Südtirol ist ein Land von Kontrasten. Hohes Gebirge und tiefe Täler beherrschen das Landschaftsbild. Diese atemberaubende Natur wurde in Millionen von Jahren geschaffen. Doch nicht nur die Landschaft ist geprägt von Gegensätzen. Die Menschen, die hier leben, sprechen verschiedene Sprachen, leben eigene Traditionen und stammen von unterschiedlichen Kulturen ab. Hier leben Deutsche, Italiener und Ladiner zusammen, meist aber nebeneinander.
Die Ladiner sind eine Minderheit in Südtirol, ihre Kultur aber über die Grenzen hinaus bekannt. Regisseur Wolfgang Moser trifft auf seiner Erkundungsreise in die Wunderwelt des Ladinischen namhafte Künstler und Künstlerinnen, wie die Musiker:innenfamilie Schuen, die sowohl im Ladinischen zu Hause ist, als auch auf der ganzen Welt. Gemeinsam erzählen sie die Jahrhunderte alten Geschichten -
zwischen alten Traditionen, sagenhaften Erzählungen, modernen Klängen und dem heutigen Massentourismus.
Ein Kindheitstraum soll für Kunde Sascha Wirklichkeit werden: ein martialischer Humvee. Doch das legendäre Militärfahrzeug ist bei den "Steel Buddies" nichts weiter als ein gigantisches Puzzle, dessen Einzelteile über das riesige Firmengelände verstreut liegen. Für Michael Manousakis und seine Profi-Schrauber beginnt eine schweißtreibende Mission, bei der sie aus dem Chaos einen lauten, grünen Koloss erschaffen müssen, der alle Erwartungen übertrifft.
Bei einem Schul-Casting wird Elias während eines Stunts in der Halfpipe plötzlich bewusstlos. In seinem Blut wird das Schlafmittel Triazolam festgestellt. Seine Freundin Helena soll ihm das starke Medikament heimlich verabreicht haben. Helena ist Narkoleptikerin und leidet immer wieder unter plötzlichen Schlafanfällen. Wollte sich Helena an ihrem Freund rächen, weil im Internet ein Video aufgetaucht ist, in dem sich ausgerechnet Elias über ihre Krankheit lustig macht?
Im US-Bundesstaat Florida gibt es rund 18 000 Farmen mit mehr als 800 000 Rindern. Und auf der Dinner Island Ranch wird ein Kalb vermisst. Wenn sich ein Python das Jungtier geholt hat, dann muss es sich um ein besonders großes Exemplar handeln. Dusty Crum und seine Mitstreiter bekommen in dieser Folge möglicherweise mit einem viereinhalb Meter langen Monstrum zu tun. 120 Hektar Weideland, Sümpfe und Wälder: Der vermeintliche Übeltäter könnte sich überall verstecken. Deshalb teilen sich die erfahrenen Schlangenjäger bei der Suche in Gruppen auf.
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In "Terra X: Rätselhafte Phänomene" begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Alte Landkarten verzeichnen vor der Küste Siziliens eine Insel, von der heute nichts mehr zu sehen ist. Vor der Küste Japans scheinen Relikte einer uralten Zivilisation zu liegen, und in der Wüste Nevadas wandern Steine. Die Erde wird seit Jahrmillionen von den Kräften der Natur geformt. Dabei entstehen fantastische Landschaften und rätselhafte Phänomene: Canyons, die von unglaublicher Schönheit, aber auch voller Gefahren sind, Berge, die urplötzlich mitten im Meer entstehen, oder geschmolzenes Gestein, das erstaunlich regelmäßige Strukturen annimmt. Für "Terra X" erkundet Dirk Steffens weltweit Phänomene, die auf den ersten Blick kaum zu erklären sind. Was hat Basalt zum Beispiel mit Schneeflocken und Bienenwaben zu tun, oder wie entsteht das geheimnisvolle Leuchtfeuer des Nordlichts?
Josh Gates erforscht ein Geheimnis unter dem Titicacasee in Südamerika. Bei der Untersuchung entdeckt er mehrere Bauwerke des antiken Tiwanaku-Volkes, darunter Ruinen, die in den Tiefen des Sees verborgen sind und als "Atlantis der Anden" bezeichnet werden.
Er gehört zu den luxuriösesten Zügen der Welt ?und führt die Reisenden zurück in die goldenen Zeiten des Schienenverkehrs. Der "Pride of Africa" rollt in der Süd-Nord-Tour durch das atemberaubende Südafrika. Wilde Tiere und spektakuläre Natur begleiten die Passagiere. Ein Abenteuer von Küste zu Küste am Indischen Ozean: Das ist das Streckennetz der Rovos Railway. Die Etappen der Reise sind vielfältig geprägt - ob durch ein Naturreservat, die Wüste oder das Land der tausend Hügel.
Die geteilte Stadt Berlin ist immer beides: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten. Die 1980er Jahre sind ein Jahrzehnt zwischen Vergnügungssucht und Zukunftsangst, Neuer Deutscher Welle und Wettrüsten. Die Teilung der Stadt scheint endgültig. In Ost und West wird Berlin zum Zentrum alternativer Lebensentwürfe. Am Ende des Jahrzehnts erzwingen die Bürger der DDR friedlich die Öffnung der Grenze. Die Mauer fällt, und Berlin wird wieder eins.
Wie man aus einem alten Haus mit viel Platz etwas Sinnvolles machen kann, das beweisen Steffen und Stephanie Schulte zu Holsten. Sie haben einen imposanten Artländerhof in der Nähe von Quakenbrück geerbt, bauen das Gebäude zum Wohnhaus um und richten auf der Tenne ein modernes Seminarzentrum ein. In Dornum lässt Linda Detering eine abbruchreife Ruine in eine funktionale Weberei umbauen. Die Textildesignerin will aus dem kaputten Schandfleck des Dorfes eine Attraktion machen. Einen Traum erfüllen sich die beiden Schwestern Judith und Maren Ahmerkamp. Sie haben das älteste Wohnhaus auf der Insel Norderney geerbt. Die Handwerker müssen ihr ganzes Können aufbringen, um das gut 40 Quadratmeter kleine Refugium zu retten. Die Dokumentation begleitet die Retter alter Häuser und ihre Bemühungen, die historische Bausubstanz zu erhalten.
Friedrichshain kann alles sein: lebendig, laut, touristisch und alteingesessen. Es kommt nur darauf an, wo man hingeht. Wir sind in der Schlange vorm Berghain und im Trödel-Laden mit ganz viel Ost-Charme. Auch wenn der Berliner gern meckert: Friedrichshain ist immer ein Erlebnis.
"ATV - Die Reportage" geht mit Händlern und Nostalgie-Fans auf Schatzsuche.
Die Reportage reist zu Orten und Persönlichkeiten, die unvergessen bleiben.
Der Turracher See liegt auf der Turracher Höhe, einem beeindruckenden Alm-See-Plateau auf 1.800 Metern, zwischen Kärnten und der Steiermark - halbiert durch die Landesgrenze.
Nina entschließt sich nach einer Wette mit ihrer besten Freundin, nur noch die Wahrheit zu sagen. Was harmlos klingt, verursacht in Ninas Umfeld Chaos und Missmut. Als ihr Ehemann daraufhin in einem Streit beleidigt behauptet, dass er beim Sex an ihre 17-jährige Schwester denkt, soll Nina mit einer Elektroschockpistole auf Kai geschossen haben. Wollte sie ihren Mann damit bestrafen? Oder steckt etwas ganz anderes hinter dem Angriff auf Kai und dem Spiel mit Lüge und Wahrheit?
Diesmal begibt sich Johann-Philipp Spiegelfeld auf Entdeckungstour in die Steiermark, nach Schloss Strechau.
Hoch über dem steirischen Paltental thront die imposante Burganlage, die auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblickt. Spiegelfeld, studierter Historiker und selbst einem ehemaligen österreichischen Adelsgeschlecht entstammend, erhält von Familie Boesch eine exklusive Privatführung durch die ehrwürdigen Gemäuer - und taucht dabei tief in die Familiengeschichte, verborgene Schätze und historische Kuriositäten des Anwesens ein.
In gewohnter Manier verbringt Johann-Philipp zwei Tage mit den Gastgebern, lässt sich von der Architektur, dem historischen Interieur und dem ganz besonderen Alltag hinter den dicken Mauern faszinieren - und nimmt das Publikum wieder mit auf eine Reise, die Geschichte lebendig werden lässt.
In dieser Episode von "Ostrowski macht Urlaub" resümiert Michi seine vorangegangenen Erlebnisse und Erkenntnisse aus all den schönen Urlaubs-Destinationen, die er für seine Sendung schon bereisen durfte.
Josh Gates reist auf der Suche nach einem verlorenen Goldschatz in die schottischen Highlands. Dieser soll nach dem Jakobitenaufstand von 1745 versteckt und nie geborgen worden sein. Josh schließt sich Schatzjägern an, die einer neuen Spur durch die Highlands folgen.
Julia Baker will zusammen mit einem Kollegen südlich von Melbourne neue Schlangenarten kennenlernen. Barrys Einsatzgebiet ist fast groß wie Berlin, bei ihm gehen im Monat bis zu 300 Notrufe ein. In dieser Folge bekommt es das Duo unter anderem mit einem Exemplar aus der Familie der Giftnattern zu tun. Australische Kupferköpfe sind geduldige Jäger. Sie können stundenlang stillhalten, bevor sie blitzschnell zuschlagen. Das Reptil hat sich offenbar unter einem Gebäude verkrochen. Es stellt nicht nur für die Hausbesitzerin eine Gefahr dar, sondern auch für deren Hunde.
Kap Kolka - der Ort, wo zwei Meere zusammenfließen. Was den Ort so besonders macht: vom Strand aus gesehen ist links die offene Ostsee, rechts die Rigaer Bucht. Hier, im Nordwesten Lettlands, fließen die Meere zusammen, sagen die Einheimischen. Es gilt längst als ein Geheimtipp für Ruhesuchende. Aber Renars und seine Freunde suchen den Kick. Lettland-Korrespondentin Natalie Steger und ihr Team treffen die Surfer etwa einen Kilometer entfernt vom Kap - denn dort direkt zu surfen ist zu gefährlich. In Sowjetzeiten war das Kap militärisches Sperrgebiet. Seit gut 30 Jahren haben die Einheimischen ihr Kap zurück und feiern die Natur, die Ruhe und den Abschied des Sommers - mit einem Feuerspektakel genau am Kap Kolka.
Majestätisch aufragende Berge, malerische Täler und unberührte Natur: Die Schweizer Alpen sind die imposante Kulisse für die Fahrt im traditionsreichen Bernina Express. Auf seiner Fahrt von Chur im Kanton Graubünden über das Wintersportmekka St. Moritz bis ins italienische Tirano überwindet der Zugklassiker mehr als tausend Höhenmeter. Schwindelerregende Viadukte, geniale Kreiskehrtunnel und die wachsamen Augen der Lawinenexperten und Streckenmeister machen das unvergessliche Erlebnis möglich.
In "Terra X - Rätselhafte Phänomene - Sternengold und der Hauch des Todes" stellt Dirk Steffens weltweit ungewöhnliche Naturphänomene und die dahinter wirkenden Naturgesetze vor. Im antiken Hierapolis sterben Opfertiere scheinbar ohne menschliches Zutun. Nur einen Steinwurf entfernt haben sich in den vergangenen Jahrtausenden atemberaubende Kalksinterterrassen geformt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Phänomenen? Dirk Steffens erkundet in der Türkei, Schottland, Deutschland und auf Island ungewöhnliche Naturphänomene. In der Antike war man davon überzeugt, dass sich im Tempel des Gottes Pluton in Hierapolis ein Zugang zur Hölle befindet. Opfertiere, die von den Priestern in den Tempel geführt wurden, fielen plötzlich tot um, ohne Zutun der Priester. Das Phänomen wurde bereits von antiken Geschichtsschreibern beschrieben, und schon damals vermuteten nicht alle hinter dem "Hauch des Todes" den Atem des dreiköpfigen Höllenhundes Kerberos. Ganz in der Nähe liegen die weißen Kalksinterterrassen von Pamukkale. Warum und wann sich solche besonderen Formationen bilden, wird genauso beleuchtet wie die Voraussetzungen, unter denen Fossilien entstehen, die Einblicke in längst vergangene Zeiten erlauben. In Schottland begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach dem berühmten Ungeheuer von Loch Ness und kann die Frage nach der Existenz von Nessie zumindest aus wissenschaftlicher Sicht beantworten. Etwas schwieriger wird es bei der Frage nach dem Ursprung des Goldes auf unserem Planeten. Neuere Theorien gehen davon aus, dass die relativ großen Goldvorkommen in den oberen Bereichen der Erdkruste kosmischen Ursprungs sind und zum Beispiel durch Asteroideneinschlag auf die Erde gelangten. Wie komplex natürliche Phänomene sein können, zeigen auch die Geysire auf Island. Die Insel im Norden Europas ist berühmt für ihre Vulkane, Gletscher und heißen Quellen. Aber längst nicht jede heiße Quelle wird auch zu einem Geysir. Das faszinierende Netzwerk unserer Natur wird mit stimmungsvollen Landschafts- und Tieraufnahmen sowie aufwendigen Animationen in Szene gesetzt und erklärt.
Der Nationalpalast in Sintra ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Er war acht Jahrhunderte lang die Sommerresidenz der portugiesischen Könige. Besonders Manuel I., "der Glückliche", hat dem Palast seinen Stempel aufgedrückt. Im 19. Jahrhundert, als Portugal langsam in die Bedeutungslosigkeit driftete, machte ein schwärmerischer König Sintra zu einer Pilgerstätte der europäischen Romantiker. Der Kaffebaron António Augusto Carvalho Monteiro - Freimaurer, Esoteriker und Mythomane - erwarb 1893 die Quinta da Regaleira und verwandelte sie in einen mythologischen Themenpark.
Hier wird alles Alte im besten Sinne bewahrt - in den Burgen und Schlössern des Burgenlandes verliert man sich in einer Fülle von Details, die facettenreich Geschichte erzählen.
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Sie sind wahre Hüter historischer Details - sei es aus Familientradition oder aus purer Leidenschaft. Die Schlossherren und Burgdamen des Burgenlandes legen höchsten Wert auf die Ausstattung ihrer Häuser, ob im stilvollen Hotel oder im randvollen Antiquitätenladen.
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Zu Beginn besuchen wir Burg Bernstein, Heimat der Adelsfamilie Almásy. Erasmus Almásy pflegt hier auch das Erbe seines wohl bekanntesten Vorfahren Ladislaus, dessen Biografie als Forscher die Inspiritationsquelle für den Film "Der englische Patient" war. In erster Linie jedoch betreibt der junge Burgherr ein Hotel. Die Schlossführungen macht er höchstpersönlich, während seine Partnerin Johanna Krecké als Biologin über den Felsengarten im Burghof und dessen bunte Insektenwelt wacht.
Burg Schlaining präsentiert sich nach umfassenden Sanierungsarbeiten runderneuert. Die Burg ist zum Haus für burgenländische Zeitgeschichte geworden - als "Friedensburg" gilt sie schon länger. Das Schlaininger Urgestein Werner Glösl, der die Burg wie seine Westentasche kennt, zeigt, was die peniblen Arbeiten am Gemäuer und in den Räumlichkeiten im Zuge der Sanierung zutage gefördert haben - etwa Wandfresken mit einzigartigen Farbpigmenten oder einen Holzboden aus Zeiten der Batthyánys, jenem bedeutenden ungarischen Adelsgeschlecht, das untrennbar mit der Geschichte des Burgenlandes verbunden ist.
Prägend für das Burgenland war vor allem das Wirken der Familie Esterházy, die auch auf Schloss Lackenbach residierte, das im 16. Jahrhundert als Wasserburg erbaut wurde. Heute wird das Haus als Hotel geführt, ein Museum widmet sich der Esterházy'schen Jagd. Besonders besticht die Schlossanlage durch ihren weitreichenden Rennaissance-Garten, für dessen Erhalt Schlossgärtner Michael Manak verantwortlich ist. Vom Arboretum im Vorhof des Schlosses bis zum sogenannten Kinniglhügel am Rande einer Streuobstkultur führt er stolz durch sein vielfältiges Reich.
Prall gefüllt ist Schloss Potzneusiedl im Nordosten des Landes. Hier lädt der Kunstsammler Gerhard Egermann in einen schier unendlichen Antiquitätenladen. Seit 1966 besitzt er das Schloss und hat es seither sympathisch überfrachtet mit Raritäten aller Art.
An Grenze zur Slowakei besucht der Film abschließend Kittsee und zwei Häuser, wie sie in ihrer Erscheinung unterschiedlicher nicht sein können: Schloss Kittsee - ein anmutiges Barockschloss, das wiederum von den Familien Esterházy und Batthyány geprägt wurde. Seit 1965 ist es im Besitz der Gemeinde und wird als Veranstaltungslocation genutzt. Emmerich Bachmayer hat hier prägende Zeiten seiner Kindheit verbracht.
Das alte Schloss Kittsee aus dem 13. Jahrhundert ist eine kompakte Burg. Hier hat Gerald Strass ein Radiomuseum eingerichtet. Der leidenschaftliche Sammler hat das Haus in den vergangenen Jahren renoviert und tut das immer noch. Auch der Ruine des ehemaligen Schüttkastens hat er wieder Leben eingehaucht und Platz geschaffen für seine angestaubte aber liebevoll behütete Automobilsammlung.
Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
Lange galt der Wolf in Europa als so gut wie ausgerottet. Nur in den ausgedehnten Wäldern Osteuropas überlebten einige kleinere Populationen. In den letzten Jahrzehnten wurden Wölfe unter Artenschutz gestellt - und haben zuletzt ein bemerkenswertes Comeback gefeiert. Die außergewöhnliche Dokumentation zeichnet nach, wie dieses faszinierende Tier wieder in Mitteleuropa Fuß fasste.
Die meisten Menschen haben noch nie einen Wolf in freier Wildbahn gesehen, aber jeder kennt den Mythos vom "großen bösen Wolf" aus dem Märchen. Die alten Geschichten erzählen jedoch nicht die ganze Wahrheit.
Der Protagonist der Dokumentation ist ein im Osten Europas geborener Wolfswelpe, der im Schutz seines Rudels aufwächst. Als er geschlechtsreif wird, verlässt er das Rudel, um ein eigenes Revier und eine Gefährtin zu finden. Dafür muss er sich auf eine lange Wanderung begeben, die ihn über Flüsse und gefährliche Autobahnen durch ein immer dichter besiedeltes Gebiet führt. Schließlich erreicht er die Niederlande. In sich regenerierenden Wäldern findet er ausreichend Beute; allein durch seine Präsenz scheint sich ein natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen. Tatsächlich findet er dort auch eine Gefährtin und gründet mit ihr erfolgreich das erste Wolfsrudel der Niederlande.
Die Dokumentation gewährt hautnahe Einblicke in das Leben dieses hochintelligenten Tieres. Veranschaulicht werden auch sein Familiensinn, sein positiver Einfluss auf die Artenvielfalt und erstaunliche Parallelen zum "besten Freund des Menschen".
Riesige Lagunen, weite Strände und eine üppige Vegetation, die der Küste ihren Namen Costa Verde gab. Die grüne Küste erstreckt sich ganz im Norden Portugals bis an die spanische Grenze. Die Região Norte ist eine der vielfältigsten Regionen des Landes, das Leben hier ist bunt und quirlig.
Am Strand von Areão ist Fischfang noch Kunst. Die traditionelle Fangmethode heißt Arte Xavega. João Esteves Neves, genannt Valdemar, ist der Chef einer kleinen Truppe. Er muss den richtigen Moment abpassen: Nur wenn sich eine Lücke in der Brandung auftut, kann der Traktor das betagte Fischerboot in den Atlantik schieben. Früher haben Ochsen die schwere Arbeit erledigt, diese Tradition wollen ein paar Landwirtschaftsstudierende wiederbeleben, Valdemar unterstützt sie dabei.
Für Marta Paço sind die Wellen vor Viana do Castelo praktisch ihr Zuhause. Und doch hat sie das Meer noch nie gesehen. Die blinde Surferin ist Mitglied im portugiesischen Nationalteam und konnte schon drei Weltmeistertitel gewinnen. Für Marta ist die Verständigung mit ihrem Coach, wenn sie auf dem Brett steht, extrem wichtig; ein speziell entwickeltes Funkgerät soll die Kommunikation verbessern. Im Training testen sie die neue Technik zum ersten Mal.
Die Leidenschaft von Marisa Ferreira und Alba Plaza sind Azulejos, handbemalte Fliesen, die das Stadtbild von Porto prägen. Noch, denn es ist nicht gut bestellt um die Fliesen: Sie sind mehrere Jahrhunderte alt, verfallen an den Wänden, werden mutwillig beschädigt oder sogar gestohlen. Marisa und Alba kämpfen um den Erhalt, sie sind mittlerweile richtige Azulejos-Detektivinnen, besuchen Baustellen, sprechen mit Hauseigentümern, haben einen Onlinekatalog erstellt. Und sie fertigen exakte Nachbildungen, um die Fliesenlücken an den prachtvollen Häuserwänden zu schließen.
Vor den Toren Portos befand sich einst das Zentrum der Sardinenproduktion. Heute gibt es in Matosinhos nur noch zwei Fabriken. Paula Remelgado und Emilia Braga sind bei Pinhais & Co. für den Einkauf zuständig. Frühmorgens sind sie deshalb bei der Anlandung des Fangs dabei. Anschließend sorgen sie mit knapp 100 Frauen in einer riesigen Halle dafür, dass die kleinen Fische in die Konservendosen kommen, für die Sardinen ist Portugal weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Lurdes Cacheira besitzt bis heute keine Waschmaschine, so moderner Kram kommt ihr nicht ins Haus. Regelmäßig marschiert die 69-Jährige runter an den Hafen von Afurada, denn dort steht das lavadouro publico, der öffentliche Waschsalon. Hier geht es um viel mehr, als nur Wäsche waschen. Die Frauen schnattern und besingen sich selbst mit Liedern über das einsame Leben der Waschfrauen.
Hinweis zum Fotomaterial: Schwarz-Weiß-Fotos im Film lizenziert durch "Fundação Calouste Gulbenkian" (Fotograf: Estúdio Horácio Novais) unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 2.0. Die Fotos wurden bearbeitet.
Schloss Hof im niederösterreichischen Marchfeld, unweit der österreichisch-slowakischen Grenze, vereint barocke Architektur, Gartenkunst und Gutshof.
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Begründet von Prinz Eugen, vollendet unter Maria Theresia, erzählt das Ensemble von Macht, Ordnung und höfischem Leben. Die Dokumentation führt durch historische Prunkräume, die botanische Vielfalt sowie die Tierwelt der Anlage.
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Rund 50 Kilometer östlich von Wien erhebt sich Schloss Hof nahe Donau und March. 1725 erwirbt Prinz Eugen von Savoyen ein bestehendes Renaissancekastell und lässt es zu einem fürstlichen Landsitz erweitern. Als Feldherr von europäischem Rang sucht er hier einen Rückzugsort, der zugleich Ruhe und Repräsentation vereint. Unter Regentin Maria Theresia erhält Schloss Hof seine endgültige Gestalt und bleibt bis heute das größte Landschloss Österreichs - ein barockes Gesamtensemble, in dem Architektur und Gartenkunst eine gemeinsame Sprache sprechen.
Die Dokumentation führt durch die prunkvollen Räume des Schlosses und ihre wechselvolle Geschichte. Die Sala Terrena verbindet Schloss und Garten und diente als festlicher Schauplatz höfischer Geselligkeit. Die Schlosskapelle ist damals wie heute ein besonderer Ort - als einer der wenigen original erhaltenen Innenräume aus der Zeit Prinz Eugens. Unter Maria Theresia verändern sich Funktion und Nutzung der Gemächer: Spielzimmer, Schlafräume und private Rückzugsorte spiegeln den Wandel des Hoflebens und eine leichtere, persönlichere Atmosphäre wider.
Im Gartenreich entfaltet sich der Barock in seiner ganzen Strenge und Schönheit. Sieben Terrassen folgen einer klaren Ordnung aus Achsen, Brunnen und geometrischen Mustern. Rekonstruktionen machen die ursprüngliche Gestaltung wieder sichtbar - von der Großen Kaskade als Mittelpunkt der Anlage bis zu Broderieparterres, Bosketten und kunstvoll geführten Wasserläufen. Schloss Hof folgt dabei dem Ideal des französischen Barockgartens, in dem Natur zur Bühne menschlicher Gestaltungskraft wird.
Die lebendige Kulturlandschaft umfasst auch den Gutshof, der von Landwirtschaft, Handwerk und Versorgung im 18. Jahrhundert erzählt. Heute prägen seltene Nutztierrassen, Pfauen und das geschützte Ziesel das Bild ebenso wie die Orangerie mit ihren Kübelpflanzen und Zitrusgewächsen - Zeugnisse barocker Sammelleidenschaft, Weltläufigkeit und botanischer Neugier.
Bis heute ist Schloss Hof ein Ort, an dem Geschichte erhalten, erforscht und gepflegt wird. Restauratoren, Gärtner und Fachleute arbeiten daran, historische Substanz zu bewahren und zugleich für ein breites Publikum erfahrbar zu machen. Zwischen Schloss, Garten und Gutshof entsteht so ein vielschichtiges Bild, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
"Königliche Gärten - Schloss Hof" öffnet den Blick auf ein barockes Gesamtkunstwerk, das weit mehr ist als ein historisches Monument. Es ist ein Ort, an dem Ordnung und Lebenslust, Architektur und Natur bis heute in Balance stehen - und dessen Faszination ungebrochen ist.
Eine Dokumentation von Mario Kreuzer und Jaqueline Rauter