Diesmal begibt sich Johann-Philipp Spiegelfeld auf Entdeckungstour in die Steiermark, nach Schloss Strechau.
Hoch über dem steirischen Paltental thront die imposante Burganlage, die auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblickt. Spiegelfeld, studierter Historiker und selbst einem ehemaligen österreichischen Adelsgeschlecht entstammend, erhält von Familie Boesch eine exklusive Privatführung durch die ehrwürdigen Gemäuer - und taucht dabei tief in die Familiengeschichte, verborgene Schätze und historische Kuriositäten des Anwesens ein.
In gewohnter Manier verbringt Johann-Philipp zwei Tage mit den Gastgebern, lässt sich von der Architektur, dem historischen Interieur und dem ganz besonderen Alltag hinter den dicken Mauern faszinieren - und nimmt das Publikum wieder mit auf eine Reise, die Geschichte lebendig werden lässt.
Nie in der Geschichte Russlands hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB größere Macht als heute. Um seine Ziele durchzusetzen, nutzt er Betrug und Korruption - sowie im Auftrag des Kreml auch Mord. Vier Menschen im Exil erzählen von ihren Erfahrungen. Sie wehrten sich gegen staatliche Willkür und wurden zur Zielscheibe. Wie weit kontrolliert der FSB die russische Gesellschaft?
Sie schreien, treten und schäumen. Die Allestester sind ganz in ihrem Element. Nicole und Detlef geraten beim Aufbau eines ungewöhnlichen Auto-Heckzeltes fast an den Rand der Verzweiflung. Während Matthias versucht, sich im heimischen Pool mit einer ungewöhnlichen Schwimmhilfe wie ein Frosch fortzubewegen, testet Andreas in der Badewanne ein skurriles Wellnessprodukt. Am Ende verraten die Allestester wie immer: Hot oder Schrott?
Lena arbeitet weiter daran, mehr Ordnung in ihr Leben zu bringen. Hoffnung setzt sie dabei in die geplante WG mit Ziehmama Pamela. Damian berichtet Brigitte derweil von seinem neuen Wäscherei-Job und bekommt klare Worte mit auf den Weg.
In Peterlee gestaltet Alan Titchmarshs Team für die 90-jährige Mary Ann Stevenson einen Garten mit duftenden Sitzplätzen und Rosen. Katie Rushworth erschafft einen Innenhof mit Wasserspiel, während David Domoney einen Rosenweg mit pastellfarbenen Kletterpflanzen anlegt. Danny Clarke verwandelt eine dunkle Gasse in eine einladende Nische mit hellen Landschaftselementen und schattenliebenden Pflanzen.
Mit Gerd Kilbinger, Volker Niederfahrenhorst, Daniela Bette-Koch, Fabienne Hesse, Arne Obermeyer, Hildegard Meier, Michaela Kametz, Silke Haupt, Stefan Naas
Vertuscht, verschleppt, verschleiert: Weil das DDR-Regime die Wahrheit fürchtet, sterben Säuglinge in einer Klinik, landet ein Unschuldiger im Gefängnis, und ein Mordfall bleibt ungeklärt. Politische Interessen, Geheimhaltung und strukturelle Abhängigkeiten behindern die Ermittlungen in drei DDR-Mordfällen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Viel zu spät gelingt es, Spuren nachzugehen und Unschuldige zu entlasten. Zwischen 1985 und 1986 sterben in der Städtischen Frauenklinik in Leipzig kurz nach der Geburt mehrere Säuglinge. Die Todesfälle bleiben zunächst ungeklärt. Die Sonderkommission der Staatssicherheit übernimmt die Ermittlungen. Die Spuren führen zu einer jungen Krankenschwester, Simona K. Eine Serienmörderin im staatlichen Gesundheitssystem? Für die DDR-Führung ein politischer Albtraum. Der Fall wird zur Chefsache des Ministeriums für Staatssicherheit. Stasichef Erich Mielke persönlich ordnet an: Alle Ermittlungen werden unter Verschluss gehalten. Denn der Ruf des sozialistischen Gesundheitssystems muss bewahrt werden. Die Krankenschwester wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeklagt und verurteilt. Die betroffenen Eltern erfahren erst nach der Wende, was wirklich geschehen ist. 1978 kommt es in Burgkemnitz zu einem brutalen Mord an Anneliese W. Ihr Ehemann hatte sie als vermisst gemeldet, nachdem sie von einem Betriebssportfest nicht nach Hause kam. Später wird ihre Leiche von Spaziergängern in einem Wald gefunden, der an das Sperrgebiet der sowjetischen Armee angrenzt. Ein Fährtenhund führt die Polizei bis vor das Tor der sowjetischen Kaserne. Alles deutet darauf hin, dass sowjetische Soldaten in den Mord verwickelt sind. Doch diese unterstehen der sowjetischen Kommandantur, den DDR-Ermittlern sind die Hände gebunden. Dann wird die Kripo auf den 21-jährigen Dachdeckergehilfen Rüdiger T. aufmerksam, er gesteht den Mord, trotz widersprüchlicher Aussagen und offener Fragen. Die Spur, die zu den sowjetischen Soldaten führt, bleibt mysteriös. Als 1979 die junge Krankenschwester Karin G. ermordet aufgefunden wird, übernimmt die Stasi-Sonderkommission die Ermittlungen. Karin G. aus Grevesmühlen ist die Tochter eines Oberleutnants der Volkspolizei. Unter Verdacht gerät sofort der Musiker Werner Engler, er ist der Geliebte des Opfers. Er hat ein Alibi, doch in den Vernehmungen wird er unter Folter zu einem Geständnis gezwungen. Hinweise auf den Volkspolizisten Horst K. als mutmaßlichen Mörder verschwinden dagegen in den Akten. Erst nach der Wende deckt ein Ermittler die Wahrheit auf und kommt dem echten Täter auf die Spur. Die drei dramatischen DDR-Kriminalfälle aus den 1970er- und 1980er-Jahren zeigen, wie die Staatssicherheit Verbrechen vertuscht hat. Experten, Zeitzeugen, Historiker und Psychologen analysieren die Ermittlungsarbeit und die staatliche Geheimhaltung im SED-System. Öffentliche Berichte über Schwerstkriminalität hatten in der DDR Seltenheitswert - zum Schutz des Volkes und des Landes. Doch auch im Sozialismus wurde gemordet, geraubt und betrogen.
Seraphine wird während der Schulpause auf der Straße von einem Auto erfasst und fliegt mehrere Meter durch die Luft. Sie kommt in die zentrale Notaufnahme der BG Unfallklinik Ludwigshafen. Ein großes Team kümmert sich im Schockraum um die 16-jährige Patientin.
Wenn wir das Universum als Makrokosmos verstehen wollen, müssen wir auch die kleinsten Teilchen, den Mikrokosmos, berücksichtigen und umgekehrt - eine Schlüsselerkenntnis in der Kosmologie. Doch die Unendlichkeit ist genauso schwer fassbar wie kleinste Materiebausteine. Daher muss sich die Wissenschaft auf mathematische und theoretische Modelle stützen. Makro- und Mikrokosmos unterscheiden sich stark, bestimmen aber gemeinsam unser Universum.
Nathalie (37), Moritz (40) sowie ihre beiden Kinder Sophie (14) und Jonas (7) sind auf ihrem Katamaran unterwegs in die Karibik. Zwei Jahre lang haben sie sich auf das Bootsleben vorbereitet. Die Familie hat ihren durchgeplanten Alltag in Deutschland eingetauscht gegen ein neues Leben - ohne Gewissheit, was die nächste Woche oder die nächsten Monate bringen. Um sich von der Schulpflicht unabhängig zu machen, mussten sie sich in Deutschland abmelden.
In rund fünf Milliarden Jahren wird die Erde mit der Sonne vergehen. Doch schon früher wird es zu heiß für Leben. Unsere Zukunft hängt davon ab, ob wir ins All expandieren können. Die Reise zu neuen Welten ist lang und schwierig, und wir Menschen sind nicht für interstellare Reisen gemacht. Vielleicht wird eine auf Silizium basierende KI unser Erbe in der Milchstraße fortsetzen und das Überleben der Menschheit sichern. Der Countdown läuft - werden wir rechtzeitig den Sprung schaffen?
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
Mitten in Hessen liegen Gärten, die überraschen: exotische Oasen, verwunschene Naturgärten oder kleine grüne Paradiese. Sie sind weit mehr als nur gepflegte Grünflächen. Sie sind Rückzugsorte, Lebenswerke und Ausdruck ganz persönlicher Sehnsüchte. Torsten Reitz aus Wächtersbach sammelt Palmen. 85 verschiedene Arten wachsen inzwischen in seinem Garten und trotzen sogar dem hessischen Winter. Zwischen meterhohen Palmen fühlt man sich eher wie auf den Kanaren als in Hessen. Andreas Homringhausen aus Büdingen lebt seine Leidenschaft für Gärten auch auf Instagram aus. Auf seinem Kanal "Herr Gruenzeux" zeigt er, wie aus alten Türen, Zinkwannen oder ausrangierten Alltagsgegenständen fantasievolle Gartenelemente werden. Weil ihm der erste Garten irgendwann nicht mehr reichte, gestaltete er vor fünf Jahren einen zweiten. Cynthia Nagel aus Felsberg hat ihren Garten in ein Paradies für Insekten verwandelt. Mit großer Pflanzenvielfalt schafft sie Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten - und zeigt, wie aus einem fast leblosen Garten wieder lebendige Natur entstehen kann. Autorin Maren Adler erzählt in "Gärten der Sehnsucht" von Menschen, die sich mit Pflanzen und viel Leidenschaft ihren ganz persönlichen Sehnsuchtsort geschaffen haben.
Von wegen Kuh-Kaff Köthen! Die unterschätzte Bachstadt
45'
Köthen? War das nicht diese ostdeutsche Kleinstadt mit dem grauen Image und den "Ritters", dem berühmt-berüchtigten TV-Familienclan? Der Ort, wo man im Zug lieber durchfährt, als auszusteigen? Die neue Folge von "Der Osten - Entdecke wo du lebst" räumt mit diesen Klischees auf und zeigt ein Köthen, das überrascht, provoziert und begeistert.
Wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht, führt der letzte Ausweg oft ins Pfandhaus. Die Inflation löst in der Pfandleih-Branche einen regelrechten Boom aus. Auch Scheidungen und Arbeitslosigkeit sind oft der direkte Weg in die Armut. Oftmals spielen sich hinter den Türen der Pfandhäuser Tragödien ab. Hitzige Diskussionen und Frustration stehen auf der Tagesordnung, denn häufig liegt der tatsächliche Wert deutlich unter der Wunschvorstellung der Besitzer:innen.
Einer dreifachen Mutter wurde in Harris County, Texas, die Kehle durchgeschnitten. Die Aussage eines Zeugen führt die Ermittler zu einem Verdächtigen. Als dieser vor Gericht gestellt wird, kommt es allerdings zu einer Überraschung.
Die DDR wollte ein Staat ohne Mord und Totschlag sein. Doch die Wahrheit sah anders aus. Die Bevölkerung erfuhr oft erst Jahre später etwas. Spitzel überall, und doch blieben Täter unentdeckt. Was sagen Kriminalfälle über die besonderen Lebensumstände in der DDR aus? Ermittler, Opfer und Zeitzeugen erinnern sich. Unschuldige landeten hinter Gittern, aber selbst Mörder rutschten durchs Raster. Welche Rolle spielten SED, Vopo, Stasi und NVA? Angriffe auf den Staat konnte die DDR-Führung nicht auf sich sitzen lassen und zog in solchen Fällen alle Register. Diese Folge der Reihe "Mysteriöse Kriminalfälle der DDR" beginnt mit einem Polizistenmord in Leipzig im Jahr 1981. Die vermeintlich politische Tat entpuppte sich aber als tragische Eskalation der gescheiterten Republikflucht eines jungen, skrupellosen Mannes. Ein weiterer Fall behandelt die Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Sexualmord, in den ein NVA-Offizier verstrickt war. Um den Verdächtigen zu überführen, setzten die damaligen Ermittler auf eine Methode aus dem Geheimdienst- und Spionage-Milieu, den sogenannten Romeo-Trick. Sie setzten einen Gigolo auf die Frau des Täters an - und das mit Erfolg. Ein außergewöhnliches Verbrechen beschäftigte nicht nur die Medien der DDR, es hatte auch noch mit einer beliebten Fernsehsendung zu tun. Ein psychopathischer Täter gab sich am Telefon als Mitarbeiter der renommierten Wissenschaftssendung "Fernseh-Urania" aus und brachte Kinder in Lebensgefahr. Schließlich geht es um einen mysteriösen Grenztoten, einen italienischen Lkw-Fahrer. Die offizielle Version, wie er ums Leben kam, ist bis heute umstritten. Justizirrtümer gab es grundsätzlich nicht in der DDR - zumindest offiziell. Doch die Wahrheit sah anders aus.
Susanne gerät bei Renovierungsarbeiten mit beiden Händen ins Sägeblatt einer Kreissäge. Ein Finger ist ab und wird aus Unkenntnis auf einem gefrorenen Fleischstück in die Klinik transportiert. Nach der Erstversorgung muss die Patientin schnell in den OP. Handchirurg Dr. Christian Köpple und Assistenzarzt Dr. Florian Falkner versuchen, alle Finger zu retten.
Tief im einem abgelegenen Dschungelgebiet von Kambodscha untersucht Josh einen der größten Raubzüge des 20. Jahrhunderts - die Plünderung kambodschanischer Statuen im Wert von Hunderten Millionen Dollar.
Vier Jahre lang beobachtete ein Filmteam das Leben in Russland seit dem Überfall auf die Ukraine. Der Dokumentarfilm zeigt, wie der Krieg in den russischen Alltag eindringt, Familien spaltet und Menschen vor existenzielle Entscheidungen stellt. Ein seltener Einblick in einen Alltag zwischen Angst, Anpassung, Zensur und mutigem Widerstand.
Die Juroren besuchen die Kandidaten aus Nordengland. In Cheshire entdecken sie eine Anlage, die von einem See und einer Wiese bis hin zu einem Swimmingpool und einem Küchengarten einiges zu bieten hat. In der Nähe von Huddersfield finden sie einen dreistöckigen Garten, der in 1.000 Fuß Höhe in den Pennines auf dem Gelände eines alten Steinbruchs gedeiht und alles von einer Terrassenküche bis zu einem Teich bietet.
Mit Kordula Leiße, Arne Obermeyer, Julia von Tettenborn, Lars Schmidtke, Volker Niederfahrenhorst, Daniel Werner, Marion Mainka, Lea Fleck, David M Schulze
Adel gibt es in Deutschland seit über 100 Jahren nicht mehr - zumindest offiziell. Titel sind abgeschafft, Privilegien Geschichte. Und trotzdem leben Menschen in Schlössern, besuchen exklusive Adelsbälle oder lassen sich sogar adoptieren, um einen Titel zu tragen. Reporterin Carolin Gräfin von der Groeben hat selbst einen adeligen Namen und taucht für ihre Recherche in eine Welt zwischen Tradition, Familiengeschichte und gesellschaftlicher Faszination ein. Sie trifft einen 21-jährigen Schlossherrn, Menschen, die an Adelswerten festhalten und solche, die sich ihren Titel erst erkauft haben. Was ist von der abgeschafften Elite geblieben? Welche Rolle spielen Herkunft und Familiengeschichte in einer Gesellschaft, die sich als modern und gleichberechtigt versteht? Und warum übt der Adel bis heute eine so große Anziehungskraft aus?
In rund fünf Milliarden Jahren wird die Erde mit der Sonne vergehen. Doch schon früher wird es zu heiß für Leben. Unsere Zukunft hängt davon ab, ob wir ins All expandieren können. Die Reise zu neuen Welten ist lang und schwierig, und wir Menschen sind nicht für interstellare Reisen gemacht. Vielleicht wird eine auf Silizium basierende KI unser Erbe in der Milchstraße fortsetzen und das Überleben der Menschheit sichern. Der Countdown läuft - werden wir rechtzeitig den Sprung schaffen?
Wem unser Heimatplanet zu vertraut und der wüste, leblose Mars zu langweilig ist, der findet in Jupiter eine spannende Alternative. Auf dem Gasriesen wüten gigantische Stürme und monströse Magnetfelder, sein Kern ist heißer als die Oberfläche der Sonne. Und sein feuriger Mond Io hat die größte vulkanische Aktivität im gesamten Sonnensystem. Die NASA-Raumsonde Juno liefert seit 2016 faszinierende neue Erkenntnisse über den planetaren Platzhirsch mit dem berühmten "roten Fleck".
In einer Welt voller bösartiger Verrückter gibt es Menschen, die die Grenze zwischen Mensch und Tier überschreiten, indem sie den Anstand und den Wert des Lebens völlig missachten. Von Serienmördern über terroristische Gruppen bis hin zu den meistgesuchten Flüchtigen des FBI wird diese Episode das elendige Leben der abscheulichsten und gefährlichsten Kriminellen der Welt detailliert beschreiben.
Sie sind wieder in ihrem Element: die Allestester rotieren, massieren und experimentieren. Während Kathrin und Andreas ihrem WC mit einer futuristischen Klobürste zu Leibe rücken, stellen Hubert und Matthias ihre Geduld mit einem ungewöhnlichen Geschicklichkeitsspiel auf die Probe. Detlef verliebt sich auf den ersten Blick in eine ganz besondere Eismaschine, während es bei Steffi und Roland mit einem innovativen Grillzubehör um die Wurst geht.
Die Anschläge in Rostock-Lichtenhagen im Sommer 1992 stehen auch mehr als 30 Jahre später bundesweit für einen Höhepunkt an rassistischer Gewalt. Doch es gibt eine Vorgeschichte, die bis heute kaum zur Kenntnis genommen worden ist. Angriffe auf Migranten und Unterkünfte für Geflüchtete gab es schon zuvor, und zwar flächendeckend.
Mit der Wiedervereinigung wurden auch nationalistische Stimmen lauter, mit der Ankunft der ersten Asylbewerber organisierte sich wütender Protest. Zudem verübten Gruppen von Jugendlichen Brandanschläge auf Asylunterkünfte in Ueckermünde, Schwerin, Ribnitz-Damgarten und Greifswald, sogar zeitgleich an einem Tag. Auch Vertragsarbeiter aus Vietnam und ausländische Studierende wurden frühe Opfer.
Mehr als 100 solcher Angriffe gab es vor dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen allein in Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten davon sind heute kaum beachtet und nicht aufgearbeitet. Filmaufnahmen geben Aufschluss über Täter und Opfer von damals. Die NDR-Autorinnen Carolin Kock und Jette Studier recherchieren die Zeit vor dem Fanal. Sie rekonstruieren das Erstarken der rechten Jugendkultur, treffen auf damals hilflose Polizisten in neuen Strukturen, eine erkennbar überforderte Justiz, wütende Anwohnerinnen und Anwohner und die Opfer dieser gewalttätigen Zeit. Der Film trifft sie mehr als 30 Jahre später und zeigt das, was damals kaum jemand sehen wollte.
Was bedeutet es, ein Mann zu sein? Bei Dating-Coaches und Fitness-Influencern suchen junge Männer Orientierung. Im Internet finden sie Vorbilder für Stärke, Dominanz und Erfolg.
Allzu oft finden sich in diesen Netzwerken aber auch traditionelle Rollenbilder und frauenfeindliche Narrative. Die "37°"-Dokumentation "Alpha - Wann ist ein Mann ein Mann?" fragt, warum diese Botschaften so wirksam sind und was sie mit jungen Männern machen.
Im Mittelpunkt stehen drei Protagonisten mit ganz unterschiedlichen Perspektiven. Hendrik ist Dating-Coach und vermittelt über Social Media seine Vorstellungen von Männlichkeit und Beziehung. Rapper Ego verarbeitet Härte, Status und Männlichkeit in seiner Musik und setzt sich gleichzeitig mit seiner Verantwortung als Vorbild auseinander.
Der dritte Protagonist blickt anonym auf seine Vergangenheit in der Red-Pill-Szene zurück. Nach einer persönlichen Krise suchte er online nach Orientierung und geriet in eine Welt, die ihm einfache Antworten versprach. Heute beschreibt er, wie sehr diese Ideologie sein Denken verändert hat - und warum er sich schließlich von ihr gelöst hat.
Die Dokumentation verbindet die persönlichen Geschichten der drei Männer mit den Mechanismen sozialer Medien. Sie zeigt, wie Algorithmen Inhalte verstärken, wie Männlichkeitsbilder inszeniert und vermarktet werden und weshalb sie besonders in Phasen von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit auf Resonanz stoßen.
Eingeordnet werden die Erfahrungen der Protagonisten vom Journalisten und Autor Tobias Ginsburg, der seit Jahren zu digitalen Männerwelten und antifeministischen Milieus recherchiert. Seine Analyse macht deutlich, wie individuelle Krisen, wirtschaftliche Interessen und soziale Medien zusammenwirken und warum die Suche nach Zugehörigkeit immer häufiger im digitalen Raum stattfindet.
Die Notfallsanitäter Chris Grüne und Manuel Thomas erkennen bei einem Einsatz schnell, dass eine Schwangere sofort in die Klinik muss. 28 Jahre Berufserfahrung als Krankenschwester haben Nadine Weigelt viel beigebracht.
1967, mitten im Kalten Krieg, geht Swetlana, die einzige Tochter Josef Stalins, in die amerikanische Botschaft in Neu-Delhi und beantragt Asyl.
Sie lässt ihr Land und ihre beiden Kinder zurück. Der Schock im Osten wie im Westen ist groß.
Geopolitisch ist der Fall hochsensibel: US-Präsident Lyndon B. Johnson versteckt sie in Panik in der Westschweiz, wo sie bei Nonnen wohnt. Swetlana wird von der Presse, dem KGB und zahlreichen Bewunderern gejagt und ist ihr ganzes Leben lang auf der Flucht.
Sozialismus, Antifaschismus, Freundschaft mit der Sowjetunion - das sind die Pfeiler, auf denen die DDR errichtet wird. Doch wie sieht die Realität aus? Wie geht die DDR mit Nazis um, die es im "besseren Deutschland" offiziell gar nicht geben soll? Sind die Beziehungen zur Sowjetunion wirklich so "brüderlich", wie behauptet wird? Und welche Rolle spielt Arbeit, die das Fundament der Gesellschaft bilden soll? Mit der deutschen Teilung beginnt ein Wettstreit zwischen der DDR und der Bundesrepublik: Die DDR sieht sich als das moralisch überlegene Deutschland - mit Aufstiegschancen vor allem für Arbeiter und Bauern, frei von Alt-Nazis und in brüderlicher Freundschaft mit der Sowjetunion. Doch hinter den Kulissen ist der zur Schau gestellte Antifaschismus von politischer Taktik geprägt: So gern die DDR auf Nationalsozialisten in der Bundesrepublik verweist - auch im Osten landen Nazis in wichtigen Positionen. Immer wieder fliegen ihre dunklen Geheimnisse aus der Vergangenheit auf. Der junge Staat Israel gilt der DDR-Führung als Verbündeter der USA und wird daher angefeindet. Außenpolitisch steht die DDR fest an der Seite der Sowjetunion. Die DDR-Staatschefs Walter Ulbricht und später Erich Honecker betrachten den großen Bruder als zweite Heimat und Schutzmacht ihres Regimes. Freundschaft mit der Sowjetunion ist Staatsdoktrin. Doch im Alltag sind etwa Liebesbeziehungen zwischen Deutschen und Sowjets oder gar gemeinsame Kinder nicht gern gesehen. Auch die Wertschätzung der Arbeit ist ein großer Gründungsmythos der DDR. "So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben" - dieses Motto schreibt die Staatsführung der Weberin Frida Hockauf zu. Sie wird zum Vorbild für alle Werktätigen gemacht - zum "Held der Arbeit". Was damals jedoch geheim bleibt: Frida Hockauf wird als Verräterin beschimpft, ihr Webstuhl im Betrieb sabotiert. Die Arbeitswelt ist eben auch im Sozialismus nicht rosig. Frauen werden als Arbeitskräfte gebraucht und gefördert. Viele Mütter geben ihre Kinder daher von Montag bis Freitag in die Wochenkrippe. Dass die Kinder sich dort nicht gut entwickeln können, wird vielen Betroffenen erst später klar. 2024 wäre die DDR 75 Jahre alt geworden: ein geheimnisvoller Staat, der die Menschen in Ost und West bis heute prägt. Die Doku-Reihe erzählt packende Geschichten aus einem verschwundenen Land.
Die unüberschaubar große Zahl der existierenden Glaubensgemeinschaften abseits der großen Kirchen kann verwirrend sein. Hier werden sie und ihre Bräuche hinterfragt und kritisch diskutiert.
Ein geheimes Treffen mit einem kambodschanischen Plünderer führt Josh auf die Spur von Millionen gestohlenen Monumenten. Josh taucht in einen trüben Wassergraben, wo er beeindruckende Relikte entdeckt.