Santé und ihr Sohn Kenneth Kimes leben in einer Fantasiewelt, betrügen andere Menschen um ihr Geld und ihren Besitz. Dabei gehen sie über Leichen, um ihr Treiben zu vertuschen. Sie töten einen Bankangestellten, einen Freund der Familie und 1998 schließlich eine 82-jährige Frau, deren Identität Santé Kimes annehmen wollte, um deren Appartementhaus in Manhattan zu verkaufen.
Heute findet eine Containerauktion in Santa Ana statt. Zum Verkauf stehen zehn Einheiten, die alle demselben Besitzer gehören. Dave kann die Hälfte von ihnen ersteigern. Ivy macht ebenfalls ein gutes Geschäft. Doch hat sich der Kauf für die beiden auch wirklich gelohnt?
Die Käufer machen sich auf den Weg nach Stanton, wo die heutige Auktion stattfinden soll. Ivy will eines der Lager ganz heimlich zu einem günstigen Preis ersteigern. Doch auch Darrell und Dave sind immer auf der Suche nach einem guten Geschäft. Der erste Raum enthält auf den ersten Blick so einige Schätze. Wer kann die Runde für sich entscheiden?
Die Kosten für ein Fangboot sind sehr hoch. Noch bevor die Kapitäne ablegen, müssen sie an der Küste von Cape Cod Hafengebühren und Versicherungen bezahlen. Dazu kommen Wartung, Instandhaltung und Treibstoff. Die magere Ausbeute an Bord der "Pine Box" deckt nicht einmal die Ausgaben. Die Crew agiert bis dato glücklos. Und der Konkurrenzkampf wird noch härter. Bill Muniz steigt in den Wettbewerb ein. Der Kapitän der "Fishizzle" versteht sein Handwerk. Und er ist selbstbewusst. Kann sein Team den Vorsprung der anderen Bootsbesatzungen einholen?
Mirko Drotschmann beleuchtet eine Epoche, die erst seit rund 20 Jahren im Fokus der Archäologie in Deutschland steht: die Frühe Bronzezeit. Auslöser für diesen Forschungsboom war der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde 1999 von Raubgräbern entdeckt und gestohlen, konnte aber in einer krimiähnlichen Aktion sichergestellt werden. Seitdem ist sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Die Himmelsscheibe gilt als der bedeutendste archäologische Fund auf dem Gebiet des heutigen Deutschland und ist eines der bestuntersuchten archäologischen Objekte unserer Geschichte. Die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit diente wahrscheinlich als Kalender. Doch welche Kultur hatte vor rund 4000 Jahren das Wissen und die Technik, ein solches Hightech-Objekt herzustellen? Bisher wurde angenommen, dass damals auf dem Gebiet Mitteldeutschlands Stammesfürsten über einfach strukturierte Gemeinschaften von Jägern und Viehzüchtern herrschten. Doch die Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra hat den Blick auf die Frühe Bronzezeit verändert. Der Fund wurde der Schlüssel zum Verständnis einer Gesellschaft, die weiter entwickelt war als bisher vermutet, obwohl sie weder die Schrift kannte noch gewaltige Steinmonumente hinterlassen hat. Mirko Drotschmann trifft Forschende, die gerade dabei sind, diese untergegangene Welt der Himmelsscheibe wieder ans Licht zu bringen - mit vielen spektakulären Entdeckungen. Dazu gehört der gigantische Grabhügel bei Dieskau. Das Monument war ursprünglich 15 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 65 Metern - Symbol für die Macht und den Reichtum des Bestatteten. Oder die aus Baumstämmen errichtete Ringanlage bei Pömmelte, die Sonnenobservatorium und Ritualort zugleich war. Knochen- und Schädelfunde lassen vermuten, dass dort an der Schwelle von der Steinzeit zur Bronzezeit Menschen geopfert wurden. Ganz in der Nähe der Anlage legen Archäologen zurzeit die größte frühbronzezeitliche Siedlung Mitteleuropas frei. Grundlage für den Aufstieg des Reiches der Himmelsscheibe ist die Bronze, ein Werkstoff, der in der Natur nicht als Erz vorkommt, sondern aus einer Legierung von Kupfer und Zinn entsteht. Die Rohstoffe mussten aus verschiedenen Regionen Europas herbeigeschafft werden. Die Fürsten in Mitteldeutschland kontrollierten offenbar die Warenströme und wurden dadurch wohlhabend und mächtig. Ihr Reich hat vermutlich viele Jahrhunderte in der fruchtbaren Region zwischen Harz, Saale und Elbe existiert. Anhand von archäologischen Funden ist man heute in der Lage, das Alltagsleben der bronzezeitlichen Menschen zu rekonstruieren. Sie lebten in Langhäusern, die sich mehrere Familien teilten - im Winter sogar mit dem Vieh. Nicht nur Lebensumstände, Kleidung oder Ernährung lassen sich inzwischen nachvollziehen, Gräberfunde im Lechtal nahe Augsburg bringen auch erstaunliche Erkenntnisse über die Rolle der Frauen vor 4000 Jahren zutage. Sie waren deutlich mobiler als Männer und brachten vermutlich das Wissen der Bronzeherstellung aus dem Technologiezentrum bei Halle in den Süden Deutschlands. Grund dafür war ein neues Heiratssystem, das junge Frauen dazu zwang, an den Heimatort ihres zukünftigen Mannes zu ziehen. Jahrhundertelang war die Himmelsscheibe Ausdruck von Macht und Prestige der Herrscher von Nebra. Um das Jahr 1600 vor Christus wurde sie auf dem Mittelberg bei Nebra in der Erde deponiert. Warum, wissen wir nicht. Mit der Himmelsscheibe verschwand das Reich von Nebra im Dunkel der Geschichte - bis die Scheibe nach etwa 3600 Jahren wiederauftaucht. Und mit ihr die Geschichte Deutschlands in der Frühen Bronzezeit.
Eines der großen Rätsel der österreichischen Geschichte ist zumindest teilweise gelöst: Das Auftauchen des als verschollen gegoltenen habsburgischen Juwelenschmucks in einem kanadischen Schließfach hat dem hundertjährigen Rätselraten ein Ende gesetzt. Aber wie kamen die Edelsteine dorthin und wo ist der Rest des Schmuckes, den die kaiserliche Familie auf ihrer Flucht mitgenommen hat?
Nachdem das Schatzsucher-Team einen herben Rückschlag verkraften muss, sinkt die Motivation auf einen Tiefstand. Im Nachgang erkennen die Abenteurer, dass ihnen der vermeintliche Rückschlag zu einer bahnbrechenden Entdeckung verholfen hat.
Auf der australischen Cockatoo-Insel befinden sich die Überreste eines einst berüchtigten Gefängnisses. Verborgen auf einer Insel im Golf von Mexico liegt eine rätselhafte Ruine, die zum Schutz gegen Piraterie errichtet wurde. Im bulgarischen Ljulin-Gebirge versteckt sich ein verlassener Gebäudekomplex: Die Bankja-Residenz wurde vom kommunistischen Parteichef Schiwkow in Auftrag gegeben. Im Norden Deutschlands ragen noch heute die Gemäuer einer einst streng geheimen U-Boot-Fertigungsanlage auf.
Überall passt sich die Natur an die unterschiedlichen Jahreszeiten an, doch in Kanada sind die Wechsel extrem, spektakulär und vor allem eins: unvorhersehbar. Die bildstarke Reihe zeigt, wie sich die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Kanadas auf die Wetterlagen einstellt, und erkundet an außergewöhnlichen Orten das Zusammenspiel der Natur: Eisbären beim sommerlichen Jagen in offenen Gewässern, Glühwürmchen beim leuchtenden Balztanz und Luchse, die auf der Suche nach Beute die verschneiten Wälder durchstreifen.
Der Friedrichstadt-Palast ist ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart spektakulär verschmelzen. Diese Reportage führt hinter die Kulissen der größten Theaterbühne der Welt und zeigt, wie Handwerk, Leidenschaft und Hightech zusammenwirken. Vom Archivar bis zur Bühnenplastikerin öffnen Menschen mit Herz und Präzision den Blick auf ein faszinierendes Gesamtkunstwerk - ein filmisches Porträt voller Magie, Teamgeist und Kreativität.
Mächtige Bergkulissen, klare Seen, Moore, dazwischen alte Streuobstwiesen und idyllische Weinberge, all das eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft: Das Alpenvorland verbindet schroffe Bergwelten mit weitläufigen Ebenen. An nur wenigen Stellen in Mitteleuropa kommen sich Wildnis und Zivilisation so nahe. Naturfilmer Patrick Centurioni zeigt die unbekannten Seiten des Alpenvorlandes und erzählt vom Leben am Übergang zwischen den letzten wilden Naturlandschaften und von Menschen geprägten Kulturräumen. So wandern in Niederbayern zur Brunftzeit Rothirsche zwischen den steilen Hängen und den letzten großen Mooren der Ebene hin und her. Andere Arten erschließen sich neue Nahrungsquellen: Steinböcke haben gelernt, auf Eiben zu klettern, um deren Nadeln zu fressen. Das Alpenvorland ist auch eine Wetterscheide mit klimatischen Unterschieden auf kleinstem Raum: gefrierendem Hochnebel, starken Winden, Schneemassen oder Gewitter. Diese Naturdokumentation ist eine Hommage an einen Lebensraum.
Viel los am Jadebusen - Trubel,Tonnenleger und Tiefseehafen
90'
Der Jadebusen zwischen Unterweser und der ostfriesischen Halbinsel hat seinen ganz eigenen Charme und viele Facetten: In der Nordseebucht liegt Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort Wilhelmshaven. Die Tankerlöschbrücken und das neue LNG-Terminal dort sind wichtig für die Energieversorgung in Deutschland.
Aber der Jadebusen hat auch seine romantischen Seiten. Das kleine Dorf Dangast ist für viele Urlauber ein Sehnsuchtsort. Angelika Tapken führt hier mit Unterstützung ihrer Tochter Kea einen kleinen Campingplatz direkt vorm Deich. Das Damen-Duo hat Platz und Camper bestens im Griff. Auch wenn zu Pfingsten der Andrang groß ist.
Nur knapp einen Kilometer weiter liegt das Kurhaus. Eine Institution in der Region. Maren Tapken leitet das Café mit Kulturbetrieb in fünfter Generation. Zu Pfingsten wird es proppevoll. Die Chefin ist überall im Service gefordert und ihr Mann Wolf Becker backt ein Blech vom berühmten Dangaster Rhabarberkuchen nach dem anderen.
Draußen auf der Nordsee ist das Spezialschiff "Mellum" im Einsatz. Kapitän Menno Hajen und Bootsmann Volker Kühne müssen zusammen mit ihren Kollegen Seezeichen aus dem Wasser hieven und warten. Und am Fliegerdeich in Wilhelmshaven ist "Fisch-Werner" samt seinem Räucherofen bei den Gästen fast schon Kult.
Ob vorm oder hinterm Deich, "die nordstory Spezial" zeigt ein besonderes Stück Nordseeküste und erzählt die Geschichten von Menschen, die aus Leidenschaft hier an der Wasserkante leben und arbeiten.
Alles Friesisch oder was? Daniel Aßmann macht eine Fahrradtour von Borkum an die Ems und lernt dabei Land und Leute auf der holländischen und der ostfriesisch-deutschen Seite kennen. Rund um die Emsmündung und den Dollart entdeckt er die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Nachbarländer. Zwischendurch wechselt er auch mal das Gefährt: Er rast mit einem Strandsegler, einem segelgetriebenen Kart, das bis zu 100 km/h schnell werden kann, über die Sandbank des Borkumer Strands. Auf dem Festland spielt er den Vorkoster für die Seehunde in der Robbenstation in Norddeich.
Neben zahlreichen Wegbegleitern aus Sport, Entertainment und Politik wird auch Katarina Witt selbst ausführlich über die prägenden Momente ihres Lebens sprechen. "Being Katarina Witt" verspricht eine eindringliche Zeitreise durch die deutsche und internationale Sportgeschichte der vergangenen Jahrzehnte - erzählt aus dem Blickwinkel einer Frau, die wie kaum eine andere die Grenzen zwischen Sport und Unterhaltung neu definiert hat.
"Jeder Mensch will irgendwo hingehören. Nicht immer polarisieren. Man will geschätzt werden für das, was man geleistet hat.", sagt Witt, die am 3. Dezember 2025 60 Jahre alt wird. Die Serie gewährt dabei intime Einblicke in die Licht- und Schattenseiten des Erfolgs. Neben zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus Sport, Entertainment und Politik spricht auch Katarina Witt selbst ausführlich über die prägenden Momente ihres Lebens. Ob im Privatleben oder bei Gewichtsproblemen. Katarina Witt steht in der DDR unter ständiger Beobachtung, mit Auswirkungen auf ihre Familie und sportliche Wettkämpfe. Für mehr Freiheit geht Witt einen Deal ein.
Über 3.000 Seen, Flüsse und Kanäle, eingebettet in dunkle Wälder und sanfte Hügel: Masuren ist ein Sehnsuchtsort für Menschen, die Natur und Tiere lieben. In den riesigen Wäldern leben Elche, Wisente und Wölfe - und auf der Halbinsel Popielno auch Koniks. Judith Rakers kommt den Nachfahren der polnischen Wildpferde, die hier gezüchtet werden, ganz nah. In Olsztyn, der Hauptstadt der Masuren, erlebt sie einen fröhlicher Kneipenabend mit Studierenden und eine sportliche Herausforderung. Sie macht einen Abstecher zum Jachthafen von Mikolajki am Sniardwy See, lässt sich in der Johannisburger Heide in den masurischen Volkssport Pilze sammeln einweihen und genießt die traumhafte Natur per Kanu und auf einer Hausboot-Tour. Aber Judith Rakers wandelt in der Region, die einst zu Ostpreußen gehörte, auch auf den Spuren deutsch-polnischer Geschichte und erfährt Einiges über die Volksgruppe der Masuren.
Judith Rakers erkundet die Masurische Seenplatte auf einer Kajak-Tour auf der Krutynia, einer der schönsten Wasserwanderstrecken Europas. Der glasklare Fluss schlängelt sich 100 Kilometer durch ausgedehnte Wälder, unterbrochen durch Wiesen und Feldern, und durchquert dabei zahlreiche Seen. Später erlebt sie hier eine masurische Tradition: eine Fahrt mit einem historischen Stakboot inklusive Lagerfeuer und Grillen auf dem Wasser.
Am Rande der Johannisburger Heide liegt das Heimatmuseum Kadzidlowo - bestehend aus acht Häusern, in denen vor 200 Jahren Angehörige der Volksgruppe der Masuren gelebt haben. Krzysztof Worobiec hat die Ruinen gefunden und restauriert. Er führt Judith Rakers auch zu einem "verlorenen Dorf" im Wald. Im Norden der Masurischen Seenplatte liegt in Sztynort ein marodes Barock-Schloss. Bis 1944 war es Stammsitz der Familie von Heinrich Graf von Lehndorff, der am Hitler-Attentat beteiligt war.
Judith Rakers wandelt auf den Spuren der Geschichte. Olsztyn: Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne, 20.000 Studierende auf 175.00 Einwohner - das prägt Olsztyn, die Hauptstadt der Masuren, ist jung und quirlig. Und bietet andererseits gotische Bürgerhäuser, ein Amphitheater für 1.200 Menschen und eine beeindruckende Burg, in der Kopernikus im 16. Jahrhundert lebte und forschte. Am Rand der Stadt liegt die Sport- und Freizeitwelt Ukiel. Auf einer Inliner-Runde entlang des Sees lernt Judith Rakers die grüne, ruhige Seite der Universitätsstadt kennen.
Seit einigen Jahren ist die deutsche Biologin Lydia Möcklinghoff in Brasilien dem Großen Ameisenbären auf der Spur. Dieses ungewöhnliche Tier ist einer der letzten Ureinwohner Südamerikas. Denn nur ein paar Arten überlebten den Austausch der Tierwelt von Nord- und Südamerika, als vor rund einer Million Jahren die Landbrücke von Panama entstand.
Im Mai 2008 löscht der bis dahin unauffällige Robert S. auf brutale Weise fast seine gesamte Familie aus. Zuerst erschlägt er seine Frau und seine siebenjährige Tochter mit einer Axt. Danach fährt er nach Oberösterreich, wo er seine Eltern und den Schwiegervater ermordet.
Zwei Männer werden im Abstand von einer Woche ermordet. Einer der Männer war Partner in einer Dreiecksbeziehung und der andere Tote scheint ein völlig Fremder zu sein. Die Ermittler der Mordkommission von Louisville kann keine Parallelen zwischen diesen Morden feststellen. Doch plötzlich wendet sich die Sachlage...
Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert ist eine der größten Umwälzungen der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Deutschen in die Moderne katapultiert. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, was es heißt, wenn ein Land in so atemberaubendem Tempo umgekrempelt wird, und was das mit den Menschen macht, deren Arbeitswelt sich durch neue Technologien radikal verändert - eine Parallele zu heute. Buchstäblich zum Motor dieser Entwicklung wurde eine Erfindung des Schotten James Watt: die Dampfmaschine. Sie sorgt im 19. Jahrhundert auch in Deutschland für ungekannten Schwung - vor allem in Gestalt der Eisenbahn. Am Anfang haben viele Menschen noch Angst vor dem "rauchspeienden Drachen", wie die Dampflokomotive wegen ihres Schnaubens und Zischens genannt wird. Doch ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten. Mit der Eisenbahn wächst der Hunger auf Eisen und Stahl, Werkstoffe, die bald Alltag und Arbeitswelt erobern. Selbst was alt und vertraut erscheint, wie das Schloss Neuschwanstein aus dem späten 19. Jahrhundert, beruht hinter der mittelalterlichen Fassade auf modernen Eisen- und Stahlkonstruktionen. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, werden auch für die Industrie gigantische Bauwerke errichtet - wie die Völklinger Hütte, das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Doch mit dem Vormarsch der Maschinen gehen auch schlechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen einher. Das zeigt sich besonders drastisch im Ruhrgebiet, wo alte Bilderbuchlandschaften dem Fortschritt weichen müssen. Die industrielle Ausbeutung der Kohlereviere hat das Ruhrgebiet im Durchschnitt um zwölf Meter absacken lassen. Deshalb müssen heute über 200 Pumpwerke Tag und Nacht laufen, sonst würde den Menschen dort bald das Wasser im Wohnzimmer stehen. Zur größten Herausforderung des Industriezeitalters wird die soziale Frage. Arbeitnehmerrechte müssen sich die Arbeiter erst mühsam erkämpfen; unterstützt werden sie dabei von den ersten Sozialdemokraten im Parlament. In Sachsen, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, kommt es 1903 zum Massenstreik. Bemerkenswert: Frauen und Männer streiken gemeinsam, zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Landesweit führt der Arbeitskampf der rund 8000 Textilarbeiter in Crimmitschau zur Beschwörung einer solidarischen Arbeiterklasse. Während die Mehrheit der Deutschen in Mietskasernen in den wachsenden Großstädten lebt, lassen sich die Firmengründer, Stahlbarone und Eisenbahnkönige Villen und ganze Schlösser bauen, wie man sie nur von den Landsitzen des Adels kannte. Wie kein zweiter Bau symbolisiert Alfred Krupps Villa Hügel in Essen Macht und Pracht dieses neuen Unternehmertums, das auch dank enger Kontakte zum preußischen Herrscherhaus floriert. Mit der Reichseinigung 1871 startet Deutschland in eine zweite fulminante Phase der Industriellen Revolution. Nach Kohle und Stahl werden jetzt neue Industrien wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie zu Schrittmachern der Wirtschaft. Dank der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft entstehen viele erfolgreiche Produkte. Ob synthetischer Farbstoff, Schmerztablette, Zündkerze oder Kaffeefilter - ohne die zahlreichen Erfindungen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar. Vieles mutet erstaunlich fortschrittlich an: Bereits um die Jahrhundertwende entwickelt Ferdinand Porsche beispielsweise den ersten serienmäßigen Hybridantrieb mit elektrischem Radnabenmotor. Heute steht Deutschland erneut vor einem epochalen Umbruch. Roboter, künstliche Intelligenz, all das wird kommen - oder ist in vielen Industrien sogar schon da. Und die historischen Erfahrungen zeigen: Technischer Fortschritt hat immer seinen Preis, aber auch seine Chancen.
Habsburgs verschwundene Juwelen sind wieder aufgetaucht - und mit ihnen auch die Frage nach dem Reichtum dieser Familie. Die Habsburger assoziiert man heute durchwegs mit Prunk und Wohlstand. Doch die Finanzlage des Kaiserhauses war über die Jahrhunderte immer wieder wechselhaft. Woher kam das Geld der Habsburger?
Um zu verhindern, dass Wasser in den Gartenschacht eintritt, arbeiten die Schatzsucher unter Hochdruck. Neue Hinweise verdeutlichen den Zusammenhang zwischen der Insel, Captain Phipps und den Tempelrittern.
Im Sommer entfaltet die Schönheit der kanadischen Landschaften ihren Höhepunkt. Die Reise beginnt auf einer Insel vor der Pazifikküste, wo gerade 4.000 kleine Seelöwenbabys geboren wurden. Unweit davon kommen Exoten zu Besuch: Blauhaie, riesige Quallen und der Mondfisch. In der Arktis passieren 3000 Belugawale die Mündung eines Flusses, der in die Hudson-Bucht mündet. Die warmen, geschützten Gewässer sind ein idealer Geburtsort für ihre Jungen.
Wilder Frühling - Tierische Liebe zwischen Oberrhein und Zugspitze
45'
Der Frühling kommt und mit ihm Frühlingsgefühle - auch bei den Wildtieren zwischen Oberrhein und Zugspitze. Männchen und Weibchen müssen sich nun finden. Liebe auf den ersten Blick? Nein. Fortpflanzung ist Arbeit. Was tun Tiere dafür? Auch dieser Frühling ist ein wilder Frühling im Tierreich.
Die Bode - sie fließt 169 Kilometer durch Sachsen-Anhalt. Dabei durchquert sie Gebirgstäler, rauscht durch Flusskessel und bewässert die Auen der Börde. Während der deutschen Teilung war sie Grenzfluss. Seit Jahrhunderten leben Menschen am und vom Fluss, haben sich seinem Schutz verschrieben oder sind von seiner Schönheit angetan.
In Mobile wird Kay Atkins vermisst. Die 68-jährige Krankenschwester ist nach dem Besuch eines Kasinos verschwunden. Zuvor hatte sie dort einen sehr hohen Geldbetrag verloren. Unter Verdacht gerät ein Familienmitglied der Vermissten.
Die Beet-Brüder sind wieder komplett. Aber das Team ist immer noch ramponiert. Gunnar hinkt hinterher. Sein Knie macht nach einem Fahrradunfall nach wie vor Probleme. Eine OP ist unumgänglich, aber er wollte unbedingt beim nächsten Projekt dabei sein. Gunnars Plan: Ralf noch mehr bei der Organisation und Besorgung von Material zu unterstützen. Denn die neue Baustelle hat es in sich: Aus grau soll innerhalb von sieben Tagen grün werden.
Diesmal findet eine Auktion in Riverside statt. Rene soll eigentlich nicht an der Versteigerung teilnehmen, deshalb muss er ein richtig gutes Lager kaufen, um seine Frau vom Gegenteil zu überzeugen. Einige der Räume sehen nicht sehr vielversprechend aus und bringen dementsprechend wenig Geld ein. Können die Käufer heute noch ein lukratives Geschäft machen?
Eine Bühne von Weltformat, ein Millionenprojekt und ein Traum, der alles kostet: Diese Reportage begleitet die Entstehung der spektakulären Grand Show "BLINDED by DELIGHT" im Berliner Friedrichstadt-Palast - vom ersten Casting bis zur Premiere. Im Mittelpunkt steht Schlagersänger Julian David, der um seine große Chance kämpft. Zwischen künstlerischem Wagnis, technischen Meisterleistungen und emotionalen Momenten entsteht ein faszinierender Blick hinter die Kulissen.
In den USA ruft ein Mann verzweifelt die Polizei um Hilfe, nachdem er angegriffen wurde. Im Vereinigten Königreich wird eine Hundeliebhaberin ermordet in ihrem Haus auf dem Land aufgefunden. Beide Vorfälle ereignen sich zur gleichen Zeit und sorgen für Aufsehen in ihren jeweiligen Ländern.
Der Friedrichstadt-Palast ist ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart spektakulär verschmelzen. Diese Reportage führt hinter die Kulissen der größten Theaterbühne der Welt und zeigt, wie Handwerk, Leidenschaft und Hightech zusammenwirken. Vom Archivar bis zur Bühnenplastikerin öffnen Menschen mit Herz und Präzision den Blick auf ein faszinierendes Gesamtkunstwerk - ein filmisches Porträt voller Magie, Teamgeist und Kreativität.
Ein entsetzlicher Fund schockiert 2006 ganz Oberösterreich. Die Leiche einer jungen Frau wird von Straßenarbeitern bei Sarmingstein in der Donau entdeckt. Bei der Bergung dann der nächste Schock: der Kopf und die Hände der Toten fehlen. Sie wurde außerdem nicht nur geköpft und zerstückelt, sondern auch verbrannt. Wer ist für einen derartigen Overkill verantwortlich? Und wer war das Opfer, das so zugerichtet wurde?
Das Aufspüren von Blauflossen-Thunfischen ist eine Kunst für sich. Die meisten Kapitäne verlassen sich dabei auf ihren Instinkt und ihre jahrelange Erfahrung. Tyler Macallister lässt bei der Jagd aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse mit einfließen. Er hat sich während seines Studiums intensiv mit den Stachelflossern beschäftigt. Mondphasen und die Wassertemperatur beeinflussen, wohin sich der Rote Thun bewegt. Die Fischer deuten die Zeichen, die ihnen das Meer gibt und steuern ihr Fangboot Richtung Norden. Macht die Crew der "Cynthia C.²" dort reiche Beute?
"Jeder Mensch will irgendwo hingehören. Nicht immer polarisieren. Man will geschätzt werden für das, was man geleistet hat.", sagt Witt, die am 3. Dezember 2025 60 Jahre alt wird. Die Serie gewährt dabei intime Einblicke in die Licht- und Schattenseiten des Erfolgs. Neben zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus Sport, Entertainment und Politik spricht auch Katarina Witt selbst ausführlich über die prägenden Momente ihres Lebens. Katarina Witt ist zurück am Ort ihres größten Triumphs, in Calgary. Hier wird sie 1988 mit ihrer "Carmen"-Kür zum Weltstar und gewinnt erneut Olympiagold. In der Heimat erlebt sie aber eine völlig unerwartete Reaktion
Für Leo Hillinger und seinen Sohn Jack steht ein neuer Lebensabschnitt bevor. Denn nach Jacks Entscheidung die Weinbauschule in Krems zu besuchen, wird sogleich die neue Junggesellen-Bude bezogen. Ein schmerzhafter Prozess für den Vater, auch wenn er weiß, dass es zum Erwachsenwerden dazugehört. Außerdem bekommt der Star-Winzer Besuch von Kinesiologe Martin Zink, der ihm bei der Bewältigung seiner Schlafprobleme helfen soll.
Sechsmal auf zwei Rädern gewonnen, dreimal auf vier Rädern gescheitert: Kann Toby Price beim Finke Desert Race seine Niederlagen hinter sich lassen und endlich auf vier Rädern einen Sieg einfahren?
Dave fährt heute für eine Auktion nach Torrance. Hier gibt es viele Möbel, die er auf dem Flohmarkt für gutes Geld verkaufen kann. Von Dave kann Mary noch einiges lernen. Sie ersteigert eines der Lager für 325 Dollar. Doch hat sich der Kauf auch wirklich gelohnt?
Goodbye Kaiser - hello Party! In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." mit Mirko Drotschmann nimmt der Historiker die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Die Goldenen Zwanziger stehen für Tabufreiheit, Experimentierfreude in Kunst und Film, für sprühenden Erfindergeist und für die Emanzipation der Frau. Alles golden also? Nicht für alle Deutsche - viele Hunderttausende sind Kriegsinvaliden, es gibt Massenarmut, Arbeitslosigkeit und verdeckte Prostitution. Was ist Mythos, was Wahrheit an unserem Bild von den Goldenen Zwanzigern? Mirko Drotschmann zeigt das schillernde Jahrzehnt zwischen Kaiserzeit und Diktatur in allen Facetten. Dafür besucht er Revuepaläste und Bauhausvillen, testet einen Raketenwagen und steigt in eine der ersten Lufthansa-Maschinen. In einem virtuellen Studio lässt der Moderator den größten Amüsiertempel Berlins, das "Haus Vaterland", wieder auferstehen oder verwandelt sich in ein Kunstobjekt des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Die Goldenen Zwanziger umfassen die Zeit zwischen der Hyperinflation 1923 und der Wirtschaftskrise 1929. Nur sechs Jahre, in denen die Wirtschaft brummt und viele Deutsche eine Zeit von Wohlstand und Freiheit genießen können. Erstmals leben sie in einer Demokratie - der Weimarer Republik. Die Verfassung der Weimarer Republik gilt als eine der fortschrittlichsten der Welt. Frauen dürfen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wählen und sich sogar wählen lassen. Fast jede dritte Frau ist damals berufstätig: als Stenotypistin, "Fräulein vom Amt", aber auch als Rechtsanwältin oder Juristin. Zum Erkennungszeichen der "neuen Frau" wird die Mode. Flapper-Kleid und Bubikopf ersetzen die langen Zöpfe und engen Korsagen der Kaiserzeit. Auch das Auto wird zum Symbol der weiblichen Emanzipation. Dafür steht vor allem Clärenore Stinnes, die als erster Mensch überhaupt mit einer Limousine die Welt umrundet. Die Brüder Wilhelm und Fritz Opel importieren 1923 ein neuartiges Fertigungsverfahren aus Amerika - das Fließband - und senken damit die Produktionskosten. Der "Opel Laubfrosch" wird damit zum "Auto für jedermann". BMW, Daimler und Audi ziehen nach. 1924 rattern über 100.000 Autos durch die Weimarer Republik. Kürzere Arbeitszeiten durch die Einführung des Achtstundentages lassen die Freizeitkultur aufblühen. Autorennen, Boxkämpfe oder Radsport werden zum Massenvergnügen. Nach den Erfahrungen von Krieg und Wirtschaftskrise feiern die Deutschen, als ob es kein Morgen gäbe. Die Hauptstadt Berlin wirbt mit mehr als 100 Nachtklubs, Bühnen und Varietés um die vergnügungssüchtige Kundschaft. Auch wenn es um Wissenschaft geht, sind die Zwanzigerjahre "golden". Die Weimarer Republik stellt damals ein Drittel aller Nobelpreisträger, darunter Fritz Haber, Max Planck oder Albert Einstein. Der Berliner Arzt Magnus Hirschfeld gründet das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft. Mit seinem Einsatz für die Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe und Transsexualität ist er seiner Zeit weit voraus. Und der schwäbische Ingenieur Claude Dornier bricht mit seinen Amphibien-Flugzeugen zu neuen Ufern auf. Zum Beispiel mit dem "Wal", einem Flugboot, das 1925 Roald Amundsen zu seiner Arktisexpedition fliegt, oder der "DO-X", das seinerzeit das größte Flugzeug der Welt ist. Der Börsencrash in den USA im Oktober 1929 läutet das Ende der schillernden Zwanzigerjahre ein. Auch in Deutschland stürzen die Aktienkurse in den Keller - bankrotte Firmen, Massenarbeitslosigkeit und Verelendung sind die Folge. Die Krise erschüttert die junge Weimarer Republik. In weniger als vier Jahren ergreifen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die Macht und versetzen Deutschland und den Rest der Welt in Angst und Schrecken.
Der Herbst steht für den Wandel des wilden Kanadas - während die Tiere im Süden noch in der Sonne baden, müssen die Streifenhörnchen im Norden schon Wintervorräte sammeln. Im Herbst wandeln sich die kanadischen Wälder in ein Farbenmeer. Es ist die Zeit der großen Wanderungen. Drei Viertel aller Vogelarten, die in Kanada genistet haben, ziehen wieder gen Süden.
"Jeder Mensch will irgendwo hingehören. Nicht immer polarisieren. Man will geschätzt werden für das, was man geleistet hat.", sagt Witt, die am 3. Dezember 2025 60 Jahre alt wird. Die Serie gewährt dabei intime Einblicke in die Licht- und Schattenseiten des Erfolgs. Neben zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus Sport, Entertainment und Politik spricht auch Katarina Witt selbst ausführlich über die prägenden Momente ihres Lebens. Ihr Heimatland existiert nicht mehr, die deutsche Presse attackiert sie, Katarina Witt flüchtet in die USA. Hier wird sie zum Showstar, doch ihre Wurzeln liegen woanders. Witt fällt einen überraschenden Entschluss.
In Atalanta wird ein schauriger Fund in einer Mülltonne gemacht. Inmitten des Abfalls liegt nämlich eine tote Frau. Außerdem wird ein junger Mann überfallen. Er fällt Schlägern aus der Nachbarschaft zum Opfer.
Diesmal sind die Käufer auf dem Weg nach Lake Arrowhead. Darrell möchte unbedingt eines der Lager ergattern. Doch dafür braucht er Chads Hilfe. Auch Justin will sich mit etwas Glück mehrere Einheiten sichern. Dabei landet er einen Volltreffer.
Eine Bühne von Weltformat, ein Millionenprojekt und ein Traum, der alles kostet: Diese Reportage begleitet die Entstehung der spektakulären Grand Show "BLINDED by DELIGHT" im Berliner Friedrichstadt-Palast - vom ersten Casting bis zur Premiere. Im Mittelpunkt steht Schlagersänger Julian David, der um seine große Chance kämpft. Zwischen künstlerischem Wagnis, technischen Meisterleistungen und emotionalen Momenten entsteht ein faszinierender Blick hinter die Kulissen.
Mit "EAST!" wagen wir eine neue filmische Herausforderung. Die Idee: ein Ort, ein Stadtschreiber, ein Jahr eintauchen in einen Ort, den viele nicht kennen: Zeitz in Sachsen-Anhalt. Einst prosperierender Industriestandort, "tief gefallen" nach der Wende, heute ein Eldorado für junge Kreative, die sich angezogen fühlen von einer Stadt, in der jede fünfte Wohnung leer steht.
Der Filmemacher Maksym Melnyk kennt den Osten. Geboren und aufgewachsen in der Ukraine, ist für ihn Zeitz - im deutschen Osten - immer "der Westen" gewesen. Der Stadt hat er sich also aus zwei Richtungen genähert, als er mit Kamera und einer großen Portion Skepsis im Rucksack von Berlin-Mitte, wo er heute lebt, nach Zeitz aufgebrochen ist. Seine Handy-Aufnahmen und Video-Tagebücher zeugen von einem Jahr intensiver Suche nach der Identität der Stadt.
Die Stadt "mit ihren toten Augen", den zugemauerten und kaputten Fenstern, erscheint ihm zunächst trostlos und leer. Das erste Objekt, mit dem er versucht, in Kontakt zu den Zeitzern zu treten, ist ein Relikt aus industrieller Blütezeit: der Zekiwa-Kinderwagen.
Die Menschen öffnen sich ihm zunehmend: der "Apfel"-Mann auf der Streuobstwiese; Christine, die gute Seele der Taxi-Zentrale; Fabienne und Leonie, zwei Teenies, die ihm die "lost places" ihrer Stadt zeigen; Line und Christian, ein dänisches Künstlerpaar, die die Geräusche der Stadt, wie kostbare Fundstücke sammeln; Herr Strauch, in dessen Schrebergartenlaube Dutzende von Uhren im schläfrigen Rhythmus der Stadt ticken; Petra, eine Künstlerin, die lange in Leipzig gelebt hat, bevor sie Zeitz für sich entdeckt hat. Und dann sind da die vielen Landsleute von Maksym, Ukrainerinnen und ihre Kinder, die in Zeitz Aufnahme gefunden haben und ihm ein Gefühl von Heimat geben.
All diese Begegnungen verändern Maksyms Blick auf Zeitz. Seine Kamera richtet sich immer weniger auf die Leerstellen der Stadt. Bewusst versucht er, sie mit Leben zu füllen, selber Teil des Alltags der Stadt zu werden.
Am Endes seines Jahres in Zeitz kann er behaupten: "Hinter den 'toten Augen' habe ich immer das wahre Gesicht der Stadt gesucht. Am Ende habe ich mehrere gefunden."
Für "EAST!" beobachten die filmischen Stadtschreiber, das Leben vor Ort, erzählen von ihren Begegnungen und Eindrücken, von ihrem Ankommen, von Fremdheitsgefühlen und überraschenden Erkenntnissen. "EAST!" erzählt "den Osten" von innen heraus. Ohne Urteil und ohne Vorurteil. Unmittelbar. Ernsthaft. Humorvoll. Radikal subjektiv.
Ehrlich, privat und hautnah wie nie: Riccardo Basile besucht prominente Persönlichkeiten aus der Welt des Sports und spricht mit ihnen über ihr Leben und besondere Geschichten.
Shirley MacLaine - Mit Haut und Haar Entertainerin
F 2025
53'
Mit markantem Kurzhaarschnitt und ausdrucksstarker Mimik eroberte Shirley MacLaine spätestens in den 1960ern mit den Billy-Wilder-Komödien "Das Appartement" und "Das Mädchen Irma la Douce" das internationale Kinopublikum. Mit einer Karriere von mehr als 70 Jahren zählt sie zu den ungewöhnlichsten Persönlichkeiten Hollywoods. Mit starkem Willen und eiserner Disziplin hat sie sich immer wieder neu erfunden - vom "Mädchen von nebenan" bis zur exzentrischen Lady. Sie beweist, dass es für jedes Alter und jeden Typ passende Rollen gibt.
1988 erhielt Stefan Aust die Chance seines Lebens: "Der Spiegel" bot ihm an, eine eigene Magazinsendung zu produzieren. Während des Falls der Berliner Mauer berichtete das "Spiegel TV"-Team live. Außerdem dokumentierten sie Schlüsselmomente wie die Reise der Botschaftsflüchtlinge aus Prag in die BRD und den Besuch von Michail Gorbatschow in Berlin.
Eine Geschäftsfrau aus Florida erlebt eine turbulente Romanze und findet ihr Glück, das jedoch jäh endet, als ihre Familie sie ermordet auffindet. Zur gleichen Zeit wird in Northampton, England, ein Mann mit mehreren Stichwunden entdeckt. Diese beiden Ereignisse scheinen auf den ersten Blick unzusammenhängend zu sein, könnten aber miteinander verbunden sein.
Ein grausames Verbrechen überschattet zur Jahrtausendwende den Ort Kindberg in der Obersteiermark. Der Spielzeugwarenhändler Adolf F. wird durch eine Bombe getötet, die jemand unter dem Fahrersitz seines Pkws versteckt hatte. Warum der Familienvater sterben sollte, ist bis heute ungeklärt. Auch der Mord an der 19-jährigen Steirerin Ulrike R. wirft Fragen auf. Die junge Frau wurde 1999 in Südtirol mit einem Stein erschlagen.
Man sagt, sie kamen jede Nacht und verbreiteten neun Monate lang Angst und Schrecken. Bis es dem britischen Oberst John Henry Patterson gelang, sie aufzuspüren und zu töten. Als die Briten in den 1890er-Jahren eine Eisenbahnlinie durch Ostafrika bauten, haben Löwen das Lager der Eisenbahnarbeiter terrorisiert und Berichten zufolge 135 Männer getötet und verspeist. Bis heute ranken sich um die Raubkatzen viele Geheimnisse: Warum wurden sie zu Menschenfressern? Wie konnten sie so lange ungestraft davonkommen? Und wie viel von dieser Geschichte ist überhaupt wahr?
Anton Palzer wagt den Wechsel vom Bergsport zum Straßenradsport. Doch reicht sein Talent aus, um sich gegen die besten Fahrer der Welt zu behaupten und eines Tages bei der Tour de France zu starten?
Werner Rydl gibt weitere Einblicke in sein neues Leben nach der Haft. Wie verdient der frühere Finanz-Staatsfeind Nr.1 heute sein Geld? Er versucht sich natürlich als lokaler Finanzdienstleister. Die Oberösterreicher Marly Weber und Michael Hirschvogel wollen mit einem Bubble-Tea Laden auf Mallorca durchstarten. Noch gibt es jedoch nur die Idee. In Südafrika wollen sich Claudia Asanger und ihr Freund Isaac nicht nur ein Auto kaufen, sondern auch den nächsten Schritt wagen ...
"Jeder Mensch will irgendwo hingehören. Nicht immer polarisieren. Man will geschätzt werden für das, was man geleistet hat.", sagt Witt, die am 3. Dezember 2025 60 Jahre alt wird. Die Serie gewährt dabei intime Einblicke in die Licht- und Schattenseiten des Erfolgs. Neben zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus Sport, Entertainment und Politik spricht auch Katarina Witt selbst ausführlich über die prägenden Momente ihres Lebens. Bei ihren dritten Olympischen Spielen schließt sich für Katarina Witt ein Kreis. Ein neues Leben in Deutschland beginnt, mit Filmauftritten und einem legendären "Playboy"-Shooting. Und Witt erfindet sich nochmal neu.
Die heutige Auktion findet in Rancho Cucamonga statt. Kenny will vor allem kleine Lager ersteigern. Das erspart ihm eine Menge Arbeit. Jarrod und Brandi haben jedoch keine großen Pläne. Sie wollen diesmal improvisieren. Ivy erklärt derweil Emily seine Strategie, mit der er nach und nach viel Geld verdienen möchte.
Die letzte Eiszeit ist sehr lange her. Sie hat nicht nur Europas Landschaft nachhaltig geprägt, sondern auch die Entwicklung der Menschheit. Neue Forschungsergebnisse zeigen die letzte Eiszeit nun in einem völlig anderen, neuen Licht. Mirko Drotschmann ist in Deutschland und Europa zu den Hotspots der Eiszeitforschung unterwegs. Die sogenannte letzte Eiszeit begann vor etwa 115.000 Jahren und endete etwa 11.600 vor heute. Weite Teile Europas waren von einer Tausende Meter dicken Eismasse bedeckt. Nur durch die Mitte Europas erstreckte sich eine sogenannte Mammutsteppe, die üppig und voller Leben war. Dazu gehörte auch das Gebiet zwischen Basel und Frankfurt, das seit geraumer Zeit im Forschungsprojekt "Eiszeitfenster Oberrheingraben" genauer unter die Lupe genommen wird. In Kies- und Sandablagerungen haben Abertausende Tierknochen von Mammut, Nashorn, Riesenhirsch und Co. die Zeiten überdauert. Ihre Untersuchung mittels einer Radiokarbondatierung brachte eine Sensation zutage: Vor rund 30.000 Jahren tummelten sich im Rhein Flusspferde. Im Gegensatz zur eiszeitlichen Fauna mit ihren Megatieren sind die eiszeitlichen Landschaften noch heute sichtbar - ob an der Schärenküste Schwedens, den norwegischen Fjorden oder den Gletschern der Alpen. Als der Homo sapiens vor mehr als 40.000 Jahren in das eiszeitliche Europa einwanderte, lebte dort bereits seit mehr als 250.000 Jahren eine andere Menschenart: der Neandertaler. Dieser starb zwar kurze Zeit später aus, doch bis dahin hatten sich Homo sapiens und Neandertaler vermischt - die Folgen können in unseren Genen nachgewiesen werden: Alle nicht-afrikanischen Menschen besitzen heute noch zwischen ein und drei Prozent Neandertalergene. Kurz nach seiner Ankunft in Europa schuf der Homo sapiens in den Höhlen der Schwäbischen Alb Erstaunliches: plastische Kunstwerke aus Mammutelfenbein - die ältesten der Welt, soweit heute bekannt. Forscher sprechen von einem Urknall der Zivilisation. Mirko Drotschmann erfährt, mit welchem handwerklichen Geschick und künstlerischen Verständnis die Tierfiguren aus Mammutelfenbein geschnitzt wurden, und besucht auch die Höhle von Chauvet in Frankreich, die der Homo sapiens mit mehr als 1000 Wandbildern verziert hat. Mirko Drotschmann spürt dem Alltag der Ureuropäer nach: Wie haben sie sich ernährt, wie gekleidet, wie sahen sie aus? Viele Darstellungen, auch in Museen, zeigen die Eiszeitjäger mit heller Haut. Doch Untersuchungen der genetischen Marker, die bei modernen Menschen mit der Pigmentierung von Augen, Haut und Haaren in Zusammenhang stehen, zeigen ganz deutlich: Die Menschen der letzten Eiszeit waren dunkelhäutig.
Der Winter ist in Kanada die längste und härteste Jahreszeit. Im Norden dauert er mehr als sechs Monate. Der vierte Teil der Reihe zeigt die faszinierende Verwandlung der kanadischen Landschaften durch Schnee und Eis. Die Tiere müssen sich anpassen, um zu überleben. Auf Sable Island, 300 Kilometer vor der Küste von Nova Scotia, trotzen rund 400.000 Kegelrobben mit ihren kurz zuvor geborenen Jungtieren bei eisigen Temperaturen heftigen Gewittern sowie Sand- und Schneestürmen.