Über 20 Jahre lang hielt die BUWOG-Affäre Österreich in Atem. Das Ergebnis: 4 Jahre Haft für den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser, dem damaligen Sunny-Boy der österreichischen Politik. Verurteilt wurde er wegen Untreue, Geschenkannahme, Bestechlichkeit und Beweismittelfälschung. Sieben Monate saß er in Innsbruck in Haft, derzeit sitzt er seine Strafe mit Fußfesseln ab. Auch seine Mittäter, der ehemaligen FPÖ-Politiker Walter Meischberger und der Lobbyist Peter Hochegger, wurden zu jahrenlangen Haftstrafen verurteilt.
Worum ging es: Bei der Privatisierung von 60 000 Bundeswohnungen in einem Bieterverfahren im Jahr 2004 habe Karl-Heinz Grasser - laut Gerichtsurteil - der österreichischen IMMOFINANZ das Gegenangebot der Konkurrenz von 960 Millionen Euro verraten. Damit ermöglichte er der IMMOFINANZ gemeinsam mit seinen Mittätern, diesen Betrag um genau eine Million Euro minimal zu überbieten. Ein echtes Schnäppchen, wenn man den durchschnittlichen Preis von 16.000 Euro pro Wohnung bedenkt.
Jahre später stellte sich durch einen Zufallsfund der Finanzbehörden heraus, dass die drei Freunde, Grasser, Meischberger und Hochegger, heimlich genau 9,6 Millionen Euro von der siegreichen Finanzgesellschaft erhalten hatten: Genau 1 % der bezahlten Summe für die Bundeswohnungen. Wohl kann es sich dabei um ein "Erfolghonorar" der IMMOFINANZ für die geheime Kooperation handeln - und damit um persönliche Bereicherung der drei Täter.
Es folgten jahrelange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und ein jahrzehntelanger Prozess, der schließlich im März 2015 mit der Verurteilung Täter endete.
Die neue Dokumentation "Österreichs große Skandale - Die BUWOG-Affäre" zeichnet einen der größten Korruptionsskandale Österreichs und dessen Hintergründe exakt nach und fragt nach der Sinnhaftigkeit der neoliberalen Logik von Privatisierung staatlich-gemeinnütziger Wohnungen nach dem Motto: "Mehr privat, weniger Staat".
Macht, Glanz, persönliche Tragödie: Venedig lässt die Menschen noch heute staunen. Sein goldenes Zeitalter war das 15. Jahrhundert und sein bedeutendster Doge damals Francesco Foscari - ein Mann zwischen ambitionierter Expansion, politischer Intrige und dem Verlust des einzigen Sohnes. Ein fesselnder Blick auf den Glanz und das Elend eines konstitutionellen Herrschers.
Ein besonders brutales Verbrechen ereignete sich kurz vor dem Weihnachtsfest 2013 in Cleveland, Ohio. Eine fünffache Mutter wurde zuerst angeschossen und dann vom Täter mit dem Auto überfahren. Ein Profi war hier nicht am Werk. Die Beamten schlossen auf eine Beziehungstat und nahmen den Ehemann des Opfers ins Visier. Der wurde prompt zum Hauptverdächtigen, aber es gab zunächst nicht ausreichend Beweise, um ihn vor Gericht zu bringen.
Johnny und Jordyn erkunden die Ruinen eines alten Trappisten-Klosters, ein paranormaler Hotspot von Winnipeg, das 1912 einem Feuer zum Opfer fiel. Daneben steht das ehemalige Gästehaus, das die Geisterjäger genau unter die Lupe nehmen. Augenzeugen haben ihnen von Gestalten in Mönchskutten erzählt, die herumlaufen. Früher gingen die Mönche des Zisterzienser-Ordens hier ein und aus, sind hier auch gestorben und haben wohl ihre Energie in diesen Gemäuern hinterlassen. Mit der Hilfe einiger örtlicher Ghosthunter decken die Jungs die Geschichte eines rachsüchtigen Geistes auf, der sich wieder einmal zeigt.
Ein Poser zeigt in Wiesbaden wenig Verständnis für die Maßnahmen der "Speed Cops". Ein Beamter der Kontrollgruppe "Argus" setzt seine gesamte Erfahrung ein, um die Situation zu beruhigen. Auch in Stuttgart droht die Stimmung bei einer Fahrzeugkontrolle zu kippen. Und in Neumünster haben es Verkehrsteilnehmer sehr eilig. Der Hund der Familie hat offenbar einen spitzen Gegenstand verschluckt. Die Insassen des Wagens wollen den Vierbeiner so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen. Ist es in einer solchen Situation erlaubt, die Geschwindigkeit zu überschreiten?
Jung, weiblich, straffällig - was bedeutet die Haft für junge Frauen? Die Doku begleitet sie im Jugendvollzug - zwischen Alltag und dem Wunsch nach Veränderung. Nur rund vier Prozent der Inhaftierten im Jugendstrafvollzug sind weiblich. Die Doku zeigt den Alltag der 16- bis 21-Jährigen zwischen Schule, Kontrollen und Zukunftsplänen - und gibt seltene Einblicke in das Innenleben des weiblichen Jugendstrafvollzugs. In der JVA Zweibrücken und der JVA für Frauen in Berlin-Lichtenberg leben junge Frauen zwischen 16 und 21 Jahren, die zum Teil schwere Straftaten begangen haben. Die Dokumentation begleitet sie durch einen Alltag, der wenig mit ihrem Leben draußen gemein hat - geprägt von festen Abläufen, klaren Regeln und Kontrolle. Samira sitzt in der JVA für Frauen Berlin-Lichtenberg. Am Anfang wollte sie nur raus. "Die ersten Monate waren sehr, sehr schwer. Ich hab lange gebraucht, um mich hier einzugewöhnen." Der Verlust der Freiheit traf sie hart - besonders der Kontakt zu ihrer Familie und ihrem Freund fehlt ihr. Ohne Handy und Social Media sind Telefonate aus dem Haftraum ihr einziger Kontakt nach draußen. In der JVA Zweibrücken geben sich die Zwillingsschwestern Anna und Emmi gegenseitig Halt. Anna wurde zuerst inhaftiert, fast zwei Jahre später folgte Emmi. Draußen fehlte beiden jede Struktur: "Ich bin morgens erst nach Hause gekommen und hab dann bis 16.00 Uhr geschlafen. Hab Scheiße gebaut", sagt Emmi. Jetzt arbeiten sie regelmäßig, erleben erstmals einen geregelten Alltag - mit festen Zeiten, Aufgaben und klaren Grenzen. Neben den jungen Frauen kommen die Justizvollzugsbeamtinnen Renate Render und Sabine Eckert zu Wort. Sie sprechen über Nähe und Distanz und das tägliche Ringen um Struktur, Sicherheit und Erziehung. Denn Streit, Drogenspürhunde und Suchterkrankungen gehören ebenso zum Gefängnisalltag wie Kochabende, Sport und erste Liebesgeschichten. "Knast in Deutschland" zeigt das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Entwicklung, zwischen Abschottung und Zusammenhalt - und lässt diejenigen zu Wort kommen, die meist nur eine Randnotiz in den Strafvollzugsstatistiken sind und oft übersehen werden.
Der Dokumentarfilm geht der deutschen Liebe zum Auto auf den Grund: Zwischen Fetisch und Verkehrswende begegnen wir Enthusiast:innenen wie Ulf Poschardt sowie Kritiker:innen wie Katja Diehl. Autohersteller gestatten seltene Einblick in ihre Tricks der emotionalen Verführung. Ein Roadmovie, das zeigt, wie tief das Auto in der deutschen Gesellschaft verankert ist.
Laurence Fishburne geht dem großen Mysterium rund um die Bundeslade auf den Grund. Laut der Bibel ist die Truhe aus Holz mit Gold überzogen und mit goldenen Ringen versehen. Sie gilt als das Symbol für den Bund Gottes mit dem Volk Israel.
Zusammenarbeit zahlt sich aus - auch im Tierreich. Korallen haben das größte Bauwerk der Erde erschaffen, das 2300 Kilometer lange Great Barrier Reef. Nordamerikanische Präriehunde bauen unterirdische Höhlenreiche und schichten dabei Tonnen an Erde um. "Kathedralen-Termiten" errichten in Australien bis zu acht Meter hohe Termitenhügel mit einem ausgeklügelten System aus Zellen und Gängen. Sie dienen der Frischluftversorgung, Temperierung und Kommunikation. Die zweiteilige Dokumentation zeigt: Tiere sind vielseitige und erstaunlich kreative Wesen. Sie gestalten aktiv ihre Umgebung - als Architekten, Ingenieure und Baumeister.
Die Zöllner haben wieder alle Hände voll zu tun, um für einen reibungslosen Ablauf bei der Einreise zu sorgen. Ein Mann aus Tonga versucht, mit einer großen Menge an nicht deklarierten Parfümflaschen aus den USA einzureisen. Die Beamten vermuten eine Verletzung von geistigem Eigentum. Auch ein Spielzeugklavier erregt die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte. Sie vermuten, dass darin etwas geschmuggelt werden soll.
WEIT:ER begleitet Lukas Kaufmann beim Race Across America: 4.932 km nonstop von Kalifornien nach New Jersey. Die Doku zeigt seinen Kampf bis an körperliche und mentale Grenzen.
Venedig, ein architektonisches Juwel mit rund 1.600 Jahre alter Geschichte, droht unterzugehen. Angesichts des immer rascher ansteigenden Meeresspiegels und zunehmender Überschwemmungen arbeiten Forschende verschiedenster Fachrichtungen mit Hochdruck an Lösungen zur Rettung der Stadt. Nach jahrzehntelangen Bauarbeiten schützt inzwischen das revolutionäre Sturmflutsperrwerk "Mose" die Stadt. Aber eine langfristige Lösung bietet auch dieses Projekt nicht, denn das Salz setzt den Baudenkmälern weiter zu.
Wenn Eltern im Knast sitzen, beginnt ein Kampf um die Zeit mit den eigenen Kindern. Besuchsmöglichkeiten sind rar, Familien zerbrechen, und bei manchen reißt der Kontakt vollständig ab. Rund 100.000 Kinder in Deutschland haben laut Schätzungen ein Elternteil in Haft. Zudem leben deutschlandweit etwa 150 Kinder mit ihren Müttern im Gefängnis. Der Alltag im Knast ist hart - was bleibt, ist der Traum von einem normalen Familienleben in Freiheit. "Am Tag der Verhaftung habe ich erfahren, dass ich schwanger bin", erzählt Romina M. Die 30-Jährige sitzt wegen Betrugs im Frauenvollzug der JVA Vechta in Niedersachsen - zusammen mit ihrem jüngsten Sohn. Sie ist eine von rund 2600 inhaftierten Frauen in den deutschen Justizvollzugsanstalten. Zwar sind das nur rund sechs Prozent aller Inhaftierten, jedoch ist die Anzahl der Frauen in deutschen Gefängnissen seit 1992 um rund 65 Prozent gestiegen. Und viele davon sind Mütter. Bis zum Schulalter der Kinder ist es in manchen Fällen möglich, dass Kinder mit ihren Eltern im Gefängnis leben. Romina verbrachte bereits die Schwangerschaft hinter Gittern, von ihren drei weiteren Kindern ist sie seit ihrer Verhaftung getrennt. Ihr zweijähriger Sohn ist in Haft geboren, seit seiner Geburt verbringt er den Alltag mit Romina im Knast. Zuerst im geschlossenen, jetzt im offenen Vollzug der Mutter-Kind-Abteilung der JVA für Frauen in Vechta. Bei Häftling Nico S. ist die Sehnsucht nach seiner Familie groß. Er sitzt wegen Betrugs in der JVA Meppen in Niedersachsen ein, seine elf Monate alte Tochter sieht er deswegen nur selten: Es bleiben nur einige Stunden Besuchszeit im Monat oder die speziellen Familientage. Wie viel Kontakt Gefangene zu ihren Kindern haben dürfen, ist in den Justizvollzugsanstalten unterschiedlich geregelt. Mancherorts können Eltern ihre Kinder wöchentlich bis zu vier Stunden im Gefängnis sehen. In anderen Anstalten ist lediglich eine Stunde pro Monat erlaubt. ZDFinfo trifft inhaftierte Mütter und Väter und zeigt ihren Alltag hinter Gittern - mit und ohne die Kinder. Mörder, Betrüger und Kleinkriminelle: Rund 44.000 Männer und Frauen sitzen hierzulande hinter Gittern. Wie sieht der Alltag in deutschen Gefängnissen aus?
Mit dem Zug quer durch Australien - 4000 Kilometer von Sydney nach Perth
2015
43'
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
Unter dem Namen MK Ultra beginnt 1953 ein kontroverses Geheimdienst-Projekt der US-Regierung. In dessen Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Wahrheitsserums, das im Rahmen der Forschung tausenden Menschen verabreicht wurde. Ist Gedankenkontrolle durch Verabreichung einer Flüssigkeit wirklich möglich?
Der blaue Planet ist ständig in Bewegung, im Verlauf eines Tages bleibt kaum etwas gleich. Veränderungen geschehen unbemerkt oder kommen mit einem großen Knall: geologische Aktivitäten wie Erdbeben oder das Wachstum der Pflanzen, aber auch die schleichende Ausbreitung von Wüsten verändern täglich das Angesicht der Erde. Mit modernster Kameratechnik und spannenden Animationen zeigt der Zweiteiler, was im Verlauf eines Tages auf unserem Planeten geschieht.
Die Politik kann ein äußerst schmutziges Geschäft sein - und so präsentiert sich auch die österreichische Politgeschichte aus einem gewissen Blickwinkel als eine Abfolge von peinlichen Fehltritten, bizarren Skandälchen und handfesten Verbrechen.
Regisseurin Iris Haschek hat einige der markantesten Skandale in Österreichs Regierungskabinetten zusammengetragen: von Franz Olah als Sozialdemokrat auf Abwegen über die Lucona- und Noricum-Affären bis hin zum ehemaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser, dessen Politkarriere im Kriminal endete.
Innerhalb kürzester Zeit bekamen es die Ermittler in Cleveland, Ohio, mit zwei Morden zu tun. Zuerst wurde ein junger Mann erschossen, der erst vor kurzem das Bandenleben hinter sich gelassen hatte und sich für ein Ende der Gewalt in seiner Nachbarschaft einsetzen wollte. Am anderen Ende der Stadt drangen unbekannte Täter in der Silvesternacht in ein Haus ein und erschossen einen dort lebenden Mann. Beide Fälle waren schwer aufzuklären.
Bei verschiedenen Kontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen in Bogota, Mexiko, Lima und Brasilien entdecken Beamte Drogen wie Kokain und Marihuana sowie Schmuggelware wie Parfüms, Weine und Cremes. In Bogota wird Kokain in Kleidung gefunden, in Mexiko ein Messer und Marihuana, in Lima Kokainbasispaste in einem Paket und in Brasilien Schmuggelware. Diese Funde führen zu weiteren Untersuchungen und Ermittlungen.
"Roman Singer - Die ideale Reisegeschwindigkeit" ist ein sehr persönliches filmisches Porträt des Schweizer Bildhauers, Zeichners, Aktionskünstlers und Filmers.
Es gewährt an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten Einblicke in Arbeiten, die im Verlauf eines langen und eigenwilligen künstlerischen Wege Roman Signers sind.
Im Jahr 2002 begann eine ungewöhnliche Reise: Der Künstler Roman Signer hatte die Idee, mit einem kleinen, dreirädrigen Ape-Fahrzeug eine alte Skisprungschanze nahe Zakopane in Polen zu befahren - und das Ganze filmisch festzuhalten.
Ohne Drehbuch und ohne festes Konzept machte sich ein achtköpfiges Team mit drei Fahrzeugen auf den Weg durch Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei bis nach Polen. Unterwegs kam es zu unerwarteten Begegnungen, poetischen Momenten und "kleinen Ereignissen", wie Signer seine künstlerischen Eingriffe nennt.
Die Reise endete mit einer Ausstellung, einer Segnung - und dem Ape auf der Schanze. Doch der Film blieb lange unvollendet. Erst über 20 Jahre später, anlässlich Signers 80. Geburtstag, wurde das Projekt abgeschlossen.
Eine Hommage an das Reisen, an Signers künstlerisches Schaffen und an die Freiheit des Erkundens - persönlich, leise und voller Poesie.
Manche Beschuldigten versuchen, sich herauszureden, andere reagieren aggressiv und leisten Widerstand. Mit solchen Verhaltensmustern sind erfahrene Polizisten vertraut. Doch in Essex erleben die Beamten ein Szenario, das ihnen Schauer über den Rücken jagt. Die verdächtige 35-jährige Frau präsentiert ihnen zwei Leichen. Und in Norfolk tragen die Einsatzkräfte Zivilkleidung, weil die Police Officers an einer Schule möglichst wenig Aufsehen erregen möchten. Die Festnahme des Direktors wegen Stalkings verläuft jedoch nicht so diskret, wie von der Polizei geplant.
Süchtig im Knast: Das ist Alltag in den deutschen Gefängnissen. Drogenkonsum treibt viele in die Kriminalität - und ist auch hinter Gittern noch ein großes Problem. Ob Crystal Meth, Heroin oder synthetische Designerdrogen. Hinter Gittern gehört der Kampf gegen Drogenmissbrauch zum Tagesgeschäft. Jeder dritte Inhaftierte in Deutschland ist laut Schätzungen drogenabhängig. Der Schmuggel macht vor Gefängnistüren nicht halt. Rund 5000 Menschen in den deutschen Justizvollzugsanstalten sind unter 25 Jahre alt. Darunter ist auch Brian R.: Der 21-Jährige sitzt wegen Einbruchs in der JVA Zeithain in Sachsen ein. Er ist abhängig von Crystal Meth und im Drogenrausch mit dem Auto in einen E-Bike-Laden gefahren, um die Fahrräder zu stehlen. Im Knast macht er jetzt eine Suchttherapie. Die JVA in Zeithain hat dafür eine eigene Station; bei ihrer Einrichtung im Jahr 2014 war es die erste bundesweit. Doch auch im Knast wird heftig gedealt, das geben selbst Gefängnisdirektoren offen zu. In niedersächsischen Gefängnissen zum Beispiel gab es 2023 insgesamt 829 Drogenfunde - mehr als in den Jahren zuvor. In der JVA Meppen in Niedersachsen ist dafür Spürhund Pepper im Einsatz: Der Belgische Schäferhund soll in den Zellen der JVA versteckte Drogen finden. 0,1 Gramm große Drogenfunde kann er erschnüffeln, aber auch Handys kann er riechen - körperliche Hochleistung für Pepper. Die Drogen gelangen auf vielfältigen Wegen in die Justizvollzugsanstalt - über Besucher, Lebensmittellieferungen oder Mauerüberwürfe. Drogenabhängigkeit, Entzug und illegaler Handel: ZDFinfo erhält seltene Einblicke in den Alltag deutscher Gefängnisse und den Kampf gegen Drogen hinter Gittern. Mörder, Betrüger und Kleinkriminelle: Rund 44.000 Männer und Frauen sitzen hierzulande hinter Gittern. Wie sieht der Alltag in deutschen Gefängnissen aus?
In der zweiten Folge geht es darum, wie sich geologische Veränderungen auf das Leben auf der Erde auswirken. Und welche Folgen hat das Verhalten der Menschen auf die Geologie? Außerdem wird der Frage nachgegangen, inwieweit der Weltraum Einfluss auf unseren Heimatplaneten nimmt.
Geliebt, gehasst, geduldet: Wohl niemanden lässt der Schlager gleichgültig. Schlager polarisiert und ist dennoch eine der populärsten und kommerziell erfolgreichsten Musikrichtungen im deutschsprachigen Raum. Und das seit Jahrzehnten. Fans finden sich in allen Generationen. Die großen Hits haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt und sind bis heute auch immer ein Spiegel der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Deutschland.
Was macht den deutschen Schlager so beliebt, wie hat er sich im Laufe der Jahre verändert, sich immer wieder dem Massengeschmack angepasst, sodass er heute als völlig "entstaubt" gilt? Antworten darauf gibt dieser Film von Cornelia Quast.
Heutzutage füllen die großen Stars der Branche wie Helene Fischer, Andrea Berg oder Roland Kaiser locker ganze Stadien. Große Fernsehshows wie "Schlagerboom" in Das Erste oder "Die Giovanni Zarrella Show" im ZDF vereinen ein riesiges Publikum. So gut lief es nicht immer für den deutschen Schlager, in den vergangenen Jahrzehnten gab es gute und schlechte Zeiten.
In den 1960er-Jahren dominierten vor allem deutschsprachige Lieder die Hitparaden. Herzschmerz, Ferne und Heimat waren die großen Sehnsuchtsthemen. Der Österreicher Freddy Quinn ist ein Idol dieser Jahre. Und überhaupt gab es viele damals sogenannte Gastarbeiter mit "exotischem" Flair im Schlagerbereich wie Rita Pavone, Peggy March, Gitte, Julio Iglesias oder Roger Whittaker, die zum Teil nicht einmal wussten, worüber sie da genau sangen. Bei der Jugend galt Schlagermusik damals aber zunehmend als spießig und bieder. Heute kaum vorstellbar, dass ein Lied wie "Schuld war nur der Bossa Nova" zeitweilig auf den Index geriet und nicht gespielt wurde. Warum? Weil Sängerin Manuela davon sang, dass "die kleine Jane" erst am nächsten Morgen nach Hause kommt.
Englischsprachige Popmusik hatte zunehmend vor allem junge Fans. Und viele der großen Schlagerhits der 1970er-Jahre waren Coverversionen von erfolgreichen internationalen Songs, die auf Deutsch vertont wurden, wie z. B. "Ein Bett im Kornfeld" von Jürgen Drews oder Howard Carpendales "Ti amo".
In den 1980er-Jahren machte die deutlich "coolere" Neue Deutsche Welle dem klassischen Schlager das Leben in den Hitparaden schwer. Der unvergessene Dieter Thomas Heck sagte in seiner "Hitparade" tapfer "schräge" Bands an und Hubert Kah im Nachthemd sorgte bei seinem Auftritt für Gelächter. Bis auf wenige Ausnahmen waren die etablierten Schlagersängerinnen und -sänger für viele Jahre abgemeldet.
Erst in den 1990er-Jahren eroberte der Schlager Terrain zurück. Seltsamerweise rückte er wieder in den Fokus der jungen Generation durch Künstler wie Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn, die auf halbironische Weise den Kulthits der 1970er-Jahre neues Leben einhauchten und junge Leute wieder zum Tanzen brachten.
Die Popmusik nahm ab den 2000er-Jahren immer größeren Einfluss auf den Schlager und eine der "Königinnen" des Genres, Andrea Berg, feierte ihre ersten großen Erfolge. Interessanterweise verbreitete sich ihr Superhit "Du hast mich tausendmal mal belogen" über Mallorca und den Ballermann in die deutschen Wohnzimmer. Partyschlager vom Ballermann stürmen bis heute die deutschen Charts. Bestes Beispiel "Layla" von DJ Robin und Schürze, der erfolgreichste deutschsprachige Song 2022. Und einer der bekanntesten Vertreter dieser Szene, Mickie Krause, ist mittlerweile gern gesehener Gast in den großen Schlagershows.
Und dann kam eine junge Sängerin und machte alle "Atemlos", inklusive den deutschen Fußballweltmeister 2014: Helene Fischer. Schlager oder besser Popschlager ist heutzutage aus den deutschen Charts nicht mehr wegzudenken. Der Beat ist gut hörbar, die Texte handeln immer noch oft von Liebe. Herz reimt sich immer noch auf Schmerz. Aber inzwischen dürfen sich Männer, Frauen und Diverse alle bunt durcheinander von ganzem Herzen lieben. Da hat sich doch was getan!
In Foz do Iguaçu wird bei einer Routinekontrolle ein Motorradfahrer mit illegalen Waren erwischt, während in Iquitos eine verdächtige Tasche mit Kokain auf einem Passagierschiff gefunden wird. Zudem entdeckt die peruanische Zollpolizei an der Grenze zu Ecuador geschmuggelte Zitronen und in Lima sowie Bogota werden Drogen in einem Surfbrett und einem Gemälde versteckt gefunden.
Die Abkürzung PEADS steht für Presidential Emergency Action Documents und bezeichnet im Vorhinein abgestimmte Handlungsweisen, um präsidentielle Autorität durchzusetzen, die nur in außerordentlichen Notlagen zur Anwendung kommen.
Die ORF-III-Koproduktion erzählt die Geschichte von Rudolfine Steindling, genannt "Die Rote Fini". Sie ist eine der größten Wirtschaftsverbrecherinnen des vergangenen Jahrhunderts. Mit Charme und Resolutheit, als einzige Frau in einer reinen Männerwelt, und mit allen Mitteln, die ihr im Kalten Krieg zur Verfügung stehen, bringt sie den Handel mit der DDR via Österreich für die SED in Schwung:
Mit Devisen-, Spionage- und Embargogeschäften, den Geheimdiensten und den KPÖ- und DDR-Wirtschaftsapparaten verdient sie Millionen für die SED. Nach dem Mauerfall beansprucht die Treuhand dieses Geld und möchte es laut Parteiengesetz für das wiedervereinigte Deutschland beschlagnahmen. Doch sie hat nicht mit damit gerechnet, dass Fini das Geld raffiniert verschwinden lässt.
Ob sie damit Erfolg hatte und ob die Deutschen am Ende doch noch zu ihrem Geld kamen, wird in dieser Dokumentation von Gabi Schlag aufgelöst.