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Dok 1 - Das wird man wohl noch sagen dürfen!

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Dokumentation

Politische Korrektheit hat die Welt besser gemacht, geht aber manchmal zu weit… darin sind sich Lisa Gadenstätter und Hanno Settele prinzipiell einig. Darum entscheidet der Würfel: Herr Settele muss in diesem Film als Verteidiger, Frau Gadenstätter als Kritikerin der PC losziehen! Die Reise startet bei Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer. Denn niemand weiß besser, wie MANN mit FRAU umzugehen hat - doch sind seine Benimm-Regeln heute überhaupt noch zeitgemäß? Von dieser Frage ausgehend beleuchten die beiden ORF Reporter einige aktuelle Phänomene, anhand derer sich gut diskutieren lässt: wo ist politische Korrektheit angebracht, und wo schießt sie übers Ziel hinaus? Zum Beispiel bei der Dauerbrenner-Frage, ob sich die Sternsinger auch im 21. Jahrhundert noch schwarz anmalen dürfen oder ob die Vorwürfe des BLACKFACING zutreffend sind. Die Diskussion ist in den letzten Wochen mit einem offenen Brief an Bundespräsident Van der Bellen neu entbrannt. Ein weiterer aktueller Streitpunkt: sollen Logo und Namen der Vorarlberger Mohrenbrauerei geändert werden, weil sie rassistische Züge aufweisen? Bierfans haben sich in einer Petition zu tausenden dagegen gestemmt. Die Debatte ist höchst emotional, weswegen die Eigentümerfamilie einen Expertenrat einberufen hat der dieses Jahr bei der Entscheidungsfindung helfen soll - wie Hanno Settele vor Ort erfährt. Lisa Gadenstätter nimmt derweil den "Politically Correct Comedy Club" unter die Lupe. Sie fragt sich, ob Kabarett ein "geschützter Raum" sein soll, in dem niemand verletzt werden darf: Ja, wenn es nach der Gründerin Denice Fredriksson geht. Und nein, wenn man bei Ingo Appelt nachfragt - einem der "bösesten" deutschen Comedians. Er meint, dass eine abgehobene politische Korrektheit Gefahr läuft, ein Drittel der Bevölkerung hinter sich zu lassen. Und es gibt noch mehr zu diskutieren: darf man Menschen nach ihrer Herkunft fragen? Darf man alte James Bond Filme gut finden? Und bringt der Missbrauch politischer Korrektheit Menschen zum Verstummen, so wie es der ehemalige Grünen-Politiker Efgani Dönmez behauptet? Viele heikle Fragen, auf die es nur selten eine klare Antwort gibt. Und die dennoch offen diskutiert werden sollten - auch wenn man gerade bei diesem Thema Gefahr läuft, schnell in einem bestimmten Eck zu landen…
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Vernichtet

Vernichtet - Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust

3SAT
Vernichtet

Vernichtet - Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust

Geschichte

Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählt dieser Film die Geschichte einer Brandenburger Familie: Sie wurde auseinandergerissen, deportiert und an verschiedenen Orten ermordet. Auschwitz, 27. Januar 1945: Ein Wort und ein Datum stehen für die Untat, die ihren Anfang in Ausgrenzung und Entrechtung nahm und in millionenfachem Mord endete. Auschwitz bezeichnet nicht einen Ort in Polen. Es ist näher, als man glaubt. Es ist draußen vor der Tür. Eine Familie aus Brandenburg wurde auseinandergerissen, an unterschiedlichen Orten ausgebeutet, solange man in ihr nützliche Arbeitskräfte sah, auf unterschiedlichen Wegen deportiert und an verschiedenen Orten ermordet. Glambeck im Löwenberger Land ist ein typisches, hübsches Brandenburger Dorf mit einer Kirche und einem Storch auf dem Kirchdach. Hier lebte Rosa Labe mit ihren Kindern. Früh verwitwet, führte sie einen Kolonialwarenladen. Ihr Sohn Paul arbeitete bei einem Bauern als Knecht, Dora und Theo gingen in die Dorfschule. Eine Schulfreundin erinnert sich, wie am Abend des 9. November 1938 die Habseligkeiten der Familie Labe auf dem Dorfplatz brannten. Schritt für Schritt kann man das an ihr verübte Verbrechen rekonstruieren. Beginnt man zu suchen, öffnet sich der Blick in den Abgrund: Es gibt Akten. Verwaltungsakt und Gewaltakt gehen Hand in Hand. Und Beschreibungen Überlebender. Parallele Leidensgeschichten. Der Film folgt den Schritten der Vernichtung vom scheinbar Harmlosen zum nicht mehr Fassbaren. So führt auch von Glambeck, einem Ort mit Kirche und Klapperstorch, der Weg an die Orte des Holocaust. Nach Auschwitz. Aber auch nach Kaunas und Treblinka. Ebenso Bielefeld, Berlin-Grunewald, Neuendorf im Sande und ein Ort mit dem Märchennamen "Schniebinchen". Auschwitz ist überall.
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