Auch in Teil zwei dieser neuen Erbe Österreich Serie begibt sich Gestalterin Patrice Fuchs wieder in jene beeindruckenden privaten und unzugänglichen Gartenanlagen, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben. Gärtner denken ja oft in Generationen - vieles, was sie pflanzen, überdauert sie. Und so bildet sich in den Gärten der Bourgeoisie des späten 19. Jahrhunderts noch immer ein Hauch des Glanzes ab, der diese Epoche ausgemacht hat. Der Zweiteiler ist eine charmante Melange aus Gartenkunst von heute und der Geschichte dieser Häuser: ein barocker Hinterhofgarten in der Lerchenfelder Straße im achten Wiener Gemeindebezirk, ein Innenhofgarten mitten im siebenten Bezirk, der Schulgarten Kagran mit einem Rothschild'schen Heizhäuschen, einem "Monet-Garten" und vielem mehr, sowie ein Gemeinschafts-Dachgarten auf einem Gemeindebau am Handelskai in der Leopoldstadt.
Der Rechtsterrorismus breitet sich in Europa aus. In Deutschland und Frankreich wurden mehrere Anschläge durch radikalisierte Einzeltäter verübt, die vom "Rassenkrieg" und vom Kampf gegen den "Großen Austausch" träumen. Rechtsextreme Gewalt ist zwar nicht neu, aber beunruhigend ist die Tatsache, dass die Täterprofile aus immer unterschiedlicheren Bevölkerungsgruppen stammen.
Die Grenze zwischen rechtskonservativ und rechtsextrem verschwimmt zunehmend. Welchen Anteil hat die Politik daran, dass unsere Gesellschaft immer mehr zerreißt? Paul Ronzheimer spricht mit einer Frau, die mit ihrer Familie bricht, weil diese politisch an den rechten Rand rückt, er redet mit jungen AFDlern und linken Aktivisten. Im Anschluss diskutiert Paul Ronzheimer im Talk mit Vizekanzler Lars Klingbeil darüber, was passieren muss, damit wir die Spaltung überwinden können.
Mike und Angelique geraten unter Druck: Eine Überzahlung des Jobcenters fliegt auf! Auch Nadine und Noah-Liam benötigen dringend Geld. Ein DNA-Test soll deshalb den Unterhalt vom leiblichen Vater von Nadines Tochter Lilith-Marie sichern.
Am 24. Oktober kommt es zu einem Jagdunfall in Gregory County, South Dakota. Die 26-jährige Leonila Stickney ist mit ihrem 52-jährigen Verlobten unterwegs und wird von einem Schuss in die Brust getroffen. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch bei der Obduktion der Toten stellen die Ermittler fest, dass Leonila schwanger war - und zwar von einem anderen Mann.
Alan stellt seine beeindruckende Wildblumenwiese vor, die durch ihre Vielfalt und natürliche Schönheit besticht. Parallel dazu begibt sich Jason Williams auf eine Erkundungstour zu einem der ambitioniertesten Gartenbauprojekte Europas, das durch seine innovative Gestaltung und nachhaltige Ansätze hervorsticht.
Die Vorbereitungen für die neue Campingsaison laufen auf Hochtouren. Und die Betreiber der 80 000 Quadratmeter großen Freizeitoase verfolgen am Schwielowsee ehrgeizige Pläne. Doch gleich zu Beginn muss der Familien-Clan in Brandenburg eine bittere Hiobsbotschaft verkraften. Ein Wasserrohrbruch wirbelt die Pläne des Teams durcheinander. Ausgerechnet unter der "Seebrücke": Gefährden die Reparaturarbeiten den geplanten Eröffnungstermin an Christi Himmelfahrt? Auch im Restaurant startet das neue Jahr mit einer kalten Dusche. Im Kühlhaus "regnet" es plötzlich.
Werner "Mucki" Pinzner beteiligte sich 1975 an einem Raubüberfall, bei dem ein Mann erschossen wurde. Pinzner wurde gefasst und kam in Haft. Noch im Gefängnis besorgte er sich eine Waffe. Er beging erste Auftragsmorde als Freigänger im offenen Vollzug. Mitte der 80er versuchten Banden aus dem Rotlichtmilieu in Hamburg, ihre Reviere neu aufzuteilen. Pinzner liquidierte bis zu seiner erneuten Verhaftung kaltblütig vermutlich elf Menschen. 1986 wählte Pinzner einen aufsehenerregenden Abgang: Er überzeugte seine Anwältin, eine Pistole für ihn zu besorgen. Dann bat er um einen Termin beim Staatsanwalt: Er wolle die Auftraggeber seiner Morde nennen. Pinzners Frau begleitet ihn zum Termin. Der Staatsanwalt beginnt das Gespräch salopp mit den Worten: "Na, dann schießen Sie mal los!" Pinzner zieht seine Waffe, erschießt den Staatsanwalt, seine Frau und sich selbst.
Andalusien - Spaniens mythischer Süden: Von Granada in die Berge
2020
43'
Wüste und schneebedeckte Berge. Tief verwurzelter Katholizismus und islamisches Erbe. Weiße Dörfer und prachtvolle Paläste: Das ist Andalusien. Im äußersten Süden ist Spanien so abwechslungsreich und faszinierend wie nirgends sonst. Gelegen zwischen zwei Meeren und zwei Kontinenten, ist Andalusien wie eine Welt für sich. Exotisch, und doch ein Stück Europa.
In der unwirtlichen Berglandschaft Sibiriens untersucht Josh Gates die grausamen Begebenheiten, die am Dyatlov-Pass geschahen. Dort starben 1959 neun junge Wanderer unter mysteriösen Umständen.
Einige Gefahren des Universums sind unberechenbar - andere hat der Mensch sich selbst eingebrockt. Dabei ist Weltraummüll lange nicht die einzige Bedrohung im All: Wie gefährlich ist kosmische Strahlung für Astronauten und was löst Sonneneruptionen aus? Wie das Überleben im Weltraum trotz all der Risiken dank Wissenschaft und Technik funktionieren kann, zeigt die vierte Folge "Spacetime" mit Prof. Dr. Ulrich Walter.
Im Sommer 1940 befand sich Europa im Krieg. In Großbritannien hatte Churchill die Macht übernommen und inmitten des fieberhaften Geredes über eine "dritte Kolonne" von Spionen die Entscheidung getroffen, britische Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und Italien zu verhaften. Viele von ihnen waren völlig unschuldige Männer - einige sogar jüdische Flüchtlinge, die vor der Verfolgung durch die Nazis flohen. Diese Politik endete in einer der tragischsten Episoden an der Heimatfront, bevor sie abgeschafft und zu einer Fußnote in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs erklärt wurde. Der Film spricht mit einem der letzten Überlebenden und erzählt anhand von ungesehenen Briefen und Archiven die Geschichte von Churchills "Vergessenem Krieg".
Die Wissenschaft weiß mittlerweile viel über das Sonnensystem. Aber noch steckt unsere stellare Nachbarschaft voller Rätsel. So gibt es am äußersten Rand unseres Sonnensystems einige dieser Himmelskörper, die seltsame Umlaufbahnen beschreiben. Einige Astronomen vermuten ein mysteriöses Objekt, das die rätselhaften Beobachtungen am Rand unseres Sonnensystems erklären soll: Ein neunter Planet. "Spacetime" wirft einen Blick ins äußerste Sonnensystem auf der Suche nach dem unbekannten Planeten.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Hessen hat außergewöhnliche Kochtalente - doch der Weg an die Spitze ist hart. Die Dokumentation "Spitzenküche - Alles für den Stern" wirft einen seltenen Blick in den Arbeitsalltag zweier Köche, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch denselben Traum verfolgen: den Michelin-Stern. Einer von ihnen ist Alexander Mayer, Küchenchef des Sternerestaurants La Vallée Verte auf Schloss Hohenhaus in Herleshausen. Sein Restaurant steht vor einem Umzug - neue Räume, Baustellen, zusätzliche Belastung. Trotzdem muss Mayer mit seinem Team täglich Spitzenleistung abliefern. Seine Küche verbindet klassische französische Technik mit regionalen Produkten. Sein Ziel: der zweite Michelin-Stern. Doch kulinarische Exzellenz verlangt hohen persönlichen Einsatz. Ganz anders, aber ebenso konsequent arbeitet Isabelle Pering. In ihrem Restaurant "bellasLOKAL" in Bad Soden kocht sie eine moderne deutsche Küche mit Fokus auf hochwertige regionale Produkte. Als junge Küchenchefin behauptet sie sich in einer nach wie vor männlich dominierten Sternegastronomie. Ihre Strategie: authentisch bleiben und sich nicht verbiegen lassen. Der Stern ist für sie Ziel und Antrieb - aber nicht um jeden Preis. In ihrem Film begleitet Christiane Rau zwei Ausnahmetalente im Küchenalltag und zeigt, wie viel Leidenschaft, Disziplin und persönlicher Verzicht hinter dem Streben nach Sterneküche stehen.
Wer durch Berlins Straßen läuft, begegnet ihnen: Menschen wie Bülent, Daniel oder Manni. Menschen ohne Wohnung, die immer wieder neue Orte finden müssen, wo sie schlafen können: in einer Notunterkunft, in Hauseingängen oder auf provisorischen Lagern aus Schlafsäcken und Pritschen. Manche versuchen, mit dem Verkauf von Straßenzeitungen über die Runden zu kommen. Andere leben seit Jahren an denselben Orten im öffentlichen Raum, sind im Kiez längst bekannt und nicht von allen gern gesehen.
Berlin ist die Stadt in Deutschland mit den wohl meisten wohnungslosen Menschen, geschätzt sind es mehr als 50.000. Nach dem letzten aktuellen Wohnungslosenbericht von 2025 leben außerdem rund 6.000 Personen dauerhaft auf der Straße, sie gelten als obdachlos.
Die Gründe, warum Menschen wohnungslos oder obdachlos werden, sind vielfältig. Persönliche Schicksalsschläge gehören genauso dazu wie Armut. Manchmal beginnt das Leben auf der Straße mit einer Kündigung oder Schulden; manchmal sind es die Folgen von Sucht und Kriminalität, die Menschen aus der Bahn werfen und den Weg zurück in ein stabiles Leben erschweren.
Die Reportage begleitet drei Berliner, die alle in dieser Stadt aufgewachsen sind und heute ohne eigene Wohnung leben. Bülent verkauft sechs Tage die Woche Straßenzeitungen vor einem Einkaufszentrum in Moabit. Alles, was er besitzt, passt in einen Rucksack. Ohne gültige Papiere hat er keinen Anspruch auf Sozialleistungen und lebt von Spenden und dem Zeitungsverkauf. Manni dagegen hat sein Zelt seit Jahren auf dem Helmholtzplatz im Prenzlauer Berg aufgeschlagen. Der Park ist für ihn sein Zuhause, auch wenn das Ordnungsamt sein Lager immer wieder räumt. Daniel verlor vor sechs Jahren durch eine Zwangsräumung seine Wohnung. Heute lebt er in einer geförderten Übergangswohnung und engagiert sich politisch gegen Obdachlosigkeit.
In der Reportage begleiten die Autorinnen die drei Männer durch ihren Alltag. Sie zeigen Begegnungen mit Menschen, die helfen und mit solchen, die sich abwenden. Und sie erzählen von drei Berlinern, deren Lebenswege sehr unterschiedlich verlaufen sind und die den Wunsch nach Normalität nicht aufgegeben haben.
Zwei Extremkletterer auf Abenteuerkurs: Ihre Reise führt zum legendären Mount Yamnuska - einem der ikonischsten Felsen Kanadas und den Ursprüngen des kanadischen Klettersports.
Geld regiert die Welt: Wer Geld hat, kann sich alles leisten - bedeutet das auch: Reiche dürfen sich alles erlauben? Oder - in Zeiten von Krieg, Energie, Klimakrise, Teuerung - besteht da auch eine Pflicht zur Verantwortung - für Umwelt, für Mitmenschen? Drei Millionäre geben Einblicke hinter die Kulissen ihres Kontostandes und sprechen offen über Reichtum, Neid und Gerechtigkeit.
Vor der ISS gab es das Skylab: Die erste NASA-Mission, die ein Zuhause jenseits unseres Planeten schaffen sollte. Dies ist die spektakuläre Geschichte der ersten Astronauten, die auf einer Raumstation lebten, und die unglaublichen Dinge, die ihre Arbeit uns darüber lehrte, was Menschen brauchen, um im Weltraum zu leben, zu arbeiten und zu spielen.
Am 25. März 1996 wird Tabak-Erbe Jan Philipp Reemtsma entführt. Erst nach 33 Tagen kommt Reemtsma frei. Es ist eine der spektakulärsten Entführungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Kidnapper überraschen Reemtsma am Abend, als er auf dem Weg zu seinem Arbeitshaus ist. Sie hinterlassen einen Brief, in dem sie 20 Millionen D-Mark Lösegeld fordern und dass weder Polizei noch Presse eingeschaltet werden. Die Familie entscheidet sich dennoch, die Polizei zu alarmieren. Die Ermittler müssen äußerst vorsichtig vorgehen, denn sie dürfen unter keinen Umständen bemerkt werden. Jan Philipp Reemtsma wird von den Entführern in einen Keller gesperrt. Er ist angekettet, im Raum sind nur eine Matratze, ein Schreibtisch und eine Toilette. Erst am 3. April melden sich die Entführer mit Anweisungen für eine erste Geldübergabe. Die Ehefrau und ein befreundeter Anwalt sollen zu einer bestimmten Kreuzung in Hamburg fahren. Sie finden die Stelle und den nächsten Hinweis. Nun sollen sie auf ein Blinklicht achten - doch sie sehen keins. Auch der versprochene Hinweis an einem Verkehrsschild ist nicht deponiert. Die Übergabe scheitert. Nach einiger Zeit schlägt auch der zweite Versuch fehl. Nach zwei gescheiterten Übergaben erhöhen die Entführer das Lösegeld auf 30 Millionen D-Mark. Die Familie setzt die Polizei vor die Tür. Zwei neutrale Geldboten übernehmen die dritte und erfolgreiche Übergabe. Erst nach 33 Tagen kommt Reemtsma wieder frei. Wer steckt hinter dieser Tat? Warum sind zwei Übergaben gescheitert? Und was ist mit dem ganzen Geld passiert? Der Profiler Axel Petermann und die Psychologin Katinka Keckeis auf den Spuren von Jan Philipp Reemtsma.
Mein Körper. Meine Zähne. Wie sie unser Leben beeinflussen
2025
44'
Schöne, gerade, weiße, ebenmäßige und gesunde Zähne möchten wir alle haben. Und Zahnärzte und Kieferorthopäden helfen natürlich gerne, mit einer großen Auswahl an kosmetischen und korrektiven Behandlungen. Doch was ist sinnvoll und was schadet den Zähnen?
Queen Elizabeth war 13, als England in den Krieg mit Nazideutschland trat. Die Schrecken des Krieges prägten sie. Experten sind sich sicher: Die eiserne Disziplin der Queen hat ihre Wurzeln in jenen Jahren. Bei Kriegsende diente die einst schüchterne Prinzessin als Lastwagenfahrerin in der Armee. Bei der Siegesfeier mischte sie sich heimlich mit ihrer Schwester unters Volk. Wie andere Jugendliche ihrer Altersklasse lebte die Thronfolgerin damals auf dem Land, während die Eltern in London die Stellung hielten. In Windsor wurde sie Zeugin, wie eine Rakete der Deutschen das Schloss nur knapp verfehlte.
Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst, Pflegeheimplätze werden immer teurer und knapper. Gleichzeitig müssen zahlreiche Einrichtungen schließen oder Insolvenz anmelden. Wie passt das zusammen? Die SWR Story macht sich auf Spurensuche - und stößt auf Verordnungen, die Kosten explodieren lassen, fehlendes Personal und immer mehr Menschen, die sich Pflege nicht mehr leisten können.
Sie trotzen dem Bäckersterben mit neuen Ideen und besinnen sich aufs traditionelle Handwerk: Bäckereien wie die von Familie Fink aus Steinau an der Straße. Bei ihnen gibt es keine Brote aus Backmischungen, wie sie in Großbetrieben verwendet werden. Sie beziehen ihr Mehl von einer der letzten regionalen Mühlen. Daraus machen sie hochwertige Teige, deren Geheimnis vor allem eines ist: Zeit! Mit mobilen Holzbacköfen fahren sie auf Märkte, wo die Kundschaft sehnsüchtig ihre natürlichen Brote erwartet. Auch Marco Langsdorf aus Gießen kämpft ums gute Brot und lädt zum 'Backen im Schaufenster' ein. Man kann ihm zuschauen, Fragen stellen und erfahren, was die Qualität von Backwaren ausmacht. Der Film zeigt außerdem, wodurch es zu Versorgungsengpässen bei Mehl und Getreide kommt. Und wie Forscher zusammen mit Landwirten und Bäckern wieder eine Weizen-DNA-Vielfalt auf die Felder bringen wollen - auch als Antwort auf den Klimawandel. Wird das neue Mehl die Erwartungen erfüllen? Können sich die Bäckereien mit ihren neuen Konzepten behaupten? Und hat das traditionelle Bäckerhandwerk eine Zukunft?
Das kleine Städtchen Bad Schandau liegt vor zerklüfteten Felsformationen direkt an der Elbe. Diese Idylle ist nicht nur seit 1800 Kurort und Sommerfrische, sondern war und ist Heimat echter Visionäre.
Etwas anzupacken, was andere für undurchführbar halten, damit hat Rudolf Sendig vor über 100 Jahren Bad Schandau zu dem gemacht, was es heute ist. Unübersehbar sind seine Hotels, Parks und der 1905 erbaute Ostrauer Aufzug. Der 50 Meter hohe freistehende Personenaufzug wurde erst belächelt, dann bewundert und ist seit 1954 technisches Denkmal. Er führt zur denkmalgeschützten Villenkolonie von Rudolf Sendig auf der Ostrauer Scheibe. Im Volksmund "Russenhäuser" genannt, war dieser Landhausstil eine Sensation. Andrea Bigge lebt in dem einzigen noch original erhaltenen Sendig-Haus. "Man wohnt in einem Stück Geschichte und man denkt über diesen Menschen nach. Wie viel Mut und Liebe er in alles gesteckt hat, was er tat." Am Ortsausgang Ostrau plante der Visionär, einen Weltsportplatz zu bauen. Er träumte von Sommer- und Winterspielen und internationalen Gästen. Sogar einen Ballonlandeplatz wollte er errichten. Doch durch den Ersten Weltkrieg verlor er seine englischen Geldgeber. Rudolf Sendig musste das Land zu Schleuderpreisen verkaufen.
Aber sein Schandau als Touristenmagnet bleibt. Kneippkurort seit 1936, wurde Bad Schandau 2024 Sachsen erstes Kneippheilbad. Auch weil hier sogar in der Stadtverwaltung Visionäre sitzen! "Kneipp 5.0" nennen sie ihren Traum, den sie im riesigen, alten Gymnasium verwirklichen wollen. Sogar therapeutisches Klettern soll hier künftig etabliert werden.
Mit Sven-Erik Hitzer gibt es seit den 90er-Jahren wieder einen visionären Hotelier in Bad Schandau. So wie Sendig verliebt er sich als junger Mann in die Gegend, ging bergsteigen und lernte hier seine Frau kennen. Er will nach der Wende nicht zuschauen, wie sein Paradies verfällt. Kurz entschlossen kauft er das verfallene Mühlenareal im Ortsteil Schmilka. Mit großer Liebe zum historischen Detail errichtet der studierte Spielzeugdesigner in dem heruntergekommenen Grenzort ein Biodorf mit Hotels, Pensionen, Caféhaus, Bäckerei, Brauerei, Mühle und Saunawelt. Hitzer ist einer der wenigen mit Sommer- und Winterangeboten - fehlendem Schnee, Waldbrand und Hochwasser zum Trotz.
All diese Macher gäbe es nicht ohne die einmalige Lage von Bad Schandau im Herzen der Sächsischen Schweiz. Auch die Nationalpark- und Forstverwaltung hat eine Vision, die durchaus kontrovers diskutiert wird. Jens Posthoff nennt es "Die Natur, Natur sein lassen". Und dieser Weg zur Wildnis befindet sich in der Kernzone des Nationalparks, dort, wo der Grat zwischen Naturschutz und touristischer Nutzung besonders schmal ist.
Relativ unbemerkt tauschen europäische und amerikanische Anhänger der "White Supremacy" im Internet und in den sozialen Medien gewaltverherrlichendes Gedankengut aus. Die sich abzeichnende länderübergreifende "pan-arische" Ideologie stützt sich auf gemeinsame Referenzen und die Verehrung rechtsextremer Massenmörder, von manchen sogar als "Heilige" betrachtet.
Alan gibt Einblicke in die neuesten Fortschritte und Veränderungen in seinem Garten. Camilla unternimmt eine Erkundungstour durch einen historischen schottischen Palast und dessen beeindruckende Gärten. Parallel dazu zeigt Henry Agg, wie man eine Pergola selbst bauen kann, und bietet praktische Tipps und Anleitungen für DIY-Enthusiasten.
Zusammen mit Meeresarchäologen und Schatzjägern sucht Josh Gates nach dem verlorenen Schatz des blutrünstigen, 1756 in Spanien geborenen Piraten Jose Gaspar.
Tomaten, die den Blutdruck senken. Eier, die selbst Allergiker essen können. Vitaminreicherer Reis - alles ist möglich durch die Gentechnik. Doch würden wir das auch essen? Trotz großer Ablehnung will die EU-Kommission neuer Gentechnik hierzulande die Tore öffnen. Im Kampf gegen den Klimawandel. Für die Ernährungssicherheit. Was landet also künftig auf unseren Tellern?
Jahrzehntelang haben Wissenschaftler davon geträumt, Leben auf dem Mars zu finden. Doch trotz ihrer Bemühungen wurden bisher keine Anzeichen von Leben gefunden. Könnte sich das bald ändern? Diese Episode erzählt die Geschichte der Wissenschaftler und Ingenieure hinter Perseverance: dem Rover, der unsere Sicht auf den Mars für immer verändern könnte.
Als Wien seine Ringstraße bekam, entstanden auch einige der schönsten Parks dieser Stadt. Der Stadtpark - ursprünglich als Ort der Ruhe gedacht - wurde rasch zur Amüsiermeile und zum Epizentrum der Walzerseligkeit. Der Rathauspark, auf dem sich heute Christkindlmarkt, Eistraum, Ostermarkt und Opernscreenings die Klinke in die Hand geben, war von Anfang an unentschlossen, was er sein wollte: grüner Park oder graue Repräsentationsfläche. Den Volksgarten schenkte Kaiser Franz, von Beruf und Passion Gärtner, seinen Wienerinnen und Wienern zum Flanieren, als die Stadtmauer noch stand. Doris Hochmayr portraitiert in diesem ersten Teil dieser zweiteiligen ORFIII Produktion die Parks der Ringstraße und zeigt neben der landschaftlichen Schönheit vor allem die gesellschaftliche Dimension dieser Grünflächen.
Am 8. Mai 1981 wird Barbara Winn mit einer Schusswunde in der Brust aufgefunden. Die Beamten können nur noch den Tod der dreifachen Mutter feststellen. Die Nachbarn berichten von einer häuslichen Auseinandersetzung, doch Aaron Foster, der Lebensgefährte des Opfers, behauptet, dass sie sich selbst erschossen hat. Barbaras Kinder glauben jedoch nicht an einen Selbstmord und kämpfen jahrzehntelang für Gerechtigkeit ...
Die Wissenschaft weiß mittlerweile viel über das Sonnensystem. Aber noch steckt unsere stellare Nachbarschaft voller Rätsel. So gibt es am äußersten Rand unseres Sonnensystems einige dieser Himmelskörper, die seltsame Umlaufbahnen beschreiben. Einige Astronomen vermuten ein mysteriöses Objekt, das die rätselhaften Beobachtungen am Rand unseres Sonnensystems erklären soll: Ein neunter Planet. "Spacetime" wirft einen Blick ins äußerste Sonnensystem auf der Suche nach dem unbekannten Planeten.
Seit vierzig Jahren leben Menschen im Weltraum - zuerst auf den Raumstationen Saljut und Skylab, heute auf der ISS, und vielleicht schon bald in einem Raumschiff auf dem Weg zum Mars. Wie sieht der Alltag der Astronauten heute und in Zukunft aus? Welche Schwierigkeiten bereiten alltägliche Dinge wie die Morgendusche, das Essen und auch das Schlafen? Astronaut Prof. Dr. Ulrich Walter erklärt in "Spacetime", wie es funktioniert, das alltägliche Leben, Arbeiten und sogar Lieben im All.
Warum töten Männer Kinder? Wie werden sie zu Mördern? Und können sie jemals therapiert werden? Im Mittelpunkt des Filmes steht Jürgen Bartsch, der "Kirmesmörder". Er ist einer der berühmtesten Serienmörder der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als Jürgen Bartsch seinen ersten Mord begeht, ist er selbst noch ein halbes Kind: Mit 15 tötet er den achtjährigen Klaus-Herrmann Jung. Drei weitere Morde folgen. Bartsch sucht sich seine Opfer auf Rummelplätzen, vergeht sich sexuell an ihnen. Nach den Taten erwürgt oder erschlägt er seine Opfer, zerstückelt die Leichen mit einem Messer und versteckt die Überreste in einem Luftschutzstollen. In der Dokumentationsreihe werden große Kriminalfälle der Geschichte mit einem eigenen Ansatz erzählt. Es werden parallel die Geschichten von Täter und Opfer aufgegriffen. Was machte den einen zum Täter, den anderen zum Opfer? Erzählt wird die Geschichte von zwei Menschen, die in einem schicksalhaften Moment aneinandergeraten.
Neben jenen Parks, die das alte Glacis ersetzten, gab es auch noch die Grünzonen am Rand der Stadt, die sich zum Teil noch länger der Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreuten. Neben dem Prater, der ja bereits seit Joseph II. für alle Menschen offen war, schätzten die Wienerinnen und Wiener auch das Cottageviertel, die Beserlparks, den Schweizer Garten beim Arsenal und den Schwarzenbergpark. Der zweite Teil über die Wiener Parks zeigt das Werden dieser Grünflächen und ihre Bedeutung für die Menschen, die dort Zerstreuung und inneren Ausgleich gesucht haben. R: Doris Hochmayr
Milliarden Dollar Babies - Große Gewinne mit kleinen Aalen
D 2026
90'
Über Kontinente hinweg verfolgt der Dokumentarfilm den Aal und einen milliardenschweren Markt. Mit beeindruckenden Bildern zeigt "Milliarden Dollar Babies", welche Auswirkungen die riesige Nachfrage nach Aal weltweit hat.
In der Serie begleiten Reporter Menschen jeweils sieben Tage lang an außergewöhnliche Orte, in deren soziale Gruppen oder spezielle Berufe, nehmen Teil an deren Alltag und sammeln durch Interviews Eindrücke.
Seit vierzig Jahren leben Menschen im Weltraum - zuerst auf den Raumstationen Saljut und Skylab, heute auf der ISS, und vielleicht schon bald in einem Raumschiff auf dem Weg zum Mars. Wie sieht der Alltag der Astronauten heute und in Zukunft aus? Welche Schwierigkeiten bereiten alltägliche Dinge wie die Morgendusche, das Essen und auch das Schlafen? Astronaut Prof. Dr. Ulrich Walter erklärt in "Spacetime", wie es funktioniert, das alltägliche Leben, Arbeiten und sogar Lieben im All.
Nachdem die Existenz Schwarzer Löcher inzwischen nicht nur mathematisch, sondern auch mittels eines Fotos bewiesen werden konnte, rückt deren Gegenstück in den Fokus der Astronomie: Weiße Löcher. Ein Energiestrom, aus dem etwas austreten, nichts aber eindringen kann. Woraus bestehen Weiße Löcher? Wo und unter welchen Bedingungen treten sie auf? Die Dokumentation geht auf die Suche nach dem mysteriösen Himmelskörper und erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede Schwarzer und Weißer Löcher.
Volle Regale, Essen soweit das Auge reicht - so sind wir das gewohnt. Doch bleibt das so? Reporterin Claudia Sandler recherchiert: Wie können wir unsere Versorgung auch in Zukunft sicherstellen? Bis 2050 werden wir rund 50 Prozent mehr Lebensmittel benötigen, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Auf mehr als 60 Prozent der heimischen Flächen wächst Futtermittel für Nutztiere. Doch immer noch importieren wir tonnenweise Futter aus Südamerika. Geht uns das Essen bald aus?
In Oklahoma bereitet sich eine messianische Gruppe auf das Ende der Tage vor. Sie warten auf die Tribulation, eine dreieinhalb Jahre andauernde globale Katastrophe, die Milliarden von Menschen töten und den Planeten ins Chaos stürzen wird. Mit der Führung eines Mannes, der als Moses von Amerika bekannt ist, hoffen sie, diese weltbewegenden Ereignisse zu überleben. Die Dokumentation zeigt gefährliche, apokalyptische Philosophien.
1986 reisten rund 5,6 Millionen Westdeutsche zu mehrtägigen Aufenthalten in den anderen Teil Deutschlands. Ein Teil der Reisen entfiel auf die obligaten Familienbesuche bei der Ost-Verwandtschaft. Aber nach dem Vorbild der Bruderstaaten wie Ungarn, wo man am Plattensee und in Budapest einen florierenden Westtourismus etabliert hatte, wollte sich auch die DDR als internationales Reiseland vermarkten, was kontinuierliche Einnahmen in harter Währung ermöglichte.
So präsentierte sich die DDR 1973 erstmals auf der ITB, der Internationalen Tourismus-Börse in West-Berlin. Der sich in den Folgejahren eher mühsam entwickelnde Tourismus ähnelte einer Gratwanderung nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.
Das Problem war klar: Die meisten Teilnehmer der organisierten Busreisen zu kulturellen Highlights wie der Wartburg bei Eisenach, der Festung Königstein in Sachsen, nach Weimar, Leipzig oder Dresden, sprachen die gleiche Sprache wie das heimische Volk. Das erleichterte die "Ansteckung" mit systemkritischen Ideen.
Die Stasi gründete rasch eine eigene Abteilung, denn die Reisenden aus dem Westen galten im Jargon als "feindliche Polittouristen". Mit ihren Besuchen drohte Feindpropaganda im sozialistischen Heile-Welt-Staat. Wer in die DDR wollte, musste deswegen eine Reihe bürokratischer Hürden überwinden. Ohne penibel erteilte Berechtigungsscheine und Visa war kein Durchkommen in den Sozialismus.
Über die Grenzübergänge kamen dennoch viele Touristen aus dem Westen, und die Plätze in Interhotels waren rar und schnell ausgebucht. Für Campingreisende standen im Sommer nur 24 Zeltplätze frei zur Verfügung. Trotz der unübersehbaren Engpässe kämpfte die DDR um Anerkennung als Urlaubsland, galt es doch auch, das Image vom "grauen Sozialismus" zu korrigieren. Die DDR - ein Reiseland zwischen Stacheldraht und Strandkorb.
Der Film stellt Menschen vor, die sich damals auf die Reise in die DDR gemacht haben, oder mit der Betreuung der West-Besucher zu tun hatten. Der Film zeigt spannende wie beklemmende Begebenheiten aus einer deutschen Ära, die inzwischen schon eine Generation zurückliegt.
Altersdiskriminierung ist verboten. Doch sie findet statt: im Arbeitsleben, in der Finanzwelt und im gesellschaftlichen Miteinander. "37°" zeigt Menschen, die sich dagegen wehren.
Die Altersgruppe der 60- bis 80-Jährigen fühlt sich oft jünger als von außen wahrgenommen. Eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt, dass die aktive Boomer-Generation von der Gesellschaft mit deutlich älteren Menschen in einen Topf geworfen wird.
Gegen eine Benachteiligung aufgrund des Alters setzen sich Katrin Schwahlen (68) und Klemens Schüttken (58) ein. Die Onlineredakteurin und der Werbefachmann kämpfen - jeder auf seine Weise - gegen Beitragserhöhungen von Versicherungen, um Kredite für ein Eigenheim und um Aufträge für ihren Lebensunterhalt. Im Austausch mit Gleichgesinnten suchen sie nach Wegen, wie sie weiterhin als Leistungsträger anerkannt bleiben und ihren Lebensunterhalt finanzieren können.
Gerontopsychologin Eva-Marie Kessler arbeitet regelmäßig am Altersbericht der Bundesregierung mit und veröffentlichte 2025 eine Studie über Altersdiskriminierung: "Wir haben ein Altersstereotyp im Kopf: Dass man senil wird, unflexibel und konservativ. Dadurch grenzen wir Menschen aus. Und wenn wir selbst alt werden, übertragen wir diese Vorstellungen auf uns. Diese Glaubenssätze machen uns nachweislich psychisch und körperlich kränker."
Bertram Kasper (63), bis vor kurzem Bereichsleiter eines Pflegeträgers, will sich strategisch aufs Alter vorbereiten und diskutiert in seinem Podcast mit Soziologen, Psychologen, jüngeren und älteren Menschen über Lösungen des Generationenkonflikts. "Mir geht es darum, einen natürlichen Umgang mit dem Prozess des Älterwerdens zu bekommen, sowohl als Frau als auch als Mann oder als quere Persönlichkeit. Ich nenne das so, dass wir eine Kultur des Pro Agings brauchen", sagt Kasper. Gegenseitige Vorwürfen zwischen Generationen helfen nicht weiter. "Wenn wir die Herausforderungen, die vor uns liegen, meistern wollen, dann geht das nur, wenn Jung und Alt zusammenarbeiten."
Es wird geleckt, geschält und gepumpt - die Allestester sind in ihrem Element. Kathrin und Andreas kommen beim Test eines verrückten Fitnessproduktes an ihre physischen und psychischen Grenzen. Während Detlef und Nicole der Test eines eigenartigen Erbsenschälers an den Rand der Verzweiflung bringt, strapazieren Hubert und Matthias ihre Nerven mit einem außergewöhnlichen aufblasbaren Waschbecken. Am Ende heißt es wie immer: Hot oder Schrott?
Angelique und Mike wollen einen gemeinsamen Neustart. Doch es gibt Probleme: wegen Überzahlung vom Jobcenter erhalten sie 1200 Euro weniger. Angelique will nun arbeiten, um die Situation zu verbessern. Auch Mike zieht Arbeit in Betracht.
Nordfriesland im August 2004: Eine Jugendliche kehrt von einer Party nicht zurück. Wochen später finden Bauarbeiter die Leiche einer jungen Frau. Ist die Tote die vermisste 15-Jährige? Die Polizei sucht in alle Richtungen. Dabei stößt sie auf weitere Straftaten im Umfeld des Mädchens. Zwei Jahre später ein weiterer mysteriöser Mord. Der Tote - ein unauffälliger Erntehelfer. Er wird regelrecht hingerichtet. Was haben die beiden Morde gemeinsam? Zwei völlig unterschiedliche Verbrechen, und dennoch haben die Ermittler einen ungeheuerlichen Verdacht: Mord an einer Schülerin. Die Leiche lässt keinen Rückschluss auf die Todesursache mehr zu. War es vielleicht eine sexuell motivierte Tat? Denn die Hose des Mädchens war geöffnet. Und - ein Erntehelfer wird auf der Heimfahrt von einem Familientreffen im Auto erschossen. Die Psychologin Katinka Keckeis und der ehemalige Profiler Axel Petermann untersuchen die Ereignisse von damals. Sie reisen an die Tatorte, sprechen mit den Ermittlern und rekonstruieren die Jagd auf den Täter.
30. Januar 1933: Die Nazis kommen an die Macht, Adolf Hitler wird Reichskanzler. Die Dokumentation erzählt von fünf Menschen und ihren Familien auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher.
"Bald weht frischer Wind in Deutschland, und es wird manches anders werden", schreibt der 20-jährige Tischlerlehrling Franz Schall begeistert. Der Katholik Matthias Mehs ist entsetzt: "Wie kann ein Volk so einen Triebmenschen zum Reichskanzler machen?"
Luise Solmitz ist glühende Hitler-Anhängerin - obwohl ihr Mann als Jude erste Repressalien erlebt. Sie notiert: "Nichts auf der Welt geht mir über Mann und Kind - und dennoch weiß ich, dass Hitlers Rassengrundsätze richtig sind."
Die fünf Tagebuchschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltags heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestoßene und Opfer der NS-Herrschaft. Fünf Lebenslinien, fünf Schicksale aus den "Friedensjahren" 1933 bis 1938, zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zweifel, Anpassung und Ausgrenzung: der Tischlerlehrling Franz Schall, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, die junge Gärtnerin Ilse Thiele.
Ihre Tagebucheinträge erzählen von der Euphorie des "neuen Deutschland", von der täglichen Angst oder dem Ringen um kleine Kompromisse. Schicksalsschläge und Glücksmomente werden nacherlebbar. Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute - und kannten das Morgen nicht. Die Filmautoren Eva Röger, Jürgen und Daniel Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit.
Der Graphic Novelist Vincent Burmeister "übersetzt" die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen "Erinnerungsbilder", die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind.
Redaktionshinweis: Die zweite Folge der zweiteiligen Dokumentation "Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch" zeigt 3sat am Dienstag, 31. März, um 22.25 Uhr.
Ein letzter Blick auf den Ozean, dann startet der junge Portugiese sein Moped und fährt los. Ist es Schicksal oder Zufall, dass der Motor in einem kleinen deutschen Städtchen am Rande des Odenwaldes streikt? 1962 gibt es dort zwei Fabriken und Arbeit. Der junge Mann bleibt in Groß-Umstadt hängen. Wenige Jahre später sind dort von 12.000 Einwohnern über 2.000 Portugiesen; die im Verhältnis größte portugiesische Gemeinde Deutschlands. Aber der Mann mit dem Moped soll der Erste gewesen sein und heute behaupten viele, irgendwie mit ihm verwandt zu sein. Als Kinder kommen die Geschwister Alice, Carlos und Adolfo nach Groß-Umstadt. Der älteste Sohn darf nicht weiter auf die höhere Schule gehen, der jüngere muss die Schule verlassen, als er 14 ist. Sie montieren nun Kronleuchter in einer Fabrik und helfen den Eltern, deren Traum zu erfüllen: schnell Geld verdienen für ein besseres Leben in Portugal. Eines Tages ist es so weit; die Eltern gehen zurück. Womit sie nicht gerechnet haben: dass ihre Kinder in Groß-Umstadt zu Hause sind. Die Söhne rebellieren und bleiben. Die erst 15-jährige Alice muss mit den Eltern zurück und weint bis Portugal. Aber anders als ihre Brüder hat sie studiert, ist heute Deutschlehrerin und hat doch immer diese traurig-schöne Sehnsucht, portugiesisch Saudade.Adrian Oeser erzählt in seiner Dokumentation vom Fortgehen, Ankommen und Bleiben mehrerer Generationen von Gastarbeitern. Super-8-Aufnahmen und private Videos machen die Zeit lebendig. Ob es den ersten Portugiesen tatsächlich so gab, wie man sich erzählt, bleibt ein Rätsel. Aber so einen gibt es überall.
Die Suche nach Außerirdischen beschäftigt die Menschheit seit jeher. Dank der bahnbrechenden Technologien der Neuzeit dringen Wissenschaftler und Forschende immer tiefer in die Tiefen des Weltalls ein. Welche Erkenntnisse ziehen sie aus ihren Untersuchungen?
Madars Apse trifft die brasilianische Skateboard-Pionierin Vitória Mendonça, die aus bescheidenen Verhältnissen zur Skateboarderin, zum Model und zur Jugendikone aufstieg.
1997 verschwindet der Familienvater Douglas Gissendaner spurlos. Kurz darauf entdecken Ermittler sein verbranntes Auto, und im Umfeld taucht immer wieder der Name Gregory Owen auf. Widersprüche und ein überraschendes Geständnis lenken den Blick auf eine gefährliche Affäre, die weit mehr verbirgt, als zunächst sichtbar ist ...