Die Rax ist so etwas wie der Hausberg der Wiener und der Niederösterreicher. Sie bietet für alle etwas: für Spaziergänger, für Skifahrer und auch für Kletterer. Unter den Ortsansässigen haben sich trotz der starken touristischen Nutzung die Werte der bäuerlich geprägten Gesellschaft früherer Jahrzehnte erhalten. Dazu zählt auch die Gams-Jagd, die hier verbreitet ist. Die Rax gilt als erstklassiges Gämsen-Revier im Voralpengebiet. Regisseur Wolfgang Winkler porträtiert diese Bergregion und zeigt den traditionellen Umgang der Menschen mit der Natur und der Tierwelt.
Catherine Deneuve ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Frankreichs. Im Jahr 2023 feierte sie ihren 80. Geburtstag. Im Laufe ihrer Karriere überraschte sie immer wieder mit gewagten Entscheidungen für Regisseure oder Rollen - von "Gefährliche Liebschaften", "8 Frauen", über die "Die letzte Metro" bis "Belle de Jour - Schöne des Tages".
Influencer bestimmen mit ihren Produkttests auf Social Media die Meinungsbildung und erreichen ein großes Publikum. Im Fokus stehen eine junge Kidsfluencerin, eine Kreuzfahrttesterin, ein Foodtester und ein Ehepaar, das gemeinsam testet. Thematisiert werden Arbeitsaufwand, Motivation, Reichweitenaufbau, Tricks und die Abgrenzung zwischen Test und Werbung. Auch klassische Produkttests beim TÜV werden betrachtet.
Zuhause im Glück - Unser Einzug in ein neues Leben
Eine Familie kämpft um Normalität
14. Staffel
9. Folge
D 2017
90'
Andreas und seine Kinder Rebekka, Christoph und Lena brauchen einen Neuanfang: Durch den Suizid von Mutter Alexandra im Jahr 2011, gerät das Leben der Familie aus den Fugen. Während sie noch heute um Fassung ringen, verwittert das Haus.
Im Jahr 1970 wird in Kalifornien an Halloween ein Verbrechen verübt, das die ganze Welt schockiert. Ein Arzt und seine Familie wurden hingerichtet und in den Swimming Pool ihres luxuriösen Anwesens geworfen. Der 24-jährige John Linley Frazier war davon überzeugt, auf einer Mission Gottes zu sein. Die Frage, wie diese Überzeugung ihn dazu bringen konnte, einen Mann, eine Frau und ein Kind kaltblütig hinzurichten, bleibt dennoch unbeantwortet.
Der Auszug aus Ägypten - eine der großen Bibelgeschichten. Mose führt sein Volk aus der Knechtschaft ins gelobte Land. Verfolgt vom ägyptischen Pharao, mitten durch das Meer. Archäologen graben in Ägypten nach Spuren der biblischen Welt. Unter 3000 Jahren Sand finden sie mächtige Städte - und Hinweise auf verschleppte Arbeiter, Naturkatastrophen und politische Krisen. Die Erzählungen im Alten Testament sind dramatisch: Ägypten wird von zehn Plagen heimgesucht, darunter verseuchtes Wasser, Heuschreckenschwärme, Viehpest und schließlich der Tod aller erstgeborenen Söhne. Die Katastrophen werden als göttliche Strafe für den Pharao beschrieben, der die Hebräer nicht nach Israel ziehen lassen will. Doch sie fliehen bis zum Roten Meer. Als der Pharao sein Heer aussendet, teilt Moses mit göttlicher Hilfe die Wassermassen. Der Weg in die Freiheit für sein Volk ist frei. Die Archäologie sucht nach den historischen Hintergründen dieser Legenden. Die Expertinnen und Experten finden Hinweise auf Seuchen, Hungersnöte und Naturkatastrophen, die einst zum kollektiven Gedächtnis gehören. Die Ägypter sind mächtig und erobern fremde Länder. Sie verschleppen Arbeitskräfte und setzen sie für heimische Bauprojekte ein. Funde von Keramiken aus Kanaan, Darstellungen kanaanäischer Götter und fremdländische Waren zeigen, dass Menschen aus dem heutigen Israel damals tatsächlich in Ägypten lebten. War das die Grundlage für die Erzählung im Buch Exodus? Es ist eine Gründungserzählung, die bis heute fasziniert: der Sieg über ein allmächtiges Reich. Die Dokumentation von ZDFinfo berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse der Archäologen und Historiker. Ob grausame Herrscher oder apokalyptische Katastrophen - die Bibel ist voller sagenhafter Geschichten. Doch was gehört ins Reich der Mythen? Und was beruht womöglich auf wahren Begebenheiten?
Klimawandel, menschliches Handeln und der Ausbruch von Pandemien - wie hängt das zusammen? Ob Ebola, Marburg, Hanta, COVID-19 oder die Vogelgrippe - die Liste der tödlichen Viren, die bereits vom Tier auf den Menschen übergesprungen sind, ist lang. Dieser sogenannte Spillover, also der Prozess, bei dem ein Erreger von einer Tierart auf den Menschen übergeht und sich dort verbreitet, wird immer häufiger - und für uns zu einer immer akuteren Bedrohung.
Rund 7.000 Tiere kommen pro Woche in Europas größtem Rinder-Schlachthof im oberbayerischen Waldkraiburg an - ob Bio-Qualität oder konventionelle Mast, ob Milchkuh oder Jungbulle. Täglich werden hier rund tausend Rinder geschlachtet, zerlegt und weiterverarbeitet. Doch Rind ist nicht gleich Rind: Jedes Exemplar wird bewertet und in Klassen eingeteilt. Bei der Fleischverarbeitung muss ein strenger Produktionsablauf eingehalten werden. Die Reportage begleitet die Herstellung des Massenprodukts.
Mittelpunkt jedes Eigenheims: die Küche. Kochen, Essen, Socializing - hier spielt sich das Familienleben ab. Die moderne Küche soll schick, modern und repräsentativ sein. Dabei sind die Grundzüge der verschiedenen im Handel erhältlichen Modelle gleichermaßen einander ähnlich wie simpel. Küchen werden nach einem Baukastenprinzip aus mehreren Schranktypen und E-Geräten zusammengestellt. Wie eins zum anderen findet - die Reportage begleitet Planung und Umsetzung unterschiedlicher Küchenkonzepte.
Auf den Spuren des Bösen - Der Mörder von Jakub Fiszman
Die Blutspur
1. Folge
30'
Gerichtsreporterin Heike Borufka, Staatsanwalt Wilhelm Möllers und der LKA-Experte Dr. Harald Schneider erzählen, wie sie einen der grausamsten Erpresser und eiskalten Mörder Deutschlands erlebten. Am 1. Oktober 1996 entführen Rainer K. und sein Sohn Sven den jungen Frankfurter Unternehmer Jakub Fiszman, wenige Tage später wird er kaltblütig ermordet. Bei der Lösegeldübergabe kommen die Ermittler den Tätern auf die Spur. Trotz DNA-Beweisen, Faserspuren und Erpresserbrief streitet Rainer K. die Tat ab. Er bezichtigt sogar seinen Sohn, den Mord begangen zu haben. Das ist der Moment, an dem sich der Sohn aus der Abhängigkeit des Vaters löst und auspackt. Durch sein Geständnis kommt das ganze Ausmaß der Taten seines Vaters ans Tageslicht. Am Ende eines langen Prozesses wird Rainer K. 1998 zur Höchststrafe verurteilt: Lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung. Sohn Sven bekommt zwölf Jahre. Wenige Jahre nach seiner Freilassung erhängt sich der Sohn in einem Wald. Vater Rainer K. sitzt noch immer in Haft. Jedes Jahr muss das Gericht neu prüfen, ob die Sicherungsverwahrung weiter nötig und Rainer K. immer noch gefährlich ist.
Das größte Retouren Zentrum / Reifen Recycling / Vom Baum zum Öl / Die Bon Bon Fabrik / Die letzte Meile der Online Supermarkt / Legale Waffen in Deutschland
Inflation, Kriege, Klimakrise: Die Welt scheint aus dem Takt geraten. Für "Am Puls" fragt Christian Sievers, was uns in einer Zeit dauerhafter Unsicherheit noch Halt gibt.
Der Verteidigungsminister an der NATO-Ostflanke, ein Unternehmer unter dem Druck irrwitziger Zölle und ein junges Paar, das sich gegen ein zweites Kind entscheidet: Die globalen Krisen wirken bis in das Leben jedes Einzelnen hinein.
Für "Am Puls" untersucht Christian Sievers ein Grundgefühl der Gegenwart: Kontrollverlust. Die Krisen stapeln sich nicht nur, sie werden auch zum Dauerzustand. Wie verändert die wachsende Verunsicherung unseren Blick auf die Zukunft? Und was hilft uns als Gesellschaft, in Zeiten epochaler Umwälzungen handlungsfähig zu bleiben?
Plötzlich ist sogar Krieg ganz nah, spürbar an der NATO-Ostflanke in Litauen. Dort begleitet die Doku Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einer Militärübung der deutschen Brigade, die dauerhaft im Land stationiert wird. Ein Einsatz, an dem sichtbar wird, wie grundlegend sich Europas Sicherheitslage verändert hat - auch weil die USA vom Sicherheitsgaranten zum Unsicherheitsfaktor geworden sind. Das gilt auch für die Wirtschaft.
Welche ganz konkreten Folgen das hat, erlebt Christian Sievers bei einem mittelständischen Unternehmer, der auf eine aus dem Ruder gelaufene Zollpolitik reagieren muss. Angesichts globaler Krisen gerät auch eine norddeutsche Bäckerfamilie unter steigenden Kostendruck, und ein junges Paar hinterfragt seine Familienplanung.
Die bekannte Psychotherapeutin und Podcasterin Franca Cerutti erläutert, warum das Gefühl von Unsicherheit derzeit so unmittelbar in den Alltag hineinwirkt und viele Entscheidungen prägt. Ein Experte aus der Versicherungswirtschaft beschreibt, wie geopolitische Konflikte und vor allem die Folgen der Klimakrise Planungen verändern. Und warum Vorsorge unter diesen Bedingungen völlig neu gedacht werden muss.
Doch Christian Sievers begegnet auch Menschen, die mit ihm ihre persönlichen Strategien im Umgang mit Unsicherheit teilen. Alexander Huber ist einer der bedeutendsten Bergsteiger Deutschlands. Beim Free-Solo-Klettern ohne Sicherung gilt: Wer abstürzt, stirbt. Sievers begleitet ihn bei einer Tour in Bayern. Für Huber gehört die Angst zum Klettern dazu, sie ist "sein bester Freund". Und eine Astrologin aus Ostdeutschland erklärt, weshalb viele Menschen gerade in unübersichtlichen Zeiten nach Deutung und Orientierung suchen.
In Finnland findet Sievers schließlich ein Beispiel dafür, wie Vorsorge Teil einer gesellschaftlichen Haltung werden kann. Schutzräume, Zivilschutzplanung, eine eingeübte Vorbereitung - das gibt Handlungsspielräume, ohne die Gefahr kleinzureden. Das finnische Konzept Sisu steht für Ausdauer, Widerstandskraft und die Bereitschaft, auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Die Dokumentation ist Teil der Reihe "Am Puls", in der bildschirmbekannte ZDF-Presenter den Themen nachgehen, die Deutschland bewegen. Sie hören zu, tauchen in den Alltag der Zuschauerinnen und Zuschauer ein und beleuchten, welche Auswirkungen die Entscheidungen der Politik auf das Leben in allen Teilen der Gesellschaft haben. Und was dringend verbessert werden muss.
Mehr unter https://ampuls.zdf.de
Feuer, Wasser, Erde, Luft - Retter in ihrem Element
D 2024
125'
Per Helikopter eilt die Luftrettung Zwickau zu einem Mädchen, das einen allergischen Schock erlitten hat. Die Feuerwehr Wuppertal löscht einen Wohnungsbrand und muss dabei einen Mann aus den Flammen bergen. Bei der DRK-Rettungswache Tübingen wird ein Palliativ-Krebs-Patient mit unerklärlich starken Bauchschmerzen versorgt. Und: Die DLRG-Wasserrettung in Scharbeutz muss sich um mehrere Vorfälle am Ostsee-Strand kümmern.
Karen und ihr älterer Bruder John waren beste Freunde - bis sich in ihm eine dunkle Seite entwickelte, die lange keiner bemerkte. Nach einer gescheiterten Ehe gründet John eine Baufirma und stellt ausschließlich sehr junge Männer ein. Kurz darauf kommt es zu seltsamen Vorfällen: Einige seiner jugendlichen Angestellten werden vermisst gemeldet und bleiben spurlos verschwunden. John wird zudem immer gereizter, trinkt und nimmt Tabletten. Als er plötzlich wegen Mordverdachts festgenommen wird, ist seine Schwester fassungslos. Doch die Puzzleteile fügen sich zusammen - bis das volle Ausmaß von Johns grauenvollen Verbrechen ans Licht kommt.
Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn
D 2026
45'
Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die WDR Story fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen.
Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. "Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl", sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle.
Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte. "Ich möchte, dass die Menschen, sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter, spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden", sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe.
Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: "Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert".
"Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn" sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann.
Pornoflut und erste Liebe - Zwischen Verlust und Aufklärung
45'
Pornografie ist für Minderjährige verboten und dennoch jederzeit erreichbar. Für viele Kinder beginnt die sexuelle Sozialisation heute nicht mehr mit Gesprächen in der Familie oder der ersten Verliebtheit, sondern im Internet. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: Jugendliche haben erst mit 19 Jahren Geschlechtsverkehr.
König Herodes ist in der Bibel als Kindermörder und Inbegriff eines grausamen Tyrannen bekannt. Wer war der Mann wirklich, der zur Zeit von Jesu Geburt über Judäa regierte? Herodes lässt Prachtbauten errichten: gewaltige Häfen, luxuriöse Paläste und große Aquädukte. All das sind Belege für einen Herrscher mit großem Ehrgeiz und strategischem Kalkül. Wie passt das zum Bild des biblischen Schreckenskönigs? Herodes (um 73 bis 4 vor Christus) wächst als Sohn eines idumäischen Politikers und einer nabatäischen Prinzessin auf. Ein Außenseiter, dem viele Judäer misstrauen. Doch er sichert sich immer mehr Macht: Mit römischer Unterstützung steigt er zum Statthalter auf und lässt sich 37 vor Christus zum König von Judäa ausrufen. Er modernisiert das Land nach römischem Vorbild, baut Häfen, Tempel und Paläste, fördert Handel und Infrastruktur - und hält sich eng an den Kaiser. Doch sein Weg ist blutig: Rivalen lässt er hinrichten, ebenso seine Ehefrau Mariamne und mehrere eigene Söhne. Herodes ringt ständig zwischen Loyalität gegenüber Rom und Akzeptanz im eigenen Volk. Denn einerseits ist er ein Förderer von Kultur und Wohlstand, andererseits jedoch ein gnadenloser Tyrann. Am Ende bleiben vor allem zwei gegensätzliche Eindrücke von ihm: der brillante Baumeister und der grausame König, der in der Bibel als Inbegriff des Bösen dargestellt wird. Archäologen und Historiker suchen nach Antworten auf die Frage, was Mythos und was Realität ist. Die Dokumentation von ZDFinfo gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse. Ob grausame Herrscher oder apokalyptische Katastrophen - die Bibel ist voller sagenhafter Geschichten. Doch was gehört ins Reich der Mythen? Und was beruht womöglich auf wahren Begebenheiten?
Bei den kommenden Wahlen in Israel könnten die beiden rechtsextremen Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir den Ausschlag geben. Sie repräsentieren nur einen kleinen Teil der israelischen Gesellschaft, doch die Regierung Netanjahu ist auf sie angewiesen. Unter Netanjahu haben sie überproportional viel Macht und tragen maßgeblich zur Radikalisierung der Politik bei. Zahlreiche westliche Länder haben Sanktionen bzw. Einreiseverbote gegen sie verhängt.
Das WELTjournal+ zeigt ein Porträt der beiden rechtsextremen Minister, die eine gemeinsame ideologische Agenda verfolgen: die Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung, die Annexion der besetzten palästinensischen Gebiete und ein Groß-Israel, das Teile von Jordanien, Syrien und dem Libanon umfasst. Gezeigt wird zugleich auch der Widerstand jener Israelis, die seit den Justiz-Umbauplänen der Netanjahu-Regierung das Ende der Demokratie in ihrem Staat befürchten. Zu Wort kommen die ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Ehud Olmert und die frühere Justizministerin Tzipi Livni, die - wie viele Israelis - mit Sorge auf die nationalreligiösen und rechtsextremen Strömungen in der Politik blicken.
Gestaltung: Jérôme Sesquin
Das WELTjournal+ zeigt ein Porträt der beiden Minister, die eine gemeinsame ideologische Agenda verfolgen: die Annexion der besetzten palästinensischen Gebiete und ein Groß-Israel. Gezeigt wird zugleich auch der Widerstand jener Israelis, die seit den Justiz-Umbauplänen der Netanjahu-Regierung das Ende der Demokratie in ihrem Staat befürchten. Zu Wort kommen die ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Ehud Olmert und die frühere Justizministerin Tzipi Livni, die - wie viele Israelis - mit Sorge auf die nationalreligiösen und rechtsextremen Strömungen in der Politik blicken.
Gestaltung: Jérôme Sesquin
Der beschauliche Yosemite-Nationalpark in Kalifornien gerät 1999 aufgrund der Ermordung von vier Menschen in die Schlagzeilen. Die Leichen werden an verschiedenen Stellen in unmittelbarer Nähe des Parks gefunden. Überraschenderweise handelt es sich bei dem Täter Cary Stayner um jemanden aus einer Familie einer Gemeinde, die bereits einige Jahrzehnte zuvor mit einem furchtbaren Verbrechen konfrontiert wurde.
Krankenhäuser müssen heute auf Krisen vorbereitet sein, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schienen. Flut und Hitze, Hackerangriffe, Terror, Sabotage und Krieg sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Wie gut ist das deutsche Gesundheitssystem auf diese neue Realität vorbereitet? Und was ist uns eine verlässliche medizinische Versorgung in einer zunehmend unsicheren Welt wert?
Unsere Krankenhäuser müssen heute auf Krisen vorbereitet sein, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schienen. Die Covid-19-Pandemie wurde zum Härtetest: Sie zeigte, was unsere Kliniken leisten können, aber auch, wie sie an ihre Belastungsgrenzen geraten. Flut und Hitze, Hackerangriffe, Terror, Sabotage und Krieg sind längst keine abstrakten Szenarien mehr. Für den möglichen NATO-Bündnisfall wird mit täglich rund 1.000 zusätzlichen Patientinnen und Patienten gerechnet, die versorgt werden müssten. Sind die Kliniken auf diese neue Realität vorbereitet?
Diese Sicherheitslage trifft auf ein ohnehin belastetes System im Umbruch: Krankenhausreform und wirtschaftlicher Druck, Investitionsstau, Personalmangel und der demografische Wandel erschweren es den Kliniken, ihren Versorgungsauftrag zu erfüllen. Und was im Normalbetrieb als effizient gilt, kann in der Krise zum Sicherheitsrisiko werden: Wo Reserven fehlen, wird es schwieriger, außergewöhnliche Belastungen abzufangen. Krankenhäuser müssen auch dann funktionieren, wenn zentrale Versorgungsstrukturen ausfallen. Das ist besonders herausfordernd, weil alles zusammenhängt: Strom, Wasser, IT, Logistik, Kommunikation und medizinische Versorgung greifen ineinander. Fällt ein Bereich aus, kann das den gesamten Betrieb gefährden.
Das St.-Antonius-Hospital in Eschweiler hat vor fünf Jahren erlebt, wie schnell ein Krankenhaus selbst zum Krisenort werden kann. Als das Hochwasser kam, fiel nach und nach die Infrastruktur aus. Schließlich trat der äußerste Krisenfall ein: die Evakuierung von rund 300 Patientinnen und Patienten. Unter höchstem Druck mussten die Verantwortlichen improvisieren und auf eine Lage reagieren, die sich immer wieder veränderte. Bis heute lässt sie die Flutnacht nicht los. Gerade angesichts zunehmender Extremwetter-Ereignisse wird deutlich, wie wichtig es ist, die eigenen Risiken zu kennen und Vorsorge zu treffen.
Das Universitätsklinikum Frankfurt am Main traf es im Oktober 2023: Nach einem Hackerangriff war es gezwungen, sein internes Netzwerk vom Internet zu trennen. Was als Angriff auf die digitale Infrastruktur begann, wurde innerhalb kürzester Zeit zu einer Krise für den gesamten Betrieb. Die medizinische Versorgung lief weiter, aber eine der größten Kliniken Deutschlands musste plötzlich ohne digitale Vernetzung funktionieren. Der Vorfall hat gezeigt, wie abhängig ein modernes Krankenhaus von funktionierender Informationstechnik ist. In einer Zeit, in der Krankenhäuser zunehmend Ziel von Cyberkriminellen sind, ist IT-Sicherheit eine Voraussetzung für eine sichere Patientenversorgung.
An der Berliner Charité richtet sich der Blick nach vorn: Das größte Universitätsklinikum Europas bereitet sich auf mögliche Krisenlagen vor, die über den klassischen Katastrophenschutz hinausgehen. In Übungen mit der Bundeswehr wird der Ernstfall trainiert, die eigene Infrastruktur auf ihre Krisenfestigkeit geprüft und das Personal für die veränderte Sicherheitslage sensibilisiert. Dabei rücken auch Szenarien in den Fokus, auf die sich Krankenhäuser lange kaum vorbereiten mussten. Ein Blick nach Schweden zeigt, wie andere Länder diese Herausforderung angehen.
Die Verantwortlichen in allen drei Häusern ringen mit grundlegenden Fragen: Wie viel Vorsorge braucht ein Krankenhaus, um auch in einer schweren Krise handlungsfähig zu bleiben? Und wo liegen die Grenzen dessen, was eine einzelne Klinik leisten kann? Wie krisenfest unsere Krankenhäuser sind, entscheidet sich nicht allein vor Ort. Es braucht politische Entscheidungen, klare Strukturen und Zusammenarbeit - aber auch den Mut, Schwachstellen offen zu benennen und aus Krisen zu lernen. Nur wer die eigenen Verwundbarkeiten kennt, kann sich entsprechend vorbereiten. Damit stellt sich auch die gesellschaftliche Frage: Was ist uns eine verlässliche medizinische Versorgung in einer zunehmend unsicheren Welt wert?
Diese "ARD Story" ist eine Produktion von DOCDAYS Productions im Auftrag von rbb und HR.
Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt. Und die ganze Welt ist auf ihm unterwegs: der Jakobsweg. Doch viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen. WDR-Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität.
Jolee Love arbeitet als Cam Girl selbstbestimmt und von zuhause aus. 12 Stunden-Tage sind keine Seltenheit. Wenn treue Fans Extrawünsche haben, die die Grenzen dessen, was Jolee anbieten möchte, überschreiten, muss sie gegensteuern.
Mittelpunkt jedes Eigenheims: die Küche. Kochen, Essen, Socializing - hier spielt sich das Familienleben ab. Die moderne Küche soll schick, modern und repräsentativ sein. Dabei sind die Grundzüge der verschiedenen im Handel erhältlichen Modelle gleichermaßen einander ähnlich wie simpel. Küchen werden nach einem Baukastenprinzip aus mehreren Schranktypen und E-Geräten zusammengestellt. Wie eins zum anderen findet - die Reportage begleitet Planung und Umsetzung unterschiedlicher Küchenkonzepte.
Der Volvo A60 ist der größte knickgelenkte Muldenkipper der Welt. Er kann bis zu 55 Tonnen Material mühelos transportieren. Sein Gesamtgewicht beträgt bei voller Beladung fast 100 Tonnen. Gebaut wird der XXL-Dumper im südschwedischen Braås. Hier fertigen rund 550 Mitarbeiter sechs verschiedene Dumper-Modelle. Er ist das größte Fahrzeug, das in dem Werk gefertigt wird, und aufgrund ihres Gewichts können nur die wenigsten Teile ohne Kran verbaut werden.
Märchen sind weit mehr als versponnene Geschichten. Die Dokumentation nimmt das Märchen "Hänsel und Gretel" unter die Lupe und entschlüsselt seinen historischen Kern. "Hänsel und Gretel" gilt als das deutscheste und bekannteste aller Grimm-Märchen. Der Film folgt den mutigen Kindern auf ihrem gefährlichen Weg durch den Wald und spürt auf, welche Alltags-, Tatsachen- und Geschichtskerne in dem Märchen verborgen sind. Die Geschichte von "Hänsel und Gretel" beginnt mit einem Schock: Zwei Kinder werden von ihren Eltern im Wald ausgesetzt. Es herrscht große Not, eine große Teuerung und als Folge eine Hungersnot. Erfahrungen, die sich den Menschen tief ins Gedächtnis eingeprägt und sich im Märchen niedergeschlagen haben. Das Märchen erzählt von einer Holzhackerfamilie - arm und missachtet wie viele andere in diesem einst weitverbreiteten Beruf. Menschen vom unteren Ende der sozialen Stufenleiter haben Krisen und Notzeiten naturgemäß am härtesten erfahren. Die Kinder von Holzfällern mussten mitarbeiten. Sie wussten alles über den Wald, aber Aufstieg durch Bildung - von dieser Möglichkeit waren sie weit entfernt. Überall herrschte Mangel. Das Märchen erzählt von den verzweifelten Versuchen, diesem Mangel zu entkommen. So enthält jedes der Märchenmotive Nachrichten aus der Wirklichkeit. Mit wenigen Strichen wird die Lebenswelt der Kinder skizziert. Der Wald, in den sie gehen, steht für alles Bedrohliche. Dort gibt es wilde Tiere und unbekannte Gefahren. Aber der Wald kann auch zum Zufluchtsort werden. Und in der Zeit der Romantik, die auch Jacob und Wilhelm Grimm geprägt hat, wird der Wald idealisiert zum Reich der Fantasie. Das Hexenhäuschen aus Kuchen und Zucker, die Hexe selbst und ihre Hinterlist, all das kann jedes Kind mühelos verstehen. Spannend wird es, wenn der Film herausfindet, was die konkrete Bedeutung der Hexen ist: einsame, alte Frauen, die am Waldrand wohnten und zum Opfer von Hexenverfolgungen wurden, die erst kurz vor der Lebenszeit der Brüder Grimm ein Ende fanden. Und dann gibt es im Märchen noch einen Schock: Die Hexe will Hänsel fressen. Gab es so etwas wirklich? Die meisten Berichte über Kannibalismus, die in den Archiven liegen, sind übertrieben, sind Fake News, die zum Beispiel während des Dreißigjährigen Krieges verbreitet wurden, um den Gegner zu verleumden oder um das eigene Elend deutlich zu machen. Aber die Angst, dass es wirklich passieren könnte, reichte oft schon aus, um die Menschen in Atem zu halten. "Terra X" rekonstruiert, wie es wirklich war. Ist dieses Thema zu brutal für Kinder, also ganz unangebracht im Märchen? Nein, denn Kinder können das Geschehen im Märchen aus sicherer Distanz beobachten und nacherleben. Sie lernen dabei, wie andere Kinder große Gefahren und höchste Not meistern. Am Ende gewinnen sie - wie Hänsel und Gretel - Selbstvertrauen und Sicherheit. Auch diese Art von Ermutigung gehört zur Magie der Märchen. Die Märchen-Forscherin Sabine Wienker-Piepho sagt: "Märchen sind keine Ponyhof-Geschichten. Märchen gehen richtig zur Sache, da geht es wirklich um das Allerschlimmste. Aber - und das macht einen Großteil ihres Erfolges aus - in aller Regel finden sie ein gutes Ende."
Die Bluttat erschüttert 1982 nicht nur die niederösterreichische Gemeinde St. Andrä-Wördern, sondern ganz Österreich. Als die 40-jährige verheiratete Anwaltsgehilfin Sieglinde Z. von der neuen Beziehung ihres 18-jährigen Geliebten erfährt, brennen ihre Sicherungen durch. Ein eiskalter Mordplan lockt ihre 16-jährige Rivalin in das Haus von Sieglinde, wo sie wenig später durch mehrere Messerstiche den Tod findet ...
Als Ian zur Schule ging, ahnten seine Eltern, dass er von Mitschülern gemobbt wurde, reagierten aber nicht. Später waren sie besorgt über seine hysterischen Anfälle, die manchmal in Wahnvorstellungen gipfelten, wussten aber nicht, was sie tun sollten - und ließen damit einem fürchterlichen Drama seinen Lauf. Denn als Ians Vater endlich klar wird, dass sein Sohn fachkundige Hilfe braucht, ist es schon zu spät: Nachdem der paranoide junge Mann wegen einer Schlägerei aus der Armee entlassen wird, dreht er völlig durch und schießt in einem Studenten-Café fünf Menschen nieder. Nach seinem Amoklauf ist Ian auf der Flucht.
Die Crew hat in den vergangenen sechs Tagen hart gearbeitet. Jared Douglas bleiben noch 48 Stunden, um sein Gebot für den "Forever Claim" abzugeben. Die fehlenden 200.000 Dollar für das vielversprechende Erntegebiet bekommt er nur zusammen, wenn der Kahn voll beladen ablegt. Deshalb packt der Chef selbst mit an. Der Forstunternehmer sitzt am Steuer eines 30 Tonnen schweren Trucks und muss das Fahrzeug unmittelbar an einem steilen Hang wenden. Die Holzfäller Jim Gardner und Rob Winger dringen unterdessen auf der Suche nach Riesen-Lebensbäumen tief ins Bergland vor.
Zulaufend auf die Wahlen in Israel am 27.Oktober ist die im September 2024 von dem Land gestartete Militäroffensive gegen die Hisbollah im Libanon noch immer nicht beendet. Sie wurde mit dem Ziel begonnen die schiitische Miliz zu "Enthaupten". Die Hisbollah hatte zuvor, nur einen Tag nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023, ihre Unterstützung der Hamas bekundet. Der Krieg begann mit dem Einsatz von Präzisionsraketen und sogenannten bunkerbrechenden Bomben, die ganze Wohnhäuser zerstören können. Im Südlibanon ging die israelische Militäroffensive am Boden weiter: Mit dem Ziel der Vernichtung von Waffenverstecken und Tunneln der Hisbollah zerstörten israelische Streitkräfte ganze Dörfer. Diese Strategie wurde bereits im vorherigen Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2006 angewandt. Damals hatten die Israelis einen Teil des im Süden von Beirut gelegenen Vororts Dahieh zerstört, einer Hochburg der Hisbollah. Obwohl diese sogenannte Dahieh-Doktrin gegen das Kriegsrecht verstößt, wendete Israel sie wieder an. Über den militärischen Sieg hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Folgen dieser "Strategie der verbrannten Erde", die das Risiko birgt, dass die nächste Generation wieder zu den Waffen greift. Während Israel auf sein Recht auf Selbstverteidigung besteht, wird die Frage nach der Missachtung humanitärer Standards durch die israelische Armee immer lauter. Anhand von Berichten betroffener Libanesen und Israelis beiderseits der Grenze sowie Einschätzungen von Kriegsrechtsexperten analysiert der Film die Strategie der israelischen Armee.
In Texas versagt ein Ehemann dabei, seine Frau davon abzuhalten, sich mit einem Schuss in den Hinterkopf das Leben zu nehmen, was durch die Heimüberwachung ans Licht kommt. Im Bundesstaat Washington baut ein Mann im Geheimen einen Bunker mit einem teuflischen Plan für seine Frau und seine Tochter. Beide Geschichten zeigen die dunklen und gefährlichen Geheimnisse, die innerhalb von Familien existieren können.
Wenn das ersehnte Hochzeitsdatum feststeht, ist bei Bräuten in spe das Herzklopfen groß und die To-Do-Liste lang. Ein Punkt steht aber bei allen ganz vorn auf der Agenda: das perfekte Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget? Schnell stellt sich bei den angehenden Bräuten Überforderung ein, doch die Brautmodenausstatter der Doku-Soap "Zwischen Tüll und Tränen" bewahren bei allen Kundenwünschen einen kühlen Kopf!
Ein Bauer beobachtet voller Entsetzen, wie sein Feld in einen Abgrund verschwindet. Gleichzeitig rätseln Wissenschaftler:innen über ein merkwürdiges Muster, das sich über Hunderte von Quadratmeilen Wüste erstreckt. In der Arktis entdecken Drohnen ein pulsierendes, mysteriöses Objekt unter einer Eisschicht, das weitere Fragen aufwirft.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist der erste Staatschef eines vom Westen unterstützten demokratischen Landes, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt. Der IStGH wirft Netanjahu und seinem früheren Verteidigungsminister Joav Galant vor, für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Gaza-Krieges verantwortlich zu sein.
Das WELTjournal + zeigt, worauf sich die Anschuldigungen des IStGH gegen Netanjahu und Galant stützen. Die Zerstörung ganzer Wohnviertel mit zahllosen zivilen Todesopfern, die Zerstörung von landwirtschaftlichen Flächen und Teilen der Wasserversorgung, die Behinderung humanitärer Hilfe sowie Angriffe auf die medizinische Infrastruktur werden u.a. durch die Analyse von Satellitenbildern akribisch nachgewiesen. Zu Wort kommen israelische Politiker und Geheimdienst-Mitarbeiter ebenso wie Soldaten, Menschenrechtsorganisationen und die Familien der Geiseln.
Gestaltung: Laetitia Moreau, Mitarbeit Matan Cohen
Der Markt für spirituelle Angebote boomt. Psychedelika, Tantra, Schamanismus. Heute machen sich Menschen auf ganz unterschiedliche Weise auf die Suche nach Sinn. Finden sie in der neuen Spiritualität Antworten?
Bianca Kern (42) arbeitet in der Radiologie eines Krankenhauses im Breisgau. Sie begleitet Menschen durch Untersuchungen, erlebt ihre Ängste und manchmal auch die Grenzen der Medizin. Sie selbst beschäftigt eine grundlegende Frage: Wer ist sie wirklich? "In meiner Art mit der Welt, mit mir selber umzugehen, in meiner Selbstliebe und im Grenzen setzen, da sind Baustellen", erzählt sie.
Auf der Suche nach Antworten meldet sie sich zu einer mehrteiligen schamanischen Ausbildung an. "Ich hoffe, dass ich dadurch mehr spüre, wer ich bin und auch eine Zusammengehörigkeit zu allem um mich herum entwickle."
Filmemacherin Joanna Michna begleitet Bianca zwischen Alltag und schamanischer Ausbildung. Ist dieser Weg für sie der richtige auf ihrer Suche nach mehr Verbundenheit und Klarheit - oder bleibt er eine intensive Erfahrung, die sich im Alltag nicht dauerhaft einlösen lässt?
Für diese Hochzeit machen sich Kai und Knossi auf den Weg ans andere Ende der Welt - nach Ozeanien! 16.000 Kilometer und 40 Reisestunden von Deutschland entfernt sind sie zum großen Tag von Selai und Kenson auf Vanuatu eingeladen. Aber wie sieht eine Hochzeit abseits jeglicher Zivilisation mitten im Dschungel aus? Wie gehen die Verhandlungen der beiden Dorfvorsteher über die Braut aus, welche Rolle spielt ein Schwein, wie schmeckt ein Getränk, dessen Inhaltsstoffe von anderen vorgekaut wurden, und was sagt das Brautpaar wohl zum Hochzeitsgeschenk der beiden Freunde aus Deutschland: einer Kuckucksuhr?
Im Amateurporno ist Jolee Love sehr erfolgreich. Als Produzentin hinter der Kamera zu entscheiden, wie sie als Darstellerin vor der Kamera performen soll, ist eine Herausforderung. In ihrer Familie sind nicht alle mit ihrer Berufswahl einverstanden. Ihren Kinderwunsch hat sie für die Pornokarriere aufgegeben.
Die Schlossluke - Ein Kiosk in Husum auf vier Quadratmetern
2024
15'
Bernd Biermann führt in Husum einen Kiosk auf vier Quadratmetern Grundfläche: Die Schlossluke. Seit 2017 bietet "Husums kleinster Laden" frischen Kaffee und wechselnde regionale Produkte. Vor allem aber ist er ein beliebter Treffpunkt.
Die Autoren betreten die mythische Welt der Frau Holle und decken auf, wie die germanische Sagenfigur ins Märchen kam. Der Brunnen als Tor in die fantastische Welt der Frau Holle. Sie belohnt die Fleißigen, bestraft die Faulen. Wie kein anderes Märchen offenbart die Erzählung, wie nachhaltig die bürgerliche Moralvorstellung des 19. Jahrhunderts das Frauenbild damals geprägt hat. Frau Holle lässt es schneien, wenn sie die Betten aufschüttelt - das haben wohl viele schon einmal gehört und sich gewundert, wie das sein kann. In dem Märchen stecken aber noch mehr Geheimnisse, die nicht auf den ersten Blick zu entschlüsseln sind. Eines davon ist der Brunnen - ein mit vielfachen Bedeutungen aufgeladener Ort. Am Brunnen sitzen in der germanischen Mythologie die Nornen, die für die Menschen den Schicksalsfaden spinnen. Im Märchen der Brüder Grimm ist er das Durchgangstor in eine andersartige, fantastische Welt. Doch auch in der realen Welt spielt der Brunnen eine zentrale Rolle. Brunnen sorgen seit jeher für das lebensnotwendige Wasser. Und über Jahrhunderte trafen sich am Brunnen vor allem die jungen Frauen. Der Ort war eine Börse für Gerüchte und ein Fokus des sozialen Lebens. "Frau Holle" ist vor allem eine Geschichte über zwei junge Frauen, die Goldmarie und die Pechmarie. Es ist das einzige bekannte Märchen, in dem nur Frauen auftreten. Wie sahen ihre Lebenswelten aus, ihre Lebensentwürfe und Optionen? Darum geht es auch in dieser Dokumentation. Das Märchen entstand in der Form, wie wir es kennen, in der Biedermeierzeit. Die Geschichte von der fleißigen Goldmarie und der faulen Pechmarie sollte eine Art "moralische Leitlinie" für die "sittsame Frau" sein. Für Dienstmädchen gab es später sogar ein Handbuch mit präzisen Verhaltensregeln. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung des Bürgertums landeten immer mehr junge Frauen vom Land in den Haushalten der wohlhabenden Städter. Im Märchen ist der Schauplatz das magische Reich von Frau Holle. Dort treffen zwei Welten aufeinander - die von der übermächtigen Frau Holle und die von zwei ganz normalen Mädchen, die auf die Probe gestellt werden. Frau Holle selbst hat ihren ersten Auftritt erst ziemlich spät in dem Märchen. Sie ist eine rätselhafte Figur. Wer eigentlich dahintersteckt, darüber streiten sich die Forscher schon seit Langem. Einigkeit besteht nur darin, dass sie mit uralten weiblichen Gottheiten zusammenhängt. Die altrömische Diana, die germanische Freya - viel spricht dafür, dass Frau Holle mit diesen und anderen in eine Reihe zu stellen ist. Und eine Erklärung gibt es selbst dafür, dass die Erinnerung an diese mythische Figur sonst weitgehend verschwunden ist: Die Mönche, die vor mehr als tausend Jahren im heutigen Deutschland das Christentum verbreiteten, haben gründliche Arbeit geleistet. Auch in der damals neuen Religion gibt es eine weibliche Figur, die im Volk bald große Verehrung genießt: die Mutter Maria. Im fränkischen Amorbach und in Würzburg kann man sehen, wie Stätten der Anbetung heidnischer Göttinnen umgewidmet und an ihrer Stelle Kapellen für die Muttergottes gebaut wurden. Nur im Alpenland hat eine späte Ausprägung des heidnischen Kultes überlebt: im "Perchtenlauf", der bis heute immer zum Jahreswechsel große Zahlen von Besuchern anzieht.