Das Supertanker-Löschflugzeug ist eine technische Meisterleistung. Aber wie wurde der Jumbojet überhaupt zur Brandbekämpfung umfunktioniert? Wie wirft man große Mengen Lösch-Mittel aus einem fliegenden Flugzeug ab? Und wie bekommt man einen wütenden Waldbrand unter Kontrolle?
Der Dachsteingletscher ist Indikator für den Klimawandel. Er schwindet. Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt sich anhand alter Skizzen, Aquarelle und Fotografien von Friedrich Simony.
Die Arbeiten, Tagebucheinträge, Gedichte und Zitate des Geografen Simony (1813-1896) und seiner Zeitgenossen bilden die Basis für eine filmische Reise in die Vergangenheit des Gletschers, dessen gewaltige Ausdehnung und Mächtigkeit ihren Höhepunkt 1855 fand.
Mit seinem Schwinden gab der Gletscher manches Geheimnis preis. Die Ästhetik der historischen Bilder lässt die einzigartige Hochgebirgswelt des Dachsteingletschers verlorener und zerbrechlicher denn je erscheinen. Der Filmemacher Wolfgang Scherz begibt sich auf die Spuren des furchtlosen Friedrich Simony, der die Dachsteinfelsen emporkletterte, um seine Dokumentationen des "Ewigen Eises" zu zeichnen und zu malen. Durch den Vergleich der Aquarelle, Skizzen und Fotos mit den heutigen Gegebenheiten erscheint die Geschichte des Dachsteingletschers so "greifbar" wie nie zuvor. Sie wirkt faszinierend und beklemmend zugleich.
Das Filmteam begleitet den Historiker und Bergführer Josef Hasitschka und seinen Freund, den Geologen und Hochgebirgsforscher Manfred Buchroithner, bei ihrer Spurensuche. Die beiden tauchen tief ein in die Geheimnisse des schmelzenden Naturjuwels. Das Team findet Gletscherschliffe mit Kuhtrittmuscheln, bemerkenswerte Relikte der Entstehungszeit der Berge und erkundet Höhlen und Karrenfelder, verborgene Schächte und verlandete Gletscherseen.
Die Dokumentation zeigt den Rückgang des Gletschers seit seiner Darstellung durch Friedrich Simony im Jahr 1840 in vielen Bildern und Fotos. Aber nicht nur die Geheimnisse, die der schwindende Gletscher freigibt, zeichnet die Dokumentation aus, sondern ebenso der Fokus auf die menschliche Seite, den Forscherdrang, den die Faszination des "Ewigen Eises" immer wieder beflügelt hat. Was treibt die Forscher an? Was begeistert und interessiert sie? Auch die Zukunft der Regionen und ihrer Gletscher thematisiert die Dokumentation: Welche Ausblicke gibt es für die Menschen und den Tourismus?
Abkassiert und abgehauen - Eine Familie steht vor dem Ruin
9. Folge
D 2014
93'
Abkassiert und abgehauen: Eine Familie steht vor dem Ruin, weil die Sanierung ihres Altbaus trotz der geleisteten Zahlungen nicht vorangeht. Können Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla der unglücklichen Familie helfen?
Paul Bohill und Steve Pinner sind Gerichtsvollzieher mit jahrelanger Berufserfahrung. Allein in den letzten zwölf Monaten haben die Briten über 400 Zwangsräumungen durchgeführt. Und in dieser Folge soll das Duo im Auftrag des "High Court of Justice" ein rechtskräftiges Urteil vollstrecken. Doch der Härtefall geht nicht spurlos an den hart gesottenen "Sheriffs" vorbei. Denn eine Familie mit zwei Kindern vor die Tür zu setzen, ist nicht leicht. Trotzdem haben die Beamten keine andere Wahl. Die Rechtslage lässt ihnen wenig Spielraum.
Uli und seine Arbeitskollegen haben am 100 000 Quadratmeter großen Container-Terminal in Wörth am Rhein alle Hände voll zu tun. Die Vollprofis sollen 43 fabrikneue Lkws auf ein Schiff laden. Die Fahrzeuge kommen aus dem Werk nebenan. Paketbote Mike kämpft sich derweil auf seiner Tour durch den Berliner Stadtverkehr. Und am Berlin-Brandenburger Flughafen "Willy Brandt" beginnen die Ferien. Am BER werden in den kommenden Tagen rund 1,5 Millionen Passagiere erwartet. Katja und ihr Team stellen sicher, dass am Airport kein Gepäck verloren geht.
Nachdem die Leichen von Chris und Peta gefunden sind, fragen sich die Hinterbliebenen, wer die beiden ermordet hat. Und warum. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, doch es fehlen Beweise. Vince Boston ist der Sohn des Täters und Augenzeuge des Mordes. Obwohl sein Vater ihn bedroht, versucht er mehrfach, die Tat zu melden. Doch Behörden und Verwandte ignorieren ihn. Knapp 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny ihn übers Internet aufspürt. Im zweiten Teil der Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der knapp 40 Jahre lang ungelöst blieb, erzählt der inzwischen erwachsene Sohn des Täters, welch grausames Verbrechen sich 1978 an Bord des Segelbootes in Mittelamerika abgespielt hat. Ermittler und Angehörige der Opfer berichten zudem, wie der Schuldige jahrzehntelang untertauchen konnte und wie die Schwester des Opfers ihn 2015 zufällig im Internet findet. Der 13-jährige Vince und sein Bruder Russell sind mit an Bord, als der Segeltrip mit Chris und Peta eine grauenhafte Wendung nimmt. Zu Tode verängstigt müssen sie mitansehen, wie ihr Vater Duane das junge Pärchen nach einem Streit foltert, fesselt und noch lebendig im Meer versenkt. Er droht den Kindern, sie ebenfalls zu ermorden, sollten sie ihn verraten. Als er schließlich zu den Morden befragt wird, streitet er jede Beteiligung ab und kann unbehelligt untertauchen. Der Fall gerät im Laufe der Jahre in Vergessenheit, da keine Behörde in England, den USA und Belize sich wirklich zuständig fühlt. Rund 40 Jahre vergehen, bis Chris' Schwester Penny 2015 übers Internet neu zu recherchieren beginnt. Als sie Vince aufspürt, erfährt sie die schockierende Wahrheit. Chris und Peta sind nicht die einzigen Opfer des Kriminellen. Kann der Täter nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden? 1978 treffen Peta Frampton und Chris Farmer in Belize auf Silas Duane Boston und seine beiden Söhne. Gemeinsam geht die kleine Gruppe auf einen Segeltrip, der für Peta und Chris tödlich endet.
Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert ist eine der größten Umwälzungen der Geschichte. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden die Deutschen in die Moderne katapultiert. Mirko Drotschmann geht in dieser Folge der Frage nach, was es heißt, wenn ein Land in so atemberaubendem Tempo umgekrempelt wird, und was das mit den Menschen macht, deren Arbeitswelt sich durch neue Technologien radikal verändert - eine Parallele zu heute. Buchstäblich zum Motor dieser Entwicklung wurde eine Erfindung des Schotten James Watt: die Dampfmaschine. Sie sorgt im 19. Jahrhundert auch in Deutschland für ungekannten Schwung - vor allem in Gestalt der Eisenbahn. Am Anfang haben viele Menschen noch Angst vor dem "rauchspeienden Drachen", wie die Dampflokomotive wegen ihres Schnaubens und Zischens genannt wird. Doch ihr Siegeszug ist nicht aufzuhalten. Mit der Eisenbahn wächst der Hunger auf Eisen und Stahl, Werkstoffe, die bald Alltag und Arbeitswelt erobern. Selbst was alt und vertraut erscheint, wie das Schloss Neuschwanstein aus dem späten 19. Jahrhundert, beruht hinter der mittelalterlichen Fassade auf modernen Eisen- und Stahlkonstruktionen. Um die immense Nachfrage bedienen zu können, werden auch für die Industrie gigantische Bauwerke errichtet - wie die Völklinger Hütte, das weltweit einzig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung. Doch mit dem Vormarsch der Maschinen gehen auch schlechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen einher. Das zeigt sich besonders drastisch im Ruhrgebiet, wo alte Bilderbuchlandschaften dem Fortschritt weichen müssen. Die industrielle Ausbeutung der Kohlereviere hat das Ruhrgebiet im Durchschnitt um zwölf Meter absacken lassen. Deshalb müssen heute über 200 Pumpwerke Tag und Nacht laufen, sonst würde den Menschen dort bald das Wasser im Wohnzimmer stehen. Zur größten Herausforderung des Industriezeitalters wird die soziale Frage. Arbeitnehmerrechte müssen sich die Arbeiter erst mühsam erkämpfen; unterstützt werden sie dabei von den ersten Sozialdemokraten im Parlament. In Sachsen, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, kommt es 1903 zum Massenstreik. Bemerkenswert: Frauen und Männer streiken gemeinsam, zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Landesweit führt der Arbeitskampf der rund 8000 Textilarbeiter in Crimmitschau zur Beschwörung einer solidarischen Arbeiterklasse. Während die Mehrheit der Deutschen in Mietskasernen in den wachsenden Großstädten lebt, lassen sich die Firmengründer, Stahlbarone und Eisenbahnkönige Villen und ganze Schlösser bauen, wie man sie nur von den Landsitzen des Adels kannte. Wie kein zweiter Bau symbolisiert Alfred Krupps Villa Hügel in Essen Macht und Pracht dieses neuen Unternehmertums, das auch dank enger Kontakte zum preußischen Herrscherhaus floriert. Mit der Reichseinigung 1871 startet Deutschland in eine zweite fulminante Phase der Industriellen Revolution. Nach Kohle und Stahl werden jetzt neue Industrien wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie zu Schrittmachern der Wirtschaft. Dank der engen Zusammenarbeit mit Forschung und Wissenschaft entstehen viele erfolgreiche Produkte. Ob synthetischer Farbstoff, Schmerztablette, Zündkerze oder Kaffeefilter - ohne die zahlreichen Erfindungen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wäre unser heutiger Lebensstil nicht denkbar. Vieles mutet erstaunlich fortschrittlich an: Bereits um die Jahrhundertwende entwickelt Ferdinand Porsche beispielsweise den ersten serienmäßigen Hybridantrieb mit elektrischem Radnabenmotor. Heute steht Deutschland erneut vor einem epochalen Umbruch. Roboter, künstliche Intelligenz, all das wird kommen - oder ist in vielen Industrien sogar schon da. Und die historischen Erfahrungen zeigen: Technischer Fortschritt hat immer seinen Preis, aber auch seine Chancen.
Im Miniatur Wunderland in Hamburg fährt die größte Modelleisenbahn der Welt. Mit rund 15.000 Metern Gleis und gut 300.000 Mini-Figuren lockt sie die Besucher an. Und sie wächst weiter: Die Tüftler stellen den 10. Bauabschnitt der nachgebauten Eisenbahnstrecke fertig. Außerdem erschaffen sie Südfrankreich im Miniaturformat - mit Monaco, Formel-1-Rennen und der Provence. Die Reportage begleitet die Modellbauer beim Countdown zur Generalprobe und gibt Einblick in die handwerklich filigrane Arbeit.
Sommer, Sonne, Leichtigkeit - und dazu die perfekte Kulisse. Der Bodensee verbindet Deutschland, Österreich und die Schweiz - und gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen. Wenn das Glück Ferien machen würde, dann hier, wo man alles unternehmen kann, was den Sommer noch schöner macht. Baden, Segeln, Ausflüge zu magischen Orten in traumhafter Natur oder Städtetrips mit tollem Kulturangebot. SWR Moderator Johannes Zenglein erlebt eine Expedition voller Sommergefühle am Bodensee. Er feiert auf der Blumeninsel Mainau den schwedischen Midsommar, kocht am Bodenseestrand in Immenstaad mit regionalen Zutaten, begleitet hautnah die Weltmeisterschaft einer der traditionsreichsten Segelklassen der Welt, wirft einen Blick hinter die Kulissen der weltberühmten "Bregenzer Festspiele", probiert den neuen Wassersport-Trend Wakesurfen aus und erkundet die legendäre Marienschlucht. Kurzum: Sommergefühle satt - in einmaliger Kulisse.
"kreuz und quer" versucht Antworten auf den zunehmenden Orientierungsbedarf im "Supermarkt der Weltanschauungen" zu geben. Das Religionsmagazin nimmt den religiösen Pluralismus ernst und zeigt schon jetzt Ausblicke auf die Zukunft von Religion und Gesellschaft.
Die Produktion begibt sich auf drei ganz besondere Alpenwege, die unterschiedlicher nicht sein können: Ein Weg ist auf den Spuren von Schmugglern, deren "heiße Ware" die religiöse Welt Europas erschüttern sollte und bis heute eine Region in Österreich prägt. Ein anderer Pfad ist längst vergessen, obwohl er einer der bedeutendsten Handels- und Transitrouten Mitteleuropas war. Die Römer hatten hier die schnellste Verbindung zwischen den Handelszentren in Italien und Deutschland geschaffen. Und wir begeben uns auf einen ziel-losen Weg, entlang einer der spektakulärsten Gletscherstraßen der Alpen. Sie ist eine Sackgasse und hat vielleicht genau deshalb die Menschen und die einzigartige Landschaft geprägt. "Land der Berge" folgt den Menschen, Bergen und Geschichten auf dem historischen Römerpfad Via Raetia, der geheimen Route der Bibelschmuggler über Dachstein und Nockberge und der viel zitierten schönsten Sackgasse der Alpen, der Kaunertaler Gletscherstraße. (Doku 2021)
Goodbye Kaiser - hello Party! In dieser Folge der "Terra X"-Reihe "Deutschland in ..." mit Mirko Drotschmann nimmt der Historiker die Goldenen Zwanziger unter die Lupe. Vor rund 100 Jahren erleben die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende, das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmen das neue Lebensgefühl. Es ist ein Aufbruch, aber es gibt auch Schattenseiten. Die Goldenen Zwanziger stehen für Tabufreiheit, Experimentierfreude in Kunst und Film, für sprühenden Erfindergeist und für die Emanzipation der Frau. Alles golden also? Nicht für alle Deutsche - viele Hunderttausende sind Kriegsinvaliden, es gibt Massenarmut, Arbeitslosigkeit und verdeckte Prostitution. Was ist Mythos, was Wahrheit an unserem Bild von den Goldenen Zwanzigern? Mirko Drotschmann zeigt das schillernde Jahrzehnt zwischen Kaiserzeit und Diktatur in allen Facetten. Dafür besucht er Revuepaläste und Bauhausvillen, testet einen Raketenwagen und steigt in eine der ersten Lufthansa-Maschinen. In einem virtuellen Studio lässt der Moderator den größten Amüsiertempel Berlins, das "Haus Vaterland", wieder auferstehen oder verwandelt sich in ein Kunstobjekt des Expressionismus, Kubismus und Surrealismus. Die Goldenen Zwanziger umfassen die Zeit zwischen der Hyperinflation 1923 und der Wirtschaftskrise 1929. Nur sechs Jahre, in denen die Wirtschaft brummt und viele Deutsche eine Zeit von Wohlstand und Freiheit genießen können. Erstmals leben sie in einer Demokratie - der Weimarer Republik. Die Verfassung der Weimarer Republik gilt als eine der fortschrittlichsten der Welt. Frauen dürfen zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wählen und sich sogar wählen lassen. Fast jede dritte Frau ist damals berufstätig: als Stenotypistin, "Fräulein vom Amt", aber auch als Rechtsanwältin oder Juristin. Zum Erkennungszeichen der "neuen Frau" wird die Mode. Flapper-Kleid und Bubikopf ersetzen die langen Zöpfe und engen Korsagen der Kaiserzeit. Auch das Auto wird zum Symbol der weiblichen Emanzipation. Dafür steht vor allem Clärenore Stinnes, die als erster Mensch überhaupt mit einer Limousine die Welt umrundet. Die Brüder Wilhelm und Fritz Opel importieren 1923 ein neuartiges Fertigungsverfahren aus Amerika - das Fließband - und senken damit die Produktionskosten. Der "Opel Laubfrosch" wird damit zum "Auto für jedermann". BMW, Daimler und Audi ziehen nach. 1924 rattern über 100 000 Autos durch die Weimarer Republik. Kürzere Arbeitszeiten durch die Einführung des Achtstundentages lassen die Freizeitkultur aufblühen. Autorennen, Boxkämpfe oder Radsport werden zum Massenvergnügen. Nach den Erfahrungen von Krieg und Wirtschaftskrise feiern die Deutschen, als ob es kein Morgen gibt. Die Hauptstadt Berlin wirbt mit mehr als 100 Nachtklubs, Bühnen und Varietés um die vergnügungssüchtige Kundschaft. Auch wenn es um Wissenschaft geht, sind die Zwanzigerjahre "golden". Die Weimarer Republik stellt damals ein Drittel aller Nobelpreisträger, darunter Fritz Haber, Max Planck oder Albert Einstein. Der Berliner Arzt Magnus Hirschfeld gründet das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft. Mit seinem Einsatz für die Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe und Transsexualität ist er seiner Zeit weit voraus. Und der schwäbische Ingenieur Claude Dornier bricht mit seinen Amphibien-Flugzeugen zu neuen Ufern auf. Zum Beispiel mit dem "Wal", einem Flugboot, das 1925 Roald Amundsen zu seiner Arktisexpedition fliegt, oder der "DO-X", das seinerzeit das größte Flugzeug der Welt ist. Der Börsencrash in den USA im Oktober 1929 läutet das Ende der schillernden Zwanzigerjahre ein. Auch in Deutschland stürzen die Aktienkurse in den Keller - bankrotte Firmen, Massenarbeitslosigkeit und Verelendung sind die Folge. Die Krise erschüttert die junge Weimarer Republik. In weniger als vier Jahren ergreifen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler die Macht und versetzen Deutschland und den Rest der Welt in Angst und Schrecken.
Zwei Ferraris und ein Maybach sollen pünktlich nach Dubai abheben. Denn die neuen Eigentümer warten schon auf ihre Autos. Steven und Patrick machen die noblen Schlitten am Flughafen Leipzig/Halle versandfertig. Auf der Nordseeinsel Juist geht es derweil noch zu wie im 19. Jahrhundert. Autos sind auf dem Eiland nicht erlaubt. Waren werden dort mit Pferdekutschen ausgeliefert. Und Roland und Steve sind 440 Kilometer östlich auf Schienen unterwegs. Der Rostocker Hafen ist eine Drehscheibe für Güter aller Art. Die beiden Männer steuern dort eine Rangierlok.
Neubeginn im alten Pfarrhaus - Leben und leben lassen aufm Land
6. Staffel
33. Folge
30'
Bei Victoria hat sich viel getan: Sie ist Mutter geworden und lebt mit Daniel den Traum vom eigenen Lebenshof - auf dem die beiden geretteten Tieren einen Ort zum Leben geben. Doch Dorfbewohner beschweren sich. Kann sie ihr Herzensprojekt auf dem Land retten? Auf dem Hof spitzt sich die Lage zu, denn die Schweine kämpfen Rangfolgen aus und fügen sich dabei blutige Wunden zu. Schwer zu ertragen für Tierschützerin Victoria. NDW-Sänger Markus Mörl startet mit seiner Patchworkfamilie ein neues Projekt im Rheingau: ein eigenes Hotel auf dem Land.
Während Yvonne Ordnung will, sorgen Markus und Sohn Hannes für Chaos. Hannes Versuche, ohne Erfahrung in der Küche zu helfen, stellen die Nerven der restlichen Familie auf die Probe. Alina und Pascal haben das alte Haus ihres verstorbenen Opas geerbt. Nun muss sich herausstellen, ob diese junge Beziehung den Strapazen der Renovierungsarbeiten aushält. Pascal pendelt zudem für diesen Traum täglich einen langen Weg nach Stuttgart - der Liebe wegen aufs Land.
38 Jahre nach den Morden an Chris und Peta wird Duane Boston dank der Aussage seines Sohnes verhaftet. Zusammen mit Staatsanwalt Matt Segal bereitet sich die Familie auf den Prozess vor. Bostons Verteidigerin versucht, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Söhne zu streuen. Fehlende DNA-Proben spielen ihr zudem in die Karten. Chris' und Petas Angehörige fürchten einen Freispruch. Dann nimmt das Schicksal erneut eine Wendung, die alles verändert. Im letzten Teil der Dokumentation über einen unglaublichen Kriminalfall, der knapp 40 Jahre lang ungelöst bleibt, berichten Staatsanwalt Matt Segal und Verteidigerin Lexi Nagin, wie sie sich auf den Prozess gegen Silas Duane Boston vorbereitet haben, der wegen der Morde an Chris und Peta im Jahr 1978 vor der Küste von Guatemala angeklagt ist. Für die Staatsanwaltschaft besteht kein Zweifel an der Schuld des inzwischen 75-jährigen Angeklagten. Doch die Gräber der Ermordeten sind unauffindbar, sodass kein DNA-Abgleich möglich ist. Bostons Verteidigerin hat derweil eine eigene Theorie, warum Vincent und Russell ihren Vater derart belasten. Ihnen ist in jungen Jahren erzählt worden, ihr Vater habe ihre Mutter getötet und den Mord vertuscht. Das Verschwinden des britischen Pärchens nutzen sie nun angeblich, um späte Rache an ihm zu üben. Für die Hinterbliebenen der Opfer wie Chris' Schwester Penny beginnt erneut eine emotionale Zerreißprobe. Gibt es nach all den Jahren endlich Gerechtigkeit? 1978 treffen Peta Frampton und Chris Farmer in Belize auf Silas Duane Boston und seine beiden Söhne. Gemeinsam geht die kleine Gruppe auf einen Segeltrip, der für Peta und Chris tödlich endet.
Etwa 200.000 Gläser werden in einem Werk im niederbayerischen Zwiesel täglich produziert. Einige davon erhalten ihre Form durch traditionelle Handwerkskunst - in der Manufaktur wird jedes Exemplar mundgeblasen und von den Glasmachern modelliert. Ebenfalls in Bayern, im oberfränkischen Steinbach am Wald, befindet sich einer der größten deutschen Hersteller für Behälterglas. Pro Tag werden hier rund 3,1 Millionen alltägliche Gefäße, wie Flaschen, gefertigt. Ihr wichtigster Rohstoff: Altglas.
Paul Bohill und Steve Pinner sollen in London eine groß angelegte Zwangsräumung durchführen. Dort haben junge Leute ein verlassenes Bürogebäude in Beschlag genommen. Dabei handelt es sich nicht um einen Einzelfall, denn in Großbritannien leben rund 40 Prozent der Obdachlosen in besetzten Häusern. Die Stimmung vor Ort ist aufgeheizt: In dem Komplex befinden sich offenbar bis zu 70 Personen und die Nachbarn beschweren sich über Lärm und Krawall. Deshalb haben die Gerichtsvollzieher zur Sicherheit die Polizei zu Hilfe gerufen.
Der Film begleitet drei lokale Protagonisten in die atemberaubenden Südtiroler und Trientner Dolomiten. Eine filmische Reflektion über das Verhältnis von Berg, Mensch und Bild.
Kaum ein Fotograf zeigt die Dolomiten so eindrucksvoll wie der international gefragte und in Meran geborene Fotograf Georg Tappeiner. Er begleitet den Sterzinger Bergsteiger Hanspeter Eisendle bei einer seiner Klettertouren an der Südwand der Marmolata.
Auch die Bergsteigerin und Instagrammerin Magdalena Mittersteiner aus Lana, die sich als Botschafterin der Berge versteht, hat einen besonderen Zugang zu der Südtiroler Bergwelt.
Im Jahr 1685 tobt zwischen Katholiken und Protestanten ein Krieg im Namen Gottes. Der französische König Ludwig XIV. sieht in den Hugenotten eine Bedrohung seiner Macht und löst mit einem Federstrich ihre Verfolgung aus. Das Leben von Suzanne Loyal und ihrer Familie ändert sich von Grund auf. Freunde und Nachbarn werden zu Verrätern und Feinden. Ludwig XIV. bleibt seiner harten Linie treu: Wer dem protestantischen Glauben nicht abschwört und zum Katholizismus konvertiert, erfährt Gewalt und Willkür. Männern droht die Galeere, Frauen die Umerziehung im Kloster.
Die Soldaten des Königs ziehen marodierend durch die hugenottischen Gebiete. Selbst die wohlhabenden Kaufmannsfamilien Boué und Godeffroy aus Bordeaux und La Rochelle ahnen, dass sich auch für sie die Schlinge zuzieht, obwohl sie als wichtige Händler eine bedeutende gesellschaftliche Position einnehmen. Wie viele andere stehen die Familie Loyal und die Kaufleute Boué und Godeffroy vor der schwierigen Frage: Sollen sie den eigenen Glauben verleugnen oder eine neue Heimat in den protestantischen Nachbarländern suchen?
Wer einen Fluchtversuch wagt, riskiert sein Leben. Die Grenzen sind streng bewacht, da die Krone einen Exodus der hugenottischen Elite des Landes unbedingt verhindern möchte. Doch die Loyals, Godeffroys und der kleine Pierre Boué wagen die Flucht. Deutsche Fürsten haben ihre Grenzen geöffnet, um die gut ausgebildeten Hugenotten anzuwerben. Viele Gebiete sind nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges fast menschenleer und sind auf neue Arbeitskräfte angewiesen.
Suzanne und ihrer Familie steht ein beschwerlicher Fußmarsch bevor: Über Frankfurt am Main wollen sie quer durch die deutschen Lande bis nach Brandenburg. Pierre Boué, der spektakulär als Junge in einem Zuckerfass versteckt außer Landes geschmuggelt worden ist, versucht, sich in der Hansestadt Hamburg als Kaufmann einen Namen zu machen. Und die Godeffroys werden in Frankfurt/Oder schon sehnlich erwartet. Als berühmte Kaufleute sollen sie der Stadt zu neuem Glanz verhelfen. Doch vielerorts stoßen die Hugenotten auf Widerstand und das Ankommen in der Fremde ist schwer. Werden sie in den deutschen Landen ein neues Zuhause finden?
Frank und Rita Dewenter und ihre Kinder schauen sich in Kroatien nach einem geeigneten Ferienhaus um. Doch zuerst muss ihr Grundstück in Griechenland verkauft werden. Hiltrud und Werner Linder sind auf der Suche nach einer Ferienimmobilie in Andalusien in der Nähe von Roche bei Cádiz. Die Linders schauen sich das erste Haus an. Und das ist ein echtes Traumhaus am Meer: eine klassisch-andalusische Villa mit direktem Strandzugang.
Die Wiener Society trifft sich alljährlich am Neustifter Kirtag, so auch Reality-Queen Tara mit ihrem Freund Dennis. Natürlich zieht das Pärchen schnell Aufmerksamkeit auf sich und weicht in einen Heurigen aus. Später im Zoo sorgt Tara dann für eine Überraschung und präsentiert Dennis stolz ihr neues Tatoo, das perfekt zu seinem Löwen-Motiv passt. Anschließend reist das Paar nach Stuttgart, zu Dennis' Familie. Wie die beiden dort wohl aufgenommen werden?
Fünf Frauen treten an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Montag gibt es die Aufgabe und ein Budget. Jede Frau hat an einem der Wochentage dann die Chance, in vier Stunden für ein bestimmtes Event ihr Outfit zu gestalten. Die anderen Frauen bewerten zusammen mit Star-Designer Guido Maria Kretschmer das Ergebnis und geben ihre Punkte ab. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.
Fast lieblich und ausnehmend grün schmiegt sich das Kärntner Rosental an den Gebirgszug der Karawanken. Entlang der Drau leben hier noch viele Einheimische, die das Bauerntum noch vor der maschinellen Zeit kennen gelernt haben. Gerade in gebirgigeren Regionen wie dieser bedeuteten bergbäuerliche oder forstliche Arbeit schweren körperlichen Einsatz oft bis zur völligen Erschöpfung und zum Verschleiß. Heute ist vieles davon nur mehr eine ferne Erinnerung, wenn auch die Werte, nach denen damals gelebt wurde, bei vielen noch immer Bestand haben. Eine Produktion für ORF III Landleben von Christian Papke.
Hugenotten aus Frankreich, der Siegeszug des Döners oder Modehochburg in den Zwanzigerjahren: Mirko Drotschmann lädt zu einer faszinierenden Zeitreise durch die Geschichte Berlins ein. Sie beginnt im Nikolaiviertel, der Wiege Berlins, und führt über Kreuzberg, wo im 18. Jahrhundert die Maulbeerbäume der Seidenspinner wuchsen, zum Berliner Schloss. Dem Ort, an dem sich die Geschichte Berlins verdichtet. Jeder Winkel von Berlin erzählt eine andere "Heimat"-Geschichte: seien es 800 Jahre Stadtgeschichte, die unter der größten städtischen Ausgrabung Deutschlands unter dem Molkenmarkt liegt, der positive Einfluss von Einwanderern, die in Berlin eine neue Heimat finden und neue Berufe wie Patissiers oder Handschuhmacher mitbringen, oder die Geschichte von Liberalisierung und Emanzipation, als die Modehäuser den Berliner Chic erfinden. Er avanciert bald zur Weltmode - nicht zuletzt wegen Marlene Dietrich. Die Geschichte Berlins kann nicht ohne die Verfolgung und Vertreibung eben dieser jüdischen Avantgarde erzählt werden. Hitler wollte Berlin zu einem nationalsozialistischen "Germania" umwandeln. Die Folgen seiner Herrschaft waren Krieg und letztlich die Teilung der Stadt. Wie Ostberliner versuchten, in den Westen zu fliehen, erzählt Dietmar Arnold vom Verein "Berliner Unterwelten". In "Zeitreise Heimat - Berlin" wird auch das facettenreiche, kulinarische Berlin beleuchtet. Etwa, wenn es um die Geschichte des Döners geht, der schon fast zu einem Symbol der Stadt geworden ist. Der Film führt zurück in die 1970er-Jahre, als der Döner Kebab - angeblich! - in Berlin erfunden wurde. Eine Geschichte, die mit türkischen Gastarbeitern beginnt, die ihre traditionelle Küche an die deutschen Geschmäcker anpassten und dabei eine Fast-Food-Sensation schufen. Mirko Drotschmann trifft Berlinerinnen und Berliner, erkundet mit ihnen ihre Stadt. Die Zeitreise erfolgt mithilfe von digitalen Überblendungen, die visuell ein Fenster in die Vergangenheit öffnen, indem sie Szenen und Orte von heute in Momentaufnahmen von damals verwandeln. In ausgewählten Szenen wird der Moderator in das historische Bewegtbildmaterial oder die Fotografien von damals versetzt und taucht so hautnah in diese Welt von früher ein.
Bauernhof statt Altenheim - wo das Leben weitergeht
D 2026
14'
In der Sendung zum Reformationstag geht es um Aufbruch: Aus einem Bauernhof wird ein Pflegebauernhof für ältere Menschen. Inmitten von Tieren und Natur soll ihr Leben würdig weitergehen.
Auf dem Bauernhof mit 24 Senioren-WG-Zimmern soll das Leben weiterhin selbstbestimmt sein. Zwischen Hühnern,
Gartenarbeit und Küche können die Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin aktiv am Leben teilnehmen - jeder nach eigenen Kräften und Interesse.
Josephin Kiefer, die Gründerin des Hofes, kennt die Schwierigkeiten der Pflege aus eigener Erfahrung. Zweimal musste sie miterleben, wie ihre Großeltern mit dem Einzug ins Pflegeheim ihre Eigenständigkeit und Lebensfreude verloren. Für sie steht fest: Pflege kann auch anders aussehen. "Teil des Konzeptes ist es einfach, dass die Menschen wirklich die Dinge tun, die sie ihr Leben lang getan haben. Meine Oma hat zum Beispiel gesagt, als sie ins Seniorenheim kam: 'Ich habe
80 Jahre nicht Bingo gespielt. Ich fange jetzt auch nicht an, Bingo zu spielen.' Ja, aber sie hat 80 Jahre lang Gemüse geschnippelt für Suppen. Keine künstliche Bespaßung, sondern wirklich das, was das Leben der Menschen ausgemacht hat."
Aus einer Idee wird Realität. 2022 zieht Josephin mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einen denkmalgeschützten Hof in Diedenshausen bei Siegen. Seitdem baut die Familie den Hof zu einem Ort um, an dem sie sich auch selbst vorstellen können, alt zu werden.
"Leben ist mehr!" begleitet Josephin Kiefer bei der Eröffnung ihres Pflegebauernhofs. Wie gelingt es ihr, einen Ort zu schaffen, an dem pflegebedürftige Menschen in Würde altern und trotzdem gebraucht werden? Und wie kommen die Senioren und Seniorinnen in ihrem neuen Zuhause zurecht?
Fitnessstudio-Inhaber Lars Becker ist wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt. Er soll seine Trainerin Lena Hartmann nach Geschäftsschluss in einen Geräteraum gelockt und dort angegriffen haben. Während seine Buchhalterin Nicole Preuss ihn in Schutz nimmt, berichten andere von seinem auffälligen Verhalten gegenüber den Trainerinnen. Wer sagt die Wahrheit - und was geschah wirklich hinter verschlossenen Türen?
Unheimliche Stille herrscht, wenn Angehörige einen geliebten Menschen verlieren - wie bei einem Fall aus Dänemark. Eine verstümmelte Leiche liegt am Strand, die Genitalien abgetrennt. Die Ermittler versuchen, einen Verdächtigen zu finden. Doch der Fall bleibt ungeklärt - vorerst. Auch in Weimar haben es die Ermittler mit einem grausigen Fund zu tun: Der Kopf einer Frau wird treibend im Fluss gefunden. Wer ist die Frau? Was musste sie erleiden? Fragen, die die Ermittler extrem unter Druck setzen und an ihre Grenzen bringen. Bei einem dritten Fall liegt in Würzburg am helllichten Tag ein Toter vor einem Hochhaus. Die Beamten von der Streife vermuten, dass es sich um einen Unfall oder um Suizid handelt. Doch der erfahrene Ermittler Karl Erhard glaubt an einen Tötungsdelikt. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.
Luthers Bibelübersetzung - der erste Bestseller der Welt
45'
Vor 500 Jahren, am 4. Mai 1521, kam Martin Luther auf der Wartburg an. Um 23.00 Uhr betritt er die Burg. Vor ihm liegen 300 Tage Einsamkeit, eine monatelange schwere Depression, etliche Krankheitstage und schließlich in den letzten beiden Monaten eine gewaltige Arbeit, mit der er sich aus der Depression reißt: Die Übersetzung des Neuen Testaments, September-Testament genannt, weil es im September des nächsten Jahres erschien und zum ersten Bestseller der Welt wurde. Die erste Ausgabe von 3000 Exemplaren wird sofort nachgedruckt. So etwas hatte es nie zuvor gegeben.
Warum es ein Bestseller wurde, wie Luther das Werk gelang, wie sein Alltag auf der Wartburg war - davon erzählt der Film. Dabei wird deutlich, wie Luther mit seiner Bibel den Grundstein für die deutsche Nationalsprache legt, die ostmitteldeutsch ist. Goethe meinte später, dass die Deutschen ohne Luther keine Nation geworden wären. Und mit welcher Sprachgewalt er arbeitete, wird deutlich, wenn all die Wörter und Wendungen dargestellt werden, die das Lutherdeutsch in unsere Sprache einbrachte.
Auf die Wartburg kommen Jahr für Jahr tausende Besucher aus aller Welt, um einmal diesen historischen Ort zu sehen, wo Luther getarnt als Junker Jörg die Bibel übersetzte und mit dem Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben soll.
Ob beim Theaterspiel auf dem Dorfanger, beim Training der Jugendfeuerwehr, im Wald oder in der Kirche - wir haben Menschen getroffen, für die das Leben in ihrem Dorf im Havelland besonders ist. Besonders schön.
Almen sind nicht nur ein idyllischer Lebensraum für Mensch und Tier, sondern wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft. Die Dokumentation porträtiert Almen quer durch Österreich.
Almen avancieren zu immer beliebteren Wanderzielen bei Touristen. Diese beeinflussen das sensible Gleichgewicht von Natur und ihrer Nutzung jedoch. Gerade der Umgang mit Kuhherden, die ihre Weideflächen auch auf Wanderrouten haben, will gelernt sein.
Möbel, Baumaterialien, Lebensmittel und Pakete: Kapitän Gero und sein Azubi Marvin beliefern mit dem Versorgungsfrachter "Frisia VII" die Bewohner der Nordseeinsel Juist. In Plochingen am Neckar wird tonnenweise Stahlschrott recycelt. Und 780 Kilometer entfernt überquert ein außergewöhnliches Transportmittel eine der am meisten befahrenen künstlichen Seeschifffahrtsstraßen der Welt. Die Schwebefähre hängt über dem Nord-Ostsee-Kanal an einer Hochbrücke und verbindet Rendsburg mit Osterrönfeld. Vergleichbare Anlagen findet man heutzutage nur noch selten.
Gold ist ein Metall wie kein anderes. Es dient als Symbol für Reichtum, Macht und Göttlichkeit. Überirdisch ist nicht nur seine Schönheit, sondern auch die Herkunft - entstanden aus Sternenstaub. Auf der herausfordernden Suche nach dem seltenen Element überschreiten Menschen Grenzen. Die Reportage widmet sich der Faszination rund um Gold und begleitet die Suche nach dem Edelmetall.
Muhammad Ali war einer der meistfotografierten Männer der Geschichte. Aber kann eine Handvoll Fotos dennoch unbekannte Wahrheiten über jemanden offenbaren, den wir alle zu kennen glauben? Diese Doku wirft einen einzigartigen Blick auf ein außergewöhnliches Leben anhand von zehn charakteristischen Fotos - von ikonischen Aufnahmen bis hin zu privaten Schnappschüssen. Deren Geschichte wird von Menschen, die Ali besonders nahestanden, erzählt.
Der Reformationstag wird im Gedenken an die von Martin Luther angestoßene Reformation gefeiert. Der Überlieferung nach nagelte Luther 1517 seine 95 Thesen, in denen er den Ablasshandel der Katholischen Kirche anprangert, an eine Kirchentür. Seine Kritik führte zu einer Spaltung in eine evangelische und eine katholische Kirche - der Reformation.
Der Mut zur Veränderung und die Entschlossenheit, die Luther antrieb, beeindrucken bis heute. Das Format "Zur Feier des Tages" erzählt in der Ausgabe zum Reformationstag die Geschichten von drei Menschen, die an Erneuerung glauben, die sich selbst mehrfach neu erfunden haben oder ihr Umfeld zu verändern versuchen. Menschen, die mit den Zuständen in der Gesellschaft nicht zufrieden sind und selbst aktiv werden, um Dinge zu bewegen. Die Nächstenliebe und Aufopferung leben und sich für die Gesellschaft einsetzen, unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht.
Zum Beispiel Gülay Ulas. Die junge Hamburgerin steckt vor etwa zehn Jahren in einer tiefen Krise. Ihren persönlichen Tiefpunkt erlebt sie während der Flüchtlingskrise von 2015, als auch in Hamburg Tausende Geflüchtete ankommen und notdürftig untergebracht werden. Sie beschließt, sich sozial zu engagieren. Die ehrenamtliche Arbeit ist für die heute 37-Jährige wie eine Erleuchtung. Für sie wird klar: Sie will nie wieder was anderes tun als helfen. Inzwischen leitet sie mehrere soziale Projekte in Hamburg. Darunter ist auch GoBanyo, ein mobiler Duschbus für Obdachlose.
In China machen Archäologen einen rätselhaften Fund. Sie entdecken die menschlichen Überreste eines Mannes, die sich tief in einem Schacht befinden. Grabbeigaben oder ein Sarg fehlen und das Skelett weist Spuren schwerer Verletzungen auf. Wer war der Mann und warum wurde er ermordet? Auf einer Insel vor Sibirien wird ein Mammutstoßzahn entdeckt, der die Wissenschaftler vor viele Fragen stellt.
Die britische Premier League ist ein Milliardengeschäft, doch viele unterklassige Vereine machen gerade harte Zeiten durch. Das gilt auch für die Fußballer in Swindon Town. Der Klub ist aktuell in der dritthöchsten englischen Spielklasse aktiv. Aber das Management hat in den letzten Monaten enorme Schulden angehäuft. Deshalb sollen Brian O'Shaughnessy und Graham Aldred in den Geschäftsräumen Wertgegenstände pfänden. Zeigen sich die Verantwortlichen kooperativ oder machen sie den Gerichtsvollziehern das Leben schwer?
"Tierische Augenblicke" besucht das Bühnenpaar Monica Weinzettl und Gerold Rudle mit ihrer vierbeinigen Mitbewohnerin Piper. Außerdem schaut sich Maggie Entenfellner eine der ältesten Katzenrassen der Welt an, taucht ab zu den gefürchteten Räubern der Meere, zeigt wie Hunde lernen, entspannt auf Fahrradfahrer zu reagieren und entschlüsselt die geheime Sprache unserer geliebten Stubentiger.
In der Sendung informieren Wissenschaftler, auch für Fachunkundige verständlich, über ihre Forschungen - und das innerhalb von wenigen Minuten und ohne zusätzliche Hilfsmittel. So wird auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt.
Bier, Brezen, Lederhosen: München ist mehr als diese Klischees. Mirko Drotschmann stellt eine Stadt vor, die auf dem Weg zur pulsierenden Metropole von heute einiges durchgemacht hat. Vom frühen Salzhandelsplatz bis zur nationalsozialistischen Hauptstadt der Bewegung. "Terra X" begibt sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt, die für viele gerade wegen ihres Postkartenidylls der Inbegriff von "Heimat" ist. Dazu trägt sicher auch ihre Lage inmitten von Seen und Voralpen bei. Wie einst in der Eiszeit der Grundstein für München gelegt wurde, erklärt der Gletscherforscher Wilfried Hagg. Mirko Drotschmann trifft Menschen, die München ihre Heimat nennen. Zum Beispiel Jason Charles, den es aus Trinidad und Tobago der Liebe wegen nach München verschlagen hat und der jetzt als einziger schwarzer Flößer Deutschlands den uralten Brauch auf der Isar fortführt. Oder Traditionsmetzger Andreas Gaßner, von dem Mirko nicht nur lernt, wie man echte Weißwurst herstellt, sondern auch, warum sie früher in den Gasthäusern Münchens bis 12.00 Uhr komplett verzehrt sein musste. Luise Kinseher, auch bekannt als "Mama Bavaria", führt Mirko Drotschmann zu ihren Lieblingsorten und erklärt, warum der "Alte Peter" Heimatgefühle bei ihr weckt. Ob einheimisch oder zugezogen, sie alle begreifen die Stadt als ihr Zuhause. Der Film beleuchtet die entscheidenden Momente der Geschichte, die diese Heimat geformt haben: die Gründung durch Heinrich den Löwen, die Bedeutung des Salzhandels, die Pracht der Bayerischen Könige, die Dunkelheit der Kriegsjahre bis hin zum Wirtschaftswunder und der kulturellen Vielfalt einer modernen Stadt von heute. Natürlich darf in München auch das Oktoberfest nicht fehlen, gestartet 1810 als Prinzenhochzeit und damit historisch viel mehr als nur ein schnödes Biergelage. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte des Festes, berührt dabei das tragische Attentat von 1980 und zeigt, wie dieses Volksfest über die Zeit zu einem weltweiten Symbol für Ausgelassenheit und Zusammengehörigkeit gewachsen ist. Mit seiner Leidenschaft für Geschichte und seiner Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und unterhaltsam zu präsentieren, führt Mirko Drotschmann durch alte und neue Facetten Münchens. Die Zeitreise erfolgt mithilfe von digitalen Überblendungen, die visuell ein Fenster in die Vergangenheit öffnen, indem sie Szenen und Orte von heute in Momentaufnahmen von damals verwandeln. Das gleiche Motiv in derselben Perspektive zeigt sich so im Wandel der Zeit und wird erlebbar. In ausgewählten Szenen wird der Moderator in das historische Bewegtbildmaterial oder die Fotografien von damals versetzt und taucht so hautnah in diese Welt von früher ein.
In der Steiermark wird Doris von ihrer Bekanntschaft Walter zum Angeln eingeladen. Eher widerwillig lässt sie sich auf die Verabredung ein. In Baden hat Julia unterdessen ein Problem - die Lampe in der Küche funktioniert nicht mehr. Also geht es gemeinsam mit ihrer Freundin auf Shopping-Tour. In Kaltenleutgeben ist Otto ganz aufgeregt. In Kürze beginnt der Auftritt mit seinem Gemeindebau-Ensemble. Und der Bauer in Wiener Neustadt bekommt heute ein Ständchen von seiner Gabi.
Salzgitter, 26. Januar 2019: Milad A. bricht nach Schüssen in einem Hinterhof zusammen, stirbt im Krankenhaus. Kameras und eine Augenzeugin liefern den Beamten Hinweise auf den Täter. Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters und die Ermittler verknüpfen das Überwachungsvideo, Zeugenhinweise und Drohungen aus dem Umfeld der Freundin. Schmauchspuren werden zum Wendepunkt. Der Verdächtige Ala A. schweigt - doch die Indizienkette überführt den Täter. Ein zweiter Fall führt nach Gelnhausen (2022): eine verbrannte Leiche, 60 Stiche, kaum Spuren. LKA-Experte Dr. Harald Schneider findet Blut an Sandalen und im Auto - der Verdächtige wird überführt. Und in Velbert (2007) wird ein Cold Case gelöst: Dank neuer DNA-Methoden fällt der Verdacht auf Sven K., einen mutmaßlichen Auftragsmörder. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.
Fünf Frauen treten an fünf aufeinanderfolgenden Tagen gegeneinander an, um die Frau mit dem besten Stil zu werden. Am Montag gibt es die Aufgabe und ein Budget. Jede Frau hat an einem der Wochentage dann die Chance, in vier Stunden für ein bestimmtes Event ihr Outfit zu gestalten. Die anderen Frauen bewerten zusammen mit Star-Designer Guido Maria Kretschmer das Ergebnis und geben ihre Punkte ab. Am Ende der Woche wird die "Shopping Queen" gekürt.