Diese "Land der Berge"-Neuproduktion zeigt, wie Dialekt, Volksmusik und Brauchtum die Identität des Innviertels prägen. Durch die historische Nähe zu Bayern ist die enge sprachliche Verwandtschaft bis heute lebendig - was Persönlichkeiten wie Lokalhistoriker Wolfgang Marschall, Dialekt-Bloggerin Astrid Aichinger oder Waldhistoriker Hans Hermandinger humorvoll beleuchten, musikalisch umrahmt von Gruppen wie den Krammerer Sängern oder den Aspacher Tridopplern.
Auf den Spuren großer Mundartdichter bewahren Gerti Felix und Karl Pumberger-Kasper das Erbe Franz Stelzhamers, während Gertraud Schatzdorfer an ihren Vater Hans Schatzdorfer erinnert. Ob beim Rieder Viehmarkt mit Jungbauer Alexander, dem "Kranzltag" mit den Goldhaubenfrauen oder bei altem Handwerk: Tradition wird aktiv gelebt. Am Grenzfluss Inn verbinden schließlich Musik und Stammtischkultur - etwa durch Musiker wie Ernst Kreuzmaier und Josef Kili oder Stadtführer Rudolf Lesky in Schärding - und machen den Innviertler Dialekt zum verbindenden Klang der Heimat.
Im Herzen der weitläufigen Metropole London befindet sich ein besonders markantes Gebäude: Die Battersea Power Station. In seiner Blütezeit versorgte das Kohlekraftwerk ein Fünftel der Haushalte und Unternehmen in der britischen Hauptstadt mit Strom. Doch seit mehr als drei Jahrzehnten steht das Bauwerk leer und verfällt. Nun soll das Gebäude umgestaltet werden.
Bei der täglichen Morgenrunde lässt sich Tierpfleger Norbert Zahmel von seinem Kollegen Daniel Bohnenberger auf den neusten Stand bringen. Er war in den letzten Tagen nicht da und will nun wissen, ob es allen seinen Schützlingen gut geht. Beim anschließenden Frühstück für die Pinguine müssen die Pfleger genau darauf achten, dass jedes Tier mindestens einen Fisch abbekommt. Keine so leichte Angelegenheit, wenn eine Gruppe von 24 Pinguinen gleichzeitig Futter fassen will. Dass die mühevolle Fütterung per Hand von großem Nutzen ist, lässt sich gut bei der Schaufütterung der sieben Seehunde beobachten: Die Tiere mit den großen Kulleraugen haben dadurch inzwischen so viel Vertrauen zu den Pflegern gefasst, dass sie sich für eventuelle Untersuchungen bereits anfassen lassen.
Konditionierung auf Futter - darauf spekuliert auch Reviertierpfleger Thomas Messinger: Ameisenbärin Evita soll ins Raubtierhaus umziehen. Eine Avocado soll sie locken, in den Transportkäfig zu steigen. Doch die launische Ameisenbärin hat erst einmal Besseres zu tun und so muss das neue Quartier im ehemaligen Gehege von Panda Bao Bao noch warten …
Die Marabus Elke und Hensel haben ihren Umzug auf die Anlage der Uganda-Giraffen bereits hinter sich. Reviertierpfleger Ronald Richter, der die afrikanischen Störche jahrelang unter seinen Fittichen hatte, will heute seinem ehemaligen Liebling Elke einen Besuch abstatten. Doch die Marabu-Dame scheint hinsichtlich der Umsiedelung nachtragend zu sein. Trotz leckerem Fisch hält sie Abstand zu ihm und lässt sich lieber von ihrer neuen Betreuerin Claudia Walther füttern. Als dann auch noch René Walther auf der Anlage erscheint, balzen gleich zwei männliche Pfleger um die Gunst von Elke.
Außerdem in dieser Folge:
Die acht Wochen alten Schneeleoparden-Mädchen haben ihren ersten Arzttermin und ein Besuch bei den schläfrigen Ameisenbären Anton und Anna, die sich nur zur Fütterung aus ihrer Baumhöhle heraus trauen.
Die zweiteilige Dokumentation porträtiert zwei Bergbauernfamilien aus Oberösterreich und Osttirol im Wandel der Jahreszeiten. Die erste Folge zeigt den Frühling und Sommer.
Die vorgestellten "Bioniere" sind Bauern aus Leidenschaft. Zwei unterschiedliche Landschaften stehen zudem im Mittelpunkt: der Hausruck, mit seinen grünen Hügeln der größte Bergzug im Alpenvorland, und das malerische Villgratental mit seinen unberührten Bergen.
Josef Schett wächst im schwer zugänglichen Villgratental mit seinen steilen Hängen auf. Der wuchtige Hof steht an einem Hang, der einem Respekt abverlangt. Von Anfang an spürt Josef eine tiefe Heimatverbundenheit. Sie lässt ihn bleiben, während viele andere das Tal verlassen. Er übernimmt 1985 den elterlichen Hof, stellt den Betrieb auf Schafzucht um und gründet eine Vermarktungsfirma für Lammfleisch- und Naturprodukte aus Osttirol.
Altes bewahren, neue Impulse setzen, so könnte man Josef Schett am besten beschreiben. Das Hochhubergut liegt auf 640 Metern Höhe, am höchsten Punkt der Region Aschach an der Steyr in der Region Nationalpark Kalkalpen, umringt von sanften Hügeln und einer weitläufigen Landschaft.
Dieser atemberaubende Rundumblick, diese Weitsicht hat die Familie Postlmayr vor 25 Jahren inspiriert, einen anderen Weg zu gehen als die Bauern der Umgebung. Biolandwirtschaft, Regionalität und Tourismus - eine neue Philosophie wollten sie leben.
Durch ihre nachhaltige Lebensweise sind die Bergbauern-"Bioniere" gleichermaßen Bewahrer und Erhalter von regionalem Kulturgut und Visionäre eines Zukunftswandels. Eine ressourcenschonende Führung ihrer Höfe ist den Biobauern oberste Priorität und eint sie in ihrer Lebensweise. Im Mittelpunkt steht die Vision eines völlig autarken Lebens.
Die zweiteilige Dokumentation ermöglicht spannende und authentische Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten der Bauernfamilien.
Seit der Neuverfilmung von "Arielle, die kleine Meerjungfrau" mit Halle Bailey in der Hauptbesetzung ist klar: Das Bild von schlanken, weißen Nixen mit strahlend blauen Augen ist überholt. Meerjungfrauen und -männer aller Hautfarben, mit Bauch und stolzem Afro gehören zur Gemeinschaft der amerikanischen Afro-Nixen, die mit Rollenklischees aufräumen. Ihre Botschaft: "Im Wasser ist für alle Platz".
"Die Bauretter" wollen einer allein erziehenden Kindergärtnerin helfen, die nicht in ihr Haus einziehen kann, da die nötigen Renovierungsarbeiten ins Stocken geraten sind. Können sie der verzweifelten Frau neue Hoffnung geben?
Fast vier Millionen britische Familien haben Probleme, jeden Monat ihre Miete zu bezahlen. Der Grund dafür ist meist eine Verkettung unglücklicher Umstände. Steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Gehälter und teure Kredite führen in einen Teufelskreis. Trotzdem haben die Eigentümer der Immobilien ein Recht darauf, dass man ihnen pünktlich ihr Geld überweist. Und sollte dies wie in einem Fall im Südlondoner Bezirk Thornton Heath über einen längeren Zeitraum nicht geschehen, droht den säumigen Kandidaten eine Zwangsräumung.
Autohofchef Thomas ist verärgert. Denn im Tankstellenshop fehlen Warenbestände. Offenbar sind dort Langfinger am Werk. Deshalb bekommt Parkeinweiser Axel einen Spezialauftrag. Er soll als Detektiv am Tatort die Augen offen halten. Seine Aufgabe als Security-Mann nimmt Axel sehr ernst. Und das Personal im Restaurant wird von stressresistenten Helfern unterstützt. Roboter, die aussehen wie putzige Kätzchen, bringen den Gästen zukünftig das Essen an den Tisch. Wie werden die Trucker an der A3 zwischen Köln und Frankfurt auf diesen Service reagieren?
Henry Morgan gilt als Bilderbuchpirat: trunksüchtig, gewieft, brutal und vor allem extrem erfolgreich. Seine Kaperfahrten bringen ihm ein Vermögen ein - und die Macht über Jamaika. Mitte des 17. Jahrhunderts überfällt der walisische Pirat spanische Kolonien in der Karibik, darunter auch Panama-Stadt. Immer wieder setzt er sich über geltendes Recht hinweg und schafft es dennoch, die Unterstützung der englischen Krone nicht zu verlieren. Im Gegenteil: Statt ihn für seinen verheerenden Überfall auf Panama, der zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen England und Spanien führt, ins Gefängnis zu stecken, schlägt König Charles II. ihn 1672 zum Ritter und ernennt ihn zum Vizegouverneur von Jamaika. Dort wird er zu einem der reichsten und einflussreichsten Männer, kauft sich drei Zuckerrohrplantagen und mehrt seinen Reichtum als unerbittlicher Sklavenhalter. Morgan baut als Vizegouverneur die Insel sukzessive zu einer stark gesicherten Festung aus, verwaltet sie in seinem Sinne und trägt maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bei. Port Royal, die damalige Inselhauptstadt, entwickelt sich unter Morgans Ägide zu einem der wichtigsten englischen Zentren in der Neuen Welt und zieht Beamte, Geschäftsleute und Freibeuter gleichermaßen an. Als König Charles II. die Kaperfahrer strenger regulieren lässt, muss Henry Morgan sein Geschäftsmodell jedoch überdenken. Statt weiterhin auf Kaperfahrt zu gehen, jagt er - einer der gefürchtetsten Piraten der Karibik - nun seinesgleichen. Selbst Weggefährten, die "seine" jamaikanischen Gewässer unsicher machen, dürfen nicht mehr auf Gnade hoffen. Einer Sache bleibt er jedoch treu bis zum Schluss: dem Alkohol. Er stirbt 1688 an den Folgen seines jahrzehntelangen, exzessiven Alkoholkonsums. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
Von Patagoniens Gletschern bis zur Atacama-Wüste erkundet Geologe Colin Devey, wie Wind, Eis und Wasser die Anden formen. Ein Naturlabor, in dem atmosphärische Kräfte Landschaften bilden. Vom Vulkan Chimborazo aus durchwandert er alle Klimazonen und folgt dem Wasser gen Osten bis zum Amazonas. Im Westen herrscht extreme Trockenheit. In der Atacama-Wüste, mit einer der größten Lithiumlagerstätten der Welt, trotzen Mensch und Natur extremen Bedingungen. Die Anden sind geprägt von Hochebenen, Canyons, schroffen Bergen, Wüsten und Gletschern. Doch nicht nur Kräfte aus dem Erdinneren formen diese Landschaften - auch die Atmosphäre spielt eine entscheidende Rolle. Auf seiner Reise beantwortet Geologe Colin Devey die Frage, wie Wind, Eis und Wasser die längste Gebirgskette der Erde gestalten. In Patagonien schleifen tosende Winde und gigantische Gletscher Täler ins Gebirge. Der ständige Wechsel von Frost und Tau lässt selbst massive Felsen langsam zerfallen. Auf dem Chimborazo folgt Colin Devey dem Weg des Naturforschers Alexander von Humboldt, durchwandert alle Klimazonen - von schneebedeckten Gipfeln bis ins Amazonasbecken. Er besucht das Ursprungsgebiet der Kartoffel und erfährt, wie Artenvielfalt die Nahrungsmittelsicherheit der Zukunft sichern kann. Er erkundet, warum der kalte Humboldtstrom vor der Westküste Südamerikas extreme Trockenheit im Hinterland und die höchste Sonneneinstrahlung der Erde verursacht. Die Atacama-Wüste ist daher der perfekte Ort, um ins Weltall zu blicken. Schon die indigenen Völker dachten dort über den Ursprung des Lebens nach. Und heute werden mit raffinierten Methoden selbst in der trockensten Wüste Weinberge kultiviert. Für Colin Devey sind die Anden ein geologisches Labor der Extreme, in dem die Kräfte der Atmosphäre ihre spektakulärsten Kunstwerke schaffen.
Im Freizeitpark Liseberg im schwedischen Göteborg steht Valkyria, die höchste und längste Achterbahn Europas. Benannt nach einem Wesen aus der nordischen Mythologie, bietet das Fahrgeschäft seit dem Jahr 2018 Nervenkitzel der Extraklasse. Tausende strömen täglich in den Park, um sich mit mehr als hundert Kilometern pro Stunde 50 Meter in die Höhe katapultieren zu lassen. Die Doku zeigt den Spaß der Besucher und die anspruchsvolle Arbeit der Betreiber, ein sicheres Fahrvergnügen zu ermöglichen.
Andrea Eder hat für "kreuz & quer nah dran" Kinder mit bleibenden Krankheiten und ihre Familien getroffen und mit ihnen über Gesundheit, Krankheit und Gerechtigkeit gesprochen.
Familienumzug mit Risiko - All-in für den Traum vom Land
31. Folge
D 2025
40'
Bei Clara und Tobias und dem befreundeten Paar geht es ans Eingemachte: Ihr Wohnzimmer müssen sie jetzt gemeinsam einrichten, und die ersten Meinungsverschiedenheiten lassen nicht lange auf sich warten. Trotzdem wächst die Gemeinschaft langsam zusammen und fühlt sich auf dem Land immer mehr heimisch.
Für Jaquie wird es ernst auf dem Land. Kirmes! Ein traditioneller Umzug mit Kostümen, Ballermann-Musik und viel Alkohol. Die Einheimischen feiern das als ihre Jahrhunderte alte Tradition, doch Jaquie kann damit nicht recht was anfangen. Lieber genießt sie eine Motorradtour mit ihrem Vater, bei der sie sich ihm besonders nah fühlt. Auf dem Campingplatz steigt die große Weinverkostung. Trotz Krankheit erleben die Gäste einen unvergesslichen Abend. Er ist der Auftakt für viele Ideen, mit denen die beiden dem Campingplatz neues Leben einhauchen wollen. Sie bauen außerdem an einem großen Veranstaltungsraum für Yoga und Konzerte - damit wollen sie neue Kundenkreise erschließen.
Severin probiert sich an der Herstellung von Mirabellenmarmelade - mit Unterstützung einer erfahrenen Freundin. Doch auch hier läuft nicht alles glatt, und sein Herzensprojekt, die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses, droht an behördlichen Auflagen zu scheitern.
Der Geologe Colin Devey begibt sich auf Spurensuche in Jordanien. Auf engstem Raum beherbergt das Wüstenland wichtige Rohstoffe für eine klimafreundliche Zukunft der Welt - allen voran Metalle. In Jordanien findet Colin Devey die "Großen Sechs", die wichtigsten Rohstoffe der Zukunft. Ob Windräder oder Elektroautos: Je mehr CO2 eingespart werden soll, umso stärker werden Metalle für grüne Technologien gebraucht. Mit der Verarbeitung von Metallen im Nahen Osten endet vor circa vier Jahrtausenden die Steinzeit. Damals beginnt ein neues Kapitel für die Menschheit, geprägt von Metallen, darunter Kupfer. Heute ist Kupfer eine Art "Heiliger Gral" für die Elektrifizierung unseres Alltags. In Chile liegen die größten bekannten Vorkommen, sie sind das Ergebnis einer Kollision zweier Kontinentalplatten. Aber die angestrebte CO2-freie Mobilität braucht noch ganz andere Metalle: Nickel, Kobalt und Lithium werden in Kombination vor allem für Batterien benötigt. Weltweit wird danach gesucht. Neben Manganknollen am Meeresboden bietet ein Land in der Arktis großes Potenzial. In Grönlands eisfreien Gebieten rüsten sich Bergbaufirmen für einen neuen "Goldrausch". Seltene Erden - eine Gruppe aus 17 Metallen - werden auch in Jordanien vermutet, doch die Mengen sind noch unklar. Seltene Erden werden vor allem in Magneten in Elektromotoren und anderen Hightech-Produkten verbaut. China hält die größten Marktanteile. Auch wenn die USA hier langsam aufholen. Und dann ist da noch ein anderer Rohstoff - Phosphor. Jordanien gehört zu den großen Produzenten der Welt. Phosphor ist in Dünger unersetzbar. Doch die globalen Vorräte gehen zur Neige. Hoffnung gibt Norwegen: Dort wurde ein vielversprechendes Vorkommen gefunden, das die ganze Welt versorgen könnte.
Auf dem Autohof Bad Honnef-Linz stehen die Zeichen auf Umbruch. Ein beliebter Mitarbeiter hat den Betrieb verlassen und im Restaurant sind ebenfalls Änderungen geplant. Die Trucker bekommen eine neue Speisekarte. Ob die Gerichte bei den Stammkunden auf Wohlwollen stoßen, muss sich allerdings erst noch herausstellen. Klaus hat zudem ein Problem entdeckt. Bei einem Lkw läuft Öl aus, das bei starken Regenfällen ins Grundwasser gelangen könnte. Deshalb muss im Gewerbegebiet Dachsberg an der A3 zwischen Köln und Frankfurt die Feuerwehr anrücken.
Zwei Gerichtsvollzieher des britischen High Court sollen in einer wohlhabenden Gegend Schulden bei einem Geschäftsmann eintreiben. Der Mann leitet ein Technologieunternehmen und steckt offenbar in einer handfesten Liquiditätskrise. Zusammen mit den Gerichtskosten belaufen sich seine Verbindlichkeiten auf über 31 000 Euro. Deshalb sind Paul Bohill und Steve Pinner angewiesen, Wertgegenstände zu pfänden, um zumindest einen Teil der ausstehenden Summe zu tilgen. Als das Duo plötzlich an die Tür klopft, ist das Entsetzen groß.
Obwohl Wohnmobile kein günstiges Vergnügen sind, boomt der Camping-Markt. Die Flexibilität und Freiheit eines Urlaubsdomizils auf Rädern reizt viele Reiselustige. Besonders hochwertige Modelle können je nach Ausstattung mehr als 100.000 Euro kosten. Welche Ausführungen gibt es und wie werden die fahrenden Ferienhäuser hergestellt? Die Reportage zeigt die Fertigung eines Luxus-Wohnmobils.
Piraten - in der Populärkultur sind dies meist furchtlose und goldhungrige Männer. Doch auch Frauen haben in der Freibeuterszene mitgemischt - etwa die irische Clanchefin Grace O'Malley. Fast ein halbes Jahrhundert lang verbreitet sie auf ihren Raubzügen in Irland und an der westeuropäischen Atlantikküste Angst und Schrecken. Sie behauptet sich in einer männerdominierten Welt, fordert die englischen Besatzer Irlands mit ihrem Widerstand heraus. Schon zu Lebzeiten macht sich Grace O'Malley einen Namen als talentierte Seefahrerin und brillante Strategin. Mit geschickten politischen Schachzügen und wagemutigen Überfällen kann sie ihren Machtbereich im Westen Irlands stetig vergrößern und sich die Unterstützung anderer Clans sichern. Selbst die rigide englische Regentin Queen Elizabeth I. - ihre größte Widersacherin - ist so angetan von der selbstbewussten Frau, dass sie ihr eine Audienz gewährt und sich beträchtliche Zugeständnisse von ihr abringen lässt. Noch heute gilt Grace O'Malley in Irland als Nationalheldin und Ikone des Widerstandes gegen die Engländer. Sie ist als "Piratenkönigin" in die Geschichte eingegangen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
Josef Schett wächst im schwer zugänglichen Villgratental auf. Der wuchtige Hof steht an einem Hang, der einem Respekt abverlangt. Von Anfang an spürt Josef eine tiefe Heimatverbundenheit.
So bleibt er, während viele andere das Tal verlassen. Er übernimmt 1985 den elterlichen Hof, stellt auf Schafzucht um und gründet eine Vermarktungsfirma für Lammfleisch- und Naturprodukte aus Osttirol. Frei nach dem Motto: Altes bewahren, neue Impulse setzen.
Das Hochhubergut liegt auf 640 Metern Höhe, am höchsten Punkt der Region Aschach an der Steyr in der Region Nationalpark Kalkalpen, umringt von sanften Hügeln und einer weitläufigen Landschaft. Dieser atemberaubende Rundumblick, diese Weitsicht hat die Familie Postlmayr vor 25 Jahren inspiriert, einen anderen Weg zu gehen als die Bauern der Umgebung. Biolandwirtschaft, Regionalität und Tourismus - eine neue Philosophie wollten sie leben.
Durch ihre nachhaltige Lebensweise sind die Bergbauern-"Bioniere" gleichermaßen Bewahrer und Erhalter von regionalem Kulturgut und Visionäre eines Zukunftswandels. Eine ressourcenschonende Führung ihrer Höfe ist den Biobauern oberste Priorität und eint sie in ihrer Lebensweise. Im Mittelpunkt steht die Vision eines völlig autarken Lebens.
Die zweiteilige Dokumentation porträtiert zwei Bergbauernfamilien aus Oberösterreich und Osttirol im Wandel der Jahreszeiten. Die zweite Folge zeigt den Herbst und Winter. Die vorgestellten "Bioniere" sind Bauern aus Leidenschaft. Zwei unterschiedliche Landschaften stehen zudem im Mittelpunkt: das Traunviertel und das malerische Villgratental mit seinen unberührten Bergen.
Nachwuchs im Schweinestall
Auf Hof Sonnenschein im niedersächsischen Aurich sind gerade 18 Sauen hochtragend. Hermann Poppen sieht täglich mehrfach nach ihnen, um sich davon zu überzeugen, dass es ihnen gut geht. An diesem Tag haben bereits vier Sauen Nachwuchs bekommen. Die Geburt bewältigen sie meistens komplett allein. Aber nicht immer läuft alles ideal und dann muss Hermann eingreifen. Eine Sau liegt zum Beispiel auf dem Bauch, sodass die Ferkel nicht an das Gesäuge mit der Milch herankommen. Eine andere Sau hat sich auf ihr frisch geborenes Ferkel gelegt.
In Schleswig-Holstein ist Urte Schulz-Möllgaard im Stress. Ihr Mann Jörg fällt zurzeit wegen einer Erkrankung mit Gürtelrose aus. Und von ihrer Auszubildenden Lara haben sie sich einvernehmlich getrennt. Dementsprechend lastet deutlich mehr Hofarbeit auf Urtes Schultern. Außerdem muss sie die Kinder versorgen und ihrem neuen Nebenjob nachgehen. Den hat sie zusätzlich zu ihrem Vollzeitjob auf dem Hof übernommen, weil der momentan niedrige Milchpreis ihre Kosten nicht deckt. Aber Urte lässt sich nicht unterkriegen und blickt trotz allem positiv nach vorne.
Auf dem Sophienhof beginnt der Tag holprig. Eigentlich will Klauenpfleger Mirko Eichmann mit seiner Arbeit beginnen, aber dafür braucht er Strom. Und das Dieselaggregat läuft nicht rund. Dann entwischt - nach einem Missverständnis - eine Kuh. Außerdem läuft parallel die Kartoffelernte. Das bedeutet, es sind eigentlich zu wenig Leute für diese Aktion. Und Hofchef Karsten Dudziak hat auch keine Zeit. Azubi Helene Blohm ist auf jeden Fall ein bisschen genervt.
Im Harzer Herrhausen geht die Weinlese weiter. Nach den roten Cabaret Noir-Trauben sind jetzt die weißen Muscaris-Trauben reif. Zahlreiche Helfer packen wieder mit an und unterstützen das junge Team vom Thudts Hof. Für Azubi Max Barchewitz ist es die erste Weinlese. Inzwischen hat er eine höhere Wertschätzung für Wein bekommen, denn er hat selbst erfahren, wie viel Arbeit dahintersteckt. An diesem Tag sitzt allen die Zeit im Nacken, denn für den Nachmittag ist im Harzer Vorland Regen angesagt. Und der könnte die Ernte verderben.
Auf einer Reise vorbei an tosenden Wasserfällen und idyllischen Bergseen steht in diese "Land der Berge"-Produktion das Element Wasser im Mittelpunkt. Eindrucksvoll werden verschiedene Schauplätze der Bergwelt der Steiermark und Niederösterreichs festgehalten, an denen die Menschen die Kraft des Wassers geschickt nutzen: von einer historischen Triftanlage im Mendlingbachtal über das älteste Kraftwerk in Wienerbruck bis zu den Hammerwerken in Ybbsitz - alles Orte, die die symbiotische Verbindung zwischen Mensch und Wasser verdeutlichen. Die Dokumentation zeigt nicht nur die gezielte Nutzung des Wassers durch den Menschen, sondern auch die unverfälschte Schönheit und Kraft des Elements in all seinen Ausprägungen. Von ruhigen Bergseen und majestätischen Wasserfällen bis zu den ungezähmten Gewalten des Hochwassers - in beeindruckenden Bildern wird das kontrastreiche Wesen des Wassers gezeigt. Einzigartige Aufnahmen machen das Wasser als Lebensquell für Mensch und Natur in all seinen Facetten spürbar.
Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch welchen Preis zahlen wir für die Geschwindigkeit und Effizienz, die sie ermöglicht? Sind wir bereit für eine Zukunft, in der Maschinen "denken"?
Katharina und Peter suchen auf Rügen nach einer Ferienimmobilie und haben die Wahl zwischen einem kleinen Haus nur für sie beide oder einem größeren Haus mit einer Ferienwohnung und einem Whirlpool im Garten. Richard und Uschi suchen in Florida nach einem größeren Ferienhaus, das sie mit ihren europäischen Freunden teilen können. Geld spielt für sie keine Rolle, aber Richard erinnert sich daran, dass Luxus nicht immer Teil seines Lebens war.
Tara und Dennis wohnen nun zusammen, doch es gibt Spannungen zwischen den beiden. Sie hat einen Esstisch bestellt, von dem er alles andere als begeistert ist. Allein der Gedanke an den Aufbau des Einrichtungsstücks bereitet Dennis Kopfschmerzen. Auf Mallorca für ein Meet & Greet gebucht, erlebt das Paar schließlich Höhen und Tiefen. Nach einer langen Partynacht von Dennis ist Tara enttäuscht und sucht Rat bei einer Kartenlegerin. Steht ihre Beziehung vor einer Krise?
Motto in Regensburg: Komm groß raus - Kreiere ein modisches Outfit rund um deinen XXL Shopper!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen an, um "Shopping Queen" zu werden.
Seit Jahrtausenden graben Menschen Löcher in die Erde und bauen in Minen Rohstoffe ab. Südafrika ist dafür weltweit bekannt. Doch mittlerweile gibt es weitere Quellen: unsere Städte. Colin Devey weiß: Um die globalen Klimaziele zu erreichen, braucht die Menschheit zeitnah immer mehr Metalle. Ohne den Kontinent Afrika mit seinen noch ungehobenen bedeutenden Rohstoffvorkommen wird es aber nicht gehen. Beim Abbau dieser Rohstoffe wird nirgendwo tiefer gegraben als in der Umgebung von Johannesburg - fast 4000 Meter geht es dort in die Tiefe auf der Suche nach Gold. Ein Metall, das beispielsweise für den Schutz von Satelliten gegen die Sonne unersetzbar ist. Aber auch, wenn Gold knapp wird - es gibt Minen, die gewissermaßen brachliegen, aber zunehmend ausgebeutet werden sollen. Ob Kapstadt, Las Vegas oder Tokio: Die Städte dieser Welt beherbergen rund 75 Prozent aller abgebauten Rohstoffe. Sie stecken überall in der Infrastruktur, vor allem in Häusern. Städte sind riesige urbane Minen. Recycling und Kreislaufwirtschaft können die Rohstoffe darin wieder nutzbar machen und so den Bedarf aus dem tiefen Bergbau senken - und so unsere Umwelt schützen. Denn für den tiefen Bergbau werden nicht nur unzählige Tonnen Gestein verarbeitet, sondern auch enorm hohe CO2-Werte durch den energieintensiven Einsatz von Maschinen in Kauf genommen. Deshalb sucht man weltweit nach Verfahren, wie auf Island, CO2 im Untergrund zu versteinern. Dafür gibt es auch in Deutschland Möglichkeiten im Basalt. Letztlich geht es beim Bergbau um gerechte Preise und um Sicherheit: Denn neben dem industriellen Bergbau gibt es gerade in Afrika viel illegalen Kleinbergbau - so auch in Namibia. Weltweit graben Millionen Menschen unter gefährlichsten Umständen nach Gold, Kobalt oder Tantal - Metalle, die dann meist in der industrialisierten modernen Welt landen. Weltweit verankerte Sicherheitsstandards und faire Preise würden das Leben dieser illegalen Minenarbeiter schützen.
Abenteuer Afrika
Draußen im großen Freigehege wird ein Gepard mit dem Narkosegewehr betäubt. Er soll entwurmt werden und einen Mikrochip zur Wiedererkennung erhalten. In der Tierklinik scheint zunächst alles gut zu laufen. Als der Gepard jedoch am Ende noch gewogen werden soll, wacht er auf. Die Volontäre der Farm bringen sich in Sicherheit.
"Moin Leute, ich bin's, Axel, euer blinder Landwirt aus Norddeutschland" - so beginnen die Videos von Axel Duensing. Doch er will mit seiner Reichweite mehr als nur Likes.
Der 34-Jährige lebt mit der Erbkrankheit Retinopathia pigmentosa. Zusammen mit seinen Schwestern, die ältere ebenfalls erkrankt, seiner Frau und weiteren Mitgliedern gründet Duensing gerade einen Verein, um soziale und inklusive Projekte verwirklichen zu können.
Von seiner Community mit 42.000 Follower bei Instagram erhält Axel viel Zuspruch. Er vermittelt, dass Landwirtschaft vielfältig ist und inklusiv gestaltet werden kann. Dafür macht er seine Videos, und das möchte er in Zukunft auch direkt auf dem Hof vermitteln: als Ausbildungsbetrieb für Menschen mit Behinderung, für Events wie Dinner im Dunkeln oder als Ausflugsziel für Kitas und Schulklassen. Denn auch wenn Axel zu Beginn seiner Erkrankung nicht daran geglaubt hat, den Hof übernehmen zu können: Ein blinder Ziegenhirt in Kanada hat ihm gezeigt, dass Landwirtschaft auch ohne Augenlicht möglich ist.
Der Dorfschmied, der Wanderschäfer, der Kohlenhändler, viele alte Berufe sind heutzutage nahezu vergessen. Andere sind ganz verschwunden: das sogenannte "Fräulein vom Amt", der Milchmann oder etwa der Köhler. Früher prägten diese Handwerksberufe den Alltag. Wenn sie jedoch wegfallen, gehen altes Wissen, Können und Traditionen verloren.
In diesem Film aus der Reihe "Unsere Geschichte" erzählen Norddeutsche, die alte, traditionelle Berufe ergriffen haben, ihre persönlichen Erinnerungen, den Auf- oder Abstieg ihres Standes. Von ihnen erfährt man, wie es früher war und mit welchen Hoffnungen sie in die Zukunft sehen.
Der Beruf des Schäfers gehört zu den ältesten Berufen in Deutschland. Ein wichtiger Beruf, auch für Naturschutz und Landschaftspflege. Auf ihrem Weg über Land verbeißen Schafe Gehölze und halten so Flächen von der Verbuschung frei. Auf Deichen treten sie das Gras fest und sorgen so für die Stabilisierung des Bodens. Doch Schäfer finden immer weniger geeignete Weideflächen, weil Land unter Beton verschwindet oder für Intensivlandwirtschaft genutzt wird. Trotz staatlicher Beihilfen reichen die Einkünfte im Beruf des Schäfers knapp zum Überleben. Immer wieder müssen Schäfer aufgeben. Gerd Jahnke aus dem niedersächsischen Eimke ist seit über 35 Jahren Schäfer aus Leidenschaft und treibt seine Schafe und Heidschnucken ab dem Frühjahr in die Heide. Seiner Tochter Verena Jahnke hat er ursprünglich von dem Beruf abgeraten. Trotzdem trat sie in die väterlichen Fußstapfen und treibt als Wanderschäferin Herden zum Grasen auf die Elbdeiche. Trotz der vielen Arbeit und der unsicheren Zukunft will sie die Schäferei ganz übernehmen, wenn ihr Vater sich irgendwann zur Ruhe setzt.
Der Dorfschmied war früher aus keinem Ort wegzudenken. Ein Alleskönner, der von Nägeln, Hufeisen, Türschlössern bis zu Werkzeugen und Ackergeräten alle benötigten Metallgegenstände herstellte und auch für den Hufbeschlag der Pferde zuständig war. Mit der Technisierung der Landwirtschaft verschwanden die meisten Dorfschmiede und wurden durch Landmaschinenmechaniker abgelöst. Nur in Einzelfällen gibt es sie noch. Kurt und Gudrun Tischler lernten sich beim Schmieden kennen. Gemeinsam betreibt das Ehepaar im schleswig-holsteinischen Trappenkamp eine alte Schmiedewerkstatt. Im Film erzählen sie, für welche Idee sie das Schmiedefeuer anfachen und wie sie die Zukunft des Handwerks sehen.
Auch Kohlenhändler gab es früher überall. Heutzutage ist kaum noch jemand zu finden, der sich mit Kohlen auf den Weg zur Kundschaft macht. Andreas Kielholz aus Bad Sachsa ist einer der letzten Kohlenhändler im Harz. Seine Kundinnen und Kunden kennt er großenteils seit Kindertagen, denn er begleitete schon als kleiner Junge seinen Vater bei den Lieferfahrten. Obwohl er sich mit Sicherheitsanlagen ein zweites Standbein aufgebaut hat, will er so lange es geht weiter Kohlen ausfahren. Eine Zukunft für den Beruf sieht er aber nicht.
Auch ein früherer Hafenarbeiter, eine Gemeindeschwester sowie ein Schuhmachermeister und seine Gesellin erzählen von ihren Berufen, von der Vergangenheit, den Zukunftsaussichten und davon, wie die Liebe zu ihrem Beruf sie geprägt hat.
Zu den Erzählungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bilden alte Filmaufnahmen aus dem Archiv einen weiteren Schwerpunkt und bringen die "alten Zeiten" in Bildern zurück.
Im idyllischen Zürcher Oberland gibt es eine Museumsbahn, die von Mai bis Oktober jeden 1. und 3. Sonntag ordentlich Dampf macht. Ihre Strecke ist nicht lang - etwa 12 Kilometer -, aber sie verläuft über Steigungen bis zu 29 Promille und über unzählige Brücken, sie weist Flügelsignale auf und Hipp'sche Wendescheiben, und an ihrer Station Neuthal steht der einzige personenüberwachte Schrankenposten in der Schweiz.
1969 hat sich der Dampfbahnverein Zürcher Oberland gegründet, eine schnelle Reaktion auf die Einstellung der Uerikon-Bauma-Bahn, die einst bis zum Ufer des Zürcher Sees führte. Mit seinem historischen Fahrzeugpark - Dampfloks, Elloks und Traktoren, dazu jede Menge authentische Personen- und Güterwagen - ist der Verein seit 1978 zwischen Bauma und Hinwil fahrplanmäßig unterwegs. Der Streckenabschnitt Bauma - Bäretswil gehört dem Verein, das Teilstück Bäretswil - Hinwil teilt er sich bis dato mit der SBB.
Jeden Herbst veranstaltet der DVZO ein Fahrzeugtreffen, zu dem Museumsbahnvereine aus der ganzen Schweiz ihre Schmuckstücke schicken. Das Team von "Eisenbahn-Romantik" stellt den Verein vor und ist Gast auf dem Museumsbahnfest im goldenen Oktober 2017.
John Ward - in seiner Heimat gilt er als "größter Halunke Englands". Ein einfacher Fischer, der sich als Pirat den Korsaren anschließt und das Mittelmeer in Angst und Schrecken versetzt. Ward, dessen Leben die Hollywood-Figur Jack Sparrow inspirierte, hat es durch viele Kaperfahrten zu großem Reichtum gebracht und die englische Krone an den Rand eines Krieges mit Venedig geführt. Der Deserteur und Islam-Konvertit ist ebenso unberechenbar wie genial. Wards Geschäftsmodell ist einfach, aber effektiv: Unter dem Schutz muslimischer Piraten - den Korsaren - kapert er Handelsschiffe im Mittelmeer, überzeugt die Besatzungen, sich ihm anzuschließen, und baut so eine stetig wachsende Schlachtflotte auf. Sein wohl größter Coup ist die Kaperung des venezianischen Handelsschiffes "Reniera e Soderina", damals eines der größten Schiffe in der Region. Die wertvolle Beute macht ihn auf einen Schlag reich - führt jedoch zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen dem seinerzeit mächtigen Venedig und England. Obwohl Ward dem englischen König James I. einen Teil der Beute anbietet, um ihn gnädig zu stimmen, lehnt dieser eine Begnadigung des berüchtigten Freibeuters ab. Zu groß ist das Risiko, in einen Krieg mit der mächtigen Seerepublik Venedig zu schlittern. John Ward hat ein Problem: Er kann nicht mehr in seine Heimat England zurückkehren und ist fortan ein Gejagter. Aber Ward, der Zeit seines Lebens ein Meister der Neuerfindung gewesen ist, schafft es auch dieses Mal, ein scheinbar auswegloses Schicksal ins Positive zu drehen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.
Im Allgäu entsteht wird auf einer Fläche von 184 Hektar ein gigantischer Ferienpark errichtet. In tausend Ferienhäusern sollen zukünftig rund 5.000 Gäste ihren Urlaub verbringen können. Doch bis zur Eröffnung der Anlage am Fuße der Alpen ist es noch ein weiter Weg: 1.100 Bauarbeiter, Installateure und Techniker schuften für eine pünktliche Fertigstellung. Am Schluss fehlt das Dach einer Riesenrutsche und der TÜV prüft die Park-Attraktionen - wird das Feriendomizil dennoch rechtzeitig fertig?
Arbeiten ohne Smartphone und Software ist heute nicht mehr vorstellbar - auch nicht in der Landwirtschaft. Aber wie geht es den Bauern mit ihren neuen digitalen Werkzeugen im Alltag?
Die Arbeit am Bauernhof hat sich verändert. Roboter melken die Kühe und säubern den Stall. Ferngesteuerte Drohnen überwachen die Felder und erkennen giftiges Unkraut. Fahrzeuge und Geräte sind miteinander vernetzt. Die Entwicklung geht immer mehr in Richtung High-Tech.
"Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht weniger geworden, nur ganz anders", sagt Altbauer Franz Gruber. Viele schwere Arbeiten werden von digitalen Knechten erledigt - den Robotern. "Die Heugabel brauche ich kaum mehr. Aber aus der modernen Technik halte ich mich raus. Das machen die Jungen bei uns."
"Landwirtin ist mein absoluter Traumjob", erklärt die 26-jährige Lena Lemmens. Sie ist Tierärztin und Managerin einer Herde von 60 Milchkühen. Die Tiere sind ihre wichtigsten Mitarbeiterinnen, das Smartphone ist ihr mobiles Büro. High-Tech-Maschinen schieben das Futter in den Stall, melken die Kühe und putzen sogar die Gülle weg. Tiersensoren und Melkroboter überwachen den Gesundheitszustand der Kühe rund um die Uhr - bis hin zur Anzahl der Schritte oder Kaubewegungen. Im Stall steht die "Gläserne Kuh". Gibt's ein Problem, schlägt das Handy Alarm.
Michael Treiblmeier ist Landwirt und Gründer eines High-Tech-Ingenieurbüros. Seine Drohne ist Lastenträger für eine Multispektralkamera die Felder nach giftigem Unkraut absucht. Landwirtschaft wird zum Hightech-Beruf. Schon bisher benötigten die Bauern einen reichen Erfahrungsschatz, um ertragreich wirtschaften zu können - das Wissen über Pflanzen und Tiere, Boden und Wetter, Maschinen und Technik. Hinzu kommen nun die neuen digitalen Technologien.
Für die Generation Smartphone ist der Beruf Bauer wieder attraktiver geworden. Das Francisco Josephinum ist eine Forschungseinrichtung und auch Österreichs größte landwirtschaftliche Schule. Seit September 2019 gibt es die eigene fünfjährige Schwerpunktausbildung "Landwirtschaft und Digitalisierung". Die Schüler lernen hier das Einmaleins für smarte Farmer. "Die jungen Landwirte bezeichnen wir als Digital Natives", sagt Direktor Alois Rosenberger. "Sie sind sozusagen mit der Anwendung digitaler Technologien aufgewachsen."
Bauern sind heute oft hochspezialisierte Fachleute, die sich nicht nur um die Produktion kümmern wie etwa Aussaat, Düngung, Technik und Futtermittel. Sie müssen auch die digitalen Werkzeuge beherrschen, um wirtschaftlich überleben zu können. Wetter-Apps, Online-Vermarktung oder Satellitendaten sind fixer Bestandteil ihres bäuerlichen Alltags. Millionen Daten von Kamerasystemen, Satelliten, Sensoren und Roboter bilden die Basis neuer intelligenter Anwendungen, die die Arbeit der Bauern erleichtern und den Ertrag optimieren sollen. Richtig eingesetzt haben sie auch das Potenzial die Landwirtschaft ökologischer zu machen. Das bedeutet weniger Dünger am Feld und weniger Antibiotika im Stall.
Er gilt als König der Weitwanderwege in Tirol: der Adlerweg. Auf 24 Etappen und rund 320 Kilometern führt er vom Kaisergebirge bis zum Arlberg - einmal quer durch Tirol.
"Land der Berge" stellt den Tiroler Höhenweg vor und zeigt spektakuläre Landschaften sowie die Menschen, die mit dem Adlerweg verbunden sind. Zu ihnen gehören die ehrenamtlichen Wegwarte am Wilden Kaiser, die mit großem Einsatz die Wanderwege erhalten.
Im Karwendel gibt Naturpark-Ranger Sebastian Pilloni Einblicke in die Tierwelt - allen voran in das Leben der Steinadler, die dort ihre Brutgebiete haben. Die Region beherbergt eine der dichtesten Steinadler-Populationen der gesamten Alpen.
Vom Gipfelsieg auf der Birkkarspitze führt die Route weiter entlang der Nordkette mit Blick auf Innsbruck. Dort trifft "Land der Berge" auf Hirte Felix Felderer, der im Sommer über 800 Schafe hütet, sowie auf die Hüttenwirte Manuela Kneringer-Schimpfössl und Christoph Schimpfössl, die die abgelegene Steinseehütte in den Lechtaler Alpen bewirtschaften - manchmal nur per Hubschrauber versorgt.
Ein abschließender Höhepunkt ist die älteste Höhensiedlung Tirols, Pfafflar, wo Christoph Lechleitner mit seiner Mutter Rosi Friedl und zahlreichen Helfern in alter Tradition überwucherte Viehweiden zurückerobert.
Der Aufbruch in eine neue Zeitrechnung bringt auf dem Autohof viel Arbeit mit sich, denn Veränderungen setzt man nicht von einem Tag auf den anderen in die Tat um. Santo kämpft in der Waschstraße ebenfalls mit Widrigkeiten. Und Stationsleiter Johnny demoliert pünktlich zum Wintereinbruch den Schneeschieber. Jetzt ist an der Fernstraße guter Rat teuer. Denn die Trucker interessieren sich nach einem anstrengenden Tag hinter dem Lenkrad herzlich wenig für solche Probleme. Sie wollen an der A3 wie gewohnt den Service von Parkeinweiser Axel in Anspruch nehmen.
Rebecca Sadler musste vor Gericht lange um ihr Geld kämpfen, doch die Mühen zahlen sich jetzt aus. Der "High Court of Justice" hat entschieden, dass ihr umgerechnet 2200 Euro zustehen - als Gegenleistung für eine Marktanalyse, die sie für ihren ehemaligen Arbeitgeber durchgeführt hat. Deshalb machen sich Paul Bohill und Steve Pinner auf den Weg nach Slough, um dem Firmenbesitzer die Zahlungsaufforderung zu übergeben. Und wenn der Mann dieser Anordnung nicht innerhalb von 21 Tagen nachkommt, droht ihm ein Insolvenzverfahren.
Das Gesäuse in der Obersteiermark ist ein wildes Tal, geprägt vom glasklaren Wasser der Enns, den steilen Kalksteinwänden und dem Ort Admont mit seinem geschichtsträchtigen Benediktinerstift.
Auf knapp 1000 m Seehöhe betreibt Familie Seidl eine Almwirtschaft. Tochter Eveline Seidl hat bereits den elterlichen Hof übernommen, Mutter Inge hilft weiter tatkräftig bei der Bewirtung der Wanderer mit. In Altlassing fertigt Sabine Spannring seit über 40 Jahren Kunstwerke aus Ton an. Und Maggie Entenfellner hilft Biologin Barbara Bock im Nationalpark bei ihrer Arbeit mit einer fast ausgestorbenen Pflanze, der Ufer-Tamariske.
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
Majestätische Berge und endlose Prärie, gigantische Staudämme und Riesenfrachter, Baumwollfelder und Delta-Blues. Missouri und Mississippi erzählen viele Geschichten auf dem langen Weg durch Amerikas Heartland. Dirk Rohrbach spürt sie auf, aus eigener Kraft, entschleunigt und nah dran an der Natur und den Menschen.
Die Welt, die uns umgibt, funktioniert perfekt. Alles scheint aufeinander abgestimmt und folgt universellen Regeln. Seit Menschengedenken versucht man, sie zu verstehen und zu entschlüsseln. In der zweiteiligen "Terra X"-Dokumentation "Supercodes - Die geheimen Formeln der Natur" begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach den unsichtbaren Gesetzen, die unsere Welt zusammenhalten - und wird fündig. Die Mathematik hilft ihm dabei. Auf einmal erkennen wir, warum Früchte häufig kugelrund sind, was Kängurus und Brücken gemeinsam haben oder was der Zusammenhang zwischen Schneeflocken und sparsamen Autos ist. Warum Musik eigentlich Mathematik ist und was Wettervorhersagen mit Glücksspiel zu tun haben. Tatsache ist, die Welt um uns herum, ihre Formen, Muster und Strukturen existieren nicht zufällig. Sie folgen der Macht universeller Codes, die in der Natur verborgen sind. Bei seiner Suche nach diesen Gesetzmäßigkeiten stößt der Physiker und Naturphilosoph Prof. Dr. Harald Lesch auf erstaunliche Zusammenhänge, faszinierende Naturwunder und Sternstunden der Geschichte, in denen Menschen oft eher zufällig Entdeckungen machten oder Ideen hatten, die unser Leben und Denken für immer verändert haben. Dem Zweiteiler gelingt es durch die eindrücklichen Moderationen von Harald Lesch, durch CGI, Spielszenen, Graphic Novels und durch große dokumentarische Bilder, die vermeintlich komplizierten Formeln und Gleichungen auch für Feinde der Mathematik nachvollziehbar zu machen und so naturwissenschaftlich Aufklärung zu betreiben, die Spaß macht. Denn was die Welt im Innersten zusammenhält - dort wird es sichtbar. Harald Leschs Begeisterung für das Thema spiegelt sich in den Filmen - und es darf gestaunt werden, wie logisch und raffiniert die Natur das meiste eingerichtet hat. Und warum es sich lohnt, all das zu begreifen: Denn letztlich ist der Mensch auch ein Teil des großen Ganzen, das nur bewahrt werden kann, wenn es verstanden wird. Die Natur ist der größte Lehrmeister, der knallhart aussortiert, was sich nicht bewährt. Wirklich lang bleiben nur echte Gewinner. Von der Natur lernen heißt also, siegen lernen: Immer, wenn es in der Geschichte gelungen ist, ein Element aus dem Bauplan der Natur zu berechnen, war das ein Garant für Fortschritt. Doch dafür muss genau hingeschaut werden. Die vielleicht berühmteste universelle Logik, die Fibonaccifolge, entdeckt der italienische Mathematiker Leonardo da Pisa, genannt Fibonacci, im frühen 13. Jahrhundert. Die Zahlenfolge ergibt sich ausgehend von den natürlichen Zahlen 1 und 2 durch Addieren der beiden vorausgegangenen Zahlen: 1 + 1 = 2, 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5 und so weiter. Fibonaccis Fund ist eine folgenschwere Entdeckung. Die Formel ist so etwas wie der kosmische Bauplan der Natur. Unzählige natürliche Phänomene folgen ihr - und werden plötzlich verständlich. Warum wachsen Pflanzen so, wie sie es tun - oder was haben wir Menschen mit dem lebenden Fossil Nautilus gemein? Aber nicht nur die Fibonaccifolge, auch die unendliche Konstante Pi, als Kreiszahl bekannt, das Hexagon, das sich nicht nur die Bienen zunutze gemacht haben, die Kugel oder die Parabel sorgen dafür, dass die Welt so ist, wie sie ist. Nämlich nahezu perfekt. Übertragen in unseren Alltag leisten diese Formen und Formeln erstaunliche Dienste: Waben aus Kunststoff sorgen vielleicht schon bald für umweltschonendere Autos, der Einsatz von Parabeln ermöglicht stabile Bauwerke, und die Kenntnis von Fraktalen könnte der Forschung helfen, Korallenriffe zu retten.
In der Steiermark sind Marlies und ihre Mutter Doris dabei, die Wohnung ihres Freundes Toni mit Fotos ihres verstorbenen Vierbeiners zu tapezieren. Julia aus Baden verfolgt unterdessen weiterhin den Traum, als Sängerin durchzustarten. In einem Tonstudio will sie herausfinden, ob sie eine gute Stimme hat. In Ottensheim müssen sich Klaus und Leo indes auf den Wiener Opernball vorbereiten und in Wiener Neustadt wartet der Bauer auf sein Herzblatt Gabi.
Motto in Regensburg: Komm groß raus - Kreiere ein modisches Outfit rund um deinen XXL Shopper!
Pro Woche treten fünf Frauen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Was ist das Geheimnis antiker Kulturen? Was macht sie so faszinierend? Die ZDFinfo-Reihe untersucht fünf frühe Hochkulturen, die es an die Spitze der Macht katapultiert hat. Diese Folge zeigt, wie die Menschen lernen, die natürlichen Ressourcen ihrer Territorien erfolgreich einzusetzen. Die Zuschauer lernen die Harappa, die Lianghzu, die Minoer, die alten Ägypter und die Römer kennen. Sie vereint die Kraft des Wassers. Im frühen Ägypten bändigen Menschen die Fluten des Nils. Mit ausgeklügelten Systemen sichern sie ihre Nahrung. Als Nächstes vereint ein mächtiger König das Reich und begründet die Pharaonen-Herrschaft. Doch sie sind nicht das einzige Volk, das das Wasser bändigt. Eine andere frühe Kultur bändigt die zerstörerische Seite des Wassers. Im alten China nutzen die Menschen die Flüsse. Sie erbauen riesige Dämme und Stauseen. Allmählich lernen sie, mit der zerstörerischen Kraft des Wassers zu leben und zu wirtschaften. Besonders einem Volk gelingt es, davon zu profitieren: den Lianghzu. Für die Minoer ist Wasser eine knappe Ressource. Daher spezialisieren sie sich trotz karger Bedingungen auf Tierhaltung, Getreide- und Olivenanbau. Dank ihres Gemeinschaftssinns erblühen Wirtschaft und Kultur. Ihre Ernten bringen sie zu einem "Volkspalast": dem Palast von Phaistos. Auch auf dem indischen Subkontinent wissen frühe Kulturen das Wasser des Indus zu nutzen. Die Harappa profitieren von dem fruchtbaren Industal. Sie errichten das Zentrum Mohenjo-Daro, in dem schätzungsweise 40.000 Menschen leben. Rom ist unter den antiken Zivilisationen ein Spätzünder, doch die Errungenschaften faszinieren bis heute. So gelingt es den Römern, mittels kluger Technik das Wasser zu beherrschen und die Annehmlichkeit von fließendem Trinkwasser bis vor die Haustür transportiert zu bekommen. Schon vor Jahrtausenden bestimmen große Mächte die Geschicke der Menschen in Ägypten, China, Indien, Griechenland und Rom. Sie kämpfen um Macht, Land und ums Überleben. Die Doku-Reihe stellt 3000 Jahre alte Geschichte aus ungewöhnlicher Perspektive dar: Der Kampf von fünf großen Mächten wird stets von Herausforderungen geprägt. Wie die Völker darauf reagieren, bestimmt über Sieg und Niederlage.