Sterne sind die treibende Kraft der Schöpfung. Eine dokumentarische Reise zu den Anfängen des Universums, um herauszufinden, wie Sterne Leben ins Universum brachten.
Hohe Berge werden gern von großen Dichtern beschrieben und besungen. Der Loser wurde sogar von einer Kaiserin gepriesen: "Sisi" widmete dem 1839 Meter hohen Gipfel ihr "Loserlied".
Der Berg faszinierte auch viele österreichische Schriftsteller, die in Altaussee ihre Sommerfrische verbrachten. Vor allem einen, der ein passionierter Bergsteiger war und in seinem Tagebuch von Loser-Touren berichtete: Arthur Schnitzler.
Die Dokumentation "Der Loser - Mein Zauberberg" erzählt von den Besteigungen des markanten Loser-Gipfels durch Kaiserin Elisabeth, die nicht nur eine waghalsige Reiterin, sondern auch eine große Bergfreundin gewesen ist. Von Ischl aus hatte sie einst zahlreiche Bergtouren im Salzkammergut unternommen und jedem Berg ein Gedicht gewidmet. Es sind keine literarischen Kunstwerke, verleiten oft zum Schmunzeln, berühren aber als Werke, die die Seelenlage einer unglücklichen Frau widerspiegeln.
Einmal im Jahr verwandelt sich die westindische Stadt Ahmedabad in die Hauptstadt der Drachen - zum Neujahrsfest, wenn der Winter in den Frühling verabschiedet wird. Dann steigen Tausende Papierdrachen in die Luft, begleitet von Feuerwerk und guten Wünschen. Wie die meisten Einwohner fiebert auch der 15-jährige Mohit monatelang diesem Fest entgegen ...
Abkassiert und abgehauen - Eine Familie steht vor dem Ruin
9. Folge
D 2014
93'
Abkassiert und abgehauen: Eine Familie steht vor dem Ruin, weil die Sanierung ihres Altbaus trotz der geleisteten Zahlungen nicht vorangeht. Können Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla der unglücklichen Familie helfen?
Uli und seine Arbeitskollegen haben am 100 000 Quadratmeter großen Container-Terminal in Wörth am Rhein alle Hände voll zu tun. Die Vollprofis sollen 43 fabrikneue Lkws auf ein Schiff laden. Die Fahrzeuge kommen aus dem Werk nebenan. Paketbote Mike kämpft sich derweil auf seiner Tour durch den Berliner Stadtverkehr. Und am Berlin-Brandenburger Flughafen "Willy Brandt" beginnen die Ferien. Am BER werden in den kommenden Tagen rund 1,5 Millionen Passagiere erwartet. Katja und ihr Team stellen sicher, dass am Airport kein Gepäck verloren geht.
1978 reist das abenteuerlustige Pärchen Chris Farmer und Peta Frampton durch Mittelamerika. Die beiden genießen das Leben, bis sie nach einer Feier plötzlich und ohne Erklärung verschwinden. Nach Wochen ohne Nachricht machen sich die Familien zu Hause in Manchester allmählich Sorgen und kontaktieren die Behörden - ohne Ergebnis. Zuletzt waren die beiden mit einem US-Amerikaner und dessen zwei Söhnen auf einem Segelboot unterwegs. Was ist auf See passiert? Im Auftakt der dreiteiligen Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der 40 Jahre lang ungelöst blieb, erinnern sich Angehörige der Opfer und Ermittler an den Beginn der Reise von Chris und Peta und die furchtbare erste Zeit der Ungewissheit über ihren Verbleib, während der inzwischen erwachsene Sohn des Hauptverdächtigen erzählt, was sich damals auf dem Boot abgespielt hat. Ohne Internet und Handy ist die Kommunikation damals mühsam und langwierig. Mithilfe der letzten Briefe und per Post verschickten Tonbänder rekonstruieren Chris' Schwester Penny und ihre Familie die Reise der Vermissten. Zunächst genießt das junge Paar in Belize das bunte Treiben auf den Märkten, das perfekte Wetter und kristallklares Wasser. Als sie den Skipper Silas Duane Boston treffen, begeben sie sich auf einen mehrwöchigen Segeltrip mit ihm und seinen zwei jungen Söhnen Vince und Russell. Petas letzter Brief wird Mitte Juli in einem Fischerort in Guatemala eingeworfen, danach bricht der Kontakt ab. Die Familien heuern damals sogar einen Privatdetektiv an, um die beiden zu finden. Auch der Skipper Boston und seine Söhne sind unauffindbar. Nach monatelanger Ungewissheit erreicht schließlich eine Nachricht der Behörden die Familien, die das grausame Schicksal der Vermissten offenbart.
Mirko Drotschmann beleuchtet eine Epoche, die erst seit rund 20 Jahren im Fokus der Archäologie in Deutschland steht: die Frühe Bronzezeit. Auslöser für diesen Forschungsboom war der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde 1999 von Raubgräbern entdeckt und gestohlen, konnte aber in einer krimiähnlichen Aktion sichergestellt werden. Seitdem ist sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Die Himmelsscheibe gilt als der bedeutendste archäologische Fund auf dem Gebiet des heutigen Deutschland und ist eines der bestuntersuchten archäologischen Objekte unserer Geschichte. Die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit diente wahrscheinlich als Kalender. Doch welche Kultur hatte vor rund 4000 Jahren das Wissen und die Technik, ein solches Hightech-Objekt herzustellen? Bisher wurde angenommen, dass damals auf dem Gebiet Mitteldeutschlands Stammesfürsten über einfach strukturierte Gemeinschaften von Jägern und Viehzüchtern herrschten. Doch die Entdeckung der Himmelsscheibe von Nebra hat den Blick auf die Frühe Bronzezeit verändert. Der Fund wurde der Schlüssel zum Verständnis einer Gesellschaft, die weiter entwickelt war als bisher vermutet, obwohl sie weder die Schrift kannte noch gewaltige Steinmonumente hinterlassen hat. Mirko Drotschmann trifft Forschende, die gerade dabei sind, diese untergegangene Welt der Himmelsscheibe wieder ans Licht zu bringen - mit vielen spektakulären Entdeckungen. Dazu gehört der gigantische Grabhügel bei Dieskau. Das Monument war ursprünglich 15 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 65 Metern - Symbol für die Macht und den Reichtum des Bestatteten. Oder die aus Baumstämmen errichtete Ringanlage bei Pömmelte, die Sonnenobservatorium und Ritualort zugleich war. Knochen- und Schädelfunde lassen vermuten, dass dort an der Schwelle von der Steinzeit zur Bronzezeit Menschen geopfert wurden. Ganz in der Nähe der Anlage legen Archäologen zurzeit die größte frühbronzezeitliche Siedlung Mitteleuropas frei. Grundlage für den Aufstieg des Reiches der Himmelsscheibe ist die Bronze, ein Werkstoff, der in der Natur nicht als Erz vorkommt, sondern aus einer Legierung von Kupfer und Zinn entsteht. Die Rohstoffe mussten aus verschiedenen Regionen Europas herbeigeschafft werden. Die Fürsten in Mitteldeutschland kontrollierten offenbar die Warenströme und wurden dadurch wohlhabend und mächtig. Ihr Reich hat vermutlich viele Jahrhunderte in der fruchtbaren Region zwischen Harz, Saale und Elbe existiert. Anhand von archäologischen Funden ist man heute in der Lage, das Alltagsleben der bronzezeitlichen Menschen zu rekonstruieren. Sie lebten in Langhäusern, die sich mehrere Familien teilten - im Winter sogar mit dem Vieh. Nicht nur Lebensumstände, Kleidung oder Ernährung lassen sich inzwischen nachvollziehen, Gräberfunde im Lechtal nahe Augsburg bringen auch erstaunliche Erkenntnisse über die Rolle der Frauen vor 4000 Jahren zutage. Sie waren deutlich mobiler als Männer und brachten vermutlich das Wissen der Bronzeherstellung aus dem Technologiezentrum bei Halle in den Süden Deutschlands. Grund dafür war ein neues Heiratssystem, das junge Frauen dazu zwang, an den Heimatort ihres zukünftigen Mannes zu ziehen. Jahrhundertelang war die Himmelsscheibe Ausdruck von Macht und Prestige der Herrscher von Nebra. Um das Jahr 1600 vor Christus wurde sie auf dem Mittelberg bei Nebra in der Erde deponiert. Warum, wissen wir nicht. Mit der Himmelsscheibe verschwand das Reich von Nebra im Dunkel der Geschichte - bis die Scheibe nach etwa 3600 Jahren wiederauftaucht. Und mit ihr die Geschichte Deutschlands in der Frühen Bronzezeit.
Im Miniatur Wunderland in Hamburg fährt die größte Modelleisenbahn der Welt. Mit rund 15.000 Metern Gleis und gut 300.000 Mini-Figuren lockt sie die Besucher an. Und sie wächst weiter: Die Tüftler stellen den 10. Bauabschnitt der nachgebauten Eisenbahnstrecke fertig. Außerdem erschaffen sie Südfrankreich im Miniaturformat - mit Monaco, Formel-1-Rennen und der Provence. Die Reportage begleitet die Modellbauer beim Countdown zur Generalprobe und gibt Einblick in die handwerklich filigrane Arbeit.
Paul Bohill und Steve Pinner sind Gerichtsvollzieher mit jahrelanger Berufserfahrung. Allein in den letzten zwölf Monaten haben die Briten über 400 Zwangsräumungen durchgeführt. Und in dieser Folge soll das Duo im Auftrag des "High Court of Justice" ein rechtskräftiges Urteil vollstrecken. Doch der Härtefall geht nicht spurlos an den hart gesottenen "Sheriffs" vorbei. Denn eine Familie mit zwei Kindern vor die Tür zu setzen, ist nicht leicht. Trotzdem haben die Beamten keine andere Wahl. Die Rechtslage lässt ihnen wenig Spielraum.
Nachdem die Leichen von Chris und Peta gefunden sind, fragen sich die Hinterbliebenen, wer die beiden ermordet hat. Und warum. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, doch es fehlen Beweise. Vince Boston ist der Sohn des Täters und Augenzeuge des Mordes. Obwohl sein Vater ihn bedroht, versucht er mehrfach, die Tat zu melden. Doch Behörden und Verwandte ignorieren ihn. Knapp 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny ihn übers Internet aufspürt. Im zweiten Teil der Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der knapp 40 Jahre lang ungelöst blieb, erzählt der inzwischen erwachsene Sohn des Täters, welch grausames Verbrechen sich 1978 an Bord des Segelbootes in Mittelamerika abgespielt hat. Ermittler und Angehörige der Opfer berichten zudem, wie der Schuldige jahrzehntelang untertauchen konnte und wie die Schwester des Opfers ihn 2015 zufällig im Internet findet. Der 13-jährige Vince und sein Bruder Russell sind mit an Bord, als der Segeltrip mit Chris und Peta eine grauenhafte Wendung nimmt. Zu Tode verängstigt müssen sie mitansehen, wie ihr Vater Duane das junge Pärchen nach einem Streit foltert, fesselt und noch lebendig im Meer versenkt. Er droht den Kindern, sie ebenfalls zu ermorden, sollten sie ihn verraten. Als er schließlich zu den Morden befragt wird, streitet er jede Beteiligung ab und kann unbehelligt untertauchen. Der Fall gerät im Laufe der Jahre in Vergessenheit, da keine Behörde in England, den USA und Belize sich wirklich zuständig fühlt. Rund 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny 2015 übers Internet neu zu recherchieren beginnt. Als sie Vince aufspürt, erfährt sie die schockierende Wahrheit. Chris und Peta sind nicht die einzigen Opfer des Kriminellen. Kann der Täter nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden? 1978 treffen Peta Frampton und Chris Farmer in Belize auf Silas Duane Boston und seine beiden Söhne. Gemeinsam geht die kleine Gruppe auf einen Segeltrip, der für Peta und Chris tödlich endet.
Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert ist eine der größten Umwälzungen der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Deutschen in die Moderne katapultiert. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, was es heißt, wenn ein Land in so atemberaubendem Tempo umgekrempelt wird, und was das mit den Menschen macht, deren Arbeitswelt sich durch neue Technologien radikal verändert - eine Parallele zu heute. Buchstäblich zum Motor dieser Entwicklung wurde eine Erfindung des Schotten James Watt: die Dampfmaschine. Sie sorgt im 19. Jahrhundert auch in Deutschland für ungekannten Schwung - vor allem in Gestalt der Eisenbahn. Am Anfang haben viele Menschen noch Angst vor dem "rauchspeienden Drachen", wie die Dampflokomotive wegen ihres Schnaubens und Zischens genannt wird. Doch ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten. Mit der Eisenbahn wächst der Hunger auf Eisen und Stahl, Werkstoffe, die bald Alltag und Arbeitswelt erobern. Selbst was alt und vertraut erscheint, wie das Schloss Neuschwanstein aus dem späten 19. Jahrhundert, beruht hinter der mittelalterlichen Fassade auf modernen Eisen- und Stahlkonstruktionen. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, werden auch für die Industrie gigantische Bauwerke errichtet - wie die Völklinger Hütte, das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Doch mit dem Vormarsch der Maschinen gehen auch schlechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen einher. Das zeigt sich besonders drastisch im Ruhrgebiet, wo alte Bilderbuchlandschaften dem Fortschritt weichen müssen. Die industrielle Ausbeutung der Kohlereviere hat das Ruhrgebiet im Durchschnitt um zwölf Meter absacken lassen. Deshalb müssen heute über 200 Pumpwerke Tag und Nacht laufen, sonst würde den Menschen dort bald das Wasser im Wohnzimmer stehen. Zur größten Herausforderung des Industriezeitalters wird die soziale Frage. Arbeitnehmerrechte müssen sich die Arbeiter erst mühsam erkämpfen; unterstützt werden sie dabei von den ersten Sozialdemokraten im Parlament. In Sachsen, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, kommt es 1903 zum Massenstreik. Bemerkenswert: Frauen und Männer streiken gemeinsam, zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Landesweit führt der Arbeitskampf der rund 8000 Textilarbeiter in Crimmitschau zur Beschwörung einer solidarischen Arbeiterklasse. Während die Mehrheit der Deutschen in Mietskasernen in den wachsenden Großstädten lebt, lassen sich die Firmengründer, Stahlbarone und Eisenbahnkönige Villen und ganze Schlösser bauen, wie man sie nur von den Landsitzen des Adels kannte. Wie kein zweiter Bau symbolisiert Alfred Krupps Villa Hügel in Essen Macht und Pracht dieses neuen Unternehmertums, das auch dank enger Kontakte zum preußischen Herrscherhaus floriert. Mit der Reichseinigung 1871 startet Deutschland in eine zweite fulminante Phase der Industriellen Revolution. Nach Kohle und Stahl werden jetzt neue Industrien wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie zu Schrittmachern der Wirtschaft. Dank der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft entstehen viele erfolgreiche Produkte. Ob synthetischer Farbstoff, Schmerztablette, Zündkerze oder Kaffeefilter - ohne die zahlreichen Erfindungen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar. Vieles mutet erstaunlich fortschrittlich an: Bereits um die Jahrhundertwende entwickelt Ferdinand Porsche beispielsweise den ersten serienmäßigen Hybridantrieb mit elektrischem Radnabenmotor. Heute steht Deutschland erneut vor einem epochalen Umbruch. Roboter, künstliche Intelligenz, all das wird kommen - oder ist in vielen Industrien sogar schon da. Und die historischen Erfahrungen zeigen: Technischer Fortschritt hat immer seinen Preis, aber auch seine Chancen.
Sommer, Sonne, Leichtigkeit - und dazu die perfekte Kulisse. Der Bodensee verbindet Deutschland, Österreich und die Schweiz - und gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen. Wenn das Glück Ferien machen würde, dann hier, wo man alles unternehmen kann, was den Sommer noch schöner macht. Baden, Segeln, Ausflüge zu magischen Orten in traumhafter Natur oder Städtetrips mit tollem Kulturangebot. SWR Moderator Johannes Zenglein erlebt eine Expedition voller Sommergefühle am Bodensee. Er feiert auf der Blumeninsel Mainau den schwedischen Midsommar, kocht am Bodenseestrand in Immenstaad mit regionalen Zutaten, begleitet hautnah die Weltmeisterschaft einer der traditionsreichsten Segelklassen der Welt, wirft einen Blick hinter die Kulissen der weltberühmten "Bregenzer Festspiele", probiert den neuen Wassersport-Trend Wakesurfen aus und erkundet die legendäre Marienschlucht. Kurzum: Sommergefühle satt - in einmaliger Kulisse.
Der Dachsteingletscher ist Indikator für den Klimawandel. Er schwindet. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt sich anhand alter Skizzen, Aquarelle und Fotografien von Friedrich Simony.
Die Arbeiten, Tagebucheinträge, Gedichte und Zitate des Geografen Simony (1813-1896) und seiner Zeitgenossen bilden die Basis für eine filmische Reise in die Vergangenheit des Gletschers, dessen gewaltige Ausdehnung und Mächtigkeit ihren Höhepunkt 1855 fand.
Mit seinem Schwinden gab der Gletscher manches Geheimnis preis. Die Ästhetik der historischen Bilder lässt die einzigartige Hochgebirgswelt des Dachsteingletschers verlorener und zerbrechlicher denn je erscheinen. Der Filmemacher Wolfgang Scherz begibt sich auf die Spuren des furchtlosen Friedrich Simony, der die Dachsteinfelsen emporkletterte, um seine Dokumentationen des "Ewigen Eises" zu zeichnen und zu malen. Durch den Vergleich der Aquarelle, Skizzen und Fotos mit den heutigen Gegebenheiten erscheint die Geschichte des Dachsteingletschers so "greifbar" wie nie zuvor. Sie wirkt faszinierend und beklemmend zugleich.
Das Filmteam begleitet den Historiker und Bergführer Josef Hasitschka und seinen Freund, den Geologen und Hochgebirgsforscher Manfred Buchroithner, bei ihrer Spurensuche. Die beiden tauchen tief ein in die Geheimnisse des schmelzenden Naturjuwels. Das Team findet Gletscherschliffe mit Kuhtrittmuscheln, bemerkenswerte Relikte der Entstehungszeit der Berge und erkundet Höhlen und Karrenfelder, verborgene Schächte und verlandete Gletscherseen.
Die Dokumentation zeigt den Rückgang des Gletschers seit seiner Darstellung durch Friedrich Simony im Jahr 1840 in vielen Bildern und Fotos. Aber nicht nur die Geheimnisse, die der schwindende Gletscher freigibt, zeichnet die Dokumentation aus, sondern ebenso der Fokus auf die menschliche Seite, den Forscherdrang, den die Faszination des "Ewigen Eises" immer wieder beflügelt hat. Was treibt die Forscher an? Was begeistert und interessiert sie? Auch die Zukunft der Regionen und ihrer Gletscher thematisiert die Dokumentation: Welche Ausblicke gibt es für die Menschen und den Tourismus?
Das Supertanker-Löschflugzeug ist eine technische Meisterleistung. Aber wie wurde der Jumbojet überhaupt zur Brandbekämpfung umfunktioniert? Wie wirft man große Mengen Lösch-Mittel aus einem fliegenden Flugzeug ab? Und wie bekommt man einen wütenden Waldbrand unter Kontrolle?
"kreuz und quer" versucht Antworten auf den zunehmenden Orientierungsbedarf im "Supermarkt der Weltanschauungen" zu geben. Das Religionsmagazin nimmt den religiösen Pluralismus ernst und zeigt schon jetzt Ausblicke auf die Zukunft von Religion und Gesellschaft.
Die Produktion begibt sich auf drei ganz besondere Alpenwege, die unterschiedlicher nicht sein können: Ein Weg ist auf den Spuren von Schmugglern, deren "heiße Ware" die religiöse Welt Europas erschüttern sollte und bis heute eine Region in Österreich prägt. Ein anderer Pfad ist längst vergessen, obwohl er einer der bedeutendsten Handels- und Transitrouten Mitteleuropas war. Die Römer hatten hier die schnellste Verbindung zwischen den Handelszentren in Italien und Deutschland geschaffen. Und wir begeben uns auf einen ziel-losen Weg, entlang einer der spektakulärsten Gletscherstraßen der Alpen. Sie ist eine Sackgasse und hat vielleicht genau deshalb die Menschen und die einzigartige Landschaft geprägt. "Land der Berge" folgt den Menschen, Bergen und Geschichten auf dem historischen Römerpfad Via Raetia, der geheimen Route der Bibelschmuggler über Dachstein und Nockberge und der viel zitierten schönsten Sackgasse der Alpen, der Kaunertaler Gletscherstraße. (Doku 2021)
Goodbye Kaiser - hello Party! In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." mit Mirko Drotschmann nimmt der Historiker die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Die Goldenen Zwanziger stehen für Tabufreiheit, Experimentierfreude in Kunst und Film, für sprühenden Erfindergeist und für die Emanzipation der Frau. Alles golden also? Nicht für alle Deutsche - viele Hunderttausende sind Kriegsinvaliden, es gibt Massenarmut, Arbeitslosigkeit und verdeckte Prostitution. Was ist Mythos, was Wahrheit an unserem Bild von den Goldenen Zwanzigern? Mirko Drotschmann zeigt das schillernde Jahrzehnt zwischen Kaiserzeit und Diktatur in allen Facetten. Dafür besucht er Revuepaläste und Bauhausvillen, testet einen Raketenwagen und steigt in eine der ersten Lufthansa-Maschinen. In einem virtuellen Studio lässt der Moderator den größten Amüsiertempel Berlins, das "Haus Vaterland", wieder auferstehen oder verwandelt sich in ein Kunstobjekt des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Die Goldenen Zwanziger umfassen die Zeit zwischen der Hyperinflation 1923 und der Wirtschaftskrise 1929. Nur sechs Jahre, in denen die Wirtschaft brummt und viele Deutsche eine Zeit von Wohlstand und Freiheit genießen können. Erstmals leben sie in einer Demokratie - der Weimarer Republik. Die Verfassung der Weimarer Republik gilt als eine der fortschrittlichsten der Welt. Frauen dürfen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wählen und sich sogar wählen lassen. Fast jede dritte Frau ist damals berufstätig: als Stenotypistin, "Fräulein vom Amt", aber auch als Rechtsanwältin oder Juristin. Zum Erkennungszeichen der "neuen Frau" wird die Mode. Flapper-Kleid und Bubikopf ersetzen die langen Zöpfe und engen Korsagen der Kaiserzeit. Auch das Auto wird zum Symbol der weiblichen Emanzipation. Dafür steht vor allem Clärenore Stinnes, die als erster Mensch überhaupt mit einer Limousine die Welt umrundet. Die Brüder Wilhelm und Fritz Opel importieren 1923 ein neuartiges Fertigungsverfahren aus Amerika - das Fließband - und senken damit die Produktionskosten. Der "Opel Laubfrosch" wird damit zum "Auto für jedermann". BMW, Daimler und Audi ziehen nach. 1924 rattern über 100 000 Autos durch die Weimarer Republik. Kürzere Arbeitszeiten durch die Einführung des Achtstundentages lassen die Freizeitkultur aufblühen. Autorennen, Boxkämpfe oder Radsport werden zum Massenvergnügen. Nach den Erfahrungen von Krieg und Wirtschaftskrise feiern die Deutschen, als ob es kein Morgen gibt. Die Hauptstadt Berlin wirbt mit mehr als 100 Nachtklubs, Bühnen und Varietés um die vergnügungssüchtige Kundschaft. Auch wenn es um Wissenschaft geht, sind die Zwanzigerjahre "golden". Die Weimarer Republik stellt damals ein Drittel aller Nobelpreisträger, darunter Fritz Haber, Max Planck oder Albert Einstein. Der Berliner Arzt Magnus Hirschfeld gründet das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft. Mit seinem Einsatz für die Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe und Transsexualität ist er seiner Zeit weit voraus. Und der schwäbische Ingenieur Claude Dornier bricht mit seinen Amphibien-Flugzeugen zu neuen Ufern auf. Zum Beispiel mit dem "Wal", einem Flugboot, das 1925 Roald Amundsen zu seiner Arktisexpedition fliegt, oder der "DO-X", das seinerzeit das größte Flugzeug der Welt ist. Der Börsencrash in den USA im Oktober 1929 läutet das Ende der schillernden Zwanzigerjahre ein. Auch in Deutschland stürzen die Aktienkurse in den Keller - bankrotte Firmen, Massenarbeitslosigkeit und Verelendung sind die Folge. Die Krise erschüttert die junge Weimarer Republik. In weniger als vier Jahren ergreifen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die Macht und versetzen Deutschland und den Rest der Welt in Angst und Schrecken.
Zwei Ferraris und ein Maybach sollen pünktlich nach Dubai abheben. Denn die neuen Eigentümer warten schon auf ihre Autos. Steven und Patrick machen die noblen Schlitten am Flughafen Leipzig/Halle versandfertig. Auf der Nordseeinsel Juist geht es derweil noch zu wie im 19. Jahrhundert. Autos sind auf dem Eiland nicht erlaubt. Waren werden dort mit Pferdekutschen ausgeliefert. Und Roland und Steve sind 440 Kilometer östlich auf Schienen unterwegs. Der Rostocker Hafen ist eine Drehscheibe für Güter aller Art. Die beiden Männer steuern dort eine Rangierlok.
Neubeginn im alten Pfarrhaus - Leben und leben lassen aufm Land
6. Staffel
33. Folge
30'
Bei Victoria hat sich viel getan: Sie ist Mutter geworden und lebt mit Daniel den Traum vom eigenen Lebenshof - auf dem die beiden geretteten Tieren einen Ort zum Leben geben. Doch Dorfbewohner beschweren sich. Kann sie ihr Herzensprojekt auf dem Land retten? Auf dem Hof spitzt sich die Lage zu, denn die Schweine kämpfen Rangfolgen aus und fügen sich dabei blutige Wunden zu. Schwer zu ertragen für Tierschützerin Victoria. NDW-Sänger Markus Mörl startet mit seiner Patchworkfamilie ein neues Projekt im Rheingau: ein eigenes Hotel auf dem Land.
Während Yvonne Ordnung will, sorgen Markus und Sohn Hannes für Chaos. Hannes Versuche, ohne Erfahrung in der Küche zu helfen, stellen die Nerven der restlichen Familie auf die Probe. Alina und Pascal haben das alte Haus ihres verstorbenen Opas geerbt. Nun muss sich herausstellen, ob diese junge Beziehung den Strapazen der Renovierungsarbeiten aushält. Pascal pendelt zudem für diesen Traum täglich einen langen Weg nach Stuttgart - der Liebe wegen aufs Land.
38 Jahre nach den Morden an Chris und Peta wird Duane Boston dank der Aussage seines Sohnes verhaftet. Zusammen mit Staatsanwalt Matt Segal bereitet sich die Familie auf den Prozess vor. Bostons Verteidigerin versucht, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Söhne zu streuen. Fehlende DNA-Proben spielen ihr zudem in die Karten. Chris' und Petas Angehörige fürchten einen Freispruch. Dann nimmt das Schicksal erneut eine Wendung, die alles verändert. Im letzten Teil der Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der knapp 40 Jahre lang ungelöst bleibt, berichten Staatsanwalt Matt Segal und Verteidigerin Lexi Nagin, wie sie sich auf den Prozess gegen Silas Duane Boston vorbereitet haben, der wegen der Morde an Chris und Peta im Jahr 1978 vor der Küste von Guatemala angeklagt ist. Für die Staatsanwaltschaft besteht kein Zweifel an der Schuld des inzwischen 75-jährigen Angeklagten. Doch die Gräber der Ermordeten sind unauffindbar, sodass kein DNA-Abgleich möglich ist. Bostons Verteidigerin hat derweil eine eigene Theorie, warum Vincent und Russell ihren Vater derart belasten. Ihnen ist in jungen Jahren erzählt worden, ihr Vater habe ihre Mutter getötet und den Mord vertuscht. Das Verschwinden des britischen Pärchens nutzen sie nun angeblich, um späte Rache an ihm zu üben. Für die Hinterbliebenen der Opfer wie Chris' Schwester Penny beginnt erneut eine emotionale Zerreißprobe. Gibt es nach all den Jahren endlich Gerechtigkeit? 1978 treffen Peta Frampton und Chris Farmer in Belize auf Silas Duane Boston und seine beiden Söhne. Gemeinsam geht die kleine Gruppe auf einen Segeltrip, der für Peta und Chris tödlich endet.
Etwa 200.000 Gläser werden in einem Werk im niederbayerischen Zwiesel täglich produziert. Einige davon erhalten ihre Form durch traditionelle Handwerkskunst - in der Manufaktur wird jedes Exemplar mundgeblasen und von den Glasmachern modelliert. Ebenfalls in Bayern, im oberfränkischen Steinbach am Wald, befindet sich einer der größten deutschen Hersteller für Behälterglas. Pro Tag werden hier rund 3,1 Millionen alltägliche Gefäße, wie Flaschen, gefertigt. Ihr wichtigster Rohstoff: Altglas.
Paul Bohill und Steve Pinner sollen in London eine groß angelegte Zwangsräumung durchführen. Dort haben junge Leute ein verlassenes Bürogebäude in Beschlag genommen. Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, denn in Großbritannien leben rund 40 Prozent der Obdachlosen in besetzten Häusern. Die Stimmung vor Ort ist aufgeheizt: In dem Komplex befinden sich offenbar bis zu 70 Personen und die Nachbarn beschweren sich über Lärm und Krawall. Deshalb haben die Gerichtsvollzieher zur Sicherheit die Polizei zu Hilfe gerufen.
Der Film begleitet drei lokale Protagonisten in die atemberaubenden Südtiroler und Trientner Dolomiten. Eine filmische Reflektion über das Verhältnis von Berg, Mensch und Bild.
Kaum ein Fotograf zeigt die Dolomiten so eindrucksvoll wie der international gefragte und in Meran geborene Fotograf Georg Tappeiner. Er begleitet den Sterzinger Bergsteiger Hanspeter Eisendle bei einer seiner Klettertouren an der Südwand der Marmolata.
Auch die Bergsteigerin und Instagrammerin Magdalena Mittersteiner aus Lana, die sich als Botschafterin der Berge versteht, hat einen besonderen Zugang zu der Südtiroler Bergwelt.
Im Jahr 1685 tobt zwischen Katholiken und Protestanten ein Krieg im Namen Gottes. Der französische König Ludwig XIV. sieht in den Hugenotten eine Bedrohung seiner Macht und löst mit einem Federstrich ihre Verfolgung aus. Das Leben von Suzanne Loyal und ihrer Familie ändert sich von Grund auf. Freunde und Nachbarn werden zu Verrätern und Feinden. Ludwig XIV. bleibt seiner harten Linie treu: Wer dem protestantischen Glauben nicht abschwört und zum Katholizismus konvertiert, erfährt Gewalt und Willkür. Männern droht die Galeere, Frauen die Umerziehung im Kloster.
Die Soldaten des Königs ziehen marodierend durch die hugenottischen Gebiete. Selbst die wohlhabenden Kaufmannsfamilien Boué und Godeffroy aus Bordeaux und La Rochelle ahnen, dass sich auch für sie die Schlinge zuzieht, obwohl sie als wichtige Händler eine bedeutende gesellschaftliche Position einnehmen. Wie viele andere stehen die Familie Loyal und die Kaufleute Boué und Godeffroy vor der schwierigen Frage: Sollen sie den eigenen Glauben verleugnen oder eine neue Heimat in den protestantischen Nachbarländern suchen?
Wer einen Fluchtversuch wagt, riskiert sein Leben. Die Grenzen sind streng bewacht, da die Krone einen Exodus der hugenottischen Elite des Landes unbedingt verhindern möchte. Doch die Loyals, Godeffroys und der kleine Pierre Boué wagen die Flucht. Deutsche Fürsten haben ihre Grenzen geöffnet, um die gut ausgebildeten Hugenotten anzuwerben. Viele Gebiete sind nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges fast menschenleer und sind auf neue Arbeitskräfte angewiesen.
Suzanne und ihrer Familie steht ein beschwerlicher Fußmarsch bevor: Über Frankfurt am Main wollen sie quer durch die deutschen Lande bis nach Brandenburg. Pierre Boué, der spektakulär als Junge in einem Zuckerfass versteckt außer Landes geschmuggelt worden ist, versucht, sich in der Hansestadt Hamburg als Kaufmann einen Namen zu machen. Und die Godeffroys werden in Frankfurt/Oder schon sehnlich erwartet. Als berühmte Kaufleute sollen sie der Stadt zu neuem Glanz verhelfen. Doch vielerorts stoßen die Hugenotten auf Widerstand und das Ankommen in der Fremde ist schwer. Werden sie in den deutschen Landen ein neues Zuhause finden?
Frank und Rita Dewenter und ihre Kinder schauen sich in Kroatien nach einem geeigneten Ferienhaus um. Doch zuerst muss ihr Grundstück in Griechenland verkauft werden. Hiltrud und Werner Linder sind auf der Suche nach einer Ferienimmobilie in Andalusien in der Nähe von Roche bei Cádiz. Die Linders schauen sich das erste Haus an. Und das ist ein echtes Traumhaus am Meer: eine klassisch-andalusische Villa mit direktem Strandzugang.
Die Wiener Society trifft sich alljährlich am Neustifter Kirtag, so auch Reality-Queen Tara mit ihrem Freund Dennis. Natürlich zieht das Pärchen schnell Aufmerksamkeit auf sich und weicht in einen Heurigen aus. Später im Zoo sorgt Tara dann für eine Überraschung und präsentiert Dennis stolz ihr neues Tatoo, das perfekt zu seinem Löwen-Motiv passt. Anschließend reist das Paar nach Stuttgart, zu Dennis' Familie. Wie die beiden dort wohl aufgenommen werden?
Fünf Frauen treten an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Montag gibt es die Aufgabe und ein Budget. Jede Frau hat an einem der Wochentage dann die Chance, in vier Stunden für ein bestimmtes Event ihr Outfit zu gestalten. Die anderen Frauen bewerten zusammen mit Star-Designer Guido Maria Kretschmer das Ergebnis und geben ihre Punkte ab. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Fast lieblich und ausnehmend grün schmiegt sich das Kärntner Rosental an den Gebirgszug der Karawanken. Entlang der Drau leben hier noch viele Einheimische, die das Bauerntum noch vor der maschinellen Zeit kennen gelernt haben. Gerade in gebirgigeren Regionen wie dieser bedeuteten bergbäuerliche oder forstliche Arbeit schweren körperlichen Einsatz oft bis zur völligen Erschöpfung und zum Verschleiß. Heute ist vieles davon nur mehr eine ferne Erinnerung, wenn auch die Werte, nach denen damals gelebt wurde, bei vielen noch immer Bestand haben. Eine Produktion für ORF III Landleben von Christian Papke.
Hugenotten aus Frankreich, der Siegeszug des Döners oder Modehochburg in den Zwanzigerjahren: Mirko Drotschmann lädt zu einer faszinierenden Zeitreise durch die Geschichte Berlins ein. Sie beginnt im Nikolaiviertel, der Wiege Berlins, und führt über Kreuzberg, wo im 18. Jahrhundert die Maulbeerbäume der Seidenspinner wuchsen, zum Berliner Schloss. Dem Ort, an dem sich die Geschichte Berlins verdichtet. Jeder Winkel von Berlin erzählt eine andere "Heimat"-Geschichte: seien es 800 Jahre Stadtgeschichte, die unter der größten städtischen Ausgrabung Deutschlands unter dem Molkenmarkt liegt, der positive Einfluss von Einwanderern, die in Berlin eine neue Heimat finden und neue Berufe wie Patissiers oder Handschuhmacher mitbringen, oder die Geschichte von Liberalisierung und Emanzipation, als die Modehäuser den Berliner Chic erfinden. Er avanciert bald zur Weltmode - nicht zuletzt wegen Marlene Dietrich. Die Geschichte Berlins kann nicht ohne die Verfolgung und Vertreibung eben dieser jüdischen Avantgarde erzählt werden. Hitler wollte Berlin zu einem nationalsozialistischen "Germania" umwandeln. Die Folgen seiner Herrschaft waren Krieg und letztlich die Teilung der Stadt. Wie Ostberliner versuchten, in den Westen zu fliehen, erzählt Dietmar Arnold vom Verein "Berliner Unterwelten". In "Zeitreise Heimat - Berlin" wird auch das facettenreiche, kulinarische Berlin beleuchtet. Etwa, wenn es um die Geschichte des Döners geht, der schon fast zu einem Symbol der Stadt geworden ist. Der Film führt zurück in die 1970er-Jahre, als der Döner Kebab - angeblich! - in Berlin erfunden wurde. Eine Geschichte, die mit türkischen Gastarbeitern beginnt, die ihre traditionelle Küche an die deutschen Geschmäcker anpassten und dabei eine Fast-Food-Sensation schufen. Mirko Drotschmann trifft Berlinerinnen und Berliner, erkundet mit ihnen ihre Stadt. Die Zeitreise erfolgt mithilfe von digitalen Überblendungen, die visuell ein Fenster in die Vergangenheit öffnen, indem sie Szenen und Orte von heute in Momentaufnahmen von damals verwandeln. In ausgewählten Szenen wird der Moderator in das historische Bewegtbildmaterial oder die Fotografien von damals versetzt und taucht so hautnah in diese Welt von früher ein.