Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.
Film von Patrick Pleisnitzer
In der Zwischenkriegszeit gestaltete Albin Egger-Lienz die von Clemens Holzmeister entworfene Kriegergedächtniskapelle und ließ sich zusichern, dass er selbst dort beerdigt werden dürfe.
Die gesamte Ausmalung der Kapelle verzierte der österreichische Maler nicht mit verherrlichender Heldenmystik, sondern zeigte den Schrecken und die Ernüchterung des Kriegs. Sein Gemälde "Der Auferstandene" sorgte gar für einen Skandal.
Christus wird hier als rohe, wuchtige Halbfigur vor dem leeren Sarg mit einer Kreuzfahne gezeigt, was Zeitgenossen als klobig, wenig feierlich und fast profan empfanden. Dekan Gottfried Stemberger lehnte das Werk vehement ab, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen dem Maler und der katholischen Kirche. Nach vielfachen Protesten und einem Brief des Dekans an den Vatikan verfügte das Heilige Offizium in Rom schließlich ein Verbot sämtlicher Gottesdienste für die Kapelle.
In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt, musste nach seinem Tod im Jahr 1926 jedoch am örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie pochte auf die Einhaltung der Verträge und konnte einen Kompromiss mit dem Bischof von Innsbruck erreichen: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde der Leichnam des berühmten Malers exhumiert und 1983 in der Kriegergedächtniskapelle beigesetzt, wo er noch heute ruht.
Zum besseren Verständnis beleuchtet der Film die wichtigsten Stationen des Künstlers in Osttirol, Südtirol, Ötztal, Trentino, Hall in Tirol, Wien und Weimar. Der nicht unumstrittene - weil vor allem von den Nationalsozialisten politisch missbrauchte - und oft fälschlich interpretierte - weil tief religiöse, aber von der Kirche unbeachtete - Künstler hat erst viele Jahrzehnte nach seinem Tod die verdiente Anerkennung erhalten.
Albin Egger-Lienz zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Jahrhundertwende und hat mit seinen innovativen Techniken einen bedeutenden Beitrag für die Moderne geleistet. Auch die Kirche hat inzwischen ihren Frieden mit dem Künstler geschlossen.
Redaktionhinweis: Zum 100. Todestag des Malers im Jahr 2026 zeigt 3sat das Porträt des österreichischen Malers, dessen Gesamtwerk von den Themen Vergänglichkeit, Leben, Leid und Tod geprägt war.
Der ehemalige Sicherheitsmann Jochen ist seit einem schweren Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Inzwischen stehen ihm die Schulden bis zum Hals. Ist seine Frau in ihrer Verzweiflung tatsächlich so weit gegangen, den Geldtransporter der Firma zu überfallen, bei der ihr Ehemann früher gearbeitet hat? Brachte es die zweifache Mutter wirklich fertig, einen ehemaligen Kollegen von Jochen mit Elektroschocks niederzustrecken? Richter Alexander Hold geht der Sache auf den Grund.
Die Fischer werfen ihre Netze vor der Küste von North Carolina aus und machen Jagd auf den vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfisch. Heute liefern sich die Seemänner einen erbitterten Wettkampf, denn um die Quote vor Saisonende zu erreichen, müssen sie sich noch einmal richtig ins Zeug legen. Bei vielen steht die Existenz auf dem Spiel.
Das Zeichen steht für Terror und Mord. Unter Nazis gelten die beiden Runen als germanisch, dabei sind sie semitischen Ursprungs. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der SS-Runen. Was fasziniert Menschen an den zackigen Blitzen? Stehen sie doch für beispiellose Brutalität - die Zeichen der Täter. Die Dokumentation zeigt ihre Bedeutung damals wie heute, enthüllt ihre Wirkung, ihre Träger und Erfinder - und zeigt, wie sie bis heute fortleben. Alle Zeichen, die einen direkten Bezug zur Naziherrschaft herstellen, sind in Deutschland bis heute verboten. Die Strafandrohung für das Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen ist vergleichbar mit fahrlässiger Körperverletzung. Doch was macht abstrakte Symbole heute noch so gefährlich? Wofür standen und stehen sie? Hat ein Verbot mehr als 70 Jahre nach Kriegsende überhaupt noch einen Sinn? Und warum verlieren diese Zeichen ihre Symbolkraft nicht, obwohl das System, wofür sie stehen, längst untergegangen ist?
In dieser Staffel "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach legendären Stätten und untergegangenen Reichen. Die Landkarte der Geschichte hat noch weiße Flecken. So gibt das sagenumwobene Atlantis seit Jahrhunderten Rätsel auf, und das untergegangene Inselreich ist nur eine von unzähligen "verlorenen Welten", die Entdecker, Forscher und Archäologen in Atem halten. Seit der griechische Philosoph Platon Atlantis vor mehr als 2000 Jahren erstmals erwähnte, beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob es die Seemacht überhaupt je gab, die einst über große Teile Europas und Afrikas geherrscht haben soll. Real ist hingegen das "deutsche Atlantis". Im äußersten Norden Deutschlands suchen Archäologen mitten im Wattenmeer nach den Überresten der Handelsmetropole Rungholt, die, zusammen mit einem ganzen Landstrich, im 14. Jahrhundert bei einer verheerenden Sturmflut in den Fluten der Nordsee verschwand. Nur bei Ebbe können die Forscher das ehemalige Siedlungsgebiet vermessen und etwaige Funde bergen. Nur wenige Stunden später erobert die Flut das Land zurück. Seit ihrer Erbauung zugänglich und trotzdem für Jahrhunderte so gut wie vergessen war eine der spektakulärsten Stätten des Inkareiches: Machu Picchu, erbaut auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in 2430 Metern Höhe. Lange suchten Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, warum die Inka gerade dort eine Stadt errichteten. War die relative Unzugänglichkeit in luftiger Höhe der einzige Grund, oder gibt es vielleicht noch andere Erklärungsmöglichkeiten? In Kappadokien suchten die Bewohner nicht auf, sondern unter den Bergen Schutz vor ihren Feinden. Bereits seit vorgeschichtlicher Zeit trieben die Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Besonders ab dem 4. Jahrhundert entstanden so riesige Höhlensysteme, in denen zwischen 3000 und 30 000 Menschen lebten. Über 100 Meter dringen die Schächte zum Teil in das Erdinnere vor. Archäologen vermuten, dass es mancherorts bis zu 19 Stockwerke tief nach unten geht. Wer genau sie wann angelegt hat, ist noch nicht vollständig erforscht. Fragen wirft auch der Ursprung der sogenannten Baigong-Rohre in China auf. Der Öffentlichkeit erst seit 2002 bekannt, wird ihr Alter auf circa 150 000 Jahre geschätzt. Manche wollen in ihnen gar Artefakte von Außerirdischen sehen. Ebenso rätselhaft, aber sehr viel jünger ist die sogenannte Megalithkultur, die im frühen 5. Jahrtausend vor Christus begann, tonnenschwere Steinmonumente zu errichten. Ihr besonderes Markenzeichen sind Menhire, riesige Steine mit bis zu 150 Tonnen Gewicht. Etwas mehr als 1000 Jahre später entstand auf dem südamerikanischen Kontinent mit Caral die bisher älteste bekannte Stadt der Neuen Welt. Begrenzt durch sechs pyramidenförmige Anlagen, entwickelte sich die Stadt wahrscheinlich zu einem regen Handlungszentrum. Doch um 1600 vor Christus verließen die Bewohner ihre Stadt, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde.
Als einer der weltweit renommiertesten Naturfotografen bereist Michael Martin seit Jahrzehnten die außergewöhnlichsten Naturlandschaften der Erde auf der Jagd nach den besten Fotos. In über 30 Büchern, tausenden Vorträgen, zahlreichen Ausstellungen und Dokumentarfilmen berichtet er von seinen Reisen. In seiner neuen Reihe "Mit der Kamera um die Welt" zeichnet Michael Martin mit spektakulären Aufnahmen ein eindrucksvolles Porträt unseres Planeten und seiner geografischen Besonderheiten.
Während des Zweiten Weltkriegs stahlen die Nazis, was Museen, Schatzkammern und Privatbesitz hergaben. Gold, Juwelen und weitere Kostbarkeiten mussten jedoch versteckt werden, als das Dritte Reich zu bröckeln begann. Wo horteten die Nazis ihre gestohlenen Schätze?
Der Las Vegas High Roller ist mit 167 Metern das höchste Riesenrad Nordamerikas. Er bietet seinen Besuchern eine spektakuläre Aussicht über die Millionenmetropole im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada. Die Kabinen des High Rollers sind winddicht und ermöglichen den Fahrgästen durch ihre Transparenz einen halbstündigen Ausflug in luftige Höhen mit Sicht in alle Richtungen. Die Dokumentation begleitet den Fahrbetrieb und zeigt, was diese Attraktion der Stadt des Glücksspiels einzigartig macht.
Die "Wiesn-Gschichten" erzählen von Menschen zwischen Nostalgie und Moderne und zeigen, dass Tradition und Brauchtum genau das sind, was die Gemütlichkeit und das Lebensgefühl auf der Wiesn ausmacht.
Petra und Rüdiger Erbslöh suchen dieses Mal den Luxus an der Côte d'Azur! Beide werden bald 70 Jahre alt - der perfekte Anlass, um mit ihrem Wohnmobil "Olaf" zu den Reichen und Schönen zu reisen. Hierfür hat Petra extra Französisch gelernt.
In Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms finden die beiden heraus, wer das feinere Näschen hat, vielleicht kommt der neue Lieblingsduft bald aus eigener Erbslöh-Herstellung.
Näher als in Cannes kommt man den Filmstars in Europa nirgends! Doch wie gut erreicht man die Filmmetropole mit dem Wohnmobil? Entlang der Promenade, vorbei am legendären Filmpalast geht's für die beiden Camper zum Stadtstrand. Urlaubstipp oder Touristenabzocke? Die beiden erfahrenen Camper werden es uns verraten.
In Nizza wandeln sie über die berühmte, palmengesäumte Promenade des Anglais.
Ihr großes Ziel: Monaco! Rüdiger kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Megajachten und Luxuskarossen stehen hier dicht an dicht. Doch vielleicht klappt es ja noch mit dem dicken Bankkonto? Schließlich ist ein Besuch im Casino geplant - das könnte doch die Gelegenheit sein. Für das bekannte Camper-Paar aus Meerbusch ist es eine Reise voller Sehnsucht und großen Entdeckungen.
Die Kirchenbauern, eine Gemeinschaft aus zehn Familien, feiern einmal im Jahr ihren "Umgang". Eine Prozession mit einer rund 15 Meter hohen Kerze, die auf ein rund 300 Jahre altes Pestgelübde zurückgeht. Teil dieser Gemeinschaft zu sein, gilt in den Familien als "Ehre". Alle haben ihre feste Rolle und tragen damit Verantwortung. Anna-Maria Diestler hat sie für "kreuz&quer nah dran" besucht und mit ihnen über den Zusammenhalt in Krisenzeiten sowie Herausforderungen des Generationenwechsels gesprochen.
Danach "kreuz & quer plus": Iconic - Schlüsselmomente: Khomenei und die Islamische Revolution.
Ukraine: Drohnendetektor am Kinderwagen, wie eine Mutter ihre Kinder schützen will/ Westjordanland: Ein deutschsprachiger Palästinenser zeigt brutale Siedlergewalt/ Spanien: Wuchermieten vertreiben Menschen aus ihren Wohnungen/ Sambia: Wie eine Kupfermine die Umwelt zerstört und Anwohner krank macht/ USA: In Colorado gehen hungrige Bären immer öfter in Wohngebiete
Um lebensbedrohliche Situationen zu überstehen, reichen in vielen Fällen schon Grundkenntnisse aus. Doch die meisten Menschen sind im Ernstfall viel zu geschockt, um einen klaren Gedanken zu fassen. Bear Grylls ist durch militärisches Training in einer Spezialeinheit bestens auf Worst-Case-Szenarien vorbereitet. Und er gibt sein Wissen, das Leben retten kann, gerne weiter. In dieser Episode lässt sich der Ex-Soldat zu Demonstrationszwecken bei Temperaturen von minus 18 Grad ohne Jacke, Handschuhe und Schutzkleidung in ein Kühlhaus sperren.
Markus Kuhn ist Medizinstudent und soll den neuen Freund seiner Ex mit medizinischem Fachwissen getötet haben: Angeblich hat er ihm eine Spritze mitten ins Herz gerammt. War die Tat ein vergeblicher Versuch, seine Freundin zurückzugewinnen? Oder hatte der ermordete Adrian noch andere Feinde? Verdächtige Fotos seines Geschäftspartners Filippos rücken den Sachverhalt in ein anderes Licht ...
Sie waren Väter, Brüder, Söhne - und zogen als Soldaten der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg. "ZDF-History" erzählt, wie normale Männer den Alltag zwischen Leben und Tod erlebten. Die Kriegserfahrung prägte das Leben von Millionen deutscher Männer. Manche erzählten davon, viele schwiegen. Diese "Erlebnisgeneration" ist nicht mehr unter uns - doch bieten Tagebücher und Briefe Einsichten in ihren Kriegsalltag, in ihr Denken und Fühlen. Die offenen Bekenntnisse und Schilderungen dreier Männer, unmittelbar aufgeschrieben in Briefen und Tagebüchern, bieten unverstellte Einblicke in ihre Kriegserlebnisse der Jahre 1939 bis 1945. Siegfried Bethke, schon vor dem Krieg Berufssoldat und Jagdflieger in der Luftwaffe, will sich bewähren, bemerkt aber bald, dass die Angst sein ständiger Begleiter wird - zum Helden ist er nicht geboren, und er schämt sich dafür. Felix Elger ist als Besatzungssoldat fasziniert von Frankreich, um dann an der Ostfront alle Schrecken des Winterkrieges kennenzulernen - fast jeden Tag schreibt er an seine Frau und lässt sie in seine Seele blicken. 1942 fällt er - kurz nachdem seine Tochter geboren wurde, die er nie kennenlernen konnte. Als 18-Jähriger muss der Abiturient Walter Matte an der Ostfront kämpfen. 1944 gerät er in sowjetische Gefangenschaft und kann heimlich ein winziges Tagebuch weiterführen, bis er im Herbst 1945 schwer krank entlassen wird und zu seiner Mutter ins Rheinland zurückkehrt. Was diese Männer in ihren schriftlichen Bekenntnissen zum Ausdruck bringen, ist nicht geprägt vom Wissen der Nachkriegszeit, sondern unmittelbar und unverarbeitet. 18 Millionen Männer dienten in der Wehrmacht, fast jeder Dritte kam ums Leben. Jeder erlebte "seinen eigenen" Krieg - das typische oder repräsentative Kriegserlebnis kann es deshalb kaum geben. Doch es gibt Denkmuster, die viele Männer dieser Generation teilten. Renommierte Historiker wie Felix Römer und Sönke Neitzel erforschen die Mentalität der Kriegsgeneration und analysieren, wie deutsche Männer den "Alltag in der Hölle" bewältigten.
Weltweit stoßen Forscher immer wieder auf Mumien. In dieser Folge "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" beleuchtet Harald Lesch die Sehnsucht nach dem ewigen Leben. Seit Jahrtausenden versuchen Menschen, den Verfall des menschlichen Körpers nach dem Tode aufzuhalten. Dabei gehen sie die unterschiedlichsten Wege. Allen gemein scheint die Vorstellung, dass mit der Existenz des Körpers ein Weiterleben nach dem Tod gesichert wird. Egal, ob im alten Ägypten, in Mittel- oder Südamerika oder in Russland, Mumien sind überall zu finden. Für die Pharaonen war die Erhaltung des Leichnams Grundvoraussetzung für ein Weiterleben im Jenseits. Über drei Jahrtausende perfektionierten sie die Kunst der Mumifizierung. Schließlich mumifizierten sie nicht nur die Tiere, die ihren Göttern heilig waren, sondern auch das Fleisch für die Verpflegung im Jenseits. Sie verwendeten vor allem Natronsalz, das dem Körper alle Feuchtigkeit entzieht. Das Gehirn sowie alle inneren Organe wurden entfernt, da die Verwesung zuerst bei ihnen einsetzt. Nur das Herz wurde im Körper belassen, da es beim Totengericht die überlebenswichtigen Fragen des Totengottes beantworten musste. Die Mumie, die bis heute die meisten Fragen aufwirft, ist jedoch die Mumie der chinesischen Lady Dai. Die Gemahlin eines chinesischen Adligen wurde nach ihrem Tod in eine Flüssigkeit gelegt, deren Ingredienzen noch heute nicht vollständig bestimmt sind. Das Besondere an dieser Mumie ist: Noch Jahrtausende nach dem Tod der Marquise, die im 2. Jahrhundert vor Christus starb, wurde in ihren Adern Blut gefunden, und die inneren Organe waren in einem erstaunlich guten Zustand, so als wäre sie erst kürzlich gestorben. Zudem waren ihre Gelenke noch immer beweglich und die Haut elastisch. Sehr viel jünger, aber ebenso mit Fragen behaftet, ist die Mumie eines buddhistischen Mönchs in Russland. Nach Ansicht seiner Glaubensbrüder lebt Hambo Lama Daschi-Dorscho Itigelow auch noch fast 100 Jahre nach seinem Tod weiter. Als Itigelow 1927 starb, ließ er sich im Lotussitz hockend in einer Kiste aus Zedernholz und mit Salz bedeckt bestatten. Er verfügte, dass sein Leichnam nach einigen Jahren exhumiert werden sollte. Als dies 1955 zum ersten Mal geschah, stellte man keine Anzeichen von Verwesung fest. Das gleiche wurde bei der zweiten Exhumierung 1973 beobachtet. 2002 wurde der Leichnam zum dritten Mal exhumiert und die Ergebnisse erstmals veröffentlicht. Ein Forscher stellte bei dieser dritten Exhumierung fest, dass der Körper in einem Zustand ist, als sei er erst vor wenigen Stunden verstorben. Für seine Mitbrüder aber lebt Itigelow bis heute und wird als heilige Person verehrt. An hohen buddhistischen Feiertagen ist die Mumie auch für Besucher des Klosters zugänglich und darf sogar berührt werden. Ebenfalls geheimnisumwittert sind die sogenannten weißen Mumien aus Nazca, die in der Nähe der weltberühmten Nazca-Linien in Peru gefunden wurden. Geklärt ist hingegen die Frage nach der Herkunft einer Mumie auf einem niedersächsischen Dachboden im Jahre 2013.
Im März 1945, als die Niederlage Deutschlands besiegelt ist, schickt Hitler in Windeseile Soldaten ins polnische Luban. Was sollen die Männer an dem geheimnisvollen Ort beschützen? Experten untersuchen verlassenen Fabrikgebäude und geheime Tunnel nach Antworten.
In Luton, einer kleinen Stadt nördlich von London, ist das Gesundheitssystem am Limit. Es fehlt an Rettungswagen, Personal und Klinikbetten. Die Notaufnahme des Krankenhauses ist völlig überlastet. Vor allem alte Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen sprechen von schlimmen Erlebnissen, von langen Wartezeiten und mangelhafter Versorgung.
Für Entlastung soll das "Frailty Team" sorgen, das "Gebrechlichkeitsteam". Die Medizinerin Dr. Adriana und ihr Team aus Pflegerinnen versorgen alte Menschen zu Hause, die normalerweise im Krankenhaus liegen würden, zum Beispiel nach einem Sturz. Für die Patienten und ihre Angehörigen ist das ein Segen. Denn die Versorgung in der eigenen Wohnung ist für die meisten die beste Lösung - und für das Gesundheitssystem eine echte Ersparnis.
Die Rettungssanitäterin Rachel arbeitet in der Leitstelle der Luton, wo die Einsätze koordiniert werden. Ihre Aufgabe: Sie soll dafür sorgen, dass Krankenwagen nur für wirklich dringende Fälle auf den Weg geschickt werden. Denn weil auch die Hausärzte überlastet sind, wählen viele Menschen aus Verzweiflung den Notruf. Wenn die Lage nicht lebensbedrohlich ist, hilft Rachel am Telefon mit Ratschlägen oder stellt die Verbindung zum mobilen Ärzteteam her.
Doch die Einsätze des "Frailty Teams" sind auch mit großen Herausforderungen verbunden. Dr. Adriana und ihre Kolleginnen müssen immer abwägen, ob ein Patient nicht doch in die Klinik gehört - auch, wenn da oft kein Platz ist. Zudem sind sie bei den Hausbesuchen oft mit prekären Lebensumständen konfrontiert, Luton gehört zu den ärmsten Städten Englands. Hier steht es um die Gesundheit der Menschen daher noch schlechter als im Rest des Landes.
Als Ersatz für die ursprüngliche Champlain-Brücke wurde über dem Sankt-Lorenz-Strom in der kanadischen Provinz Québec eine Doppelschrägseilbrücke gebaut. Die gigantische Betonkonstruktion der neuen Samuel-De-Champlain-Brücke muss den harten kanadischen Wintern trotzen, in denen der Fluss gefriert. Außerdem passieren sie täglich tausende Fahrzeuge, denen die Mega-Konstruktion standhalten muss. Die Dokumentation zeigt, welche Eigenschaften dieses Bauwerk zu einer Brücke der Superlative machen.
Die Suche nach ihrem Traumhaus gestaltete sich schwieriger, als gedacht. Doch nun ist die Wunschimmobilie von Juliane und Alexander zum Schnäppchenpreis endlich gefunden. Doch das Haus ist noch im Rohbau.
Das Geheimnis der Tierwanderungen mit Dirk Steffens
45'
Billionen Tiere sind täglich auf der ganzen Welt unterwegs, von winzigen Insekten bis zu den größten Walen der Erde. Dirk Steffens folgt den erstaunlichsten Tierwanderungen rund um den Globus: Er begleitet die gewaltigen Gnuherden Ostafrikas, taucht mit Riesenhaien vor Irland und trifft Forschende, die mit modernster Satelliten- und Sendertechnik die Wege der Tiere erstmals sichtbar machen.
Jeden Winter ziehen die heimischen Singvögel und Störche nach Afrika, das ist bekannt. Doch die wahren Dimensionen der Tierwanderungen sprengen jede Vorstellung und können erst jetzt in ihrem vollen Ausmaß erforscht werden. Tag für Tag sind Billionen von Tieren auf der ganzen Welt unterwegs, von winzigen Blattläusen, die in unglaublichen Mengen über den Ärmelkanal ziehen, bis zum Blauwal, der jährlich um die 13.000 Kilometer zurücklegt. Und wenn man genau hinschaut, wird klar: alles hängt miteinander zusammen.
Dirk Steffens begibt sich auf eine Reise rund um den Globus. Er wird von Hunderttausenden Gnus umzingelt, die mit ihrem eigenen "Ökosystem auf Hufen" jedes Jahr durch Tansania und Kenia ziehen. Er taucht mit den größten Fischen der Welt, den Riesenhaien, deren Wanderverhalten die Forschung vor Rätsel stellt. Denn die Tiere, groß wie ein Bus, machen sich allein auf die Reise, kommen von der US-amerikanischen, der afrikanischen oder grönländischen Küste und versammeln sich einmal im Jahr in der Irischen See zu einem geheimnisvollen Ritual. Eine Entdeckung, die erst kürzlich gemacht wurde.
Was die Forscher auch gerade erst herausfinden: Motten wandern möglicherweise von Deutschland bis nach Afrika. Und die größte Wanderung? Überraschenderweise findet sie vertikal statt - von der Tiefsee bis zur Meeresoberfläche.
Dank neuester Technologie können diese Tierreisen nun erstmals hautnah verfolgt werden: Mikroskopisch kleine Sender, die selbst an Insekten haften, und ein neues Satellitennetzwerk, das unterwegs ins All ist. Das Max-Planck-Institut baut mit dem "Icarus"-Projekt ein globales Monitoring-System für diese Bewegungen auf. Ein verzahntes Netzwerk von Tierwanderungen, das langsam seine Geheimnisse preisgibt. Wie orientieren sich die Tiere, was treibt sie an?
Andere Aspekte sind für die Menschen besonders relevant: Dieses Netzwerk der Tiere könnte dabei helfen, Naturkatastrophen vorherzusagen, bedrohte Regionen zu identifizieren, sogar geheime Konflikte aufzudecken. Das faszinierende Internet der Tiere - man muss nur lernen, seine Signale zu deuten.
Die Tiroler Bergbauern haben über Generationen hinweg gelernt, sich gegen eine alles bestimmende Natur zu behaupten, sie zu bekämpfen, in ihr zu überleben. Der Film zeigt ihr raues Leben.
Das Leben der Tiroler Bergbauern spielt sich zwischen Arbeit, Festen und dem Kampf mit der Natur ab. Es ist von der Landschaft geprägt, in der sie leben und die sie umgibt.
Mit Kameramann Stephan Mussil macht sich Filmemacher Curt M. Faudon auf die Suche nach jenen archaischen Schnittstellen zwischen Landschaft und Mensch, die im Hochgebirge auch im 21. Jahrhundert noch existieren.
Am Ötztaler Similaungletscher drehte Faudon etwa den alljährlichen großen Schafabtrieb vom Alpenhauptkamm in die Täler Südtirols, im Osttiroler Villgratental folgte er den Bergbauern durch einen langen Winter. Entstanden sind Bilder von großer Ruhe und Würde: ob es sich dabei um eine uralte Holzsammlerin am Bergwald oder die Errettung eines Schafes aus dem Gletscher handelt, um Strategien des täglichen Überlebens oder um Rituale, sich den Himmel gewogen zu halten. Der Mensch, das ist Curt M. Faudons großes Thema, achtet hier den Berg und seine Gesetze, auf dass der Berg den Menschen schone.
"ATV - Die Reportage" geht der Leidenschaft für den Motorsport auf die Spur.
Die Reportage reist zu Orten und Persönlichkeiten, die unvergessen bleiben.
Nach der Zeit der Sedisvakanz übernimmt ein neuer Bischof offiziell das Bistum Eichstätt: Der bisherige Freiburger Weihbischof Christian Würtz wird am Erntedanksonntag, 4. Oktober, mit einem feierlichen Gottesdienst im Eichstätter Dom als 83. Bischof von Eichstätt in sein Amt eingeführt.
Das BR Fernsehen überträgt die Feier live ab 13.30 Uhr. Die Ernennungsurkunde des Papstes bringt dessen neuer Botschafter in Deutschland, der Apostolische Nuntius Erzbischof Hubertus van Megen, mit nach Eichstätt.
Zu dem Gottesdienst werden zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft sowie Gläubige aus der Diözese und darüber hinaus erwartet. Angekündigt hat sich unter anderen der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Fuldaer Bischof Michael Gerber. Die Einführung erfolgt durch den Bamberger Erzbischof Herwig Gössl. Er ist Metropolit der Kirchenprovinz Bamberg, zu der das Bistum Eichstätt gehört. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Eichstätter Dommusik mit Domkapellmeister Manfred Faig und Domorganist Martin Bernreuther.
Der 1971 in Karlsruhe geborene Christian Würtz studierte zunächst Rechtswissenschaften und war als Rechtsreferendar tätig. Während seines anschließenden Theologiestudiums in Freiburg und Würzburg promovierte er parallel im Kirchenrecht und wurde 2006 zum Priester geweiht. Es folgten Stationen als Pfarrer in Gengenbach und Diözesanrichter in Freiburg. 2018 wurde er Stadtdekan von Freiburg, Dompfarrer am Münster und Domkapitular, 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof. Im Erzbistum Freiburg war er unter anderem für die Priesterausbildung sowie als Bischofsvikar für Hochschulen verantwortlich.
Reporter in Hitlers Krieg. Von d. Diktatur in die Demokratie
D 2024
45'
Sie kamen aus Hitlers Propagandakompanien und wurden zu mächtigen Medienmachern der jungen Bundesrepublik: Journalisten wie Henri Nannen, Peter von Zahn, Karl Holzamer und Co. Einst dienten sie dem totalitären Regime, dann wurden sie zu Stützen der Demokratie. Bis heute prägen die Fotos und Filme der Wehrmachtspropaganda unser Bild vom Zweiten Weltkrieg. Denn nur Angehörige der Propagandakompanien durften von der Front berichten. Nach 1945 machten einige von ihnen erstaunliche Karrieren - in der Demokratie der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurden zu Gründern erfolgreicher Medien und zu Galionsfiguren einer neuen Zeit, die freie Berichterstattung und Meinungsfreiheit verhieß. Wie konnten Männer, die ihr journalistisches Handwerk in Hitlers Kriegspropaganda gelernt hatten, einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Medienlandschaft in Westdeutschland leisten? Wie glaubhaft war ihre plötzliche Wandlung vom Propagandisten zum Verfechter der Demokratie? Was gaben sie zu, was aus ihrer Vergangenheit verschwiegen sie? Der Film erzählt die Geschichte bedeutender Journalisten und Medienmanager der jungen Bundesrepublik - und geht dabei auf Enthüllungen ein, die sich aus jüngsten Quellenfunden ergaben.
Weltweit gibt es immer wieder rätselhafte Funde. Auch in dieser Staffel von "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Seit Jahrtausenden errichten Menschen verschiedenste Bauten. Sie dienen als Wohnungen, Gotteshäuser oder zu Zwecken, die bis heute unbekannt sind. Manche wurden bewusst versteckt errichtet, andere gerieten in Vergessenheit und wurden zufällig wiederentdeckt. Überall auf der Welt finden sich Bauwerke, die Rätsel aufgeben. Die Fragen reichen vom Sinn und Zweck der Monumente über ihre Erbauer bis hin zur Art und Weise ihrer Errichtung. Seit seiner Erbauung strahlen die hellen Mauern des Castel del Monte weithin über die Landschaft Apuliens im Süden Italiens. Errichtete Kaiser Friedrich II. hier eine steinerne Krone, oder verstecken sich in den Mauern Hinweise auf ganz andere Gebäude, wie die Cheopspyramide, die Kathedrale von Notre-Dame in Paris oder der Felsendom in Jerusalem? Mehr als 1000 Jahre in Vergessenheit geriet hingegen der größte buddhistische Tempel weltweit: Borobudur. Erbaut zwischen 750 und 850 nach Christus, wurde die Anlage bereits im 10. Jahrhundert verlassen und erst im frühen 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Noch sehr viel älter, aber nicht weniger geheimnisvoll, sind 170 regelmäßig angeordnete Steinhügel, die Wissenschaftler auf dem Grund des Bodensees fanden. Sie stammen wohl aus der Jungsteinzeit, ihr Verwendungszweck aber gibt Rätsel auf. Ein Objekt auf dem Boden der Ostsee datiert dagegen in die jüngste Vergangenheit und findet sich trotzdem in keiner einschlägigen Datenbank. Seine Spur führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als Deutschland noch ein geteiltes Land war.
Der zehnjährige Daniel wurde völlig betrunken auf einem Spielplatz aufgefunden. Er hatte eine schwere Alkoholvergiftung. Hat der 15-jährige Jeremy den kleinen Daniel zum Trinken gezwungen, weil Daniels großer Bruder ihn wegen Brandstiftung bei der Polizei angezeigt hatte? Oder will Daniel dem Angeklagten nur die Schuld für seine Alkoholexzesse in die Schuhe schieben?
Die Filmautoren Nina Heins und Jonas Heil erleben in Bayern Stadt, Land und See. Dazu noch das wohl bekannteste Schloss Deutschlands und jede Menge Action. Los geht es in der Landeshauptstadt: Hier wird gesurft, obwohl das Meer hunderte Kilometer entfernt ist und kaum einer weiß, dass in der sauberen und schicken Stadt in den 80er Jahren Europas Graffiti Bewegung geboren ist. Auf einer geführten Fahrradtour erleben sie Münchens abwechslungsreiche Streetart und dürfen danach in einem Workshop selbst zur Dose greifen und ein Graffiti sprayen. Ganz legal natürlich. Aber auch die Klassiker stehen auf dem Sightseeing-Programm der Filmemacher, wie ein Besuch im Hofbräuhaus, wo sie einen exklusiven Blick in den berühmten Maßkrugtresor werfen dürfen. Hier bewahren Stammgäste ihre eigenen Maßkrüge auf. Auf dem Viktualienmarkt treffen einheimische Gourmets auf neugierige Touristen und über 200 Jahre Tradition auf frische Ideen von innovativen Standbesitzern. Vom bayrischen Käse bis zur exotischen Frucht lässt sich hier einiges probieren. Die Reise geht weiter in den Nationalpark Berchtesgaden. Die Alpen rufen, aber wie funktioniert eine Hüttenübernachtung in Coronazeiten? Mit einem Bergführer geht es auf Wandertour durch sehenswerte Landschaften. Im Allgäu ist der wohl romantischste und kitschigste Sehnsuchtsort Deutschlands: Schloss Neuschwanstein. Eigentlich war das Schloss nie für die Öffentlichkeit gedacht, sondern sollte Rückzugsort für den eher menschenscheuen Ludwig II sein. Heute ist es eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Disney wurde für sein Märchenschloss im Trickfilm 'Cinderella' von Schloss Neuschwanstein inspiriert. Nachbauten in den Disneyparks Orlando und Tokyo haben das Schloss noch berühmter gemacht. In Kempten wird es kulinarisch: zwei Schwestern bieten hier Backkurse an und Nina und Jonas lernen einen Allgäuer Kirschkuchen backen. Das Allgäu ist ein Hotspot für Outdoor-Fans. In der Starzlachklamm bei Sonthofen geht es zum Canyoning: In der actionreichen Tour wird sich abgeseilt, gesprungen und gerutscht. Nichts für schwache Nerven. Ahoi heißt es in Lindau im Bodensee, dem letzten Stopp der Bayernreise. Im Hafen der Altstadtinsel steht Deutschlands südlichster Leuchtturm und dort geht es dann an Bord eines Segelschiffs zum Schnupperkurs.
Mit dem Aufstieg Nazideutschlands wird ein längst aufgegebenes Kanalprojekt in Ostpreußen wiederbelebt. Die Bauarbeiten in sind in vollem Gange, und so mancher stellt sich zunehmend die Frage nach dem wahren Zweck dieses gewaltigen Wasserwegs. Gerüchte machen die Runde, er könnte ein Geheimnis bergen, das den Verlauf des bevorstehenden Krieges verändern könnte.