Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Entdeckung des Mannes aus dem Eis widmet ORF III der berühmtesten Gletschermumie der Welt eine neue TV-Dokumentation. "Faszination Ötzi - 35 Jahre Gletschermumie" erzählt die außergewöhnliche Geschichte des spektakulären Fundes am Tisenjoch und spannt den Bogen von den dramatischen Ereignissen rund um die Entdeckung über die bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse der vergangenen Jahrzehnte bis hin zur ungebrochenen Faszination, die Ötzi bis heute auslöst. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht nicht nur die Geschichte des mehr als 5.000 Jahre alten Mannes aus dem Eis, sondern auch die Bedeutung seiner Entdeckung für die gesamte Region und ihre Menschen. Mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen, Rückblicken und spannenden Interviews zeichnet die Dokumentation nach, wie Ötzi bis heute fasziniert und welche Bedeutung sein Erbe für kommende Generationen besitzt. Zu Wort kommen dabei unter anderem Menschen, die unmittelbar nach der Entdeckung als Erste einen Blick auf die damals noch für einen verunglückten Alpinisten gehaltene Gletschermumie werfen konnten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, oder ein Pensionist, der in den Sommermonaten zu "Ötzi" mutiert. Sogar ein eigenes "Dorf" ist im Tal entstanden, das im wahrsten Sinne des Wortes aus der Zeit gefallen ist. Und auch Ötzi selbst kommt zu Wort - in seiner neuen digitalen Form eröffnet er einen außergewöhnlichen Blick auf seine Geschichte und sein Vermächtnis.
In Maishofen im Salzburger Land werden pro Jahr etwa 3000 Zuchtrinder versteigert. Doch wie läuft so eine Rinderversteigerung eigentlich ab? Die Käufer entscheiden jedenfalls nicht nur nach der Leistung, sondern auch nach dem Aussehen. Bei der Oldtimermesse in Salzburg findet indes eine Auktion so genannter klassischer Fahrzeuge statt. Spannung pur - denn hier wird live vor Ort, telefonisch und auch online mitgeboten.
Bettina probiert sich im Alter von 60 Jahren noch mal im Online-Dating aus. Doch als sie den attraktiven Kai für ein gemütliches Picknick am Rhein treffen will, wird sie plötzlich entführt. Bettinas Ehemann Norbert zahlt ein hohes Lösegeld, um seine verängstigte Frau zu befreien. Hat Kais tiefsitzender Frauenhass ihn zum Täter gemacht? Oder hat Bettina alles nur inszeniert, um endlich wieder von ihrem Ehemann wahrgenommen zu werden?
Motto in München: Trend Transparenz! Lasse deinen Sinn für Mode durchscheinen!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
17 Millionen Menschen in Großbritannien laufen aufgrund ihrer geringen Ersparnisse Gefahr, sich zu verschulden - so wie Francesco Macchiarelli in der Grafschaft Wiltshire. Ein Gericht hat entschieden, dass der arbeitslose Koch dem Vermieter einer Garage 2200 Euro zahlen muss. Aber der säumige Kandidat fühlt sich ungerecht behandelt und redet sich lautstark in Rage, anstatt mit den Gerichtsvollziehern nach einer tragbaren Lösung zu suchen. Müssen Gareth Short und Mitch Starr vor Ort Wertgegenstände pfänden oder kommt der Mann doch noch zur Vernunft?
Mike Elliott und sein Sohn haben im Outback reiche Beute gemacht. Die Autowracks auf ihren Anhängern werden ihnen gutes Geld einbringen. Vorausgesetzt, das Duo erreicht unbeschadet sein Ziel. Denn in Kimberley tobt ein Buschfeuer. Glenn Kendall steht auf einem Marathon von Ost nach West unter Zeitdruck. Kann der Trucker die Deadline einhalten? Und Jack Macrae und Dylan McCarthy tragen große Verantwortung. Die Männer manövrieren eine acht Meter breite Jacht durch die schmalen Straßen eines Industriegebietes. Das Boot kostet zehn Millionen Dollar.
Die DDR sei "ein sauberer Staat", so Staatschef Erich Honecker. Was nicht in dieses offizielle Bild passte, wurde totgeschwiegen - wie Prostitution, Alkoholismus und Drogenmissbrauch. So prangerte man Prostitution als Problem kapitalistischer Gesellschaften an, das im Sozialismus überwunden sei. Alkohol und Drogen galten ebenso als auszurottende "Überbleibsel des Kapitalismus". Tatsächlich aber wurde in der DDR ordentlich gesoffen. Auch das "älteste Gewerbe der Welt" florierte - in Interhotels in Rostock und Ostberlin, vor allem aber zu Messezeiten in Leipzig. Hier mischte sogar die Staatssicherheit als Zuhälter der käuflichen Liebe mit, um die Gäste aus dem Westen abzuschöpfen. Fortschrittlich gab sich die DDR dagegen beim Thema Homosexualität. Der Paragraf 175, der Liebe unter Männern unter Strafe stellte, wurde in der DDR bereits 1968 abgeschafft - im Westen verschwand er erst 1994. Doch die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben existierte nur auf dem Papier. Sie passten nicht ins offizielle Bild des "sozialistischen Menschen", ebenso wenig wie Punks, die es ab Anfang der 1980er-Jahre auch in der DDR gab. Ihre No-Future-Attitüde konterkarierte das offizielle Bild einer strahlenden sozialistischen Zukunft. Sie mussten mit Zwangsmaßnahmen des Staates rechnen. Seit seiner Gründung stand der Arbeiter- und Bauernstaat auch Religionen kritisch gegenüber. Der Handlungsspielraum der Kirchen wurde immer weiter eingeschränkt. Mitte der 1980er-Jahre konnte dann ausgerechnet die in den USA beheimatete Religionsgemeinschaft der Mormonen in der DDR Fuß fassen und einen Tempel errichten, den ersten in einem sozialistischen Land.
Zwei Millionen Jahre alte DNA in Grönland enthüllt eine verlorene, heiße Welt - ein Blick in die Vergangenheit, die auch unsere klimatische Zukunft sein könnte. Ein hartnäckiger Wissenschaftler glaubt an seine Idee von der Umwelt-DNA und setzt sich gegen alle Hindernisse durch. Am Ende einer langen Forschungsreise enthüllt er eine zwei Millionen Jahre alte, heiße Welt auf Grönland mit einer reichen Tierwelt. In der mehrfach preisgekrönten Dokumentation "Vor der Eiszeit - Jagd nach dem ältesten Erbgut der Welt" (Der Film hat 2025 den Emmy für die Outstanding Science & Technology Documentary gewonnen) begibt sich "Terra X" auf eine faszinierende Zeitreise in die Tiefen der Erdgeschichte. Im Zentrum steht der dänische Wissenschaftler Eske Willerslev mit einer Idee, für die er am Anfang seiner Karriere nur Spott erntet: aus Dreck, Eis und der Umwelt Erbgut zu extrahieren, sogenannte Dirt- oder auch Umwelt-DNA. Denn nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen hinterlassen DNA in der Erde, bis zu Millionen Jahre alt, abhängig von den Temperaturen, denn Erbgut konserviert sich in einer kalten Welt besser als in einer warmen. Heute ist Eske Willerslev ein gefeierter Evolutionsgenetiker, in seiner Zunft weltweit ein Star. Doch ist sein Forscherleben kein geradliniger Weg - und es ist ein kleines Wunder, dass aus ihm ein renommierter Wissenschaftler wurde. Als 20-Jähriger begibt er sich mit seinem Zwillingsbruder Rane in einem Kanu auf Entdeckungsfahrt nach Sibirien. Dort wollen die Brüder ein fast ausgestorbenes Volk finden, die Yugakirs. Zwar gelingt es ihnen, aber Rane kehrt nach Dänemark zurück und für Eske beginnt die härteste Zeit seines Lebens in Einsamkeit, gepaart mit Hunger und Kälte. Nach seiner Rückkehr nach Dänemark durchlebt Eske Willerslev mehrere Krisen und denkt sogar an Suizid. Bis er eines Tages aus seinem Fenster schaut und im strömenden Regen einen Hund sieht, der sein Geschäft macht, was ihn zum Nachdenken bringt: Was passiert mit der DNA in dem Häufchen des Hundes? Was mit dem Erbgut von verwelkenden Blättern, Wurzeln und allem anderen, was lebt? So entsteht in seinem Kopf die Idee von der Extraktion der DNA aus Schmutz, Erde und Eis. In Eis deshalb, weil die älteste DNA fast sicher auch die kälteste sein muss, da sie in der Wärme großen Verfallsprozessen ausgesetzt ist. Doch seine Idee wird mit Spott von seinen damaligen Kollegen und seinem Chef aufgenommen, und so macht sich Eske Willerslev auf eine fast 15-jährige Reise, um seine These vom Erbgut, das sich überall in der Umwelt finden lässt, zu belegen. Neben dem nie nachlassenden Willen und Ehrgeiz, seine Annahme zu beweisen, baut der dänische Wissenschaftler auf modernste DNA-Sequenzierung, die vor einigen Jahren in einem neuen Verfahren den Durchbruch und den Beweis seiner These von der Umwelt-DNA erbringt. Und aus dem einst Verspotteten wird ein Star der Evolutionsgenetik. Gefeiert in Fachjournalen und ausgezeichnet mit Wissenschaftspreisen. Die Reise von Eske Willerslev über fast 20 Jahre zeichnet der Film nach und zeigt eine der ungewöhnlichsten Geschichten der Wissenschaft auf. Die auch Relevanz für die Zukunft hat: Denn das Erbgut, das Willerslev in Grönland findet und analysieren kann, bringt uns eine Welt von vor zwei Millionen Jahren nahe, die viel heißer war als heute, bewohnt von einer reichen Tierwelt mit dem Mastodon, dem Vorläufer des Elefanten, als dem überraschendsten Fund. Und mit Erkenntnissen für heute. Denn die Erkenntnisse aus der damaligen Erdepoche, dem Pliozän, einem Zeitalter mit ähnlichen CO2-Werten wie heute, sind nicht nur für die Vergangenheit bedeutsam. Sie bieten auch eine Anleitung für die Herausforderungen unserer Zukunft. "Das Klima des Pliozäns ist wie ein Handbuch für das, was kommt", sagt Maureen Raymo, Paläoklimatologin der Columbia University. Um für diese zukünftige Zeit gerüstet zu sein, wird in Dänemark bereits an Pflanzen geforscht, die in einer heißeren Welt Nahrung für uns alle garantieren können. So wurde durch die Arbeit von Willerslevs Team auch eine industrielle Revolution in der Sequenzierung uralter DNA eingeleitet. Mithilfe dieser Technologie wurde bereits die erste Pflanze - arktische Gerste - entwickelt, die für eine heiße Zukunft geeignet ist. "Wir stehlen die genetischen Geheimnisse der Vergangenheit, um die Zukunft zu retten", erklärt Eske Willerslev. Die "Terra X"-Dokumentation "Vor der Eiszeit - Jagd nach dem ältesten Erbgut der Welt" zeigt eindrucksvoll, wie sich die Idee eines Wissenschaftlers, der sich nicht durch Spott und Hindernisse aufhalten ließ, durchsetzte und heute einen Beitrag zur Bewältig
Ronnie und Rudy beschäftigen sich mit dem Verschwinden des amerikanischen Militärhelden Major Sam Logan. Bei einem Bombenangriff nahe Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas, wurde seine Maschine von Flugabwehrfeuer getroffen und stürzte ab. Anschließend wurde Logan vom Pentagon offiziell als im Kampf gefallen eingestuft. Gerüchten zufolge hat er den Absturz jedoch überlebt und geriet danach in kommunistische Gefangenschaft.
Eigentlich ist Annaberg-Buchholz als Weihnachtsstadt bekannt. Doch nicht nur im Advent halten sich hier im Erzgebirge die Traditionen über Jahrhunderte. Es ist ein wahres Wunder, wie ein Volksfest ein halbes Jahrtausend lang bestehen kann und wie es bis heute gelingt, mehr als nur ein Rummel zu sein. Die Rede ist von der "KÄT" - vor mehr als 500 Jahren sozusagen als Gipfel einer klugen PR-Maßnahme ins Leben gerufen und seither - mit der einen und anderen ungewollten Unterbrechung - mit dem Erzgebirge ebenso verbunden wie Pyramiden, Schwibbogen und Räuchermännlein.
Für die Erzgebirger hat das Volksfest heute fast so eine Bedeutung wie ihre Weihnachtszeit. Die Begeisterung dafür zieht sich durch alle Generationen und alle gesellschaftlichen Schichten: De KÄT zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht.
Helmut Brückner hat die KÄT mit der Muttermilch eingesogen. Bis heute erinnert sich der Historiker an die skurilen Höhepunkte noch in den 1960er Jahren, als die Dame ohne Unterleib ihn verzauberte oder sich die Annaberger einer Massenhypnose stellten. Solche Attraktionen gibt es heute nicht mehr. Doch das Fest fasziniert ihn bis heute. Jahrelang hat er akribisch recherchiert. Das Ergebnis: ein dickes Buch zur Geschichte der KÄT. Er weiß alles darüber - auch über die Schaustellerfamilie Katzschmann.
Generationen von Kindern erlebten auf ihren Karussells ihre ersten Rummeleindrücke. Seit den 1960er Jahren kommen sie zur KÄT nach Annaberg. Hier ist es anders als in anderen Städten. Hier ist das Volksfest ein Volksfest im besten Sinne: ein Treffpunkt für jedermann. Heute sind Anett Katzschmann und ihre Tochter Rebecca die beiden Chefinnen. Sie bauen auf, kassieren ab, sorgen für die Sicherheit der Technik und auch wenn die Zeiten sich geändert haben - der Enthusiasmus ist geblieben.
Zwei Jahre lang mussten alle auf ihre KÄT verzichten. Ein harter Schlag, denn das Jubiläum "500 Jahre KÄT" sollte 2020 groß gefeiert werden: Mit einem Brief an den Papst, einer Jubiläumsbriefmarke, einem Theaterstück, einem langen Festumzug, riesigem Feuerwerk und noch mehr Fahrgeschäften sollte 2020 unvergesslich werden. Das wurde es - jedoch auf andere Weise: ein kleiner Virus verhinderte jegliche Art von Volksfesten. Auch im folgenden Jahr gab es keine Chance, das lustige Treiben von tausenden Einheimischen und Besuchern zu gestatten.
Doch 2022 ist es endlich wieder soweit: Es darf gefeiert werden. "De KÄT" wird die Menschen wieder zusammenbringen und neue Generationen von Kindern können erleben, wovon ihre Eltern und Großeltern immer noch so schwärmen.
In der Markthalle Neun trifft Wochenmarkt auf Streetfood, Kreuzberger Kiez auf internationales Publikum. Dabei immer im Fokus: Gutes Essen und Lebensmittel aus der Region.
Der Wasserspringer und Olympiateilnehmer Thomas Daley gibt sich diesmal in der Küche die Ehre. Jamie zeigt ihm die gesunde Variante eines Klassikers der chinesischen Küche: Hähnchen süß-sauer. Anschließend backt Jamie einen Carbonara-Kuchen und plädiert für die Nutzung eines vergessenen Lebensmittels: des nährstoffreichen, britischen Seetangs. In Spanien lernen die Freunde, wie das Fleisch der Milchkühe in zarte Steaks verwandelt wird.
Rudy und Ronnie erzählen von der psychologischen Kriegsführung des US-Militärs während des Vietnamkrieges. Als Teil der streng geheimen Operation "Wandering Soul" wurden in den Dschungeln Vietnams gespenstische Tonaufnahmen abgespielt - Stimmen angeblich gefallener Soldaten, die ihre Kameraden aus dem Jenseits ansprachen. Die Aufnahmen sollten gezielt den Gegner einschüchtern, indem sie den tief verwurzelten Aberglauben der nordvietnamesischen Truppen ausnutzten.
Im September 2026 feiert der österreichische Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer seinen 75. Geburtstag. Ein Anlass, um über die eigene Kindheit und Jugend zu reflektieren.
Gemeinsam mit Kulturmoderator Peter Schneeberger macht sich Erwin Steinhauer auf eine Spurensuche an den Orten seiner Kindheit, trifft Freunde und Wegbegleiter und erzählt, wie sich als Jugendlicher der Wunsch manifestierte nach der Schule das Reinhardt-Seminar zu besuchen und warum es dann doch einige Umwege brauchte, bis er die Bühne erobern konnte.
Der hohe Konsum von Naschzeug und Süßigkeiten in Deutschland hält die Produzenten auf Trab. In Viersen produziert der Konsumgigant Mars jeden Tag 10 Millionen Keks-Schoko-Riegel - und jeder davon muss absolut identisch aussehen und schmecken. In Erdmannhausen entstehen in der ersten Württembergischen Brezelfabrik Huober Snack-Brezeln. Und die Lübecker Marzipanmanufaktur Niederegger will mit traditionellen Produktionsverfahren das nach eigenen Angaben beste Marzipan der Welt produzieren.
Amrum: Die kleine unter den großen Nordfriesischen Inseln hat ihren ganz eigenen Takt. Beschaulicher als auf Sylt oder Föhr. Zwischen Kniepsand, Dünen und Dorfstraßen erzählen Menschen vom Leben auf Amrum - eigensinnig, einfallsreich und mit trockenem Humor.
Am 15 Kilometer langen Kniepsand, einem der größten Sandstrände Europas, bereitet sich der Strandkorbvermieter Nils Randow auf die Hauptsaison vor. Eigentlich will er endlich das Fundament für den neuen Werbeaufsteller buddeln. Doch irgendwas kommt immer dazwischen: Kaffee-Bestellungen, Sonderwünsche von Stammgästen, die Anmietung des elektrischen Strandrollstuhls. Und dann muss Nils noch Korb 584 mit dem Trecker zur Dünenschule liefern.
Die Schule gehört zur Rehafachklinik Satteldüne. 1928 wurde das ehemalige Kurhaus zur Kinderheilstätte, zunächst spezialisiert auf Knochenerkrankungen, später kamen vor allem junge Menschen mit Lungenbeschwerden. Heutzutage erholen sich hier Kinder mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten und drücken nebenbei die Schulbank, damit sie nicht den Anschluss verlieren. Ute Feddersen-Hansen unterrichtet seit ein paar Wochen eine Klasse, in der vor allem Kinder mit psychosomatischen Beschwerden sind: "Praktisch alle gehen glücklicher nach Hause, als sie gekommen sind", schwärmt die Lehrerin. Nach Feierabend zieht es Ute zur Probe der Trachtengruppe, eine Institution auf der Insel. Einst waren die Trachten Statussymbol reicher Seefahrerfamilien. Bis heute tragen sogar Amrumer Teenager sie voller Stolz. So wie die 13-jährige Nina. Einmal in der Woche übt sie mit der Jugendgruppe Tänze ein, denn bald steht der große Auftritt beim Mühlenfest in der Gemeinde Nebel zu Ehren der historischen Windmühle an.
Draußen auf der Nordsee kämpfen ein paar Ruderer mit den Wellen. Die Truppe um Tobias Wischer kommt mehrfach im Jahr aus Berlin nach Amrum zum Coastal Rowing. Beim Küstenrudern gilt: je rauer, desto besser. Tobias ist einer der Pioniere dieser neuen Sportart, veranstaltet auch internationale Regatten auf Amrum.
Und wenn das Leben auf der Insel dann abends zur Ruhe kommt, öffnet Jan von der Weppen seine legendäre Kneipe Blaue Maus. Er ist spezialisiert auf Whiskey, mehr als 1200 Sorten hat er bereit zum Ausschank. Seit diesem Sommer bietet er auch noch eine eigene Rum-Marke an. Dafür hat Jan verschiedene Rumsorten roh verschnitten, mit tropischen Früchten aromatisiert und die Fässer monatelang auf dem Fahrgastschiff M/S "Eilun" deponiert und durchschaukeln lassen. Die von der Nordsee bewegte Spirituose muss er nun in Flaschen abfüllen und mit dem Etikett versehen, gestaltet hat es ein Inselkünstler. Prost: auf Amrum!
Im Norden Frankreichs führt ein Pilgerweg von der Stadt Rouen zum Mont-Saint-Michel: einem Felsen im Atlantik, auf dem ein Kloster thront, das über Jahrhunderte eines der wichtigsten Pilgerzentren der christlichen Welt war. Seit dem 8. Jahrhundert preisen Gläubige hier den Erzengel Michael. Heute ist die historische Route von Rouen beinahe vergessen. Nur langsam wird sie von modernen Pilgern wiederentdeckt.
Der Pilgerweg verläuft quer durch das Hinterland der Normandie. Traditionell stark durch die Landwirtschaft genutzt, verleiht sie der Region ihren ländlichen Charakter. Perrine Hervé-Gruyer betreibt hier mit ihrem Mann einen Gemüseanbau, der für viele die Zukunft ist - Permakultur. Ihr Bauernhof war der erste seiner Art in Frankreich und ist Vorbild für viele weitere. Auf den satten Wiesen des Pays d'Auge grasen Normannische Rinder. Ihre fette Milch ist bei Käsemachern wie Jérôme Spruytte begehrt: Aus ihr lässt er von Hand einen der ältesten Käse Frankreichs entstehen: den Pont-l'Evêque.
Der "Amore unter Palmen"-Star Harry feiert seinen 57. Geburtstag. Stolz blickt der Jubilar auf seine Vergangenheit zurück und lässt die Korken knallen. "Glitzerkatze" bezeichnet sich selbst als erste Social-Media Künstlerin. Ihre Werke provozieren. Doch "Glitzerkatze" bleibt weiterhin künstlerisch aktiv, auch wenn ihre Inhalte schon des Öfteren von Plattformen gelöscht wurden.
Ein Villenviertel in Berlin-Pankow, die Politbüro-Siedlung in Wandlitz oder das Jagdschloss Hubertusstock: Von Anfang an schottete sich die Führungselite der DDR von der eigenen Bevölkerung ab. An diesen geheimen Orten der Macht wurde Politik gemacht - in informellen Zirkeln der Parteiführung, verborgen vor den Augen der DDR-Öffentlichkeit. Der Herbst 1989 setzte dem ein Ende, doch die ehemaligen Schaltzentralen der Macht bergen bis heute Geheimnisse. Schon 1949 hatte die SED-Führung ein Villenviertel in Berlin-Pankow, das die sowjetische Besatzungsmacht zum Sperrgebiet erklärt hatte, als geschlossene Wohnsiedlung für die Spitzenfunktionäre übernommen. Die Besitzer der Häuser wurden enteignet. Als es den Funktionären nach dem Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 im sogenannten Städtchen auf Dauer zu unsicher schien, begann der Bau einer abgeriegelten Siedlung bei Wandlitz nördlich von Berlin. Dort lebten die gut 20 Politbüro-Mitglieder mit ihren Familien ab 1960, weit weg vom Alltag der DDR-Bevölkerung, umgeben von mehr als 600 Angestellten und im Genuss einer "Sonderversorgung" - Westwaren inklusive. Auch die Ablösung des langjährigen Staats- und Parteichefs Walter Ulbricht betrieb der designierte "Kronprinz" Erich Honecker an einem verborgenen Ort. Ende April 1971 begab sich Honecker mit bewaffnetem Begleitschutz in Ulbrichts Feriendomizil Döllnsee und legte seinem langjährigen Förderer ein vorformuliertes Rücktrittsgesuch vor. Die Telefonleitungen hatte er vorsorglich kappen lassen. Bei Jagdausflügen mit Kremlchef Leonid Breschnew in der Schorfheide, einem Waldgebiet bei Berlin, hatte er zuvor die Zustimmung zum Machtwechsel erlangt. Ulbricht blieb keine Wahl: Er musste dem Rücktritt "aus Altersgründen" zustimmen. 18 Jahre später, 1989, war es dann Honecker, der sich in Döllnsee von einer Operation erholte und nicht wahrhaben wollte, wie sich die Lage im Land immer mehr zuspitzte.
Das Eiszeit-Rätsel - Warum starben die Riesentiere aus?
D 2019
45'
Am Ende der letzten Eiszeit sterben weltweit die meisten großen Tiere aus. Hat der Mensch sie ausgerottet, oder wurden sie Opfer einer Warmzeit? "Terra X" begibt sich auf Spurensuche. Die Dokumentation begleitet den niederländischen Eiszeit-Experten Dick Mol bei seinen Expeditionen. Er trifft auf Forscher in Europa, Kanada und den USA: Neue Funde belegen, dass die Kombination von Mensch und Klima viele Tiere an einen Kipppunkt trieb. Im Yukon Territory entdecken Paläontologen, dass höhere Temperaturen den Eiszeit-Giganten nicht erst vor 12.000 Jahren zusetzten. Im Lauf der Eiszeit traten solche Warmphasen immer wieder auf und dauerten rund 10.000 Jahre. Dann schrumpfte das kalte, trockene Grasland - der Lebensraum vieler großer Tiere. Mammuts und andere Eiszeit-Riesen mussten sich in Refugien zurückziehen und überlebten dort - ein Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit. Der Klimawandel allein kann sie also nicht ausgelöscht haben. Doch am Ende der Eiszeit breitete sich der Mensch über die Erde aus. Knochen- und Erbgutanalysen zeigen nun erstmals, dass er tatsächlich eine Vorliebe für das Fleisch und das Fett der größten aller Eiszeit-Tiere hatte: Mammuts. Unsere Urahnen brauchten das darin enthaltene Vitamin D, um zu überleben. Rund 10.000 Menschen lebten damals in Europa. Das genügte, um Tiere schon früh unter Druck zu setzen, wie die Geschichte des Höhlenbären zeigt. Menschen jagten diesen Riesen regelmäßig, bis er schon lange vor dem Ende der Eiszeit ausstarb. Auch in New Mexico kommen neue Spuren des Überlebenskampfes der Großtiere ans Licht: Fußabdrücke, konserviert in der Gipswüste White Sands. Einst grasten dort Riesenfaultiere und Präriemammuts. Das lockte auch Menschen an. Die Forscher können aus den Spuren regelrechte Jagdszenen auf diese Tiere rekonstruieren. Sie wurden zum ersten Mal für diesen Film dokumentiert. Sogar Säbelzahnkatzen, mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm und 20 Zentimeter langen Eckzähnen die gefährlichsten Raubtiere der Eiszeit, gerieten in Amerika durch Menschen in Bedrängnis. Nicht, weil unsere Vorfahren sie jagten, sondern weil sie um die Beute konkurrierten. So ist der Mensch letztlich nicht allein verantwortlich für das Aussterben der Megafauna - aber er hat erheblich dazu beigetragen. Der Film erweckt mittels Computeranimationen Eiszeit-Giganten wie Wollhaarmammuts und Riesenfaultiere wieder zum Leben und zeigt auf, wie Forscher mit wissenschaftlicher Akribie und Spurensuche der Lösung eines der großen Rätsel der Erdgeschichte näher kommen.
Ohne Geld keine Bühne - wie viel Kultur braucht Brandenburg?
30'
Ein Theaterbus fährt durch die Uckermark. An Bord: Kulissen, Kostüme, Technik. Ziel ist keine große Bühne, sondern ein Gutshof auf dem Land. Für viele Menschen der Region ist es die einzige Gelegenheit, professionelles Theater direkt vor der Haustür zu erleben.
Es ist der stärkste GTI aller Zeiten, aber es ist kein Golf und es ist kein Verbrenner. VW bringt den ID.3 Neo als E-GTI / Endlich wieder IAA! Allerings sind diese Mal die großen Autos dran. Wir waren bei der Nutzfahrzeugmesse! / Skoda ist bescheiden und nennt das neue Auto episch! Kann der Epiq halten, was der Name verspricht?
Motto in München: Trend Transparenz! Lasse deinen Sinn für Mode durchscheinen!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Die Jungs haben in dieser Folge ein ehrgeiziges Ziel vor Augen - sie wollen den britischen Wasser-Geschwindigkeitsrekord für Amphibienfahrzeuge brechen.
Mit Christian Stark, Volker Hanisch, Franziska Lessing, Martin Sabel, David Berton, Jürgen Holdorf, Jörn Linnenbröker, Erik Schäffler
Am 24. Oktober 1873 schoss zum ersten Mal eine hohe Wasserfontäne aus dem Hochstrahlbrunnen am Wiener Schwarzenbergplatz - das war das Startsignal für die Inbetriebnahme der Ersten Wiener Hochquellenleitung. Nach unzähligen Diskussionen im Gemeinderat, wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, nach Intrigen und Problemen während des Baus war dieses technische Meisterwerk endlich vollendet. Die Zeiten, zu denen die Wiener Wasserversorgung als eine der ungesündesten der Welt galt, waren damit endgültig vorbei.
Die Dokumentation erzählt wie es zur Errichtung dieser epochalen Innovation kam - und zeichnet gleichzeitig ein Bild einer ganzen Epoche: zwischen Cholera-Ausbrüchen, der Wiener Weltausstellung, diversen politischen Querelen, wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und gegensätzlichen wirtschaftlichen Interessen. Durch den Film führt Erwin Steinhauer.
Gärtner Max schäumt vor Wut. Sein Leben lang hat er auf den Moment hingearbeitet, die Gärtnerei seines Vaters zu übernehmen. Doch als sein Vater stirbt, erbt seine Schwester Mia den Familien-Betrieb! Als Mia eines Tages von Mitarbeiter Sharif bewusstlos in einer Grube gefunden wird, wirkt die Tat zunächst wie ein frustrierter Rache-Akt. Doch was steckt wirklich hinter dem Angriff? Und was versteckt Max in seinem Schuppen?
1945: Eine Fliegerstaffel startet auf dem US-Marinestützpunkt in Fort Lauderdale, Florida, in die Lüfte. Kurze Zeit später verschwinden die Flugzeuge jedoch spurlos. Mike Barnette, Jimmy Gadomski und der Rest des Ermittlerteams gehen in diesem berühmten ungelösten Fall auf Spurensuche.
Mecklenburg-Vorpommern: flaches Land, weiter Blick, beeindruckende Natur, Idylle, Ruhe und fast 2.000 Kilometer zum Teil schroffe Küstenlinie. Im Landesinneren erstrecken sich weite grüne Felder und sanfte Hügel und immer wieder auch Landschaften, die man hier im Norden nicht erwarten würde.
"die nordstory" trifft Menschen, die hier gern leben und arbeiten: eine junge Fischerin, den Lokführer einer Schmalspurbahn, Fallschirmspringer und -springerinnen auf Weltniveau, Landwirte auf gigantischen Maschinen oder hoch zu Ross, Archäologinnen und Freizeit-Slawen, den Lenker eines Schwertransporters für Windkraftanlagen auf nächtlicher Mission oder Hubschrauberpiloten und Windanlagenmonteure an ihren Arbeitsplätzen in luftiger Höhe.
Und man erlebt sie alle aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive: Mecklenburg-Vorpommern von oben.
40 Jahre teilen Stacheldraht und Minen Deutschland in Ost und West - trennt der Todesstreifen der innerdeutschen Grenze das Land. Für viele Deutsche wird er zum Schicksal. Im Film erzählen sie ihre Erlebnisse: darunter Flüchtlinge und Grenzsoldaten - und zwei Frauen aus Magdeburg. Sie sind die ersten DDR-Bürger, die am 9. November 1989 über die geöffnete Grenze fahren - bei Helmstedt, bevor in Berlin die Mauer fällt. Für die Deutschen im westlichen "Zonenrandgebiet" ist die Grenze zuweilen ein einträgliches Geschäft. Eine Million Touristen pro Jahr spülen Geld in die Taschen der einheimischen Wirtschaft, die auch von Steuererleichterungen und Investitionszulagen profitiert. Auf DDR-Seite hingegen führt in die fünf Kilometer breite "Sperrzone" an der Grenze ohne Sonderausweis kein Weg hinein oder heraus. In der Nacht gelten dort eine Ausgangssperre und ein Versammlungsverbot, um Fluchten im Schutze der Dunkelheit zu erschweren. Heute ist die ehemalige Grenze das "Grüne Band": ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das sich mitten durch Deutschland schlängelt.
Die letzte Eiszeit ist sehr lange her. Sie hat nicht nur Europas Landschaft nachhaltig geprägt, sondern auch die Entwicklung der Menschheit. Neue Forschungsergebnisse zeigen die letzte Eiszeit nun in einem völlig anderen, neuen Licht. Mirko Drotschmann ist in Deutschland und Europa zu den Hotspots der Eiszeitforschung unterwegs. Die sogenannte letzte Eiszeit begann vor etwa 115.000 Jahren und endete etwa 11.600 vor heute. Weite Teile Europas waren von einer Tausende Meter dicken Eismasse bedeckt. Nur durch die Mitte Europas erstreckte sich eine sogenannte Mammutsteppe, die üppig und voller Leben war. Dazu gehörte auch das Gebiet zwischen Basel und Frankfurt, das seit geraumer Zeit im Forschungsprojekt "Eiszeitfenster Oberrheingraben" genauer unter die Lupe genommen wird. In Kies- und Sandablagerungen haben Abertausende Tierknochen von Mammut, Nashorn, Riesenhirsch und Co. die Zeiten überdauert. Ihre Untersuchung mittels einer Radiokarbondatierung brachte eine Sensation zutage: Vor rund 30.000 Jahren tummelten sich im Rhein Flusspferde. Im Gegensatz zur eiszeitlichen Fauna mit ihren Megatieren sind die eiszeitlichen Landschaften noch heute sichtbar - ob an der Schärenküste Schwedens, den norwegischen Fjorden oder den Gletschern der Alpen. Als der Homo sapiens vor mehr als 40.000 Jahren in das eiszeitliche Europa einwanderte, lebte dort bereits seit mehr als 250.000 Jahren eine andere Menschenart: der Neandertaler. Dieser starb zwar kurze Zeit später aus, doch bis dahin hatten sich Homo sapiens und Neandertaler vermischt - die Folgen können in unseren Genen nachgewiesen werden: Alle nicht-afrikanischen Menschen besitzen heute noch zwischen ein und drei Prozent Neandertalergene. Kurz nach seiner Ankunft in Europa schuf der Homo sapiens in den Höhlen der Schwäbischen Alb Erstaunliches: plastische Kunstwerke aus Mammutelfenbein - die ältesten der Welt, soweit heute bekannt. Forscher sprechen von einem Urknall der Zivilisation. Mirko Drotschmann erfährt, mit welchem handwerklichen Geschick und künstlerischen Verständnis die Tierfiguren aus Mammutelfenbein geschnitzt wurden, und besucht auch die Höhle von Chauvet in Frankreich, die der Homo sapiens mit mehr als 1000 Wandbildern verziert hat. Mirko Drotschmann spürt dem Alltag der Ureuropäer nach: Wie haben sie sich ernährt, wie gekleidet, wie sahen sie aus? Viele Darstellungen, auch in Museen, zeigen die Eiszeitjäger mit heller Haut. Doch Untersuchungen der genetischen Marker, die bei modernen Menschen mit der Pigmentierung von Augen, Haut und Haaren in Zusammenhang stehen, zeigen ganz deutlich: Die Menschen der letzten Eiszeit waren dunkelhäutig.
Zuhause im Glück - Unser Einzug in ein neues Leben
Ein geeignetes Haus im Grünen
13. Staffel
1. Folge
D 2016
90'
Andrea und Sascha kommen gerade mit ihren beiden Söhnen aus dem Urlaub zurück, als das Unfassbare geschieht: Familienvater Sascha stirbt überraschend. Allein mit ihrer Trauer muss Andrea nun stark sein für ihre Kinder.
Ein bisschen Kultur, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Genuss und ganz viele besondere Eindrücke und Erlebnisse - "ntv reisen" nimmt Sie mit direkt vor die Haustür und in die nahe und ferne Welt. Spannende Persönlichkeiten, kleine und große Abenteuer, neue Ein- und Ausblicke und ganz viele Ideen um mehr zu erleben, um zu genießen und einfach eine gute Zeit zu haben.
Hat ein Tsunami im Bermuda-Dreieck zwei riesige Schiffe verschlungen, oder fielen sie den Nazi-U-Booten zum Opfer? Das Team richtet seine Aufmerksamkeit auf diesen berühmten Fall.
Filmautorin Sybille Krafft verfolgt die Geschichte der Wiesn von 1900 an, in ihr spiegelt sich der jeweilige Zeitgeist. In Interviews reflektieren und erinnern sich Schaustellerinnen und Schausteller von heute.
Motto in München: Trend Transparenz! Lasse deinen Sinn für Mode durchscheinen!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Gefälschte Papiere, versteckte Drogen, unverzollte Waren, eingeschleppte Pflanzen und verbotene Lebensmittel: Der Aufmerksamkeit von Neuseelands Grenzkontrolleuren und ihren vierbeinigen Spürnasen entgeht nichts. Sie kontrollieren Passagiere und Gepäck, Postsendungen und gewerbliche Fracht nach allem, was Mensch und Natur der abgelegenen Inselnation gefährlich werden könnte. Spannende Einblicke in ihre Arbeit an den Flughäfen, Zollstationen und Postzentren zwischen Auckland und Queenstown.
Essen im geteilten Deutschland: Toast Hawaii oder Karlsbader Schnitte? Hamburger oder Grilletta? Hotdog oder Ketwurst? Wie sah es aus auf deutschen Tellern in Ost und West? In der Bundesrepublik herrschen ein Jahrzehnt nach dem Krieg Wirtschaftswunder und Überfluss: Die Deutschen im Westen schlemmen und gönnen sich wieder was. Im Osten hingegen wird "Konsumsozialismus" propagiert. Die Banane wird zum Symbol des Mangels. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der deutschen Esskultur von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. Es ist die Zeit großer Veränderungen: In beiden Teilen Deutschlands werden nach dem Krieg neue Foodtrends entwickelt. Technische Innovationen erobern die Küchen - aber auch Essen aus anderen Ländern wie Pizza, Soljanka und Döner verändern die Essgewohnheiten hierzulande. Amerikanische Fast-Food-Ketten erobern die westdeutschen Städte, auch im Osten wird man in Sachen Essen immer experimentierfreudiger. Das Thema Essen führt zu Hüftspeck in Ost und West. Mit Fitness und Diäten wird ab den 70ern den Fettröllchen der Kampf angesagt. Mit viel Humor und Anekdoten unternimmt die Dokumentation einen bunten, appetitanregenden Streifzug durch die deutsch-deutsche Esskultur.
"Völkerwanderung" - so nennt man in Deutschland die turbulente Epoche zwischen Antike und Mittelalter, in der germanische Kriegerverbände das Römische Weltreich zum Einsturz brachten. Die Völkerwanderung ist einer der epochalen Einschnitte in der europäischen Geschichte. Ein halbes Jahrtausend lang hatten die Römer weite Teile des Kontinents kontrolliert. Doch zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert wurde die "Ewige Stadt" Rom gleich zweimal geplündert. Erst von den Westgoten, dann von den Vandalen. Am Ende saß ein machtloser Kindkaiser auf dem Thron, der schließlich von einem germanischen Warlord abgesetzt wurde. Wie war es dazu gekommen? Auf einer Reise durch Europa begegnet Mirko Drotschmann Forscherinnen und Forschern, die einen neuen Blick auf die damaligen Ereignisse werfen. Das beginnt bereits mit dem Begriff "Völker". Denn Westgoten oder Vandalen waren keineswegs homogene Volksgruppen, sondern bildeten sich erst im Zuge ihrer Wanderungen durch den Zusammenschluss aus unterschiedlichsten Ethnien. Außerdem zeigt sich, dass diese "Völker" das Römische Reich gar nicht zerstören, sondern an seinem Wohlstand teilhaben wollten. Dafür plünderten sie nicht nur, sondern trieben Handel und kämpften sogar für die Römer - wie Alarich, der Anführer der Westgoten. Nach Vorbild der Römer errichteten die Westgoten im heutigen Spanien im 6. Jahrhundert die Königsstadt Reccopolis; eine Metropole, die damals sogar manch römische Siedlung in den Schatten stellte, wie modernste Vermessungsmethoden mit geomagnetischen Sonden und Laserdrohnen belegen. Eine Bauleistung, die man den "Barbaren" lange nicht zugetraut hatte. Auch das Klima rückt die Forschung als wichtigen Push-Faktor für die "Völkerwanderung" in den Vordergrund: Wahrscheinlich trieb ein Kälteeinbruch die Hunnen aus Asien nach Europa und ermöglichte den Vandalen in der Neujahrsnacht des Jahres 406 das Eindringen ins Römische Reich. Die Migrationen der Spätantike haben Spuren in unseren Sprachen und Genen hinterlassen: So zeugt der Name Englands von der Machtübernahme der Angelsachsen im Britannien des 5. Jahrhunderts. Und obwohl die Einwanderer vom Kontinent damals in der Minderheit waren, haben sie sich genetisch durchgesetzt: Genanalysen zeigen, dass mehr als die Hälfte der englischen Männer angelsächsische Vorfahren hat. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut - und ging auch nicht an einem Tag unter. Im Osten blieb das Imperium in Gestalt des Byzantinischen Reiches sogar bis ins 15. Jahrhundert bestehen. Im Westen traten Karl der Große und die Franken das Erbe der Römer an, gestützt auf die römisch-katholische Kirche. In neuer Gestalt lebte die römische Herrschaftsidee weiter, im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation hatte sie bis 1806 Bestand. So steht heute die Zeit der "Völkerwanderung" weniger für das Ende des Römischen Reiches als vielmehr für die Verbindung der Kulturen und Traditionen, die Europa bis heute prägen.