Wien wäre nicht Wien, wenn es nicht seit Jahrhunderten von Zuwanderern geprägt wäre. "Wiener Melange" wirft einen kulinarischen Blick hinter die Kulissen der unsichtbaren "China-Town" am Naschmarkt und die vielfältigen Aktivitäten der Wiener chinesischen Community rund um das alljährliche Mondfest. Ein Film von Kurt Mayer für das Landesstudio Wien
Weltgewissen in Krisenzeiten oder konservativer Kirchen-CEO?
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Für die einen ist Papst Leo XIV. das dringend benötigte Weltgewissen in Zeiten von Krieg und Krisen, für die anderen der Verwalter eines starren Systems namens katholische Kirche. Ein Jahr nach seiner Wahl zieht dieser Film eine erste Bilanz.
Ob Ukrainekrieg oder Nahost: Leo XIV. bietet Verhandlungen an, mahnt unermüdlich zum Frieden und versucht hinter den Kulissen zu vermitteln. Beim Klimaschutz setzt er den Kurs seines Vorgängers fort, vor Künstlicher Intelligenz warnt er mit Blick auf die Folgen für die Arbeitswelt und soziale Gerechtigkeit. Exorbitanten Reichtum kritisiert er scharf - und legt sich damit mit Superreichen wie Elon Musk an. In den USA gerät er wegen seiner Haltung zu Migration und Flüchtlingen mit der MAGA-Bewegung um Donald Trump aneinander. So entdecken auch Menschen, die mit der Kirche wenig anfangen können, im Papst eine moralische Instanz. Gleichzeitig bleibt der Reformstau sichtbar: Die Weihe von Frauen steht derzeit nicht auf der Agenda von Leo XIV., Segensfeiern für homosexuelle Paare sieht er nicht - aus Sorge vor weiterer Polarisierung. Sind also seine Predigten und Wortmeldungen bloß wohlfeile Sonntagsreden bei gleichzeitiger konservativer Restauration? Oder ein bewusst gebremstes Reformtempo, um außenpolitisch mehr Gewicht zu haben?
Parallel dazu entdecken libertäre und rechtsextreme Kräfte die katholische Kirche neu - gerade in ihrer traditionalistischen Form. Akteure wie JD Vance, Peter Thiel oder Steve Bannon beziehen sich auf sie und schießen zugleich gegen den Papst. Warum wirkt diese Kirche anziehend auf die neue Rechte - und weshalb wird Leo XIV. zur Reizfigur?
Komikerin Carolin Kebekus spricht über ihren Kirchenaustritt und warum sie sich dennoch als gläubig versteht. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der als Papst-Macher gilt, gibt Einblicke in den "Maschinenraum" der Kirche und in die Wahl Leos XIV. Klimaaktivistin Luisa Neubauer bewertet die Rolle der Päpste beim Klimaschutz. Der Bundestagsvizepräsident der Linken und frühere Ministerpräsident von Thüringen Bodo Ramelow, der selbst evangelisch ist, und der katholische CSU-Europapolitiker Manfred Weber berichten von ihren Begegnungen mit Leo XIV. und seinen Vorgängern sowie vom Einfluss von Religion auf die Politik. Kirchenhistoriker Massimo Faggioli, der bis vor kurzem an jener Universität lehrte, an der Leo studierte, analysiert die gespaltene US-Kirche, den Aufstieg radikaler Kräfte und die Rolle der großen Tech-Giganten in diesem Gefüge.
Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen.
Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.
Die alleinerziehende Mutter Nicole fand im Müll einen positiven Schwangerschaftstest ihrer erst 15-jährigen Tochter. Da sie für die Schwangerschaft ihre ehemals beste Freundin Katja verantwortlich machte, die ihre Tochter verkuppelte und dem jungen Pärchen für die erste gemeinsame Nacht ihre Wohnung zur Verfügung stellte, soll Nicole Katja mit einem Eishockeyschläger verprügelt haben.
Schauspielerin Kate Hudson ist in Jimmys und Jamies Restaurant eingeladen, sie bereitet dort eines ihrer Lieblingsgerichte zu, das sie stark an ihre Mutter Goldie Hawn erinnert: ein duftendes indisches "Vindalho". Während Jimmy beweist, dass sich handelsübliche Tontöpfe spielend leicht in einen Pizzaofen verwandeln lassen, mariniert und frittiert Jamie ein köstliches Hähnchen nach Südstaaten-Art.
Joni aus Ohio unterstützt ihre neunköpfige Familie mit Gratiscoupons. Echtes Sammelfieber erfordert ihre neueste Schnäppchenaktion. Mit satten 2250 Gutscheinen ergattert sie Waren im Wert von 3100 Dollar. Sammelexpertin Angelique ist in Washington ebenfalls emsig. In nächtelanger Fleißarbeit bereitet sie einen ihrer Mega-Einkaufstrips vor. Als sie im Supermarkt die Regale leer räumt und ihre Waren scannen lässt, kapituliert jedoch das Kassensystem.
Gary, Max und Amber haben in den Sümpfen des US-Bundesstaates Louisiana einen 2,50 Meter langen Alligator erlegt. Allein der Schwanz des Reptils liefert den Survival-Kandidat:innen rund 15 Kilo Fleisch. Und das Erfolgserlebnis bei der Jagd stärkt die Moral der Truppe. Jeff und Steven freuen sich im Atchafalaya Basin ebenfalls auf eine nahrhafte Mahlzeit. Das ausgehungerte Duo lässt sich in der Wildnis einen Wels schmecken. Und wie schlagen sich "EJ" und Sarah? Die kalten Nächte zehren beim aufreibenden Überlebenskampf am Nervenkostüm der Outdoor-Cracks.
Imhotep: Wesir, Baumeister, Genie. Archäologen suchen nach seiner letzten Ruhestätte. Sie hoffen auf einen Sensationsfund mit reichlichen Grabbeigaben. In der ägyptischen Totenstadt Sakkara, im Süden von Kairo, hofft Archäologe Zahi Hawass, den Fund seines Lebens zu machen. Seit vielen Jahrzehnten durchkämmt er den Grund der Nekropole, auf der Suche nach dem Grab Imhoteps. Das antike Sakkara diente zu pharaonischer Zeit als gigantischer Friedhof. Den Namen erhielt die Totenstätte vermutlich nach Sokar, dem Gott des Totenreichs. Sakkara, das auf dem Gebiet von Ägyptens früherer Hauptstadt Memphis liegt, ist berühmt für seine Sensationsfunde. Auf rund sieben Quadratkilometern suchen Archäologen mit ihren Teams nach Grabkammern und Artefakten, die dort über 3000 Jahre hinweg hinterlassen wurden. Schon vor der Zeit als Totenstadt war Sakkara ein bedeutender Ort: Etwa 2650 vor Christus wurde dort die erste Pyramide gebaut. Ihr Bauherr: Imhotep, Wesir des ersten Königs der 3. Dynastie, Pharao Djoser. Befindet sich die Grabkammer Imhoteps möglicherweise ebenfalls in Sakkara? Bei ihren Grabungen stoßen Hawass und sein Team zunächst auf Sarkophage und Mumien, die über Jahrtausende unberührt geblieben sind. Auch nach so langer Zeit haben sie viel zu erzählen: Mumifizierungstechnik, Form der Bestattung und Grabbeigaben verweisen auf Hintergrund und sozialen Status der Verstorbenen. Mithilfe eines Röntgengerätes kann das Team die Mumien untersuchen, ohne sie zu beschädigen. Experten schätzen, dass bislang nur ein Bruchteil der Schätze gefunden wurde, die in Sakkara im Erdreich verborgen liegen. Findet das Team bei seinen Grabungen endlich einen Hinweis auf den Verbleib von Imhoteps Grab?
E-Mail, Facebook, WhatsApp und Co. - mehr als fünf Milliarden Menschen nutzen digitale Nachrichtendienste. Harald Lesch erklärt die Welt der Kommunikation und fragt nach ihren Grenzen. Die "Terra X"-Doku schlägt einen Bogen von der Entstehung der Sprache bis zur künstlichen Intelligenz, gibt Einblick in Schlüsseltechnologien und liefert verblüffende Antworten auf die brennende Frage, wie moderne Kommunikation das Menschsein beeinflusst hat. Die Folge "Kommunikation" aus der "Terra X"-Reihe "Was die Welt am Laufen hält" erzählt von den Anfängen der Sprache und Schrift, von den Erfindungen der Telegrafie und des Internets bis hin zur künstlichen Intelligenz. Harald Lesch schaut zurück in die Vergangenheit und wagt den Blick in die Zukunft: Was haben die jeweiligen Kommunikationsfortschritte mit dem Menschen gemacht, wo stehen wir heute? Sind wir am Peak Point der digitalen Kommunikation angelangt? Der Ursprung der menschlichen Kommunikation liegt in der Entstehung der Sprache. Nicht nur die Gegenwart lässt sich mit Sprache beschreiben, sondern auch abstrakte Vorstellungen vom Jenseits, von Göttern und Religionen, von Zukunftsvisionen und Wissenschaft. Alles, was das menschliche Gehirn an Ideen zutage bringt, lässt sich durch Sprache in die Welt tragen. Zunächst geschieht das in großer Varianz. Aus der Ursprache werden Zehntausende unterschiedliche Sprachen. Doch seit Beginn der Sesshaftigkeit geht ihre Vielfalt zurück, aus den heute knapp 7000 Sprachen werden Prognosen zufolge in 200 Jahren nur noch etwa 100 übrig sein. Der Flüchtigkeit des gesprochenen Wortes entgegengewirkt hat die Erfindung der Schrift. Am Anfang wird sie ausschließlich in der Verwaltung genutzt, schon bald aber entstehen auch erste Gesetzestexte und große Epen. Um die Bewahrung des Wissens kümmern sich Bibliotheken. Heute sind analoge Schriftträger in virtuellen Speichern, in Clouds, untergebracht. Ob unsere digitalen Daten aber die Jahrhunderte überdauern können, stellen Wissenschaftler weltweit infrage. Eine der großen Herausforderungen in der Geschichte der Kommunikation ist der Transport von Informationen über große Distanzen. Die optische Telegrafie ist der erste Schritt zur Lösung des Problems, aber erst die Einführung der Elektrizität im 19. Jahrhundert bringt den Durchbruch in der schnellen Nachrichtenübermittlung. Schlag auf Schlag folgen die großen Kommunikationserfindungen der Moderne: das Telefon, das Radio und das Fernsehen. Mit dem Internet ist der Mensch in eine Welt der unbegrenzten Information eingetreten. Das hat Vor-, aber auch Nachteile. Wir können alles herausfinden, was wir wollen, gleichzeitig wird es aber immer schwieriger, zu sagen, was richtig ist und was falsch. Die Fortschritte der künstlichen Intelligenz befeuern diese Entwicklung weiter. Sprechen zu können wie ein Mensch, haben Forscher inzwischen auch Maschinen beigebracht. Werden wir in Zukunft immer häufiger mit Chatbots, Robotern und Avataren kommunizieren? Wo zwischen all den heutigen Kommunikationstechniken steht der Mensch? Fragen, die bereits unseren Alltag prägen und in Zukunft an Bedeutung zunehmen werden.
Um das Bermuda-Dreieck ranken sich die wildesten Legenden - von Magnet-Anomalien bis zu verschwundenen Schiffen. Weniger bekannt, aber nicht minder mysteriös sind das Bridgewater- und das Bennington Dreieck. Kann die Wissenschaft erklären, was es mit den Anomalien an diesen Orten auf sich hat?
Mit über 11.000 Mitarbeitern ist das Mercedes-Benz-Werk in Wörth die größte LKW-Fabrik auf der Welt. Jeden Tag laufen hier mehr als 400 voll fahrtüchtige Lastkraftwagen vom Band. Von Wörth am Rhein aus werden sie in die ganze Welt exportiert - teilweise sogar über den werkseigenen Container-Hafen. Die Reportage begleitet die Entstehung einer Zugmaschine Actros - von den ersten Zeichnungen der Designer, den Arbeitsschritten im Motorenwerk in Mannheim bis hin zur End-Montage des LKW in Wörth.
Österreich zieht jährlich massenweise Touristen an, die die Kassen in den einzelnen Regionen des Landes ordentlich klingeln lassen. Auch so mancher Einheimischer wittert dadurch das große Geld und entwickelt zum Teil abenteuerliche Geschäftsideen. "ATV - Die Reportage" hat einige Fallbeispiele gesammelt und geht der Tourismusabzocke auf den Grund.
Bei den Frankfurtern heißt er auch "Bleistift" - nach der zulaufenden Spitze, die in den Himmel ragt und die Ansicht der Skyline prägt. Der Messeturm, 265 Meter hoch, direkt an der Messe gelegen, gilt ein bisschen als das Wahrzeichen der Frankfurter Skyline. Der Messeturm ist das zweithöchste Hochhaus in der EU und vielleicht auch deshalb gelten hier besondere Sicherheitsvorkehrungen. Bis zu 4000 Menschen arbeiten im Messeturm. Viele steigen morgens an der eigenen U-Bahn-Haltestelle aus, fahren mit der Rolltreppe hoch in die neu gestaltete Lobby. Ab hier aber ist dann Schluss. Wer weiter will, ob als Gast oder Mitarbeiter, muss durch die Sicherheitskontrolle. "Safety first!" - das ist Sicherheitschef Alexander Ambrosius besonders wichtig. Für die Mieter, große Anwaltskanzleien, Konsulate, internationale Firmen, ist das Alltag. Sie begegnen sich im hauseigenen Restaurant- oder aber, einmal im Jahr, bei der groß angelegten Evakuierungsübung. Das ist der wichtigste Tag für den Sicherheitschef und die Immobilienverwalterin Kirsten Zorn.
Wollte Jens den Ehemann seiner Geliebten Margret wirklich töten, indem er die Bremsschläuche an dessen Wagen zerschnitt? Allerdings stieg nicht Margrets Mann Rolf, sondern ihre Schwester Karola in das manipulierte Auto und erlitt damit einen schweren Unfall, den sie nur knapp überlebte.
Die heutige Folge nimmt prominente Fälle von Sichtungen unerklärlicher Flugobjekte unter die Lupe. Warum stürzt Kapitän Mantell in den Tod, nachdem er 1948 von einem vermeintlichen UFO verfolgt wird? Und: 1967 stürzt ein riesiges unbekanntes Flugobjekt in die Gewässer rund um Shag Harbour, Kanada. Wissen Experten mittlerweile, worum es sich dabei gehandelt haben könnte?
Im Frühling verwandelt sich Süd-Holland in ein farbenfrohes Blütenmeer, besonders im Keukenhof mit Millionen Tulpen. Andrea Grießmann erkundet essbare Tulpenprodukte, besucht Leiden auf Rembrandts Spuren und Delft mit Vermeers Erbe. In Den Haag folgt sie dem königlichen Leben und erlebt den lebhaften Königstag sowie das Seebad Scheveningen.
Der britische Schauspieler Hugh Bonneville bereitet ein authentisches Thai-Gericht zu. Während Jimmy danach zeigt, dass es gar nicht so schwer ist, einen Räucherofen für den heimischen Garten zu bauen, zaubert Jimmy in der Küche einen raffiniert eingelegten Schweinebraten. Anschließend bereiten die beiden Freunde ein köstliches Festmahl aus Lebensmitteln zu, die bereits allesamt das Haltbarkeitsdatum überschritten haben.
Sasa Schwarzjirg besucht in dieser Ausgabe von Reisezeit die niederösterreichische Stadt Retz. Weinbau hat hier eine lange Tradition. Fremdenführerin Maria Sikora zeigt Sasa ein Kellersystem mit einer Gesamtlänge von ca. 20 km direkt unter dem Stadtkern. Weitere Ausflugsziele sind die bekannte Mühle nahe der Stadt und ein Fahrradmuseum mit über 300 Fahrrädern, darunter wahre Raritäten.
Nationalparkranger Robert Müllner zeigt Sasa die reichhaltige Artenvielfalt im Nationalpark Thayatal.
Im zweiten Teil geht es um die Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils".
Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit jeher als Treffpunkte der vornehmen, europäischen Gesellschaft. Ihre Architektur und ihre historischen Interieurs zeugen von der glanzvollen Ära der Belle Époque.
Der wirtschaftliche Aufschwung, der Ausbau der Verkehrsnetze in der Schweiz und sinkende Transportkosten führten dazu, dass sich um die Jahrhundertwende immer mehr Menschen eine Auszeit in den Bergen gönnten. So wurden die Grandhotels zu bürgerlichen Palästen auf Zeit, in deren Gesellschaftsräumen und Lesesälen sich berühmte Denker und Literaten wie Thomas Mann, Hermann Hesse und Albert Einstein begegnen konnten.
Auf der Suche nach Inspiration in der Abgeschiedenheit nächtigten sie damals auch im "Waldhaus Sils". In 1800 Metern über dem Meeresspiegel thront es strahlend weiß mit seinen Türmen und Zinnen wie eine Festung, umrahmt von den imposanten Dreitausendern Piz Corvatsch und Piz Lagrev im Oberengadin. Bis heute ist das Fünf-Sterne-Hotel ein Ort, an dem die Zeit ihr ganz eigenes Tempo hat - und dabei viel Raum gibt für kulturelles Schaffen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1908 ist das Haus in Familienbesitz. An einem persönlichen Umgang ohne Glamour-Attitüden halten auch die beiden jungen Direktoren Claudio und Patrick Dietrich fest. Gewisse Traditionen überdauerten alle fünf Generationen. So ist das tägliche, gemeinsame Mittagessen der Hoteliers-Familie ein festes Ritual. An den Jugendstillampen oder der ursprünglichen Einrichtung in den Fluren, Zimmern und Sälen rühren die Besitzer nur, wenn etwas repariert werden muss, möglichst originalgetreu. Jeden Morgen wird die "Magneta", eine Uhrenanlage aus der Gründungszeit, aufgezogen, die ein Dutzend Nebenuhren steuert. Auch ein "Welte-Mignon", das erste mechanische Reproduktionsklavier, wird seit vier Jahrzehnten liebevoll von Haustechniker Guido Schmidt gepflegt. Der hohe Anteil wiederkehrender Gäste schätzt den eigenwilligen Charakter der Hoteliers und die Spuren der Geschichte. Das "Waldhaus" war und ist "ein kleines Europa".
Auch das "Grandhotel Giessbach" war bei den Reisenden überaus beliebt. Sie kamen vor allem, um den imposanten Giessbach-Wasserfall zu bestaunen, der direkt am Hotel 400 Meter in die Tiefe stürzt. Das "Grandhotel Giessbach" liegt im Berner Oberland, oberhalb des Brienzer Sees. Schon die Anreise hierher, mit dem Schiff über das gletscherblaue Wasser, ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit. Vom hoteleigenen Schiffsanleger bringt eine Bergbahn die Gäste die letzten 100 Meter hoch ins Hotel. Seit 1879 läuft sie - und ist damit die älteste touristisch betriebene Standseilbahn Europas.
Im Hotel treffen die Reisenden dann meistens auf Slavka Lazic, Chefgouvernante des Grandhotels, seit 25 Jahren im Dienst und überall im Haus unterwegs. Doch dass es die 70 Zimmer und Suiten des historischen Grandhotels überhaupt noch gibt, ist nur einer ganz besonderen Initiative zu verdanken: Als das Grandhotel Ende der 1970er-Jahre durch einen modernen Neubau ersetzt werden sollte, gründete der streitbare Umweltschützer Franz Weber die Stiftung "Giessbach dem Schweizervolk" und sammelte drei Millionen Franken, um das Hotel zu retten. Vera Weber, seine Tochter, erinnert sich lebhaft, wie sich ihre Familie damals in die "Alte Dame" verliebte. Heute kämpft sie an der Spitze der Stiftung gemeinsam mit dem Vorstand um die finanzielle Basis des Hauses. Immer noch spenden besonders engagierte Dauergäste Erbstücke aus der Zeit der Belle Époque - oft wertvolle Antiquitäten aus Familienbesitz. So kann mancher Stammgast im Grandhotel in den eigenen Möbeln wohnen.
Die zweite Folge der "Schweizer Hotelgeschichten" zeigt, wie es den Traditionshäusern gelingt, die Herausforderungen der neuen Zeit zu meistern, ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren. Eine faszinierende Entdeckungsreise in die Belle Époque.
Bei der nahenden Hochzeit ihrer kleinen Schwester in Upstate New York kann Gutschein-Fan Erin beweisen, dass sich Coupons wirklich auszahlen. Mit einem Budget von nur 150 Dollar will sie das Essen für 280 Hochzeitsgäste ausrichten. Mit dieser Summe und einer Menge Gutscheine finanziert sie alles: das Catering, die Gastgeschenke und auch ihr Brautjungfernkleid, für das sie unterm Strich nur noch 19 Dollar berappen muss. Auch Shavon aus North Carolina verwandelt die geerbten Gutscheine ihrer Großmutter in bare Münze und füllt damit die Vorräte ihrer Schwester Mandy auf.
Deutschland Mitte der "Goldenen Zwanziger Jahre": Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land. Nur wenige Stunden zuvor gründet Hitler die verbotene NSDAP neu. Das Jahrzehnt nach dem Ersten Weltkrieg: Zum ersten Mal ist das deutsche Volk sein eigener Souverän. 1925, sechs Jahre nach ihrer Ausrufung, hat die Republik ernste Bewährungsproben überstanden: Hyperinflation, Putschversuche, Wirtschaftskrise. Mit der Neugründung der NSDAP kehrt Hitler nach einer Gefängnisstrafe auf die politische Bühne zurück. Welche verheerende Rolle die damals noch unbekannte Splitterpartei schon in wenigen Jahren spielen wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand...
Bayern ist lebendig und vielfältig. Die Sendung stellt wunderschöne Landschaften, spannende Naturphänomene und beeindruckende Persönlichkeiten des Freistaates in atemberaubenden Bildern vor.
Wie muss eine Landwirtschaft aussehen, in der sich die Tiere wohl fühlen, die Natur geschützt wird und von der die Bäuerinnen und Bauern leben können? Die SWR Dokumentation von Katja Debus und Jürgen Vogt besucht Höfe im Südwesten, auf denen beste bäuerliche Landwirtschaft betrieben wird, die die Landschaft bis heute prägt. Bauernwelten im Südwesten.
Als östlichster Ausläufer der Nordalpen schneidet der Laaer Berg quer durch Favoriten und verbindet das dicht bebaute Stadtgebiet des 10. Wiener Gemeindebezirks auf der einen Seite mit der ruralen Vorstadt und ihren Weinbau- und Landwirtschaftsbetrieben auf der anderen. In diesem Spannungsfeld zwischen Stadt und Land, Alteingesessenen und Zugezogenen können innovative Geister in diesem Stadtgebiet aus dem Vollen schöpfen: Wir begleiten Heurigenwirt Michael Wieselthaler, Kaugummiproduzentin Sandra Falkner, den Koch und Wirt Metin Yurtseven und die Künstler Daniel Sommergruber und Ivi Civeja.
Dieser Mann sieht aus, als sei er erst gestern gestorben - doch seine Leiche lag 2.400 Jahre im Moor. War der Tollund-Mann ein hingerichteter Verbrecher, ein Menschenopfer - oder gar ein Bote ins Jenseits? Die Spuren an seinem Körper werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Außerdem: eine wundersame Diagnosemaschine, die selbst Meerschweinchen Krankheiten andichtete. Und: das schönste Gesicht Ägyptens - so vollkommen, dass viele es für eine Fälschung hielten.
Am Vienna International Airport herrscht rund um die Uhr Hochbetrieb: 18.000 Beschäftigte ermöglichen die Abfertigung von rund 700 Flugzeugen täglich. 230 Betriebe versorgen die Passagiere mit Waren aus aller Welt und ein 14 Kilometer langes Förderband bringt das Gepäck der Reisenden in den passenden Flieger. "ATV - Die Reportage" nimmt die vielschichtige Arbeit am Flughafen Wien-Schwechat unter die Lupe.
Menschen wollen mobil sein. Vom ersten aufrechten Gang unserer Vorfahren bis zur Eroberung des Weltraums beleuchtet dieser Film die rasante Entwicklung unserer Spezies. "Terra X" unternimmt eine Zeitreise durch die Mobilitätsgeschichte. Gezeigt wird, wie sich der Radius des Menschen ständig weiterentwickelt. Technische Meilensteine machen es möglich, die Welt zu entdecken, auf der Suche nach Nahrung oder einer besseren Zukunft. "Terra X"-Moderator Professor Harald Lesch führt durch diesen Film, ist dabei unterwegs mit dem Fahrrad, einer Dampflok und dem dreirädrigen Patentmotorwagen von Carl Benz. Einen Originalnachbau des ersten richtigen Automobils der Welt steuert er dabei selbst. So zeichnet diese Dokumentation die Geschichte des Bewegungsdranges des Menschen nach. Fossile Fußspuren in versteinerten Ascheschichten in Ostafrika belegen, dass bereits vor etwa 3,6 Millionen Jahren frühe Vorfahren des Menschen aufrecht gegangen sein müssen, möglicherweise sogar deutlich früher. Diese Art der Fortbewegung hatte enorme Vorteile, in der Nahrungsbeschaffung beispielsweise. Auf jeden Fall erweiterte sich so bereits der Bewegungsradius. Die Evolution des Menschen ist geprägt von unstillbarem Verlangen, Neues zu entdecken, Lebensbedingungen zu verändern, Berge, Wüsten und Meere zu überwinden. Der Erfindergeist führt zu einem ersten Quantensprung durch die Erfindung des Rades, dann der Domestizierung des Pferdes und dem Einsatz von Fuhrwerken. Viele technische Revolutionen sind mit Mobilität verbunden. Das Fahrrad, die Eisenbahn und das Auto lassen Entfernungen auf dem Landweg schrumpfen. Auf den Weltmeeren sind es Schiffe, die Menschen endlich fremde Kontinente erreichen lassen. Zusammen mit der Entwicklung verbesserter Navigationshilfen beginnt im 15. Jahrhundert von Europa aus die Globalisierung. Und der weltweite Handel findet bis heute vor allem auf den Weltmeeren statt. Rund 90 Prozent aller Warengüter werden auf Seeschiffen transportiert. Mit dem Aufsteigen von Heißluftballons und rund ein Jahrhundert später der Erfindung des Flugzeuges erfüllt sich endlich auch der große Traum des Menschen vom Fliegen. Zunehmend wird allerdings klar, dass bei vielen technischen Entwicklungen Segen und Fluch eng beieinanderliegen. Durch die zunehmende Belastung der Umwelt sind moderne Fortbewegungsmittel umstrittener denn je. Alternativen sind gefragt, und auch diese werden beleuchtet, wie beispielsweise solarbetriebene Flugzeuge. Letztlich stellt sich auch die Frage danach, wie die Mobilität in ferner Zukunft aussehen könnte. Zeitreisen und Beamen werden wohl Wunschdenken bleiben. Im Jahr 1802 wanderte der deutsche Schriftsteller und Dichter Johann Gottfried Seume zu Fuß von Grimma bei Leipzig bis nach Syrakus - getreu dem Motto: "Alles würde besser gehen, wenn man mehr ginge". Immerhin: Bis zu einem Alter von etwa 80 Jahren legt ein Mensch rund 170.000 Kilometer zu Fuß zurück - ohne zu joggen.
James und Julie Keown sind ein echtes Traumpaar. Der erfolgreiche Radiomoderator und die Krankenschwester führen eine glückliche Ehe und wollen eine Familie gründen, als James ein geniales Angebot bekommt: einen Studienplatz in Harvard nebst Stipendium. Obwohl das Paar deshalb von Missouri nach Massachusetts ziehen muss, willigt Julie ein. Doch kurz nach dem Umzug bekommt die junge Frau Nierenprobleme, die sie schon als Kind hatte. Die Beschwerden sind schlimmer denn je, Julie dehydriert und fällt eines Tages ins Koma, aus dem sie nicht mehr erwacht. Als ihre Leiche untersucht wird, ist das Entsetzen groß: Julie ist an einem tödlichen Gift gestorben.
Wo ist Imhoteps Grab? Bis heute fehlt jede Spur von der letzten Ruhestätte des großen Bauherrn. Ägyptologe Zahi Hawass sucht im Wüstensand der Totenstadt Sakkara nach einer Antwort. Seit mehreren Jahrzehnten durchkämmt der Archäologe den Grund der südlich von Kairo gelegenen Nekropole. Immer wieder hat er dort spektakuläre Entdeckungen gemacht. Wird er nun Imhoteps Grabkammer finden? Auf seiner Suche nach dem Grab des Baumeisters der Djoser-Pyramide begeben sich Zahi Hawass und sein Team in die Unterwelt der Nekropole. Tief unter dem Wüstensand finden sie eine Grabkammer. Ein zehn Meter tiefer, senkrechter Schacht führt hinab. Vor 2500 Jahren wurde dort eine Mumie beigesetzt. Der Sarkophag ist aus Kalkstein und tonnenschwer. Der Mumie beigelegt liegt ein langer Stab. Befehligte die dort begrabene Person zu ihren Lebzeiten eine große Anzahl von Arbeitern? Ist also der Stock ein Symbol ihres sozialen Status zu Lebzeiten? Archäologe und Radiologe Basem Gehad durchleuchtet die Mumie. Es ist eine etwa 30-jährige Frau. War die dort aufwendig beerdigte Frau eine Hohepriesterin? Bei den Ausgrabungen auf dem Gelände von Sakkara macht Zahi Hawass' Team eine weitere Entdeckung: eine in einem einfachen Schilfsarg zur letzten Ruhe gebettete Mumie. Das Grab der einfachen Leute. Grabbeigaben, die etwas über ihr Leben verraten könnten, gibt es keine. Die Osteologin Afaf Wahba will mehr über den Verstorbenen erfahren. Anhand der Knochen bestimmt sie Alter, Größe und Geschlecht. Es handelt sich um eine Frau, 1,58 Meter groß und über 50 Jahre alt. Nur wenige Hundert Meter von der Djoser-Pyramide entfernt findet Zahi Hawass' Team ein weiteres Schachtgrab. 15 Meter unter der Erde steht dort ein imposanter, 25 Tonnen schwerer Kalkstein-Sarkophag. Im Inneren des Sarkophags befindet sich eine mit reichem Perlenschmuck beigesetzte Mumie. Anhand der Art ihrer Mumifizierung kann Zahi Hawass ihr Alter bestimmen: mindestens 4200 Jahre. Damit könnte sie die älteste je in Ägypten gefundene Mumie sein. Neben ihr liegt ein langer, mit Blattgold verzierter Stab. Die Hinweise sind eindeutig: Der dort bestattete Mann gehörte zur gesellschaftlichen Elite des Alten Reichs. Auch seinen Namen hinterließ er der Nachwelt. Auf dem Deckel des Steinsarges steht in roten Hieroglyphen "Hekaschebes" geschrieben. Zahi Hawass glaubt: Das Grab des Baumeisters Imhotep muss in der Nähe seines wichtigsten Bauwerks zu finden sein. Zwar wurden schon viele Grabkammern in der Umgebung der Djoser-Pyramide vor langer Zeit geplündert. Doch ein so genialer Architekt wie Imhotep müsste in der Lage gewesen sein, seine Wohnstatt im Totenreich vor den Grabräubern zu verbergen. Noch immer hat der ägyptische Wüstensand den größten Teil seiner archäologischen Schätze nicht preisgegeben. Die Suche nach Imhotep geht weiter.
Die heutige Folge beschäftigt sich mit unheimlichen Begegnungen: Betty und Barney Hill behaupten, von Aliens entführt worden zu sein. Wieviel Wahrheit steckt in ihrer Geschichte? Und: Was sagen Wissenschaftler zu dem merkwürdigen Phänomen des Mothman, einem nordamerikanischen Fabelwesen?
Der New Yorker Börsencrash 1929 stürzt die Welt in Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation. Besonders hart trifft es Deutschland, das sich gerade erst von Krieg und Schulden zu erholen beginnt. Das Deutsche Reich ist jetzt seit zehn Jahren parlamentarische Demokratie. Aber die schwere Wirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" lässt die Zustimmung zur Demokratie rapide sinken. Immer mehr Deutsche wenden sich Nationalsozialisten oder Kommunisten zu. Die Zeit der "Goldenen Zwanziger" gilt als modern, emanzipiert, glamourös. Bis in den USA der "Schwarze Freitag" an der New Yorker Börse die Weltwirtschaft in den Abgrund reißt. In Deutschland suchen Millionen verzweifelt nach Arbeit und Brot. Zugleich muss die Republik noch immer hohe Reparationen an die Sieger des Ersten Weltkriegs zahlen. Viele Deutsche empfinden das als ungerecht, und die NSDAP nutzt das für lautstarke Propaganda.
Die letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society - damals wie heute.
Städte pulsieren, wachsen, verändern sich - und mit ihnen die Hotels. In den traditionsreichen Häusern lässt sich erleben, wie sehr sich die modernen Lebens- und Reisegewohnheiten verändert haben. Zeitgemäße Ansprüche, denen die Grandhotels gerecht werden müssen.
Das Fünfsternehotel "Les Trois Rois" am Rhein in Basel ist eines der ältesten Grandhotels der Schweiz. 1681 wird es zum ersten Mal erwähnt. Schon Kaiser Napoleon aß dort zu Mittag. Theodor Herzl, der geistige Vater Israels, schlief hier, und auch Queen Elizabeth war schon zu Gast. Später mieteten die Rolling Stones eine ganze Etage und sprangen nach durchzechter Nacht von der wohl schönsten Hotelterrasse Basels in den Rhein. Im traditionsreichen "Les Trois Rois" trifft Geschichte auf Moderne, versteckt sich modernste Technik hinter kostbaren Antiquitäten. Wer die Schwellenangst überwindet und einen Tisch im kleinen Sterne-Restaurant des Hauses "Le Cheval Blanc" ergattert, wird von Chefkoch Peter Knogl bekocht - und manchmal auch persönlich begrüßt. Drei Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte hat Knogl schon bekommen. Mehr geht nicht.
Der eigentliche Luxus im "Les Trois Rois" aber ist die persönliche Zuwendung. Und so erscheint es mehr als passend, dass das Haus den wohl letzten Liftboy Europas beschäftigt - obwohl jeder Hotelgast sicher auch allein die goldglänzenden Knöpfe des Aufzugs drücken könnte. Chefconcierge Cristina Bally - die erste weibliche Concierge der Schweiz - ist bewusst, dass ihre Gäste immer selbständiger werden. Umso wichtiger sind die Wertschätzung und Anteilnahme, die sie ihnen entgegenbringt. Sie lässt die Zuschauer teilhaben an einem ausgefallenen Sonderwunsch eines prominenten Gastes.
Ein besonderes Highlight des Hauses ist die Hotelterrasse direkt am Rhein. Dort treffen sich gleichermaßen Einheimische und internationale Gäste zum "Afternoon Tea". Und dort kann man auch einem traditionellen Laster frönen: dem Rauchen von Zigarren. Chef de Bar Thomas Huhn ist ein ausgewiesener Zigarrenkenner und hat jede der 155 verschiedenen Sorten mindestens schon einmal probiert.
Für Rockstars und andere, die es sich leisten können, liegt der wahre Luxus wohl darin, in einer pulsierenden Metropole Ruhe und viel Raum für sich vorzufinden. So werden auch in Zürich im Fünf-Sterne-City-Resort "The Dolder Grand" Träume wahr, noch bevor sie der Gast ausspricht. Nicht zuletzt dank Randy Hitti, dem jungen Leiter des Butler-Teams, der die geheimen Wünsche seiner Suiten-Gäste bereits vor ihrer Anreise erahnt und sie - oft gemeinsam mit Chef-Floristin Cristina Mathis - Wirklichkeit werden lässt.
Oberhalb der Stadt Zürich, mitten im Grünen am Adlisberg, thront das von Sir Norman Foster renovierte Märchenschloss "The Dolder Grand". Nicht nur eine internationale Klientel zieht das durchdesignte Interieur des Hauses an: Manch anspruchsvoller Züricher genießt dort regelmäßig eine Spa-Behandlung oder ein Zwölf-Gänge-Menü in Heiko Nieders Sterneküche "The Restaurant". Absolute Diskretion und Intimität ist jedem gewiss.
Von Anbeginn wollte der Schweizer Bauherr Heinrich Hürlimann, der 1899 das "Dolder Grand Hotel & Curhaus" eröffnete, einen Naherholungsort für die lokale Bevölkerung schaffen, zu dem diese per Seilbahn hinauf ins Grüne fahren konnte. Mit einem Golfplatz, später einem Wellenbad und einer eigenen Kunsteisbahn bewies das Hotel seinen Innovationsgeist.
Traditionshäuser wie "The Dolder Grand" und "Les Trois Rois" haben es geschafft, sich der globalen Konkurrenz zu stellen und ihren Wurzeln treu zu bleiben.
Im vierten und letzten Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" stehen Butler, Köche, Concierges und Floristen im Mittelpunkt, die mit vielen anderen fleißigen Händen dafür sorgen, dass "ihr" Grandhotel am Puls der Zeit und der Aufenthalt für die Reisenden in besonderer Erinnerung bleibt.