Spätestens mit dem ersten Preis beim renommierten internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau 1965 erobert Martha Argerich die Klavierwelt. Ihr Sieg steht aber lange Zeit nicht fest. Einer ihrer ärgsten Konkurrenten ist Arthur Moreira Lima aus Brasilien. Nach drei Runden liegt er in Führung. Dann kommt das alles entscheidende Finale. Martha Argerich spielt Chopins erstes Klavierkonzert. Es ist die Geburtsstunde einer Legende.
Enge Freunde von Martha Argerich wie der Dirigent Daniel Barenboim, die Pianistinnen Gabriela Montero und Sophie Pacini, der Geiger Gidon Kremer, ihr Konkurrent Arthur Moreira Lima, der polnische Starpianist Rafa? Blechacz, der 2005 den ersten Preis des Chopin-Wettbewerbs gewonnen hat, sowie Zeitzeugen kommen zu Wort.
Die "Meisterstücke" stellen ein ganz neues, ausgefallenes Handwerk und sein nicht nur optisch ansprechendes Ergebnis vor: "blühendes" Konfekt aus einer Wiener Manufaktur - handgemacht.
Dieses Konfekt sieht hübsch aus und vermittelt darüber hinaus auch den aromatischen Duft herrlicher Blütenwiesen - ein Muss für alle Liebhaber süßer Köstlichkeiten und für solche, die es noch werden wollen.
Die Alarmglocken schrillen bei "Morlock Motors". Das Umweltamt schaut auf dem Firmengelände vorbei und Michaels Nerven liegen blank - zu gut erinnert er sich an die letzten Besuche. Diesmal im Fokus: der Ölabscheider, die Lebensversicherung des Schrottplatzes.
Dem Schlagersänger Mario Hammer wurden 20.000 Euro gestohlen. Das Geld fehlte, nachdem seine Lebensgefährtin Sabine und ihr achtjähriger Sohn allein in seinem Haus waren. Mario ist todunglücklich! Er glaubte, in Sabine seine große Liebe gefunden zu haben. War sie in Wirklichkeit nur auf sein Geld aus? Alles sieht danach aus, denn es gibt ein Video, das Sabine mit einem Anderen zeigt ...
Gezeigt wird der Mordfall von Simon Dale, der allem Anschein nach von seiner nun adligen Ex-Frau, der Baronin de Stempel Susan Wilberforce, ermordet wurde. Obwohl die Indizien Susan Wilberforce stark belasten, gibt es keine handfesten Beweise gegen sie und sie wird vom Gericht freigesprochen. Im Laufe der Ermittlungen stößt die Polizei aber auf einen Betrugsfall, der Susan für sieben Jahre hinter Gitter bringt.
Forscher weltweit stoßen immer wieder auf rätselhafte Funde. In dem Zweiteiler "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Menschen haben in der Vergangenheit Unglaubliches geschaffen. Mit einfachsten Mitteln schufen sie Bauwerke und Artefakte, die bis heute Fragen aufwerfen. Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen? Vor allem Kunstwerke schriftloser Kulturen geben oft Rätsel auf. In Göbekli Tepe entstanden die ersten Tempelbauten bereits vor 12.000 Jahren. Am Indus verfügten ganze Städte bereits im 3. Jahrtausend vor Christus über eine aufwendige Wasserversorgung und Kanalisation. Zur gleichen Zeit bewegte man in England tonnenschwere Steine über Hunderte Kilometer, um den Steinkreis von Stonehenge zu errichten. Goldschmiede trieben das kostbare Metall vor 3000 Jahren zu fast einem Meter hohen Goldhüten, Steinmetze fertigten in Costa Rica riesige, fast perfekte Steinkugeln, und in Griechenland baute ein genialer Wissenschaftler lange vor der Zeitenwende eine Maschine, mit der die Bewegungen der Gestirne vorausberechnet werden konnten, und lieferte selbst eine Gebrauchsanweisung dazu.
Ein Tag in Nürnberg 1593 - Der Scharfrichter Frantz Schmidt
D 2024
45'
Frantz Schmidt ist Scharfrichter von Nürnberg und gehört zu den Topverdienern der Stadt. Gesellschaftlich aber sind er und seine Familie geächtet, denn sein Beruf gilt als unehrlich. 45 Jahre lang kämpft Frantz Schmidt gegen den Makel der "Unehrlichkeit" an. Er hinterlässt ein Tagebuch, das nicht nur sein blutiges Handwerk dokumentiert, sondern auch deutlich macht, wie Frantz gedacht und was er versucht hat, um sich aus seiner Lage zu befreien. Nürnberg 1593. Die Kriminalitätsrate ist hoch, in der Stadt herrscht ein Klima von Angst und Unsicherheit. Der Rat handelt entschlossen und fordert die gnadenlose Verfolgung und Verurteilung von Straftätern durch den Arm des Gesetzes. Für die Vollstreckung zuständig ist der Scharfrichter Frantz Schmidt. Folter und Hinrichtungen sind sein Alltag, und doch quält ihn sein Tun. Weniger treiben ihn Mitleid mit den Delinquenten oder ein schlechtes Gewissen um, sondern die Gewissheit, dass er und seine Nachkommen dem Status der "Unehrlichkeit" niemals entkommen können. "Unehrlichkeit" ist damals als Geburtsstand geregelt, wird von einer Generation auf die nächste übertragen und bedeutet neben gesellschaftlichen Repressalien auch eingeschränkte Persönlichkeitsrechte. So muss Frantz tatenlos zusehen, wie seine Kinder in der Schule gehänselt oder verprügelt werden. Und ertragen, dass die Leute die Straßenseite wechseln, wenn sie ihn sehen. Dabei genießt er am Gericht und beim Rat der Stadt hohes Ansehen, nicht nur als Henker, sondern auch als exzellenter Heiler. Häufig werden ihm Patienten geschickt, auch aus "ehrbaren" Kreisen, die ihren eigenen Ärzten nicht mehr vertrauen. Frantz weiß, welche Arzneimittel wirksam sind, wie man einen ausgekugelten Arm wieder einrenkt oder schwere Wunden versorgt. Nach 15 Jahren im Amt als Scharfrichter fordert Frantz von der Stadt Nürnberg, ihm endlich das Bürgerrecht zu erteilen. Sein akribisch geführtes Tagebuch gilt vielen Forschern als Beleg für seinen Kampf aus der "Unehrlichkeit". Ob er sein Tagebuch aus Kalkül geführt hat, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Doch das Dokument ist ein nahezu lückenloses Arbeitsprotokoll, das nicht zuletzt auch Aufschluss gibt über das Rechtssystem in der Frühen Neuzeit und die damals gängigen Strafen. Doch trotz seiner tadellosen Lebensführung, die bis ins kleinste Detail von Kirche und Rat beobachtet wird, stehen die Chancen für Frantz nicht gut. In der Geschichte Nürnbergs gibt es keinen einzigen Henker, dem der soziale Aufstieg gewährt wurde. Auf der Grundlage des Tagebuchs rekonstruiert die "Terra X"-Dokumentation einen Tag im Leben von Frantz Schmidt, an dem sich alles für ihn entscheidet.
Das Gebiet im westlichen Atlantik zwischen Florida, Bermuda und Puerto Rico, wurde durch das teils ungeklärte Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen berühmt. Josh Gates geht dem Mythos des Bermudadreiecks nach - auf dem Meeresboden, in der Luft und sogar bis an den Rand des Weltalls.
Gleich zwei italienische Highspeed-Züge werden in dieser Dokumentation vorgestellt: Der staatliche Frecciarossa 1000 und der privat betriebene Italo EVO konkurrieren auf den gleichen Bahnhöfen und Strecken um Kunden. Der "rote Pfeil" rauscht mit 300 Kilometern pro Stunde von Mailand ins 800 Kilometer entfernte Neapel. Mit dem ebenfalls rot lackierten Italo EVO fährt Teddy Wilson von Venedig bis nach Turin. Technik und Eleganz, Geschwindigkeit und die Schönheit Italiens - was will man mehr?
Schon kurz nach ihrer Gründung Ostern 1982 führt die Düsseldorfer Punkband "Die Toten Hosen" die Stasi an der Nase herum: Die Musiker Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Trini geben ein Geheimkonzert in einer Kirche, mitten in der damaligen DDR. In "Auswärtsspiel - Die Toten Hosen in Ost-Berlin" wird dieses einzigartige Ereignis nun zum ersten Mal umfassend erzählt. Inzwischen eine der erfolgreichsten deutschen Bands überhaupt, begeben sich "Die Toten Hosen" 40 Jahre später noch einmal auf die Spuren einer für sie bis heute unvergessenen Reise. Sie treffen erstmals wieder auf die Mitglieder von "Planlos", die nach dem legendären Konzert von der Stasi verfolgt und drangsaliert worden waren. Exklusive Interviews, seltene Archivaufnahmen und emotionale Begegnungen dokumentieren, wie sich Punks in Ost und West gegen die Diktatur verbündeten und wie die Stasi versuchte, die Bewegung zu unterwandern.
In der Nacht zum 2. November 1975 wird der Kölner Dom zum Schauplatz eines spektakulären Kunstraubes. Am Morgen waren drei Männer noch als Besucher in der Schatzkammer - nachts kehren sie zurück, um sie auszurauben. Zwei sichern, einer steigt durch einen schmalen Lüftungsschacht in die Schatzkammer ein, bricht die Vitrinen auf und raubt sie aus: liturgische Schätze und Schmuck, zum Teil mehrere hundert Jahre alt, historische Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert. Eine Jagd nach den Dieben beginnt, quer durch Europa. Monatelang fahndet die Polizei mit einer 50-köpfigen Sonderkommission nach der Diebesbande; immer wieder kommt es zu Rückschlägen und peinlichen Pannen. Die Ermittlungen drohen im Sand zu verlaufen. Doch die damalige Oberstaatsanwältin Maria Mösch - in der Unterwelt auch als "Bloody Mary" bekannt - lässt nicht locker. Und sie will nicht nur die Diebe überführen, sondern vor allem den gestohlenen Schatz zurückholen. Im Film "Der Raub des Kölner Domschatzes" erinnern sich die damaligen Ermittler, Reporter und Kirchenvertreter an die spannende Verfolgungsjagd vor fast 50 Jahren. Und auch die mittlerweile über 90jährige damalige Oberstaatsanwältin Maria Mösch erzählt, wie sie einen ihrer schwierigsten Fälle erlebt hat.
Am 5. März 2016 starb der weltberühmte österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt. Nikolaus Harnoncourt hat die Musikwelt geprägt und ist als Mensch und Musiker bis heute unvergessen.
Barbara Rett präsentiert musikalische Höhepunkte aus seiner Laufbahn: von Mozart bis Gershwin, von der Oper bis zum Neujahrskonzert. Dazu erzählen Wegbegleiter von Harnoncourts Bedeutung für ihr Schaffen und ihr Leben. - Eine Hommage an den vielseitigen Künstler.
Pythons sind wechselwarme Tiere. Ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebung an. In den kühleren Wintermonaten wärmen sich die Reptilien in Florida tagsüber oft auf dem von der Sonne aufgeheizten Asphalt auf. Entlang der Highways müssen Dusty Crum und sein Team bei der Schlangenjagd auf die Vegetation achtgeben. Denn die Regierung hat in den Everglades "Poisonwood" angepflanzt, um unerwünschte Besucher von den Straßen fernzuhalten. Die giftigen Blätter der Bäume können fiesen Ausschlag verursachen. Hautkontakt sollte man daher tunlichst vermeiden.
2026 feiern Wolfgang Niedecken und seine Band gleich zwei Jubiläen: Im März wurde der Sänger 75, und vor 50 Jahren wurde BAP gegründet. 1976 noch eine kölsche Kneipenband, ging es Anfang der 1980er-Jahre durch die Decke. Mit Liedern wie "Verdamp lang her" oder "Kristallnaach" traf BAP den Nerv einer Generation. Ein Filmteam begleitete Niedecken bei den Vorbereitungen zu einem Konzert in der Kölner Philharmonie. Außerdem berichten Weggefährten, warum und wie BAP sie geprägt hat.
Ein erstaunlicher Blick über Berlin. Was macht die Hochhäuser der Stadt so besonders? 30 Entdeckungen und die besten Tipps für ein gutes Essen und einen coolen Drink über den Dächern der Stadt.
Der "Terra X"-Film "Ein Tag in Paris 1775" schildert den Alltag des jungen Perückenmachers Léonard Minet, der gegen das starre Klassendenken rebelliert und heimlich Damenfrisuren kreiert. Zur Zeit des Ancien Régime gilt es selbst in der Modestadt Paris für einen Friseur als unschicklich, einer Frau die Haare zu machen. Den talentierten Léonard Minet kümmert das nicht. Der Film erzählt, wie es ihm gelingt, Hoffriseur von Versailles zu werden. Die Dokumentation "Ein Tag in Paris 1775" entführt die Zuschauer in die Zeit von Ludwig XVI., dem letzten Vertreter der französischen Sonnenkönige. 14 Jahre vor der Revolution steckt Frankreich finanziell und politisch in der Krise. Während ein Großteil der Bevölkerung arm ist und unter der Willkür ihres Herrschers ebenso leidet wie unter seiner Verschwendungssucht, wird das Bürgertum von Paris zur treibenden Wirtschaftskraft. Die Seine-Metropole entwickelt sich wie keine zweite Stadt in Europa zum Mode-Hotspot. Nicht nur der Adel gibt sich der Prunksucht hin, sondern auch immer mehr Bürger eifern mit Modeschmuck und Second-Hand-Kleidung ihren modischen Vorbildern am Versailler Hof nach. Das Tragen einer Perücke ist das modische i-Tüpfelchen des gepflegten Kleidungsstils, aber vor allem das Erkennungszeichen für den sozialen Status eines Franzosen. Jeder Stand entwickelt seine eigene Form. 1775 aber ändert sich die Modewelt. Das Tragen des eigenen Haars wird zum Symbol der Aufklärung. Verfechter wie Diderot, Montesquieu oder Rousseau zeigen öffentlich ihr eigenes Haar als Zeichen für ihr unabhängiges Denken. Auch Léonard schwört auf den neuen Zeitgeist. Wie die meisten Pariser sehnt er sich nach individueller Freiheit und will den starren Strukturen der Ständegesellschaft entfliehen. Eigentlich soll er das Geschäft seiner Familie übernehmen, die seit Generationen dem Perückenmacher-Handwerk nachgeht. Doch die Geschäfte gehen immer schlechter, und Léonard träumt vom Beruf des Damenfriseurs. Ein Beruf, der gerade erst entsteht und noch nicht durch strenge Vorgaben einer Zunft reguliert ist. Um seine extravaganten Kreationen auszuprobieren, trifft er sich mit der jungen Schauspielerin Lucille, dem aufsteigenden Stern an der Comédie Française. Mit Lucille als Model hofft Léonard, die Aufmerksamkeit der Reichen und Schönen auf sich und seine Frisur-Ideen zu lenken. Als Léonard in die väterliche Werkstatt zurückkehrt, sieht er, wie sein Vater verhaftet wird. Eine unachtsame Bemerkung über den König wurde ihm zum Verhängnis. Ein ausgeklügeltes Spitzelsystem, das an moderne Überwachungsstaaten erinnert, soll jede Kritik am König im Keim ersticken. Damit gerät nicht nur das Leben seines Vaters in Gefahr, sondern auch seine eigene Zukunft. Doch der Zufall will es, dass Léonard am Hof von Versailles seine Künste beweisen darf. Aus der Perspektive der fiktiven Figur Léonard Minet wird ein Tag im Leben eines jungen Perückenmachers erzählt, der in schwierigen Zeiten sein Schicksal in die Hand nimmt und alles daransetzt, um seinen Traum wahr zu machen. Seine Biografie, die anhand von zeitgenössischen Quellen rekonstruiert wurde, basiert auf realer Alltagsgeschichte.
Einmal quer über den australischen Kontinent, vom Indischen Ozean bis zum Pazifik, von Perth im Westen nach Sydney im Osten, das ist der Indian Pacific. Vier Tage dauert die mehr als 4.300 Kilometer lange Reise durchs Outback, die sengend heiße Nullarbor-Ebene und die Blue Mountains. An Bord des fast einen Kilometer langen Zuges befinden sich drei Fünf-Sterne-Küchen, luxuriöse Abteile und gemütliche Loungewagen. So wird die Fahrt durch die faszinierende Landschaft Australiens unvergesslich.
Weltweit tauchen immer wieder rätselhafte Funde auf. Auch in dieser Staffel von "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Menschen nutzen seit Jahrtausenden unterschiedlichste Methoden, um sich zu verständigen. Vieles wurde bereits entziffert, doch so manche Nachricht aus der Vergangenheit entzieht sich bis heute hartnäckig der Entschlüsselung. Als der berüchtigte Seeräuber Olivier Le Vasseur 1730 auf der Insel La Réunion hingerichtet wird, hinterlässt er ein Vermächtnis, das Schatzsucher bis heute in Atem hält: ein Pergament mit einer verschlüsselten Nachricht, die angeblich zu dem von ihm versteckten Schatz führt. Fast 200 Jahre galt das Schriftstück als verschollen, doch 1923 tauchen plötzlich Hinweise darauf auf. Trotz scheinbar erfolgreicher Dechiffrierung wurde der Schatz bis heute nicht gefunden. Ein anderes Manuskript, das ein Büchersammler 1912 angeblich in einer alten Jesuiten-Bibliothek entdeckte, gibt Wissenschaftlern weltweit bis heute Rätsel auf. Das vollständig in einer bis heute unbekannten Schrift verfasste Buch ist nach seinem Entdecker benannt und als Voynich-Manuskript bekannt. Die heute noch erhaltenen 102 Seiten sind mit zahlreichen Abbildungen versehen, die eine Einteilung in sechs Kapitel nahelegen, die sich anscheinend unter anderem mit pharmazeutischen, astronomischen und astrologischen Themen beschäftigen. Viel mehr lässt sich nicht sagen. Noch nicht einmal schriftliche Nachrichten sind am Sonnentor in Bolivien oder zu den sogenannten Sajama-Linien überliefert, Tausenden geradlinig angelegten Pfaden, die eine Region des bolivianischen Altiplano in der Nähe des Vulkanes Sajama durchziehen. Wer sie warum gemacht hat, wirft bis heute Fragen auf. Anders sieht es aus bei dem Kalender der Maya oder den ägyptischen Hieroglyphen. Ihre Entzifferung hat der Wissenschaft untergegangene Welten neu erschlossen. Die von Harald Lesch präsentierte Sendung richtet das Hauptaugenmerk neben der Präsentation von scheinbar Unerklärlichem auf neuere Forschungen, die Lösungsansätze bieten.
Josh Gates' weitreichende Suche nach der Wahrheit geht zu Ende: Mit modernster Technologie erforscht er die berüchtigtsten Schiffswracks und verschwundenen Flüge des Bermuda-Dreiecks. Findet er endlich Antworten für all die mysteriösen Ereignisse?
Die Zeit der Romanik ist bis heute eine Epoche, die jede Menge ungelöste Rätsel aufgibt. Was brachte die Menschen um die Jahrtausendwende dazu, Kirchen aufzurichten, die so mächtig wie Burgen Gottes in den Himmel ragten, und die einen regelrechten Wettstreit um Größe und Pracht der Kathedralen auslösten?
In der Johanneskirche zu Mainz wird ein Sarkophag geöffnet, der seit 1000 Jahren verschlossen war. In ihm ruht Erzbischof Erkanbald, der Mann, in dessen Zeit der Mainzer Dom erbaut wurde. Er ließ den damals größten Kirchenbau des Abendlands errichten, denn Mainz sollte mit dem Repräsentationsbau zum "Zweiten Rom" aufsteigen - und sein Erzbischof so zum Stellvertreter des Papstes avancieren. In Speyer entwarf nur wenig später König Conrad einen Dom. Seinem Salier-Geschlecht wollte Conrad eine Grablege schaffen, die in ihrem Ausmaß dem Anspruch nachkäme, den Gott selbst mit der Einsetzung der Salier als Kaiser-Geschlecht und damit oberste Weltenherrscher gesetzt habe. Der Konflikt mit den Ambitionen der Kirchenmänner war da unausweichlich. In Worms dagegen etabliert sich im 12. Jahrhundert noch ein weiterer "Mitspieler um die Macht": Das aufstrebende Bürgertum. Eine neue Epoche beginnt, in der das starre Machtgefüge der Romanik, das sich auch in ihren massiven Bauten abbildet, langsam aufbricht und Raum schafft für eine Baukunst, die der Offenheit und dem Licht huldigt: der Gotik.
Erwin Steinhauer, einer der beliebtesten Schauspieler im deutschsprachigen Raum, wird 75 Jahre alt und aus diesem Anlass zeigt der ORF ein unterhaltsames Portrait des Ausnahme-Künstlers.
Gemeinsam mit seinem Sohn und Schauspielkollegen Matthias Franz Stein macht er sich auf den Weg, um wichtige Stationen seines Lebens zu besuchen. Die beiden treffen auch bekannte WeggefährtInnen und FreundInnen - wie Ulrike Beimpold, Rupert Henning und Alfred Komarek. Es ist aber nicht nur eine gemeinsame Reise durch Erwin Steinhauers Vergangenheit, sondern auch ein Vater-Sohn-Roadmovie, denn gezeigt wird nicht nur der Künstler, sondern auch der Privatmensch dahinter, der Familienvater, Kollege und Freund. Die filmische Reise geht von Wien über das Weinviertel, Bad Ischl, Salzburg an den Millstätter See, Grado bis nach Valun, wo mit der Serie "Der Sonne entgegen" alles begann…
Elly Steiner ist Deutschlands älteste DJ, mit 76 Jahren rockt sie die Partyszene in Stuttgart und Umgebung. Mit feuerroten Haaren, Basecap und üppigen Tattoos ist sie eine für ihr Alter atypische Erscheinung. Seit mehr als 35 Jahren ist sie in der Szene unterwegs und legt als DJ Elly auf. Sie liebt es, Menschen mit Musik glücklich zu machen und den "Funken überspringen" zu sehen. Elly hat einen bewegten Lebensweg hinter sich - inklusive Depression und Drogensucht. Heute trinkt sie keinen Tropfen Alkohol mehr: Die Musik sei ihre neue Droge, sagt sie.
Zum 50. Geburtstag des Kölner Treff nimmt die 45-minütige Dokumentation die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch fünf Jahrzehnte Fernseh- und Zeitgeschichte. Im Mittelpunkt steht eine Sendung, die Generationen von Gästen, Themen und Publikum geprägt hat - und dabei immer auch ein Spiegel ihrer Zeit war.
Susan Link und Micky Beisenherz begleiten den Rückblick und öffnen den Blick auf prägende Gespräche, außergewöhnliche Gäste und Augenblicke, die im Gedächtnis geblieben sind.
Seltene Archivfunde, persönliche Erinnerungen und Blicke hinter die Kulissen erzählen davon, wie sich der Kölner Treff über die Jahre verändert, erneuert und weiterentwickelt hat. Dabei entsteht das Porträt eines Formats, das bis heute von Offenheit, Neugier und der Begegnung sehr unterschiedlicher Menschen lebt.
Kapitän Dave Marciano und Captain TJ Ott fahren Richtung Süden an die äußeren Ufer North Carolinas. Der Wettbewerb unter den Fischern ist hart, hoher Einsatz ist gefragt. Um Profit zu machen, verlassen die Männer die gewohnten Pfade und setzten sich mit neuen Techniken der Fischerei auseinander.
Kaimaneier sind eine optimale Proteinquelle. Aber Steven muss sich im Regenwald leise an das Nest heranschleichen. Denn das Muttertier hält sich möglicherweise ganz in der Nähe auf und könnte plötzlich aus dem Wasser springen. Dan und Waz haben es unterdessen auf einen Zitteraal abgesehen. Diese Spezies ist ebenfalls mir Vorsicht zu genießen, denn die Unterwasserbewohner erzeugen starke Stromstöße. Und das Frauen-Team baut in der Wildnis ein Floß. Dabei treffen in Peru starke Charaktere aufeinander. Zwischen Trish und Amber kommt es zu Reibereien.
Einen Katzensprung von Venedig entfernt liegt das Ferienidyll Marina di Venezia, der größte Campingplatz Europas. 12.000 Gäste können hier gleichzeitig dem Alltagstrott entfliehen - ein Großteil davon Deutsche. Client Manager Massimo und sein Team versuchen täglich, allen Urlaubern den Aufenthalt so erholsam wie möglich zu gestalten. Keine einfache Aufgabe, denn schon unglückliche Wetterbedingungen können Feiern und Events unter dem offenen Himmel Italiens buchstäblich ins Wasser fallen lassen.
Ein Tag in Bologna 1752 - Die Physikerin Laura Bassi
D 2024
45'
Laura Bassi ist Europas erste Philosophie-Professorin und die erste Frau weltweit, die einen Blitzableiter bauen will. Ihre Kollegen halten das für verrückt und boykottieren ihren Plan. Bologna feiert seinen Superstar Laura Bassi. Als sie mit 21 Jahren die Doktorwürde erhält, beschließt sogar der Papst, die talentierte Forscherin zu fördern. Trotzdem muss sich Laura immer wieder in der von Männern dominierten Welt der Wissenschaft durchsetzen. Laura Bassi ist keine Frau, die viel auf Konventionen gibt. Ein Zeitgenosse hat einmal über sie geschrieben: "Sie fürchtet sich vor niemandem." 1752 ist die Naturphilosophin fest entschlossen, am Turm der Universität von Bologna einen Blitzableiter anzubringen. Bologna mit seinen vielen Kirch- und Geschlechtertürmen ist besonders anfällig für Blitzschäden. Doch die Erfindung des Blitzableiters ist relativ neu, wenig erprobt und selbst in Wissenschaftskreisen umstritten. Auch Lauras männliche Kollegen halten ihren Plan für gefährlich, wenn nicht sogar für unverantwortlich. Laura Bassi lässt sich davon nicht abschrecken. Sie weiß aber, dass sie die mächtigsten Männer der Stadt auf ihre Seite bringen muss. Am besten wäre es, wenn nicht nur der Magistrat und der Vorstand der Universität, sondern auch der Legat des Papstes ihr ehrgeiziges Projekt unterstützen würden. So brillant Laura auch ist - als Frau werden ihr oft Steine in den Weg gelegt. Zwar erhält sie mit nur 21 Jahren die Doktorwürde und eine Professur für Philosophie an der Universität von Bologna, doch sie muss darum kämpfen, in den Leitungszirkel der Naturwissenschaftlichen Akademie aufgenommen zu werden. Dabei trägt sie wesentlich zur Verbreitung der damals noch jungen Experimentalphysik bei, steht in ständigem Austausch mit den größten Denkern und Universitäten ihrer Zeit und kennt die wichtigsten Forschungsarbeiten. Trotz ihrer Dreifachbelastung als Mutter, Ehefrau und ordentliche Professorin vertieft sie sich in das Thema Elektrizität und wagt schließlich das gefährliche Experiment mit einem Blitzableiter-Modell. Dazu hat sie die wichtigsten Entscheidungsträger Bolognas in ihr Heimlabor eingeladen. Der Ausgang des Versuchs entscheidet nicht nur über die Zukunft ihres Projekts, sondern auch über die Anerkennung ihrer Verdienste als Physikerin.
Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form. Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt. Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde. Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes. Die Größe des Platzes, die Form der Seitenmauern wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden. Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen".
Nervosität zu Reisebeginn gehört natürlich dazu: Reicht die Kondition? Was tun, wenn es einen Platten gibt? Hält das Wetter? Aber die ersten Kilometer auf dem Main-Radweg laufen gut. Zunächst geht es im Fichtelgebirge den Ochsenkopf bergab durch verwunschene Wälder und heimelige, verschlafene Dörfer.
Die erste Station ist Bad Berneck. Dort deckt sich die Radlerin mit Reiseproviant ein. Den holt sie sich in Form von Würsten bei der Metzgerei Leipold. Oberfranken hat nicht nur die größte Metzgereidichte in Bayern, sondern auch die besten Bratwürste, findet unsere Radlerin.
Ein paar Kilometer weiter, in Lanzendorf, trifft Kathrin Meyer auf eine Gruppe "Baille Maille" Spieler. Ein Ballspiel ähnlich wie Krocket, das früher der Modesport der Markgrafen war.
Die Reporterin liefert sich ein "Baille Maille" Match mit der Vereinsvorsitzenden Inge Tischer und - gewinnt!
Kulmbach ist die erste größere Stadt am Main-Radweg. Neben der Plassenburg besichtigt Kathrin Meyer die Jahrhunderte alten Kellergewölbe unter der Festung. Erich Olbrich findet sich in dem verschachtelten Netz der unterirdischen Gänge gut zurecht und führt die Radlerin zu einer antiquaren Flaschensammlung.
Von Kulmbach geht's weiter nach Bad Staffelstein, dort stößt man unweigerlich auf das Kloster Banz. Vor 900 Jahren haben hier die Benediktiner nach dem Prinzip "ora et labora gelebt", Gebet und Arbeit. Heute versucht die CSU auf Klausurtagungen sich vom klösterlichen Geist inspirieren zu lassen. Kathrin Meyer besichtigt die 300 Jahre alte Klosterkirche und lässt sich von Pfarrer Hans Alt das Allerheiligste präsentieren: eine in Bergkristall gefasste Reliquie des Heiligen Otto.
Der Main-Radweg wechselt immer wieder die Uferseiten. Vielerorts gibt's Brücken, aber einen Holzkahn, so wie ihn Fährmann Adolf Edelmann noch besitzt, gibt's nur in Nedensdorf.
Bei der Überfahrt erzählt der fast 80-jährige Pensionär, dass der Main nicht überall so heißt: "Bei uns heißt er Maa und in Schweinfurt unten Mee."
In Schweinfurt besucht die Fahrradfahrerin ein Künstlerpaar. Steff Bauer und Sören Ernst
haben sich in Liebe und Beruf gefunden und teilen sich seit acht Jahren ein Atelier. Sören fertigt gerade ein Wünschetor an: "Jeder, der das steinerne Tor passiert, dem geht ein Wunsch in Erfüllung." versichert Sören. Ein Teil des Kunstwerks steht bereits im örtlichen Wildpark. Kathrin Meyer testet, ob das Tor auch hält, was es verspricht.
Die Hälfte des Main-Radwegs ist geschafft. Ebenso wie die Allgäuer Berge, in denen Kathrin Meyer aufgewachsen ist, prägt auch so ein großer Fluss den Charakter der Menschen. Und vielleicht - so findet unsere Radlerin - sind Fluss-Menschen ein bisschen weltoffener und abenteuerlustiger als die Bergbewohner.
1144 wird die Kirche St. Denis bei Paris eingeweiht. Der Bau lässt die Menschen staunen: Licht, Glas, Spitzbögen und Kreuzrippen. "Es werde Licht!" lautet die Botschaft, die von dieser Kirche ausgeht und die eine ganze Epoche dazu anspornt, immer größere und lichtere Kathedralen zu schaffen: die Gotik. Ein regelrechter Wettkampf um den größten und schönsten Bau entbrennt. Das gotische Bauprinzip stachelt die mittelalterlichen Baumeister zu immer kühneren Konstruktionen an. In Freiburg, Straßburg und Ulm entstehen die weltgrößten Kirchen ihrer Zeit. Immer höher zum Himmel sollen sie aufstreben.
Josh Gates landet in der Normandie. Dort bricht er zu einer Expedition auf und geht den bedeutendsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs an Land, in der Luft und zur See auf den Grund. Dabei entdeckt er einen riesigen deutschen Bunker-Komplex, der seit 75 Jahre unter der Erde verborgen liegt.
Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.