1993 werden in einer Londoner Wohnung die Leichen von Annie Castle und ihrem Bruder Billy Bryan gefunden. Die beiden Rentner starben offenbar bei einem gewalttätigen Einbruch. Wie die Polizei herausfindet, haben viele Nachbarn etwas mitbekommen, aber niemand genug, um den Täter identifizieren zu können. Erst 2017 führt eine DNA-Spur endlich zu dem brutalen Einbrecher und Vergewaltiger Danville Neil.
Der Weiße Hai gilt allgemein als der gefährlichste Hai der Welt. Doch bereits der Forscher Jacques Cousteau wies diese Rolle einem anderen Raubtier zu: dem Weißspitzen-Hochseehai. Ein Team von Experten taucht in die Tiefen des Meeres ab, um den Lebensraum dieses Tieres zu erkunden.
Um das Schürfgut im Vegas Valley zu transportieren, müssen Kyle und Chris ihre Trucks abwechselnd über eine schmale Straße mit steilem Abhang zurücksetzen. Das ist gefährlich. Zudem könnte ein Minenprüfer das Risiko eines Erdrutsches als zu hoch einschätzen. Dann dürfte das Team dort möglicherweise für den Rest der Saison nicht mehr schürfen. Rick Ness muss eine Entscheidung treffen: Soll sein Team die Grube erweitern, obwohl dies viel Zeit kostet? Oder wechseln die Goldgräber den Standort? Und Tony Beets will auf seinem Claim am Paradise Hill die Wasserzufuhr optimieren
Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form. Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt. Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde. Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes. Die Größe des Platzes, die Form der Seitenmauern wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden. Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen".
In Ägyptens Hauptstadt Kairo, direkt neben den Pyramiden von Gizeh, eröffnete im November 2025 das größte archäologische Museum der Welt - das GEM. Das Grand Egyptian Museum ist die neue Heimat für die kostbarsten Pharaonenschätze. Die wichtigsten Exponate des neuen Supermuseums sind die 5500 Grabbeigaben des Pharao Tutanchamun, die vor 100 Jahren im Tal der Könige gefunden wurden. Im Zentrum dieses sagenumwobenen Schatzes steht die Totenmaske des Pharaos.
Ein in die Römerzeit datierter Münzfund und dessen Übereinstimmung mit früheren Proben lassen das Team staunen. Auf Empfehlung des Vermessers wird erstmals ein Bereich im westlichen Sumpf untersucht, in dem Gary einen mit Axthieben bearbeiteten Holzpfahl entdeckt. Auf Lot 5 stoßen die Archäologinnen auf Pfeifenreste und Scherben eines verzierten Gefäßes, während ein weiterer Fund einer venezianischen Glasperle neue Spekulationen über die Malteserritter auslöst.
Ein verlassenes Gefängnis, ein verfallenes Château in der Karibik und ein Showdown in der Wüste Boliviens: Drei spektakuläre Orte geben ihre Geheimnisse preis. Im Mittelpunkt: das Château Aubéry auf Martinique - Sinnbild kolonialer Macht und gnadenlosen Ehrgeizes. Außerdem: Wie eine resolute Sheriffin Amerikas meistgesuchten Verbrecher stoppt.
Ein Küstenort bei Neapel wird zum blutigen Schauplatz eines Mafiakriegs - Jahre später sieht man in den Ruinen des einstigen Urlaubsparadieses noch die Spuren von Bauspekulation und organisierter Kriminalität. Eine Westernstadt in Victor, Colorado, trägt noch die Narben einstiger Goldminen und explosiver Arbeitskämpfe. Und ein britisches Militärgefängnis, das dunkle Geheimnisse birgt - von einer Militärjustiz, die umstrittene Urteile vollstreckte bis zum Treiben legendärer Londoner Gangster.
Von üppigen, tropischen Regenwäldern bis hin zu trockenen, gigantischen Eukalyptuswäldern beheimaten die diversen Ökosysteme des Landes unzählige Arten, die alle ihre eigenen Besonderheiten haben. Ganz gleich, ob es sich um die ungewöhnliche Anatomie des Schnabeltiers oder die wilden Schreie des Tasmanischen Teufels handelt - die Kreaturen Australiens nutzen außergewöhnliche Anpassungsfähigkeiten, um nicht nur in den Tiefen des Waldes, sondern auch in allen anderen weiten und wilden Lebensräumen des Landes zu überleben.
Die idyllische Kulisse eines Fischerdorfs auf Long Island verbarg im Zweiten Weltkrieg eine geheime US-Militäranlage. gebaut, Doch was geschah in Camp Hero nach dem Krieg? Verschwörungstheorien florieren. In Polen droht ein unterirdisches Salz-Wunderland für immer zu verschwinden. Und: Ein viktorianisches Badehaus in London war einst ein Bollwerk gegen den "großen Gestank" - und später ein Schauplatz für Legenden.
Der Gardasee ist der größte See Italiens und Sehnsuchtsziel vieler Urlauber aus Deutschland. Zwischen Alpen und Poebene gelegen, bietet die Region im Süden entlang des Ufers Badespaß und das typisch italienische Dolce Vita, im Norden Action und Abenteuer in den Bergen und der teils wilden Natur.
So heißt es auch: einmal am Lago di Garda, immer am Lago di Garda. Besonders im Sommer zieht der Gardasee Touristenströme an, vor allem im touristischen Hotspot, der Halbinsel Sirmione. Judith Rakers entdeckt neben den touristischen Highlights auch die ruhigeren, ursprünglichen Orte, die noch nicht so überlaufen sind.
Auf ihrer Entdeckungstour ist sie, ganz nach italienischer Art, mit der Vespa unterwegs. Die Strada della Forra mit ihren Felsdurchbrüchen und besonders engen Stellen ist dabei ein ganz eigenes Abenteuer. Hier drehte Daniel Craig alias James Bond eine wilde Verfolgungsjagd.
Bei einer Bootstour geht es für Judith Rakers entspannter zu. Auf dem Weg über den See fährt sie auch zu einem Wasserfall, der nur von der Seeseite besichtigt werden kann. Und als Highlight der Reise verrät Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch ihre ganz persönlichen Lieblingsplätze am Lago, ihrer zweiten Heimat.
See, Berge, leckeres Essen und italienische Lebensart, das alles zeigt die "Wunderschön"-Sendung über den Gardasee.
Island - im wahrsten Sinne des Wortes ein Hotspot, denn die Insel im Nordatlantik ist wie keine andere von aktiven Vulkanen und heißen Quellen durchzogen. Gletscher, Eis und schroffe Felsen bieten einen Kontrast, der an dramatischer Naturschönheit kaum zu überbieten ist. Island ist ein Magnet für Naturliebhaber und Reiseabenteurer, was die Jahr für Jahr steigenden Besucherzahlen eindrucksvoll belegen. Wunderschön Reporter Ramon Babazadeh entdeckt die faszinierende Landschaft bei einem Roadtrip durch den Südwesten der Insel.
Dabei sucht er nach besonderen Orten abseits der bekannten Routen und folgt Tipps, wie man den Besuchermassen aus dem Weg gehen kann. Er lernt die Kultur und Lebensart der Einheimischen genauso kennen wie die Motivation der Wahlisländer, die hier in der rauen Landschaft der Insel ihr Glück gefunden haben.
Ramons Reise beginnt ganz im Süden der Insel in Vik, einem kleinen Ort, der für Touristen Ausgangspunkt vieler Exkursionen ist. Ramon lässt sich in die bizarr anmutende Katla-Eishöhle führen, er entdeckt schwarze Sandstrände und spektakuläre Wasserfälle. In Reykjavik geht es auf Walbeobachtungstour, Ramon besichtigt außerdem eine traditionelle Schaffarm und bei einem Ausritt auf Islandpferden erfährt er einiges über Elfen und Trolle, an die viele Isländer glauben.
In Island treffen weite Landschaften auf magische Naturschauspiele und machen das Land zu etwas Besonderem. Die isolierte Insellage mitten im Nordatlantik ließ schon früh eine ganz eigene Kultur wachsen, die von der Naturverbundenheit und Gemeinschaft der Insulaner lebt. Mit knapp 4 Einwohnern pro Quadratkilometer bietet die nordische Insel viel einsame Weite und jede Menge Orte, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Glasklare Seen, uralte Buchenwälder und eine Landschaft, in der die Zeit langsamer zu vergehen scheint: Stephanie Müller-Spirra entdeckt die Feldberger Seen in Mecklenburg. Sie paddelt mit dem Faltboot über den Carwitzer See, trifft Schäfer Jakob, taucht im schmalen Luzin nach der "Koralle des Nordens" und erkundet die geheimnisvollen Heiligen Hallen. Eine Reise voller Natur, Begegnungen und ganz besonderer Momente.
Venedig ist ein Mythos, eine der prächtigsten Kulissen der Welt. Doch die Stadt führt ein Doppelleben, zum einen als quirlige Lagunenstadt, zum anderen als faszinierende Welt der vielen zum Teil unbewohnten Inseln und Sandbänke. Hinter der malerischen Fassade aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein bis heute kaum erforschter Kosmos voller außergewöhnlicher Lebewesen.
Nach seiner Haftentlassung tötet der perfide Schriftsteller und Serienkiller Jack Unterweger weitere Frauen. Wie konnte er dieses Doppelleben in Wien aufrechterhalten? Und was hat es mit dem Knoten auf sich?
Mitte der 70er Jahre wurde die Universitätsstadt Isla Vista nahe Santa Barbara von den Morden an vier jungen Frauen erschüttert. Trotz einer groß angelegten Suche gelang es der Polizei zunächst nicht, den Mörder zu finden. Als die Spur zu einer dänischen Gemeinde in unmittelbarer Nähe führte, verdichteten sich die Zeichen, dass der Mörder aus der Region stammte. Kurze Zeit später verriet sich Thor Christiansen durch sein verdächtiges Verhalten.
Schrift ist eine der genialsten Erfindungen der Menschheit. Durch sie lebt die Vergangenheit fort. Harald Lesch begibt sich auf die Spur geheimnisvoller Schriften weltweit. Schrift wurde an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten immer wieder neu erfunden. Um sie entziffern zu können, muss man mehr über die Sprache und Kultur der Menschen wissen, die sie erfanden. Manche Schriften gelten bis auf weiteres als unentzifferbar. Bei der Entstehung von Schrift stehen am Anfang oft einzelne Zeichen, die sich erst im Laufe der Zeit zu komplexen Systemen entwickeln. Einige Zeichen sind eigentlich Bilder des Dargestellten, andere stehen für Silben oder einzelne Laute. Und selbst wenn man die Schrift lesen kann, heißt das noch lange nicht, dass man sie auch versteht. So etwa bei der Linear-A-Schrift aus Kreta. Sie wurde von den Minoern entwickelt, der ersten Hochkultur in Europa. Anhand von Parallelen in einer späteren Schrift konnten Wissenschaftler den Zeichen Laute zuordnen. Es fehlt ihnen aber die Kenntnis der zugrunde liegenden Sprache. Deshalb konnten die Zeichen ihre magische Fähigkeit, das in ihnen gespeicherte Wissen zu vermitteln, noch nicht ausüben. Anders beim Rongorongo, der Schrift der Rapa Nui auf Rapa Nui . Linguisten sind davon überzeugt, dass die zugrunde liegende Sprache nur die der Einwohner der Osterinsel sein kann, die diese bis heute sprechen, wenn auch in einer späteren Sprachstufe. Und dennoch haben die 600 bekannten Schriftzeichen ihr Geheimnis noch nicht preisgegeben. Nur so viel scheint sicher, dass die auf Holztafeln überlieferten Texte sehr wahrscheinlich in einer Art Wechselgesang vorgetragen wurden. Sie könnten wichtige Hinweise zur Kultur der Rapa Nui und ihrer geheimnisvollen Moai-Skulpturen enthalten. Mehr Erfolg hatte ein Team von Wissenschaftlern um die Sprachwissenschaftlerin Svenja Bonmann. Ihnen gelang der Durchbruch bei der Entzifferung der Kuschana-Schrift, einer Schrift und Sprache, die wohl nur von einer kleinen Minderheit in dem ehemaligen zentralasiatischen Großreich gesprochen wurde. Zuhilfe kam ihnen dabei eine sogenannte Bilingue, die auf einem Felsen in Tadschikistan in 3000 Meter Höhe eingemeißelt wurde. Hier wurde derselbe Text einmal in Baktrisch und einmal in Kuschana aufgeschrieben. Der Vergleich mit der lesbaren baktrischen Inschrift erlaubte es den Forschern anhand von Wortwiederholungen auch Zeichen und Wörter in der Kuschana-Inschrift zu identifizieren. So wie sie haben es sich Wissenschaftler weltweit zur Aufgabe gemacht, noch unbekannte Schriften zu entziffern und damit Türen in die Vergangenheit aufzustoßen, die bislang verschlossen blieben.
In dieser Folge der Doku-Serie: Eine der Grabbeigaben des jungen Pharaos Tutanchamun war ein Dolch mit Eisenklinge, den es in seiner Epoche eigentlich nicht geben dürfte, rund 500 Jahre vor der Eisenzeit. Stammt das mysterische Fundstück aus dem Weltall?
Von unberührten Buchten und lebhaften Korallenriffen bis hin zu Küstendünen ist Australiens Küste Schauplatz von epischen Tierwanderungen, eindrucksvollen Paarungsritualen und spannenden Kämpfen zwischen Raubtier und Beute.
Prag - vom mittelalterlichen Geist der Stadt fühlen sich Einheimische und Besucher magisch angezogen. In Sichtweite des Altstädter Rings und der Karlsbrücke leben aber auch viele Tierarten.
Ehrlich, privat und hautnah wie nie: Riccardo Basile besucht prominente Persönlichkeiten aus der Welt des Sports und spricht mit ihnen über ihr Leben und besondere Geschichten.
Familie Zimmermann hat den Hauptgewinn gezogen - mit der Greencard im Gepäck geht's ab nach Florida.
Statt Luxus und High Society - Ruhe und Lebensqualität! Sarah Kern plant einen Neustart auf Malta.
Inselhopping mit Pharo und Michaela - von Mallorca geht's zurück nach Gran Canaria, ein alter Neubeginn mit Hindernissen.
Familie Mix will unbedingt in Florida bleiben. Beruflich sind sie erfolgreich im Currywurstbusiness, doch ihr Visum läuft ab.
Im Jahr 1997 werden zum ersten Mal Aufnahmen davon gemacht, wie mehrere Orcas einen Weißen Hai töten und dessen Leber verzehren. Nach einem solchen Zusammentreffen verschwinden alle anderen Haie aus der Umgebung. Forscher weltweit versuchen seitdem herauszufinden, wie die Tiere miteinander kommunizieren.
Ein Ski-Paradies im Schatten der demilitarisierten Zone: Einst lockte das "Alps Ski Resort" in Südkorea zehntausende Besucher an - heute herrscht hier gespenstische Stille und Paprika wachsen, wo einst Skilifte schnurrten. Was wurde aus dem einstigen Hotspot? Außerdem: Francos geheime Bunkerlinie in den Pyrenäen und ein Luxushotel in Argentinien, das Kriegsgefangene beherbergte.
In Sacramento wird in einer Pension Grausiges entdeckt. Nicht nur der vermisste Bert Montoya, sondern sieben weitere Mordopfer werden im Garten gefunden. Die Vermieterin hatte alle wegen des Sozialversicherungsgeldes getötet.
Die idyllische Kulisse eines Fischerdorfs auf Long Island verbarg im Zweiten Weltkrieg eine geheime US-Militäranlage. gebaut, Doch was geschah in Camp Hero nach dem Krieg? Verschwörungstheorien florieren. In Polen droht ein unterirdisches Salz-Wunderland für immer zu verschwinden. Und: Ein viktorianisches Badehaus in London war einst ein Bollwerk gegen den "großen Gestank" - und später ein Schauplatz für Legenden.
Harte Arbeit und schwierige Bedingungen: Das Leben als Goldgräber ist kein Zuckerschlecken. Sechs Monate im Jahr stellen sich die Teams im Yukon einer gnadenlosen Wildnis. Die Minenbosse stehen unter großem Druck, doch die hohen Erwartungen werden nicht immer erfüllt. Wenn Träume zerplatzen und die Zuversicht schwindet, kippt mitunter die Stimmung. Frustration macht sich breit und es kommt zu offenen Streitigkeiten. Dabei gehen manchmal auch Freundschaften zu Bruch. Dieses Special zeigt emotionale Ausnahmesituationen, in denen die Nerven blank lagen.
17-Jähriger gesteht Morde an Obdachlosen: Eine Serie grausamer Angriffe auf obdachlose Menschen erschütterte 2023 die österreichische Hauptstadt. Drei Opfer wurden im Schlaf brutal attackiert, zwei davon tödlich verletzt. Überwachungsvideos zeigten einen jungen Mann, der seitdem von der Polizei gesucht wurde. Am 11. Dezember 2023 stellte sich der mutmaßliche Täter der Polizei. Was steckt hinter seinen Motiven?
Der Drachen ist das Wahrzeichen der Waliser. Die kohlevertilgende Dampfeisenbahn wird gern mit ihm verglichen. Für den Eisenbahn-Enthusiasten Christian Rogers ist das ein gefundenes Fressen.
Reisen mit Meerblick und Direktanschluss an Museumsbahnen in allen Größen, das ermöglicht die "Cambrian Line" in Wales. Die blauen und silbernen Dieseltriebwagen von "Transport for Wales" starten in Pwllheli.
Gemütlich bewegt sich die Bahn über die Holzbrücke von Barmouth und direkt an der Meereskante entlang, um dann an zahlreichen Bedarfshaltestellen in der eindrucksvollen Küstenlandschaft zu stoppen.
Drei permanente Haltestellen sind für Dampflok- und Schmalspurbahn-Liebhaber ein Muss: Porthmadog, Fairbourne und Tywyn. Nach einem Ausflug mit der "Welsh Highland Railway" nach Beddgelert geht es mit der "Fairbourne Railway" hinter der Düne entlang und schließlich mit der "Talylynn Railway" in die Berge.
Der Film begleitet Christian Rogers, der per "Driver Experience" die Schmalspur-Dampfloks an der Strecke ausprobieren will. In Oswestry bei der "Cambrian Heritage Railway", historisch gesehen der "Wiege" der "Cambrian Line", wird er zu guter Letzt seine geliebte Modellbahn-Normalspur-Dampflok "Andrew Barclay 0-4-0ST" im Original erleben.
"Verschollenes" fasziniert die Menschen seit jeher. Harald Lesch macht sich auf die Suche nach Siedlungen, Flotten und ganzen Heeren, die im Laufe der Geschichte spurlos verschwanden. Im 16. Jahrhundert wird die erste englische Kolonie in Amerika gegründet. Doch nur wenige Jahre später fehlt von Roanoke und seinen Bewohnern jede Spur. Nun scheint das Rätsel gelöst. - Nur eine der Geschichten, die "Terra X" beleuchtet. Im Jahr 2016 gelingt einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Unterwasserarchäologen Graf Sandizell die Aufklärung eines jahrhundertalten Rätsels. Am 4. März 1650 verschwand eine Flotte von fünf Schiffen der niederländischen Ostindien-Kompanie scheinbar spurlos in den Gewässern vor Süd-Sulawesi. Die gesamte Besatzung, 581 Mann, überlebte. Auch ein Teil der Ladung konnte gerettet werden, aber die Schiffe verschwanden danach spurlos. Bis Taucher sie, nach akribischen Recherchen in Bibliotheken und Archiven, innerhalb von nur vier Tagen vor der Küste des heutigen Indonesien lokalisierten. Dagegen fehlt noch immer jede Spur vom Heer des persischen Königs Kambyses, das im Jahr 524 vor Christus nach einem Sandsturm in der ägyptischen Wüste umgekommen sein soll. Aber können 50.000 Soldaten tatsächlich spurlos verschwinden? Ausgangspunkt und Ziel des Feldzuges waren bekannt. Doch der Weg führte durch die unwirtliche Wüste Sahara. Sind die Überreste dieses riesigen Heeres unter meterhohen Sanddünen verborgen, oder gibt es vielleicht noch einen anderen Grund dafür, dass die Suche bis heute erfolglos blieb? Diese und weitere rätselhafte Geschehnisse stellt Harald Lesch in dieser Folge "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie: Verschollen" vor. Wie schon in den vorherigen Staffeln liegt das Hauptaugenmerk auf archäologischen Ausgrabungen und Forschungen. Neben der Präsentation von zum Teil scheinbar Unerklärlichem bleibt viel Raum für die Begleitung von Forschenden vor Ort.
Forschungsarbeiten sollen das ändern. Westaustralien ist trocken, aber sobald ergiebiger Regen fällt, breitet sich ein Blumenmeer aus. Botaniker gehen der Frage nach, wie die Pflanzensamen die Trockenzeit überstehen.
Publikumsliebling Marika Lichter begibt sich auf Spurensuche in die familiäre Vergangenheit, die mehr ist als nur persönliche Erörterung. Der außergewöhnliche Theaterabend ist eine Hommage an all die "Vorhergegangenen", eine Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten "Heimat" und "Zuhause", eine Untersuchung des Phänomens "being jewish" und eine Liebeserklärung an das Leben.
Marika Lichter erzählt, zitiert und singt, lässt Vergangenes neu erblühen und beleuchtet das Gefühl des Fremdseins "hier" wie "da" - im Geburtsland wie im Exil. Behutsam ausgewählte Lieder illustrieren und konterkarieren die Dramaturgie des Abends - ob Tango oder Wiegenlied, ob Schlager oder (Operetten-)Arie, Polit-Song oder Liebesballade, die musikalischen Mosaiksteine füllen jene Lücken, die Real-Historie gerissen hat. Jüdische, jiddische Weisen - jüdische Welten werden lebendig und schlagen im Zusammenspiel mit den subtil gesetzten Texten eine Brücke vom Einst ins Heute. Ich habe ein Heimatland ist eine berührende, poetische, aufrüttelnde, zärtliche Melange der Klänge, Gedanken, Findungsversuche, Bekenntnisse und Fragen.
Wesley Shermantine und Loren Herzog sind in derselben Straße aufgewachsen. Die beiden Freunde wurden als "Speed Freak Killers" bekannt, weil sie unter Drogeneinfluss zahlreiche Morde begingen. Obwohl sie die Leichen immer wieder an ähnlichen Orten versteckten: in Brunnen und an entlegenen Orten auf dem Land, wo sie auch ihre Kindheit und Jugend gemeinsam verbracht hatten, galten die beiden als besonders unberechenbar.
In den Gewässern rund um Guadalupe gibt es so viele Weiße Haie wie sonst fast nirgends auf der Welt. Doch die Raubtiere weisen immer öfter mysteriöse Narben auf, die Wissenschaftler auf den Riesenkalmar zurückführen. Forscher wollen herausfinden, wie ein Kampf zwischen den beiden Spezies in den Tiefen des Ozeans aussehen könnte.
Ein Ski-Paradies im Schatten der demilitarisierten Zone: Einst lockte das "Alps Ski Resort" in Südkorea zehntausende Besucher an - heute herrscht hier gespenstische Stille und Paprika wachsen, wo einst Skilifte schnurrten. Was wurde aus dem einstigen Hotspot? Außerdem: Francos geheime Bunkerlinie in den Pyrenäen und ein Luxushotel in Argentinien, das Kriegsgefangene beherbergte.
Im September 1940 marschieren italienische Truppen in Ägypten ein, ohne Erfolg. Dies führt im Dezember zu einem Gegenangriff der Briten, der ihnen beim Sieg freie Verfügung über ein Dutzend Divisionen geben könnte. Hitler reagiert mit der Gründung des "Afrikakorps", einem Großverband der deutschen Wehrmacht, um die Kolonien des italienischen Verbündeten zu verteidigen. Im März 1941 greifen Hitlers Truppen unter Leitung Erwin Rommels - zunächst mit Erfolg - das britische Lager in El Agheila an.
Joanne Dennehy brachte scheinbar grundlos drei Männer kaltblütig um. Zwei weitere ließ sie schwerverletzt zum Sterben zurück, nachdem sie sie auf offener Straße und am helllichten Tag niedergestochen hatte. Ihre Verbrechen machten Schlagzeilen, weil sie auf die Öffentlichkeit eine makabre Faszination ausübten: Eine junge Frau aus gutem Hause, die sich zu einer Tötungsmaschine entwickelte.
Deutsch war ihre Muttersprache - das war ihr Schicksal. Sudetendeutsche, Donauschwaben, Siebenbürger-Sachsen oder Karpatendeutsche lebten seit Jahrhunderten in Ost- und Südosteuropa. Nationalismus und Krieg machten sie schließlich zu Vertriebenen und Enteigneten. Millionen mussten ihre Heimat verlassen. Die meisten Vertriebenen aus diesen deutschen Volksgruppen fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Österreich ein neues Zuhause.
Im Film erzählen vier Vertriebene von Flucht, Hoffnung auf einen Neuanfang,
vom Leben in Lagern, von Vorurteilen und der Sehnsucht nach einem Ort, an
dem man dazugehört. Die Suche nach Heimat begleitet sie ein Leben lang und
wird schließlich zur Suche nach sich selbst.
Die Dokumentation "Auf der Suche nach Heimat - Die Kinder der Vertriebenen" ist der letzte Teil der Trilogie von ORF Salzburg-Redakteurin Gabi Kerschbaumer. Ihre bisherigen Dokumentationen "Annehmkinder - Die Kinder, die zu viel waren" und "Er war weg und ich war da - Die Kinder der amerikanischen Besatzungssoldaten" wurden mehrfach ausgezeichnet.
In South Dakota, nahe der Kleinstadt Gary, haben Sturmjäger einen spektakulären Tornado im Visier. Der Wirbelsturm verändert ständig seine Form und lässt sich kilometerweit verfolgen. Doch was als meteorologisches Ausnahmeerlebnis beginnt, nimmt eine dramatische Wendung. Denn plötzlich ändert der Tornado seine Richtung und bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h auf einen bewohnten Bauernhof zu! Reed Timmer und seine Sturmjäger-Crew geraten selbst in die Schusslinie des Giganten, während ein anderes Team den Menschen in den Trümmern des zerstörten Hauses zur Hilfe eilt.
Die Inselbahn Wangerooge ist die einzige von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn. Sie zuckelt auf einer Strecke von knapp sechs Kilometern über die östlichste ostfriesische Insel.
Die Meterspurbahn ist neben dem Fahrrad das einzige Verkehrsmittel auf der autofreien Insel - ohne Bahn läuft dort nichts. Güter, Personen, sogar Müll werden dort auf der Schiene transportiert - ein Paradies nicht nur für Eisenbahnfreunde.
Einen festen Fahrplan gibt es nicht. Die Bahn dient hauptsächlich dem Zubringerverkehr zwischen dem Inselhafen und dem Ort Wangerooge. Für die 3,4 Kilometer lange Strecke entlang des Wattenmeeres braucht sie 15 Minuten und führt dabei durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nur die Bahn darf den Nationalpark durchqueren. Personenverkehr gibt es dort nur, wenn für Passagierschiffe genug Wasser unter dem Kiel ist. Die Inselbahn ist damit tideabhängig.
Weltweit gibt es immer wieder rätselhafte Funde. Auch in dieser Staffel von "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Seit Jahrtausenden errichten Menschen verschiedenste Bauten. Sie dienen als Wohnungen, Gotteshäuser oder zu Zwecken, die bis heute unbekannt sind. Manche wurden bewusst versteckt errichtet, andere gerieten in Vergessenheit und wurden zufällig wiederentdeckt. Überall auf der Welt finden sich Bauwerke, die Rätsel aufgeben. Die Fragen reichen vom Sinn und Zweck der Monumente über ihre Erbauer bis hin zur Art und Weise ihrer Errichtung. Seit seiner Erbauung strahlen die hellen Mauern des Castel del Monte weithin über die Landschaft Apuliens im Süden Italiens. Errichtete Kaiser Friedrich II. hier eine steinerne Krone, oder verstecken sich in den Mauern Hinweise auf ganz andere Gebäude, wie die Cheopspyramide, die Kathedrale von Notre-Dame in Paris oder der Felsendom in Jerusalem? Mehr als 1000 Jahre in Vergessenheit geriet hingegen der größte buddhistische Tempel weltweit: Borobudur. Erbaut zwischen 750 und 850 nach Christus, wurde die Anlage bereits im 10. Jahrhundert verlassen und erst im frühen 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Noch sehr viel älter, aber nicht weniger geheimnisvoll, sind 170 regelmäßig angeordnete Steinhügel, die Wissenschaftler auf dem Grund des Bodensees fanden. Sie stammen wohl aus der Jungsteinzeit, ihr Verwendungszweck aber gibt Rätsel auf. Ein Objekt auf dem Boden der Ostsee datiert dagegen in die jüngste Vergangenheit und findet sich trotzdem in keiner einschlägigen Datenbank. Seine Spur führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als Deutschland noch ein geteiltes Land war.
Familien Zusammenkünfte heißen bei den Aborigines: "Corroborrees" und sind eine Mischung aus Tanz, Ahnenkult und Festmahl. Cathy, die Älteste der Kimberley-Familie, erzählt die Geschichte von Wungurr, der Regenbogenschlange. Und Miles versucht die wilden Süßwasserkrokodile vor hochgiftigen Kröten zu beschützen, indem er sie trainiert.
1960 - der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, in dem Nordrhein-Westfalen nur eine Richtung kannte: Volle Kraft voraus! Das Wirtschaftswunder machte es möglich. "Wir sind wieder wer!" das wollten wir auch zeigen. Immer mehr Menschen konnten sich nun ein Auto leisten. Mit dem Straßenbaufinanzierungsgesetz fiel 1960 der Startschuss für den groß angelegten Ausbau der Autobahnen und Bundesstraßen. Jetzt konnte man richtig "Strecke machen". Eines der Fahrzeuge damals: das Motocoupé "Isetta".
Das Modell von Jutta Beyer-Vollprecht ist Baujahr 1961. Die 150 D-Mark, die die Bonnerin seinerzeit für das Gefährt bezahlte, haben sich gelohnt, denn bis heute ist sie mit dem Motocoupé unterwegs. Knapp 500.000 Kilometer hat ihre Isetta inzwischen auf dem Blechbuckel, mit Reisen quer durch ganz Europa - vom Nordkap bis nach Griechenland.
Auch für die "Tina Scarlett" sollte es über den Rhein in die große, weite Welt gehen. Doch bei der Überfahrt von Köln Richtung Nordsee kollidierte die Hochseefähre vor Emmerich mit einem Tanklaster. Es kam zu einer Explosion. Insgesamt elf Schiffe gerieten in Brand. Der Rhein stand tagelang in Flammen. Der ehemalige Feuerwehrmann Michael Thissen, selbst Jahrgang 1960, hat das Ereignis aufgearbeitet. Mit zwei Feuerwehrleuten, die damals gegen die Flammen gekämpft haben, berichtet er über die Katastrophe.
In Düsseldorf ging Anfang der 60er Jahre ein musikalischer Stern auf, den heute jeder kennt. Eigentlich war Heinz Georg Kramm Bäcker, doch nach Feierabend packte er hinter der Backstube regelmäßig sein Akkordeon aus. Als schließlich eine Düsseldorfer Kapelle anfragte, ob er für einen erkrankten Musiker einspringen könnte, war das der Wendepunkt. Bei einem fulminanten Auftritt wurde "Heino" als Solo-Sänger gefeiert. Groß machte ihn ein paar Jahre später ausgerechnet der Mann, der 1961 selbst einen der größten Hits des Jahres lieferte: Ralf Bendix.
Im selben Jahr blickte man mit Sorge nach Berlin, wo plötzlich die Mauer die Stadt teilte. Kein Bundesland nahm damals mehr DDR-Flüchtlinge auf als NRW - und die meisten der Menschen kamen in die Aufnahmestelle nach Unna-Massen. Auch Familie Deterling. Harry Deterling war Lokführer in der DDR, und er wollte mit seiner Familie in den Westen. Am Nikolausabend 1961 durchbrach er mit einer Lokomotive die Absperrung der letzten bestehenden Gleisverbindung zwischen der DDR und West-Berlin. An Bord des Zuges: seine Frau, seine vier Söhne und weitere Familienmitglieder. Die Flucht gelang, aber die DDR wollte "ihren" Mann zurück und schickte einen Agenten, der einen der Söhne entführen sollte, um die Familie zur Rückkehr zu zwingen. Aber der Versuch scheiterte. Ingrid Deterling und ihr Sohn Manfred berichten von ihrer spektakulären Flucht und der aufreibenden Zeit danach.
Es war auch eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs: Mit Elisabeth Schwarzhaupt nahm 1961 die erste Frau den Platz an der Spitze eines Bundesministeriums ein - gegen den Willen von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Deutschland wurde weltoffener und begrüßte die ersten "Gastarbeiter" aus Spanien, Griechenland und der Türkei. Die Wirtschaft brummte, und von den Zuwanderern aus Italien übernahmen wir die kulinarischen Spezialitäten.
Beim Städtebau orientierte man sich an den Vereinigten Staaten. Es entstanden Hochhäuser nach dem Vorbild amerikanischer Wolkenkratzer. Allen voran: das Dreischeibenhaus, das das Gesicht der Landeshauptstadt bis heute prägt. Aber auch musikalisch gaben die USA den Ton an. Der Clou: Viele internationale Hits wurden einfach "eingedeutscht". Und so stürmten "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strand-Bikini" und der "Babysitter-Boogie" hierzulande nicht nur im englischen Original, sondern auch in der deutschen Version die Charts.
Eine gebirgige Halbinsel wie den Peloponnes mit einer Bahn zu umrunden, oft direkt am Meer entlang, ist ein mutiges Unterfangen. Der Film folgt den Spuren der alten Bahn.
Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Arbeiten abgeschlossen waren, war mit über 700 Kilometer Länge das größte Schmalspurnetz Europas entstanden. Doch dieses innovative Mobilitätskonzept zahlte sich für die Geldgeber schon damals nicht aus.
Heute hat die griechische Staatsbahn Teile in ihr Normalspurnetz integriert. Viele Strecken wurden aber auch stillgelegt.
Die filmische Reise startet in Piräus. Von dort geht es in modernen, elektrischen Gelenktriebwagen zum Athener Hauptbahnhof, dann über den Kanal von Korinth bis nach Kiato. Dort endet die Oberleitung. Weiter geht es mit einem dieselelektrischen Triebwagen noch bis Egio, bis die Reise vor einem unfertigen Tunnel endet.
Beeindruckend ist die fast fertige Trasse bis Patras, die nach dem Tunnel beginnt. Wann der Schienenanschluss kommt, weiß keiner. Immerhin, in der drittgrößten Stadt des Landes gibt es auch eine S-Bahn. Es geht 40 Kilometer auf Schmalspur - dieselelektrisch. Sogar ein voll ausgestattetes Bahnbetriebswerk gibt es noch.
Die letzte Bahninsel wartet in Olympia. Auch diese Linie, vom Kreuzfahrthafen Kathakolo zu den antiken Stätten, funktioniert heute wieder fahrplanmäßig. Danach, auf der Reise über Kalamata, Tripolis und zurück nach Korinth, gibt es keine rollenden Züge mehr, nur noch zugewachsene Strecken, verfallende Bahnhöfe und verrostende Lokomotiven. Eisenbahn-Romantik pur?
Vandalismus ist ein großes Problem. Nicht nur bei den alten Zügen. Auffällig ist, dass es fast keinen modernen Zug gibt, der nicht mit Graffiti besprüht ist. Nicht alle sind dadurch unansehnlich geworden. Von einem, der quasi als Koryphäe bei den Athener Sprayern gilt, will das Filmteam wissen: Was ist Kunst, was ist seine Motivation?
Im Film kommt auch die konventionelle Kunst zum Zug: in Athen die Akropolis, in Patras das neue archäologische Museum, Olympia und Mykene nicht zu vergessen. Bei Diakopto geht es mit der neuen Zahnradbahn nach oben. Dort dampft es sogar.
Kisseljowsk, Sibirien, 6. Juni 2019: In einer stillgelegten Kohlemine schwelt seit Längerem ein unterirdisches Feuer, giftige Gase dringen in viele Wohnhäuser der 90.000-Einwohner-Stadt, doch die Behörden verweigern eine Umsiedlung der betroffenen Familien. Aus Verzweiflung wenden sich Bewohner in einem Video an den damaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau und bitten um Asyl als Umweltflüchtlinge.
Das Video geht viral, nur 48 Stunden später berichtet der kanadische Sender CBC News. Die internationale Aufmerksamkeit setzt die russische Regierung unter Druck, die versucht, das wahre Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen.
Im Zentrum der Dokumentation "Black Snow" steht Natalja Subkowa: dreifache Mutter, Hausfrau, mit einem einfachen Handy bewaffnete Bürgerjournalistin. Sie beginnt zu recherchieren, weil sie wissen will, ob die Nierenerkrankungen ihrer beiden Töchter mit der Kohleverschmutzung zusammenhängen. Aus einzelnen Handyvideos wird über Jahre die wichtigste unabhängige Stimme ihrer Stadt: Sie deckt auf, dass unter Kisseljowsk Dutzende Brände schwelen, dass Behörden sie als harmlose Müllfeuer herunterspielen, und dass Umsiedlungsversprechen folgenlos bleiben. Doch ihre Recherche hat einen Preis. Subkowa gerät ins Visier der Behörden: Überwachung, öffentliche Diffamierungskampagnen, Drohungen gegen ihre Kinder, ein Verhör durch den Inlandsgeheimdienst FSB.
Über vier Jahre hinweg in Russland, Georgien und in Deutschland gedreht, erzählt Regisseurin Alina Simone in "Black Snow" das eindringliche Porträt einer Frau, die vom unpolitischen Familienmenschen zur unbequemen Aufklärerin wird und dabei nicht aufhört, Fragen zu stellen, selbst als der Druck auf sie wächst. Der Film zeigt die Folgen des Kohleabbaus für die Menschen in der Region und gibt einen seltenen Einblick in die Methoden des modernen russischen Überwachungsstaats.