Die unüberschaubar große Zahl der existierenden Glaubensgemeinschaften abseits der großen Kirchen kann verwirrend sein. Hier werden sie und ihre Bräuche hinterfragt und kritisch diskutiert.
Debatten über Corona, Kriege oder verborgene Interessen spalten nicht nur in Talkshows; sie belasten Familien und Freundschaften. Was bleibt, wenn jeder seine eigene Wahrheit hat?
Der Film begleitet Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise um Orientierung ringen - und fragt, warum Vertrauen in Medien, Politik und Institutionen schwindet und weshalb manche Menschen in alternativen Deutungsmustern Halt finden.
Statt vorschneller Zuschreibungen richtet der Film den Blick auf die Menschen hinter den Überzeugungen - auf Ängste, Hoffnungen, Widersprüche und die Sehnsucht nach Orientierung in einer zunehmend komplexen Welt.
Fritz Düker ist Oralchirurg, Lokalpolitiker - und für viele in seiner Heimatstadt Offenburg eine Reizfigur. Seit der Corona-Pandemie tritt er öffentlich als scharfer Kritiker staatlicher Maßnahmen auf. Er ist überzeugt, Zusammenhänge zu erkennen, die andere übersehen, und hält unbeirrt an seiner Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen fest. Wegen des Ausstellens unrechtmäßiger Maskenatteste wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.
Trotz seines Misstrauens gegenüber etablierten Medien öffnet Düker dem Film die Tür zu seiner Welt: zu emotional aufgeladenen Stadtratssitzungen, Demonstrationen und einem spirituellen Retreat auf Kreta. So entsteht das Porträt eines Mannes, der für die einen mutiger Querdenker, für die anderen Verschwörungsideologe ist.
Cecilia ringt um die Beziehung zu ihrer Mutter - und um das Gefühl, sie an eine andere Wirklichkeit zu verlieren. Seit der Pandemie hat sich der Blick ihrer Mutter auf die Welt zunehmend verändert: Sie misstraut Medien und Institutionen, glaubt an alternative Erklärungsmodelle und hält Corona für eine Lüge.
Während Cecilia selbst politisch aktiv ist und mit Sorge auf gesellschaftliche Polarisierung blickt, spielt sich der schmerzhafteste Konflikt zu Hause ab. Der Bruch mit ihrer Mutter belastet sie. "Ich habe Angst, meine Mutter zu verlieren", sagt sie offen. Wie können Menschen sich noch nahe sein, wenn sie an völlig verschiedene Wahrheiten glauben?
Claudia kennt die Welt von Misstrauen und alternativen Wahrheiten aus eigener Erfahrung. Jahrelang war sie Teil einer christlichen Gemeinschaft, die in einem eigenen Onlinesender von "Satansritualen beim Euro-Vision-Song-Contest" und einer "geheimen Weltregierung" spricht - davon, dass "sämtliche Massenmedien in eine Freimaurerhand zusammenlaufen". Sie arbeitete selbst in der Redaktion mit. Staatlichen Institutionen und etablierten Medien misstraute sie damals.
Heute blickt sie mit Distanz auf diese Zeit zurück. Statt einfacher Antworten sucht sie nach Erklärungen: Warum war sie einst so überzeugt? Was gab ihr Halt? Und weshalb erscheinen manche Erzählungen so plausibel, dass Menschen bereit sind, selbst enge Beziehungen und ihr bisheriges Weltbild aufs Spiel zu setzen?
Der Film nähert sich dem gesellschaftlichen Konflikt nicht über Schlagabtausch und politische Zuschreibungen, sondern über persönliche Geschichten, Beziehungen und Widersprüche. Nah an seinen Protagonistinnen und Protagonisten und kritisch, ohne vorschnell zu urteilen, fragt "Zwischen uns die Wahrheit": Was passiert mit uns als Gesellschaft, wenn wir einander nicht mehr glauben? Warum verlieren Menschen Vertrauen - in Medien, Politik und einander? Und wie können Menschen wieder miteinander im Gespräch bleiben, wenn jede Seite überzeugt ist, im Besitz der Wahrheit zu sein?
Auf einer Meta-Ebene erweitert der Film den Blick: Gemeinsam mit der Transformationsforscherin Maja Göpel, dem Soziologen Hartmut Rosa, dem Philosophen Philipp Hübl und der Journalistin Nena Brockhaus geht "Zwischen uns die Wahrheit" grundlegenden Fragen nach: Was verstehen wir überhaupt unter Wahrheit - und wie entsteht sie? Warum schwindet Vertrauen? Welche Verantwortung tragen Medien, Politik und gesellschaftliche Institutionen in Zeiten wachsender Polarisierung? Und wie wollen wir künftig miteinander umgehen?
Als die USA in den Jahren von 1943-45 in Los Alamos die Atombombe entwickelten, standen J. Robert Oppenheimer, Leiter des Projektes, und seine Mitarbeiter unter enger Beobachtung durch das FBI sowie durch Spione der Sowjetunion. Anlässlich des 80. Jahrestages der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki rekonstruiert die Dokumentation den "Spionagefall Oppenheimer".
Es wird geschlagen, gerungen und geschreddert. Ingrid und Otto dürfen mit einem modernen Soundgenerator ordentlich Gas geben. Hubert und Matthias können dank eines innovativen Heimwerkerprodukts endlich hemmungslos nageln und Steffi darf Roland mit einer besonderen Schablone rasieren. Ansonsten testen Conny und Heidrun einen außergewöhnlichen Fleischwolf, während Frenzy und Anna in ungewöhnlichem Outfit einen ausdrucksstarken Sumo-Kampf führen.
Chris Grüne und Sina Jarosz vom ASB kümmern sich in Frankfurt um eine bewusstlose Drogenabhängige in der U-Bahn. Währenddessen rettet Sina das Leben einer Frau nach einem Herzstillstand.
In einem Getreidefeld werden die Leichen zweier vermisster Teenager gefunden. Die Ermittler in Ohio begeben sich umgehend auf Spurensuche und decken dabei ein dunkles Familiengeheimnis auf.
Die drei Juroren Zoe Ball, Manoj Malde und Lachlan Rae bewerten diesmal die prachtvollen Grünanlagen aus Wales und Westengland, die in die engere Wahl gekommen sind. Sie besuchen ein Grundstück in Shepton Mallet, das viele kontrastreiche Bereiche aufweist, einen "geheimen Garten" in Ceredigion, einen klassischen englischen Garten in Tockington und eine Anlage in Bath, die einen Hauch Exotik in die Stadt bringen soll.
Mit Kordula Leiße, Arne Obermeyer, Julia von Tettenborn, Lars Schmidtke, Dominik Freiberger, Volker Niederfahrenhorst, Martin Bross, Marion Mainka, Hildegard Meier
Die Badlands in Wyoming sind eine Fundgrube für Paläontologen. Urzeitgiganten haben in dem einstigen Küstengebiet so viele Knochen hinterlassen, dass Forscher förmlich darüber stolpern. Dort finden sie auch Überreste des martialisch aussehenden Triceratops. Der tonnenschwere Koloss mit drei Hörnern auf dem Kopf und einer gewaltigen Halskrause hat die Statur eines Nashorns, die Größe eines Elefanten und zählt zu den faszinierendsten Urzeitwesen. Als Ikone der Populärkultur hat der Triceratops unsere Vorstellung von der Welt der Dinosaurier maßgeblich geprägt. In Filmen und Büchern wird er oft im Kampf gegen den berüchtigten Tyrannosaurus dargestellt. Doch hatten die beiden prähistorischen Giganten tatsächlich tödliche Auseinandersetzungen? An verschiedenen Fundorten in Wyoming wollen Forscher dieser Frage auf den Grund gehen. Wieso hat der Saurier so markante Merkmale wie die Stirnhörner und den riesigen, knöchernen Schild im Nacken entwickelt? Dienten sie allein dem Kampf? Wer waren die Vorfahren des Triceratops? Und lebte er doch sozialer als angenommen? Fest steht nur eines: Dieses außergewöhnliche Tier war einer der erfolgreichsten Überlebenskünstler seiner Zeit. In der Dokumentation von ZDFinfo geben Paläontologinnen und Paläontologen spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichten über die neuesten Forschungsergebnisse. Vor Millionen Jahren bevölkern Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschen, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Mit frischen Informationen im Gepäck macht sich Josh Gates auf die Suche nach dem letzten Ruheort von zwei Minensuchbooten aus dem Ersten Weltkrieg, die auf dem Weg zum Kampf gegen deutsche Minen im Atlantik verloren gingen. Das Unglück forderte 79 Menschenleben.
Wie konnte aus einem unvorstellbar dichten Punkt alles entstehen, was existiert? Der Urknall gilt als Beginn von Raum, Zeit und Materie - und doch birgt er bis heute mehr Rätsel als Antworten. In den ersten drei Minuten nach diesem gewaltigen Ereignis formten sich die Bausteine des Universums. Eine Reise zu den Ursprüngen unseres Seins - dorthin, wo Wahrscheinlichkeit und Wunder kaum zu trennen sind.
Die Extrembergsteiger Benedikt Böhm und Sebastian Haag verbindet eine tiefe Freundschaft, die 2014 tragisch endet. Bei einer Expedition im Himalaya reißt eine Lawine Sebastian in den Tod. Zwanzig Jahre später kehrt Benedikt an den Ort zurück, an dem alles begann: Gemeinsame Erfolge, Weltrekorde im Speed-Bergsteigen und ein Gefühl grenzenloser Stärke treffen auf Niederlagen, tödliche Unfälle und Lawinenunglücke und offenbaren die Gefahren des Extrembergsteigens.
Im Jahr 1973 beginnen europäische Forscher die Arbeit am Raketen-Projekt "Ariane" mit dem Ziel, Europa den autonomen Zugang zum All zu ermöglichen. Von der Entwicklung, der Planung und dem Bau der Raketen bis zu ihren sagenhaften Starts ins All - die Reportage begleitet die internationalen Teams hinter der Erfolgsgeschichte der Ariane-Modelle und dokumentiert die wissenschaftlichen Entwicklungen, die die Geburt der Ariane 5, der größten europäischen Trägerrakete, vorangetrieben haben.
Die Geschichte der deutschen Seebäder an der Nordsee
45'
Eine faszinierende Zeitreise durch 200 Jahre deutscher Nordseebäder: Der Film zeigt, wie das heilsame Nordseeklima den Grundstein für den Badetourismus legte und die Inseln grundlegend veränderte. Historisches Material erzählt von Sturmfluten, Kriegsjahren, dem Aufschwung der 50er und 60er sowie dem Kampf gegen Erosion. Ein spannender Blick auf die Geschichte einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands.
Auch an der Nordseeküste leitet die medizinische Erkenntnis, dass das besondere Reizklima, der Jod- und Salzgehalt der Luft, das Meerwasser, der Schlick im Watt und die langen Sandstrände für das gesundheitsfördernde Baden bestens geeignet sind, den Wandel zum Badeort ein. 1797 wird auf Norderney das erste deutsche Nordseebad eröffnet.
Das Leben hat sich mit dem Ansturm der Touristen radikal verändert. Wohnten noch vor 250 Jahren ausschließlich Fischer und Bauern auf den von Ebbe und Flut geprägten, schwer erreichbaren Eilanden, spielen heute Landwirtschaft und Fischerei praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen dominieren Hotels und Pensionen nun die verkehrstechnisch bestens erschlossenen Inseln - fast alle haben sogar einen eigenen Flugplatz.
Die Nordseeinseln haben eine wechselvolle Geschichte. Mehr als einmal zerstörten Sturmfluten ganze Ortschaften. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Festungen ausgebaut, weil sie gezielten Bombenangriffen ausgesetzt waren.
In den 50er und 60er Jahren erleben die westdeutschen Seebäder als Kurorte am Meer großen Aufschwung. Die Nordseebäder haben im Stadtbild immer noch mit Bausünden der 60er Jahre zu kämpfen - und gegen Sturmfluten und Erosion.
Seit Jahrhunderten wandern die friesischen Inseln durch Meeresströmungen, Ebbe und Flut sowie den Wind stetig nach Osten. Heute müssen teure und mächtige Befestigungen die Inseln in ihrer Lage halten, um Hotels, Kuranlagen und Sanatorien für die Gäste zu erhalten.
Von keiner anderen Entwicklung hat die Küstenregion an Nord- und Ostsee so nachhaltig profitiert wie von der Gründung der Seebäder. Sie gehören heute zu den beliebtesten Urlaubszielen und sind einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren an der Nord- und Ostseeküste. Insgesamt werden pro Jahr über 40 Millionen Übernachtungen und mehr als 60 Millionen Tagesausflügler registriert.
Die zweiteilige Dokumentation ist ein Streifzug durch die Geschichte der deutschen Seebäder und beleuchtet mit viel historischem Material den Wandel über 200 Jahre.
Wenn die Tore des Wiener Schweizerhauses öffnen, ist das für viele Stammgäste ein Feiertag. Stunden vor der Eröffnung harren Bier- und Stelzen-Fans vor dem Kult-Lokal im Prater aus, darunter auch bekannte Gesichter wie Star-Physiker Werner Gruber und Dompfarrer Toni Faber. Doch neben der ausgelassenen Feierlaune bringt die neue Saison auch Veränderungen mit sich: Diesmal musste ein traditionsreiches Kinderkarussell modernen Fahrgeschäften weichen.
In Cleveland, im Nordosten des US-Bundesstaates Ohio, starb ein Mädchen, das gerade dabei war, seinen 14. Geburtstag zu feiern, im Kugelhagel. Sie wurde ein Opfer rivalisierender Gangs, was die Ermittlungen erschwert, weil es nahezu unmöglich ist herauszufinden, wer den tödlichen Schuss abgegeben hat. Die Detectives vor Ort hatten einige Augenzeugen, dank derer es möglich war, die an der Schießerei beteiligten Personen zu identifizieren.
Josh Gates geht auf Schatzsuche: Die Entdeckung eines geheimnisvollen goldenen Artefakts führt ihn auf eine Reise durch Skandinavien in die abgelegenen Wälder Nordeuropas, um die Grabstätte und das Vermögen von König "Blauzahn" zu finden.
Benedikt und Sebastian erleben ihre erste Niederlage. Beim Aufstieg auf den 8051 m hohen Broad Peak in Pakistan kann Sebastian das Tempo nicht halten, Benedikt zieht allein weiter zum Gipfel, aber aufgrund der Witterungsbedingungen kann er ihn nicht erreichen. Sie müssen nur wenige hundert Meter unterhalb des Gipfels abbrechen und werden zugleich mit dem Todesfall einer Teilnehmerin ihrer Expedition konfrontiert. Diese Erlebnisse bringen sie erstmals unmittelbar mit den Gefahren der Achttausender in Berührung und ihre Freundschaft an die Belastungsgrenze.
Lange Zeit wurden in Deutschland mit Büromieten Milliarden verdient. Dann kamen Corona und das Homeoffice. Immer weniger Büros wurden gebraucht, der Leerstand nahm dramatisch zu. In den sieben größten Städten des Landes hat er sich sogar verdreifacht. Und eine Besserung ist am Markt nicht in Sicht.
Jetzt fordern Architekten und Ökonomen, die leeren Büroflächen anders zu nutzen. Denn in Deutschland fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen - eines der drängendsten sozialen Probleme mit dem Potenzial, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben. Da wäre jedes leer stehende Bürohaus, das zu Wohnraum umgewandelt wird, hilfreich. Noch dazu würde die Umwelt profitieren: Denn moderne Gebäude müssen zwar höhere Ökostandards erfüllen. Dem stehen jedoch enorme Klimaschäden gegenüber, die der Abriss der Altbauten sowie der Neubau verursachen.
Erste erfolgreiche Beispiele für die Umnutzung leer stehender Büros gibt es schon, wie diese ARD-Dokumentation an Beispielen aus Konstanz und Bremen zeigt. Auch die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz
unterstützt die Idee mit einem neuen Förderprogramm und 300 Millionen Euro. Und trotzdem zögern in der Immobilien- und Bauwirtschaft noch immer viele. Weil sie von einer Wiederbelebung des Büromarktes und von Renditen in zweistelliger Prozenthöhe träumen? Weil steuerliche Abschreibungen, die sich für die nicht vermieteten Flächen nach Schätzungen auf dreistellige Millionenbeträge addieren, den Leerstand noch erträglicher machen als den Umbau?
Um herauszufinden, warum die üblichen Marktmechanismen zwischen Überangebot an Büros und ungedeckter Nachfrage an Wohnraum nicht funktionieren, machen sich Grimme-Preisträger Hauke Wendler und sein Kamerateam auf eine Reise quer durch die Republik. Warum droht eine Idee, von der Mensch und Umwelt profitieren würden, zu scheitern? Und was können wir ändern, damit nicht etwa internationale Investoren bestimmen, wohin es mit dem deutschen Immobilienmarkt geht?
Im Jahr 1973 beginnen europäische Forscher die Arbeit am Raketen-Projekt "Ariane" mit dem Ziel, Europa den autonomen Zugang zum All zu ermöglichen. Von der Entwicklung, der Planung und dem Bau der Raketen bis zu ihren sagenhaften Starts ins All - die Reportage begleitet die internationalen Teams hinter der Erfolgsgeschichte der Ariane-Modelle und dokumentiert die wissenschaftlichen Entwicklungen, die die Geburt der Ariane 5, der größten europäischen Trägerrakete, vorangetrieben haben.
Dinosaurier, jahrmillionenlang unangefochtene Herrscher der Erde, heimgesucht von einer kosmischen Katastrophe, üben seit ihrer Entdeckung eine ungebrochene Faszination aus. Jahrtausendelang dienten die Funde versteinerter Knochen als Beweise für uralte Mythen, Erzählungen über Drachen oder der Sintflut. Erst im 19. Jahrhundert begann die wissenschaftliche Untersuchung der Vorzeitgiganten und liefert noch immer neue Erkenntnisse. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die Geschichte von Menschen und ihrer Faszination für ungewöhnlich große, versteinerte Knochen. Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren waren ihr erlegen und stellten aus Dino-Eiern Schmuck her. Auch in den Schriften antiker und mittelalterlicher Gelehrter ist die Auseinandersetzung mit Saurier-Fossilien bezeugt, ebenso wie im alten China, wo ein Gelehrter ein Dino-Fossil als Skelett eines Drachen identifizierte. Zu allen Zeiten dienten die ungewöhnlichen Knochen, die an schierer Größe alle bekannten Tiere übertreffen, als Belege für die Wahrheit von Mythen, die sich Menschen erzählen. Erst vor rund 200 Jahren begann die Wissenschaft, sich ein realistisches Bild von den Urzeitgiganten zu machen. An die Stelle von Drachen traten Dinosaurier, ein Name, den der britische Paläontologe Richard Owen einführte. Er fügte die beiden griechischen Worte "deinos" für "ungeheuer" oder "schrecklich" mit dem Wort "Sauros" für "Echse" zusammen und schaffte damit die bis auf den heutigen Tag nachwirkende Atmosphäre der Monstrosität, die die Dinosaurier umweht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass sich die religiös geprägten Vorstellungen vom Alter der Erde und der Entstehung des Lebens nicht länger halten ließen. Die Begeisterung eines breiten Publikums für die Urzeitgiganten trieb auch merkwürdige Blüten. So führte der Konkurrenzkampf zwischen den amerikanischen Paläontologen Othniel Charles Marsh und Edward Drinker Cope in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem regelrechten "Bone War", bei dem die ehrgeizigen Kontrahenten versuchten, sich gegenseitig die spektakulärsten Funde abzujagen. Auch deutsche Forscher machten von sich reden und gruben zwischen 1909 und 1913 in Tansania das Skelett eines "Giraffatitan brancai" aus, das bis heute zu den größten montierten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Auf den Spuren der damaligen Entdecker sind auch heute immer wieder Mitarbeiter des Berliner Museums für Naturkunde im tansanischen Tendaguru unterwegs. Denn die alte Ausgrabungsstätte ist bei Weitem noch nicht erschöpft und verspricht noch viele interessante Funde, die unser Bild der Urzeitgiganten weiter präzisieren. Denn wie sahen die Tiere tatsächlich aus? Wie haben sie sich bewegt, wie klangen ihre Stimmen? Tatsache ist, dass sich das Bild, das sich die Forschung während der vergangenen Jahrzehnte von den "unheimlichen Echsen" gemacht hat, immer wieder wandelt. So werden nicht nur die gewaltigen Skelette, die der Stolz naturgeschichtlicher Museen weltweit sind, neu aufgestellt, weil jüngere Erkenntnisse über Muskulatur und Gewicht eine andere Körperhaltung suggerieren. Neue Untersuchungsmethoden erlauben etwa Rückschlüsse auf die Laute, die die gewaltigen Tiere ausstoßen konnten. Und bereits seit einiger Zeit hat man sich an den ursprünglich ungewöhnlichen Gedanken gewöhnt, dass viele Saurier gefiedert waren. So wird durch den Fortschritt der Wissenschaft jede Generation mit einem modifizierten Bild der "unheimlichen Echsen" konfrontiert, was aber dem Interesse an ihnen keinen Abbruch tut.
15 Menschen können nach dem Lawinenunglück gerettet werden, Sebastian und Benedikt helfen sie aus den Schneemassen zu befreien. Direkt danach stellen sie sich die Frage: wie weit können sie gehen, wenn der Tod so nah ist? In der Gegenwart muss Benedikt Böhm seine Expedition am Muztagh Ata abbrechen, weil die chinesischen Behörden den Zugang zum Berg sperren. Schritt für Schritt reflektiert er sein Leben als Bergsteiger, seine Seilpartnerschaft mit Sebastian Haag, die geprägt ist von Erfolgen, Grenzerfahrungen und tiefen Verlusten.
Sie ereignen sich immer häufiger, sie dauern länger und werden stetig intensiver: Hitzewellen. In Europa jagt ein Temperaturrekord den nächsten. Eine Frage treibt die Wissenschaft angesichts dieser Entwicklung ganz besonders um: Wie heiß wird es in Zukunft werden? Der Film reist zu westeuropäischen "Hotspots", beleuchtet die vielfältigen Auswirkungen von Hitzewellen auf unser Leben und stellt mögliche Adaptionsstrategien vor.
Bei einer Festnahme spielt die Umgebung eine entscheidende Rolle für die Sicherheit. Und in einem Flugzeug mit zahlreichen Sitzen und engen Gängen ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Zudem befanden sich im September 2023 nicht nur eine, sondern gleich drei mutmaßliche Straftäter:innen an Bord einer Maschine am Flughafen Gatwick in London. Es war unklar, wie das international gesuchte Trio beim Zugriff reagieren würde. Und bei einer Razzia in Ingleby Barwick im Jahr 2024 machten die Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden eine überraschende Entdeckung.
"Kulissen der Macht" ist eine fesselnde Auseinandersetzung mit der Art und Weise, wie amerikanische Staats- und Regierungschefs seit 1989 auf Berichte über Völkermord und Massentötung von Zivilisten reagierten. Von Bosnien bis Ruanda und, in jüngerer Zeit, in Libyen und Syrien - wie denken US-Politikerinnen und -Politiker über ihre schwerwiegenden Entscheidungen nach?
Eine der grünen Perlen Wiens, die 21 Kilometer lange Donauinsel, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wiener und auch Ausflugsziel für Wien-Besucher. Noch bevor Michael Reisecker mit seinem Rad "die Insel" erkundet, kommt ihm eine walkender "Insulaner" entgegen. Der sportliche Herr trotzt selbstbewusst dem Alter und auch der Einsamkeit. In der "Vienna Watersports Arena" trifft Reisecker auf zwei junge Sportlerinnen, die eine seltene Sportart ausüben und einige Kilometer Donau aufwärts entdeckt er ein Plakat, das ihn zu einem besonderen Projekt führt. MitarbeiterInnen und StudentInnen der Universität für Bodenkultur züchten hier "Sterlets", eine Störart, die in der Donau angesiedelt werden soll.
Wenn das ersehnte Hochzeitsdatum feststeht, ist bei Bräuten in spe das Herzklopfen groß und die To-Do-Liste lang. Ein Punkt steht aber bei allen ganz vorn auf der Agenda: das perfekte Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget? Schnell stellt sich bei den angehenden Bräuten Überforderung ein, doch die Brautmodenausstatter der Doku-Soap "Zwischen Tüll und Tränen" bewahren bei allen Kundenwünschen einen kühlen Kopf!
2019 wurde Libby Squire vergewaltigt und ermordet. Nach einer Party-Nacht wurde sie von Pawel Relowicz, einem bekannten Sexualstraftäter, verfolgt. Ihre Leiche wurde über einen Monat später gefunden. Er wurde zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 27 Jahren verurteilt. In Colorado wurden der Musiker Scott Sessions und seine Freundin Heather Frank im Abstand von einer Woche von Heathers gewalttätigen Ex-Partner Kevin Eastman ermordet.
Mit Melanie Manstein, Maximilian Laprell, Laura Preiss, Alexander Wohnhaas, Stefanie Dischinger, Sebastian Griegel, Claus-Peter Damitz, Walter von Hauff, Philipp Rafferty, Jo Vossenkuhl
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban versucht das Regime, Afghanistan touristisch zu öffnen. Während das Auswärtige Amt vor Reisen ins Land warnt, entdecken immer mehr internationale Besucher das vermeintlich unzugängliche Land. ARD-Südasienkorrespondent Markus Spieker kehrt zurück in ein Land, über das er seit 2010 berichtet hat. Als Teil einer internationalen Reisegruppe bewegt er sich zwischen Gastfreundschaft, Propaganda und den Folgen eines Regimes, das Frauen und Mädchen massiv in ihren Freiheiten einschränkt.
Wer reist freiwillig nach Afghanistan - und warum? Der Film beleuchtet die Grauzonen zwischen Neugier und Verantwortung, Boykott und Annäherung und stellt die Frage: Kann Reisen politische Wirklichkeit sichtbar machen?
Der frühe Morgen des 24. September 2014: Fünf Bergsteiger befinden sich im Aufstieg zur Shisha Pangma, einem Achttausender im Himalaya. Sie sind etwa hundert Meter unterhalb des Gipfels, als sich ein Schneebrett löst, das drei von ihnen erfasst und in die Tiefe reißt. Der Münchner Sebastian Haag und der Italiener Andrea Zambaldi werden verschüttet und kommen in der Lawine ums Leben. Der dritte, Martin Maier, kommt schwer verletzt auf dem Lawinenkegel zu liegen. Obwohl es Ueli Steck und Benedikt Böhm, den beiden anderen Bergsteigern nicht gelingt, ihm zu Hilfe zu kommen, überlebt Martin Maier das Unglück. Trotz seiner Verletzungen kann er sich aus eigener Kraft in ein rettendes Hochlager schleppen. Über zehn Jahre später bewegt der Lawinenabgang an der Shisha Pangma die Bergsteigerszene aufs Neue...
Ein Team junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler reist ins Herz der Antarktis, um ausgerechnet an einem der lebensfeindlichsten Orte der Welt nach Fossilien zu graben. Angetrieben vor allem von der Frage, wie all die geheimnisvollen prähistorischen Kreaturen so nah am Südpol überleben konnten, trotzen die Forschenden Wind und Kälte. Die Welten, deren Spuren sie im Eis entdecken, sind atemberaubend: Herden der gewaltigen Titanosaurier durchstreiften im Sommer die Ebenen Antarktikas, kleine Proto-Reptilien passten sich mit ungewöhnlichen Organen an die monatelange Dunkelheit der Polarnacht an. Der südliche Kontinent war sogar Jagdgebiet eines großen Fleischfressers. Lange vor dem T-Rex stellte der gefiederte Cryolophosaurus seinen Beutetieren nach. Um Hinweise auf diese außergewöhnlichen Welten der Vergangenheit zu finden, müssen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst in McMurdo, der größten permanenten Basis Antarktikas, auf das Überleben in der Eiswüste vorbereiten. Erst dann fliegen sie weiter in Richtung Südpol zu ihrem Camp am Fuß des Shackleton-Gletschers, von wo aus sie ihre Grabungsziele täglich mit dem Helikopter erreichen. Die sechswöchige Expedition ist ein Knochenjob, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zum ersten Mal ergibt sich ein Bild von bisher völlig unbekannten Ökosystemen. Die Funde legen sogar nahe, dass Antarktika während mehrerer, weltweiter Massensterben ein letztes Refugium für das Leben gewesen sein könnte.