Die Geschichte der Wiener Ringstraße ist nicht zuletzt auch eine Geschichte der Wiener Juden. Als Großindustrielle und Bankiers verfügten sie über die erforderlichen Geldmittel, um die teuren Grundstücke am neu entstandenen Prachtboulevard zu kaufen und repräsentativ zu bebauen. Mit diesen Einnahmen finanzierte der Stadterweiterungsfonds die öffentlichen Großbauten wie die Hofoper oder das Kaiserforum. So manche Familie, die sich auf diese Weise um das Werden Wiens verdient gemacht hat, ruht heute im jüdischen Friedhof im Wiener Bezirk Währing. Wer zwischen den Grabsteinen hindurch geht, liest viele bedeutende Namen der Ringstraßen-Prominenz. Matthias Widter erzählt die Geschichten dieser Persönlichkeiten und berichtet auch über die Bemühungen, diesen Friedhof, der derzeit verfallen und für die Öffentlichkeit gesperrt ist, als Kulturdenkmal wieder herzurichten und für Besucherinnen und Besucher zu öffnen.Seit 2019 sind die Restaurierungsarbeiten in vollem Gange. Wir besuchen den Friedhof wieder im Oktober 2024 und sehen uns an, was sich in den letzten fünf Jahren getan hat.
Die 1.343 Kilometer lange finnisch-russische Grenze reicht vom Polarkreis bis zur Ostsee. Über Jahrzehnte hinweg wurde hier Misstrauen gehegt, doch das tat dem privaten und wirtschaftlichen Austausch keinen Abbruch. Doch seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und dem Nato-Beitritt Finnlands im Jahr 2023 geriet dieses Gleichgewicht ins Wanken.
Sascha träumt trotz Diabetes von einer Karriere bei der Bundeswehr. Roger plagen nach einem Arbeitsunfall Existenzängste. Und Bernd, der seit anderthalb Jahren ohne Alkohol lebt, möchte mit Nina endlich wieder mehr unternehmen.
1992 wird die dreifache Mutter Linda Jensen in ihrem Zuhause in Big Lake, Minnesota, tot aufgefunden. Die Ermittler stellen schnell fest, dass die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, während sich ihre acht Monate alte Tochter nur wenige Meter entfernt im Laufstall befand. Im Laufe der Ermittlungen geraten zahlreiche Verdächtige ins Visier der Polizei. Doch erst acht Jahre später sorgt die Aussage einer Frau für den entscheidenden Durchbruch in dem lange ungelösten Fall.
Alan präsentiert hilfreiche saisonale Tipps für Gartenliebhaber, während Camilla Bassett-Smith einen beeindruckenden Garten in Wales erkundet und dessen Besonderheiten hervorhebt. Claire Lowrie ergänzt das Programm mit ihren besten Styling-Ratschlägen für Zimmerpflanzen, um das Zuhause grüner und stilvoller zu gestalten.
Eigentlich wollten Baylen und Colin nur eine Hochzeitslocation finden - doch plötzlich stehen Familienkonflikte, Paartherapie und eine völlig überdrehte Verlobungsparty im Mittelpunkt. Es wächst der Druck, endlich eine Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig sorgt die Paartherapie für unangenehme Wahrheiten über Grenzen, Abhängigkeit und den starken Einfluss ihrer Eltern. Besonders Colin fühlt sich zunehmend bevormundet - doch Baylen will ihre Familie auf keinen Fall verletzen. Und je spektakulärer die Verlobungsparty wird, desto schwerer fällt es den beiden, die Gartenhochzeit endgültig auszuschließen.
Die letzten zehn Tage Adolf Hitlers in seinem Bunker tief unter der Berliner Reichskanzlei: Diese letzten Tage wurden vielfach in Büchern, Erinnerungsberichten und Kinofilmen beschrieben. Anlass für Autor Michael Kloft, die Ereignisse von 1945 für seine Dokumentation zu rekonstruieren. War Hitler zu diesem Zeitpunkt ein physisches und psychisches Wrack, das auf nicht mehr vorhandene Truppen wartete? Oder handelte es sich um einen Plan?
Josh Gates' Einsatz trägt zu der Entdeckung eines verschollenen Grabes im Bereich des Schatzhauses von Petra bei. Modernste Technik könnte endlich die verkohlten Fragmente antiker Schriftrollen entschlüsseln, die den Untergang Petras erklären.
Die Menschheit hinterlässt immer mehr Spuren im All. Jede Mission, jeder Start eines Satelliten bedeutet mehr Objekte im Erdorbit. Unzählige Teile umkreisen mittlerweile unseren Planeten. Doch der Abfall bedeutet eine wachsende Gefahr - nicht nur für die bemannte Raumfahrt, auch für funktionstüchtige Satelliten, von denen unsere digitale Infrastruktur abhängig ist. Wissenschaftler und Astronaut Ulrich Walter erklärt, woraus der Weltraumschrott besteht und wie er zukünftig vermieden werden soll.
Im Schweizerhaus herrscht Feierlaune. Bauchladenverkäuferin Maria sorgt dafür, dass keiner auf dem Trockenen bleibt und verteilt Schnapserl an die Gäste. Sie selbst hält sich vom Alkohol aber lieber fern. Eines der legendären Fahrgeschäfte auf dem Prater ist der "Tobbogan". Kaum einer kennt die Teufelsrutsche so gut wie Sammy Konkolits - er hat sie vor zehn Jahren vor dem Abriss gerettet. Auch die "Große Geisterbahn" ist in die Jahre gekommen und soll modernisiert werden.
Satelliten fangen Bilder von seltsamen Gebäuden in England ein. Forscher reisen in die Gegend und entdecken Hinterlassenschaften einer grausamen Zeit. Ebenso grausam ist das, was hinter einem steinigen Parallelogramm auf Hawaii steckt.
Alan teilt inspirierende Ratschläge, während Errol Reuben Fernandes ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt besucht, das innovative Ansätze und Zusammenarbeit fördert. Gleichzeitig erkundet Camilla Bassett-Smith einen kühnen Garten in den Cotswolds, der durch seine außergewöhnliche Gestaltung und Pflanzenvielfalt besticht. Beide Erlebnisse bieten spannende Einblicke in kreative Gartenprojekte und deren Umsetzung.
Im Laufe der Geschichte wurden legendäre Waffen und fortschrittliche Technologien häufig göttlichen oder außerirdischen Einflüssen zugeschrieben. Als die Menschheit schließlich nukleare Fähigkeiten entwickelte, tauchten in alten vedischen Schriften Hinweise auf Waffen mit ähnlich zerstörerischer Kraft auf. Könnte es sein, dass all diese Waffen ursprünglich aus einem außerirdischen Arsenal stammen?
Obwohl der Mars als große Hoffnung der Menschheit für die Besiedelung eines weiteren Planeten gilt, ist der äußere Nachbar der Erde noch längst nicht zur Gänze erforscht. Daher werden schon seit Jahrzehnten Sonden und Roboter auf den roten Planeten geschickt, darunter auch "Perseverance", die fünfte Mars-Rover-Mission der NASA. Wissenschaftler und Astronaut Ulrich Walter erklärt, wieso der Mars wieder in den Fokus der Raumfahrt rückt und weshalb der Mond als Ausgangsbasis dienen könnte.
Der Filmstar, seine Frau Susan, zwei Hessen, eine Kamera
55'
Hollywood-Star Jeff Bridges hat einen Traum: Er will die legendäre Widelux-Kamera wiederbeleben. Dafür sucht der begeisterte Fotograf gemeinsam mit seiner Frau Susan Hilfe bei zwei Analogfoto-Fans aus Bad Nauheim in Hessen. Schaffen es die vier, die Mission des "Dude" zu erfüllen und die fast vergessene Ikone zurückzubringen?
Satelliten fangen Beweisaufnahmen für ein umfassendes Militärexperiment in der Wüste von Nevada ein. In der Nähe befindet sich die berüchtigte Area 51. Was ist dort geschehen? Außerdem zeigen die Kameras Bilder der größten Massenstrandung von Walen an der australischen Küste. Wieso mussten dort so viele Tiere qualvoll verenden?
Egal ob an Land oder im Wasser: die Allestester sind wieder in ihrem Element. Sie drücken auf die Spülung, drehen durch und tauchen ab. Ingrid und Otto testen einen ungewöhnlichen Raketenofen. Während Kathrin und Andreas am Aufbau eines sonderbaren Sportgeräts verzweifeln, setzen Steffi und Roland sich mit einem skurrilen Zehenspreizer auseinander. Am Ende eines jeden Tests steht wie immer die alles entscheidende Frage: Hot oder Schrott?
Baylen und Colin wollen sich für ihre Hochzeit in Form bringen, doch ein klassisches Fitnessstudio kommt für Baylen wegen ihrer Zwangsstörung nicht infrage. Also muss eine kreative Alternative her. Die Lösung: Hobby Horsing, wo mit Steckenpferden galoppiert, gesprungen und trainiert wird, als stünde ein echtes Turnier bevor. Zwischen schweißtreibenden Übungen, peinlichen Erinnerungen und viel Gelächter testen die Verlobten ihre Fitness auf recht ungewöhnliche Weise. Doch auch abseits des Parcours bleibt der Druck hoch: Neben Gästelisten und Budgetplanung für die Hochzeit steht ein heikles Gespräch bevor.
Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte der Reichstag während der demokratischen Ära der Weimarer Republik auf. Doch schon bald darauf erlebte er seinen Untergang. Nach NS-Diktatur, Brand und Kriegszerstörung wurde er wiederaufgebaut, fiel während des Kalten Krieges in ein Wachkoma und wurde nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Gebäude aber ist mehr als nur ein Ort der Politik: Seit mehr als 120 Jahren ist es auch Bühne und Spiegelbild der deutschen Geschichte.
Mit hochwertiger Ausstattung und Schauspielern wie Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti u. a. sind die wichtigsten Ereignisse rund um den Reichstag in Szene gesetzt. Es sind nicht nur die Parlamentarier, die im Fokus des Films stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden sind. Ob Planer, Bauarbeiter, Bibliothekarin, Stenograf, Sekretärin, sie alle erlebten auf ihre Weise die wechselvolle Geschichte des bedeutendsten Hauses der deutschen Geschichte. Dazu gehören auch der Künstler Christo und der Architekt Sir Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zum positiven Symbol für das wiedervereinte Deutschland gemacht haben.
Das Schweizerhaus gilt als die Kultgaststätte des Praters. Angestellte wie Kellner Wolfgang arbeiten hier schon seit vielen Jahren und kennen die zahlreichen Anekdoten des Lokals. Der Wurstelprater ist abends der Anziehungspunkt für Jugendliche. Hier wird geflirtet und gefeiert, was das Zeug hält. Beliebt bei Jung und Alt sind die Geisterbahnen. Der technische Leiter Sandro Spreitzer zeigt einen Blick hinter die Kulissen.
Knapp sechs Millionen Deutsche wanderten zwischen 1830 und 1930 in die USA aus. New York war zwischenzeitlich nach Berlin und Wien die Stadt mit dem größten Anteil deutschsprachiger Bevölkerung weltweit. "Little Germany" hieß der Stadtteil, in dem die meisten Deutschen lebten. Sie haben die USA bis heute geprägt. Der Film schildert das Schicksal des deutschen Migranten Georg Schmidt, der seinen großen Traum von einer Anwaltskarriere in New York verwirklichen will. Die Stadt ist aber nicht nur Zukunftshoffnung, sondern auch beherrscht von kriminellen Gangs. Als seine Verlobte wegen Diebstahls im Gefängnis sitzt, muss Schmidt die mächtigste Verbrecherin der Stadt, ebenfalls eine Migrantin aus Deutschland, um Hilfe bitten. Ihre Bedingungen bringen den angehenden Anwalt in eine ausweglose Situation. Aufwändige Spielszenen lassen das New York der Deutschen lebendig werden, Analysen von Historiker*innen erläutern das Leben und Schicksal der Emigrierten.
Buch: Elin Carlsson & Arne Peisker
Regie: Sigrun Laste, Arne Peisker, Ed Hydock
Produktion: STORY HOUSE Productions/ ZDF Terra X/ Arte
Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?
D 2026
63'
In der ZDF-Dokumentation "Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?" reisen Markus Lanz und Anabel Münstermann durch die US-Südstaaten.
Im Fokus steht die MAGA-Bewegung: "Make America Great Again". Wofür steht sie heute, welche Ziele verfolgen ihre Anhänger und kann sie auch ohne Donald Trump bestehen?
Lanz und Münstermann treffen Menschen, die Trump und MAGA weiterhin unterstützen, aber auch solche, die sich von der Bewegung abgewandt haben. Was bringt Menschen dazu, Trump trotz Enttäuschungen die Treue zu halten? Und warum kehren andere MAGA den Rücken? Die Dokumentation sucht nach den Motiven hinter einer politischen Loyalität, die sich nicht allein mit Wahlergebnissen oder Parteizugehörigkeit erklären lässt.
Dabei richtet sich der Blick auch auf die Zeit nach Donald Trump. Was kommt nach Trump? Wer könnte sein politisches Erbe antreten? Wird MAGA auch ohne seine zentrale Figur eine bestimmende politische Kraft bleiben? Wird sich die Bewegung verändern, gemäßigter werden - oder könnten sich Teile der amerikanischen Rechten weiter radikalisieren?
In Miami, Florida, begegnet Lanz einem Amerika des nahezu unvorstellbaren Reichtums - und einer besonderen politischen Realität. Er trifft kubanischstämmige Amerikaner, die überzeugte Trump-Anhänger sind. Warum unterstützen Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte Donald Trump und seine MAGA-Bewegung? Welche Rolle spielen ihre Erfahrungen mit Kuba, ihr Verständnis von Freiheit und ihre Erwartungen an die amerikanische Politik? Und was erhoffen sie sich von Trump und einem Amerika im Zeichen von "Make America Great Again"?
Gleichzeitig zeigt Miami die enormen Gegensätze des Landes. Sichtbarer Luxus und großer Wohlstand treffen auf Menschen, die mit steigenden Lebenshaltungskosten und sozialer Unsicherheit kämpfen. Auch gesellschaftlich befindet sich Amerika im Wandel: Traditionelle Vorstellungen von Familie und Geschlechterrollen erleben in bestimmten Milieus eine Renaissance. Die Dokumentation fragt, was hinter der sogenannten Manosphere, der Rückkehr klassischer Rollenbilder und der Sehnsucht nach einer gesellschaftlichen Ordnung steckt, die an die 1950er-Jahre erinnert.
Rund um New Orleans, Louisiana, zeigt sich ein anderes Amerika: Krabbenfischer kämpfen mit Inflation, steigenden Kosten und den Folgen der Globalisierung um ihre Existenz. Zugleich sind Leihmutterschaften zu einem Geschäftsmodell geworden, das für manche Familien eine wichtige finanzielle Lebensgrundlage darstellt. Die Begegnungen werfen eine zentrale Frage auf: Warum halten viele Menschen dennoch zu Trump - und welche Rolle spielen dabei wirtschaftliche Sorgen, gesellschaftliche Überzeugungen und der Wunsch nach Sicherheit für die eigene Familie?
Dabei stellt die Dokumentation auch ein vertrautes Bild auf den Prüfstand: Ist Amerika tatsächlich so tief gespalten, wie es häufig dargestellt wird? Oder verdeckt die politische Polarisierung, dass viele Amerikaner - unabhängig von ihrer politischen Haltung - ähnliche Sorgen und Wünsche haben und zunächst um ihr Auskommen, ihre Familien und eine sichere Zukunft kämpfen?
Die Midterm Elections werden schließlich zu einem wichtigen Gradmesser. Wie stabil ist Trumps Rückhalt? Wohin entwickelt sich die Republikanische Partei? Und geben die Wahlen bereits Hinweise darauf, wie ein Amerika nach Trump aussehen könnte?
"Markus Lanz - Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?" blickt hinter die vertrauten Bilder vom reichen, armen und politisch gespaltenen Amerika. Markus Lanz und Anabel Münstermann begegnen Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenswelten und fragen, was ihre Sorgen, Hoffnungen und politischen Überzeugungen über den Zustand der USA erzählen - und welche Kräfte das Land nach Donald Trump prägen könnten.
Andre hat seinen stationären Entzug leider vorzeitig beenden müssen. Dennoch will sich der gelernte Tischler davon nicht unterkriegen lassen und weiter gegen seine Sucht ankämpfen.
Michael Glawogger (1959 - 2014) geht den Fragen nach, ob körperliche Schwerstarbeit verschwindet oder ob sie nur unsichtbar wird - und wo sie im 21. Jahrhundert noch zu finden ist.
Mit "Workingman's Death" feierte er einen sensationellen Kino- und Festivalerfolg, nachdem der international gefeierte österreichische Filmemacher in "Megacities" das Leben in Großstadtmolochen dokumentierte und in "Frankreich, wir kommen" Fußballfans zeigte.
Auch mit "Nacktschnecken" und "Slumming" bewies Glawogger, dass er gefeierte Spielfilme machen kann.
"Workingman's Death" ist eine zweistündige Filmreise, die 2005 bei den European Film Awards als bester europäischer Dokumentarfilm nominiert war und auf Festivals in Leipzig, Gijón und London Preise einheimste. In sechs Kapiteln folgt Glawogger dabei den Spuren von "Helden" in illegalen Minen der Ukraine, spürt "Geister" unter den Schwefelarbeitern in Indonesien auf, begegnet "Löwen" in einem Schlachthof in Nigeria, bewegt sich unter "Brüdern", die ein riesiges Tankschiff in Pakistan zerschneiden, und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine "glorreiche Zukunft".
Die Zukunft ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine ehemals wichtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde. "Arbeit kann viel sein. Oft ist sie kaum sichtbar, manchmal schwer erklärbar und in vielen Fällen nicht darstellbar. Schwere körperliche Arbeit ist sichtbar, erklärbar, darstellbar. Daher denke ich oft: Sie ist die einzig wirkliche Arbeit", so Glawogger.
Neben Erich Lackner und Mirjam Quinte hat Oscar-Preisträger Pepe Danquart "Workingman's Death", im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mitfinanziert, produziert. Für die Musik ist der renommierte Filmmusiker John Zorn verantwortlich, der den so genannten "Genius Grant" der MacArthur Foundation in der Höhe einer halben Million Dollar erhielt.
1935 wird der sowjetische Bergmann Aleksej Stachanow zum Helden der Arbeit. 102 Tonnen Kohle in einer Schicht - ein bis dahin nicht erreichter Rekord. Er wird damit zum Star, zum Helden, zum Politiker und zur Legende. Eine Stadt im Donbass und eine Bewegung werden nach ihm benannt, eine riesige Statue wird errichtet. Krasni Lutsch, Ukraine. Dort, wo einst Stachanow seine Rekorde setzte, arbeiten heute Tatjana, Valodja und Vassili in einer selbst gegrabenen, nicht mehr als 40 Zentimeter hohen Mine. Sie bauen Kohle für den Eigenbedarf ab und leben von der vagen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sind die neuen "Helden des Donbass". Ostjava, Indonesien: Pak Agus trägt seit 30 Jahren Schwefel vom Krater des Berges Kawa Ijen ins Tal. Er benutzt dazu zwei mit einer Stange verbundene Körbe, auf seinen Schultern liegt eine Last von 70 bis 100 Kilogramm.
Da der Vulkan auch ein beliebtes Ausflugsziel für in- und ausländische Touristen ist, führt ihn sein täglicher Weg vorbei an Schaulustigen, die ihn und seine Kollegen bestaunen, befragen, bewundern und fotografieren. Sie sind wie "Geister" aus einer vergangenen Zeit. Bunmi Onokoya und seine Kollegen schlachten, rösten, waschen, häuten, zerteilen, schleppen, handeln, laufen und schreien von morgens bis mittags. In dieser Zeit werden an die 350 Ziegen und fast ebenso viele Stiere vom lebenden Tier zum verkaufsfertigen Fleisch verarbeitet.
Die Arbeiter in Port Harcourt, Nigeria, sind stolz, laut und fröhlich. Schließlich sind sie dafür verantwortlich, dass ihre Landsleute zu essen haben. Sie sind selbstbewusst und stark wie "Löwen". Dawa Khan ist eigentlich Bauer. Aber in seinem Dorf reichen die Erträge nicht mehr zum Leben. So arbeitet er in Gaddani, Pakistan. Er und Hunderte andere zerlegen mit mehr oder weniger bloßen Händen alte Tankschiffe, verarbeiten den Schrott aus dem Rest der Welt. Mit strengstem Gottvertrauen und im kollektiven Bewusstsein, dass sie "Brüder" im Geiste und im Leid sind, begegnen sie der täglichen Lebensgefahr von Explosionen und herabstürzenden Trümmern. Doch die "Zukunft" findet in China statt.
Hat Hitler sich erschossen, wie es die preußische Soldatenehre erforderte? Oder erhielt er von seinem treu ergebenen Diener den Fangschuss - nachdem er eine Giftkapsel zerbissen hatte? Hat Magda Goebbels ihre sechs Kinder selbst umgebracht, oder hat ein Arzt die Tat in ihrem Auftrag vollbracht? Autor Michael Kloft befragte die letzten noch lebenden Zeitzeugen.
Bereitet sich Putins Russland auf eine langfristige Konfrontation mit Europa vor? Ein Rechercheteam entdeckt geheime Dokumente, spricht mit Nato-Kommandeuren, russischen Insidern und Frontsoldaten und untersucht militärische Aktivitäten entlang der Ostgrenze Europas. Eine investigative Spurensuche zwischen Abschreckung, Propaganda und Kriegsgefahr.
Leica - ein Begriff, der vielen ein begehrliches Glitzern in die Augen zaubert. Denn schließlich handelt es sich nicht um irgendeinen Fotoapparat, sondern um die Kleinbild-Kamera, die in den zwanziger Jahren die Welt der Fotografie revolutionierte. Sie war viel kleiner, leichter und unauffälliger als die bis dahin üblichen Plattenkameras, dazu schnell - 36 Bilder in rascher Folge konnten die Fotografen mit ihr schießen. Mit der Leica begann die große Geschichte des Fotojournalismus, und unzählige der weltberühmten Bilder, die den Blick auf die Welt prägten, sind mit ihr entstanden. Die Geschichte der Firma, die die Leitz-Kamera auf den Markt brachte, begann 1869 in Wetzlar: Dort übernahm damals Ernst Leitz senior die kleine optische Werkstatt von Carl Kellner, in der Mikroskope gebaut wurden. Neue Herstellungsverfahren, innovative Produkte und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden machten die Leitz-Werke Anfang des 20. Jahrhunderts zum weltgrößten Hersteller von Mikroskopen. Knut Kühn-Leitz, Urenkel von Ernst Leitz senior, erzählt in dem Film, wie sein Urgroßvater und sein Großvater, der 1920 den Betrieb übernahm, ein ganz besonderes Betriebsklima schufen: sozial, kreativ, menschlich, verbindlich - Eigenschaften, die auch in der Zeit der Naziherrrschaft das Handeln von Ernst Leitz junior bestimmten. Bis Mitte der achtziger Jahre war die Familie Leitz in der Firmenleitung führend vertreten. Doch die Konkurrenz aus Japan machte auch dem hessischen Unternehmen jahrelang schwer zu schaffen. Geld für Innovationen fehlte. Sie verkauften, und es folgten schwere und wechselvolle Jahre für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Doch Leica gibt es auch heute noch, die Kamera wie auch die Mikroskope. Heute sind es zwei voneinander unabhängige Unternehmen, doch beide sind wieder richtig gut im Geschäft, und Mitarbeiter erzählen, dass und warum sie auf "Leica" so stolz sind.