Hier ein Bischofssitz, da ein imposantes Regionalmuseum - die Burgen und Schlösser von der Südsteiermark bis nach Slowenien sind unerlässlich für das kulturelle Selbstverständnis der Grenzregion.
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Ein Leben zwischen historischer Bewusstseinsbildung und touristischem Auftrag - die Schlossbesitzer/innen von der malerischen Südsteiermark bis nach Slowenien zeigen Passion in ihrem Bemühen, die alten Gemäuer zeitgemäß mit Leben zu füllen.
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Im Herzen des südsteirischen Weinlandes befindet sich Schloss Seggau, das jahrhundertelang als Repräsentationssitz der steirischen Bischöfe diente und heute ein Bildungs- und Kongresszentrum beheimatet. Immer noch verbringt der amtierende Bischof Wilhelm Krautwaschl die Sommermonate hier, die gesamte Anlage ist ihm ein wahrer Kraftplatz. Im bischöflichen Weinkeller - einem der ältesten Europas - verkostet er alljährlich den Messwein aus dem schlosseigenen Weingarten.
Dringt man tiefer ins Weinland vor, kommt man an Schloss Ottersbach nicht vorbei, das bereits in der fünften Generation im Besitz der Familie Abel ist. Heute leben hier drei Generationen unter einem Dach. Man hat sich als Familienbetrieb voll und ganz der Romantik verschrieben und stellt sowohl den lieblichen Schlossgarten als auch manch Prunkräume für Hochzeitsgesellschaften und ihre Feierlichkeiten zur Verfügung.
Die filmische Reise führt weiter in den Südosten der Steiermark nach Bad Gleichenberg. Hier thronte einst das stolze Herrschaftshaus "Burg Neu-Gleichenberg", das über mehrere Jahrhunderte im Besitz der bedeutenden Grafen Trauttmansdorff war und heute als Ruine von der Natur zurückerobert wird. Im Forsthof bei Bad Gleichenberg, einem beschaulichen Landschloss, das die Trauttmansdorffer im 19. Jahrhundert als Witwensitz genutzt haben, lebt und arbeitet heute die Schriftstellerin und Malerin Elisabeth Newzella mit ihrem Mann Clemens-Maria, der einem westfälischen Adelsgeschlecht entstammt. Ihre Privatresidenz trägt zum aristokratischen Flair bei, das Bad Gleichenberg seit seiner Gründung als Kurort für die Reichen und Schönen durch den steirischen Statthalter Reichsgraf von Wickenburg ausmacht.
Eine ganze Stadt als mittelalterliche Burganlage - das war Bad Radkersburg direkt an der steirisch-slowenischen Grenze einst. Mächtige Bastionen und Wehrmauern umgeben noch heute den Stadtkern. Der passionierte Stadtführer Alois Münzer führt uns an jene Orte, die von der Wehrgeschichte Bad Radkersburgs erzählen; im Museum im alten Zeughaus, in dem sie die Stadtgeschichte hütet und aufbereitet, verdeutlicht die Historikerin Beatrix Vreca, wie aus der Festung ein Kurort wurde.
Schließlich führt der Film nach Slowenien zu einer der größten und mächtigsten Schlossanlagen des Landes - Schloss Ptuj, das heute im Besitz des nationalen Kulturministeriums ist und ein bedeutendes Regionalmuseum beheimatet. Der Kurator Branko Vnuk wacht beherzt über die kunsthistorische Sammlung des Hauses und gewährt einen Einblick in die Restaurierungswerkstätten, wo gerade an wertvollen Tapisserien aus dem 17. Jahrhundert gearbeitet wird. In seiner Schlossführung betont er auch die Verbindung des Hauses zur Steiermark anhand der steirischen Grafen Herberstein, die bis 1945 auch die letzten Besitzer von Schloss Ptuj waren, bevor es nationalisiert wurde.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
Afrikanische Künstler mischen längst den internationalen Kunstmarkt auf und etablieren eigene Strukturen. Viele Länder Afrikas erleben einen kulturellen Aufschwung.
Dies wird auch beflügelt durch die Rückgabe wichtiger Kunstwerke, die einst von den Kolonialmächten geraubt wurden. Dazu lockt eine boomende zeitgenössische Kunstszene private Investoren an. Neue Museen entstehen, ältere erfinden sich neu.
Funkelnd leuchtet ein Gebäude an Kapstadts Waterfront und strahlt bereits von außen aus, wofür es inhaltlich steht: Selbstbewusstsein. Das "Zeitz Museum of Contemporary Art Africa" in Kapstadt ist das bedeutendste Museum für zeitgenössische Kunst des afrikanischen Kontinents. Globalisierung und Digitalisierung verändern die internationale Kulturlandschaft tiefgreifend. Europa, einst das Zentrum der Welt, verliert seine alleinige Deutungshoheit.
"Afrikas neue Museen: Aufbruch in Kapstadt" widmet sich dem MOCAA, dem weltweit größten Museum für afrikanische Gegenwartskunst. Auf über 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erhalten afrikanische Künstlerinnen und Künstler eine eigenständige Plattform von Weltrang. Welche Visionen verfolgen die Kuratorinnen und Kuratoren? Was haben die Künstlerinnen und Künstler der Welt zu erzählen?
Wer das Museum betritt, gleitet abrupt in eine andere Dimension: Die Umgestaltung des 1921 erbauten und 57 Meter hohen Silokomplexes aus Beton ist beeindruckend. Stararchitekt Thomas Heatherwick hat geschickt Überbleibsel des historischen Silos erhalten und in eine moderne Struktur integriert. Das 33 Meter hohe Atrium hat das Sakrale einer Kathedrale, gleichzeitig spendet es die Geborgenheit einer Bienenwabe.
Schon vor seiner Eröffnung 2017 wurde das MOCAA als neues Kunstmekka gepriesen und mit dem MoMA in New York, dem Centre Pompidou in Paris und dem Guggenheim-Museum in Bilbao verglichen. Doch das Museum ist mehr als ein Prestigeobjekt - und auch gar nicht wirklich daran interessiert, sich mit US-amerikanischen oder europäischen Institutionen zu messen. Es geht vielmehr um Perspektiven Afrikas auf dem Kontinent und in der Welt.
Der sonst so biedere Horst wird beschuldigt, in seinem Thermalbad eine zügellose Swingerparty veranstaltet und sich anschließend geweigert zu haben, der geschäftstüchtigen Prostituierten Betty ihren Lohn zu zahlen. Er bestreitet jedoch, solch eine Party überhaupt veranstaltet zu haben und gibt an, Betty noch nie im Leben gesehen zu haben.
Zwei Wochen vor der Survival-Challenge ist Jarrel beim Snowboarden unsanft auf dem Hintern gelandet. Die Wunde wurde mit 17 Stichen genäht. Doch nichts kann ihn davon abhalten, in der Wildnis seine Grenzen auszutesten. Der 34-Jährige betritt den Dschungel auf der Insel Luzon mit seiner Partnerin Elli am Ende der Trockenzeit. Hitze und extrem hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dort für gefühlte Temperaturen von über 40 Grad. Auf dem Eiland sollte sich das Duo vor Feuerameisen in Acht nehmen, denn deren Gift kann schwere allergische Reaktionen auslösen.
Im Jahr 845 belagern die Wikinger zum ersten Mal Paris. Nach ihren Raubzügen auf den Britischen Inseln und ihren Vorstößen ins spätere Russland nehmen sie nun das Frankenreich ins Visier. Immer wieder dringen sie ins Frankenreich ein. Die Wikinger überfallen Hamburg, verwüsten Friesland und Flandern, greifen Städte wie Rouen, Nantes und Tours an. Schließlich steuern Hunderte von Wikingerschiffen auf Paris zu. Diese Belagerung von Paris wird zu einem Schlüsselmoment in der Geschichte der Wikinger. Paris, die wohlhabende Perle des westlichen Frankenreichs, liegt damals im Wesentlichen auf einer Insel in der Seine, der heutigen Île de la Cité. Trotz der Aufstellung eines Heeres hält König Karl der Kahle eine Auseinandersetzung mit den berüchtigten Angreifern für aussichtslos. Paris erkauft sich schließlich den Abzug der Skandinavier gegen Lösegeld. Doch diese Lösegeldzahlung motiviert die Wikinger zu weiteren Überfällen auf die Stadt, die sie 885 sogar ein Jahr lang belagern. Im Laufe der Jahrzehnte pressen die Wikinger dem Frankenreich mit Dutzenden solcher Lösegeldzahlungen enorme Summen ab. Schließlich gesteht ihnen der König Ländereien entlang der unteren Seine zu. So werden die berüchtigten Nordmänner in der Normandie sesshaft und zu einer mächtigen politischen Größe. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Ein deutsch-ägyptisches Team sucht mitten in Kairo nach den Spuren des größten Tempels der Pharaonen und nach Antworten darauf, warum das Heiligtum vor mehr als 2000 Jahren aufgegeben wurde. Heliopolis galt den Pharaonen als der Ort, an dem die Schöpfung begann. Heute zeugt nur noch ein Obelisk von der Pracht des Heiligtums. Archäologen arbeiten bei den Ausgrabungen gegen die Zeit, denn auf der freien Fläche soll bald ein neuer Stadtteil entstehen. Unter den Häusern von Kairo liegt eine noch viel ältere Metropole. In Heliopolis, wie die alten Griechen die Stadt nannten, stand einst der größte und wichtigste Tempel der Pharaonen. Dort, so glaubten die alten Ägypter, hatte die Schöpfung ihren Anfang genommen, und dort wurde dem König die Regierungsmacht übergeben. Zahlreiche Überlieferungen und Legenden berichten vom Alltag in der Tempelstadt. Sogar berühmte Wissenschaftler wie Platon kamen, um dort zu lernen. Gut 3000 Jahre lang wurden in Heliopolis die heiligen Riten durchgeführt, wurde der Tempelbezirk immer wieder erweitert. Dann ging das sagenhafte Heiligtum unter und verschwand zum Teil unter der viele Jahrhunderte später gegründeten neuen Metropole. Heute ist ein Obelisk so gut wie alles, was noch zu sehen ist. Er steht noch immer da, wo er vor etwa 4000 Jahren errichtet wurde, am Eingang eines der Tempel, von dem jedoch nichts mehr zu sehen ist. Seit 2012 sucht ein ägyptisch-deutsches Forscherteam nach den Resten der sagenhaften Sonnenstadt. Für die Archäologen ist es eine einmalige Gelegenheit, die uralte Stadt der Sonne wiederauferstehen zu lassen. Faszinierende Funde enthüllen den Forschern die abenteuerliche und wechselhafte Geschichte des Heiligtums.
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
Der Eurovision Song Contest feiert dieses Jahr seinen 70. Geburtstag. Mit rund 160 Millionen Zuschauer:innen ist der ESC heute eines der größten Musikspektakel der Welt. Die Dokumentation blickt zurück auf sieben Jahrzehnte voller Musik, Emotionen und Leidenschaft. Von den Anfängen als Chanson-Wettbewerb im Jahr 1956 über schrille Outfits und spektakuläre Performances bis hin zu unvergesslichen Siegen, bitteren Niederlagen und den politischen Debatten der jüngsten Vergangenheit: Stars wie Jean Paul Gaultier, Hape Kerkeling, Tom Neuwirth und die erste deutsche ESC-Gewinnerin Nicole berichten von ihren Erfahrungen auf und hinter der Bühne. Die Dokumentation zeichnet ein facettenreiches Porträt des ESC, beleuchtet seinen prägenden Einfluss auf Musik, Mode und Gesellschaft sowie auf die LGBTQIA+-Community und wird so zu einer lebendigen Zeitreise durch sieben Jahrzehnte europäischer Pop-Kulturgeschichte.
In der vierteiligen Doku-Serie "Anastasia Kobekina - Jetzt oder nie!" begleitet ein Filmteam die junge, außergewöhnliche Cellistin Anastasia Kobekina auf ihrem Weg zur ersehnten Weltkarriere. Dabei gelingt ein seltener und exklusiver Einblick in die verborgene Welt der Musikindustrie: Einer Branche, bei der hinter den glamourösen Kulissen harte kommerzielle Entscheidungen getroffen werden.
Es war einer der größten Kunstfälscher-Skandale: Über eintausend kopierte Giacometti-Skulpturen gingen dem LKA Stuttgart 2009 ins Netz. Die Doku-Serie gibt einen exklusiven Einblick in die geheimnisvolle Welt der Kunst-Fälscher und verfolgt die Jagd auf die kriminelle Bande. 2008 übernimmt die junge Stuttgarter Staatsanwältin Mirja Feldmann ihren ersten großen Fall: 13 mutmaßliche Giacometti-Skulpturen entpuppen sich als Fälschungen.Auf der Anklagebank sitzen drei Kunsthändler - doch schnell wird klar: Hinter ihnen steckt ein weit größeres Netzwerk. Als Staatsanwältin Mirja Feldmann den Prozess gegen die beiden Angeklagten eröffnet, erfährt sie, dass weitere gefälschte Skulpturen auf den Kunstmarkt gelangt sind, diesmal durch einen ominösen deutschen Grafen. Das wirft eine entscheidende Frage auf: Wie viele dieser Skulpturen sind tatsächlich im Umlauf?
Die Wikinger sind die ersten Europäer, die den Norden Amerikas betreten, noch vor Christoph Kolumbus. Sie erhoffen sich ein besseres Leben als in ihrer Heimat Skandinavien. Mit der Machtübernahme des ersten Königs Harald I. 870 nach Christus sehen die norwegischen Stammesfürsten ihren Einfluss schwinden. Viele Wikingergruppen verlassen das Land, reisen übers Meer und gründen neue Siedlungen. In Island, Grönland - und Neufundland. Mit ihren ausgefeilten Langschiffen sind erste Wikinger vor ihnen bereits große Entfernungen gesegelt und gerudert. Auf ihren Raubzügen haben ihre Vorfahren inzwischen Küstenstädte in Britannien geplündert, sind als Kaufleute nach Osten in das Gebiet des späteren Russlands vorgestoßen, haben Eroberungsfeldzüge nach Konstantinopel, in den Mittelmeerraum und das Frankenreich unternommen. Nun machen sich die norwegischen Stämme auf nach Island. Um das Jahr 986 nach Christus siedeln sie auch in Grönland, und schließlich gelingt ihnen die Fahrt über den Atlantik bis zur Insel Neufundland im heutigen Kanada. In den 1960er-Jahren entdecken Archäologen dort Überreste einer Wikingersiedlung. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
In der vierteiligen Doku-Serie "Anastasia Kobekina - Jetzt oder nie!" begleitet ein Filmteam die junge, außergewöhnliche Cellistin Anastasia Kobekina auf ihrem Weg zur ersehnten Weltkarriere. Dabei gelingt ein seltener und exklusiver Einblick in die verborgene Welt der Musikindustrie: Einer Branche, bei der hinter den glamourösen Kulissen harte kommerzielle Entscheidungen getroffen werden.
Der letzte Tag von Pompeji spielte sich ganz anders ab, als bisher angenommen. Nicht einmal das überlieferte Datum der Katastrophe stimmt. Eine Jahrhundertgrabung lüftet die letzten Geheimnisse. Mehr als 100 Archäologen, Vulkanologen, Anthropologen, Historiker und Architekten arbeiteten während der Grabungskampagne 2019 an bislang unberührten Teilen der weltberühmten römischen Stadt Pompeji, die 79 nach Christus unter den Aschewolken des Vesuv versank. 1500 Quadratmeter Stadtfläche wurden während der neuen Ausgrabung freigelegt, darunter vor allem die "Gasse der Balkone", eine kleine Straße, die ganz besondere Einblicke in das Alltagsleben der Römer erlaubt, kurz bevor die Stadt von der tödlichen Katastrophe getroffen wurde. Die Archäologen förderten täglich neue erstaunliche Funde aus den bislang unberührten Grabungsabschnitten zutage, darunter auch Skelette von einzelnen Bewohnern. Diese Funde sind deshalb so außergewöhnlich, weil man in Pompeji zumeist keine Überreste der Bewohner gefunden hat, sondern nur Hohlräume im vulkanischen Material. Gipsabdrücke dieser Hohlräume haben bis heute das Grauen des Ausbruchs konserviert und beeindrucken die vier Millionen Besucher der Ausgrabungsstätte jedes Mal von Neuem. Die Skelette bieten jedoch erstmals die Möglichkeit, mehr über Pompejis Bewohner selbst zu erfahren. Durch DNA-Untersuchungen sind Wissenschaftler dazu in der Lage, aus Knochenproben Alter, Geschlecht, Verwandtschaftsbeziehungen und ethnische Zugehörigkeit zu ermitteln. Insgesamt hat sich seit den letzten größeren Ausgrabungen in den 1950er- und 60er-Jahren der Charakter einer archäologischen Untersuchung stark verändert. Neue Messtechniken ermöglichen 3-D-Grafiken der Fundsituation, bevor die Grabung selbst den Fundort verändert. All diese Informationen und viele neu entdeckte wunderbare Mosaiken und Objekte erlauben einen frischen Blick auf das städtische Leben in der Antike. "Terra X" begleitet Chefausgräber Massimo Osanna und seine Mitarbeiter bei ihrer Arbeit während der gesamten Grabungszeit. Und es zeigt sich schon bald, dass Pompeji eine lebendige Stadt war und nicht das Museum, das viele heute in ihr sehen. Massimo Osanna ist begeistert: "Wir sehen hier Szenen des hektischen Lebens einer chaotischen Stadt im Süden Italiens, eine Stadt mit knapp 40 000 Einwohnern, in der sich ständig alles bewegte. Überall wurde gearbeitet, Wasserleitungen wurden repariert, Häuser wurden renoviert, Straßen instand gesetzt. Es war keine perfekte Stadt, in der zum Zeitpunkt des Ausbruchs alles intakt war." Die aktuellen Funde und Analysen des Teams haben die aufwendigen Inszenierungen und Computeranimationen inspiriert, die genau das zeigen sollen: ein lebendiges Bild der Römerzeit und den letzten Tag von Pompeji.
Für den belgischen Freizeitpark Plopsaland De Panne entsteht in Waldkirch im Schwarzwald einer der modernsten und extremsten Spinning Coaster der Welt. Hierbei drehen sich die Wagen horizontal auf einer vertikalen Achse. Für das komplexe Fahrgeschäft müssen 723 Tonnen Material geschweißt, transportiert und schließlich vor Ort zusammengesetzt werden - ein logistischer Kraftakt. Dafür entstehen 98 Schienenteile in sogenannter Fachwerkstruktur, die teilweise in Handarbeit gefertigt werden.
Im Sommer 2018 erhält Knut Kreuch, Oberbürgermeister der thüringischen Stadt Gotha, einen mysteriösen Anruf. Ein Rechtsanwalt möchte über die Rückgabe von fünf alten Meistern verhandeln, die 1979 über Nacht aus der prächtigen Gemäldesammlung von Schloss Friedenstein gestohlen wurden. Nach dem Raub werden über tausend Personen verhört, darunter alle Besitzer eines blauen Kleinwagens AWZ P70. Mehrere Zeugen haben ein solches Modell in der fraglichen Nacht in der Nähe der imposanten Barockresidenz gesehen. Die Operation "Alte Meister" zählt zu den größten Ermittlungen der DDR-Geschichte. Doch die Bilder bleiben verschwunden. Umso größer ist die Überraschung, als schließlich nach fast 40 Jahren der Anruf des Rechtsanwalts eingeht. Er meldet sich im Namen einer Familie, die die Bilder geerbt hat und bereit wäre, sie gegen eine Zahlung von fünf Millionen Euro zurückzugeben. René Allonge, Hauptkommissar für Kunstkriminalität beim Landeskriminalamt Berlin, wird hinzugezogen. Er will vor allem eines wissen: Wer hat das Verbrechen begangen? Warum wurde es trotz des riesigen Sicherheitsapparates der DDR, in dem alle Bürger unter ständiger Beobachtung standen, nie aufgeklärt? Und wie gelangten die Gemälde in den 80er Jahren aus der DDR nach Westdeutschland? Gemeinsam mit dem Journalisten Konstantin von Hammerstein rollt er den Fall neu auf und fügt das Bild einer zutiefst menschlichen, tragischen Geschichte auf beiden Seiten des geteilten Deutschlands zusammen.
Montmartre ist die höchste Erhebung von Paris. Am Fuß des Hügels liegt Pigalle. "Hier ist es wie auf einem Dorf, hier ist die Seele von Paris", sagen die Menschen, die dort leben.
Das Viertel ist verrufen, schon immer. Gangster, Zuhälter und Prostituierte gingen einst in denselben Kneipen ein und aus wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso und Henri de Toulouse-Lautrec. Heute trifft man dort auf einen Mann, der immer blau gekleidet ist: Michou.
Vor über 50 Jahren hat er ein kleines Transvestiten-Kabarett eröffnet, das zur Kultadresse wurde. Zu seinen Gästen zählten Alain Delon, Charles Aznavour und die Chiracs. Nicht weit davon entfernt trifft eine ganze Armada von Mitarbeitern Vorbereitungen für die Show des "Moulin Rouge". Die berühmteste Revue der Welt verfügt über ein eigenes Federatelier, das die Kostüme ausstattet, eine eigene Schneiderei, und die Schuhe für die Tänzer werden maßgeschneidert.
Als die 17-jährige Sandra Schmoll schwer misshandelt von einem Segeltörn zurückkehrt, fällt der Verdacht sofort auf den Ex-Bundeswehrsoldaten Gerd Richter. Hat er das stark übergewichtige Mädchen auf seinem "Slimboat" gedemütigt und grün und blau geschlagen?
Bei Restaurierungsarbeiten in der Kathedrale Notre-Dame werden zwei Särge entdeckt. Wer hatte die Ehre, hier bestattet zu werden? Die Reste einer bronzezeitlichen Siedlung geben den Forschenden Rätsel auf. Wann wurde sie erbaut? Wer hat sie niedergebrannt? In Westkanada weckt ein Skelettfund die Erinnerung an die Zeit, in der das Land durch europäische Siedler in Besitz genommen wurde.
Winterberg trägt den Winter im Namen. Der Urlaubsort hat lange und gut von seiner Ski-Tradition gelebt. Doch das Klima ändert sich: Der Schnee bleibt aus, die Winter werden wärmer und die Sommer länger. Was bedeutet das für den Tourismus?
Meteorologe Sven Plöger weiß die Vorteile Winterbergs zu schätzen: "Gerade in den Sommermonaten kann man es hier richtig genießen. Ich bin ja in NRW aufgewachsen und da fuhr man einfach gerne mal ins Sauerland. Da ging man dann hier hoch und wusste, die Leute da unten schwitzen sich jetzt tot, und du stehst hier entspannt und schweißfrei - das war und ist herrlich."
Die Übernachtungszahlen der Sommersaison haben in den letzten Jahren den Winter wiederholt übertroffen. Und das touristische Angebot stellt sich immer mehr darauf ein. Winterhütten wenden sich jetzt auch an Sommergäste: kühles Bier statt warmer Punsch. Premium-Wanderwege wie der Rothaarsteig und Übernachtungsplätze im Wald laden zum Abenteuer vor der Haustür ein.
Die Wander-Expertinnen Liz und Marina stammen aus dem Sauerland und entdecken immer wieder etwas Neues in ihrer Heimat: "Manchmal fragen wir uns wirklich: Wow, warum kennen wir das noch nicht?" Familien und Aktive finden in der Ferienregion Winterberg Erholung, aber auch Nervenkitzel. Auf dem Erlebnisberg Kappe heizen Mountainbiker, auf den Bergwiesen blüht seltene Flora, am Hillebachsee treffen sich Wassersportlerinnen und -sportler.
Ganz nah an den Menschen: Uppu, das Winterberger Urgestein, mit seinem Fahrradgeschäft plus Verleih: "Radfahren ist Freiheit. Freiheit in jeder Form und mit zusätzlichem Naturgenuss", sagt er. Für ihn ist Radfahren Ausdruck von Lebensfreude und Heimatverbundenheit.
Der Niederländer Steven den Toom ist Gitarrenbauer und lebt in Altastenberg, einem Stadtteil von Winterberg. Hier- im höchstgelegenen Dorf von NRW - hat er seine Werkstatt eingerichtet. "In jeder Gitarre, die ich baue, steckt ein Stückchen Sauerland und vor allem Altastenberg drin", sagt er. Für den 26jährigen steht fest: Er ist ins Sauerland gekommen, um zu bleiben.
Vom Hopfengarten in Hallenberg, der kleinsten Stadt in NRW, über die Brauerei mit regionalen Zutaten bis zur coolen Trekkingplattform im Wald: "Sommer in Winterberg" erzählt von Initiativen und Menschen, die die Region als Ganzes nach vorn bringen, die hier bleiben, zurückkehren oder neu ankommen - und die gemeinsam einen Ort prägen, der heute auch im Sommer aufblüht.
Eine bildstarke Dokumentation über eine Region im Wandel: Winterberg als Ort der Begegnung, des Genusses und des Aufbruchs. Ein Film zum Genießen.
Mit einem Gelände so groß wie zwanzig Fußballfelder ist die Therme Erding das größte Thermalbad der Welt. Bis zu zehntausend Besucher pro Tag vergnügen sich hier in neunundzwanzig Becken, fünfundzwanzig Saunen oder auf sechsundzwanzig Rutschen. Die Reportage wirft einen Blick hinter die Kulissen des Thermenkomplexes vor den Toren Münchens und zeigt die verborgene Technik, die aufwendigen Wartungs- und Reinigungsarbeiten und die Features, ohne die der Betrieb der Mega-Anlage nicht möglich wäre.
Was machen Menschen, die sich alles leisten können, in ihrer Freizeit? Die Reportage begleitet Millionäre bei ihren liebsten und manchmal sehr eigenwilligen Hobbies. Während die einen dabei ein kleines Vermögen ausgeben, machen sich andere eher auf Sinnsuche. Dabei geht es von einem Falkenjäger in der Wüste Dubais über einen Frauenschuhsammler in die Steiermark zu einem Fischer in den einsamen Buchten Schottlands.
Vier Kandidaten bekommen in Südostasien die Chance auf Wiedergutmachung. Bei vorangegangenen Challenges sind Chev, Tray, Chad und Andrew gescheitert. Aber das steigert auf der Insel Palawan nur ihre Motivation. Die größte Gefahr geht dort von Giftschlangen aus. Aber wie sich nach 15 Tagen herausstellt, können auch vermeintlich harmlose Wurzeln folgenschwere Probleme verursachen, wenn man sie vor dem Verzehr nicht gründlich wäscht. Eine Ärztin überprüft auf dem Eiland die Vitalzeichen der Outdoor-Cracks. Sind sie noch fit genug für knallharten Überlebenskampf?
Fast 300 Jahre lang prägen die Wikinger Europa. Bis heute finden sich ihre Spuren in England, Frankreich, im Ostseeraum - und sogar in Amerika. Doch dann verschwinden die gefürchteten Krieger. Im 11. Jahrhundert beginnt der Niedergang der berüchtigten skandinavischen Stämme. Als Ende ihrer Ära gilt die Schlacht von Hastings im Jahr 1066 - mit dem Sieg des normannischen Königs Wilhelm der Eroberer. Fortan regiert er England. Wilhelm der Eroberer führt viele politische und soziale Veränderungen ein, vor allem aber lässt er das Land militärisch befestigen, um weitere Angriffe und Überfälle von Wikingerarmeen zu verhindern. Nach und nach müssen sie auch viele ihrer Handelsmonopole aufgeben. Doch der Niedergang der Wikinger vollzieht sich schleichend und auf mehreren Ebenen: Die zunehmende Christianisierung führt dazu, dass viele Stämme ihren Glauben an nordische Götter ablegen. Sie werden sesshaft und lernen das friedliche Leben zu schätzen. Die Wikinger verschmelzen in den folgenden Jahrhunderten praktisch mit den Menschen und Gebieten, die sie einst überfallen, ausgeraubt und zum Teil blutig erobert haben. Stimmen die Legenden über die Wikinger? Wer waren sie wirklich? Die Doku-Reihe sucht nach den Motiven der Seekrieger.
Cäsars Ermordung läutete eine Zeitenwende ein: Sie besiegelte das Ende der römischen Republik. "Terra X" hält die Zeit an und ermittelt, warum der mächtigste Mann Roms sterben musste. Sein Tod gilt als eines der berühmtesten Attentate der Geschichte. Zu den Verschwörern zählen Cäsars Vertraute. Wie konnte das geschehen, wie wurde der Tyrannenmord gerechtfertigt? Präsentiert wird die Sendung von "Terra X"-Moderator Mirko Drotschmann. Auf einem Wagen stehend zieht Cäsar in Rom ein. Es ist das Jahr 45 vor Christus, und Cäsar ist auf seinem politischen Höhepunkt angekommen. Aus den Bürgerkriegen ist er als Konsul, oberster Priester, Sittenrichter und Oberbefehlshaber über das Heer hervorgegangen. Der Senat ernennt ihn zum "dictator perpetuus" - zum Diktator auf Lebenszeit. Doch den Fürsprechern der alten Ordnung, der "res publica", dem republikanischen Rom, ist der machthungrige Diktator ein Dorn im Auge. Nie wieder soll in Rom ein König regieren. Die Senatoren sehen durch die Alleinherrschaft Cäsars ihre Macht schwinden. Denn die römische Republik ist keine Demokratie, sondern ein System, in dem die Aristokraten regieren. Und so planen sie ein Mordkomplott: Unter der Führung von Gaius Cassius Longinus und mit der Unterstützung von Marcus Iunius Brutus - der ein Vertrauter Cäsars ist - treffen rund 60 Verschwörer die Entscheidung, den Tyrannen während einer Senatsversammlung zu ermorden. Warum verraten ihn ausgerechnet seine engsten Vertrauten? Cäsar gilt als eitel und überheblich, nicht aber als dumm. Hat Cäsar von der Verschwörung gewusst? Am Vorabend der "Iden des März", des 15. März 44 vor Christus, warnt ihn der Seher Spurinna vor einem Anschlag mit den Worten: "Hüte dich vor den Iden des März." In der Nacht plagen seine Frau Calpurnia Albträume, sie sieht ihren Mann erdolcht. Und noch am Morgen, auf dem Weg zur Senatssitzung, ignoriert er eine schriftliche Warnung, die ihm ein Mann zusteckt. Im Saal angekommen, zücken die Verschwörer ihre Dolche und töten den Herrscher mit 23 Stichen. Warum ignorierte Cäsar die Warnungen? Wieso verzichtete er bewusst auf seine Leibwächter? "Ein Moment in der Geschichte" hält mit VFX-Technologie die entscheidenden Momente an und versucht, den historischen Mordfall zu lösen. Erzählt wird mithilfe von Dokumenten, Experteninterviews und szenischen Rekonstruktionen. Präsentiert wird die Sendung von "Terra X"-Moderator Mirko Drotschmann: Er bewegt sich durch die eingefrorenen Szenen, begegnet den Akteuren und erklärt die Geschichte so genau wie nie zuvor.
Sylt ist Deutschlands genussvollste Insel. "Landgemacht" erzählt mit beeindruckenden Bildern und großer Nähe die Geschichten von sechs jungen Leuten, die ihr Leben der Kulinarik und der Erzeugung bester Lebensmittel gewidmet haben.
Endspurt für die Beet-Brüder. Die letzte Baustelle in diesem Jahr. Noch einmal 7 Tage Vollgas, bevor es in die Winterpause geht. Auch Gunnar ist aus dem Lazarett zurück und unterstützt sein Gartenteam. Das nächste Abenteuer wartet im Norden. Allerdings stellt der letzte Garten der Saison die Crew vor logistische Herausforderungen. Ein klassischer deutscher Handtuchgarten, der nur zu Fuß und mit Schubkarre erreichbar ist.
Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.