Apokalypse Abfall - Deutscher Müll für die Welt

Apokalypse Abfall - Deutscher Müll für die Welt

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Apokalypse Abfall - Deutscher Müll für die Welt

Apokalypse Abfall - Deutscher Müll für die Welt

Reportage

Deutschland ist Spitzenreiter: Ausgerechnet beim Produzieren von Müll sind die Deutschen ganz vorn. Doch was passiert danach mit Plastik, Elektroschrott und Co.? Unseren Abfall verschiffen wir um die halbe Welt - ökologisch fragwürdig, ökonomisch fahrlässig. Die Autorinnen Anne Breer und Yasemin Ergin zeigen, welche Wege der Müll nimmt, aber auch, welches Potenzial in ihm steckt. Anfang 2018 verhängt die chinesische Regierung einen Importstopp für ausländischen Müll. Ein Schock für die westlichen Industriestaaten, denn mehr als die Hälfte des Plastik- und Papiermülls der Wohlstandsgesellschaft landete bisher in China. Die Müllströme wurden kurzzeitig nach Südostasien umgeleitet, doch auch diese Länder machen langsam, aber sicher die Häfen für ausländischen Müll dicht. Die malaysische Umweltministerin verkündete im Mai 2019, unsortierten Plastikmüll wieder in die Herkunftsländer zurückzuschicken. Doch nicht nur unser Plastikmüll reist um die Welt, auch unser Elektroschrott gelangt über verschlungene Wege bis nach Südostasien und Afrika - obwohl der Export von kaputten Altgeräten eigentlich verboten ist. Wie können diese Geräte Deutschland überhaupt verlassen, und wer verdient an den Exporten? Die benötigten Umwelttechnologien sind ein riesiger Markt, auf dem Deutschland das Zeug zum weltweiten Vorreiter hat. Durch moderne Recycling-Methoden können kostbare Wertstoffe aus dem Müll gerettet, neue Arbeitsplätze geschaffen und zukunftsweisende Abfall-Strategien entwickelt werden. In den Niederlanden wurde der weltweit erste Fahrradweg aus Altplastik eröffnet. Und ein deutsches Start-up möchte mithilfe neuer Verfahren eine kleine Recycling-Revolution starten. Chinas Offensive entlarvt nun die bizarren weltweiten Ströme unseres Mülls, bietet Europa aber gleichzeitig neue Chancen auf einem bisher vernachlässigten Feld: Müll als Geschäftsmodell. Was aber, wenn Deutschland diese Chance vergibt? Versinken wir dann im Müll?
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Vergiftete Flüsse Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie

Vergiftete Flüsse Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie

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Die Plastik-Invasion - Coca-Cola und der vermüllte Planet

Natur und Umwelt Jede Sekunde werden weltweit zehn Tonnen Kunststoff produziert, davon landet ein Zehntel früher oder später in den Ozeanen. Schon 2050 könnten mehr Kunststoffe als Fische im Meer sein. Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, eine "Welt ohne Verschwendung". Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz. In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weiße Busse, gehen an rot-weißen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weißen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen. Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig. Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.
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ONE PHOENIX
Sender Zeit Zeit Titel Start Titel
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Krieg um Amerika GESCHICHTE Fredericksburg - Die größte Schlacht, CDN 2016
Dezember 1862: Nach dem strategischen Sieg der Union am Antietam treffen ihre Truppen in und bei der Kleinstadt Fredericksburg am Rappahannock auf eine gewaltige Armee der Südstaaten. Während der größten Schlacht des amerikanischen Bürgerkriegs findet die erste Flussquerung unter Beschuss statt. Die Kämpfe werden auf dem Wasser, im Häuserkampf und auf den Hängen von Marye's Heights ausgetragen. Die Nordstaaten erleiden hohe Verluste.
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Krieg um Amerika GESCHICHTE Gettysburg - Der Wendepunkt, CDN 2016
Juli 1863: Ein Scharfschützen-Eliteverband der Nordstaaten muss die Alabama-Stoßtruppen der Konföderierten unter General Robert E. Lee davon abhalten, die Linie der Union zu flankieren. Bei Gettysburg entsteht eine der blutigsten Schlachten auf dem amerikanischen Kontinent. Sie gilt als ein Wendepunkt im Bürgerkrieg. Mit der Niederlage der Armee unter General Lee endet die vorletzte Offensive der Konföderierten auf dem Territorium der Union.
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Krieg um Amerika GESCHICHTE Nashville - Kampf um den Süden, CDN 2016
Mitte Dezember 1864: In einem gewagten Manöver versuchen Truppen der Konföderierten, Nashville einzunehmen und die Nachschublinien der Union zu kappen, um deren Invasion im Süden aufzuhalten. Auf dem blutigen Höhepunkt der Schlacht soll ein unerfahrenes Regiment afroamerikanischer Soldaten eine nahezu unmögliche Aufgabe erfüllen: eine der kampfstärksten Einheiten der Konföderation von einer stark befestigen Stellung auf dem Peach Orchard Hill vertreiben.
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heute Xpress NACHRICHTEN
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
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200 Jahre Kriminalgeschichte RECHT UND KRIMINALITÄT Die Achtziger Jahre, D 2011
"200 Jahre Kriminalgeschichte" zeigt vergangene und aktuelle Fälle. Polizisten, Historiker und Psychologen äußern sich. In dieser Folge: die 80er-Jahre und ihre spezielle Kriminalgeschichte. Trotz aller gesellschaftlicher Wandlungen und der Befreiung von Unterdrückung und Gewaltherrschaft sind Kriminalität und Verbrechen bis heute ein gesellschaftliches Problem. Warum werden Menschen zu Straftätern? Wie hat sich die Arbeit der Ermittler verändert?
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Skandal! Große Affären in Deutschland DOKUMENTATION Der Fall Harry Wörz, D 2017
Von 1997 bis 2001 saß Harry Wörz im Gefängnis für den versuchten Totschlag an seiner Ex-Frau - eine Tat, die er nie begangen hat. Ein Justizirrtum. Der Prozess hatte ein großes mediales Echo. Am 29. April 1997 wurde die Ex-Frau von Harry Wörz - eine Polizistin - mitten in der Nacht aufgefunden: stranguliert mit einem Schal. Am selben Tag wurde Wörz verhaftet. Die Pforzheimer Polizei ermittelte anfangs gegen Wörz und den Geliebten des Opfers. Das Opfer überlebte die Tat schwer verletzt und ist seither ein Pflegefall, kann keine Angaben zum Täter machen. Vor Gericht gestellt wurde schließlich Harry Wörz. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn zu elf Jahren Gefängnis, er legte Revision ein. In den nächsten Jahren folgte ein nervenaufreibendes Hin und Her von Freispruch und Wiederaufnahme des Verfahrens. Seit 2010 gilt Harry Wörz rechtskräftig als freigesprochen. Bis Ende 2016 zogen sich noch mehrere Verfahren um Entschädigung für das Justizopfer hin. In den Medien erzeugte der Fall ein großes Echo. So bezeichnete die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen das Verfahren als einen der "ungewöhnlichsten Prozesse der deutschen Rechtsgeschichte". Auch die öffentlich-rechtlichen Sender und zahlreiche Zeitungen berichteten über den Justizskandal, der Harry Wörz Besitz und Familie kostete: Für die Prozesse hat er sich hoch verschuldet, der Kontakt zum Sohn brach ab. Wörz verlangt bis heute, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und der versuchte Totschlag an seiner Ex-Frau aufgeklärt wird. 2013 hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe alle Ermittlungen eingestellt. Für einen anderen Täter gebe es keinen Anfangsverdacht.
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Skandal! Große Affären in Deutschland DOKUMENTATION Der Fall Nitribitt (1957), D 2016
Die Frankfurter Edel-Prostituierte Rosemarie Nitribitt wurde 1957 im Alter von 24 Jahren ermordet. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Die Nitribitt-Story wurde später mehrfach verfilmt. Zu den vielen Spekulationen rund um den Fall trägt bei, dass Prominente aus Wirtschaft und Politik zu den Kunden von Nitribitt gezählt haben sollen. Ermittlungspannen der Kripo nährten den Verdacht einer planmäßigen Vertuschung. Der "Fall Nitribitt" dient als Ausgangspunkt, um die spießige deutsche Nachkriegsgesellschaft der 50er-Jahre zu charakterisieren. Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Skandal!" erzählt die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anhand von vielerlei Affären - ein Blick auf die deutsche Historie von 1949 bis heute. Von Nitribitt bis Wulff: Oft braucht es nur einen kleinen Auslöser für einen Skandal, dann wird nach und nach ein Abgrund sichtbar. Die Gesellschaft definiert sich in solchen Affären regelmäßig neu. Was ist moralisch vertretbar? Welche Rolle spielen Politik und Wirtschaft?
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Mördern auf der Spur RECHT UND KRIMINALITÄT Der Serienkiller, D 2016
Ermittler bei der Mordkommission - für viele Menschen ist dieser Beruf interessant, spannend und aufregend. Doch wie wird man Mordermittler? Was genau macht man da? Und wie geht man mit dem täglich Erlebten um? Fragen, die den Frauen und Männern von der Mordkommission immer wieder gestellt werden. Die Reportage-Serie "Mördern auf der Spur" begleitet Kommissare und Kommissarinnen sowie Ermittler und Ermittlerinnen bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre geheimen Ermittlungsakten, zeigen Tatortfotos, Polizeivideos und Obduktionsberichte. Sie fahren an Leichenfundorte und berichten, wie sie den Tätern auf die Spur kamen. Eine spektakuläre Sendereihe, die nichts für schwache Nerven ist.
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Mördern auf der Spur RECHT UND KRIMINALITÄT Indizien und falsche Alibis, D 2016
Die Reportage-Reihe "Mördern auf der Spur" begleitet Kommissare und Kommissarinnen sowie Ermittler und Ermittlerinnen bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Diese zwei Fälle haben in der Öffentlichkeit traurige Berühmtheit erlangt: der grausame Überfall auf eine japanische Studentin in Trier und der Mord an einer Mutter, deren damals dreijährige Tochter bis heute vermisst wird. Im November 1983 wird die japanische Studentin Mutsuko Ayano brutal zusammengeschlagen, und es werden ihr 90 D-Mark gestohlen. Ein paar Tage später erliegt sie ihren Kopfverletzungen. Das Gewaltverbrechen entpuppt sich für Kommissar Michels als schwieriger Fall, da keine Spur auf den Täter schließen lässt. Erst, als eine Frau aus Regensburg nach einem Raubüberfall ähnlichen Kopfverletzungen wie Mutsuko erliegt, fährt Michels sofort nach Regensburg, um den Mann zu vernehmen. In einem nervenaufreibenden Verhör gelingt es ihm, den Mann zu einem Geständnis zu bringen. Am 5. August 1996 wird im Gestrüpp des Grenzberges bei Remstädt eine Tote gefunden. Es handelt sich um die 36-jährige Gabriele K., die gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter seit einigen Tagen vermisst wurde. Von ihrer Tochter Franziska fehlt jede Spur - bis heute. Emil Brockmann ist damals der leitende Ermittler in dem Fall. Der Hauptverdächtige, ein verheirateter Mann, mit dem Gabriele K. eine Affäre hatte, weist alle Anschuldigungen von sich, kann jedoch aufgrund eines Indizienprozesses wegen Totschlags verurteilt werden. Heute ist er wieder auf freiem Fuß. Kommissar Brockmann ist mittlerweile in Pension, dennoch lässt ihn die Frage nicht los, wo die kleine Franziska geblieben ist.
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Mördern auf der Spur RECHT UND KRIMINALITÄT Leiche gesucht, D 2016
War es Mord? "Mördern auf der Spur" dokumentiert zwei Kriminalfälle, die den Ermittlern alles abverlangen. Zwei schwangere Mädchen verschwinden, die Leichen werden jedoch nie gefunden. Die schwangere Lolita Brieger verschwindet 1982 spurlos. 29 Jahre später nimmt Kommissar Wolfgang Schu die Ermittlungen auf. Auch der Fall der 1997 verschwundenen Maike Thiel wirft Rätsel auf. Kommissar Patschewitz kommt 18 Jahre später auf die Lösung.
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ZDF-History GESCHICHTE Deutschland 1945 von oben, D 2015
Nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 gleicht Deutschland einer Trümmerwüste. Mithilfe von Luftaufnahmen alliierter Militärs blickt die Dokumentation erstmals von oben auf die Zerstörungen. Noch in den letzten Kriegsmonaten fallen zigtausend Bomben auf deutsche Städte, darunter Dresden, Würzburg und Mainz. Hunderttausende Menschen verlieren ihr Zuhause, ihre Familien und oft auch ihren Lebensmut. Im Sommer 1945 schauen sie in eine ungewisse Zukunft. Denn in den Städten herrscht das Chaos. Hitlers Krieg hatte eine Dynamik der Gewalt entfacht, die weit über die Kapitulation hinauswirkte. Am Beispiel der Städte Berlin, Dresden und Köln blickt die Dokumentation auf das Leben der Deutschen zwischen den Trümmern und vergleicht die Filmaufnahmen der Westmächte aus dem Sommer 1945 mit Aufnahmen aus den 30er-Jahren und aus der Gegenwart.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Die geheimste Unterwelt der SS, D 2019
Neue Quellen-Funde belegen die Existenz einer streng geheimen SS-Unterwelt in Österreich, deren riesige Ausmaße und Bedeutung im Zweiten Weltkrieg bislang unbeachtet blieben. Neuere Recherchen sprechen dafür, dass die unterirdischen Bauten bei St. Georgen an der Gusen nahe Linz entgegen bisheriger Annahmen bis zu 40 Kilometer Stollen umfassten und auch zur Geheimwaffen-Produktion dienten. Dokumente verorten hier einen Teil der sogenannten Alpenfestung. Doch handelte es sich demnach nicht um die vor Kriegsende kursierende Vorstellung von einem waffenstarrenden Bollwerk in den Bergen, sondern um unterirdische Anlagen. Auf wie vielen Ebenen sollten hier tatsächlich Rüstungsgüter hergestellt werden? Welche geheimen Projekte wurden hier vorangetrieben? Fand hier auch Forschung für besonders vernichtende Waffen statt, worauf Aussagen von Zeitzeugen hindeuten? "Wagenkontrollbücher" der Reichsbahn belegen, dass in den letzten Kriegsmonaten Hunderte von Eisenbahnwaggons nach St. Georgen an der Gusen geschickt wurden. Um welche Lieferungen handelte es sich dabei? Viele Eintragungen drehen sich um Technologie. Welche Güter wurden hier eingelagert? Zählte womöglich auch NS-Raubgut dazu? Herrscher über die geheimen Rüstungs-Unterwelten war SS-General Hans Kammler, der auch für den mörderischen Einsatz von KZ-Häftlingen beim Bau der Stollen verantwortlich war. Gab es in dem Komplex bei Linz ein bislang unbekanntes unterirdisches Konzentrationslager - worauf amerikanische Quellen und Zeitzeugen-Aussagen hindeuten? Luftbild-Aufnahmen, Augenzeugenberichte, Dokumente, Geoelektrik-Messungen und Experten-Aussagen ergeben ein Bild, das die Dringlichkeit einer gründlichen Erforschung der Standorte - auch durch Bodenuntersuchungen - vor Augen führt.
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ZDF-History GESCHICHTE Hitlers Geheimwaffen-Chef - Die zwei Leben Hans Kammlers, D 2019
Überlebte Hitlers Geheimwaffen-Chef den Krieg? Wurde SS-General Hans Kammler heimlich in die USA gebracht? "ZDF-History" zeigt dafür erstmals Belege. Hitlers mächtiger Geheimwaffen-Chef Hans Kammler wurde 1948 von einem deutschen Gericht für tot erklärt. Angeblich beging der SS-General am 9. Mai 1945 Selbstmord. Doch neueste Quellenfunde widerlegen die amtliche Version. Ein auf den 30. Mai 1945 datiertes Dokument des Geheimdienstes der US-Luftwaffe listet eine Reihe hochrangiger deutscher Kriegsgefangener auf, die zum Verhör zur Verfügung stehen: neben Albert Speer und Hermann Göring auch Hans Kammler - drei Wochen nach dessen angeblichem Tod. Im November 1945 ordnete der Militär-Geheimdienstchef der U.S. Air Force an, Kammler aufgrund seines Wissens über die wichtigsten bombensicheren unterirdischen Rüstungsanlagen zu vernehmen, da Erkenntnisse darüber für künftige mit Raketen und Atombomben geführten Kriege von Bedeutung sein könnten. Weitere Dokumente belegen die weitreichenden Zuständigkeiten des SS-Generals bei den Geheimprojekten: Raketen, Atomenergie und Düsenflugzeuge. Zudem kontrollierte er ein Netz wichtiger Rüstungsstandorte unter Tage und Forschungseinrichtungen. Ein brisanter Fall: Denn Hans Kammler war nicht nur für neueste Waffensysteme zuständig. Der SS-General und promovierte Architekt hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Errichtung von Konzentrationslagern und den systematischen Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen, der Zehntausende Opfer forderte. Er war ein "Technokrat des Todes" und wurde als Kriegsverbrecher bei den Nürnberger Prozessen offenbar nur deshalb nicht zur Verantwortung gezogen, weil er einer Siegermacht als Wissensträger dienen konnte.
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ZDF-History GESCHICHTE Oktoberrevolution - Der Umsturz, der die Welt veränderte, D 2017
Kaum ein Ereignis hat die Weltgeschichte so umgewandelt wie die russische Oktoberrevolution vor 100 Jahren. Vor allem drei Männer nutzten 1917 die Gunst der Stunde: Lenin, Trotzki und Stalin. Der Film beschreibt die aufgeladene Atmosphäre jener 245 Tage, die drei Randfiguren an die Schaltstellen umfassender Macht katapultierte. Die packende Chronik einer weltbewegenden Revolution erzählt zugleich eines der großen Dramen der Weltgeschichte. In nur sechs Monaten stellten Wladimir Lenin, Leo Trotzki und Josef Stalin die Weichen für die Umformung eines agrarisch geprägten Riesenreiches in den ersten kommunistischen Staat der Welt. In der Folge setzten sie auf Kosten von Millionen Toten die Sowjetdiktatur durch, die Mitte des Jahrhunderts erheblich zur Spaltung der Welt beitragen sollte - mit Auswirkungen bis heute. Als im Frühjahr 1917 der Aufstand kriegsmüder und unterversorgter Massen, vorwiegend in den russischen Metropolen, die jahrhundertelange Zarenherrschaft beendete, lag diese Wendung noch jenseits aller Vorstellungskraft. Eine bürgerlich-sozialdemokratische Übergangsregierung, gestützt auf Räte aus Arbeitern und Soldaten, übernahm im politischen Machtvakuum zunächst die Führung. Die radikalen Wortführer der selbst ernannten "Mehrheitssozialisten" waren fern: im Exil , auf Reisen oder in der Verbannung . Die Dokumentation schildert ihren abenteuerlichen, gleichwohl beharrlichen Weg an die Macht, der reich an wechselseitigen Rivalitäten, Rückschlägen und Kuriositäten war. Ohne massive logistische und finanzielle Unterstützung der deutschen Heeresleitung wäre der bolschewistische Staatsstreich im Oktober 1917 wohl niemals zustande gekommen. Aber auch Entscheidungsschwächen, polizeiliche Verfolgung und dilettantische Eskapaden brachten das Umsturzvorhaben gegen die einstigen Verbündeten bisweilen an den Rand des Scheiterns. Der Durchbruch für den staatlich organisierten Kommunismus beruhte auch auf Zufällen und absurden Verwicklungen. Was die Putschisten in der Folge zur Festigung ihrer neuen Machtbasis unternahmen, folgte allerdings einem zielgerichteten, von rücksichtsloser Härte bestimmten Plan. Nach Lenins Tod pervertierte Stalin das politische Experiment in ein selbstherrliches Terrorregiment, dem schließlich auch sein einstiger Mitstreiter Leo Trotzki zum Opfer fiel. Gestützt auf neueste historische Erkenntnisse und die Aussagen renommierter Russlandforscher, illustriert mit szenischen Rekonstruktionen und authentischen Archivbildern, beschreibt der Film einen der bedeutsamsten Wendepunkte der Weltgeschichte auf durchaus unterhaltsame Weise aus der Nahperspektive.
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ZDF-History GESCHICHTE Pekinger Frühling '89 - Chinas Kampf um die Freiheit, D 2019
Im April 1989 gehen erst 100, dann Tausende junge Menschen in Peking auf die Straße. Sie protestieren für demokratische Reformen. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Jeden Tag werden es mehr. Der Platz des Himmlischen Friedens in Peking wird zum Symbol einer Freiheitsbewegung von Studenten, Arbeitern und Akademikern. Sie alle hoffen auf Veränderung. Doch am 4. Juni schickt die Staatsmacht Panzer. "ZDF-History" wirft - mit bisher nie gezeigten Aufnahmen - einen neuen Blick auf die Zeit vor dem Massaker. Es sind sieben Wochen der Hoffnung. Aus 40 Stunden Archivmaterial entsteht die bewegende Chronologie einer Zeit, in der ein freiheitliches China möglich scheint. Es sind Bilder und Szenen, die besonders berühren. Sie vermitteln einen Hauch von Demokratie und Freiheit. Doch die kommunistischen Hardliner fürchten im Juni 1989 eine instabile Ordnung mehr als alles andere. Am Ende setzen sie sich durch und lassen auf die Protestierenden schießen. Während in mehr als 300 Städten der chinesische Freiheitsgedanke in Blut ertrinkt, festigen die Machthaber ihren Allmachtsanspruch. Bis heute ist die Erinnerung an dieses Massaker verboten. Ein ganzes Volk soll vergessen. Zum 30. Jahrestag richtet "ZDF-History" den Blick auf jene sieben Wochen Hoffnung, die China immer noch prägen: Die einen wollen verhindern, dass sich so etwas wiederholt, die anderen hoffen, dass der Freiheitswille wieder erwacht.
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ZDF-History GESCHICHTE Damenwahl! Frauen im Kampf um die Stimme, D 2019
Sie haben gestritten, gestreikt und gehungert im Kampf um ihr Wahlrecht vor 100 Jahren. "ZDF-History" erzählt von drei mutigen Frauen auf ihrem unbeirrbaren Weg zum Ziel. Die deutsche Revolutionärin Clara Zetkin, Adelheid Popp aus der österreichischen Arbeiterbewegung und die Bürgerliche Hildegard Burjan kämpfen für eine gerechtere Welt. Sie riskieren alles für Selbstbestimmung, fairen Lohn und Wahlrecht. Der unermüdliche Einsatz im zähen Ringen um das Stimmrecht und die Verbesserung der Lebensbedingungen zahlt sich aus. In Deutschland geben am 19. Januar 1919 über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen erstmals ihre Stimme ab. Ein großer Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung.
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ZDF-History DOKUMENTATION Das Tschernobyl-Vermächtnis, D 2016
Am 26. April 1986 ereignete sich die bis heute größte Nuklear-Katastrophe der Geschichte: Die Explosion im ukrainischen AKW Tschernobyl verseuchte riesige Landstriche. Zwei Jahre nach der Katastrophe beging Waleri Legassow, Leiter der Tschernobyl-Untersuchungskommission, Selbstmord und hinterließ Tonbänder - sein Vermächtnis. In ihnen tat er kund, was er öffentlich nicht preisgeben durfte: die für ihn wahren Schuldigen. "ZDF-History" zeigt die Katastrophe von Tschernobyl aus Insider-Sicht. Aussagen aus Legassows Vermächtnis werden ergänzt durch Interviews mit Augenzeugen wie Alexey Breuss, der 1986 Ingenieur im Unglücksblock 4 war. Selten oder nie gesehenes Filmmaterial aus ukrainischen Archiven, hochwertige Grafiken und szenische Rekonstruktionen machen die Ereignisse von damals wieder lebendig. Eine spannende Suche nach den wahren Gründen und Folgen der Katastrophe, die lange verschleiert wurden.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Digitale Stimmenfänger - Meinungsmache im Netz, D 2017
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
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planet e.: Abgassünder Diesel DOKUMENTATION Freie Fahrt in den Export, D 2019
Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
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Dirty Dollars DOKUMENTATION Medikamentenhandel
Mittlerweile wird mit gefälschten Medikamenten ein illegaler Jahresumsatz von mehr als 75 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Diese Episode begibt sich auf Spurensuche im Internet, das den lukrativen Handel mit gefälschten Medikamenten in dieser Form erst ermöglicht hat. Bis zu 70 Prozent aller gefälschten Medikamente werden über das Netz in Umlauf gebracht. Die Risiken gefälschter Medikamente tragen dabei die Verbraucher. Sie zahlen nicht selten mit dem Leben. Mit versteckter Kamera werden gefälschte Medikamente in Benin gekauft und deren Zusammensetzung in Laboren untersucht. Im Februar 2017 führte Operation "Pangea 9" zur Zerschlagung einer der größten illegalen Märkte für gefälschte Medikamente: 90 Tonnen gefälschter Medikamente wurden beschlagnahmt und 112 Personen verhaftet. Experten verschiedener nationaler und internationaler Gesundheitsorganisationen und Interpol gewähren tiefe Einblicke in das illegale Netzwerk.
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Vergiftete Flüsse Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie NATUR UND UMWELT, CDN 2017
Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammen aus Asien, besonders aus China, Bangladesch und Indien: Billiglohnländer, in denen Arbeits- und Umweltschutz meist nur auf dem Papier stehen. Giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände aus der Textilindustrie gelangen dort ungefiltert in die Flüsse. Die Folge: Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser. Viele leiden unter Hautausschlägen, Durchfall, Verlust des Geruchssinns und Krebs. Die größten Kunden der Fabriken sind amerikanische und europäische Modegiganten. Für die Hersteller von Billigtextilien und exklusiver Kleidung zählt nur eines: Geld. Doch auch die Verbraucher tragen Mitschuld, denn "Geiz ist geil". Der Umweltaktivist Mark Angelo bereiste drei Jahre lang die Welt und dokumentierte die verheerenden Auswirkungen der Modebranche auf Flüsse, die zu Kloaken werden: schockierende, zuvor noch nie gesehene Bilder. Immerhin gibt es bereits saubere Produktionstechnologien. Sie müssten vom Verbraucher und der Textilbranche nur eingefordert und bezahlt werden.
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Apokalypse Abfall - Deutscher Müll für die Welt REPORTAGE, D 2018
Deutschland ist Spitzenreiter: Ausgerechnet beim Produzieren von Müll sind die Deutschen ganz vorn. Doch was passiert danach mit Plastik, Elektroschrott und Co.? Unseren Abfall verschiffen wir um die halbe Welt - ökologisch fragwürdig, ökonomisch fahrlässig. Die Autorinnen Anne Breer und Yasemin Ergin zeigen, welche Wege der Müll nimmt, aber auch, welches Potenzial in ihm steckt. Anfang 2018 verhängt die chinesische Regierung einen Importstopp für ausländischen Müll. Ein Schock für die westlichen Industriestaaten, denn mehr als die Hälfte des Plastik- und Papiermülls der Wohlstandsgesellschaft landete bisher in China. Die Müllströme wurden kurzzeitig nach Südostasien umgeleitet, doch auch diese Länder machen langsam, aber sicher die Häfen für ausländischen Müll dicht. Die malaysische Umweltministerin verkündete im Mai 2019, unsortierten Plastikmüll wieder in die Herkunftsländer zurückzuschicken. Doch nicht nur unser Plastikmüll reist um die Welt, auch unser Elektroschrott gelangt über verschlungene Wege bis nach Südostasien und Afrika - obwohl der Export von kaputten Altgeräten eigentlich verboten ist. Wie können diese Geräte Deutschland überhaupt verlassen, und wer verdient an den Exporten? Die benötigten Umwelttechnologien sind ein riesiger Markt, auf dem Deutschland das Zeug zum weltweiten Vorreiter hat. Durch moderne Recycling-Methoden können kostbare Wertstoffe aus dem Müll gerettet, neue Arbeitsplätze geschaffen und zukunftsweisende Abfall-Strategien entwickelt werden. In den Niederlanden wurde der weltweit erste Fahrradweg aus Altplastik eröffnet. Und ein deutsches Start-up möchte mithilfe neuer Verfahren eine kleine Recycling-Revolution starten. Chinas Offensive entlarvt nun die bizarren weltweiten Ströme unseres Mülls, bietet Europa aber gleichzeitig neue Chancen auf einem bisher vernachlässigten Feld: Müll als Geschäftsmodell. Was aber, wenn Deutschland diese Chance vergibt? Versinken wir dann im Müll?
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Die Plastik-Invasion - Coca-Cola und der vermüllte Planet NATUR UND UMWELT
Jede Sekunde werden weltweit zehn Tonnen Kunststoff produziert, davon landet ein Zehntel früher oder später in den Ozeanen. Schon 2050 könnten mehr Kunststoffe als Fische im Meer sein. Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, eine "Welt ohne Verschwendung". Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz. In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weiße Busse, gehen an rot-weißen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weißen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen. Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig. Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.
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planet e. DOKUMENTATION Giftiger Export - der Handel mit Elektromüll, D 2016
Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Die Plastik-Zeitbombe: Wege aus der Krise, D 2019
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Fische - mehr als nur fette Beute, D 2018
Fisch ist so begehrt wie nie zuvor. Trotz schwindender Bestände geht es immer um "den großen Fang". Harald Lesch geht der Frage nach: Sind Fische wirklich nur "fette Beute"? Freitags Fisch - das war einmal. Heute ist fast immer Freitag. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt 14 Kilogramm pro Jahr. Doch die Wildbestände reichen schon längst nicht mehr, um den steigenden Bedarf zu decken. Ist der Verzicht auf Fisch die Lösung? Wissenschaftler lernen immer mehr über das Leben der Flossentiere. Und was sie herausfinden, ist faszinierend. Hinter der "Ware", als die wir den Fisch bisher hauptsächlich gesehen haben, steckt mehr. Fische sind keineswegs dumm. Die Kenntnis ihrer großartigen Leistungen und ihrer erstaunlichen Fähigkeiten bieten uns auch Lösungsansätze und Alternativen zum Schutz und Erhalt von Beständen. Der Kabeljau hat ein Problem. Er ist seit Jahrtausenden zu begehrt. Die gnadenlose Überfischung hat die Kabeljaubestände des Nordatlantiks erheblich dezimiert, aber auch bei uns in der Nord- und Ostsee. Forscher haben eine Methode gefunden, um die Bestände zu sichern und den Berufsstand der Fischerei zu erhalten. Doch es gibt massive Widerstände. Wird es gelingen, Politiker und Fischer von den Erkenntnissen der Wissenschaft zu überzeugen? Lachse sind in der Wildnis Wanderer zwischen zwei Welten, dem Salzwasser der Meere und dem Süßwasser der Flüsse. Doch der Wildlachs ist überfischt. Die Zucht bietet eine Möglichkeit, die hohe Nachfrage zu decken - in der Vergangenheit jedoch mit fatalen Folgen für die Umwelt und für die Tiere selbst. Moderne Zuchtbetriebe machen sich die Kenntnisse von den Lebensweisen, vom Ei bis zum ausgewachsenen Lachs, zunutze, um eine schonende, umweltbewusste Aquakultur zu entwickeln. Norwegen verfolgt eine richtungsweisende Strategie. Möglicherweise wird sie die Zucht revolutionieren. Der Europäische Flussaal war bis in die 60er-Jahre weitverbreitet und ist heute vom Aussterben bedroht. Die Jungtiere sind mittlerweile so selten, dass sie illegal gehandelt und über Grenzen geschmuggelt werden. Die einzigartige Wanderung zwischen der Sargassosee im Atlantik und unseren heimischen Seen und Flüssen macht den Schutz der Aale nicht leicht. Und doch gibt es Bestrebungen, die Aale zu retten. Der Aufwand ist erheblich. Wird er sich lohnen?
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Klimawandel - Die Fakten mit Harald Lesch NATUR UND UMWELT, D 2019
Rekordhitze, Überflutungen, Dürre: normale Wetterphänomene oder bereits die Folgen des Klimawandels? Die Dokumentation mit Harald Lesch fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung zusammen. Schon seit Langem beobachten Forscher einen globalen Temperaturanstieg. Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, in Deutschland droht ein neues Waldsterben. Steuert die Menschheit auf eine neue Heißzeit zu? Oder lässt sich die globale Erwärmung noch begrenzen? Die Dokumentation zieht mithilfe internationaler Experten Bilanz. Um die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssten die stetig steigenden CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren halbiert und bis 2050 komplett gestoppt werden. Notwendig wäre ein weitgehender Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl zur Energiegewinnung. Wenn das nicht gelingt, wird sich die Erde weiter erwärmen - darin ist sich die überwiegende Zahl der Wissenschaftler einig. Auch, wenn einige den menschengemachten Klimawandel infrage stellen - weltweit häufen sich die Wetter-Extreme. In Deutschland haben die zurückliegenden trockenen Sommer den Wald bereits massiv geschwächt - Borkenkäfer haben leichtes Spiel und vernichten ganze Fichtenwälder. Hinzu kommt, dass Klimasysteme nicht immer linear reagieren. Sie können sich auch sprunghaft verändern, wenn ein bestimmtes Belastungsniveau überschritten ist. Wissenschaftler sprechen von sogenannten Kipppunkten. Momentan sind es unsere eigenen Emissionen, die den Klimawandel befeuern. Kipppunkte jedoch können Dominoeffekte auslösen, die den Klimawandel dramatisch beschleunigen. Eine tickende Zeitbombe haben Forscher im Permafrost der Arktis ausgemacht. Was können wir tun, um den Klimawandel zu begrenzen? Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sagt: "Natürlich ist es toll, wenn jeder Einzelne weniger Auto fährt, weniger fliegt, weniger Fleisch konsumiert. Aber entscheidend ist, dass jeder Einzelne von der Politik über die nächsten 30 Jahre einfordert, dass dieses Problem global gelöst wird. Denn das ist es, was wir brauchen."
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Mysterien des Weltalls WISSENSCHAFT Die Erde nimmt ihre Wunder zurück, USA 2016
Der Menschheit droht Gefahr: Wirbelstürme werden immer stärker, Erdbeben immer schwerer und Krankheitserreger widerstandsfähiger. Sind wir diesen Naturgewalten machtlos ausgeliefert? Oder gibt es Mittel und Wege, diese Elemente zu zähmen, Naturkatastrophen zukünftig zu verhindern? Hurrikans zu stoppen? Gefährliche Arten auszurotten und andere wieder zum Leben zu erwecken? Manche Wissenschaftler glauben: ja. Evolutionsbiologen, Meerestechniker und Insektenforscher versuchen, die Naturgesetze zu überlisten und damit die Naturgewalten einzudämmen, die für die Menschheit zunehmend zur Bedrohung werden.
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Das Magazin geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und Interviews auf.
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Karl Marx und die Idee, D 2016
Die Politisierung der Arbeiterschaft in ganz Europa ist nicht mehr aufzuhalten. Karl Marx liefert mit seinem Werk "Das Kapital" 1867 die Grundlage für revolutionäre Bewegungen in ganz Europa. Die Machtübernahme des Proletariats scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch der Aufstand der Pariser Kommune 1871 wird gewaltsam niedergeschlagen. Als Reaktion schließen sich die Arbeiterbewegungen in der "Internationale" zusammen. Ihr Kampflied wird weltweit zur Hymne. Als Marx 1883 in London stirbt, haben seine Ideen die Welt verändert. In der zwölfteiligen Dokumentationsreihe "Aufstieg und Fall des Kommunismus" werden die grundlegenden Fragen aufgeworfen: Woher kam die Idee des Kommunismus? Was machte sie so attraktiv für die Menschen? Warum mündete sie in Terror und Unterdrückung? Wieso brach sie schließlich zusammen?
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Der Weg in die Revolution, D 2016
Der britische Russland-Experte Orlando Figes erläutert die Hintergründe der wachsenden Revolutionsbewegung, die im Jahr 1905 zum Aufstand führt. 1902 ist London Hauptquartier der Revolutionäre. 1903 kommt es auf dem 2. Parteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands zu einer folgenschweren Abstimmung. Lenin fordert die Umgestaltung in eine revolutionäre Kaderpartei, die den Zaren stürzen soll. Er erringt eine Mehrheit. Doch der erste Versuch, die Machtverhältnisse in Sankt Petersburg zu verändern, wird 1905 blutig niedergeschlagen. In der zwölfteiligen Dokumentationsreihe "Aufstieg und Fall des Kommunismus" werden die grundlegenden Fragen aufgeworfen: Woher kam die Idee des Kommunismus? Was machte sie so attraktiv für die Menschen? Warum mündete sie in Terror und Unterdrückung? Wieso brach sie schließlich zusammen?
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Revolution in Russland, D 2016
Zu Beginn des Jahres 1917 sind politische Umwälzungen in Russland nicht mehr aufzuhalten. Die Menschewiki übernehmen im Februar 1917 die Macht, der Zar dankt schließlich ab. Lenin ist jetzt bereit, sich mithilfe der Deutschen nach Russland schleusen zu lassen. In Petrograd angekommen, verbündet sich der Revolutionär mit dem wichtigsten Redner der Sozialisten, Leo Trotzki. Historiker Orlando Figes analysiert, warum erst die Zusammenarbeit der beiden die Oktoberrevolution möglich gemacht hat. In der zwölfteiligen Dokumentationsreihe "Aufstieg und Fall des Kommunismus" werden die grundlegenden Fragen aufgeworfen: Woher kam die Idee des Kommunismus? Was machte sie so attraktiv für die Menschen? Warum mündete sie in Terror und Unterdrückung? Wieso brach sie schließlich zusammen?
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Von der Revolution zum Terror, D 2016
Der Winterpalast in Sankt Petersburg ist am 25. Oktober 1917 Schauplatz einer Zeitenwende. Im Namen des Kommunismus putschen sich die Bolschewiki in Russland zur Macht. Hätte ein militärisch schlagkräftiges Regiment bereitgestanden, wäre es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zur Besetzung des Winterpalastes gekommen, hätte es keine Machtübernahme der Bolschewiki gegeben. Und in einem großen Teil der Welt möglicherweise keine jahrzehntelange Herrschaft des Kommunismus. Einen Tag nach dem Putsch lässt Lenin drei Dekrete verabschieden, die Russland grundlegend verändern sollen: unverzüglicher Friedensschluss mit Deutschland, Landverteilung an die Bauern und Verstaatlichung der Industrien. Bei den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk vertritt Außenkommissar Leo Trotzki die russischen Positionen. Während er Propagandareden über die Hoffnung der Arbeitermassen hält, beharren die Deutschen auf ihren Forderungen. Lenin und Trotzki wollen die Weltrevolution. Ihr Kalkül: Die Arbeiter und Soldaten in ganz Europa haben genug von Entbehrungen und Krieg. Die bolschewistische Revolution in Russland werde sie zu ähnlichen Aktionen in ihren Ländern inspirieren. Die Revolution in Russland steuert unterdessen in Richtung Terror, der kommunistische Polizeistaat entsteht. Eine "außerordentliche Kommission zur Bekämpfung von Konterrevolution, Spekulation und Sabotage", kurz Tscheka, soll die Feinde der Revolution an der inneren Front vernichten. Für Kritik am roten Terror hat Lenin kein Verständnis: "Wie soll eine Revolution ohne Exekutionskommandos funktionieren?", fragt er.
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Rotes Scheitern und roter Terror, D 2016
Am 9. November 1918 liegt in Berlin die Macht auf der Straße. Arbeiter und Soldaten strömen ins Berliner Regierungsviertel. Angesichts der Niederlage im Ersten Weltkrieg ist die Monarchie am Ende. Noch ist unklar, welchen Weg Deutschland einschlagen wird: parlamentarische Demokratie oder kommunistische Diktatur wie in Russland? Weil die Weltrevolution weiter auf sich warten lässt, wenden sich die Machthaber in Moskau den inneren Problemen ihrer Herrschaft zu. Die Versorgungslage in den Städten ist katastrophal. Die Regierung kann die Bevölkerung nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen. Die Kontrolle der Arbeiter und Bauern steht im Mittelpunkt des neuen Wirtschaftssystems, das einmal "Planwirtschaft" heißen wird. Lenins Ziel bleibt die vollständige Umwälzung der wirtschaftlichen und politischen Strukturen des rückständigen Landes. Und wer sich am Aufbau der klassenlosen Gesellschaft nicht beteiligen will, muss den roten Terror fürchten. Lenins zweiter Mann, Leo Trotzki, organisiert den Kampf der Roten Armee gegen die Konterrevolution zarentreuer und antibolschewistischer Kräfte. Während die Machthaber in Moskau auf die Weltrevolution setzen, schwindet ihr Einfluss im eigenen Land. Große Teile der russischen Landbevölkerung leiden Hunger. Sowjetmacht ist nur noch in den Städten präsent, und auch dort gärt es. Als 1921 die Matrosen in der Marinebasis Kronstadt meutern, wird der Aufstand blutig niedergeschlagen. Kurz darauf erleidet Lenin seinen ersten Schlaganfall. Weitere folgen, und dem Revolutionsführer bleibt wenig Zeit, sein Erbe zu ordnen. Kurz vor seinem Tod versucht er noch zu verhindern, dass Josef Stalin sein Nachfolger wird.
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Stalins Terror, D 2016
Nach Lenins Tod wird Josef Stalin der starke Mann in Moskau. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei hat es verstanden, eine treue Gefolgschaft hinter sich zu bringen. Sein Netzwerk reicht bis in die entlegensten Winkel des roten Imperiums. Einst Lenins zweiter Mann, hat Leo Trotzki den Machtkampf um die Nachfolge verloren, weil er - wie viele andere - Stalins Machtwillen unterschätzt hat. Fast 30 Jahre lang wird Josef Stalin mit absoluter Macht die Sowjetunion regieren, sein Land in den Rang einer Supermacht erheben und zum Zentrum eines weltumspannenden kommunistischen Systems machen. Für die Propaganda gibt Stalin den fürsorglichen Diktator, der sich für sein Volk aufopfert, doch Stalins eigentliche Begabung ist seine ungewöhnliche Kaltblütigkeit und Willenskraft. Er ist verschlagen und misstrauisch gegen jedermann. Leo Trotzki wird aus der Partei ausgeschlossen und aus Moskau verbannt. Schritt für Schritt baut Stalin seine Macht im Kreml aus. Er verschanzt sich hinter den Mauern des einstigen Zarenpalastes und proklamiert sich als Hüter der reinen Lehre des Leninismus. Die Partei kontrolliert von nun an das gesamte Leben aller Sowjetbürger, private Rückzugsräume gibt es kaum noch. Wer sich jetzt noch dem Zugriff des Staates und der Partei entziehen will, bekommt den Terror der Geheimpolizei zu spüren. Gegen den Widerstand großer Teile der Bevölkerung treibt Stalin die Industrialisierung voran. Sein Plan: Binnen zehn Jahren soll die Rückständigkeit des Landes überwunden und die Sowjetunion in eine industrielle Großmacht verwandelt werden. Für das Großprojekt braucht Stalin billige Arbeitskräfte, und so entsteht ein System von Arbeitslagern, das später unter dem Namen Gulag bekannt wird. In Moskau erlebt Erich Honecker den Kult um Josef Stalin. Der deutsche Kommunist ist begeistert von dem Diktator. "Die größte Sache, die ich je erlebt habe", wird er später sagen. Zurück in Deutschland muss Honecker mit ansehen, wie die Nazis 1933 die KPD fast vollständig auslöschen und Tausende Kommunisten in Konzentrationslagern internieren. Honecker wird 1935 ebenfalls verhaftet und zu zehn Jahren verurteilt. In Moskau hat inzwischen die Paranoia des "großen Führers" zu Verhaftungen geführt. Stalin bezichtigt seine innerparteilichen Gegner des Terrorismus. Er erlässt einen Befehl, der bei einer Anklage jedes Recht auf Verteidigung aufhebt und als einzige Strafe den Tod vorsieht. In den Kellern der Geheimpolizei erpressen seine Schergen mit brutalen Foltermethoden Geständnisse der Verhafteten. Die Rachsucht Stalins wird binnen eines Jahres ungeheuerliche Dimensionen annehmen und Zehntausende das Leben kosten.
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Aufstieg und Fall des Kommunismus GESCHICHTE Stalins Krieg, D 2016
Viele Kommunisten im Untergrund oder im Exil sind fassungslos, als Stalin Mitte der 30er-Jahre mit der radikalen Säuberung der Partei beginnt. Opfer werden auch viele deutsche Funktionäre. Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt offenbart 1939 die wahre Natur der Machtpolitik Stalins, die auf die ursprüngliche Vision einer besseren Welt keine Rücksicht mehr zu nehmen scheint. 1941 überfällt Hitler die Sowjetunion. Während des Zweiten Weltkrieges bereiten sich Funktionäre und Partisanenbewegungen in Europa auf die Zeit nach dem Sieg über die Nazis vor. Stalin ist entschlossen, den bevorstehenden Zusammenbruch des Hitler-Imperiums auszunutzen, um große Teile des Kontinents unter seine Kontrolle zu bringen. In Polen stehen 1944 die Kommunisten in Lublin bereit, in Moskau bereiten sich auch die deutschen Exilkommunisten auf die Rückkehr in ihre Heimat vor. Max Emendörfer ist aus der Wehrmacht desertiert und zur Roten Armee übergelaufen, 1943 wird er Mitglied des "Nationalkomitees Freies Deutschland". 1945 reist er im Gefolge der "Gruppe Ulbricht" nach Berlin. Jan Emendörfer erzählt, wie sein Vater auf Geheiß Walter Ulbrichts verhaftet und im Speziallager Sachsenhausen interniert wird.
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