Am 8. März 2014 verschwindet der Flug MH370 der Malaysia Airlines von Kuala Lumpur nach Peking spurlos vom Radar. An Bord befinden sich 239 Menschen. Nach dem Abbruch der Funkverbindung fliegt die Maschine stundenlang weiter. Die Ungewissheit, ob die Passagiere noch am Leben sind, ist für die Angehörigen schwer zu ertragen. Ermittelnde rätseln, warum ein Flugzeug ohne Notruf des Piloten oder der Crew verschwinden kann. Theorien über den Absturz oder eine mögliche Entführung grassieren. Von dem Flugzeug ist jedoch nichts zu finden.
Diese "Land der Berge" -Neuproduktion von Stefan Sternad zeigt eindrucksvoll, wie zwei kleine, in den Salzburger Alpen gelegene Gemeinden, ihre Identität zwischen Tradition, Naturverbundenheit und sanftem Tourismus bewahren.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die ihre Heimat nicht nur lieben, sondern aktiv gestalten - wie zum Beispiel der Bäckermeister Josef Hohenwarter. Seine Erzählung verbindet Handwerk, Dorfinfrastruktur und das Wiederkommen junger Menschen, wie Lisa Lohfeyer, die zwischen Gasthof, Bergwelt und Hundetraining ein Leben voller Bodenständigkeit führt.
In Hüttschlag wird sichtbar, welche Bedeutung engagierte Menschen für die Entwicklung eines Bergsteigerdorfes haben. Die Landärztin Julia Gerzer spricht über den besonderen Charakter des Lebens am Talende: "Die Leute sind füreinander da, es gibt viel Empathie." Dies zeigt sich auch an der Hüttenwirtin Anni Toferer-Lederer, die dem Dorf und seinen Gästen seit Jahrzehnten ein Zuhause bietet.
Der Wiener Gemeindebau ist nicht nur Heimat für rund eine halbe Million Menschen, sondern auch ein Spiegel der Wiener Gesellschaft. "Mein Gemeindebau" zeigt die Menschen, die ihn mit Leben füllen und wirft einen Blick in die ganz privaten kleinen Welten.
Aggression und Ärger nehmen zu: Laut Umfragen erleben 84 Prozent mehr Verrohung und eskalierende Konflikte im Alltag - ob im Straßenverkehr oder online. Werden wir zur Wutgesellschaft?
Wut kennt jeder. Sie spaltet, treibt an und verbindet. Sie wirkt zerstörerisch, aber auch konstruktiv: Wut mobilisiert, macht Missstände sichtbar und verändert unser Zusammenleben stärker, als vielen bewusst ist. Doch was passiert, wenn Wut zur Norm wird?
Wut äußert sich nicht nur öffentlich - etwa in sozialen Medien, auf Demonstrationen oder im Straßenverkehr: Auch im Körper löst sie Stressreaktionen aus, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können. Forschungen aus Psychologie, Neurobiologie und Soziologie zeigen, warum Menschen unterschiedlich auf Ärger reagieren, welche Rolle Neurotransmitter und Hirnareale spielen und wie Kinder erst lernen müssen, Impulse zu kontrollieren.
Die "NANO Doku" untersucht Ursachen und Mechanismen hinter der steigenden Gereiztheit. Sie begleitet die Polizei im Einsatz, eine Schulklasse bei einem Projekt zur Impulskontrolle und testet, wie wir effektiv Wut abbauen können. Sie zeigt Betroffene, die mit ihrer eigenen Aggression kämpfen, und Menschen, die Wege gefunden haben, sie in etwas Positives zu verwandeln. Und sie zeigt, wie aus einem explosiven Gefühl ein Werkzeug werden kann - für Veränderung, Widerstand und ein besseres Miteinander.
Um 20.15 Uhr beleuchtet die NANO Doku relevante wissenschaftliche Themen, die uns bewegen; um 21.00 Uhr diskutieren die Moderatorinnen Alena Buyx und Stephanie Rohde im Wechsel im "NANO Talk" mit ihren Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über das Thema.
Die Schlangen Afrikas haben sich in erstaunlicher Weise angepasst, um jeden Winkel eines der wildesten Kontinente der Erde zu beherrschen. Nur so konnten sie sich in den unzähligen, vielfältigen Lebensräumen dieses riesigen und artenreichen Kontinents behaupten. Präsentiert die Schwarze Mamba die tintenschwarze Innenseite ihres Mauls, ist das ein Signal, besser zurückzuweichen. Der Felsenpython ist die größte Schlange des Kontinents. Mit bis zu 90 Kilogramm Gewicht hat sie einen enormen Appetit. Die gemusterten Schuppen der Gabunviper bieten im Wald eine hervorragende Tarnung.
Die australischen Schlangen haben sich im Laufe von Millionen von Jahren auf erstaunliche Weise an ihren Lebensraum angepasst. Auf einem der Kontinente mit den härtesten und extremsten Lebensbedingungen der Erde, in allen Ökosystemen, sind sie erfolgreiche Räuber und Überlebenskünstler. Der Inland-Taipan gilt als giftigste Schlange der Welt. Mit einem einzigen Biss kann er seine Beute in wenigen Sekunden lähmen - und töten. Im Gegensatz zu Australiens Wüstenschlangen sind Pythons ungiftig. Sie erwürgen ihre Mahlzeit.
Der Roadtrip beginnt im uralten Daintree Rainforest in Queensland. Tief im Regenwald verbringen die Köche eine geheimnisvolle Nacht, begleitet von exotischen Geräuschen und seltenen Tieren wie dem Kasuar. Begrüßt von den First Nations tauchen sie in eine jahrtausendealte Esskultur ein. Anschließend unterstützen sie Meeresbiologen am Great Barrier Reef und helfen aktiv bei der Wiederansiedlung bedrohter Korallen.
Ausmisten auf dem Kiez: Domina Manuela und Prostituierte Kitty verkaufen auf dem Flohmarkt
7. Staffel
3. Folge
D 2026
91'
Manuela nutzt ihren anstehenden Umzug, um mit Kollegin Kitty auf einem Kiez-Flohmarkt Geld zu verdienen. Auch Jana plagen Geldsorgen: Sie kehrt mittellos nach Hamburg zurück und plant mit Kiez-Urgestein Schnecke eine neue Geschäftsidee.
Auf Gut Herrenhöhe ist Herzklopfen angesagt: Doggenbaby Emmy kann nicht alleine bleiben - da hilft nur eine ungewöhnliche Dufttherapie. Für einen Alpaka-Einsatz braucht der Doc Unterstützung und spannt daher trickreich seinen Lebensgefährten Klaus ein, der wenig begeistert zu sein scheint. Emotional wird es außerdem beim jungen Straßenhund Matti, der nach einem schweren Autounfall tapfer um seine Sehkraft kämpft.
Bei einem missglückten Raubüberfall in einer Tankstelle wurde ein Mann erschossen. Trotz der Überwachungskameras gab es zunächst keine brauchbaren Hinweise auf den Täter. Erst nach Monaten kamen die Ermittlungen so weit voran, dass der Kreis der Verdächtigen auf zwei junge Männer reduziert werden konnte. Es gab allerdings nach dem bisherigen Erkenntnisstand nur einen Täter. Das wird vor Gericht zum Problem.
Josh Gates spielt Jessica Chobot und Phil Torres zu Beginn dieser Folge eine Tonaufnahme vor. Die Furcht einflößenden Laute, die darauf zu hören sind, stammen angeblich von einer monströsen Kreatur, die im Ozark-Plateau ihr Unwesen treibt. Der Pionier und Forschungsreisende Daniel Boone beschrieb das mysteriöse Wesen als dunkelfarbig mit Hörnern auf dem Schädel. Aber seine Schilderungen passen zu keiner bekannten Spezies. Ebenso wenig wie die Berichte von anderen Augenzeugen. Bis heute ist völlig unklar, welche Art von Raubtier durch das Hochland streift.
Wasser ist preisgünstig, nicht giftig und meistens ausreichend vorhanden. Aber in manchen Fällen müssen die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung auch andere Löschmittel einsetzen. So wie in Chemnitz zum Beispiel, dort stehen mitten in einem Wohngebiet mehrere Kraftfahrzeuge in Flammen. In Lünen ist die Lage ebenfalls bedrohlich. Dort quillt dichter, schwarzer Rauch aus den Fenstern eines Mehrfamilienhauses. In dieser Folge von "112" eilen die Notfallhelfer:innen zudem einem Jungen zu Hilfe, der seine Kletterkünste überschätzt hat.
Dezember 2020. 50 Jahre nach den Verbrechen des Zodiac-Killers knackt ein IT-Experte eine der chiffrierten Botschaften des Mörders. Ist einer der größten Cold Cases der USA nun gelöst? Diese Nachricht sorgt weltweit für Aufsehen - auch jenseits des Atlantiks, wo sich Fayçal Ziraoui, Absolvent einer Eliteuni, während der COVID-Pandemie im Lockdown langweilt. Als er erfährt, dass noch zwei weitere Codes zu knacken sind, ist sein Ehrgeiz geweckt. Der mathematikbegeisterte Franzose taucht ein in die Geschichte und die Abgründe eines der bekanntesten Kriminalfälle der USA. Dazu schließt er sich der riesigen Online-Community der "Sleuths" an, in der sich unzählige Amateurermittler einen regelrechten Wettlauf um die Aufklärung der Identität des Zodiac-Killers liefern. Jener Mann, der Ende der 1960er-Jahre die Bevölkerung San Franciscos in Angst und Schrecken versetzte, bis er eines Tages spurlos verschwand. Er soll für fünf Tote, zwei Schwerverletzte und unter anderem Bombendrohungen gegen Schulkinder verantwortlich sein. Dazu führte er ein makabres Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und der Presse, die er mit zahlreichen Briefen und chiffrierten Texten bombardierte. Als Fayçal Ziraoui erfährt, dass auch das FBI noch immer in dem Fall ermittelt, versucht er auf eigene Faust, die letzten Codes zu entschlüsseln - einer davon soll den Namen des Verbrechers enthalten. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
Die Entschlüsselung der Codes des Zodiac-Killers ist für Fayçal Ziraoui anfangs nur ein spannendes Puzzle. Doch der ungelöste Fall des Serienkillers zieht ihn immer mehr in den Bann. Er setzt alles daran, eine lange, noch nicht entschlüsselte Botschaft zu entziffern. Und er kommt zu dem Ergebnis, dass die Nachricht des Serienmörders Koordinaten beinhaltet. Ein schrecklicher Verdacht kommt auf: Führt der Text zu einer bislang unentdeckten Bombe? Ein Blick zurück: 1970 droht der Zodiac-Killer mit einem Bombenanschlag auf einen Schulbus. Dazu kommt es zwar nicht, aber laut Fayçal Ziraoui verweisen die Koordinaten auf eine Stelle in der Nähe einer Schule am Lake Tahoe. An jenem See ist 1970 die Krankenschwester Donna Lass spurlos verschwunden. Dazu wird der Name des Sees auf einer Postkarte des Zodiac-Killers erwähnt. Nach der Entzifferung des ersten Geheimtextes macht sich Fayçal Ziraoui an die Lösung des letzten Codes. Der sogenannte Code "Z 13" besteht aus nur 13 Symbolen und könnte die Identität des Mörders aufdecken - der Heilige Gral der Zodiac-Suche. Und tatsächlich stößt Fayçal Ziraoui auf einen Namen. Er ist von seinem Ergebnis überzeugt, doch als er es im Internet mit der Community der Zodiac-Jäger teilt, schlagen ihm Skepsis und Ablehnung entgegen. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
Sattgrüne Berge, endlose Strände, lebhafte Städte - die kapverdischen Inseln sind vielfältig und jede Insel ist ein eigener kleiner Kosmos. Die Filmemacher Nina Heins und Jonas Weinhold stürzen sich ins Abenteuer Inselhopping.
Was treibt die beiden Männer an der Weltspitze an? Die ARD-Story "Putin und Trump: Ziemlich beste Feinde?" ist eine hintergründige, multiperspektivische und genaue Beobachtung der beiden Supermacht-Männer Putin und Trump, die die seit 1945 bestehende Weltordnung zurzeit ins Wanken bringen.
Inmitten der ägyptischen Sahara liegt Siwa - eine grüne Oase des Lebens, gespeist aus hunderten von Quellen. Über 200.000 Dattelpalmen wachsen aus dem Sand. Schon seit 13.000 Jahren leben hier Menschen. Uralte Tempelanlagen und die Ruinen der imposanten Shali-Festung sind Zeugen einer bedeutenden Geschichte. Eine florierende Oasenstadt, der lebensfeindlichen, heißen Wüste zum Trotz. Siwa ist voller Kontraste - zwischen Wasserüberfluss und Trockenheit, uralter Kultur und moderner Lebenswelt blüht ein einzigartiges Ökosystem in der extremen Abgeschiedenheit des Großen Sandmeeres.
Notfallmedizin am Limit: Was tun, wenn jede Sekunde zählt? - Folge 2
45'
Mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr, dazu im Schnitt 34.000 Patienten, die in rund 1500 Notaufnahmen täglich versorgt werden: immer öfter stößt das Rettungssystem an seine Grenzen. Die Folgen bekommen alle zu spüren: Rettungspersonal im Dauerstress, lange Wartezeiten in Kliniken ... und für Patienten ein höheres Risiko, dass Notfälle übersehen oder nicht rechtzeitig behandelt werden können.
Das musste auch Ulf erleben: Mehrere Stunden verbrachte er wartend in der Notaufnahme. Bis er untersucht wurde, hatte sich sein Zustand derart verschlechtert, dass er in eine andere Klinik gebracht werden musste.
Oft kommt es oft auf jede Sekunde an - so wie bei Tobias: Der junge Mann hatte einen plötzlichen Herzstillstand. Dass der Familienvater heute noch lebt, verdankt er dem beherzten Einsatz seiner Familie und freiwilligen Ersthelfern, die über eine App über den Notfall informiert wurden. Das Problem: Solche sogenannten First-Responder-Apps werden längst nicht verpflichtend flächendeckend genutzt. Wie kann das sein? Ist beim plötzlichen Herzstillstand die Überlebenschance eine Frage des Wohnorts?
Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser begleitet Teams von Rettungswagen und Notaufnahme, erlebt so hautnah, mit welchen Schwierigkeiten Retter und Betroffene tagtäglich zu kämpfen haben. Ob in Leitstellen, wo Notrufe auflaufen, beim Einsatz einer Telerettungsärztin oder im Ersthilfe-Check: Dr. Esser zeigt auf, wo im wahrsten Sinne überlebenswichtige Chancen nicht genutzt werden - und hakt bei denen nach, die das ändern könnten. Wo muss sich was im Rettungs-System ändern? Und was kann jeder Einzelne im Notfall tun, um die Überlebenschance von Betroffenen deutlich zu erhöhen?
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Shires ist ein packender Bike-Film, der über zwei Jahre gedreht wurde. Er fängt die Essenz des Bikens in Großbritannien ein - mit Top-Athleten, epischen Trails, rauer Natur und unberechenbarem Wetter.
Im Sommer 1943 startete Hitler einen großangelegten Panzerangriff auf die sowjetischen Streitkräfte. Es sollte das letzte Mal sein, dass seine Truppen im Osten in die Offensive gehen. Die Landung der Alliierten im Juni 1944 veranlasste eine Gruppe deutscher Generäle zu einem Attentat auf Hitler, dem dieser jedoch entkamt. Monat für Monat zog sich die Schlinge jedoch unaufhaltsam zu. In die Enge getrieben, verkroch sich Hitler in seinem Bunker.
Einen sehr ungewöhnlichen Fall gab es in Birmingham, Alabama. Die drei Opfer, eine Frau sowie deren Sohn und Nichte, wurden in der eigenen Wohnung attackiert. Der Täter stach zuerst alle drei mit einem Messer nieder und zündete dann die Wohnung an. Die Polizei ermittelte einen Verwandten der Opfer als Täter. Der Mann kam vor Gericht, hatte aber einen cleveren Verteidiger, die mit einer nicht alltäglichen Strategie daherkam.
Porträt des Windkraft-Pioniers Matthias Willenbacher aus Gerbach in Rheinland-Pfalz. 1996 gründete er die Firma Juwi in Wörrstadt, 2014 verliert er die Mehrheit im Unternehmen und scheidet 2015 aus. 2016 wird er in Thüringen von einem Korruptionsverdacht freigesprochen. Inzwischen hat er mehrere neue Firmen im Bereich Nachhaltigkeit gegründet.
Dichte Regenwälder, zerklüftete Bergmassive und der größte Wüstensee der Erde. Der Norden Kenias überrascht mit einer spektakulär vielfältigen Landschaft und faszinierenden Kontrasten. Tief im Westen des Landes liegt der Wald Kakamega, Kenias letzter Regenwald. Er ist ein wichtiges Ökosystem für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, darunter 380 Baumarten, 330 Vogelarten und sieben Primatenarten. Es sind Ranger wie Abraham Imbai, die sich um den Erhalt dieser empfindlichen Umgebung kümmern. Was er über die Geheimnisse des Waldes weiß, hat er von seinem Vater gelernt und der wiederum von seinen Vorfahren. In der Provinzhauptstadt stellt ein Projekt spezielle Öfen her, die nur halb so viel Feuerholz verbrauchen wie die üblichen Feuerstellen. Dadurch helfen sie, die illegale Abholzung zu senken und den empfindlichen Regenwald zu schützen.
Der Turkanasee ist das größte Binnengewässer Kenias. Wasservögel und Nilkrokodile bevölkern das Ufer. Rundherum: eine Wüste aus Vulkangestein. Am Südostufer lebt eine der kleinsten Volksgruppen Kenias: die El Molo. Zwischen 300 und 1.100 Angehörige hat die Gruppe heutzutage, genauer lässt sich die Zahl nicht schätzen. Raphael Lenapir ist der Dorfälteste hier. Als er ein junger Mann war, hat sein Stamm noch Nilpferde und Krokodile gejagt. Heute ist das verboten wegen des Artenschutzes.
25 Kilometer Luftlinie vom Seeufer entfernt erhebt sich Mount Kulal. Der erloschene Vulkan ist Biosphärenreservat und mit knapp 2.300 Metern der höchste Berg am Turkanasee. Bergführer Shukri Lasapicho begleitet regelmäßig Touristen und Wissenschaftler*innen auf den Gipfel, ist aber auch Mitglied der Community Forest Associations, die sich für den Erhalt von Flora und Fauna auf Mount Kulal einsetzt.
Die Westseite des Turkanasees, der in der Kolonialzeit Rudolfsee genannt wurde, ist international als "Wiege der Menschheit" bekannt. Die ältesten menschlichen Fossilien der Welt wurden hier gefunden. In der Nähe der Stadt Lodwar befindet sich eine der berühmtesten Forschungseinrichtungen in diesem Bereich: das Turkana Basin Institute, gegründet von den Leakeys, einer britisch-kenianischen Familie aus berühmten Archäologen und Paläoanthropologen.
Weiter südlich des Turkanasees liegt das Samburu Nationalreservat, ein 165 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet. Inmitten des Namunyak Naturschutzgebiets haben Elefantenwaisen ein Zuhause gefunden: im Reteti Elephant Sanctuary. Die einzige Auffangstation in Afrika, die ausschließlich von der lokalen Community betrieben wird. Naomi Leshongoro ist eine der erfahrensten Pflegerinnen in der Auffangstation. Die zweifache Mutter hat durch ihre Arbeit hier das eine oder andere "Kind" dazubekommen.
Ganz in der Nähe des Ortes Archers Post haben sich junge Samburu-Frauen zusammengeschlossen, um als Dorfgemeinschaft ohne Männer ihren Alltag zu bestreiten. Rund 30 Frauen leben hier zusammen, alle sind sehr jung Mutter geworden, viele haben in der Ehe Gewalt erfahren. Die 23-jährige Lucy ist die Vorsteherin der Dorfgemeinschaft. Gemeinsam wollen sie ihre Zukunft und die ihrer Kinder aktiv gestalten.
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
- Wenn Angehörige selbst nach der Wahrheit suchen müssen
Was passiert eigentlich, wenn die Justiz einen Fall als gelöst sieht aber noch viele Fragen offen sind. Am Schauplatz begleitet einen Sohn dessen Mutter spurlos verschwunden ist und eine Mutter, deren Tochter ermordet wurde. Sie fühlen sich allein gelassen, von der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Justiz.
Im November 1991 verschwindet in Florida die 21-jährige College-Studentin Amy Blount nach einer Partynacht mit ihren Freunden. Da die Polizei keinerlei Anhaltspunkte für ein Verbrechen hat, geht sie dem Fall zunächst nicht weiter nach. Amys beste Freundinnen starten eine dreitägige Suchaktion, doch jede Mühe bleibt unbelohnt. Erst nach drei langen Wochen gibt es einen wichtigen Hinweis und ein angeblicher Zeuge wird zum Hauptverdächtigen in dem Fall.
Nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im besetzten Polen näherte sich die rote Armee im Frühjahr 1945 unaufhaltsam der deutschen Hauptstadt Berlin. Der enge Kreis um den im Führerbunker verschanzten Adolf Hitler weigerte sich jedoch, der Realität ins Auge zu blicken. Bis zuletzt glaubte Hitler, das Kriegsglück noch wenden zu können, und opferte sein Land seinen Wahnvorstellungen. Am 30. April 1945 setzte er seinem Leben ein Ende.
Diese "Land der Berge"-Neuproduktion besucht die beiden Tiroler Bergsteigerdörfer Vent im Ötztal und Ginzling im Zillertal, die eine tiefe historische und kulturelle Verbindung zum Bergsteigen und Alpentourismus haben.
Vent im Ötztal gilt als Ur-Bergsteigerdorf und ist eng mit dem Namen des Pioniers des Alpentourismus, Pfarrer Franz Senn, verbunden. Er erkannte schon in den 1860er-Jahren, dass die armen Bergbauern in dieser Region Bergtouristen benötigen, um ihr Einkommen zu verbessern. Dazu brauchte es Wege und gesicherte Steige. Zahlreiche Protagonisten aus Vent, darunter Nachfahren von Pionieren wie die Familie Klotz und der Hotelier Gerhard Moser, setzen sich dafür ein, die Tradition des Bergsteigerdorfes zu bewahren, die Natur zu schützen und nachhaltigen Tourismus zu fördern.
Ginzling im Zillertal ist ebenfalls ein historisches Bergsteigerdorf und dient als Schauplatz für die Gründung des Projekts "Bergsteigerdörfer". Die Einheimischen beschreiben es als abgeschiedenes Paradies, ideal für Familien und Bergsteiger. Bewohner wie der ehemalige Berufsjäger Franz Wechselberger und die Köchin Franziska Moser erzählen von ihrem Leben in Ginzling und was sie an ihrer Heimat schätzen. Der Gemeinschaftssinn und die tiefe Verbindung zur Natur stehen hier im Mittelpunkt.
Diese Produktion zeigt, wie in Vent im Ötztal und Ginzling im Zillertal, Alpentourismus und Nachhaltigkeit zusammenwirken und warum sie auch heute noch faszinieren.
Die Kleintiersprechstunde auf Gut Herrenhöhe hält Dr. Dreesen und sein Team auf Trab: Ein Hund, der alles frisst - nur kein Hundefutter - und ein krankes Kaninchen fordern volle Aufmerksamkeit. Doch damit nicht genug: Tierschützerin Kerstin Kuhlow bringt zwei Streuner plus Nachwuchs aus Duisburg-Marxloh mit.
Jessica Chobot und Phil Torres haben in dieser Folge Bärenspray im Gepäck, um in Alaska hungrige Raubtiere abzuwehren. Die beiden Forscher:innen gehen in der abgeschiedenen Wildnis des nördlichsten US-Bundesstaates Berichten über ein Ungeheuer auf den Grund. Das Monster lauert angeblich im bis zu 300 Meter tiefen Iliamna-See auf Beute. In den Legenden der Ureinwohner ist von einem zehn Meter langen Wesen mit einem wolfsartigen Kopf und rasiermesserscharfen Zähnen die Rede. Und ein Buschpilot behauptet, er hätte die Kreatur mit seinen eigenen Augen gesehen.
Tamara dreht mit dem Fahrschulauto weiterhin waghalsig ihre Runden. Gut, dass der Lehrer dabei so entspannt bleibt. Christine, Norbert und Susi sind unterdessen auf dem Meidlinger Markt und suchen nach verborgenen Schätzen. Das Dreiergespann Michi, Hansi und Alex zeigt sich mal wieder von seiner hilfsbereiten Seite. Eine Dame mit Liebeskummer hat sich auf die Initiative "Hansi hilft" gemeldet.
Fayçal Ziraoui ist überzeugt, den Zodiac-Killer enttarnt zu haben. Der Serienmörder versetzte San Francisco zwischen Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er in Angst und Schrecken. Der Absolvent der Pariser Eliteuni glaubt, zwei entscheidende Codes sowie eine Postkarte des Killers geknackt zu haben. Um Beweise vor Ort zu finden, begibt er sich auf Spurensuche in die kalifornische Sierra Nevada zu einem Ort, der sich "Loch zur Hölle" nennt. Fayçal Ziraoui will den Hinterbliebenen der Opfer des Zodiac-Killers unbedingt Antworten zu ihren immer noch offenen Fragen geben. Dafür schreckt er selbst vor der gefährlichen Wildnis nicht zurück. Rund um die Berge "Round Top" und "Little Round Top" schlägt er sich durch die wilde Landschaft und muss sich mit wilden Tieren wie Schwarzbären und Klapperschlangen auseinandersetzen. Auf Satellitenbildern meint er, auf der Spitze eines der Berge das unvergleichliche Zeichen des Zodiac-Killers gesehen zu haben. Wird es ihm gelingen, ein vor 50 Jahren verschwundenes Mädchen dort zu finden? Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
Bevor der Flug MH370 vom Radar verschwindet, hat die Maschine noch mehrere Wendemanöver durchgeführt. Die Ermittelnden nehmen daher den Flugkapitän ins Visier. Tatsächlich stellen sie fest, dass er in einem eigenen Flugsimulator eine ähnliche Route geübt hat. Zwei Wochen nach dem Vorfall veröffentlicht die Malaysia Airlines die Erklärung, dass MH370 westlich von Australien abgestürzt ist. Die Suche bleibt jedoch erfolglos, bis im Jahr 2015 in La Réunion das erste Wrackteil gefunden wird.
BMX-Profi Courage Adams reist in seine Heimat Lagos, um dort den ersten Skatepark Nigerias mitzugestalten - ein Meilenstein für die lokale Szene und ein Impuls für die nächste Generation von Ridern.
Isabel gibt Einblicke in die psychologischen Spannungen und Konflikte, die sich im Bunker abspielten. Gleichzeitig beschreiben Martins Kollegen und Freunde das Doppelleben, das er über mehrere Jahre hinweg führte. Diese Erzählungen offenbaren die komplexen und verborgenen Aspekte von Martins Leben, die für sein Umfeld überraschend waren.
Endlich Offshore - Nicoles erster Einsatz im Windpark
D 2024
28'
Endlich offshore: Nicole Betke, 27 Jahre jung, hat ihren ersten Einsatz auf einem Windrad im Meer, ihr langersehnter Wunsch. Offshore, das ist eine abgeschlossene Welt, die nur speziell geschulte Menschen betreten dürfen, denn die Arbeit auf hoher See ist gefährlich. Weit weg von der Zivilisation, arbeiten in extremer Höhe bei jeder Witterung, Transfer per schwankendem Schiff und das ständige Klettern mit Rettungsweste plus schwerer Sicherheitsausrüstung.
In New Port Richey in Florida verschwinden an einem Tag zwei Immobilienmakler. Die Polizei geht nicht davon aus, dass es sich um einen Zufall handelt und beginnt, nach den beiden vermissten Männern zu suchen. Erst nach drei Wochen intensiver Ermittlungsarbeit gibt es einen vielversprechenden Hinweis. Eine Frau namens Rose behauptet, ihr Freund Anthony Colandro habe in einem Möbelgeschäft einen Auftragsmord begangen. Sagt sie die Wahrheit?
In der kalifornischen Sierra Nevada findet Fayçal Ziraoui eine Steinformation, die wie ein Fadenkreuz aussieht - das Zeichen des Zodiac-Killers. Er vermutet dort das Grab von Donna Lass. Die junge Frau war 1970 verschwunden und gilt als mutmaßliches Opfer des Zodiac-Killers. Doch zu Ziraouis Enttäuschung nimmt die kalifornische Polizei keine neuen Ermittlungen auf. Und nicht nur das: Nun gerät Ziraoui selbst unter Verdacht. Die Amateurermittlerszene reagiert gereizt auf seine Enthüllungen. Während Ziraoui von seiner Deutung der verschlüsselten Botschaften überzeugt ist, bemühen sich führende Zodiac-Amateurermittler, seine Darstellung zu entkräften. Allerdings haben sie selbst viel zu verlieren, sollte er recht haben. Denn die Szene rund um den Zodiac-Killer ist längst zu einem einträglichen Geschäft geworden. Doch Ziraouis Vermutungen bestätigen sich: Monate nach dessen Besuch bei der Polizei stellt sich anhand einer DNA-Analyse heraus, dass ein 1986 in der Sierra Nevada gefundener Schädel tatsächlich der von Donna Lass ist. Fayçal Ziraoui versucht, eines der größten Rätsel der Kriminalgeschichte zu lösen: Wer ist der mysteriöse Zodiac-Killer, der Amerika Ende der 1960er-Jahre in Angst und Schrecken versetzte?
In der Nähe des Loch Lomond ist ein historischer Bau kurz vor dem Einsturz: Buchanan Castle. Was diese Burg so besonders macht, ist, wie sie im Laufe der Jahre mit der Natur verschmolzen ist. Während des Zweiten Weltkriegs diente es als Militärkrankenhaus, das Gebäude ist jedoch noch sehr viel älter. Unweit der Küste des Toten Meeres liegt ein touristischer Ort, der durch das Sinken des Meeresspiegels in einem Krater von der Erde verschluckt wurde.
Zeit eines ganzen Lebens machte Adolf Hitler stets einen vor Kraft strotzenden Eindruck. Doch das war anscheinend nur reine Fassade. Aufzeichnungen zeigen einen der grausamsten und mächtigsten Diktatoren als einen gebrochenen Mann. Hitler war angeblich abhängig von Drogen und Medikamenten, süchtig nach Morphium. Die Dokumentation untersucht alte Röntgenaufnahmen und sichtet Hitlers Krankenakte.
Vier Menschen, vier psychische Belastungen: In der zweiteiligen Anima-Doku erzählen Anna, Zoë, Nicholas und Anne in sehr persönlichen Statements, wie es sich anfühlt, mit einer Depression, einer Angst-, einer Essstörung oder mit Borderline leben zu müssen und im Alltag scheinbar zu funktionieren. Illustriert werden die intensiven Schilderungen mit Animationen des Leipziger Comiczeichners Schwarwel.
Im zweiten Teil gewährt Nicholas Müller Einblicke in seine körperliche Angst, die ihn mit Symptomen wie Schwindel, Herzrasen und Schmerzen konfrontiert. Anne Martin erzählt davon, wie die Diagnose Borderline schon früh in ihrem Leben angedeutet, aber erst später konkret festgestellt wurde. Offen spricht sie über ihre Erfahrungen mit selbstverletzendem Verhalten und den Schwierigkeiten, dieses zu kontrollieren, besonders in Stressmomenten.
Der damalige Generalintendant des ORFs, Thaddäus Podgorski, bezeichnete es lediglich als "Störung der festlichen Stimmung" - für die Wiener Polizei und einige Gäste des Opernballs 1989 hingegen entpuppte sich der Abend als wahrgewordener Alptraum: Über 1.000 Demonstranten bahnten sich ihren Weg zur Oper, um dort gegen den Kapitalismus zu rebellieren. Sicherheitsbeamte und Ballgäste wurden mit Farbe und Molotowcocktails beworfen, Raketen und Knallkörper begleiteten den Mob.
Ihre Tage verbringt die vierfache Mutter Kathrin oft in der Gegend des Neumarkts, einem Drogen-Hotspot der Stadt. Meist kann sie sich hier nicht lange aufhalten, Mitarbeiter des Ordnungsamtes vertreiben sie in regelmäßigen Abständen.
Neue Frisur, neue Frau, neue Identität - Jan Marsalek, einer der meistgesuchten Wirtschaftsverbrecher Europas, lebt unbehelligt in Moskau. Warum arbeitet er für den russischen Geheimdienst?
In Ontario eskaliert eine Situation an einer Tankstelle zu einer Messerstecherei. Der deutsche Sergeant Harry und sein Team ermitteln vor Ort, während sie versuchen, das aufgebrachte Opfer zu beruhigen. Parallel dazu wird Streifenpolizistin Heidi zu einem scheinbar harmlosen Einsatz am Baumarkt-Parkplatz in Englewood gerufen. Was zunächst wie ein Fall von Drogenkonsum bei einem Obdachlosen aussieht, entpuppt sich schließlich als weit ernstere Angelegenheit.
Knapp drei Jahre nach dem Verschwinden von MH370 wird die Suche Anfang 2017 ergebnislos eingestellt. Ein Jahr später legen die Ermittelnden ihren mit Spannung erwarteten Abschlussbericht vor. Die Angehörigen sind enttäuscht. Es gibt keine neuen Erkenntnisse. Die Wrackteile, die an der Ostküste Afrikas, Mauritius und Madagaskar angeschwemmt wurden, belegen bloß, dass das Flugzeug im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist. Die Ursache bleibt weiterhin ungeklärt.
Ein hartnäckiger Journalist ist fest entschlossen, die schockierende Wahrheit über die christliche Gemeinschaft Gloriavale ans Licht zu bringen. Dabei stellt sich die Frage, ob der charismatische Führer der Gemeinschaft zu mächtig ist, um von den Gesetzen des Landes zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Mit Marcia von Rebay, Janina Dietz, Kerstin Dietrich, Andreas Borcherding, Jochen Paletschek, Sebastian Griegel, Stephanie Kellner, Florian Odendahl, Verena Rendtorff
938 Frauen wurden 2023 Opfer von vollendeten oder versuchten Tötungsdelikten. Meistens sind Männer die Täter. Und sehr oft verbindet Täter und Opfer eine persönliche Geschichte. Patriarchale Strukturen, übersteigertes Besitzdenken, die sogenannte Familienehre - fast immer spielt einer dieser Gründe eine Rolle, wenn Frauen von ihnen nahestehenden Menschen angegriffen werden. Die Männer fühlen sich im Moment der Tat im Recht. In München wurde eine Frau vier Jahre lang von ihrem Ex-Freund und späteren Mörder verfolgt, bedrängt und bedroht. Mehrfach erstattete sie Anzeige, verteilte sogar Zettel mit Hilferufen in ihrem Umfeld. Doch im August 2016 starb die 45-Jährige durch zahlreiche Messerstiche im Treppenaufgang ihres Wohnhauses. Carina überlebte die Trennung von ihrem deutlich älteren Freund nur wenige Tage. Mit 15 lernte sie ihn kennen; ein Jahr lang war das Paar glücklich. "Dann wurde er immer eifersüchtiger und kontrollbesessen. Die Trennung fiel Carina nicht leicht, aber danach fühlte sie sich befreit.", erzählt Carinas beste Freundin. Mit einem Trick lockte der Ex-Freund Carina in den Wald, erdrosselte sie und versuchte, ihre Leiche zu verbrennen. Saadiya wurde Opfer eines sogenannten Ehrenmordes. Die junge Mutter wurde von ihrem Ehemann verdächtigt, eine Affäre zu haben. Er tötete nicht nur den vermeintlichen Nebenbuhler, sondern verletzte auch seine Frau mit zahlreichen Messerstichen so schwer, dass sie starb. Die damals achtjährige Tochter musste die Tat mit ansehen. Später stellte sich heraus, dass Saadiya ihre angebliche Affäre nur flüchtig kannte. Der Täter sowie vier seiner Brüder und Cousins wurden verurteilt, teils zu lebenslanger Haft. So wie diese drei sind allein im Jahr 2023 360 Frauen in Deutschland Opfer eines Femizids geworden. Das heißt, fast jeden Tag des Jahres kam es zur gezielten Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts und patriarchaler Denkmuster der Täter, und das in jeder Alters- und Gesellschaftsschicht. "Was die Täter eint, ist ihre Erfahrung, dass Gewalt als probates Mittel zur Konfliktlösung taugt. Was sie selber als Kind erfahren haben, leben sie als Erwachsene aus.", so Prof. Dr. Deborah Felicitas Hellmann, Professorin für Psychologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen.
Jaymes Todd hegt schon lange sadistische Fantasien, die er mit Vergewaltigungspornos füttert. Eines Nachts setzt er diese Fantasien in die Tat um und vergeht sich an einer jungen Frau. Rachel Pfitzner hat eine andere Motivation zu töten: Da ihr zweieinhalbjähriger Sohn sie an ihren verhassten Ex-Freund erinnert, lässt sie ihre Wut an ihm aus und schüttelt das Kleinkind schließlich zu Tode.
Die neueste Generation Künstlicher Intelligenz dringt immer tiefer in unsere Lebensbereiche vor, sogar in die psychische Gesundheit. Die ARD-WISSEN-Dokumentation begleitet den psychologischen Psychotherapeuten Umut Özdemir bei einem Experiment: Können KI-Chatbots echte therapeutische Hilfe leisten? Drei Personen sprechen sowohl mit ihm als auch mit einer KI, ohne zu wissen, mit wem sie gerade kommunizieren. Werden sie die Antworten unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller?
Daniel und Lukas (22), ein Paar aus München und Hannover, nutzen ChatGPT bereits als eine Art Paartherapeut. Besonders als Lukas für drei Monate nach Chile geht, suchen sie bei der KI Unterstützung. Kann diese ungewöhnliche Form der Paartherapie bei ihrer Fernbeziehung helfen?
Auch Ilayda (25), Studentin und Content Creatorin, setzt auf KI. Sie kämpft seit Jahren mit Angststörungen und Panikattacken. Neben ihrer regulären Therapie schreibt sie impulsiv mit ChatGPT - oft in Momenten akuter Hypochondrie. Für sie ist die KI ein Ventil, wenn sie ihre Freund:innen nicht belasten möchte. Ihre offenen Berichte auf TikTok stoßen auf große Resonanz.
Doch es gibt Schattenseiten: Ben (26), Psychologiestudent aus Berlin, vertraute sich in einer Depression ChatGPT an, als er niemanden sonst hatte. Später, in einer manischen Phase, eskalierte die Beziehung zur KI. Der Bot bestärkte ihn in Wahnvorstellungen und isolierte ihn von seinem Umfeld. Am Ende musste Ben erneut in die Klinik. Seine Geschichte zeigt: KI kann Halt geben, aber auch das, was uns krank macht, verstärken.
Im März 2022 kamen Mila Teshaieva und Marcus Lenz in jenem Moment nach Butscha, als die russische Armee aus der Stadt zurückgedrängt wurde und die Überlebenden vorsichtig ihre Verstecke verließen. Ihre Kamera hat jenen "Nullpunkt" festgehalten, als die russischen Kriegsverbrechen in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar wurden. Seither begleiten sie eine Schülerin, einen Stadtbeamter, eine Hausfrau und ein frisch verheiratetes Paar. Taras, Olga, Maxim und Anya durchleben die schmerzhaften Erfahrungen des Krieges und dennoch zeigen sie Liebe, Hilfsbereitschaft, Solidarität und Unverwüstlichkeit und sind in der Lage, in den unerträglichsten Momenten Licht zu finden.
Teshaievas und Lenz' erster Film "Leben nach Butscha" wurde zu einer emotionalen Aufzeichnung des Lebens unmittelbar nach der Kriegskatastrophe. Im Dezember '22 kehrten die Filmemacher für über zwei Jahre mit ihrer Kamera in die Region Butscha zurück. Taras, Olga, Maxim und Anya bauten bereits ihre Stadt aus den Trümmern wieder auf. Doch wie lässt sich ein Leben wieder aufbauen, wenn die Traumata wachsen und der Krieg im eigenen Land weiter wütet?
Die radikalen Veränderungen einer durch den Krieg geprägten Gesellschaft dokumentierend, ist SPLITTER AUS LICHT - WEITERLEBEN NACH BUTSCHA eine sehr intime Langzeitbeobachtung im Mehrklang von Konflikten, Hoffnungen und kleinen Erfolgen auf einem schwierigen Weg. Ein Weg, der auch dann noch steinig ist, wenn die aktive Kampfphase zu Ende geht und die kriegsbedingten Spannungen innerhalb der eigenen Gesellschaft zur Herausforderung werden.
SPLITTER AUS LICHT - WEITERLEBEN NACH BUTSCHA ist ein zärtliches Zeitdokument, das von den universellen Langzeitfolgen des Krieges und der Suche nach Gerechtigkeit erzählt.
In der Nähe des Loch Lomond ist ein historischer Bau kurz vor dem Einsturz: Buchanan Castle. Was diese Burg so besonders macht, ist, wie sie im Laufe der Jahre mit der Natur verschmolzen ist. Während des Zweiten Weltkriegs diente es als Militärkrankenhaus, das Gebäude ist jedoch noch sehr viel älter. Unweit der Küste des Toten Meeres liegt ein touristischer Ort, der durch das Sinken des Meeresspiegels in einem Krater von der Erde verschluckt wurde.
Tausende Menschen in Deutschland beginnen jedes Jahr einen Rechtsstreit, weil sie einen medizinischen Behandlungsfehler erlitten haben - oder das vermuten.
Ihr Kampf um Entschädigung vor Gericht ist oft quälend, langwierig, teuer - und meist erfolgslos. Warum ist das so? Sind Gerichtsverfahren der beste Weg, wenn in der Medizin etwas schiefgegangen ist? Und wie gehen andere Länder damit um?
Als Joachim Greuner sich im Mai 2019 auf den Weg ins Krankenhaus machte, glaubte er, dass er gleich seinen neugeborenen Sohn auf dem Arm halten würde. Doch Maxim und seine Mutter Silja starben beide innerhalb der nächsten zehn Stunden. Woran - das erklärt Joachim Greuner nach seinen Angaben über Wochen niemand. Seitdem kämpft er gegen Ärzte, Klinik, Gutachter und die Justiz. Ein Kampf, den er nicht erwartet hat, obwohl er selbst Rechtsanwalt ist.
Hauke Bochem und Chantal Gerstenberger stecken seit über 13 Jahren in einem Gerichtsverfahren fest. Sie verklagen die Klinik, in der ihr inzwischen 14-jähriger Sohn Moritz geboren wurde. Er ist geistig und körperlich schwer behindert. Zwar hat ein Gericht längst festgestellt, dass bei seiner Behandlung nach der Geburt Fehler passiert sind, doch die Klinikversicherung will die Summen nicht zahlen, die das Gericht festgesetzt hat.
Die Dokumentation begleitet schwer geschädigte Patientinnen und Patienten und zeigt ihren zermürbenden und oft aussichtslosen Kampf vor Gericht. Gleichzeitig macht sie auf ein schwerwiegendes Problem aufmerksam: Die teuren Gerichtsprozesse tragen häufig nicht dazu bei, dass die Ursachen von Behandlungsfehlern abgestellt werden. So können weitere Patientinnen und Patienten zu Schaden kommen.
In Dänemark stellt der Film einen Lösungsansatz vor: Dort hat man schon vor 30 Jahren einen Weg gefunden, Betroffene schnell zu entschädigen und aus Fehlern zu lernen.