Der steirischer Bio-Bergbauer Christian Bachler und der Wiener Investigativ-Journalist Florian Klenk tragen öffentlich eine heftige Kontroverse über Verantwortlichkeiten von Bauern und Städtern aus. Sie lernen die Welt des jeweils anderen kennen und dessen Argumente besser verstehen. Als die Bank den Bauernhof versteigern will, startet "Bobo" Klenk über Social Media eine Spendenaktion und Bachler ist über Nacht schuldenfrei. Ein Film, der die Hintergründe für das seit Jahrzehnten andauernde Bauernsterben differenziert beleuchtet und zeigt, was alles möglich wird, wenn Produzent*innen und Konsument*innen aufeinander zugehen.
Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen
Graden bei Köflach ist ein idyllisches Bergdorf und liegt auf bis über tausenddreihundert Meter Seehöhe. Die ganze Region ist von der Musik geprägt. Von hier stammten etwa die berühmten Kern Buam. Aber auch heute gibt es noch viele traditionelle Musikgruppen rund um Graden. Im Stoanineum proben die Stoakogler, und auf der Edlseer Alm erzählen die Edlseer von ihrer bewegten Karriere und spielen ihre besten Lieder. Auch zahlreiche Nachwuchsmusiker wie etwa Ligist 3 sind in den Bergen unterwegs und möchten bald durchstarten.
Wer wissen will, was außerhalb des Landes auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne passiert, der ist hier richtig: Das Magazin liefert in ausführlichen und unterhaltsamen Beiträgen Antworten.
Prüdes Hollywood - Laster, Lust und Leidenschaft im Film
D 2024
53'
"Sex sells" war gestern. Im Blockbuster-Kino gibt es so wenige Sexszenen auf der Leinwand wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Noch in den 1990er Jahren gehörten pikante Sexszenen wie selbstverständlich zum Kinoerlebnis. Doch die goldenen Zeiten der Sexszene, in denen Erotikthriller wie "Basic Instinct" oder "Eine verhängnisvolle Affäre" die Kinokassen klingeln ließen, sind vorbei.
Feuer, Wasser, Erde, Luft - Retter in ihrem Element
D 2024
120'
In Hamburg muss das Notärzte-Team einem herzkranken Patienten einen Zugang ins Bein bohren, da er zu viel Wasser im Körper hat. Auf der A2 kümmern sich die Johanniter-Stauhelfer nach einem Auffahrunfall um die Fahrer. Eine verunglückte Mountainbikerin wird von der Luftrettung Zwickau versorgt. Die Feuerwehr Potsdam befreit ein Baby aus einem verschlossenen Auto. Und: Ein unterkühlter Junge wird von der DLRG-Wasserrettung an der Ostsee behandelt.
Donald Neilson, der berüchtigte "Black Panther"-Mörder, terrorisierte in den 70er Jahren den Norden Englands. Er verübte unzählige Einbrüche, bewaffnete Überfälle und erschoss zudem mehrere Postbeamte. In 1975 entführte er die 17-jährige Schülerin Lesley Whittle aus ihrem Elternhaus. Das Schicksal der jungen Schülerin beschäftigte die ganze Nation. Der Ex-Soldat führte seine Taten mit militärischer Präzision durch.
Im Zweiten Weltkrieg sollte die Industriestadt Samara Fluchtort für die Sowjet-Regierung werden. Es entstanden Bunkeranlagen, die bis heute nicht vollständig erforscht sind. Auch die Armeeführung, das diplomatische Korps und sogar das Bolschoi-Ballett sollten in der Ersatzhauptstadt unterkommen. Davon ist selbst in der Sowjetunion lange nichts bekannt gewesen. Samara wurde beim Angriff der deutschen Wehrmacht hastig als Ersatzhauptstadt für Moskau ausgebaut. Damals hieß die Stadt an der Wolga noch Kuibyschew. In aller Eile gruben Spezialisten des Moskauer Metrobaus weitläufige Bunkeranlagen in den Untergrund. So entstanden zahllose unterirdische Gebäude, deren genaue Lage und Struktur bis heute nicht komplett bekannt sind. Rund um die Stadt wurden Versorgungs- und Propagandaeinrichtungen errichtet. Moskauer Spezialisten bauten auch den damals reichweitenstärksten Radiosender der Welt. Ein eigens dafür ausgehöhlter Berg wurde von Gulag-Sträflingen zur Lebensmittelversorgung der Stadt und ihrer prominenten Bewohner in einen gigantischen Kühlschrank verwandelt. Er ist bis heute militärisches Sperrgebiet. Der Film begleitet den Hobbyforscher Petr Yacubson, der auf der Rückseite des "Kühlschrankes" ein Stollensystem erkundet. Er schafft es auch, mitten in der Stadt in die Kommandozentrale unter dem Militärhospital vorzudringen. Das Krankenhaus ist noch in Betrieb. Von dort wird der darunterliegende, verfallene Bunker noch immer mit Elektrizität versorgt. In der Anlage gab es einen eigenen Trakt mit Parkettboden und schick gefliestem Badezimmer für Stalins Tochter. Auch Dimitri, ein ehemaliger Elitesoldat, hat sich der Erkundung des Untergrundes von Samara verschrieben. Er ist auf Tauchgänge spezialisiert. Sie sind oft notwendig, denn große Teile der Bunkeranlagen stehen durch die unmittelbare Nähe zur Wolga unter Wasser. Dimitri ist risikofreudig: Trotz einer Beinprothese scheut er keine noch so gefährliche Expedition. Aus einem der Bunker wäre er beinahe nicht mehr lebend herausgekommen. Abschrecken lässt sich der ehemalige Soldat aber nicht - es gibt noch viel zu entdecken.
Diese Folge der Doku-Serie erzählt von der mysteriösen Antimaterie, die eigentlich nicht existieren dürfte. Ihr Geheimnis zu lüften, könnte auch die grundlegendste Frage der Menschheit beantworten: Warum existieren wir?
Am Flughafen Berlin Brandenburg befindet sich eine der modernsten Feuerwachen Deutschlands. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist ein spezielles Hightech-Löschfahrzeug, entwickelt im baden-württembergischen Giengen. Binnen drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Platz auf dem Flughafen erreichen, denn hier zählt jede Sekunde. Die Reportage gewährt einen Einblick in die Entwicklung des komplexen Löschfahrzeugs und zeigt die Übungseinsätze am Flughafen hautnah.
Wenn Menschen in Gefahr oder ganze Gebiete bedroht sind, werden gigantische Maschinen als Lebensretter eingesetzt. Das Löschflugzeug CL-415 schafft es, großflächige Waldbrände zu löschen. Um Katastrophenhilfe über den Seeweg anzufordern, kommt das schwimmende Superkrankenhaus USNS Mercy zum Einsatz. Außerdem in dieser Folge: Der Panther 8X8, der Brände bekämpft, die durch Flugzeugtreibstoff verursacht werden, ein revolutionäres Geländefahrzeug und ein Suchhubschrauber mit Wärmebildkamera.
Die Dokumentation "Die Tricks rund ums Auto" nimmt gängige Praktiken rund um den Gebrauchtwagenkauf, manipulierte Abgasanlagen und Werkstattleistungen genauer unter die Lupe.
"Bin ich schon in den Wechseljahren - und wenn ja, was heißt das eigentlich?" Moderatorin Sabine Heinrich ist 49 und merkt: Da verändert sich etwas. Körperlich, emotional, hormonell. Und sie ist damit nicht allein. Neun bis elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren - oft einhergehend mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen. Trotzdem wird über die Wechseljahre noch immer nicht genug gesprochen.
Das ist nicht nur für Frauen ein Problem. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten durch Wechseljahrsbeschwerden auf rund 9,4 Milliarden Euro im Jahr. Und viele betroffene Frauen arbeiten in Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht werden.
In der WDR Story "Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?" fragt Sabine Heinrich nach: Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar - im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell? Obwohl zwei Drittel der Betroffenen Beschwerden haben, fehlt es vielerorts an guter Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung.
Sabine Heinrich spricht mit Frauen, die offen erzählen, was die Wechseljahre mit ihnen machen. Sie trifft Ärztinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Polizistinnen und Politikerinnen. Außerdem reist sie nach England, wo ein neues Gesetz Arbeitgeber dazu verpflichtet, Frauen am Arbeitsplatz konkret zu unterstützen.
Die WDR Story zeigt: Die Wechseljahre sind kein privates Problem von Frauen. Sie betreffen Gesundheit, Arbeit, Gleichberechtigung - und die Frage, wie ernst unsere Gesellschaft Frauen in dieser Phase nimmt.
Am 2. Oktober 1992, einen Tag vor den Feierlichkeiten zur Deutschen Wiedervereinigung, wird im bayerischen Hof das Verschwinden eines kleinen blonden Jungen gemeldet. Der siebenjährige Rafael war gerade auf dem Weg von der Schule nach Hause, als er von einem jungen Mann mit einem Messer bedroht und in einen weißen Skoda mit Celler Kennzeichen gezerrt wurde. Kurze Zeit später fuhr er mit dem Täter ins Ungewisse. Einen Tag nach der Entführung erfahren auch die Kriminalisten in Celle und Stendal davon und sind elektrisiert: Ist das der Täter, den sie seit Monaten suchen?
Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien, angelockt mit dem Versprechen auf ein Studium in Deutschland haben sie sich hochverschuldet. Die Story deckt ein System mehrfacher Ausbeutung junger Menschen auf, an dem viele mitverdienen. Eine Recherche auf der dunklen Seite der Liefer-Apps.
Sara L. wird 2020 zum Opfer ihres Ex-Freundes. Mehrfach schießt Rene P. auf die junge Mutter, die noch am Tatort stirbt. Auch drei Jahre danach, ist der Mord an Sara L. in der steirischen Gemeinde unvergessen.
Der größte Feuerwehr Roboter / Die verrücktesten Donuts / XXL Seifen Fabrik / Axt werfen als Extremsport / So entstehen Zigarren / Räume am laufenden Band
Kaliningrad - russische Exklave, mitten im EU-Gebiet. Im Untergrund: verborgene Festungen und Bunker aus deutscher Zeit, als Kaliningrad noch Königsberg hieß und Hauptstadt Ostpreußens war. Zusammen mit Diggern, Hobbyarchäologen und einem Architekten erkundet die Dokumentation die geheimnisvollen Untergrundbauten Kaliningrads. Forscher Sergey hofft auf den großen Schatz: das Bernsteinzimmer. Digger Jevgenij findet einen Torpedobunker am alten Hafen. Königsberg galt als Perle unter den deutschen Städten, geschützt von gigantischen Festungsringen. Bis 1945 war Königsberg Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges liefern sich die Rote Armee und die deutsche Wehrmacht erbitterte Kämpfe. Aus der östlichsten Großstadt wird die westlichste Stadt der Sowjetunion. Königsberg wird zu Kaliningrad. Stalin verleiht der völlig zerstörten Stadt nicht nur einen neuen Namen, er lässt sie auch einfach verfallen. Die deutschen Bewohner werden vertrieben, flüchten und werden durch russische Siedler und Soldaten ersetzt. Die Sowjetunion und später Russland nutzen das gesamte Gebiet als militärischen Stützpunkt. Man zerstört historische deutsche Bauten, wie das Königsberger Schloss, um das Andenken zu vernichten. Was unter den Trümmern begraben liegt, interessiert lange Zeit niemanden. Bis diese geheimen Welten zu einem Paradies für Untergrundforscher werden. Einer von ihnen, Jevgenij, untersucht am liebsten das alte Schießpulvergewölbe am Stadtpark oder den Torpedobunker unter der Festung im ehemaligen Pillau. Die sicherte seit dem 17. Jahrhundert den Zugang zum Frischen Haff und dem Königsberger Hafen und ist offenbar in Vergessenheit geraten. Für Jevgenij eine wahre Fundgrube: Ob die Ladevorrichtung für Torpedos, Kartuschen alter Artilleriegranaten, die am Strand der Nehrung herumliegen, oder die geheimnisvolle Enigma-Dechiffriermaschine der Kriegsmarine - bei jedem Besuch findet der Untergrundforscher weitere Zeugnisse der Kaliningrader beziehungsweise Königsberger Geschichte. Sergey und die "Konigberg"-Digger hoffen dagegen auf den ganz großen Schatz: das verschollene Bernsteinzimmer. 1716 hatte der Preußische König Friedrich Wilhelm I. die kostbaren geschnitzten Wandtäfelungen aus Bernstein dem russischen Zaren geschenkt. 1942 brachten deutsche Soldaten den legendären Prunkraum nach Königsberg. Dort wurde er zuletzt gesichtet. Mit selbst gebauten Georadargeräten, die ein Ultraschallbild des Bodens erstellen, durchforsten die Schatzsucher die riesigen Backsteingewölbe der alten Brauerei Ponarth. Irgendwo dort soll das Bernsteinzimmer vor den Angriffen der Roten Armee versteckt worden sein. So steht es jedenfalls in einer Notiz eines Wehrmachtskommandanten von Königsberg. Mit aufwendigen Computeranimationen und zahlreichen Grafiken taucht der Film tief ein in die geheimnisvollen Unterwelten der russischen Exklave Kaliningrad.
"Israels Angriffe auf die Palästinenser haben ein Ausmaß an Tötung und Zerstörung wie ich es in all meinen Jahren bei der UNO noch nie erlebt habe", sagt UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende September. Mehr als 70.000 Menschen wurden bisher bei israelischen Angriffen getötet. Tausende sind nach wie vor vermisst.
Das WELTjournal begleitet Menschen im Gazastreifen, die inmitten der Zerstörungen ihre vermissten Angehörigen suchen. Ibrahim hat seine Frau und vier seiner Kinder bei dem israelischen Luftangriff auf das Flüchtlingsviertel Al Maghazi verloren. Zwei Jahre nach ihrem Tod können sie endlich aus den Trümmern geborgen und in Würde bestattet werden. Andere suchen vergeblich und fürchten, niemals eine Antwort über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erhalten. Da Israel Journalisten den Zutritt zum Gazastreifen verwehrt, leiteten die Filmemacher die Dreharbeiten von Europa aus - in Zusammenarbeit mit palästinensischen Reportern vorort, die dabei tagtäglich ihr Leben riskieren.
Gestaltung: Solène Gripon-Degenève, Ahmed Abuajwa, Iyad Alasttal
In den 70er Jahren treibt der Serienmörder Patrick Mackay in London sein Unwesen. Insbesondere seine letzte Tat sorgt für Aufsehen: der Mord an einem katholischen Priester, der im eigenen Blut badend aufgefunden wurde. Die Tatwaffe war eine Axt. Mackay wird von seinen Bekannten als einschüchternd und launig beschrieben. Bereits in jungen Jahren sei er verhaltensauffällig gewesen und wurde insbesondere von Frauen als potenzieller Mörder angesehen.
Kritisch Reisen: Jakobsweg - Ich bin dann mal anstehen
D 2026
44'
Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt: der Jakobsweg. Seitdem Hape Kerkeling mal weg war, hat sich der Strom der Pilger verfünffacht, zur Hauptsaison kommen an Spitzentagen 5.000 Pilger am Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela an: "Ich kann das Klackern der Wanderstöcke auf dem Asphalt nicht mehr hören", sagt Montserat Vilar, die sich in einer Nachbarschaftsinitiative engagiert. Viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen.
Das Problem beginnt in Sarria, 117 Kilometer östlich von Santiago de Compostela. Hier starten die meisten Pilger, denn sie müssen mindestens 100 Kilometer gewandert sein, um die begehrte Pilgerurkunde zu bekommen. Als Sigrid Möricke (62) in Sarria ankommt, hat sie bereits gut 600 Kilometer auf dem Buckel. Sie geht den Pfad aus spirituellen Gründen. "Bis Sarria war ich oft völlig alleine unterwegs", sagt sie. Jetzt aber findet sie sich zwischen jungen Menschen, die ihren Rucksack von einem Gepäckservice transportieren lassen, laut Musik hören oder Videos für Social Media machen. Freizeittourismus, findet Sigrid Möricke.
Wenn die Pilger an der Kathedrale in Santiago der Compostela ankommen, fallen sich viele weinend in die Arme, skandieren Schlachtrufe, ziehen ihre Schuhe aus. All das betrachtet Bürgermeisterin Goretti Sanmartín vom Rathaus gegenüber. Sie möchte, dass sich etwas ändert in ihrer Stadt. "Wir wollen hin zu einem qualitativen Tourismusmodell, das vor allem Menschen wertschätzt, die hier mehrere Tage verbringen und unsere Kultur kennenlernen möchten, und die nicht nur ein paar Runden um die Kathedrale drehen, ein Souvenir kaufen und wieder abreisen." Die mächtige Regionalregierung Galiciens dagegen findet: Je mehr, desto besser, davon würde die Region doch enorm profitieren.
Das bringt etliche Einwohner Santiago de Compostelas auf die Palme. Ein Protestmarsch zieht um die Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
"Ich soll ab sofort 200 € mehr für meine Wohnung zahlen", sagt
Schauspielerin Iolanda Muiños, die hier seit 25 Jahren lebt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, auch weil viele Wohnungen legal oder illegal an die Besucher vermietet werden.
Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität.
Wie kann es gelingen, dass Pilger und Anwohner besser miteinander auskommen, und wie erhält man trotz des Massenandrangs den Zauber des Jakobswegs? Diesen Fragen geht diese Dokumentation nach.
Krieg und seine Folgen wie Hunger, Folter, Verlust und Flucht können traumatisieren. Rund 300.000 Menschen in Österreich kommen aus Ländern, in denen Gewalt zum Alltag gehörte.
Doch für viele hört der Krieg in Österreich nicht auf. Denn die Erlebnisse begleiten sie weiter. Das Erleben von Gewalt und Angst führt oft zu schwerem Trauma. Wie lebt man mit den Folgen von Krieg, wenn der Alltag schon längst wieder funktionieren soll? Wie geht es Menschen zwischen belastenden Erinnerungen und dem Wunsch nach einem guten Leben?
Tara Giahi spricht in der neuen Folge von "betrifft: uns" mit Überlebenden von Kriegsfront, Luftangriffen und Gefangenenlager.
Polizisten in Colorado Springs entdecken die Leiche eines jungen Mannes namens Jimmie Stevenson. Der Mann ist ihnen kein Unbekannter, er war ein langjähriger Informant für die Polizei. Die Liste seiner potentiellen Feinde ist also lang und nun liegt es an Ermittler Joe Kenda, den Täter ausfindig zu machen.
Ganz im Südwesten Europas warten endlos lange Sandstrände, eine wilde Natur und malerische Dörfer und Städte: Besonders aus der Luft zeigt sich die ganze Schönheit Portugals. Portugal ist eine Entdeckernation. Ab dem 15. Jahrhundert bereisen die Portugiesen die Weltmeere, bringen Schätze und Reichtümer mit. Heute entdecken viele Besucher Portugals reiche Natur und Kultur. In Portugal vereinen sich Land und Meer. An die Strände der Algarve im Süden des Landes zieht es viele Touristen. An der Westküste reiten die besten Surfer der Welt Riesenwellen. Doch das Herz des Landes schlägt in Lissabon. Die Metropole am Atlantik bietet ein vielfältiges Kulturleben und lädt zum Flanieren ein.
Mit Hochdruck gegen Gummiabrieb: Ein gigantischer Staubsauger reinigt die Landebahnen am Flughafen vom gefährlichen Belag. Atomuhren, die alle 10 Millionen Jahre nur eine Sekunde abweichen. Eine Wunderwaffe gegen Schlaglöcher. Diese Maschinen sind die stillen Helden unserer Zeit, unverzichtbar, doch oft unbemerkt. In dieser Folge lüften wir das Geheimnis dieser unsichtbaren Wächter der Technikwelt.
Über zwei Jahrzehnte hat Christoph Schlingensief ein Werk geschaffen, das in Art und Wirkung unvergleichbar ist. Mit seinen "Heimatfilmen", seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst prägte er den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland. Das Porträt dokumentiert den Ausnahmekünstler. Der Gropius Bau in Berlin widmet ihm im Herbst eine große Ausstellung.
Was wurde aus den Kindern von Gaza, die Filmemacher Hernan Zin während des Krieges 2014 begleitete? Seine Reportage von damals zählt zu den meistgesehenen Dokumentarfilmen auf Netflix und viele Zuschauer wollten mehr über das Schicksal der Kinder erfahren. Mehr als 10 Jahre später findet das Team des Filmemachers in den jetzigen Kriegswirren tatsächlich einige seiner Protagonisten von damals wieder.
Mohamed, der als Kind den Unterhalt der Familie bestreiten musste, hat heute selbst Frau und drei Kinder. Wie mehr als 90% der Gaza-Bevölkerung mussten auch sie vor den israelischen Angriffen fliehen. Ihr Haus ist zerbombt, bei der Beschaffung von Nahrung für seine Familie riskiert Mohamed täglich sein Leben. Bisan wurde 2014 als kleines Mädchen bei einem israelischen Bombenangriff verschüttet. Nahezu die gesamte Familie wurde getötet, sie selbst überlebte schwer verletzt und muss sich im heutigen Krieg alleine durchschlagen. Udai hat gerade einen weiteren Bruder verloren, wie schon 2014: er war 11 Jahre alt, als sein Bruder vor seinen Augen bei einem israelischen Angriff getötet wurde. Die Dreharbeiten für den Film gestalteten sich äußerst schwierig: Zwei palästinensische Kameramänner wurden von israelischen Kommandos beschossen und schwer verletzt. Internationalen Journalisten verwehrt Israel den Zutritt zum Gazastreifen.
Gestaltung: Hernan Zin
Wenn Menschen in Gefahr oder ganze Gebiete bedroht sind, werden gigantische Maschinen als Lebensretter eingesetzt. Das Löschflugzeug CL-415 schafft es, großflächige Waldbrände zu löschen. Um Katastrophenhilfe über den Seeweg anzufordern, kommt das schwimmende Superkrankenhaus USNS Mercy zum Einsatz. Außerdem in dieser Folge: Der Panther 8X8, der Brände bekämpft, die durch Flugzeugtreibstoff verursacht werden, ein revolutionäres Geländefahrzeug und ein Suchhubschrauber mit Wärmebildkamera.
Geheimes Russland - Die Unterwelten von Wladiwostok
D 2021
45'
Wladiwostok, russische Stadt am Pazifik, war Bollwerk der Zaren und Stellung der Sowjetunion. Ausgebaut mit Festungen und Bunkern zur Verteidigung gegen China, Japan, Korea und die USA. Die militärischen Bauwerke kamen nie zum Einsatz. Heute droht der Verfall. Doch die Geheimnisse im Untergrund sind noch immer interessant: Junge Leute aus der Stadt und engagierte Hobbyforscher erkunden auf eigene Faust die Geschichte ihrer Verteidigungsanlagen. "Beherrsche den Osten!" - so lautet die Übersetzung des Namens Wladiwostok. Der Name ist Programm: Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht die Stadt aus einer Soldatensiedlung, die auf der strategisch günstigen Halbinsel liegt. Ursprünglich gehörte die Region zu China, die Bucht war von Fischern bewohnt. Nach der Gebietsabtretung an Russland wird in Wladiwostok ein Hafen gebaut und die entstehende Stadt nach und nach mit Festungen geschützt. Keiner anderen russischen Großstadt kam der Feind so nahe wie in Wladiwostok: Nur 100 Kilometer sind es bis nach China, 120 nach Nordkorea. 300 Kilometer übers Meer liegt Japan. Über die Hügel rund um die Stadt und die vorgelagerte Insel Russki mäandern Forts, Bunker und ein Netz von unterirdischen Verbindungsgängen. Von Anfang an wurden gigantische Mengen Geld und Beton in die kanonenstarrende Stadt gesteckt. Zwar erreichte kein Krieg je Wladiwostok, doch bewirkte jede große Schlacht eine bauliche Veränderung der Bastion am Pazifik. Ihre Betonschichten sind wie Jahresringe der Militärgeschichte. Heute sind die Festungen nur noch Ruinen. Sie dienen als spektakuläre Kulisse für Militärfans, die sonntags in den verlassenen Bunkern als "Amerikaner" gegen "Russen" zum Softballmatch antreten - hochgerüstet mit automatischen Softair-Waffen, Nachtsichtgeräten und Übungshandgranaten. Kriegsspiel hat Tradition in der Hafenstadt im Osten. Die Welt des Militärs gehörte immer schon dazu. Als Hauptquartier der Pazifikflotte war Wladiwostok zudem lange eine sogenannte geschlossene Stadt, abgeschottet vom Rest des Landes. Wladiwostok war stets für den Krieg gerüstet und kannte selbst nur den Frieden. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat sich die Stadt neu erfunden und zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum entwickelt.
Das Forstunternehmen soll wachsen, und ein unberührtes Erntegebiet verspricht hohe Gewinne. Der 65 Quadratkilometer große "Forever Claim" wurde bisher noch nie bewirtschaftet. Dort stehen wahre Giganten aus Holz am Ende ihres Lebenszyklus - jeder einzelne ist zigtausend Dollar wert. Und es gibt noch eine Besonderheit: Anders als die meisten Flächen, die nur für wenige Monate verpachtet werden, wird dieses riesige Areal auf Lebenszeit vergeben. In zehn Tagen soll es im Rahmen einer Blindauktion versteigert werden. Alle interessierten Unternehmen können mitbieten.
Wie stark ist Russland wirklich? Die Dokumentation wirft einen Blick auf Wladimir Putins Arsenal zwischen sowjetischem Erbe, modernen Raketensystemen und internationaler Unterstützung. Tausende Panzer, Raketen und Munitionsdepots aus sowjetischer Zeit stehen neben dem Anspruch, mit Hyperschallwaffen militärisch weltweit führend zu sein. Doch der Krieg gegen die Ukraine offenbart auch Schwächen: Systeme werden zerstört, Wissenschaftler und Ingenieure geraten unter Druck. Die Dokumentation zeigt die russische Kriegsmaschinerie und fragt, wie Moskau fortwährend Waffen und Soldaten an die Front bringen kann. Im Mittelpunkt stehen die engen Verbindungen zu China, Nordkorea und dem Iran. Raketenmodelle und technisches Wissen kommen aus dem Iran, Nordkorea entsendet Kämpfer. Auch der wieder freigelassene Waffenhändler Viktor But tritt auf und droht mit Vergeltungsschlägen. "Putins geheime Waffen" beleuchtet Macht, Propaganda und die Tragfähigkeit von Putins Militärstrategie im Krieg gegen die Ukraine - sowie deren globale Folgen für Sicherheit und internationale Machtverhältnisse der kommenden Jahrzehnte und darüber hinaus.
Eine Frau, die Pferde liebt, wird digital und persönlich verfolgt, aber ihre Hilferufe werden ignoriert, was schließlich zu ihrem Tod führt. Parallel dazu droht ein entfremdeter Ehemann, seine Frau zu töten, nachdem sie ihm aus dem Gefängnis geholfen hat. Die Geschichte zeigt die tragischen Folgen von Vernachlässigung und Gewalt in Beziehungen.
Wenn das ersehnte Hochzeitsdatum feststeht, ist bei Bräuten in spe das Herzklopfen groß und die To-Do-Liste lang. Ein Punkt steht aber bei allen ganz vorn auf der Agenda: das perfekte Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget? Schnell stellt sich bei den angehenden Bräuten Überforderung ein, doch die Brautmodenausstatter der Doku-Soap "Zwischen Tüll und Tränen" bewahren bei allen Kundenwünschen einen kühlen Kopf!
Ein bizarrer grünhaariger Serpent erscheint in einer abgelegenen Dschungellagune und mächtige Blasen, die vom Meeresboden aufsteigen, könnten eine Gefahr für Taucher:innen darstellen. Ein verängstigter Wanderer auf einem 5000ft hohen Berggipfel leitet Elektrizität aus dem Himmel. Diese ungewöhnlichen Ereignisse werfen Fragen über die Sicherheit und die Naturphänomene in diesen abgelegenen Gebieten auf.
In dieser Folge geht es für Kai und Knossi bei ihrer Hochzeitsreise rund um die Welt nach Ghana! Franca und Anthony heiraten und das gleich zweimal! Neben der Anprobe der Hochzeitsoutfits, die zumindest für Knossi zur echten Herausforderung wird, gibt es für den Besuch aus Deutschland viel zu erleben: Was hat eine Geschenkeliste mit der Entscheidung zu tun, ob die Braut heiraten darf? Warum findet Antony einen Verlobungsring eine schlechte Idee? Und wann darf sich das Brautpaar endlich das erste Mal öffentlich küssen? Kai und Knossi erfahren es!
Lissabon ist bekannt für seine vielen Hügel, sein süßes Gebäck - und für seine historischen Straßenbahnen. Korrespondent Thomas Walde hat mit der legendären Linie 24 die südwestlichste Hauptstadt Europas erkundet. Dabei steigen viele Portugiesinnen und Portugiesen gerade auf E-Mobilität um. Die Elektroautos erleben einen echten Boom. In Portugal stehen die Zeichen auf erneuerbare Energien. Dank großer Pumpspeicherkraftwerke kann auch auf unterschiedliche Wetterlagen reagiert werden. Außerdem erklären Anne Arend, Anna Warsberg und Thomas Walde aus dem ZDF-Studio Südwesteuropa, warum Portugal auf Antidepressiva setzt und wie das Militär die Bevölkerung vor Waldbränden schützt. Und als Geheimtipp dabei: ein Ausflug in die wunderschöne Altstadt von Coimbra.