Lunz am See - eingebettet in die beeindruckende Landschaft der Ybbstaler Alpen - verbindet auf einzigartige Weise alpine Wildnis, gelebte Tradition und modernes Dorfleben. Diese "Land der Berge"-Neuproduktion porträtiert Menschen, die vor allem das Leben in dem alpinen Ort prägen. Maria von Rochow zeigt die Besonderheiten des Wildnisgebiets Dürrenstein-Lassingtal und des UNESCO-Weltnaturerbes Rothwald. Angelika Grasberger und Uropa Engelbert Grasberger erzählen vom Alltag am Familienbauernhof Glockriegl und vom Leben über vier Generationen hinweg.
Karl Pechhacker spricht über nachhaltige Forstwirtschaft und Biomasseenergie, Altbürgermeister Martin Ploderer über sanften Tourismus und die Entwicklung von Lunz als Bergsteigerdorf. Künstlerische Einblicke geben Herbert und Monika Adam, Hannes und Yvonne Hochrieser sowie der renommierte Künstler Hans Kupelwieser. Es entsteht das Porträt eines Ortes, der Natur, Gemeinschaft, Kultur und Tradition auf besondere Weise verbindet.
Toxische Männlichkeit ist auf dem Vormarsch. Machos aus Politik und Wirtschaft werden zu Role-Models der Mannosphäre, Misogynie breitet sich aus. Woher kommt diese Entwicklung?
Rollenbilder sind unklar. Das macht das Ideal des dominanten Alphamanns verführerisch. 40 Prozent aller jungen Männer glauben, dass ihnen mehr Rechte zustünden als Frauen. Jeder dritte findet Gewalt gegen Frauen in Ordnung. Frauenhass wird zum Social-Media-Trend.
Es besteht dringender Handlungsbedarf. Doch wie gegensteuern? Forschende führen den aktuellen Backlash vor allem auf eine zunehmende Verunsicherung und Orientierungslosigkeit unter Männern zurück. Im Kölner Männerseminar "Warrior Spirit" von Coach Bernd Wachsmann können Geschlechtsgenossen ihre Männlichkeit erleben. Ein Raum für Stärke, Kraft und Aggressionen.
Welche Rolle spielt dabei das männliche Hormon Testosteron - können Männer vielleicht gar nicht anders? Dazu forscht Psychologe Oliver Schultheiss an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Er findet keine Hinweise dafür.
Sein Züricher Kollege Markus Theunert warnt: "Wir dürfen als Gesellschaft das Feld nicht Figuren wie Andrew Tate überlassen, sondern müssen selbst Lösungsansätze bieten." Der selbst ernannte britisch-amerikanische Alphamann Tate ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Frauenhasser im Netz.
Die Kölner Bildungsinitiative "Detox Identity" setzt im Kampf dagegen auf Jugendarbeit. In einem Workshop in einer Berufsschule sprechen die Mitarbeitenden mit jungen Menschen über fragwürdige Rollenbilder und Geschlechtermythen, die vor allem über Social Media verbreitet werden.
"Hacking the Manosphere", ein Online-Theater-Projekt in Düsseldorf, will verunsicherte Heranwachsende durch Unterwanderung der Mannosphäre im Netz dazu bringen, umzudenken. Die Message: Patriarchale Muster beuten nicht nur Frauen aus - auch Männer selbst leiden darunter.
Um 20.15 Uhr beleuchtet die "NANO Doku" relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im "NANO Talk" mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.
Mitten in den österreichischen Alpen liegt Bad Gastein - seit jeher Rückzugsort für prominente Gäste aus aller Welt wie Kaiserin Sisi oder Thomas Mann. Auch der Schah von Persien logierte hier und Billy Wilder lauschte dem Wasserfall. Mit Liza Minnelli, Charles Aznavour und Ray Charles begannen die großen Galajahre. Bad Gastein steht für Drama, Freiheit und Glamour.
Der Autor Paul Bowles nannte die marokkanische Hafenstadt die "Stadt der Träume", Henry Matisse liebte Tanger wegen ihres "besonderen Lichts". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Tanger zur "Internationalen Zone" und zum Hotspot des Jetsets: Es kamen Abenteurer, Schriftsteller sowie die Reichen und die Schönen. Eine ausschweifende Libertinage verdrängte die düstere Zeit.
Ermittler untersuchen den Mord an einem unschuldigen Fünfzehnjährigen, der in ein Bagatelldelikt verwickelt ist. Aber wie wird die Staatsanwaltschaft mit einem Zeugen umgehen, der behauptet, der Schütze habe in Notwehr gehandelt?
Mit Mark Bremer, Robin Brosch, Holger Dexne, Dagmar Dreke, Jesse Grimm, Heiner Kock, Martin Lohmann, Tetje Mierendorf, Simona Pahl, Flemming Stein, Maria Wardzinska, Kristina von Weltzien, Jens Wendland, Nadine Wöbs
An einer Raststätte auf der A2 bei Bielefeld ist ein Lkw in Brand geraten. Das Gelände ist unübersichtlich, dutzende Fahrzeuge stehen im Gefahrenbereich. Die Wärmestrahlung ist enorm und das Feuer könnte sich ausbreiten. Deshalb muss der Löschangriff zügig beginnen. In der Ruhrmetropole Essen trainiert die Berufsfeuerwehr den Ernstfall. Bei der Rettungsübung setzen die Einsatzkräfte einen sogenannten Crash-Simulator ein. Und in Chemnitz ist eine Person von einer Leiter gestürzt. Der alkoholisierte Mann wollte Laub von einem Dach entfernen und einen Baum stutzen.
Das zur Zeit der NS-Herrschaft "Protektorat Böhmen und Mähren" genannte Gebiet mit seiner weitläufigen, dünn besiedelten hügeligen Landschaft ist heute ein Teil von Tschechien. Jedes Jahr kommen zahlreiche Forscher und Schatzsucher dorthin. Auch in dieser Region ist immer wieder von verborgenen Einlagerungen aus der NS-Zeit und geheimsten Entwicklungen deutscher "Wunderwaffen" die Rede. Unterirdische Gewölbe einiger Schlösser, erweiterte ehemalige Bergwerke und ausgebaute Höhlen geben noch immer Rätsel auf. Tausende Häftlinge arbeiteten beim Bau von riesigen Untertageanlagen und in der Produktion für V-Waffen. Die Areale "Richard I, II, III" bei Leitmeritz sind nur ein Beispiel für den Größenwahn der Nazis. Amerikanische und sowjetische Einheiten transportierten dort kurz nach dem Krieg modernste Waffentechnologie ab. Rätsel gibt auch der ehemalige SS-Truppenübungsplatz Beneschau auf, einst eine mehrere Quadratkilometer umfassende Sperrzone. Auch noch in der Nachkriegszeit suchten dort US-Geheimkommandos - unter Bruch des Völkerrechts - nach NS-Hinterlassenschaften. Tatsächlich wurden sie bei Stechovice fündig, zahlreiche Kisten und Geheimdokumente wurden entdeckt. Darin befanden sich Dokumente und verschlüsselte Hinweise über weitere unterirdische Depots beim nahe gelegenen Staudamm der Moldau. Seit Jahrzehnten versuchen Geheimdienste, Behörden und Schatzsucher, das Rätsel von Stechovice zu entschlüsseln. Die Meldung ging um den Globus: Im polnischen Walbrzych sei ein Panzerzug aus den letzten Tagen des "Dritten Reiches" unterirdisch geortet worden, womöglich beladen mit Gold. Das entpuppte sich schließlich als Irrtum. Doch befinden sich mehrere Untertageanlagen in der Region. Es sind verschiedene Teile einer Unterwelt, die ihrem Namen gerecht wird: "Riese". Geheime Kommandos der SS des nahe gelegenen Konzentrationslagers "Groß-Rosen" bauten mit Tausenden Häftlingen bereits ab 1943 zahlreiche unterirdische Produktionsstätten in den Hügeln des Eulengebirges. Wissenschaftler rätseln, wofür die zum Teil Dom-artigen Hallen unter Tage errichtet wurden. Sowjetische Elitetruppen sperrten die Areale nach dem Krieg ab. Hochrangige Wissenschaftler inspizierten die Anlagen. Dokumente deuten darauf hin, dass es offenbar Pläne der SS gab, den Widerstand nach dem Krieg aus unterirdischen Stellungen heraus fortzusetzen.
Die Steiermark ist das grüne Herz Österreichs, und zugleich Zentrum des Ingenieurswesens. Hier trifft man innovative Charakterköpfe wie eine junge Architektin, die das Konzept vom Wohnen revolutioniert. "Faszination Österreich - Steiermark" zeigt Landschaften, Pflanzen und Tiere und die teils eigenwilligen Wege der Steirer, diesen Wandel mitzugestalten.
Die große Pyramide von Gizeh birgt wertvolle Gegenstände. Doch was hat es mit den mysteriösen Werkzeugen auf sich, welche in den ägyptischen Grabstätten hinterlassen wurden? Aus welchen Gründen wurde ein glänzendes, wissenschaftlich anmutendes Holzschränkchen mit diversen Schaltern und Reglern für den Einsatz in Kinderkaufhäusern entwickelt? Und kann eine umstrittene Terrakotta-Skulptur den Beweis dafür liefern, dass die Römer lange vor Kolumbus Amerika entdeckt haben?
Eine Sommernacht wird zum Alptraum: Im kanadischen Lac-Mégantic entgleist ein mit Rohöl beladener Güterzug und geht in Flammen auf. 47 Menschen sterben, die Innenstadt wird verwüstet. Die Katastrophe wirft viele Fragen auf. Wieso blockierte die Ever Given, eines der größten Containerschiffe der Welt, den Suezkanal für sechs Tage? Und warum fliegt im US-Bundesstaat Georgia eine Zuckerraffinerie in die Luft? Experten rekonstruieren Katastrophen - unterstützt von modernsten 3D-Grafiken.
Mit diesem Eiland haben die Dänen einfach Glück. Als, auf Deutsch: Alsen, ist eine der schönsten Inseln des Landes. Der Alsensund, die Meerenge, macht den Unterschied. Gleich dahinter beginnt das Inselfeeling: "mareTV" taucht ein in eine Welt voller Fjorde, Seen und Salzwiesen - ein Fleckchen Erde mit ganz eigenem Zauber.
Einer der längsten Küstenwälder des Landes und einladende kleine Häfen prägen diese Insel am Rande der Dänischen Südsee. Ganz im Westen liegt das Hafenstädtchen Sønderborg, wo die Geschichte der Grenzregion lebendig bleibt. Auf Als zählt vor allem eines: hygge, jene Mischung aus Gelassenheit und herzlicher Gemeinschaft, die so unnachahmlich ist in Dänemark. Und es werden skurril sympathische Traditionen gepflegt:
"Sitzfleisch beweisen" heißt es beim Highlight des Jahres im Hafen von Mommark: Vier Tage und drei Nächte lang harren mutige Männer hier auf Holzpfählen aus - bei Wind und Wetter. Wer ins Wasser fällt, verliert. Werden Sander, Kevin, Mathias und Casper die 72 Stunden sitzend gut überstehen? Wer von ihnen geht baden? Sitzfläche exakt 20 mal 20 Zentimeter! Es ist ein wahrhaft harter Kampf um 3000 Euro Siegprämie und die Ehre, als Legende vom Pfahl zu steigen.
Ihr Ziel ist der Titel der Königin: Gitte Brink Kjeldstrøm Lønborg ist absolut verrückt nach Ringreiten, dem Traditionssport der Region. Im Galopp muss sie mit einer Lanze Metallringe aufspießen, das kleinste Loch misst im Durchmesser gerade mal fünf Millimeter. Das größte Ringreiter-Turnier Skandinaviens lockt auf der Insel Als über 40.000 Besucher. Gittes Familie hat die Klappstühle ausgepackt und fiebert bei Kaffee und Kuchen mit: Hygge muss sein, selbst am Wettkampftag.
Neuanfang zwischen Segeltuch und Hühnerstall: Der ehemalige Lehrer Volker Hinrichsen hat die Sicherheit der deutschen Beamtenlaufbahn gegen die Freiheit auf Als getauscht. Heute fertigt er als leidenschaftlicher Segelmacher vor allem maßgeschneiderte Verdecke für Jachten. Volker genießt das entschleunigte Leben im Nachbarland. Für ihn und seine Familie ist der Umzug rundum geglückt. "In Dänemark zählt nicht der Status, sondern dass man anpackt und sich einbringt in die Gemeinschaft", schwärmt er.
Zusammenhalt wird auch am südlichen Ende der Insel Als, direkt beim markanten Leuchtturm von Kegnæs, gelebt: Dort betreibt die Gemeinde Sønderborg ein Haus, in dem sich Kriegsveteranen erholen können. Fürsorglich kümmert sich der dänische Staat um seine Soldaten, die bis heute mit einer posttraumatischen Belastungsstörung kämpfen. Kim Hock Andersen, selbst Veteran und an PTBS erkrankt, ist der Koordinator dieses Ortes. In der Erholungsstätte mit schönstem Ostseeblick tanken sie gemeinsam Kraft und schöpfen wieder Lebensmut.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
BMX-Profi Courage Adams reist in seine Heimat Lagos, um dort den ersten BMX-park Nigerias mitzugestalten - ein Meilenstein für die lokale Szene und ein Impuls für die nächste Generation von Ridern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchen tausende Nazi-Offiziere nach Südamerika zu fliehen, um der Justiz zu entgehen. Die alliierten Mächte beschließen, alle noch lebenden Nazi-Parteifunktionäre für ihre Verbrechen strafrechtlich zu verfolgen. In der Londoner Charta einigt man sich auf ein Prozess- und Gerichtssystem, um die Schrecken des NS-Regimes vor Augen zu führen. Doch drei der meistgesuchten Nazis sind bereits geflohen.
Bei einer Auseinandersetzung auf einem Parkplatz werden zwei junge Männer erschossen. Der Vorfall könnte vier weitere Männer im Gefängnis das Leben kosten. Und das alles nur wegen einer einzigen Fehlentscheidung.
Mit Mark Bremer, Robin Brosch, Holger Dexne, Dagmar Dreke, Jesse Grimm, Heiner Kock, Martin Lohmann, Tetje Mierendorf, Milan Rönfeldt, Flemming Stein, Kristina von Weltzien, Jens Wendland, Nadine Wöbs
Die Zittwerke, eine ehemalige Kaserne und Rüstungsfabrik aus dem Zweiten Weltkrieg bei Zittau, geben noch immer Rätsel auf. Eine zweiteilige ZDF-Dokumentation widmet sich der Spurensuche. Das einst streng abgeschirmte Gelände beschäftigt schon seit Längerem Forscher aus Deutschland und Polen. Die Zittwerke sind ein bislang nur wenig bekannter Tatort der SS. Das Gelände der ehemaligen Kaserne und Rüstungsfabrik aus dem Zweiten Weltkrieg liegt heute überwiegend auf polnischem Gebiet nahe der sächsischen Stadt Zittau. Seit einem Jahr werden die über- und unterirdischen Anlagen des Areals und deren Geschichte durch ein deutsch-polnisches Team für die ZDF-Dokumentation erkundet. Nach dem bisherigen Kenntnisstand wurden dort vor allem Triebwerke für den ersten funktionstüchtigen Düsenjet "Me 262" gefertigt und auf Testständen in den oberirdischen Bauten der Kaserne erprobt. Doch Zeugenaussagen, Dokumente sowie Luftaufnahmen aus der Kriegszeit geben Hinweise auf die Existenz noch unbekannter unterirdischer Anlagen und geheime Rüstungsvorhaben der SS. So fanden sich inzwischen Belege für die Produktion mehrerer Raketentypen. Polnische Behörden vermuten zudem bislang unentdeckte Massengräber vor Ort. Bei den Zittwerken gab es ein Außenlager des 150 Kilometer entfernten KZ Groß-Rosen, wo "Vernichtung durch Arbeit" Zehntausende Opfer forderte. Vor allem gegen Kriegsende fungierten die Zittwerke offenbar als eine Art Schaltzentrale für SS-Sonderprojekte, als Knotenpunkt für Evakuierungen, Einlagerungen und Transporte. Von dort aus organisierte die SS in den letzten Kriegsmonaten die Auflösung und Evakuierung der Lager Groß-Rosen und Auschwitz. Auch die Spur des Todesengels von Auschwitz, Josef Mengele, und seiner grausamen Experimente führen in die ehemalige Kaserne. Die beiden Dokumentationen zum Thema, die bei ZDFinfo gesendet werden, bauen aufeinander auf. Im zweiten Teil der Dokumentation stehen die Ereignisse vor Kriegsende im Vordergrund: als Zittau als eine Art Schaltzentrale für SS-Sonderprojekte fungierte, als Standort der geheimen Rüstung, als Knotenpunkt für Evakuierungen und Transporte, aber auch als Schauplatz des Mordes an KZ-Häftlingen. Gefilmt wurden unter anderem die Öffnung und die Untersuchung von Teilen der unterirdischen Bereiche. Dokumentenfunde und Zeitzeugnisse geben Hinweise, dass die Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg noch weiterging.
Auktionshaus Wendl in Rudolstadt - Schätze unterm Hammer
2024
44'
Zum ersten, zum zweiten und zum dritten! Im Auktionshaus Wendl in Rudolstadt dreht sich alles um Antiquitäten, Auktionsfieber und Sammlerlust. Wen dieses Fieber erwischt, den lässt es kaum mehr los. Ersteigern ist Leidenschaft: Ob Gemälde für zigtausend Euro oder ein Meißner Service zum Schnäppchenpreis. Die Kundschaft ist international. Der Film erzählt die spannende Geschichte der Familie Wendl und ihres über 30 Jahre alten Auktionshauses.
Deutschland ist Mieter:innen-Land: Mehr als 50 Prozent der Menschen wohnen zur Miete. Der Wohnungsbau stockt, Spekulant:innen treiben die Preise nach oben, bezahlbare Wohnungen verschwinden vom Markt. Was muss sich ändern, um aus der Mietkrise herauskommen? Die ARD Mitmachaktion sammelt Erfahrungen von Mietenden in Deutschland. Wie könnte es besser laufen? Die ARD Story dokumentiert die Aktion.
Schweden wie aus dem Bilderbuch: Die Region Halland südlich von Göteborg ist in Skandinavien bekannt als "schwedische Riviera" und ein beliebtes Ziel im Sommer. Typisch für diese Küste: kilometerlange Strände und flaches, klares Wasser. Kein Wunder, dass Halland den Spitznamen "Schwedens Badewanne" trägt.
Durch Halland verläuft der Kattegattleden, Schwedens erster nationaler Küstenradweg. Er führt durch das beschauliche Steninge. Das kleine Hotel Küstenstation ist berühmt für ein ganz besonderes Fahrradfahrer-Frühstück: Haferbrei, und zwar preisgekrönt. Catarina Arvidsson kocht "Weltmeister-Porridge", diesen Titel hatte ihr Mann errungen. Nach seinem plötzlichen Tod hat Catarina zusammen mit zwei Frauen, Martina Gustafsson und Frida Fernbrant, einen Neuanfang gewagt. Sie bringen frischen Wind in die Küstenstation. Zum Beispiel mit Prosecco-Bikingtouren und Abba-Musical-Kino am Meer.
Hallands angesagtester Strand heißt Tylösand. Das Rettungsschwimmerteam besteht aus einer Truppe von Freiwilligen, die ihren Sommer hier verbringen. Lina Brynjebo kommt aus Stockholm und hat für ein paar Wochen das Kommando. Sie geht Patrouille am Strand, denn auch wenn das Meer ruhig wie das Wasser in einer Badewanne wirkt, weiß Lina um die Gefahren von ablandigem Wind. Die Lehrerin Olivia Flagerup und ihr Zwillingsbruder Jonas, Jurastudierender, beide aus Göteborg, lieben vor allem den Teamspirit bei den Tylösand-Rettern.
Das Küstenstädtchen Varberg hat eine lange Tradition als Kurort. Eine Art Märchenpalast im Meer ist die Top-Sehenswürdigkeit: das historische Kaltbadehaus auf Stelzen. Ninna Lindeberg gehört zu der Familie, die es seit Generationen betreibt. Täglich bereitet Ninna alles vor für ihre Gäste. Gebadet wird vorzugsweise nackt und strikt nach Geschlechtern getrennt. Der Vorhang im Wasser, der einst als Sichtschutz diente, ist aber nur noch ein Fetzen. Die Stammkundschaft stört das wenig.
Gleich nebenan steht die imposante historische Festung in Varberg. Darin, in Hallands Kulturhistoriska Museum wird Schwedens berühmteste Moorleiche aus dem Mittelalter ausgestellt: der Bockstensmannen. Die Besonderheit: sein Haar und seine Kleidung sind nahezu vollständig erhalten. Eine archäologische Sensation. Er wurde 1936 in einem Moor bei Varberg gefunden. Die Holzpfähle im Körper sollten verhindern, dass der Mann als Geist wiederkehrt.
Das Mittsommerfest ist der Höhepunkt des schwedischen Sommers. Das Schloss Tjolöholm am Kungsbacka Fjord wird geschmückt. An der Küstenstation von Steninge wird mit Blumenkränzen als Kopfschmuck um die Mittsommerstange getanzt. Picknick mit Erdbeerkuchen ist ein Muss, genau wie der sogenannte Froschtanz, ein fröhliches Ritual am längsten Tag des Jahres.
Was man bei so viel Idylle wirklich nicht erwartet, ist der größte Supermarkt der Welt. Das 750-Seelen-Dorf Ullared wird beherrscht von Gekås, einem gigantischen Shoppingcenter. Schnäppchenjäger nehmen stundenlange Anreisen in Kauf, viele übernachten in den supermarkteigenen Hotels oder im Camper, um sich in das Einkaufserlebnis zu stürzen. Für das Sortieren der 8000 Einkaufswagen braucht man schweres Gerät. Andreas Hertinge, Angel-Guide aus Falkenberg, sucht im XXL-Supermarkt Köder. Sein Revier ist der Ätran, Schwedens zweitlängster Fluss. Die Gegend trägt den Spitznamen "Laxastan" wegen ihres großen Bestands an Wildlachs. Doch in diesem Jahr lässt der sich kaum blicken. Zum Saisonbeginn am 1. April hat die Gemeinde Falkenberg deshalb ein Spezialkommando geschickt: den Falkenberg Manskör. Der Männerchor soll die Lachse mit einem Lied aufheitern, damit sie wieder springen, wie man es aus dem Bilderbuch kennt.
Klirrende Kälte, brüllende Hitze, plötzliche Wetterumschwünge - Menschen mit Vorerkrankungen reagieren besonders empfindlich auf das Wetter. Mehr als 40 Prozent der Todesfälle in Deutschland gingen 2020 auf Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Extremwetterlagen stellen schon gesunde Körper vor besondere Herausforderungen, für Menschen mit Vorerkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck oder COPD können sie lebensbedrohlich sein.
Auch Betroffene von Migräne bringen ihre Beschwerden immer wieder mit dem Wetter in Verbindung. In der Forschung ist man sich über Zusammenhänge noch unsicher. Lena Ganschow spricht mit Sarah, einer Migräne-Patientin aus Wiesbaden, die ihre Wohnung zur Linderung ihrer Symptome "wettersicher" gemacht hat. Doch wirkt sich das Wetter wirklich auch bei Migräne aus? Lena geht auf eine spannende Spurensuche - die Lösung des Rätsels führt sie bis nach Japan.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Shires ist ein packender Bike-Film, der über zwei Jahre gedreht wurde. Er fängt die Essenz des Bikens in Großbritannien ein - mit Top-Athleten, epischen Trails, rauer Natur und unberechenbarem Wetter.
Eine Reportage über Angst, Vorsorge und das Leben im Schatten möglicher Krisen.
Menschen, die Konserven stapeln, Trinkwasser horten oder sich im Keller auf Blackout und Atomkrieg vorbereiten, wurden lange belächelt. Doch seit Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist, Energiekrisen zunehmen und politische Unsicherheiten wachsen, erscheinen manche dieser Ängste plötzlich weniger abwegig.
Herr Patrick aus Vorarlberg bereitet sich seit mittlerweile 15 Jahren auf den Ernstfall vor. In seiner Wohnung lagern Wasservorräte, ein Fluchtrucksack und stets griffbereit auch eine Pistole. Im Keller befindet sich ein strahlensicherer Bunker. Der Verwaltungsbeamte ist überzeugt: Ein länger andauernder Blackout würde die Gesellschaft rasch an ihre Grenzen bringen.
Auch Herr Werner, ein pensionierter Straßenbahner aus Wien, vertraut seit seiner Jugend weder Staat noch Politik. Seine Gemeindewohnung hat er längst aufgegeben und ist in ein "sicheres Bergdorf" gezogen. Jahrelang mietete er sogar einen ehemaligen Bundesheerbunker - für den Fall, dass die Weltlage endgültig kippt.
Andere setzen weniger auf Waffen oder Rückzug als auf Selbstversorgung. Die pensionierte Volksschullehrerin Frau Ulrike hat hunderte Einkochgläser eingelagert und könnte ihre Familie im Krisenfall wohl monatelang versorgen. Zwischen Vorratsregalen und Katastrophenszenarien entsteht das Bild einer Stimmung, die irgendwo zwischen vernünftiger Vorsorge, tiefem Misstrauen und tragikomischer Endzeitfantasie pendelt.
"Am Schauplatz"-Reporter Ed Moschitz begegnet Menschen, die sich auf Blackout, Krieg oder Klimakatastrophen vorbereiten. Er blickt in verlassene Bunkeranlagen des Bundesheeres, begleitet einen Schweizer Bunkerfachmann und besucht in Slowenien einen Luxusbunker, in dem ein 14-tägiger Aufenthalt im Ernstfall mehr als 1,2 Millionen Euro kostet.
Denn, obwohl die Angst vor Krisen wächst, wäre Österreich auf den Ernstfall derzeit nur begrenzt vorbereitet: Lediglich rund drei Prozent der Bevölkerung hätten Zugang zu einem sicheren Schutzraum. Anders die Schweiz, die massiv in die Modernisierung ihrer Schutzanlagen investiert und für jeden Bürger einen Platz im Schutzraum vorsieht.
Eine Reportage über Angst, Vorsorge und die Frage, wie sicher wir uns in unsicheren Zeiten noch fühlen können.
Ein Schatzsucher macht im April 1988 in einem Waldstück bei Milford, Michigan, eine grausige Entdeckung: eine vergrabene Leiche, eingewickelt in schwarzes Plastik. Die Ermittler identifizieren die stark verweste Frau als Helen Bazzetta, die seit fünf Jahren vermisst wird. Erst Jahre später führt die Entdeckung der Toten zu neuen Ermittlungen. Dabei kommen verstörende Details ans Licht: satanische Rituale, Handschellen und ein Bademantelgürtel als Mordwaffe.
Eine Sommernacht wird zum Alptraum: Im kanadischen Lac-Mégantic entgleist ein mit Rohöl beladener Güterzug und geht in Flammen auf. 47 Menschen sterben, die Innenstadt wird verwüstet. Die Katastrophe wirft viele Fragen auf. Wieso blockierte die Ever Given, eines der größten Containerschiffe der Welt, den Suezkanal für sechs Tage? Und warum fliegt im US-Bundesstaat Georgia eine Zuckerraffinerie in die Luft? Experten rekonstruieren Katastrophen - unterstützt von modernsten 3D-Grafiken.
Im März 2011 erlebt Japan den Super-GAU: Das an der Küste gelegene Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wird von einem Tsunami getroffen, es kommt zur Kernschmelze. 100.000 Menschen werden evakuiert. Doch die Mega-Katastrophe hätte verhindert werden können. Außerdem: Welche Fehlentscheidungen führten im Vietnamkrieg an Bord des Flugzeugträgers USS Forrestal zum Tod von 134 Seeleuten? Und: Wie konnte ein Turmdrehkran beim Bau eines Wolkenkratzers in New York umstürzen und dabei fünf Menschen töten?
Die Explosion ist gigantisch. Ein riesiger Pilz erhebt sich in den Himmel. Eine ungeheure Explosion verwüstet die Stadt. 90 % der Häuser werden beschädigt oder zerstört; in wenigen Sekunden werden 90.000 Menschen getötet. Hiroshima markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Beginn einer Ära, die von der Angst vor der Atomkraft beherrscht wird. Die Doku will die Bedeutung und die Folgen dieses Wendepunkts verständlich machen.
Als Napoleon gerade sein Waterloo erlebt und in Wien der Kongress tagt, macht sich fernab der Weltpolitik K.u.K. Hofschaufspieler Johann Anton Friedrich Reil auf ins Waldviertel. Er schreibt den ersten Wanderführer über den einst weißen Flecken der Monarchie. Schauspieler Stefano Bernardin folgt in dieser "Land der Berge"-Produktion mit Reils Büchlein im Rucksack seinen Spuren. Heute - wie zu Zeiten Reils - gilt es, die bizarren wie eindrucksvollen Schönheiten der Granitbergwelt zu entdecken, hinter die geheimnisvolle Aura alter Burg-, Kloster- und Stadtmauern zu blicken und im hohen Norden Österreichs einigen ganz besonderen Menschen zu begegnen.
Der Erfolg von "Die dunkle Bedrohung" bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Doch vor George Lucas liegen noch zwei weitere Filme, um die Trilogie zu vollenden. Kann er die passionierten Fans mit "Angriff der Klonkrieger" und "Die Rache der Sith" überzeugen?
Vor und nach Kriegsende 1945 schwärmen Spezialeinheiten der vier Siegermächte aus, um nach neuesten deutschen Waffenentwicklungen und ihren Wissensträgern zu suchen. Es ist die Jagd nach Hitlers sogenannten Wunderwaffen, die eigentlich die Kriegswende hätten herbeiführen sollen - und in geheimen unterirdischen Rüstungsfabriken im Deutschen Reich und in besetzten Gebieten entwickelt oder gefertigt wurden. Durch Befragungen und Dokumentenfunde gewinnen die alliierten Mächte immer mehr Informationen über Standorte im Bereich der Raketentechnologie, Strahlflugzeuge, neuartiger Sprengstoffe sowie zu Atom- und Chemiewaffenentwicklungen. Doch was finden die Sieger tatsächlich? Wie weit reicht der technologische Vorsprung der Deutschen? Was ist Mythos, was Wahrheit? Der US-Nuklearexperte und Wissenschaftspublizist Todd Rider hat in den vergangenen Jahren Tausende von Dokumenten ausgewertet, die über verschiedene NS-Waffenprojekte und ihre Fortsetzung nach dem Krieg Aufschluss geben. Der Historiker Matthias Uhl fand in ehemals sowjetischen Archiven entsprechende Quellen. Auch der Altlasten-Experte Johannes Preuß hat international recherchiert. Ob Raketenentwicklungen zur Flugabwehr oder als Träger für vernichtende Sprengköpfe, Düsenflugzeuge oder unterirdische Abschussrampen, neueste chemische Kampfmittel oder ausgereifte Pläne für Nuklearwaffen, die Siegermächte lieferten sich bei der Suche danach ein regelrechtes Wettrennen. Tausende von deutschen Experten wirkten bald in ihren eigenen Raketen-, Flugzeug- oder Kernwaffenentwicklungen. Darunter neben einigen bekannten Namen auch viele unbekannte Ingenieure und Wissenschaftler, die - in geheimste Rüstungsprojekte der SS involviert - den prominenten Köpfen ihrer Disziplinen in mancher Hinsicht sogar voraus waren und ihr Können in den Dienst des Regimes gestellt hatten.
Charitys Sohn Paris ist erst 13 Jahre alt, als er seine vierjährige Schwester Ella ersticht. Nach ihrem Tod steht Charity als Mutter danach nicht nur vor offenen Fragen, sondern auch vor einem unlösbaren Dilemma: Ist Vergebung in dem Fall überhaupt möglich? Der packende Dokumentarfilm "The Family I Had" porträtiert auf feinfühlige Weise eine zerrüttete Familie - deren vielfach belastete Vergangenheit womöglich in eine Tragödie geführt hat.
Bis der Hammer fällt - Hinter den Kulissen im Auktionshaus Nagel
2024
29'
Für das Auktionshaus Nagel ist Diskretion oberstes Gebot. So verweigert man eisern jede Auskunft darüber, wem der millionenschwere Nachlass gehörte, der jüngst nach Stuttgart kam: 14 Sattelschlepper voll mit kostbarsten Antiquitäten, historischen Gemälden, asiatischem Porzellan oder dänischem Silber, wie dem Fisch-Servierteller in geschätzten Wert von 30.000 bis 50.000 Euro.
Im Juli 2019 ist die junge Triathletin Nathalie Schöffmann, geborene Birli, in der Nähe ihres Wohnorts bei Graz entführt worden. Aus eigener Kraft und dank ihres unbeugsamen Willens kann sie ihrem Peiniger entkommen und damit ihr Leben retten. Zunächst. Diese Doku beginnt, wo der fiktionale True-Crime-Thriller 'Ohne jede Spur - der Fall Nathalie B.' endet: mit Nathalies Weg in ihr zweites Leben - dem Kampf gegen die Angst, das Streben nach Normalität und die Rückkehr in den Alltag.
Eine junge Studentin verschwindet spurlos aus ihrer Wohnung. Detective Kay Lewis findet Hinweise auf Gewalt: eine durchgetrennte Türkette, verdächtige Flecken in der Badewanne und ein durchwühltes Zimmer. In Tagebucheinträgen der Vermissten taucht ein Name immer wieder auf: Captain Dwight Beddingfield, ihr deutlich älterer Ausbilder. Er ist verheiratet, hat Kinder - und ist Begünstigter ihrer Lebensversicherung über mehrere hunderttausend Dollar.
Eine Gruppe Top-Mountainbiker erkundet eine der entlegensten Regionen der Erde und nimmt die größte Gebirgskette der Welt in Angriff - mit dem Ziel, Spuren für die Ewigkeit zu hinterlassen.
Im März 2011 erlebt Japan den Super-GAU: Das an der Küste gelegene Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wird von einem Tsunami getroffen, es kommt zur Kernschmelze. 100.000 Menschen werden evakuiert. Doch die Mega-Katastrophe hätte verhindert werden können. Außerdem: Welche Fehlentscheidungen führten im Vietnamkrieg an Bord des Flugzeugträgers USS Forrestal zum Tod von 134 Seeleuten? Und: Wie konnte ein Turmdrehkran beim Bau eines Wolkenkratzers in New York umstürzen und dabei fünf Menschen töten?
Die Burg Houska in Tschechien, erbaut im 13. Jahrhundert direkt über dem "Tor zur Hölle", ist bis heute ein mystischer Ort voller düsterer Legenden. Es heißt, die Nazis hätten hier bis 1945 geheime Experimente durchgeführt. Sind das bloß Gruselgeschichten? Zudem das einstige Prunkstück Liberias, das 5-Sterne-Hotel Ducor in Monrovia. Ehemals ein Symbol des afrikanischen Aufschwungs, ist es heute nur noch eine Ruine - ein stummes Zeugnis vergangener Glanzzeiten.
Wer entsorgte in einer kalten Februarnacht im Jahr 2015 den leblosen Körper der 26-jährigen Celina Petersen in einer von Seattles dunklen Gassen? Die Polizei sucht in Aufnahmen von Überwachungskameras nach einer Antwort.
Nach einer gigantischen Explosion ragte 1945 ein riesiger Pilz in den Himmel über Hiroshima. Die Druckwelle verwüstete die ganze Stadt und mehr als 90.000 Menschen starben. Es war der Beginn einer Ära, in der die Angst vor einem Atomkrieg allgegenwärtig war. Anhand zum Teil bisher noch unveröffentlichter Archivmaterialien zeigt der Regisseur David Korn-Brzoza, wie es zum Bombenabwurf kam und wie die Welt darauf reagierte.
"Natürlich könnte ich in die Großstadt abhauen, wie viele andere es tun, aber ich will etwas bewegen." Eric (23) ist schwul und kämpft in seiner sachsen-anhaltischen Kleinstadt immer wieder gegen Widerstände. Besonders, als er den ersten CSD der Region organisiert. "Der Landkreis ist eine rechte Hochburg. Viele Leute in meinem Umfeld machen sich darüber Gedanken und haben Angst." Gegen alle Widerstände und Vorurteile organisiert Eric den CSD. Ein Großaufgebot der Polizei ist vor Ort. Wird die Community friedlich und gewaltfrei hier in der Kleinstadt feiern können?
"Ich hatte tatsächlich im Bekanntenkreis viele Menschen, die der Ansicht sind, dass Homosexualität eine Krankheit ist." Tina (31) aus einem kleinen Dorf im Schwarzwald hatte lange große Schwierigkeiten sich selbst zu akzeptieren, wie sie ist. Als der Kinderwunsch zustande kam, zog sie mit ihrer Ehefrau Sarah wieder ins Heimatdorf, doch das Leben von vier Generationen im Elternhaus stellt das Paar immer wieder vor Herausforderungen.
"Bedenken hatten wir von Anfang an, weil du gehst eben in ein fremdes Dorf und verlässt die Anonymität der Großstadt." Auch Christian (40) zieht es aufs Land. Er will Berlin den Rücken kehren und mit seinem Verlobten Jens in ein kleines Dorf in Mecklenburg ziehen. Doch im Haus, das Christian geerbt hat, muss nun die letzte Kneipe im Ort schließen, weil das schwule Paar dort einziehen wird. Wie werden die Dorfbewohner sie aufnehmen?
Als Joe (25) sich vor knapp zwei Jahren als nonbinär outete, schminkte und Röcke trug, wurde vor allem Joes Mutter in dem kleinen ostfriesischen Dorf darauf angesprochen. Joes großer Wunsch ist es, den Namen im Ausweis zu ändern, doch das Standesamt stellt sich quer: "Es war eines der schlimmsten Telefonate meines Lebens, das Selbstbestimmungsgesetz fühlt sich für mich wie ein Fremdbestimmungsgesetz an." Aber Joe wehrt sich.
In Großstädten hat sich die queere Community längst einen festen Platz erkämpft, doch auf dem Land leben queere Menschen weniger öffentlich. Und wenn, dann prallen häufig Welten aufeinander. Die Dokumentation lässt teilhaben an stillen Kämpfen, aber auch Momenten des Zusammenhalts. Der Film wirft einen intensiven Blick auf die Herausforderungen, aber auch Hoffnungen und Erfolge queerer Menschen in ländlichen Regionen. Er zeigt, wie sich gesellschaftlicher Wandel und mehr Akzeptanz in kleineren Orten entwickeln können. Die Provinz ist mehr als nur der Gegensatz zur Großstadt - sie kann ein Ort der Veränderung sein, in dem queere Menschen ihre eigenen Wege finden, ihren Platz zu behaupten.
Die Bundeswehr blickt zurück auf 70 Jahre Geschichte, 1956 wurde die Wehrpflicht eingeführt. Wie einsatzbereit war die Truppe seitdem - und wie steht sie heute da?
Der 90-minütige Film zeichnet die Biografien und Erlebnisse von aktiven und ehemaligen Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr nach, die während des Kalten Krieges und nach der Wiedervereinigung Deutschlands bei Auslandseinsätzen in Uniform dienten.
So erzählt die Dokumentation aus verschiedenen Perspektiven auch die Geschichte der Bundeswehr. Von der Zeit der deutschen Teilung über die Wiedervereinigung bis zur "Zeitenwende". Die neue Armee wurde - zehn Jahre nach Kriegsende - bewusst von NATO-Strukturen eingehegt und diente sowohl der Bündnis- als auch der Landesverteidigung. Der Auftrag lautete über Jahrzehnte "Abschreckung". Deren Rückgrat bildeten die Nuklearwaffen der USA, deren Nachrüstung sorgte in den 80er-Jahren für erheblich gesellschaftliche Spannungen in der Bundesrepublik.
Nach der Wiedervereinigung integrierte die Bundeswehr Teile der NVA. Verkleinert und mit erweitertem Auftrag war die deutsche Armee künftig vor allem in Auslandseinsätzen gefordert. Der längste dauerte 20 Jahre lang. In Afghanistan erlebten viele deutsche Soldaten und Soldatinnen den militärischen Einsatz als Krieg mit Toten und Verwundeten. Der Einsatz erwies sich nach dem Abzug 2021 als Misserfolg. 2022 warf der Angriff Putin-Russlands auf die Ukraine auch die Frage einer möglichen neuen Bedrohung des NATO-Gebiets auf. Darauf war die Bundeswehr nach 30 Jahren des Sparens, des Abrüstens und als kleine Freiwilligenarmee denkbar schlecht vorbereitet.
In die Aufrüstung der Bundeswehr soll nun viel Geld fließen, um Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte wettzumachen. Doch wie? Die Debatte um die Wehrpflicht ist wieder entbrannt. Inwieweit sind junge Deutsche willens, die Freiheit und die Werte Europas auch als Soldaten zu verteidigen?
So wirft die Doku auch einen Blick auf das wechselvolle, oft schwierige Verhältnis von Militär, Politik und Gesellschaft in der Bundesrepublik und spiegelt die Debatte, wie die Zukunft der Streitkräfte angesichts der Herausforderungen gestaltet werden soll.
Inzwischen hat US-Präsident Donald Trump wesentliche Schutz-Versprechen der USA relativiert - und die Bundeswehr des Jahres 2026 steht vor der Frage, ob auf den Beistand der Supermacht im Konfliktfall noch Verlass ist.
Historiker, Sicherheits- und Militärexpertinnen und -experten sowie ehemalige und noch aktive Angehörige der "Truppe" loten das historische Spannungsverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit der Bundeswehr aus, schlagen auch anhand eigener persönlicher Erfahrungen den Bogen von der Gründerzeit bis in die Gegenwart.
Der schielende Rüde Danny stellt Doc Dreesen vor ein Rätsel: Werden seine Organe mit ausreichend Blut versorgt? Erneut in die Kleintiersprechstunde kommt der alte Kater Max. Findet der Arzt heraus, was ihm fehlt? Eine Blutuntersuchung soll Klarheit bringen. Außerdem: Steffi bekommt ihre große Chance. Der Doc hat einen Termin vergessen und schickt sie zur Trächtigkeitsuntersuchung von Stute Frida. Kann sich Steffi endgültig als würdige Vertretung auf Gut Herrenhöhe beweisen?
Eine Insel zwischen Ohio und West Virginia umgibt ein mysteriöser Ruf aus der Vergangenheit. Irische Siedler ließen sich hier nieder, doch eine Tragödie zerstörte das Glück der kleinen Familie auf grausame Weise. Die 2-jährige Tochter starb, später verloren sie außerdem ihr Vermögen und mussten fliehen. Seit dem wird die Insel von Paranormalem heimgesucht, auf 500 Hektar treiben Schattengestalten und Poltergeister ihr Unwesen. Auf dem Ohio River versuchen die Geisterexperten nun das Rätsel zu lösen.
Reporter Manuel Biallas kennt den deutschen Aufstiegstraum von beiden Seiten und begibt sich für diese NDR Story auf eine ungewöhnliche Spurensuche und sucht Antworten zu diesen Fragen: Wer schafft es in Deutschland tatsächlich von unten nach oben? Braucht es dafür harte Arbeit oder schlicht das richtige Maß an Glück? Er wagt den Blick vom Gipfel und trifft Menschen, die den sozialen Aufstieg geschafft haben - und trotzdem nachdenklich bleiben. Eine Bundesministerin aus Duisburg, ein Unternehmer, der früher Teller gewaschen hat, ein Fliesenleger, der zum Minister wurde und in einigen Aufsichtsräten saß. Was können wir von den Menschen in diesem Land lernen, die sich mühsam von unten nach oben kämpfen mussten?
Michael Manousakis plant eine Schatzsuche in Griechenland, doch ein Sturm beschädigt seine DC3 schwer. Nun muss er in Thailand Ersatzteile für den Oldtimer auftreiben. Währenddessen repariert Tochter Carla die noch brauchbaren Teile. Nur wenn beide erfolgreich sind, kann die Expedition stattfinden. Zuhause in Peterslahr versuchen die Morlocks, einen ehemaligen Schulbus als Campingmobil zu verkaufen, um die Reparatur zu finanzieren.
Geheimes Russland - Die Unterwelten von Wladiwostok
D 2021
45'
Wladiwostok, russische Stadt am Pazifik, war Bollwerk der Zaren und Stellung der Sowjetunion. Ausgebaut mit Festungen und Bunkern zur Verteidigung gegen China, Japan, Korea und die USA. Die militärischen Bauwerke kamen nie zum Einsatz. Heute droht der Verfall. Doch die Geheimnisse im Untergrund sind noch immer interessant: Junge Leute aus der Stadt und engagierte Hobbyforscher erkunden auf eigene Faust die Geschichte ihrer Verteidigungsanlagen. "Beherrsche den Osten!" - so lautet die Übersetzung des Namens Wladiwostok. Der Name ist Programm: Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht die Stadt aus einer Soldatensiedlung, die auf der strategisch günstigen Halbinsel liegt. Ursprünglich gehörte die Region zu China, die Bucht war von Fischern bewohnt. Nach der Gebietsabtretung an Russland wird in Wladiwostok ein Hafen gebaut und die entstehende Stadt nach und nach mit Festungen geschützt. Keiner anderen russischen Großstadt kam der Feind so nahe wie in Wladiwostok: Nur 100 Kilometer sind es bis nach China, 120 nach Nordkorea. 300 Kilometer übers Meer liegt Japan. Über die Hügel rund um die Stadt und die vorgelagerte Insel Russki mäandern Forts, Bunker und ein Netz von unterirdischen Verbindungsgängen. Von Anfang an wurden gigantische Mengen Geld und Beton in die kanonenstarrende Stadt gesteckt. Zwar erreichte kein Krieg je Wladiwostok, doch bewirkte jede große Schlacht eine bauliche Veränderung der Bastion am Pazifik. Ihre Betonschichten sind wie Jahresringe der Militärgeschichte. Heute sind die Festungen nur noch Ruinen. Sie dienen als spektakuläre Kulisse für Militärfans, die sonntags in den verlassenen Bunkern als "Amerikaner" gegen "Russen" zum Softballmatch antreten - hochgerüstet mit automatischen Softair-Waffen, Nachtsichtgeräten und Übungshandgranaten. Kriegsspiel hat Tradition in der Hafenstadt im Osten. Die Welt des Militärs gehörte immer schon dazu. Als Hauptquartier der Pazifikflotte war Wladiwostok zudem lange eine sogenannte geschlossene Stadt, abgeschottet vom Rest des Landes. Wladiwostok war stets für den Krieg gerüstet und kannte selbst nur den Frieden. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat sich die Stadt neu erfunden und zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum entwickelt.
In Florida werden im Frühjahr 1984 mehrere Frauenleichen gefunden. Die Opfer wurden alle geschlagen, vergewaltigt und schließlich mit einem Strick erdrosselt, der an eine Hundeleine erinnert. Trotz diverser Spuren an den Tatorten, können die Ermittler keinen Verdächtigen identifizieren. Erst als ein 17-jähriges Mädchen ihrem brutalen Kidnapper entkommt, kann sie entscheidende Hinweise auf den Serienkiller liefern.
Ein Amateur-Fußball-Team aus 12 Nationen kämpft beim Blau-Weiß Grana mitten in Ostdeutschland gegen Rassismus, für Integration und um den Aufstieg. Ohne Geflüchtete gäbe es den Verein längst nicht mehr.
Nachdem sie sich um Erics Chaos kümmerte, beschließt Sierra, das Haus aufzuräumen. Khaotic erzählt Erica Mena von Scrappys möglichem Baby. Die Mädchen grenzen Karlie auf Jasmines Geschlechtsenthüllungsparty aus. Meda wird zur Verantwortung gezogen.