Vom Hochzeitsschloss bis zum Schauplatz für zeitgenössische Kunst - die Burgen und Schlösser der Oststeiermark sind mal romantisch, mal sperrig, in jedem Fall farbenfroh wie das Land selbst.
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Geschichten über bedeutende Adelsgeschlechter und streitbare Zeitgenossen - die Burgen und Schlösser der Oststeiermark sind voll davon. Und die Schlossherren und -damen von heute reihen sich da nahtlos ein - allesamt starke Charaktere, unverrückbar wie die Gemäuer selbst.
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In der Oststeiermark liegen prunkvolle Schlösser und wehrhafte Burganlagen nah beieinander. Hier befindet sich unter anderem Schloss Herberstein, das bereits seit 21 Generationen im Besitz des bedeutenden europäischen Adelsgeschlechts Herberstein ist, und mit seiner prächtigen Gartenanlage und dem größten Tierpark der Steiermark längst zu einem steirischen Wahrzeichen geworden ist. Auch eines der herausragenden geistlichen Zentren der Steiermark befindet sich hier: Schloss Pöllau mit seiner Stiftskirche - dem sogenannten "Steirischen Petersdom", heute durch und durch ein Haus der Bildung.
Stilvoll und romantisch gibt sich Schloss Obermayerhofen der Familie Kottulinsky, die aus dem Haus das wohl beliebteste Hochzeitsschloss des Landes gemacht hat.
Inmitten der malerischen oststeirischen Landschaft gibt es jedoch auch unbekannte Burgen und Schlösser, die eng mit der Geschichte der Region verbunden sind: von Schloss Aichberg an der Lafnitz, das einst zu einem wehrhaften Burgengürtel an der Grenze zwischen Pannonien und Noricum gehörte und heute einem Kunstsammler und Händler als Spielwiese dient, über die Feste am Fuße des Wechselgebirges, die heute von einem gleichsam eigenwilligen wie gewitzten Pfarrer betreut wird, bis zur Pfeilburg in Fürstenfeld, die der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Stadt im Mittelalter zur Sicherung diente und heute mit dem städtischen Museum das Gedächtnis der Stadt und der ganzen Region hütet.
Der Film porträtiert die Häuser, aber auch die Menschen, die sie heute beleben. Maximilian Herberstein etwa blickt auf eine lange adelige Familientradition zurück und setzt diese unter den Anforderungen der modernen Zeit fort. Cajetan Gril hat Schloss Aichberg mit einem kreativ-künstlerischen Sammelsurium zu einem unkonventionellen, chaotisch anmutenden Haus der 1000 Geschichten gemacht. Und auf der Festenburg hat sich Pfarrer Sighard Schreiner voll und ganz seiner 400 Seelen Gemeinde verschrieben und führt bibelfest und mit einem Augenzwinkern durch eine begehbare Bibel, die einst vom bedeutendsten barocken Monumentalmaler der Steiermark, Johann Cyriak Hackhofer, gestaltet wurde.
Was alle Schlossherren eint: Sie sind herausragende Persönlichkeiten, und es braucht auch einen starken Charakter, um derartige Häuser in Stand zu halten. Harald Graf Kottulinsky vom Schloss Obermayerhofen in der Oststeiermark drückt es treffend aus: "Zuerst besitzt du das Schloss, dann besitzt das Schloss dich."
Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner
In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaska-Halbinsel leben so viele braune Bären auf engem Raum zusammen wie nirgendwo sonst.
Ein halbes Jahr lang haben der Biologe Chris Morgan und der Filmemacher Joe Pontecorvo dort ihre Zelte aufgeschlagen, wurden Teil der Grizzly-Gesellschaft. Ihnen gelang ein äußerst intimes Grizzly-Porträt mit Einblicken in ihr vielschichtiges Sozialgefüge.
Bärenmutter Nadie führt ihre beiden im Frühjahr geborenen Jungen durch die üppigen Seggenwiesen. Lauter neue Eindrücke für die Grizzlykinder: die Grashalme, die Düfte, die vielen Artgenossen. Jeden Tag lernen sie dazu. Während der Paarungszeit muss sich die Familie ihren Weg durch die gefährliche Kampfzone der Rivalen bahnen.
Aus sicherer Entfernung beobachten die Kleinen, wie in der Arena am Fluss kolossale Männchen ihre Kräfte messen. Der Gewinner hat die besten Chancen bei den Weibchen. Im Juli füllt sich der Strom langsam mit Lachsen, die zu ihren Laichgewässern landeinwärts streben. Für die Grizzlys eine Zeit des Überflusses, aber auch der Konflikte. Es gibt Streit um die besten Fangplätze.
Nur resolute Tiere wie Nadie kommen voll auf ihre Kosten. Oft setzt sich die erfahrene Mutter gegen Männchen durch, die doppelt so groß sind wie sie selbst. Gut für ihre Jungen: Dank vieler frischer, fettreicher Mahlzeiten sind sie am Ende der Saison gesund und kugelrund. Die langen Wintermonate werden die drei Bären in ihrer Schlafhöhle gut überstehen.
Scharfe Konkurrenz und zärtliche Bande: Der Film zeigt die braunen Bären Alaskas in einem bisher unbekannten Kontext.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Auf der Flucht
24. Folge
D, USA 1995
50'
Zwei kleine Jungs wurden bei einem Angelausflug Opfer eines ausgesprochen brutalen Angriffs. Die Behörden verdächtigten schon bald eine Gruppe jugendlicher Schläger. In Jackson, Ohio, wurde eine 18-Jährige vor ihrer Haustür entführt. Glücklicherweise tauchte das Mädchen wenige Stunden später unversehrt wieder auf. Die Ermittlungsbehörden hoffen, dass Reifenspuren und Schuhabdrücke entscheidende Hinweise liefern, um den Täter zu finden.
"Diego liebt dich nicht!" Für Susanne ist klar, dass Latinlover Diego keine echten Gefühle für ihre unscheinbare Tochter Marita hat. Sie ist überzeugt, dass er es nur auf Maritas Geld abgesehen hat. Warum sonst hat Marita knapp 11.000 Euro Schulden? Als Susanne in ihrem Hundesalon niedergeschlagen und ausgeraubt wird, steht für sie schnell fest, dass es ihre eigene Tochter war - aufgehetzt von Diego! Ist Marita ihrem neuen Freund wirklich hörig?
Bräute suchen nach dem perfekten Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget?
Heute in:
- Linz am Rhein / "LivAmour"
- Bornheim / "Opus 61"
- Chemnitz / "Glamour"
Camille und Hannah machen sich auf dem Weg nach Cliftonwood. Dort wollen die Sondengängerinnen ein altes Gehöft erkunden. Zu dem historischen Anwesen gehören eine Getreidemühle, ein unterirdischer Speicher und ein Brunnen. Auch das Haus aus dem Jahr 1841 könnte sich als perfekte Fundgrube erweisen. Bruce und John schließen derweil bei der Schatzsuche am Strand von Adelaide eine Privatwette ab. Das Wetter ist ungemütlich, doch der Verlierer muss trotzdem hinein ins kalte Wasser. Und Lee und Danielle packen im Bundesstaat Victoria den Detektor aus.
Die Gefängnisse im brasilianischen Nordosten gelten als besonders brutal. Gewalt, rivalisierende Banden und Überbelegung bestimmen dort den Alltag sowohl für Insassen als auch für Wärter. Wer in der Haftanstalt Geraldo Beltrão in der Provinz Paraíba sitzt, muss einiges einstecken können. Gefahr droht nicht nur den Wärtern. Auch die Häftlinge müssen wachsam sein und brauchen Schutz, um nicht von verfeindeten Banden umgebracht zu werden. Doch trotz der harschen Lebensbedingungen hinter den Gittern des Hochsicherheitsgefängnisses schöpfen viele der rund 200 Insassen - meist Mörder und Mitglieder von Gangs - dort neue Hoffnung: Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche, lernen lesen und schreiben, holen ihren Schulabschluss nach oder schließen sogar ein Fernstudium ab. Mit solchen Arbeits- und Bildungsprogrammen versucht die Regierung, die Häftlinge zu resozialisieren - und damit zu verhindern, dass sie nach ihrer Entlassung erneut auf die schiefe Bahn geraten. Für viele stellt das die einzige Chance auf ein neues Leben dar. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Uni München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
Ein einziger loser Draht sorgt dafür, dass ein manövrierunfähiges Containerschiff eine Brücke in Baltimore zum Einsturz bringt. Die Analyse zeichnet die fatale Kettenreaktion nach, durch die sechs Menschen sterben. Außerdem: Warum eine defekte Glühbirne in Polen im Jahr 1980 zum Tod von 87 Menschen führt. Und: Die Industriekatastrophe im indischen Bhopal, bei der durch ein Gasleck rund 25.000 Menschen qualvoll sterben und unter deren Folgen Hunderttausende bis heute leiden.
Ein Jahr folgt Eisbären-Scout Dennis den Eisbären in der kanadischen Hudson-Bay, um herauszufinden, wie sie mit den extremen Veränderungen der Klimaerwärmung zu Recht kommen. Nach der Geburt beginnt für die Eisbärenfamilie die wohl gefährlichste Wanderung ihres Lebens: in kleinen Schritten viele Kilometer weit in Richtung der Bay. Normalerweise wartet dort fette Beute in Form von Robben auf dem Meereis. Aber Dennis weiß: In Zeiten wie diesen ist nichts normal. Welche Zukunft steht den Eisbären der Hudson Bay bevor?
Ukraine, April 1986: In Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert der Reaktor und setzt eine radioaktive Wolke frei, die fast ganz Europa überzieht. Bis heute ist Tschernobyl hochgradig radioaktiv verseucht. Ein Konstruktionsfehler im RBMK-Reaktor ist vor dem Unfall nur einer kleinen Gruppe von Experten bekannt, doch Akten des KGB belegen, dass Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes sich damals schon Sorgen über die Sicherheit des Atomkraftwerks machten.
Alle wollen sie raus - doch wer bekommt diesmal den Freifahrtschein in ein neues Leben? Vorgestellt werden Hunde, Katzen und andere Tierheimbewohner, die sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich umzuziehen.
Die einen erstrahlen längst in neuem Glanz, die anderen werden immer noch vor dem Verfall gerettet - die Burgen und Schlösser im Mühlviertel sind Ausdruck der Liebe der Menschen zu ihrem Land.
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Hier ein berauschendes Mittelalterfest, da ein gediegenes Zentrum für Erwachsenenbildung - entlang des Burgen- und Schlösserwegs im Mühlviertel stehen Authentizität und Atmosphäre in der Nutzung der historischen Gemäuer, die es hier so zahlreich gibt, an vorderster Stelle.
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Wenn sich die Männer der Ritterschaft zu Judenburg zum Kampfe rüsten, ist es Zeit für das frühsommerliche Mittelalterspektakel auf Burg Clam. Burgherr Carl Philip Clam-Martinic beehrt Bernold Mraulak und seine Gefolgschaft wie jedes Jahr zum abendlichen Umtrunk. Clam-Martinic hatte das Glück, die 1149 erbaute Burg im Jahr 2003 in einem sehr guten Zustand von seinen Eltern zu übernehmen. Bei seinen Burgführungen lässt er kein Detail aus - vom Burgtor, das allen Angriffen quer durch die Jahrhunderte getrotzt hat, bis hin zur prächtig gedeckten Tafel im sogenannten Landschaftszimmer.
Burg Reichenstein, im Jahr 1230 errichtet, war seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben. In den 1980er Jahren hat sich ein Verein formiert, der sogleich mit der Sanierung und der Renovierung der Gemäuer begonnen hat. Heute befindet sich hier das Oberösterreichische Burgenmuseum, das von den Lebenswelten auf den Burgen der Region erzählt. Geleitet wird es von Edeltraud Jungwirth, die seit über 20 Jahren im Renaissancetrakt, einem baulichen Restbestand aus dem 16. Jahrhundert, lebt.
Auch auf der Ruine Prandegg hat sich ein Burgverein der Instandhaltung der immer noch imposanten Mauerreste verschrieben. Alljährlich im Sommer trifft sich hier ein beherztes Team von ehrenamtlichen Helfern, um das Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert zu sichern. Verköstigt werden die Arbeiter von Franz Leitner, der die Taverne am Fuße der Ruine betreibt. Im wiederaufgebauten Backhäuschen aus dem 16. Jahrhundert kann der gelernte Bäcker das Brot zur reichhaltigen Jause wie anno dazumal backen. Und der pensionierte Geschichtelehrer Berthold Moser vom Burgverein erzählt im Museum im sogenannten "Zehentstöckl" vom einst so schwierigen Verhältnis zwischen Herrschaft und Untertanen.
Eine aufwendige Restaurierung durch das Land Oberösterreich ab 1986 hat für die heutige Pracht von Schloss Weinberg in Kefermarkt gesorgt. Seit 1629 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Carl-Friedrich Wentzel. Der deutsche Agrarunternehmer ist froh, dass er das Schloss Ende der 1980er Jahre an das Land Oberösterreich verpachten konnte. Für ihn war es in all den Jahren zuvor vor allem eine Belastung. Heute genießt er seine Aufenthalte in Kefermarkt, wo er im ehemaligen Meierhof des Schlosses einen Wohnsitz hat. Schloss Weinberg ist heute ein Zentrum für Erwachsenenbildung.
Die historische Substanz von Freistadt - mit 8000 Einwohnern ein urbanes Zentrum des Mühlviertels - ist so gut erhalten wie kaum sonst wo in Österreich. Schloss Freistadt wurde zwischen 1363 und 1397 unter Herzog Rudolf IV errichtet. Neben dem Finanzamt ist hier das Mühlviertler Schlossmuseum untergebracht. Museumsleiterin Nicole Wegscheider wacht über 21.000 Exponate der Volkskultur, des Handwerks und der Stadtgeschichte.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Bei einem Hotelbrand wird Robert gemeinsam mit Hotelgast Jessica von einem Fenstersims gerettet - beide sind nackt! Robert gibt an, seine brennende Kleidung aus Panik ausgezogen zu haben, Jessica will gerade aus der Dusche gekommen sein. Schnell erhärtet sich der Verdacht, dass die beiden eine Affäre haben und Roberts Frau Katja dahinter gekommen ist. Die streitet die Brandstiftung aber ab. Wie wird Richterin Barbara Salesch diesen verzwickten Fall lösen?
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
Madrid 2005: Der 32-stöckige Windsor Tower wird über Nacht zum flammenden Inferno. Die Doku rekonstruiert minutiös, wie ein Feuer im 21. Stock fast den ganzen Turm zerstörte. Außerdem: Rana Plaza, wo ein Fabrikgebäude durch Pfusch, Gier und mangelnde Kommunikation in 90 Sekunden zur Todesfalle wird. Und der Super-GAU von Tschernobyl, wo ein missglückter Sicherheitstest die bisher größte zivile Nuklearkatastrophe ausgelöst hat. Experten rekonstruieren den Weg zum Desaster minutiös.
Japan gilt als strukturiertes und sicheres Land. Doch die Kriminalität nimmt zu. Im Gefängnis von Osaka herrscht ein striktes Regiment mit drakonischen Strafen und Sprechverboten. In dieser Strafvollzugsanstalt müssen sich über 1000 Häftlinge einem starren System aus militärischem Drill und Isolation unterwerfen. Jedes Wort, jede Handlung muss von einem Wärter genehmigt werden. Das Besondere: Die Wärter tragen weder Waffen noch Handschellen. Die strenge Ordnung und die harten Bestrafungen sorgen dafür, dass das Personal in Osaka immer die Kontrolle über die Insassen behält, auch während ihrer täglichen Arbeit in einer der Werkstätten der Haftanstalt. Denn auch dieser Teil des Tages wird von Verboten bestimmt: Zur Toilette oder trinken dürfen die Häftlinge nur zu festgelegten Zeiten, miteinander zu sprechen, ist tabu. Immer wieder gibt es von Menschenrechtsorganisationen massive Kritik an diesem Vorgehen - doch der harte Kurs der Gefängnisverwaltung scheint Erfolg zu haben: Seit Jahrzehnten hat es dort zumindest keinen Gefängnisaufstand mehr gegeben. Doch wo endet Disziplin, und wo beginnt menschenunwürdige Behandlung? Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Die stärkste Rolle
Sechs Elefantenkühe leben derzeit im Leipziger Zoo. Meist sind sie unter sich, aber seit einiger Zeit mischt sich ein Bulle unter die weibliche Herde: Voi Nam. 5 Jahre hat der Bulle in Heidelberg in einer Junggesellengruppe verbracht. Jetzt ist er wieder zurückgekehrt, aus dem Dreikäsehoch ist ein richtiger Kerl geworden. Über 2,70 m groß, sicher 4 Tonnen schwer und mit prächtigen Stoßzähnen.
Heute trifft er auf Hoa, Don Chung und die kleine Rani. Keine von ihnen ist gerade empfänglich, aber darum geht es auch nicht. Voi Nam soll sich ausprobieren, zeigen, wer der Herr im Hause ist. Denn vor ein paar Jahren noch waren es die Kühe, die den kleinen Voi Nam herumgeschubst haben. Das sollten sie nun lieber bleiben lassen!
Die reinste Schlammschlacht
78 Zwergflamingos hat Stefan Lohmer derzeit zu versorgen. Sieben unter ihnen sind noch nicht mal ein Jahr alt und eines ist das Nesthäkchen. Andrea! Weil ihre Eltern erst ein Ei gelegt hatten, als die Brutzeit längst vorüber war, ist Andrea im Brutkasten und unter menschlicher Obhut aufgewachsen. Nun tut sie sich noch etwas schwer, wie ein richtiger Flamingo zu sein.
Doch Stefan Lohmer ist zuversichtlich. Die nächste Brutsaison beginnt in wenigen Tagen, die Flamingos werden dann über Monate nur unter ihresgleichen sein. Ohne menschlichen Kontakt. Über diese lange Zeit soll Andrea ihre "Pflegeeltern" vergessen. Doch bis es soweit ist, müssen noch die Brutkegel modelliert werden. Aus einem Gemisch aus Salz und Lehm. Die reinste Schlammschlacht.
Die dunkelste Ecke
Seit 4 Wochen kümmert sich Ozelot Daphne um ihr Baby. Und ebenso lang genießt sie die gesteigerte Aufmerksamkeit von Christian Patzer. Täglich hat er nun ein, zwei Küken mehr im Futtereimer, Fastentage fallen aus, nichts soll den Frieden in der Kinderstube beeinträchtigen. Und auch wenn Christian gern die Nähe zum Jungtier suchen würde, er muss es Daphne überlassen, wann die Zeit dafür gekommen ist. Momentan bleibt ihm der kurze, morgendliche Blick durch eine Besucherscheibe. Denn dort, hinter einer Wurzel, hat Daphne ihr Baby sicher abgelegt. Und manchmal, sobald sie ihr Frühstück beendet hat, lockt sie es für ein paar Minuten aus der Dunkelheit.
Für zwei Jahre haben die Filmemacher Will und Lianne Steenkamp ihre Wohnung mit dem Geländewagen und ihr Bett mit dem Schlafsack getauscht, um ihr Leben an der Seite eines Löwenrudels im Hoanib-Becken der Namib-Wüste zu verbringen. Die Tierfilmer konnten lückenlos die entscheidenden Momente im Heranwachsen der prächtigen Tiere miterleben. Das porträtierte Löwenrudel setzt sich aus einer sehr erfahrenen Löwin, ihren beiden erwachsenen Töchtern und deren fünf heranwachsenden männlichen Löwenjungen an der Schwelle zum Erwachsenenalter zusammen. Die Löwen der Namib sind eine langsam verschwindende Spezies. Sie sind kaum für ein Leben in derart trockenen Gebieten geschaffen, und nur sehr wenige Rudel haben sich im Lauf von Jahrhunderten an diese Umgebung adaptiert und spezielle Jagdstrategien entwickelt.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Der entscheidende Beweis
108. Folge
D, USA 1995
45'
Die Frau eines Air-Force-Offiziers wird tot in ihrem Bett gefunden. Nah an ihrem Gesicht befindet sich ein Wäschesack aus Plastik. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei die Frau beim Wäschewaschen eingeschlafen und mit dem Gesicht so unglücklich auf den Plastiksack gerollt, dass sie erstickt ist. Die Ermittlungen von Spezialisten ergeben jedoch, dass die Szenerie inszeniert wurde und dass ein Verbrechen vorliegt.
Fischmehl, ein Stoff, der in Deutschland kaum bekannt ist. Dank ihm haben wir Lachs und Co. auf dem Teller. Doch die Folgen der Fischmehl-Produktion sind dramatisch für Mensch und Umwelt.
Die Nachfrage nach Fisch aus Aquakulturen - wie Lachs - wächst. Deshalb wird immer mehr Fisch aus dem Meer nicht gegessen, sondern zu Mehl verarbeitet. Weltweit landen so jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Wildfisch in Tierfutter.
Die Bestände gehen zurück. Millionen Menschen in Westafrika können sich den Fisch vor ihrer Haustür nicht mehr leisten. Dabei ist er hier ein Grundnahrungsmittel. Doch das Angebot auf den Märkten wird immer knapper. "Früher gab es so viel Fisch, dass meine Kinder ihn nicht mehr sehen konnten.", sagt Kumba Camara. Die alleinerziehende Mutter aus Gambia hat sieben Kinder. Sie macht sich Sorgen um deren Ernährung. Mittlerweile muss ich Prioritäten setzen - wenn ich meine Kinder unter der Woche in die Schule schicke, habe ich nicht genug Geld für Proteine - dann gibt es nur noch Reis."
Eine der Ursachen: der wachsende Hunger nach Fischmehl. Das braune Pulver reist um die halbe Welt, um unter anderem in europäischen Aquakulturen verfüttert zu werden. Der Film verfolgt diesen Weg vom Strand in Gambia bis nach Europa und stellt die Frage: Welchen Preis zahlen wir wirklich für gezüchtete Speisefische? Für den Biologen Werner Kloas ist der Fall klar. Für ihn sind die meisten Aquakulturen alles andere als nachhaltig: "Die Aquakulturen benötigen Fischmehl vor allem für Fische wie Lachs. Ohne Fischmehl hätten sie große Probleme diese großzuziehen. Und frisch gefangenen Fisch zur Futterproduktion zu nutzen, ist natürlich nicht ökologisch sinnvoll. Frischer Fisch ist eine endliche Ressource."
In Ländern wie Gambia, Senegal und Mauretanien hat sich die Anzahl der Fischmehlfabriken innerhalb weniger Jahre vervielfacht. Ständig brauchen sie neuen Fisch, damit die Produktion weiter läuft. Vieles davon stammt von industriellen Trawlern, die vor der westafrikanischen Küste unterwegs sind. Und es häufen sich die Hinweise, dass auch illegale Fänge in den Fabriken landen. Der gambische Umweltjournalist Mustapha Manneh recherchiert schon seit Jahren in Westafrika zum Thema Fischmehl und stößt regelmäßig auf neue Hindernisse: "Die Fischmehlindustrie ist unheimlich verschwiegen - kaum jemand versteht so richtig, was hinter den verschlossenen Türen passiert. Eins steht fest, die Menschen hier in Afrika leiden unter den Folgen. In meinen Augen ist Fischmehl mittlerweile eine Art Blutfisch. Früher gab es hier Blutdiamanten, nun aber haben wir Blutfisch."
Und damit nicht genug. Auch die Umwelt leidet unter den Fabriken. Abwässer aus der Produktion sind mit giftigen Schwermetallen wie Arsen belastet, die ungefiltert ins Meer gelangen. Vor Ort sprechen wir mit lokalen Fischern, Aktivisten und Insidern über das Big Business Fischmehl.
Die Dokumentation ist eine Spurensuche zwischen Westafrika und Europa, zwischen Fischmarkt und Kühltheke und ein Film über ein System, das viele von uns mit jedem Bissen unbewusst mittragen.
In Alaskas größter Stadt Anchorage ist die Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation fließend. Wie selbstverständlich wandert eine Schwarzbärenfamilie vom Wald in die Gärten der Wohnviertel.
In "ihrem" Revier macht es für die beiden Bärenkinder keinen Unterschied, ob sie auf einen Baum oder über einen Zaun klettern. Im riesigen rund 240 Kilometer nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Nationalpark wirft der Winter seine Schatten voraus.
Wölfe lauern den kleinen Arktischen Zieseln auf, die sich für die kalten Monate im Bau gerade ordentliche Fettpolster anfuttern. Auch die Toklat-Grizzlys haben jetzt nur noch eines im Sinn: Beeren. Anders als ihre Verwandten an der Küste müssen die Braunbären im Inneren Alaskas ohne üppige Lachsmahlzeiten auskommen.
Der Weg Richtung Polarmeer führt dann durch spektakuläre Landschaften. Moschusochsen grasen direkt am Straßenrand. Mehrere Hundert Kilometer weiter, auf dem schnurgeraden Dalton-Highway, tauchen plötzlich die fahlen Lichter von Prudhoe Bay, der Erdölstadt am Ende des nordamerikanischen Kontinents, auf. Und bald auch die ersten Eisbären.
In der nahezu unberührten Küstenlandschaft der Alaska-Halbinsel leben so viele braune Bären auf engem Raum zusammen wie nirgendwo sonst. Ein halbes Jahr lang haben der Biologe Chris Morgan und der Filmemacher Joe Pontecorvo dort ihre Zelte aufgeschlagen, wurden Teil der Grizzly-Gesellschaft. Ihnen gelang ein äußerst intimes Grizzly-Porträt mit Einblicken in ihr vielschichtiges Sozialgefüge.
Vom schnöseligen Städter zum hemdsärmeligen Landwirt? In immer mehr Großstädten weltweit erobern sich Hobbylandwirte den öffentlichen Raum zum Anbau von Gemüse mitten in der Betonwüste. Längst hat das grüne Fieber auch Wien erreicht. "ATV - Die Reportage" zeigt die Vielfalt der Projekte vom reinen Gemüseanbau bis zur Tierhaltung und von legalen Initiativen bis zum Guerilla Farming.
Legenden über sagenhafte Reichtümer in gesunkenen Wracks lassen die Herzen von Schatzsuchern höherschlagen. In dieser Folge liegt das Objekt der Begierde aber nicht auf dem Meeresgrund begraben, sondern unter den Sanddünen an der berüchtigten "Shipwreck Coast" in Australien. Eine chinesische Dschunke aus dem 15. Jahrhundert, eine vom Kurs abgekommene spanische Galeone oder eine portugiesische Karavelle? Wenn es gelingt, das legendäre "Mahagoni-Schiff" mit moderner Radartechnik ausfindig zu machen, könnte dies die Geschichtsschreibung verändern.
10 000 Liter Heizöl und Diesel: Benjamin lenkt einen Tankwagen. Der 35-Jährige beliefert am Tag durchschnittlich 15 Kunden. Beim Transport der fossilen Brennstoffe muss der Lkw-Fahrer strenge Sicherheitsvorschriften einhalten. Nikolai und seine Arbeitskollegen packen derweil in Solingen die Motorsäge aus. Die Männer sollen dort einen Baum fällen. Und in Berlin-Kreuzberg beseitigen erfahrene Fachleute Graffitis von Wänden und Haustüren. Malermeister Holm und Farbtechniker Hardy sind in der Hauptstadt mit Pinseln, Rollen und Messgeräten unterwegs.
Die Explosion im nuklearen Reaktor 4 des Atommeiler Tschernobyl im April 1986 löste eine katastrophale Kernschmelze aus. Diese wiederum setzte radioaktive Stoffe in die Atmosphäre frei. Eine tödliche, atomare Wolke zog nach Nordwesten. Geheimakten des KGB zeigen, dass die schweren Folgen dieser Wolke - wie eine erhöhte Anzahl an Leukämieerkrankungen - versteckt werden sollten. Dies geschah durch die gezielte Manipulation des Wetters und durch das Unterdrücken kritischer Berichte in den Medien.
aus Bulgarien und Griechenland - Biwak nonstop - Vom Rila-Kloster bis zum Olymp
15'
Berge oder Meer - wandern oder entspannen? Jedes Jahr quält einen die gleiche Frage, wenn es an die Urlaubsplanung geht. Die Aussichten auf die schönsten Plätze dieser Welt könnten eine Entscheidung leichter machen.
Ein Flugzeugträger aus den 80er Jahren soll verwandelt werden, um in die kommenden Jahrzehnte zu passen. Dafür werden 1.500 bis 2.000 Arbeiter auf der Baustelle tätig sein. 4 Millionen Arbeitsstunden, 160 Partner, 200.000 Aufgaben. Für Hunderte von Seeleuten des derzeitigen Flugzeugträgers Charles de Gaulle, die auf der Werft arbeiten, wurde eine Art Stadt errichtet. Experten des Militärs, Seeleute, Erfinder und Piloten erklären das Projekt.
Die drei Profiköche treffen in Los Angeles auf den Fitness-Star Ralf Möller.
Frank, Alexander und Ali machen den kulinarischen Buddy-Trip ihres Lebens.
Die angeklagte Lucy, die eine Ausbildung zur Krankenschwester macht, soll Anja, die Ehefrau des Oberarztes Dr. Klaus Wangen, ermordet haben. Lucy hatte mit dem Oberarzt eine kurze Affäre, die dieser wegen seiner Ehefrau beenden wollte. Daraufhin soll Lucy ausgetickt sein. Trieb die Eifersucht Lucy wirklich zu diesem grauenvollen Mord? Oder hatte die Tote von der Affäre Wind bekommen und ihr eigener Ehemann wollte sie aus dem Weg räumen?
Ukraine, April 1986: In Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert der Reaktor und setzt eine radioaktive Wolke frei, die fast ganz Europa überzieht. Bis heute ist Tschernobyl hochgradig radioaktiv verseucht. Ein Konstruktionsfehler im RBMK-Reaktor ist vor dem Unfall nur einer kleinen Gruppe von Experten bekannt, doch Akten des KGB belegen, dass Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes sich damals schon Sorgen über die Sicherheit des Atomkraftwerks machten.
Ob als Schauplatz einer kultigen TV-Serie oder als schauriges Kriminalmuseum - die Burgen und Schlösser vom oberösterreichischen Salzkammergut bis ins Kremstal sind unverwechselbare Kleinode.
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Als architektonische Wahrzeichen glänzen sie seit Jahrhunderten - sei es Schloss Ort im Traunsee oder Burg Altpernstein auf einem Felsvorsprung über dem Kremstal. Die ehrwürdigen Gemäuer sind für die heutigen Burgherren und Schlossdamen vor allem Quelle der Inspiration.
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Das Wasserschloss Ort im Traunsee bei Gmunden ist ein touristisches Aushängeschild des oberösterreichischen Salzkammergutes - auch Dank des internationalen Erfolgs der deutsch-österreichischen Fernsehserie Schlosshotel Orth. Der Touristiker Andreas Murray, der die Dreharbeiten miterlebt hat und für die Vermarktung der Serie für die Stadtgemeinde Gmunden zuständig war, erinnert sich an den Ansturm der Gäste, den die Ausstrahlung der Serie in China damals für Gmunden bedeutet hat und führt zu den Drehorten im schmucken Gebäude. Der Direktor des Kammerhofmuseums Gmunden, Johannes Weidinger, gewährt Einblicke in die turbulente Geschichte des malerischen Seeschlosses.
Einst ein Benediktinerkloster, heute ein moderner Hotelbetrieb: im Schloss Mondsee lenkt Gerald Kienesberger die Geschicke. Bei seinen Gästeführungen durch das Schloss blitzt sie immer wieder auf, die Faszination, die er schon als Kind für das Haus gespürt hat. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat hier die letzte Gräfin von Mondsee, Micheline Almeida, die legendäre Castello-Bar betrieben. Als Treffpunkt für die High Society war sie weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannt - auf der illustren Gästeliste der Gräfin befanden sich Namen wie Jochen Rindt, Yves Saint Laurent oder Herbert von Karajan.
Die Erhaltung von Schloss Scharnstein im oberösterreichischen Almtal hat Harald Seyrl zu seiner Lebensaufgabe gewählt. 1967 hat der Historiker das zwischen 1587 und 1606 vom Geschlecht der Jörger errichtete Renaissanceschloss in desolatem Zustand erworben und es gemeinsam mit seiner Frau, der Ärztin Regina Seyrl-Norman, auf Vordermann gebracht. Im Sommer leben sie auf Scharnstein, im Winter in Wien. Da wie dort betreiben sie ein Kriminalmuseum. Der Standort auf Schloss Scharnstein spannt den Bogen von mittelalterlichen Folterpraktiken bis hin zur Zeitgeschichte des Terrorismus in Österreich. Mitunter führen die Seyrls ihre Gäste aber auch in ihre privaten Gemächer im Schloss, wo in frechen Deckenmalereien aus den Zeiten der protestantischen Jörger gegen die katholische Kirche gewettert wird.
Weiter östlich über dem Kremstal thront die rund 1000 Jahre alte Burg Altpernstein auf einem markanten Felsvorsprung. Sie ist heute ein Haus der Jugend und beherbergt das Institut für Soziale Kompetenz. Der Institutsvorsitzende und Burgverwalter Peter Leeb lädt Jugendliche und Schulklassen hier zu Feriencamps und Erlebniswochen ein.
Die oberösterreichische Künstlerin Isabella Scharf-Minichmair hat sich hier ihr Atelier eingerichtet. In der Eremitage, wie sie es nennt, lässt sie das Haus und seine Umgebung am Hirschwaldstein zur unmittelbaren Inspiration für ihre Farbspiele werden.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner
Sengende Wüstenhitze, Armeezelte, rostige Stockbetten und erschöpfte Häftlinge. Das ist das "Tent City Jail" in Phoenix, Arizona. Bis 2017 der vielleicht härteste Knast der USA. 1993 lässt Sheriff Joe Arpaio das Zeltgefängnis errichten. Er inszeniert sich als härtester Sheriff der USA, vielfach kritisiert für seine unbarmherzigen Methoden. Wie erleben die Häftlinge den Alltag in seinem Gefängnis? Das "Tent City Jail" ist nur ein Abschnitt eines großen Gefängniskomplexes, dem Reich von Sheriff Joe Arpaio. Er brüstet sich öffentlich mit seinem harten Vorgehen gegen Straftäter - und hat damit lange Erfolg. In den USA werden Sheriffs von den Bewohnern der einzelnen Countys gewählt. Arpaios Methoden kommen bei vielen an, erst 2017 verliert er nach 24 Jahren als Sheriff von Maricopa County sein Amt. Bis dahin etabliert er ein System, das viele eher im 19. als im 21. Jahrhundert verorten würden. Gefangene werden in sogenannten Chain Gangs zu Arbeitseinsätzen in der Öffentlichkeit herangezogen. Zu mehreren aneinandergekettet säubern sie Grünstreifen am Straßenrand. Der Zweck ist klar: Der Sheriff geriert sich als harter Hund, die Häftlinge werden bloßgestellt. Die Gefangenen sollen es möglichst schwer haben im Knast. Das beginnt bei der Sträflingskleidung. Bei der Farbauswahl für Socken und Unterwäsche orientiert sich der Sheriff vor allem an einer Frage: Welche Farbe mögen die Häftlinge am wenigsten? Und wenn jemand nicht spurt, droht Isolationshaft. Wie sieht der Alltag in einem Gefängnis aus, welches das härteste der USA sein will? Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.
Die fünf jungen männlichen Löwen haben sich erfolgreich von ihren Müttern getrennt. Nun sind sie auf dem besten Weg, eine neue, starke Population von Wüstenlöwen in der Namib-Wüste zu etablieren. Der zweite Teil der Doku über die fünf Nachwuchslöwen begleitet die erwachsen gewordenen Tiere auf ihrer Suche nach Löwenweibchen, mit denen sie sich paaren können. Doch das hoffnungsvolle Bild endet vorerst dramatisch: Nachdem die Löwen in der Nähe einer Siedlung einen Esel reißen, verenden vier von ihnen an Gift. Nur einer überlebt und wird umgehend in ein sicheres Revier gebracht. Tatsächlich akzeptiert er das neue Terrain - und wird zum Helden einer neuen Generation.
Geschichtenerzählen und Astrophysik - das sind seine beiden großen Leidenschaften: Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Uni München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In der Sendereihe "alpha-Centauri" erklärt Professor Lesch die Grundzüge des Universums, untersucht ferne Galaxien und bringt uns unser Sonnensystem näher.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Langer Atem
36. Folge
D, USA 2015
25'
In einer Kupfermine in Salt Lake City verschwindet der junge Wachmann Bryan Ruff spurlos. Während die Ermittler sein Wachhäuschen durchsuchen, rufen zwei Frauen an, die sich beide als Bryans Ehefrau Jennifer ausgeben. Die Polizei findet heraus, dass eine der beiden Anruferinnen Christie Bradley war, die Frau eines Arbeitskollegen von Bryan. Wenig später stellen die Beamten fest, dass Christie und Bryan ein Verhältnis hatten.
Derek Barrett filmt seine Nichte immer wieder heimlich nackt. Schließlich nutzt Gelegenheit, um sie brutal zu vergewaltigen und zu ermorden. Rebecca Butterfield zählt zu den gefährlichsten Frau Australiens. Ihren unkontrollierten Gewaltausbrüchen sind drei Menschen zum Opfer gefallen. Auch im Gefängnis attackiert sie ohne Grund Mithäftlinge und Wärter.
Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
Eine uralte Megastadt im subtropischen Regenwald, in der Schätzungen zufolge mehr als 100 000 Menschen lebten: Die Maya-Ruinen von El Mirador im Dschungel von Guatemala beeindrucken nicht nur durch ihre riesigen Ausmaße. Die Ausgrabungsstätte liefert Archäologen zudem wichtige Erkenntnisse über die untergegangene Hochkultur. Finden sich dort auch die Grabstätten der legendären Schlangenkönige, in denen Forscher kostbare Reichtümer vermuten? Josh Gates trägt in Mittelamerika die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen.
Braun-, Schwarz- und Eisbären - Alaska hat sie alle zu bieten. Der Ökologe und Naturschützer Chris Morgan reist 5000 Kilometer durch den größten Bundesstaat der Vereinigten Staaten.
Jedes Jahr im Herbst kommen zahlreiche Eisbären auf Barter Island an Alaskas Polarmeerküste. Zwischen November und Januar bringen die trächtigen Weibchen in Schneehöhlen ihre Jungen zur Welt. Reste vom Walfang locken die Mütter mit hungrigem Nachwuchs an.
Je länger der Winter auf sich warten lässt, desto schärfer wird bei den weißen Bären die Konkurrenz um die letzten nahrhaften Bissen. Erst wenn der Ozean zugefroren ist, können sie losziehen, um weit draußen im Packeis ihrer bevorzugten Beute aufzulauern: Robben. Doch weil die Eisdecke inzwischen immer brüchiger wird und früher als in der Vergangenheit zu schmelzen beginnt, verkürzt sich die Jagdsaison für die größten Räuber der Arktis von Jahr zu Jahr.
In der unberührten Wildnis der Brookskette wandern riesige Karibu-Herden zu ihren Sommerweiden. Wölfe und einzelne Braunbären folgen ihnen. An einem Fluss weit oben in den Bergen stößt Chris Morgan auf Lachse. Kurz darauf taucht eine Grizzly-Mutter mit ihrem Nachwuchs auf. Geduldig lehrt sie ihre drei Jungen die Kunst des Fischens. Es ist ihr letzter gemeinsamer Sommer.
Unter dem Sendungstitel werden verschiedene Formate zusammengefasst, die sich mit der Erde und dem Weltall befassen. Die mit elektronischer Musik hinterlegten Aufnahmen erlangten bereits Kultstatus.
Im Juni 1946 wird das Bikini-Atoll im Pazifik zum Testgebiet für die Operation Crossroads ernannt. Es ist der Beginn einer verheerenden Reihe von Kernwaffenversuchen. Hunderte Fotografen und Kamerateams sollen die Detonationen der Bomben festhalten, um der Wissenschaft neue Erkenntnisse über ihr Zerstörungspotenzial zu liefern - und um Imagefilme zu produzieren. Leichtsinnig gibt die US-Regierung Überlebenstipps in Werbeclips und der Atompilz wird zeitweilig sogar zu einem Symbol der Popkultur.
Technik-Profi Ralf wartet in Köln eine Ampelanlage, damit auf den Straßen der viertgrößten Stadt Deutschlands kein Verkehrschaos ausbricht. In Schwanau kommen unterdessen schwere Maschinen zum Einsatz. Dort werden Schutzbrunnen errichtet, um die Einwohner der Gemeinde vor Hochwasser und Überschwemmungen zu schützen. Und in Brandenburg wächst angesagtes Gemüse. Nach etwa neun Wochen sind die leckeren Gurken auf den Feldern im Spreewald reif für die Ernte. Dann pflücken fleißige Helfer bei Wind und Wetter pro Tag rund 700 Kilo Cucumis sativus.
Elektomobilität und die damit verbundene Reichweite passten nicht zur Langstrecke. Bis jetzt: Der neue Mercedes VLE will das ändern / China-SUV im Dauertest. Wie schlägt sich der BYD Sealion 7 im Winter? Eine Bilanz / Der 5 Zylinder bei Audi ist eine Legende. Jetzt gibt es einen neuen Audi RS3 zum Gebrurtstag.
Während der griechische Patient Nikos Pentapolis seelenruhig in seinem Krankenhausbett schlief, wurde ihm das Knie mit einem Tropfgestell zertrümmert. Und das kurz vor seiner Entlassung. Geht diese brutale Tat auf das Konto seines ehemaligen Zimmergenossen, Ludger Friedrich, der sich nun vor Gericht dafür verantworten muss - oder griff die Ehefrau des Opfers zu drastischen Mitteln, um die Rückkehr des griechischen Göttergatten nach Hause zu verhindern?
Die Explosion im nuklearen Reaktor 4 des Atommeiler Tschernobyl im April 1986 löste eine katastrophale Kernschmelze aus. Diese wiederum setzte radioaktive Stoffe in die Atmosphäre frei. Eine tödliche, atomare Wolke zog nach Nordwesten. Geheimakten des KGB zeigen, dass die schweren Folgen dieser Wolke - wie eine erhöhte Anzahl an Leukämieerkrankungen - versteckt werden sollten. Dies geschah durch die gezielte Manipulation des Wetters und durch das Unterdrücken kritischer Berichte in den Medien.
Die abwechslungsreiche Tiroler Bergwelt rund um St. Anton am Arlberg bietet im Sommer zahlreiche Varianten für Kletterer, Tourengeher und Wanderer. Die Abfahrten verwandeln sich in grüne Wiesen, Almen und massive Felswände. Eingebettet in die Bergkulisse von Kapall, Galzig und Valluga warten auf Harry Prünster hier markierte Wanderwege, gemütliche Hütten zur Einkehr und anspruchsvolle Klettersteige in hochalpinem Gelände.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) abrufbar.
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Spuren ins Ungewisse
7. Folge
D, USA 1995
50'
Martin Dillon und sein Freund Dr. Stephen Scher gehen gemeinsam auf die Jagd. Der Ausflug endet für Martin tödlich: Stephen gibt an, er sei gestolpert, wobei sich aus seiner Waffe ein Schuss löste und Martin traf. Kurz danach lässt sich Stephen von seiner Frau scheiden, um nach zwei Jahren Martins Witwe Patricia zu heiraten. Daraufhin fordert Martins Vater Larry, dass der Jagdunfall erneut untersucht wird.
Bolivien geht eigene Wege beim Strafvollzug: In das Gefängnis San Pedro in La Paz trauen sich keine Wärter hinein. Sie regeln nur den Einlass, drinnen haben die Gefangenen das Sagen. San Pedro ist eine überfüllte Stadt in der Stadt, die ihre eigenen Regeln hat. Dort herrschen die Delegados, eine Bande von Häftlingen, die das Knastleben organisiert. Drogen und Gewalt sind allgegenwärtig. Und mittendrin: die Frauen und Kinder der Häftlinge. Der Knast unter Häftlingsherrschaft ist schlicht eine Sparmaßnahme des bolivianischen Staates. Ihm fehlen die Mittel für eine adäquate Bewachung seiner Gefangenen. Die Häftlinge bekommen einmal am Tag zu essen. Um den Rest müssen sie sich selbst kümmern. Sogar die Instandhaltung der Gebäude ist Sache der Gefangenen. Das führt zu prekären Zuständen in dem mehrfach überbelegten Gefängnis. Am Eingang herrscht reger Betrieb. Viele Gefangene haben ihre Familien mitgebracht, die den Knast verlassen dürfen. Sie bringen Güter des täglichen Bedarfs mit nach San Pedro. Dazu zählen auch Drogen. Ein großer Teil der Häftlinge ist abhängig. Und inmitten dieses Molochs spielen die Kinder der Insassen. Die Häftlinge haben sich straff organisiert. In den Mauern herrscht das Recht des Stärkeren - und die Stärksten sind die Delegados, eine Bande, die im Knast die Strippen zieht und sogar Uniform trägt: schwarze Trainingsanzüge von Adidas. In ihren Händen liegt das Leben und Sterben der Gefangenen. Einen Überblick, wer alles einsitzt, welche Häftlinge tot, lebendig oder geflohen sind, hat hier niemand. Wie meistern die Häftlinge von San Pedro ihren Alltag? Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.