Die Dokumentation "Wie wir wurden, was wir sind (1975-1985)" widmet sich den Ereignissen, die das kollektive Gedächtnis der Österreicher maßgeblich beeinflussten. Zu diesen zählen strahlende Siege, bittere Niederlagen, schockierende Unfälle und auch große politische Veränderungen. So markiert der Überfall und die Geiselnahme in der OPEC-Zentrale in Wien einen Wendepunkt. Der Polizist Ernst Wallaschek berichtet von jenen Tagen. Fristenlösung und "der Mundl" sind Aufreger, während den legendären Ausruf von Edi Finger beim 2:3-Sieg Österreichs gegen Deutschland "Tor, Tor, Tor - i werd narrisch!" heute noch jeder Österreicher kennt. Es ist ein Ereignis, um das sich im Laufe der Jahrzehnte diverse Mythen gebildet haben. Herbert Prohaska erinnert sich daran wie es wirklich war. Dieser Zeitraum ist aber auch von unvergesslichen Unfällen gezeichnet, bei denen die Beteiligten mit einem blauen Auge davongekommen sind. Friedrich Fürst erzählt, wie die Reichsbrücke unter ihm einstürzte und wie er das Unmögliche schaffte - überlebte. Auf der politischen Ebene ist diese Zeit eine der spannendsten in der Zweiten Republik. Aus einer neuen politischen Bewegung entsteht eine Partei: Freda Meissner-Blau, die Gründerin der "Grünen", behandelt die Tage von der Besetzung der Hainburger Au bis zur Parteigründung. Der Richter Hans-Christian Leiningen-Westerburg erzählt von der Suche nach der "Lucona" und über den Mordprozess gegen Udo Proksch.
Bei der Fleckviehversteigerung in Freistadt in Oberösterreich verraten Klang und Aussprache der Bauern sehr schnell, wer ein "Hiesiger" und "Dasiger" ist, also ein Einheimischer oder einer von auswärts. Dialektforscher Wolfgang Stöckl hat ein mehr als 30.000 Wörter umfassendes Wörterbuch zur oberösterreichischen Mundart verfasst - gespickt mit zahlreichen Schimpf- und Scherzwörtern. Wenn die Vorarlberger loslegen, gibt es meist ein großes Fragezeichen: Was hat er gesagt? Während alle österreichischen Mundarten dem bayrischen Sprachraum zugezählt werden, wird nur hinter dem Arlberg ein alemannischer Dialekt gesprochen. Die Ötztaler Mundart wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt.
In der Volksschule Gries werden Schüler noch in ihrem Ötztaler Dialekt unterrichtet. In Timau im italienischen Friaul gibt es das "Tischlbongarisch", eine Mischung aus Kärntnerisch und Altdeutsch. Eine Sprachinsel, in der sich österreichische Mundart meist besser erhalten hat als hierzulande. Wir treffen auf bodenständige Typen, die mit Hingabe und Humor ihre "Muttersprache" pflegen. Es wird authentisch in Mundart gesprochen - ganz egal ob auf dem Markt, auf dem Bauernhof oder in der Schule. "Hiesige und Dasige - Österreichs Mundart" macht Laune, genauer hinzuhören und zeigt, Dialekte sind in manch einer Gegend zurückgedrängt worden, aber in anderen dafür wieder umso lebendiger.
Der Trans-Europ-Express TEE galt als König des europäischen Schienennetzes. Die Züge des TEE: legendär, nicht nur aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit.
Sein Komfort machte das Reisen zu einem Luxuserlebnis. Der Kontinent sollte auf der Schiene zusammenwachsen. In den 1950er-Jahren wird dieses grenzüberschreitende Eisenbahnprojekt zum Sinnbild für das Zusammenwachsen Europas.
Nachdem in Gwinnett County, im Bundesstaat Georgia, ein Vater von drei Kindern vor seiner Haustür ermordet wurde, müssen seine Familie und Freunde erst einen schrecklichen Verrat verarbeiten, um die Mörder vor Gericht zu stellen.
Mit Mark Bremer, Robin Brosch, Henry Chadwick, Uta Delbridge, Holger Dexne, Julia Fölster, Jesse Grimm, Tammo Kaulbarsch, Heiner Kock, Martin Lohmann, Tetje Mierendorf, Ela Nitzsche, Simona Pahl, Kristina von Weltzien, Nina Witt
Amy Bruni, Adam Berry und Chip Coffey untersuchen ein altes Krankenhaus in South Pittsburg, Tennessee. Einst ein Leuchtfeuer der Hoffnung, beherbergt die Klinik nun die Geister der Toten. Und die sind nicht freundlich. Der Eigentümer Ronnie Dooley restauriert das Gebäude und verwandelt es in eine paranormale Forschungseinrichtung, in der Untersuchungstheorien und -praktiken getestet werden können. Doch mit jeder Renovierung kommt es zu einer Welle aggressiver paranormaler Aktivitäten. Er macht sich Sorgen, dass das Gebäude nicht mehr sicher ist. Die Situation muss entschärft werden, aber wie?
Travis Kelce, der Tight End der Kansas City Chiefs, ist mit Taylor Swift liiert. Und einige Male wurde die erfolgreiche Musikerin auch schon im Football-Stadion gesichtet. Beim Auswärtsspiel in Ohio ist der Superstar zwar nicht vor Ort, aber das können ihre Fans nicht wissen. Die Sicherheitskräfte müssen in der Arena der Cleveland Browns dafür Sorge tragen, dass sich vor den Logen keine Menschentrauben bilden. Auf den Zuschauerrängen sind die Security-Mitarbeiter ebenfalls gefordert, denn einige Störenfriede ignorieren hartnäckig die Verhaltensregeln.
Die Crew von "Integrated Operations" bereitet auf Vancouver Island Stämme vor, die vom Schwerlasthubschrauber S-64 aus einem Canyon geholt werden sollen. Eine junge Ersatzpilotin muss sich beweisen, als sie Teammitglieder mit einem Bell 206 in das bergige Gelände fliegt. Das Rücken der Stämme kann beginnen, muss aber unterbrochen werden, als der Wind so stark wird, dass der S-64 nicht mehr fliegen kann. Die Uhr tickt, denn Integrated hat den Heli nur für vier Tage gebucht.
Die Ruinen der französischen Kleinstadt Oradour-sur-Glane sind ein Mahnmal für die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Was geschah hier im Juni 1944? Außerdem: Sealand ist ein selbsterklärtes Fürstentum vor der Ostküste Englands. Seit ihrer Gründung im Jahr 1967 hat die Mikronation eine bewegte Geschichte, in der sogar schon James Bond eine Rolle spielte. Und: Wie die Gefängnisinsel Alcatraz in den 70ern zum Symbol für die Rechte der indigenen Ureinwohner Amerikas wurde.
US-Präsident Donald Trump, Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte, hat sich für einen Angriff auf den Iran entschieden. Doch welche Gründe für diese Entscheidung hatte der US-Präsident?
Die kleine bayerische Gemeinde Reichling ist ein Maikäfer-Hotspot in Deutschland. Doch auf einmal scheinen die Sumsemänner weniger zahlreich zu werden.
Rund 500 Kilometer radelt Reporter Peter Jagla durch das Braunschweiger Land: von der Löwenstadt Braunschweig durch Harz und Heide.
Auf seiner Reise wird er begleitet vom Rad-Enthusiasten Thomas Kempernolte. Zwischen Wolfsburg, Salzgitter und Helmstedt entdecken sie spannende Orte, treffen interessante Menschen und erleben actionreiche Abenteuer zum Nachmachen. Geführt werden sie durch eine spezielle App, die von jedem kostenlos genutzt werden kann.
Auf ihrer Tour erfahren Peter und Thomas, wie der Lachs wieder nach Niedersachsen kommen soll, wie viel Kraft Wasser- und Windenergie haben und warum im Glockenpalast Gifhorn nie Glocken gegossen wurden.
Die beiden tauschen das Fahrrad auch gegen andere Transportmittel aus: ob auf Wasserski oder im Kajak in Schladen, auf selbst gebauten Bergbau-Rädern in Goslar, beim Paragliding in der Luft oder auf dem Trecker: Die "Nordtour unterwegs" zeigt Freizeittipps für jeden Geschmack und jedes Alter.
Andreas Werner, Britta Hofmeister und Hund ihr Toni wagen ein neues Camping-Abenteuer. Mit ihrem 8 Meter 50 langen Wohnauflieger will das Paar aus Dorsten dieses Mal nach Sardinien.
Erstes Ziel ihrer Camper-Tour ist die Costa Smeralda. 55 Kilometer lang, gesäumt von Luxusvillen und Nobelhotels. Die beiden Camper stehen nicht auf Glamour, aber der Schickimicki-Ort Porto Cervo soll auch typisch Sardisches zu bieten haben.
Eine Bootstour zur Nordspitze Sardiniens darf auch nicht fehlen. Das Maddalena Archipel ist ein Nationalpark mit 60 Inseln. Ein Taucher-Hotspot, mit einer faszinierenden Unterwasserwelt. Aber auch für Schnorchler gibt es einiges zu sehen.
In Valledoria, 80 Kilometer westlich von Porto Cervo, gibt es eine Winzer-Familie, die die sardischen Rebsorten Cannonau und Vermentino anbaut. Die Fahrt dorthin gewährt einen fantastischen Blick auf die Meerenge von Bonifacio. Britta erlebt aber noch einen magischen Moment, bei einer Kanu-Tour auf der Flussmündung des Coghinas.
Bei Alghero liegt die Grotta di Nettuno. So mancher Besucher saß hier schon fest, weil Boote wegen des rauen Meeres nicht ablegen konnten. Das schreckt beide aber nicht, ein bisschen Abenteuer ist sogar erwünscht.
Beziehungen sind auf dem Land in Brandenburg noch wichtiger als in der Anonymität Berlins. Das erleben vor allem Hannah und Anne. Beide sind Singles und jeweils allein aus der Großstadt ins Oderbruch gezogen - und werden hier beste Freundinnen. Sie träumen davon, zusammen ein Café aufzumachen - müssen diesen Traum aber aufgeben.
Den enormen Herausforderungen für Polizeiteams in sozialen Brennpunkten widmet sich das Format "Neighbourhood Blues" - das SPORT1 als deutsche Erstausstrahlung präsentiert: Die Serie wurde für die BBC extra für die Daytime produziert, um den Nachmittag zu stärken - mit großem Erfolg! "Neighbourhood Blues" wurde zum stärksten Programm auf seinem Slot mit Marktanteilen von 20 Prozent und mittlerweile an Sky UK lizensiert. Die Serie thematisiert Polizeieinsätze in Problemvierteln von Großbritanniens Großstädten, in denen Alkoholmissbrauch, Hausbesetzungen sowie Drogen- und Waffendelikte an der Tagesordnung sind.
"ATV - Die Reportage" zeigt das bunte Marktleben in Österreich. Ein exotisches Warenangebot bietet der Viktor-Adler-Markt in Wien. Hier werden exotische Artikel wie Kutteln verkauft. Erste Priorität auf dem Grazer Kaiser-Josef-Markt haben dagegen selbst hergestellte Produkte. Verkäufer Gerhard Luttenberger steht dafür bereits um drei Uhr morgens auf und schneidet Gemüse klein. Auf dem Brunnenmarkt in Wien ist einer der Traditions-Würstelstände der Hauptstadt zu Hause.
Sozial- und Wirtschaftsreformen sind dringend notwendig. Doch wo muss wirklich angesetzt werden, um Deutschlands Wirtschaft wieder zu alter Stärke zu führen? Reichen Gipfelgespräche im Kanzleramt, um dort zu wirken, wo das Herz der deutschen Wirtschaft schlägt - im Mittelstand? Die Dokumentation beleuchtet den Alltag familiengeführter Mittelständler und fragt nach Stärken und Schwächen des Standorts Deutschland.
In der westkanadischen Provinz British Columbia sitzen die Holzfällerteams gerade mitten in der Übergangsphase zwischen Winter- und nächster Sommersaison. Und auch jetzt muss dabei in der vorgegebenen Zeit eine bestimmte Fläche fertig und das Holz auch abtransportiert werden. Auf Vancouver Island geht es bei den Heli-Holzfällern von Integrated Operations dabei um Stämme im Wert von Millionen.
Kann die EU sich noch auf den atomaren Schutzschirm der Amerikaner verlassen? Emmanuel Macron kündigt bei seiner Grundsatzrede auf dem Marinestützpunkt Ile Longue an, dass er sein Nukleararsenal ausbauen will, um Frankeich und Europa zu schützen. Was bedeutet das für Deutschland und die NATO?
Der historische "Goldenpass Belle Époque", ein Nachbau des "Golden Mountain Pullman Express" der 1930er-Jahre, ist ein Zug der Extraklasse. Er bietet zugleich Nostalgie, Luxus und Abenteuer.
Zweimal am Tag fährt er vom palmengesäumten Ufer in Montreux nach Zweisimmen im Berner Oberland. Dafür schlängelt er sich durch die Weinberge des malerischen Lavaux und passiert auch die historischen Werkstätten der Montreux-Berner Oberland-Bahn in Chernex.
Durch den Jaman-Tunnel auf 1100 Metern Höhe verlässt der "Goldenpass Belle Époque" den Kanton Waadt und kreuzt den Kanton Freiburg und damit das Greyerzer Tal. Die Käse der Region sind auf der ganzen Welt beliebt. Jahrhundertelang wurden die Milchprodukte von Gruyère über den Jaman-Pass bis nach Montreux oder Vevey auf dem Rücken von Maultieren transportiert. Pierre Gendre versucht mit seinen Maultiertouren ein Kulturgut zu bewahren und an junge Leute weiterzugeben.
Die Etappe zwischen Monbovon und Rossinière gehört zu den eindrücklichsten Landschaften, die der "Goldenpass Belle Époque" durchfährt. Es geht vorbei am Lac du Vernex, einem Stausee, der von der Saane gespeist wird. Bekannt ist das Tal für seine Tradition des Scherenschnitts. Pionier war Jean-Jacques Hauswirth. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, holte der arme Köhler Papier und Schere hervor und machte Scherenschnitte. Diese tauschte er dann gegen Mahlzeiten ein. 1871 starb Hauswirth. Aber die Tradition lebt weiter. Corinne von Karnstädt macht Scherenschnitte und zeigt ihr filigranes Kunsthandwerk.
Maxim Lenoir steuert den "Goldenpass Belle Époque" mit viel Fingerspitzengefühl. Seinen Traumberuf als Lokführer, den erfüllt sich Maxim auch privat, denn zu Hause geht die Fahrt einfach weiter. Unter dem Dach seines Hauses baut Maxime die Strecke vom Montreux nach Zweisimmen mit viel Liebe zum Detail nach.
Der Bahnhof von Château-d'Oex ist preisgekrönt und ein touristischer Hotspot für Eisenbahnfreunde und Kunstliebhaber gleichermaßen. Das Stationsgebäude besteht komplett aus Holz und wurde in seinen alten Chalet-Stil zurückgebaut. Aber das Beste liegt unter den Gleisen: Die preisgekrönte Unterführung zeigt mit aufwendigen Wandmalereien des Franzosen Franck Bouroullec die Geschichte der Gegend und zeugt vom Handwerk und den Traditionen dieser Region.
Der "Röstigraben" markiert inoffiziell und mit großem Augenzwinkern die Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischen Schweiz. Der "Goldenpass Belle Époque" überquert den Röstigraben nach Rougemont, lässt die französischsprachige Schweiz hinter sich und befindet sich ab Saanen im Berner Oberland - und damit in der deutschen Schweiz.
Saanen ist eines der schönsten Chaletdörfer des Berner Oberlandes. Die Saanengeiß - ohne Hörner - ist das Wahrzeichen des Orts. Aber mindestens genauso bekannt ist der blumenverzierte Bahnhof, den die 85-jährige Silvia Gysler mit viel Liebe hegt und pflegt.
Gstaad ist mit 1049 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchsten Orte auf der Strecke des "Goldenpass Belle Époque". Nachdem Gstaad 1905 an die Eisenbahn angeschlossen wurde, entwickelte sich das kleine Dorf zu einem mondänen Ort für den internationalen Jetset. Davon profitierte auch das Grandhotel "Gstaad Palace". 1913 öffnete das Haus seine Pforten. Seitdem genossen unzählige Berühmtheiten ihre Drinks an der Hotelbar: Louis Armstrong, Feldmarschall Montgomery, das Skandalpaar Elizabeth Taylor und Richard Burton und Roger Moore.
Züge wie der "Goldenpass Belle Époque" bringen täglich Hunderttausende von Fahrgästen sicher und schnell bis in die entlegensten Winkel der Schweiz. In aufwendigen Landschaftsbildern porträtiert der Film einen Zug der Extraklasse und erzählt von Menschen, die an seiner Strecke arbeiten und leben.
Das Passagieraufkommen steigt und immer modernere Flugzeuge werden in kurzer Zeit in Dienst gestellt. Gleichzeitig wächst der Bedarf, Waren per Luftfracht zu verschicken. Und so werden Passagierflugzeuge in Cargoflieger umgebaut. Diese "Passenger to Freighter"-Umwandlungen sind mittlerweile ein wichtiges Mittel zur Bewältigung der Nachfrage an Frachtmaschinen. Die 24h-Lieferangebote diverser Onlinehändler benötigen eigene größere Flotten an Flugzeugen und kurbeln damit den Umbaumarkt an.
"agra Markkleeberg - Universität im Grünen" - diesen Slogan kannte zu DDR-Zeiten jeder. Die kleine Stadt war dank der Landwirtschaftsschau zwischen Kap Arkona und Fichtelberg ein Begriff. Alljährlich im Sommer kamen bis zu 750.000 Besucherinnen und Besucher. Es war eine Messe der Superlative, die agra war wie eine Stadt in der Stadt und das Aushängeschild der DDR-Landwirtschaft.
Angefangen hatte alles 1946 auf dem Rathausplatz von Markkleeberg mit einer Gartenbauausstellung. Nach dem Krieg sollten die hungrigen Leipzigerinnen und Leipziger gezeigt bekommen, wie sie sich selbst ernähren können. Die Ausstellung wuchs sprunghaft, zog um in den benachbarten Landschaftspark, den der Verleger Paul Herfurth um 1900 anlegen ließ.
Schnell war die agra das Schaufenster der DDR-Landwirtschaft, erklärt Brigitte Wiebelitz, die letzte Direktorin vor der Wende und die erste danach. "Die LPG-Bauern sollten lernen, mehr, besser und billiger zu produzieren." Legendär waren die großen Tierschauen und die Landtechnikparaden mit faszinierenden Choreografien von Mähdreschern und Traktoren. Wie auf allen Messen, wurden natürlich Neuheiten, Exotisches und Superlative präsentiert.
Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze war schon als Kind regelmäßiger agra-Besucher: "Da konnte man viele Dinge sehen, die es in der DDR sonst nicht gab, wie echte Thüringer Rostbratwürste oder Milch in Tetra-Packs."
Mit dem Ende der DDR schien auch das Ende der agra besiegelt. Doch Brigitte Wiebelitz und andere Enthusiasten retteten die Agrarausstellung in die neue Zeit. Das hieß aber auch, Abschied zu nehmen von Markkleeberg, denn die neue agra wird seit 2005 auf der Neuen Messe in Leipzig veranstaltet. Der ursprüngliche Veranstaltungsort ist heute ein Erholungsgebiet. Und die Markleeberger haben für ihren Herfurthschen Park ganz neue Pläne.
"Technik, Tiere, Sensationen" - ein Film übers Staunen, Lernen und Feiern, über den Wandel der Landwirtschaft und der agra in den vergangenen Jahrzehnten.
Das Allgäu, Oberbayern, Mittelfranken und Niederbayern sind die Ziele, die Stofferl Well mit seinem alten Motorrad ansteuert. Im Beiwagen seine Instrumente, macht er sich auf die Suche, wie es in diesen Regionen klingt. Stofferl Well trifft beim Strawanzen Junge und Alte, die dort wohnen, die mit ihm musizieren und ihm die besonderen "Fleckerl" ihrer Heimat zeigen.
Die Affäre um Kurt Waldheim dominiert die Schlagzeilen. Heinz Nussbaumer zeichnet ein Bild von der Affäre rund um den wie zum Trotz gewählten, international isolierten Bundespräsidenten. Während Waldheim die Einreise in die USA verwehrt bleibt, erklimmt ein junger Österreicher mit "Rock me Amadeus" den ersten Platz der amerikanischen Charts. Musikerkollege und Intimus Peter Vieweger erinnert sich an Falco. Auch die Uraufführung von Thomas Bernhards Stück "Heldenplatz" sorgt für Aufregungen und Proteste. An den Aufstieg Jörg Haiders erinnert sich Siegfried Kampl. 1989 fällt der Eiserne Vorhang, die Grenzen sind offen: der ehemalige Botschafter und Diplomat Martin Eichtinger lässt diese Tage noch einmal Revue passieren. Noch jedem bekannt ist der Name Franz Fuchs: Eine Serie von Briefbomben erschüttert in den 1990er Jahren das Land, unter den Opfern ist der ehemalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. Der Untersuchungsrichter Erik Nauta berichtet darüber.
Brokkoli, Salat, Kartoffeln, Erdbeeren und Äpfel werden in Norddeutschland angebaut. Aber was passiert eigentlich mit dem Raps von den riesigen Feldern, die im April und Mai gelb leuchtend den Frühling einläuten? Wer weiß, wie aus Rüben Zucker wird? Und wer hätte gedacht, dass in Norddeutschland selbst Exoten wie Tabak oder Nektarinen gedeihen? Vanessa Kossen und Daniel Sprehe sind unterwegs im Norden: auf Feldern, in Verpackungsstraßen, in Ställen und auf großen Maschinen und zeigen die Vielfalt der Landwirtschaft.
In Schwalmtal im Kreis Viersen beginnen Sabrina (27) und Robin (31) ihr Camping-Abenteuer. Seit einem Jahr rüsten die Handwerkerin und der gelernte KFZ-Mechatroniker ihren 24 Jahre alten Transporter für das Camperleben um. Jetzt ist es endlich soweit: Ihr erster großer Trip führt sie nach Italien. 2.700 Kilometer wollen sie auf ihrer Reise zurücklegen. Sie beginnen ganz romantisch in Verona, der Stadt von Shakespeares "Romeo und Julia". Weiter geht es nach Modena, dem Eldorado der italienischen Luxusautomobile. Hier geht Robins Traum in Erfüllung: Er darf selbst einen PS-starken Wagen fahren.
Ihre Tour führt sie weiter an die Adriaküste nahe Comacchio, wo sich "Pferdemädchen" Sabrina ihren Kindheitstraum erfüllen und zum ersten Mal an der Küste des Meeres entlang reiten möchte.
In Rimini erkunden sie nicht nur die beliebten Sandstrände, sondern auch die historische Altstadt und lernen die Geschichte der Stadt kennen. Ein Highlight ist das ehemalige Fischerdorf Borgo San Giuliano, berühmt für seine farbenfrohen Wandmalereien und die Verbindung zum legendären italienischen Regisseur Federico Fellini. Auf ihrem Roadtrip tauchen Sabrina und Robin nicht nur in die italienische Kultur ein, sondern testen auch, ob sie als frisch verliebtes Paar auf knapp 4 Quadratmetern zurechtkommen und ob ihr selbst ausgebauter Van der richtige Reisebegleiter ist.
Die Sehnsucht, aufs Land zu ziehen, haben viele Menschen im teuren und überfüllten Berlin. Aber wovon soll man leben da draußen? Wir zeigen drei Geschichten von Mutigen, die nicht nur an ihren Sehnsuchtsort ziehen, sondern dort auch gleich noch ihren Traumjob verwirklichen wollen:
Das Handwerk hat Nachwuchssorgen. Ende 2024 fehlten hier bereits mehr als 110.000 Fachkräfte. Ein Grund ist, dass mehr in Rente gehen, als Auszubildende nachrücken. Doch auch das wenig glamouröse Image der Branche spielt dabei eine Rolle. Die Dokumentation lässt Betriebe zu Wort kommen, besucht eine Messe, die das Handwerk attraktiver machen will und schaut Menschen über die Schulter, die auf Do-it-yourself setzen.
Kurz vor Weihnachten wird bei einem Raubüberfall ein Mann getötet. Die Staatsanwälte werden versuchen, eine Jury davon zu überzeugen, einen Mann wegen Mordes zu verurteilen, auch wenn er den tödlichen Schuss nicht abgefeuert hat.
Mit Mark Bremer, Robin Brosch, Holger Dexne, Jesse Grimm, Heiner Kock, Martin Lohmann, Tetje Mierendorf, Ela Nitzsche, Simona Pahl, Flemming Stein, Kristina von Weltzien, Jens Wendland, Nina Witt
Betrunkene Football-Fans, die sich kaum noch auf den Beinen halten können, Vermisstenmeldungen und streitlustige Rowdys: Beim letzten Spiel der Saison sind die Polizei, Security und Sanitäter im US-Bundesstaat Ohio zwar gut beschäftigt, doch beim Aufeinandertreffen der Cleveland Browns und der Miami Dolphins ereignen sich keine kritischen Vorfälle, die nachhaltig die Sicherheit im Stadion gefährden. Aber dann entdeckt das Einsatzpersonal bei den Logen eine verdächtige Tüte - und ein Spürhund schlägt an. Hat jemand in der Arena Sprengstoff platziert?
Das Rezept gegen das Wirtshaus-Sterben scheint gar nicht so kompliziert zu sein. Die Wirtshäuser im hinteren Winkel des Grundlsees und des Gesäuses zählen auf die Dorfgemeinschaft. Die bäuerliche Dorfstruktur hält die Wirtshäuser am Leben. Und die Wirtshäuser wiederum die Dorfgemeinschaft. Dieser Zusammenhalt und die Stammtische sind die Grundzutaten für die noch überraschend lebendige Wirtshaus-Kultur am Grundlsees und im Gesäuse.
"BR Retro" zeigt in seiner Ausgabe "Maibaumbräuche" zwei Archivfilme mit unterhaltsamen Facetten des bayerischen Maibaum-Brauchtums. Die historischen Aufnahmen zeigen, wie lebendig und eigenwillig bayerische Traditionen gepflegt werden.
Im mexikanischen Juventino Rosas ist eine Forschergruppe auf der Suche nach einer furchterregenden Kreatur, die hier gesichtet wurde: Eine Hexe, die mit mächtigen Dämonen in Verbindung stehen soll. Der heimtückischen Sagengestalt wurde der Name La Lechuza verliehen. Sie hatte einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, wurde deshalb ermordet und kam als ungeheuerlicher Vogel mit dem Kopf einer Frau zurück. Trotz der Schauergeschichten machen sich die Männer in der Dunkelheit auf die Suche und hören bald ein markerschütterndes Lachen. Außerdem: In Kentucky stattet ein Geist einer Schnapsbrennerei seinen Besuch ab.
In einer zehnjährigen Geheimmission begeben sich zwei Amateur-Spione in das gefährlichste Regime der Welt. Sie wollen Nordkoreas Verstrickungen in den internationalen Waffenhandel aufdecken. Es gelingt ihnen, über die "International Korean Friendship Association" in höchste Kreise der Diktatur vorzudringen. Mit versteckten Kameras dokumentieren sie ihre Verhandlungen über den Bau einer illegalen Waffenfabrik in Uganda.
Österreich und vor allem die Hauptstadt Wien erfreuen sich weltweiter Beliebtheit als Austragungsort der eigenen Hochzeit. Nicht nur durch die "Sissi"-Filme sind die Vorstellungen der anreisenden Gesellschaft klar vorgegeben. So feiert unter anderem eine waschechte chinesische Prinzessin in Schloss Schönbrunn ihre weiße Traumhochzeit. Doch auch Österreicher mit kosmopolitischen Wurzeln bringen immer wieder neue Würze in die hiesigen Hochzeitstraditionen.
Es ist Sommer. Für Integrated Operations beginnt die letzte Phase ihres Großprojekts: das Verladen von Holz im Wert von vier Millionen Dollar auf eine riesige Schute. Aber die Sache verläuft nicht so reibungslos wie gedacht. Ein Sturm droht die Stämme, die im Wasser gelagert werden, wegzuspülen. Und das Verladen an sich erweist sich als gefährlich für Mensch und Maschine.
Die Jurasüdfusslinie gehört zu den schönsten Bahnstrecken der Schweiz. Entlang der französischen und deutschen Sprachgrenze geht die Reise am Westufer des malerischen Lac Léman bis Genf.
Vom Dreiseenland fährt der Zug Richtung Süden in das idyllische Lavaux, die bekannteste Weinregion der Schweiz. Zwischen Vevey und Morges geht es für ein kurzes Stück weiter mit dem Schiff über den Lac Léman. Die letzte Etappe nach Genf reist man dann wieder mit dem Zug.
Schön, aber noch weitgehend unbekannt ist die sogenannte die Jurasüdfusslinie. Am Bielersee beginnt die Reise. Der Zug passiert die Südhänge des Juras, wo die Sonne die Reben kräftig gedeihen lässt.
Danach geht es weiter entlang des Neuenburgersees durch das "Grosse Moos", die Gemüsekammer der Schweiz. In Murten lebt der 13-jährige Leonard Riesen. Er ist der jüngste Museumsdirektor der Schweiz und sammelt Bahnutensilien für seine Ausstellung.
Richtung Süden schlängelt sich der Zug gemächlich durch das Freiburgerland. Nach dem Tunnel bei Puidoux eröffnet sich dem Zugreisenden ein magischer Anblick: Im Vordergrund die Weinreben des Lavaux, dahinter schimmert blau der Genfersee, und in der Ferne zeigen sich die verschneiten Hänge des majestätischen Montblancs.
Die Weinberg-Terrassen des Lavaux zählen seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Familie von Christelle Conne betreibt dort seit Generationen ein Weingut und erlaubt dem Filmteam einen Blick hinter die Kulissen.
Ein Stück der Reise geht es mit dem historischen Belle-Époque-Zug von Blonay nach Chamby. Die Fans alter Lokomotiven kommen dabei voll auf ihre Kosten. Mit an Bord ist der Zugchef Alain Candellero. Seit 1982 ist er Mitglied des Museumsvereins, der die Bahn betreibt. Ab Vevey geht es weiter, diesmal auf dem Wasser und per Dampfschiff bis nach Morges. Für die letzte Etappe geht es wieder auf die Schienen entlang des Lac Léman hinunter bis nach Genf.
Jana Beller gewann 2011 die TV-Show "Germany's Next Topmodel". Heute ist sie Geschäftsfrau und führt in Bochum zwei Filialen einer der modernsten Backshop-Ketten Europas. Modelmaße und Gebäck - passt das denn zusammen? Und wie! Die Jungunternehmerin gibt Einblicke ins Geschäft mit den süßen und salzigen Snacks. Schockgefrostet werden die Brote und Süßspeisen aus einer zentralen Produktion in die einzelnen Shops geliefert und an hungrige Laufkundschaft verkauft.