Salzburg ist weltweit ein Begriff für Musik - in der Barockstadt schwingen und erklingen viele berühmte Töne und Melodien. Allgegenwärtig ist allerdings die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.
Seit gut 250 Jahren hat sich die ganze Stadt dem Genie verschrieben und agiert gleichermaßen als Gralshüterin seines umfassenden Werkes. Doch dort wird das Werk des meistgespielten Komponisten der Welt auch weiterentwickelt. So etwa mit dem Projekt "Spot on MozART".
Die Stiftung Mozarteum, die Salzburger Festspiele, die Mozartwoche, die Mozartmuseen, die digitale Mozart Edition, die Universität Mozarteum, das Mozarteum Orchester und das Domquartier sind nicht nur die Bewahrer der Kunst des meistgespielten Komponisten der Welt, sie entwickeln sein Werk auch weiter: So etwa mit dem Projekt "Spot On Mozart" der Kunstuniversität Mozarteum, mit welchem man seine legendäre Musik auch jungen Menschen zugänglich und für sie anschau- und hörbar machen möchte.
Oder wie jüngst mit einer globalen Premiere von uraufgeführten, noch nie gehörten neuen Werken, wie etwa bei der digitalen Mozart Woche mit den "94 Sekunden neuer Mozart".
Dazu kommen viele neue junge Salzburger Künstlerinnen und Künstler wie Rafael Fingerlos, Christoph Sietzen, Julia Hagen oder Elias Keller, um nur einige zu nennen, die sich dem Klang Salzburgs auf ihre ganz bestimmte Art und Weise in Ton, Wort und Bild verschrieben haben. Sie erfüllen traditionelle, aber auch neue Spielstätten mit ihren eigenwilligen Interpretationen und machen so die ganze Stadt, das ganze Jahr zur Bühne.
Neben der Mozartwoche gibt es auch noch die Oster-, Pfingst- und natürlich die Sommerfestspiele, die mit ihren Solisten und den Wiener Philharmonikern seit 100 Jahren den Klang Salzburgs mitdefinieren - und das nicht nur mit Mozart, sondern mit allem, was die musikalische Tradition Europas ausmacht.
Der Film "Der Klang Salzburgs" erzählt diese Geschichte aus heutiger Sicht, zeigt das Volumen einer Musik, die heute weitaus mehr Menschen hören und erleben können als zur Zeit ihrer Schöpfung - und doch muss sie immer wieder neu belebt und gestaltet, ja sogar gegenwarts- und zukunftstauglich gemacht werden.
Der Albtraum einer Mutter - als die alleinerziehende Sandra eines Abends früher als erwartet nach Hause kommt, überrascht sie ihren neuen Freund Martin mit ihrer 14-jährigen Tochter Luisa im Bett. Beide sind fast nackt. Die Situation ist eindeutig. Hat Sandra ihren Freund deshalb krankenhausreif geschlagen? Oder führt der zwielichtige Martin ein Doppelleben, von dem bisher niemand etwas ahnt?
Gordon Ramsay macht sich auf nach New Orleans, Louisiana, zum "Trolley Stop Cafe". Inhaber Ragnar hat das Diner von seinem Großvater übernommen, jedoch nicht dessen Geschäftssinn. Zusehens geht es mit dem Laden den Bach runter und der Chef lässt sich kaum noch blicken. Das demotiviert Personal wie Gäste. Kann Ramsay den Zug wieder ins Rollen bringen?
Mit Emily Hingle, Mary Keledjian, William Morgan, Tracy Porter, Aarón Sánchez
In den Sümpfen der Everglades lauern riesige Ungeheuer auf fette Beute: Tigerpythons, die hier eigentlich gar nicht hingehören! Jetzt geht die Paarungszeit der Pythons allmählich zu Ende und die Tiere ziehen sich an geschützte Nistplätze zur Eiablage zurück. Nach einer Nachtschicht im Sumpf entscheidet sich Dusty daher die Suche in trockeneren Kiefernwäldern fortzusetzen. Denn hier herrschen perfekte Bedingungen für die Schlangenbrut. Auf der Jagd entdeckt das Team ein seltenes Exemplar, bei dem es sich um einen Hybriden handeln könnte. Passen sich die Pythons in Florida bereits an kühlere Klimazonen an.
Schwarze Löcher sind geheimnisvoll und verschlingen alles, was in ihre Nähe kommt - sogar Licht. Wissenschaftliche Entdeckungen tragen zu einem neuen Verständnis des Phänomens bei. Sie verleiben sich Staub, Gas, Planeten und selbst größte Sterne ein und wirken auf diese Weise höchst zerstörerisch. Doch jetzt haben Experten herausgefunden, dass sie für die Entwicklung des Universums möglicherweise eine zentrale Rolle spielen. Die Astrophysikerin und Buchautorin Janna Levin nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise, bei der der aktuelle Forschungsstand zu Schwarzen Löchern anschaulich wird. Zahlreiche Spitzenforscherinnen und -forscher der Astronomie und Physik liefern Antworten auf provokative Fragen zu den "allesfressenden" Giganten des Weltalls: Wo kommen sie her? Was befindet sich in ihrem Inneren? Geben Schwarze Löcher Aufschluss über die Art von Raum, Zeit und Schwerkraft, so wie wir sie auf der Erde erleben? Welche Aufgabe haben supermassereiche Schwarze Löcher, und wie kann man überhaupt nachweisen, dass es sie gibt? Am 11. Februar 2016 werden im Rahmen eines LIGO-Experiments (LIGO = Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium) mit zwei gigantischen Interferometern Gravitationswellen gemessen, die beim Zusammenstoß von zwei Schwarzen Löchern vor 1,3 Milliarden Jahren entstanden sind. Diese sensationelle Entdeckung bestätigt Albert Einsteins "Allgemeine Relativitätstheorie". Mit spektakulären Aufnahmen und Animationen macht die Dokumentation die zentralen Fragen und Erkenntnisse der Forschung zu Schwarzen Löchern anschaulich, sodass das Geschehen im Weltraum visuell nacherlebt werden kann.
"Terra X" geht gemeinsam mit der BBC auf eine atemberaubende Weltreise, um extreme Lebensräume und ihre Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren. In dieser Folge geht es um die Inseln. Vom Meer umgeben, entwickelten sie Welten für sich. Sie sind Heimat hoch spezialisierter Wildtiere. Ob Wüsteneiland, Gletscher- oder Vulkaninsel: Durch ihre Isolation sind eigenständige Lebensformen entstanden. Internationale Kamerateams haben sich drei Jahre lang auf härteste Herausforderungen eingelassen, um diese geheimnisvolle Welt aus nächster Nähe zu erfassen. Mit Drohnen durchdringen sie Wälder und Schluchten, mit Kamerafallen, Teleobjektiven und Hochgeschwindigkeitskameras dokumentieren sie erstmals bislang unentdeckte und kaum wahrnehmbare Abläufe. 117 Drehreisen gingen durch 40 Länder. In 2089 Drehtagen testeten die Teams ihre Limits. Auf Madagaskar konnten sie Lemuren mit Fakir-Qualitäten beobachten: Larven-Sifakas, die mehrere Meter weit von Dornenstrauch zu Dornenstrauch springen, ohne sich zu verletzen. Eine ungewöhnliche Fähigkeit, die ihnen ihr Überleben sichert. Nur sie erreichen die exklusiven Futterplätze in luftiger Höhe. Um einen beinahe echten Drachen vor das Objektiv zu bekommen, mussten die Teams zu einigen der über 17 000 Inseln des Archipels Indonesiens reisen. Die größte und furchterregendste noch lebende Echse ist der Komodowaran. Er hatte vier Millionen Jahre lang Zeit für seine Entwicklung. Diese gigantischen Inseldrachen liefern sich heftige Kämpfe. Auf der Weihnachtsinsel führen die eingeschleppten Gelben Spinnerameisen einen chemischen Vernichtungsfeldzug gegen die Roten Inselkrabben. Zeuge eines dramatischen, noch nie gesehenen Wettlaufs ums Überleben wird das Team auf Fernandina. Kaum ist eine kleine Meerechse geschlüpft, jagen ganze Rudel von Galapagos-Nattern das Junge. Auf Zavodovski Island im Südpolarmeer beweisen Zügelpinguine Todesmut, um unter Einsatz ihres Lebens bei mörderischer Brandung auf Futtersuche für ihren Nachwuchs zu gehen. Inseln bieten in ihrer Isoliertheit Heimat für Arten, die nur in einer bestimmten Region, einem Archipel oder gar auf einer einzigen Insel leben. Daher kommen etwa 20 Prozent der Vogel-, Reptilien- und Pflanzenarten auf Inseln vor, obwohl diese weniger als ein Sechstel der Erdoberfläche ausmachen. Durch die oft hermetische Abgeschiedenheit reagieren die kleinen Welten und ihre Bewohner auf plötzliche Eingriffe von außen höchst empfindlich. Etwa 80 Prozent aller während der vergangenen Jahre ausgestorbenen Arten waren Inselarten.
Kanadas Rocky Mountains sind mit mehr als neun Millionen Besuchern jährlich eine touristische Top-Attraktion. Seit 1990 bietet die Eisenbahngesellschaft Rocky Mountaineer Zugreisen durch die Gebirgsregion des Ahornstaats an. Eine der bekanntesten Strecken ist die von Vancouver nach Banff. Wer es sich leisten kann, genießt die Landschaft entlang des Fraser Rivers in einem der Premium-Waggons. Für 2.500 Dollar erhält der Passagier einen Platz auf dem Panoramadeck des Zuges mitsamt Gourmetmenü.
Ende der 60er Jahre liegt Veränderung in der Luft: Junge begehren gegen Alte auf, Frauen drängen auf mehr Gleichberechtigung, die Jugend will raus aus den angepassten Strukturen. Es knirscht an allen Ecken und Enden. 1969 wird Willy Brandt zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler gewählt. Er steht für eine vor allem von den Jüngeren geforderte neue Politik.
Die Insel Philae ist eine der größten Stätten des alten Ägyptens und wurde im 18. Jahrhundert von europäischen Forschern entdeckt. Die Tempel von Philae gelten als die bedeutendsten Zeugnisse altägyptischer Religion und Tempelarchitektur. Dieser Dokumentarfilm entführt erstmals ausführlich in ihre faszinierende Geschichte. Philae ist seit 1979 UNESCO-Welterbe und gehört längst zu den beliebtesten Zielen für Kulturinteressierte aus aller Welt.
Gerade in der heißen Jahreszeit gibt es einige Herausforderungen im Garten. Josef Starkl zeigt praktische Methoden, wie man Blumen und Pflanzen bei sommerlichen Temperaturen richtig pflegt.
Die dreifache Mutter Tina hat sich von ihrer Schwester Rebecca als Verkäuferin bei einer Netzwerkfirma anwerben lassen. Jetzt sitzt die Hartz IV-Empfängerin auf einem Berg von Schulden und überteuerten Diätprodukten, die niemand kaufen will. Hat Rebecca ihr die große Versöhnung unter Schwestern nur vorgeheuchelt, um Tina abzuzocken und ihr zu schaden? Und was verheimlicht Rebecca?
Nachhaltig denken und handeln, einen kleinen CO2-Fußabdruck hinterlassen, im Einklang mit der Natur leben, und im Äußersten sogar Selbstversorger sein. Das ist der Tenor unserer Gesellschaft und Zeit. Michael beschließt also, auf eine abgelegene Alm in der Nähe von Stuhlfelden im Salzburger Pinzgau zu ziehen. Er kommt in Stuhlfelden an, lernt die Dorfbewohner kennen, holt sich eine Jause und zieht auf der Hütte ein. Doch bald klopft die raue Natur an Michis Hüttentür und er wird mit sich selbst und den Naturgewalten konfrontiert.
Julia Bakers Telefon steht in Australien nicht mehr still, denn im Spätsommer bekommen viele Schlangen Nachwuchs. Gerade geboren oder geschlüpft suchen sich die Jungtiere zunächst ein sicheres Versteck und dann gehen sie auf Beutejagd. Im Garten einer Familie kümmern sich Julia und ihr Mann John um das Gelege eines weiblichen Rautenpythons. Aber wo ist das Muttertier abgeblieben? Und eine Babyschlange hat sich im Türrahmen eines Reihenhauses verkrochen. Mit bloßen Händen bekommt die deutsche Auswanderin das Reptil in Down Under nicht zu fassen.
Die goldene Maske des Agamemnon: Eine der berühmtesten und umstrittensten Entdeckungen der Antike. Doch stellt das Fundstück tatsächlich das Gesicht des griechischen Königs dar? Im Jahr 1959 entdeckten Taucher in einem österreichischen See eine stark beschädigte Metallplatte. Doch wie konnte diese aus dem Hochsicherheitsgebäude des britischen Schatzamts auf den Grund eines Sees gelangen? Und was verbindet drei im 19. Jahrhundert entdeckte Folkton-Trommeln mit dem mysteriösen Bau von Stonehenge?
Lissabon ist bekannt für seine vielen Hügel, sein süßes Gebäck - und für seine historischen Straßenbahnen. Korrespondent Thomas Walde hat mit der legendären Linie 24 die südwestlichste Hauptstadt Europas erkundet. Dabei steigen viele Portugiesinnen und Portugiesen gerade auf E-Mobilität um. Die Elektroautos erleben einen echten Boom. In Portugal stehen die Zeichen auf erneuerbare Energien.
Tatort-Star Martin Brambach bricht auf zu einer Radtour durch seine Wahlheimat im Ruhrgebiet. Seit vielen Jahren lebt er in Recklinghausen und ist begeisterter Radfahrer. Jetzt macht er sich auf zu einer Wochenendtour, die ihn über attraktive Radrouten, verlassene Bahnstrecken und vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten in einer großen Runde durchs grüne Revier führt. Dabei hilft ihm der "Radroutenplaner NRW" des Umweltministeriums. Und natürlich trifft er auf seiner Tour auf viele Menschen, die ihn ein Stück begleiten oder ihm ihre Lieblingsorte im Ruhgebiet zeigen.
Der Weltraum - unendliche Weiten, Planeten, Monde, Zwergsterne, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat - ach, Quatsch! Wie wär's mit einer Reise zum Mond? Mal was anderes. Astronautin Dr. Insa Thiele-Eich nimmt die Zuschauer mit ins Universum und stellt den Mond als potenzielles Reiseziel vor. Wann wäre die beste Reisezeit, wie wird das Wetter, und was sollte man einpacken, wenn man zu unserem Nachbartrabanten reisen will? Tatsächlich forschen schon viele Wissenschaftler daran, wie man auf dem Mond leben könnte. Wie sehen die sterneverdächtigsten Unterkünfte aus, wie schmeckt das Essen, und welche Freizeitaktivitäten jenseits von Staubwanderungen und Golfbälle schlagen bieten sich an? Der Reiseführer zum Mond gibt praktische Tipps für intergalaktische Reisende und vermittelt vor allem jede Menge Wissenswertes - auch für Zuschauer, die jetzt noch keine Mondreise gebucht haben und eher auf der Erde bleiben wollen.
Städte wachsen schneller als jeder andere Lebensraum auf der Erde. Beinahe vier Milliarden Menschen leben in diesen Zentren. Auch die kühnsten unter den Wildtieren zieht es an diese Orte. Für die wagemutigen Anpassungskünstler offenbart sich ein Lebensraum voller überraschender Chancen. Leoparden streifen durch die Straßen von Mumbai, Wanderfalken jagen zwischen New Yorks Wolkenkratzern, und eine Million Stare führen bizarre Lufttänze über Rom auf. Einige der Tiere werden sogar in unseren Städten willkommen geheißen. In Jodhpur im Nordwesten Indiens verehrt man die Hanuman-Languren. Diese Affen spielen eine besondere Rolle in ihrer hinduistischen Kultur. In Harar finden sich Bewohner, die in engem Kontakt mit wilden Hyänen leben und sie mit Fleisch und Knochenresten gut versorgen. Viele Tiere jedoch kämpfen täglich um ihr Überleben im Großstadtdschungel. Er ist laut, überbevölkert, kommt nie zur Ruhe, und der natürliche Zyklus von Aktivität und Erholung ist aufgehoben. Eine Stadtlandschaft ist ständigem Wechsel unterworfen und bringt neue Gefahren, aber auch Möglichkeiten hervor. So werden die Lichter des Zentrums im chinesischen Shanghai oder dem kanadischen Toronto zu einer tödlichen Falle für Zugvögel. Von den Leuchttürmen angezogen, kollidieren sie mit den Wolkenkratzern und sterben. An den Stränden von Barbados verwirren die Lichter des Urlaubsresorts die Karettschildkröten. Die frisch geschlüpften Jungen laufen auf den hellsten Horizont zu. Heute ist es nicht mehr der Mond über dem Meer, sondern es sind die Hotels, die leuchten und die kleinen Schildkröten ins Verderben ziehen. Die frechsten Einwanderer, die den Menschen zeigen, wo der "Affe langgeht", sind die Rhesus-Makaken. Sie sind an Dreistigkeit kaum zu überbieten und entwickeln sich auch für die Kamerakollegen zur echten Herausforderung. Sie stehlen nicht nur Lebensmittel im großen Stil, sie sorgen auch für große Schäden und Unannehmlichkeiten. Die Teams reisten rund um die Welt, um die Veränderungen und eindrucksvollen Überlebensstrategien zu dokumentieren und den ungewöhnlichen Einwanderern ganz nahe zu kommen. Mit Infrarot- und Wärmebildkameras fingen die Kamerakollegen erstmals nächtliche Jagdgänge der Leoparden in Mumbai ein. 200 Menschen wurden in den vergangenen 25 Jahren von den Raubtieren angegriffen. Mithilfe von 4K-"Low-Light"-Kameras konnten die Hyänen in Harar verfolgt werden. Zeitweise wurde das Team von über 100 kämpfenden Hyänen umringt. Um den Wanderfalken in New York zu dokumentieren, bemühten sich die Filmemacher allein neun Monate um Genehmigungen für den Dreh auf den Dächern der Wolkenkratzer und für den Überflug mit dem Helikopter. Es ist das erste Mal, dass dort über der Stadt jemand Aufnahmen vom schnellsten Vogel der Welt gemacht hat. Dabei erreichte der Wanderfalke Spitzengeschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern. In der Folge "Städte" aus der Reihe "Eine Erde - viele Welten" begegnet das Team höchst unterschiedlichen Geschöpfen und ihren Strategien in diesem neuen unvergleichlichen Lebensraum.
Das Donaudelta, Rumänien - Wildnis zwischen Steppe und Meer
15'
Der Blick vom Hochufer ist überwältigend: flache Lagunen und wilde Wälder aus schwankendem Schilf soweit das Auge reicht, durchzogen von einem Labyrinth aus zahllosen, glitzernden Wasserläufen. Knorrige Silberweiden säumen die Ufer, dann wiederum gibt es klare, krautreiche Seen mit bunten Blumenteppichen und lautstarkem Froschkonzert. Es ist eine schier endlos erscheinende Wildnis aus Wasser und Land. Keine einzige Straße führt ins Donaudelta ...
Die Region gehört zu den abgelegensten Europas. Weitab von Städten finden sich verträumte Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Wer dort leben will, muss mit dem auskommen, was die Natur bietet. Doch deren Lebensfülle ist überwältigend. Das Delta gehört zu den fischreichsten Landschaften Europas und nur hier gehen noch große Schwärme von Pelikanen auf die Jagd.
Napoleon nannte die Donau die "Königin der Flüsse Europas". Auf dem Weg von Budapest ans Schwarze Meer folgt das Filmteam dem Fluss durch Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, bis die Donau in einem großen Delta zwischen Moldawien, Rumänien und der Ukraine ins Meer mündet.
Das Filmteam fährt auf einem Kreuzfahrtschiff, auf Fähren, Fischerbooten und auf Schiffen der Grenzpolizei, die die Außengrenzen der EU verteidigen und das Kriegsgebiet am Schwarzen Meer überwachen. Unterwegs wird ausgestiegen, es gibt Treffen mit Schachspielern, die im warmen Wasser eines weltberühmten Thermalbades über den nächsten Zug ihrer Dame grübeln, einen Besuch bei Menschen, die am oder vom Fluss leben: kroatische Soldaten und bulgarische Schüler, rumänische Nonnen, Fischer und Grenzschützer, russische Geflüchtete und ukrainische Lkw-Fahrer.
An den Ufern der Donau wurde Geschichte geschrieben, von denen die vielen Ruinen, Burgen, Kirchen und Klöster Zeugnis ablegen, von den Osmanenkriegen bis zu den kriegerischen Feindseligkeiten im ehemaligen Jugoslawien und dem Überfall Russlands auf die Ukraine.
Ein spannender Blick in einen uralten Kulturraum und in eine Art "fließendes" Geschichtsbuch.