Diese "Land der Berge"-Neuproduktion führt ins Stubaital - einem Tiroler Alpental, dass den Wandel vom einstigen Bergbauerntal zu modernen Lebens- und Tourismusregion eindrucksvoll widerspiegelt. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die spektakulären Landschaften, sondern vor allem die Menschen, die ihre Heimat mit Leidenschaft und Gemeinschaftssinn gestalten. Unter dem Leitgedanken "Wer seine Geschichte nicht kennt, kann die Zukunft nicht gestalten" erzählt die Dokumentation von gelebter Tradition und Engagement. Persönliche Geschichten von Jung und Alt zeigen, wie sich das Leben in den Tälern verändert hat und welche Werte bis heute geblieben sind. Bergbäuerinnen und Bergbauern, Handwerker und junge Unternehmerinnen und Unternehmer verbinden überliefertes Wissen mit neuen Ideen. Eindrucksvolle Aufnahmen von Gipfeln, Gletschern, Almen und Dörfern bilden den atmosphärischen Rahmen für die persönlichen Geschichten und machen die besondere Schönheit des Tales ebenso sichtbar wie seine kulturelle Vielfalt. Gleichzeitig wirft die Dokumentation einen Blick auf die Herausforderungen des alpinen Lebensraums - vom Klimawandel bis zur nachhaltigen Entwicklung.
In Louisiana ist das Leben der Menschen schon immer eng mit der Natur verbunden, besonders mit den Vögeln der Region. In den Sümpfen und Wäldern des US-Staates leben über 470 Vogelarten, darunter Pelikane, Kraniche und Reiher. In den letzten Jahren sind viele jedoch verschwunden - ein Verlust für die Ökosysteme. Umweltschützer*innen bemühen sich daher um eine Rückkehr der Arten.
Grundschullehrerin Alexandra (33) und Klimatechniker Stefan (37) kaufen einen sanierungsbedürftigen Altbau in der Nähe von Köln. Den Innenausbau übernehmen die beiden selbst, für die Reparatur von Dach und Fenstern, den Einbau einiger Lichtschächte und die Dämmung mehrerer Wände brauchen sie einen Fachmann. Im Internet finden sie einen Dachdeckermeister, der ihnen für die gewünschten Arbeiten einen guten Preis anbietet: 50.000 Euro für alles. Im Februar 2011 beginnt der Mann mit den Arbeiten - und kurze Zeit später ist vieles bereits erledigt. Stefan und Alex überweisen mehr als 49.000 Euro. Im Sommer 2011 teilt der Dachdecker in einer kurzen E-Mail mit, dass er dringend auf eine andere Baustelle müsse. Es folgen immer neue Ausflüchte und dann ist er gar nicht mehr zu erreichen. Dass die bereits erledigten Arbeiten am Haus nur äußerst mangelhaft ausgeführt wurden, bemerken Alexandra und Stefan erst beim herbstlichen Dauerregen. Überall dringt Wasser ein. Stefan erfährt, dass auch weitere Familien von dem Dachdecker betrogen wurden. Ohne Geld sitzen Alexandra und Stefan in einer Bauruine, die mit jedem Regenguss weiter durchfeuchtet wird. Einen neuen Baukredit hat ihre Bank verweigert. Fachanwältin Manuela Reibold-Rolinger macht sich auf die Suche nach dem abgetauchten Dachdeckermeister. Architekt John Kosmalla gewinnt einen echten Fachmann als Verstärkung für das Bauretter-Team. Gemeinsam wollen sie das mangelhafte Haus bewohnbar machen.
Im Mordfall Pamela Maurer kommen die Ermittler einem Verdächtigen auf die Spur: Bruce Lindahl hat strahlend blaue Augen, ein gewinnendes Lächeln und einen Berg dunkler Geheimnisse. Lindahl ist passionierter Fallschirmspringer, Liebhaber von Raubvögeln und macht gerne Fotos - vor allem von jungen Mädchen. Die Polizisten finden bei ihm eine Box voller Bilder von nackten, jungen Frauen. Wie vielen hat er etwas angetan? Chris Loudon und sein Team arbeiten mit den anderen Polizeidienststellen der Gegend zusammen. Sie lassen sich Listen geben von ungeklärten Vermisstenfällen und Morden an jungen Frauen. Hat Bruce Lindahl bei weiteren Fällen seine Finger im Spiel gehabt? Und gelingt es den Ermittlern, die Frauen auf Lindahls Fotos zu identifizieren? Sie nehmen Kontakt zu Personen auf, die mit ihm zu tun hatten. Dabei bekommen sie ein immer genaueres Bild von der Person Bruce Lindahl und seinen Machenschaften. Er gerät damals häufig in Konflikt mit dem Gesetz. 1976 wird die 16-Jährige Pamela Maurer in Lisle, Illinois, ermordet aufgefunden. Der Fall bleibt 45 Jahre lang ungelöst, bis einem Ermittlerteam auch dank neuer Technologien die Aufklärung gelingt.
Die Deutschen lieben den Wald. Kein anderes Land Europas hat eine derart tiefe Verbindung zur Heimat der Bäume. Ein Drittel des Landes ist mit Wald bedeckt - 90 Milliarden Bäume insgesamt. Und kein Naturraum ist so stark mit der Identität der Deutschen verbunden wie der Wald. Nicht das Wattenmeer, nicht die Berge spiegeln die Seele und die Befindlichkeiten der Deutschen, sondern - die Wälder. Wälder sind die größten Süßwasserspeicher - denn alles im Wald ist darauf ausgelegt, Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Die Baumkronen fangen einen Großteil des Niederschlages auf, bevor er zu Boden fällt, wo der humusreiche Untergrund ihn aufsaugt wie ein Schwamm. Baumwurzeln, die von ihren Pilzfreunden in einen zarten Filz gehüllt werden, speichern das kostbare Nass. Und wie durch ein Wunder gelangt es von den Wurzeln wieder hinauf in die Krone - ganz ohne Motorpumpen. Hier oben wird es gebraucht für die Photosynthese. Denn ohne Wasser kommt die Zuckerproduktion in den Blättern zum Stillstand, und dem ganzen Wald knurrt der Magen. Während die Blätter oben die Energie der Sonne einfangen, sorgt das geschlossene Kronendach für grünes Dämmerlicht unter den Bäumen - und für ein gleichmäßig kühles, feuchtes Klima im Waldinneren. Zu viel Wasser allerdings lässt viele Bäume ertrinken. Wie ein Mensch erliegen sie dabei einem Erstickungstod. Auenwälder sind deswegen das Terrain der Spezialistenbäume - und Heimat der Biber, der einzigen tierischen Waldbewohner, die Bäume fällen. Doch egal, wo ein Wald wächst: Jeder Wald ist ein gigantischer "Wassereimer" in einer globalen Kette von Pumpstationen. Wälder pumpen den Wasserdampf von den Meeren ins Landesinnere. Ohne sie würden die großen Kontinente im Inneren austrocknen. Nicht nur deswegen sind Wälder die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Und so forschen Wissenschaftler mit Klimatürmen und Kronen-Kränen am Wunderwerk Wald.
Im Heide Park Resort in Soltau befindet sich Europas schnellste und höchste Holzachterbahn. Seit 2001 prägt das 60 Meter hohe Fahrgeschäft den Vergnügungspark. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von fast 110 Kilometern pro Stunde galt "Colossos" als wahrer Publikumsmagnet, rund 20 Millionen Gäste fuhren in 15 Jahren mit. 2016 begann die Restaurierung. Neues Holz, neue Schienen, neue Technik - die Reportage begleitet die aufwendige Sanierung von Deutschlands beliebtester Holzachterbahn.
Sie stampfen mit Wucht auf den Boden. Grimmig starren sie sich an. Im nächsten Moment stürzen die massigen Körper krachend aufeinander. Uralte Rituale und eiserne Disziplin gehören zum Sumo-Ringen dazu. Auch die Kleinen werden schon trainiert - und gemästet. Sumo ist nicht einfach nur ein Sport. Die besten Ringer werden in Japan immer noch gefeiert wie Helden.
Bruce Lindahl wird bis Anfang der 1980er-Jahre mehrfach wegen Vergewaltigung angezeigt. Ohne Konsequenzen. Ein Verdacht keimt auf: Wird er von einem Freund bei der Polizei geschützt? Die Beamten stoßen auf haarsträubende Ermittlungspannen. Lindahl treibt sein Unwesen in einer Zeit, als Vergewaltigungen häufig verharmlost werden. Doch die Polizisten kämpfen für späte Gerechtigkeit. Gelingt es ihnen, Bruce Lindahl zweifelsfrei zu überführen? Chris Loudon und sein Team stecken jahrelange Arbeit und jede Menge Herzblut in den Fall. Für sie geht es nicht mehr nur um den Mord an Pamela Maurer, sondern um eine ganze Reihe ermordeter junger Frauen. Hat Bruce Lindahl sie getötet? Die späten Ermittlungen dienen dazu, einen Täter zu überführen und den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen. Aber Chris Loudon hat bei seiner Arbeit auch das Selbstverständnis der Polizei vor Augen. Um den Tod eines Menschen aufzuklären, ist kein Aufwand zu hoch - sei es auch Jahrzehnte nach der Tat. 1976 wird die 16-Jährige Pamela Maurer in Lisle, Illinois, ermordet aufgefunden. Der Fall bleibt 45 Jahre lang ungelöst, bis einem Ermittlerteam auch dank neuer Techniken die Aufklärung gelingt.
Jasmina Neudecker ist unterwegs in fremden Welten - ganz nah. Sie folgt dem Weg des Wassers und nimmt die Zuschauer mit auf eine spektakuläre Entdeckungsreise durch Deutschland. In dieser Folge will Jasmina Neudecker herausfinden, wie das Element Wasser Natur, Tierwelt und den Menschen prägt. Wasser hat die Kraft, Stein auszuhöhlen, Felsen zu zerstören. Wasser spendet Leben und nimmt Leben. Es ist Verkehrsader und Transportmittel. Die Expedition beginnt abenteuerlich: Jasmina Neudecker muss ihre Angst vor engen Räumen bezwingen, denn sie steigt hinab in die Vetterhöhle auf der Schwäbischen Alb. Doch sie wird belohnt: Nach Unmengen von Schlamm, engsten Höhlengängen und gefährlichen Abseilaktionen öffnen sich kathedralengleiche Höhlenräume. Ein unterirdischer See verzaubert nicht nur, sondern hilft, ein Rätsel zu lösen: Woher kommt das unerschöpfliche Wasser des Blautopfes in Blaubeuren? Von den Bergen der Alpen bis nach Helgoland in der Nordsee bahnt sich das Wasser in unzähligen Flüssen seinen Weg. Jasmina Neudecker erfährt, wie nützlich reißendes Wasser sein kann, und empfindet die Arbeit der Trifter wie vor mehr als 100 Jahren nach. In der Partnachklamm wurden so Baumstämme ins Tal transportiert. Eine weitere Station ist der Spreewald mit seinen labyrinthartig verschlungenen Wasseradern. Der Teufel selbst soll diese Gegend erschaffen haben. Gibt es einen wahren Kern in den Legenden? Um die Landschaft zu zerstören, braucht es jedenfalls keine höllischen Mächte: Jedes Jahr nimmt das Wasser im Spreewald weiter ab. Wie lässt sich der für die Region katastrophale Wassermangel verhindern? In der Nordsee endet der Weg. Dort gibt es genug Wasser - so viel, dass es ganze Inseln verschlingen kann. Helgoland ist ein Beispiel, wie das Meer im Lauf der Zeit die Insel geformt und gleichzeitig zerstört hat. "Terra X: Faszination Deutschland - Der Weg des Wassers" ist eine fesselnde Reise durch Deutschland, zu exotisch vertrauten Zielen. Mit wachem Blick führt Jasmina Neudecker die Zuschauer durch die Heimat.
Ein armer Hirte, eine geheimnisvolle Fee und ein sagenhafter Schatz im Berg: Im bayerischen Garmisch-Partenkirchen stößt Sagenjäger Max Müller auf eine Geschichte, die ebenso rätselhaft wie grausam ist. Eine Fee verspricht einem jungen Hirten großen Reichtum, stellt dafür aber zwei Bedingungen. Als er sein Versprechen bricht, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Der Hirte wird von einem See verschluckt. Den es aber noch gar nicht gibt.
Was steckt hinter dieser düsteren Überlieferung? Max Müller trifft in Garmisch-Partenkirchen Sagenschreiber Anton Jocher, Sagenforscherin Gisela Schinzel-Penth sowie Sagenerzählerin Henny Schübel, die ihm bei seinen Recherchen behilflich sind. Geologe Andreas P. Kaiser berichtet dem Sagenjäger danach von historischen Bergwerken im Höllental, bevor Peter Fink, Bürgermeister der Gemeinde Oberau, Max Müller zu jenem See, von dem die Sage erzählt, führt. Die Spurensuche endet für den Sagenjäger, als er jene geheimnisvolle Göttin, deren Geschichte weit über die Grenzen Bayerns hinausreicht, entdeckt. Und dabei auch eine überraschend aktuelle Botschaft über das Verhältnis zwischen Mensch und Natur.
In der antiken Welt wurden Bauten erschaffen, die den Nachthimmel spiegeln sollten. Zudem wurden diese Strukturen auf Anhöhen errichtet. Könnten diese Bauten vielleicht eine Botschaft an Außerirdische vermitteln? Wieso kann man sie heutzutage nicht mehr entschlüsseln?
Den "besten Freund" zu finden, ist gar nicht so einfach. Wie wäre es denn mit dem wuscheligen Adonis oder der quirligen Hundedame Leni? Ein Anruf genügt, und einem Kennenlernen steht nichts mehr im Wege.
Eine "Land der Berge" - Produktion begibt sich in Tirol auf gleich drei ganz besondere Alpenwege, die unterschiedlicher nicht sein können: Auf dem einen Alpenweg war eine "archäologische Weltsensation" zu Fuß unterwegs, die dort auch ein jähes Ende gefunden hat. Ein anderer hat keine besondere Funktion, er wird einfach nur begangen, oft ohne konkretes Ziel. Und wieder ein anderer hat "weißes Gold" quer durch Europa gebracht und die Kulinarik revolutioniert. "Land der Berge" ist der Geschichte und den Geschichten und Menschen dieser Alpenwege auf der Spur. Der Film bietet einen einzigartigen Blick auf drei Tiroler Alpenwege, die abwechselnd ihre tragischen, lustigen und teils auch skurrilen Geschichten preisgeben. (Doku 2020)
Kaum ein anderes Tier ist so umgeben von Mythen und Sagen wie die Fledermäuse. Die großen Kolonien haben sich in den Dachstühlen alter Kirchen angesiedelt. Der Filmautor zeigt ein Fledermausjahr in der Dorfkirche von Au bei Bad Aibling.
Einmal im Jahr verwandelt sich die westindische Stadt Ahmedabad in die Hauptstadt der Drachen - zum Neujahrsfest, wenn der Winter in den Frühling verabschiedet wird. Dann steigen Tausende Papierdrachen in die Luft, begleitet von Feuerwerk und guten Wünschen. Wie die meisten Einwohner fiebert auch der 15-jährige Mohit monatelang diesem Fest entgegen ...
Mirko Drotschmann beleuchtet eine Epoche, die erst seit rund 20 Jahren im Fokus der Archäologie in Deutschland steht: die Frühe Bronzezeit. Auslöser für diesen Forschungsboom war der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde 1999 von Raubgräbern entdeckt und gestohlen, konnte aber in einer krimiähnlichen Aktion sichergestellt werden. Seitdem ist sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Die Himmelsscheibe gilt als der bedeutendste archäologische Fund auf dem Gebiet des heutigen Deutschland und ist eines der bestuntersuchten archäologischen Objekte unserer Geschichte. Die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit diente wahrscheinlich als Kalender. Doch welche Kultur hatte vor rund 4000 Jahren das Wissen und die Technik, ein solches Hightech-Objekt herzustellen? Bisher wurde angenommen, dass damals auf dem Gebiet Mitteldeutschlands Stammesfürsten über einfach strukturierte Gemeinschaften von Jägern und Viehzüchtern herrschten. Doch die Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra hat den Blick auf die Frühe Bronzezeit verändert. Der Fund wurde der Schlüssel zum Verständnis einer Gesellschaft, die weiter entwickelt war als bisher vermutet, obwohl sie weder die Schrift kannte noch gewaltige Steinmonumente hinterlassen hat. Mirko Drotschmann trifft Forschende, die gerade dabei sind, diese untergegangene Welt der Himmelsscheibe wieder ans Licht zu bringen - mit vielen spektakulären Entdeckungen. Dazu gehört der gigantische Grabhügel bei Dieskau. Das Monument war ursprünglich 15 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 65 Metern - Symbol für die Macht und den Reichtum des Bestatteten. Oder die aus Baumstämmen errichtete Ringanlage bei Pömmelte, die Sonnenobservatorium und Ritualort zugleich war. Knochen- und Schädelfunde lassen vermuten, dass dort an der Schwelle von der Steinzeit zur Bronzezeit Menschen geopfert wurden. Ganz in der Nähe der Anlage legen Archäologen zurzeit die größte frühbronzezeitliche Siedlung Mitteleuropas frei. Grundlage für den Aufstieg des Reiches der Himmelsscheibe ist die Bronze, ein Werkstoff, der in der Natur nicht als Erz vorkommt, sondern aus einer Legierung von Kupfer und Zinn entsteht. Die Rohstoffe mussten aus verschiedenen Regionen Europas herbeigeschafft werden. Die Fürsten in Mitteldeutschland kontrollierten offenbar die Warenströme und wurden dadurch wohlhabend und mächtig. Ihr Reich hat vermutlich viele Jahrhunderte in der fruchtbaren Region zwischen Harz, Saale und Elbe existiert. Anhand von archäologischen Funden ist man heute in der Lage, das Alltagsleben der bronzezeitlichen Menschen zu rekonstruieren. Sie lebten in Langhäusern, die sich mehrere Familien teilten - im Winter sogar mit dem Vieh. Nicht nur Lebensumstände, Kleidung oder Ernährung lassen sich inzwischen nachvollziehen, Gräberfunde im Lechtal nahe Augsburg bringen auch erstaunliche Erkenntnisse über die Rolle der Frauen vor 4000 Jahren zutage. Sie waren deutlich mobiler als Männer und brachten vermutlich das Wissen der Bronzeherstellung aus dem Technologiezentrum bei Halle in den Süden Deutschlands. Grund dafür war ein neues Heiratssystem, das junge Frauen dazu zwang, an den Heimatort ihres zukünftigen Mannes zu ziehen. Jahrhundertelang war die Himmelsscheibe Ausdruck von Macht und Prestige der Herrscher von Nebra. Um das Jahr 1600 vor Christus wurde sie auf dem Mittelberg bei Nebra in der Erde deponiert. Warum, wissen wir nicht. Mit der Himmelsscheibe verschwand das Reich von Nebra im Dunkel der Geschichte - bis die Scheibe nach etwa 3600 Jahren wiederauftaucht. Und mit ihr die Geschichte Deutschlands in der Frühen Bronzezeit.
Im Miniatur Wunderland in Hamburg fährt die größte Modelleisenbahn der Welt. Mit rund 15.000 Metern Gleis und gut 300.000 Mini-Figuren lockt sie die Besucher an. Und sie wächst weiter: Die Tüftler stellen den 10. Bauabschnitt der nachgebauten Eisenbahnstrecke fertig. Außerdem erschaffen sie Südfrankreich im Miniaturformat - mit Monaco, Formel-1-Rennen und der Provence. Die Reportage begleitet die Modellbauer beim Countdown zur Generalprobe und gibt Einblick in die handwerklich filigrane Arbeit.
Sterne sind die treibende Kraft der Schöpfung. Eine dokumentarische Reise zu den Anfängen des Universums, um herauszufinden, wie Sterne Leben ins Universum brachten.
1978 reist das abenteuerlustige Pärchen Chris Farmer und Peta Frampton durch Mittelamerika. Die beiden genießen das Leben, bis sie nach einer Feier plötzlich und ohne Erklärung verschwinden. Nach Wochen ohne Nachricht machen sich die Familien zu Hause in Manchester allmählich Sorgen und kontaktieren die Behörden - ohne Ergebnis. Zuletzt waren die beiden mit einem US-Amerikaner und dessen zwei Söhnen auf einem Segelboot unterwegs. Was ist auf See passiert? Im Auftakt der dreiteiligen Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der 40 Jahre lang ungelöst blieb, erinnern sich Angehörige der Opfer und Ermittler an den Beginn der Reise von Chris und Peta und die furchtbare erste Zeit der Ungewissheit über ihren Verbleib, während der inzwischen erwachsene Sohn des Hauptverdächtigen erzählt, was sich damals auf dem Boot abgespielt hat. Ohne Internet und Handy ist die Kommunikation damals mühsam und langwierig. Mithilfe der letzten Briefe und per Post verschickten Tonbänder rekonstruieren Chris' Schwester Penny und ihre Familie die Reise der Vermissten. Zunächst genießt das junge Paar in Belize das bunte Treiben auf den Märkten, das perfekte Wetter und kristallklares Wasser. Als sie den Skipper Silas Duane Boston treffen, begeben sie sich auf einen mehrwöchigen Segeltrip mit ihm und seinen zwei jungen Söhnen Vince und Russell. Petas letzter Brief wird Mitte Juli in einem Fischerort in Guatemala eingeworfen, danach bricht der Kontakt ab. Die Familien heuern damals sogar einen Privatdetektiv an, um die beiden zu finden. Auch der Skipper Boston und seine Söhne sind unauffindbar. Nach monatelanger Ungewissheit erreicht schließlich eine Nachricht der Behörden die Familien, die das grausame Schicksal der Vermissten offenbart.
In Deutschland leben noch ungefähr 20.000 Gämsen, die meisten davon in Bayern. Als Symboltiere einer intakten Natur gehören sie zum festen Repertoire unserer Gebirgswelt. Tatsächlich finden die urigen Tiere mit den markanten Hörnern in den Alpen ihren idealen Lebensraum. Im Sommer besiedeln sie oberhalb der Waldgrenze Matten und Felsen, im Winter tiefere Talregionen. Und damit fangen die Probleme an.
Hohe Berge werden gern von großen Dichtern beschrieben und besungen. Der Loser wurde sogar von einer Kaiserin gepriesen: "Sisi" widmete dem 1839 Meter hohen Gipfel ihr "Loserlied".
Der Berg faszinierte auch viele österreichische Schriftsteller, die in Altaussee ihre Sommerfrische verbrachten. Vor allem einen, der ein passionierter Bergsteiger war und in seinem Tagebuch von Loser-Touren berichtete: Arthur Schnitzler.
Die Dokumentation "Der Loser - Mein Zauberberg" erzählt von den Besteigungen des markanten Loser-Gipfels durch Kaiserin Elisabeth, die nicht nur eine waghalsige Reiterin, sondern auch eine große Bergfreundin gewesen ist. Von Ischl aus hatte sie einst zahlreiche Bergtouren im Salzkammergut unternommen und jedem Berg ein Gedicht gewidmet. Es sind keine literarischen Kunstwerke, verleiten oft zum Schmunzeln, berühren aber als Werke, die die Seelenlage einer unglücklichen Frau widerspiegeln.
Uli und seine Arbeitskollegen haben am 100 000 Quadratmeter großen Container-Terminal in Wörth am Rhein alle Hände voll zu tun. Die Vollprofis sollen 43 fabrikneue Lkws auf ein Schiff laden. Die Fahrzeuge kommen aus dem Werk nebenan. Paketbote Mike kämpft sich derweil auf seiner Tour durch den Berliner Stadtverkehr. Und am Berlin-Brandenburger Flughafen "Willy Brandt" beginnen die Ferien. Am BER werden in den kommenden Tagen rund 1,5 Millionen Passagiere erwartet. Katja und ihr Team stellen sicher, dass am Airport kein Gepäck verloren geht.
Abkassiert und abgehauen - Eine Familie steht vor dem Ruin
9. Folge
D 2014
93'
Abkassiert und abgehauen: Eine Familie steht vor dem Ruin, weil die Sanierung ihres Altbaus trotz der geleisteten Zahlungen nicht vorangeht. Können Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla der unglücklichen Familie helfen?
Paul Bohill und Steve Pinner sind Gerichtsvollzieher mit jahrelanger Berufserfahrung. Allein in den letzten zwölf Monaten haben die Briten über 400 Zwangsräumungen durchgeführt. Und in dieser Folge soll das Duo im Auftrag des "High Court of Justice" ein rechtskräftiges Urteil vollstrecken. Doch der Härtefall geht nicht spurlos an den hart gesottenen "Sheriffs" vorbei. Denn eine Familie mit zwei Kindern vor die Tür zu setzen, ist nicht leicht. Trotzdem haben die Beamten keine andere Wahl. Die Rechtslage lässt ihnen wenig Spielraum.
Nachdem die Leichen von Chris und Peta gefunden sind, fragen sich die Hinterbliebenen, wer die beiden ermordet hat. Und warum. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, doch es fehlen Beweise. Vince Boston ist der Sohn des Täters und Augenzeuge des Mordes. Obwohl sein Vater ihn bedroht, versucht er mehrfach, die Tat zu melden. Doch Behörden und Verwandte ignorieren ihn. Knapp 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny ihn übers Internet aufspürt. Im zweiten Teil der Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der knapp 40 Jahre lang ungelöst blieb, erzählt der inzwischen erwachsene Sohn des Täters, welch grausames Verbrechen sich 1978 an Bord des Segelbootes in Mittelamerika abgespielt hat. Ermittler und Angehörige der Opfer berichten zudem, wie der Schuldige jahrzehntelang untertauchen konnte und wie die Schwester des Opfers ihn 2015 zufällig im Internet findet. Der 13-jährige Vince und sein Bruder Russell sind mit an Bord, als der Segeltrip mit Chris und Peta eine grauenhafte Wendung nimmt. Zu Tode verängstigt müssen sie mitansehen, wie ihr Vater Duane das junge Pärchen nach einem Streit foltert, fesselt und noch lebendig im Meer versenkt. Er droht den Kindern, sie ebenfalls zu ermorden, sollten sie ihn verraten. Als er schließlich zu den Morden befragt wird, streitet er jede Beteiligung ab und kann unbehelligt untertauchen. Der Fall gerät im Laufe der Jahre in Vergessenheit, da keine Behörde in England, den USA und Belize sich wirklich zuständig fühlt. Rund 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny 2015 übers Internet neu zu recherchieren beginnt. Als sie Vince aufspürt, erfährt sie die schockierende Wahrheit. Chris und Peta sind nicht die einzigen Opfer des Kriminellen. Kann der Täter nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden? 1978 treffen Peta Frampton und Chris Farmer in Belize auf Silas Duane Boston und seine beiden Söhne. Gemeinsam geht die kleine Gruppe auf einen Segeltrip, der für Peta und Chris tödlich endet.
Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert ist eine der größten Umwälzungen der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Deutschen in die Moderne katapultiert. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, was es heißt, wenn ein Land in so atemberaubendem Tempo umgekrempelt wird, und was das mit den Menschen macht, deren Arbeitswelt sich durch neue Technologien radikal verändert - eine Parallele zu heute. Buchstäblich zum Motor dieser Entwicklung wurde eine Erfindung des Schotten James Watt: die Dampfmaschine. Sie sorgt im 19. Jahrhundert auch in Deutschland für ungekannten Schwung - vor allem in Gestalt der Eisenbahn. Am Anfang haben viele Menschen noch Angst vor dem "rauchspeienden Drachen", wie die Dampflokomotive wegen ihres Schnaubens und Zischens genannt wird. Doch ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten. Mit der Eisenbahn wächst der Hunger auf Eisen und Stahl, Werkstoffe, die bald Alltag und Arbeitswelt erobern. Selbst was alt und vertraut erscheint, wie das Schloss Neuschwanstein aus dem späten 19. Jahrhundert, beruht hinter der mittelalterlichen Fassade auf modernen Eisen- und Stahlkonstruktionen. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, werden auch für die Industrie gigantische Bauwerke errichtet - wie die Völklinger Hütte, das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Doch mit dem Vormarsch der Maschinen gehen auch schlechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen einher. Das zeigt sich besonders drastisch im Ruhrgebiet, wo alte Bilderbuchlandschaften dem Fortschritt weichen müssen. Die industrielle Ausbeutung der Kohlereviere hat das Ruhrgebiet im Durchschnitt um zwölf Meter absacken lassen. Deshalb müssen heute über 200 Pumpwerke Tag und Nacht laufen, sonst würde den Menschen dort bald das Wasser im Wohnzimmer stehen. Zur größten Herausforderung des Industriezeitalters wird die soziale Frage. Arbeitnehmerrechte müssen sich die Arbeiter erst mühsam erkämpfen; unterstützt werden sie dabei von den ersten Sozialdemokraten im Parlament. In Sachsen, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, kommt es 1903 zum Massenstreik. Bemerkenswert: Frauen und Männer streiken gemeinsam, zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Landesweit führt der Arbeitskampf der rund 8000 Textilarbeiter in Crimmitschau zur Beschwörung einer solidarischen Arbeiterklasse. Während die Mehrheit der Deutschen in Mietskasernen in den wachsenden Großstädten lebt, lassen sich die Firmengründer, Stahlbarone und Eisenbahnkönige Villen und ganze Schlösser bauen, wie man sie nur von den Landsitzen des Adels kannte. Wie kein zweiter Bau symbolisiert Alfred Krupps Villa Hügel in Essen Macht und Pracht dieses neuen Unternehmertums, das auch dank enger Kontakte zum preußischen Herrscherhaus floriert. Mit der Reichseinigung 1871 startet Deutschland in eine zweite fulminante Phase der Industriellen Revolution. Nach Kohle und Stahl werden jetzt neue Industrien wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie zu Schrittmachern der Wirtschaft. Dank der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft entstehen viele erfolgreiche Produkte. Ob synthetischer Farbstoff, Schmerztablette, Zündkerze oder Kaffeefilter - ohne die zahlreichen Erfindungen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar. Vieles mutet erstaunlich fortschrittlich an: Bereits um die Jahrhundertwende entwickelt Ferdinand Porsche beispielsweise den ersten serienmäßigen Hybridantrieb mit elektrischem Radnabenmotor. Heute steht Deutschland erneut vor einem epochalen Umbruch. Roboter, künstliche Intelligenz, all das wird kommen - oder ist in vielen Industrien sogar schon da. Und die historischen Erfahrungen zeigen: Technischer Fortschritt hat immer seinen Preis, aber auch seine Chancen.
Sommer, Sonne, Leichtigkeit - und dazu die perfekte Kulisse. Der Bodensee verbindet Deutschland, Österreich und die Schweiz - und gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen. Wenn das Glück Ferien machen würde, dann hier, wo man alles unternehmen kann, was den Sommer noch schöner macht. Baden, Segeln, Ausflüge zu magischen Orten in traumhafter Natur oder Städtetrips mit tollem Kulturangebot. SWR Moderator Johannes Zenglein erlebt eine Expedition voller Sommergefühle am Bodensee. Er feiert auf der Blumeninsel Mainau den schwedischen Midsommar, kocht am Bodenseestrand in Immenstaad mit regionalen Zutaten, begleitet hautnah die Weltmeisterschaft einer der traditionsreichsten Segelklassen der Welt, wirft einen Blick hinter die Kulissen der weltberühmten "Bregenzer Festspiele", probiert den neuen Wassersport-Trend Wakesurfen aus und erkundet die legendäre Marienschlucht. Kurzum: Sommergefühle satt - in einmaliger Kulisse.
Der Dachsteingletscher ist Indikator für den Klimawandel. Er schwindet. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt sich anhand alter Skizzen, Aquarelle und Fotografien von Friedrich Simony.
Die Arbeiten, Tagebucheinträge, Gedichte und Zitate des Geografen Simony (1813-1896) und seiner Zeitgenossen bilden die Basis für eine filmische Reise in die Vergangenheit des Gletschers, dessen gewaltige Ausdehnung und Mächtigkeit ihren Höhepunkt 1855 fand.
Mit seinem Schwinden gab der Gletscher manches Geheimnis preis. Die Ästhetik der historischen Bilder lässt die einzigartige Hochgebirgswelt des Dachsteingletschers verlorener und zerbrechlicher denn je erscheinen. Der Filmemacher Wolfgang Scherz begibt sich auf die Spuren des furchtlosen Friedrich Simony, der die Dachsteinfelsen emporkletterte, um seine Dokumentationen des "Ewigen Eises" zu zeichnen und zu malen. Durch den Vergleich der Aquarelle, Skizzen und Fotos mit den heutigen Gegebenheiten erscheint die Geschichte des Dachsteingletschers so "greifbar" wie nie zuvor. Sie wirkt faszinierend und beklemmend zugleich.
Das Filmteam begleitet den Historiker und Bergführer Josef Hasitschka und seinen Freund, den Geologen und Hochgebirgsforscher Manfred Buchroithner, bei ihrer Spurensuche. Die beiden tauchen tief ein in die Geheimnisse des schmelzenden Naturjuwels. Das Team findet Gletscherschliffe mit Kuhtrittmuscheln, bemerkenswerte Relikte der Entstehungszeit der Berge und erkundet Höhlen und Karrenfelder, verborgene Schächte und verlandete Gletscherseen.
Die Dokumentation zeigt den Rückgang des Gletschers seit seiner Darstellung durch Friedrich Simony im Jahr 1840 in vielen Bildern und Fotos. Aber nicht nur die Geheimnisse, die der schwindende Gletscher freigibt, zeichnet die Dokumentation aus, sondern ebenso der Fokus auf die menschliche Seite, den Forscherdrang, den die Faszination des "Ewigen Eises" immer wieder beflügelt hat. Was treibt die Forscher an? Was begeistert und interessiert sie? Auch die Zukunft der Regionen und ihrer Gletscher thematisiert die Dokumentation: Welche Ausblicke gibt es für die Menschen und den Tourismus?
Das Supertanker-Löschflugzeug ist eine technische Meisterleistung. Aber wie wurde der Jumbojet überhaupt zur Brandbekämpfung umfunktioniert? Wie wirft man große Mengen Lösch-Mittel aus einem fliegenden Flugzeug ab? Und wie bekommt man einen wütenden Waldbrand unter Kontrolle?