Hexenwahn - Die Dokumentation

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Hexenwahn - Die Dokumentation

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Geschichte

Zu Beginn der frühen Neuzeit wurden in Europa Zehntausende angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besonders hell loderten die Feuer in Deutschland. Ein Zentrum der Hexenverfolgung war das katholische Bamberg. Unter Fürstbischof Fuchs von Dornheim wurde fast der gesamte Stadtrat der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Erhaltene Prozessakten geben Einblicke in die Anklage- und Strafpraxis jener Zeit.
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation - Der Funke

Kirche und Religion Hat Martin Luther Michelangelo getroffen? Was geschah vor 500 Jahren, in einer Epoche tiefgreifenden Wandels? Moderator Harald Lesch beschäftigt sich mit Martin Luther und seiner Zeit. In der dreiteiligen Dokumentation taucht Harald Lesch in die Welt Martin Luthers ein, in eine Zeit voller Widersprüche, ungeahnter Zusammenhänge und Weichenstellungen, die bis heute unser Leben bestimmen. Vor 500 Jahren verändert sich die Welt. Amerika wird entdeckt, der Buchdruck erfunden, Banken gewinnen an Macht, die Renaissance erreicht ihren Höhepunkt - es ist eine Zeit, in der sich der Mensch neu erfindet. Martin Luther findet sich unerwartet auf der großen Bühne der Weltpolitik wieder, bewundert, gefürchtet und verhasst. Denn er bringt das uralte Machtgefüge der katholischen Kirche ins Wanken und bereitet den Weg für ein neues Denken. Hinter der Reformation versammeln sich mächtige Protagonisten dieser Zeit. Für sie kommt der rebellische Mönch aus Wittenberg wie gerufen. Luther wird zur Galionsfigur der Erneuerer und zum Feindbild des Papstes. Denn die Thesen Martin Luthers vom Oktober 1517 markieren den Beginn einer Revolution, durch die sich für die Menschen viel mehr ändert als nur das Verhältnis zur Kirche. Die Dokumentation schlägt einen Bogen von der Zeit der Renaissance bis heute. Moderator Harald Lesch zeigt, wie die Folgen der Reformation unsere Welt bis heute prägen. Warum zum Beispiel gibt es in Deutschland Bundesländer? Ist es Zufall, dass es bis heute nur einen einzigen katholischen US-Präsidenten gab? Und wieso trägt der berühmte Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. den Reformator sogar in seinem Namen? Im ersten Teil der Dokumentation wandert Harald Lesch über die Alpen - wie der junge Augustiner-Eremit Martin Luther im Jahr 1510. Der Mönch wird in einer wichtigen Ordensangelegenheit nach Rom geschickt. Unterwegs macht er Station in Florenz, damals ein Zentrum der Kreativität. Eine Art Kulturhauptstadt Europas. Michelangelo, Raffael, Botticelli - sie prägen ein neues Bild vom Menschen. Wollen wir nicht auch heute noch aussehen wie eine Skulptur von Michelangelo? Harald Lesch trainiert in einem Fitnessstudio und stellt fest: Diese Art von vernunftbetontem Verhalten, die Vervollkommnung der eigenen Person - das ist ein Erbe des Humanismus vor 500 Jahren. Als Luther schließlich Rom erreicht, besteht die "Ewige Stadt" halb aus antikem Schutt, halb aus entstehenden Prunkbauten. Für deren Finanzierung - vor allem für den Petersdom - ziehen die Päpste damals in großem Stil Ablasshandel auf. Das wird Luther später noch beschäftigen. Sein Orden organsiert damals die Ausmalung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo. Waren also Martin Luther und Michelangelo zur selben Zeit in Rom? Zwei Giganten der Weltgeschichte an einem Ort. Der Reformator hätte nur durch eine Tür gehen müssen und hätte eines der spektakulärsten Kunstwerke der Weltgeschichte entdecken können. Harald Lesch geht in Rom der Frage nach, ob Luther vielleicht doch von dem Kunstwerk beeinflusst war. Als Luther in Rom ist, wächst in Brüssel ein kränklicher Junge auf, der bald ganz Europa, einschließlich aller Kolonien in Übersee, unter seiner Herrschaft vereinigen will: Mit 19 wird Karl V. Kaiser. Da ist Luther schon Revolutionär wider Willen, von Papst Leo X. gebannt. Aber Luther erweist sich als trotzig: Der Kampf beginnt.
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation - Die Explosion

Kirche und Religion Harald Lesch folgt der Spur des Geldes zu Luthers Zeiten. Welche Rolle spielen das Streben nach Reichtum, die Macht der Herrschenden, der Kirche und des Papstes? Und woher kommt der ganze Reichtum der Mächtigen? In einem heute fast vergessenen Bergwerk in Österreich stößt Harald Lesch auf erstaunliche Zusammenhänge. Die Lage der Bauern damals verschlechtert sich in weiten Teilen Deutschlands dramatisch. Sozialer Zündstoff en masse. Immer wieder flackern Aufstände im Land auf. Und nun kommen die Ideen der Reformation dazu. In vielen Gegenden regiert der Hunger. Hunderte Klöster werden um 1525 von aufgebrachten Bauern geplündert. Wer von den Mönchen nicht rechtzeitig fliehen kann, wird Opfer der zügellosen Gewalt. Die hungrigen Bauern sind empfänglich für neues Denken. Haben sie die Schriften Luthers falsch verstanden? Die Bauern haben jedenfalls Luthers Idee ernst genommen, dass jeder selbst die Bibel lesen soll. Der Prediger Thomas Müntzer verspricht den sozialen Wandel. Ursprünglich war er ein Anhänger Luthers. Aber Müntzer will die Revolution. Am Ende werden die Bauern rücksichtslos von den Truppen der Fürsten niedergemetzelt. In Frankenhausen gibt es über 6000 Tote. Für das gesamte Aufstandsgebiet liegen die Schätzungen zwischen 70 000 und 100 000 Todesopfern. In Frankenhausen entdeckt Harald Lesch einen Weg, der bis heute "Blutrinne" heißt. Dort soll das Blut in Strömen geflossen sein. Müntzer wird grausam gefoltert und hingerichtet. Zum ersten Mal haben die deutschen Herrscher einen Massenaufstand niedergeschlagen. Ausgerechnet im Moment ihrer größten Resonanz verliert die Reformation ihre Unschuld und wird zum Anlass für eine Orgie der Gewalt. Und Martin Luther steht eindeutig auf der Seite der Gewaltherrscher. Viele Zeitgenossen haben ihn dafür heftig kritisiert. Droht die Reformation in der Welt von Wirtschaft, Politik und Krieg zu scheitern?
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Nix mehr los! Landflucht und die Folgen REPORTAGE
Deutschlands Städte wachsen, doch auf dem Land wird es leer. Eine Entwicklung, die schon lange anhält und die sich laut aktueller Prognosen in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Während immer mehr junge Menschen in die Metropolen ziehen, bleiben die Alten in der Provinz zurück - mit verheerenden Folgen: Viele Dörfer veröden, Gebäude verfallen, und weil sich die Geschäfte dort nicht mehr lohnen, schließen Metzger, Bäcker und Läden. Die Reportage zeigt, wo die Landflucht am größten ist: im mecklenburgischen Gallin, wo der Bürgermeister inzwischen Hartz IV bezieht und gerade die letzte Bahnverbindung eingestellt wurde. Weil auch Kliniken schließen und Hausärzte fehlen, müssen Rettungshubschrauber immer öfter ausrücken, um die medizinische Versorgung noch zu gewährleisten. Doch auf dem Land gibt es auch Lichtblicke: Im hohenlohischen Kirchberg hat Verkaufsfahrerin Petra Schmidt einen rollenden Supermarkt eröffnet und versorgt nun die Bewohner in abgelegenen Dörfern mit Lebensmitteln, Zahnpasta und Schreibwaren. Eine Reportage über die Menschen in Deutschlands aussterbenden Regionen und über jene, die sich dem Trend der zunehmenden Landflucht entgegenstellen.
ZDFinfo Doku
Alles anders auf dem Land REPORTAGE Eine Reise durch die Provinz, D 2017
Städter träumen vom Landleben: Sie sehnen sich zurück aufs Dorf, weil dort alles besser, sauberer und natürlicher sei. Doch wie sieht die Realität aus? Was ist, wenn der Landarzt in Rente geht, der Bäcker aufhört und kein Bus mehr fährt? Vielerorts machen sich die Menschen Sorgen, aber es gibt andererseits auch viel Aufbruch und Gemeinschaftssinn. Denn: Die Menschen lassen sich einiges einfallen, ihre Dorfgemeinschaft am Leben zu erhalten. Die Freiwillige Feuerwehr Üdersdorf stemmt sich mit witzigen Ideen gegen ihre Nachwuchsprobleme. Die Feuerwehrchefs Mike und Thomas gehen auf persönliche "Haustür-Tour", um neue Mitglieder zu werben. Als Motivation verschenken sie einen roten Eimer - den braucht man möglicherweise, wenn keine freiwilligen Helfer mehr kommen. Die Westpfalz gilt als strukturschwache Gegend, hat kaum Industrie. Die Jungen ziehen oft in die Stadt - der Arbeit hinterher. Viele alte Häuser stehen leer, werden nicht mehr gebraucht. Gerade ältere Gebäude im Dorfkern finden keinen Abnehmer mehr, sind renovierungsbedürftig und verfallen. Auch die Erben haben kein Interesse mehr. Am Ende muss der Staat einspringen. Alle Kosten wie Winterdienst und Sicherung muss das Land aufbringen. Denn die Preise sind am Boden - ein Verkauf ist kaum möglich, oft bleibt nach jahrelangem Leerstand nur der Abriss. Mehr als die Hälfte der Deutschen lebt in Dörfern und Kleinstädten. Doch was tun gegen den Sog der Städte? Wer geht, wer bleibt, wie geht es weiter auf dem Land? Die "ZDF.reportage" unterwegs zu Menschen, die gern auf dem Land leben und nicht aufgeben, trotz aller Schwierigkeiten.
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drehscheibe INFOMAGAZIN Haustier sucht Herrchen - Deutschland größtes Tierasyl, D 2018
Dass man nicht allzu weit gehen muss, um auf spannende Geschichten zu stoßen, beweisen die regionalen Themen der Dokumentationen und Reportagen immer wieder aufs Neue.
ZDFinfo Doku
Winter extrem DOKUMENTATION Eingeschneit und abgeschnitten, D 2019
Meterhoher Schnee, Lawinengefahr, gesperrte Straßen und umstürzende Bäume. Ein Winter, wie ihn viele jüngere Leute nur noch aus Erzählungen kennen. Gerade Alpinsportler hat es oft kalt erwischt. Vielerorts kommen sie nicht mehr weg, sitzen in Hotels und Pensionen fest. Nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre in Bayern und Österreich geht es mit Macht weiter. Der Winter zeigt Zähne. Die Alpen, der Bayrische Wald und teilweise auch das Erzgebirge versinken im Weiß. Was macht die Naturgewalt mit den Menschen? Die "ZDF.reportage" ist unterwegs zu Betroffenen. Touristen kommen vielerorts nicht mehr weg, sitzen in Hotels und Pensionen fest. Oft sind Zufahrtsstraßen gesperrt oder die Wege nur mit spezieller Ausrüstung passierbar. Schneeketten galten vielen Autofahrern längst als exotisches Accessoire, diese Saison sind sie vielerorts lebenswichtig. Für Wintercamper ist die Situation oft zusätzlich belastend. Mit dem großformatigen Wohnmobil oder dem schwankenden Wohnwagen sind schlecht geräumte Höhenstraßen ein Nervenkitzel der unangenehmen Art. Am Campingplatz ist man den Härten der Natur stärker ausgeliefert, und für Beschäftigung ist gesorgt: Schnee vom Dach schippen, Gasnachschub besorgen, vereiste Leitungen und Lüftungsschlitze frei halten. Doch Camper sind hart im Nehmen. Für die Profis in den Bergen mag der Winter vordergründig normaler sein, doch auch sie haben derzeit Stress. Lawinen sind eine echte Bedrohung. Für die Verantwortlichen heißt das oft: Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Denn bei starkem Schneefall in der Nacht muss morgens so früh wie möglich reagiert werden. Sprengungen sind notwendig, um kleinere Lawinen geplant und kontrolliert auszulösen. Doch nicht nur in den Alpen, auch in den Mittelgebirgen kommt der Winter um die Ecke. Im Erzgebirge sind die Räumdienste in ständiger Bereitschaft. Stellenweise sind hohe Windgeschwindigkeiten angekündigt, Schneeverwehungen drohen. Die "ZDF.reportage" unterwegs in einen Winter, der ein echter Winter sein will.
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Terra Xpress XXL DOKUMENTATION Tückische Gewässer, D 2018
Immer wieder werden bei Helgoland Robben mit unerklärlichen Verletzungen geborgen. Ein Zufall bringt an den Tag, dass Kegelrobben nicht so harmlos sind und dass sie sogar Artgenossen jagen. Mit einem Hausboot auf der Mecklenburgischen Seenplatte verirren sich zwei Hobbykapitäne. Plötzlich finden sie sich auf der Ostsee wieder. Nachdem sie per Handy einen Notruf abgesetzt haben, beginnt für die Seenotretter die Suche nach der "Nadel im Heuhaufen".
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Der Funke, D 2017
Hat Martin Luther Michelangelo getroffen? Was geschah vor 500 Jahren, in einer Epoche tiefgreifenden Wandels? Moderator Harald Lesch beschäftigt sich mit Martin Luther und seiner Zeit. In der dreiteiligen Dokumentation taucht Harald Lesch in die Welt Martin Luthers ein, in eine Zeit voller Widersprüche, ungeahnter Zusammenhänge und Weichenstellungen, die bis heute unser Leben bestimmen. Vor 500 Jahren verändert sich die Welt. Amerika wird entdeckt, der Buchdruck erfunden, Banken gewinnen an Macht, die Renaissance erreicht ihren Höhepunkt - es ist eine Zeit, in der sich der Mensch neu erfindet. Martin Luther findet sich unerwartet auf der großen Bühne der Weltpolitik wieder, bewundert, gefürchtet und verhasst. Denn er bringt das uralte Machtgefüge der katholischen Kirche ins Wanken und bereitet den Weg für ein neues Denken. Hinter der Reformation versammeln sich mächtige Protagonisten dieser Zeit. Für sie kommt der rebellische Mönch aus Wittenberg wie gerufen. Luther wird zur Galionsfigur der Erneuerer und zum Feindbild des Papstes. Denn die Thesen Martin Luthers vom Oktober 1517 markieren den Beginn einer Revolution, durch die sich für die Menschen viel mehr ändert als nur das Verhältnis zur Kirche. Die Dokumentation schlägt einen Bogen von der Zeit der Renaissance bis heute. Moderator Harald Lesch zeigt, wie die Folgen der Reformation unsere Welt bis heute prägen. Warum zum Beispiel gibt es in Deutschland Bundesländer? Ist es Zufall, dass es bis heute nur einen einzigen katholischen US-Präsidenten gab? Und wieso trägt der berühmte Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. den Reformator sogar in seinem Namen? Im ersten Teil der Dokumentation wandert Harald Lesch über die Alpen - wie der junge Augustiner-Eremit Martin Luther im Jahr 1510. Der Mönch wird in einer wichtigen Ordensangelegenheit nach Rom geschickt. Unterwegs macht er Station in Florenz, damals ein Zentrum der Kreativität. Eine Art Kulturhauptstadt Europas. Michelangelo, Raffael, Botticelli - sie prägen ein neues Bild vom Menschen. Wollen wir nicht auch heute noch aussehen wie eine Skulptur von Michelangelo? Harald Lesch trainiert in einem Fitnessstudio und stellt fest: Diese Art von vernunftbetontem Verhalten, die Vervollkommnung der eigenen Person - das ist ein Erbe des Humanismus vor 500 Jahren. Als Luther schließlich Rom erreicht, besteht die "Ewige Stadt" halb aus antikem Schutt, halb aus entstehenden Prunkbauten. Für deren Finanzierung - vor allem für den Petersdom - ziehen die Päpste damals in großem Stil Ablasshandel auf. Das wird Luther später noch beschäftigen. Sein Orden organsiert damals die Ausmalung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo. Waren also Martin Luther und Michelangelo zur selben Zeit in Rom? Zwei Giganten der Weltgeschichte an einem Ort. Der Reformator hätte nur durch eine Tür gehen müssen und hätte eines der spektakulärsten Kunstwerke der Weltgeschichte entdecken können. Harald Lesch geht in Rom der Frage nach, ob Luther vielleicht doch von dem Kunstwerk beeinflusst war. Als Luther in Rom ist, wächst in Brüssel ein kränklicher Junge auf, der bald ganz Europa, einschließlich aller Kolonien in Übersee, unter seiner Herrschaft vereinigen will: Mit 19 wird Karl V. Kaiser. Da ist Luther schon Revolutionär wider Willen, von Papst Leo X. gebannt. Aber Luther erweist sich als trotzig: Der Kampf beginnt.
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Die Explosion, D 2017
Harald Lesch folgt der Spur des Geldes zu Luthers Zeiten. Welche Rolle spielen das Streben nach Reichtum, die Macht der Herrschenden, der Kirche und des Papstes? Und woher kommt der ganze Reichtum der Mächtigen? In einem heute fast vergessenen Bergwerk in Österreich stößt Harald Lesch auf erstaunliche Zusammenhänge. Die Lage der Bauern damals verschlechtert sich in weiten Teilen Deutschlands dramatisch. Sozialer Zündstoff en masse. Immer wieder flackern Aufstände im Land auf. Und nun kommen die Ideen der Reformation dazu. In vielen Gegenden regiert der Hunger. Hunderte Klöster werden um 1525 von aufgebrachten Bauern geplündert. Wer von den Mönchen nicht rechtzeitig fliehen kann, wird Opfer der zügellosen Gewalt. Die hungrigen Bauern sind empfänglich für neues Denken. Haben sie die Schriften Luthers falsch verstanden? Die Bauern haben jedenfalls Luthers Idee ernst genommen, dass jeder selbst die Bibel lesen soll. Der Prediger Thomas Müntzer verspricht den sozialen Wandel. Ursprünglich war er ein Anhänger Luthers. Aber Müntzer will die Revolution. Am Ende werden die Bauern rücksichtslos von den Truppen der Fürsten niedergemetzelt. In Frankenhausen gibt es über 6000 Tote. Für das gesamte Aufstandsgebiet liegen die Schätzungen zwischen 70 000 und 100 000 Todesopfern. In Frankenhausen entdeckt Harald Lesch einen Weg, der bis heute "Blutrinne" heißt. Dort soll das Blut in Strömen geflossen sein. Müntzer wird grausam gefoltert und hingerichtet. Zum ersten Mal haben die deutschen Herrscher einen Massenaufstand niedergeschlagen. Ausgerechnet im Moment ihrer größten Resonanz verliert die Reformation ihre Unschuld und wird zum Anlass für eine Orgie der Gewalt. Und Martin Luther steht eindeutig auf der Seite der Gewaltherrscher. Viele Zeitgenossen haben ihn dafür heftig kritisiert. Droht die Reformation in der Welt von Wirtschaft, Politik und Krieg zu scheitern?
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Das Feuer, D 2017
Die Weltordnung des europäischen Mittelalters ist wie ein Kartenhaus. Ein ausbalanciertes Gebilde, dessen Fundament die Kirche ist, bricht unter der Kritik Luthers zusammen. Prompt nehmen an allen Ecken selbst ernannte Prediger die Rolle der Kirche ein und füllen das Vakuum. Ein besonders abschreckendes Beispiel entdeckt Harald Lesch in Münster. Zunächst waren die Täufer eine Bewegung von unten. Sie gehorchen keiner Autorität und berufen sich dabei auf Luther. Später aber wollen sie in der westfälischen Stadt ein "Neues Jerusalem" begründen. Und sie regieren mit Gewalt. Manche nennen die Täufer heute die "Taliban des 16. Jahrhunderts". Doch auch andere nutzen die Gunst der Stunde. So versuchen die deutschen Landesherren und zum Beispiel auch der englische König, ihre Macht zu festigen. Und in dieser politisch aufgeheizten Stimmung bekommt die Reformation auch noch ihren Sexskandal. Warum erlaubt Luther Bigamie und lässt zu, dass Landgraf Philipp von Hessen eine zweite Frau heiratet? Heute bekäme Luther dafür einen Shitstorm. Der Reformator wird weiterhin verehrt, aber die Reformation ist ihm entglitten. Die Macht seiner Worte hat er überschätzt. Luther hat Entwicklungen angestoßen, deren Folgen er nicht absehen konnte. Er wird verbittert, immer griesgrämiger und immer dicker. In dieser Zeit entstehen die sogenannten "Judenschriften" Luthers. Harald Lesch sucht auch auf die Frage nach dem Antisemitismus des Reformators eine Antwort, spricht mit dem Luther-Experten Thomas Kaufmann und findet an der Stadtkirche zu Wittenberg ein Relief als Sinnbild des damaligen Judenhasses. Die Reformation ist zwar ohne Luther nicht denkbar, aber sie ist mehr als das. Sie hat sich emanzipiert und wurde ein Geschehen mit anderen Protagonisten und unvorhersehbarem Ausgang. Die Folgen der Reformation führen bis nach England und Amerika. Der Glaube vieler Menschen verändert sich und mit ihm die Lebensgeschichten und die Landkarte Europas - und weit darüber hinaus.
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Tod auf dem Scheiterhaufen - Hexenjagd in Großbritannien GESCHICHTE, GB 2012
Vor 400 Jahren startet König Jakob einen Kreuzzug gegen die Mächte der Finsternis. Der Monarch ist fest davon überzeugt, dass Satan und eine Verschwörung von Hexen seinen Tod wollen. 1597 veröffentlicht er sogar ein Handbuch über die Gefahren der angeblichen Hexerei. Dies ist die Geschichte eines Mannes, der durch seine Paranoia für die massenhafte Hinrichtung vermeintlicher Hexen verantwortlich ist.
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Mysterien des Mittelalters GESCHICHTE Die verschwundene Armee von Azincourt
Wenn die Toten des Mittelalters sprechen könnten, was würden sie erzählen? Etwa die mysteriöse Frau von Tadcaster, die aus gutem Grund nicht auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe fand. Oder die Opfer der Schlacht von Visby, die in ihren Rüstungen begraben wurden. Oder die Tote aus York, die an Lepra, Tuberkulose und Syphilis litt. Die sechsteilige Reihe verleiht diesen Verstorbenen eine Stimme und fördert ihre spannenden Geschichten zutage.
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Momente der Geschichte II GESCHICHTE Die Welt des Mittelalters: Von Minnesang zu Reformation, D 2017
Im Mittelalter galt es als ritterliche Tugend, einer Dame den Hof zu machen. Aber es war nicht nur die große Zeit der Burgen und Ritter, sondern auch die Zeit der Pest und der Judenverfolgung. Mit Martin Luther und der Reformation brach ein neues Zeitalter an. Die "Momente der Geschichte" erzählen von den herausragenden Wendepunkten, Ereignissen und Schlachten, die unsere Geschichte prägten, und beleuchten die Biografien der großen Persönlichkeiten.
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Momente der Geschichte II GESCHICHTE Die Welt des Mittelalters: Von Rittern, Burgen und Hexen, D 2015
Von den Rittern bis zur Hexenverbrennung - viele Legenden ranken sich um das Mittelalter. Doch war es wirklich so finster? Die zweite Staffel von "Momente der Geschichte" bietet einen historischen Streifzug durch über 2000 Jahre deutsche Geschichte. Von der Varusschlacht über die Krönung Ottos des Großen und die Kreuzzüge wird der Bogen bis ins 19. Jahrhundert gespannt.
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ZDF-History GESCHICHTE Die Ritter - Mythos und Wahrheit, D 2018
Abenteurer, Burgenbauer, Kavaliere: So mancher Mythos über den Ritter hat sich bis heute gehalten. Doch was steckt wirklich hinter dem Bild des Recken in schimmernder Rüstung? Stimmen die Geschichten von den edlen Reitern, die um die Gunst schöner Burgfräuleins warben und um ihre Ehre kämpften? Was ist dran an den großen Legenden von Tafelrunden und Heldentaten? "ZDF-History" wirft einen Blick in den Alltag der "Männer in Eisen". Wie und wovon haben sie gelebt? War ihr Leben wirklich voller Abenteuer und Gefahren, oder fristeten viele von ihnen ein eher bescheidenes und wenig aufregendes Dasein auf zugigen Burgen? Wie kämpfte es sich mit Schwert, Lanze und Bogen? In eindrucksvollen Computeranimationen und Reenactments erwacht die Welt des Mittelalters im Film wieder zum Leben. Die Dokumentation spürt Mythen und Legenden nach und zeigt, was belegbar ist und was ins Reich der Märchen gehört.
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Burgen - Monumente der Macht GESCHICHTE Ordensfestung Marienburg
Entlang des polnischen Flusses Nogat erstreckt sich die Marienburg, die von einem Ritterorden während der baltischen Kreuzzüge errichtet wurde. Die bemerkenswerte Ziegelsteinarchitektur sowie die himmelhohen und tödlichen Festungsmauern sollten die polnische Bevölkerung einschüchtern. Im Jahr 1410 führte ein Heidenkönig seine Truppen gegen die Marienburg, um die Herrschaft des Deutschordens zu beenden.
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Burgen - Monumente der Macht GESCHICHTE Maurenfestung Gibralfaro
Über der Küste im Herzen Málagas thront das maurische Castillo de Gibralfaro. 1487 versuchen König Ferdinand und Königin Isabella, die Stadt einzunehmen und das maurische Erbe zu zerstören. Seine einschüchternden Türme, der geniale Wasserspeicher und die einzigartigen Gänge wurden entworfen, um waghalsigen Attacken standzuhalten. Wird der gewagte Plan von Ferdinand und Isabella aufgehen?
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Burgen - Monumente der Macht GESCHICHTE Krak des Chevaliers
Über der syrischen Landschaft thronend, wurde Krak des Chevaliers vom Hospitaler Orden als Symbol christlicher Macht erbaut. 1271 versuchte ein Moslemkönig, die Festung einzunehmen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe blickt hinter die Fassaden mittelalterlicher Festungen - und erinnert an die legendären Schlachten, in denen diese Bollwerke sich als uneinnehmbar bewiesen. Was ist das Geheimnis des Erfolgs dieser Burgen?
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION Rätsel um Maria, NZ 2015
Michelangelos großartige Plastik - die Pietà - ist das ikonische Bild von der Jungfrau Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn. Diente eine Terrakotta-Skulptur mit geheimen Symbolen als Vorlage? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION War Jesus verheiratet?, NZ 2015
Seit Jahrtausenden gibt es Gerüchte, Jesus habe eine Ehefrau gehabt. Ein Manuskript aus der British Library scheint ein erster schriftlicher Beweis zu sein. Sind die Fakten überprüfbar? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Hexenwahn - Die Dokumentation GESCHICHTE, D 2014
Zu Beginn der frühen Neuzeit wurden in Europa Zehntausende angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besonders hell loderten die Feuer in Deutschland. Ein Zentrum der Hexenverfolgung war das katholische Bamberg. Unter Fürstbischof Fuchs von Dornheim wurde fast der gesamte Stadtrat der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Erhaltene Prozessakten geben Einblicke in die Anklage- und Strafpraxis jener Zeit.
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Der Funke, D 2017
Hat Martin Luther Michelangelo getroffen? Was geschah vor 500 Jahren, in einer Epoche tiefgreifenden Wandels? Moderator Harald Lesch beschäftigt sich mit Martin Luther und seiner Zeit. In der dreiteiligen Dokumentation taucht Harald Lesch in die Welt Martin Luthers ein, in eine Zeit voller Widersprüche, ungeahnter Zusammenhänge und Weichenstellungen, die bis heute unser Leben bestimmen. Vor 500 Jahren verändert sich die Welt. Amerika wird entdeckt, der Buchdruck erfunden, Banken gewinnen an Macht, die Renaissance erreicht ihren Höhepunkt - es ist eine Zeit, in der sich der Mensch neu erfindet. Martin Luther findet sich unerwartet auf der großen Bühne der Weltpolitik wieder, bewundert, gefürchtet und verhasst. Denn er bringt das uralte Machtgefüge der katholischen Kirche ins Wanken und bereitet den Weg für ein neues Denken. Hinter der Reformation versammeln sich mächtige Protagonisten dieser Zeit. Für sie kommt der rebellische Mönch aus Wittenberg wie gerufen. Luther wird zur Galionsfigur der Erneuerer und zum Feindbild des Papstes. Denn die Thesen Martin Luthers vom Oktober 1517 markieren den Beginn einer Revolution, durch die sich für die Menschen viel mehr ändert als nur das Verhältnis zur Kirche. Die Dokumentation schlägt einen Bogen von der Zeit der Renaissance bis heute. Moderator Harald Lesch zeigt, wie die Folgen der Reformation unsere Welt bis heute prägen. Warum zum Beispiel gibt es in Deutschland Bundesländer? Ist es Zufall, dass es bis heute nur einen einzigen katholischen US-Präsidenten gab? Und wieso trägt der berühmte Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. den Reformator sogar in seinem Namen? Im ersten Teil der Dokumentation wandert Harald Lesch über die Alpen - wie der junge Augustiner-Eremit Martin Luther im Jahr 1510. Der Mönch wird in einer wichtigen Ordensangelegenheit nach Rom geschickt. Unterwegs macht er Station in Florenz, damals ein Zentrum der Kreativität. Eine Art Kulturhauptstadt Europas. Michelangelo, Raffael, Botticelli - sie prägen ein neues Bild vom Menschen. Wollen wir nicht auch heute noch aussehen wie eine Skulptur von Michelangelo? Harald Lesch trainiert in einem Fitnessstudio und stellt fest: Diese Art von vernunftbetontem Verhalten, die Vervollkommnung der eigenen Person - das ist ein Erbe des Humanismus vor 500 Jahren. Als Luther schließlich Rom erreicht, besteht die "Ewige Stadt" halb aus antikem Schutt, halb aus entstehenden Prunkbauten. Für deren Finanzierung - vor allem für den Petersdom - ziehen die Päpste damals in großem Stil Ablasshandel auf. Das wird Luther später noch beschäftigen. Sein Orden organsiert damals die Ausmalung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo. Waren also Martin Luther und Michelangelo zur selben Zeit in Rom? Zwei Giganten der Weltgeschichte an einem Ort. Der Reformator hätte nur durch eine Tür gehen müssen und hätte eines der spektakulärsten Kunstwerke der Weltgeschichte entdecken können. Harald Lesch geht in Rom der Frage nach, ob Luther vielleicht doch von dem Kunstwerk beeinflusst war. Als Luther in Rom ist, wächst in Brüssel ein kränklicher Junge auf, der bald ganz Europa, einschließlich aller Kolonien in Übersee, unter seiner Herrschaft vereinigen will: Mit 19 wird Karl V. Kaiser. Da ist Luther schon Revolutionär wider Willen, von Papst Leo X. gebannt. Aber Luther erweist sich als trotzig: Der Kampf beginnt.
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Die Explosion, D 2017
Harald Lesch folgt der Spur des Geldes zu Luthers Zeiten. Welche Rolle spielen das Streben nach Reichtum, die Macht der Herrschenden, der Kirche und des Papstes? Und woher kommt der ganze Reichtum der Mächtigen? In einem heute fast vergessenen Bergwerk in Österreich stößt Harald Lesch auf erstaunliche Zusammenhänge. Die Lage der Bauern damals verschlechtert sich in weiten Teilen Deutschlands dramatisch. Sozialer Zündstoff en masse. Immer wieder flackern Aufstände im Land auf. Und nun kommen die Ideen der Reformation dazu. In vielen Gegenden regiert der Hunger. Hunderte Klöster werden um 1525 von aufgebrachten Bauern geplündert. Wer von den Mönchen nicht rechtzeitig fliehen kann, wird Opfer der zügellosen Gewalt. Die hungrigen Bauern sind empfänglich für neues Denken. Haben sie die Schriften Luthers falsch verstanden? Die Bauern haben jedenfalls Luthers Idee ernst genommen, dass jeder selbst die Bibel lesen soll. Der Prediger Thomas Müntzer verspricht den sozialen Wandel. Ursprünglich war er ein Anhänger Luthers. Aber Müntzer will die Revolution. Am Ende werden die Bauern rücksichtslos von den Truppen der Fürsten niedergemetzelt. In Frankenhausen gibt es über 6000 Tote. Für das gesamte Aufstandsgebiet liegen die Schätzungen zwischen 70 000 und 100 000 Todesopfern. In Frankenhausen entdeckt Harald Lesch einen Weg, der bis heute "Blutrinne" heißt. Dort soll das Blut in Strömen geflossen sein. Müntzer wird grausam gefoltert und hingerichtet. Zum ersten Mal haben die deutschen Herrscher einen Massenaufstand niedergeschlagen. Ausgerechnet im Moment ihrer größten Resonanz verliert die Reformation ihre Unschuld und wird zum Anlass für eine Orgie der Gewalt. Und Martin Luther steht eindeutig auf der Seite der Gewaltherrscher. Viele Zeitgenossen haben ihn dafür heftig kritisiert. Droht die Reformation in der Welt von Wirtschaft, Politik und Krieg zu scheitern?
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Der große Anfang - 500 Jahre Reformation KIRCHE UND RELIGION Das Feuer, D 2017
Die Weltordnung des europäischen Mittelalters ist wie ein Kartenhaus. Ein ausbalanciertes Gebilde, dessen Fundament die Kirche ist, bricht unter der Kritik Luthers zusammen. Prompt nehmen an allen Ecken selbst ernannte Prediger die Rolle der Kirche ein und füllen das Vakuum. Ein besonders abschreckendes Beispiel entdeckt Harald Lesch in Münster. Zunächst waren die Täufer eine Bewegung von unten. Sie gehorchen keiner Autorität und berufen sich dabei auf Luther. Später aber wollen sie in der westfälischen Stadt ein "Neues Jerusalem" begründen. Und sie regieren mit Gewalt. Manche nennen die Täufer heute die "Taliban des 16. Jahrhunderts". Doch auch andere nutzen die Gunst der Stunde. So versuchen die deutschen Landesherren und zum Beispiel auch der englische König, ihre Macht zu festigen. Und in dieser politisch aufgeheizten Stimmung bekommt die Reformation auch noch ihren Sexskandal. Warum erlaubt Luther Bigamie und lässt zu, dass Landgraf Philipp von Hessen eine zweite Frau heiratet? Heute bekäme Luther dafür einen Shitstorm. Der Reformator wird weiterhin verehrt, aber die Reformation ist ihm entglitten. Die Macht seiner Worte hat er überschätzt. Luther hat Entwicklungen angestoßen, deren Folgen er nicht absehen konnte. Er wird verbittert, immer griesgrämiger und immer dicker. In dieser Zeit entstehen die sogenannten "Judenschriften" Luthers. Harald Lesch sucht auch auf die Frage nach dem Antisemitismus des Reformators eine Antwort, spricht mit dem Luther-Experten Thomas Kaufmann und findet an der Stadtkirche zu Wittenberg ein Relief als Sinnbild des damaligen Judenhasses. Die Reformation ist zwar ohne Luther nicht denkbar, aber sie ist mehr als das. Sie hat sich emanzipiert und wurde ein Geschehen mit anderen Protagonisten und unvorhersehbarem Ausgang. Die Folgen der Reformation führen bis nach England und Amerika. Der Glaube vieler Menschen verändert sich und mit ihm die Lebensgeschichten und die Landkarte Europas - und weit darüber hinaus.
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Die Inquisition GESCHICHTE Templer und Katharer, GB 2014
Die Templer gehören zu den einflussreichsten Ritterorden des Mittelalters. Ihre Macht aber ist dem französischen König zu groß. Gnadenlos lässt er sie verfolgen, foltern und umbringen. Als willfährige Helfer erweisen sich die Vertreter der Inquisition. Sie bezichtigen die Gotteskrieger der Ketzerei und Verderbtheit. Ähnlich lauten die Vorwürfe gegen die in Südfrankreich lebenden Katharer. Auch hier schreiten die Inquisitoren zu blutiger Tat. Der Begriff "Inquisition" steht heute für eine der brutalsten Terrororganisationen der Geschichte. Mit ihrer Hilfe versetzten Kirche, Kaiser und Könige seit dem Hochmittelalter Europa in Angst und Schrecken. Die vierteilige Reihe "Die Inquisition" zeigt, wie und warum religiöse Fanatiker und Psychopathen im Namen des Christentums ungestraft und mancherorts jahrhundertelang massenhaft foltern und morden konnten. Es geht um Täter und Opfer, um gnadenlose Gerichtsverfahren und grausame Strafen - um Leben und Tod.
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Die Inquisition KIRCHE UND RELIGION Ketzerverfolgung in Spanien, GB 2014
Während Christoph Kolumbus 1492 für die spanische Krone Amerika entdeckt und damit das Tor zur Neuzeit aufstößt, erleben auf der Iberischen Halbinsel Juden und Moslems die Hölle auf Erden. Nur wenige Jahre zuvor haben König Ferdinand II. von Aragón und Königin Isabella I. von Kastilien die sogenannte Spanische Inquisition als staatliche Behörde eingeführt. 1481 landen die ersten Opfer auf dem Scheiterhaufen. Tausende sollten ihnen folgen. Der Begriff "Inquisition" steht heute für eine der brutalsten Terrororganisationen der Geschichte. Mit ihrer Hilfe versetzten Kirche, Kaiser und Könige seit dem Hochmittelalter Europa in Angst und Schrecken. Die vierteilige Reihe "Die Inquisition" zeigt, wie und warum religiöse Fanatiker und Psychopathen im Namen des Christentums ungestraft und mancherorts jahrhundertelang massenhaft foltern und morden konnten. Es geht um Täter und Opfer, um gnadenlose Gerichtsverfahren und grausame Strafen - um Leben und Tod.
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Die Inquisition KIRCHE UND RELIGION Häretiker in England, GB 2014
England hat eine blutige Geschichte in Bezug auf religiöse Verfolgung. Es beginnt, als Heinrich VIII. sich 1534 von der katholischen Kirche lossagt und die Church of England gründet. Viele Katholiken werden verhaftet und exekutiert. Seine Tochter Mary I. vollzieht eine schicksalhafte Wende. Während ihrer kurzen Regentschaft werden nun Protestanten wegen Ketzerei hingerichtet. Unter Elisabeth I. sind erneut die Katholiken das Ziel der Verfolgung. Der Begriff "Inquisition" steht heute für eine der brutalsten Terrororganisationen der Geschichte. Mit ihrer Hilfe versetzten Kirche, Kaiser und Könige seit dem Hochmittelalter Europa in Angst und Schrecken. Die vierteilige Reihe "Die Inquisition" zeigt, wie und warum religiöse Fanatiker und Psychopathen im Namen des Christentums ungestraft und mancherorts jahrhundertelang massenhaft foltern und morden konnten. Es geht um Täter und Opfer, um gnadenlose Gerichtsverfahren und grausame Strafen - um Leben und Tod.
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Die Inquisition KIRCHE UND RELIGION Hexenjagd, GB 2014
Im England des 17. Jahrhunderts kommt es zu zahlreichen Hexenjagden. Der berühmteste Hexenjäger ist Matthew Hopkins. Zu jener Zeit wird Hexerei als ein schreckliches Verbrechen angesehen. Da man glaubt, dass der Teufel nie gestehen würde, muss man das Geständnis von den beteiligten Menschen bekommen. Hopkins nutzt Techniken wie Schlafentzug, um Geständnisse zu erzwingen. Man macht auch sogenannte Wasserproben oder sucht nach einem Zeichen des Teufels. Der Begriff "Inquisition" steht heute für eine der brutalsten Terrororganisationen der Geschichte. Mit ihrer Hilfe versetzten Kirche, Kaiser und Könige seit dem Hochmittelalter Europa in Angst und Schrecken. Die vierteilige Reihe "Die Inquisition" zeigt, wie und warum religiöse Fanatiker und Psychopathen im Namen des Christentums ungestraft und mancherorts jahrhundertelang massenhaft foltern und morden konnten. Es geht um Täter und Opfer, um gnadenlose Gerichtsverfahren und grausame Strafen - um Leben und Tod.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Chaos, D 2018
2018 jährt sich ein besonderes Ereignis: der Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618. Dieser Krieg wurde von den Zeitgenossen als ein großes, katastrophales Ereignis verstanden. Es ist ein Krieg um Religion und die Macht in Europa. Die sechsteilige Doku-Reihe "Die Eiserne Zeit" erzählt den Dreißigjährigen Krieg aus Sicht derjenigen, die ihn hautnah erlebten: Offiziere und einfache Soldaten, Könige und Feldherren, Bauern und Priester. Auch Kaufleute und Bewohner der verwüsteten Landstriche und Städte stehen im Mittelpunkt. Ihre fesselnden Berichte, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen verdichten die Serie zu einem emotionalen und packenden Zeitgemälde. Diese Folge beginnt mit dem Schicksal Friedrichs V. und seiner Frau Elisabeth Stuart. Die beiden gehen als Winterkönig und Winterkönigin in die Geschichte ein. Peter Hagendorf ist der Hauptcharakter - er führt durch die gesamte Serie. Sein Tagebuch gibt einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Söldners im Dreißigjährigen Krieg. Die spanische Königin Isabella beauftragt den Maler Peter Paul Rubens mit einer geheimen Mission: Er soll als Spion für sie arbeiten.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Gott, D 2018
Die Menschen damals nennen es "Die Eiserne Zeit". Für uns ist es der Dreißigjährige Krieg. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verwüstet er Mitteleuropa auf beispiellose Weise. Doch an seinem Ende steht eine neue Idee: Europa. Die sechsteilige Doku-Reihe folgt den Schicksalen von Soldaten, Priestern und Kriegswaisen ebenso wie dem Leben einer gestürzten Königin und einer vermeintlichen Hexe. Der Söldner Peter Hagendorf lebt für und mit dem Krieg: Tod, Hunger und Angst sind seine ständigen Begleiter. In dieser Folge trifft er Anna Stadler, seine erste Frau. Sie zieht mit ihm in den Krieg - um unter anderem gegen die Dänen zu kämpfen. Der Maler Rubens reist nach Paris, um als Spion die Politik der spanischen Königin Isabella zu vertreten. Dort trifft er auf Vater Joseph. Der Kapuzinermönch ist der Berater und die "rechte Hand" von Kardinal Richelieu - dem mächtigsten Mann Frankreichs.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Macht, D 2018
Der Soldat Peter Hagendorf ist in der Nähe von Magdeburg stationiert. Seine Frau Anna bekommt ihr erstes Kind. Die Zustände im Lager sind furchtbar, die Tochter stirbt bald. Bei der Schlacht von Magdeburg im Jahr 1631 wird Hagendorf schwer verletzt. Wie durch ein Wunder überlebt er. Die ganze Familie der achtjährigen Anna Margareta von Haugwitz wird bei einem Massaker im protestantischen Calbe ausgelöscht. Anna flieht in ein Kloster.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Verwüstung, D 2018
Der Offizier Heinrich von Holck kämpft an der Seite Wallensteins gegen die Schweden in Deutschland. In der Schlacht bei Lützen kommt es zum Showdown. Mit dem Krieg dominieren Hunger und Pest die damalige Zeit. Dies spürt auch die Wirtin Barbara Xeller - ihr bleiben die Gäste aus. Der Krieg treibt sie an den Rand des wirtschaftlichen Ruins. Der Söldner Peter Hagendorf verliert seine Frau Anna. Ebenso sind alle Kinder, die sie ihm im Feldlager geboren hat, verstorben. Er will nicht mehr kämpfen, aber ihm bleibt keine Wahl.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Rache, D 2018
Söldner Peter Hagendorf trifft Anna Maria Buchler, die seine zweite Frau wird. Mit ihr und der kaiserlichen Armee zieht er weiter Richtung Paris. Père Joseph und Kardinal Richelieu stehen auf der anderen Seite und müssen Paris verteidigen. Es gelingt ihnen wie aus dem Nichts, 40 000 neue Soldaten zu rekrutieren und die Stadt zu halten. Im Kloster von Egeln begegnen sich die erwachsene Anna Margareta von Haugwitz und der Anführer der schwedischen Armee, Carl Gustav Wrangel, und verlieben sich ineinander. Fortan zieht Anna Margareta mit Wrangel und seiner Armee von Feldlager zu Feldlager.
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Die Eiserne Zeit - Europa im Dreißigjährigen Krieg GESCHICHTE Frieden, D 2018
Peter Hagendorfs letztes Regiment wird 1649 aufgelöst. Der Söldner hat überlebt, aber der Krieg und die schwierigen Lebensumstände haben ihm seine beiden Frauen genommen. Acht seiner neun Kinder sind tot, für seinen einzigen Sohn Melchior wünscht er sich eine bessere Zukunft - in Frieden. Carl Gustav und Anna Wrangel besuchen die Schenke von Barbara Xeller. Die schwedische Armee belagert erneut Biberach. Barbara Xeller wird der Hexerei angeklagt, aber letzten Endes wieder freigesprochen - als Erste. Anna und Carl Gustav hat der Krieg reich gemacht. Ihre geplünderte Beute lassen sie auf ihr Anwesen in Skokloster in Schweden bringen, wo sie nach Ende des Krieges hinziehen.
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Burgen - Monumente der Macht GESCHICHTE Ordensfestung Marienburg
Entlang des polnischen Flusses Nogat erstreckt sich die Marienburg, die von einem Ritterorden während der baltischen Kreuzzüge errichtet wurde. Die bemerkenswerte Ziegelsteinarchitektur sowie die himmelhohen und tödlichen Festungsmauern sollten die polnische Bevölkerung einschüchtern. Im Jahr 1410 führte ein Heidenkönig seine Truppen gegen die Marienburg, um die Herrschaft des Deutschordens zu beenden.
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