Das österreichische Pensionssystem stützt sich weitgehend auf den sogenannten "Generationenvertrag", ein Vertrag, den niemand wirklich unterschrieben hat. Die derzeit Arbeitenden finanzieren die Pensionen der Älteren. Lücken werden durch Steuermittel ausgeglichen. Das System, behaupten viele Experten, ist mittelfristig so nicht mehr finanzierbar, denn auf weniger Arbeitende kommen immer mehr Pensionisten. Im Jahr 2023 gab es pro Pensionistin oder Pensionisten noch 1,7 Erwerbstätige, 2035 werden es weniger als 1,5 und 2050 weniger als 1,3 sein.
Für den Generationenvertrag und den Staat ist diese Entwicklung langfristig ein Problem: Denn der Bund muss mehr Geld zuschießen, 2025 gab er schon ein Viertel seiner Mittel dafür aus. Bis 2029 soll der Anteil auf fast 30 Prozent steigen. Acht mehr oder weniger große Pensionsreformen hat es seit 2000 gegeben - mit teils drastischen Einschnitten für Pensionsbezieher. Viele Österreicher meinen: Die Pensionen sind nicht mehr sicher. Wird der Generationenvertrag fortbestehen, oder muss er durch ein anderes System ersetzt werden? Hanno Settele hat bei Experten und bei Betroffenen nachgefragt.
Auch bei ihnen gehen die Meinungen auseinander: Für Wolfgang Panhölzl von der Arbeiterkammer ist Österreichs System eines der besten in Europa - aber nur, wenn es gelingt, mehr Ältere im Arbeitsprozess zu halten und wenn die Wirtschaft stabil bleibt. Monika Köppl-Turyna vom EcoAustria-Institut glaubt, dass das unrealistisch ist. Der Staat müsse für eine kapitalbasierte Lösung wie in skandinavischen Ländern sorgen. Markus Knell von der österreichischen Nationalbank tritt für ein radikales Umdenken ein, da er das System für prinzipiell ungerecht hält: Weil Vielverdiener viel länger leben, sollten sie auch länger arbeiten und mehr einzahlen.
Das Großarltal im Salzburger Pongau birgt eine Landschaftsidylle von bestechender Schönheit. Außenstehende blicken neidvoll auf die Menschen, die hier tagein tagaus leben dürfen. Wer die traditionelle bergbäuerliche Lebenskultur verstehen will, besucht am besten den Senner Willi Gruber auf seiner vierhundert Jahre alten Hütte. Dort wird nach wie vor mit offenem Feuer gekocht, in der Stube liegt ein gestampfter Lehmboden, und geschlafen wird oben im Heu. Willi und seine Familie halten bewusst an diesen Bräuchen fest, damit sie für die nachkommende Generation erlebbar bleiben. Silvester Hettegger, der Seniorbauer von der Viehhausalm, pflegt mit seiner Nichte, seinem Neffen und seiner jüngsten Tochter Hausmusik in der Gruppe "Großarler Almg'sang". Die Jungbäuerin Barbara Lainer war im Sommer Sennerin und lernte so ihren jetzigen Mann kennen. Auch der Gebirgsimker Josef Rettenwender und Anna und Sepp Kreuzer, die eine Schafherde betreuen, schwören darauf, hier im Großarltal das Frühjahr und den Frühsommer in der Natur zu erleben.
Die Berghütten der Alpen bieten Schutz und Verlässlichkeit, doch nun sind sie durch den Klimawandel selbst bedroht: Gletscher schwinden, Wasser wird knapp, Bergstürze bedrohen Gebäude und Wege.
Die Mutthornhütte im Berner Oberland ist die erste Hütte des Schweizer Alpenclubs, die aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde. Die alpine Infrastruktur ist verletzlich geworden und konfrontiert das Hüttenwesen mit zunehmenden Herausforderungen.
Es sind Orte, die seit Generationen für Schutz, Orientierung und Gemeinschaft stehen: die Berghütten des Schweizer Alpenclubs SAC. Doch die Klimaerwärmung verändert die Alpen rasch, Risiken und Gefahren tauchen auf - und mit ihnen die Frage: Sind die Hütten noch am richtigen Ort, braucht es sie noch?
Die Mutthornhütte im Berner Oberland musste 2021 von den Behörden geschlossen werden. Grund dafür sind instabile Felsmassen, die durch den tauenden Permafrost gelockert wurden. Die Hütte droht abzustürzen. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Mutthornhütte wäre als erste SAC-Hütte von der Landkarte verschwunden. Doch nun wird sie 900 Meter entfernt auf sicherem Grund durch einen Neubau ersetzt.
Ähnliches widerfuhr der Trifthütte: Dort traf eine Lawine das Gebäude, das mehr als 100 Jahre am gleichen Ort gestanden hatte. Das Abschmelzen des Gletschers hinterließ eine veränderte Topografie, die als Ursache für das Unglück gilt. Auch diese Hütte wird an einem anderen Ort neu gebaut.
Laut Studien des SAC ist ein Großteil der Hütten vom Klimawandel betroffen. Sie stehen in einer hochsensiblen Landschaft. Da die Gletscher schwinden und der Schnee der Winters früher wegschmilzt, kämpfen viele mit Wassermangel. Auch die Tage der ikonischen Konkordiahütte, die hoch über dem Aletschgletscher thront, sind voraussichtlich gezählt. Je weiter der Gletscher absinkt, desto länger wird der anstrengende Aufstieg zur Hütte. Mittlerweile sind es über 500 Stufen. Die Arbeiten zur Verlängerung der Treppe, die alle paar Jahre fällig werden, kosten Hundertausende von Franken.
Für den SAC und die dazugehörigen Sektionen stellt sich die Frage, wie viel Geld man längerfristig investieren will und kann, um die nötigen Anpassungen umzusetzen. Zudem fragt sich, wie man die Klimaziele von Nettonull erreichen soll, wenn es immer mehr Touristen in die Höhe zieht und Helikopter sowohl für Bau als auch für Unterhalt der Hütten unverzichtbar bleiben.
Der Film erzählt nicht nur von Verlust und Risiken, sondern auch von Identität und Verantwortung: Wie sieht die Zukunft der SAC-Hütten aus - zwischen Nachhaltigkeit, Tourismus und der Tradition der hochalpinen Kultur? Wie könnten Hütten aussehen, wo könnten sie stehen, wenn Landschaft und Bergsport sich verändern? Mit eindrucksvollen Bildern, persönlichen Geschichten und wissenschaftlichen Fakten ist der Film auch ein Porträt der Schweizer Alpen in einer sich radikal verändernden Bergwelt.
Feuer, Wasser, Erde, Luft - Retter in ihrem Element
D 2024
120'
Alarm bei der Flugrettung Mayrhofen in Tirol: ein junger Skifahrer ist gestürzt und hat starke Schmerzen. Die BG Unfallklinik Murnau versorgt einen Patienten mit einer seltenen bakteriellen Weichteilinfektion. Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Mücke: ein verunglückter LKW brennt auf der Autobahn. Die BRK-Wasserwacht Bernau wird zur Insel Frauenchiemsee gerufen: die Mitarbeiterin eines Gasthauses ist unter Schmerzen zusammengebrochen.
Charitys Sohn Paris ist erst 13 Jahre alt, als er seine vierjährige Schwester Ella ersticht. Nach ihrem Tod steht Charity als Mutter danach nicht nur vor offenen Fragen, sondern auch vor einem unlösbaren Dilemma: Ist Vergebung in dem Fall überhaupt möglich? Der packende Dokumentarfilm "The Family I Had" porträtiert auf feinfühlige Weise eine zerrüttete Familie - deren vielfach belastete Vergangenheit womöglich in eine Tragödie geführt hat.
Am 26. April 1986 ereignete sich die bis heute größte Nuklear-Katastrophe der Geschichte: Die Explosion im ukrainischen AKW Tschernobyl verseuchte riesige Landstriche. Zwei Jahre nach der Katastrophe beging Waleri Legassow, Leiter der Tschernobyl-Untersuchungskommission, Selbstmord und hinterließ Tonbänder - sein Vermächtnis. In ihnen tat er kund, was er öffentlich nicht preisgeben durfte: die für ihn wahren Schuldigen. "ZDF-History" zeigt die Katastrophe von Tschernobyl aus Insider-Sicht. Aussagen aus Legassows Vermächtnis werden ergänzt durch Interviews mit Augenzeugen wie Alexey Breuss, der 1986 Ingenieur im Unglücksblock 4 war. Selten oder nie gesehenes Filmmaterial aus ukrainischen Archiven, hochwertige Grafiken und szenische Rekonstruktionen machen die Ereignisse von damals wieder lebendig. Eine spannende Suche nach den wahren Gründen und Folgen der Katastrophe, die lange verschleiert wurden.
Ums Siebengebirge ranken sich viele Mythen und Legenden: Daniel Aßmann begibt sich zwischen Königswinter und Bad Honnef auf die Suche nach Drachen und Rittern, versunkenen Schätzen und aus der Zeit gefallenen Mönchen. Echtes Rheingold findet er beim Schürfen zwar nicht; dafür entdeckt er in der Nibelungenhalle unterhalb der Ruine Drachenfels den Drachen Fafir, der den Schatz bewacht.
Teilchenbeschleuniger, Protonen-Kollision und Dunkle Materie. Der Große Hadronen-Speicherring im CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, ist der Urkraft des Universums auf die Spur. Ein Auto, dass Wasserstoff tankt anstatt Benzin und ein zertifiziertes Elektroflugzeug, dass ohne CO2-Abdruck durch die Lüfte fliegt. Und Gezeitenturbinen, die unter Wasser die Kraft von Ebbe und Flut in Strom verwandeln. Die Grüne Revolution ist auf dem Vormarsch - auf leisen Sohlen, ganz pragmatisch.
Queen Elizabeth war 13, als England in den Krieg mit Nazideutschland trat. Die Schrecken des Krieges prägten sie. Experten sind sich sicher: Die eiserne Disziplin der Queen hat ihre Wurzeln in jenen Jahren. Bei Kriegsende diente die einst schüchterne Prinzessin als Lastwagenfahrerin in der Armee. Bei der Siegesfeier mischte sie sich heimlich mit ihrer Schwester unters Volk. Wie andere Jugendliche ihrer Altersklasse lebte die Thronfolgerin damals auf dem Land, während die Eltern in London die Stellung hielten. In Windsor wurde sie Zeugin, wie eine Rakete der Deutschen das Schloss nur knapp verfehlte.
Am Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich eine der modernsten Feuerwachen Deutschlands. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist ein spezielles Hightech-Löschfahrzeug, entwickelt im baden-württembergischen Giengen. Binnen drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Platz auf dem Flughafen erreichen, denn hier zählt jede Sekunde. Die Reportage gewährt einen Einblick in die Entwicklung des komplexen Löschfahrzeugs und zeigt die Übungseinsätze am Flughafen hautnah.
Hörsturz und Tinnitus - wenn das Ohr verrücktspielt. Plötzlich schlechter hören auf einem Ohr oder ein anhaltendes Pfeifen und Rauschen: Hörsturz und Tinnitus können Betroffene stark verunsichern. Die Ursachen sind vielfältig - von Durchblutungsstörungen bis zu Stress. Wie hängen beide Erkrankungen zusammen und welche Therapien können helfen?
Fruchtbare Küsten und Wüsten, Regenwälder und schneebedeckte Berggipfel: Wenige Orte auf der Erde vereinen solch unterschiedliche Landschaften und Klimazonen auf derart kleiner Fläche wie die Kanarischen Inseln. Isolierte Inselkette im Atlantik und Touristentreffpunkt - wie geht das zusammen? Dieser Zweiteiler der renommierten Naturfilmer Michael und Rita Schlamberger erzählt die atemberaubende Naturgeschichte des Inselparadieses über und unter Wasser, von der vulkanischen Entstehung bis zur Ankunft der Menschen.
Hilfe, die Berliner kommen! - Wie Zuzug Brandenburger Dörfer verändert
45'
Die Großstadt verlassen, um auf dem Land Ruhe und Freiheit zu finden, davon träumen viele. Einige ziehen irgendwann raus ins Grüne, andere entscheiden sich für eine Wochenendbleibe auf dem Dorf. Das idyllische Gerswalde in der Uckermark wurde zum Sehnsuchtsort für Kreative und stadtmüde Berliner. Was macht das mit Alteingesessenen? Und welche Konflikte, aber auch Chancen bringt das?
Vom Tiefpunkt zum Triumph: Nach schwerem Sturz 2016 und Platz 2 im Folgejahr gelingt Matthias Walkner 2018 das Unfassbare - der Sieg bei der Dakar macht ihn zur österreichischen Motorradlegende.
Eine Ansicht von oben zeigt mehrere mysteriöse Strukturen in Europa. Dazu gehören eine rätselhafte Pyramide in den Niederlanden, die mit Europas berüchtigstem Kaiser verbunden ist, und eine enorme Metallkugel in der russischen Wildnis. Weitere bemerkenswerte Entdeckungen sind ein gigantisches Löwenbild im englischen Landschaftsbild und ein unerklärlicher "Streifen" tief im abgelegenen österreichischen Wald.
Mit Louis Friedemann Thiele, Dirk Hardegen, Tom Jacobs, Benedikt Hahn, Elias Stoffel, Michaela Kametz, Caro Scrimali, Daniela Bette Koch
Auswahl
Im Mai wird es spannend: Pauline fürchtet, wegen einer Fußverletzung in Trainingsrückstand zu geraten, Liv fühlt sich in der Westfalenauswahl zurückgesetzt, und die U15 der SGS Essen ist aufgeregt: Auswahl-Trainerin "Willy" vom Fußballverband Niederrhein steht beim Match gegen Tura 86 Essen am Spielfeldrand. Sie sichtet Spielerinnen. Wer wird es in den Endkader zum Länderpokal schaffen, das deutschlandweite Sichtungsturnier des DFB?
Mit Chayenne, Eriona, Pauline, Liv, Christian van Zwamen, Hardy Corbeck, Vicky Schemme
Durchhalten
Liv muss für ihre Torwartrolle "lautes Coaching" lernen und den Mut finden, sich mit Konkurrentinnen zu vergleichen. Pauline hält inne und sortiert, was ihr wirklich wichtig ist. Im Viertelfinale für den Niederrheinpokal steht die U15 einem aggressiv und emotional spielenden Team gegenüber. Es gilt, bei sich zu bleiben und den Fokus weiter auf die eigenen Ziele zu richten.
Mit Chayenne, Eriona, Pauline, Liv, Christian van Zwamen, Hardy Corbeck, Vicky Schemme
Illusionen des Atomzeitalters - Strahlende Zukunftsträume
D 2023
40'
Am Anfang standen große Hoffnungen: Energie im Überfluss, ungeahnte Antriebe für Erde und Weltraum, selbst der Hunger der Welt schien stillbar - dank bestrahlter Superpflanzen. Doch als Erstes demonstriert eine Waffe die ungeheure Kraft, die im Atomkern steckt. Im August 1945 markieren die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki den Beginn der nuklearen Aufrüstung. Zehn Jahre später gehen die ersten Kernkraftwerke ans Netz. Die Hoffnung, die Generationen von Forschern und Erfindern seit der ersten gelungenen Kernspaltung im Jahr 1938 beflügelte, erweist sich als trügerisch. Die Waffe, die nach Lesart des US-Militärs im Krieg gegen Japan mehr Leben gerettet als zerstört haben soll, wird zum "Must-have" im Wettrüsten des Kalten Krieges. Die Zahl der Atommächte wächst stetig. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges verfügen sie zusammen über mehr als 60.000 Atomsprengköpfe. Doch nicht nur die militärische, auch die zivile Nutzung hat ihre tödlichen Risiken: Spätestens als 1986 in Tschernobyl ein Atomreaktor explodiert, ist die Zeit der Illusionen vorüber. Dennoch setzen viele Länder weiter - und verstärkt - auf die Kernkraft. 25 Jahre danach erschüttert die Katastrophe in den japanischen Reaktoren von Fukushima die Weltöffentlichkeit - und erneut stellt sich die Frage, wie lang das Atomzeitalter noch dauern wird. "Terra X History" zeigt, wie systematisch Militärs und Atomindustrie über Jahrzehnte Gefahren verharmlost und Risiken verschwiegen haben.
Schwarz und deutsch sein - das geht für viele noch immer nicht zusammen. Deutschland hat sich weiß geträumt. Doch Afrodeutsche leben bereits seit vielen Generationen in Deutschland, Hunderte kamen bereits im Kaiserreich aus den damaligen Kolonien. Als Darsteller der sogenannten "Völkerschauen" oder, um eine Ausbildung zu machen.
Im Sommer 1940 befand sich Europa im Krieg. In Großbritannien hatte Churchill die Macht übernommen und inmitten des fieberhaften Geredes über eine "dritte Kolonne" von Spionen die Entscheidung getroffen, britische Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und Italien zu verhaften. Viele von ihnen waren völlig unschuldige Männer - einige sogar jüdische Flüchtlinge, die vor der Verfolgung durch die Nazis flohen. Diese Politik endete in einer der tragischsten Episoden an der Heimatfront, bevor sie abgeschafft und zu einer Fußnote in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs erklärt wurde. Der Film spricht mit einem der letzten Überlebenden und erzählt anhand von ungesehenen Briefen und Archiven die Geschichte von Churchills "Vergessenem Krieg".
Ihre Symptome sind unspezifisch und nicht sofort zu erkennen, die Auswirkungen auf die Gesundheit können aber enorm sein: sogenannte stille Entzündungen. Mittlerweile gilt es in der Medizin als gesichert, dass chronische stille Entzündungen zu Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Alzheimer führen können.
Mit Kind und Kegel im neuen Wohnwagen nach Südtirol
45'
Für die Familie Gebhardt aus Rheda-Wiedenbrück ist Camping mit dem eigenen Wohnwagen absolutes Neuland.
Dass sie jemals stolze Besitzer eines Tabbert Da Vinci Wohnwagen sein werden, hätten Tamara (39) und Maik (41) nie gedacht. Doch nachdem ihr Traum vom Eigenheim geplatzt ist, steckten sie ihr Erspartes in ein mobiles zweites Zuhause. Im Sommer wollen sie mit ihrem brandneuen Wohnwagen nach Sexten in Südtirol - mitten in die Dolomiten.
Ihre ersten Campingerfahrungen haben Tamara, Maik und ihre Kinder Paula (6) und Tilda (4) bei Urlauben in Mobilheimen gemacht. Doch etwas fehlte immer: der Komfort. Die Neucamper sind anspruchsvoll - bei der Auswahl des Platzes und bei der Wohnwagenausstattung.
Lange Zeit führte der Boden ein Schattendasein. Dabei beheimatet die fruchtbare Schicht unter unseren Füßen mehr Lebewesen als wir uns vorstellen können. Doch die wertvolle Humusschicht wird seit Jahren dünner. Gerade Landwirte in Brandenburg spüren das auf ihren sandigen Äckern deutlich. Viele von ihnen gehen neue Wege, um den Boden zu retten und ihre Äcker zukunftsfähig zu machen.
Die traditionelle Arbeit auf der Alm oder am Hof und typische Freizeitvergnügungen im Gesäuse zeigt diese neue Landleben Ausgabe. Ulrich Schober sucht an Flüssen oder im Wald Holzstücke wie angeschwemmte Baumstämme oder kleine Wurzeln. Daraus fertigt er spezielle Möbel. Den Waffenradclub Hall gibt es seit bald zwanzig Jahren. Die Gründungsmitglieder Doris und Franz Götzenbrugger unternehmen alle paar Wochen machen mit ihren Freunden eine Ausfahrt. Das Admonter Haus ist umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse. Gottfried Härtel betreibt seit 2020 die Hütte auf 1.725 Metern. Karl Platzer ist Berufsjäger beim Forstbetrieb des Stifts Admont. Wolfgang Wagner macht mit seiner Gaishorn Tanzlmusi schon seit über dreißig Jahren Musik. Stefan Gasteiner führt die alteingesessene Schmiede in Admont. Bergsteiger und Fotograf Andi Hollinger kennt den Nationalpark wie seine eigene Westentasche. Im Trachtenverein sind auch die Kinder schon mit Begeisterung beim Volkstanzen dabei. Zwei Mal im Jahr entfernt die Landjugend Liezen auf der Ardning Alm Sträucher und kleine Bäume mit der Motorsäge. R: Michael Weinmann
Am Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich eine der modernsten Feuerwachen Deutschlands. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist ein spezielles Hightech-Löschfahrzeug, entwickelt im baden-württembergischen Giengen. Binnen drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Platz auf dem Flughafen erreichen, denn hier zählt jede Sekunde. Die Reportage gewährt einen Einblick in die Entwicklung des komplexen Löschfahrzeugs und zeigt die Übungseinsätze am Flughafen hautnah.
Der Text beschreibt mehrere geheimnisvolle Orte weltweit, wie einen Steinkreis auf den Golanhöhen, einen Berg enthaupteter Statuen in der Türkei und ein verlassenes Schloss in der saudischen Wüste. Diese Orte sind sowohl rätselhaft als auch faszinierend. Zudem wird durch moderne Technologie ein altes Geheimnis in den peruanischen Wildnissen neu beleuchtet.
Mit Louis Friedemann Thiele, Dirk Hardegen, David M. Schulze, Nils Kretschmer, Elias Stoffel, Bette-Koch Daniela, Caro Scrimali, Sarah Liu, Christina Ann Zalamea
Die Schweiz feiert Tourismusrekorde, doch vielerorts kippt die Stimmung. Der Film zeigt, wo Reisende träumen und Einheimische stöhnen, und erzählt vom Land hinter der Postkartenkulisse.
Der Tourismus in der Schweiz erreicht neue Höhen: 2025 wurden über 60 Millionen Logiernächte verzeichnet - zum dritten Mal in Folge ein Rekord. Doch immer mehr Menschen fühlen sich von den Massen gestört.
Verkehrsachsen geraten an ihre Belastungsgrenzen und lokale Identitäten stehen unter Druck.
Im Zentrum des Films steht Luzern, wo sich die Besucherzahlen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt haben. Autos rollen weiterhin direkt zu den Uhrengeschäften und verstopfen die Innenstadt. Auch das restriktive Airbnb-Reglement zeigt, wie stark die Bevölkerung den Overtourismus spürt.
Auf beliebten Bahnstrecken wie nach Engelberg oder Interlaken verschärfen überfüllte Züge die Spannungen zwischen Einheimischen und Gästen. Besonders drastisch ist die Situation in Lungern: Seit eine koreanische Netflix-Romanze am Lungerersee gedreht wurde, strömen Touristinnen und Touristen in Scharen ins kleine Obwaldner Dorf.
Währenddessen investiert der Titlis bereits in seine touristische Zukunft: Herzog & de Meuron entwickeln ein futuristisches Projekt mit Aussichtsturm, Gourmet-Restaurant, Rolex-Boutique und Infrastruktur für Hunderte Gäste.
Der Film von Jörg Huwyler stellt die Frage: Wie viel Tourismus verträgt die Schweiz?
Der 911er ist der Porsche schlechthin - und gilt als der Inbegriff eines Sportwagens. Seit fast 70 Jahren steht der "Elfer" für Sportlichkeit, Eleganz und Qualität. Die neueste Variante, der Porsche 992, ist in der Basisvariante mit knapp 400 PS ausgestattet und kostet fast eine Viertelmillion Euro. Rennsportlegende Hans-Joachim Stuck führt in der Reportage durch die Welt des vielleicht berühmtesten Sportwagens.
In Tennessee stoppt der Abenteurer und Fotograf Dirk Rohrbach im Hafen von Memphis und erkundet den größten jemals gebauten Schaufelraddampfer der Welt. Die nächste Etappe führt ins Delta von Arkansas und Mississippi, bekannt für bestes Barbecue und die Musik. Zwischen Helena und Clarksdale sucht Dirk die Wiege des Blues.
Die Autoren, die zum Teil Auszeichnungen für ihre Beiträge erhielten, beleuchten aktuelle politische Themen und konzentrieren sich in der Rubrik "Die Story" auf ein bestimmtes Sujet.
Der Aufstieg einer MotoGP-Größe: Brad Binder kämpft sich vom Rookies Cup bis in den Olymp des Motorsports. Zwischen Adrenalin, Erfolgen und dem unbändigen Hunger nach der nächsten Herausforderung.
Vor einem verrufenen Appartmentkomplex wird die Leiche eines erschossenen Mechanikers aufgefunden. Doch was hat den schüchternen Mann zum Tatort, der weit weg von seinem Zuhause liegt, geführt? Detective Max Ryden steht vor einem Rätsel.
Super-GAU Tschernobyl - Sarkophag für die Ewigkeit?
D 2018
45'
Mehr als 30 Jahre nach dem Atomunglück in Tschernobyl macht sich der Autor auf den Weg in die Unglücksregion. Dort sind die Spuren der Katastrophe immer noch spür- und messbar. Alle Experten sind sich einig: Es ist völlig unklar, wie der Unglücksreaktor zurückgebaut und entsorgt werden kann. Ebenso wenig, was mit der einstigen Stadt der Ingenieure passieren soll. Alles ist letztlich nichts anderes als Atommüll. Die Dokumentation zeichnet mithilfe vieler Zeitzeugen nach, was damals passiert ist. Dabei ordnen Experten das Ausmaß der Gefahr - damals wie auch noch heute - ein.
Caroline Athanasiadis hat das Dogsitting für sich entdeckt. Lotte ist ein geretteter Galgo aus Spanien und einer von drei Hunden, die Caroline ab und zu hütet. Seit sechs Jahren gehört Lotte nun schon zur Familie.
Babyboomer sind konservativ, Millennials "Snowflakes", die Gen Z faul. Es gibt unzählige Zuschreibungen für unterschiedliche Generationen. Bestimmt unser Geburtsjahr tatsächlich unsere Einstellung zu Liebe, Arbeit oder Konsum?
***
Von den Babyboomern über die Generation X bis hin zu Millennials und Generation Z. Alle 15 Jahre entsteht - angeblich - eine neue Generation. Die Folge sind Stereotypisierungen, sogar von einem "Generationenkampf" ist ab und zu die Rede. Wie berechtigt ist es, Menschen aufgrund ihres Geburtsjahres bestimmte Eigenschaften zuzuschreiben?
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Obwohl der Semmering nur eine Autostunde von Wien entfernt liegt, läuft in dieser malerischen Gegend noch vieles so wie früher. Die Familie Erlach ist hier fest verwurzelt in der Landwirtschaft. Karl Erlach betreibt schon seinen dritten Hof, nachdem Sohn David und Neffe Josef die anderen beiden Höfe übernommen haben. In Reichenau an der Rax führen die Brüder Roland und Thomas Tüchi eine Orthopädie-Schusterei. Sie haben den Betrieb einst von ihrem Vater übernommen und auch für den weiteren Fortbestand des Familienunternehmens ist gesorgt - Rolands Sohn absolviert gerade eine Lehre in der Schusterei. Die ORFIII-Produktion begleitet außerdem die Volkstanzgruppe Payerbach-Reichenau beim Maiglöckchenfest und besucht die Huatara Dirndl - eine Schuhplattler Gruppe, die nur aus Frauen besteht.
Margarethe von Trotta, 1942 in Berlin geboren, ist eine der wenigen deutschen Regie-Ikonen und wird international verehrt. Ihre Werke gehören zu den bedeutendsten deutschen Filmen. Von Trotta setzte sich in einer reinen Männerdomäne durch und engagierte sich ihr Leben lang für Frauenrechte. In dem Dokumentarfilm kommen ihre wichtigsten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zu Wort.
Für Sven Jansen geht es um Leben und Tod. Der Notarzt aus Offenbach wird in ein Pflegeheim gerufen. Einem Bewohner geht es sehr schlecht. Der ältere Herr hat ein schweres Krebsleiden, sein Körper macht nicht mehr mit. Die einzige Chance: Der Senior müsste an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen werden. Doch der Mann hat eine Patientenverfügung. Was wird Notarzt Jansen tun? Außerdem zeigt diese Folge von "112 - Wir retten Hessen" spannende Einsätze der Feuerwehr Hanau, der Notfallsanitäter vom DRK Kassel und der Johanniter Wiesbaden sowie einen exklusiven Einblick in den Schockraum der BGU Frankfurt.
Deutschland 2026. Was beschäftigt uns? Was bewegt uns? Was fordert uns heraus, was hält uns zusammen? Jetzt. In diesem Moment. Vom Wocheneinkauf bis zur Zapfsäule: In dieser Folge geht es um steigende Lebenshaltungskosten - und um die Frage, wie wir damit umgehen. Wie viel Verzicht ist möglich? Was wird zur Belastung? Und welche Strategien helfen, den Alltag trotzdem zu meistern?
Der 911er ist der Porsche schlechthin - und gilt als der Inbegriff eines Sportwagens. Seit fast 70 Jahren steht der "Elfer" für Sportlichkeit, Eleganz und Qualität. Die neueste Variante, der Porsche 992, ist in der Basisvariante mit knapp 400 PS ausgestattet und kostet fast eine Viertelmillion Euro. Rennsportlegende Hans-Joachim Stuck führt in der Reportage durch die Welt des vielleicht berühmtesten Sportwagens.
Sie glitzern wie Schätze und atmen den Geist vergangener Zeiten. Hinter dem Steuer dieser Legenden saßen Helden, die Geschichte schrieben. Heute jagen Sammler auf der ganzen Welt nach den seltensten Exemplaren - und zahlen dafür fast jeden Preis. Diese Reise führt zu rollenden Ikonen, deren Geschichten ebenso kostbar sind wie ihr Wert. Wer sie einmal erlebt, versteht, warum aus Autos Kultobjekte wurden.
Gegen Brände - was der Löschroboter wirklich kann / Flugzeug Recycling - der letzte Weg / Nebel gegen Einbrüche / Treffsicher wie nie - Heightech Pfeil und Bogen / Süssigkeiten ohne Rohrzucker / Arbeitshelfer für leichtes Heben
Die größten Stars aus allen Disziplinen vereint die Leidenschaft für den Wettkampf-Motorsport. Stilunterschiede zählen nicht - im Fokus stehen die Gemeinschaft, Kameradschaft und Freundschaft.
Wer wissen will, was außerhalb des Landes auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne passiert, der ist hier richtig: Das Magazin liefert in ausführlichen und unterhaltsamen Beiträgen Antworten.
Einsatz bei der Luftrettung: Eine Patientin erleidet einen allergischen Schock. Doc Caro stellt jedoch fest, dass ihre Symptome eine andere, lebensbedrohliche Ursache haben können - jetzt zählt jede Minute. Und: Caro begleitet ihren Mann Jens zur Vorsorgeuntersuchung. Der medizinische Eingriff bleibt nicht ohne Befund! Außerdem: Ein vereinsamter und im Sterben liegender 70-Jähriger stellt die Notfallmedizinerin vor eine schwere Entscheidung.
Schwäbin Lucie und Kanadier Jack führen seit drei Jahren eine Beziehung auf 8500 Kilometer Distanz. Wenn die Studentin bei ihm ist, wohnt sie mit im Haus seiner Eltern, ist aber unsicher, wie die beiden über sie denken. Jetzt will sie mit einem selbstgekochten Spätzle-Linsen-Eintopf punkten. Annie und ihr amerikanischer Verlobter Shawn ziehen kurz nach seinem Antrag in ihre bayrischer Heimat Freising, um sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Doch Shawn hat Startschwierigkeiten mit der Sprache und dem Essen. Außerdem: Nach dem verpatzten Treffen in Mexiko, hofft Thomas auf eine zweite Chance bei Adriana.
Mehr als ein Viertel der Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund. Kann es sein, dass viele von ihnen beim Arzt oder im Krankenhaus schlechter behandelt werden? Aufgrund von Vorurteilen, mit zum Teil lebensgefährlichen Folgen?
Efsan, 26, lesbisch, engagiert und lebensfroh, lebt in Izmir in der Türkei. Ihre Leidenschaft gilt dem Flamenco, ihr Engagement der queeren Community. Doch obwohl Izmir als die liberalste Stadt der Türkei gilt, bekommt sie als lesbische Frau Druck zu spüren. Ihren Job als Psychologin in einer Beratungsstelle für queere Jugendliche hat sie verloren, weil die Gelder gestrichen wurden.
Sie versucht sich weiter zu engagieren, etwa während der Pride Woche in Izmir, obwohl es dabei regelmäßig zu Polizeigewalt und Festnahmen kommt.
"In der Türkei herrscht laut Gesetz Rede-, Bewegungs- und Versammlungsfreiheit", sagt sie empört. "Aber die Gouverneure von Istanbul, Izmir und Ankara verbieten Veranstaltungen wie die Pride Parade, sie behaupten, dass es riskant für die Teilnehmenden ist. Doch das Verbot ist nur der Freifahrschein, uns anzugreifen."
Efsans Freund Gök, 36, aus Ankara kennt die Risiken, doch er kommt trotzdem nach Izmir zur Parade. Der Transmann engagiert sich für die Rechte von Transsexuellen und will das nicht länger im Verborgenen tun. Trotz aller Bedrohungen hat er auch Hoffnung: "Ich habe mich einmal im Leben geoutet und ich verstecke mich nicht mehr. Die Leute in der Türkei ändern sich. Ich glaube nicht, dass die Menschen gegen Queers sind. Sie würden sich öffnen, wenn sich die Lage ändern würde. Wir leben ja nicht außerhalb der türkischen Gesellschaft."
Efsan und Gök erleben jeden Tag hautnah, wie in der Türkei junge queere Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Trotzdem kämpfen sie weiter um ihre Rechte und ein Leben ohne ständige Bedrohung.
In Tulsa wird ein von allen geliebter alter Mann und Großvater in seinem eigenen Haus erschossen. Die Ermittler haben zunächst ziemlich große Mühe, Spuren und Beweise zu finden, die sie zum Mörder führen können.
Wohin mit dem hoch radioaktiven Atommüll? Darüber streiten Politik und Atomkraftgegner seit Jahren. Die Endlagersuche soll jetzt mit Bürgerbeteiligung vorangehen. Kann das klappen? Mindestens eine Million Jahre muss stark strahlender Atommüll tief in der Erde gelagert werden und Kriege, Überschwemmungen sowie Eiszeiten überstehen. Viele Lokalpolitiker und Betroffene sagen jedoch: "Nicht bei uns!" Lange Zeit herrschte Euphorie in Deutschland, wenn es um die Vorzüge der Kernenergie ging. Über Jahrzehnte wurden Kritiker als Öko-Spinner abgetan, wobei die Endlagerproblematik ausgeblendet wurde. Heute - nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima - macht Radioaktivität vielen Menschen Angst, und allen ist klar, eine sichere Lösung für den stark strahlenden Müll muss her. Das hoch radioaktive Erbe sind die abgebrannten Brennstäbe aus den Atomkraftwerken. Seit Jahrzehnten lagern sie bei den AKW selbst und in Zwischenlagern, in sogenannten Castorbehältern. Die abgebrannten Brennelemente werden 1900 dieser großen Stahlzylinder füllen. Diese schirmen deren Strahlung ab und bauen die Restwärme ab. Die Castoren werden bald selbst zum Problem, weil sie nur für 40 Jahre zugelassen sind. Das ist zu wenig, denn es wird viel länger dauern, bis das Endlager tief in der Erde fertig ist. Schon lange wird hitzig über die finalen Standorte gestritten. Für viele Jahre wurde der Salzstock Gorleben von der Politik als ein mögliches Endlager geplant - und genauso lange von Bürgerinnen und Bürgern bekämpft. Nach einem Erkundungsstopp im Jahr 2000 wurde der Salzstock 2020 endgültig als ungeeignet aussortiert. Das gesamte Suchverfahren war 2017 zurück auf den Anfang gesetzt worden, eine Bundesgesellschaft und eine Behörde sind dafür verantwortlich. Bis 2031 sollen sie einen Standort in Deutschland finden. Das Verfahren ist gesetzlich festgeschrieben, sieht Bürgerinnen und Bürger als "Mitgestalter" vor und fordert Transparenz sowie Wissenschaftlichkeit. Doch seitdem die erste Karte mit grundsätzlich geeigneten Endlager-Gebieten veröffentlicht wurde, gibt es Protest. Fragen kommen auf: Werden alle Belange der Öffentlichkeit gehört? Werden wissenschaftliche Entscheidungen doch politisch manipuliert? Reichen 14 Jahre für die Endlagersuche? Inzwischen ist klar, es wird länger dauern. Finnland ist da schon viel weiter. Die Gemeinde Eurajoki bietet als erste Stadt auf der Welt eine Lösung für das Atommüll-Problem. Mehrere finnische Gemeinden hatten sich sogar als Standort beworben. Die Lagerstätte für hochradioaktiven Atommüll namens Onkalo wird in 450 Metern Tiefe in Granitgestein gebaut. Sie soll 2025 fertig sein. In Eurajoki freut man sich über das Endlager und darüber, dass weiterhin Atomgelder in die Region fließen. Aus geologischer Sicht ist der Untergrund in halb Deutschland für eine Lagerung geeignet. Die historischen Erfahrungen mit allen Atommüll-Plänen zeigen jedoch, sobald ein möglicher Endlager-Standort benannt ist, wächst der Widerstand. Wird die Bundesrepublik ein geeignetes Endlager finden, oder werden die Bemühungen wieder an Protest und politischem Streit scheitern?
Die strategische Annäherung Russlands, Chinas und des Iran erhält vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte im Nahen Osten eine neue, strategische Bedeutung. Die drei autoritären Regime fordern die internationale Ordnung heraus, indem sie wirtschaftlich und militärisch ihre Zusammenarbeit vertiefen.
Das Weltjournal zeigt, wie diese Zweckgemeinschaft über Jahrzehnte gewachsen ist - und wie gefährlich sie für den Westen werden könnte. Die Dokumentation macht sichtbar, wie Moskau, Peking und Teheran verstärkt auf Desinformation, Cyberangriffe und politische Einflussnahme setzen, um demokratische Gesellschaften zu destabilisieren und ihre eigenen Machtansprüche durchzusetzen.
Gestaltung: Sophie Lepault und Julian Blum
Berlin ist seit Jahren ein Magnet - gerade für junge Menschen. Die fünfteilige Doku-Serie begleitet sechs von ihnen beim Schritt in die Hauptstadt: Larissa ist Dorfkind aus Rheinland-Pfalz. In Berlin möchte sie erfolgreiche Stand-Up-Comedienne werden. Dem harten Hauptstadtpublikum stellt sie sich bei der Open-Stage im Comedy-Club Mad Monkey Room.
Das Meta-Imperium - Aufstieg und Wandel des Mark Zuckerberg
F 2025
29'
Er verbindet Milliarden Menschen und steht zugleich häufig im Zentrum heftiger Kritik: Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook und Chef des Meta-Konzerns, einem machtvollen Imperium.
Der Film zeichnet den Aufstieg Zuckerbergs vom introvertierten Harvard-Studenten zum jüngsten Selfmade-Milliardär nach. Er zeigt, wie aus einer simplen Campus-Idee ein globales Netzwerk wurde, das die Kommunikation, Wirtschaft und Politik grundlegend verändert hat.
Mit der Expansion von Facebook, Instagram und WhatsApp entsteht eine beispiellose Datenmacht und ein Geschäftsmodell, das viele für eine Gefahr für Demokratie und Freiheit halten.
Im Zentrum der Kritik steht dabei auch Zuckerbergs Umgang mit Krisen wie Datenskandalen oder Vorwürfen der politischen Manipulation. Seine öffentlichen Entschuldigungen werden zum wiederkehrenden Ritual - und werfen die Frage auf, wie ernst es ihm mit der Übernahme von Verantwortung wirklich ist.
Die Dokumentation beleuchtet einen bemerkenswerten Wandel des Facebook-Gründers. Aus dem einst progressiven Tech-Unternehmer Mark Zuckerberg wird zunehmend eine politische Figur, die in den Einflussbereich des machtvollen US-Präsidenten gerät. Die Nähe zu Donald Trump, Zuckerbergs strategische Entscheidungen, wie das Abschaffen des Fact-Checking, und seine neuen Positionen zu Meinungsfreiheit markieren einen Kurswechsel mit weitreichenden Folgen.
Expertinnen und Experten analysieren zudem ein weiteres Phänomen: die enge Verflechtung von Tech-Milliardären, politischer Macht und wirtschaftlichen Interessen - eine Entwicklung, die als "Broligarchie" bezeichnet wird. In diesem Spannungsfeld zwischen Silicon Valley und Weißem Haus stellt sich die zentrale Frage: Wer kontrolliert eigentlich wen?
Der Film "Das Meta-Imperium - Aufstieg und Wandel des Mark Zuckerberg" ist ein vielschichtiges Porträt eines Mannes, der nicht nur Technologien entwickelt, sondern zunehmend die Spielregeln unserer Gesellschaft und die Zukunft der digitalen Welt mitbestimmt.
Faserhanf ist die Zukunftspflanze auf den Feldern von Landwirt Schönleber. Er will daraus Naturfasern gewinnen, die nicht nur in der Textilindustrie gebraucht werden. Doch das Wissen um die Hanffaserproduktion, das es jahrhundertelang auch in Deutschland gab, ist verloren gegangen. Wird es gelingen, den Hanf wieder zu etablieren?
Leni Riefenstahl gilt als eine der umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihre ikonografischen Bildwelten von "Triumph des Willens" und "Olympia" stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen. Und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, der Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je - und damit auch ihre Botschaft?
Der Film geht dieser Frage anhand der Dokumente aus Riefenstahls Nachlass nach - privaten Filmen und Fotos, aufgenommenen Telefonaten mit engen Wegbegleitern, persönlichen Briefen. Bild für Bild, Facette für Facette legt er Fragmente ihrer Biografie frei und setzt sie in einen erweiterten Kontext von Geschichte und Gegenwart.
Riefenstahls Hang, die Schönheit durchtrainierter Körper zu zelebrieren, beginnt nicht erst in den 1930er Jahren. Als "Wunschsohn" ist sie der brutalen Erziehung ihres Vaters ausgeliefert. In den 1920er Jahren setzt sich diese "Schulung" an ihren Filmsets fort. Sie will mit ihren Schauspielkollegen mithalten - allesamt Männer, die den Ersten Weltkrieg als eine großartige Zeit verklären. Und die bereit sind, sich "vor der Fahne des Führers" zu versammeln.
Mit den Bildern aus "Triumph des Willens" beschreibt sie sich selbst: Organisierte Kraft und Größe, Demonstration des kontrollierten Körpers, auf Sieg getrimmt. Ihre strikte Leugnung, die Wechselwirkung ihrer Kunst mit dem Terror des Regimes nach dem Krieg anzuerkennen, ist mehr als nur eine abgewehrte Schuld: In persönlichen Dokumenten trauert sie ihren "gemordeten Idealen" nach.
Damit steht sie für viele, die in Briefen und aufgenommenen Telefonaten ihres Nachlasses von einer ordnenden Hand träumen, die endlich mit dem "Scheißstaat" aufräumt. Dann würde auch ihr Werk eine Renaissance erfahren, in ein, zwei Generationen sei es so weit. - Was, wenn sie recht behalten?
Brunhold S. ist ein gefährlicher Sadist. Seine sexuelle Befriedigung findet er darin, junge, labile Frauen psychisch zu quälen und in den Suizid zu drängen. Dabei ergötzt er sich an Szenarien, in denen sich Frauen erhängen oder erhängt werden. Seine Opfer sucht er in Online-Selbsthilfeforen und manipuliert sie. Warum dauert es knapp vier Jahrzehnte bis Brunhold S. zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt wird?
Der Polizei gelingt es, den mutmaßlichen Täter zu fassen. Die weiteren Ermittlungen enthüllen, dass Brunhold S. bereits in seiner Jugend wegen seiner sexuell sadistischen Neigungen aufgefallen ist. Erst waren es Prostituierte, später sucht er seine Opfer gezielt in Selbsthilfeforen. In den Chats manipuliert er die psychisch kranken Frauen mit dem Ziel, dass sie sich selbst töten.