Ein Bahnhof direkt hinter dem Stephansdom? Eine Oper auf dem Kahlenberg? Viele Ideen wurden für Wien gewälzt - einige davon aus heutiger Sicht skurril, andere aufschlussreich für die Ideenwelt vergangener Epochen. In einer mehrjährigen Arbeit hat Gestalterin Judith Doppler gemeinsam mit Produzent Kurt Mayer die außergewöhnlichsten Stadtplanungen aufwändig mit Computertechnik animiert. Ihr neuer Zweiteiler in Erbe Österreich zeigt das reale Bild dieser Stadt, wie sie niemals war. Den Anfang machen der Bahnhof am Stephansplatz, die alternativen Pläne für Schönbrunn und der Karlsplatz, der heute nach dem römischen Petersplatz aussehen könnte, wenn sich die Ideen von damals durchgesetzt hätten. Visuell einzigartig gelingt es, mit phantastischen Drohnenflügen über die Stadt und mit den grafischen Animationen die Pläne von damals wiederauferstehen zu lassen.
Diktator Kim Jong-un vollendet den Weg Nordkoreas zur Atommacht. Welche Gefahr geht von dem totalitären Regime im fernen Osten aus? Und wie ist der Aufstieg des einst isolierten Landes gelungen?
Weil sich Nordkorea abschottet, beobachten Analysten aktuelle Entwicklungen mit Satellitenbildern. Sie zeigen, dass der Staat aufrüstet. Aber zu welchem Preis? Geflüchtete berichten exklusiv vom Elend der Menschen und Verfolgung. Wohin führt Kim Jong-un sein Land?
Im Sommer 2025 ist im nordkoreanischen Staatsfernsehen zu sehen, wie Kim Jong-un weint. Der Diktator empfängt Särge mit toten Soldaten. Die Gefallenen haben an der Seite Russlands im Ukrainekrieg gekämpft. Kim gibt öffentlich zu, dass er sich in einen Krieg in Europa einmischt und Russland unterstützt. Der Lohn für Nordkoreas militärische Hilfe: Hunderte Millionen US-Dollar, die der Diktator in die eigene Aufrüstung steckt. Internationale Beobachter sind alarmiert. Wie gefährlich wird Kims Regime für die Welt? Was hat der junge Diktator mit seinen neuen Waffen vor?
Die "ZDFzeit"-Doku "Nordkoreas Geheimnisse" zeichnet den Weg Nordkoreas nach, von einem isolierten Land mit einem verlachten Staatschef hin zu einer bedrohlichen Diktatur, die die Nähe zu Russland und China sucht. Die Hilfe Nordkoreas für den russischen Diktator Putin markiert einen Wendepunkt in der Aufmerksamkeit für das Land in Ostasien, das zunehmend einen Platz unter den Großmächten auf der Welt für sich beansprucht.
Der ehemalige deutsche Botschafter Thomas Schäfer erzählt, wie er vor gut zehn Jahren optimistisch auf den neuen Staatschef Kim Jong-un schaute. Die Modernisierung des Landes erweckte den Anschein, dass es auch militärisch und geopolitisch gemäßigter zugehen könnte. Doch diese Hoffnungen fallen bald in sich zusammen, als Kim mögliche Konkurrenten um die Macht aus dem Weg räumt und 2017 mit einem enormen Nukleartest den Weg Nordkoreas zur Atommacht vollendet.
Insider der immer wiederkehrenden Verhandlungen mit Nordkorea, wie der US-Sicherheitsexperte Sydney Seiler oder der südkoreanische Gesandte Moon Seong-mook liefern Einblicke, wie sie von Nordkoreas Verhalten enttäuscht werden. Und wie auch die ungewöhnliche Rhetorik von Donald Trump und dessen historischer Besuch auf nordkoreanischem Boden keine Ergebnisse zeitigt.
Weil sich das Land abschottet, nutzen Analysten hochauflösende Satellitenbilder und entdecken darauf neue Hangars für Drohnen oder die Einweihung von U-Booten, die atomar bestückte Raketen abschießen können. Doch sie sehen auch, wie Dinge schiefgehen, eine Fregatte beim Stapellauf ins Wasser kippt. Die wahre Einsatzfähigkeit des massiv aufgerüsteten Militärs Nordkorea bleibt unklar.
Erstmals erzählen in der ZDF-Doku Geflüchtete über ihr Schicksal. Sie zeigen, dass das Land seine eigene Bevölkerung ausbeutet. Kim Min-hee, aufgewachsen in der Hauptstadt Pjöngjang, wird ins europäische Malta geschickt, um dort in einer Textilfabrik unter Zwang zu arbeiten. In Nordkorea selbst schuften die Menschen in Lagern - teils 20 Stunden am Tag in Minen oder auf Feldern. Viele sterben an Hunger und Überlastung.
Der Film hinterfragt, ob die Atommacht Nordkorea wirklich die militärischen Fähigkeiten hat, die Weltordnung zu verändern und macht darauf aufmerksam, dass Kim Jong-un sehr viel unternimmt, um nicht länger unterschätzt zu werden.
Weltweit schmelzen Gletscher so rasant wie nie. Bis 2050 wird ein Drittel der Welterbe-Gletscher verschwunden sein - mit dramatischen Folgen: Zwei Milliarden Menschen droht Wasserknappheit, Gebirge werden instabil, der Meeresspiegel steigt schneller, und das Klima gerät aus dem Gleichgewicht. Die Dokumentation begleitet Forscher, Aktivisten und Politiker. Beeindruckende Aufnahmen aus den Alpen und der Antarktis, kombiniert mit wissenschaftlichen Analysen, zeigen das Ausmaß der Krise - und die Dringlichkeit globalen Handelns.
Die Zahlen der jüngsten Kriminalstatistik sind alarmierend. Bei fast jeder fünften Gewalttat sind Minderjährige involviert. Paul Ronzheimer will wissen, warum Jugendkriminalität so eskaliert. Er zeigt, wie leicht Jugendliche an Waffen kommen, besucht die SOKO Jugendkriminalität, spricht mit einem minderjährigen Straftäter und trifft eine gewaltbereite Jugendgang. Im anschließenden Talk fragt er Carsten Linnemann, was Deutschland gegen die eskalierende Jugendgewalt tun kann.
Adrenalin, Fantasie und Fingerspitzengefühl - im neuen Freizeittester-Special von "Hot oder Schrott" wird es außergewöhnlich! Beim Houserunning wagen sich sogar die Best Ager Sybille und Marian die Fassade hinunter. Detlef und Nicole Steves tauchen beim Meerjungfrauenkurs in neue Welten ein. Und im Motivtorten-Kurs stehen Kreativität und Geschicklichkeit im Fokus. Am Ende bleibt wie immer die eine Frage: Hot oder Schrott?
Rentnerin Ilse muss nach der Kündigung ihrer Wohnung dringend eine neue Bleibe finden. Auch Steffy und Manu haben große Sorgen: Trotz Babyglück kämpfen sie ums finanzielle Überleben, weshalb Steffy eine schwere Entscheidung trifft.
Eine wohlhabende Dame stirbt nach einem Treppensturz. War es ein Unfall oder Mord? Die Ermittler müssen sich auf physikalische Gegebenheiten stützen, um die Antwort herauszufinden.
Alan präsentiert hilfreiche saisonale Tipps für Gartenliebhaber, während Camilla Bassett-Smith einen beeindruckenden Garten in Wales erkundet und dessen Besonderheiten hervorhebt. Claire Lowrie ergänzt das Programm mit ihren besten Styling-Ratschlägen für Zimmerpflanzen, um das Zuhause grüner und stilvoller zu gestalten.
29. Dezember 2000: Auf dem Flug BA 2069 von London nach Kenias Hauptstadt Nairobi stürmt ein Passagier das Cockpit. Er attackiert den Piloten. Der führerlose Jumbojet droht abzustürzen. Die Reise in den Traumurlaub wird zum Albtraum. Das voll besetzte Flugzeug ist nur Minuten von einer Katastrophe entfernt. Der Angreifer versucht, die Steuerung an sich zu reißen. Der Kapitän und drei Passagiere können den Mann schließlich überwältigen. Der British-Airways-Flug ist zwei Stunden von seinem Ziel Nairobi entfernt. Über der sudanesischen Wüste bemerkt das Kabinenpersonal Turbulenzen, und plötzlich geht die Maschine in den Sturzflug über. Passagiere und Crew werden durch die Kabine geschleudert. Ein 27-jähriger Student war zuvor unbemerkt ins Cockpit eingedrungen. Während er mit dem Co-Piloten um die Kontrolle des Flugzeuges kämpft, schaltet sich der Autopilot aus. Das Flugzeug stürzt unkontrolliert in die Tiefe, und mehr als 400 Menschen an Bord bangen um ihr Leben - bis Kapitän William "Bill" Hagan mithilfe von Passagieren und Bordpersonal den Angreifer überwältigt und Co-Pilot Phil Watson den Sturzflug in letzter Sekunde abfangen kann. In Nairobi wird der Student der Polizei übergeben und medizinisch untersucht: Offenbar leidet er unter einer paranoiden Störung. Später zeigt er sich schockiert über seine Tat und bittet die Betroffenen um Entschuldigung. Die dramatischsten Flugzeugkatastrophen, geschildert von Passagieren, Piloten und Kabinenpersonal, die sie durchlebt - und überlebt haben.
4. November 2010: Kurz nach dem Start des Qantas-Flugs 32 von Singapur nach Sydney hören Passagiere einen Knall. Ein Triebwerk ist explodiert. Die Maschine müsste notlanden, nur wie? Eine Flut von Warnmeldungen geht im Cockpit ein - inklusive Fehlmeldungen. Denn die Explosion hat auch Teile der Bordelektronik zerstört. Im Wettlauf gegen die Zeit versuchen die Piloten, selbst zu berechnen, ob und wie eine sichere Landung möglich ist. Die Erfahrung der Besatzung des Airbus 380 macht sich bezahlt. Nach 110 Minuten gelingt die Landung auf dem Changi-Flughafen von Singapur. Doch damit ist die Gefahr nicht vorüber. Die Bremsen des Flugzeugriesen sind bei dem Kraftakt glühend heiß geworden: mehr als 900 Grad Celsius. Aus einer Tragfläche strömt Kerosin. Außerdem lässt sich eines der Triebwerke nicht abschalten. Zwei weitere Stunden dauert es, bis Passagiere und Crew das Flugzeug vollständig räumen können. Qantas zieht danach seine A380-Flotte vorerst aus dem Verkehr, bis die Ursache des Unglücks geklärt ist. Die Untersuchung zeigt, dass eine defekte Ölleitung Auslöser des Feuers war. Der Hersteller Rolls Royce übernimmt die Verantwortung und zahlt umgerechnet rund 70 Millionen Euro Schadenersatz. Die dramatischsten Flugzeugkatastrophen, geschildert von Passagieren, Piloten und Kabinenpersonal, die sie durchlebt - und überlebt haben.
Tunesien für Entdecker. Zwischen Sahara und Mittelmeer
D 2020
44'
Tunesien ist der kleinste Staat Nordafrikas. Neben der quirligen Hauptstadt Tunis und den weißen Stränden am Mittelmeer im Norden gibt es abseits der bekannten Reiserouten viel zu entdecken. Spektakuläre Landschaften und Orte, gastfreundliche Menschen.
Josh Gates macht sich auf die Spur eines schwer fassbaren Nazi-Schatzes, der durch einen komplizierten Code geschützt und der Legende nach in ein Musikstück eingebettet ist.
Obwohl der Mars als große Hoffnung der Menschheit für die Besiedelung eines weiteren Planeten gilt, ist der äußere Nachbar der Erde noch längst nicht zur Gänze erforscht. Daher werden schon seit Jahrzehnten Sonden und Roboter auf den roten Planeten geschickt, darunter auch "Perseverance", die fünfte Mars-Rover-Mission der NASA. Wissenschaftler und Astronaut Ulrich Walter erklärt, wieso der Mars wieder in den Fokus der Raumfahrt rückt und weshalb der Mond als Ausgangsbasis dienen könnte.
Der US-Bundesstaat New York ist erstaunlich vielfältig. Von den Wolkenkratzern Manhattans geht es nach Norden zu ausgedehnten Wäldern, zu Seen voller Inseln und zu den Niagarafällen. Reisende kennen vor allem die größte Stadt des Staates: New York City an der Mündung des Hudson River. Der Fluss durchzieht den Bundesstaat als wichtige Verkehrsachse von Nord nach Süd. Seine Quelle liegt im Adirondack Park, einem der größten Naturparks der USA.
Mit welchem Raumschiff wird die Menschheit den Mars erreichen? Welcher Antrieb ist nötig? Der Milliardär Elon Musk hat mit seinen Konstruktionen die Raumfahrt revolutioniert. Auch andere Unternehmer wittern im Weltraum-Tourismus ein rentables Geschäft. Das US-amerikanische Raumschiff Orion soll den Grundstein für zukünftige Reisen zu unseren planetaren Nachbarn legen. "Spacetime" geht mit einem NASA-Ingenieur an Bord der Orion und gibt einen spannenden Einblick in weitere ehrgeizige Projekte.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Das Kloster Lorsch zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Europas. Seit 1991 ist es UNESCO-Weltkulturerbe, das erste in Hessen. Bis zu 350.000 Menschen besuchen dieses Zentrum von Bildung, Kunst und Macht im frühen Mittelalter jedes Jahr. Die berühmte Torhalle ist eines der besterhaltenen Bauwerke aus karolingischer Zeit: "Sie gilt als architektonisches Meisterwerk und einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Baukunst", so Historiker Dr. Hermann Schefers. Er leitet die Welterbestätte und wohnt auf dem Gelände. Zusammen mit seinem Team macht er die Welterbestätte erlebbar. Im Schaugarten hinter der Zehntscheune, den die Kräutergarten AG ehrenamtlich pflegt, finden Besucher Heilkräuter, die im Lorscher Arzneibuch vorkommen. Es ist das älteste Medizinbuch des abendländischen Mittelalters und mittlerweile auch Weltdokumentenerbe. Zu den bedeutendsten Schriften des Klosters zählt das Lorscher Evangeliar. Das Original ist mit Goldtinte geschrieben und in Elfenbein eingefasst. Selbst das Faksimile hütet Museumspädagogin Patricia Scheuermann wie einen Schatz im Tresor. Um mehr über das Leben damals herauszufinden, untersucht Anthropologin Silke Strohmenger Menschenknochen, die bei Ausgrabungen auf dem Klosterhügel gefunden wurden. Ein Mönchsschädel blieb so gut erhalten, dass Wissenschaftler sein Gesicht rekonstruieren konnten. Das Leben außerhalb der Klostermauern erforscht Claus Kropp. Der Archäologe leitet das Freilichtlabor Lauresham ganz in der Nähe von Kloster Lorsch. Wer wissen möchte, wie die Menschen vor 1200 ihre Lebensmittel und Kleidung hergestellt haben, kann hier die Zeitreise starten.
Stress, Stress und noch mal Stress - niemand mag ihn. Alle wollen ihn loswerden. Jeder zweite Österreicher meint: Stress ist schädlich. Stress nimmt zu, und das hat Folgen. Für die WHO ist Stress eines der größten Gesundheitsrisiken des 21 Jahrhunderts. Jeder dritten (!) Person von uns geht es laut der WHO nicht gut! Dennoch finden viele auch positive Seiten am Stress. Die Journalistin Josephine Roek kennt Stress nur zu gut - beruflich wie privat.
Der Megalodon war ein gigantischer Hai. Ausgewachsene Tiere erreichten eine Länge von 16 bis 20 Metern. Da diese majestätischen Riesen schon vor mindestens 2,6 Millionen Jahren ausgestorben sind, gibt es heute nur noch wenige Überreste, anhand derer man die Spezies erforschen könnte. In dieser Ausgabe wird eine Ausgrabungsstätte besucht, die vielleicht mehr Informationen zu diesem Giganten der Meere liefern kann.
Robben ahoi
Zu den Robben ins Wattenmeer. Das steht bei den WG-Matrosen auf dem Tagesplan. Doch zuerst machen sich Rouven, Ella, Jafait, Angelina und Justus fit für den Tag. Mit Tau-Seilspringen.
Vom Klüver-Netz aus halten die Allstars Ausschau nach den Robben auf der Sandbank. Die Raubtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Fünf. Matrose Leon weiß über die Tiere außerdem so einiges zu erzählen.
Star-Auftritt an Deck
Segeln an Land statt auf dem Wasser. Mit kleinen Go-Karts inklusive Segel flitzen die Allstars über den Strand. Blöd nur, dass das Gefährt keine Bremsen hat. Schnell, schneller, umgekippt.
Beim Landgang wollen Angelina, Rouven, Ella, Jafait und Justus Zuschauer für ein Schiffskonzert zusammentrommeln. Angelina präsentiert am Abend ihren neusten Song. Leider ist auf der Insel zeitgleich ein Festival. Ob überhaupt jemand zu Angelinas Auftritt kommt?
Es ist noch nicht so lange her, da war Wien eine recht graue und abweisende Stadt. Außer der inneren Stadt und ein paar begrünten Außenbezirken bot sich dem Auge wenig Erfreuliches. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal geändert. Selbst einstige No-Go-Zonen wie der Gasometer oder der Donaukanal sind heute städtisch belebte Areale, die die Leute zum Verweilen schätzen. Patrice Fuchs hat das ORF-Archiv nach älteren Aufnahmen von Wiener Ecken durchforstet und zeigt, wie stark sich die Stadt an diesen Punkten verändert hat. Kaum vorstellbar heute, wie der Verkehr vor dem U-Bahn-Bau funktioniert hat, als die Autos noch über die Kärntnerstraße und den Stephansplatz brausten.
Folge 5 der Doku-Serie geht der Frage nach, ob es Leben auf dem Mars gibt. Und was würde es für uns bedeuten, wenn es Leben auf dem Mars gab oder noch immer gibt?
Traumhafte Strände, pulsierendes Stadtleben, Karneval am Zuckerhut, aber auch die Armut der Favelas: Das alles gehört zu Rio de Janeiro. Aus der Luft zeigt sich die ganze Vielfalt der Region. Der Bundesstaat Rio de Janeiro reicht weit über seine Hauptstadt hinaus. Einsame Buchten, Nationalparks mit herrlicher Natur, historische Siedlungen und kleine Inseln finden sich dort. Doch der Regenwald ist durch die Ausdehnung der Landwirtschaft bedroht.
Eine Tour durch das verrückteste Haus der Welt, eine moderne Landwirtschaft mit Fliegenlarven und ein schweißtreibendes Spiel mit der 1. Frauenbundesliga-Mannschaft im Faustball: hr3-Moderator Tobias Kämmerer begibt sich nach Pfungstadt im Hessischen Ried und entdeckt spannende Orte und Menschen der Hessentagsstadt 2023.
In der Fliegerstadt Laucha im Burgenlandkreis nähert sich ein besonderes Jubiläum. Rund 100 Jahre ist es her, dass die frühen Luftpioniere die weinbewachsenen Hänge an der Unstrut für das Segelfliegen entdeckten. Seltene Filmaufnahmen zeigen die Piloten von damals. Nach erfolgreichem Flug über die Unstrut wird das Fluggerät mit dem Floß zurück über den Fluss gesetzt und dann per Muskelkraft den Berg hinaufgezogen.
Noch heute ist der Flugplatz Laucha ein deutschlandweit bekannter Hotspot der Luftsportszene. Gleitschirme, Drachen, Segelflieger, Kunstflieger, Modellflieger - alle finden hier ideale Aufwindbedingungen. Um sicher und mit möglichst wenig Risiko zu fliegen, brauche man vor allem Respekt vor dem Sport, sagt die Fluglehrerin Sarah St. Clair. Sie ist für das Fliegen aus Hessen nach Sachsen-Anhalt gezogen und verbringt nun jede freie Minute auf dem Flugplatz, um hier dem Pilotennachwuchs das Fliegen beizubringen. Ihr Flugschüler Albert ist gerade einmal 16 Jahre alt und übt fleißig, um irgendwann ganz alleine in der Thermik kreisen zu können.
So wie er haben hier in Laucha Generationen vor ihm bereits das Fliegen gelernt. Statt wie heute auf Augenhöhe, früher mit viel Drill und Disziplin. Denn der Flugplatz hat auch ein dunkles Kapitel. Die Nazis bauten hier eine Reichssegelflugschule und bildeten den Nachwuchs für die Bomber und Jagdflieger aus. Nach dem Krieg übernahm die GST, die Gesellschaft für Sport und Technik, das Gelände. In der DDR gehörte die vormilitärische Ausbildung zum Segelfliegen dazu.
Zeitzeuge Klaus Garbe erinnert sich an dieses Kapitel der Fliegerei in Laucha. Der 80-Jährige ist noch heute im Luftsport aktiv. Einmal im Jahr ist er mit seiner Antonov2 und den Merseburger Fallschirmspringern in Laucha bei den Flugtagen zu Gast, wenn der Flugplatz Tür und Tor für das Publikum öffnet. Hier kann der Luftsport in all seinen Facetten bestaunt werden.
In den 70er Jahren war Klaus Garbe als Flugzeugmechaniker in Laucha stationiert. Das war einige Jahre bevor das Fliegen in Laucha komplett verboten wurde. Fluchtversuche mit Segelflugzeugen wurden befürchtet. Trotz Verbot wollten sich einige wenige Abenteurer nicht vom Fliegen abhalten lassen. Bäckermeister Thilo Schwarz baute sich mit Hilfe eines polnischen Bauplans einen Drachenflieger und flog heimlich an den Hängen im Unstruttal. Bis ihm die Stasi auf die Schliche kam.
Erst im März 1990 durfte er das erste Mal ganz offiziell in Laucha starten. Als das Flugverbot aufgehoben und der Flughang feierlich eingeweiht wurde, kamen tausende Besucher nach Laucha um das Spektakel am Himmel zu bewundern. Auch eine junge Reporterin des DDR-Fernsehens war damals dabei: Maybrit Illner. Sie beweist Mut und fliegt im Starkwind im Tandemdrachen an der Lauchaer Hangkante über den Weinbergen. Diese und andere Geschichten erzählt Autor Ben Arnold aus der Fliegerstadt Laucha.
Der 14-jährige Ukrainer Dima Luchkin, Snowboarder und Kriegsflüchtling, erzählt in der Doku seine Geschichte. In den Alpen findet seine Familie durch das Snowboarden neuen Frieden und Hoffnung.
Eine Frau gönnt sich ein Bad in ihrem Whirlpool, kurze Zeit später ist sie tot. Die Ermittlungen nehmen zehn Jahre in Anspruch und decken düstere Geheimnisse auf.
Alan teilt inspirierende Ratschläge, während Errol Reuben Fernandes ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt besucht, das innovative Ansätze und Zusammenarbeit fördert. Gleichzeitig erkundet Camilla Bassett-Smith einen kühnen Garten in den Cotswolds, der durch seine außergewöhnliche Gestaltung und Pflanzenvielfalt besticht. Beide Erlebnisse bieten spannende Einblicke in kreative Gartenprojekte und deren Umsetzung.
Josh Gates reist nach Israel, um dem Rätsel um die Schriftrollen vom Toten Meer auf den Grund zu gehen. Die Pergamente, die in Qumran gefunden wurden, liefern neue Einsichten für die alttestamentliche Wissenschaft.
Ihre Einschläge können verheerende Folgen für Mensch und Natur haben, denn schon seit Jahrmillionen kommen Asteroiden unserer Erde immer wieder gefährlich nahe. Wie können wir uns vor der Bedrohung dieser teils immer noch unerforschten Himmelskörper schützen? Ob es Möglichkeiten gibt, Asteroiden zu zerstören oder umzuleiten, zeigt der ehemalige Astronaut und Experte für Raumfahrttechnik Prof. Dr. Ulrich Walter in dieser Folge "Spacetime".
Bis zu 4,5 Meter groß und bis zu 15 Tonnen schwer konnten sie werden. Vor gut 4000 Jahren zogen die Mammuts noch über die Steppenlandschaften der Nordhalbkugel der Erde. Doch dann verschwanden sie. Bis heute sind die Ursachen dafür nicht geklärt. In der heutigen Episode soll untersucht werden, was ihre Auslöschung verursacht haben könnte. Denn neue und bislang einzigartige Funde sollen das Geheimnis lüften.
Mit welchem Raumschiff wird die Menschheit den Mars erreichen? Welcher Antrieb ist nötig? Der Milliardär Elon Musk hat mit seinen Konstruktionen die Raumfahrt revolutioniert. Auch andere Unternehmer wittern im Weltraum-Tourismus ein rentables Geschäft. Das US-amerikanische Raumschiff Orion soll den Grundstein für zukünftige Reisen zu unseren planetaren Nachbarn legen. "Spacetime" geht mit einem NASA-Ingenieur an Bord der Orion und gibt einen spannenden Einblick in weitere ehrgeizige Projekte.
Serena hat heute einen Termin bei Doktor Dev und hofft, ihr Lipom auf der Schulter endlich loszuwerden. Die Wucherung wächst seit zehn Jahren und bereitet der 34-jährigen Kundenbetreuerin zunehmend Schmerzen, die ihr bis in die Hand schießen. - Ein Grund zur Sorge, denn diese Art von Problemen sind bei Lipomen ungewöhnlich. Nächster Patient ist der 23-jährige Luke, der unter Keloiden leidet. Er hat die Akne-Narben, die nie verheilt sind, auf Rücken, Schultern, Armen und der Brust. Als Luke elf war, fing es an, so dass sich der Junge schon in der Schule als Freak fühlte. Nun hofft er auf die Hilfe von Dr. Toby.
Wenn es um Fragen rund um die Gesundheit geht, wenden sich etwa zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung an das Internet - noch vor dem Arztbesuch. Es gibt fast eine Million medizinische Internetseiten, alleine auf Deutsch. Viele davon sind unseriös und voller Hiobsbotschaften. Schnell kriegt man es da mit der Angst zu tun. Doch was, wenn Selbstdiagnosen im Internet nicht die Lösung sind, sondern Teil des Problems?
Marcel Hirscher kehrt aus dem Ruhestand zurück und wagt das Comeback aller Comebacks - diesmal unter neuer Flagge. Ein Blick auf die Gründe, den Druck und die Faszination hinter seiner Rückkehr.
Vom verletzten Nachwuchstalent zum Topfavoriten: Daniel Tschofenig gelingt in nur einer Saison der Durchbruch. Nach Tournee- und Weltcup-Sieg stellt sich die Frage - wie hoch geht's noch?
14. September 1999: Auf ihrem Flug von Wales nach Spanien gerät eine Boeing 757 nachts in ein starkes Unwetter. Mitten im Gewittersturm muss sie in Girona landen - mit verheerenden Folgen. Kurz vor dem Aufsetzen fällt die Landebahnbeleuchtung aus. Die Maschine prallt hart auf, schlittert zwei Kilometer weit, durchbricht den Zaun und kommt erst dann zum Stehen. Doch der Tower sieht das Flugzeug nicht, und die Rettungskräfte wissen nicht, wohin. Auf der Flugstrecke vom walisischen Cardiff nach Girona an der sonnigen Costa Brava braut sich ein gefährliches Unwetter zusammen. Die Piloten entscheiden sich dennoch, den Flug zu wagen. Sie erwägen ein oder zwei Ausweichflughäfen, doch auch dort sind die Bedingungen alles andere als ideal. In Absprache mit dem Tower in Girona versuchen sie dort schließlich die Landung. Den ersten Anflug müssen sie abbrechen, beim zweiten kommt es direkt vor dem Aufsetzen zu einem Stromausfall auf dem Flughafen. Die Maschine stürzt auf den Boden, das Bugfahrwerk bricht auseinander, die Bordelektronik wird zerstört. Das Flugzeug rast die Landebahn hinunter. Die Besatzung hat keine Kontrolle mehr, und die Boeing durchbricht den Flughafenzaun. Auf einer Wiese kommt sie endlich zum Stehen. Doch niemand weiß, wo die Maschine sich befindet. Denn auch vom Tower aus ist das Flugzeug nicht mehr zu sehen. Die Rettungskräfte eilen vergeblich dorthin, wo die Maschine aufgesetzt hatte. Erst, als einer der Passagiere es zu Fuß bis zum Vorfeld schafft, erfahren die Retter, wo das Wrack und die restlichen Insassen zu finden sind. Sie bergen 43 Verletzte. Ein Passagier stirbt später an unentdeckten inneren Verletzungen. Die dramatischsten Flugzeugkatastrophen, geschildert von Passagieren, Piloten und Kabinenpersonal, die sie durchlebt - und überlebt haben.
Auf beiden Seiten der Beringstraße erleben Nikita in Ostsibirien und Martha in Nordalaska, wie ihre Welt buchstäblich zerfällt. Der seit der Mammutära beständige arktische Permafrostboden taut auf, und die Schmelze bedroht nicht nur das Zuhause und die Lebensgrundlagen von Nikita und Martha, sondern den gesamten Planeten. Ambitionierte Klimaziele gerieten im Strudel weltweiter Krisen in den Hintergrund, Energiesicherheit bestimmt inzwischen die politische Agenda. In der Arktis schreiten Bohrungen unaufhaltsam voran, obwohl Wissenschaftler eindringlich warnen: Die Region erwärmt sich viermal schneller als der Rest der Welt. Der Dokumentarfilm soll als Weckruf gelten.
An den Ufern des Wiener Donaukanals stand eins ein imposantes Gebäude, prachtvoll ausgestattet wie ein Palais: die Zentrale der Donau-Dampfschiff-Fahrtsgesellschaft , einst eine der größten und mächtigsten Schifffahrtsgesellschaften der Welt. Die Routen der Wiener Liner führten über die Weltmeere, sogar bis ans Kap von Afrika. Das weltumspannende Liniennetz ist ebenso Geschichte wie der Prunkbau am Donaukanal - eine mittlerweile fast vergessene Geschichte einstiger österreichischer Größe. Jonathan Vaughan ist dem versunkenen Reich der DDSG auf den Grund gegangen.
MTB-Profi Fabio Wibmer's spektakulärer Ritt auf der Streif. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie der Ausnahmeathlet die Kult-Abfahrt mit waghalsigen Tricks und atemberaubendem Style bezwingt.
Folge 6 der Doku-Serie erzählt von der mysteriösen Antimaterie, die eigentlich nicht existieren dürfte. Ihr Geheimnis zu lüften, könnte auch die grundlegendste Frage der Menschheit beantworten: Warum existieren wir?
Die Sumerer gelten als die Begründer der ersten Hochkultur der Menschheitsgeschichte. Ihre außergewöhnlichen Errungenschaften schrieben sie ihren Göttern, den Anunnaki, zu. Alien-Theoretiker fragen sich: Ist es möglich, dass diese mächtigen Gottheiten in Wirklichkeit außerirdische Besucher auf der Erde waren?
Messerstecherei, Handydiebstahl, Betrunkene außer Rand und Band - eine ganz normale Samstagnacht auf St. Pauli. Die Polizist:innen der Hamburger Davidwache sind an Wochenenden im Dauereinsatz. St. Pauli gilt mittlerweile als der deutsche Ballermann. An den Wochenenden fluten zehntausende Partygänger das Viertel, ganz nach dem Motto: Feiern, bis die Polizei kommt.
In Mount Vernon, Kentucky, erschüttert ein grausamer Doppelmord die Gemeinschaft: Als die 16-jährige Brooklyn Reynolds am Morgen des 8. Juni 2017 den Notruf wählt, klingt sie verzweifelt - sie hat ihre Mutter und ihren Stiefvater tot im Schlafzimmer gefunden. Als die Polizei jedoch tiefer ins Familienleben eintaucht, kommen dunkle Geheimnisse ans Licht, die zeigen, wie zwei junge Menschen alles aufs Spiel setzen, um zusammen zu sein ...
Tech-Bros im Paradies - Die erste Privatstadt der Welt: Próspera
30'
Kaum Steuern, kaum Regeln und ein privates Unternehmen als "Regierung": Próspera - das ist die erste Privatstadt der Welt. Auf der abgeschiedenen Karibikinsel Roatán, die zu Honduras gehört, ist das libertäre Experiment nahezu grenzenloser unternehmerischer Freiheit Wirklichkeit geworden. In Próspera darf man, was sonst illegal oder undenkbar wäre: an kontroversen Gentherapien forschen oder Steuern mit Bitcoin begleichen. Seit Jahren versucht die Regierung von Honduras die Privatstadt zu verbieten und die Verträge mit den Investoren zu lösen, bisher vergebens. Für das Y-Kollektiv reist Reporter Lukas Wiehler in diese erste Free City und trifft auf ihre selbsternannten "Pioniere". Sie sprechen von Innovation, Fortschritt und unermesslichem Wohlstand und davon, den "lähmenden" Staat hinter sich zu lassen. Sie haben eine radikale Vision einer digitalen Gesellschaft, die auch die Tech-Elite im Silicon Valley begeistert und verachten den demokratischen Staat. Zu den Investoren gehören unter anderem PayPal-Gründer Peter Thiel und Sam Altman, der Chef von ChatGPT. Doch kann das funktionieren? Und wenn ja: für wen - und für wen nicht? Ist Próspera ein aufgeblasener Marketing-Bluff oder die Stadt der Zukunft? Wer kommt hierher und warum? Schnell wird klar: In Próspera ist vieles anders als erwartet - und doch genauso radikal, wie man es sich vorstellt.
Ihre Einschläge können verheerende Folgen für Mensch und Natur haben, denn schon seit Jahrmillionen kommen Asteroiden unserer Erde immer wieder gefährlich nahe. Wie können wir uns vor der Bedrohung dieser teils immer noch unerforschten Himmelskörper schützen? Ob es Möglichkeiten gibt, Asteroiden zu zerstören oder umzuleiten, zeigt der ehemalige Astronaut und Experte für Raumfahrttechnik Prof. Dr. Ulrich Walter in dieser Folge "Spacetime".
Am Rande des Sonnensystems ziehen die frostigen Planeten Uranus und Neptun einsam ihre Kreise. Beide tanzen im Vergleich mit den inneren Planeten ziemlich aus der Reihe. Uranus liegt auf der Seite und "rollt" quasi um die Sonne. Neptun hat einen riesigen Mond, der ihn in der falschen Richtung umrundet. Die beiden Eisriesen sind bislang noch wenig erforscht. Nur die Sonde Voyager 2 passierte sie in den 1980er Jahren. Doch die Giganten aus Eis, Methan und Ammoniak lohnen einen genaueren Blick.
Auch in Europa besteht die Gefahr eines Vulkanausbruchs. Etwa 100 aktive Vulkane befinden sich auf unserem Kontinent, 30 davon innerhalb der EU. Alle davon werden von Experten als potenziell gefährlich eingestuft. Sollte es tatsächlich zu einem Ausbruch kommen, droht eine gewaltige Katastrophe, denn die meisten Vulkane liegen in dicht besiedelten Regionen, so etwa in der Eifel in Deutschland oder neben der italienischen Metropole Neapel.
Die Schlagzeilen um TikTok reißen nicht ab. Für viele gilt sie als die gefährlichste App der Welt. Ihr enormes Suchtpotenzial ist unumstritten. Shitstorms und ausuferndem Hass sind Tür und Tor geboten. Immer öfter dient TikTok auch als Radikalisierungsplattform. Die Journalistin Jenny Laimer ist täglich mit Social Media und digitalen Medien konfrontiert. Sie möchte herausfinden, welche Gefahren dort tatsächlich lauern und was Eltern über diese App wissen sollten.
Das Krankenhaus in Wriezen nahe der polnischen Grenze, ist für viele die einzige medizinische Anlaufstelle in der Region. Rund um die Uhr wird hier operiert, behandelt und gerettet.
Mit enormem Einsatz ringen die Mitarbeitenden nicht nur um die Leben der Patientinnen und Patienten, sondern auch um das Bestehen ihrer Klinik. Der "37°"-Zweiteiler begleitet ein Jahr lang den Klinikalltag und erzählt große Themen im kleinen Kosmos.
Die Personalnot ist groß am schlecht angebundenen Wriezener Krankenhaus in Brandenburg, die Finanzen knapp, das Einzugsgebiet riesig, die Bevölkerung alt. Dazu sorgen steigende Kosten und die bundesweite Krankenhausreform für einen massiven Spar- und Umstrukturierungsdruck.
Medizin auf dem Land folgt eigenen Regeln. Manche Patientinnen und Patienten müssen für ihre Behandlung bis zu 30 Minuten fahren, um medizinische Hilfe zu erhalten. Dasselbe gilt für das Notarztteam und den Rettungsdienst: Die Anfahrtswege sind lang und längst schon sind in Wriezen nicht mehr alle Eingriffe möglich. Die schweren Fälle versorgt Notarzt Kai Wilke (42) häufig nur notfallmäßig - und lässt sie dann, so schnell es geht, in größere Häuser verlegen. Der Orthopäde und Unfallchirurg fährt mehrmals im Monat Notarzteinsätze - neben den stressigen 24-Stunden-Diensten auf der Station, im OP und in der Notaufnahme. Er ist selbst hier geboren, verheiratet, hat zwei Kinder - und er hat sich bewusst für die Arbeit in der Provinz entschieden.
Die leitende Anästhesie-Schwester Birgit Matthes (61) ist die dienstälteste Mitarbeiterin und so etwas wie die gute Seele des Hauses. Ihre Ausbildung machte sie noch zu DDR-Zeiten. Birgit hat den Wandel des Gesundheitswesens miterlebt: von überschaubaren Abläufen hin zu einem von immer mehr Effizienz und Kostendruck geprägten Alltag.
Julia Kraushaar (35) ist im vierten Jahr ihrer Facharztausbildung zur Viszeralchirurgin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Seit eineinhalb Jahren fährt sie außerdem als Notärztin Rettungseinsätze - und muss 24-Stunden-Dienste übernehmen.
Ohne internationales Personal, wie die indischen Assistenzärzte Anoop Puritipati (35) und Meghana Kurapati (30) würde der Klinikbetrieb nicht funktionieren. - Wird das Ehepaar nach der Ausbildung in der Region sesshaft?
Die 24-jährige Janina Buhe machte direkt nach der Schule ihre Ausbildung im Krankenhaus und arbeitet jetzt in der Rettungsstelle. Während es viele andere junge Menschen aus der Region in die Großstadt zieht, war das für sie nie eine Option.
Geschäftsführerin Katja Thielemann (49) steht vor der gigantischen Herausforderung, die beschlossene Krankenhausreform umzusetzen und kämpft mit aller Kraft darum, die Klinik zukunftssicher zu machen. Kann sie diese Aufgabe bewältigen?
Der erste Teil "Retter in der Provinz" der zweiteiligen "37°"- Reportage zeigt eine Klinik, die funktioniert, weil Menschen bereit sind, über ihre Grenzen zu gehen. Er erzählt von Teamgeist, Nähe und Verantwortungsgefühl - in dramatischen Zeiten.
"Die Landklinik - Patient Krankenhaus" wird Dienstag, 10. März 2026, 22.15 Uhr gesendet.
Sie boxen, treten und strampeln was das Zeug hält - die Allestester sind wieder voll in ihrem Element. Detlef rückt Nicoles BHs mit einer seltsamen BH-Pad-Schere zu Leibe. Kathrin und Andreas kommen beim Einsatz einer skurrilen Fahrrad-Sitzheizung ordentlich in Fahrt, während Steffi und Roland beim Test eines ungewöhnlichen Boxsacks so richtig ins Schwitzen geraten. Am Ende verraten sie alle wie gewohnt: Hot oder Schrott?
Sandra und Jan leben gemeinsam auf Staatskosten. Der 24-Jährige würde gerne bei seiner Mutter ausziehen, doch der Staat zahlt nicht. Manuela beginnt ihre Ausbildung, Mark bleibt zu Hause und schmeißt den Haushalt.
"Tempo - Mut - Erfindungskraft - Frauen in der Geschichte des Autos" erzählt die Geschichte des Automobils aus rein weiblicher Perspektive. Diese Liaison beginnt bereits vor über 130 Jahren und besteht bis heute. Anhand zahlreicher historischer Filmaufnahmen, Fotos und Animationen begeben wir uns auf die Spuren der ersten Frauen hinterm Steuer. Jutta Kleinschmidt, Michèle Mouton und Sophie Hofmann führen generationsübergreifend durch ihre Welt des bis heute männlich dominierten Rennsports. Autofahren und Motorsport waren dabei immer gleichbedeutend mit Emanzipation und Unabhängigkeit.
November 1906: Bordellbesitzerin Regine Riehl wird vom K. k. Landesgericht Wien zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Sie hat junge Prostituierte eingesperrt, ausgebeutet und misshandelt.
Eine von ihnen, Marie König, hat den Aufstand gewagt und sich einem Journalisten anvertraut. Seine Veröffentlichungen lösen einen Skandal aus, der die Wiener Gesellschaft erschüttert und ihre Doppelmoral offenbart.
Zugleich werfen Marie Königs Enthüllungen ein scharfes Licht auf die Abgründe des weltweiten Prostitutionsgeschäfts des Fin de Siècle.
Der bewegende Film von Stefan Ludwig spannt den Bogen von Wien über Hamburg bis Buenos Aires. Eine hochkarätig besetzte österreichische Koproduktion mit Maria Hofstätter in der Rolle von Regine Riehl, Alice Prosser als Marie König und Markus Schleinzer als Richter Feigl.
Redaktionshinweis: Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März zeigt 3sat vom 3. bis zum 9. März in Dokumentarfilmen und Dokumentationen die Lebenswirklichkeit von Frauen und ihren Kampf um Gleichberechtigung.
8. Januar 1989: Beim Flug von London nach Nordirland fängt ein Triebwerk der neuen Boeing 737 Feuer. 47 Menschen kommen beim Absturz ums Leben: die Folge eines tragischen Irrtums. Als die Piloten die Signale wahrnehmen, die auf einen Triebwerksbrand hindeuten, schalten sie ein Triebwerk ab - doch es ist das falsche. Nur wenige Hundert Meter vor der rettenden Landebahn stürzt das Flugzeug direkt neben die viel befahrene Schnellstraße M1. Der British-Midland-Flug 092 startet vom Flughafen London-Heathrow in Richtung Belfast in Nordirland. Nach einigen Minuten bemerken Passagiere und Besatzung dumpfe Geräusche, Vibrationen, Flammen und Rauchgeruch. Die Piloten vermuten einen Triebwerksbrand, schalten aber versehentlich das unversehrte Triebwerk ab. Das Problem scheint zunächst behoben zu sein. Der Rauch verflüchtigt sich, die Vibrationen hören auf. Die Piloten beschließen, den Flug zum nächstgelegenen Flughafen umzuleiten und notzulanden: East Midlands in der Nähe von Nottingham. Doch beim Landeanflug überschlagen sich die Ereignisse: Das beschädigte Triebwerk fällt komplett aus. Die abstürzende Boeing 737 verfehlt nur knapp eine der meistbefahrenen Straßen Großbritanniens. 39 Passagiere sterben unmittelbar beim Aufschlag, weitere acht erliegen später ihren Verletzungen. Der Absturz ist eine der größten Katastrophen in der britischen Luftfahrtgeschichte. Die dramatischsten Flugzeugkatastrophen, geschildert von Passagieren, Piloten und Kabinenpersonal, die sie durchlebt - und überlebt haben.
Jùlie Halilic ist stolz, wenn sie an ihren Großvater denkt. Wallani Georg erkämpfte gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern, dass der Massenmord an den Sinti und Roma 1982 als Völkermord anerkannt wurde. Begonnen hatte es mit einer Besetzung der KZ-Gedenkstätte Dachau. Elf Sinti traten dort 1980 in den Hungerstreik, weil die Verfolgung für Angehörige ihrer Minderheit mit der Befreiung nicht endete, weil der Rassismus gegen Sinti und Roma ungebrochen fortbestand. Sie texteten ein beliebtes Wanderlied um, um darauf aufmerksam zu machen: "Lustig ist das Zigeunerleben, Faria, Faria ho - Staat braucht uns keine Rechte geben, Faria, Faria ho". Die Aktion in Dachau markierte den Beginn der Bürgerrechtsbewegung, eines langen Weges der Emanzipation. Die Auschwitz-Überlebende Zilli Schmidt kämpfte viele Jahre um Anerkennung ihrer Verfolgung aus rassischen Gründen. Die Musiker Manolito Steinbach und Romani Weiß wuchsen in den 1970er Jahren in West-Berlin auf. Sie erzählen davon, wie sie lange Zeit lieber unsichtbar bleiben wollten, wie diese Vorsicht erst nach und nach einem neuen Selbstbewusstsein wich. Gianni Jovanovic erlebte, dass die Verfolgung auch mit der Anerkennung des Völkermords nicht endete. Nachdem er 1982 einen Bombenanschlag in Darmstadt überlebt hatte, wurde wenig später das Haus seiner Verwandten in einer Nacht- und Nebelaktion von der Stadt abgerissen. Mit diesen persönlichen Lebenswegen zeichnet der Film emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach und macht bisher unerzählte Perspektiven sichtbar. Individuelle Geschichten und bisher kaum gezeigtes Archivmaterial nehmen mit in eine Zeit, in der Sinti und Roma weiter diskriminiert wurden und in der sie sich schließlich zur Wehr setzten. Unter den historischen Aufnahmen aus den ARD-Archiven fand Filmautor Adrian Oeser viele Szenen, die deutlich machen, wie stark der Rassismus gegen Sinti und Roma nach 1945 fortdauerte - und auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer wieder befeuert wurde. Die Dokumentation "Der lange Weg der Sinti und Roma" ist damit auch eine kritische Auseinandersetzung der ARD mit ihrer eigenen Geschichte. Der Film zeigt darüber hinaus, dass eine Aufarbeitung in vielen gesellschaftlichen Bereichen bis heute notwendig ist. Bis in die 1980er Jahre arbeiteten Landeskriminalämter und Forscher in ganz Deutschland mit den Akten der Rassenhygieniker aus der Nazizeit weiter, um Sinti und Roma systematisch zu erfassen. Erst die Bürgerrechtler konnten diese Aktenbestände in den 1980er Jahren freipressen. Beeindruckendes Archivmaterial zeigt, wie sie die Dokumente ihrer Verfolgung fast vierzig Jahre nach der Befreiung erstmals in den Händen halten. Zu realisieren, dass die systematische Stigmatisierung so lange andauerte, belastet den Bürgerrechtler Rudko Kawczynski bis heute. "Der lange Weg der Sinti und Roma" ist ein Film über Geschichte, die nicht abgeschlossen ist, über eine Zeit, die bis heute fortwirkt. Ein Film übers Gestern fürs Heute.
Die "UFO-Autobahn" verläuft entlang des 37. nördlichen Breitengrads der Erde. Berichte über unbekannte Flugobjekte, Tierverstümmelungen und andere mysteriöse Ereignisse stammen häufig aus diesem Gebiet. Welche Erklärung gibt es für diese Sichtungen?