Goebbels predigt Judenhass und Durchhalteparolen. Der mitleidlose Demagoge ist Hitler bedingungslos ergeben. Seine Frau Magda darf die Rolle der "Ersten Dame" des Reiches spielen. 1943 fordert ihr Mann den "totalen Krieg".
Joseph Goebbels leidet seit seiner Kindheit an einer Gehbehinderung, die ihn zum Außenseiter macht. Als er 1924 mit 26 Jahren auf die noch wenig bekannte NSDAP stößt, hat er seine Lebensaufgabe gefunden. Hitler ist für ihn der Messias, der Deutschland retten soll.
Nach der Machtübernahme 1933 wird Goebbels Propagandaminister. Sein Hauptziel: die Deutschen auf das Programm der NSDAP einzuschwören. Im Mittelpunkt der Propaganda steht Hitler, der als übermenschlicher Heilsbringer inszeniert wird. Privat führt Goebbels ein luxuriöses Leben und nutzt seine Machtposition für zahlreiche Affären, auch nach seiner Heirat mit Magda Quandt.
Seit Kriegsbeginn 1939 konzentriert Goebbels seine Propaganda darauf, die Kampfmoral der Deutschen zu stärken. Er hetzt gegen den Feind, gegen Juden und Andersdenkende. Persönlich setzt er sich für die Deportation der Juden von Berlin ein. Nach der Niederlage von Stalingrad fordert Goebbels 1943 im Berliner Sportpalast den "totalen Krieg". Wenig später treibt er die Bildung des "Volkssturms" voran - alle "waffenfähigen" Männer von 16 bis 60 Jahren - und schürt die Angst vor der Rache der Sieger.
Das Ende des Naziregimes kann Goebbels mit seiner Propaganda nicht verhindern. Im Frühjahr 1945 folgt er Hitler im Berliner "Führerbunker" in den Tod. Auch Goebbels' Ehefrau Magda will in einer Welt ohne den Diktator nicht mehr leben. Ihre sechs Kinder seien ihr zu "schade" für das, was komme, sagt sie. Magda und Joseph Goebbels bringen ihre eigenen Kinder um.
Die Dokumentationsreihe "Der Nazi-Clan - Hitlers Hofstaat" setzt sich mit den engsten Vertrauten des Diktators auseinander. Auf Grundlage aktueller Forschungen und mit koloriertem Archivmaterial werden die Biografien der wichtigsten Figuren aus Hitlers Machtzirkel erzählt.
Mossul, historische Metropole im Nordirak, war ein Schmelztiegel der Religionen und für ihren Multikulturalismus bekannt. Nach der Zerstörung durch den Islamischen Staat arbeiten internationale und lokale Organisationen am Wiederaufbau. Kirchen, Moscheen und historische Gebäude werden rekonstruiert, um die Erinnerungen an eine der großen Kulturstätten des Nahen Ostens zu retten.
In den abgelegenen Badlands untersuchen Johnny und Jordyn das alte Rosedeer Hotel mit seiner düsteren Vergangenheit. Früher kam es hier oft zu Gewaltdelikten - heute berichten Gäste von seltsamen Erscheinungen. Schon kurz nach ihrer Ankunft spüren die Geisterjäger eine unheimliche Präsenz. Geräte reagieren unerklärlich, Klopfen und Schritte sind zu hören, obwohl niemand da ist. Immer wieder taucht der Name "Amelia" auf - offenbar der Geist einer Frau. Gleichzeitig scheint aus einem abgesperrten Stockwerk etwas Bedrohliches zu kommen. Die Nacht, die die beiden dort verbringen, erschüttert sie bis ins Mark.
Die Kontrollgruppe "Argus" zieht in Wiesbaden normalerweise Raser aus dem Verkehr. Aber in dieser Folge halten die Ermittler:innen in ihrem Zivilfahrzeug Ausschau nach einem Mann, der in einem Wohngebiet zwei Schüsse abgegeben haben soll. In Stuttgart trifft Oberkommissar Dimitrios auf eine junge Fahrerin, die ihren Audi zum "Krümelmonster" umgebaut hat. Und auf der Königsallee in Düsseldorf stellen Poser ihre Autos zur Schau. Dort nimmt die Polizei einen Nissan unter die Lupe, der mit Billigteilen eines chinesischen Onlinehändlers "verschönert" wurde.
Die Doku beleuchtet Geschichten von Frauen, die im Zeitalter der Piraterie ein Leben außerhalb der konventionellen Rollenbilder führten so wie die Seefahrerinnen Mary Read und Anne Bonny, die sich als Piratinnen in der Karibik einen Namen machten.
Am 23. März 2021 bohrt sich eines der größten Containerschiffe der Welt ins sandige Ufer des Suezkanals. Fast eine Woche lang blockiert die Ever Given die vielbefahrene Handelsroute in Ägypten. Nie zuvor ist ein Frachter dieser Größe so auf Grund gelaufen, dass es zu einer vergleichbaren, globalen Lieferkrise gekommen gekommen wäre. War es eine Verkettung unglücklicher Umstände? Oder zeigt der Megastau auf See einen gefährlichen Schwachpunkt in der weltweiten Versorgungskette auf?
Sie sind die besten Freunde des Menschen seit Tausenden von Jahren. Es gibt sie in über 400 unterschiedlichen Rassen. Aber wieviel weiß der Mensch wirklich über seinen besten Freund, den Hund, und woher er abstammt? Die Doku-Reihe zeigt die einzigartigen Eigenschaften von Hunden und entdeckt dabei ihre bemerkenswerte Physiologie, ihre emotionale Bindung zum Menschen und ihre außergewöhnlichen Sinne.
Es ist der gewaltigste Bau Norddeutschlands: der Nord-Ostsee-Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Doch der Kanal ist weit mehr als ein Bauwerk. Dieser Kanal hat Biografien, Familien und Generationen geprägt.
Ende des 19. Jahrhunderts strömten zahlreiche Arbeiter aus aller Welt zum Kanalbau und sind in Schleswig-Holstein geblieben. Der Nord-Ostsee-Kanal ist vielen zur Heimat geworden, er ist ihre Identität, ihr Arbeitsplatz und Wirtschaftsfaktor. Auch für Hartmuth Jegliewski und Oliver Kumbartzky. Deren Urgroßväter kamen, um den Kanal mitzubauen. Noch heute leben sie am und vom Kanal.
Dieses Dokudrama erzählt die bisher unbekannte Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals. Denn gebaut wurde der Kanal nicht vom ehemals preußischen Kanzler Bismarck , Kaiser Wilhelm I. und seinem Enkel Kaiser Wilhelm II., sondern von genialen Ingenieuren wie Otto Baensch und einem Heer von zeitweise 9000 Arbeitern, unter ihnen die Jegliewskis und Kumbartzkys aus Ostpreußen.
Sie lebten in Barackenlagern, manch einer versoff seinen Lohn, anstatt ihn zu Frau und Kind nach Hause zu schicken. Nicht wenige Männer verloren bei Arbeitsunfällen ihr Leben. Und doch hatten sie nach nur acht Jahren Bauzeit den etwa 100 Kilometer langen Kanal mit Schaufeln und Baggern gegraben.
Mit Moderationen von Hubertus Meyer-Burckhardt, aufwendigen Spielszenen, bildgewaltigen Aufnahmen des Kanals, spannenden Interviewpartnern und einzigartigen, zuvor nie gezeigten Bildern von Glasplattenfotografien des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel, erzählt Autor Dietrich Duppel in seinem Film die Geschichte des Kanals vom Baubeginn bis ins Jahr 2020.
Schon bei der Eröffnung 1895 war der Kanal zu klein und musste bereits von 1907 bis 1913 erweitert werden. Neue Schleusen und Brücken, größere Fähren und die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke mit der Schwebefähre wurden errichtet.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wollten die Nazis diese Brücken wieder sprengen.
In den 1960er-Jahren wurden der Straßentunnel in Rendsburg und später dann die großen Autobahnbrücken gebaut. Bis heute verändert sich der Nord-Ostsee-Kanal stetig: neue Schleusen, neue Brücken, Erweiterungen.
In der gesamten Zeit des Bestehens findet sich ein Paradox des NOK: Er trennt und er verbindet das Land. Der Nord-Ostsee-Kanal durchschneidet eine gewachsene Kulturlandschaft und ist gleichzeitig identitätsstiftend und ein Stück Heimat.
Das Dokudrama aus der Reihe "Unsere Geschichte" ist eine emotionale Reise durch eine spannende historische Episode Norddeutschlands.
Mit Charles Brauer, Jytte-Merle Böhrnsen, Nicolas König, Thiago Braga de Oliveira, Thomas Ziesch, Thomas H. von Wallersbrunn, Peter Sikorski, Steffen Böye, Alexandru Cirneala, Hajo Tuschy, Janine Ribler, Lucas Leonidas, Paul E. Guhl
Die Zoll-Mitarbeiter ermitteln auf dem Lande, um eine illegale Operation auffliegen zu lassen. Ein Passagier begeht bei der Befragung am Flughafen einen eklatanten Fehler, und ein Liebling der Grenzpolizei ist wieder mit dabei.
Die Beamten der Border Patrol von Neuseeland haben die Aufgabe, das Land und ihre Bevölkerung zu schützen: vor Straftätern oder sogar Terroristen. Diesmal sind die Beamten mit ganz speziellen Spürhunden im Einsatz. Die Vierbeiner sind darauf trainiert, Bargeld aufzuspüren. Schon nach kurzer Zeit schlägt einer der Hunde an. Einer Familie aus Indonesien versucht, mit 100.000 Neuseeland-Dollar einzureisen.
Ramons einziger Lichtblick ist Paola, ein Mädchen, das er auf Facebook kennengelernt hat und mit dem er eine Internetbeziehung führt. Mehrere Versuche, per Video mit ihr zu telefonieren, scheiterten. Ist Paola die, für die sie sich ausgibt?
WEIT:ER begleitet Lukas Kaufmann beim Race Across America: 4.932 km nonstop von Kalifornien nach New Jersey. Die Doku zeigt seinen Kampf bis an körperliche und mentale Grenzen.
Hunde haben eine ausgeprägte emotionale Bindung zum Menschen und ihre außergewöhnlichen und hervorragenden Sinne können ihre Besitzer im Alltag unterstützen. Das erklärt auch, wieso und auf welche Weise gerade der Hund ein so gewichtiger Teil im Leben der Menschen ist.
Zwei Passagiere mit einem geplanten eintägigen Aufenthalt und Koffern voller Souvenirs werden befragt. Ein schwieriger Passagier macht Karen vom Zoll das Leben schwer. Und in der Tasche eines Passagiers wird eine tote Koralle gefunden.
Alante plante die letzten acht Jahre sein Leben mit seiner Online-Liebe Nevaeh. Sie scheint perfekt, doch dass sie immer wieder abtaucht, macht ihm Sorgen. Nev und Max entdecken eine Wahrheit, die Alantes ganze Heimatstadt betrifft.
Im Ersten Weltkrieg macht sich Göring als Kampfpilot einen Namen. Danach trägt er maßgeblich zu Hitlers Aufstieg bei und hilft 1933 entscheidend mit, die Demokratie zu zerstören. Vor seinem Selbstmord 1946 sagt er: "Wenigstens zwölf Jahre anständig gelebt".
Als Gründer der Gestapo lässt Göring 1933 Kommunisten, Sozialdemokraten und politische Gegner verfolgen. So festigt er das Naziregime - und damit auch seine eigene Machtposition, die er kontinuierlich ausbaut. Er übernimmt eine ganze Reihe von Funktionen im NS-Staat, die er in Hitlers Sinne ausübt. So sichert er sich und seiner Familie beinahe uneingeschränkte Privilegien.
Seinen Anspruch als zweiter Mann im Nazireich zeigen symbolträchtig Görings Bauprojekte. Als Erster im Clan der Topnazis hat er neben Hitler ein Privathaus auf dem Obersalzberg. In der Schorfheide nordöstlich von Berlin lässt er seine Residenz "Carinhall" errichten - benannt nach seiner verstorbenen ersten Frau Carin. Das 1935 neu errichtete Gebäude des Reichsluftfahrtministeriums ist damals der größte Bau Berlins. Hitler erwartet, dass Görings Luftwaffe im geplanten Krieg eine entscheidende Rolle spielt.
In der Bevölkerung genießt der hochdekorierte Jagdpilot aus dem Ersten Weltkrieg große Sympathien. Er inszeniert sich volksnah, als "guter Onkel", umgeben von Luxus und Pomp. Göring umgibt ein Hauch von Glamour, der in den oberen Nazi-Rängen sonst kaum zu finden ist. Dass der "Reichsmarschall" schwer drogenabhängig ist, wissen nur wenige.
Bis zuletzt gilt Göring als einer der mächtigsten Nazi-Größen. Doch in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges hat er Hitlers Gunst und viel von seiner Macht verloren. Geblendet vom Glauben an die eigene Bedeutung, gibt er sich in den Nürnberger Prozessen mit viel Theatralik als Wortführer der Angeklagten. Göring zeigt keine Spur von Reue oder Einsicht.
Johnny und Jordyn sind unterwegs nach Loni Beach im kanadischen Manitoba. Die Region gilt als paranormaler Hotspot, wo der Legende nach Autofahrer und Camper am Lake Winnipeg von Old Man Gimli heimgesucht werden. Auch Wikinger sind ein großer Teil der lokalen Kultur und tauchen in vielen Sagen wie auch in Geistergeschichten auf. Allyson, die in der Gegend lebt, gibt den beiden Geisterjägern eine Führung und erzählt von den unheimlichen Erfahrungen, die hier gemacht werden: Ihr Mitbewohner sieht unter anderem eine schattenhafte Gestalt in der Küche, die er für den Geist ihres toten Vaters hält.
Die Polizei verfolgt auf der Berliner Stadtautobahn einen Pkw, der deutlich zu schnell unterwegs ist und obendrein rechts überholt. Dem Verkehrsteilnehmer droht der Entzug des Führerscheins. Die Kontrollgruppe "Argus" hat im Wiesbadener Verkehr einen Mercedes AMG im Fokus, der zur Fahndung ausgeschrieben ist. Der Fahrer steht im Verdacht, an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen zu haben. Und in Schwäbisch Gmünd wird ein Audi scheinbar nur noch von Schrauben zusammengehalten. Zahlreiche Veränderungen wurden nicht im Fahrzeugschein vermerkt.
Nie war auf den Straßen der Erde mehr los als heute: Mehr als eine Milliarde Autos kurven auf unserem Globus inzwischen umher. Dazu kommen Fußgänger, Zweiräder und andere Fahrzeuge. Wen wundert es da, dass es immer mehr Unfälle gibt. Und immer mehr Kameras, die diese festhalten. Die Doku-Reihe zeigt die spektakulärsten und irrwitzigsten Bilder von Karambolagen zwischen China und Chile, Kanada und Kapstadt. Unglaublich, aber wahr: Ernstlich verletzt wurde dabei niemand.
Zwei mutmaßliche Betrüger kommen in Neuseeland an. In Queenstown werden die schlimmsten Albträume eines Rucksacktouristen Wirklichkeit. Und das MPI kümmert sich um eine bösartige Kakerlake und ein Krokodil am Flughafen von Auckland.
Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde mitten in Rom das größte Amphitheater aller Zeiten errichtet. Das Kolosseum verkörpert das Römische Reich wie kaum ein anderes Bauwerk. Im Dokumentarfilm vermitteln Archäologinnen und Historiker die Bedeutung des Kolosseums als PR-Maschine des römischen Kaisers.
Sie sind die besten Freunde des Menschen seit Tausenden von Jahren. Es gibt sie in über 400 unterschiedlichen Rassen. Aber wie viel weiß der Mensch wirklich über seinen besten Freund, den Hund? Die dreiteilige Doku-Reihe zeigt die einzigartigen Eigenschaften von Hunden und entdeckt dabei ihre bemerkenswerte Physiologie, ihre emotionale Bindung zum Menschen und ihre außergewöhnlichen, hervorragenden Sinne.
Nur wenige Orte in Norddeutschland erzählen so viele Geschichten von Fernweh und Romantik, von weiter Welt und hoher See, von harter Arbeit und ausgelassenem Vergnügen wie der Hafen von Hamburg.
Der Film erweckt mit zum Teil darin erstmals veröffentlichten Filmaufnahmen und der entsprechenden Musik die mehr oder weniger "guten, alten" Zeiten der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre wieder zum Leben. Eine Zeit, die eine ganze Generation von Hafenarbeitern und Matrosen geprägt hat.
Menschen wie Manfred Gauda, Jahrgang 1939, hat der Hafen etwas über das Leben gelehrt. Er fing in den 1960er-Jahren als Hafenarbeiter an, malochte sich zum Kapitän und Ingenieur hoch. Der Hafen ist für ihn mehr als nur ein Wirtschaftsstandort, er ist ein Lebensentwurf.
Die Dokumentation "Hamburg, mein Hafen! Erst die Arbeit ..." erzählt von den Werften und vom Warenumschlag in der Speicherstadt, von Kaffeeklappen und echten Männern, von Ozeanriesen und der Sehnsucht nach der großen weiten Welt.
Diese Sehnsucht kannte auch Karl-Heinz Büchel, genannt Kuddel. Er ist in den schweren Nachkriegsjahren zu Hause rausgeflogen, weil er unbedingt auf einem Schlepper anfangen wollte. Sein Traum war eine eigene Barkasse.
Die Reederstochter Ursula Milbredt fuhr zur selben Zeit auf den Schiffen ihres Vaters mit, die Super-8-Kamera im Gepäck.
Renate Finkler fing als junges Mädchen auf einer Werft an, umgeben von 1500 Männern.
Und Volker Ippig, einst Kult-Torwart beim FC St. Pauli, verlädt als Stauer Autos für den Export.
Sie alle verbindet, dass sie den Hamburger Hafen noch kannten, als er hart, aber herzlich war.
Im Jahr 2013 geht das Atom-U-Boot "Jimmy Carter" auf die berüchtigte Mission 7. Nach zwei Monaten unter Wasser taucht es schließlich auf Hawaii an die Oberfläche und wird mit einer der größten Auszeichnungen des US-Militärs versehen. Was geschah während der scheinbar so erfolgreichen Spionage-Mission der "Jimmy Carter"?
Rudolf Hess ist der fanatischste Komplize des Diktators. Als Strippenzieher in der NSDAP bildet er über Jahre eine entscheidende Säule von Hitlers Macht. Nach dem mysteriösen Schottlandflug spielt Hess psychische Probleme vor, in der Hoffnung, freigelassen zu werden.
Seine bedingungslose Loyalität verschafft ihm schon in den Anfangsjahren der NSDAP als Privatsekretär eine wichtige Rolle an der Seite Hitlers. 1933 wird er zum "Stellvertreter des Führers" ernannt. Dass Hess politisch so unbedeutend gewesen sein soll, wie die Forschung lange glaubt, widerlegt der Historiker Prof. Manfred Görtemaker. Er hat eine umfassende Biografie über Hess verfasst, die sich auf neue Quellen, Schriften und Briefe stützt. Sie beleuchten auch die private Seite des spröden Parteisoldaten, der in der Entourage des Diktators als ungeselliger Sonderling gilt.
Um einen Zweifrontenkrieg zu verhindern, fliegt Hess 1941 ohne Hitlers Wissen allein in einem Jagdflugzeug nach Schottland. Er will mit Großbritannien einen Separatfrieden aushandeln. Doch sein Plan schlägt fehl, er wird verhaftet, die Naziführung erklärt ihn für verrückt. Das Bild des geisteskranken Hess wirkt bis heute.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges sitzt Hess auf der Anklagebank im Nürnberger Prozess gegen die überlebenden Hauptkriegsverbrecher. Er zeigt nicht die geringste Reue. Zusammen mit sechs anderen Nazi-Größen muss er im Gefängnis Spandau eine lebenslange Haftstrafe absitzen. Ab 1966 ist er der einzige Gefangene in Spandau. Neonazis verklären den Stellvertreter zum Märtyrer und "Friedensflieger". 1987 nimmt sich der inzwischen 93-Jährige im Gefängnis das Leben.
Bei einer Polizeikontrolle in Sonora, Mexiko, wird ein verdächtiges Auto entdeckt, dessen Fahrer möglicherweise Drogen transportiert. In Peru entdeckt ein AIRCOP-Team ein verdächtiges Paket mit Motorradstoßdämpfern, die als Versteck für illegale Fracht dienen könnten. An der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay findet ein Zollbeamter in einem Taxi mit Kinderspielzeug eine große Menge verbotener Vapes, was auf einen möglichen Schmuggel hinweist.
Bernhard Grzimek gilt in Deutschland als Ikone des Tierfilms. Schon früh setzte er sich gegen Robbenschlachten und Legebatterien ein und begeisterte Millionen mit seiner Sendung "Ein Platz für Tiere". Mit einem Zootier auf dem Arm bat er um Spenden für bedrohte Arten - und sammelte so Millionen für den Naturschutz. Sein Film "Serengeti darf nicht sterben" holte den ersten Oscar für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch Grzimeks Vermächtnis hat auch Schattenseiten. Als 1959 die Grenzen des Serengeti-Nationalparks neu gezogen wurden, verloren Tausende der dort lebenden Massai ihre Heimat. Bis heute machen viele Massai Grzimek und sein Engagement für Naturschutz dafür mitverantwortlich. Grzimeks Vision: Die Menschen vor Ort sollten die Natur unberührt lassen - Touristen hingegen waren willkommen. Der Serengeti Nationalpark zeigt, dass Naturschutz kein einfaches Erfolgsmodell ist, sondern oft ein Konflikt zwischen den Interessen verschiedener Gruppen.
Die zweiteilige Reihe über den Hamburger Hafen erweckt mit darin zum Teil erstmals veröffentlichten Filmaufnahmen und der entsprechenden Musik die mehr oder weniger "guten, alten" Zeiten der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre wieder zum Leben. Eine Zeit, die eine ganze Generation von Hafenarbeitern und Matrosen geprägt hat.
Den Kranführer Heinrich Norden zum Beispiel, ihn zog es nach Schichtende zum Tanzen, um Frauen kennenzulernen. Kneipenwirtin Renate Töpfer musste sich wegen ihrer bayerischen Herkunft anfangs einiges anhören. Schauspieler Ulrich Tukur geriet fast einmal in eine Schlägerei. Und Vera, die letzte Prostituierte an der Hafenmeile, bedauert, dass die Matrosen nicht mehr so viel Liegezeit haben wie früher, als fast 70 ihrer Kolleginnen die Hafenkante säumten.
Der zweite Teil der Dokumentation "Hamburg, mein Hafen! … und dann das Vergnügen." blickt auf die Stadtseite des Hafens, wo unzählige Kneipen die durstigen Arbeiter und Matrosen empfingen, wo der Fischmarkt und die Prostitution blühten.
Während einer Grenzpatrouille wird ein Motorrad ohne Nummernschild verfolgt und der Fahrer mit Drogen erwischt. In Foz do Iguaçu werden täglich viele Fahrzeuge kontrolliert, darunter ein Taxi mit jungen, meist undokumentierten Passagieren, deren Waren konfisziert werden. In Peru entdeckt ein Spürhund Drogen in Büchern. An der Grenze zwischen Kolumbien und Ecuador wird ein Schmuggel von Schuhen und Medikamenten aufgedeckt.
Als die US-Regierung beschließt, die Existenz einer Forschungsgruppe zu bestätigen, die Gefahren durch außerirdische Waffensysteme identifizieren soll, ist der Aufschrei groß. Wie real ist die Bedrohung? Wie genau untersucht die Regierung dieses Phänomen?
1933 lernt der junge Architekt Albert Speer Hitler kennen. Dessen Gunst dient Speer als Karrieresprungbrett. Vom Baumeister des Diktators steigt er zum mächtigen Rüstungsminister auf. In seinen Fabriken sterben Millionen. Speers Ehrgeiz verlängert den Krieg.
Albert Speer versteht es schon früh, von sich reden zu machen. Mit 28 entwirft er erste Machtkulissen des NS-Regimes. Hitler findet Gefallen an dem Nachwuchsarchitekten aus gutem Hause. Speer wird zum Dekorateur der Diktatur.
Hitler hält Speer für ein Organisationstalent, sieht in ihm einen ebenbürtigen Künstler, der seinen Größenwahn in Stein meißeln soll. Am Modelltisch planen beide die neue "Reichshauptstadt Germania". Wie das antike Rom soll sie Jahrtausende überdauern.
Mit seinem Charme und Auftreten sticht Speer aus dem Nazi-Clan heraus. Wenn Hitler einen Freund gehabt hätte, dann sei er es gewesen, wird Speer später sagen. Der Diktator ernennt ihn 1942, mitten im Krieg, zum Rüstungsminister. Speer setzt alles daran, vor Hitler zu brillieren. Die NS-Propaganda feiert ein "Rüstungswunder". Doch Speer lässt die Zahlen seines Ministeriums frisieren - nur eine der vielen Lügen in der Karriere eines NS-Täters.
Nach dem Krieg gibt sich Speer als "geläuterter Künstler". Bei den Nürnberger Prozessen übernimmt er scheinbar geläutert moralische Verantwortung, bestreitet aber, von den Verbrechen gewusst zu haben. Eine glatte Lüge, die ihn vor der Todesstrafe bewahrt. Speer muss für 20 Jahre in Haft. In seinen Memoiren und zahlreichen Interviews stilisiert er sich später zum "anständigen Nazi" - ein Mythos, der erst lange nach seinem Tod entlarvt wird. Die Dokumentation zeigt auch, wie es Speer gelang, die Bewertung seiner Rolle in der NS-Diktatur über Jahrzehnte nachhaltig zu manipulieren.