Leere Schaufenster, geschlossene Wirtshäuser, verwaiste Ortskerne - statt Dorfidylle und einer Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und jedem hilft, sterben viele kleine Ortschaften in Österreich aus. Wie konnte es so weit kommen? In der Dok 1 "Wenn das Dorf stirbt" erkundet Lisa Gadenstätter, was ein Ort braucht, um zu überleben und taucht auf ihrer Reise tief in die Lebensrealitäten ländlicher Regionen ein. Sie trifft Menschen, die ihre Dörfer nicht aufgeben wollen und trotz aller Widerstände für eine lebenswerte Zukunft am Land kämpfen. Eine Dok 1 zwischen Verfall und Aufbruch, Wehmut und Hoffnung.
Moderatorin Barbara Stöckl bittet interessante Persönlichkeiten zu einer bestimmten Thematik zum Gespräch. Zukunftsvisionen und Realitätsbezüge werden angesprochen und konstruktiv hinterfragt. Dabei steht das Individuum im Vordergrund.
Prachtvolle Naturlandschaft und eindrucksvolle Berge. Malerische Bauernhöfe verbreiten ländlichen Charme. Vor den Toren von Kufstein, umgeben vom Kaisergebirge, den Brandenberger Alpen und den Bayrischen Voralpen, bewirtschaftet Familie Anker am Kaissenhof in Ebbs ihre Felder. Seit Jahrzehnten mit der Region verwurzelt, produziert sie hofgeräucherten Speck, eigene Würste und selbstgebackenes Bauernbrot für die Nachbarn im Dorf und die sich stärkenden Wanderer. Hier werden idyllische Hochtäler von majestätischen Berggipfeln gerahmt. Auf 1.400 Metern Seehöhe hat Hans Degeser seine Käserei, wo man dem Käser auch über die Schulter schauen und wunderbare Ausblicke genießen kann: Berge, weitläufige Wiesen, sanfte Hügel. Engstens mit der Region verknüpft, pflegt der Fohlenhof Ebbs mit der Aufzucht und der Hege des unter Pferdefreunden sehr beliebten Haflingers alte Traditionen. Auf einer gestüteigenen Alm sommern die Junghengste und werden entsprechend gehegt. Es leben Tiere und Produktion von Christian Papke.
"Fahndung Österreich" unterstützt die Verbrechensbekämpfung in Österreich und liefert wertvolle Präventionstipps. Hans Martin Paar präsentiert in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Bundesministerium für Justiz und dem Bundeskriminalamt in jeder Live-Sendung sechs bis dato ungelöste Kriminalfälle. Die Hilfe der Zuschauer ist gefragt, wenn es darum geht ungelöste Fälle aufzuklären, unbekannte Täter zu identifizieren oder flüchtige Verbrecher aufzuspüren.
Penicillin ist auch 100 Jahre nach seiner Entdeckung das wichtigste Antibiotikum der modernen Medizin und wird bei Operationen sowie Krebs- und Infektionsbehandlungen eingesetzt.
Das medizinische Wundermittel ist eine genuin europäische Erfindung und Entwicklung, droht nun aber durch die Globalisierung der "Alten Welt" verloren zu gehen. Ohne asiatische Lieferungen könnte ein großer Teil der modernen Heilkunst in Europa unmöglich werden.
Die Entdeckung des Penicillins und die daraus resultierende Entwicklung der Antibiotika waren abgesehen von hygienischen Maßnahmen und Impfungen wohl die größte medizinische Revolution überhaupt. Ohne Antibiotika keine modernen Operationen, keine aufwendige Krebsbehandlung, ohne Antibiotika viel mehr Spitalsaufenthalte und Todesfälle. Die erfolgreiche Bekämpfung von Keimen hat weite Teile der klinischen Medizin erst möglich gemacht, und Antibiotika - immer noch speziell Penicilline - sind eine der wichtigsten Säulen des Gesundheitswesens überhaupt.
Aber wie lange werden die europäischen Entdecker diese Superkraft noch zur Verfügung haben? Resistenzen könnten diese medizinische Waffe stumpf oder sogar wirkungslos machen. Der leichtfertige Einsatz in der Humanmedizin und in der Tiermast führt dazu, dass immer mehr Keime unempfindlich werden gegen die vorhandenen Antibiotika. Neue Entwicklungen aus der Pharmazie können hier gegensteuern - und gerade Penicillin ist trotz seines "Alters" relativ unempfindlich gegen Resistenzbildungen.
Eine andere Bedrohung ist wohl viel größer: Europa, der Kontinent, auf dem das Penicillin entdeckt wurde und der lange die Forschung im Bereich der Antibiotika dominiert hat, ist - wie in vielen anderen Bereichen - vom innovativen Produktionsstandort zum bloßen Konsumparadies verkommen. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegen viele europäische Länder auf Spitzenplätzen, und dennoch gibt es nur eine einzige verbliebene Produktionsstätte in Europa, die Penicillin herstellen kann, ohne auf asiatische Lieferketten zumindest bei den unabdingbar nötigen Rohstoffen angewiesen zu sein.
Die letzte Produktionsstätte auf dem Kontinent im kleinen Tiroler Ort Kundl wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als erste Penicillinfabrik des Kontinents errichtet. Heute stellen die globalen Entwicklungen auf dem Pharmamarkt und vor allem der Aufstieg Chinas die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens infrage. Es brauchte bereits einen Schulterschluss mit der Politik, um den Standort zu erhalten.
Für die Entdeckung des Penicillins 1928 wurde der schottische Arzt Alexander Fleming mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Mehr als ein halbes Jahrhundert vor Fleming publizierte der Wiener Chirurg Theodor Billroth zur "keimtötenden Wirkung des Pilzes Penicillium", seine Forschungen gerieten aber in Vergessenheit. Der erste Mensch wurde 1941 damit behandelt: ein Polizist in England, ein Europäer also. Und jetzt? Verliert der Kontinent die Kontrolle über eine der schärfsten medizinischen Waffen überhaupt? Christian Kugler vereint in seinem Film die spannende Historie, die hoch relevante Gegenwart und eine höchst unsichere Zukunft für die moderne europäische Medizin.
Der Traum vom schnellen Reichtum treibt Unternehmer, Influencer und Immobilienmakler an. Ob in Dubai oder Deutschland, sie alle verfolgen das Ziel, durch Mut, Marketing und harte Arbeit ein Millionenbusiness aufzubauen und ihren luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Dabei gewähren sie exklusive Einblicke in ihre Strategien, das tägliche Risiko und die harte Arbeit hinter dem Erfolg.
Eine Frau, die Pferde liebt, wird digital und persönlich verfolgt, aber ihre Hilferufe werden ignoriert, was schließlich zu ihrem Tod führt. Parallel dazu droht ein entfremdeter Ehemann, seine Frau zu töten, nachdem sie ihm aus dem Gefängnis geholfen hat. Die Geschichte zeigt die tragischen Folgen von Vernachlässigung und Gewalt in Beziehungen.
Bei der großen Aussprache fliegen weiter die Fetzen: Lisa erfährt, dass ihre spirituelle Reinigung offenbar eine Hochzeit mit Daniel war - doch sie hat längst einen Neuen und plant mit Ty schon ihre nächste Ehe. Emma und Elise geraten wegen Rob heftig aneinander, während Forrest zwischen Sheena und seiner Mutter aufgerieben wird. Auch bei Aviva und Stig kommen neue Eifersuchtsdramen ans Licht. Elise muss sich fragen, ob sie für Joshua ihre finanzielle Sicherheit aufs Spiel setzt. Und Trisha überrascht mit einem Babybauch - nur ist Rick nicht der Vater. Trotzdem denkt er bereits über ein Liebes-Comeback nach.
Früher tourte Rick Ness als Bassist um die Welt, doch das liegt schon viele Jahre zurück. Heute sieht sein Leben ganz anders aus. Als Minenboss leitet er im Yukon die Geschicke eines Goldgräberteams. Rick will sich neues Land sichern, seine Mitarbeiter kämpfen sich in 14-Stunden-Schichten Meter für Meter ins Erdreich vor, und sie verbessern eine Straße, um den Betrieb effizienter zu machen. Noch ist ungewiss, ob sich all das am Ende auszahlen wird. Doch eines ist definitiv klar: Ihre Pläne können die Schatzsucher nur umsetzen, wenn alle an einem Strang ziehen.
Relikte des Kalten Krieges - versteckt in den Wäldern Ostdeutschlands. Die Dokumentation begleitet Expertinnen und Experten bei ihrer Spurensuche in den Bunkeranlagen der ehemaligen DDR. Darunter ein Sperrgebiet der Sowjetarmee südlich von Berlin, unterirdische Anlagen für den Chef und die Mitarbeiter der Staatssicherheit und ein Atombunker, dessen Standort bis heute geheim ist. In Wünsdorf in Brandenburg verbirgt sich eine Geisterstadt. Teile des Ortes sind bis heute abgesperrt. Denn Wünsdorf war einst das Hauptquartier der sowjetischen Streitkräfte in der DDR. Zu der "verbotenen Stadt" gehört auch der Bunker "Zeppelin", ein ehemaliger Wehrmachtsbunker. Teile des Bauwerks nutzte die sowjetische Armee damals als Nachrichtenzentrale "Ranet". Von dort aus gingen die Befehle für alle in der DDR stationierten sowjetischen Soldaten und alle Meldungen nach Moskau. Die Dokumentation begleitet die Bunkerexpertin Sylvia Rademacher bei ihrem Abstieg in die geheime Unterwelt der Sowjets. An einem heute noch geheimen Ort sucht Stefan Büttner indessen nach Spuren von Atomwaffen. Der Geschichtsforscher vermutet, dass sich dort einst nukleare Sprengköpfe befanden. Wurden auf dem Gebiet der damaligen DDR sowjetische Atomwaffen gelagert? Während des Kalten Krieges machte die Angst vor einem Atomkrieg auch vor der politischen Führung der DDR nicht halt. In Biesenthal in Brandenburg zeugt davon noch der sogenannte Mielke-Bunker. Der Atombunker sollte dem Stasi-Chef im Kriegsfall als Führungsstelle dienen. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen führt der Bunkerexperte Hans-Jürgen Herget durch die riesige unterirdische Anlage. Das Bauwerk erstreckt sich über zwei Etagen mit mehr als hundert Räumen. Für die Familien der politischen DDR-Elite waren in Wandlitz dagegen nur einfache Schutzräume vorgesehen. Wie der Staatsapparat im Ernstfall unter der Erde weiterarbeiten sollte, zeigt auch Jana Bleyl in Machern bei Leipzig. Die ehemalige Regimekritikerin will heute über die Geschichte des fast 4000 Quadratmeter großen Stasi-Bunkers aufklären. Die Einrichtung sowie die Nachrichten- und Abhörtechnik sind heute noch im Originalzustand erhalten. Die ZDFinfo-Dokumentation taucht ein in die geheimen Unterwelten der DDR und zeigt die noch vorhandenen Relikte des Kalten Krieges. Bunkerexperten und Historiker erklären ihre Funktion und welche Rolle sie im Ernstfall gespielt hätten.
Strandurlaub auf Sardinien: Der Süden der Insel hat fantastische Strände und Buchten, ohne dass Betonbauten die Aussicht versperren. Doch die Region hat noch mehr zu bieten: Tamina Kallert entdeckt die jahrtausendealte, großartige Kultur der zweitgrößten Mittelmeerinsel in der lebendigen Inselhauptstadt Cagliari.
Die Welt der globalen Logistik: Vom Leben der Cargoflieger-Piloten über Logistikzentren wie München und Leipzig bis zum größten Autoterminal in Bremerhaven - wie das Verkehrsnetz uns versorgt.
1400 km nördlich von Oslo im Atlantik liegt eine Inselgruppe von besonderer Schönheit: die Vesterålen. Berge, Strände und Hochmoore erschaffen eine Landschaft, die den extremen Bedingungen des Nordens trotzt. Monatelange Dunkelheit im Winter und die Mitternachtssonne im Sommer machen jede Jahreszeit zu etwas ganz Besonderem. Menschen und Tiere müssen sich der Witterung anpassen. Rentiere sind perfekt auf das raue Inselklima angepasst: Ein Hirte vom Volk der Sámi zeigt seine Tiere, mit denen er in einer tiefen Verbundenheit lebt. Auch Elche streifen über die weiten Hochebenen der Vesterålen. Mit einem Tierfotografen geht es auf die Pirsch nach den scheuen Riesen.
Diese Dokumentation beleuchtet den dramatischen Vorfall an Bord des Singapore Airlines Fluges SQ321, bei dem ein Mann starb und viele schwer verletzt wurden. Auf 37.000 Fuß Flughöhe erschüttern schwere Turbulenzen das Flugzeug - inzwischen gibt es eine Detailanalyse ihrer Ursachen und Auswirkungen. Kann man Turbulenzen vermeiden? Interviews mit Betroffenen, Piloten und Wissenschaftlern, sowie Simulationen und Aufnahmen, zeigen, wie die Luftfahrt auf Turbulenzen reagiert.
Vorsicht Wechselwirkung: Morgens eine Handvoll Tabletten, dazu ein Vitaminpräparat, abends ein Kräutertee. Im Alter kommen oft viele Mittel zusammen. Doch je mehr es werden, desto größer die Gefahr, dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Auch Nahrungsergänzungsmittel und Hausmittel wie Johanniskraut können die Wirkung von Medikamenten verändern. Wie behält man den Durchblick?
Das Rote Meer - Wunderwelt zwischen Wüste und Meer
45'
Das Rote Meer ähnelt einem riesigen Binnensee - eingeschlossen von Wüsten und Gebirgen, mit außergewöhnlich warmem, salzhaltigem Wasser. Dennoch erstreckt sich hier eine faszinierende Unterwasserwelt mit über 1.000 Fischarten und Hunderten Korallenarten. An Land könnte der Kontrast kaum größer sein: Die jemenitische Insel Sokotra mit ihren bizarren Drachenbäumen ist einer der Hauptschauplätze des Films. Meeresbiologin Angela Ziltener erforscht Indopazifische Tümmler, und nahe Akaba haben Korallen und Fische ausgediente Militärfahrzeuge längst in einen neuen Lebensraum verwandelt.
Gewalt durch psychisch erkrankte Menschen sorgt nach schweren Straftaten immer wieder für Diskussionen. Doch wie groß ist die Gefahr tatsächlich? Und erkennt das Hilfesystem rechtzeitig, wenn aus einer schweren Erkrankung ein Risiko für andere werden könnte?
Wie gefährlich sind psychisch kranke Menschen?
Die Amokfahrt in Leipzig Anfang Mai, bei der zwei Menschen starben, hat erneut eine Frage aufgeworfen: Wie gefährlich sind psychisch kranke Menschen und wie lässt sich frühzeitig erkennen, ob von jemandem eine Gefahr für solche Taten ausgeht? Der Täter von Leipzig soll an einer Psychose gelitten haben. Kurz vor der Tat war er in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden.
Ein Fall abseits der Schlagzeilen
Der Film beschäftigt sich mit einem Fall abseits der großen Schlagzeilen. Vor dem Landgericht Leipzig musste sich im Sommer eine 39-jährige Frau verantworten. Ihr wurden mindestens zehn teils schwere Körperverletzungen vorgeworfen. Immer wieder soll sie ahnungslose Menschen unvermittelt angegriffen haben. Die Frau leidet an paranoider Schizophrenie. Das Gericht ordnete schließlich ihre Unterbringung in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus an.
Eine Debatte zwischen Freiheit und Sicherheit
Seit rund zweieinhalb Jahren wird die Frage nach Gewalt durch psychisch erkrankte Menschen verstärkt in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen diskutiert. Ausgangspunkt sei der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gewesen, erklärt Thomas Pollmächer, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde sowie Vorsitzender der Kommission "Ethik und Recht". Die Debatte bewege sich im Spannungsfeld zwischen den Grundrechten des Einzelnen und möglichen Zwangsmaßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit.
Wo liegen die Lücken im System?
"exactly" fragt: Wie gut sind psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen versorgt? Wo liegen mögliche Lücken im System? Und wie kann verhindert werden, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und erhöhtem Risiko durchs Raster fallen?
Mitten im Wedding steht seit diesem Sommer eine Waffenfabrik. Wo bislang Autoteile vom Band liefen, baut Rheinmetall nun Vorprodukte für weltweit gefragte Artilleriemunition und Kamikazedrohnen. NATO-Draht, Überwachungskameras und Security-Personal sichern das Gelände. Gleich nebenan: Eine Grundschule, ein Schwimmbad und hunderte Anwohner.
"Wie stehst du zur Aufrüstung, wenn sie ganz nah ist?" - dieser Frage können die Anwohner der Waffenfabrik nicht mehr aus dem Weg gehen. Sie beantworten sie ganz unterschiedlich: mit der Furcht um die eigene Sicherheit, mit dem Organisieren von Widerstand, mit dem Überbordwerfen früherer Gewissheiten. Die rbb24 Reportage begleitet eine evangelische Pfarrerin mit ukrainischen Wurzeln, die verhindern will, dass Pazifisten als Putinversteher verunglimpft werden. Sie gibt Einblick in ein deutsch-lettisches Paar, das sich über den Sinn der Aufrüstung streitet und doch offen zueinander bleibt. Und sie zeigt, wie ein syrischer Restaurantbetreiber, der vor den Raketeneinschlägen in seinem Wohngebiet nach Deutschland geflüchtet ist, zum politischen Aktivisten wird und gegen die Fabrik mobilisiert.
Ein intimer Blick in einen Kiez, der wie ein Brennglas ist für eine der drängendsten Fragen der Zeit, nämlich die nach Krieg und Frieden.
Die Folge "Uran" der Doku "Rohstoff-Rausch" untersucht die extreme Natur des Urans und geht der Frage nach, was dieses scheinbar unscheinbare Material zu einem Bündel von Widersprüchen macht - zu einer Quelle außergewöhnlicher Energie, aber auch von Albträumen. Wir erforschen die einzigartige chemische Zusammensetzung des Rohstoffs und was ihm seine erstaunlichen Eigenschaften verleiht. Von Medizin und Energie bis hin zu Kriegsführung.
Alter vor Schönheit!
Wie man von Salat so groß und stark werden kann: die drei Hugos aus dem Zoo Dresden zeigen es allen Salatverweigerern! Die Riesenschildkröten sollen heute gewogen werden. Gar nicht so leicht; im wahrsten Wortsinn, denn die drei bringen einiges auf die Waage! Und sie sind mit wachsen auch noch gar nicht fertig. Der älteste Hugo ist gerade mal 80 Jahre jung und kann bis zu 200 Jahre alten werden. Ob unsere ETK-Teens das packen?
Leckerlis für Langhälse!
Das Wetter ist mies, die Laune steigt; denn die ETK-Teens dürfen nach harter Arbeit auf der Savanne heute die Giraffen verwöhnen: mit Knäckebrot! Damit der Spaß nach der Arbeit im Zoo Dresden nicht zu kurz kommt, geht es für die sechs Zoo-Praktikanten ab auf den Rummel. Breakdancer, Auto-Scooter und jede Menge Spaß - das dreht mächtig gewaltig. Wer hält durch?
Klimaerwärmung, Monokulturen und dichte Lebensräume schaffen ideale Bedingungen für Krankheitserreger. Sie bedrohen die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Welche Rolle Tigermücken, sexbesessene Bakterien oder versalzte Gewässer bei der Ausbreitung von Pathogenen spielen, wird in den Laboren der "One Health"-Forschung untersucht. Dort werden Ökosysteme, Tiergesundheit und Humanmedizin gemeinsam betrachtet.
Längst ist die Tigermücke ein lästiger Mitbewohner in vielen Kleingärten. "Diese Mücke ist reisefreudig, braucht es warm und liebt kleine Pfützen", erklärt die Zoologin Karin Bakran-Lebl von der AGES - der österreichischen Gesundheitsbehörde. Dort wird die Entwicklung und Verbreitung der invasiven Mücke genau beobachtet und dokumentiert. Interessierte Laien, sogenannte Citizen Scientists, helfen dabei mit. Sichtungen können per App erfasst werden.
Anders als heimische Stechmücken kann die Tigermücke Zika-Viren oder Tropenkrankheiten wie Denguefieber übertragen. "Die Frage ist nicht ob, sondern wann Tropenkrankheiten auch in Europa zum Problem werden", warnt der Insektenexperte Andreas Vilcinskas. Er hat in Gießen das Fraunhofer-Institut für Insektenbiotechnologie aufgebaut. Dort werden biotechnologische Bekämpfungsmethoden erforscht. "Mit Pestiziden vernichten wir ganze Ökosysteme, das schädigt nicht nur die Umwelt, sondern letztlich die Menschen", betont Vilcinskas. Im Fokus steht neben der Tigermücke auch die Schilf-Glasflügelzikade. Sie überträgt Bakterien auf Zuckerrüben und Kartoffeln und sorgt für massive Ernteausfälle.
Auch in den Niederlanden ist man den Keimen auf der Spur. "Zugvögel können Viren nach Europa bringen, wo sie von Stechmücken auf Menschen übertragen werden", hält die Virologin Reina Sikkema fest. Mit ihrem Team erfasst sie Reiserouten und die Gesundheit von Vögeln. Bei einem Feldversuch mit Stechmücken haben die Forscher herausgefunden, dass diese mit Klimaveränderungen besser zurechtkommen als ihre Fressfeinde.
Die Nutztiere im Blick behält man in Tirol. Im Sommer gehen die Kühe aus verschiedenen Betrieben gemeinsam auf die Almen. "Das ist ein wunderbarer Pool, um sich gegenseitig mit diversen Erregern anzustecken", erzählt der Veterinärmediziner Lorenz Khol. Beispielsweise mit einem Subtypen des Staphylococcus aureus. Das Bakterium verursacht bei Kühen Euterentzündungen. Gelangt es in die Milch, kann es, wenn daraus Rohmilchkäse hergestellt wird, bei Menschen zu Durchfallerkrankungen führen.
Neben der Ausbreitung von Keimen zählen Antibiotikaresistenzen zu den großen Herausforderungen in der "One Health"-Forschung. Nicht nur Medikamentenmissbrauch, sondern auch Umweltbedingungen haben Einfluss auf die Verbreitung. "Wenn Bakterienstämme bei Kläranlagen aufeinandertreffen, kommt es zum 'Bakteriensex', und Resistenzen werden zwischen Bakterien ausgetauscht", erklärt Julia Vierheilig, Mikrobiologin an der Technischen Universität in Wien.
Ihr Kollege Norbert Kreuzinger erforscht an der Abteilung für Wassergütewirtschaft Methoden, Spurenschadstoffe im Abwasser unschädlich zu machen. Positiver Nebeneffekt seiner Versuche mit einer "Minikläranlage" im Labor mit Ozon und engmaschigen Sieben: Auch Bakterien werden entfernt.
Die Dokumentation "Keimen auf der Spur - Wie eng Mensch, Tier und Umwelt verbunden sind" gibt Einblick in die Labore und Arbeitsfelder interdisziplinärer Gesundheitsforschung. Grafiken und eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen machen den Film zu einer abwechslungsreichen Reise durch die Welt der Forschung.
Drei junge Menschen erforschen in Georgien die geheimen Unterwelten des Landes: Bunker, Tunnel, ehemalige Folterkeller. Erstmals kommt zutage, was wenige Meter unter der Erde in einem Schattenreich aus der Sowjetzeit schlummert. Kaum ein Land der Welt hat so viele unterirdische Bauten wie das kleine Georgien. Im Kalten Krieg war Georgien der Teil der Sowjetunion, der als Nachbar ein NATO-Land hatte. Die Türkei. In der Zeit unter russischer Herrschaft entstanden Bunker, die im Falle eines Atomkrieges Schutz bieten sollten, geheime Kerker für politische Gefangene und mysteriöse Tunnel. Tornike Kapanadze ist Digger und erforscht die Bunker des Landes seit 2016. Er führt die Zuschauer in den größten Kommandobunker des Landes: 135 Räume und zwei Kilometer Tunnel. Ana Sepashvili ist eigentlich Archäologin, erforscht aber gern auch die geheimen Gefängnisse aus der Stalinzeit. Bis heute findet man in ihnen Spuren von Gefangenen aus dieser Epoche. Es ist, als sei das Grauen der Zeit mit ihnen zurückgekehrt. Zhana Odiashvili entdeckt ein Geheimversteck Stalins in einem unscheinbaren Haus. Über einen Brunnen gelangt man in eine unterirdische Druckerei. Stalin plante eines der größten Verbrechen der Zeit - den Überfall auf die Staatsbank in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Der Film von Jens Strohschnieder ist Teil einer Reihe von ZDFinfo, die den Untergrund in der Sowjetunion und den ehemaligen Sowjetrepubliken erforscht.
Diese Folge der Doku-Serie geht es um das Alter des Universums. Supernovae, Hintergrundstrahlung, Dunkle Materie usw.: die Astronomie ist viele Wege gegangen, um eine Antwort auf die Frage zu finden.
Eine schroffe Inselwelt ragt vor der Küste Norwegens aus dem Polarmeer - die Lofoten. Die Kraft der Natur, das extreme Wetter und die vielen Kontraste aus Klippen, Fjorden und Stränden prägen das Leben hier. Nördlich des Polarkreises stellt das Licht Natur und Menschen vor besondere Herausforderungen: in der Dunkelheit der arktischen Winternacht genauso wie im strahlenden Glanz der Mitternachtssonne. An einem eisigen Winterabend schultert ein Fotograf seine Ausrüstung: Er steigt zu einem Pass auf, um die schroffen Gipfel der Inseln im Schein des Polarlichts zu fotografieren. Denn dann verzaubert das grünlich schimmernde Himmelsleuchten die nächtliche Berglandschaft.
Medizin als Detektivgeschichte. Der kleine Finn ist ein fröhliches Kind und isst für sein Leben gern. Doch plötzlich beginnt der Dreijährige nach jeder Mahlzeit, sich zu erbrechen. Wochenlang sucht seine Mutter Patricia verzweifelt nach Hilfe. Immer neue Untersuchungen folgen - doch niemand findet eine Ursache. Stattdessen gerät die alleinerziehende Mutter zunehmend unter Druck: Weil Finn das Down-Syndrom hat, werden seine Beschwerden von Ärztinnen und Ärzten immer wieder vorschnell als psychisch bedingt abgetan oder gar nicht ernst genommen. Während Finn immer schwächer wird und kaum noch Nahrung bei sich behalten kann, beginnt für Patricia ein zermürbender Kampf darum, endlich ernst genommen zu werden. Erst ein Spezialist stellt die entscheidende Frage: Liegt das Problem womöglich gar nicht im Magen? In dieser Best-Of-Ausgabe werden drei wahre Geschichten mit unerwarteten Wendungen erzählt - Geschichten, die das Leben geschrieben hat.
Petra und Rüdiger Erbslöh suchen auf dieser Campingreise den Luxus an der Côte d'Azur! Beide werden bald 70 Jahre alt, der perfekte Anlass, um mit ihrem Wohnmobil "Olaf" zu den Reichen und Schönen zu reisen. Hierfür hat Petra extra Französisch gelernt. In Grasse schnuppern sie an Parfüms, in Cannes folgen sie den Spuren der Filmstars, Monaco beeindruckt mit Megajachten und Luxuskarossen. Bleibt die Frage: Urlaubstipp oder Touristenabzocke?
Wenn im Mürzer Oberland der Arbeitstag zu Ende geht, treffen sich die Leute zum gemeinsamen Musizieren, etwa im Trachtenmusikverein Kapellen. Oder wenn sie einen Ausflug in die Berge machen, geht es zur Schutzhütte Karl-Ludwig-Haus, das malerisch auf über achtzehnhundert Metern Seehöhe auf dem Raxer Hochplateau liegt. In liebevoller, langjähriger Arbeit hat Erwin Gruber ein eigenes Bergwerksmuseum zusammengestellt, in dem man der vergangenen Bergbautradition nachspüren kann. Die Selbstversorgerhütte Donaulandhütte auf der Mürzsteger Hinteralm haben die Einheimischen ebenfalls mit eigener Arbeitsleistung für die allgemeine Benützung wieder hergerichtet. Karin Schiller porträtiert in dieser Neuausgabe von Landleben die Region und ihre Menschen.
Der bizarre Tod des beliebten Golfspielers Alan Jay Abrahamson schockiert die Gemeinde seines Country Clubs zutiefst. Die Beweise am Tatort deuten darauf hin, dass es sich um mehr als nur einen schiefgelaufenen Raubüberfall handelt. Die Umstände seines Todes werfen viele Fragen auf und lassen Raum für Spekulationen.
Mit Wencke Fiedler, Christian Intorp, Anja Mentzendorff, Ann Vielhaben, Alexander Gier, Jan Andreesen, Lars Cording, Mechthild Grabner, Thomas Kästner, Philipp Reinheimer, Judith von Radetzky, Werner Braunschädel, Christoph Drobig, Patrick Giese, Alexander Hauff, Mathias Kopetzki, David Nádvornik, Sandra Schreiber, Marco Wittorf, Hubert Burczek, Tim Gössler, Oliver Nitsche, Irina Wrona
Die Doku erforscht die Geschichte der Energiewirtschaft von ihren Anfängen auf fossilen Brennstoffen bis hin zur Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windenergie. Dabei werden die Ereignisse und Prozesse untersucht, die den Aufstieg dieser Industrien ermöglicht haben, insbesondere in Bezug auf die Ölkrise der 1970er Jahre. Ziel ist es, den Übergang zu einer nachhaltigen Menschheit auf einem gesunden Planeten zu untersuchen.
Der steirischer Bio-Bergbauer Christian Bachler und der Wiener Investigativ-Journalist Florian Klenk tragen öffentlich eine heftige Kontroverse über Verantwortlichkeiten von Bauern und Städtern aus. Sie lernen die Welt des jeweils anderen kennen und dessen Argumente besser verstehen. Als die Bank den Bauernhof versteigern will, startet "Bobo" Klenk über Social Media eine Spendenaktion und Bachler ist über Nacht schuldenfrei. Ein Film, der die Hintergründe für das seit Jahrzehnten andauernde Bauernsterben differenziert beleuchtet und zeigt, was alles möglich wird, wenn Produzent*innen und Konsument*innen aufeinander zugehen.
Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen
Diese Dokumentation beleuchtet den dramatischen Vorfall an Bord des Singapore Airlines Fluges SQ321, bei dem ein Mann starb und viele schwer verletzt wurden. Auf 37.000 Fuß Flughöhe erschüttern schwere Turbulenzen das Flugzeug - inzwischen gibt es eine Detailanalyse ihrer Ursachen und Auswirkungen. Kann man Turbulenzen vermeiden? Interviews mit Betroffenen, Piloten und Wissenschaftlern, sowie Simulationen und Aufnahmen, zeigen, wie die Luftfahrt auf Turbulenzen reagiert.
Am Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich eine der modernsten Feuerwachen Deutschlands. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist ein spezielles Hightech-Löschfahrzeug, entwickelt im baden-württembergischen Giengen. Binnen drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Platz auf dem Flughafen erreichen, denn hier zählt jede Sekunde. Die Reportage gewährt einen Einblick in die Entwicklung des komplexen Löschfahrzeugs und zeigt die Übungseinsätze am Flughafen hautnah.
Die Autoren, die zum Teil Auszeichnungen für ihre Beiträge erhielten, beleuchten aktuelle politische Themen und konzentrieren sich in der Rubrik "Die Story" auf ein bestimmtes Sujet.
Die Bluttat erschüttert 1982 nicht nur die niederösterreichische Gemeinde St. Andrä-Wördern, sondern ganz Österreich. Als die 40-jährige verheiratete Anwaltsgehilfin Sieglinde Z. von der neuen Beziehung ihres 18-jährigen Geliebten erfährt, brennen ihre Sicherungen durch. Ein eiskalter Mordplan lockt ihre 16-jährige Rivalin in das Haus von Sieglinde, wo sie wenig später durch mehrere Messerstiche den Tod findet ...
Im Zweiten Weltkrieg sollte die Industriestadt Samara Fluchtort für die Sowjet-Regierung werden. Es entstanden Bunkeranlagen, die bis heute nicht vollständig erforscht sind. Auch die Armeeführung, das diplomatische Korps und sogar das Bolschoi-Ballett sollten in der Ersatzhauptstadt unterkommen. Davon ist selbst in der Sowjetunion lange nichts bekannt gewesen. Samara wurde beim Angriff der deutschen Wehrmacht hastig als Ersatzhauptstadt für Moskau ausgebaut. Damals hieß die Stadt an der Wolga noch Kuibyschew. In aller Eile gruben Spezialisten des Moskauer Metrobaus weitläufige Bunkeranlagen in den Untergrund. So entstanden zahllose unterirdische Gebäude, deren genaue Lage und Struktur bis heute nicht komplett bekannt sind. Rund um die Stadt wurden Versorgungs- und Propagandaeinrichtungen errichtet. Moskauer Spezialisten bauten auch den damals reichweitenstärksten Radiosender der Welt. Ein eigens dafür ausgehöhlter Berg wurde von Gulag-Sträflingen zur Lebensmittelversorgung der Stadt und ihrer prominenten Bewohner in einen gigantischen Kühlschrank verwandelt. Er ist bis heute militärisches Sperrgebiet. Der Film begleitet den Hobbyforscher Petr Yacubson, der auf der Rückseite des "Kühlschrankes" ein Stollensystem erkundet. Er schafft es auch, mitten in der Stadt in die Kommandozentrale unter dem Militärhospital vorzudringen. Das Krankenhaus ist noch in Betrieb. Von dort wird der darunterliegende, verfallene Bunker noch immer mit Elektrizität versorgt. In der Anlage gab es einen eigenen Trakt mit Parkettboden und schick gefliestem Badezimmer für Stalins Tochter. Auch Dimitri, ein ehemaliger Elitesoldat, hat sich der Erkundung des Untergrundes von Samara verschrieben. Er ist auf Tauchgänge spezialisiert. Sie sind oft notwendig, denn große Teile der Bunkeranlagen stehen durch die unmittelbare Nähe zur Wolga unter Wasser. Dimitri ist risikofreudig: Trotz einer Beinprothese scheut er keine noch so gefährliche Expedition. Aus einem der Bunker wäre er beinahe nicht mehr lebend herausgekommen. Abschrecken lässt sich der ehemalige Soldat aber nicht - es gibt noch viel zu entdecken.
Donald Neilson, der berüchtigte "Black Panther"-Mörder, terrorisierte in den 70er Jahren den Norden Englands. Er verübte unzählige Einbrüche, bewaffnete Überfälle und erschoss zudem mehrere Postbeamte. In 1975 entführte er die 17-jährige Schülerin Lesley Whittle aus ihrem Elternhaus. Das Schicksal der jungen Schülerin beschäftigte die ganze Nation. Der Ex-Soldat führte seine Taten mit militärischer Präzision durch.
Diese Folge der Doku-Serie erzählt von der mysteriösen Antimaterie, die eigentlich nicht existieren dürfte. Ihr Geheimnis zu lüften, könnte auch die grundlegendste Frage der Menschheit beantworten: Warum existieren wir?
Graden bei Köflach ist ein idyllisches Bergdorf und liegt auf bis über tausenddreihundert Meter Seehöhe. Die ganze Region ist von der Musik geprägt. Von hier stammten etwa die berühmten Kern Buam. Aber auch heute gibt es noch viele traditionelle Musikgruppen rund um Graden. Im Stoanineum proben die Stoakogler, und auf der Edlseer Alm erzählen die Edlseer von ihrer bewegten Karriere und spielen ihre besten Lieder. Auch zahlreiche Nachwuchsmusiker wie etwa Ligist 3 sind in den Bergen unterwegs und möchten bald durchstarten.
Die Dokumentation "Die Tricks rund ums Auto" nimmt gängige Praktiken rund um den Gebrauchtwagenkauf, manipulierte Abgasanlagen und Werkstattleistungen genauer unter die Lupe.
Am 2. Oktober 1992, einen Tag vor den Feierlichkeiten zur Deutschen Wiedervereinigung, wird im bayerischen Hof das Verschwinden eines kleinen blonden Jungen gemeldet. Der siebenjährige Rafael war gerade auf dem Weg von der Schule nach Hause, als er von einem jungen Mann mit einem Messer bedroht und in einen weißen Skoda mit Celler Kennzeichen gezerrt wurde. Kurze Zeit später fuhr er mit dem Täter ins Ungewisse. Einen Tag nach der Entführung erfahren auch die Kriminalisten in Celle und Stendal davon und sind elektrisiert: Ist das der Täter, den sie seit Monaten suchen?
Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film
D 2024
53'
"Sex sells" war gestern. Im Blockbuster-Kino gibt es so wenige Sexszenen auf der Leinwand wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Noch in den 1990er Jahren gehörten pikante Sexszenen wie selbstverständlich zum Kinoerlebnis. Doch die goldenen Zeiten der Sexszene, in denen Erotikthriller wie "Basic Instinct" oder "Eine verhängnisvolle Affäre" die Kinokassen klingeln ließen, sind vorbei.
Am Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich eine der modernsten Feuerwachen Deutschlands. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist ein spezielles Hightech-Löschfahrzeug, entwickelt im baden-württembergischen Giengen. Binnen drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Platz auf dem Flughafen erreichen, denn hier zählt jede Sekunde. Die Reportage gewährt einen Einblick in die Entwicklung des komplexen Löschfahrzeugs und zeigt die Übungseinsätze am Flughafen hautnah.
Wenn Menschen in Gefahr oder ganze Gebiete bedroht sind, werden gigantische Maschinen als Lebensretter eingesetzt. Das Löschflugzeug CL-415 schafft es, großflächige Waldbrände zu löschen. Um Katastrophenhilfe über den Seeweg anzufordern, kommt das schwimmende Superkrankenhaus USNS Mercy zum Einsatz. Außerdem in dieser Folge: Der Panther 8X8, der Brände bekämpft, die durch Flugzeugtreibstoff verursacht werden, ein revolutionäres Geländefahrzeug und ein Suchhubschrauber mit Wärmebildkamera.
Der größte Feuerwehr Roboter / Die verrücktesten Donuts / XXL Seifen Fabrik / Axt werfen als Extremsport / So entstehen Zigarren / Räume am laufenden Band
Sara L. wird 2020 zum Opfer ihres Ex-Freundes. Mehrfach schießt Rene P. auf die junge Mutter, die noch am Tatort stirbt. Auch drei Jahre danach, ist der Mord an Sara L. in der steirischen Gemeinde unvergessen.
Wer wissen will, was außerhalb des Landes auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne passiert, der ist hier richtig: Das Magazin liefert in ausführlichen und unterhaltsamen Beiträgen Antworten.
Feuer, Wasser, Erde, Luft - Retter in ihrem Element
D 2024
120'
In Hamburg muss das Notärzte-Team einem herzkranken Patienten einen Zugang ins Bein bohren, da er zu viel Wasser im Körper hat. Auf der A2 kümmern sich die Johanniter-Stauhelfer nach einem Auffahrunfall um die Fahrer. Eine verunglückte Mountainbikerin wird von der Luftrettung Zwickau versorgt. Die Feuerwehr Potsdam befreit ein Baby aus einem verschlossenen Auto. Und: Ein unterkühlter Junge wird von der DLRG-Wasserrettung an der Ostsee behandelt.
"Bin ich schon in den Wechseljahren - und wenn ja, was heißt das eigentlich?" Moderatorin Sabine Heinrich ist 49 und merkt: Da verändert sich etwas. Körperlich, emotional, hormonell. Und sie ist damit nicht allein. Neun bis elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren - oft einhergehend mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen. Trotzdem wird über die Wechseljahre noch immer nicht genug gesprochen.
Das ist nicht nur für Frauen ein Problem. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten durch Wechseljahrsbeschwerden auf rund 9,4 Milliarden Euro im Jahr. Und viele betroffene Frauen arbeiten in Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht werden.
In der WDR Story "Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?" fragt Sabine Heinrich nach: Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar - im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell? Obwohl zwei Drittel der Betroffenen Beschwerden haben, fehlt es vielerorts an guter Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung.
Sabine Heinrich spricht mit Frauen, die offen erzählen, was die Wechseljahre mit ihnen machen. Sie trifft Ärztinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Polizistinnen und Politikerinnen. Außerdem reist sie nach England, wo ein neues Gesetz Arbeitgeber dazu verpflichtet, Frauen am Arbeitsplatz konkret zu unterstützen.
Die WDR Story zeigt: Die Wechseljahre sind kein privates Problem von Frauen. Sie betreffen Gesundheit, Arbeit, Gleichberechtigung - und die Frage, wie ernst unsere Gesellschaft Frauen in dieser Phase nimmt.
Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien, angelockt mit dem Versprechen auf ein Studium in Deutschland haben sie sich hochverschuldet. Die Story deckt ein System mehrfacher Ausbeutung junger Menschen auf, an dem viele mitverdienen. Eine Recherche auf der dunklen Seite der Liefer-Apps.
Kaliningrad - russische Exklave, mitten im EU-Gebiet. Im Untergrund: verborgene Festungen und Bunker aus deutscher Zeit, als Kaliningrad noch Königsberg hieß und Hauptstadt Ostpreußens war. Zusammen mit Diggern, Hobbyarchäologen und einem Architekten erkundet die Dokumentation die geheimnisvollen Untergrundbauten Kaliningrads. Forscher Sergey hofft auf den großen Schatz: das Bernsteinzimmer. Digger Jevgenij findet einen Torpedobunker am alten Hafen. Königsberg galt als Perle unter den deutschen Städten, geschützt von gigantischen Festungsringen. Bis 1945 war Königsberg Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges liefern sich die Rote Armee und die deutsche Wehrmacht erbitterte Kämpfe. Aus der östlichsten Großstadt wird die westlichste Stadt der Sowjetunion. Königsberg wird zu Kaliningrad. Stalin verleiht der völlig zerstörten Stadt nicht nur einen neuen Namen, er lässt sie auch einfach verfallen. Die deutschen Bewohner werden vertrieben, flüchten und werden durch russische Siedler und Soldaten ersetzt. Die Sowjetunion und später Russland nutzen das gesamte Gebiet als militärischen Stützpunkt. Man zerstört historische deutsche Bauten, wie das Königsberger Schloss, um das Andenken zu vernichten. Was unter den Trümmern begraben liegt, interessiert lange Zeit niemanden. Bis diese geheimen Welten zu einem Paradies für Untergrundforscher werden. Einer von ihnen, Jevgenij, untersucht am liebsten das alte Schießpulvergewölbe am Stadtpark oder den Torpedobunker unter der Festung im ehemaligen Pillau. Die sicherte seit dem 17. Jahrhundert den Zugang zum Frischen Haff und dem Königsberger Hafen und ist offenbar in Vergessenheit geraten. Für Jevgenij eine wahre Fundgrube: Ob die Ladevorrichtung für Torpedos, Kartuschen alter Artilleriegranaten, die am Strand der Nehrung herumliegen, oder die geheimnisvolle Enigma-Dechiffriermaschine der Kriegsmarine - bei jedem Besuch findet der Untergrundforscher weitere Zeugnisse der Kaliningrader beziehungsweise Königsberger Geschichte. Sergey und die "Konigberg"-Digger hoffen dagegen auf den ganz großen Schatz: das verschollene Bernsteinzimmer. 1716 hatte der Preußische König Friedrich Wilhelm I. die kostbaren geschnitzten Wandtäfelungen aus Bernstein dem russischen Zaren geschenkt. 1942 brachten deutsche Soldaten den legendären Prunkraum nach Königsberg. Dort wurde er zuletzt gesichtet. Mit selbst gebauten Georadargeräten, die ein Ultraschallbild des Bodens erstellen, durchforsten die Schatzsucher die riesigen Backsteingewölbe der alten Brauerei Ponarth. Irgendwo dort soll das Bernsteinzimmer vor den Angriffen der Roten Armee versteckt worden sein. So steht es jedenfalls in einer Notiz eines Wehrmachtskommandanten von Königsberg. Mit aufwendigen Computeranimationen und zahlreichen Grafiken taucht der Film tief ein in die geheimnisvollen Unterwelten der russischen Exklave Kaliningrad.
"Israels Angriffe auf die Palästinenser haben ein Ausmaß an Tötung und Zerstörung wie ich es in all meinen Jahren bei der UNO noch nie erlebt habe", sagt UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende September. Mehr als 70.000 Menschen wurden bisher bei israelischen Angriffen getötet. Tausende sind nach wie vor vermisst.
Das WELTjournal begleitet Menschen im Gazastreifen, die inmitten der Zerstörungen ihre vermissten Angehörigen suchen. Ibrahim hat seine Frau und vier seiner Kinder bei dem israelischen Luftangriff auf das Flüchtlingsviertel Al Maghazi verloren. Zwei Jahre nach ihrem Tod können sie endlich aus den Trümmern geborgen und in Würde bestattet werden. Andere suchen vergeblich und fürchten, niemals eine Antwort über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erhalten. Da Israel Journalisten den Zutritt zum Gazastreifen verwehrt, leiteten die Filmemacher die Dreharbeiten von Europa aus - in Zusammenarbeit mit palästinensischen Reportern vorort, die dabei tagtäglich ihr Leben riskieren.
Gestaltung: Solène Gripon-Degenève, Ahmed Abuajwa, Iyad Alasttal
In den 70er Jahren treibt der Serienmörder Patrick Mackay in London sein Unwesen. Insbesondere seine letzte Tat sorgt für Aufsehen: der Mord an einem katholischen Priester, der im eigenen Blut badend aufgefunden wurde. Die Tatwaffe war eine Axt. Mackay wird von seinen Bekannten als einschüchternd und launig beschrieben. Bereits in jungen Jahren sei er verhaltensauffällig gewesen und wurde insbesondere von Frauen als potenzieller Mörder angesehen.
Kritisch Reisen: Jakobsweg - Ich bin dann mal anstehen
D 2026
44'
Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt: der Jakobsweg. Seitdem Hape Kerkeling mal weg war, hat sich der Strom der Pilger verfünffacht, zur Hauptsaison kommen an Spitzentagen 5.000 Pilger am Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela an: "Ich kann das Klackern der Wanderstöcke auf dem Asphalt nicht mehr hören", sagt Montserat Vilar, die sich in einer Nachbarschaftsinitiative engagiert. Viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen.
Das Problem beginnt in Sarria, 117 Kilometer östlich von Santiago de Compostela. Hier starten die meisten Pilger, denn sie müssen mindestens 100 Kilometer gewandert sein, um die begehrte Pilgerurkunde zu bekommen. Als Sigrid Möricke (62) in Sarria ankommt, hat sie bereits gut 600 Kilometer auf dem Buckel. Sie geht den Pfad aus spirituellen Gründen. "Bis Sarria war ich oft völlig alleine unterwegs", sagt sie. Jetzt aber findet sie sich zwischen jungen Menschen, die ihren Rucksack von einem Gepäckservice transportieren lassen, laut Musik hören oder Videos für Social Media machen. Freizeittourismus, findet Sigrid Möricke.
Wenn die Pilger an der Kathedrale in Santiago der Compostela ankommen, fallen sich viele weinend in die Arme, skandieren Schlachtrufe, ziehen ihre Schuhe aus. All das betrachtet Bürgermeisterin Goretti Sanmartín vom Rathaus gegenüber. Sie möchte, dass sich etwas ändert in ihrer Stadt. "Wir wollen hin zu einem qualitativen Tourismusmodell, das vor allem Menschen wertschätzt, die hier mehrere Tage verbringen und unsere Kultur kennenlernen möchten, und die nicht nur ein paar Runden um die Kathedrale drehen, ein Souvenir kaufen und wieder abreisen." Die mächtige Regionalregierung Galiciens dagegen findet: Je mehr, desto besser, davon würde die Region doch enorm profitieren.
Das bringt etliche Einwohner Santiago de Compostelas auf die Palme. Ein Protestmarsch zieht um die Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
"Ich soll ab sofort 200 € mehr für meine Wohnung zahlen", sagt
Schauspielerin Iolanda Muiños, die hier seit 25 Jahren lebt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, auch weil viele Wohnungen legal oder illegal an die Besucher vermietet werden.
Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität.
Wie kann es gelingen, dass Pilger und Anwohner besser miteinander auskommen, und wie erhält man trotz des Massenandrangs den Zauber des Jakobswegs? Diesen Fragen geht diese Dokumentation nach.
Krieg und seine Folgen wie Hunger, Folter, Verlust und Flucht können traumatisieren. Rund 300.000 Menschen in Österreich kommen aus Ländern, in denen Gewalt zum Alltag gehörte.
Doch für viele hört der Krieg in Österreich nicht auf. Denn die Erlebnisse begleiten sie weiter. Das Erleben von Gewalt und Angst führt oft zu schwerem Trauma. Wie lebt man mit den Folgen von Krieg, wenn der Alltag schon längst wieder funktionieren soll? Wie geht es Menschen zwischen belastenden Erinnerungen und dem Wunsch nach einem guten Leben?
Tara Giahi spricht in der neuen Folge von "betrifft: uns" mit Überlebenden von Kriegsfront, Luftangriffen und Gefangenenlager.