Fakt ist!
Vorschläge für eine zukunftssichere Altersversorgung - daran arbeitet seit Jahresbeginn eine neu geschaffene Rentenkommission. Worauf kommt es dabei an? Darüber diskutiert die Runde bei 'Fakt ist! Aus Magdeburg'.
Den Ruhestand sorgenfrei genießen - für einen großen Teil derer, die jetzt in Rente gehen, sind das schöne und durchaus realistische Aussichten. Weniger realistisch scheinen sie aber für die, die bis zum Renteneintritt noch Jahrzehnte Zeit haben.
Das Problem ist nicht neu, die Tendenz seit Jahren bekannt: Deutschland wird älter. Die Menschen leben länger, während gleichzeitig weniger Kinder geboren werden. Mehr ältere Menschen also, die länger Rente beziehen, und weniger junge Menschen, die sie erwirtschaften müssen.
Das hat handfeste Folgen für die Alterssicherung: ein teures System, dem das Geld auszugehen droht. Junge Menschen haben kaum Hoffnung auf eine auskömmliche Rente. Sie fürchten, später einmal in die Altersarmut abzurutschen.
Die wiederum ist für viele heute schon Realität, gerade auch in Sachsen-Anhalt: Fast jeder zweite Rentner bekommt weniger als 1.200 Euro im Monat und liegt damit deutlich unter der Armutsgefährdungsgrenze.
Fakt ist: eine Reform des Systems ist notwendig. Gerade aber hat die Bundesregierung ein großes Rentenpaket verabschiedet, das den Bundeshaushalt in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Milliardensummen belasten wird.
Sehr zum Unmut der jungen Generation; vor allem aus den Reihen der CDU. Sie beklagt, dass die Finanzierung des Pakets die Jungen über Gebühr belaste. Im Vorfeld der Verabschiedung des Rentenpakets gab es daher handfesten Streit.
Nun also soll eine Rentenkommission Vorschläge erarbeiten, wie das System sinnvoll und zukunftssicher reformiert werden kann. Viele der Vorschläge dafür sind nicht neu. Sie reichen von einem späteren Renteneintrittsalter, über ein langsamer steigendes Rentenniveau bis zu einem System, in das alle einzahlen - auch Beamte.
Ignoriert die Politik die Sorgen und Nöte der jungen Generation? Was muss sich ändern, damit eine auskömmliche Rente für alle bezahlbar bleibt? Und wie treffe ich die richtige Vorsorge für meine persönliche Alterssicherung?
Über diese Fragen diskutiert Susann Reichenbach mit folgenden Gästen:
Nico Elsner, CDU - Vorsitzender der Jungen Union Sachsen-Anhalt
Eva von Angern, Die Linke - Fraktionsvorsitzende im Landtag von Sachsen-Anhalt
Prof. Andreas Knabe -Wirtschaftswissenschaftler Uni MagdeburgChristian Lindner - Bundesverband Deutscher RentenberaterMarco Langhof - Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt
Bürgerreporter Stefan Bernschein hat bei sich wieder Bürgerinnen und Bürger mit ihrer ganz persönlichen Meinung zum Thema Rente. Und Sie können wieder im Live-Chat auf MDR.de mitdiskutieren.