In Zeiten allgemeiner Verunsicherung wirken heimische Lebensmittel wie ein Qualitätsanker. Doch sind der Tiroler Speck und das Steirische Kürbiskernöl wirklich so tirolerisch oder steirisch, wie das die Marken suggerieren? Manuel Obermeier und Johanna Heiß zeigen in dieser neuen Ausgabe des Themenmontags, wie viel - oder genauer: wie wenig - Verlass auf heimische Herkunftskennzeichnungen ist. Denn die gesetzlichen Verpflichtungen sind hier weitaus lascher, als es die Markennamen suggerieren. Moderator Stephan Bydlinski macht sich auf den Weg, um den tatsächlichen Ursprung vermeintlich heimischer Produkte zu ergründen: Wo stand das Schwein, das dann zum "Tiroler Speck" wurde? Woher kommen die "steirischen" Kürbiskerne? Und ist im Restaurant "Marchfelder Spargel" tatsächlich verlässlich aus dem Marchfeld? Diese und andere Herkunftskennzeichnungen hinterfragt die Dokumentation und geht ebenso auf Produkte ein, die durch das sogenannte Indoor-Farming gezüchtet worden sind.
Im Herbst des Jahres 1954 steht der Wiener Abenteurer und Autor Herbert Tichy als erster Mensch auf dem Gipfel des sechsthöchsten Bergs der Welt, dem Cho Oyu. Anstatt - wie bis dahin üblich - einen 8.000er im Zuge einer groß angelegten Expedition zu "erobern" nähern sich Tichy und seine Gefährten Sepp Jöchler, Helmut Heuberger sowie Pasang Dawa Lama dem Berg mit Respekt und Demut - und revolutionieren die Geschichte des Höhenbergsteigens.
"Was für ein Scheißthema" - so formuliert es eine Passantin im Film und trifft damit einen wunden Punkt: Der Darm ist für viele immer noch ein peinliches Thema. Nicht für Dr. Eckart von Hirschhausen: "Der Darm ist kein stumpfes Rohr, sondern ein sensibles Organ mit Superkräften, mit eigenem Nervensystem und Milliarden Mitbewohnern. Je mehr wir darüber wissen, desto größer die Darm-Demut!"
Der Arzt und Wissenschaftsjournalist bricht mit seiner neuen Dokumentation "Hirschhausen und der Darm" viele Tabus. Er zeigt mit seiner Darmspiegelung sein eigenes Innerstes, trifft eine Patientin mit künstlichem Darmausgang zum Kaffee und erklärt, warum ausgerechnet bei Krebs eine Stuhltransplantation der "heißeste Scheiß" in der Forschung ist. "In den letzten Jahren ist das Wissen explodiert um die Artenvielfalt in uns, das bakterielle Mikrobiom. Aber dass die Keime von einem Menschen einem anderen dabei helfen können, eine entzündliche Darmerkrankung oder sogar Krebs zu heilen, das hätte ich vor dieser Doku nicht erwartet", so von Hirschhausen.
Leben mit chronischen Darmerkrankungen
Zu den am weitesten verbreiteten funktionellen Darmerkrankungen gehört das Reizdarmsyndrom. Mehr als zehn Prozent der Menschen in Deutschland sind betroffen. Deutlich seltener treten chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auf. Viele Betroffene erleben das Gefühl von Stigmatisierung und Scham im Alltag. Von Hirschhausen spricht mit der "Kackfluencerin" Karina Spiess unter anderem darüber, warum es nicht peinlich sein muss, während der eigenen Hochzeitszeremonie aufs Klo zu gehen.
Prävention kann Leben retten
Die Darmspiegelung gilt weiterhin als wirksamste Methode der Früherkennung für Darmkrebs - auch wenn Stuhl- und Bluttests inzwischen präziser geworden sind. Eckart von Hirschhausen macht sich für die Darmkrebsvorsorge stark: "Ein Freund verstarb mit 34 Jahren an Darmkrebs. Er hatte eine erbliche Belastung. Wäre er damit früher zur Darmspiegelung gegangen, hätte er wahrscheinlich überlebt."
Neue Therapieansätze
An der Universität Zürich erforscht Prof. Adrian Egli, wie der Verlust der Bakterienvielfalt durch westlichen Lebensstil, Stress und hochverarbeitete Nahrung mit modernen Krankheiten zusammenhängt. Er zeigt von Hirschhausen das Projekt Microbiota Vault: Stuhlproben werden weltweit gesammelt und tiefgefroren, um in Zukunft daraus lebensrettende Therapien zu entwickeln. In Zürich wird das Mikrobiom auch therapeutisch eingesetzt. Eckart von Hirschhausen trifft Prof. Michael Scharl, der Stuhltransplantationen zur Therapie von Krebspatienten einsetzt.
Prof. Yurdagül Zopf erforscht am Uniklinikum Erlangen, wie Störungen der Darmbarriere zu Reizdarm und chronischen Entzündungen führen können und warum Ernährung und Bewegung entscheidende Hebel sind. Ein großes Problem für die Darmexpertin sind falsche Versprechen, auf die viele Betroffene reinfallen: Ob Mikrobiom-Tests, Darm-Sanierungskuren oder Pro- und Präbiotika - das große Geschäft mit dem Darm floriert.
"Je höher ein Land entwickelt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs oder entzündlichen Darmerkrankungen zu erkranken, das ist doch kein Fortschritt", so von Hirschhausen. Die Dokumentation zeigt, wie eng Mikrobiom, Immunsystem und psychische Gesundheit miteinander verknüpft sind. Und es geht um die Frage: "Wie kann man mit seinem Darm wieder ins Reine kommen?"
"Hirschhausen und der Darm" ist eine Produktion der Bilderfest GmbH (Buch und Regie: Krischan Dietmaier, Produzentin: Anne Steinkamp) im Auftrag des WDR für Das Erste.
Die Linie ins entlegene Schweizer Val d'Anniviers ist ein Abenteuer und führt zu den höchsten Gipfeln der Alpen. Die abwechslungsreiche Strecke startet im mediterranen Rhônetal.
Sie führt über gewaltige Serpentinen und steile Schluchten in die Walliser Bergwelt. Malerische Holzhaus-Dörfer, fantastische Ausblicke auf spektakuläre Gipfel und ein traumhaft türkisfarbener Stausee säumen die Route bis zum Fuß der Viertausender mit ihren Gletschern.
Christelle Daoud fährt die Strecke seit Jahren. Was anderen oft zu schaffen macht, ist für sie Alltag: enge Straßen und Höhenunterschiede. Von seinem Start in Sierre an der Rhône bis zur Endstation am Gletscher überwindet das Postauto fast 2000 Höhenmeter. Eine Strecke voller Attraktionen. "Wir haben einfach Glück, dass wir in einem so schönen Tal jeden Tag spazieren fahren dürfen", schwärmt die Walliserin.
Der erste Teil der Linie führt durch liebliche Weinreben und den wilden Naturpark Pfyn-Finges, wo Bio-Winzerin Felicitas Mathier ihr Weingut naturnah bewirtschaftet. Nach 700 Metern Anstieg hält das Postauto an einem Hotspot für Adrenalin-Junkies: Die Hängebrücke Niouc mit einer Höhe von 190 Metern zieht Bungee-Jumper an. Ganaëlle Copt lässt das grazile Bauwerk über die wilde Schlucht jedoch erstarren. Sie hat ein Höhenangstseminar bei Wanderführerin Pascale Haegler gebucht.
Weiter oben schiebt sich das Postauto durch die enge Schlucht Les Pontis mit ihren schroffen Felswänden. Dort ist manch einer froh, wenn er im Postbus und nicht am eigenen Steuer sitzt. Christelle Daoud bleibt gelassen.
Ein Stück weiter oben öffnet sich das Tal. Eine Kette alter Bergdörfer schmückt die bewaldeten Hänge. Eins davon ist Fang, wo Claudia Müller mit ihren Hunden wohnt. Die Deutsche arbeitet in einem ehemaligen Grandhotel in der Nähe eines gigantischen Felskessels: dem Illgraben. Der durch einen Bergsturz entstandene Abgrund zieht Touristen, aber auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt an.
Das mittelalterliche Vissoie ist Treffpunkt des Tals und zentraler Busbahnhof zugleich. Dort teilt sich das Tal, und es steht ein Buswechsel an. Auf der linken Bergflanke geht es hinauf in das beschauliche Bergdorf Chandolin, den Heimatort von Christelles Lebensgefährten Sébastien Bonnard. Selbst Busfahrer, führt er Touristen in seinem Postauto-Oldtimer in sein Dorf und lässt sie dort den im Val d'Anniviers einmaligen Gletscherwein probieren.
Der zweite Bus fährt in den Wanderort Zinal am Fuß der Viertausender. Wo Bergbauern früher mit ihrem Vieh Zwischenstopp machten, verwirklichen Sarah Huber und ihr Mann ihren Lebenstraum: Sie bewirtschaften den nur zu Fuß erreichbaren Hof "Alpage de Cottier" mit atemberaubendem Ausblick, wo Sarah auch Naturkosmetik produziert.
Über das malerische Dorf Grimentz, das mit alten Holzhäusern und ursprünglichem Charme Touristen aus der ganzen Welt anzieht, fährt der dritte Bus hinauf bis an den Stausee Moiry. Dort steigt der 88-jährige Gérard Revey regelmäßig aus. Er hat die Staumauer mitgebaut und liebt es, in Erinnerungen an die Entstehung des monumentalen Bauwerks zu schwelgen.
Entlang des traumhaft türkisfarbenen Stausees fährt das Postauto bis an seine Endstation auf 2300 Metern. Dort beginnt die raue Welt der Gipfel und Gletscher, die Wanderführer und Geologe Jacques Mourey anzieht. Die imposante Bergwelt aus Stein und Eis überwältigt ihn seit seiner Kindheit. Der Rückzug der Gletscher bereitet ihm jedoch tiefe Sorge. Ein Phänomen des Klimawandels, das auch Alpinisten bedroht: Einige der Wanderwege mussten längst umgelegt werden und sind durch Steinschlag und brüchige Gletscher bedroht. Mit eigens erstellten Karten weist der Wissenschaftler Bergsteiger auf Gefahren hin und zeigt ihnen sicherere Wanderwege auf. Damit die Naturliebhaber den Weg zu den Viertausendern, für die das entlegene Val d'Anniviers so bekannt ist, auch weiterhin beschreiten können.
Jamiro (21) bekommt nach Jahren auf der Straße unerwartet Hilfe bei Job- und Wohnungssuche. Auch Meike (54) schöpft Hoffnung, als sie ihre frühere Entzugsfreundin Micky wiedersieht. Jessica aus Bremen wagt einen Neuanfang mit ihrer Mutter.
Vier Hilfsschwestern begehen zwischen 1982 und 1989 in einer Wiener Klinik entsetzliche Verbrechen. Über Jahre hinweg nehmen sie unerkannt Patienten mit überdosierten Beruhigungsmitteln und Insulin das Leben. Aus dem Weg geschafft wurden diejenigen, die den Schwestern Arbeit bereiteten. Ein Fall, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Außerdem bei "Die 7 Todsünden": Die blutige Rache eines Mannes, der durch ein Flugzeugunglück seine gesamte Familie verloren hat.
Der bizarre Tod des beliebten Golfspielers Alan Jay Abrahamson schockiert die Gemeinde seines Country Clubs zutiefst. Die Beweise am Tatort deuten darauf hin, dass es sich um mehr als nur einen schiefgelaufenen Raubüberfall handelt. Die Umstände seines Todes werfen viele Fragen auf und lassen Raum für Spekulationen.
Mit Wencke Fiedler, Christian Intorp, Anja Mentzendorff, Ann Vielhaben, Alexander Gier, Jan Andreesen, Lars Cording, Mechthild Grabner, Thomas Kästner, Philipp Reinheimer, Judith von Radetzky, Werner Braunschädel, Christoph Drobig, Patrick Giese, Alexander Hauff, Mathias Kopetzki, David Nádvornik, Sandra Schreiber, Marco Wittorf, Hubert Burczek, Tim Gössler, Oliver Nitsche, Irina Wrona
Gegen Ende des Jahrzehnts ändert sich vieles auf der politischen Bühne in Deutschland. Nach der Wahl 1998 gibt es erstmals eine rot-grüne Koalition im Bundestag. Kanzler: Gerhard Schröder. Außenminister: Joschka Fischer von den Grünen. Die neue Regierung stimmt dem Einsatz der Bundeswehr im Kosovokrieg zu, der erste Kampfeinsatz deutscher Soldaten seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch in der CDU kriselt es. Erste Absetzbewegung von Übervater Kohl. Musikalisch haben die letzten Jahre der 90er einiges an bunter Vielfalt zu bieten. Guildo Horn und sein Songschreiber Stefan Raab erzeugen einen Medienhype. Sie verschaffen dem Grand Prix einen neuen Popularitätsschub. Auch der Techno bestimmt maßgeblich den Lifestyle der in den 90ern pubertierenden Generation. Er ist der prägende Musikstil der Dekade.
Es ist ein Naturparadies, das mehrere Klimazonen in sich vereint. Vom Valdivianischen Regenwald im gemäßigten Norden erstreckt es sich über die hochalpinen Andenkordilleren und weiten Steppen bis zur unberührten Insellandschaft von Feuerland im eisigen Süden. Ursprünglich noch als Farmland für das Vieh der einstigen Siedler genutzt, wird heute in Patagonien ein Nationalpark neben dem anderen eröffnet. Das Land ist im Begriff, Vorreiter für den internationalen Naturschutz zu werden.
Vier Schmiede stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie sollen gleich zwei Damast-Messer fertigen. Nach einer harten Testphase kommen nur zwei Schmiede weiter, um ein äußerst anspruchsvolles Cinquedea-Schwert zu schmieden. Wer nimmt die 10.000 Dollar Preisgeld mit nach Hause?
Der geschützte Transport von Einsatzkräften ist ihr wichtigster Einsatzzweck. Darüber hinaus sind Polizei-Sonderwagen auch für das Durchbrechen von Barrikaden und anderen Hindernissen konstruiert. Das aktuelle Modell ist der Survivor R. Das 340 PS starke Fahrzeug transportiert bis zu elf Personen, fährt bis zu 100 Kilometer in der Stunde und kann Steigungen von bis zu 60 Prozent bewältigen. Die Reportage stellt den Survivor R vor und blickt zurück auf die Geschichte der Sonderwagen.
Ein "Best of Europe" mit seinen Städten, Burgen und Kathedralen - Historiker Christopher Clark reist zu herausragenden Zeugnissen des UNESCO-Weltkulturerbes auf europäischem Boden. Zuerst geht es nach Venedig. Tausend Jahre lang eine mächtige Handelsstadt, Ziel der Seidenstraße und immer schon Europas Verbindung zum Orient. In Paris erkundet Clark dann die historischen Bauten am Seine-Ufer und entdeckt ein "immaterielles Kulturerbe": den Orgelbau. Das Obere Mittelrheintal mit seinen Burgen und Schlössern zählt auch zum Weltkulturerbe als "Zeugnis kulturellen Austauschs".
35.000 Beamte sind bundesweit für den Zoll im Einsatz. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Kontrolle des grenzüberschreitenden Warenverkehrs: Der Kampf gegen den Schmuggel. Mit Hightech-Ausrüstung und vierbeinigen Spürnasen rücken die Beamten den international agierenden Schmugglerbanden an Grenzgebieten zu Leibe und ziehen mit zunehmendem Erfolg immer größer werdende Mengen Drogen aus dem Verkehr - so erst im Juli 2017 den mit 3,8 Tonnen größten Kokainfund aller Zeiten am Hamburger Hafen.
Die Dokuserie bietet einen fesselnden, Einblick in den Alltag von Rettungskräften der Bergwacht und zeigt echte Einsätze in den Bayerischen Alpen, hautnah und in beeindruckenden Bildern.
Rettungsmedizin - Was tun, wenn jede Sekunde zählt?
45'
Mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr, dazu im Schnitt 34.000 Patienten, die in rund 1500 Notaufnahmen täglich versorgt werden: immer öfter stößt das Rettungssystem an seine Grenzen. Die Folgen bekommen alle zu spüren: Rettungspersonal im Dauerstress, lange Wartezeiten in Klinken ... und für Patienten ein höheres Risiko, dass Notfälle übersehen oder nicht rechtzeitig behandelt werden können. Das musste auch Ulf erleben: Mehrere Stunden verbrachte er wartend in Der Notaufnahme. Bis er untersucht wurde, hatte sich sein Zustand derart verschlechtert, dass er in eine andere Klinik gebracht werden musste. Oft kommt es oft auf jede Sekunde an - so wie bei Tobias: Der junge Mann hatte einen plötzlichen Herzstillstand. Dass Der Familienvater heute noch lebt, verdankt er dem beherzten Einsatz seiner Familie und freiwilligen Ersthelfern, die über eine App über den Notfall informiert wurden. Das Problem: Solche sogenannten First-Responder-Apps werden längst nicht verpflichtend flächendeckend genutzt. Wie kann das sein? Ist beim plötzlichen Herzstillstand die Überlebenschance eine Frage des Wohnorts? Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser begleitet Teams von Rettungswagen und Notaufnahme, erlebt so hautnah, mit welchen Schwierigkeiten Retter und Betroffene tagtäglich zu kämpfen haben. Ob in Leitstellen, wo Notrufe auflaufen, beim Einsatz einer Telerettungsärztin oder im Ersthilfe-Check: Dr. Esser zeigt auf, wo im wahrsten Sinne überlebenswichtige Chancen nicht genutzt werden - und hakt bei denen nach, die das ändern könnten. Wo muss sich was im Rettungs-System ändern? Und was kann jeder Einzelne im Notfall tun, um die Überlebenschance von Betroffenen deutlich zu erhöhen?
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Es geschah am ...
1. Staffel
43. Folge
D, USA 1995
65'
Als die sechsjährige Michelle Door spurlos verschwindet, gerät ihr Vater Carl unter Verdacht. Tatsächlich besteht Carl den Lügendetektortest nicht und gesteht den Mord an seiner Tochter. Doch es stellt sich heraus, dass er dieses Geständnis nur aufgrund einer psychischen Krankheit abgelegt hat. Die neunjährige Jessica Knott wird ermordet aufgefunden. Alle Untersuchungsmethoden der Forensiker kommen zum Einsatz, um den Täter zu überführen.
Moden kommen und gehen - die Reihe "Das war dann mal weg" blickt auf vergangene Trends und Sünden im Bereich Mode und Lifestyle. In den 1960er-Jahren kommt das Nyltesthemd auf den Markt. Es hat scheinbar alles, was ein Hemd braucht: Es ist bügelfrei, trocknet schnell und behält seine Farbe. Der Haken an dem Stöffchen? Es ist reine Kunstfaser - und wer die trägt, duftet schnell nach Iltis. Völlig out, aber leider nicht ganz so einfach wegzukriegen, ist das sogenannte Arschgeweih - politisch korrekt Steißbeintribal genannt. Als in den 1990ern die Hosen auf die Hüften rutschen, wachsen auf den Rückseiten von Promis wie Sabrina Setlur plötzlich mehr oder weniger filigrane Gebilde. Tattoos werden plötzlich massentauglich, und irgendwie hat auf einmal fast jede und jeder eins. Und dann heißt es auf einmal Arschgeweih und ist völlig verpönt. Auch aus der Mode: das Solarium. Klar, es gibt noch welche, aber es werden immer weniger. Früher ging es um karibische Bräune im trüben deutschen Winter. Und heute? Der Hype ist vorbei und das Solarium eher zum Wellness-Erlebnis geworden. Schade findet der ein oder andere dagegen, dass die guten alten Jesuslatschen nicht mehr so häufig hergestellt werden. Ein klassisches Ostprodukt, das zumindest den Füßen in der DDR das Gefühl völliger Freiheit gibt. Im Westen tragen eher Hippies und Blumenkinder die Latschen, in leicht anderen Varianten, die sie gern aus dem Nahen Osten importieren. Dass Mode nicht nur eine Frage der äußeren Erscheinung ist, sondern mitunter lebensgefährlich sein kann, zeigt ein Blick in die etwas weiter entfernte Geschichte: die gefährlichsten Modetrends - vom Vatermörderkragen bis zu den Plateauschuhen, die seit dem 15. Jahrhundert immer wieder kommen und gehen. Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey und Rhea Harder-Vennewald kommentieren die Modetrends der Vergangenheit. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie verschwunden. Was ist daraus geworden?
Unsere Flüsse - Wie retten wir Deutschlands Lebensadern?
D 2024
44'
Kinder und Erwachsene konnten in einer großen Crowd-Science-Aktion Bäche checken und ihre Fotos und Beobachtungen an die ARD schicken. So gingen mehr als 2.500 Bachbegutachtungen ein, die von einem Wissenschaftsteam untersucht und eingeordnet wurden. Diesen Beobachtungen aus dem Publikum gehen die Autorinnen nach und wollen herausfinden, warum so viele Fische sterben und so viele Tierarten bedroht sind. Was muss sich ändern, damit wieder Leben in die deutschen Bäche und Flüsse zurückkehrt?
Vier Waffenschmiede treten gegeneinander an, um sich Ruhm, Ehre und ein saftiges Preisgeld zu sichern. Heute stellen die Finalisten russische Multifunktionsspaten her.
Auf seiner Reise zum UNESCO-Welterbe Japans begegnet Christopher Clark einem faszinierenden Land zwischen uralten Traditionen und schriller Hypermoderne. Vom heiligen Berg Fuji und der Megacity Tokio führt die Reiseroute zur alten Kaiserstadt Kyoto mit ihren Schreinen und der rätselhaften Tradition der Geishas, weiter nach Himeji, wo die Geschichte der Samurai lebendig ist, und nach Sakai mit seinen Kaisergräbern.
Ob sie am Rande der bayerischen Landeshauptstadt oder im Herzen Frankens arbeiten, mit kreativen Ideen durchstarten oder zukunftsweisenden Anbau erproben - Bayerns Landwirte und Landwirtinnen lieben ihren Job mit und von der Natur. Und sind dabei immer offen auch neue Wege zu gehen. "Lust aufs Land" erzählt von ihren Ideen, Zielen und Träumen - aber auch von den Herausforderungen, die sie meistern müssen, um ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Katja darf nach einer Brustkrebserkrankung keine Hormonersatztherapie machen und will ihre Beschwerden über Ernährung lindern. Gemeinsam mit Katrin wendet sie sich an Ernährungsmedizinerin Dr. Silja Schäfer. Während Katja vor allem auf besseren Schlaf hofft, möchte Katrin Gewicht verlieren. Beide versuchen ein fünftägiges Scheinfasten, führen Ernährungsprotokolle und ziehen erste Schlüsse. Kathrin leidet trotz Hormonersatztherapie weiter unter nächtlichem Schwitzen und schlechtem Schlaf und setzt zusätzlich auf Sport. Andrea stellt auf Empfehlung ihrer Ärztin ihre Hormonersatztherapie um, kommt mit dem neuen Gel jedoch nicht zurecht und bricht den Versuch ab. Janet beginnt eine Therapie mit bioidentischen Hormonen und spürt langsam erste Verbesserungen bei Stimmung und Schlaf. In der Frauensauna tauschen sich die Frauen über Fortschritte, Zweifel und Rückschläge aus.
Wer tief in die eigenen Gene blickt, kann dort sein Schicksal finden. In der DNA verstecken sich Mutationen, Risikofaktoren und Erbkrankheiten. Und damit vielleicht auch eine Antwort auf die Frage nach der Lebensdauer. Aber will man das wirklich wissen? In der ARD-WISSEN-Doku trifft Frank Seibert Menschen, die diese Frage für sich beantworten mussten.
Die Fahrt von Chur über den Julier nach St. Moritz gilt als eine der schönsten Postauto-Routen der Schweiz. Die Linie führt über zwei Alpenpässe und erschließt den Naturpark "Parc Ela".
Unterwegs wird Geschichte erlebbar. Archäologen und Historiker erforschen entlang der Strecke Spuren der Romanisierung Graubündens, denn der Passübergang über den Julier war schon vor mehr als 2000 Jahren eine wichtige Verkehrsachse.
Die Fahrt der Buslinie 182 beginnt in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz. In zahlreichen Serpentinen schlängelt sich das Postauto hoch in die Wintersportregion Lenzerheide-Arosa. An der Mittelstation der Wetterhornbahn liegt das drei Hektar große Gelände des "Arosa Bärenland". Dort finden aktuell vier Braunbären, die von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" aus furchtbaren Haltungsbedingungen befreit wurden, ein artgerechtes Zuhause.
Vom Hochtal Lenzerheide chauffiert Martin Egger das Postauto hinunter ins Albulatal. Der Bündner ist gelernter Lkw-Fahrer. Seit zwei Jahren steuert er die gelben Busse. Die Route über den Julierpass ist seine Lieblingsstrecke, weil sie landschaftlich so abwechslungsreich ist.
In dem Dorf Alvaneu liegt die kleine Werkstatt des Instrumentenbauers Beat Kollegger. Der über 60-Jährige ist so etwas wie eine lebende Legende im Bündnertal. Seine Alphörner sind das Maß der Dinge. Sein Meisterwerk aber ist die Schwyzerörgeli "Stradivarius", von der es nur 150 Exemplare geben soll. Jahrzehntelang hat Kollegger getüftelt und entwickelt, um dieses traditionelle Schweizer Instrument herstellen zu können.
Im Gebiet der Crap-Ses-Schlucht zwischen Tiefencastel und Cunter kämpften vor mehr als 2000 Jahren einheimische Räter gegen vorrückende römische Legionäre. Auf dem ehemaligen Schlachtfeld wurde vor einiger Zeit ein seltener, reich verzierter römischer Dolch gefunden. Anlass genug für ein Team um den Baseler Archäologen Peter Schwarz, nach weiteren Fundstücken zu suchen. Und tatsächlich kommt neben antiken Steingeschützen auch ein gut erhaltenes römisches Schwert zum Vorschein.
Weite Teile der Strecke führen entlang des "Parc Ela", dem größten regionalen Naturpark der Schweiz. Oberhalb der Waldgrenze findet man dort Moorlandschaften von nationaler Bedeutung. Eine davon ist die besonders artenreiche Hochebene Alp Flix. Dort erforscht die Biologiestudentin Salomé Suter das Verhalten von Kleinsäugern in einer Höhe von 2500 Metern. Dafür hat sie Fotofallen aufgestellt, in denen vor allem Schneemäuse und Hermeline vor die Linse geraten.
Mulegns stellte jahrzehntelang eine besondere Herausforderung für Chauffeur Martin Egger und seine Kollegen dar. Denn in dem kleinen Dorf an der Julierstrecke ragte die denkmalgeschützte "Weiße Villa" weit in die Straße hinein und machte sie zum Nadelöhr. Immer wieder kam es zu Kollisionen. 2019 nahm sich die Stiftung "Nova Fundaziun Origen" unter der Leitung des Theaterintendanten Giovanni Netzer der Sache an. Sie kaufte das Gebäude und verschob es im Ganzen um etwa sechs Meter nach hinten. So wurde die Straße verbreitert, und die altehrwürdige Villa blieb erhalten.
Hinter dem Ort Bivio beginnt die Auffahrt zum Julierpass. Für viele Fahrgäste der reizvollste Teil der Strecke. Die Straße führt in Serpentinen steil hinauf, rechts und links eine schroffe und gleichzeitig imposante Berglandschaft. Auf der Passhöhe macht sich der Archäologe Rouven Turck auf den Weg zu einem abgelegenen, nur schwer zugänglichen Stollen. Er ist 30 Meter lang und sieben Meter hoch, an den Wänden grüner Malachit. Dort wurde vor 2700 Jahren im großen Stil Kupfer abgebaut. Insgesamt sechs solcher Stollen haben Turck und seine Kollegen von der Uni Zürich in den letzten Jahren im Gebiet um den Julierpass entdeckt. Mit moderner Lasertechnik versuchen die Wissenschaftler, die ursprünglichen Ausmaße der Abbaustellen zu rekonstruieren.
Von der Passhöhe geht es für das Postauto nur noch bergab. Nach zahlreichen Kurven öffnet sich der Blick auf das Seenplateau bei Silvaplana. Im mondänen St. Moritz endet die Fahrt der Postautolinie 182.
Die National Security Agency ist der mächtigste - und am wenigsten verstandene - Geheimdienst der Welt. Das Geschehen in ihrem Hauptquartier ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Neuzeit. Doch Fort Meade ist nur die sichtbare Spitze eines globalen Geheimdienstnetzwerks. Diese Folge enthüllt ein weltweites System aus Abhörstationen und Datenknotenpunkten, das ein Überwachungsnetz bildet, das Kontinente und Ozeane überspannt.
Mit Jenny Laura Bischoff, Michael-Che Koch, Matthias Lühn, Stefan Naas, Heiko Obermöller, Simon Roden, Irina Scholz, Elias Stoffel
In Gesprächen, Reportagen und Dokumentationen werden die Fakten hinter den Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandelt. Dies ermöglicht eine objektive Bewertung der täglichen Informationsflut.
35.000 Beamte sind bundesweit für den Zoll im Einsatz. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Kontrolle des grenzüberschreitenden Warenverkehrs: Der Kampf gegen den Schmuggel. Mit Hightech-Ausrüstung und vierbeinigen Spürnasen rücken die Beamten den international agierenden Schmugglerbanden an Grenzgebieten zu Leibe und ziehen mit zunehmendem Erfolg immer größer werdende Mengen Drogen aus dem Verkehr - so erst im Juli 2017 den mit 3,8 Tonnen größten Kokainfund aller Zeiten am Hamburger Hafen.
Die Justizvollzugsanstalt im nordrhein-westfälischen Aachen feierte 1995 ihre Einweihung und bietet Platz für über 700 Straf- und Untersuchungsgefangene. Wer arbeitet hier, wer sitzt wofür seine Strafe ab? Und wie gehen Angehörige mit dem Arrest eines Familienmitgliedes um?
Marille, Zwetschge, Vogelbeere - die Kunst des Schnapsbrennens liegt den Österreichern im Blut. Weltberühmt sind ihre klaren Köstlichkeiten. Doch mittlerweile versuchen sich immer mehr Destillerien nicht nur an den Klassikern, sondern auch an Whisky und Gin. "ATV Die Reportage" zeigt die Persönlichkeiten hinter den wohlklingenden Namen und wirft einen Blick ins Allerheiligste.
Reality-Star Tara Tabitha erlebt einen aufregenden Tag: Ihr Freund Dennis zieht bei ihr ein. Doch schon beim Schnitzel-Workshop prallen Welten aufeinander. Dennis ist von den österreichischen Essgewohnheiten irritiert und Tara führt ihn in die Welt des Luxus-Shoppings ein. Wird er sich daran gewöhnen? Außerdem steht ein Treffen mit Taras Freunden an, die den "Neuen" genau unter die Lupe nehmen wollen. Kann Dennis ihre kritischen Fragen meistern und sich in Taras Welt einfügen?
Geboren im Wasser, geprägt vom Ozean: Olympionike und Surfprofi Leon Glatzer erzählt von Freiheit, Rückschlägen und seiner Reise zu den besten Surfspots der Welt.
Ob ein strahlendes Lächeln, lebensrettende Apparate oder exotische Früchte gegen Krankheiten: Was einst als medizinischer Fortschritt gefeiert wurde, wirkt heute oft befremdlich. Apparate wie die Eiserne Lunge oder die Pockenimpfung erzählen von großen Erfolgen. Doch manche Methoden, von radioaktiver Zahnpasta bis zum Quecksilberthermometer, entpuppten sich als gefährlich und zeigen, wie nah Hoffnung und Risiko beieinanderlagen. Wenn es um Gesundheit geht, will niemand Kompromisse machen. Doch was früher als Wundermittel gefeiert wurde, wirkt aus heutiger Sicht oft skurril - oder sogar gefährlich. Diese Folge zeigt, welche Therapien und Produkte einst für Fortschritt standen und warum sie wieder verschwanden. So griff man in den 1940er-Jahren beherzt zur radioaktiven Zahnpasta - versprochen war ein strahlendes Lächeln ohne Bakterien, doch die Nebenwirkungen waren fatal. Lebensrettend, aber ebenfalls Geschichte: die Eiserne Lunge. Das metallen wirkende Gerät half Polio-Patienten beim Atmen, bevor Impfungen die Krankheit fast auslöschten. Viele Menschen um die 50 Jahre tragen bis heute die Spuren vergangener Medizin auf der Haut: die kreisrunde Narbe am Oberarm von der Pockenimpfung. Sie zeugt von einem weltweiten Kraftakt, der eine der gefährlichsten Krankheiten der Menschheit besiegt hat. Die DDR brachte eigene, überraschende Lösungen hervor: Wer als Kind kränklich war, konnte Bananen auf Rezept bekommen - eine Frucht, die Mangelware war und zum kostbaren Heilmittel erklärt wurde. Die Dokumentation erzählt vom Glauben an den Fortschritt, von medizinischen Irrwegen und echten Erfolgen. Sie zeigt, wie eng Hoffnung und Irrtum beieinanderliegen - und warum selbst gut gemeinte Ideen oft wieder verschwanden. Diesmal mit herzerfrischenden Kommentaren von Michael Kessler, Florian Martens, Rhea Harder-Vennewald und Jessica Ginkel. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie verschwunden. Was ist daraus geworden?
Marburg. Noah taucht regelmäßig in der Lahn und sammelt Müll aus dem Fluss. Der Biologie-Student hat mit Freunden die Initiative "Lahntaucher" gegründet.
Eisbrechen, Lager aufstellen, überleben - Guy Martin ist mitten im Training.
Kameras begleiten die knallharte Ausbildung der Royal Marines in Norwegen.
Fleisch von glücklichen Tieren, Milch zu fairen Preisen für die Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittel aus der Region. Die Verbraucher und Verbraucherinnen möchten alles richtig machen und hochwertige Ware kaufen, aus artgerechter Tierhaltung, fair und nachhaltig produziert. Aber im Dickicht der Siegel und Label hat man kaum eine Chance, sich zurechtzufinden. Denn immer wieder versprechen sie viel und halten wenig. Die Kennzeichnung "Haltungsform" soll etwa Verbraucher informieren, woher abgepacktes Fleisch kommt und wie die Tiere gehalten wurden. Doch Verbraucherschützer kritisieren das Siegel. Es gibt eine Vielzahl von Siegeln, die Bio-Produkte kennzeichnen. Die EU hat Mindestkriterien für ökologischen Landbau festgelegt, deutsche Anbauverbände setzen auf strengere Regeln. Beim Fischkauf greifen viele Kunden zu Produkten mit MSC-Siegel. Das Zertifikat soll garantieren, dass der Fisch nachhaltig gefangen wurde. Hält das MSC-Siegel, was es verspricht? Kann man wirklich nachhaltig die Meere leerfischen? Oft sitzt wie beim MSC die Industrie selbst mit am Tisch, wenn die Kriterien festgelegt werden. Entsprechend kompromissbelastet ist oft das Resultat. R: Katarina Schickling
Maria Bruckbauer hat schier unendlichen Tatendrang: in der Kulturarbeit, als Künstleragentin oder als Antreiberin bei einem genossenschaftlichen Wohnprojekt. In all ihrem Tun ist es ihr immer ein Anliegen, viele zu erreichen und einzubeziehen. Und das hat viel mit ihren eigenen Erfahrungen zu tun.
Was tun gegen Ratten? - Ein Stadtteil kämpft gegen den Müll
45'
Eine spannende Reportage über den Kampf um Sauberkeit im Kieler Stadtteil Gaarden.
Gaarden hat wie viele Städte ein Rattenproblem. Dichte Bebauung, Müll auf den Straßen und vor allem wärmere Winter sorgen dafür, dass die Population von Ratten deutschlandweit steigt. Die Nagetiere fressen sich durch Mülltonnen, leben in Hinterhöfen und Hauseingängen. Für die Menschen in Kiel-Gaarden ist die Belastungsgrenze erreicht. Sie wollen aktiv werden. Doch wie wird ein Stadtteil die Ratten wieder los?
Nesimi Temel ist in Gaarden aufgewachsen. Er ist Ratsherr für die SPD in der Stadt Kiel und wohnt mit seiner Familie noch immer dort. Er liebt den bunten, multikulturellen Stadtteil, doch die Lebensqualität im Viertel leide unter dem Rattenproblem, hört Nesimi Temel immer wieder. "Wenn ich Spätschicht habe und um 22 Uhr nach Hause komme, dann sind hier schon mal fünf Ratten, die mich dann grüßen und sagen: Na Norbert, hast' Feierabend?" berichtet zum Beispiel Anwohner Norbert Milz. So wie er sind viele frustriert. Selbst wenn sie ihren Müll richtig trennen und die Tonnen verschließen, finden die Ratten einen Zugang. Durchgefressene und überfüllte Tonnen begegnen der Müllabfuhr täglich bei ihrer Route durch den Stadtteil Gaarden, die Ratten gehören hier zum Arbeitsalltag.
Doch wer trägt eigentlich die Verantwortung?
Während auf öffentlichen Flächen die Stadt beziehungsweise die Kommune zuständig ist, müssen auf den Hinterhöfen und Privatflächen die Vermieter und Anwohner für Ordnung sorgen. Gar nicht so einfach, denn in Gaarden leben auch viele Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu meistern: Arbeitslosigkeit, Suchterkrankung, fehlendes Wissen über den richtigen Umgang mit Müll, sind nur einige der Probleme. Die Stadt hat bereits vier Blocks durch Schädlingsbekämpfer bereinigen lassen, doch die Ratten sind inzwischen wieder da. Engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Cebel Kücükkaraca und Ratsherr Nesimi Temel wollen das Problem jetzt selbst angehen. Große Hoffnung setzen sie in den neuen Oberbürgermeister Samet Yilmaz (Bündnis 90/Die Grünen), denn er kommt selbst aus dem Stadtteil. Wird er helfen können?
Ratten sind schlau
"Ab einer bestimmten Anzahl von Ratten ist es schwer, sie zu bekämpfen", sagt Experte Dennis Zwandulla. Er ist Schädlingsbekämpfer und hat Kundschaft in ganz Norddeutschland. "Ratten sind oft schlauer als die Fallen der Menschen." Bei seiner Arbeit muss Zwandulla Gift einsetzen, das zeitversetzt wirkt, damit die Tiere keinen Zusammenhang herstellen können zwischen dem Futter und dem Tod von Artgenossen. Doch Gift allein reicht nicht, entscheidend ist immer, ob die Tiere vor Ort Futter finden: "Bevor eine Ratte an einen Köder geht, dann holt sie sich lieber irgendwelche Pommes-Reste. Das ist ganz klar." Zusätzlich dürfen Privathaushalte seit Beginn des Jahres kein Gift mehr kaufen, dafür müssen nun Schädlingsbekämpfer gerufen werden. Doch das ist oft teuer und zeitintensiv.
In Gaarden, da ist sich der Schädlingsbekämpfer sicher, muss ohnehin zunächst das Müllproblem gelöst werden. Solange die Ratten Nahrung finden, werden sie sich weiter vermehren. Für die Menschen in Gaarden bedeutet das: sie müssen alle mitziehen. Nesimi Temel verteilt inzwischen Flyer mit Informationen zur Müllentsorgung. "Wir müssen eine Stimme sein für die Menschen, die gerade nicht sichtbar sind oder sich nicht aus dem Haus trauen. Wir müssen sie aktiver ansprechen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", sagt er.
NDR Autorin Paola Mester hat den Stadtteil Gaarden über fünf Monate immer wieder besucht. Sie spricht mit Gastronomen ebenso wie mit Anwohnern und wohnungslosen Menschen im Park. Wissenschaftliche Erkenntnisse über Ratten erfährt sie von der Expertin Marion Schweinfurth, die an der University in Schottland forscht.
Anfang der 90er Jahre ist die Polizei von New York auf der Jagd nach einem sadistischen Killer, der es auf Homosexuelle abgesehen hat. Sein Modus operandi ist ebenso schockierend wie brutal: Nachdem er seine Opfer aus Bars gelockt hat, tötete er sie, zerstückelte deren Leichen und entsorgte die Körperteile in Müllsäcken entlang der Highways in New Jersey. Viele Jahre tappten die Ermittler im Dunkeln, bis schließlich eine neue forensische Technik den Täter entlarvte ...
Anwälte der Toten - Die schlimmsten Serienkiller der Welt
Donald Gene Miller
7. Staffel
6. Folge
D 2022
60'
Am 16. August 1978 greift Donald Miller die Teenager Lisa und Randy Gilbert im Haus der Familie in Eaton County, Michigan, an. Er schneidet dem 13-Jährigen die Kehle durch, nachdem er dessen 14-jährige Schwester vergewaltigt hat. Der Angreifer ist erst 23 Jahre alt und hat zuvor bereits vier andere Opfer brutal getötet, seine Exfreundin und drei willkürlich ausgesuchte Frauen. Er wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Die Justizvollzugsanstalt im nordrhein-westfälischen Aachen feierte 1995 ihre Einweihung und bietet Platz für über 700 Straf- und Untersuchungsgefangene. Wer arbeitet hier, wer sitzt wofür seine Strafe ab? Und wie gehen Angehörige mit dem Arrest eines Familienmitgliedes um?
Wie wahrscheinlich ist ein flächendeckender Stromausfall in Deutschland? Und wie verwundbar ist unser Energienetz durch Angriffe, Sabotageakte oder Extremwetter? Die Dokumentation beleuchtet die Herausforderungen eines Stromnetzes im Umbruch: Der Ausbau erneuerbarer Energien bringt neue Chancen, aber auch neue Instabilitäten mit sich. Experten aus Energiewirtschaft, Katastrophenschutz und Sicherheit zeigen, was im Ernstfall tatsächlich passiert.
Nur wenige wissenschaftliche Einrichtungen haben so viel Aufmerksamkeit _ oder kritische Beobachtung _ auf sich gezogen wie das Institut für Virologie Wuhan. Das Institut beherbergt Chinas einziges Labor der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) und wurde errichtet, um die gefährlichsten Krankheitserreger der Welt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen zu erforschen. Was jedoch in seinen Labors vor sich geht, bleibt der Außenwelt weitgehend verborgen.
Mit Tom Jacobs, Matthias Lühn, Andreas L. Maier, Stefan Naas, Irina Scholz, David M. Schulze, Elias Stoffel
Nach dem tragischen Tod seiner Frau gibt Polizist Andy der Liebe eine zweite Chance. Doch seine neue Partnerin ist manipulativ und gewalttätig. Als eines Nachts ein Schuss abgefeuert wird, stehen die Ermittler vor einem blutigen Rätsel. Kann ein schockierendes Überwachungsvideo Licht ins Dunkel bringen?
In Wellingborough riecht es verdächtig nach Cannabis. Ein Informant hat außerdem beobachtet, wie Utensilien für den Anbau in das betreffende Gebäude gebracht wurden. Als Alex Barry und sein Kollege Josh Unsworth an die Haustür klopfen, ergreift eine verdächtige Person die Flucht. Und ein mutmaßliches Einbrechertrio ist in Großbritannien mit überhöhter Geschwindigkeit in einem weißen Golf unterwegs. Polizeieinheiten aus Northamptonshire und Warwickshire bereiten in dieser Folge von "Police Interceptors" mit ihren Einsatzfahrzeugen ein spezielles Blockademanöver vor.
Methamphetamin, so die chemische Bezeichnung von Crystal Meth, hat große Teile der Drogenszene in Ostdeutschland und Nordbayern im Griff. Das Suchtpotential ist enorm, viele Abhängige kommen nur schwer von der aufputschenden Substanz los.
Hélène Huby gründet 2021 als erste Frau ein privates Raumfahrtunternehmen. Ihr Ziel: dem dominierenden Player SpaceX von Elon Musk die Stirn zu bieten. Ihre Raumkapsel soll Europa unabhängiger machen im neuen Wettlauf ins All. Der Film begleitet die Pionierin Hélène Huby über mehrere Jahre hinweg. Alles hängt an einem ersten Start ihrer Kapsel in den USA. Das Risiko zu scheitern, ist extrem hoch.
Der neue Wettlauf ins All wird von großen privaten Unternehmen dominiert. Hélène Huby stellt sich 2021 als erste Frau in Europa mit einem eigenen Start-up den großen Playern entgegen. Sie steigt in einen globalen Wettlauf ein, in dem Europa bislang kaum eine Rolle spielt. Doch es geht um mehr als Technologie: Wer den Zugang zum All kontrolliert, hat Einfluss auf die Ordnung unserer Welt.
Der Film von Lena Leonhardt begleitet Huby über mehrere Jahre hinweg, wie sie mit ihrem Team eine wiederverwendbare Raumkapsel zum Transport von Fracht und Menschen in den Weltraum entwickelt. Er zeigt sie in Verhandlungen, auf der Suche nach Investoren, in Momenten der Hoffnung, aber auch nach Rückschlägen auf dem Weg zum entscheidenden ersten Raketenstart in den USA. Zwischen Flughäfen, Konferenzräumen und immer weniger Momenten mit ihrer Familie wird sichtbar, was dieser Anspruch kostet. Während sie versucht, ein System zu verändern, droht sie selbst ein Teil davon zu werden.
Die Welt steht vor dem größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier. Diesmal ist die Ursache der Mensch. Zugleich bedroht der Verlust der Artenvielfalt auch den Menschen.
Es gibt jedoch einen geheimnisumwobenen Beruf, der uns an das erinnert, was wir für immer zu verlieren drohen: Robert Stein, Maurizio Gattabria und Christophe De Mey sind Weltklasse-Präparatoren und arbeiten für die naturhistorischen Museen in Rom, Berlin und Brüssel.
Ihre Mission: Sie machen das Verbrechen der Menschheit an den Tieren sichtbar.
Obwohl die drei Präparatoren einander noch nicht persönlich kennengelernt haben, teilen sie doch die gleiche Überzeugung: dass ihre ausgestopften Tiere dazu beitragen können, die Distanz von Mensch und Natur zu überwinden. Sie bereiten sich auf die Taxidermie-Europameisterschaft vor, den wichtigsten Wettbewerb ihrer Karriere.
Maurizio philosophiert über das Verhältnis von Mensch und Natur. Für ihn ist dies die letzte Chance, vor seinem Ruhestand zu gewinnen, während Christophe zum ersten Mal teilnimmt. Und Robert zeigt seiner Tochter, wie er beim Beringen von Vögeln die Forschung über den Vogelzug unterstützen kann. Der Europameister-Titel wäre der letzte, der in seiner Sammlung internationaler Auszeichnungen noch fehlt.
Für viele seiner Freunde, Fans und Wegbegleiter war er der Schurli, für ein breites Publikum Georg Danzer: Liedermacher, Poet und feinsinniger Intellektueller. Mit seinem Wiener Schmäh und Liedern wie "Jö Schau" oder "Hupf in Gatsch" wurde er bekannt. Doch hinter dem Augenzwinkern steckt weit mehr als Jux und Schlager: politische und poetische, oft melancholische Texte, scharfe Beobachtungen und eine tiefe Nähe zu Menschen am Rand der Gesellschaft. Anlässlich seines 80. Geburtstages erzählt die ORF-Doku Georg Danzers Leben aus seinen Liedern und Texten heraus - mit seltenen Archivaufnahmen, Erinnerungen von Weggefährten und Familie und bislang unveröffentlichten Notizen. Ein persönlicher Blick auf "Schurli Danzer", auf Wien und das Wienerische.
Eine Zeitreise in die Welt der Schönheitstrends, die einst unseren Alltag prägten: von der ikonischen Dauerwelle über glänzende Pomade bis hin zu begehrten Mode-Düften der DDR. Früher schmückten bunte Anstecker viele Jacken und setzten echte Statements. Doch manche Trends schadeten mehr: Augentropfen mit Tollkirsche und Bleiweißpuder waren echte Gesundheitsrisiken. Der Rock 'n' Roll brachte nicht nur musikalische Innovationen, sondern auch markante Frisuren mit sich. Der Star dieser Ära, Elvis Presley, prägte mit seiner perfekt sitzenden Tolle den Style einer ganzen Generation. Sein Geheimnis: Pomade - ein damals unverzichtbares Stylingprodukt, das in vielen Haushalten verbreitet war. Die Dauerwelle, früher ein wesentlicher Bestand des Angebots in Friseursalons, ist heute nahezu verschwunden. Einst als modisches Statement angesehen, sind diese dauerhaften Locken inzwischen nicht mehr zeitgemäß. Die Reihe "Das war dann mal weg" beleuchtet auch begehrte Kosmetikprodukte der DDR-Zeit. Ein prominentes Beispiel ist das Parfum "Casino Royale", das als Duft der Chefsekretärinnen bekannt war. Heute wird dieser Duft in einer kleinen Manufaktur wieder hergestellt. "Atomkraft, nein danke", "Frieden" oder der ikonische Smiley-Button: Anstecker oder Buttons dienten nicht nur der Verschönerung des Outfits, sondern auch der Kommunikation von persönlichen Ansichten. Heute erfolgt der Austausch von Meinungen häufig über soziale Medien, und Buttons sind nur noch selten im Alltag zu finden. Die Zeitreise in die Vergangenheit wird begleitet von Michael Kessler, Florian Martens, Rhea Harder-Vennewald und Jessica Ginkel. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie verschwunden. Was ist daraus geworden?
Die Ausbildung im Eis intensiviert sich: Guy arbeitet an den Apache-Hubschraubern der "Commando Helicopter Force", erlernt Notfalltechniken in der Traumabehandlung mit der medizinischen Einheit und trainiert den taktischen Einsatz von Schneemobilen. Diese abschließende Episode endet mit einer finalen Übung, bei der Guy alle seine neu erworbenen Fähigkeiten unter Beweis stellen wird.
Seit fünfzehn Jahren kämpft die gebürtige Vorarlbergerin Eva Amann gegen ein Astrozytom, einen Gehirntumor, der in ihrem Kopf immer wieder nachwächst und mittlerweile auch bösartig geworden ist. Die tapfere Frau hat in dieser Zeit nicht nur geheiratet, sondern auch einer Tochter das Leben geschenkt, weil sie immer davon überzeugt war, den Kampf gegen die Krankheit gewinnen zu können. Um anderen Betroffenen Mut zu machen, hat sie die jüngste ihrer zahlreichen Operationen von ihrem Ehemann mitfilmen lassen und dabei auch Regieanweisungen gegeben. Diese zehnstündige Operation an der Uniklinik in Graz wurde nämlich zu einem großen Teil im Wachzustand durchgeführt! Das ist nötig, um möglichst wenig Schaden an der Motorik der Patientin anzurichten und gleichzeitig möglichst viel vom Tumor entfernen zu können. Die Operation ist der rote Faden des Films, in dem neben der extrem spannenden und berührenden Geschichte von Eva Amann auch die neuesten Entwicklungen bei der Behandlung von Gehirntumoren gezeigt werden. Vieles davon gibt Anlass zur Hoffnung, denn nicht nur spezielle Operationstechniken, sondern auch neue Möglichkeiten der Chemotherapie könnten im Kampf gegen "Den Feind in meinem Kopf" bald in der klinischen Praxis zum Einsatz kommen.
Tu ich´s - Soll ich mir die Brüste entfernen lassen?
2026
44'
Vanessa ist glücklich verheiratet, Mutter zweier Kinder und berufstätig. Ein Gentest verändert ihr Leben schlagartig. Die 35-Jährige ist Trägerin des BRCA2-Gens. Damit beträgt ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken rund 70 Prozent. Auch die Wahrscheinlichkeit für Eierstockkrebs liegt bei ihr weit über dem Durchschnitt. Vanessa hatte es geahnt: Vor wenigen Monaten erst starb ihre Mutter an den Spätfolgen ihrer Brustkrebserkrankung. Doch erst kurz vor ihrem Tod hatte sie erfahren, dass sie Trägerin eines Risikogens war. Erkrankt war Vanessas Mutter vor über zehn Jahren, mit 49 Jahren.
Plötzlich scheint für Vanessa alles bedroht: Wie soll sie mit dem Wissen um ihr erhöhtes Risiko leben? Hat sie die genetische Veranlagung an ihre Kinder vererbt? Wie verändert die Diagnose ihre Ehe, das Familienleben, die Zukunft? Und vor allem: Was soll sie nun tun?
Die Doku von Sabine Pusch und Bernd Thomas begleitet Vanessa bei der Entscheidung, die ihr Leben massiv verändern wird: Soll sie sich vorsorglich ihre Brüste entfernen lassen, möglicherweise später auch die Eierstöcke? Das wäre ein massiver operativer Eingriff an jetzt noch gesundem Gewebe und für sie als Frau auch emotional schwierig. Die Alternative wären engmaschige Früherkennungsuntersuchungen, damit eine mögliche Erkrankung rechtzeitig entdeckt und behandelt werden kann. Also ein Leben zwischen Hoffen und Bangen, im Hinterkopf stets die Angst.
Beide Wege haben weitreichende körperliche und seelische Folgen. Während ihr Mann sie unterstützt und ihr Halt gibt, beginnt für Vanessa die Zeit der Suche, geprägt von Ungewissheit, medizinischen Fakten und prägenden persönlichen Begegnungen.
Eine wichtige Gesprächspartnerin wird die 37-jährige Michaela, die, wie Vanessa, BRCA2-Trägerin ist. Für Michaela ist der schlimmste Fall eingetreten: Ende 2025 entdeckten die Ärzte einen bösartigen Tumor. In Michaelas Familie ist erblicher Brustkrebs seit Generationen präsent, bereits ihre Urgroßmutter, Großmutter und Tante erkrankten daran. Vanessa lernt die ganze Familie kennen und bekommt so wichtige Einblicke, denn die Familienmitglieder gehen sehr unterschiedlich mit ihrem erhöhten Krebsrisiko um.
Besonders beeindruckt Vanessa auch die Offenheit der Berliner Aktivistin Matea. Sie entschied sich bereits mit Anfang 20 für die vorsorgliche Entfernung ihrer Brüste und später auch ihrer Eierstöcke. Matea steht für eine Generation junger Frauen, die offensiv mit ihrer genetischen Veranlagung umgehen. Auf Social Media dokumentiert sie ihre Entscheidung zur radikalen Vorsorge. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jana Pfeffer, die ebenfalls von der Genmutation BRCA1 betroffen ist, spricht Matea auch in einem Podcast über ihre Mastektomie, Komplikationen nach der OP, über ihr Verhältnis zu ihren neuen Brüsten oder das Thema Kinderwunsch, um anderen Frauen Mut machen.
Vanessa trifft auch auf Anke, sie hat sich für die intensivierte Früherkennung entschieden. Damit senkt sie zwar nicht ihr Erkrankungsrisiko, doch durch die engmaschigen Vorsorgeuntersuchungen fühlt sich Anke sicher und lebt seit 20 Jahren gut damit. Mit jedem Gespräch und jedem Arzttermin wächst Vanessas Wissen. Gleichzeitig wird ihr bewusst, dass ihr niemand die Entscheidung abnehmen kann.