Zwischen sagenumwobenen Burgruinen, üppigen Klöstern und renovierten Höhenburgen - von der Wachau ins Mostviertel wurde alten Gemäuern immer wieder neues Leben eingehaucht.
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Hier treffen dunkle Sagen von Raubrittern auf tausendjährige Frömmigkeit und besinnliche Renaissancemusik auf rauschhafte Mittelalterfeste - die Burgen und Schlösser im westlichen Niederösterreich bezeugen die Vielfalt unserer heutigen Faszination für das Mittelalter.
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Stift Göttweig in Furth bei Krems blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück und ist bis heute ein wichtiges geistliches Zentrum. Als Teil der "Kulturlandschaft Wachau" ist das Stift am Rand des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. Der Film bietet Einblicke in die historischen Prunkräume und das Leben in der Klostergemeinschaft der Benediktinermönche.
Danach taucht der Film in die Wachau ein, wo unweit von Krems die Burgruine Dürnstein über der Donau thront. Erbaut wurde sie von den Kuenringern im 12. Jahrhundert. Bekanntheit erlangte Dürnstein, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Zerstört wurde die Burg in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, als die Schweden die Toranlage der Burg in die Luft sprengten. Heute ist das Gelände das Betätigungsfeld des gelernten Rechtsanwalts Gottfried Thiery, der den steilen Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat.
Auch die Burgruine Aggstein nur wenige Kilometer flussaufwärts war einst im Besitz der Kuenringer. Um die auf zwei Felsen errichtete Burg ranken sich dunkle Sagen. Mittels einer eisernen Kette, die über die Donau gespannt wurde, soll Hadmar III. von Kuenring Handelsschiffe gekapert haben. Dem späteren Burgherren Jörg Scheck von Wald wird nachgesagt, Gefangene besonders grausam hingerichtet zu haben. Ausgesetzt auf einer Steinplatte, die wie ein Balkon aus der Burg ragte, mussten sie selbst zwischen Verhungern oder dem Sprung in den Tod abwägen. Die Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und klärt über die wahren Hintergründe diesen schaurigen Geschichten auf.
Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1000 Jahren, als sich Sieghard Graf von Schala eine Wohnburg mit Wehrcharakter errichten ließ. Unter Hans Wilhelm von Losenstein erfolgte der Ausbau zu einem Renaissanceschloss. Heute ist das Schloss im öffentlichen Besitz und ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntes Ausstellungszentrum. Der Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz zeigt die historischen Gemäuer und den einzigartigen Arkadenhof, den 1600 majestätische Terrakotten-Figuren zieren.
Weiter südlich im Mostviertel hat sich der Unternehmer Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die damals weitgehend verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. In der Mittelaltercommunity ist die Burg äußerst beliebt.
1975 hat der damals 22-jährige Wirtschaftsmathematiker Stefan Zapotocky die völlig verfallene Weissenburg im Pielachtal aus dem 13. Jahrhundert gemeinsam mit seiner Schwester erworben. In jahrzehntelanger Arbeit hat die Familie die bis zu 4 Meter tief verschüttete Burgruine freigelegt und in großen Teilen wiederaufgebaut. Heute dreht sich auf der Burg alles um Musik.
Eine Dokumentation von Valentin Badura
Der Mensch ist ein Ökosystem. Er lebt in Symbiose mit Bakterien, Viren und Pilzen. Diese Mikroorganismen halten die Welt am Leben. Wie aber beeinflussen sie uns Menschen?
Yves Bossart spricht über die Macht der Mikroben mit der Ärztin Giulia Enders und der Philosophin Anne-Sophie Moreau.
Die Hälfte unserer Zellen am Körper sind keine menschlichen Zellen, sondern die Zellen von kleinsten Mikroorganismen, vor allem von Bakterien. Sie sind auf unserer Haut, auf der Zunge, und natürlich im Darm, unserem "zweiten Gehirn", wie Forschende herausgefunden haben. Bakterien beeinflussen sogar unser Unbewusstes, sollen für Depressionen und Ängste mitverantwortlich sein. Es sind Bakterien, Viren und Pilze, die alle dafür sorgen, dass der Kreislauf des Lebens überhaupt funktioniert - ein Kreislauf, in dem Kooperation, nicht Konkurrenz, das Grundprinzip ist.
Wie verändert das Wissen über die Macht der Mikroben unser Bild vom Menschen? Wie frei sind Menschen überhaupt in ihren Entscheidungen angesichts dieser Abhängigkeiten? Und was steckt hinter dem aktuellen Trend, eigenes Sauerteigbrot zu machen und Gemüse zu fermentieren?
Ein Gespräch unter der Leitung von Yves Bossart mit Giulia Enders, Ärztin und Bestsellerautorin ("Darm mit Charme", "Organisch") und mit Anne-Sophie Moreau, Philosophin und Autorin ("Fermentations").
Die Lebensräume auf der Erde könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf den ersten Blick scheinen sie wie verschiedene Welten. Doch es gibt Verbindungen: Keine existiert ohne die anderen. Dirk Steffens zeigt überraschende Abhängigkeiten zwischen extremen Welten und entdeckt, dass ein unscheinbarer Organismus auf seiner Reise um den Globus Einfluss auf das Schicksal des ganzen Planeten nimmt. Ohne ihn sähe unsere Welt völlig anders aus. Die Erde ist geprägt durch Regionen mit extrem unterschiedlichen Bedingungen: staubtrockene Wüsten, eisige Polarregionen, tropische Regenwälder. Auf den ersten Blick besteht zwischen ihnen keine Verbindung. Doch allmählich enthüllt die Wissenschaft, wie alles mit allem verbunden ist: Unser Planet funktioniert wie ein Super-Organismus. Veränderungen an einer Stelle haben Folgen für ein ganzes Netzwerk, das den Globus umspannt. Im ersten Teil der Faszination Erde Herbststaffel zeigt Dirk Steffens, was man von den Abhängigkeiten weiß und stößt dabei auf manche Überraschung. Die Entdeckungsreise beginnt in der Arktis. In den Gletschern auf Spitzbergen steckt jede Menge Dreck. Und der löst einen wahren Boom aus: Kleinstlebewesen, wie Kieselalgen, vermehren sich im Polarmeer unglaublich schnell und dienen vielen Tieren als Nahrung. Die Bedeutung der Kieselalge wurde lange unterschätzt. Dabei stehen Kieselalgen nicht nur als Bestandteil des Planktons am Beginn der Nahrungskette, sie zählen darüber hinaus zu den wichtigsten Sauerstoffproduzenten, sie sind für einen erheblichen Anteil des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich. Seit Jahrmillionen sammeln sich die Bestandteile der Kieselalgen-Skelette in Form von sogenanntem "Marinen Schnee" in Massen auf dem Meeresgrund. Tektonische Veränderungen bringen diese Überreste schließlich an die Oberfläche. Gewaltigen Umwälzungen ist es zu verdanken, dass mineralische Bestandteile der Kieselalgen sich heute im Sand der Sahara finden, der dadurch reich an Nährstoffen ist. Doch ohne Wasser kann der Dünger keine Wirkung entfalten. Das Leben in extrem trockenen Wüstenregionen ist für seine Bewohner ein ständiger Kampf. Mit den harschen Bedingungen kommt eine Pflanze in der Namib-Wüste, der ältesten Wüste der Welt, besonders gut zurecht. Die Welwitschie ist eine wahre Wunderpflanze. Dirk Steffens entdeckt, welch verblüffende Technik die Pflanze zum Überleben entwickelt hat, und wie sie bis zu 1500 Jahre alt werden kann. Wüstenelefanten sind ebenfalls wahre Überlebenskünstler in einer kargen, fast wasserlosen Öde. Die Dickhäuter haben die Fähigkeit entwickelt, mit ihren Füßen Wasser selbst noch in fünf bis zehn Metern Tiefe im Untergrund aufzuspüren. In diesem schier endlosen Sand-Meer der Namib gerät Dirk Steffens in einen Sandsturm. Dabei erfährt er am eigenen Leib, wie gewaltig die Kräfte in der Atmosphäre sein können. Stürme können den feinen Sand in hohe atmosphärische Schichten und bis in den Dschungel Südamerikas verfrachten. Dort ist er - mit seiner mineralischen Fracht - das Lebenselixier üppiger tropischer Wälder. Wer den Wegen der Kieselalge folgt, erfährt, wie eisige Welten, staubtrockene Wüsten und regenreiche Wälder durch ein unsichtbares Netzwerk verbunden sind, und wie die eine Welt ihr Gesicht dem Einfluss der anderen verdankt.
Schweden ist der drittgrößte Papier-Exporteur weltweit. Der Grundstoff des alltäglichen Materials wird von Hector Rail durch das skandinavische Land transportiert: fast 3.000 Tonnen Holz pro Tag je Zug. Doch die mehrstündigen Touren erstrecken sich über hunderte Kilometer und folgen einem straffen Zeitplan - eine logistische Herausforderung. Welche technischen Besonderheiten bieten die Holztransporter? Was erwartet sie während ihrer Reise auf dem 14.000 Kilometer langen Streckennetz?
Mitte der 60er - zuerst kam die Queen und im Sommer 1966 reisten sogar die Beatles nach NRW - zu ihrem legendären Konzert in Essen. Das Leben im Westen nahm Fahrt auf. Die Röcke wurden kürzer, die Haare länger und die Bilder farbig - nicht nur im Fernsehen, sondern auch zu Hause auf der Super-8-Leinwand. Beschleunigung war angesagt. Die Städte wurden Auto fit gemacht. Brücken, Autobahnen und Einkaufsmeilen gebaut, die NRW bis heute prägen. Ein Aufklärungsfilm sorgte für Aufregung und rappelvolle Kinos.
Das Haus "Tugendhat" im tschechischen Brünn wurde Ende der 1920er Jahre von Ludwig Mies van der Rohe im Auftrag von Grete und Fritz Tugendhat gebaut. Das jüdische Fabrikantenehepaar konnte mit seinen Kindern nur bis 1938 dort wohnen. Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei wurde die Villa von den Nazis konfisziert. Nach 1945 nutzte die Roten Armee das Wohnhaus als Pferdestall. Die kommunistische Tschechoslowakei funktionierte die Villa zu einer Anstalt für Heilgymnastik um. In den 1980er Jahren wurde die kapitalistische Villa renoviert und gilt seitdem als Denkmal und Mahnmal.
In unzugänglichen Alpentälern hatten die Menschen über Jahrhunderte hinweg keine andere Möglichkeit, als auf die Heilkraft der Natur zu vertrauen. Das Kräuterwissen war tief im Alltag der Bergbewohner verwurzelt - bis es im 20.Jahrhundert von der modernen Schulmedizin verdrängt wurde. Heute erleben die Kräuter der Alpen eine Renaissance. Die Naturschätze aus der eigenen Region rücken wieder ins Bewusstsein. Das Potenzial der Alpenkräuter ist noch lange nicht ausgeschöpft.
In den Berchtesgadener Alpen zeigt der Film wie Wurzengraber Hubsi Ilsanker einen Knochenjob ausübt, fast wie vor 400 Jahren. Für die älteste Enzianbrennerei Deutschlands gräbt Hubsi im Berchtesgadener Nationalpark nach den geschützten Enzianwurzeln - genehmigt durch ein historisches Sonderrecht. Denn der Gelbe Enzian ist eines der bittersten Heilkräuter der Welt, gut für Schnaps und zur allgemeinen Stärkung.
In Graubünden, in der Schweiz, begegnet der Zuschauer der Drogistin Astrid Thurner, die als Pionierin ein ganzes Edelweißfeld anbaut, um die anti-oxidativen Wirkstoffe dieser hochalpinen Pflanze für ihre eigene Kosmetiklinie zu nutzen. Im Centrum für Biomedizin in Innsbruck erfahren wir von einem Sensationsfund der Forscher. Sie haben eine neue Edelweiß-Substanz entdeckt: Leoligin, ein Stoff, der die Behandlung von Gefäßkrankheiten revolutionieren könnte.
Die Naturheilpraktikerin Astrid Süßmuth weiht uns in die "Outdoor-Apotheke" der Ötztaler Alpen ein. Dabei erfährt der Zuschauer auch etwas über das giftigste Kraut Europas, den Blauen Eisenhut - auch das Arsen des Mittelalters genannt. Im Benediktinerstift Admont taucht der Film in die größte Klosterbibliothek der Welt ein und in Heiligenblut am Großglockner beobachten wir, wie die Trachtenfrauen die "Kräuterweihe" feiern, einen lang vergessenen Brauch aus vorchristlichen Zeiten.
In den Dolomiten in Südtirol bringt Gourmetkoch Franz Mulser den Geschmack der Alm auf die Teller. Das Heu der Seiser Alm, das beim Koch in der Suppe landet, wird in Völs am Schlern für ein Heubad aufbereitet, in dem sich die Kräuteressenzen entfalten. Die Kamera begleitet diese Wellnessanwendung, die gegen jegliche Zipperlein, bei Gelenk- und Rückenschmerzen helfen soll.
Im Tauferer Ahrntal erlebt der Zuschauer die Kräuterleidenschaft von Anneres Ebenkofler, die von den Einheimischen geheime Rezepte und Heilmethoden sammelt. Ihr Hotel führt sie nach dem Prinzip der "Alpenländischen Lehre", ihr Lieblingskraut spielt dabei eine wichtige Rolle: Das Johanniskraut, "eine tolle Lichtpflanze, da begegnet einem die Sonnengöttin persönlich".
In ihrem Film besucht Bärbel Jacks Menschen, die sich dafür einsetzen, dass das alte Kräuterwissen nicht verlorengeht und eine moderne Anwendung in unserer heutigen Zeit findet. Der Zuschauer erlebt die Kräuter in eindrücklichen Makrobildwelten. Aufnahmen aus der Luft führen uns in vier Länder der Alpenregion: nach Deutschland , Österreich, Italien und in die Schweiz.
Vom schnöseligen Städter zum hemdsärmeligen Landwirt? In immer mehr Großstädten weltweit erobern sich Hobbylandwirte den öffentlichen Raum zum Anbau von Gemüse mitten in der Betonwüste. Längst hat das grüne Fieber auch Wien erreicht. "ATV - Die Reportage" zeigt die Vielfalt der Projekte vom reinen Gemüseanbau bis zur Tierhaltung und von legalen Initiativen bis zum Guerilla Farming.
Alt wird Neu - Neues Leben für historische Gebäude
Museen
1. Folge
45'
Der erste Teil der Reihe zeigt vor allem Beispiele dafür, wie Alt und Neu bei Museumsbauten aufeinandertreffen. Anbauten, Erweiterungen, Interventionen: Die vorgestellten Projekte bemühen sich erst gar nicht um eine unauffällige Fortschreibung des Bestands, sondern setzen selbstbewusste Kontrapunkte in der Formensprache ihrer Zeit. Dennoch entwickelt sich diese Formensprache immer aus dem Vorhandenen heraus, steht in Bezug zur Altsubstanz und zollt ihr Respekt. So nutzt etwa Renzo Piano mit seiner radikal anmutenden Intervention letzlich nur eine Lücke zwischen zwei Häusern und erhält die wertvolle, von Rodin gestaltete, historische Straßenfassade komplett. Bei der Sanierung und Erweiterung der Moritzburg wurde sämtliche noch erhaltene Bausubstanz gerettet. Das neue Museum entstand innerhalb der alten Mauern. Nur das Dach, ein Eingangsbereich und ein Erschließungsturm wurden ergänzt. So gelang es, das Alte zu erhalten und mit Neuem aufzuwerten.
Der Außenseiter und als Exhibitionist bekannte Heiner wird beschuldigt, Janine vergewaltigt zu haben. Der Fall scheint klar zu sein, denn Janines Freund Thomas berichtet, dass er die Tat über das Handy mitgehört hat und es ist aktenkundig, dass Heiner Janine schon einmal in einem Waldpark aufgelauert hat, um sich ihr nackt zu zeigen. Heiner beteuert seine Unschuld und auch sein Anwalt ist überzeugt davon, dass Janines Ex-Freund Manuel hinter der Tat steckt.
Jeff Zausch und Laura Zerra lassen sich nicht so leicht unterkriegen. In Madagaskar und am Amazonas haben die Abenteurer gezeigt, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Aber auf den Philippinen erwartet die Outdoor-Profis eine noch viel härtere Prüfung. Dort versucht das Duo, 60 Tage lang in der Wildnis zu überleben - so lange musste in der Serie noch niemand durchhalten. Im Dschungel droht Gefahr durch Giftschlangen und danach wird die Challenge mit zwölf weiteren Kandidaten an der Küste fortgesetzt. Kann sich die Gruppe beim Survival-Marathon auf eine gemeinsame Strategie einigen?
Zinnknöpfe, Holztascherl und liebevoll gefertigte Details fürs Dirndl - Christina Ömmer besucht eine Zinnwerkstatt und einen Holzhandwerker in Oberösterreich, die mit viel Liebe einzigartige Accessoires fertigen.
Mit Gottfried Schrabacher, Johann Waldenberger, Brigitte Hummer, Helene Spitzbart
Zwischen Anden und Pazifik - Unterwegs im Norden Chiles
2023
43'
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
Die Hauptstadt der DDR am späten Abend. Wie war das Leben in Ostberlin, wenn es dunkel wurde? Jeder Stadtbezirk ist eine Welt für sich. In Mitte und Prenzlauer Berg gibt es viel Amüsement, in Spindlersfeld und Pankow wird im Drei-Schicht-System gearbeitet. Erinnerungen und einmalige Aufnahmen aus Ostberlin.
Mit dem Zug lassen sich die unterschiedlichen Facetten Thailands kennenlernen: Am Golf entlang zur pulsierenden Hauptstadt Bangkok, durch Lop Buri in der Zentralregion, bis ins Hochland zur historischen Stadt Chiang Mai. Pro Jahr reisen mehr als 50 Millionen Menschen mit der Südbahn durch Thailand, mit über tausend Kilometern ist sie die längste Strecke des Landes. Doch das Regeln des Zugverkehrs ist eine logistische Herausforderung, denn das Streckennetz ist teilweise nur eingleisig befahrbar.
Unsere Erde wandelt stetig ihr Gesicht. Damit stellt sie das Leben vor besondere Herausforderungen. Dirk Steffens zeigt, mit welch erstaunlichen Strategien Tiere auf den Wandel reagieren. Das Leben hat besondere Fähigkeiten entwickelt, diesen Veränderungen zu begegnen: Mobilität. Damit konnten Tiere den gesamten Planeten erobern. Und nicht nur das - das Leben auf der Erde bildet ein komplexes Netzwerk, nichts bleibt darin ohne Wirkung. Die größte Tierwanderung der Welt: Alljährlich begeben sich in Ostafrikas Serengeti mehr als 1,5 Millionen Gnus auf eine unglaubliche Reise. Sie entfliehen der Trockenheit, die regelmäßig im Lauf der Jahreszeiten die Serengeti heimsucht. Doch wenn ein Landstrich ausdörrt, regnet es in einem anderen. Die Gnus haben sich diesem Wandel angepasst. Mit den Wanderungen gelingt es ihnen, dem Hungertod zu entgehen. Doch die Route ist gefährlich, der reißende Mara-Fluss ist voller hungriger Krokodile. Jenseits des Flusses wartet auf die Wanderer das Paradies - bis auch hier die Trockenheit die Gnus zum Weiterziehen zwingt. Dirk Steffens zeigt, dass die Tiermigration auch selbst ihren Teil zum Gedeihen der Graslandschaften beiträgt. Die Gnus und Zebras hinterlassen in der Serengeti mehr als 400 Tonnen Dung am Tag. Dadurch entsteht ein wunderbarer Nährstoffkreislauf, von dem alle Savannenbewohner profitieren: Insekten, Elefanten, Raub- und Weidetiere. Netzwerke des Lebens, angetrieben durch Tierwanderungen über Tausende von Kilometern, gibt es auch in den Meeren: Wale ziehen mit den Strömungen, den Autobahnen der Ozeane. Sie pendeln so zwischen warmen Gewässern, in denen sie ihre Jungen aufziehen, und den Polarmeeren. In der Arktis findet Dirk Steffens den Grund für ihre Reise in die eisigen Gebiete: Krill. Nirgendwo auf der Welt ist er so zahlreich und fett wie hier. Fünf Monate lang frisst beispielsweise der Buckelwal in den nährstoffreichen Jagdgründen bis zu 1,5 Tonnen Krill täglich. Das kann für ein ganzes Jahr reichen. Und gleichzeitig tragen die Wale zum Futterreichtum der Meere bei: Ihre Ausscheidungen sind Dünger für die Unterwasserwelt. Die Rentiere Kanadas gehören zu den "Marathonläufern" im Tierreich - immer auf den Spuren der besten Überlebensbedingungen. Auf der norwegischen Insel Spitzbergen leben Verwandte der kanadischen Rentiere, allerdings sehen sie völlig anders aus: Sie sind erheblich kleiner und werden nur halb so alt wie ihre ziehenden Artgenossen. Vor langer Zeit haben erdgeschichtliche Veränderungen eine Gruppe auf der Insel isoliert, die Brücke zum ursprünglichen, weiten Lebensraum wurde abgeschnitten. Die Gruppe musste sich allmählich an die Bedingungen in der Isolation anpassen, das beschränkte Nahrungsangebot führte im Lauf der Evolution zur sogenannten Inselverzwergung. Veränderungen, die dem Leben Zeit für Anpassungen lassen, führen zu erstaunlichen Entwicklungen. Doch der Mensch hat mancherorts Lebensräume in kurzer Zeit derart umgestaltet, dass Tieren keine Zeit blieb, Anpassungen zu entwickeln. Forschende sind dabei, Fehler der Vergangenheit zu erkennen und Tieren wieder den Raum zurückzugeben, den sie für ihre Mobilität brauchen. Dirk Steffens geht der Frage nach, wie wir die Zukunft der Arten sichern können. Je besser wir das Zusammenspiel der Natur und ihrer Bewohner verstehen, je mehr wir darüber wissen, wie viel Lebensraum zum Überleben notwendig ist, desto besser können wir unsere Mitbewohner schützen.
Ende der 60er Jahre liegt Veränderung in der Luft: Junge begehren gegen Alte auf, Frauen drängen auf mehr Gleichberechtigung, die Jugend will raus aus den angepassten Strukturen. Es knirscht an allen Ecken und Enden. 1969 wird Willy Brandt zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler gewählt. Er steht für eine vor allem von den Jüngeren geforderte neue Politik.
Alt wird Neu - Neues Leben für historische Gebäude
Industriebauten
2. Folge
40'
Die zweite Folge der Sendereihe stellt aufregende Umnutzungen vor, bei denen die Architekten Mut und Kreativität bewiesen haben: Ein kreisrundes UFO landet mitten in einem historischen Industriegelände (Niemeyer Sphere, Leipzig, Oscar Niemeyer). Ein giftgrünes Gebilde aus Glas schlängelt sich an einem entkernten Lagerhaus entlang (Cité de la Mode et du Design, Paris, Jakob + MacFarlane). Quietschgelbe Kunstplastiken ergänzen ein denkmalgeschütztes Wohnrondell aus dem frühen 20. Jahrhundert (Zebra Straat, Gent), eine Bauernhausruine tief im Bayerischen Wald wird zur modernen Wohnskulptur (Haus am Schedlberg, Arnbruck, Architekt: Peter Haimerl), einer riesigen Lagerhalle wird neues Leben eingehaucht (Werkspoor-Fabriek, Utrecht, Zecc Architecten), eine Barockkirche erhält einen modernen Zwilling und wird zum Performance-Center (Les Brigittines, Brüssel, Architekt: Andrea Bruno) und eine kleine Nachbarschaftskirche erlebt die Metamorphose zum zeitgemäßen Privatdomizil (Jakobuskerk, Utrecht, Zecc Architecten). Das Aufregende daran: sämtliche Projekte finden komplett unterschiedliche, innovative und originelle Lösungen für fast identische Aufgaben: Nämlich aus nicht mehr gebrauchten und weitgehend maroden Objekten attraktive Landmarken mit neuer Funktion zu machen.
Im Winter ist auf dem Campingplatz Mayrhofen im Zillertal Hochbetrieb. Rund 1000 Hartgesottene trotzen jede Saison eisigen Minustemperaturen. Und es werden jedes Jahr mehr. Sie kommen vor allem aus Deutschland und Holland, um ihren Skiurlaub in den Bergen zu verbringen. Für Betreiber Hermann Kröll und seinen Platzwart Andy Krupka bedeutet Wintercamping auf dem 22.000 Quadratmeter-Areal vor allem eins: Stress.
In Schladming werden Lodenstoffe hergestellt und verarbeitet: Jörg Steiner produziert in fünfter Generation die Stoffe in seiner Lodenwalke. Nicht weit entfernt, produziert Gervin Stocker im Ennstal in seiner Knopfmanufaktur edle Hirschhornknöpfe. Knopf und Loden in Handarbeit gefertigt ist eine seit Jahrhunderten erhaltene Handwerks-Tradition in Österreich.
Das Skigebiet Carezza/Karersee in Südtirol liegt 20 Autominuten von Bozen entfernt. Von König Laurins Lounge, einer Skihütte in 2337 Meter Seehöhe hat Harry Prünster einen wunderbaren Blick auf den sagenumwobenen Rosengarten, einen markanten Gebirgszug der Südtiroler Dolomiten. Die Sagen der Region begleiten Harry bei seiner Skitour weiter zur Moseralm. Man erreicht die Alm, die auf eine interessante Geschichte verweisen kann, auf Ski ebenso, wie über das ausgedehnte Loipennetz und mit dem Auto. Auf der Piste, aber doch schon fast beim Auto, findet man den Hennenstall, eine ehemalige Apres Skibar, die für ihre Grillspezialitäten bekannt ist.
Während ihr Sohn Mark unter seinem hochgebockten Auto schraubte, soll Tanja das Fahrzeug vom Wagenheber geschoben haben - es krachte herunter. War das die Rache für Marks monatelangen Psychoterror, weil er nicht akzeptieren wollte, dass seine Mutter mit einem 21-Jährigen zusammen war?
Bei ihrer ersten Survival-Challenge hat sich Ashley nicht mit Ruhm bekleckert. Im Gegenteil, die eine oder andere Begebenheit ist ihr bis heute peinlich. Deshalb will sie sich selbst und den Zuschauern beweisen, dass sie es besser kann. Die 35-Jährige und ihr Partner Andi bekommen es im karibischen Inselstaat Tobago mit blutsaugenden Mücken und Armeen von Ameisen zu tun. Auf dem Boden zu schlafen, ist im Dschungel keine gute Idee. Deshalb bauen die Outdoor-Cracks eine Plattform aus Bambus mit einem Dach aus Bananenblättern, das sie vor dem Regen schützt.
Einmal im Leben durch Wuppertal schweben! Die Wuppertaler Schwebebahn feiert ihren 125. Geburtstag - ein "einzigartiges" Verkehrsmittel in einer besonderen Stadt. Wir begeben uns mit ihr auf eine Zeitreise und schweben ihre 13 Kilometer lange Strecke durchs Tal der Wupper. Dabei entdecken wir Menschen mit ungewöhnlichen Ideen und faszinierenden Geschichten:
Zum Beispiel die der Familie von Baum, deren weitverzweigte Familiengeschichte eng mit der einst blühenden Wuppertaler Textilindustrie verbunden ist. Daniel von Baum nimmt uns mit in das prächtige Haus seiner Vorfahren in einem beeindruckenden Gründerzeitviertel Wuppertals, dem Briller Viertel.
Mit dem bedeutenden englischen Bildhauer Tony Cragg wandern wir durch den Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden. Hier können wir Kunst und Natur im Dialog erleben und lassen uns von Tony Cragg erzählen, warum es ihn ausgerechnet nach Wuppertal zog.
Mit dem Verein "Aufbruch am Arrenberg" und Marius Freitag erleben wir, wie aus Eigeninitiative und frischen Ideen ein lebendiges Miteinander in einem ehemals "abgehängten" Viertel wird.
Die Schwebebahn führt uns auch zur Bayer AG, 1863 in Wuppertal gegründet, und einem versteckten "Schlösschen", das Friedrich Bayer seiner Familie als Wohnhaus errichtet hatte.
12 Meter hoch schwebt die Bahn über der Wupper und mitten im Fluss entdecken wir den Wupperpaten Elmar Weber. Er angelt Bachforellen in einem Fluss, der wegen der Einleitungen der Textilindustrie einst als dreckigster Fluss Deutschlands galt. Heute ist die Wupper wieder klar.
Ernst Andreas Ziegler wollte die Welt - zumindest in Wuppertal - besser machen und schaffte mit der Junior-Uni einen Raum für Kinder und Jugendliche zum Ausprobieren, zum kreativen Denken - ohne Druck, ohne Noten.
Und auch Markus und Thomas Riedel, zwei bekannte Unternehmerbrüder, haben eine Vision in Wuppertal verwirklicht: In einem Weltkriegsbunker direkt am Hauptbahnhof bauten sie das Open Ground, einen international gefeierten Club mit einzigartigem Sound.
Mit der Schwebebahn entdecken wir, dass ganz Wuppertal eine Freiluftgalerie für seine Bewohner ist. Ein Urbaner Kunstraum, initiiert und entwickelt von Valentina Monjlov. Überall in der Stadt können wir zwischen Wandgemälden namhafter Künstlerinnen und Künstler umherwandern. "It's Pina" heißt ein Gemälde von Guido Palmadessa, eine Hommage an die berühmte Wuppertaler Choreografin Pina Bausch.
Zwischen Vergangenheit und Aufbruch, Industriegeschichte und Kreativität entfaltet sich auf unserer Reise durch Wuppertal das lebendige Porträt einer wunderbaren Stadt - im Rhythmus ihrer Schwebebahn.
Die E-Lok der Marke Vectron gibt es rein elektrisch und als Hybrid-Modell. Sie hat die Zugkraft von 23 Lastwagen. Gefertigt werden die bis zu 4,5 Millionen Euro teuren Züge in München. Bis 2023 will die DB Cargo 400 elektrische Loks im europäischen Cargo-Schienenverkehr einsetzen und so pro Jahr bis zu acht Millionen Liter Diesel einsparen. Der Vorteil: die Lok ist besonders umweltverträglich sowie modular aufbau- und umrüstbar, wodurch sie nahtlos auf allen Schienennetzen Europas fahren kann.
Am jüngsten Gletscher Österreichs in 2750 Meter ist Harry Prünster zu Gast: Am Kaunertaler Gletscher besucht er drei Hütten und die engagierten Wirte und Wirtinnen: Eugen Larcher serviert im Gletscherrestaurant Weissee köstliche Mehlspeisen und erzählt Harry von den Besonderheiten der Region mit ihren hochgelegenen Almen und dem Skibetrieb bis in den Juni hinein. Christian Hanny führt seit einem Jahr die Ochsenalm und mitttlerweile kann sich der ehemalige Küchenchef des Krankenhauses Zams und ehrenamtliche Rettungssanitäter keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen.
Die älteste Alpenvereinshütte Österreichs ist das Gepatschhaus, das 1873 erbaut wurde. Die junge, leidenschaftliche Köchin Luzia Ragg serviert am liebsten bodenständige Speisen wie Schweinsbraten, Tiroler Gröstl und Kaiserschmarrn. Schwester Dominika macht das Service und Bruder Mathias ist als Bergführer unterwegs.
Ursprünglich, urig und echt bayerisch - so präsentiert sich der Chiemgau. Am unbestrittenen Mittelpunkt der Region, dem Chiemsee, startet Richard Deutinger seine Entdeckungsreise durch den Chiemgau.
Die Erde war und ist schon immer ein wilder Ort. Das Leben muss seit jeher mit den wechselnden Bedingungen zurechtkommen. Doch die Herausforderungen sind heute größer als je zuvor. Dirk Steffens stellt sich eine der drängendsten Frage unserer Zeit: Wie wird der Mensch die wachsende Dynamik des Planeten meistern? Bisher hat das Leben immer einen Weg gefunden, vor großen Veränderungen, sogar Katastrophen in der Vergangenheit zu bestehen. Unsere Erde, so ruhig sie auch von außen erscheinen mag, ist ein wilder Ort. Angetrieben von inneren und äußeren Kräften, ist sie dynamisch und ständig in Bewegung. Die Gewalten aus der Tiefe brechen sich in Form von Naturkatastrophen immer wieder Bahn. Landschaften haben sich über Jahrmillionen geformt, Stoff - und Energiekreisläufe entwickelt. Ihr heutiges Gesicht und ihre Bewohner sind das Produkt ihrer wilden Natur. In dieser Folge geht Dirk Steffens der Frage nach, mit welchen Strategien das Leben gelernt hat, auf die seit Anbeginn natürlichen dynamischen Herausforderungen unseres Planeten zu reagieren. Der Blick ins Tierreich zeigt, dass eine besondere Strategie immer erfolgreich war: Dem Leben gelingt es, sich selbst stabile Verhältnisse und Lebensräume zu schaffen, und die wilden, sich stetig wandelnden Bedingungen des Organismus Erde zu überwinden. Pflanzen haben verblüffende Techniken entwickelt, um sich an extreme Bedingungen anzupassen. Dirk Steffens entdeckt, wie es ein Wüstengewächs wie die Nara schafft, nicht nur an einem der trockensten Orte der Welt zu überleben, sondern auch noch saftige Melonen zu produzieren. Waldelefanten als "Architekten des Dschungels" haben die Fähigkeit entwickelt, ihren undurchdringlichen Lebensraum ständig zu bearbeiten. In Gruppen durchpflügen sie regelrecht ihren Lebensraum und machen das Dickicht nicht nur für sich selbst bewohnbar. Damit sichern die Dickhäuter dem Wald selbst das Überleben. Termiten sind grandiose Baumeister. Sie errichten mannshohe Wohntürme, die im Verhältnis für die Tiere so groß sind wie die Zugspitze für einen Menschen. Dirk Steffens erforscht, wie sich die Verwandten der Schaben mit ihren Städten aus Erde, Speichel und Kot von den widrigen Bedingungen ihrer Umgebung weitgehend unabhängig gemacht haben. Neben der biologischen Anpassung wurde schließlich die Fähigkeit, Erfahrungen von Generation zu Generation weiterzugeben, zu einer Erfolgsstrategie. Dirk Steffens beobachtet, zu welchen Fertigkeiten es unsere nahen Verwandten, die Schimpansen, gebracht haben. Die Strategie, sich weitgehend von den natürlichen Kreisläufen unseres Planeten zu entkoppeln, hat der moderne Mensch zur Perfektion getrieben. Er hat es als einziges Tier geschafft, alle Lebensräume zu zähmen, sich alle Welten der Erde eigen zu machen, auch die kältesten und heißesten Regionen zu besiedeln. Er verändert und gestaltet sie; Städte und Zivilisation sind Resultate der Anstrengungen, den wilden Planeten zu bändigen. Doch das hat nun Konsequenzen für den Organismus Erde: Der Energiehunger kann uns jetzt zum Verhängnis werden. Es droht ein Zustand von zunehmender Instabilität. Die Berichte aus der Klimaforschung sind unmissverständlich: Die Ergebnisse einer großen Arktis-Expedition, der "Polarstern"-Mission, sind alarmierend. Dirk Steffens begibt sich auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was wir der neuen Dimension des Wandels entgegenstellen können. Denn ganz hoffnungslos scheint es nicht: Als einzige Art auf der Welt sind wir in der Lage, unsere Zukunft selbst zu bestimmen. Wie wird der Mensch seine besonderen Fähigkeiten nutzen?
Putenpflege und Hightech in der Zuckerrüben-Saison
15'
Im Norden gibt es über 50.000 Bauernhöfe und mindestens genauso viele Geschichten. Die Reportagereihe "Hofgeschichten" im NDR Fernsehen begleitet ganz verschiedene Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg in ihrem spannenden Alltag.
Alt wird neu - Neues Leben für historische Gebäude
Sakralbauten
3. Folge
45'
Tanzen unter der Kanzel, Cocktails unterm Altar: In der dritten Folge der dreiteiligen Serie "Alt wird Neu" wird eine sakrale Kriegsruine gezeigt, die zusammen mit moderner Nachkriegsarchitektur ein spannungsreiches Ensemble bildet (Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, Architekten: F. Schwechten, Egon Eiermann). Ebenso eine Kirche, in der sich heute ein Restaurant befindet (GlückundSeligkeit, Bielefeld) und ein anglikanisches Gotteshaus im Greek Revival Stil, in das ein Food Market eingezogen ist (Mercato Metropolitano Mayfair, London, Architekt John P. Gandy). Ob Mahnmal, Design-Refugium oder Tempel der Gaumenfreuden: Die vorgestellten Projekte bringen neues Leben in nicht mehr genutzte Sakralbauten.
Auch diesmal ist Gunnar, der vierte Beet-Bruder, mit von der Partie. Henrik hat familiäre Verpflichtungen, denn seine große Tochter wird eingeschult. Da darf der Papa auf keinen Fall fehlen. Bis Henrik nachkommt, ist der Bagger bei Gunnar in guten Händen. Diesmal muss er Fingerspitzengefühl beim Setzen von Findlingen beweisen. Kurz vor Baustellen-Halbzeit kommt Henrik dazu und hofft darauf Mittagessen abzugreifen.
Dichte Regenwälder, zerklüftete Bergmassive und der größte Wüstensee der Erde. Der Norden Kenias überrascht mit einer spektakulär vielfältigen Landschaft und faszinierenden Kontrasten. Tief im Westen des Landes liegt der Wald Kakamega, Kenias letzter Regenwald. Er ist ein wichtiges Ökosystem für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, darunter 380 Baumarten, 330 Vogelarten und sieben Primatenarten. Es sind Ranger wie Abraham Imbai, die sich um den Erhalt dieser empfindlichen Umgebung kümmern. Was er über die Geheimnisse des Waldes weiß, hat er von seinem Vater gelernt und der wiederum von seinen Vorfahren. In der Provinzhauptstadt stellt ein Projekt spezielle Öfen her, die nur halb so viel Feuerholz verbrauchen wie die üblichen Feuerstellen. Dadurch helfen sie, die illegale Abholzung zu senken und den empfindlichen Regenwald zu schützen.
Der Turkanasee ist das größte Binnengewässer Kenias. Wasservögel und Nilkrokodile bevölkern das Ufer. Rundherum: eine Wüste aus Vulkangestein. Am Südostufer lebt eine der kleinsten Volksgruppen Kenias: die El Molo. Zwischen 300 und 1100 Angehörige hat die Gruppe heutzutage, genauer lässt sich die Zahl nicht schätzen. Raphael Lenapir ist der Dorfälteste hier. Als er ein junger Mann war, hat sein Stamm noch Nilpferde und Krokodile gejagt. Heute ist das verboten wegen des Artenschutzes.
25 Kilometer Luftlinie vom Seeufer entfernt erhebt sich Mount Kulal. Der erloschene Vulkan ist Biosphärenreservat und mit knapp 2300 Metern der höchste Berg am Turkanasee. Bergführer Shukri Lasapicho begleitet regelmäßig Touristen und Wissenschaftler*innen auf den Gipfel, ist aber auch Mitglied der Community Forest Associations, die sich für den Erhalt von Flora und Fauna auf Mount Kulal einsetzt.
Die Westseite des Turkanasees, der in der Kolonialzeit Rudolfsee genannt wurde, ist international als "Wiege der Menschheit" bekannt. Die ältesten menschlichen Fossilien der Welt wurden hier gefunden. In der Nähe der Stadt Lodwar befindet sich eine der berühmtesten Forschungseinrichtungen in diesem Bereich: das Turkana Basin Institute, gegründet von den Leakeys, einer britisch-kenianischen Familie aus berühmten Archäologen und Paläoanthropologen.
Weiter südlich des Turkanasees liegt das Samburu Nationalreservat, ein 165 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet. Inmitten des Namunyak Naturschutzgebiets haben Elefantenwaisen ein Zuhause gefunden: im Reteti Elephant Sanctuary. Die einzige Auffangstation in Afrika, die ausschließlich von der lokalen Community betrieben wird. Naomi Leshongoro ist eine der erfahrensten Pflegerinnen in der Auffangstation. Die zweifache Mutter hat durch ihre Arbeit hier das eine oder andere "Kind" dazubekommen.
Ganz in der Nähe des Ortes Archers Post haben sich junge Samburu-Frauen zusammengeschlossen, um als Dorfgemeinschaft ohne Männer ihren Alltag zu bestreiten. Rund 30 Frauen leben hier zusammen, alle sind sehr jung Mutter geworden, viele haben in der Ehe Gewalt erfahren. Die 23-jährige Lucy ist die Vorsteherin der Dorfgemeinschaft. Gemeinsam wollen sie ihre Zukunft und die ihrer Kinder aktiv gestalten.
"ATV - Die Reportage" hat sich unter die Camper geschmissen. Das Campen erlebt heutzutage wieder einen regelrechten Boom. Unangekündigt wurden die Dauercamper von Oberösterreich bis nach Kärnten besucht und über Tage begleitet. Was macht den Reiz des Campens aus und was liebt der Österreicher so sehr, dass er auf 40 Quadratmetern mehrere Monate ohne Dusche und eigenem WC leben möchte?
Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.