Die Reihe "Bergbäuerinnen in Südtirol" geht mit einer Neuproduktion in die nächste Runde. Die drei portraitierten Frauen sind nicht nur Bäuerinnen - sie sind Bergbäuerinnen aus Leidenschaft, die auf den steilen Hängen Südtirols jeden Tag aufs Neue beweisen, was es heißt, Verantwortung für Hof und Familie zu tragen. Sie packen überall mit an, egal ob Stallarbeit, Feldarbeit oder traditionelle Handwerkskunst. Genau diese Stärke und Leidenschaft möchten sie auch anderen Frauen weitergeben.
Franziska Mitterer, Bergbäuerin in Laurein, Südtirol. Franziska Mitterer ist mit Leib und Seele Bergbäuerin. Sie lebt und arbeitet am Ungererehof in Laurein - meist alleine, denn ihr Partner ist selbstständig und oft unterwegs.Franziska übernimmt sämtliche Arbeiten am Hof eigenständig: Sie fährt alle Maschinen, bewältigt die Arbeit im Stall und auf den Feldern und meistert den Alltag mit viel Kraft und Entschlossenheit. Gelegentlich wird sie auch von ihrer Mutter unterstützt. Neben ihrer bäuerlichen Tätigkeit ist Franziska auch handwerklich sehr begabt. Mit viel Geschick und Gespür für Tradition baut sie Möbel und richtet Räume ein - etwa eine Stube im klassischen Südtiroler Stil, die sie selbst gestaltet hat. Auch auf ihrer Alm ist sie regelmäßig im Einsatz und lebt dort gemeinsam mit ihren Kühen ganz nah an der Natur. Darüber hinaus engagiert sich Franziska in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und bringt sich auch dort tatkräftig ein. Sahra Hoffman, Bergbäuerin in Mühlwald, Südtirol. Sahra Hoffman stammt ursprünglich aus Deutschland und kam zunächst wegen einer Stelle im Gastgewerbe nach Südtirol. Dort lernte sie Manfred kennen - und war überrascht, als sie sah, wo er wohnte.Inzwischen haben die beiden zwei Kinder, und Sahra ist mit ganzem Herzen Bergbäuerin geworden. Den Hof zu bewirtschaften, musste sie von Grund auf neu lernen - ebenso die Sprache. Doch sie fand sich schnell ein und gewöhnte sich rasch an das Leben auf dem Bauernhof. Besonders die steilen Wiesen und Felder stellten anfangs eine große Herausforderung für sie dar, da sie aus dem Flachland kam.
Kathrin Laner, Bergbäuerin und Ortsbäuerin in Niederdorf, Südtirol. Kathrin Laner Durnwalder ist 35 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit ihrer Familie bewirtschaftet sie einen Bergbauernhof oberhalb von Niederdorf, eingebettet in die beeindruckende Bergkulisse der Dolomiten.Die steilen Felder und Wiesen stellen für Kathrin - oder "Kathi", wie sie genannt wird - keine Herausforderung dar, denn sie ist dort aufgewachsen und kennt das Leben in der Höhe von klein auf. Als engagierte Ortsbäuerin setzt sie sich besonders für die Zusammenarbeit mit den örtlichen Bergbäuerinnen ein. Sie initiiert und begleitet zahlreiche Projekte rund um die Berglandwirtschaft und bringt frische Impulse in die bäuerliche Gemeinschaft.
In vergangenen Religionen glaubten die Menschen einst an Schlangengötter. Man fand in Mesopotamien, Mittel- und Südamerika, Indien, China und Japan Zeugnisse für diesen Glauben. Sogar die Bibel beschreibt reptilienhafte Wesen, die mit den Menschen interagierten. Könnten diese unterschiedlichen Überlieferungen ein Hinweis auf reptilienartige Außerirdische sein, die die Erde besuchten? Und sind Außerirdische womöglich noch mitten unter uns?
Hunde als Hoffnungsträger: Über viele Jahre tobte ein verheerender Bürgerkrieg in Uganda. Die Überlebenden waren meist traumatisiert und leiden bis heute an den Folgen. Linderung verspricht das Projekt "Comfort Dog" (Trosthunde), das gleich zwei Probleme des Landes angehen will: Zum einen sich um Straßenhunde kümmern, zum anderen vom Krieg traumatisierten Menschen helfen.
Vor drei Jahren haben sich Birgit (42) und Harald (51) den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Durch einen Fernsehbeitrag waren sie auf einen Handwerksbetrieb aus der Region gestoßen, der ihnen ein sorgenfreies, eng miteinander abgestimmtes Bauen garantierte, dazu alle Gewerke aus einer Hand und qualitativ hochwertige Materialien. Um die Kosten gering zu halten, packt die ganze Familie mit an. Der gelernte Heizungsinstallateur Harald übernimmt die Bereiche Heizung, Sanitär- und Elektroinstallation als Eigenleistung. Birgit und die beiden Söhne (12 und 14) wollen helfen, wo sie können. Doch bereits beim Kellerbau gibt es die ersten Probleme. Nach weiteren Mängeln eskaliert der Streit zwischen Bauherren und Baufirma, schließlich reden sie nur noch über ihre Anwälte miteinander. Birgit und Harald weigern sich, weitere finanzielle Vorleistungen zu erbringen, ehe nicht die monierten Mängel behoben sind. Daraufhin stellt die Baufirma alle Arbeiten ein. Und so fehlen nicht nur alle Innentüren im Haus - auch das Bad im Obergeschoss bleibt ein Rohbau. Eine Treppe fehlt, Fenster und Außentüren schließen nicht richtig, die Eingangstreppe besteht aus ein paar aufgestapelten Betonsteinen. Die Mängel ziehen sich quer durchs ganze Haus. Seit fast zwei Jahren lebt die Familie in ihrem unfertigen Haus. Ein Gutachter bezifferte die Bauschäden auf rund 80.000 Euro. Und das bei einer Bausumme von 135.000 Euro! Ein Mediationsversuch scheitert - zumal sich herausstellt, dass der Mediator früher Rechtsbeistand der beauftragten Baufirma war.
Philipp aus dem Hanfbachtal bringt seinen Faun L908 SA auf Vordermann, mit dem er an Geschicklichkeitsfahrten im Gelände teilnimmt. Denn das Fahrzeug hat einige Mängel und in diesem Jahr wird bei der technischen Abnahme besonders genau geprüft. Thomas Kaiser und seine Söhne Marcus und Christoph bereiten sich auf das nächste Tractor-Pulling-Event vor. Doch der Wettergott könnte ihnen bei der Mission Titelverteidigung einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Und Mario Tänzer kümmert sich im Ostdeutschen Fahrzeugmuseum um vernachlässigte Schätze.
Vor Milliarden Jahren entstand auf der Erde etwas Einzigartiges: Leben. Doch wie konnten aus toter Materie Organismen entstehen? Das ist eines der größten Geheimnisse der Wissenschaft. Leben entsteht, wenn bestimmte chemische Elemente unter den richtigen Bedingungen miteinander reagieren und sich zu komplexen Molekülen verbinden. Wie genau dieser Übergang von toter Materie zu lebenden Organismen passiert ist, bleibt jedoch unklar. Die Wissenschaft führt den Stammbaum des Lebens auf einen universellen Urvorfahren zurück - den sogenannten "letzten gemeinsamen Vorfahren allen Lebens", kurz LUCA. Aus diesem frühen Organismus gingen Bakterien, Pflanzen, Tiere und schließlich auch der Mensch hervor. Der genaue Ursprung des Lebens bleibt ein Rätsel. Entstand es durch die chemische Vielfalt eines urzeitlichen Ozeans? Spielten mineralische Oberflächen eine Rolle, indem sie Moleküle anordneten und Reaktionen begünstigten? Oder war die Hitze brodelnder Tiefseequellen entscheidend? Manche Hypothesen reichen noch weiter: Demnach könnten die ersten Bausteine des Lebens mit Meteoriten aus dem All auf die Erde gelangt sein. Ein Szenario, das Leben im Universum als weit verbreitet erscheinen lässt. Heute suchen Forschende nicht nur in den ältesten Gesteinsschichten der Erde nach Spuren des Lebens, sondern auch auf dem Mars und in den Atmosphären entdeckter Exoplaneten. Jede neue Entdeckung bringt sie der Antwort näher, wie aus einfachen Molekülen komplexe Organismen entstehen konnten - und wirft zugleich die Frage auf, ob das Leben auf der Erde Teil eines viel größeren Netzwerkes im Universum ist. Wie groß ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe "Geheimnisvolles Universum" geht den größten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Das Mittelmeer scheint uns vertraut. Doch unter Wasser beginnt eine andere Welt: Dort leben Wale und Haie, Robben und andere Tiere. Doch sie sind stark bedroht. Wie geht es unserem Meer? "Terra X"-Moderator Uli Kunz reist von Spanien bis zu den griechischen Inseln. Begegnet Tieren, die vom Aussterben bedroht sind, und Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Unser Urlaubsmeer ist ein Hotspot der Artenvielfalt und ein Brennpunkt der Umweltprobleme. Der Finnwal ist der größte Bewohner im Mittelmeer und der zweitgrößte auf unserem Planeten. Die Tiere können über 20 Meter lang und 70 Tonnen schwer werden. Im Frühsommer ziehen sie die spanische Küste entlang Richtung Atlantik. Meeresbiologe Uli Kunz ist zusammen mit einem Team von Walforschern unterwegs, um mehr über die Wale und ihre Wanderungen herauszufinden. Wie zum Beispiel lässt sich verhindern, dass Wale immer wieder mit Schiffen kollidieren? Im Laufe der Jahrmillionen ist im Mittelmeer ein einzigartiges Ökosystem entstanden. Im Naturpark Cap de Creus ganz im Osten der Iberischen Halbinsel ist die Natur unter Wasser noch einigermaßen intakt. Die Felswände sind mit leuchtend roten Gorgonien, Anemonen und Schwämmen bewachsen: ein idealer Laichplatz und Versteck für zahlreiche Fischarten. Eine reiche Unterwasserwelt, die so fast nur noch in streng geschützten Schutzgebieten existiert. Jedes Jahr zur Sommerzeit setzt eine Massenbewegung Richtung Mittelmeer ein. Jeder dritte Tourist weltweit verbringt seinen Urlaub am Mittelmeer. Allein auf Mallorca urlauben jedes Jahr mehr als zehn Millionen Menschen. Doch auch dort gibt es noch unberührte Natur: an Land und im Wasser. Einige Seegraswiesen rund um die Balearen sind fast 100.000 Jahre alt. Mit Agustí Torres von der Haischutzorganisation Shark Med startet Uli Kunz zu einer mehrtägigen Tour. Tatsächlich leben im Mittelmeer etwa 40 verschiedene Haiarten: Sogar Weiße Haie und Hammerhaie gibt es noch, auch wenn ihr Bestand um über 90 Prozent eingebrochen ist. "Verantwortlich dafür sind die Überfischung und unsere Angst vor dem Hai", sagt der Haiexperte Torres. Schönheit und Magie prallen am Mittelmeer unmittelbar auf massive Umweltprobleme. Doch die meisten Arten sind noch da: etwa die Mittelmeer-Mönchsrobbe, eine der seltensten Robbenarten der Welt. Noch vor wenigen Jahren stand sie kurz vor dem Aussterben - doch ganz langsam erholt sich der Bestand. Eine Erfolgsgeschichte. Die Natur am Mittelmeer verändert sich rasant: "In welche Richtung es geht, liegt an einer einzigen Art: an uns", so das Fazit von Uli Kunz.
20 und 18 Meter lang sind die beiden Industrieöfen, die die österreichische Spedition Felbermayr von einem Schiffsanlegeplatz an der Donau zu einer Flugzeugkomponentenfirma transportieren soll. Das Gesamtgewicht beider Öfen von gut 300 Tonnen stellt dabei nur eins vieler Probleme dar. Die Stahl-Kolosse sind beinah sieben Meter hoch - zu hoch, um die meisten Brücken oder Tunnel zu durchfahren. Eine unlösbare Unternehmung?
Geparde sind für viele der Inbegriff der afrikanischen Steppe und ihrer Tierwelt. Die Filmautoren zeigen erstaunliche und selten gesehene Verhaltensweisen dieser schnellen Laufkatzen.
In vielen Gegenden Australiens ist der Wombat stark gefährdet, jeder Wombat wird hier von Menschen aufgezogen, wenn die Muttertiere Opfer von Autounfällen geworden sind. Angelika Sigl stellt die Wombat-Dame Polly vor, die von einer Familie großgezogen wurde, zeigt in ihrem Film aber auch Wombats, die in Freiheit leben.
"Land der Berge"-Präsentatorin Marlies Raich ist dieses Mal unterwegs in den Osttiroler Bergen. Viermal war die ehemalige Slalomkönigin auf dem Lienzer Schlossberg ein Slalom Weltcuprennen siegreich. Auch das letzte Weltcuprennen ihrer unvergleichlichen Skikarriere und somit ihren 37. Weltcupsieg, gewann Marlies Raich hier am Hochstein in Lienz. Diesen Hang nun mit dem Mountainbike zu bezwingen, weckt natürlich viele Emotionen in ihr. Die mystische Galitzenklamm, das beschauliche Villgratental und ein Gipfel mitten in den Lienzer Dolomiten - das sind nur ein paar der Schauplätze, die Marlies Raich besucht. Faszinierende Einblicke in die Urgewalt der Gletscherwelt am Fuße des Großglockners und atemberaubende Landschaftsaufnahmen runden dieses "Land der Berge" ab. (Doku 2020)
Von einem Asteroiden, der die Dinosaurier auslöschte, bis hin zum evolutionären Aufstieg einer eher unscheinbaren Spezies: den Säugetieren und schließlich dem Menschen.
La Réunion: Die Wiederbelebung der kreolischen Gärten
D 2024
52'
Auf der französischen Überseeinsel La Réunion sind die so genannten "kreolischen Gärten" ein wahres Reservoir an biologischer Vielfalt. Doch die fortschreitende Urbanisierung der Insel bedrohen die alte Gartenkultur. Einige kämpfen dagegen an, sie wollen die wertvolle Kultur der Gärten erhalten. Die Idee der Selbstversorgung - wo könnte sie besser funktionieren als hier?
Was sind kosmische Strahlen - und warum sind sie gefährlich? Die unsichtbaren Teilchen rasen mit Lichtgeschwindigkeit durch das All und durchdringen sogar den menschlichen Körper. Kosmische Strahlen sind subatomare Teilchen, die sogar Astronauten in Raumanzügen gefährden können. Sie stammen von Supernovae, Schwarzen Löchern oder der Sonne selbst. Ihr Ursprung ist rätselhaft, ihre Energie enorm. Experten nutzen Teleskope, um sie zu erforschen. Täglich treffen kosmische Strahlen auf die Erde - meist unbemerkt. Das Magnetfeld der Erde schützt uns. Astronauten sind im Weltall jedoch der Teilchenflut ausgeliefert. Bereits bei den Apollo-Missionen in den 1960er-Jahren wurde über Lichtblitze berichtet, die durch unsichtbare Teilchen ausgelöst wurden. Erste Hinweise deuten auf die Sonne hin. Viele dieser kosmischen Strahlen stammen jedoch aus weit entfernten Quellen, wie aus einer Supernova oder einer kollidierenden Galaxie. Der österreichische Physiker Victor Hess entdeckte 1912 die kosmischen Strahlen. Ein weiterer Meilenstein in der Forschung wurde 1980 erreicht, als ein Observatorium das "Oh-My-God"-Teilchen mit extremer Energie registrierte. Heute wird mithilfe moderner Instrumente wie dem Fermi-Teleskop Gammastrahlung gesammelt, um ihre Herkunft zu klären. Einige Teilchen scheinen sogar aus "leeren" Regionen des Alls zu stammen. Die Forschung steht vor einem Rätsel - und einer Herausforderung: Wer den Kosmos erforschen will, muss die Gefahren der kosmischen Strahlen verstehen. Wie groß ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe "Geheimnisvolles Universum" geht den größten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.
Weil das geplante Eigenheim einfach nicht fertig werden will, leben die hochschwangere Jessica, ihr Mann und ihre zweijährige Tochter in einer Gartenlaube. Können Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla der unglücklichen Familie helfen?
Im Geratal werden abgestorbene Bäume gefällt. Ein Helikopterpilot fliegt die Stämme aus dem Thüringer Wald, damit sie nicht auf Bahngleise oder Häuser fallen. Schwerlast-Profi Andreas transportiert unterdessen ein nagelneues Autobahnschild von Niederösterreich nach Nürnberg. Beim Manövrieren im Kreisverkehr ist auf der 430 Kilometer langen Strecke Millimeterarbeit gefragt. Und die Mitarbeiter:innen eines Logistikriesen sind am Flughafen Leipzig/Halle dafür verantwortlich, das zig Tausende Pakete pünktlich ihr Ziel im In- und Ausland erreichen.
Eine starke Böe fährt in die Segel, Wasser spritzt über das Deck, das Schiff liegt beängstigend schräg. Doch Sebastian hat das Steuer fest im Griff. Wenn sich die Ostsee von ihrer rauen Seite zeigt, müssen alle Kommandos sitzen. Zumal es keine gewöhnliche Mannschaft ist, auf die Skipper Rollo Beckmann sich verlassen muss: Alle Mitglieder seiner fünfköpfigen Crew sind junge Menschen mit Autismus.
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Ernährung. In den letzten Jahrtausenden haben wir sie immer mehr optimiert, zulasten der Böden. Sie erodieren und laugen durch Intensivlandwirtschaft aus. Eine Herausforderung angesichts der wachsenden Weltbevölkerung. In der Jungsteinzeit begann der Mensch, sich die Erde untertan zu machen. Indem er sesshaft wurde, Ackerbau und Viehzucht betrieb, setzte er einen Prozess in Gang, der das Gesicht der Welt ein für alle Mal veränderte. 12.000 Jahre später erlauben uns Satellitenbilder einen buchstäblich globalen Blick auf die Folgen menschlichen Wirkens: Landwirtschaftliche Nutzflächen überziehen große Teile der Erdoberfläche mit geometrischen Mustern, Megastädte wuchern über schier endlose Flächen, Straßen winden sich selbst durch Hochgebirge und Wüsten. Die sogenannte Technosphäre, die von Menschen hergestellten Dinge, wiegt mittlerweile mehr als die Gesamtheit aller Tiere und Pflanzen. Rund 50 Kilogramm Menschenwerk lasten statistisch gesehen auf jedem Quadratmeter des Planeten. Und die Weltbevölkerung wächst und wächst. Im Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle zu ernähren, wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein. Denn nur etwa ein Achtel der Erdoberfläche kann überhaupt landwirtschaftlich genutzt werden. Mit der systematischen Bearbeitung des Bodens geht in der Vergangenheit auch die Geburt der ersten großen Hochkulturen, wie etwa Ägypten, einher. Landwirtschaft wird zum Motor der Staatenbildung, und damit nimmt der Prozess der Weltveränderung durch den Menschen langsam Fahrt auf. Ein weiterer großer Meilenstein auf dem Weg zum Zeitalter des Anthropozäns ist das Römische Reich. Seine Ingenieure durchziehen die Welt mit einem Straßennetz von über 200.000 Kilometern Gesamtlänge und beschleunigen so die Umgestaltung der Welt und die Ausbeutung ihrer Ressourcen. Aber auch auf der anderen Seite der Erde, in China, machen sich Menschen schon vor Jahrtausenden daran, die Welt für ihre Zwecke umzugestalten, durch die Anlage von Abertausenden Reisterrassen. Auch an entlegenen Orten zeigt sich, dass die von Menschen verursachten Umweltveränderungen keineswegs auf die Moderne beschränkt sind. Schon die Wikinger, die im 9. Jahrhundert Island besiedelten, trieben Raubbau an den Wäldern, nicht anders als die Bewohner Zentraleuropas. Im späten Mittelalter gab es auf dem Gebiet Deutschlands weniger Waldgebiete als heute - mit den bekannten negativen Folgen: Die ungeschützten Flächen erodierten zusehends durch Wind und Regen. Der nächste große Beschleunigungsfaktor auf dem Weg zum Anthropozän wird die Entdeckung Amerikas und die Ausbeutung seiner Ressourcen durch Europäer. Den Indios war es gelungen, aus einem Wildgras die Maispflanzen zu züchten, wie wir sie bis heute anbauen. Mit einer jährlichen Ernte von mehr als einer Milliarde Tonnen prägt Mais heutzutage ganze Landschaften. Vor allem in den USA trat eine Form des industrialisierten Anbaus den Siegeszug an, der die Landwirtschaft radikal revolutionierte: auf riesigen Flächen, mit schweren Maschinen, künstlicher Bewässerung und einem gezielten Einsatz von Chemie. Durch dieses "Precision Farming" werden mittlerweile Erträge erzielt, die noch vor 100 Jahren unvorstellbar waren. Einen Baustein dazu lieferte der deutsche Chemiker Fritz Haber, der vor dem Ersten Weltkrieg ein Verfahren entwickelte, aus Luftstickstoff Ammoniak herzustellen, die chemische Basis für Kunstdünger. Das Haber-Bosch-Verfahren ist bis heute eine Schlüsseltechnologie, ohne die die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung kaum möglich wäre. Eine weniger offensichtliche, aber nicht weniger folgenschwere Auswirkung des Anthropozäns ist die durch Menschen verursachte Migration von Pflanzen. Durch die Erfindung kleiner mobiler Treibhäuser durch den Engländer Nathaniel Ward im frühen 19. Jahrhundert wurde es möglich, Setzlinge per Schiff über die Ozeane zu verfrachten. So gelangten nicht nur Teepflanzen nach Indien und Gummibäume nach Asien, sondern auch eine ungezählte Schar blinder Passagiere auf den Schiffen, Mikroben, Parasiten, Insekten und andere Tiere, die viele Ökosysteme auf der Welt radikal veränderten. Die Folgen unserer Eingriffe in die Natur sind vielfach spürbar. Wegen fehlender Bienen müssen Obstfelder in China bereits künstlich bestäubt werden, und in Deutschland sind während der vergangenen Jahrzehnte 70 Prozent der Insekten verschwunden.
Jeder fünfte Brite steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Und auch vermeintlich wohlhabende Menschen bekommen immer häufiger Besuch von Zwangsvollstreckern. Die Zahl ist in den letzten vier Jahren um 25 Prozent angestiegen. Deshalb machen sich in dieser Folge zwei Gerichtsvollzieher des "High Court of Justice" auf den Weg in die Grafschaft Kent, um dort einen brisanten Auftrag zu erledigen. Die beiden "Sheriffs" sollen bei einem ehemaligen Fußballprofi aus der Premier League kostbare Wertgegenstände beschlagnahmen.
Künstlerische Darstellungen an öffentlichen Orten sind in Österreich bewilligungspflichtig. In Wien ist die Magistratsabteilung 36 zuständig. Hier holen sich die Musiker Rocky und Knostl eine Platzkarte. Doch die zugewiesenen Plätze sind mehr schlecht als recht. Und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den inoffiziellen Weg zu gehen. ATV begleitet Künstler, die ihre Berufung im Straßenkunstdasein gefunden haben. Doch können sie davon alleine leben?
Seit Ende der 1970er Jahre fertigt der schwedische Automobilkonzern Volvo auch Lastkraftwagen für den nordamerikanischen Markt. Alle zehn Minuten rollt im Werk ein neuer Truck vom Band. Jedes Modell kann dabei individuell an Kundenwünsche angepasst werden. Über 500 Farbtöne stehen allein für das Fahrerhaus zur Auswahl. Nach nur einem Tag im Werk werden die neuen Laster schon auf die Straße entlassen - vorausgesetzt, dass sie eine Probefahrt auf der werkseigenen Testbahn bestanden haben.
Diese Folge von "Österreich II" sowie Folge 22 und 23 sind der besonderen Geschichte des österreichischen Staatsvertrages gewidmet. Diese Geschichte, die mit der Unterzeichnung des Vertrages am 15. Mai 1955 im Schloss Belvedere in Wien endet, nimmt im November 1943 in Moskau ihren Anfang. Dort einigen sich die Außenminister der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion, Österreich als unabhängigen Staat wiederherzustellen. Aber es dauert zehn Jahre, von 1945 bis 1955, ehe dieser Beschluss in die Tat umgesetzt wird. Dabei kommt man der Lösung einige Male ganz nahe. Doch jedes Mal, wenn der Vertrag fast unterschriftsreif ist, geraten die Österreich-Verhandlungen durch den Ost-West-Konflikt ins Stocken: Jugoslawien erhebt Ansprüche auf Teile Kärntens, die Sowjetunion will die als deutsches Eigentum beschlagnahmten Betriebe und die Erdölfelder ständig als sowjetische Enklave in Österreich behalten; der Marshallplan bringt zwar ganz Österreich Wirtschaftshilfe, doch im übrigen Europa antwortet die Sowjetunion auf den Marshallplan mit der Teilung des Kontinents und mit der Blockade Berlins. Eine Zeitlang wird auch für Österreich die Teilung und ein sowjetisch unterstützter Putsch in Wien befürchtet. Österreich bekommt zwar seinen Staatsvertrag noch lange nicht, aber es bleibt ein Sonderfall.
Sind wir allein im Universum? Trotz Milliarden von Sternen und Galaxien bleibt die Erde wohl einzigartig. Die Suche nach außerirdischer Intelligenz stellt unser Selbstbild infrage. Gibt es intelligentes Leben da draußen, oder sind wir wirklich allein im Kosmos? Seit Enrico Fermi fragte: "Wo sind sie alle?", rätseln Forschende über das Schweigen des Alls. SETI, Exoplaneten und das "Wow!"-Signal liefern zwar Hinweise - doch bisher fehlt ein Beweis. Die Suche nach außerirdischer Intelligenz begann mit Radioteleskopen, die den Himmel nach Signalen absuchten. Das berühmte "Wow!"-Signal von 1977 ist bis heute rätselhaft. Dank Missionen wie Kepler wurden Tausende Exoplaneten entdeckt - von denen einige über potenziell lebensfreundlichen Atmosphären verfügen. Doch was wäre, wenn außerirdisches Leben völlig anders funktionierte als vermutet? Einige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind überzeugt, dass wir mit den falschen Methoden suchen. Andere wiederum sind der Meinung, dass Leben extrem selten sei und fortgeschrittene Zivilisationen im All bewusst schweigen. Über eine Sache herrscht in der Forschung jedoch Einigkeit: Angesichts der Größe und des Alters des Universums ist es unwahrscheinlich, dass die Erde der einzige belebte Ort ist. Könnten neue Technologien Antworten liefern und unser Verständnis vom Platz der Menschheit im All grundlegend verändern? Die Suche nach Leben im Universum ist sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch ein spannendes Forschungsfeld. Wie groß ist das All? Was sind Schwarze Löcher? Und sind wir allein im Universum? Die ZDFinfo-Reihe "Geheimnisvolles Universum" geht den größten Rätseln des Kosmos mit spektakulären Bildern und neuester Forschung auf den Grund.