Schmalspurbahnen haben vor über 120 Jahren auch in Frankreich in abgelegenen Gegenden für wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt. So entstand ein über 200 Kilometer langes Bahnnetz.
Die Strecke verlief zwischen Tournon-sur-Rhône, Le Cheylard, Le Puy-en-Velay und Dunières. Kurz nach der Stilllegung 1968 nahmen zwei Vereine den Museumsbetrieb wieder auf. Seit 1970 verkehrt zwischen Raucoules und Saint-Agrève der Velay-Express.
Wobei "Express" ein wenig übertrieben klingt. Zuckelt doch der Dampfzug mit rund 30 Kilometern pro Stunde über die 1000 Millimeter breiten Gleise. Die Männer und Frauen vom Verein "Voies Ferrées Du Velay" kümmern sich um Erhalt und Betrieb der Fahrzeuge und der Strecke. Und es gibt dort sogar eine ganze Familie, die sich über drei Generationen dem "Leben auf der Schiene" verschrieben hat - zumindest in der Freizeit.
Neben einer Mallet-Dampflok und liebevoll restaurierten Holzwagen kommen auch Dieseltriebwagen zum Einsatz. Diese sind vom Hersteller Billard aus den 1930er-Jahren. Uriges Design und knatternde Motoren sind Garantie für ein besonderes Fahrerlebnis. An den Endbahnhöfen gibt es Drehscheiben, sodass die Dampflok immer mit der Rauchkammer voraus auf die Strecke geht. Überhaupt sind alle Bahnhöfe und Nebenanlagen wie Wassertürme und Lokschuppen noch original erhalten. In den 1950er- und 60er-Jahren wurde angesichts der drohenden Stilllegung kein Geld mehr ausgegeben. Also wurde nicht modernisiert, aber auch nichts abgerissen. Ein Glücksfall für die Museumsbahn.
Entlang der Strecke gibt es viel zu erleben. Immer ist irgendwo ein Wochenmarkt mit kulinarischen Spezialitäten und Handwerkskunst aus der Region. Wanderfreunde kommen auf ihre Kosten, und wer sich über traditionelle Rinderzucht informieren möchte, fragt einfach einen der vielen Landwirte. Manchmal etwas abseits, aber immer einen Ausflug wert, sind kleine Restaurants auf dem Land. Eines davon ist zugleich auch Bücherstube und Weinhandlung.
Le Chambon-sur-Lignon, ein kleines Städtchen an der Strecke mit typischen Häusern aus grauem Gestein, ist weltweit bekannt. Zur Zeit der deutschen Besetzung in den 1940er-Jahren fanden hier, und in den umliegenden Dörfern, Tausende jüdische Kinder und Familien Zuflucht und Hilfe. Organisiert von evangelischen Pfarrern entstand eine Gemeinschaft der Helfenden. Die meisten Flüchtenden kamen mit dem Zug, erhielten am Bahnhof zu essen und zu trinken, und es wurden für sie Verstecke organisiert.
Sabine kann es nicht fassen: Nach über 17 Jahren erfährt sie, dass ihr Mann Norbert sie kurz vor ihrer Hochzeit mit seiner Jugendliebe Tabea betrogen hat und daraus auch noch ein Kind entstanden ist! Nun will Karla, Norberts uneheliche Tochter, ihren Vater endlich kennenlernen. Sabine ist sich sicher, dass sie ihre Familie zerstören wird. Aber würde sie der 17-Jährigen tatsächlich etwas antun? Oder hat Karlas Cousin Jan sie die Böschung an einer Fußgängerbrücke hinuntergestoßen?
Survival-Experte und Abenteurer Bear Grylls kennt sich mit Extremsituationen aus. Nun reist er zum Bermuda-Dreieck, um Haie in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben. Dafür bringt er die Raubtiere zunächst in einen Fressrausch und springt anschließend ins Wasser.
Pharao Echnaton: Unter seiner Herrschaft wird eine neue Staatsreligion eingeführt, eine neue Hauptstadt gebaut und die Kunst revolutioniert. Als Echnaton unter dem Namen Amenophis IV. den Thron besteigt, ist Ägypten das mächtigste und wohlhabendste Reich der Region. Doch der neue Pharao hadert mit den alten Eliten und Glaubensvorstellungen. Er ernennt den Sonnengott Aton zum alleinigen Gott. In nur wenigen Jahren lässt er im Wüstensand eine neue Hauptstadt errichten und revolutioniert dafür die Bautechnik. Alles in der neuen Stadt, die beim heutigen Tell el-Amarna liegt, wird auf Aton ausgerichtet. Im Zentrum des Kults stehen der Pharao, der sich ab nun "Echnaton - der Aton nützlich ist" nennt, und seine Große Königliche Gemahlin Nofretete. Auch in der Kunst kommt es zu extremen Veränderungen, die Bildnisse des Pharaos tragen beinahe verzerrt androgyne Züge. Darstellungen der Königsfamilie mit ihren Kindern sind allgegenwärtig. Doch nach nur 17 Jahren auf dem Thron stirbt Echnaton. Und seine Nachfolger unternehmen alles, damit er und sein Wirken möglichst schnell vergessen werden. Der Hof kehrt nach Theben zurück, und die alten Götter werden wieder verehrt. Echnatons Name wird aus Inschriften getilgt, seine Bildnisse werden zerstört und seine Bauwerke als Steinbruch verwendet. Der Pharao wird so gründlich aus der Geschichte gestrichen, dass erst im 18. Jahrhundert Spuren von ihm in den damals wiederentdeckten Überresten seiner Stadt "Achet-Aton" aufgefunden werden. Doch bis heute bleibt Echnaton, der "Revolutionär auf dem Thron", geheimnisumwittert. War er ein Visionär oder ein Wahnsinniger? Handelte er strategisch oder aus Glaubenseifer? Noch umgeben viele Rätsel seine Herrschaft und die kurze Epoche in der Geschichte des alten Ägypten, als zum ersten Mal ein Gott allein am Himmel stand. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Auf seiner Reise zum UNESCO-Welterbe Japans begegnet Christopher Clark einem faszinierenden Land zwischen uralten Traditionen und schriller Hypermoderne. Vom heiligen Berg Fuji und der Megacity Tokio führt die Reiseroute zur alten Kaiserstadt Kyoto mit ihren Schreinen und der rätselhaften Tradition der Geishas, weiter nach Himeji, wo die Geschichte der Samurai lebendig ist, und nach Sakai mit seinen Kaisergräbern. Der Vulkan Fuji gehört seit 2013 zum UNESCO-Welterbe. Das liegt nicht zuletzt an seiner Bedeutung innerhalb des Shinto-Glaubens, der Urreligion Japans, wie unzählige Schreine in der Nähe des Berges dokumentieren, in denen den Göttinnen und Göttern des Berges gehuldigt wird. Weiter geht die Reise in die bunte Fantasiewelt von Tokios Stadtteil Akihabara, der Geburtsstätte von Tamagotchi und Gameboy bis zu Nintendo und Emojis. Mangas und Animes gehen zurück auf uralte japanische Zeichentraditionen. Viele Kinder und Jugendliche identifizieren sich sogar mit den Figuren aus den Geschichten, wie sich Christopher Clark vor Ort erklären lässt. In Kyoto, der Residenzstadt des japanischen Kaiserreiches, begegnet der Moderator einer japanischen Tradition, die bis heute gepflegt wird: den Geishas. Die Kultur der Geisha geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Für arme Mädchen war die Ausbildung zur Geisha oft die einzige Chance auf Bildung. Dann stand ihnen ein relativ selbstbestimmtes Leben offen. Auch heute noch durchlaufen sie eine strenge fünfjährige Ausbildung, zu der Tanz, Gesang, Kalligraphie und japanische Geschichte gehören. Im Zen-Tempel Ryoanji lässt sich Christopher Clark in die Grundbegriffe einer Weltanschauung einweihen, die auch in Europa immer mehr Anhänger findet. Im Gegensatz zu dem, was im Westen seit den alten Griechen hochgehalten wird - die Perfektion - feiert die Philosophie des Zen den Augenblick, die Vergänglichkeit und die Bescheidenheit. In der imposanten Burg von Himeji aus dem 17. Jahrhundert macht sich Christopher Clark mit der Tradition der berühmten Samurai-Kaste und ihrer Kunst des Schwertkampfes bekannt. Dazu gehört auch die Meisterschaft bei der Herstellung dieser Waffen - ein Handwerk, das seit Jahrhunderten tradiert wird. Am Ende seiner Reise taucht der Moderator in eine historische Epoche Japans ein, die Kofun-Zeit genannt wird. Der Name rührt von riesigen Erdhügelgräbern her, den Kofun, die während des 3. bis 7. Jahrhunderts entstanden. Einige der vielen Tausend Gräber bergen die Überreste von Kaisern, weshalb sie bis heute als Privatgräber der kaiserlichen Familie angesehen und deshalb von Wissenschaftlern nicht angetastet werden. Und so sind auch diese Gräber ein Symbol für das, was an Japan fasziniert: das Nebeneinander von mythischer Vergangenheit und hochmodernem Alltagsleben.
Auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta erschufen die Minoer einst eine der ruhmreichsten Zivilisationen der antiken Welt, die dann aber auf mysteriöse Weise von der Bildfläche verschwand. Josh Gates will herausfinden, was mit dem Volk der Minoer wirklich geschah.
Schauspielerin Romy Schneider und ihre Mutter Magda - über die Mutter-Tochter-Beziehung wurde immer wieder spekuliert. Die Doku zeigt die enge Verbindung der beiden Frauen in einem ungeahnten Licht und thematisiert auch ihre Ängste und Sehnsüchte. Verschollen geglaubtes Filmmaterial und bisher unbekannte Briefe geben neue Einblicke
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
Der neue BMW X5 soll Rekorde brechen. Vor allem als Elektroversion mit über 800 Kilometern Reichweite. Leuchtend wie Lava zeigt sich der Genesis GV60 Magma. Aber kochen die Koreaner auch so heiß wie die Optik vermuten lässt? Der Ioniq 3 soll zu Hyundais elektrischem Bestseller werden. Warum das wirklich gelingen könnte zeigt Dennis.
Amerikas erstes Mysterium handelt von der verschwundenen Kolonie in Roanoke: Während dort britische Siedler vor etwa 400 Jahren in mühevoller Arbeit ein Dorf aufbauen, gehen ihnen die Vorräte aus und ihr Oberhaupt reist zurück nach England, um die benötigten Vorräte mitzubringen. Bei seiner Rückkehr sind alle Bewohner verschwunden. Bis heute ranken sich viele Legenden um die Kolonie, die sich in Luft aufgelöst hat.
Am Flughafen von Santiago de Chile arbeitet die Anti-Drogenbrigade an einer sensiblen Route des internationalen Schmuggels: von Brasilien nach Ozeanien. Ein Paar, das nach Neuseeland reisen will, gerät ins Visier der Ermittler - und ein Körperscan bringt Erschreckendes ans Licht. Zeitgleich sorgt eine ausgelassene Freundesgruppe, die zu einem Junggesellenabschied aufbricht, für Aufsehen - mit Folgen, die ihre Pläne abrupt verändern.
Der Umgang mit dem Tod war in Wien immer schon etwas Besonderes. Nirgends sonst werden persönliches Ansehen und soziale Stellung bis über die Grabstätte hinaus zelebriert, quasi ins "Unvergängliche". So spannt sich ein pittoresker Bogen von der "schönen Leich'" mit prunkvoller Kutschenfahrt und Prozession bis zum schlichten Armenbegräbnis "auf Anordnung der Sanitätsbehörde"; von Ehrengräbern in mehreren Klassen - "mit" und "ohne Obhut" -, monarchistischem Pomp inklusive Titeldemonstration in der Kapuzinergruft bis hin zu den schlichten Beerdigungen von "ins Wasser Gegangenen" auf dem Friedhof der Namenlosen. Ein Fernseh-Feuilleton von Martin Polasek
Kerma wirkt auf den ersten Blick wie ein leerer, öder Landstrich. Doch aus der Luft erkennt man in der Wüste die komplexe Struktur einer alten Stadt. Im Norden des heutigen Sudan lassen sich die Fundamente von Hunderten von Häusern erkennen. Vor 5000 Jahren erblühte dort offenbar eine fortschrittliche Stadt. Josh Gates sucht in dieser Folge von "Expedition Unknown" nach den Spuren eines mächtigen Imperiums, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Denn die Hinterlassenschaften des Reiches von Kusch wurden lange den Ägyptern zugeschrieben.
Thalwinkel ist ein kleines Dorf. Es hat gerade mal 120 Einwohner. 100 im Tal und 20 auf dem Berg in Bergwinkel. Das Dorf liegt idyllisch im Bibertal gleich neben Bad Bibra. Es hat Wald rundherum, ein munteres Bächlein. Und doch machen sich die Leute hier Gedanken: Was passiert, wenn immer weniger hier wohnen, wenn noch mehr Häuser leer stehen, wenn das Dorf weiter schrumpft? Tätig werden ist die Antwort!
Auch wenn es nur zwei Vereine im Dorf gibt, stemmt die Dorfgemeinschaft so einiges. Sie bauen einen Spielplatz in Bergwinkel wieder auf, haben dafür Spielgeräte organisiert und aufgepeppt. Sie kümmern sich um den Radweg, der das Dorf tangiert. Der Wegverlauf der "Rad-Acht Saale-Unstrut-Elster" muss freigezogen, geschottert und freigeschnitten werden. Am Sportplatz wuselt es, damit Volleyballplatz und Grünflächen herbst- und winterfest gemacht werden - natürlich mit Grill und Plauderzeit. Und mit einem letzten Blick auf den Schriftzug THALWINKEL, der Hollywoodlike am Ortseingang thront, nun als Kirmesüberbleibsel eingemottet wird.
Was bleibt, ist die Lust am Machen: Vor einer Scheune wird ein alter LKW "IFA H6" aufgebaut. Nebenan trifft sich regelmäßig die kleine Skatrunde. Die Kinder ziehen durchs Dorf und sammeln Erntegaben. Auch geballtes Kräuterwissen schafft es auf den Tisch und in traditionelle Kräuterbuschen.
Hatschepsut kommt als Tochter von Thutmosis I. und Königin Ahmose zur Welt. Die legendäre Pharaonin führt das Land in eine Zeit des Wohlstandes und des Friedens. Da sie als Frau von der Erbfolge ausgeschlossen ist, wird ihr Halbbruder Thutmosis II. zum Pharao gekrönt. Um seinen Thronanspruch zu festigen, heiratet er Hatschepsut. Nach dessen Tod setzt sie sich als Regentin und Vormund ihres Stiefsohnes Thutmosis III. ein. Experten versuchen an unterschiedlichen Orten Ägyptens herauszufinden, wie die junge Frau es schaffte, in einer von Männern dominierten Welt die Traditionen zu umgehen und sich selbst zum Pharao zu krönen. Selbst als ihr Stiefsohn alt genug war, um zu regieren, zog sie sich nicht zurück. Die beiden teilten sich die Macht in einer Ko-Regentschaft. Thutmosis III. sicherte als erfolgreicher Feldherr die Grenze zu Nubien, während Hatschepsut eine Expedition ins sagenumwobene Punt organisierte. Unter der Herrschaft der Pharaonin erlebte das Land eine Zeit des Reichtums, in der Kunst und Kultur aufblühten. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Feuerspeiende Vulkane, wilde Natur und feierliche Rituale begegnen Christopher Clark in Indonesien. Er zeigt die großen Weltkulturerbestätten des Inselstaates zwischen Moderne und Tradition. Der buddhistische Tempel von Borobudur zeugt ebenso von der uralten Geschichte Indonesiens wie die Hindutempel von Prambanan, wie Moscheen und koloniale Bauten. Der Historiker Clark erforscht den Regenwald und Bewässerungssysteme auf Bali und taucht in die Kultur ein. Das ewige Geknatter der Motorräder neben meditativer Versenkung in uralte Rituale. Moderne Metropolen neben Reisanbau wie vor tausenden von Jahren. Eine fast paradiesische Inselwelt und die ständige Bedrohung durch Vulkane, Erdbeben und Tsunamis - Indonesien ist in seiner Vielfältigkeit kaum vollständig zu erfassen. Sir Christopher bereist den Ujung Kulon Nationalpark und trifft Menschen, die einen ganz genauen Blick auf den Vulkan Anak Krakatau werfen. Er besucht die weltberühmten Tempel von Borobudur und Prambanan. Auch in der Kotagede Moschee und im Taman Sari Wasserpalast begegnet er der überbordenden Gestaltungsfreude indonesischer Künstler aus vielen Jahrhunderten. Die Kolonialbauten Yogyakartas erzählen von der grausamen Geschichte der Herrschaft europäischer Mächte in Indonesien. Sowohl die Holländer als auch die Briten beuteten Land und Menschen aus. Auf der Insel Bali scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Subak-Bewässerungsgenossenschaft regelt immer noch den gemeinschaftlichen Anbau des Reises und ist ebenso rituell strukturiert wie etwa das Alltagsleben der Balinesen. Um die Besonderheit Indonesiens zu verstehen, stellt Christopher Clark viele Fragen. Wie schaffen es die Indonesier, die doch zu 90 Prozent dem Islam angehören, ihr so vielschichtiges religiöses Erbe zu bewahren? Liegt dies an ihrer Geschichte mit uralten Handelsbeziehungen zu Chinesen, Portugiesen und Arabern? Hat das harmonische Miteinander auch etwas mit der Vermischung der Religionen zu tun, die so alt ist, dass sie feste Tradition geworden ist? Das Paradebeispiel hierfür ist Wayang Kulit, das überall in Indonesien beliebte Schattentheater. Hier fließt alles zusammen: Ahnenkult, hinduistische Epen, islamische Helden, traditionelle Musik und ein Puppenspieler, der die Verantwortung eines Priesters trägt.
Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie?
Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse.
Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch - ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen?
Auf dem Dachboden findet der "Teufelskreis" statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen.
Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle - besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen.
Wenn die Nähe zum Tod Dein Alltag ist, was macht das mit Dir?
Um das herauszufinden, begeben sich die Filmemacherinnen hinter die Kulissen des Wiener Zentralfriedhofes und lernen beeindruckende Persönlichkeiten kennen: eine Baumpflegerin, einen Totengräber, einen japanischen Beethoven-Fan, eine Fremdenführerin, ein Grufti-Pärchen, eine Blumenbinderin und den Geschäftsführer der Holding.
Sie alle gehören zum fast unsichtbaren Personal des Friedhofes und werden in diesem Film ins Licht gerückt.
Lange genug musste Bettina Trommler ertragen, dass ihr Ehemann Heiko den gemeinsamen Hund besser behandelt als sie. Jetzt hat sie nach 16 Jahren Ehe einen Schlussstrich gezogen und ist samt Tochter und Dackel zu ihrem neuen Lover, Heikos bestem Freund Ralf, gezogen. Ein Schock für den Familienvater! Nicht nur Frau und Tochter sind weg, sondern auch die geliebte Hündin. Hat er Bettina beim Gassigehen in eine Baugrube gestoßen, um den Dackel zu klauen?
Weiße Haie und Mako-Haie sind Spitzenräuber der Meere. Doch die beiden Spezies treffen normalerweise nicht aufeinander. Der Meeresbiologe Riley Elliott nimmt jedoch an, dass es einen Ort vor Neuseeland gibt, an dem sich die Routen der beiden Haiarten tatsächlich kreuzen. Mit seinem Team erkundet er die raue Meeresregion, um seine Theorie zu bestätigen.
"Eisenbahn-Romantik" reist durch ein in Deutschland kaum bekanntes Italien. Etwa auf halbem Wege zwischen Rom und Pescara befindet sich am Fuß des Majella-Massivs das Städtchen Sulmona.
Es ist der Geburtsort des Dichters Ovid. Sulmona ist aber auch der Ausgangspunkt einer der landschaftlich reizvollsten Eisenbahnstrecken Italiens. Als "Ferrovia dei Parchi" ist die Bahnlinie durch die Abruzzen, die in Richtung Neapel führt, eher unbekannt.
Seit ihrer Reaktivierung im Jahr 2014 ist die Gebirgsbahn besser bekannt unter ihrem Spitznamen "Transiberiana d'Italia" - "Transsibirische Eisenbahn Italiens". Ein Journalist hatte die Strecke wegen ihrer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie der unterschiedlichen Temperatur- und Klimazonen so genannt. Die Fahrt war für ihn wie eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn im Kleinen. Die Strecke führt bis auf den zweithöchsten Normalspurbahnhof Italiens Rivisondoli auf 1268 Meter über dem Meer - nur der Brenner in Norditalien ist höher.
Eine junge Kolumbianerin wirkt nervös - unter ihrer Kleidung verbirgt sich mehr, als sie preisgeben will. Währenddessen gerät eine britische Passagierin ins Visier der Beamten: Ihr Ausweis wirft Fragen auf, und ein zweiter Pass sorgt für noch mehr Rätsel. Auch ein Paar auf Inlandsreise gerät unter Verdacht - die Spürhunde wittern etwas Unerlaubtes.
Gute 40 Jahre nach Kriegsende ist Vietnam - das einst geteilte Land - mitten im Aufbruch, quicklebendig, pulsierend und sympathisch chaotisch. Nichts hat all die Träume der Vietnamesen mehr beflügelt als der Reunification Express. Der Zug fährt zehn Mal am Tag von Nord nach Süd und wieder zurück. Der Film begleitet Passagiere und Zugpersonal bei ihren kleinen und großen Abenteuern auf der langen Reise durch ein faszinierendes Land.
Den einfallsreichen Vietnamesen ist nichts unmöglich: einen ganzen Blumenmarkt auf einem einzigen Moped balancieren, drei Schweine, 100 lebende Hühner oder eine ganze Familie! Sie schaffen einfach alles. Und noch mehr.
Gute 40 Jahre nach Kriegsende ist das einst geteilte Land mitten im Aufbruch, quicklebendig, pulsierend und sympathisch chaotisch wie kaum ein anderes in Südostasien. Nichts hat all die Träume der Vietnamesen mehr beflügelt als der Reunification Express. Der Zug fährt zehn Mal am Tag von Nord nach Süd und wieder zurück, von der Hauptstadt Hanoi hinunter in die zweite große Metropole: Ho Chi Minh City, dem früheren Saigon. Der Film begleitet Passagiere und Zugpersonal bei ihren kleinen und großen Abenteuern auf der langen Reise durch ein faszinierendes Land.
Dabei lernt das Filmteam Vang Seo kennen. Der Reisbauer ist schon über 80 Jahre, aber bestellt wie eh und je seine Felder auf den Reisterrassen von Ha Giang in Vietnams hohem Norden. Die Gegend ist kaum erschlossen und atemberaubend schön. Vor allem im Herbst, wenn die satten grünen Felder im Licht der tief stehenden Sonne erleuchten.
Die erst 18-jährige Thi Luyen lebt in einem Bergdorf. Sie ist gerade zum ersten Mal Mutter geworden. Jetzt zieht sie als Hebamme über die Dörfer, um anderen jungen Frauen beizustehen, damit sie in der Abgeschiedenheit der Bergwelt ihr Kind gesund auf die Welt bringen.
In Hanoi erlebt das Team den kolonialen Charme der vietnamesischen Hauptstadt und vor allem reichliches Essen. Überall dampft und brodelt es, die Dumplings von Madame Chung, die Krabben von Herrn Nguyen, eine Pho, die fette Nudelsuppe von Frau Lien, alles Streetfood wie von einem anderen Stern.
Knapp 2.000 Kilometer ist die Reise Richtung Süden lang, eine Ruckelpartie, die allein zwei Tage und Nächte dauert. In den beengten Abteilen kommt man seinen Mitreisenden schneller näher, als man denkt.
Wer lieber die Weite mag, lässt sich vom atemberaubenden Ausblick aus den Fenstern des Zuges begeistern: vorbei an den Lotusfeldern südlich von Hanoi, zur Linken die Küste mit Stränden, Palmen, blauem Wasser, zur Rechten die Berge, Wälder, die Höhlenwelten von Vietnams Zentralmassiv.
Der Zug fährt an der wunderschönen Zitadelle von Hue vorbei, am geschichtsträchtigen Strand von Da Nang, wo damals die ersten US-amerikanischen Bodentruppen landeten. Der Zug macht Halt in Hoi An, der Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier trifft das Filmteam einen älteren Herrn, der wunderschöne, traditionelle Laternen herstellt und damit Gassen und Plätze in ein warmes unverwechselbares Licht taucht. Welch ein magisches Erlebnis, bevor schließlich die grellen Lichter von Ho Chi Minh am Horizont erscheinen.
Die Sorbonne zählt zu den ältesten Universitäten der Welt. Bis heute verteidigt sie das Konzept der klassischen Bildung. Sie ist ein Mythos, zu dem auch das Quartier Latin zählt. Die Dokumentation macht Lust, an der Sorbonne zu studieren und durch das Quartier Latin zu flanieren, auf den Spuren von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.
In einem biotechnischen Labor in Südkorea arbeiten Forscher an der Entwicklung eines Klons des ausgestorbenen Wollhaarmammuts. Von Südkorea reist Josh nach Kanada, wo in einer Goldmine uralte Knochen ausgegraben werden. Schließlich geht es nach Sibirien - hier soll gefrorenen DNA tief aus der Erde an die Oberfläche gebracht werden.
Mit seiner neuen Dokumentation entführt Historiker Sir Christopher Clark die Zuschauer auf eine eindrucksvolle Reise durch das kulturelle Erbe und die atemberaubenden Landschaften Chinas. Der Ursprung des Kung-Fu im Shaolin-Tempel, eine ganze Armee aus Ton und verbotene Paläste faszinieren den Historiker ebenso wie spektakuläre Landschaften und Begegnungen mit Teeanbauern. Und er findet das Besondere an der traditionellen chinesischen Medizin. Clark zeigt ein China, das gleichermaßen von Tradition und Moderne geprägt ist. Einen ersten Eindruck in die chinesische Seele geben Christopher Clark die nebelverhangenen Gipfel Huangshans, die als Inbegriff der perfekten Landschaft und Poesie gelten. Auch der romantische Westsee im uralten Hangzhou regte Chinas Dichter zu Höchstleistungen an. Zunächst begibt sich Christopher Clark zu dem Mönch und Kung Fu-Master Yan Chan, der ihm die Kampfkunst des Shaolin-Klosters persönlich nahebringt. Im uralten Pagodenwald darf er sich selbst in Kung-Fu üben und erfährt, warum Tiere große Vorbilder für Kampfsport sein können. Ein exklusives Highlight: Er darf das selten gefilmte Indoor-Circle-Training der Mönche dokumentieren - eine ganz besondere meditative Trainingsmethode für Körper und Geist. Unter den Mönchen trifft er auch den begnadeten Kalligrafen Shi Yankan, der ihm sogar seinen Pinsel für eigene Versuche übergibt. Nach einem Ausflug in die Verbotene Stadt in Peking führt die Reise weiter zu den spirituellen Zentren des Landes: Bei den Longmen-Grotten und beim Ahnenfest im Kloster Lingying erlebt Clark die tiefe Verwurzelung buddhistischer Traditionen. Ihm wird bewusst, dass es auch im kommunistischen China eine Sehnsucht nach Spiritualität gibt. Dann geht Christopher Clark der Frage nach, ob man die Große Mauer tatsächlich aus dem All sehen kann. In Hangzhou entdeckt er die Poesie des Westsees und die Kunst des Teeanbaus, während ihn in Xi'an die weltberühmte Terrakotta-Armee in die Geschichte des alten Kaiserreichs eintauchen lässt: Was erzählt uns die riesige Armee der 8000 Tonkrieger heute noch? Er darf den weltberühmten Soldaten aus Terrakotta ganz nahe kommen, aus kleinsten Bruchstücken bauen die Experten mithilfe von KI zerstörte Figuren heute wieder zusammen. So erlebt er Auge in Auge eine Zeitreise ins chinesische Reich vor 2200 Jahren. In der Metropole Xi'an taucht er tief in die Genüsse der chinesischen Küche ein, auch die traditionelle Medizin fasziniert den Historiker, bevor ihn die bunten Regenbogenberge des Zhangye-Danxia-Geoparks in ihren Bann ziehen. Die Vielfalt des riesigen Landes ist faszinierend. Immer wieder wird deutlich, wie stark China die Welt beeinflusst hat - sei es durch Tee, Kulinarik oder Kampfkunst. Und doch bleibt das Land rätselhaft in seiner Strebsamkeit und Spiritualität. Christopher Clark zeigt ein China, das sein Gleichgewicht zwischen Vergangenheit und Zukunft sucht, und doch bleibt die Frage spannend, wohin das Streben Chinas nach wirtschaftlicher Macht die Weltgemeinschaft noch führen wird.
Der Kindkönig Tutanchamun ist heute der mit bekannteste Pharao Ägyptens. Die Entdeckung seines Grabes durch Howard Carter im Jahr 1922 und dessen kostbare Beigaben machen ihn weltberühmt. Tutanchamun tritt ein schwieriges Erbe an: Unter seiner Herrschaft werden die traditionellen Götterkulte wiederhergestellt, Tempel erneuert. So soll Ägyptens traditionelle religiöse und politische Ordnung wieder gefestigt werden. Waren Tutanchamuns mächtige Berater Eje und Haremhab loyale Vertraute, oder verfolgten sie eigene Pläne für den Thron? Welche Rolle spielte die rätselhafte Pharaonin Neferneferuaten vor der Herrschaft des jungen Königs? Starb Tutanchamun mit etwa 18 oder 19 Jahren an einer Krankheit, an den Folgen einer Verletzung, oder wurde er möglicherweise ermordet? Und warum vermuten manche Fachleute, dass Teile seiner Grabausstattung ursprünglich für andere Mitglieder der Königsfamilie angefertigt wurden und selbst sein Grab zunächst für jemand anderen vorgesehen war? Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land erreicht im Neuen Reich einen Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums.
In dieser Sendung werden die unterschiedlichsten Destinationen vorgestellt. Der Zuschauer lernt mehr über Kultur, Landschaft und die Menschen, die dort leben. Da möchte man gleich in den Flieger steigen.
Am Flughafen von Santiago de Chile gerät die Anti-Drogen-Brigade in Alarmbereitschaft: Drei Touristen ohne Gepäck entpuppen sich nach einer Röntgenuntersuchung als Teil einer riskanten Schmuggeloperation. Zeitgleich sorgt eine Familie aus Hongkong für Aufsehen, als Unstimmigkeiten in ihren Pässen entdeckt werden. Und ein aus den USA abgeschobener Chilene gibt den Behörden Rätsel auf - was wird die Kontrolle ans Licht bringen?
Das Weinbaugebiet Lavaux zwischen Lausanne und Vevey gilt als eine der schönsten Landschaften der Schweiz. Die mächtigen Felswände der Savoyer- und Waadtländer Alpen schützen vor kalten Winden und auch der über dreihundert Meter tiefe Lac Léman - der Genfer See - sorgt für ein mildes Klima. Schon die Römer pflanzten an den steilen Uferhängen Reben. Im Mittelalter begannen Zisterziensermönche stufenförmige, mit Mauerwerk befestigte Terrassen anzulegen und steigerten so Qualität und Ertrag der Weinstöcke. Trotz Einsatz moderner Techniken ist der Weinbau im Lavaux auch heute noch durch die steilen Lagen äußerst aufwendig. Um die Bewirtschaftung zu erleichtern, wurden schwindelerregende Einschienenbahnen errichtet, die Menschen und Material bis in die oberen Terrassen transportieren. Am steilsten sind die Hänge des Dézaley, sie wurden vom Rhonegletscher geformt. Der ton- und kalkhaltige Boden verleiht den Weinen - vor allem dem Chasselas, dem Gutedel, seinen typischen Geschmack. Das Lavaux - Berge, See, Rebhänge und Siedlungen bilden eine einzigartige Kulturlandschaft. Deshalb wurde sie 2007 von der Unesco in die Welterbeliste aufgenommen.
Das sagenumwobene Transsilvanien, bekannt durch die Romanfigur des blutdurstigen Graf Dracula, gehört zu den landschaftlich schönsten Flecken ganz Europas.
Transsilvanien, inmitten der bis zu 2000 Meter hohen Gipfel der rumänischen Karpaten, heißt wortwörtlich übersetzt "Hinter den Bergen". Das Filmteam erkundet diese rumänische Bergwelt, die einsamen Dörfer und deren traditionell lebenden Einwohner.
Es erlebt märchenhafte Kulissen von jahrhundertealten Schlössern, lernt die transsilvanische Gastfreundschaft kennen, besucht einen der letzten Urwälder Europas, lässt sich von Einheimischen die alten, schaurigen Sagen und Legenden erzählen und besucht zu guter Letzt die als Dracula-Schloss bekannte Burg Bran.