Die Weltpolitik im Nahen Osten hat mehr mit der Wiener Geschichte zu tun, als vielen bewusst ist - stammte doch die Vision eines eigenen jüdischen Staates aus der Feder des Wiener Publizisten Theodor Herzl. Sein Buch "Der Judenstaat", das vor hundertdreißig Jahren erschien, schuf die ideellen Voraussetzungen für die spätere Gründung Israels. Zwar blieben Herzls eigene diplomatische Aktivitäten, die ihn zum deutschen Kaiser und zum osmanischen Sultan führten, zu Lebzeiten ohne Erfolg, doch sein Werk wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust geschichtswirksam. Zum heurigen Jahrestag dieser Publikation erklärt Erbe Österreich in dieser Neuproduktion, welche Vision Herzl als Antwort auf den grassierenden Antisemitismus entworfen hat und was sie mit der heutigen politischen Realität verbindet. Dreharbeiten in Wien und in Israel zeigen neben der historischen Spurensuche das jüdische Leben von heute. R: Patrice Fuchs
Flaggschiff gegen Highspeed-Boot: Beide Teams tüfteln in dieser Folge an einzigartigen Wasserfahrzeugen, denn die "MV Solo" war in den 1990er-Jahren an spektakulären "Greenpeace"-Einsätzen beteiligt und die "Pibber", ein Patrouillenboot der US Navy, wurde durch den Filmklassiker "Apocalypse now" von Francis Ford Coppola bekannt. Beim Konstruktionswettstreit müssen die Teams zudem diverse technische Herausforderungen meistern - vom Hubschrauberlandeplatz über die Navigationsbeleuchtung bis zum leistungsstarken Jet-Antrieb.
Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Das lockt Menschen an, die vom schnellen Geld durch Drogenschmuggel träumen. Diese Träume füllen Kolumbiens Gefängnisse mit Ausländern. Drogenhandel ist das Hauptverbrechen, weswegen Ausländer in Kolumbien verurteilt werden. Josef aus Wien wollte das Land mit zwei Kilogramm Kokain verlassen und hat dafür fünfeinhalb Jahre Haft bekommen. Sein Zellenblock beherbergt nur ausländische Schmuggler. Europäer werden häufig, wenn auch nicht immer, von kolumbianischen Häftlingen getrennt - zu ihrem eigenen Schutz. Denn die Knäste Kolumbiens sind lebensgefährlich. Das südamerikanische Land verzeichnet jedes Jahr neue Rekordzahlen bei der Kokainproduktion. Um den Kampf gegen Drogen nicht zu verlieren, reagiert das Land mit immer mehr Verhaftungen und langen Haftstrafen. Dadurch sind die Gefängnisse zu 28 Prozent überbelegt. Rund 22.000 Strafgefangene zu viel für die Kapazitäten der Haftanstalten. Die Gefängnisse sind überfüllt von Insassen, die Teil des Drogenkartells sind und ihr Geschäft vom Knast aus weiterführen. Dabei kommt es oft zu tödlichen Reibereien zwischen Insassen rivalisierender Banden. Wenn JVA-Beamte gegen Erpressung, Drogenhandel und Korruption im Gefängnis vorgehen, werden sie damit selbst zum Ziel. In diesem Jahr gab es etwa 390 Drohungen gegen INPEC-Beamte, doch bei Drohungen bleibt es nicht. Kartelle engagieren Auftragsmörder, die gezielt Beamte ausschalten. Die Gewalt, insbesondere gegen Beamte, war in den letzten Jahren so hoch, dass Kolumbien mehrmals den Gefängnisnotstand ausrufen musste. Das Land droht im Kampf gegen Drogen die Kontrolle über seine Gefängnisse zu verlieren.
Ein Verkäufer möchte eine Abdeckung für einen thermonuklearen Sprengkopf verkaufen. Kann Rick die Verhandlungen entschärfen oder fliegt ihm alles um die Ohren? Später versucht Chumlee, etwas zu finden, in dem er besser ist als sein Boss Rick.
Ein berüchtigter US-Knast, in dem Bandenkriege tobten und Menschenversuche gemacht wurden, der aber auch als Kulisse für die Hollywood-Komödie "Blues Brothers" diente: Willkommen im verlassenen Gefängnis von Joliet. Und: ein weitläufiger Bunker in den Bergen von Bosnien und Herzegowina, in dem der ehemalige kommunistische Herrscher Jugoslawiens, Josip Broz Tito einen Nuklearkrieg überleben wollte. Plus: französische Kolonialkämpfe auf Taiwan und ein geflutetes Dorf in Portugal.
Ein einst prachtvolles Herrenhaus in Irland war der Schauplatz von Dramen, die selbst "Downton Abbey" in den Schatten stellen. Außerdem: Das verlassene Krankenhaus einer ehemaligen Bergwerksstadt auf Hokkaido gilt als Hotspot für Geister - und gruselaffine Teenager. In Georgien wird eine Festung aus der Römerzeit wiederentdeckt, der sogar Elefanten nichts anhaben konnten. Und vor der Küste Mosambiks verfällt ein ehemaliges Luxushotel, das Bob Dylan zu einem berühmten Song inspiriert haben soll.
Truckerin Rosi - Mit 76 ist noch lange nicht Schluss
30'
Wann immer es etwas Interessantes aus dem Norden der Republik zu berichten gibt, sind die Reporter der Sendung vor Ort. Sie stellen das jeweilige Thema umfassend vor und lassen Betroffene zu Wort kommen.
Was ist uns Genuss heute wert? Wann wird Essen zum Luxus - und wo beginnt eigentlich das Besondere? Die "ZDF.reportage: Essen - Hauptsache lecker" nimmt das Publikum mit in eine Welt zwischen Sterneküche, Edel-Kebab und Luxus-Cocktails - und trifft Menschen, für die Geschmack mehr ist als ein Produkt: nämlich Haltung, Handwerk und Hingabe. Im Zwei-Sterne-Restaurant Vendôme in Bensberg arbeitet der 34-jährige Küchenchef Dennis Kuckuck daran, jeden Abend absolute Perfektion auf den Teller zu bringen. Ein Menü kostet hier mehrere Hundert Euro pro Person - entsprechend hoch ist der Anspruch. Jeder Griff muss sitzen, jeder Teller wirkt wie ein Kunstwerk. "Der Druck ist hoch. Jeden Tag bist du in einem Champions-League-Endspiel. Du bist im Finale", sagt Kuckuck. Während in der Küche mit Pipette und Pinzette gearbeitet wird, bereitet sich Auszubildende Anna-Lena Klare auf einen Abend vor, an dem kein Fehler passieren darf. "Die Zufriedenheit der Gäste steht über allem. Das ist quasi die Aufgabe am Abend", sagt sie. Denn wer hier speist, erwartet nicht weniger als Spitzenleistung. Ein paar Hundert Kilometer weiter in München serviert Unternehmer Cihan Anadologlu einen der teuersten Kebabs Deutschlands: ein 35-Euro-Sandwich mit Wagyu-Rind aus Japan. Luxus als Fastfood - Marketing oder kulinarische Vision? Für Anadologlu ist es vor allem Respekt vor dem Produkt: "Das ist kein Stück Fleisch, das man liegen lässt und sich dann um andere Sachen kümmert. Es hat den Respekt verdient." Einige Gäste sparen für den besonderen Biss, andere teilen sich das Edel-Sandwich - und alle stellen sich dieselbe Frage: Schmeckt man den Unterschied? In Köln kreiert Volker Seibert in seiner vielfach ausgezeichneten Bar Cocktails, die zum Teil im dreistelligen Preisbereich liegen - serviert in Gold, Porzellan oder glitzernden Inszenierungen. Auch hier geht es um weit mehr als ein Getränk: um Präzision, Dramaturgie und die Suche nach dem perfekten Moment. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen, die für Qualität alles geben - und Gäste, die bereit sind, für Genuss tief in die Tasche zu greifen. Ein Film über Exklusivität, Leidenschaft und die Frage, warum wir uns manchmal etwas ganz Besonderes gönnen wollen. "Essen - Hauptsache lecker" ist Teil der dreiteiligen "ZDF.reportage"-Reihe "Essen XXL".
Ein einst prachtvolles Herrenhaus in Irland war der Schauplatz von Dramen, die selbst "Downton Abbey" in den Schatten stellen. Außerdem: Das verlassene Krankenhaus einer ehemaligen Bergwerksstadt auf Hokkaido gilt als Hotspot für Geister - und gruselaffine Teenager. In Georgien wird eine Festung aus der Römerzeit wiederentdeckt, der sogar Elefanten nichts anhaben konnten. Und vor der Küste Mosambiks verfällt ein ehemaliges Luxushotel, das Bob Dylan zu einem berühmten Song inspiriert haben soll.
Die Folge zeichnet eine Reise von Teneriffa entlang der nordafrikanischen Küste nach: Ein überraschender Blick auf die französischen Kolonien. Weiter geht es durch Zentral- und Südafrika über den Suezkanal und Palästina bis nach Istanbul.
Bürgerkriegsähnliche Zustände vor der eigenen Haustür, wo nur das Recht des Stärkeren zählt. Und das offenbar über Jahrzehnte. Heute machen ostdeutsche Schriftsteller darauf aufmerksam, wie es wirklich war - damals in den 90ern im Osten. Eine Horde Glatzen in Bomberjacken "Wenn man das Grauen in den Gesichtern derer sieht, die sich nicht an einen heran trauen, dann strömt Macht durch die Adern wie elektrischer Strom." So beschreibt der Journalist und Schriftsteller Daniel Schulz wie es sich anfühlt, wenn man mit einer Horde Glatzen in Bomberjacken eine Gaststätte betritt. "Die schauen alle plötzlich nach unten!" Daniel Schulz´ in diesem Jahr erschienenes Buch "Wir waren wie Brüder" ist das jüngste Buch in einer langen Reihe von Werken, in denen ostdeutsche Autor*innen sich ihrem ganz persönlichen Trauma der sogenannten Baseballschlägerjahre stellen. Bei Schulz ist es nicht nur die Angst, Opfer zu werden - sondern auch die Scham, bei den Tätern mitgelaufen zu sein, um ungeschoren davon zu kommen.
Das Bayerische Fernsehen präsentiert atemberaubende Landschaftsbilder und Naturaufnahmen aus Bayern und den angrenzenden Alpenländern. Zudem wird über die lokalen Wettermeldungen informiert.
Eine bemalte Zimmertür aus dem Elternhaus von Jim Morrison - Frontmann der legendären Band The Doors - taucht im Laden auf. Entflammt dieses außergewöhnliche Stück Ricks Interesse? Dann wirft Chumlee einen Blick auf ein Zelda-Brettspiel von 1988.
Großwerden in einer Umgebung, die von rechtsradikaler Gewalt geprägt ist. Bis in die Nullerjahre war das für viele junge Ostdeutsche Realität. Wie diese Erfahrung sie bis heute geprägt, erzählen ostdeutsche Literat*innen wie Hendrik Bolz , Katharina Warda, Lukas Rietzschel, Manja Präkels und Daniel Schulz.
Ausflugs-Highlights im Westen - Von der Adlerwarte bis zum Botanischen Garten
D 2026
30'
Überall in NRW gibt es spannende Orte zu entdecken - darunter echte Geheimtipps. Gemeinsam mit Daniel Assmann erkunden wir Ausflugstipps im Westen für Familien und alle, die mal raus wollen und etwas erleben möchten: ruhig oder mit viel Action.
In dieser Folge begibt sich Christopher Clark in den Norden Afrikas auf der Suche nach dem Zauber des Maghreb mit seiner einmaligen Mischung aus afrikanischen und arabischen Traditionen. Durch das Atlas-Gebirge mit seinen pittoresken Berbersiedlungen führt die Reise über die Altstadt von Fes zu den Ruinen von Karthago, weiter zu den Frauen von Sejnane, die eine 3000 Jahre alte Töpferkunst pflegen, bis ins märchenhafte UNESCO-Welterbe Marrakesch. Am Fuß des Hohen Atlas besucht Christopher Clark Aït-Ben-Haddou, ein architektonisches Juwel. Nicht zufällig wurde die Stadt immer wieder für große Hollywoodfilme als Kulisse gewählt. Die Adobe-Bauweise mit an der Sonne getrocknetem Lehm ist perfekt an das Klima angepasst. Die Bauweise, die die einheimischen Berber schon vor über 1000 Jahren ersonnen haben, vereint auf einmalige Weise Zweckmäßigkeit mit pittoresker Schönheit. Christopher Clarks Reise geht weiter nach Fes, einer Millionenstadt mit langer Geschichte. Bis heute werden dort uralte Handwerkstraditionen gepflegt, wie Messingschmieden und Gerbereien. Berühmt ist Fes auch für seine Riads, Stadthäuser, deren prächtige begrünte Innenhöfe sich hinter hohen Mauern verstecken. Denn Riad bedeutet eigentlich "Garten". Nächste Station auf der Reise ist eine der berühmtesten Städte der Antike: Karthago. Die einst von Phöniziern gegründete Stadt wuchs schnell zu einer mächtigen und reichen Seemacht heran. Neben seiner Handelsflotte verfügte Karthago über wendige Kriegsschiffe, die in einem genial geplanten kreisrunden Marinehafen stationiert waren, dessen Umrisse noch heute erkennbar sind. Doch Karthago beging den Fehler, Rom herauszufordern. Das wurde der Metropole im heutigen Tunis zum Verhängnis. Der Eroberung folgte die Eingliederung der Heimat des legendären Feldherrn Hannibal ins römische Imperium. Eine interessante Facette sogenannten Immateriellen Kulturerbes begegnet Christopher Clark im tunesischen Hinterland. Seit vielen Jahrhunderten pflegen in der Region von Sejnane Frauen eine traditionelle Form der Töpferkunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die UNESCO unterstützt die Frauen in dem Bestreben, das uralte Handwerk am Leben zu erhalten. Mittlerweile haben die Töpferinnen eine Kooperative gegründet. Letzte Station der filmischen Reise ist Marrakesch. Die pittoreske Stadt mit ihrer verwinkelten Architektur, ihrem Gewirr von Gassen, dem Souk mit seinen üppigen Marktständen ist nicht nur UNESCO-Welterbe, sondern auch ein Touristenmagnet. Eine der Attraktionen der Metropole ist der Djema el Fnaa, ein riesiger Platz, auf dem täglich Straßenhändler, Essensverkäufer, Wahrsager, Gaukler und Schlangenbeschwörer um Kundschaft buhlen. Dort ist Christopher Clark mit der Vertreterin einer uralten Zunft verabredet: einer professionellen Geschichtenerzählerin. Sie hat die Kunst von ihrem Vater erlernt und tritt den Beweis an, dass diese jahrtausendealte Form der Unterhaltung nichts von ihrem Zauber eingebüßt hat.
Die Insel aus Feuer und Eis übt einen magischen Reiz auf jeden Naturliebhaber aus - Island, eine Region voller Naturwunder, dicht unter dem nördlichen Polarkreis. Vulkane und weite Lavawüsten bilden einen Kontrast zu schier unendlichen Gletschern. Wie nirgends sonst in Europa findet man in Island spuckende Geysire, spektakuläre Wasserfälle, wilde Küsten und eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Tiefe Fjorde - umrahmt von hohen und oft bizarren Bergketten - wechseln sich mit sanften und fruchtbaren Tälern ab. Weiß und Blau sind die traditionellen Farben Islands - Wasser und Eis. Nirgendwo kann man dieses Weiß und Blau besser erleben als in Islands berühmter Gletscherlagune Jökulsárlón. Doch Island ist auch bunt. Hochtemperaturgebiete zeigen sich in prächtigen Farben von Braun bis Schwefelgelb. Allerlei Thermalquellen, Schlammtöpfe und Fumarolen treiben hier ihr schwefelhaltiges Unwesen. Bei Walbeobachtungen an Bord von ehemaligen Fischkuttern erlebt man die sanften Riesen der Meere aus nächster Nähe. Islands intakte Natur mit ihren relativ sauberen Gewässern ist berühmt für seinen großen Vogelreichtum. Vor allem die putzigen Papageientaucher haben es vielen Islandtouristen angetan. Island ist ein Land des Wassers und der Wasserfälle. Jeder für sich ist ein kleines Wunder an Schönheit.
Nach zwei Jahren Bauzeit immer noch kein Ende in Sicht
6. Folge
D 2013
91'
"Die Bauretter" wollen einer verzweifelten Familie helfen. Diese hat ein sanierungsbedürftiges Haus gekauft, das auch nach über zwei Jahren Umbauzeit nicht bewohnbar ist. Nun fehlt der Familie das Geld, das Projekt zu Ende zu bringen.
Eine Nacht, die Geschichte schrieb - erzählt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse an diesem Tag Stunde für Stunde - wie sich Gerüchte verbreiteten, wie Unsicherheit und Hoffnung wuchsen, und wie sich schließlich die Grenzübergänge öffneten. Er lässt ost- und westdeutsche Bürger zu Wort kommen, die den Tag aus ihrem Blickwinkel schildern.
In der Folge über den Nahen Osten sucht Christopher Clark die Geburtsstätten uralter Mythen und Religionen auf, die der Weltgeschichte bis zum heutigen Tag ihren Stempel aufgedrückt haben. Die filmische Reise führt den Moderator vom ägyptischen Pharaonenreich am Nil über das christliche Katharinenkloster auf dem Sinai zu den heiligen Stätten Jerusalems, weiter zur modernen Metropole Tel Aviv und schließlich zum Toten Meer und der antiken Festung Masada. Zunächst schaut sich Christopher Clark in den gewaltigen Ruinen von Karnak in Ägypten um, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das stellvertretend steht für die Wiege der Zivilisation, für die Entwicklung von Schrift, Verwaltung, einer komplexen Gesellschaft und für kulturelle Höchstleistungen, die auf Europa ausgestrahlt haben. Weiter geht es Richtung Sinai. Eingekeilt zwischen hohen Bergen liegt eines der ältesten Klöster der Christenheit, das Katharinenkloster - der Überlieferung nach genau an der Stelle errichtet, an der Moses Gott in der Erscheinung eines brennenden Dornbusches begegnete. Seit Jahrhunderten ein Ort christlicher Einkehr und Askese. Ganz anders die pulsierende Großstadt Tel Aviv. In den 1930er-Jahren begannen vor allem jüdische Architekten, die am Bauhaus im sächsischen Dessau ausgebildet wurden, das Gesicht der neuen Stadt zu prägen. Nach 1933 ließen sich viele im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina nieder. So kam es dazu, dass Tel Aviv heute mehr Gebäude im Bauhausstil besitzt als jede andere Stadt der Welt. Daher zählt das architektonische Ensemble, auch "Weiße Stadt" genannt, heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Von der jungen Metropole führt die Reise nach Jerusalem, ins uralte Zentrum dreier Religionen. Im Namen Jerusalem steckt das Wort Friede, aber vor allem der Tempelberg, die große Esplanade oberhalb der Klagemauer mit Felsendom und al-Aqsa-Moschee, ist immer wieder Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Juden und Muslimen. Auch die christlichen Konfessionen, die sich die heiligste Stätte der Christenheit, die Grabeskirche, teilen, gerieten und geraten bis heute immer wieder in Streit. Deshalb bestellten sie schon vor vielen Jahrhunderten muslimische Familien zu Schlüsselverwaltern des Jesus-Grabes. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie Christopher Clark vor Ort feststellen kann. Ein ganz anderer Krisenherd liegt 100 Kilometer südöstlich von Jerusalem. Das Tote Meer ist in akuter Gefahr. Denn der Binnensee, dessen Ufer den tiefsten zugänglichen Punkt auf der Erdoberfläche markiert und einen zehnmal höheren Salzgehalt als die Ozeane besitzt, trocknet aus. Das UNESCO-Welterbe "Totes Meer" ist auf dem besten Weg, zu verschwinden. Oberhalb des Toten Meeres auf einem Hochplateau thront einer der eindrucksvollsten Orte Israels, die antike Festung Masada. Vom jüdischen König Herodes als luxuriöse Residenz errichtet, wurde sie im Krieg zwischen Rom und Judäa zum letzten Zufluchtsort von rund 1000 Männern, Frauen und Kindern, die sich dort verschanzten. Als während der Belagerung durch die Römer klar wurde, dass Masada bald fallen würde, entschlossen sich die Verteidiger zu einem Massenselbstmord, statt sich in Gefangenschaft zu begeben. Deshalb ist Masada bis heute ein symbolisch aufgeladener Ort für das Selbstverständnis des modernen Staates Israel.
Die Kunst des Schnapsbrennens ist eine jahrhundertalte Tradition in Deutschland, doch kämpfen Obstler und Kornbrände oft mit einem schlechten Ruf. Die Suche nach einzigartigen Aromen und Geschmacksnoten ist eine spannende und lehrreiche Reise. Einige Brennmeister haben es zu Weltruhm gebracht, während andere mit Mühe und Erfindergeist die drohende Pleite abgewendet haben. Diese Reportage beleuchtet, wie die junge Generation von Brennmeistern mit den alten Fusel-Vorurteilen aufräumt.
Im Altertum soll es göttliche Substanzen gegeben haben, die die Götter zu sich genommen haben. Manchmal wurden auch die Menschen damit beschenkt. Diese Substanzen brachten den Menschen große Macht, Weisheit und manchmal sogar Unsterblichkeit. Doch waren diese Substanzen möglicherweise Verpflegung für außerirdische Wesen? Könnten die Schilderungen über das Mahl der Götter ein Schlüssel für das Verständnis von außerirdischem Leben auf der Erde sein?
Eingestaubte Liebe auf den ersten Blick: Isabella und Chris Fuchs haben sich in einen Cadillac-Leichenwagen, Baujahr 1987, verguckt. Schafft der betagte Oldtimer die 800 Kilometer zurück an den Bodensee aus eigener Kraft? Junior-Chef Sascha Hoffmann hat eine Rarität ergattert. Optisch präsentiert sich der Magirus Deutz 170 D15 in einem erstaunlich guten Zustand. Allerdings wurde der Kipper aus den 70ern noch nicht auf der Straße getestet. Und Mario Tänzer startet mit frischem Elan und Muskelkater vom Vortag im Ostdeutschen Fahrzeugmuseum die nächste Aufräumaktion.