Der sogenannte "Marsch auf Rom" zwischen 27. und 31.Oktober 1922 bezeichnet die Phase der faschistischen Machtübernahme durch Benito Mussolini in Italien mitsamt folgender, radikal durchgeführter "Italienisierung" Südtirols. "Politischer Notstand" verkoppelt mit Konflikten zwischen deutsch-österreichischer und italienischer Identität kennzeichneten die 1920er und 1930er Jahre, dann die "Stahlpakt-Phase" zwischen Hitler und Mussolini mitsamt dem Zweiten Weltkrieg. Moderater dann nach 1945, jedoch zeitweise auch Gewalt besetzt, Stichwort: Bombenanschläge, die Jahrzehnte der Auseinandersetzung und Debatten um Selbstbestimmung und Autonomie. Stetig begleitet von lange gespannten, wenn nicht gestörten Verhältnissen zwischen Wien und Rom. Die Dokumentation von Andreas Pfeifer legt frei, wie das österreichisch-italienische Grenzland mit seiner Sonderstellung in nationalen und europäischen Krisenzeiten umgegangen ist und wie die letztlich erstrittene Autonomie die kulturelle und politische Distanz zu Rom und zu Wien vergrößerte. Viele Südtiroler und Südtirolerinnen beharren mittlerweile auf einem Identitätsgefühl, das weder dem italienischen Zentralstaat noch der österreichischen Schutzmacht zugeneigt ist und sich zwischen Bergeshöhen und Belcanto, Tracht und Trattoria, Speck und Spaghetti einen eigentümlichen Weg bahnt. Das sprachliche Wandern zwischen den beiden Welten kreiert und kreierte häufig den Charme des Unperfekten, den Mangel an fehlerfreiem Deutsch wie fließenden Italienisch. Wie Südtiroler deutscher und italienischer Muttersprache mit- und nebeneinander leben - und wie sich das Lebensgefühl im Land aus alpinen und mediterranen Quellen gleichermaßen speist, spürt Andreas Pfeifer in dieser, auch an wichtigen historischen Orten gedrehten Dokumentation nach. Pfeifer reist durch Südtirol, streift dabei die eigene Lebensgeschichte, seine zweisprachige Kindheit und Jugend, spricht mit Zeitzeugen, die unter dem Faschismus litten und wandert analytisch mit kritischen Zeitgenossen wie Reinhold Messner durch ein Idyll und seine Schattenseiten.
Prunkvolle Fresken, ein 60 Meter langer Pool, marmorne Fußböden: Die Villa Oplontis ist ein Meisterwerk antiker Architektur. Sie liegt am Golf von Neapel, der im 1. Jahrhundert zum Refugium der Elite geworden war. Vermutlich gehörte die Villa Kaiser Neros zweiter Frau. Gebaut und unterhalten werden konnte sie aber nur dank unzähliger Sklaven - bis der Vesuv alles unter sich begrub.
Carolas Leben gerät durcheinander: Ihre Sozialstunden sind beendet, doch ein neuer Haftbefehl trifft ein. Von Freund Lothar getrennt, zieht sie zu Ex-Freund Stefan und vermutet, dass sie schwanger sein könnte.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Viel zu jung
81. Staffel
1. Folge
D 2022
50'
Chris Coleman leitet das Sicherheitsteam rund um die Fernsehpredigerin Joyce Meyer. Eines Tages erhalten Chris und andere Mitarbeiter E-Mails mit Todesdrohungen. Am 05. Mai 2009 werden Chris Söhne und seine Frau erwürgt aufgefunden. Als die 18-jährige Tammy Bowers eines Abends aus einer Telefonzelle mit ihrem Freund telefoniert, hört er Tammy mit einem Fremden sprechen. Dann bricht das Telefonat ab. Danach wird Tammy nie mehr lebend gesehen.
In Friedrichshafen findet die größte Tuning-Messe Europas statt: Rund 10 000 Auto-Fans sind mit ihren Fahrzeugen vor Ort. Auf die "Speed Cops" kommt an der Kontrollstelle jede Menge Arbeit zu. In Mannheim werden auf der Hebebühne Autos gecheckt, die in der Nacht zuvor von der Polizei aus dem Verkehr gezogen wurden. Den Anfang macht ein Mercedes. Schon der erste Blick unter den Wagen lässt nichts Gutes vermuten. Und in Wiesbaden bekommen es die Gesetzeshüter in dieser Folge mit einem kniffligen Fall zu tun. Der Ford GT hat eine amerikanische Zulassung.
1940 errichtet die SS das erste KZ im besetzten Polen: Auschwitz. Wilhelm Brasse ist einer der ersten Gefangenen. Er muss Häftlinge fotografieren und erlebt von Anfang an Gewalt. Die erste Folge der Doku-Reihe erzählt, wie sich die Leben der späteren Auschwitz-Opfer und -Täter mit dem Aufstieg von Hitler und den Nationalsozialisten verändern. In Auschwitz kreuzen sich ihre Wege. Anita Lasker wächst in Breslau in einer jüdischen Familie auf. Dort erlebt sie die zunehmende Ausgrenzung von Juden. Anita spielt Cello, findet aber bald keinen Lehrer mehr, der sie unterrichtet. Ihre Eltern schicken die 13-Jährige zu einem jüdischen Cellolehrer ins 300 Kilometer entfernte Berlin. Doch Anitas Unterricht in der Hauptstadt findet ein jähes Ende. In der Nacht vom 9. November 1938 eskaliert der Terror gegen die Juden. Am 1. September 1939 überfällt die deutsche Wehrmacht Polen. Der Zweite Weltkrieg beginnt. 1940 errichtet die SS im besetzten Polen das KZ Auschwitz. 1941 werden dort erstmals Hunderte Kriegsgefangene versuchsweise vergast. Es ist der Auftakt zum Massenmord. Die Eltern der jungen Cellistin Anita Lasker werden deportiert und ermordet. Zusammen mit ihrer Schwester muss Anita in einer Fabrik Zwangsarbeit leisten. Sie fürchten, dass auch sie deportiert werden. Der SS-Arzt Josef Mengele bestimmt in Polen darüber, wer in Deutschland eingebürgert werden darf und wer nicht. Mengele hat sich ganz der pseudowissenschaftlichen Rassenhygiene verschrieben, der Grundlage der nationalsozialistischen Ideologie. Vor ihm liegt eine Karriere als Lagerarzt in Auschwitz. Der polnische Fotograf Wilhelm Brasse muss in Auschwitz die ankommenden Häftlinge im Erkennungsdienst fotografieren. Wie Helen Spitzer aus der Slowakei. Sie kommt 1942 mit dem ersten Transport jüdischer Frauen an. Die junge Slowakin muss das Nummernbuch in Auschwitz führen und weiß, wer dem Tod geweiht ist. "Manchmal waren es sogar gesunde Häftlinge. Und dann stehen sie vor dir, auf dem Papier schon tot, aber sie atmen noch und wissen nicht, dass sie morgen tot sein werden. Das war hart", erinnert sie sich später. In Auschwitz lernt Helen Spitzer den polnisch-jüdischen Mithäftling David Wisnia kennen. Es ist der Beginn einer Liebesgeschichte, die in Auschwitz für beide den Tod bedeuten kann. Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Auschwitz - Überleben in der Hölle" erzählt über drei Folgen hinweg die Geschichten von Opfern und Tätern der Todesfabrik, deren Wege sich in Auschwitz kreuzen. Darunter Häftlinge, die ums Überleben kämpfen, ein heimliches Liebespaar und Täter wie der Lagerarzt Josef Mengele, der Experimente an Gefangenen durchführt. Von der Hölle in Auschwitz erzählt auch die 99-jährige Anita Lasker-Wallfisch - ein letztes Mal, wie sie sagt.
Zehn Fehler - Katastrophen, die Geschichte schrieben
Die Anschläge des 11. September
1. Staffel
2. Folge
GB 2021
45'
Die Terroranschläge des 11. September 2001 erschüttern die Welt. Die schreckliche Tragödie fordert 2.973 Todesopfer und unzählige Verletzte. Wie konnte es zu diesem grausamen Akt des Terrors kommen? Untersuchungsberichte und neu freigegebene Geheimdokumente enthüllen zahlreiche Pannen und Versäumnisse. Welche zehn fatalen Fehler führten zu den Ereignissen des schwärzesten Tags in der US-Geschichte?
In einer Zukunft, in der die Menschheit auf einen anderen Planeten umsiedeln muss, um als Spezies weiter zu existieren, stellt sich die Frage nach den Vorbereitungen: Wie genau wollen wir diese Reise ins Unbekannte überleben? Und was tun wir, wenn wir auf intelligentes Leben treffen?
Seit Jahrzehnten ist das BMW-Werk Berlin-Spandau einer der international wichtigsten Standorte im Motorradbau. Hier gefertigte Zweiräder werden weltweit gehandelt. Die Produktpalette des bayerischen Automobilkonzerns umfasst eine Vielfalt an Modellen, darunter auch wendige Cross-Maschinen, sportliche Cruiser oder umweltfreundliche Elektro-Motorräder. Sonderwünsche? Kein Problem. Auch Bikes, die über die gewöhnliche Standardausführung hinausgehen, können in Spandau maßangefertigt werden.
Im US-Bundesstaat Wyoming wurden über ein Dutzend versteinerter Dinosaurierskelette entdeckt. Wie verändert dieser Fund unser Verständnis vom Jura, dem goldenen Zeitalter der Urzeit-Giganten? Wildlife-Presenterin Liz Bonnin schließt sich einem internationalen Team von Paläontologen an, um den mysteriösen Dinosaurierfriedhof zu untersuchen.
Seit Ende der 1970er Jahre fertigt der schwedische Automobilkonzern Volvo auch Lastkraftwagen für den nordamerikanischen Markt. Alle zehn Minuten rollt im Werk ein neuer Truck vom Band. Jedes Modell kann dabei individuell an Kundenwünsche angepasst werden. Über 500 Farbtöne stehen allein für das Fahrerhaus zur Auswahl. Nach nur einem Tag im Werk werden die neuen Laster schon auf die Straße entlassen - vorausgesetzt, dass sie eine Probefahrt auf der werkseigenen Testbahn bestanden haben.
Am Flughafen von Auckland kommt ein Drogenschmuggler ins Land, aber wird es den Zollbeamten gelingen, den Mann tatsächlich erwischen? In Queenstown reist ein Mann mit einer zwielichtigen Vergangenheit nach Neuseeland ein. Und die Bio-Sicherheitsbehörde wird mit einer Menge Wurst und einer Kiste voller Fisch auf Trab gehalten.
Ein frecher Snowboarder hält den Zoll in Queenstown auf Trab. Die Bio-Sicherheitsbehörde hat alle Hände voll zu tun, eine Ladung erstaunlicher Relikte zu überprüfen, die nach Neuseeland eingeführt werden sollen. Und Titan, der Star unter den Spürhunden der Postzentale, beweist mal wieder, dass er sein Gewicht in Gold wert ist.
Im Frühjahr 1943 nimmt die SS vier neue Gaskammern in Betrieb. Das KZ Auschwitz-Birkenau wird zur Todesfabrik. Aufseherinnen wie Irma Grese terrorisieren die Häftlinge. In der zweiten Folge der Doku-Reihe kommen auch Anita Lasker, Gisella Perl und Eva Mozes in Auschwitz an. Für die Häftlinge beginnt der Kampf ums Überleben. Im Frühjahr 1943 richtet sich die SS Auschwitz darauf aus, das größte und effizienteste Vernichtungslager zu werden. Im Dezember wird Anita Lasker nach Auschwitz deportiert. Dass sie Cello spielen kann, erhöht die Überlebenschancen der 18-Jährigen: Sie wird Mitglied im Mädchenorchester des Lagers. Die jüdischen Häftlinge Helen Spitzer und David Wisnia beginnen eine Liebesbeziehung. Mit ihren heimlichen Treffen riskieren sie ihr Leben. Als Funktionshäftlinge stehen sie zudem vor dem gleichen Dilemma wie der polnische Fotograf Wilhelm Brasse und die neu angekommene jüdische Ärztin Gisella Perl: Sie erhöhen ihre Chance zu überleben nur, wenn sie beim Betrieb des Lagers helfen. Die SS spielt bewusst Häftlingsgruppen gegeneinander aus. Für skrupellose Wissenschaftler wie Josef Mengele ist Auschwitz ein idealer Ort für seine Pseudoforschungen. Die zehnjährigen Zwillinge Eva und Miriam Mozes missbraucht der SS-Arzt für medizinische Experimente und kalkuliert ihren Tod ein. "Da schwor ich mir: Ich werde beweisen, dass Mengele sich irrt! Ich werde überleben und mit meiner Schwester Miriam zusammenbleiben", erinnert sich Eva Mozes Kor später. Für die meisten der Juden aus Ungarn, mit denen sie im Frühjahr 1944 nach Auschwitz deportiert wird, bedeutet Auschwitz das Ende. 320.000 Menschen werden in nur 56 Tagen ermordet. Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Auschwitz - Überleben in der Hölle" erzählt über drei Folgen hinweg die Geschichten von Opfern und Tätern der Todesfabrik, deren Wege sich in Auschwitz kreuzen. Darunter Häftlinge, die ums Überleben kämpfen, ein heimliches Liebespaar und Täter wie der Lagerarzt Josef Mengele, der Experimente an Gefangenen durchführt. Von der Hölle in Auschwitz erzählt auch die 99-jährige Anita Lasker-Wallfisch - ein letztes Mal, wie sie sagt.
Zehn Fehler - Katastrophen, die Geschichte schrieben
Das Attentat auf JFK
1. Staffel
3. Folge
GB 2021
45'
John F. Kennedy ist der 35. Präsident der USA und im November 1963 in Texas auf Stimmenfang für seine Wiederwahl. Er gibt sich entspannt und nahbar, um bei den potentiellen Wählern zu punkten. Doch am 22. November treffen ihn bei einer Fahrt durch Dallas plötzlich zwei Gewehrschüsse. Kurz darauf erliegt er seinen Verletzungen. Mit Hilfe von kürzlich freigegebenen Geheimdokumenten werden die gravierenden Fehler aufgedeckt, die zur Umsetzung des Attentats führen konnten.
Unser Nachbarplanet, die Venus, ist ein leuchtend gelber Himmelskörper mit toxischen Aktivitäten: Vulkane, Wolken aus Säureregen und extrem hoher Temperatur. Ist der lebensfeindliche Planet eine Warnung davor, was aus der Erde in Zukunft werden könnte?
Der Allosaurus war das furchteinflößendste Raubtier des Jura. Die Fossilstätte in Wyoming könnte dabei helfen, herauszufinden, ob der Fleischfresser seinen Anteil am Untergang des legendären Pflanzenfressers Diplodocus hatte.
Zwei Straftaten in Kentucky wurden von Überwachungskameras festgehalten. Bald können Verdächtige ausgemacht und festgenommen werden. Wird es mithilfe der Videos gelingen, sie zu überführen? Oder beweisen die Aufnahmen gar ihre Unschuld?
Ein Argentinier mit sehr kurzfristigen und zweifelhaften Reiseplänen wird bei der Einreise in Auckland vom Zoll befragt. Ein Fund durch einen Spürhund in Queenstown erweist sich als echter Volltreffer. Und in der Luftfrachtabteilung gibt es eine verdächtige Sendung, die alle Anzeichen für einen Drogenschmuggel aufweist.
Seit Ende der 1970er Jahre fertigt der schwedische Automobilkonzern Volvo auch Lastkraftwagen für den nordamerikanischen Markt. Alle zehn Minuten rollt im Werk ein neuer Truck vom Band. Jedes Modell kann dabei individuell an Kundenwünsche angepasst werden. Über 500 Farbtöne stehen allein für das Fahrerhaus zur Auswahl. Nach nur einem Tag im Werk werden die neuen Laster schon auf die Straße entlassen - vorausgesetzt, dass sie eine Probefahrt auf der werkseigenen Testbahn bestanden haben.
Minen, Bomben und Torpedos - ein gewaltiges Waffenarsenal verrottet auf dem Grund der Ostsee und setzt giftige Sprengstoffe frei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Munition im Meer entsorgt, nun sollen die explosiven Altlasten geborgen werden. Diese Reportage begleitet Kampfmittelräumer und Wissenschaftler bei einem weltweit einzigartigen Projekt und taucht tief ein in die Geschichte von Waffen, die bis heute gefährlich sind.
Als der Obmann der Südtiroler Volkspartei Silvius Magnago am 17. November 1957 auf einer Großkundgebung auf Schloss Sigmundskron das "Los von Trient" ausruft, legt er damit das Fundament für die heutige Südtirolautonomie, die vielen europaweit als Modell gilt. Dem Vater dieser Südtirolautonomie widmet ORF III eine Dokumentation. Wiewohl die Produktion versucht, der ungemein vielschichtigen Gestalt Magnagos in all seinen Facetten zu nähern, ist sie gleichzeitig auch eine Biografie Südtirols.
Geboren wird Silvius Magnago am 5. Februar 1914 im altösterreichischen Meran als Sohn eines Oberlandesgerichtsrats und einer aus Vorarlberg stammenden Mutter. Die privilegierte Familie siedelt kurz nach seiner Geburt nach Bozen wo er aufwächst und die Schule besucht. Nach der Matura absolviert er den Militärdienst bei der italienischen Armee und dient als Leutnant im 1. Grenadierregiment in Rom. Gleichzeitig studiert er in Bologna Jura und promoviert 1940 zum Doktor der Rechtwissenschaften.
Als die Bevölkerung Südtirols 1939 mit der Option vor die Wahl gestellt wird - entweder in der Heimat bleiben dafür aber italianisiert werden oder der Heimat den Rücken kehren dafür aber die eigene Sprache und Kultur behalten - hat Silvius Magnago für Deutschland optiert. Für Deutschland optieren heißt auch für Deutschland einrücken. Magnago wird 1942 zur deutschen Wehrmacht einberufen und kommt als Leutnant der Gebirgsjäger an die Ostfront. Dort wird er bei einem Granatwerferangriff am Dnjepr bei Nikopol schwer verwundet. Er überlebt nur knapp, verliert aber sein linkes Bein.
Durch die prägenden Kriegserlebnisse für die Politik motiviert, entscheidet sich Magnago nach Südtirol zurückzukehren und sich dort politisch zu engagieren. Er zieht zusammen mit seiner Frau nach Bozen und tritt dort 1947 bei den ersten Gemeindewahlen für die SVP an. Magnago wird zum Vizebürgermeister von Bozen gewählt. Ein Jahr später schafft er den Sprung in den ersten Südtiroler Landtag und wird dessen Präsident.
Die Kundgebung auf Schloss Sigmundskron im Jahr 1957 ist wohl die Sternstunde des Silvius Magnago. Mit einer brennenden Rede gelingt es ihm die über 35.000 Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er fordert: "Los von Trient" und will damit eine eigene, nicht mehr von Trient abhängige Autonomie für Südtirol.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 hört Silvius Magnago von seiner Wohnung in Bozen die Detonationen der Sprengungen. Am nächsten Tag erst erfährt er, dass 37 Strommasten gesprengt wurden um die Energieversorgung der Bozner Industriezone lahm zu legen. Magnago selbst beteuert immer, nichts von den Anschlägen gewusst zu haben. Dass auf Grund der Anschläge von der italienischen Regierung in Rom die 19er Kommission einberufen wird, die einen entscheidenden Schritt in Richtung Autonomiestatut darstellt, wird er erst spät eingestehen.
Für viele gilt Magnago heute als Vater des Autonomiepakets. In zahlreichen Verhandlungen und endlosen Treffen kämpft er um jede Fußnote und jeden Beistrich im Paket. Dabei ist das Thema selbst innerhalb der Partei umstritten. Am 22. November 1969 wird schlussendlich innerhalb der SVP über Annahme des Pakets abgestimmt. Mit einer knappen Mehrheit von 52,9% für das Paket geht die SVP-Landesversammlung als Schicksalstag in die Südtiroler Geschichte ein.
In Bad Segeberg gerät ein Lieferwagen ins Visier der Polizei. Die Lichter des Fahrzeugs sind extrem hell. Und bei genauer Betrachtung wird klar: Das Vehikel hat im öffentlichen Straßenverkehr nichts zu suchen. In Wiesbaden stoppen Ermittler der Kontrollgruppe "Argus" einen schwarzen Opel. Der Wagen ist möglicherweise ohne Versicherungsschutz unterwegs. Kann der Fahrer die Gesetzeshüter vom Gegenteil überzeugen? Und in Lüneburg fällt den "Speed Cops" ein modifizierter BMW auf. Der Eigentümer des E36 wird offenbar nicht zum ersten Mal kontrolliert.
Ein Mann mit einem gefälschten Pass versucht, den Zoll zu überlisten. Ein Reisender, der zum ersten Mal nach Neuseeland kommt, muss möglicherweise direkt nach Hause fliegen, und eine exotische Lieferung beschert dem MPI eine Menge Arbeit.
Im Golf von Neapel befindet sich die vermutlich erste Wellness-Oase der Weltgeschichte. Römische Kaiser wie Nero und Claudius schwelgten dort mit den Reichsten ihrer Zeit im Luxus und feierten ausschweifende Feste. Nero ließ dort sogar seine Mutter Agrippina töten. Unterwasserarchäologen erforschen seit den 1960er Jahren die versunkene Stadt des Luxus und des Lasters.
Die Wehrmacht ist 1944 an allen Fronten auf dem Rückzug. Doch in Auschwitz wird weiter gemordet. Für das Liebespaar Helen Spitzer und David Wisnia beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. In der dritten Folge der Doku-Reihe hoffen die Häftlinge in Auschwitz auf Befreiung. Als die Front näher rückt, werden die Gefangenen in KZs im Reich verlegt. Helen Spitzer und David Wisnia werden getrennt. Sie hoffen, sich nach dem Krieg wiederzusehen. Viele in Hitlers Regime glauben noch an den sogenannten Endsieg. Die SS schlägt im Oktober 1944 brutal einen Aufstand von Auschwitz-Häftlingen nieder. Als die Front näher rückt, beginnen SS-Täter wie Josef Mengele, Beweise für ihre Verbrechen zu vernichten. Der polnische Häftling Wilhelm Brasse versucht indessen, die Fotos der Häftlinge für die Nachwelt zu sichern. Die überlebenden Gefangenen werden in Konzentrationslager im Reich verlegt. Anita Lasker wird mit ihrer Schwester in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Dort trifft sie die SS-Aufseherin Irma Grese wieder. Josef Mengele taucht unter falschem Namen unter. Die Zwillinge Eva Mozes und ihre Schwester überstehen eine letzte Mordaktion der SS, bevor sowjetische Truppen Auschwitz am 27. Januar 1945 befreien. Manche Täterinnen und Täter, wie Irma Grese, werden verurteilt und gehängt, die meisten entgehen jedoch einer Strafe. Die Wege der ehemaligen Auschwitz-Häftlinge zerstreuen sich. Auch die des Liebespaares Helen Spitzer und David Wisnia. Werden sie sich wiedersehen? Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Auschwitz - Überleben in der Hölle" erzählt über drei Folgen hinweg die Geschichten von Opfern und Tätern der Todesfabrik, deren Wege sich in Auschwitz kreuzen. Darunter Häftlinge, die ums Überleben kämpfen, ein heimliches Liebespaar und Täter wie der Lagerarzt Josef Mengele, der Experimente an Gefangenen durchführt. Von der Hölle in Auschwitz erzählt auch die 99-jährige Anita Lasker-Wallfisch - ein letztes Mal, wie sie sagt.
Der deutsche Tierfilmer Rainer Bergomaz und sein indianischer Kollege Yung Sandy begeben sich auf eine Expedition in eines der letzten unerschlossenen Gebiete der Erde, um den Mohrenkaiman zu finden. Sie spüren den Alligator, der bis zu sechs Meter Länge erreichen kann, am Oberlauf des Essequibo im Regenwald Guyanas auf.
Am 11. Juni 1961 - in der Herz-Jesu-Nacht - erschütterte eine Serie von Bombenanschlägen Südtirol. In Abständen von wenigen Minuten explodierten mehr als sechzig Sprengkörper. Das Donnergrollen war die ganze Nacht über zu hören. Südtiroler versuchten mit diesen Gewaltakten auf die Unterdrückung der deutschsprachigen Tiroler in Südtirol durch die italienische Politik aufmerksam zu machen. "Freiheitskämpfer" oder "Terroristen"? Ein halbes Jahrhundert nach dem Start einer Anschlagserie, die in Summe mehr als zwanzig Todesopfer fordern sollte, bei der Südtiroler Täter verhaftet und gefoltert wurden, sprechen Täter von damals über ihre Motive, erklären italienische Carabinieri-Offiziere und Politiker, welchen Schock die Sprengstoffanschläge für Italien bedeuteten, wird der Frage nachgegangen, was österreichische Politiker davon wussten und wie sie auf die Südtirol-"Kämpfer" des "Befreiungsausschuss für Südtirol" Einfluss nahmen. Überliefert ist das Zitat des damaligen Außenministers Bruno Kreisky: "Auf ein paar Masten soll es mir nicht ankommen."
Regie: Brigitte Mosser-Schuöcker
Nachdem in Tulsa ein Obdachloser auf einem dunklen Fußweg überfallen und ermordet wurde, kämpfen Staatsanwälte und Polizei darum, den wichtigsten Zeugen ausfindig zu machen, der ebenfalls auf der Straße lebt - die Frau des Opfers.
Mit Mark Bremer, Holger Dexne, Julia Fölster, Jesse Grimm, Heiner Kock, Martin Lohmann, Tetje Mierendorf, Ela Nitzsche, Simona Pahl, Flemming Stein, Kristina von Weltzien, Jens Wendland, Nina Witt
Minen, Bomben und Torpedos - ein gewaltiges Waffenarsenal verrottet auf dem Grund der Ostsee und setzt giftige Sprengstoffe frei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Munition im Meer entsorgt, nun sollen die explosiven Altlasten geborgen werden. Diese Reportage begleitet Kampfmittelräumer und Wissenschaftler bei einem weltweit einzigartigen Projekt und taucht tief ein in die Geschichte von Waffen, die bis heute gefährlich sind.
Wie soll Berlin in den kommenden Jahren aussehen? Welche Antworten haben die Parteien auf die drängenden Herausforderungen der Hauptstadt? Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus spricht Moderator Volker Wieprecht mit den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Die Gesprächsreihe bietet den Wählerinnen und Wählern die Gelegenheit, die Positionen der Parteien kennenzulernen und sich ein eigenes Bild von den politischen Vorstellungen der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zu machen.
Moderation: Volker Wieprecht
Sascha (26) und Mike (28) leben von Bürgergeld und möchten ins Berufsleben starten. Sascha sucht über eine Zeitarbeitsfirma, Mike im Einzelhandel. Beide wollen unabhängig vom Jobcenter werden und legen sich dafür mächtig ins Zeug.
Einheiten aus Leicester verfolgen einen Lieferwagen, dessen Insassen an einem Fahrzeugdiebstahl beteiligt gewesen sein sollen. Der Einsatz führt die Beamten bis nach Nottinghamshire. Dort werden sie von weiteren Kollegen unterstützt. Jules Bramley und John Lee setzen sich vor das Vehikel. Doch der Fahrer beschleunigt und drückt den Streifenwagen mit mehr als 110 km/h gegen die Leitplanke. Und Ky Kirk macht nach einer Schlägerei vor einer Kneipe von seinem Taser Gebrauch. Denn ein Beteiligter will sich partout nicht beruhigen und tritt wild um sich.
Der deutsche Tierfilmer Rainer Bergomaz und sein indianischer Kollege Yung Sandy überwinden Stromschnellen, Flüsse und Wasserfälle und klettern auf 50 Meter hohe Bäume, um ein Harpyien-Nest zu finden. Die seltenen Adler leben in den Regenwäldern Südamerikas und zählen zu den mächtigsten Greifvögeln der Welt.
Obszönität ist eine Erfindung der Moderne, denn historisch betrachtet hatte man meistens keine großen Berührungsängste mit Nacktheit und sexuellen Darstellungen. Von der Antike durch die neugierige Renaissance über die zugeknöpfte Moderne zu einer neuen - meist weiblichen - Avantgarde: Patrick Catuz führt durch die Kunstgeschichte und sucht Wege zu einer ganz neuen Ars Erotica.
Am Anfang steht die Verheißung von alter Größe und neuer Ordnung, am Ende millionenfacher Mord. Was dazwischen liegt, ist eine Warnung der Geschichte. Der verlorene Erste Weltkrieg - die Gebietsverluste und Entschädigungen an die Sieger - enttäuschen und verbittern viele Deutsche. Diese Stimmung machen sich radikale Hetzer zunutze. Die Macher des Versailler Vertrages belasten die junge deutsche Demokratie mit einer schweren Hypothek, wie der US-Jurist und Autor James Whitman feststellt: "Sie haben ein Umfeld geschaffen, das den Aufstieg von Kreaturen wie Hitler ermöglicht hat." Hass und Rachegelüste schwelen in den Köpfen vieler Deutscher. Das Aufeinanderprallen rechter und linker politischer Überzeugungen macht die Weimarer Republik zum Pulverfass. In den Juden, die nur ein Prozent der Bevölkerung ausmachen, meinen viele Deutsche die Ursache aller Übel auszumachen: Sittenverfall, Kommunismus, wirtschaftliche Not. Der Spielfilm "Stadt ohne Juden" von 1922 - erst vor Kurzem wiederentdeckt - erscheint wie ein Menetekel: Er schildert lange vor Hitlers Aufstieg, wie ein rechter Populist eine Stadt dazu aufhetzt, ihre jüdische Bevölkerung zu vertreiben. Eine Schreckensvision, die dem Verfasser der Romanvorlage das Leben kostet: Er wird von einem NSDAP-Anhänger erschossen. Als in Italien die Faschisten 1922 mit Brutalität und Intrige die Macht erobern, nimmt sich ein bis dahin kaum bekannter Agitator namens Adolf Hitler - eine verkrachte und gescheiterte Existenz - den faschistischen Anführer Benito Mussolini zum Vorbild. Hitlers Ziel: die Macht in Deutschland zu erringen. Mit der zehnteiligen Doku-Reihe "Krieg und Holocaust - Der deutsche Abgrund" setzt ZDFinfo einen filmischen Akzent gegen das Vergessen. Das Projekt erzählt aus internationaler Perspektive vom Aufstieg und Untergang des Nationalsozialismus und untersucht die Ursachen für den von Deutschen begangenen Zivilisationsbruch, der aus einer krisenhaften Demokratie in Krieg und Völkermord führt. Seltene, zum Teil neu entdeckte Film- und Fotoaufnahmen sowie 40 hochkarätige Experten wie Richard J. Evans, Mary Fulbrook, Peter Longerich, Moshe Zimmermann, Alexandra Richie und Götz Aly ermöglichen einen umfassenden Blick auf die Geschichte zwischen 1918 und 1948. Auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse steht neben den Motiven der Täter auch die Verantwortung eines erheblichen Teils der damaligen deutschen Bevölkerung im Fokus der Reihe. Was hat den Aufstieg der Nazis begünstigt, was den Weg zum Völkermord an den Juden ermöglicht?
Karl Gruber ist eine Schlüsselfigur in der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Die Dokumentation zeichnet Karl Grubers bemerkenswerten Werdegang nach und umfasst seine Beteiligung am Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Ende des Zweiten Weltkriegs und seine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung des politischen Neubeginns nach 1945. Sie zeigt den Politiker, der bereits mit 36 Jahren Landeshauptmann von Tirol wird und später das Amt des ersten Außenministers der zweiten Republik einnimmt: Acht Jahre lang ist Karl Gruber maßgeblich an der Gestaltung Österreichs beteiligt. Das filmische Portrait beleuchtet Grubers Bemühungen und Leistungen bei der Wiederherstellung der Souveränität Österreichs, den Verhandlungen zum Staatsvertrag und der Etablierung des Landes in der internationalen Gemeinschaft. Sein Name steht auch für die Beteiligung Österreichs am Marshallplan und nicht zuletzt für seinen beharrlichen Einsatz bei der Südtirol-Frage bis hin zur Ausverhandlung des Gruber-De Gasperi-Abkommens. Nach dem Rücktritt als Außenminister setzt Gruber seine Karriere als hochrangiger Diplomat fort. Als Botschafter festigt er Österreichs internationale Beziehungen in verschiedenen europäischen Hauptstädten und in Washington. Interviews mit Historikern und Zeitzeugen sowie umfangreiches Archivmaterial geben einen Einblick in die Nachkriegszeit Österreichs und zeigen das Bild eines außergewöhnlichen Politikers, der ein unermüdlicher Verfechter eines unabhängigen und demokratischen Österreichs war.