"Ich bin eine Überwinderin", sagt Yemisi. Ein Satz, der durch diesen Film führt - in ein Leben zwischen Triumph und tiefem Zweifel, zwischen Stadionlärm und innerer Stille.
Als die Kugelstoßerin am 9. August 2024 in Paris den Ring betritt, ist sie dort den Blicken von 80.000 Menschen ausgesetzt. Yemisi ist Außenseiterin - und doch steht sie dort mit einer Gewissheit. Und gewinnt olympisches Gold für Deutschland.
Doch schon vor ihrer Sportkarriere musste sie Hürden überwinden. Yemisis Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Nigeria. Yemisi wird in Deutschland geboren und wächst in der Pfalz auf. Sie fühlt sich dennoch fremd: Mobbing, Ausgrenzung und rassistische Sticheleien prägen ihre Schulzeit. Sätze wie "Du bist zu groß!", "Deine Haare sind hässlich!", "Du gehörst nicht dazu!" graben sich tief in das Selbstbild des jungen Mädchens ein.
Die Traurigkeit hatte sie in eine Folie des Schweigens gepackt. Die damals 12-Jährige zieht sich zurück, überlegt sogar, ob es nicht einfacher wäre, wenn sie gar nicht mehr da ist. Sie will nur, dass sich etwas ändert. Es ändert sich erst etwas als Yemisi auf Abigail trifft, die Jugendleiterin in der Kirchengemeinde. Und sie ist es, die das Seelengift neutralisiert und Yemisi im Glauben einen Halt finden lässt. Seitdem gibt ihr der Glaube Halt und Sicherheit: "Gott liebt Dich mit Höhen und Tiefen. Seine Liebe ist bedingungslos", so Yemisi.
Am Höhepunkt ihrer Karriere fängt Yemisi auf der Pressekonferenz spontan an zu singen: "I almost let go" heißt der Soundtrack. "Ich hätte fast aufgegeben, aber Gott half mir." Es ist der Soundtrack des Moments, ihrer Olympischen Spiele in Paris. Denn zunächst - beim 1. Stoß im Finale - stürzt Yemisi: "Ich bin gefallen. Das bin ich oft in meinem Leben. Wieder aufzustehen ist die Kunst." Aus dem Sturz wächst Kraft, aus Angst und Konzentration, aus Schmerz und Bewegung. Im entscheidenden sechsten Versuch fliegt die Vier-Kilo-Kugel auf magische 20 Meter. Gold!
So wird aus der Geschichte einer Olympiasiegerin ein universeller Film über Zugehörigkeit, seelische und körperliche Kraft, über die Kunst, immer wieder aufzustehen, über die Freude am Sport und dem Leben. Ein poetisches Porträt über das Aufstehen, über Würde, Glaube und über die Kraft, sich immer wieder selbst neu zu erschaffen. Und vielleicht ist genau das das eigentliche Gold ihres Lebens.
Yemisi hat nach den Dreharbeiten geheiratet. Aus Yemisi Ogunleye wird Yemisi Mabry: ein neuer Name für ein Leben, das sich immer wieder neu erfindet.
Finnische Feuerwehrleute reisen im Rahmen ihrer Ausbildung im Europäischen Zivilschutzpool nach Portugal. Fern von Eis und Schnee lernen sie von portugiesischen Kollegen den Kampf gegen den "Roten Drachen". Vor dem Hintergrund des Klimawandels zeigt die Dokumentation "An Europas Feuerfront", wie sich internationale Zusammenarbeit bei immer häufigeren Naturkatastrophen bewährt.
Heute wird gebohrt, gepoppt und getreten. Steffi und Roland testen ein neuartiges Duschzelt, während Hubert und Matthias versuchen, ihrem Garten mit einem ungewöhnlichen Bohrer zu Leibe zu rücken. Detlef verliert beim Test eines futuristischen Crosstrainers die Nerven und Ingrid und Otto starten den Versuch, zum ersten Mal in ihrem Leben ganz besonderes Popcorn herzustellen. Am Ende steht wie immer die alles entscheidende Frage: Hot oder Schrott?
Ein Mann wird ohne Gedächtnis am Straßenrand gefunden. Nun müssen die Ärzte in der Notaufnahme die Ursache herausfinden. In Frankfurt am Main klagt eine 101 Jahre alte Frau über Beschwerden. Die Notfallsanitäter sind sofort zur Stelle.
Lee Bowles wendet sich an die Polizei, um seinen vermissten Vater Cody zu finden. Dieser wurde zuletzt von seiner Lebensgefährtin Ulisa gesehen und hat sich angeblich einer Biker Gang angeschlossen. Als die Polizei in dem Fall weiter nachforscht, ergeben sich jedoch diverse Ungereimtheiten über Codys Verbleib. Schließlich machen die Beamten eine grausame Entdeckung in Ulisas Gartenbrunnen ...
Moderatorin und Gartenliebhaberin Zoe Ball, der preigekrönte Gartendesigner Manoj Malde und der junge Gärtner des Jahres Lachlan Rae erkunden die blühenden Schönheiten, die der Süden Englands zu bieten hat. Sie entdecken eine umgebaute Scheune auf einer naturbelassenen Wiese in Kent und einen Garten im mediterranen Stil hinter einem Haus im Norden Londons. Doch nur einer kann von der Jury zum Garten des Jahres küren.
Mit Kordula Leiße, Arne Obermeyer, Julia von Tettenborn, Lars Schmidtke, Daniel Drewes, Volker Niederfahrenhorst, Marion Mainka, Hildegard Meier
Natalia kehrt in ihr altes Elternhaus zurück und konfrontiert die Nachbarin der Barnetts. Um Natalia loszuwerden, plant Kristine auch Michael zu Fall zu bringen. Doch welche Rolle spielt dieser?
Mehr Einsätze, mehr Anzeigen, mehr Festnahmen: Rund um den 4. Juli haben Polizeichef James Boren und sein Team am Lake of the Ozarks in Missouri erfahrungsgemäß alle Hände voll zu tun. Dann zieht es Touristen aus dem ganzen Land in die Region. Die Menschen wollen sich erholen, Spaß haben und feiern. Am Stausee sowie in den Geschäften, Restaurants und Bars herrscht reger Betrieb. Die Stimmung ist ausgelassen und es wird viel Alkohol konsumiert. Die Hemmungen fallen und einige Besucher schlagen über die Stränge. Behalten die Gesetzeshüter die Lage unter Kontrolle?
Ende der 1970er-Jahre jagt die DDR nach Devisen - und setzt auf Hightech wie die Funktelefonanlage Blaumeise 3. Auch in der Raumfahrttechnik will man den Westen einholen. Hinter verschlossenen Türen entstehen Meisterleistungen wie die erste künstliche Bandscheibe oder fast unzerstörbares Glas. Doch die DDR wird von der Geschichte eingeholt. Nach der Wende verschwindet vieles, was Weltspitze gewesen ist. Die DDR der 1980er-Jahre gerät ins Wanken, doch hinter verschlossenen Türen wird weitergeträumt: von der Zukunft, vom Weltraum und von internationalem Ruhm. Was in diesen Jahren entsteht, ist oft visionär, manchmal sogar genial. In Jena entwickelt ein Expertenteam mit dem ASTRO ein Navigationssystem, das die berühmte Raumstation Mir durch den Kosmos steuert. In Berlin gelingt Forschern eine medizinische Sensation: die weltweit erste künstliche Bandscheibe. Während Robotron am Großcomputer tüftelt, entsteht mit der "Blaumeise" eine Funktelefonanlage für den Export nach Mexiko. Aufgrund von Glasmangel lässt das Regime unzerstörbare Gläser produzieren. Viele dieser Superfest-Gläser sind noch heute im Einsatz, doch in der Marktwirtschaft war ihre Langlebigkeit nie gefragt. Im Studio erinnern sich die Schauspielerinnen Anja Kling und Rhea Harder-Vennewald und die Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss und Hendrik Duryn an ein Land voller Erfindergeist und Gegensätze. Mit großem Spaß wird am ersten Spielautomaten der DDR gezockt und voller Eifer probiert, das Superfest-Glas doch noch zu zerschlagen. "DDR genial" erzählt in dieser Folge vom letzten, leisen Triumph eines Landes kurz vor dem Aus. Vom klugen Trotz der Entwickler, von heimlichen Weltleistungen und von einer Gesellschaft, in der eine Flucht im selbst gebauten Heißluftballon am Ende realistischer war als ein Platz in der Zukunft. Die dreiteilige Dokumentation für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. Es geht um kleine Geistesblitze und große Einfälle, oft zwischen Ideologie und Improvisation, in einem System voller Widersprüche.
Moderator und Schauspieler William Shatner stattet heute den Experten des Ancient-Aliens-Teams einen Besuch ab. In gemeinsamer Runde besprechen sie die Ursprünge der Menschheit und widmen sich außergewöhnlichen archäologischen Funden zu.
Galaxien - Sterneninseln im Kosmos. Sie bilden Gruppen, Haufen und Superhaufen. Und sie verschmelzen miteinander. Auch unsere Heimat-Galaxie, die Milchstraße gehört solch einer größeren Struktur an. Heute schätzten Forscher, dass im für uns sichtbaren Universum rund zwei Billionen Galaxien mit jeweils rund 100 Milliarden Sternen existieren. Wie Galaxien entstehen, wie sie miteinander agieren und wie das kosmische Spinnennetz entstanden ist, sind zentrale Fragen der modernen Astrophysik.
KI-generierte Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern verbreiten sich rasant im Internet. Mithilfe von frei verfügbaren KI-Modellen entstehen in Sekunden täuschend echte Bilder. Täter trainieren Modelle gezielt mit echter Kinderpornographie und manipulieren harmlose Kinderfotos. Sie tauschen Anleitungen aus und bestärken sich gegenseitig im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Bilder sind kein harmloses Spiel: Sie normalisieren Täterverhalten, befeuern die Nachfrage und gefährden Kinder weltweit. Der Film fragt, warum die Herstellung solcher Abbildungen so einfach ist. Und wie sich Ermittlungsbehörden, Strafverfolgerinnen und -verfolger und Meldestellen für das technische Wettrüsten mit den Kriminellen wappnen?
Mehr als 40 Raumsonden sind inzwischen zum Mars geflogen, um unseren kosmischen Nachbarn besser kennenzulernen. In dieser Mission ist auch der neue NASA-Rover Perseverance seit dem 30. Juli 2020 unterwegs. Wissenschaftler erhoffen sich vom SUV-großen Roboterfahrzeug Hinweise, um die wohl brennendste Frage rund um den Mars zu beantworten: Gab es Leben auf dem erdähnlichen Planeten? Seine wüstenartige Beschaffenheit lässt daran zweifeln. Könnte der Mars dennoch von Menschen besiedelt werden?
make it! begleitet die Darmstädter Künstlerin Dina Rautenberg, die mit großformatigen Stick- und Näharbeiten von Artensterben, Verlust und Ökotrauer erzählt. Ihre Kunst entsteht oft über Monate hinweg. Dina stellt ihre fertigen Werke öffentlich in Darmstadt aus und lädt damit Menschen nicht nur zum Hinschauen, sondern auch zum kritischen Austausch zur Klimakrise ein. Make it! zeigt, warum das Thema manche so sehr berührt und viele mittlerweile einfach kalt lässt.
Die Geschichte der Deutschen Seebäder an der Ostsee
1. Folge
45'
Die Ostseebäder sind ein Spiegelbild deutscher Geschichte: Vom Einfluss des Kaisers Wilhelm II. auf die Entwicklung des Badens über den Bäderantisemitismus bis hin zu der Enteignungswelle "Aktion Rose" an der Ostseeküste in den fünfziger Jahren der DDR. Ein Streifzug durch die Geschichte und beleuchtet mit viel historischem Material den Wandel über 200 Jahre.
Nahe der texanischen Metropole Dallas wurden im Drogenmilieu zwei junge Männer erschossen. Die Leichen fand man später bis zur Unkenntlichkeit verbrannt im Kofferraum eines Autos gefunden. Die Ermittler hatten drei Verdächtige, die mit großer Wahrscheinlichkeit hinter dem Doppelmord standen, aber man konnte nicht sagen, wer von ihnen den Abzug betätigt hatte. Deshalb wurde fieberhaft nach Augenzeugen gesucht.
Potsdams Mitte: prachtvoll rekonstruiert und weltbekannt - doch unter der Oberfläche verbergen sich kaum erzählte Geschichten.
Anlässlich 35 Jahre Brandenburg im Jahr 2025 blickt die Dokumentation in die Abgründe und Glanzpunkte der Landeshauptstadt: von barocken Fassaden über den Einfluss der Stasi bis hin zu versteckten Kellern, verborgenen Archiven und vergessenen Schicksalen.
Der Film zeigt seltene Archivaufnahmen, geheime Orte und außergewöhnliche Perspektiven - von preußischer Prägung bis zur DDR-Vergangenheit.
Trabi, Sandmännchen, Skisprungmatte - aus der DDR stammen viele geniale Erfindungen. Besonders in der jungen DDR wird Mangel zum Motor für Kreativität und Improvisation. Die 1950er- und 1960er-Jahre sind eine Zeit voller Tüftlergeist und Mut: Es fehlen Rohstoffe und Maschinen. Not wird zur stärksten Währung im Sozialismus, Pragmatismus trifft auf Pioniergeist. Aus Schrott und Mangel schafft die DDR Geniales. Die DDR der 1950er- und 1960er-Jahre möchte sich politisch selbstbewusst auf der Weltbühne behaupten. Gleichzeitig kämpft sie täglich gegen den Mangel. Rohstoffe, Maschinen und selbst einfache Alltagsgüter sind knapp. Was es im Überfluss gibt: Ideenreichtum. "Not macht erfinderisch" wird zum ungeschriebenen Gesetz, das den Alltag, die Industrie und die Kultur prägt. Aufgrund von Blechmangel entsteht das Kultauto der DDR: der Trabant. Er wird aus Duroplast, einem Verbundwerkstoff aus Baumwollfasern und Kunstharz, gebaut. Robust, günstig und unverwechselbar, wird er zum Symbol für Mobilität und ein Stück ersehnte Freiheit. Auch im Kinderfernsehen wird getüftelt: Das Sandmännchen, das ursprünglich als charmantes Gegengewicht zum westdeutschen Pendant gedacht war, ist heute noch die älteste laufende Kindersendung Deutschlands. Die Skisprungmatte ist damals eine sportliche Weltsensation und macht Sommertraining auf der Schanze möglich. Eine Innovation, die den Sozialismus überlebt hat. Skisprungweltmeister Jens Weißflog erinnert sich an die oft improvisierten, aber genialen Lösungen im DDR-Sport. Ausgewähltes Archivmaterial zeigt, wie eng Pragmatismus und Pioniergeist in einem Land beieinanderlagen, in dem nichts vergeudet und alles weiterverwertet wurde. Zu Gast sind Prominente wie Schauspielerin Anja Kling, Boxlegende Axel Schulz und Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss sowie Musiker Bürger Lars Dietrich, Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald, Influencerin Olivia Schneider oder Schauspieler Hendrik Duryn. Sie bestaunen und kommentieren die genialsten Erfindungen der DDR und geben persönliche Einblicke in ihre Kindheitserinnerungen. Die dreiteilige Dokumentation für ZDFinfo erzählt von überraschenden Erfindungen der DDR. Es geht um kleine Geistesblitze und große Einfälle, oft zwischen Ideologie und Improvisation, in einem System voller Widersprüche.
"Spanien ist anders!" Mit diesem Slogan wirbt das Land unter Diktator Franco in den 1950er-Jahren um ausländische Touristen. Spanien wird zum Sehnsuchtsort für Millionen Deutsche, denen das Wirtschaftswunder gerade Geld in die Taschen spült. Eine kleine Flucht aus dem grauen Nachkriegs-Alltag - der Traum vom bezahlbaren Urlaubsparadies wird in Werbekampagnen geschickt mit Flamenco-Kitsch und Sangría-Seligkeit angefüttert. Bis heute gehört Spanien zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen.
Doch hinter Spaniens Aufstieg zum Touristenmagnet verbirgt sich ein fast unbekanntes Kapitel deutsch-spanischer Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg finden dort Tausende ehemalige Nationalsozialisten Zuflucht. Diktator Franco hat keine Berührungsängste: Schließlich ist er Jahre zuvor auch dank der Unterstützung Hitlers an die Macht gekommen. Hier entkommen die Nazis der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit und schaffen den Neuanfang. Einige hochrangige NS-Persönlichkeiten werden zu erfolgreichen Tourismuspionieren. Sie wissen, wie man die deutsche Nachkriegsseele streichelt, sie investieren in Hotels und Ferienanlagen, sie erschließen Grundstücke und werben offen um deutsche Spanienurlauber. Sie steigen zu politischen Strippenziehern auf, vernetzen sich mit rechtskonservativen Kreisen in Westdeutschland und schaffen es, im Hintergrund die Beziehungen zwischen Franco-Spanien und der Bundesrepublik mitzubestimmen. Dabei halten nicht wenige von ihnen im Schutz von Francos Regime an alten Denkmustern fest und führen ein oft bizarres Eigenleben. Ein jährliches Sommerfest in SS-Uniformen, Träume vom Aufbau einer antikommunistischen Miliz, dubiose Deals mit faschistischen Franco-Ministern.
"Sommer, Sonne, Hakenkreuz" zeigt erstmals, wie eng die Geschichte deutscher Altnazis mit der Entwicklung bekannter spanischer Ferienregionen verbunden war. Der Film führt an Orte, die heute für unbeschwerte Urlaubstage stehen, und rekonstruiert die Seilschaften ehemaliger Nationalsozialisten, die dort wirtschaftlichen und politischen Einfluss gewonnen und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.
Der ORF hat gefragt, Sie haben geantwortet. Mariella Gittler präsentiert die zentralen Ergebnisse der großen ORF Online-Umfrage, bei der wieder zehntausende Seherinnen und Seher mitgemacht haben.
Was bewegt die Menschen in Österreich zur Halbzeit dieses so turbulenten Jahres 2026 voller Krisen, Brüche und Konflikte? Wie geht das Land in den Sommer, wie schaut es auf die unmittelbare Zukunft?
Was sind die großen Themen, worüber macht man sich im Land Sorgen, und wie geht man mit diesen um? Wie groß sind Ängste und Unsicherheiten, wie groß aber auch Hoffnung und Zuversicht
Reportagen und Stimmungsbilder aus dem ganzen Land, Einblicke und Perspektiven im Dialog mit dem Publikum.
Der Dokumentarfilm begleitet Menschen auf vier Kontinenten, die gegen die Folgen des Klimawandels kämpfen: an den Küsten der USA, in der mongolischen Wüste, im australischen Coober Pedy und an Grönlands Eisküsten. Trotz extremer Bedingungen eint sie der Wille, ihre Heimat zu bewahren. Ein eindringlicher Blick auf globale Krisen und lokale Antworten.
Deutschland gehen die Auszubildenden aus. Seit 2020 können junge Menschen aus aller Welt deshalb vereinfacht in Deutschland eine Ausbildung machen. Vermittelt werden sie aus Ländern wie Marokko, Indonesien oder Vietnam - oft über dubiose Agenturen, die von ihnen hohe und in Deutschland illegale Provisionen verlangen. In Deutschland angekommen, werden die jungen Menschen oft als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Müssen ausbildungsfremde Tätigkeiten übernehmen, weit unter Mindestlohn arbeiten oder sogar Kautionen bei ihren Chefs hinterlegen.
Anfang des Jahres machte ein besonders eindrücklicher Fall in Thüringen Schlagzeilen. Der Betreiber eines Pflegeheims soll über Jahre eine Vielzahl an Auszubildenden aus Drittstaaten regelrecht verschlissen haben, indem er sie ausbildungsfremd arbeiten ließ, von ihnen überteuerte Mieten kassierte, ihnen monatelang den Lohn verwehrte und sie letztlich vor die Tür setzte. Sie landeten auf der Straße. Eine Gruppe vietnamesischer Azubis fasste sich schließlich ein Herz und klagte gegen den Unternehmer. Wie läuft der Prozess?
In der Dokumentation sprechen betroffene Vietnamesen erstmals vor der Kamera über ihre Erfahrungen und wohin sie die Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz verschlagen hat.
Doch für viele beginnt die Odyssee bereits in ihren Heimatländern. Jahrelang sparen die jungen Menschen und ihre Familien tausende Euro an, um Vermittlungsagenturen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Deutschland zu bezahlen. Denn viele Unternehmen, die eigentlich händeringend nach Azubis suchen und zunehmend auch auf Azubis aus Drittstaaten angewiesen sind, seien nicht bereit, Vermittlungsprovisionen selbst zu zahlen. Dubiose Agenturen und windige Vermittler erheben dann "Servicepauschalen", obwohl Vermittlungsprovisionen von Azubis in Deutschland verboten sind.
Die investigative Dokumentation deckt auf, dass auch Deutsche vom Vermittlungsgeschäft profitieren, Arbeitgeber Verbote umgehen und Azubis rechtswidrig beschäftigen, unter Druck setzen und ausbeuten.
Im Januar 1996 finden Hunde einen menschlichen Schädel im Garten ihrer Besitzer. Die restlichen Knochen eines männlichen Toten werden schnell entdeckt, doch die Polizei hat Probleme, das Opfer zu identifizieren. Als weitere Leichen auftauchen, ist klar, dass es sich um einen sadistischen Serienmörder handelt, der im Süden Floridas sein Unwesen treibt. Nun gilt es, diesen zu finden, bevor weitere Männer brutal ermordet werden.
Extremsportler Michael Strasser knackt den nächsten Weltrekord. Er bewältigte die 7 höchsten Berge der 7 Alpenländer in 7 Tagen alleine und non-stop ganz ohne Hilfe - und schreibt damit Geschichte!
Chaturbate ist eine globale Live-Sex-Supermacht. Deutsche Nutzer bestellen sexuelle Praktiken, die in Rumänien und Kolumbien unter teils ausbeuterischen Bedingungen gestreamt werden. Es ist eine Milliardenindustrie geworden. User können für Geld live zusehen und ihre Wünsche bestellen. Reporter Frederik Fleig reist zu internationalen Hotspots des Chaturbate-Geschäfts, um dem Phänomen und seinen vielen Seiten auf den Grund zu gehen. Hinter der Fassade des angeblich demokratischen "Cam-Girl-Selbstempowerments" steckt ein in Osteuropa und Lateinamerika hochprofitabler Agenturapparat.
Nachdem die Existenz Schwarzer Löcher inzwischen nicht nur mathematisch, sondern auch mittels eines Fotos bewiesen werden konnte, rückt deren Gegenstück in den Fokus der Astronomie: Weiße Löcher. Ein Energiestrom, aus dem etwas austreten, nichts aber eindringen kann. Woraus bestehen Weiße Löcher? Wo und unter welchen Bedingungen treten sie auf? Die Dokumentation geht auf die Suche nach dem mysteriösen Himmelskörper und erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede Schwarzer und Weißer Löcher.
Mehr als 40 Raumsonden sind inzwischen zum Mars geflogen, um unseren kosmischen Nachbarn besser kennenzulernen. In dieser Mission ist auch der neue NASA-Rover Perseverance seit dem 30. Juli 2020 unterwegs. Wissenschaftler erhoffen sich vom SUV-großen Roboterfahrzeug Hinweise, um die wohl brennendste Frage rund um den Mars zu beantworten: Gab es Leben auf dem erdähnlichen Planeten? Seine wüstenartige Beschaffenheit lässt daran zweifeln. Könnte der Mars dennoch von Menschen besiedelt werden?
Pünktlich zu Halloween kommen auch die Grusel-Fans unter den Praterbesuchern auf ihre Kosten. Das Horrorlabyrinth zieht so manchen Gast magnetisch an. Für Gänsehaut sorgt das Theaterensemble "Nesterval" und erschreckt Jung und Alt in einem mysteriösen, leerstehenden Gebäude ...
In einer erneuten Konfrontation mit Michael fordert Natalia Antworten ein. Sie will Beweise und ein Geständnis über die Misshandlungen, die sie durch ihre Stiefeltern erlitten hat. Kommt sie der Wahrheit endlich näher?
Der Kurfürstendamm ist eine der bekanntesten Straßen Deutschlands. Für jeden Berlin-Besucher ein Muss. Doch kaum jemand kennt die wechselvolle Geschichte des großen deutschen Boulevards.
Jedes Haus dort hat seine Geschichte. Die Dokumentation erzählt die spannendsten davon und begibt sich auf Spurensuche: Sie zeigt Aufstieg und Verfall, Glitzerwelt und Schattenseiten des berühmt-berüchtigten Boulevards.
Die filmische Reise führt unter anderem die 1920er-Jahre, als Nacktbars in Privathäusern in dichter Folge öffneten und schlossen, zum Café Reimann, in dem die Nazis 1931 randalierten und dessen Besitzer später einer kaum bekannten Widerstandsgruppe angehörte, und zum "Maison de France", auf das im August 1983 ein Terroranschlag verübt wurde, bei dem die Stasi ihre Finger im Spiel hatte.
Interviewpartner erzählen von Kriminalfällen, dem Attentat auf Rudi Dutschke und dem Kurfürstendamm als Sehnsuchtsort.
Not macht erfinderisch, sagt das Sprichwort. Das traf auf die DDR besonders zu. Die wollte unbedingt mit dem Westen mithalten, vor allem, wenn es um Mobilität ging. In der DDR herrschte ständig Mangel: Mangel an Rohstoffen, an Fachleuten und an Freiheit. Dennoch leistete sich dieses Land etwas Großes: eine weltumspannende Luftfahrtgesellschaft und sogar eine Flugzeugbau-Industrie. Letzteres nur bis zum Absturz eines Prototypen. 34 Jahre war "Interflug" die staatliche Fluggesellschaft der DDR. Die Airline stand für Fernweh, unerfüllte Träume und Privilegien. Sie brachte dem abgeschotteten Land einen Hauch von weiter Welt. Berlin-Schönefeld wird Heimatflughafen der DDR-Flugzeugflotte. Eine neue Landebahn und ein neuer Hangar entstehen. Noch vor dem Mauerbau fliegt die sowjetische Maschine, die Il-18, für die Interflug. Das Düsenflug-Zeitalter wird mit der Tu-134 im Jahr 1968 eingeläutet, später folgt die Il-62 mit ihren weltweit einmaligen vier Triebwerken am Heck. Wer bei der Interflug arbeitet, muss hundertprozentig zuverlässig sein. Die Piloten und Stewardessen repräsentieren die Deutsche Demokratische Republik. Man will sicher sein, dass niemand bei Flügen in das nichtsozialistische Ausland in den Westen flieht. Zwei Jahre nach der Wende wird die Interflug 1992 von der Treuhand liquidiert.
Die unüberschaubar große Zahl der existierenden Glaubensgemeinschaften abseits der großen Kirchen kann verwirrend sein. Hier werden sie und ihre Bräuche hinterfragt und kritisch diskutiert.
Der Gesuchte ist gewaltbereit und möglicherweise bewaffnet. Solche Informationen sind für Polizeikräfte bei ihren Einsätzen von lebenswichtiger Bedeutung. Denn beim Zugriff müssen die Beamtinnen und Beamten ihrem Gegenüber stets einen Schritt voraus sein. So wie in einem Fall in Liverpool: Ein Drogendealer hatte bei einer wilden Schießerei ein kleines Mädchen getroffen. Bei der Festnahme gab das Team klare Anweisungen. Und in Northumbria ging ein Notruf bei der Polizei ein. Der Anrufer berichtete, dass jemand mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden sei.
Bräute suchen nach dem perfekten Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget?
Heute in:
+ Leipzig / "Happy Day Brautmoden"
+ Berlin / "Crusz"
+ Hameln / "Palais Blanc"
Ein 38-jähriger Mann wurde in seinem Eigenheim ermordet. Die Ermittler sichten Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras in der Nähe des Tatorts und kommen so einem Verdächtigen auf die Spur. Der gibt im Verhör an, er hätte aus Notwehr gehandelt. Nun gilt es zu beweisen, dass dem nicht so war. Die Beamten versuchen, den Tathergang so genau wie möglich zu rekonstruieren und so die angebliche Notwehr auszuschließen.
Der dreiteilige Film "Blutspur der Zigaretten-Mafia" aus der Reihe "ARD Crime Time" rekonstruiert die Ermittlungen zu einer der größten Verbrechensserien in der deutschen Kriminalgeschichte. Zwischen 1992 und 1997 wurden mehr als 100 überwiegend junge Männer und Frauen auf grausame Weise getötet. Sie fielen den Auseinandersetzungen innerhalb der vietnamesischen Zigaretten-Mafia zum Opfer, als der Kampf um Absatzmärkte und Macht eskalierte. Die Dokumentation zeichnet das Geschehen anhand dreier Doppelmorde in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin nach und verknüpft diese Verbrechen mit den Transformationsprozessen in der ostdeutschen Gesellschaft und der vietnamesischen Community nach der Wiedervereinigung.
Die Produktion beleuchtet, dass viele vietnamesische DDR-Vertragsarbeiter nach der Wiedervereinigung Arbeit und sicheren Aufenthaltsstatus verloren und sich aus wirtschaftlicher Not dem Verkauf unversteuerter Zigaretten zuwandten. Das einträgliche Geschäft zog in kurzer Zeit mafiöse Strukturen an und führte zur Herausbildung krimineller Banden, deren Mitglieder häufig illegal über Osteuropa einreisten.
Im Mittelpunkt steht der rasche Aufstieg des damals 23-jährigen Bandenchefs Ngoc Thien, genannt "der Barmherzige", der in den 1990er-Jahren rund zwei Drittel des illegalen Zigarettenmarkts in Ostberlin kontrollierte. Sein Versuch, dieses Machtgebiet auf Ostdeutschland auszuweiten, löste einen blutigen Mafiakrieg aus. Das verbreitete Angst und brachte die vietnamesische Community zum Schweigen, was die Ermittlungsarbeit der Behörden erheblich erschwerte.
Der Film zeigt, wie Polizei und Ermittler schließlich mit gezielten Aufrufen in der vietnamesischen Gemeinschaft und über ein anonymes Hinweistelefon entscheidende Informationen erhielten und 1996 die Ngoc-Thien-Bande zerschlagen konnten. In der Folge begann in Berlin der bis dahin größte Mafia-Prozess Deutschlands, in dem der Chef dieser Bande maßgeblich durch die Aussage seiner ehemaligen Geliebten als Kronzeugin verurteilt wurde. Mit der detaillierten Rekonstruktion der Ermittlungen und ihrer Hintergründe trägt die "ARD Crime Time"-Dokumentation zur Aufarbeitung eines weitgehend vergessenen Kapitels der deutschen Nachwendegeschichte bei.
Folge 1 im Ersten, alle drei Teile ab 27. Juli 2026 in der ARD Mediathek.
Beleidigungen, Drohungen und gezielte Diffamierungen gehören für viele Menschen in Deutschland zum digitalen Alltag. Hass im Netz ist kein Randphänomen mehr, es kann jeden treffen. Was oft als "Meinungsäußerung" verharmlost wird, hat für die Betroffenen reale, teils existenzielle Folgen. Die Dokumentation begleitet Menschen, die massive Hasskampagnen erlebt haben - und die sich entschieden haben, nicht zu schweigen. Der Film von Julia Lösch und Rebecca Kirkland erzählt von Angst, Ohnmacht und Scham, aber auch von Mut, Widerstand und der Frage, wie gut der Rechtsstaat im digitalen Zeitalter tatsächlich schützt.
Einige Menschen behaupten, sie seien von Außerirdischen entführt worden. Einer der wohl bekanntesten Vorfälle dieser Art ereignete sich in West Yorkshire. Der Polizist Alan Godfrey war im November 1980 früh morgens in seinem Streifenwagen unterwegs. Als plötzlich ein strahlend weißes Licht vom Himmel leuchtete, kam sein Auto unvermittelt zum Stehen. Eine halbe Stunde später kam er dreißig Meter entfernt wieder zu Bewusstsein und erinnerte er sich nur daran, dass er nach seinem Funkgerät griff.
Immer mehr Frauen feiern ihre Kraft - im Gym, beim Seilziehen, auf Social Media. Doch wer als Frau Muskeln zeigt, provoziert und wird schnell bewertet: "Das ist doch nicht mehr feminin!"
Wie gehen starke Frauen mit solchen Aussagen um - und wer bestimmt eigentlich, was weiblich ist?
Das Leben der Bodybuilderin Rebecca Imfeld dreht sich in erster Linie um ihre Muskeln. Sie zeigt sie gern auf der Bühne, im Gym und auf Instagram. Doch unter ihren Posts hagelt es gehässige Kommentare: "Wie heißt der Typ?", "Frau oder Mann?". Solche Aussagen verletzen die 25-Jährige zwar, treiben sie aber gleichzeitig an, noch härter zu trainieren. "Meine Muskeln sind harte Arbeit, und ich finde, das darf ich zeigen", sagt sie.
Die 32-jährige Seilzieherin Erika Niederberger hat eine andere Beziehung zu Muskeln. Für sie sind die kräftigen Oberarme vor allem eins: praktisch. "Ich brauche sie bei der Arbeit auf dem Bau - und ich mag sie auch optisch", sagt sie. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Obwalden, prägt körperliche Arbeit seit jeher ihr Leben. "Ich bin mit meinem Körper im Reinen. Wenn du in irgendetwas reinpassen willst, das du nicht bist, dann ist das sehr anstrengend."