Vielen Deutschen kann es in ihrer Freizeit nicht gigantisch genug sein: Im Europa-Park Rust lockt eine der größten Achterbahnen Europas jährlich über sechs Millionen Besucher an. In der größten Disco des Landes wird im XXL-Format gefeiert, ebenso auf dem traditionellen Wurstmarkt in Bad Dürkheim, dem größten Weinfest der Welt. Wie schaffen es die Spaßgiganten immer wieder, ein Millionenpublikum zu begeistern? Die Reportage blickt hinter die Kulissen der Freizeitindustrie.
Als die Beet-Brüder den Garten von Patrick, Ina und ihren drei Kindern das erste Mal sehen, wissen sie gar nicht, warum die Familie sie gerufen hat. Der gesamte Garten wirkt bis in die letzte Ecke gepflegt und ordentlich. Genau das ist das Problem: Es soll etwas Außergewöhnliches her. Patricks Traum wäre ein Schwimmteich, doch der ist in sieben Tagen nicht zu schaffen. Ein Gartenhaus steht ebenfalls auf dem Wunschzettel der Familie.
Die beiden Schüler Timo und Benny sind angeklagt, Paul Völkers verprügelt zu haben. Die beiden sollen sich an ihm gerächt haben, weil sich er und sein Kumpel als falsche Zollfahnder ausgegeben haben und den Angeklagten unter anderem Waren abgenommen haben, die Timo und Benny kurz davor in Tschechien erworben hatten.
Gutscheinprofi Amanda hat die Nase voll vom Schnäppchenjagen. Sie will endlich wieder etwas mehr Zeit für sich haben und möchte das Gutscheinsammeln ihren Eltern überlassen. Die haben aber ganz anderes mit ihrer Tochter im Sinn. Sie soll interessierten Schnäppchenjägern zeigen, wie sie mit Gutscheinen professionell einkaufen können. Jess hat ein ganz anderes Problem. Sie ist gutscheinsüchtig, und obwohl ihr Haus mit Vorräten vollgestopft ist, geht sie mindestens vier Mal am Tag einkaufen. Ihr Ehemann zieht nun die Reißleine: Jess darf nur dann zu einer großen Shoppingtour aufbrechen, wenn sie ihre kompletten Einkäufe spendet.
Zehn Tage müssen die verbliebenen "Naked Survival"-Kandidat:innen in der Wildnis noch durchhalten. Und die kräftezehrenden Strapazen auf der Zielgeraden wollen die Überlebenskünstler:innen in Louisiana gemeinsam durchstehen. Die Outdoor-Cracks sammeln Palmblätter und errichten eine Dachkonstruktion, denn die Gruppe benötigt eine größere Behausung. Danach geht das Team in den Sümpfen auf Nahrungssuche. Wenn es kalt wird, halten Alligatoren und Schlangen Winterruhe, deshalb konzentrieren sich die "glorreichen Sieben" bei der Jagd auf Waschbären und Biberratten.
Reporter in Hitlers Krieg. Von d. Diktatur in die Demokratie
D 2024
45'
Sie kamen aus Hitlers Propagandakompanien und wurden zu mächtigen Medienmachern der jungen Bundesrepublik: Journalisten wie Henri Nannen, Peter von Zahn, Karl Holzamer und Co. Einst dienten sie dem totalitären Regime, dann wurden sie zu Stützen der Demokratie. Bis heute prägen die Fotos und Filme der Wehrmachtspropaganda unser Bild vom Zweiten Weltkrieg. Denn nur Angehörige der Propagandakompanien durften von der Front berichten. Nach 1945 machten einige von ihnen erstaunliche Karrieren - in der Demokratie der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurden zu Gründern erfolgreicher Medien und zu Galionsfiguren einer neuen Zeit, die freie Berichterstattung und Meinungsfreiheit verhieß. Wie konnten Männer, die ihr journalistisches Handwerk in Hitlers Kriegspropaganda gelernt hatten, einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Medienlandschaft in Westdeutschland leisten? Wie glaubhaft war ihre plötzliche Wandlung vom Propagandisten zum Verfechter der Demokratie? Was gaben sie zu, was aus ihrer Vergangenheit verschwiegen sie? Der Film erzählt die Geschichte bedeutender Journalisten und Medienmanager der jungen Bundesrepublik - und geht dabei auf Enthüllungen ein, die sich aus jüngsten Quellenfunden ergaben.
Die Natur Irlands ist Kulisse für Filme wie "Harry Potter", "Game of Thrones", "Star Wars". In der spektakulären Landschaft blühen Legenden, doch die wahren Geschichten sind oft aufregender. Dirk Steffens spürt den Ursachen von Mythen nach. Irland ist reich an Kultstätten, älter als Stonehenge, und an bizarren Landschaften. Im Untergrund unerforschte Flussläufe, vor den Küsten Meeresbewohner, die man hier nicht erwartet: viele Gründe, näher hinzusehen. Irland zeigt erstaunlich unterschiedliche Gesichter, Ergebnisse einer bewegten Vergangenheit. Die Landschaften, die als Inspiration für Fantasyfilme dienten, bieten auch Stoff für abenteuerliche Mythen. So beginnt Dirk Steffens seine Reise auf den Spuren von Legenden. In einer Schlossruine stellt er sich den Geistern, die hier herrschen sollen und sich nachts mit eindringlichen Lauten bemerkbar machen. Er stößt dabei auf Eulen, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Irland Küsten sind legendär. Einst waren sie der Schrecken der Seefahrer. Davon zeugen unzählige Wracks am Meeresboden. Im 19. Jahrhundert wurden unter abenteuerlichen Bedingungen Leuchttürme entlang der Küsten errichtet. Noch heute weisen etwa 70 davon den Seefahrern den sicheren Weg. Eine Küstenlandschaft wird - der Legende nach - dem Streit zweier Riesen zugeschrieben: Einer trieb sein Unwesen in Irland, der andere in Schottland. Die Küste ist allerdings das Ergebnis einer bewegten Vergangenheit und den "Riesenkräften" aus der Tiefe der Erde zu verdanken. Die "Grüne Insel" ist bekannt für reiche Niederschläge. Doch eine Region ist überraschend karg: Kein Fluss, kein Bach ist auf der Oberfläche zu sehen. Ein Soldat, den es im 17. Jahrhundert hierher verschlagen hatte, beschrieb die Landschaft des Burren so: "Es gibt hier kein Wasser, um einen Mann zu ertränken. Keinen Baum, um ihn aufzuhängen. Und nicht genug Erde, um ihn zu begraben." Die Beschreibung mag etwas makaber sein, ist aber durchaus treffend. Und doch wird die Region von einem ausgedehnten Flusssystem durchzogen: im Untergrund. Bis heute tauchen Forschende durch die kilometerlangen Wasserläufe, um sie zu erkunden und zu dokumentieren. Und oben, zwischen den kargen Felsen, gedeiht eine überraschende Vielfalt an Pflanzen. Hier findet man Spezies in Nachbarschaft, die sonst nur in verschiedenen Klimazonen vorkommen. Vor der Küste tummeln sich Meeresbewohner, die man vor Irland eher nicht erwartet. Dirk Steffens trifft einen australischen Haiforscher, für den das Meer vor der irischen Küste ein "Eldorado der Haiforschung" ist. Hier ist er schon mehr als 30 unterschiedlichen Arten begegnet. Einige Tiere hat er mit Sendern versehen, um das noch weitgehend unbekannte Leben der Haie vor Irland zu erforschen und die Frage zu klären: Von wo und warum kommen sie ausgerechnet hierher? Eine Fülle von Kultstätten und Hügelgräbern - älter als Stonehenge - zeugen nicht nur davon, dass Irland schon vor langer Zeit Siedler angezogen hat. Sie offenbaren auch, was die Menschen vor mehr als 5000 Jahren schon von Himmelserscheinungen wussten. Forschende sind mit modernen technischen Methoden diesem Wissen auf der Spur und enthüllen, nach welchen durchdachten Regeln Kultbauten errichtet wurden. Vor der Küste sind inzwischen etliche Inseln verlassen. An den Stränden der Geisterinseln haben sich Robbenkolonien niedergelassen, die sich dort ungestört entwickeln können. Einer Legende nach tummeln sich hier auch "Selkies" - Wesen, halb Robbe, halb wunderschöne Frau. Dirk Steffens hat eine der Geisterinseln besucht und kann erzählen, was es mit dieser Legende - wie mit manch anderer - auf sich hat. Die Reise durch Irland eröffnet überraschende Blicke auf die "Grüne Insel" und auf Geschichten hinter Geschichten, die faszinieren.
In jeder Kultur unserer Erde gibt es Geschichten über Menschen, die Weisheit aus übernatürlichen oder außerweltlichen Quellen erhalten. Die Folge geht den Ursprüngen dieser Erzählungen auf den Grund.
Archive großer Museen bergen zahlreiche mysteriöse Objekte. Im Britischen Museum in London liegt ein kurios deformierter Gipskopf, in dem sich ein echter menschlicher Schädel befindet. Um wessen Überreste handelt es sich dabei? Eine eigenartige Maschine, die sich im US-Bundesstaat Maine befindet, soll Einfluss auf das Wetter nehmen können. Doch funktioniert die Metallkonstruktion wirklich? Und handelt es sich bei einer Tontafel im Britischen Museum tatsächlich um eine alte Weltkarte?
Gartenfreunde aufgepasst! Neben der Vorstellung verschiedener Pflanzenarten und besonders schöner Anlagen erhalten Zuschauer hilfreiche Tipps, um den eigenen grünen Daumen zu trainieren.
Kappadokien ist bekannt für seine einzigartigen "Feenkamine", ausgehöhlte Felsnadeln, die zum Teil noch bewohnt werden. Wichtige Teile der Region sind zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden. Über Tälern mit besonders vielen "Feenkaminen" steigen jeden Tag in aller Frühe Heißluftballons mit Touristen auf. Die Felsen, die Ballons, der Sonnenaufgang - alles hier ist wie gemacht für Instagram und Co.
Der Fotograf Mustafa Köse macht die passenden Bilder dazu, drückt im richtigen Moment im sorgfältig arrangierten Setting auf den Auslöser seiner Kamera. "Die Touristen wollen genau solche Aufnahmen, für Social Media", erklärt er. Tausende solcher Motive hat der Fotograf schon geschossen. "Der Kulturtourismus ist tot. Was die Leute jetzt von uns wollen, ist Show." Der Fotograf hadert damit, obwohl er von den Wünschen der Touristen gut leben kann.
Zehra Demircan hat vor einem Jahr das Hotel ihres Vaters übernommen. Die Feenkamine der Familie hat ihr Vater so originalgetreu wie möglich belassen, damit sie einen Eindruck vom ursprünglichen Leben in Kappadokien ermöglichen. Das findet Zehra grundsätzlich gut und modernisiert nur sehr behutsam. An ihren Besuchern zweifelt sie manchmal. "Wir hatten eine Reisegruppe hier, die haben eine Woche lang nichts besichtigt", erzählt sie. "Den ganzen Tag nur Selfies."
Der Aktivist Mükremin Tokmak kämpft seit Jahren dagegen, dass die einzigartige Landschaft seiner Heimat zerstört wird. Eine Schnellstraße für noch mehr Tourismus, mitten durch ein Tal mit Feenkaminen, ist für ihn ein absoluter Sündenfall. Er dokumentiert die Auswirkungen der Bauarbeiten ebenso wie alte Kirchen, die durch die Straße zerstört werden - immer in der Hoffnung, dass sich der Trend noch aufhalten lässt
Nur wenig ist den Österreichern so heilig, wie ihre vierbeinigen Begleiter. Um Hunde, Katzen und Co. bei Laune sowie gesund zu halten, investieren sie viel Geld. Kein Wunder also, dass um die Bedürfnisse der kleinen und großen behaarten Freunde ein riesiger Markt entstanden ist. Ganze Messen beschäftigen sich nur mit ihrem Wohl. Dabei werden aber auch allerlei skurrile Produkte angeboten. "ATV Die Reportage" wirft einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts.
Im Archiv einer römischen Ordensgemeinschaft lagert ein hölzernes Artefakt. In die Oberfläche der Tafel sind mysteriöse Zeichen eingeritzt, die auf eine verlorene Zivilisation hindeuten könnten. Ein eigenartiger Metallkäfig, der mit Stellschrauben und rotierenden Elementen versehen ist, erinnert an ein mittelalterliches Folterinstrument. Konnte dieses Gerät tatsächlich die weibliche Schönheit messen??Und stammte eine alte Scheibe, die an einen 3D-Druck erinnert, wirklich aus dem alten Ägypten?
Im Laufe seiner geologischen Geschichte haben sich die Umrisse des Mittelmeers dramatisch verändert. Bei Gibraltar war Afrika einst mit dem europäischen Kontinent verbunden und blockierte damit den Zufluss aus dem Atlantik. Das Mittelmeer trocknete komplett aus und schuf so an verschiedenen Stellen Landbrücken, über die Tiere zwischen den Kontinenten wanderten.
So lebten einst Flusspferde und Elefanten auf der Insel Malta. Und bis hinauf in Gebiete, die heute zu Deutschland gehören, gab es Affen und Löwen! Als die Landbrücke bei Gibraltar schließlich wieder brach, füllte sich das Mittelmeerbecken. Das Leben unter Wasser erwachte erneut und schuf eine Unterwasserwelt von ungeahnter Vielfalt.
Die Migrationswege der Mittelmeerbewohner sind seit jeher vielfältig: Schwimmend, fliegend oder laufend kamen sie von einem zum anderen Kontinent. So gibt es noch heute Berberaffen auf dem europäischen Kontinent und Chamäleons, die einst aus Afrika kamen, leben an der spanischen Mittelmeerküste.
Die Straße von Gibraltar spielt die entscheidende Rolle bei der Neubesiedlung des Mittelmeerbeckens und macht es daher auch unter Wasser zum Anziehungspunkt verschiedenster Tiere. Große Thunfischschwärme dringen jedes Jahr aus dem Atlantik in die wärmeren Gewässer des Mittelmeeres vor, um sich zu paaren. Und der größte Knochenfisch der Erde, der Mondfisch, findet vor Elbas Küsten ideale Bedingungen, um in dieser außergewöhnlichen Heimat zu überleben.
Neben den natürlichen, nur von geologischen Prozessen beeinflussten Migrationswegen zeigt der Film die Bedrohung durch künstlich geschaffene Wege. Der Suezkanal stellt eine Verbindung zum tropischen Roten Meer her. Über diesen Weg finden Tiere ins Mittelmeer, die dort ernsthafte Probleme verursachen. Mit dem gefräßigen Rotfeuerfisch können es die Mittelmeerfische nicht aufnehmen!
Der Film schildert, wie es Tiere aus drei Kontinenten und Meeren geschafft haben, sich das Mittelmeer und seine Küsten über Millionen von Jahren zur Heimat zu machen.
In Neapel gehören Straßenhunde zum Stadtbild. Sie werden nicht mehr verfolgt. Dennoch führt Mischlingsrüde Bartolo, Mitglied der Straßenbande "Napoli Dogs", ein abenteuerreiches Leben.
Die Stadtverwaltung hat die Strategie geändert und ein Sterilisationsprogramm eingeführt, um den Hundebestand konstant zu halten. Damit sind brutale Revierkämpfe und Raufereien um läufige Hündinnen weitgehend zurückgegangen.
Für viele Haustier-Besitzer ist ihr vierbeiniger Freund mehr als ein bloßer Zeitgenosse. Er ist treuer Begleiter und vollwertiges Familienmitglied. Umso schlimmer ist es, wenn das Tier stirbt. Zwischen all der Trauer kommt nun auch die Frage auf, wie eine angemessene und würdevolle Bestattung aussehen kann. "ATV Die Reportage" begleitet Menschen, die ihr geliebtes Haustier verloren haben, und wirft einen Blick hinter die Kulissen eines wachsenden Geschäfts.
Gutscheinprofi Zadia aus Maryland hat all ihre Freunde in die hohe Kunst des Gutscheinsammelns eingeweiht. Als sie eine neue Methode der Schnäppchenvorbereitung anwendet, sind alle entsetzt. Sie glauben nicht, dass Zadia damit Erfolg hat. Also gehen sie mit, als die nächste große Shoppingtour ansteht. Die beiden Texaner Briana und Jose möchten ihre Verlobung mit einem Ring besiegeln. Als Gutscheinfreak ist es für Briana Ehrensache, dass sie sich für den Ring nicht in Schulden stürzt. Sie plant daher eine Schnäppchentour, bei der sie 500 Dollar einsparen kann. Jose allerdings hat auch eine Idee. Wer kann sich durchsetzen?
Sie waren Väter, Brüder, Söhne - und zogen als Soldaten der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg. "ZDF-History" erzählt, wie normale Männer den Alltag zwischen Leben und Tod erlebten. Die Kriegserfahrung prägte das Leben von Millionen deutscher Männer. Manche erzählten davon, viele schwiegen. Diese "Erlebnisgeneration" ist nicht mehr unter uns - doch bieten Tagebücher und Briefe Einsichten in ihren Kriegsalltag, in ihr Denken und Fühlen. Die offenen Bekenntnisse und Schilderungen dreier Männer, unmittelbar aufgeschrieben in Briefen und Tagebüchern, bieten unverstellte Einblicke in ihre Kriegserlebnisse der Jahre 1939 bis 1945. Siegfried Bethke, schon vor dem Krieg Berufssoldat und Jagdflieger in der Luftwaffe, will sich bewähren, bemerkt aber bald, dass die Angst sein ständiger Begleiter wird - zum Helden ist er nicht geboren, und er schämt sich dafür. Felix Elger ist als Besatzungssoldat fasziniert von Frankreich, um dann an der Ostfront alle Schrecken des Winterkrieges kennenzulernen - fast jeden Tag schreibt er an seine Frau und lässt sie in seine Seele blicken. 1942 fällt er - kurz nachdem seine Tochter geboren wurde, die er nie kennenlernen konnte. Als 18-Jähriger muss der Abiturient Walter Matte an der Ostfront kämpfen. 1944 gerät er in sowjetische Gefangenschaft und kann heimlich ein winziges Tagebuch weiterführen, bis er im Herbst 1945 schwer krank entlassen wird und zu seiner Mutter ins Rheinland zurückkehrt. Was diese Männer in ihren schriftlichen Bekenntnissen zum Ausdruck bringen, ist nicht geprägt vom Wissen der Nachkriegszeit, sondern unmittelbar und unverarbeitet. 18 Millionen Männer dienten in der Wehrmacht, fast jeder Dritte kam ums Leben. Jeder erlebte "seinen eigenen" Krieg - das typische oder repräsentative Kriegserlebnis kann es deshalb kaum geben. Doch es gibt Denkmuster, die viele Männer dieser Generation teilten. Renommierte Historiker wie Felix Römer und Sönke Neitzel erforschen die Mentalität der Kriegsgeneration und analysieren, wie deutsche Männer den "Alltag in der Hölle" bewältigten.
Dieses Mal warten 400 Quadratmeter wilde Wiese auf zwei Ebenen auf die Beet-Brüder. Noch wirkt der Garten im Schatten des Kirchturms ungepflegt und ungenutzt. Dadurch lassen die drei sich natürlich nicht entmutigen, denn so groß die Herausforderung auch diesmal ist, so spannend ist das Projekt. Die Gastgeberin Melanie träumt von einem Steingarten und einem Spielbereich für ihre Tochter. Mit diesen Wünschen gehen die Beet-Brüder ab ins Beet.
Wem gehört die Welt? - Eine Geschichte des Reichtums
Vom Acker zum Imperium
D 2021
45'
Mit der Sesshaftwerdung des Menschen beginnt die Geschichte des Eigentums. Dirk Steffens blickt zurück in die Zeit, in der die Geschichte von Arm und Reich ihren Anfang nahm. Besitz und Reichtum gehen einher mit Ungleichheit und Gewalt, denn mit dem ersten Zaun gab es den ersten Streit. Zugleich ist Eigentum die Basis früher Zivilisationen und Imperien - wie dem Römischen Reich. Viele der Errungenschaften von damals gelten bis heute. Römisches Recht, das den Unterschied zwischen Gemein- und Privatbesitz regelt, oder Geld als Zahlungsmittel bestimmen unser Leben. Auch die Frage, ob Geld glücklich macht, stellte sich schon Krösus, der reiche Herrscher Lydiens. Eine Studie besagt: Das Glück der Deutschen jedenfalls steigt nur bis zu einem Jahresgehalt von circa 70.000 Euro - darüber hinaus nimmt es nicht mehr zu. Heute gilt es als erstrebenswert, möglichst viel Eigentum anzuhäufen. Besaß der Durchschnittsdeutsche vor 100 Jahren nur rund 180 Gegenstände, sind es heute 10.000. Ohne die Kauflust des modernen Menschen wäre Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, nicht einer der reichsten Männer der Welt. Für ein Leben als Jäger und Sammler sind viele Besitztümer eher hinderlich. Mit der neolithischen Revolution änderte sich das. Der Mensch wurde sesshaft, Äcker, Häuser, Vieh und Vorräte wurden Eigentum, das für die Existenz von Bedeutung war. Ob das ein Fortschritt war, sei dahingestellt. Immerhin musste sich ein Jäger und Sammler nur zwei bis drei Stunden am Tag mit der Nahrungssuche beschäftigen, also rund 20 Stunden die Woche. Davon können wir in unseren Industriegesellschaften nur träumen. Auf den fruchtbaren Böden entstanden frühe Hochkulturen, die Wegbereiter für Bildung und Wissenschaft wurden. Die ersten Zahlungsmittel entstanden, seien es Muscheln oder Stockfisch. Seit Krösus, der die ersten genormten Münzen prägen ließ, regiert Geld die Welt. Was Geld letztlich wert ist, beruht auf einer Übereinkunft der Menschen. Weil es aber selten leicht zu verarbeiten ist, nutzen Menschen seit 7000 Jahren Gold als Zahlungsmittel. Bis in die 70er-Jahre waren Leitwährungen wie der US-Dollar durch Silber und Gold gedeckt. Abgeschafft wurde die Goldbindung, weil der Geldbedarf größer ist als die Goldreserven: Die gesamten globalen Vorräte an Gold füllen gerade einmal drei olympische Schwimmbecken. Heute bestimmen Zentralbanken, wie viel Geld im Umlauf ist. Und seit es zunehmend virtuell im Umlauf ist, ist Geld immer abstrakter geworden. Kein Wunder, dass viele Deutsche bis heute 13 Milliarden der guten alten D-Mark horten: Geld ist eine Vertrauensfrage. Mit dem Eigentum entwickelten sich auch Rechtsprechung und Mathematik, denn Besitz musste verteilt und Steuern sollten berechnet werden. Vom Kodex des babylonischen Herrschers Hammurabi bis zum römischen Recht wurden Straftaten und Eigentumsdelikte streng geahndet - früher mit schweren körperlichen Strafen, später mit teils empfindlichen Geldbußen. Man könnte auch sagen: ohne Eigentum keine Schrift. Die ältesten Schriftstücke der Menschheit enthalten keine Literatur, sondern dienen der Buchführung, wie eine über 4000 Jahre alte Tontafel aus der sumerischen Stadt Lagasch beweist. Bis heute gilt: Wissen ist Macht. Die Alphabetisierung ist ein wichtiger Indikator für die Entwicklung eines Landes. Immerhin ist in den vergangenen 200 Jahren der weltweite Anteil an Menschen, die lesen und schreiben können, von zwölf auf fast 90 Prozent gestiegen. Ein früher Global Player ist das Imperium Romanum, eines der bekanntesten und größten Weltreiche der Antike. Schon im 1. Jahrhundert blühte der Welthandel mit Verbindungen bis nach China. Mit einem geschätzten Vermögen von 3,7 Billionen Euro gilt Kaiser Augustus bis heute als einer der reichsten Menschen der Geschichte. Zugleich gilt das alte Rom als eine der Wiegen der Zivilisation, in der Eigentumsfragen per Gesetz geregelt werden. Allerdings wurden im alten Rom auch Menschen zu Besitz. Sklaven waren Arbeitskräfte und Statussymbol. Obwohl Sklaverei weltweit verboten ist, gibt es eine moderne Form von Arbeitssklaven bis heute. Das können Fließbandarbeiter in den Fabriken der Handyzulieferer sein oder osteuropäische "Billiglöhner" auf der Baustelle nebenan. Aktuelle Schätzungen gehen von bis zu 40 Millionen "moderner Sklaven" aus. Schnell stellt sich heraus: Wer reich ist, stellt es gern zur Schau. Auch die ägyptischen Pyramiden waren vor allem eines: Statussymbole. Neid und Gewalt müssen schon früh Einzug in die Gesellschaften gehalten haben, wie die Geschichte von Kain und Abel beweist. Fruchtbares Land wird zum kostbaren Gut, immer häufiger kommt es zu blutigen Kriegen. Davon ze
Danny Wolf ist angeklagt, Sonja Klein eine Ecstasy-Tablette in ihr Getränk gemischt und dann versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Platzte ihre Mutter wirklich in letzter Sekunde ins Zimmer und rettete ihre Tochter so vor einem Gewaltverbrechen? Oder versucht Sonja nur den Schein der braven Tochter zu wahren?
Das hat Stil: Bevor Coupon-Diva Jamie aus Maryland auf Schnäppchentour geht, wirft sie sich in Schale. Ohne Schminke und High Heels geht bei ihr gar nichts. Ihr großer Auftritt kommt dann im Supermarkt, wenn sie Berge von Gutscheinen aus der Handtasche zieht. Ihr Gewinn: satte 1900 Dollar. Schnäppchenjägerin Tiffany geht die Sache eher kreativ an und peppt die Kinderzimmer mit lustigen Dosendekos auf.
Von seinem Geburtsort Schapen im Emsland aus führte der Lebensweg von Heiner Wilmer über ganz verschiedene Stationen wie Freiburg, Meppen und Bonn, Rom, Toronto und New York, Vechta und Hildesheim bis hin nach Münster. Wie tickt er? Was ist ihm besonders wichtig? Wie gestaltet er seine Freizeit? Und was will er als neuer Bischof bewirken? Diese und andere Fragen wollen wir im Portrait über ihn erläutern.
Walter Lehnertz zeigt sich in seiner Dokusoap humorvoll, mit Abenteuerlust und gibt persönliche Einblicke. In "Waldis Welt" ist er Händler, Künstler und Improvisator.
Eigentlich soll Waldi nur einen kleinen Knopf fürs Knopfmuseum bemalen. Doch aus der Mini-Aufgabe wird schnell ein Riesenprojekt: Neben dem kleinen Kunstwerk erschafft Waldi kurzerhand noch einen Knopf mit zwei Metern Durchmesser - natürlich als Überraschung.
Das Café verwandelt sich in ein improvisiertes Atelier. Mit Farbe, Föhn und jeder Menge Experimentierfreude arbeitet Waldi am perfekten Look. Für den letzten Schliff lässt er sich sogar wie ein Pendel an einen Kran hängen und schwingt über das Bild. Bei der Übergabe im Knopfmuseum begeistert zunächst der kleine "Mini-Waldini". Doch auch der große Überraschungsknopf sorgt für staunende Gesichter.
Außerdem wird in einer Galerie der 80. Geburtstag von Udo Lindenberg vorbereitet. Waldi stellt dort seine Kunst aus - und erlebt ein besonderes Highlight: Udo bemalt persönlich Waldis riesiges Sparschwein "Ferkelchen", mit dem Spenden für den guten Zweck gesammelt werden.
Ein Ausblick auf die nächste Folge: Waldi und sein Sparschwein auf Papstbesuch in Rom.
Historische Stätten und malerische Natur: Kroatien bietet auf kleinem Raum eine beeindruckende landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Nicht umsonst erlebt das Land einen Tourismusboom.
Während der Reise entlang der Adriaküste erfährt man mehr über die Geschichte Kroatiens und trifft auf spannende Charaktere: vom Angestellten einer Meerwassersaline über eine Weinbäuerin von der Insel Hvar bis hin zu Lehrern der Steinmetzschule in Pucišca.
Erste Station ist Dubrovnik, die "Perle der Adria". Als Kulisse für Film- und TV-Produktionen ist die Stadt groß im Geschäft. Das hat Folgen: Vor allem in den Sommermonaten ist Dubrovnik völlig überlaufen. Aber abseits der Touristenpfade laden kleine Seitengassen zum Verschnaufen ein.
Danach geht es weiter nach Mali Ston. Die Salzproduktion hat dort eine lange Tradition. Doch auch eine andere Spezialität findet in der Bucht optimale Bedingungen: Austern aus Mali Ston gelten als Delikatesse.
Auf Hvar fühlt sich der Jetset wie zu Hause. Die Insel ist eine der sonnenverwöhntesten in Europa und punktet mit historischen Baudenkmälern und mediterraner Gelassenheit.
37 Millionen Deutsche lieben ihren Garten - und machen ihn zum ultimativen Hobby-Hotspot. Doch hinter der grünen Oase steckt mehr als nur Genuss: Einen Garten anzulegen und in ein Paradies für die ganze Familie zu verwandeln, erfordert echte Leidenschaft, Kreativität und jede Menge Arbeit. Katrin, Marco und Dieter haben große Pläne für ihre Gärten. Spiegel TV begleitet sie dabei.
Die Auswahl an Heckenscheren, Kettensägen und Rasenmähern im Baumarkt ist enorm. Groß oder klein, elektrisch oder manuell - wie gelingt es Gärtnern und Heimwerkern bei all den verschiedenen Modellen den Überblick zu behalten? Die Reportage setzt verschiedene Gartengeräte auf den Prüfstand und zeigt, worauf es in Sachen Handhabung, Belastbarkeit und Sicherheit ankommt.
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
Mit dem Zug ins Herz einer der spannendsten Städte Europas: SWR Moderatorin Annette Krause entdeckt Basel - vom Badischen Bahnhof bis zum Hafen. Eine Stadt voller aufregender Gegensätze: Tradition trifft auf Innovation. Die heimelige Altstadt mit Bauten aus dem 15. Jahrhundert - direkt daneben modernste Architektur mit Weltruf. In Basel begegnen sich Kulturen, Länder und Geschichte.
Mit einem feierlichen Gottesdienst empfängt das Bistum Münster seinen neuen Bischof, Dr. Heiner Wilmer SCJ. Bereits im März wurde seine Ernennung bekannt gegeben, ein Jahr nachdem noch Papst Franziskus den altersbedingten Rücktritt von Bischof Dr. Felix Genn angenommen hatte, der fast 16 Jahre lang das Bistum geleitet hat.
Dr. Heiner Wilmer (65) stammt aus Schapen im Emsland. Der Ordensmann war zunächst im Schuldienst tätig, von 2015 bis 2018 Generaloberer seines Ordens, der Herz-Jesu-Priester, in Rom. Im September 2018 wurde Wilmer zum Bischof von Hildesheim geweiht. Kurz nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. am 26. März zum 76. Nachfolger des Heiligen Liudger, des ersten Bischofs von Münster. Die Stadt geht auf die Klostergründung ("Monasterium") des Friesenmissionars im Jahr 793 zurück.
Zu der Amtseinführung werden zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland erwartet. Dem Gottesdienst vorstehen und die Predigt halten wird Bischof Wilmer. Konzelebranten werden unter anderem sein: der Metropolit der Rheinischen Kirchenprovinz, der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, sowie der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Hubertus Matheus Maria van Megen.
Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet durch die Chöre der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer und Domkantorin Verena Schürmann. Domorganist Thomas Schmitz spielt die Orgel, begleitet vom Orchester STRINGent & Freunde.
Mit knapp 3.000 Kilometern Länge ist die Donau der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa und führt vom Schwarzwald bis ans Schwarze Meer. Als Urlaubs- und Ausflugsregion wenig überlaufen ist der deutsche Abschnitt - von der Quelle bis nach Regensburg. Hier entwickelt sich die junge Donau vom kleinen Quellbach bis hin zum großen Strom. "Wunderschön"-Reporter Ramon Babazadeh begibt sich auf eine erlebnisreiche Entdeckertour. Ramons Reise startet beim "Ursprung" der Donau in Donaueschingen. Etwas weiter überrascht ihn die sogenannten "Schwarze Donau", ein besonderes Naturphänomen, bei dem das Wasser versickert und unterirdisch weiterfließt.
Im Naturpark Obere Donau erlebt Ramon die junge Donau im "Schwäbischen Grand Canyon". Im Fürstlichen Park Inzigkofen macht er eine Zeitreise in die Welt der Adeligen, die damals in einem extra angelegten Landschaftsgarten flanierten und gepflegte Picknicks veranstalteten. Auch für die Besucher heute ist diese romantische Gartenarchitektur ein Highlight. Um die Natur von einer ganz anderen Seite und hautnah zu erleben, campiert Ramon eine Nacht mitten im Wald - ganz allein. Was sich wie wildes Zelten anhört, ist tatsächlich ein Angebot des Naturparks Obere Donau.
In Ulm erfährt er, wie schwer es ist, eine traditionelle "Ulmer Schachtel" zu steuern, und auf dem Donauradweg trifft er einen Rad-Weltreisenden, für den gerade die deutsche Donau ein ganz besonderes Reiseziel ist. Landschaftlicher Höhepunkt der Reise ist der spektakuläre Donaudurchbruch bei Kelheim, hier schlängelt sich der Fluss durch eine enge Passage mit steil aufragenden Felsen.
St. Pölten ist eine junge Stadt mit einem faszinierenden Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. 1986 - also vor genau 40 Jahren - zur Landeshauptstadt erhoben, trägt sie schon seit 500 Jahren ihr eigenes Stadtwappen, Besiedelungsspuren reichen gar über 7.000 Jahre zurück. Das Attribut "jung" ist jener Energie geschuldet, mit der die Einheimischen den Raum und das Potential nutzen, sich neugierig der Welt zu öffnen und gestalterisch austoben. Zu dieser Gruppe Menschen zählen der Koch Werner Punz, der Neo-Bauer Michael Kietreiber, die Studentin Alina Harant und die Klang-Künstlerin Elisabeth Schimana.
Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Truppen an der Küste der Normandie. Der D-Day war der Auftakt für blutige Schlachten. Die Kämpfe in der Normandie hielten die Welt wochenlang in Atem. Die Wehrmacht wehrte sich verbissen gegen die Angriffe der Amerikaner, Briten und Kanadier. Doch die Materialüberlegenheit der Alliierten wurde immer erdrückender. Die Deutschen verteidigten die "Festung Europa", um ihre Vorherrschaft über den Kontinent zu sichern. Hitlers Herrschaft bedeutete Unterdrückung, Terror, Ausbeutung und Völkermord, doch mit dem D-Day sollte ein neues Kapitel anbrechen: In den Schlachten des Sommers 1944 entschied sich das Schicksal Europas. Den Preis der Freiheit bezahlten in jenen Wochen nicht nur Soldaten mit ihrem Leben, sondern auch unzählige französische Zivilisten. Die Städte der Normandie sanken bei der Befreiung in Trümmer - auch durch Bombardements der Alliierten. Der Film schildert die ersten drei Monate - bis zur Befreiung von Paris - im Kampf um Europas Zukunft. Koloriertes Archivmaterial vermittelt eindringlich, wie der Zweite Weltkrieg an der Front im Westen 1944 in eine entscheidende Phase trat und welche Opfer er forderte.
Das menschliche Gehirn lässt die wundersamsten Ideen sprießen. Manchmal werden daraus Erfindungen, die seltsamer nicht sein könnten: Gasmasken für Säuglinge, robotergestützte Schneckenverzehrsysteme, versteckte Kontaktlinsenkameras oder Sicherheitssysteme für Särge.
Es heißt zwar immer, dass sich Hund und Herrchen ähneln und nachahmen, doch nicht immer ist der Fehler beim Menschen zu finden. Manchmal muss auch der vierbeinige Freund zum Seelendoktor. Und so finden sich immer mehr Hunde, Katzen und andere Tiere bei Psychologen, die sich auf die kleinen und großen Probleme unsere haarigen Gesellen spezialisiert haben.
Wem gehört die Welt? - Eine Geschichte des Reichtums
Von Fürsten und Kaufleuten
D 2021
45'
Dirk Steffens forscht nach den Ursachen, die den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Europas seit dem Mittelalter möglich machten. Woran lag das? Das Geheimnis der europäischen Erfolgsgeschichte ist die Konkurrenz. Dank ambitionierter Herrscher über vergleichsweise kleine Länder entwickelt sich in Europa eine Dynamik, die in kühne Expeditionen und technische Revolutionen mündet. Treibende Kraft ist zunächst der Adel. Könige bezahlen Gefolgschaft und Kriegsdienst von Adligen mit der Vergabe von Land, zu dem im Mittelalter auch Dörfer, Siedlungen und die Menschen gehören, die darin leben. Daraus entstehen schon damals gewaltige Vermögen. So weist die älteste Steuerliste der Welt, das englische "Domesday Book", den bretonischen Adligen Alain den Roten als stolzen Besitzer von 11.000 Pfund aus - nach heutigem Wert etwa 103 Milliarden Euro. Am unteren Ende der Gesellschaftsleiter stehen damals die Bauern. Sie müssen zwischen 30 und 40 Prozent ihrer Erträge an die Grundbesitzer abführen. Darüber hinaus muss der Bauer auch Frondienste leisten, also an einer Reihe von Tagen im Jahr unentgeltlich auf den Adelsgütern arbeiten. In fast jedem Dorf gibt es aber auch die "Allmende", Grund und Boden, auf dem die Bauern gemeinschaftlich Erträge erwirtschaften und behalten können. Wirtschaftswissenschaftler haben den Begriff von der "Tragik der Allmende" geprägt. Denn Gemeinschaftseigentum, wie heutzutage etwa die Hochsee, leidet darunter, dass es immer Menschen gibt, die versuchen, den größten Eigennutzen daraus zu ziehen - zum Nachteil der Allgemeinheit. Die mittelalterliche Ständeordnung gründet letztlich auf dem Zufall der Geburt. Wer sich heutzutage darüber empört, kommt aber ins Grübeln, wenn die Frage nach der gerechten Besteuerung eines Erbes gestellt wird. Denn auch das Erbe fällt einer Person zufällig zu. Noch immer wird in Deutschland Arbeit höher besteuert als ein Erbe. Ist das gerecht? Verhaltensexperimente demonstrieren eindrucksvoll einen psychologischen Mechanismus, der bei Erben greift: Sie halten das Erbe nach kurzer Zeit für "verdient". Mit dem zunehmenden Warenverkehr und der Ausweitung der Geldwirtschaft im späten Mittelalter werden Kaufleute zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Manche der oft neidisch als "Pfeffersäcke" bezeichneten Vertreter ihrer Zunft können es an Reichtum schon bald mit Adelsdynastien aufnehmen, wie etwa die Familie Fugger aus Augsburg. Sie versorgen Kollegen auf Kredit mit Baumwolle und Flachs und sichern sich dadurch Anteile an den fertigen Tuchen, die sie mit Gewinn verkaufen. Damit kommt ein entscheidendes Element ins Spiel, das bis heute die Weltwirtschaft beherrscht: das Kapital. Auch der Zahlungsverkehr erfährt unter den Fuggern eine Neuerung: Man kann ihn bereits bargeldlos abwickeln. Ein großer Fortschritt in Zeiten, in denen noch Räuberbanden und Piraten den Kaufleuten auflauern. Dank der Fugger wird das beschauliche Augsburg im ausgehenden Mittelalter zu einem Zentrum des europäischen Wirtschaftslebens: Die Fugger betätigen sich als Bank für Päpste, Kaiser und Könige, besitzen zeitweilig das römische Münzrecht und handeln mit unterschiedlichen Gütern von Kupfer bis Nachrichten über Kontinente hinweg. Ein Spross der Familie, Jacob Fugger, genannt "der Reiche", besitzt am Ende ein Vermögen von umgerechnet 400 Milliarden Euro und nimmt damit einen Spitzenplatz im Ranking der Superreichen aller Zeiten ein. In der Frühen Neuzeit wird Geld zum dominierenden Faktor im Wirtschaftsleben und ist schon damals mit denselben Problemen behaftet wie heute. Als Spanier und Portugiesen beginnen, aus ihren Kolonien in Mittel- und Südamerika Silber in Hülle und Fülle nach Europa zu importieren - bis zu 220 Tonnen im Jahr -, wird der europäische Markt mit billigem Geld überschwemmt. Damals tritt ein gefürchtetes Phänomen zum ersten Mal in großem Ausmaß auf: die Inflation. Sie entsteht dadurch, dass die Gesamtmenge aller Waren im Vergleich zur Geldmenge zu gering ist. Dadurch verliert das Geld an Wert. Das zu vermeiden, ist bis heute eine der wichtigen Aufgaben der Zentralbanken. In Bezug auf die Wirtschaftskraft steht Europa noch bis in die Frühe Neuzeit im Schatten von China. Das liegt an der Größe des Landes, der hohen Bevölkerungszahl, einer hoch entwickelten Kultur und nicht zuletzt an einer leistungsfähigen Bürokratie. China ist lange Zeit ein Innovationsgigant: Schwarzpulver, Papier, Kompass - das alles ist in China schon lange erfunden, bevor es die Europäer kennen. Auch die Landwirtschaft ist im 12. Jahrhundert bereits so produktiv wie die europäische erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Doch seit d
Der Schmugglerweg beginnt im südwestenglischen Somerset, wo die historische Museumseisenbahn durch grüne Hügellandschaften bis zur Küste fährt.
In der viktorianischen Seebadstadt Minehead liegt der Startpunkt des längsten Fernwanderweges Großbritanniens. Von dort aus machen sich jedes Jahr etliche Reisende zu Fuß auf den South West Coast Path.
Auf den ersten Etappen des über 1000 Kilometer langen Wanderweges geht es entlang dramatischer Klippen, durch uralte Wälder und über offene Moorlandschaften. Dort leben und arbeiten Menschen, die mit der Küste Südenglands tief verbunden sind: Park Ranger Tim Parish hat seinen Arbeitsplatz im artenreichen Exmoor - Heimat seltener Rothirsche und wilder Ponyherden, die zu Englands ältester Pferderasse gehören.
Royston Connor, Wirt des jahrhundertealten "Ship Inn", erzählt von Schmugglern und geheimen Tunneln und Hafenmeister Pudds kümmert sich um die kleine Bucht Porlock Weir. Die historische Route führt durch den längsten zusammenhängenden Küstenwald Englands bis zur kleinsten Pfarrkirche des Lands. Vorbei an spektakulären Felsformationen erreicht man weiße Sandstrände, wo Langstreckenschwimmer Nick Thorn seine Surfschule betreibt.
Die farbenfrohe Dünenlandschaft von Braunton Burrows wird als Devons schönster natürlicher Garten bezeichnet. Botanikerin Mary Breeds setzt sich für den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems ein. Dieser Abschnitt endet an der Hartland Heritage Coast - einer Gegend, die gleichermaßen gefährlich, rau und wunderschön ist. Dort lässt sich die Künstlerin Merlyn Chesterman beim Schwimmen im Atlantik zu ihren Holzschnitten inspirieren.
In der Notaufnahme des Presbyterian-Krankenhauses in Dallas, Texas, ist es ruhig, bis der verzweifelte Richard Lyon mit seiner Frau Nancy auftaucht. Die attraktive 37-Jährige hat fürchterliche Schmerzen und Magenkrämpfe, doch kein Medikament zeigt Wirkung. Nach einigen Stunden fällt Nancy ins Koma, ihre Körperfunktionen setzten aus, nach fünf Tagen wird das Beatmungsgerät abgeschaltet. Die Ärzte vermuten, dass Nancy an einem toxischen Schock-Syndrom starb, doch ihr Vater Bill, ein millionenschwerer Geschäftsmann, ist anderer Meinung: Er ist überzeugt, dass Schwiegersohn Richard seine Tochter ermordet hat und erzählt der Ermittlern eine schier unglaubliche Geschichte.
Der Diplom-Biologe Claus, der Garten-Guru Ralf Dammasch und der Handwerker-König Ralle machen sich auf den Weg nach Selb in Oberfranken. Seit einem Jahr wohnen dort die Brüder Ali und Özgür mit ihren Familien in einem gemeinsamen Haus. Der Garten hinterm Haus blieb während der Renovierungsarbeiten unberührt. Jetzt müssen die Beet-Brüder ran. Damit der straffe Zeitplan eingehalten werden kann, rufen Ali und Özgür ihre Kollegen vom Tischfußball.
Traumziel Venedig. Das beliebte Reiseziel in Italien lässt sich von Stuttgart aus unkompliziert mit dem Zug erreichen. SWR Moderatorin Annette Krause erlebt Dolce Vita zwischen Canale Grande, Markusplatz und Rialto-Brücke.
Leichter Nieselregen und Stau ohne Ende: So sieht ein typischer Dienstag in England aus. Autofahren macht unter solchen Bedingungen nur bedingt Spaß - das "Top Gear"-Trio bricht daher in die Ferne auf und startet den perfekten Roadtrip. Von Venedig aus geht es zu den oberitalienischen Seen, die Côte d'Azur entlang bis in die baskische Stadt Pau. Zudem dürfen die Auto-Profis für jedes Teilstück der Reise das ideale Fahrzeug auswählen.
Jana Beller gewann 2011 die TV-Show "Germany's Next Topmodel". Heute ist sie Geschäftsfrau und führt in Bochum zwei Filialen einer der modernsten Backshop-Ketten Europas. Modelmaße und Gebäck - passt das denn zusammen? Und wie! Die Jungunternehmerin gibt Einblicke ins Geschäft mit den süßen und salzigen Snacks. Schockgefrostet werden die Brote und Süßspeisen aus einer zentralen Produktion in die einzelnen Shops geliefert und an hungrige Laufkundschaft verkauft.
April 1945. Während Hitler an den Fronten sein letztes Aufgebot verheizt, versteckt er sich selbst in seinem Bunker. Eine Animation zeigt diesen Ort so realitätsnah wie nie zuvor. Dort, unter der Berliner Reichskanzlei, heiratet er am 30. April seine langjährige Lebensgefährtin Eva Braun, diktiert seinen letzten Willen und zieht sich anschließend in seine Privaträume zurück. Dort begehen er und Eva Braun Selbstmord. Augenzeugen berichten von der Verbrennung der Leichen im Garten der Reichskanzlei. Doch es kommen Zweifel auf, ob Hitler wirklich tot ist. Im Chaos des Kriegsendes fehlen verlässliche Informationen über seinen Tod und seine letzten Tage im "Führerbunker". Direkt nach der deutschen Kapitulation beginnen Geheimdienste und Ermittler zu recherchieren, was sich im Bunker abgespielt und ob Hitler wirklich Selbstmord begangen hat. Es entstehen Ton- und Filmaufnahmen der wichtigsten Augenzeugen aus dem Bunker. 1948 interviewt der amerikanische Richter Michael Musmanno auf eigene Kosten und als Privatperson mehrere Augenzeugen vor der Kamera, darunter Hitlers Sekretärinnen Traudl Junge, Gerda Christian und Else Krüger, den Chauffeur Erich Kempka, der bei der Verbrennung von Hitlers Leiche half, und Arthur Kannenberg, Hitlers persönlichen Kammerdiener. Musmannos Interviews widerlegen viele der Verschwörungstheorien, die nach dem Krieg aufkamen. Hitlers Adjutant Otto Günsche und sein Kammerdiener Heinz Linge sind 1956 nach ihrer Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft die wichtigsten Zeugen, als das Landgericht Berchtesgaden die historischen Ereignisse im Führerbunker genau untersucht. Das Gericht bestätigt offiziell, dass Hitler am 30. April 1945 um 15.30 Uhr starb. Dennoch kursieren Jahrzehnte später immer noch Gerüchte, dass sich alles ganz anders abgespielt hat.
Das menschliche Gehirn lässt die wundersamsten Ideen sprießen. Manchmal werden daraus Erfindungen, die seltsamer nicht sein könnten: Gasmasken für Säuglinge, robotergestützte Schneckenverzehrsysteme, versteckte Kontaktlinsenkameras oder Sicherheitssysteme für Särge.