Wer Abenteuer am Berg, zu Wasser oder in der Luft erleben möchte, ist am Achensee genau richtig. Eingebettet in die spektakuläre Kulisse von Karwendel und Rofan liegt das "Meer der Tiroler" und lockt all jene, die wandern, klettern, schwimmen, surfen oder Gleitschirm fliegen wollen. Dazu gibt es grandiose Ausblicke und eindrucksvolle Naturerlebnisse.
Mit ihrer wilden Landschaft ist die Bretagne ein Sehnsuchtsziel in Europa. Der Westen Frankreichs ist umrandet vom Meer. Stürmisches Wetter und ein raues Klima verleihen ihm eigenen Charme.
Im Binnenland liegen tiefe Wälder und hügelige Heide, an den Küsten zerklüftete Steilhänge mit bizarren Felsformationen, dazwischen karibisch anmutende Strände mit weißem Sand. Kein Ort ist weiter als 80 Kilometer von der Küste entfernt.
Die meisten Bretonen leben von und mit dem Meer. Der Film von Elke Bille erzählt die Geschichte typischer Bretonen. Sie zeigen ihren Alltag und ihre Herausforderungen.
Die Reise beginnt am Mont Saint-Michel. Der liegt zwar offiziell in der Normandie, ist aber in Sichtweite der Bretagne. Das Örtchen Cancale ist berühmt für seine Austern. Familie Raccine betreibt an der Promenade ein kleines Restaurant, in dem es ausschließlich Austern aus der eigenen Zucht gibt. Die Bänke, auf denen die Austern wachsen, stehen mitten im Meer und sind mit dem Trecker nur bei Ebbe erreichbar. Jedes Mal ein Wettlauf mit den Gezeiten, denn nur knapp sechs Stunden haben sie Zeit, Austern zu ernten und sich um die Zucht zu kümmern, dann setzt die Flut mit starker Strömung wieder ein. In Saint-Malo gibt es das Phänomen der Springflut, die "grande marée", die besonders bei Sturm den ufernahen Häusern mit hohen Wellen heftig zusetzt. In der Nähe von Saint-Malo liegt das Gezeitenkraftwerk La Rance, das 1966 gebaut wurde und mehr als 40 Jahre lang das größte Kraftwerk seiner Art war.
Die Bretagne ist berühmt für Buchweizen. Früher ein Arme-Leute-Getreide, heute dagegen eine kulinarische Spezialität des Landes, besonders als Zutat von Galettes. Im Mittelalterstädtchen Vitré dreht sich fast alles um den Buchweizen: Landwirt Immanuel Guardon baut ihn vor den Toren der Stadt an, der Müller Arnaud Chenard mahlt ihn in der ältesten Mühle der Gegend zu Mehl, das Nadine Keroudan in ihrem Food-Truck für Galettes auf dem Markt verwendet.
In Lamballe liegt ein Nationalgestüt aus Napoleonischer Zeit. Dort ist die Hengststation für die berühmte Zugpferderasse der Bretagne, Postier Breton. Kutscher Stephane Baillif trainiert die Pferde und bildet sie aus. Und er geht mit ihnen zur Arbeit, mitten in Lamballe. Etwas weiter westlich liegt Brocéliande. Der Sage nach soll dort Merlin begraben sein. Typisch bretonisch sind die Epagneul Bretons, eine bretonische Jagdhundrasse. Patrick Morin züchtet mit großem Erfolg, doch jedes Mal, wenn ein Kunde ein Tier abholt, steht der Züchter vor einer besonderen Herausforderung: Wird der Hund das neue Herrchen akzeptieren?
In Carantec betreibt Jean Marie Jezequel eine kleine Werft, in der ausschließlich Holzboote gebaut werden. Schon der Urgroßvater baute an der Bucht von Morlaix kleine Jachten. Später übernahmen der Großvater und dann der Vater die Werft. Heute ist Jean-Marie der Chef in einer der letzten Werften in Frankreich, die Holzjachten baut. Etwas weiter an der Küste Richtung Westen liegt im Finistère das Örtchen Plouguerneau. Dort züchtet Sylvain Huchette mitten im Atlantik Abalonen, also Seeohren, eine Schneckenart. Er ist der erste Züchter dieser Schnecken in Europa und beliefert Pariser Gourmetrestaurants.
Ouessant ist die westlichste Insel Frankreichs. Sie ist berühmt für ihre fünf Leuchttürme und liegt sehr einsam weit draußen vor dem Festland. Dort lebt Charlene Creac'h, eine junge Schäferin, die sich vor vier Jahren mit ihrer Milchschafherde selbstständig gemacht hat. Eine große Aufgabe mit viel Verantwortung, sagt sie, aber sie wollte unbedingt auf Ouessant leben, denn nirgendwo gibt es mehr Freiheit und Zusammenhalt als auf dieser Insel. Von Ouessant geht es über Crozon weiter nach Quimper. Dort baut Marin Lhopiteau ganz besondere Instrumente: keltische Harfen in echt.
Eine filmische Entdeckungsreise zum Staunen und Träumen entlang der Küste und quer durch die magische Bretagne.
4 Auswanderinnen-Schicksale auf Sansibar: Angela Wolf trennt sich nach 8 Jahren von ihrem Massai-Mann Paolo. Es ist ein Ende mit Schrecken. Levke Kerstings Mann Amosi verweigert die Scheidung. Darunter leidet Levkes neue Liebe zu dem Tänzer Moe. Die kleine Tochter von Melanie Sitter ging zurück nach Deutschland. Jetzt hofft Melanie auf ihre Rückkehr. Luisa Dana wurde an einem einsamen Strand überfallen. Jetzt fordert sie Gerechtigkeit.
Aurora, 1981: Nach nur zwei Jahren Ehe findet Chuck Hall seine Ehefrau Cheryl Lynn tot in der gemeinsamen Wohnung auf. Die Familienangehörigen haben einen Verdacht, der erst nach mehreren Jahrzehnten mittels einer DNA-Analyse bestätigt werden kann.
Der brutale Mord an der großzügigen Öl-Erbin Jill Halliburton Su in ihrer Badewanne erschüttert ihre Familie und ihre Gemeinde. Während die Tatort-Detektive den Fall untersuchen, decken sie dunkle Geheimnisse der angesehenen Halliburton-Familie auf. Diese Enthüllungen werfen ein neues Licht auf das scheinbar perfekte Leben der Familie.
Mit Ann Vielhaben, Alexander Gier, Jan Andreesen, Lars Cording, Judith von Radetzky, Christoph Drobig, Patrick Giese, Alexander Hauff, David Nádvornik, Marco Wittorf, Irina Wrona, Daniela Thuar, Philipp Reinheimer, Andreas Hosang, Tim Gössler, Alexander Gaida, Annkathrin Bundz, Antje Thiele, Eva-Gina Berkel, Selina Maluche, Mechthild Grabner, Louiz El-Hosri, Hubert Burczek
Kartenspiele - ob im Wilden Westen oder an europäischen Königshöfen, seit Jahrhunderten wird auf der ganzen Welt gespielt. Für die einen Zeitvertreib, für die anderen gefährliche Verlockung. Oft schwebt der Hauch des Verruchten und Verbotenen über dem Spiel. Doch was ist das Faszinierende daran? Von seinen Anfängen im 12. Jahrhundert in Fernost bis zu den schillernden Spieltischen im heutigen Las Vegas - das Kartenspiel hat viele Gesichter. Die Dokumentation begleitet unter anderem den professionellen Kartenspieler Chris Willet in die Glücksspielmetropole Las Vegas. Dort versucht er, sein Glück an verschiedenen Spieltischen zu machen und seinen Einsatz beim Blackjack zu verdoppeln. In Wiesbaden schaut der Film dem erfahrenen Croupier Friedhelm Höbel über die Schulter, der geheime Einblicke in die Vorbereitungen eines Pokerabends gibt und die Etikette sowie die verschiedenen Charaktere in Spielbanken erklärt. Wertvolle Erkenntnisse in die kulturelle und historische Bedeutung der Spielkarten erreicht der Film durch tiefe Einblicke in die Geschichte der Karten. Kartenspiel-Experten wie Thierry Depaulis aus Paris erklären den teilweise holprigen Weg der Kartenspiele von ihren Anfängen vor über 800 Jahren in Fernost bis heute. Und ein Besuch in der Spielkarten-Hauptstadt Europas, Turnhout in Belgien, zeigt nicht nur, wie Spielkarten traditionell hergestellt wurden und wie sie heute designt werden, sondern welche eigenen kleinen Geheimnisse und Geschichten die kunstvollen Motive der Karten erzählen. Zwischen Spielspaß und Millionengeschäft: die zwei Gesichter des Kartenspiels. Es ist ein weltweit beliebter Zeitvertreib, doch oft schwebt der Hauch des Verruchten über dem Spiel. Das hat Tradition.
Neues aus Neufundland - Kanadas überraschende Atlantikküste
2021
43'
Neufundland war schon immer etwas anders als der Rest Kanadas. An sechs verschiedenen Orten in dieser gewaltig schönen Region mit besonderen Menschen hat ein kanadisches Team NDR gedreht.
Víctor, Azael, Patricio und Tom sollen aus einem Stück Stahlblech zwei Waffen schmieden. Es handelt sich um ein Paar Kerambit-Messer, eine in Malaysia und auf den Philippinen verbreitete Waffe, die einen Haltering und Dolche in Form von Tigerkrallen aufweist. Die Teilnehmer haben drei Stunden, um die Klingen und die dicke Schneide herzustellen.
Über einen Zeitraum von drei Jahren versucht Wildbiologe und Naturfilmer Ben Masters mit Hilfe spezieller Kamerafallen das Verhalten der scheuen Katzen auf ihren Streifzügen durch das dichte Unterholz des texanischen Buschlandes zu dokumentieren. Ben trifft sich mit Experten, die seit Jahrzehnten den Ozelot wissenschaftlich erforschen und mit Artenschutzprojekten versuchen, die texanischen Bestände zu erhalten. Doch nicht nur Wissenschaftler und Mitarbeiter des U.S. Fish and Wildlife Service arbeiten daran, die bedrohte Katzenart zu retten. Um die schwindenden Ozelot-Bestände aufzufrischen, denken Naturschützer ebenso wie Farmer die Möglichkeit der Wiederansiedlung von Tieren an, die aus Regionen mit stabilen oder sogar wachsenden Ozelot-Populationen stammen. Ben Masters geht dieser Option nach und besucht Wildbiologen in Tamaulipas in Mexiko.
Wie gelangt eine 140 Tonnen schwere und 40 Meter lange Minenfräse von ihrem Hersteller bis zum Bonner Hafen? Die perfekte Lösung dafür ist ein Autokran. Doch Schwertransporte wie dieser sind Zentimeterarbeit: Jede schmale Kurve wird zum Problem, jedes Straßenschild muss weichen. Die Reportage zeigt Autokranteams bei ihren schwierigen Jobs auf Deutschlands engen Straßen und Baustellen. Welche Schwierigkeiten erwarten die Transportprofis?
Bei der Fahndung nach der rettenden Diagnose geht es in der Medizin zu wie bei einem Kriminalfall: Es ist die spannende Jagd nach Indizien, nach Spuren und Beweisen für die Ursache von rätselhaften Beschwerden. Wie Detektive müssen Ärzte mit falschen Fährten kämpfen, mit irreführenden Untersuchungsergebnissen und unerklärlichen Symptomen. Und das oft unter großem Zeitdruck. Als sie nachts aus dem Schlaf schreckt, glaubt sie zunächst an einen Alptraum: Ihre Haut brennt wie Feuer, ist übersäht mit roten Quaddeln. Alles deutet auf einen allergischen Schock hin. Aber worauf reagiert die Lehrerin so extrem? Gemeinsam mit ihrem Hausarzt begibt sie sich auf Ursachensuche: Ist es ein Nahrungsmittel, Kosmetik oder Medikamente? Alle Spuren verlaufen im Nichts. Die quälenden Ausschläge überfallen sie immer wieder und nur eine Badewanne voller Eiswürfel verschafft ihr dann Linderung. Doch das Blatt wendet sich, als eine Fernsehsendung sie auf eine erstaunliche neue Idee bringt.
Siebe Vanhee vereint seine Kindheitshelden, Sean Villanueva O'Driscoll und Nico Favresse, für die erste freie Begehung einer legendären Big Wall in Patagonien, Argentinien.
Von gratis Grillplätzen über Sportangebote bis hin zu dutzenden Lokalen und idyllischen Bademöglichkeiten - die Donauinsel ist DAS Erholungsgebiet der Wiener. Die künstliche Insel zwischen der neuen Donau und der Donau wurde im Jahr 1988 nach insgesamt 16 Jahren Bauzeit fertiggestellt. Einst war das Gebiet als Teil des Hochwasserschutzes für die Stadt Wien gedacht, doch mittlerweile hat es sich zu einem Freizeitparadies für die Bewohner der Hauptstadt und auch Gäste entwickelt.
Mit massiven Investitionen in der ganzen Welt erreicht China immer mehr sein Ziel, die führende Supermacht der Welt zu werden. China, das von Experten bereits als größte Volkswirtschaft des Planeten bezeichnet wird, ist nicht mehr nur ein wichtiger Akteur auf der wirtschaftlichen Weltbühne sondern hat sich Kampf um die Poleposition bereits entsprechend positioniert.
Candic tauschte monatelang persönliche Nachrichten mit Titus aus, einem Mann, den sie online kennengelernt hat. Nun will sie es endlich ihrem Mann beichten. Aber vorher will sie mit Nevs und Max' Hilfe herausfinden, wer Titus wirklich ist.
Sandra findet heraus, dass ihre Enkelin Yasmine einem mysteriösen Freund aus dem Internet Geld schickt, und bittet Nev und Max um Hilfe. Die Jungs nehmen sich dem Fall an und decken weitere Geheimnisse von Yasmine auf.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Tödliche Beziehung
33. Folge
D, USA 1995
65'
Ein Arzt wird erschlagen aufgefunden. Die Polizei verhaftet einen Handwerker, der mit den Kreditkarten des Opfers bezahlt hat. Der Mann behauptet, er sei von der Frau und der Zwillingsschwester des Arztes mit dem Mord beauftragt worden. Ein weiterer Fall: Eine Prostituierte wird erwürgt aus einem Fluss geborgen. Es stellt sich heraus, dass zwei örtliche Polizeibeamte ein Verhältnis mit der jungen Frau hatten.
Mirko Drotschmann beleuchtet eine Epoche, die erst seit rund 20 Jahren im Fokus der Archäologie in Deutschland steht: die Frühe Bronzezeit. Auslöser für diesen Forschungsboom war der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde 1999 von Raubgräbern entdeckt und gestohlen, konnte aber in einer krimiähnlichen Aktion sichergestellt werden. Seitdem ist sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Die Himmelsscheibe gilt als der bedeutendste archäologische Fund auf dem Gebiet des heutigen Deutschland und ist eines der bestuntersuchten archäologischen Objekte unserer Geschichte. Die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit diente wahrscheinlich als Kalender. Doch welche Kultur hatte vor rund 4000 Jahren das Wissen und die Technik, ein solches Hightech-Objekt herzustellen? Bisher wurde angenommen, dass damals auf dem Gebiet Mitteldeutschlands Stammesfürsten über einfach strukturierte Gemeinschaften von Jägern und Viehzüchtern herrschten. Doch die Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra hat den Blick auf die Frühe Bronzezeit verändert. Der Fund wurde der Schlüssel zum Verständnis einer Gesellschaft, die weiter entwickelt war als bisher vermutet, obwohl sie weder die Schrift kannte noch gewaltige Steinmonumente hinterlassen hat. Mirko Drotschmann trifft Forschende, die gerade dabei sind, diese untergegangene Welt der Himmelsscheibe wieder ans Licht zu bringen - mit vielen spektakulären Entdeckungen. Dazu gehört der gigantische Grabhügel bei Dieskau. Das Monument war ursprünglich 15 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 65 Metern - Symbol für die Macht und den Reichtum des Bestatteten. Oder die aus Baumstämmen errichtete Ringanlage bei Pömmelte, die Sonnenobservatorium und Ritualort zugleich war. Knochen- und Schädelfunde lassen vermuten, dass dort an der Schwelle von der Steinzeit zur Bronzezeit Menschen geopfert wurden. Ganz in der Nähe der Anlage legen Archäologen zurzeit die größte frühbronzezeitliche Siedlung Mitteleuropas frei. Grundlage für den Aufstieg des Reiches der Himmelsscheibe ist die Bronze, ein Werkstoff, der in der Natur nicht als Erz vorkommt, sondern aus einer Legierung von Kupfer und Zinn entsteht. Die Rohstoffe mussten aus verschiedenen Regionen Europas herbeigeschafft werden. Die Fürsten in Mitteldeutschland kontrollierten offenbar die Warenströme und wurden dadurch wohlhabend und mächtig. Ihr Reich hat vermutlich viele Jahrhunderte in der fruchtbaren Region zwischen Harz, Saale und Elbe existiert. Anhand von archäologischen Funden ist man heute in der Lage, das Alltagsleben der bronzezeitlichen Menschen zu rekonstruieren. Sie lebten in Langhäusern, die sich mehrere Familien teilten - im Winter sogar mit dem Vieh. Nicht nur Lebensumstände, Kleidung oder Ernährung lassen sich inzwischen nachvollziehen, Gräberfunde im Lechtal nahe Augsburg bringen auch erstaunliche Erkenntnisse über die Rolle der Frauen vor 4000 Jahren zutage. Sie waren deutlich mobiler als Männer und brachten vermutlich das Wissen der Bronzeherstellung aus dem Technologiezentrum bei Halle in den Süden Deutschlands. Grund dafür war ein neues Heiratssystem, das junge Frauen dazu zwang, an den Heimatort ihres zukünftigen Mannes zu ziehen. Jahrhundertelang war die Himmelsscheibe Ausdruck von Macht und Prestige der Herrscher von Nebra. Um das Jahr 1600 vor Christus wurde sie auf dem Mittelberg bei Nebra in der Erde deponiert. Warum, wissen wir nicht. Mit der Himmelsscheibe verschwand das Reich von Nebra im Dunkel der Geschichte - bis die Scheibe nach etwa 3600 Jahren wiederauftaucht. Und mit ihr die Geschichte Deutschlands in der Frühen Bronzezeit.
Sieben Jahre. Sechs Lebensräume. Ein Planet. Die zweiteilige Dokumentation zeigt eindringlich sechs der am meisten bedrohten Ökosysteme unserer Erde. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wird die Entwicklung dieser gefährdeten Lebensräume begleitet und dokumentiert. Episode 2 führt ins brasilianische Pantanal, in die Regenwälder Kambodschas und in die trockene Savannen Kenias.
Vielfraße, auch Bärenmarder genannt, sind wie gemacht für ein Leben in den extremen Regionen des russisch-finnischen Grenzgebiets. Dieser Film gibt erstmals Einblicke in diese kalte, karge und mysteriöse Welt und zeigt wie Freya, eine 3-jährige Vielfraß-Mutter, gegen alle Widrigkeiten versucht, ihren Jungen durch das erste Lebensjahr zu bringen.
Die Dolomiten wurden wegen ihrer einzigartigen Schönheit von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Die Bewohner der Südtiroler Gemeinde Villnöss wissen um die Einzigartigkeit ihres Tals. Sie möchten es auch für die nächsten Generationen erhalten und nachhaltig gestalten. Ein echter Villnösser, der die Berge der Welt erobert hat wie kein anderer, ist der Extrembergsteiger Reinhold Messner. Das Filmteam begleitet ihn und die Menschen aus diesem besonderen Tal.
In Gesprächen, Reportagen und Dokumentationen werden die Fakten hinter den Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandelt. Dies ermöglicht eine objektive Bewertung der täglichen Informationsflut.
Das Schwarze Meer steht seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Zentrum geopolitischer Spannungen. Da es für die Wirtschaft und die Energieversorgung dieser Regionen von entscheidender Bedeutung ist, schürt die Kontrolle über dieses Gebiet die Ambitionen sowohl regionaler als auch westlicher Mächte. Die Dokumentation bietet eine mutige Auseinandersetzung mit den geopolitischen, historischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnissen der Region.
Mit Dirk Hardegen, Tom Jacobs, Matthias Lühn, Simon Roden, David M. Schulze, Elias Stoffel, Christina Ann Zalamea
Sänger, Rockmusiker, Filmregisseur und Buchautor Reinhold Bilgeri führt durch sein Vorarlberg und stellt Landsleute vor, deren Biografien exemplarisch für das "Ländle", für die Triebkraft und die Seele Vorarlbergs stehen. Frauen und Männer, die auf unterschiedlichste Weise Gesichter der Vorarlberger "Seele" repräsentieren und sie in die Welt getragen haben. Persönlichkeiten, die durch ihre Kreativität, ihre Lebensart und ihren künstlerischen Ausdruck ein gewisses 'Rebellentum' offenbaren.
Wie gelangt eine 140 Tonnen schwere und 40 Meter lange Minenfräse von ihrem Hersteller bis zum Bonner Hafen? Die perfekte Lösung dafür ist ein Autokran. Doch Schwertransporte wie dieser sind Zentimeterarbeit: Jede schmale Kurve wird zum Problem, jedes Straßenschild muss weichen. Die Reportage zeigt Autokranteams bei ihren schwierigen Jobs auf Deutschlands engen Straßen und Baustellen. Welche Schwierigkeiten erwarten die Transportprofis?
Seit Ende der 1970er Jahre fertigt der schwedische Automobilkonzern Volvo auch Lastkraftwagen für den nordamerikanischen Markt. Alle zehn Minuten rollt im Werk ein neuer Truck vom Band. Jedes Modell kann dabei individuell an Kundenwünsche angepasst werden. Über 500 Farbtöne stehen allein für das Fahrerhaus zur Auswahl. Nach nur einem Tag im Werk werden die neuen Laster schon auf die Straße entlassen - vorausgesetzt, dass sie eine Probefahrt auf der werkseigenen Testbahn bestanden haben.
Willkommen in der Realität: Baylen und Colin müssen feststellen, dass ihre Traumhochzeit mit Bergkulisse, Alpakas, Pferd und Käsebrunnen deutlich teurer wird als gedacht. Während die Hochzeitsplanerin die Wunschliste zusammenstreicht, steht für Baylen der nächste große Meilenstein an: die Suche nach dem perfekten Brautkleid. Doch die Gewichtszunahme durch ihre Medikamente hat ihr Selbstbewusstsein angeknackst. Umso emotionaler wird der Tag, als Schwester Sammi überraschend auftaucht. Und während Baylen noch über ihrem Outfit grübelt, ist Colin gedanklich schon bei der Familienplanung angekommen.
Erst 18 Jahre alt und schon Geschichte schreibend: Will Moss sichert den 'Gunks' mit seiner bahnbrechenden Erstbegehung an einem der legendären Kliffs des Nordostens der USA ihren Platz im harten Trad-Climbing.
Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert ist eine der größten Umwälzungen der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Deutschen in die Moderne katapultiert. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, was es heißt, wenn ein Land in so atemberaubendem Tempo umgekrempelt wird, und was das mit den Menschen macht, deren Arbeitswelt sich durch neue Technologien radikal verändert - eine Parallele zu heute. Buchstäblich zum Motor dieser Entwicklung wurde eine Erfindung des Schotten James Watt: die Dampfmaschine. Sie sorgt im 19. Jahrhundert auch in Deutschland für ungekannten Schwung - vor allem in Gestalt der Eisenbahn. Am Anfang haben viele Menschen noch Angst vor dem "rauchspeienden Drachen", wie die Dampflokomotive wegen ihres Schnaubens und Zischens genannt wird. Doch ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten. Mit der Eisenbahn wächst der Hunger auf Eisen und Stahl, Werkstoffe, die bald Alltag und Arbeitswelt erobern. Selbst was alt und vertraut erscheint, wie das Schloss Neuschwanstein aus dem späten 19. Jahrhundert, beruht hinter der mittelalterlichen Fassade auf modernen Eisen- und Stahlkonstruktionen. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, werden auch für die Industrie gigantische Bauwerke errichtet - wie die Völklinger Hütte, das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Doch mit dem Vormarsch der Maschinen gehen auch schlechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen einher. Das zeigt sich besonders drastisch im Ruhrgebiet, wo alte Bilderbuchlandschaften dem Fortschritt weichen müssen. Die industrielle Ausbeutung der Kohlereviere hat das Ruhrgebiet im Durchschnitt um zwölf Meter absacken lassen. Deshalb müssen heute über 200 Pumpwerke Tag und Nacht laufen, sonst würde den Menschen dort bald das Wasser im Wohnzimmer stehen. Zur größten Herausforderung des Industriezeitalters wird die soziale Frage. Arbeitnehmerrechte müssen sich die Arbeiter erst mühsam erkämpfen; unterstützt werden sie dabei von den ersten Sozialdemokraten im Parlament. In Sachsen, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, kommt es 1903 zum Massenstreik. Bemerkenswert: Frauen und Männer streiken gemeinsam, zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Landesweit führt der Arbeitskampf der rund 8000 Textilarbeiter in Crimmitschau zur Beschwörung einer solidarischen Arbeiterklasse. Während die Mehrheit der Deutschen in Mietskasernen in den wachsenden Großstädten lebt, lassen sich die Firmengründer, Stahlbarone und Eisenbahnkönige Villen und ganze Schlösser bauen, wie man sie nur von den Landsitzen des Adels kannte. Wie kein zweiter Bau symbolisiert Alfred Krupps Villa Hügel in Essen Macht und Pracht dieses neuen Unternehmertums, das auch dank enger Kontakte zum preußischen Herrscherhaus floriert. Mit der Reichseinigung 1871 startet Deutschland in eine zweite fulminante Phase der Industriellen Revolution. Nach Kohle und Stahl werden jetzt neue Industrien wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie zu Schrittmachern der Wirtschaft. Dank der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft entstehen viele erfolgreiche Produkte. Ob synthetischer Farbstoff, Schmerztablette, Zündkerze oder Kaffeefilter - ohne die zahlreichen Erfindungen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar. Vieles mutet erstaunlich fortschrittlich an: Bereits um die Jahrhundertwende entwickelt Ferdinand Porsche beispielsweise den ersten serienmäßigen Hybridantrieb mit elektrischem Radnabenmotor. Heute steht Deutschland erneut vor einem epochalen Umbruch. Roboter, künstliche Intelligenz, all das wird kommen - oder ist in vielen Industrien sogar schon da. Und die historischen Erfahrungen zeigen: Technischer Fortschritt hat immer seinen Preis, aber auch seine Chancen.
Verträumte Dörfer in den Hügeln, mediterrane Küche und ein super Klima - die Provence ist ein Sehnsuchtsort.
Etwas abseits der touristischen Hauptrouten, östlich von Marseille, liegt die Provence Verte. "Erlebnisreisen" erkundet diese Region in Südfrankreich.
Feuchtgebiete gehören zu den besonders bedrohten Lebensräumen. Sie gehen derzeit dreimal schneller verloren als Wälder. Dort, wo es aber noch versteckte Weiher, verwunschene Quellen und nasse Wiesen gibt, findet sich eine erstaunliche Artenvielfalt. Libellen, Kreuzottern, Salamander und viele andere bedrohte Pflanzen und Tiere brauchen genau diese Welt zwischen trocken und nass.
Ein verborgener Schatz lockt die "Steel Buddies" in die Nordsee. Michael Manousakis will 160 Tonnen Kupfer aus einem Wrack heben, das in 40 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt. Ein speziell entwickelter Unterwassersauger soll den Weg zur wertvollen Fracht freilegen. Während die Tauch-Crew das Equipment für die riskante Mission auf Herz und Nieren prüft, schraubt die Heimat-Mannschaft im Westerwald an betagten US-Militär-Humvees.
Anna ist mit ihren 107 Jahren rüstig, geistig völlig präsent und hat einen erfrischenden, hintergründigen Humor. Ihre Geschichte erzählt ein exemplarisches Frauenleben, das sich über ein ganzes Jahrhundert erstreckt. Ein Leben voller Hoffnungen, Rückschläge und dem Durchhaltevermögen einer einfachen Frau, die oft zurückstecken musste, aber den Glauben an sich selbst bewahrt hat.
Kaum ein anderes Getränk hat einen derartigen Kultstatus wie Cola. Rund 50 Liter pro Jahr trinkt jeder in Deutschland laut Statistik, egal ob Light oder Original, Discounter oder Marke. Daniel Aßmann begibt sich auf Spurensuche nach dem Cola-Rezept, rechnet aus, wie sich der Preis zusammensetzt und macht die Geschmacksprobe: kann günstige Discounter-Cola mit dem Marktführer mithalten?
Truman Capote ist 1959 bereits ein Star der Literaturszene, als er beschließt, einen Artikel über den Mord an einer Farmerfamilie zu schreiben. Damals ahnte er nicht, dass ihn das Verbrechen fünf Jahre lang begleiten und für immer verändern sollte ... Aus dem geplanten Artikel wurde ein Buch: Der Tatsachenroman "Kaltblütig" erschien 1966 und verschob die Grenzen zwischen Literatur und Journalismus. Aber zu welchem Preis für den Schriftsteller?
Anwälte der Toten - Die schlimmsten Serienkiller der Welt
Arthur Shawcross
6. Staffel
7. Folge
D 2021
60'
Im Oktober 1989 wird am Ufer des Genesee River im Bundesstatt New York bereits die vierte Frauen-Leiche gefunden. Als Mörder wird der 44-jährige Arthur Showcross identifiziert. Dabei hatte er schon im Oktober 1972 gestanden, zwei kleine Kinder getötet zu haben. Er saß dafür im Gefängnis, machte nach seiner Entlassung aber erneut Jagd auf unschuldige Opfer und beginnt eine Mordserie, bei der elf Frauen sterben.
Seit Ende der 1970er Jahre fertigt der schwedische Automobilkonzern Volvo auch Lastkraftwagen für den nordamerikanischen Markt. Alle zehn Minuten rollt im Werk ein neuer Truck vom Band. Jedes Modell kann dabei individuell an Kundenwünsche angepasst werden. Über 500 Farbtöne stehen allein für das Fahrerhaus zur Auswahl. Nach nur einem Tag im Werk werden die neuen Laster schon auf die Straße entlassen - vorausgesetzt, dass sie eine Probefahrt auf der werkseigenen Testbahn bestanden haben.
Autonome Fahrzeuge sind die nächste Generation genialer und revolutionärer Maschinen. Sie verändern die Zukunft des gesamten Transportwesens. Dazu gehört MQ-4 Triton, eine kolossale Drohne, die die Überwachung von Küsten unterstützt, sowie Sea Hunter, das erste autonome, unbemannte U-Boot der US-Marine. Außerdem wird das selbstständig fahrende LKW- und Transportsystem AHS, das wiederverwendbare Raumschiff Dragon 2 und eine Löschdrohne vorgestellt, die beim Brand von Notre-Dame zum Einsatz kam.
Cyberangriffe, Drohnenangriffe, Desinformation, Sabotage, Vandalismus, instrumentalisierte Migration und Wahlbeeinflussung sind allesamt Teil hybrider Bedrohungen. Es handelt sich um einen Krieg, der im Verborgenen geführt wird, ohne dass ein Schuss fällt, und der zunehmend Sorge bereitet. Die Abwehrmaßnahmen entwickeln sich rasant weiter, und diese Dokumentation zeigt Maßnahmen, die sowohl von der NATO als auch von Unternehmen umgesetzt werden.
Mit Stefan Naas, Tom Jacobs, Simon Roden, Michael Borgard, Michael-Che Koch, Elias Stoffel, Irina Scholz, Fabienne Hesse, Michaela Kametz, Jenny Laura Bischoff
Bei einem Termin mit der Neurologin erfährt Baylen von einem neuartigen Nervenstimulator, der ihre Tourette-Symptome lindern könnte. Um das Gerät auszuprobieren, müsste sie aber nach England reisen - und allein der Gedanke sorgt für Stress. Zwischen Tics, Flugangst und knapper Hochzeitskasse steht plötzlich eine Entscheidung mit großer Tragweite im Raum. Während Baylen vorsorglich ihren ersten Reisepass beantragt, beschäftigt Colin eine andere Zukunftsfrage: sein geplanter Wechsel in die Immobilienbranche. Und dann sorgt ein überraschender Anruf von Baylens Eltern für eine Wendung, mit der niemand gerechnet hat.
Marco möchte seine Sucht behandeln lassen. In der Altonaer Heroinambulanz erhält er täglich Diamorphin, ein stark wirkendes Substitut. Diese Suchttherapie ermöglicht Marco ein halbwegs geregeltes Leben. Auch Kumpel Mark sucht hier Hilfe.
Die Geschäfte laufen gut! Lange Zeit kam das Business nicht richtig in Schwung. Doch nach vier Jahren schreibt die Werkstatt endlich schwarze Zahlen. Jetzt soll die Präsenz in den sozialen Medien Richard Hammonds Betrieb noch bekannter machen. Sorgt Lewis für zahlreiche Klicks? Der Chef muss derweil lukrative Aufträge an Land ziehen. Dafür reist der ehemalige "Top Gear"-Moderator in dieser Folge bis nach Jordanien. Dort hilft Richard Hammond, Geld für einen wohltätigen Zweck zu sammeln. Und im Automobilmuseum in Amman will der TV-Star neue Kontakte knüpfen.
Aktivistin, Medienstar, Denkerin "ohne Geländer" - Hannah Arendt ist hochgeschätzt für ihre Studie zur Entstehung totalitärer Herrschaft, umstritten für ihre Diagnose der "Banalität des Bösen". Bewundert wird ihr unermüdliches und furchtloses Eintreten für die Freiheit des Denkens und die offene Gesellschaft. Ihre Bücher und Essays sind bis heute Bestseller. Arendts Leben ist geprägt von der Erfahrung des Hitlerfaschismus und der Unfassbarkeit des Holocaust. Als Frau und Jüdin, als Staatenlose und Widerstandskämpferin, als Fluchthelferin und Intellektuelle arbeitete sie unermüdlich daran, die Welt, die sie liebte, zu verstehen und zu verbessern. 50 Jahre nach ihrem Tod erzählt der Film die Geschichte ihres Lebens entlang der historischen Ereignisse, die ihr Denken nachhaltig prägten - vom Reichstagsbrand bis zum Vietnamkrieg.
"Wie die Liebe geht" ist ein beobachtender Dokumentarfilm, der den Verlauf der Liebes- und Lebensgeschichten von drei Paaren aus Deutschland über sieben Jahre - 2016 bis 2023 - erzählt.
Die Protagonisten-Paare - Nici und Benni aus Berlin, Nicola und Mirko aus Bremen, Patty und Sarah aus NRW - sind zu Beginn der filmischen Beobachtung allesamt bis über die Ohren verliebt und überzeugt, dass sie ihr Leben fortan gemeinsam verbringen möchten.
Sie heiraten, gründen Familien, schreiben Doktorarbeiten und träumen von einer heilen schönen Zukunft. Bis der stressige Alltag, ein zuweilen etwas glanzloses Elternsein und ein Liebesungleichgewicht in der Beziehung zu Herausforderungen werden, die nicht jedes Paar bewältigen kann.
Ein Paar wird zudem völlig unvorhersehbar von einem Schicksalsschlag getroffen und muss nicht nur die Liebe, sondern das ganze Leben von Grund auf neu sortieren. Auf dem ereignisreichen Weg dieser sieben Jahre geht Liebe verloren, aber sie transformiert sich auch zu etwas Neuem und bleibt in anderer Form bei allen bestehen. Sie trägt sich weiter in den Kindern, die am Ende zu kleinen Persönlichkeiten herangewachsen sind und enthüllt angesichts größter Herausforderungen einen schönen wahren Kern, der die Zuschauer wehmütig und dennoch hoffnungsvoll in die eigene private Zukunft entlässt.
Gemacht wurde dieser berührende Langzeitdokumentarfilm von Judith Keil und Antje Kruska, zwei Berliner Regisseurinnen und Produzentinnen.
Goodbye Kaiser - hello Party! In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." mit Mirko Drotschmann nimmt der Historiker die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Die Goldenen Zwanziger stehen für Tabufreiheit, Experimentierfreude in Kunst und Film, für sprühenden Erfindergeist und für die Emanzipation der Frau. Alles golden also? Nicht für alle Deutsche - viele Hunderttausende sind Kriegsinvaliden, es gibt Massenarmut, Arbeitslosigkeit und verdeckte Prostitution. Was ist Mythos, was Wahrheit an unserem Bild von den Goldenen Zwanzigern? Mirko Drotschmann zeigt das schillernde Jahrzehnt zwischen Kaiserzeit und Diktatur in allen Facetten. Dafür besucht er Revuepaläste und Bauhausvillen, testet einen Raketenwagen und steigt in eine der ersten Lufthansa-Maschinen. In einem virtuellen Studio lässt der Moderator den größten Amüsiertempel Berlins, das "Haus Vaterland", wieder auferstehen oder verwandelt sich in ein Kunstobjekt des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Die Goldenen Zwanziger umfassen die Zeit zwischen der Hyperinflation 1923 und der Wirtschaftskrise 1929. Nur sechs Jahre, in denen die Wirtschaft brummt und viele Deutsche eine Zeit von Wohlstand und Freiheit genießen können. Erstmals leben sie in einer Demokratie - der Weimarer Republik. Die Verfassung der Weimarer Republik gilt als eine der fortschrittlichsten der Welt. Frauen dürfen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wählen und sich sogar wählen lassen. Fast jede dritte Frau ist damals berufstätig: als Stenotypistin, "Fräulein vom Amt", aber auch als Rechtsanwältin oder Juristin. Zum Erkennungszeichen der "neuen Frau" wird die Mode. Flapper-Kleid und Bubikopf ersetzen die langen Zöpfe und engen Korsagen der Kaiserzeit. Auch das Auto wird zum Symbol der weiblichen Emanzipation. Dafür steht vor allem Clärenore Stinnes, die als erster Mensch überhaupt mit einer Limousine die Welt umrundet. Die Brüder Wilhelm und Fritz Opel importieren 1923 ein neuartiges Fertigungsverfahren aus Amerika - das Fließband - und senken damit die Produktionskosten. Der "Opel Laubfrosch" wird damit zum "Auto für jedermann". BMW, Daimler und Audi ziehen nach. 1924 rattern über 100.000 Autos durch die Weimarer Republik. Kürzere Arbeitszeiten durch die Einführung des Achtstundentages lassen die Freizeitkultur aufblühen. Autorennen, Boxkämpfe oder Radsport werden zum Massenvergnügen. Nach den Erfahrungen von Krieg und Wirtschaftskrise feiern die Deutschen, als ob es kein Morgen gäbe. Die Hauptstadt Berlin wirbt mit mehr als 100 Nachtklubs, Bühnen und Varietés um die vergnügungssüchtige Kundschaft. Auch wenn es um Wissenschaft geht, sind die Zwanzigerjahre "golden". Die Weimarer Republik stellt damals ein Drittel aller Nobelpreisträger, darunter Fritz Haber, Max Planck oder Albert Einstein. Der Berliner Arzt Magnus Hirschfeld gründet das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft. Mit seinem Einsatz für die Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe und Transsexualität ist er seiner Zeit weit voraus. Und der schwäbische Ingenieur Claude Dornier bricht mit seinen Amphibien-Flugzeugen zu neuen Ufern auf. Zum Beispiel mit dem "Wal", einem Flugboot, das 1925 Roald Amundsen zu seiner Arktisexpedition fliegt, oder der "DO-X", das seinerzeit das größte Flugzeug der Welt ist. Der Börsencrash in den USA im Oktober 1929 läutet das Ende der schillernden Zwanzigerjahre ein. Auch in Deutschland stürzen die Aktienkurse in den Keller - bankrotte Firmen, Massenarbeitslosigkeit und Verelendung sind die Folge. Die Krise erschüttert die junge Weimarer Republik. In weniger als vier Jahren ergreifen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die Macht und versetzen Deutschland und den Rest der Welt in Angst und Schrecken.
Mit Annette Frier und Michael Kessler - hinter den Kulissen von La Traviata
I 2026
45'
Eine Sommernacht in Verona, eine antike Arena unter freiem Himmel und Verdis "La Traviata": Annette Frier und Michael Kessler tauchen in eine Welt ein, in der Oper zum Ereignis wird.
Die neue Arena-Inszenierung von Regisseur Paul Curran entführt das Publikum in die Atmosphäre des Pariser Moulin Rouge und der Belle Époque. Zwischen großer Bühne, präziser Technik und unmittelbarer Emotion erkunden Frier und Kessler, warum "La Traviata" bis heute berührt - weit über das Opernpublikum hinaus.
Sie blicken hinter die Kulissen und begegnen Künstlerinnen, Maske, Technik und all jenen, die Abend für Abend daran arbeiten, aus Können und Leidenschaft einen besonderen Moment entstehen zu lassen.
Kurz vor der Premiere stellt ein heftiges Unwetter die Produktion vor eine unerwartete Herausforderung. Während die Arena wieder spielfähig gemacht wird, erleben Frier und Kessler, wie fragil dieser Zauber ist und wie viel Einsatz nötig ist, damit am Ende doch alles zusammenkommt: Menschen, Gefühl und große Oper unter dem Sternenhimmel von Verona.
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