "Lokomotivführer" Johannes per Dampflok. Ein Kuhritt und spektakuläre Bilder am Rheinfall überzeugen ihn von der Vielseitigkeit des Hegaus nördöstlich des Bodensees.
Vier Königinnen, vier klingende Namen der preußischen Geschichte: Luise, Augusta, "Vicky" und Auguste Viktoria. Wer waren sie? Glamourös, rebellisch, tugendhaft, konservativ oder gar intrigant? In einem Panorama vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Untergang der preußischen Monarchie eröffnet die Dokumentation einen neuen, einen weiblichen Blick auf den Militärstaat Preußen.
Weiße Dörfer, prächtige Paläste, weite Sandstrände und eine atemberaubende Bergkulisse. Eine Reise durch Spaniens sonnige Region - von Sevilla über Granada bis nach Cádiz.
Jeder zweite Österreicher lebt mit Schulden. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Oft steckt der plötzliche Verlust des Jobs dahinter, nicht selten jedoch auch krankhafte Zwänge wie Spielsucht oder Familientragödien. "ATV - Die Reportage" zeigt, wie schwer der Weg aus der Schuldenfalle für viele Betroffene ist.
Diesmal hat Claus etwas ganz Besonderes ausgesucht: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Für die drei geht es auf die Insel. Auf Sylt sehnen sich Denise, Marc und Tochter Mina nach einem Wohlfühlgarten. Allerdings können anfangs nur zwei Brüder mitanpacken. Henrik ist Zeuge bei Gericht und muss weg. Bei Windstärke 6 und Regen geben Claus & Co. Vollgas. Aber bald geht die Sonne auf, denn nebenan werkelt ein anderer Profi, der Material verschenkt.
Zwei Auswanderfamilien, eine Frage: Wie kann man auf Mallorca erfolgreich leben, ohne Kinder, Familie oder die Gesundheit zu vernachlässigen? Jens geht zum Saisonende die Puste aus. Die Faneteria ist ein Erfolg, doch sie fordert ihren Tribut. Jens kann nicht mehr. Peggy und Steff haben sich ein halbes Jahr ganz auf ihr Baby konzentriert. Doch jetzt geht die Sorge wieder los: Wie lange reicht das Geld, um auf Mallorca dauerhaft leben zu können?
Mit Jens Büchner, Daniela Büchner, Joelina Karabas, Volkan Karabas, Jada Karabas, Peggy Jerofke, Steffen Jerkel
Europa ist der Kontinent, den die Menschen am meisten verändert haben. Die Tiere mussten sich anpassen und haben sich an teils ungewöhnliche Orte zurückgezogen.
Europa ist Heimat für über 700 Millionen Menschen. Dennoch offenbart dieser überfüllte Kontinent eine unerwartete Tierwelt in den verbliebenen Rückzugsgebieten. In Gibraltar lebt Europas einziger Primat, und Wiens Friedhöfe sind fest in der Hand des Hamsters.
Der Kontinent Europa ist von seinen menschlichen Bewohnern massiv verwandelt worden. Die Tiere haben auf die Beschneidung ihrer Lebensräume mit Einfallsreichtum reagiert.
Hoch über der Stadt Gibraltar leben Berbermakaken, Europas einzige frei lebende Primaten. Immer wieder kommt es innerhalb der Gruppen zu Entführungsdramen, wenn kinderlose Weibchen sich am Nachwuchs der anderen vergreifen. Der Kampf um die Rückeroberung der Babys ist dramatisch - und nicht immer geht er gut aus.
Auf den Friedhöfen von Wien werden Europäische Hamster zu Grabräubern und kämpfen um skurriles Diebesgut. Das Wachs der Grableuchten ist ein umkämpfter Leckerbissen.
Bei Einbruch der Dunkelheit werden die Wälder im Umkreis alter italienischer Bergdörfer zum Jagdgebiet für seltene Wölfe, während tief unter der Erde in den Höhlen Sloweniens bis zu 100 Jahre alte "Babydrachen", sogenannte Olme, im Tiefschwarz lauern.
Doch in dieser überfüllten Welt finden sich noch letzte Rückzugsgebiete. Am Rande des Polarkreises hallen über die offene Tundra Klänge titanischer Schlachten. Moschusochsenbullen gehen aufeinander los, um für ihr Zuchtrecht zu kämpfen.
Das warme, stabile Klima in Europa und die langen, warmen Sommertage tragen dazu bei, eines der spektakulärsten Naturschauspiele des Kontinents in Szene zu setzen. In Ungarn tauchen im Juni für wenige Tage Millionen von riesigen Eintagsfliegen auf der Theiß auf. Sie alle konkurrieren jetzt um einen Partner - Massen von Männchen stürzen sich auf die Weibchen, ein Leben wie im Rausch. Der Höhepunkt ihres ganzen kurzen Daseins. Innerhalb weniger Stunden sind sie dem Tod geweiht, und das Schauspiel ist für ein weiteres Jahr vorbei.
Die Reihe "Sieben Kontinente - Ein Planet" entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und zahlreichen internationalen Partnern. An 1794 Tagen wurde in insgesamt 41 Ländern gedreht, 92 Tierarten auf 2260 Stunden Filmmaterial dokumentiert. 1500 Menschen waren an dieser Produktion beteiligt, und - es ging nur ein einziges Hotelzimmer zu Bruch. Eine Pavianhorde hatte sich auf der Suche nach Futter unerlaubten Zugang verschafft.
"Terra X" stellt alle Erdteile und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vor. Wie hat sich das Leben den geologischen Eigenheiten des jeweiligen Kontinents angepasst, und wie muss es sich heute einer modernen, vom Menschen dominierten Welt anpassen? Neueste Drohnen- und Kameratechniken erlaubten es den Filmemachern, Tiere nicht nur aus neuen Perspektiven, sondern auch aus nächster Nähe zu zeigen, ohne ihr natürliches Verhalten zu stören. Die Musik für die Reihe stammt aus der Feder des bekannten deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer.
Ein Tag in Nürnberg 1593 - Der Scharfrichter Frantz Schmidt
D 2024
45'
Frantz Schmidt ist Scharfrichter von Nürnberg und gehört zu den Topverdienern der Stadt. Gesellschaftlich aber sind er und seine Familie geächtet, denn sein Beruf gilt als unehrlich. 45 Jahre lang kämpft Frantz Schmidt gegen den Makel der "Unehrlichkeit" an. Er hinterlässt ein Tagebuch, das nicht nur sein blutiges Handwerk dokumentiert, sondern auch deutlich macht, wie Frantz gedacht und was er versucht hat, um sich aus seiner Lage zu befreien. Nürnberg 1593. Die Kriminalitätsrate ist hoch, in der Stadt herrscht ein Klima von Angst und Unsicherheit. Der Rat handelt entschlossen und fordert die gnadenlose Verfolgung und Verurteilung von Straftätern durch den Arm des Gesetzes. Für die Vollstreckung zuständig ist der Scharfrichter Frantz Schmidt. Folter und Hinrichtungen sind sein Alltag, und doch quält ihn sein Tun. Weniger treiben ihn Mitleid mit den Delinquenten oder ein schlechtes Gewissen um, sondern die Gewissheit, dass er und seine Nachkommen dem Status der "Unehrlichkeit" niemals entkommen können. "Unehrlichkeit" ist damals als Geburtsstand geregelt, wird von einer Generation auf die nächste übertragen und bedeutet neben gesellschaftlichen Repressalien auch eingeschränkte Persönlichkeitsreche. So muss Frantz tatenlos zusehen, wie seine Kinder in der Schule gehänselt oder verprügelt werden. Und ertragen, dass die Leute die Straßenseite wechseln, wenn sie ihn sehen. Dabei genießt er am Gericht und beim Rat der Stadt hohes Ansehen, nicht nur als Henker, sondern auch als exzellenter Heiler. Häufig werden ihm Patienten geschickt, auch aus "ehrbaren" Kreisen, die ihren eigenen Ärzten nicht mehr vertrauen. Frantz weiß, welche Arzneimittel wirksam sind, wie man einen ausgekugelten Arm wieder einrenkt oder schwere Wunden versorgt. Nach 15 Jahren im Amt als Scharfrichter fordert Frantz von der Stadt Nürnberg, ihm endlich das Bürgerrecht zu erteilen. Sein akribisch geführtes Tagebuch gilt vielen Forschern als Beleg für seinen Kampf aus der "Unehrlichkeit". Ob er sein Tagebuch aus Kalkül geführt hat, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Doch das Dokument ist ein nahezu lückenloses Arbeitsprotokoll, das nicht zuletzt auch Aufschluss gibt über das Rechtssystem in der Frühen Neuzeit und die damals gängigen Strafen. Doch trotz seiner tadellosen Lebensführung, die bis ins kleinste Detail von Kirche und Rat beobachtet wird, stehen die Chancen für Frantz nicht gut. In der Geschichte Nürnbergs gibt es keinen einzigen Henker, dem der soziale Aufstieg gewährt wurde. Auf der Grundlage des Tagebuchs rekonstruiert die "Terra X"-Dokumentation einen Tag im Leben von Frantz Schmidt, an dem sich alles für ihn entscheidet.
Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.
Natalie Bierwald ist angeklagt, die Geliebte ihres Mannes erschossen zu haben. Hat wirklich die eifersüchtige Ehefrau den Mord an Bärbel Hacker begangen oder war es vielleicht ein guter Freund des Opfers, der sie vor zwei Jahren maskiert vergewaltigt haben soll? Hat Bärbel kurz vor ihrem Tod herausgefunden, wer sich damals an ihr vergangen hat und den Täter zur Rede gestellt?
Eine Motorradpanne mitten im laotischen Nirgendwo bedeutet normalerweise das Aus eines Abenteuers. Als Dennis und sein Bruder Patrick sich auf die Spuren des berüchtigten Ho-Chi-Minh-Pfads begeben, streikt plötzlich das gebrauchte Motorrad. Kein Handyempfang, das nächste Dorf Stunden entfernt. Es ist einer dieser Momente, in denen nichts mehr geht und das Abenteuer zur Strapaze wird. Und dennoch ist es nur eines der vielen spannenden Erlebnisse der beiden Brüder in der Mekong-Region.
Die zweite Etappe ihrer Mekong-Expedition führt die Brüder von den schwimmenden Dörfern Kambodschas bis in die nebelverhangenen Berge im Norden von Laos. Eine Reise, die ihnen nicht nur die atemberaubende Schönheit Südostasiens zeigt, sondern sie auch mit dessen schmerzvoller Geschichte konfrontiert. In der wilden Provinz Ratanakiri von Kambodscha treffen sie auf die Guides Kham und Pruek, Angehörige ethnischer Minderheiten, deren Vorfahren seit Generationen im Einklang mit dem Dschungel leben. Zwei Nächte verbringen sie im undurchdringlichen Dickicht, dort, wo einst Menschen vor den Roten Khmer Zuflucht suchten.
Die Geister des Dschungels, von denen Kham erzählt, scheinen hier noch immer präsent. Die Schatten der Vergangenheit begegnen Dennis und Patrick auch in Laos. Entlang des historischen Ho-Chi-Minh-Pfads, einst geheime Nachschublinie im Vietnamkrieg, arbeitet die Nichtregierungsorganisation MAG bis heute an der Entschärfung von Blindgängern. Die Brüder treffen Menschen, die durch diese tödlichen Überbleibsel des Krieges verletzt wurden. Eine erschütternde Realität abseits touristischer Routen.
Der Kontrast könnte größer nicht sein, als sie schließlich ein abgelegenes Dorf der Akha im laotischen Hochland erreichen. Hier leben die Menschen noch nach jahrhunderte alten Traditionen. Die Geisterverehrung ist allgegenwärtig, der traditionelle Opiumanbau ein Teil der Kultur, auch wenn die laotische Regierung diese Praktiken zunehmend zurückdrängt.
Josh Gates schließt die Erkundung des überfluteten Pyramidengrabes eines Königs von Kusch ab: Um zu erfahren, wie das Königreich Kusch Ägypten eroberte, wagt er sich noch einmal in die trüben Gewässer, um die mumifizierten Überreste des Königs zu finden.
Guayana ist ein dünn besiedeltes Land im Nordosten Südamerikas. Die indigene Bevölkerung hat dort angeblich bis ins 20. Jahrhundert Kannibalismus praktiziert. Und unter den Nachfahren der afrikanischen Sklaven ist eine Form von Voodoo verbreitet. Wegen der Vielzahl an riesigen Wildtieren und Pflanzen wird Guyana auch das "Land der Giganten" genannt. Im Dschungel lauern Schwarze Kaimane, Würgeschlangen und giftige Spinnen. Temperaturen bis zu 40 Grad stellen ebenfalls eine große Herausforderung dar. Justin und Kami haben dort keinen leichten Stand.
Nicht nur in Wien, in fast jeder Großstadt gehören sie zum festen Alltagsbild: Bettler. Wohl niemand wählt dieses Leben auf der Straße freiwillig. Doch die Gründe, wieso jemand Bettler wird, sind vielfältig. In den letzten Jahren spielt in der Wahrnehmung zudem das Phänomen des organisierten Bettelns eine immer größere Rolle. Doch gibt es diese Bettler-Banden wirklich? Das Team von "ATV Die Reportage" geht einer Spur nach.
Überalterung der Gesellschaft, bevorstehende Pensionswelle und fehlende Fachkräfte: Die Pflegekrise in Ländern wie Österreich ist in aller Munde. Lösungsideen entstehen mitunter an überraschenden Orten: Unter der Leitung ihres Provinzials Saji Mullankuzhy entwickelte die österreichische Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder ein Programm, um in Indien ausgebildete Pflegekräfte in Österreichs Spitäler zu holen. Doch die Hürden sind groß. Peter Beringer hat die jungen Pflegerinnen getroffen und sie einen Teil des Weges und bei ihrer Arbeit in Österreich begleitet.
"kreuz & quer plus": Homo religiosus - Der Mensch und seine Religionen.
Die Entstehung des Buddhismus.
Überleben in bitterer Kälte, Russland greift weiter Kraftwerke in der Ukraine an/ Verzweifelt warten Mütter in Venezuela auf die Freilassung ihrer Söhne, nur vereinzelt kommen politische Gefangene frei/ Häme für die NATO- Alliierten in Afghanistan, Trump verhöhnt Kriegsveteranen/ Schwere Vorwürfe gegen Israels Armee, Immer wieder richten Soldaten ihre Waffen auf Kinder/ USA: Rettung im Schneesturm, mit dem Truck auf der Suche nach Obdachlosen
Nordamerika ist der Kontinent des Wandels, auf dem Pioniere der Tierwelt das Beste aus überraschenden Chancen und wechselnden Angeboten machen.
Nordamerika ist geprägt von Wetterextremen. Tornados donnern über die Prärie, arktische Luft fegt bis zu den südlichen Sümpfen. Luchse durchstreifen im Winter das verschneite Yukon-Territorium, Floridas Seekühe suchen heiße Quellen, um der Kälte zu entkommen.
Nordamerika ist wie kein anderer Kontinent von extremen Wetterbedingungen und saisonalen Veränderungen geprägt.
Im kanadischen Yukon-Territorium kann der Winter brutal sein, bis zu zwei Meter Schnee fallen bisweilen an einem einzigen Tag. Doch der Luchs hat einen Weg gefunden, um dort zu überleben, wo andere nicht überwintern können. Ihm ist es gelungen, weiter nach Norden vorzudringen als jede andere Katzenart der Erde. Da es keine Ost-West-Bergkette gibt, die Nordamerika durchquert, kann die arktische Luft ungehindert bis in die südlichen Sümpfe strömen und dort Tiere in Nöte bringen. Alligatoren beispielsweise frieren immer wieder im Eis ein, auch die Seekühe müssen sich schleunigst in wärmere Gefilde retten.
Wenn der Frühling kommt, verwandeln sich viele Regionen der Rocky Mountains in ein Meer aus Wildblumen und gefrorene Bäche in reißende Ströme. In den Flüssen von Tennessee scheut das Döbelfisch-Männchen keine Anstrengung, um eine Gefährtin anzulocken. Es bewegt Tausende von Steinen, um eine imposante Unterwasserpyramide zu bauen. Sie soll das Weibchen beeindrucken. Und wenn die Temperaturen stimmen, erleuchten Millionen von Glühwürmchen die Wälder von Mississippi.
In den Präriegebieten bringt der Sommer ein außergewöhnliches Wetter. Warme Luft aus dem Golf von Mexiko trifft auf arktische Luft und wirbelt sich zu bedrohlichen Tornados auf. Sie schießen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Meilen pro Stunde über die Great Plains und gehören damit zu den schnellsten Stürmen der Welt. Präriehunde retten sich in die Erde, doch es sind nicht nur Tornados, die sie bedrohen. Amerikanische Dachse schleichen sich durch das lange Sommergras auf der Jagd nach Eulen und arglosen Präriehund-Welpen.
Die Rocky Mountains halten diese Sommerstürme an ihren östlichen Flanken auf. Westlich der Gebirgskette herrscht Trockenheit. Die Canyons der Wüste Arizonas wirken fast leblos, aber selbst im Hochsommer harren hartgesottene Helden dort aus.
Mit dem Klimawandel werden die Sommer in der Arktis im Norden immer länger und heißer. Eisbären haben in der Not eine raffinierte Methode gefunden, die mageren Monate zu überwinden. Eine Gruppe hat gelernt, die steigende Flut zu nutzen, um von Felsen auf die Rücken ahnungsloser Beluga-Wale zu springen.
Die Reihe "Sieben Kontinente - Ein Planet" entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und zahlreichen internationalen Partnern. An 1794 Tagen wurde in insgesamt 41 Ländern gedreht, 92 Tierarten auf 2260 Stunden Filmmaterial dokumentiert. 1500 Menschen waren an dieser Produktion beteiligt, und - es ging nur ein einziges Hotelzimmer zu Bruch. Eine Pavianhorde hatte sich auf der Suche nach Futter unerlaubten Zugang verschafft.
"Terra X" stellt alle Erdteile und ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vor. Wie hat sich das Leben den geologischen Eigenheiten des jeweiligen Kontinents angepasst, und wie muss es sich heute einer modernen, vom Menschen dominierten Welt anpassen? Neueste Drohnen- und Kameratechniken erlaubten es den Filmemachern, Tiere nicht nur aus neuen Perspektiven, sondern auch aus nächster Nähe zu zeigen, ohne ihr natürliches Verhalten zu stören. Die Musik für die Reihe stammt aus der Feder des bekannten deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer.
In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Eine kurze Geschichte über ..." erklärt der Geschichts-Blogger Mirko Drotschmann - alias "MrWissen2Go" - die Welt des Mittelalters. Das Mittelalter gilt als dunkel, rückständig und grausam. Aber war es das wirklich? YouTuber Mirko Drotschmann bringt Licht ins Dunkel. Er erzählt die Geschichte einer Epoche, die erstaunlich bunt und vielgestaltig war - eine filmische Reise durch 1000 Jahre. Das Mittelalter reicht vom 5. Jahrhundert nach Christus - als die Antike mit dem Untergang des Römischen Reiches im Westen zu Ende ging - bis zur Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Gewaltige Burgen und mehr als 100 Meter in den Himmel ragende Kathedralen zeigen eindrücklich, zu welchen Leistungen die Menschen im Mittelalter bereits fähig waren. Computeranimationen lassen auch die Bereiche der damaligen Welt wieder sichtbar werden, die heute längst verschwunden sind oder schon immer im Verborgenen lagen. Dazu gehören auch Himmel und Hölle. Für die Menschen im Mittelalter waren sie so real wie die Welt, die sie umgab. Mirko Drotschmann erklärt, was diese Weltsicht mit den Menschen gemacht hat. Noch heute sind viele mittelalterliche Redewendungen im Sprachgebrauch. Besonders viele stammen aus der Welt der Ritter, wie zum Beispiel die Formulierung "jemandem mit offenem Visier begegnen" oder "mit offenem Visier kämpfen" oder auch "für jemanden eine Lanze brechen". Aber was hieß das eigentlich, als Ritter zu leben, Herr auf einer eigenen Burg zu sein oder für den König zu kämpfen? Aus bis zu 150 Einzelteilen bestand eine Rüstung, die den Ritter vor Lanzen, Schwerthieben oder Pfeilen schützen sollte. Um sich in die Zeit hineinzuversetzen, wird Mirko Drotschmann von Kopf bis Fuß in eine Rüstung gesteckt. Ein wissenschaftliches Experiment soll Klarheit bringen, wie beweglich ein Ritter in voller Montur noch war. Die Teststrecke ist ein 400 Meter langer Hindernisparcours. Das verblüffende Ergebnis: Die gut 30 Kilogramm schwere, auf Maß gefertigte Rüstung ermöglicht einen nahezu vollen Bewegungsumfang. Frauen führten im Mittelalter ein besonders hartes Leben. Selbst im Kloster, wo sie nicht heiraten mussten und damit vor männlicher Willkür besser geschützt waren, besaßen sie nur eingeschränkte Rechte. Zu ihren traditionellen Aufgaben gehörte die Versorgung der Kranken und Schwangeren aus den umliegenden Dörfern. Dass Nonnen aber auch in Männerdomänen eindrangen und wie Mönche im Skriptorium Bücher kopieren durften, haben Paläontologen am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte herausgefunden. Im Zahnstein einer Nonne, die vor rund 900 Jahren in einem Kloster auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen begraben wurde, entdeckten sie Spuren von Lapislazuli. Aller Wahrscheinlichkeit nach gelangte der kostbare blaue Farbstoff beim Verzieren von Büchern in den Mund der Frau, beim Anlecken des Pinsels. Und das bedeutet, dass Frauen womöglich doch einen höheren Status hatten, als man bisher vermuten konnte. Das Mittelalter war alles andere als ein dunkles, düsteres Zeitalter. Vieles hat sich innerhalb der 1000 Jahre entwickelt: Städte sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, Kathedralen in den Himmel gewachsen. Es gab große Fortschritte im Handwerk und in der Medizin. Und auch der Horizont der Menschen erweiterte sich: 1492 landete Kolumbus in der Neuen Welt, und Luthers Reformation rüttelte an der Vormachtstellung der katholischen Kirche. Die Menschen lenkten ihren Blick mehr und mehr auf das irdische Leben und stellten Überliefertes infrage. Damit war der erste Schritt auf dem Weg in die Moderne getan.
Gartenfreunde aufgepasst! Neben der Vorstellung verschiedener Pflanzenarten und besonders schöner Anlagen erhalten Zuschauer hilfreiche Tipps, um den eigenen grünen Daumen zu trainieren.
Inszenierter Einbruch oder vertuschter Mord? Sonja soll in die Wohnung von Lilly eingebrochen sein und ihr unter anderem ihren Anrufbeantworter gestohlen haben. Lilly vermutet, dass auf dem AB eine Nachricht sein könnte, die den mysteriösen Tod ihrer besten Freundin Astrid aufklären könnte. Oder macht Lilly Sonja aus Rache zum Sündenbock für einen Einbruch, den sie in Wahrheit selber inszeniert hat, weil sie Geld von der Versicherung wollte?