Die unüberschaubar große Zahl der existierenden Glaubensgemeinschaften abseits der großen Kirchen kann verwirrend sein. Hier werden sie und ihre Bräuche hinterfragt und kritisch diskutiert.
Heutzutage sind Tattoos, Piercings und weitestgehend Körperschmuck ein geschäftsträchtiger Wirtschaftszweig. Doch werden diese Praktiken des Körperschmucks lediglich als eine Form des Selbstausdrucks genutzt? Oder könnten diese Praktiken weit bis zu unseren Vorfahren in die Vergangenheit reichen? Könnten wir durch das Studium der Geschichte außergewöhnliche Geheimnisse aus der Vergangenheit zutage fördern? Und werden diese aufgedeckten Geheimnisse unsere Zukunft bahnbrechend verändern?
Behindert sein und ein Start-up gründen? Für Anna Hörster und Jona Recker war das kein Widerspruch - im Gegenteil. Sie sind bewusst das Risiko eingegangen und sind nun ihr eigener Chef.
Anna Hörster hat das Ehlers-Danlos-Syndrom, eine schwere Erbkrankheit. Jona Recker ist unfallbedingt auf den Rollstuhl angewiesen. Während Hörster medizinische Hilfsmittel schöner gestaltet, berät Recker Menschen mit Behinderung zu ihren finanziellen Ansprüchen.
Anna Hörster lebt von klein auf mit starken Bauchschmerzen. Probleme mit ihrem Rücken und der Schulter kommen hinzu. Erst 2021 erhält sie die Diagnose Ehlers-Danlos-Syndrom. Eine sehr seltene, erblich bedingte Erkrankung des Bindegewebes mit zahlreichen Unterformen. Bei Anna macht sich die Erkrankung auf vielfältige Weise bemerkbar - unter anderem dadurch, dass immer wieder ihre Gelenke auskugeln oder verkeilen und sie das Gefühl hat, sie könne ihre Muskeln nicht mehr ansteuern. Daher ist sie bei längeren Strecken auf ihren Rollstuhl angewiesen. Seit 2022 muss sie sich aufgrund ihrer Magen-Darmlähmung größtenteils künstlich über Sonden und Ports ernähren.
Jona Recker ist erst 17, als ihn ein einziger unbedachter Moment aus seinem gewohnten Leben reißt: Er läuft mit Freunden über einen Güterbahnhof, als er einem vorbeifahrenden Zug zu nah kommt. Dabei wird er von einem "Lichtbogen" getroffen - einer extrem heißen elektrischen Ladung, bei der Strom durch die Luft überspringt. Die enorme Hitze schleudert ihn zu Boden. Recker erleidet schwerste Verletzungen, wird ins künstliche Koma versetzt. Als er wieder aufwacht, ist nichts mehr wie zuvor - er ist querschnittsgelähmt. Auch er muss sich als "Neu-Rollstuhlfahrer" durch den Antragsdschungel kämpfen - und das in der Zeit, in der man eigentlich alle Kraft für seine neue Lebenssituation braucht. Aus diesen Erfahrungen entsteht mit einem Freund eine gemeinsame Idee: das Start-up "Help Yuu".
Die 16-Millionen-Metropole Istanbul ist Stau-Weltmeister. Über 100 Stunden im Jahr verlieren die Menschen in der Stadt im Verkehr. Während Motorradkuriere und Wasserverkäufer auf den verstopften Straßen ihren Lebensunterhalt verdienen, müssen viele Familien ihren Alltag um den täglichen Verkehrskollaps herum organisieren.
Showdown auf der Landstraße - Drängte Bauer dauerverfeindeten Bürgermeister mit dem Traktor in den G
6. Staffel
374. Folge
D 2025
60'
Landwirt Chris Borchardt (37) steht vor Gericht, nachdem Bürgermeister Hagen Fuhrmann (37) mit seinem Auto von einem Traktor von der Straße abgedrängt wurde. Die beiden Männer verbindet eine alte Feindschaft, die nun durch Pläne einer Schnellstraße, die Chris´ Felder bedroht, erneut aufflammt. Weitere ungelöste Konflikte und ein dunkles Geheimnis werfen Fragen auf. Was steckt hinter dem mysteriösen Fall oder war es doch ein tragischer Unfall?
Medical Detectives - Geheimnisse der Gerichtsmedizin
Unfall oder Mord?
53. Folge
D, USA 1995
50'
Als die Feuerwehr die 82-jährige Frieda Weeks aus dem brennenden Auto ihrer Schwiegertochter Sheila Bryan befreit, ist die alte Frau tot. Sheila behauptet, sie sei einen Moment abgelenkt worden. Ihr Wagen sei von der Straße abgekommen und in einen Bach gefahren. Ihre Schwiegermutter sei im Auto eingeklemmt gewesen. Doch in Freda Weeks Blut ist kein Kohlenmonixid enthalten; sie war also schon tot, als der Wagen in Brand geriet.
Don und seine Partnerin Holly stürzen sich in dieser Folge in ein Abenteuer der besonderen Art. Das Duo kämpft in einer der ursprünglichsten Regionen Afrikas ums Überleben. Im östlichsten Zipfel Namibias beherrschen Löwen die Savanne und in den Bäumen tummeln sich wilde Paviane. Wasserstellen gibt es zwar reichlich in der Region, aber dort verteidigen Flusspferde ihr Revier. Um diese Kolosse machen die Survival-Kandidaten in der Wildnis besser einen großen Bogen, denn pro Jahr fallen den Tieren mehr als 2000 Menschen zum Opfer.
Ihr Ziel: der perfekte männliche Körper. Ihr Preis: Schmerzen, Kosten, die eigene Gesundheit. Männer tun viel für ihren starken Wunsch nach Schönheit. Sie unterwerfen ihr Leben einem Trainingsplan. Lassen sich für 100.000 Euro die Beine brechen. Verdicken ihren Penis. Spritzen sich illegale Substanzen oder werden Looksmaxxer auf Social Media. Groß, stark, perfekt - der harte Weg zu maximaler Männlichkeit. "Ich will einfach der Typ mit den dicksten Muskeln sein", beschreibt Maik den Antrieb für seinen Lebenstraum: als Bodybuilder bei Mr. Olympia zu starten. Diesem Traum ordnet er alles unter: aufstehen um 5:30 Uhr, sieben festgelegte Mahlzeiten pro Tag, über 30 Supplements, zweieinhalb Stunden Krafttraining. Für den 16-jährigen Soufian ist gutes Aussehen der Schlüssel zu Erfolg und Beliebtheit: Als Looksmaxxer tauscht er sich auf Social Media mit anderen jungen Männern aus. Lässt sich von der Community oder einer App bewerten, wobei die Skala von "Subhuman" bis "Chad" geht. Jede Körperpartie, vom Winkel der Augen bis zum Abstand zwischen Ohr und Kieferknochen, hat dabei einen Idealwert, den es zu erreichen gilt. Nachhelfen können Looksmaxxer mit Aminosäuren, Wachstumshormonen, dem Malträtieren ihres Wangenknochens mit einem Hammer und natürlich zahlreichen als Softmaxxing und lange weiblich geltenden Schönheitsmaßnahmen wie Skincare, Botox und Co. Alex leidet unter seiner Körpergröße und verlängert für viel Geld und mit monatelangen Einschränkungen seiner Beweglichkeit schon zum zweiten Mal seine Beine. Auch vor dem Penis macht die Selbstoptimierung nicht Halt: Er soll länger und dicker werden. Die Nachfrage nach ästhetischer Intimchirurgie steigt stetig. Was ist das Idealbild eines attraktiven Mannes, woher kommt es, und warum sind junge Männer auf einmal bereit, für dieses Ideal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinauszugehen? Von der Balance zwischen attraktivem Äußeren als Lifestyle und extremen Eingriffen in den eigenen Körper auf der Suche nach Perfektion erzählt der Film "Make me beautiful".
Überall auf der Welt gibt es riesige Monolithen, die unsere Vorfahren aus massivem Fels erschufen. Welchem Zweck dienten diese gewaltigen Steinmonumente? Erfüllten sie eine rituelle Funktion? Waren sie dazu gedacht, die Götter zu ehren?
Palermos gigantisches Villenprojekt Pizzo Sella wurde zum Sinnbild der Macht der Mafia auf Sizilien. Doch der "Hügel der Schande" ist nur einer von vier düsteren Orten der Geschichte. Außerdem: die Horroranstalt Pennhurst in Pennsylvania, ein irisches Herrenhaus als Schauplatz einer brutalen IRA-Entführung und die estnische Insel Hiiumaa, strategisch wichtig und umkämpft von Wehrmacht und Roter Armee.
Norwegens Fjorde gehören zum Spektakulärsten, was Europa zu bieten hat. Orcas treiben riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was übrig bleibt, wird von Vögeln, Fischen und Seesternen gefressen. Lachse ziehen die Flüsse hinauf und in den Tiefen wogen fluoreszierende Seefedern und seltsame Meeresschnecken in der Strömung. Zeitlupen und Zeitraffer, Nachtaufnahmen und teils noch nie gesehenes Tierverhalten fügen sich zu einem hochspannenden Porträt der Fjorde.
In der Zoom Erlebniswelt startet heute ein außergewöhnliches Experiment. Löwen-Tierpfleger Jan lässt die Hyänen in das Innengehe des Löwenpärchens Chiara und Bantu. Beide Raubtierarten sollen damit abgelenkt werden vom Alltag im Zoo. Wie die Totfeinde die Situation wohl meistern werden?
Bei den Orang-Utans steht heute auch etwas ganz Besonderes auf dem Programm. Es gibt Joghurt. Wer ist zuerst am Futterplatz? Und warum der Chef der Affenbande, der dicke "Schubbi", heute drinnen bleibt, wird die Tierpflegerin Steffi genau erklären. Sie kennt die Familie seit Jahren und weiß so manches Geheimnis zu lüften.
Im Allwetterzoo Münster muss Malaienbär "Frodo" heute zum Zahnarzt. Sein Eckzahn ist abgebrochen. Das Zoo-Team versucht alles, um den Zahn wieder in Ordnung zu bekommen, so dass "Frodo" bald keine Schmerzen mehr hat. Doch während der Operation treten Komplikationen auf.
Zoogeschichten aus Frankfurt und Kronberg
Hinter die Kulissen gucken, Einblicke in den Zoo bekommen, die dem normalen Besucher verborgen bleiben - "Giraffe, Erdmännchen & Co." erzählt täglich Geschichten aus dem Zoo Frankfurt und dem Opel-Zoo, Kronberg. Die Doku-Soap zeigt den Zooalltag hautnah - mitten in der Großstadt und im idyllischen Taunus. Die Helden der Serie sind die Pfleger und Pflegerinnen.
Am Flughafen von Sydney kontrollieren die Grenzschutzbeamten eine Frau aus Estland, die ein verdächtiges Gepäckstück bei sich hat. Angeblich will sie in Australien Urlaub machen, doch ihre Reisedetails sind etwas ungewöhnlich. Sie tischt den Beamten schließlich eine fadenscheinige Ausrede auf. Außerdem: Im internationalen Postzentrum von Sydney kommt ein Paket mit einem erschreckenden Inhalt an.
Die Menschheit schickt Satelliten ins Weltall und U-Boote auf den Meeresgrund, doch der Boden unter der Erdoberfläche steckt noch immer voller Geheimnissen. Welche Informationen liegen tief unter den Gesteinsschichten verborgen?
In Suppen, Soßen, Fertigmenüs, Fisch- oder Fleischzubereitungen: In 95 Prozent aller Gerichte befinden sich Zwiebeln als Grundstoff oder Geschmacksträger. Die Geschmacksvielfalt der Zwiebel reicht dabei von scharf bis süß.
In Deutschland werden in jedem Jahr rund 500.000 Tonnen Speisezwiebeln geerntet. Rund ein Drittel davon wächst in Niedersachsen. Ein Hauptanbaugebiet für Zwiebeln ist die Region Uetze. Für die kleinen Silberzwiebeln ist sie sogar das einzige Anbaugebiet Deutschlands. Und bei Symrise in Holzminden, einer der weltweit größten Konzerne für Duft- und Geschmacksstoffe, werden pro Jahr 8000 Tonnen Zwiebeln verarbeitet. Mehr als 2000 Produkte auf Zwiebelbasis hat Symrise entwickelt.
Die Wissensreportage aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet konventionelle Erzeuger und Biolandwirte beim Zwiebelanbau und zeigt, warum das sensible Gewächs das Geschmacksgeheimnis in der Nahrungsmittelindustrie ist.
Ein Berg wird versetzt
Oobi - Ooobi kommt und schreibt ganz nebenbei Zoogeschichte. Der Koala ist der erste seiner Art in Leipzig. Entsprechend groß ist die Vorfreude und akribisch die Vorbereitung. Alles soll stimmen, wenn Oobi-Ooobi, zu Deutsch "heiliger Berg", nach einer langen Reise sein Quartier bezieht. Eine neue Ära beginnt.
Es lebe Leipzigs langer Lulatsch!
Afrika ist in Feierlaune. Giraffenbulle Max wird 20 Jahre alt. Ein Jubiläum, das gleich mehrfach gefeiert wird. Ein besonderes Geschenk wird dem 4,80-Meter-Riesen bei einer intimen Privatparty überreicht - von einem Überraschungsgast, dem es zu verdanken ist, dass aus Max überhaupt so ein großer starker Herdenchef werden konnte. Denn vor 20 Jahren, kurz nach der Geburt, sah es gar nicht gut aus für den Giraffenjungen...
Drei sind einer zu viel
Im Vogelhaus lebte die alte Goldscheitelwürger-Dame bisher allein. Vor einiger Zeit ist nun ein junges Paar eingezogen. Jochen Menner ist zuversichtlich, dass es trotz Dreierkiste harmonisch bleiben wird. Wenn er sich da mal nicht täuscht. Bei den Kronentauben sind die Verhältnisse geklärt. Das Paar ist in Brutstimmung und baut am Nest. Jochen Menner will Nistmaterial zur Verfügung stellen und dem Paar helfen. Ob es bei einem artenübergreifenden Dreiergespann besser funktioniert?
Tattoos, Piercings oder Body Modifications: Menschen verändern ihren Körper - schon immer, immer wieder und manchmal auch massiv - trotz Schmerzen, Risiken und Vorurteilen. Tätowierte Gesichter, Teufelshörner, die implantiert werden, oder chirurgisch geformte Elfenohren: Body Modifications fallen auf und können polarisieren. Wenn Menschen ihren Körper bewusst verändern, ist das für viele der beste Ausdruck des eigenen Selbst. Tattoos auf Rücken, Armen und Beinen sind weitverbreitet und damit längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Aber einige gehen weiter und wollen mehr: Marcel aus Wien lässt seinen Körper nahezu vollständig tätowieren, Tobi lässt sich die Zunge spalten und Teufelshörner einsetzen, Mandy bekommt Elfenohren, Sabrina erhält nach ihrer Brust-OP im Rahmen ihrer Krebserkrankung ihr Körpergefühl wieder zurück, und für Diakon Rainer geht seine Liebe zu Gott buchstäblich unter die Haut. Sie alle haben ihre Körper modifiziert. Aus Spaß, als Kunstwerk, zur Identitätsverstärkung oder zur Heilung. "Also, die typischen Vorurteile, die ich eigentlich mitbekomme mit meinem Aussehen, sind arbeitslos, irgendwie kriminell oder gewalttätig und drogenabhängig", beschreibt Tierpfleger Tobi die Reaktionen auf seine fast 400 Tattoos, Implantate und die gespaltene Zunge. Marcel ist in den sozialen Medien bekannt als "Eternal Exodia" und hat dafür mehr als 730 Stunden auf dem Tätowierstuhl verbracht. Er richtet sein gesamtes Leben konsequent auf seinen außergewöhnlichen Look aus, hat seinen Körper zum Kunstwerk gemacht: "Warum ich es mache? Weil ich das gesamte Kunstwerk sehe. Ich sehe mich in den Spiegeln und denke mir, so was gibt es nur einmal auf der Welt." Tattoo-Legende Henk Schiffmacher blickt auf über fünf Jahrzehnte in der Branche zurück und hat beobachtet, wie aus einer kleinen Subkultur ein weltweites Geschäft wurde. Mandy erfüllt einen lange gehegten Traum und lässt sich an den Ohren operieren. Jetzt haben sie die Form von Elfenohren. Für Sabrina wird ein medizinisches Tattoo nach ihrer Krebserkrankung zum wichtigen Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Körpergefühl. Und Rainer Fuchs trägt seinen Glauben dauerhaft auf der Haut und erlebt als Diakon, wie seine Tattoos Türen öffnen, die anderen Kirchenvertreterinnen und -vertretern oft verschlossen bleiben. Wie viel Schmerz muss man aushalten, um endlich so auszusehen wie Marcel? Und was war die größte Angst, bevor Tobi sich das Auge tätowieren ließ? Sie zeigen, wie viel Zeit, Geld und Überwindung hinter ihren Veränderungen stecken, und erzählen, weshalb sie diesen Weg trotzdem immer wieder gehen. "Make me beautiful" fragt, warum der Wunsch nach Individualität für manche Menschen unter die Haut geht und was ihre persönlichen Geschichten über den gesellschaftlichen Blick auf Schönheit, Normalität und Anderssein erzählen.
Der Küstenort Varosha im Nordosten Zyperns war einst ein Urlaubs-Hotspot für die Reichen und Schönen. Doch im Jahr 1974 wurden die Hotels, Boutiquen und Strände zu einer verbotenen Zone hinter Absperrungen und Stacheldraht. Außerdem: Zwei Küstenforts in den Bayous von Louisiana sind faszinierende Zeugen einer unsteten Phase der US-amerikanischen Geschichte. Und: Die einzigartige antike Höhlenstadt Wardsia in Georgien erlebte im Mittelalter ihre Blütezeit, bis ein Erdbeben alles veränderte.
Wie Junge eine Auszeit und Ältere Anschluss suchen
Fotografieren, bezahlen, nach dem Weg fragen - das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Während ältere Menschen fürchten, den Anschluss zu verlieren, wird es immer mehr Jungen zu viel. Die Nachfrage nach digitalen Auszeiten und analogen Erlebnissen steigt. Am Schauplatz Reporterin Nicole Kampl begleitet eine Schulklasse der HLW Steyr, die fünf Tage ohne Strom, Internet und Handy in einem Offline-Camp in Bromberg in Niederösterreich verbringt.
Sie sei 12-13 Stunden am Tag am Handy, erzählt Jana. "Es ist eine Sucht", sagt ihre Freundin Lorena offen. Sie kommt auf eine tägliche Bildschirmzeit von acht Stunden und greift schon nach dem Aufwachen zum Handy, um Videos auf der Social Media Plattform TikTok zu schauen. "In der Früh habe ich dafür keine Zeit", meint Jessica. "Ich schau meistens nach der Schule, um runterzukommen." Julian hofft, durch die Auszeit selbstständiger zu werden, weil er ChatGPT nicht um Rat fragen kann. "Wenn du vom Handy eingesaugt bist, vergisst du das wirkliche Leben", erklärt Camp Leiter Jürgen Schneider. Statt am Handy werden die überwiegend 15-jährigen Schülerinnen und Schüler der 2ADD ihre Zeit nun in der Natur verbringen - mit Campen, Bogenschießen und Kochen am offenen Feuer.
Ganz anders die ältere Generation, die ohne Handy, Internet und ständiger Erreichbarkeit aufgewachsen ist. Bankgeschäfte, Videotelefonieren mit den Enkelkindern, Gruppenchats auf WhatsApp - "Ohne Smartphone ist man nicht dabei", sagt die Wienerin Irmgard W., die im Alter von 82 Jahren von ihrem Klapphandy auf ein modernes Gerät umsteigt. In Salzburg hat sich Ingrid Foller (87) schon vor zwei Jahren eines zugelegt: "Und dann bin ich alleine damit dagestanden, wie die Kuh vorm neuen Tor." Mittlerweile hat sie 116 Apps installiert und bekommt einmal im Monat Besuch von Erich Zobl, einem Freiwilligen des Diakoniewerks, der ihr mit dem Handy hilft. In Oberösterreich setzt die Gemeinde Wilhering wiederum auf ein Programm mit gratis Schulungen für alle, um die Bevölkerung im digitalen Leben zu unterstützen.
Warum eskalieren in der katholischen Kirche die Flügelkämpfe zwischen "Konservativen" und "Reformern" heute oft so heftig?
Woher kommt der Eindruck, Rom erhebe den Anspruch, die "ewig gültige, unveränderliche" katholische Lehre zu verteidigen? Die Dokumentation zeigt, dass das "Erste Vatikanische Konzil" (1869) und die von Papst Pius IX. beanspruchte Unfehlbarkeit mit Macht nachwirken.
Denn davor war die Kirche in Fragen der Lehre und der Strukturen vielfach offener gewesen und hatte auch innovative Wege beschritten. Der Film hilft, die Gegenwart auf dem Hintergrund der antimodernen "Neuerfindung" des Katholizismus im 19. Jahrhundert zu verstehen.
Diesmal überprüft der Grenzschutz in Melbourne eine Touristin aus Taiwan, die mit einem Urlaubsvisum einreisen möchte. Ihre Angaben sind äußerst mysteriös. Die Beamten finden heraus, dass die Frau kürzlich in Kanada als Model gearbeitet hat, obwohl sie dort angeblich nur Urlaub machen wollte. Außerdem: Ein Passagier hat nach einer kurzen Vietnam-Reise ungewöhnlich viel Gepäck dabei. Um sich zu erklären, tischt der Mann den Beamten eine unglaubwürdige Geschichte auf.
Dave Turin und Nathan Clarke nehmen nördlich von Valdez eine wichtige Lieferung in Empfang. Die neue Waschanlage des Teams wurde nach den Vorgaben der Schatzsucher gebaut. Sie hat ein extragroßes Einfüllsystem mit vibrierender Siebanlage. Aus 60 Hochdruckdüsen schießen pro Minute 7500 Liter Wasser, damit kann der Prototyp bis zu 150 Kubikmeter Schürfgut pro Stunde verarbeiten. Die Männer können es kaum erwarten, die Maschine zu testen. Aber vorher müssen sie das 30 Tonnen schwere Ungetüm sieben Kilometer weit zum Glacier Creek transportieren.
Kimberly ist ein Wildfang und ordnet sich nicht gerne unter. Als Teenager ist sie in einem Jahr sieben Mal von der Schule geflogen. Auf der Isla San José will die 23-Jährige beweisen, dass sie dennoch teamfähig ist. Denn wenn die Bäckerin aus Utah mit ihrem Survival-Partner Gary nicht an einem Strang zieht, droht dem Duo Ungemach. Tagsüber ist es auf dem Eiland extrem heiß und nachts empfindlich kalt. Außerdem leben auf der Tropeninsel Giftspinnen, Kaimane und drei Meter lange Boas. Unbedachte Alleingänge können tödlich enden.
Die News Spezials beleuchten ein wichtiges Nachrichten-Thema umfangreich und von allen Seiten. Korrespondenten, Politiker und Experten geben ihre Einschätzungen ab.
Die australischen Grenzbeamten nehmen zwei Passagiere aus Malaysia genauer unter die Lupe. Die Ermittler vermuten Drogen in ihrem Gepäck, was die beiden vehement abstreiten. Doch die Spuren an ihrem Koffer sprechen eine eindeutige Sprache. Bei der Biosicherheitskontrolle gerät derweil ein Mann ins Visier, der große Mengen gekochter Lebensmittel einführen will. Angeblich sei das Essen für sein Restaurant bestimmt. Doch die Beamten haben da ihre Zweifel.
Waffen aus dem 3D-Drucker: Unter seinem Pseudonym "JStark1809" konstruiert Jacob D. aus Hannover den Bauplan für eine Schusswaffe, die jeder nachbauen kann: die FGC-9. "JStark1809" flüchtet unter seinem Decknamen in die Abgründe des Internets. Dort inszeniert er sich als Freiheitskämpfer und propagiert das Recht auf Waffen für alle. Doch wer steckt hinter der Fassade? Und wie funktioniert die 3D-Waffenszene im Netz? "JStark1809" entwirft nicht nur eine tödliche Waffe, seine Selbstinszenierung als zu allem entschlossener Freiheitskämpfer macht ihn im Netz zur Kultfigur einer globalen Underground-Bewegung von Schusswaffenfanatikern. Doch kurz bevor ihm die Ermittler auf die Schliche kommen, stirbt er unter bis heute ungeklärten Umständen. Er hinterlässt die Baupläne einer Schusswaffe, die mit einem 3D-Drucker gebaut werden kann. Sein Ziel: Waffen für alle. Autor Andreas Wagner erzählt in "Print to Kill" die bislang unerzählte Geschichte eines gespaltenen Menschen. Denn hinter der kämpferischen Maske von "JStark1809" verbirgt sich eine zutiefst tragische Figur. Jacob D. aus Hannover ist einsam und in der Ideologie der Incel-Szene gefangen. Sein Ausweg ist das Internet, wo er sich unter seinem Pseudonym in Foren und Podcasts radikalisiert und gleichzeitig an seinem Traum einer 3D-Drucker-Waffe arbeitet. Die Dokumentation beleuchtet entlang der Geschichte von Jacob D. die undurchsichtige Welt der Waffenforen, die sich über das Internet global vernetzt. Internationale Experten und enge Weggefährten kommen zu Wort und flankieren die Erzählung von seinem zweifelhaften Aufstieg zum Internethelden bis zu seinem rätselhaften Tod 2021 im Alter von gerade 28 Jahren. Selbstbewusster Waffenbauer oder einsamer Junge auf der Suche nach der Anerkennung und Zuneigung? "Print to Kill - Waffen aus dem 3D-Drucker" erzählt die Lebensgeschichte eines jungen Mannes, dessen Aufstieg schnell zum Fall wird. In der Reihe "World Wide Cybercrime" zeigt ZDFinfo die Seiten des Internets, die vielen oft verborgen bleiben - von echtem Betrug über undurchsichtige Geschäfte bis hin zu gefährlichen Connections im Netz.
Verlorene Schätze der Vergangenheit stehen oft in Verbindung mit aufregenden Geschichten, Mysterien und Morden. Ob versunkene Schiffe, vollbepackt mit wertvollen Gütern, antike Städte aus Gold oder Tempel, die unheimlichen Reichtum bergen - steckt dahinter mehr als nur Legenden?
Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie?
Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse.
Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch - ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen?
Auf dem Dachboden findet der "Teufelskreis" statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen.
Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle - besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen.