Die Salzkammergut-Berge um Bad Ischl sind eine Welt für sich. Über den Dächern von Bad Ischl erhebt sich die 'Katrin', ein Berg, auf dessen Gipfel ein Klettersteig mit toller Aussicht führt. Direkt gegenüber die 'Hohe Schrott': Hier hat Kaiser Franz-Josef, so die örtliche Erzählung, seine erste Gams geschossen. Die Bergwelten-Doku "Hoch über Bad Ischl" folgt dem Flusslauf der Traun vom Dachstein kommend bis zum Traunsee in Gmunden, wo der Fluss beim Kammerhof den See verlässt.
Markus Schmitz soll seinen Nachbarn Horst auf dessen Grundstück mit einem Stück Abwasserrohr niedergeschlagen haben. Wurde er aus Rache zum Täter? Schließlich kann er seit nunmehr einem Jahr seine Toilette nicht benutzen, weil Horst die Verlegung der Abwasserrohre sabotiert ...
Die Katzen turnen munter im Haus herum. Also hat der Rautenpython auf dem Grundstück der besorgten Kundin ein anderes Tier gefressen. Und danach verkriecht sich die Würgeschlange an einem ruhigen Plätzchen, um die fette Beute in Ruhe zu verdauen. Julia Baker fängt das Reptil ein und setzt es rund vier Kilometer entfernt in der Wildnis aus. Und die Beschreibung beim nächsten Einsatz passt auf die zweitgiftigste Schlange der Welt. Als sich die deutsche Auswanderin dem Exemplar der Gattung Pseudonaja nähert, geht die Natter sofort in Angriffsstellung.
Die Suche nach bewohnbaren Planeten läuft auf Hochtouren. Weltweit halten Wissenschaftler mit Hightech-Teleskopen Ausschau nach möglichen Kandidaten für eine Kolonisation. Wäre der erdnahe Exoplanet Proxima Centauri b als neue Heimat für die Menschheit denkbar? Oder müssen wir auf der Suche nach einer Erde 2.0 viel weiter über den kosmischen Tellerrand hinausblicken? Forscher, darunter Dr. Caleb Scharf, Direktor des Columbia Astrobiology Center, erklären, welche Exoplaneten für eine Besiedelung besonders vielversprechend sind. Das fast zehn Milliarden Dollar teure James-Webb-Weltraumteleskop soll ab 2021 bei der Suche nach einem Erdzwilling helfen.
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Ernährung. In den letzten Jahrtausenden haben wir sie immer mehr optimiert, zulasten der Böden. Sie erodieren und laugen durch Intensivlandwirtschaft aus. Eine Herausforderung angesichts der wachsenden Weltbevölkerung. In der Jungsteinzeit begann der Mensch, sich die Erde untertan zu machen. Indem er sesshaft wurde, Ackerbau und Viehzucht betrieb, setzte er einen Prozess in Gang, der das Gesicht der Welt ein für alle Mal veränderte. 12.000 Jahre später erlauben uns Satellitenbilder einen buchstäblich globalen Blick auf die Folgen menschlichen Wirkens: Landwirtschaftliche Nutzflächen überziehen große Teile der Erdoberfläche mit geometrischen Mustern, Megastädte wuchern über schier endlose Flächen, Straßen winden sich selbst durch Hochgebirge und Wüsten. Die sogenannte Technosphäre, die von Menschen hergestellten Dinge, wiegt mittlerweile mehr als die Gesamtheit aller Tiere und Pflanzen. Rund 50 Kilogramm Menschenwerk lasten statistisch gesehen auf jedem Quadratmeter des Planeten. Und die Weltbevölkerung wächst und wächst. Im Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle zu ernähren, wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein. Denn nur etwa ein Achtel der Erdoberfläche kann überhaupt landwirtschaftlich genutzt werden. Mit der systematischen Bearbeitung des Bodens geht in der Vergangenheit auch die Geburt der ersten großen Hochkulturen, wie etwa Ägypten, einher. Landwirtschaft wird zum Motor der Staatenbildung, und damit nimmt der Prozess der Weltveränderung durch den Menschen langsam Fahrt auf. Ein weiterer großer Meilenstein auf dem Weg zum Zeitalter des Anthropozäns ist das Römische Reich. Seine Ingenieure durchziehen die Welt mit einem Straßennetz von über 200.000 Kilometern Gesamtlänge und beschleunigen so die Umgestaltung der Welt und die Ausbeutung ihrer Ressourcen. Aber auch auf der anderen Seite der Erde, in China, machen sich Menschen schon vor Jahrtausenden daran, die Welt für ihre Zwecke umzugestalten, durch die Anlage von Abertausenden Reisterrassen. Auch an entlegenen Orten zeigt sich, dass die von Menschen verursachten Umweltveränderungen keineswegs auf die Moderne beschränkt sind. Schon die Wikinger, die im 9. Jahrhundert Island besiedelten, trieben Raubbau an den Wäldern, nicht anders als die Bewohner Zentraleuropas. Im späten Mittelalter gab es auf dem Gebiet Deutschlands weniger Waldgebiete als heute - mit den bekannten negativen Folgen: Die ungeschützten Flächen erodierten zusehends durch Wind und Regen. Der nächste große Beschleunigungsfaktor auf dem Weg zum Anthropozän wird die Entdeckung Amerikas und die Ausbeutung seiner Ressourcen durch Europäer. Den Indios war es gelungen, aus einem Wildgras die Maispflanzen zu züchten, wie wir sie bis heute anbauen. Mit einer jährlichen Ernte von mehr als einer Milliarde Tonnen prägt Mais heutzutage ganze Landschaften. Vor allem in den USA trat eine Form des industrialisierten Anbaus den Siegeszug an, der die Landwirtschaft radikal revolutionierte: auf riesigen Flächen, mit schweren Maschinen, künstlicher Bewässerung und einem gezielten Einsatz von Chemie. Durch dieses "Precision Farming" werden mittlerweile Erträge erzielt, die noch vor 100 Jahren unvorstellbar waren. Einen Baustein dazu lieferte der deutsche Chemiker Fritz Haber, der vor dem Ersten Weltkrieg ein Verfahren entwickelte, aus Luftstickstoff Ammoniak herzustellen, die chemische Basis für Kunstdünger. Das Haber-Bosch-Verfahren ist bis heute eine Schlüsseltechnologie, ohne die die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung kaum möglich wäre. Eine weniger offensichtliche, aber nicht weniger folgenschwere Auswirkung des Anthropozäns ist die durch Menschen verursachte Migration von Pflanzen. Durch die Erfindung kleiner mobiler Treibhäuser durch den Engländer Nathaniel Ward im frühen 19. Jahrhundert wurde es möglich, Setzlinge per Schiff über die Ozeane zu verfrachten. So gelangten nicht nur Teepflanzen nach Indien und Gummibäume nach Asien, sondern auch eine ungezählte Schar blinder Passagiere auf den Schiffen, Mikroben, Parasiten, Insekten und andere Tiere, die viele Ökosysteme auf der Welt radikal veränderten. Die Folgen unserer Eingriffe in die Natur sind vielfach spürbar. Wegen fehlender Bienen müssen Obstfelder in China bereits künstlich bestäubt werden, und in Deutschland sind während der vergangenen Jahrzehnte 70 Prozent der Insekten verschwunden.
Prä-Astronauten vertreten die Ansicht, dass es sich bei Beschreibungen von Göttern und Sternenwesen um tatsächliche Begegnungen mit außerirdischen Besuchern in der fernen Vergangenheit handeln könnte.
In einem Museum in Minnesota befindet sich eine an einem hölzernen Arm hängende Metallkuppel. Konnte diese altertümliche Konstruktion tatsächlich die menschliche Intelligenz messen? Im Jahr 1992 entdecken Archäologen eine kunstvoll bemalte, goldene Maske in einem peruanischen Grab. Handelt es sich bei der noch heute leuchtend roten Farbe auf dem Relikt tatsächlich um menschliches Blut? Und wie steht ein zerkratztes Keramikgefäß aus dem antiken Griechenland in Verbindung mit alter Hexerei?
Napoleon nannte die Donau die "Königin der Flüsse Europas". Auf dem Weg von Budapest ans Schwarze Meer folgt das Filmteam dem Fluss durch Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, bis die Donau in einem großen Delta zwischen Moldawien, Rumänien und der Ukraine ins Meer mündet.
Das Filmteam fährt auf einem Kreuzfahrtschiff, auf Fähren, Fischerbooten und auf Schiffen der Grenzpolizei, die die Außengrenzen der EU verteidigen und das Kriegsgebiet am Schwarzen Meer überwachen. Unterwegs wird ausgestiegen, es gibt Treffen mit Schachspielern, die im warmen Wasser eines weltberühmten Thermalbades über den nächsten Zug ihrer Dame grübeln, einen Besuch bei Menschen, die am oder vom Fluss leben: kroatische Soldaten und bulgarische Schüler, rumänische Nonnen, Fischer und Grenzschützer, russische Geflüchtete und ukrainische Lkw-Fahrer.
An den Ufern der Donau wurde Geschichte geschrieben, von denen die vielen Ruinen, Burgen, Kirchen und Klöster Zeugnis ablegen, von den Osmanenkriegen bis zu den kriegerischen Feindseligkeiten im ehemaligen Jugoslawien und dem Überfall Russlands auf die Ukraine.
Ein spannender Blick in einen uralten Kulturraum und in eine Art "fließendes" Geschichtsbuch.
Die Meteorologen hatten für den 28. Juli 2014 vor starken Regenfällen gewarnt. Bis zu 100 Liter auf den Quadratmeter könnten es werden. Das wäre für Münster ein neuer Hochwasserrekord. Doch wie sagt der Volksmund: in Münster regnet es oder es läuten die Glocken. Soll es doch regnen...
Doch es wurde dramatisch: Die regnerischen Wolken zogen nicht weiter und blieben praktisch wie geparkt über der Stadt stehen. Binnen sieben Stunden ergossen sich mehr als 40 Millionen Kubikmeter Wasser über Münster. 26 mal mehr als die Kanäle und Wasserläufe aufnehmen können. Das Wasser stand teilweise hüfthoch auf den Straßen. Die Häuser liefen voll. Die Feuerwehren hatten den größten Einsatz seit Ende des zweiten Weltkrieges.
Bewohner von Souterrainwohnungen konnten sich nur noch durch das Fenster retten, weil das Wasser die Türen blockierte. Für manche ging es zu schnell. In Münster Kinderhaus starb ein 76jähriger Mann, nachdem das Wasser die Kellerfenster bersten ließ. Einem Autofahrer wurde ein Bach zum Verhängnis, der eigentlich nur 20 cm tief ist, doch nach den Regengüssen zum reißenden Fluss geworden war.
Die Ems war an diesem Tag von 1,30 auf 6,50 Meter gestiegen und überflutete das 17 Kilometer nördlich von Münster liegende Greven. Die Stadt wurde komplett gesperrt. Bis Mitternacht regnete es fast ununterbrochen.
In dieser Nacht zeigte sich eine den Münsteranern bislang nicht bekannte Hilfsbereitschaft. Junge Leute boten über soziale Medien ihre Hilfe an. Binnen 24 Stunden schlossen sich der Facebook-Gruppe "Regen in Münster" 3.000 Menschen an. Zahllose Keller und Wohnungen mussten leergepumpt und ausgeräumt werden. Und die Zeit war knapp, denn im Wasser entwickelten sich Bakterien und es begann zu schimmeln. Ganze Viertel stanken modrig.
Auf den Straßen türmten sich die Müllberge. Nach nur drei Wochen waren es schon 10.000 Tonnen. Sonst sind es im ganzen Jahr durchschnittlich 6.000 Tonnen Sperrgut
Großes Glück hatte Barbara Dechange mit ihrer Familie, die im Auto von einem Baum umgestürzten Baum begraben wurde. Am 28. Juli feiert sie jetzt immer ihren zweiten Geburtstag.
Die Dokumentation von Lothar Schröder erzählt auf berührende Weise über ein Unwetter, das in Münster niemand mehr vergessen wird.
Türkei: Immer mehr Opfer, Frauenmorde verschleiert als Selbstmorde/ Ukraine: Der Tod kommt aus der Luft, unterwegs in Cherson mit einer Drohnen-Abwehreinheit/ Japan: Belästigungen ohne Ende, Fotos und Blicke unter den Rock/ USA: Jetzt hat er seinen eigenen Flughafen, Donald Trump lässt Airport in Florida umbenennen/ Großbritannien: Ein, zwei, drei Schwäne, das alljährliche Zählen auf der Themse
Die Beet-Brüder in Augustdorf: Der Diplom-Biologe Claus hat eine Anfrage einer deutsch-türkischen Familie aus dem ostwestfälischen Augustdorf bekommen. In einer kurzen Video-Botschaft stellt sich die Familie samt ihrem Garten vor. Claus konnte sich also bereits einen kleinen Eindruck verschaffen. Seine Beet-Kollegen Ralf und Ralle dagegen wissen überhaupt nicht, was sie erwartet und trotzdem - die Motivation ist groß.
"Querbeet" ist eine Magazinsendung für alle, die an gärtnerischen Themen interessiert sind. Mit jahreszeitlich abgestimmten Pflanzenporträts, praktischen Tipps zur Pflanzenpflege, Vorstellung von Heil- und Giftpflanzen, Rezepten, Aufnahmen aus europäischen Gartenanlagen.
Gefährliche Asteroiden - Eine Reise durch Raum und Zeit
USA 2017
45'
Ein Asteroideneinschlag ist eine unausweichliche Katastrophe für die Erde. Wissenschaftler arbeiten an einer neuen Technologie, mit der solche Einschläge verhindert werden können. Wissenschaftler der NASA arbeiten daran, unseren Planeten mit einem ausgeklügelten Frühwarn- und Verteidigungssystem auszustatten und die Erde vor einem tödlichen Asteroideneinschlag zu bewahren. Wann wird die Menschheit erstmals davon Gebrauch machen müssen? In Katastrophenfilmen wie "Deep Impact" haben wir die Szenen gesehen, die sich so hoffentlich niemals auf der Erde abspielen: Ein Asteroid schlägt auf unserem Planeten ein und verursacht apokalyptische Szenen unvorstellbarer Ausmaße. Städte werden dem Erdboden gleichgemacht, und riesige Tsunamis überschwemmen den Planeten. Bisher ist das nur Hollywood-Fiktion - doch im Fall eines echten Asteroideneinschlags wäre die Katastrophe für die Menschheit unausweichlich. Für den Ernstfall entwickeln Forscher der NASA komplexe Abwehrmechanismen, die die Welt vor der Apokalypse bewahren könnten. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Schlich sich der Angeklagte Andreas Tief in das Krankenhauszimmer von Peter Klausmann und versuchte diesen zu ersticken? Wollte der Gastwirt damit verhindern, dass sein ehemaliger Kumpel dem Gesundheitsamt meldet, dass er Gammelfleisch aus Osteuropa importiert und seinen Kunden serviert hat? Oder versuchte Luis Klausmann seinen Bruder umzubringen, um dessen Frau Tina endlich für sich alleine zu haben? Denn die beiden hatten eine Affäre ...
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Wasser macht unseren Planeten einzigartig. Alles Leben hängt von ihm ab, wir nutzen es auf vielerlei Art. Doch wir gehen nicht immer sorgsam damit um. Wir verschmutzen es nicht nur, sondern bauen auch ganze Landschaften um und greifen damit in wichtige Kreisläufe ein. Wasser ist eines der wandlungsfähigsten Elemente auf der Erde. Seine Fähigkeit, gleich drei Aggregatzustände anzunehmen, garantiert den Wasserkreislauf, der das Leben, wie es auf unserem Planeten vorkommt, erst möglich macht. Der ständige Kreislauf von Verdunstung und Regen sorgt dafür, dass theoretisch immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Praktisch fällt aber immer mehr "saures" Wasser auf unsere Erde, weil es sich in der Luft mit Kohlendioxyd (CO2) anreichert, das vor allem bei der Verbrennung fossiler Energien entsteht. Durch unseren hohen Verbrauch an Kohle und Öl wird der Regen zum "sauren Regen", der nicht nur unseren Wäldern zu schaffen macht, sondern auch dem Meer. Besonders Korallen leiden unter dem steigenden Säuregehalt des Meerwassers. Als wir Menschen sesshaft wurden, siedelten wir meist in der Nähe von Flüssen. Diese spielten zwar auch als Trinkwasserlieferanten eine Rolle, wurden aber vor allem für die Bewässerung der Felder genutzt. Das Trinkwasser holten wir uns von frühester Zeit an aus Quellen und Brunnen. Wie sehr die Römer frisches Quellwasser schätzten, zeigen die viele Hundert Kilometer langen Aquädukte, über die sie es in ihre Städte transportierten. Sie etablierten ein völlig neues Verständnis von Wasserkultur. Heute nehmen wir die Wasserversorgung als selbstverständlich hin. Doch vielerorts wird das Trinkwasser knapp. Zwar ändert sich die Menge des auf der Erde vorhandenen Wassers nicht, aber seine Verteilung kann stark variieren. So erleben wir zurzeit, dass trockene Gegenden immer trockener werden, während andernorts Niederschlagsmenge und Grundwasserspiegel steigen. Vielerorts, wie etwa in Spanien oder Kalifornien, wird das Wasser, das zur Bewässerung von Farmen und Feldern benötigt wird, über Hunderte Kilometer lange Kanäle aus weit entfernten Gebieten herangeschafft, die dadurch selbst zum Wassernotstandsgebiet werden. Längst wird daran geforscht, Nutzwasser in Trinkwasser aufzubereiten, eine Technologie, die in trockenen Regionen das Überleben sichern könnte. Neben der Nutzung als Trinkwasser bedienen wir uns des Wassers aber auch noch in anderer Hinsicht, etwa als einfachen Transportweg oder "kostenlosen" Energiespender. Schon im ersten Jahrtausend vor Christus begannen die Chinesen, ihr wachsendes Imperium über den Kaiserkanal zu verbinden, neben der Chinesischen Mauer einer der größten menschengemachten Bauten. Die Römer hingegen nutzten die Wasserkraft, um ganze Berge zu sprengen. Heute werden weltweit 850 000 Staudämme zur Stromerzeugung genutzt. Doch die scheinbar mühelose Stromgewinnung hat einen hohen Preis. Denn Wasser erfüllt in der Natur viele wichtige Funktionen. So transportieren Bäche und Flüsse fortwährend Sand ins Meer und sorgen so für einen natürlichen Schutz der Küsten und Strände. Durch die Staudämme verbauen wir dem Sand aber immer öfter den Weg, während wir ihn für unsere eigenen Bauten großräumig abbauen. Die Folge: Der Sand wird knapp. In Bezug auf die Benennung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän ist das Wasser aber noch aus einem ganz anderen Grund in den Fokus gerückt. Denn unsere Flüsse und Meere sind voll von einem Stoff, der als Leitmaterial des neuen Erdzeitalters gilt: Plastik. Das fast unzerstörbare Material ist mittlerweile schon überall auf unserem Planeten zu finden, selbst in der Tiefsee. Wissenschaftler weltweit suchen nach innovativen Technologien, um das Plastik-Problem zu lösen. Sie reichen von scheinbar einfachen Methoden wie einer besseren Mülltrennung bis hin zu Bakterien, die darauf programmiert werden, Plastik zu "fressen". Die Episode "Wasser" erzählt in vielen Geschichten davon, wie wir Menschen Wasser genutzt und seine Wege verändert haben, um Reiche zu verbinden, aber auch, wie der Mangel an Wasser Großreiche stürzte. Dabei mündet alles in die relevanten Fragen und Antworten darauf, wie wir das Wasser schützen und weltweit zum Nutzen aller verteilen können.
Urlauber sehen in ihm oft nur eine lästige Alge, die am Strand herumliegt: Posidonia Oceanica, wie Wissenschaftler das Seegras nennen, ist eine der unterschätztesten Pflanzen der Welt - aber in Wahrheit ein echtes Multitalent. Eine Unterwasser-Wiese, die jungen Fischen und bedrohten Arten wie Seepferdchen Schutz bietet. Ein Klimaretter mit mehr Power als der Regenwald. Und eine Bio-Barriere, die die Strände der Baleareninseln vor Herbst- und Winterstürmen schützt.
Dass diese "Lunge des Meeres" Außergewöhnliches leistet und geschützt werden muss, ist unter Fachleuten unumstritten. Doch neben Klimawandel und Wasserverschmutzung droht dem Seegras noch eine ganz andere Gefahr: mit jedem Jahr liegen mehr Boote - oft luxuriöse Yachten - vor Mallorca oder Formentera. Und schon ein einziger Anker kann hunderte Seegraspflanzen vernichten. Es dauert Jahrzehnte, den Schaden wieder zu beheben. "Seegras ist eine sehr stabile Pflanze, aber auch sehr langsam im Wachstum", sagt Ozeanologin Laura Royo, die den Unterwasser-Wald in aufwendigen Tauchgängen wieder aufforstet: "Man muss Geduld haben."
Die Behörden auf den Balearen setzen mittlerweile auf Vorbeugung: besonders in der Hochsaison sind Patrouillenboote unterwegs, überwachen die Ankerpositionen von Yachten, klären die Kapitäne auf, dass sie nur über Sandflächen ankern dürfen und verhängen auch mal Geldstrafen. Seegras-Retter Marcial Bardolet fährt eines dieser Boote. Der gebürtige Mallorquiner will seine Heimat schützen: "Ich fühle mich verbunden mit dem Seegras und es ist meine Lebensaufgabe, es zu erhalten."
20 und 18 Meter lang sind die beiden Industrieöfen, die die österreichische Spedition Felbermayr von einem Schiffsanlegeplatz an der Donau zu einer Flugzeugkomponentenfirma transportieren soll. Das Gesamtgewicht beider Öfen von gut 300 Tonnen stellt dabei nur eins vieler Probleme dar. Die Stahl-Kolosse sind beinah sieben Meter hoch - zu hoch, um die meisten Brücken oder Tunnel zu durchfahren. Eine unlösbare Unternehmung?
Eine sechsköpfige Familie braucht dringend mehr Platz: Maurice (7) und Shirine (3) teilen sich derzeit ein Zimmer - und natürlich bleibt da Stress nicht aus. Aber eine neue Mietwohnung finden Meike (35) und Markus (45) mit ihren vier Kindern nicht so einfach. Ein Schnäppchenhaus für 15.000 Euro scheint die perfekte Lösung. Zehn Zimmer bieten Platz genug für Celine (13), Samira (10) und die beiden Nesthäkchen. Doch schon auf den ersten Blick wird klar, dass die Renovierung der Immobilie ein Kraftakt wird. Ein weiteres Problem ist, dass der Familie nur 5.000 Euro und acht Wochen Zeit für alle Arbeiten zur Verfügung stehen! Wenn es klappen soll, müssen alle mit anpacken. Bei Markus und Pascal (20), seinem Sohn aus erster Ehe, liegen die Nerven allerdings schnell blank. Zum Glück erhalten sie bei der Renovierung wenigstens Hilfe von Innendesignerin Emell Gök Che. Wird der Traum vom Traumhaus für die Familie wahr?
Wie eine Krone thront die Gloriette über der Schönbrunner Anlage. Heute Anziehungspunkt für Tausende Touristen, war sie als Monument Habsburgischer Unbesiegbarkeit geplant und gebaut.
Im Wechselspiel zwischen historischem Bild- und Filmmaterial, opulenten Neuaufnahmen und Luftbildern, begleitet durch Schilderungen von Experten, taucht die Dokumentation ein in die bewegte Geschichte des Prunkbaus von der Entstehung bis in die Gegenwart.
Gleich zu Planungsbeginn meldete sich Kaiserin Maria Theresia, die für ihre Sparsamkeit bekannt war und sich gern mit Bauangelegenheiten beschäftigte, mit einem richtungsweisenden Schreiben an den Architekten: "Es befindet sich zu Neugebau eine alte Galerie von steinernen Säulen und Gesimsen, welche nichts nutzet." Also verfügt die Kaiserin, "solche von dort abbrechen zu lassen und nachher Schönbrunn bringen zu lassen".
Das alte Schloss Neugebäude musste dafür demoliert und recycelt und Tonnen an Zielen und Säulen mussten auf den Schönbrunner Hügel befördert werden. Der rein zu Repräsentationszwecken geplante Prunkbau Gloriette erhielt bald einen zweiten, profaneren Zweck: Kaiser Franz Joseph ließ im Mittelteil sein Frühstückszimmer einrichten. Dafür wurden die drei mittleren Bögen der Gloriette noch im letzten Lebensjahr Maria Theresias verglast. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der verglaste Innenraum als höfisches Speisezimmer benutzt.
Andrew und seine Partnerin Nicole müssen in Sambia sehr viel trinken, um bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die beiden "Naked Survival"-Fans marschieren im Luangwa-Tal bei Temperaturen von knapp 40 Grad zu einem Wasserloch. Gegen Ende der langen Trockenzeit versammeln sich dort zahlreiche Wildtiere, darunter Elefanten, Leoparden, Löwen, Krokodile und Hyänen. Doch nicht nur die großen Bewohner der dornigen Savanne stellen eine Gefahr dar. Das Duo sollte sich in Afrika auch vor giftigen Skorpionen in Acht nehmen.
Hohe Berggipfel haben die Menschen immer schon in ihren Bann gezogen. In manchen Kulturen sind sie der Sitz der Götter, zumindest sind sie aber unnahbar und geheimnisvoll.
Die Wände und schroffen Felsformationen der Dolomiten haben schon in frühen Zeiten inspiriert und Sagen von Königen und untergegangenen Reichen entstehen lassen. Diese haben immer eine Botschaft. Es geht um Gut und Böse, um Leben und Tod, um die Kraft der Natur und übernatürliche Kräfte.
Hunderte von Steintürmen zieren den rund 2000 Meter hohen Gipfel der Hohen Reisch. In Südtirol ist der Berg als "Stoanerne Mandln" bekannt. Eine Hexe soll Hirten versteinert haben, so die Legende, denn wer die Steinmänner aufgestellt hat und warum, wird immer ein Geheimnis bleiben.
Die Sage von König Laurins Rosengarten, der sich hoch oben in der gleichnamigen Gebirgsgruppe findet, ist wohl eine der bekanntesten Dolomitensagen. In der Abenddämmerung erscheinen die Felsen rot, die Sage versucht das Naturphänomen zu ergründen.
Auch die Legenden über das Reich der Fanes, das unterirdisch bis heute bestehen soll, sind ein Kulturgut, das bei der ladinischen Bevölkerung bis heute lebendig ist. Das Schicksal dieses Volkes, das mit den Murmeltieren ein Bündnis hatte, ist, wie so oft in Sagen, kein Gutes.
Ruinen und Schalensteine sind voller Geschichten, die Grenzen zwischen Sagen und der historischen Realität sind oft fließend. Archäologen versuchen ihre Geheimnisse zu entschlüsseln, doch als Erklärung bleiben auch oft nur Legenden.
20 Jahre war die Raumsonde "Cassini" im Weltall unterwegs. Sie lieferte einzigartige Einblicke und bahnbrechende Erkenntnisse über den Gasplaneten Saturn und seine 82 Monde. "Cassini" hat ein umfangreiches Vermächtnis hinterlassen. Die gestochen scharfen Bilder, die die Sonde vom aktiven Eismond Enceladus zur Erde schickte, sind beispiellos. "Cassini" beobachtete Geysire auf Enceladus. Tatsächlich schoss Wasser in die Höhe. "Cassini" wird als die bisher wissenschaftlich ergiebigste interplanetarische Mission in die Geschichte eingehen. 13 Jahre lang erforschte die Raumsonde den Saturn und seine 82 Monde. Dabei entdeckten die Wissenschaftler mehr als erwartet. Eine Hommage an "Cassini" und ihre Erfolge.
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Ohne die Erdatmosphäre wäre das Leben auf unserem Planeten unmöglich. Doch wir Menschen greifen selbst in die Kreisläufe der Luft ein und beschleunigen durch den Ausstoß diverser Gase den Klimawandel. Nie zuvor hatte eine Spezies so viel Einfluss auf der Erde. Nichts hatte für unseren Planeten größere Folgen als die Nutzung des Feuers durch den Menschen. Es wird zum Motor der Zivilisation und zu einem der wichtigsten Merkmale des Anthropozäns. Denn bei jeder Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Erdgas entsteht Kohlendioxid. Es ist ein natürlicher Bestandteil des Kohlenstoffkreislaufes unserer Erde, aber das Gas besitzt eine Eigenschaft, die mehr und mehr zur Bedrohung wird. Weil es die von der Erde abgestrahlte Wärme reflektiert, erzeugt es den sogenannten Treibhauseffekt. Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist heute höher als während der vergangenen drei Millionen Jahre. Das Ergebnis einer jahrhundertelangen Nutzung fossiler Brennstoffe durch uns Menschen. Als wir das Feuer entdeckten, ahnten wir nicht, welche Entwicklung wir damit anstoßen würden. Es ermöglichte uns, Nahrung zu kochen, Erze zu schmelzen, Maschinen zu bauen und letztendlich auch Menschen auf den Mond zu schicken. Rauchende Schlote wurden zum Sinnbild des Industriezeitalters, das Teilen der Welt enormen Wohlstand brachte und das Leben komfortabler machte. Allerdings zu einem hohen Preis, wie die zunehmende Erderwärmung zeigt. Auf Island wurde vor Kurzem ein Gletscher offiziell für tot erklärt. Er ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Schlechte Luft gibt es nicht erst, seit Fabrikschornsteine in den Himmel ragen. Bereits in der Antike führte die Verhüttung von Erzen zu lokalen Problemen und Klagen, wie aus vielen Texten überliefert ist. "Gravoris Caeli", ein schwerer Himmel, hängt ständig über dem kaiserzeitlichen Rom, verursacht durch die Werkstätten der Glasbläser. Doch das war nur ein schwacher Vorgeschmack auf das, was ab dem Mittelalter und dann vor allem im 19. Jahrhundert kommen sollte: die Verwendung von Kohle. Das "Schwarze Gold" machte das Industriezeitalter überhaupt erst möglich und wurde schon früh zum Problem: Der hauptsächlich im Winter auftretende Smog, ein Kunstwort aus "smoke" und "fog" für Rauch und Nebel, entwickelte sich vielerorts zur Dauerplage für die städtische Bevölkerung. Im Dezember 1952 verdichteten sich die Abgase aus Kohleheizungen und Autos in London zu einer tödlichen Wolke. Bilanz der Katastrophe: mindestens 4000 Tote. Aber noch heute werden rund 40 Prozent des elektrischen Stroms, den die Weltbevölkerung verbraucht, aus Kohle gewonnen. Ein anderer Klimakiller ist die Massentierhaltung. Mehr als 15 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase stammen heute hauptsächlich aus gigantischen Rinderfarmen. Bei der Verdauung produzieren die Tiere Methan, dessen klimaschädliche Wirkung um ein Vielfaches höher ist als die von Kohlendioxid. In den USA und Europa arbeiten deshalb Unternehmen inzwischen an schmackhaftem Fleischersatz aus pflanzlichen Produkten. Denn die einzige Möglichkeit, die Massentierhaltung zu reduzieren, ist ein verändertes Konsumverhalten. Zurzeit werden weltweit rund eine Milliarde Rinder gehalten. Das entspricht in etwa auch der Anzahl der Autos, die sich über die Straßen wälzen. Rund 18 Prozent der globalen Emissionen von Kohlenstoffdioxid gehen heutzutage auf das Konto des Straßenverkehrs. Der Siegeszug des Autos verlief parallel zur Erschließung einer neuen Energiequelle: Erdöl. Seit der Amerikaner Edwin Drake 1859 in Titusville, Pennsylvania, die erste ergiebige Ölquelle erschloss, wurde der Treibstoff zum Lebenselixier der Moderne. Der weltweite Verbrauch liegt gegenwärtig bei 15 Milliarden Litern - pro Tag. Ihre Verbrennungsprodukte gelangen in die Luft und tragen nicht nur zur Erderwärmung bei. Forscher führen weltweit rund acht Millionen Todesfälle pro Jahr direkt auf die Luftverschmutzung vor allem durch fossile Brennstoffe zurück. Saubere und billige Energie - ein Menschheitstraum. Mitte des vergangenen Jahrhunderts schien er in Erfüllung zu gehen - durch Atomenergie. Seit 1954 wird die Kernspaltung zur Herstellung von Strom eingesetzt. Im Januar 2019 waren in 31 Ländern 453 Reaktorblöcke in Betrieb. Doch seit den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima ist die Euphorie verflogen. Auch die enormen Kosten für die Lagerung der nuklearen Abfälle macht die Nutzung der Kernenergie zunehmend fragwürdig. Weltweit wird deshalb an Alternativen
Der Fläming südlich von Berlin ist eine ruhige Kulturlandschaft aus Sandflächen und sanften Hügeln, geformt von zwei Eiszeiten. In "Sagenhaft" reist Axel Bulthaupt durch Niederen und Hohen Fläming, begegnet Wildnispädagogen, Brennern, Spargelbauern, Fischern und Originalen. Er entdeckt Museen, Burgen, alte Bunker und die Fläming-Skate - begleitet von eindrucksvollen Bildern vom Boden und aus der Luft.
Die Beetbrüder starten in neue Gartenabenteuer. Der erste Hilferuf kommt aus dem Frankenland. Dort wohnen Elena und Johannes mit ihren Kindern Lina und Leon. Bautechniker Johannes hat sonst für alles einen Plan - nur für den Garten nicht. Minimalistisch soll er werden, aber nicht langweilig. In Ralfs Kopf reifen Ideen. Auch was mit dem abgesägten Kirschbaum passieren soll. Aber der Gartengott behält das Geheimnis vorerst für sich.
In den USA unter Donald Trump verschmelzen Religion und Politik zunehmend. Während der US-Präsident sich mit Pastoren und religiösen Führern umgibt, entdecken immer mehr junge konservative Männer den christlichen Glauben neu. Auf der größten konservativen Veranstaltung der USA, der CPAC, treffen wir junge Männer, die in der Religion weit mehr sehen als Spiritualität: Orientierung, Gemeinschaft, traditionelle Werte - und eine Antwort auf die Sinnsuche ihrer Generation.
Elke Halmer soll ihren Ehemann Jürgen erstochen haben, während dieser einen Einbruch in seinen eigenen Handyladen vortäuschte. Ist es wahr, dass sie ihn für einen echten Einbrecher hielt und ihn deshalb in ihrer Angst getötet hat? Oder ist sie ausgerastet, weil er sich von ihr scheiden lassen wollte?