Der Niederösterreicher beziehungsweise Steirer Paul Rotterdam zählt heute zu den anerkannten internationalen Größen der heimischen bildenden Kunst. Als Vertreter der New York School sind seine Werke in zahlreichen bedeutenden Museen der Welt zu sehen. Geboren in Wiener Neustadt, unterrichtete Rotterdam Ende der sechziger Jahre in Cambridge und New York sowie Ende der siebziger Jahre in Texas/San Antonio. Das Leopold-Museum würdigte ihn vor zwanzig Jahren mit einer Werkschau. Gestalter Markus Mörth hat dem österreichischen Avantgarde-Künstler, Maler, Zeichner und Philosophen ein neu gestaltetes Porträt gewidmet, das sich um die die Person und den Schaffensprozess des Künstlers dreht.
Michael Manousakis wird eine sehr spezielle Sammlung historischer US-Fahrzeuge präsentiert, die vom Vorbesitzer einzigartig modifiziert wurden. Er prüft, ob diese ungewöhnlichen Stücke eine sinnvolle Investition darstellen.
Wandernder Sand, eisige Meere, speiende Vulkane: In der Geschichte wagten sich tollkühne Entdecker in so manch unerbittliche Landschaft und riskierten dabei ihr Leben. Biochemiker Peng Jiamu erforscht ein geologisches Mysterium in Chinas Nordwesten. Jean-François de La Pérouse durchquert den Pazifik, und Plinius der Ältere stellt sich dem Zorn des Vesuvs, um mehr über die Natur zu erfahren. "Ich habe den großen Wunsch, die Grenzgebiete zu erkunden. Ich habe den Mut, mir einen Weg durch die Wildnis zu bahnen." Dieses Zitat wird dem chinesischen Forscher Peng Jiamu zugeschrieben. Diesen Gedanken hat sich Peng offenbar zum Lebensmotto gemacht. Er unternimmt zahlreiche Expeditionen in die entlegensten Ecken Chinas. In der Provinz Xinjiang will er die Landschaft, ihre endemischen Arten sowie Eigenschaften des Bodens untersuchen. Nach fast zwei Jahrzehnten Forschungsarbeit wird Peng als Vizepräsident der Chinesischen Akademie für Wissenschaften erneut auf eine wichtige Forschungsreise entsandt - an einen riesigen Salzsee namens Lop Nur, der als "Wandernder See" bekannt ist. Ausgestattet mit wenigen Vorräten, Benzin und Wasser machen sich Peng und sein Team auf eine beschwerliche Reise. Nach ein paar Tagen wagt sich der Wissenschaftler auf der Suche nach Wasser allein auf Erkundungszug - und wird nie wieder gesehen. Weniger mysteriös, aber ebenso fesselnd ist die Geschichte des französischen Seefahrers Jean-François de La Pérouse. Auch er begibt sich auf waghalsige Reisen in die im 18. Jahrhundert noch weitestgehend unerforschten Gewässer des Pazifiks. Sein Traum: Er will die Nordwestpassage finden. Doch die Expedition nimmt eine gefährliche Wendung. Schon im antiken Rom sind Menschen bereit, einiges für die Wissenschaft zu riskieren. Der Universalgelehrte Plinius der Ältere ist unter Zeitgenossen bekannt für seine unstillbare Neugier. Für die 37 Bücher seiner "Naturalis historia" wertet er Tausende griechischer und römischer Quellen aus und erstellt eine Zusammenfassung des naturkundlichen Wissens des Altertums. Es ist ausgerechnet dieser Wissensdrang, der ihn an den Fuß des Vesuvs führt, als dieser kurz vor seinem historischen Ausbruch steht. Von der Entwicklung lebensrettender Gegengifte über waghalsige Expeditionen bis hin zu bahnbrechenden, technischen Innovationen und der Bändigung der Elemente: Für viele bedeutende Fortschritte der Menschheit haben Forscherinnen und Forscher mit ihrem Leben bezahlt. Die sechsteilige Doku-Reihe beleuchtet sowohl ihre Heldentaten als auch ihre tragischen Schicksale.
Die Pazifikinseln brachten Hochkulturen hervor, boten Schutz für Gestrandete - und sind Heimat für einzigartige Tiere und Pflanzen. Was macht Inseln wie Palau so besonders? "Terra X"-Moderator Uli Kunz entdeckt verborgene Seen mit bizarren Tieren, erforscht geheimnisvolle Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, lernt die uralte Kunst der Navigation nach den Sternen und findet heraus, wie Inseln entstehen. Die Quallen-Seen von Palau sind inzwischen weltberühmt. Vom Meer isoliert, entwickelten sich in diesen Gewässern nicht nesselnde Quallen und Fische, die noch nie einen Fressfeind gesehen haben. Palau hat es dem Meeresforscher Uli Kunz besonders angetan: Dort beobachtet er die Massenhochzeit der Papageifische, versucht, die Wanderbewegungen der Mantas zu verstehen, und bewundert das Ökosystem, das sich an einem Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg gebildet hat. Denn Palau - einst deutsche Kolonie - war später Schauplatz im Pazifikkrieg. An die 30.000 Inseln gibt es im Pazifik - mehr als in jedem anderen Ozean. Palau liegt im westlichen Pazifik und gehört zu Mikronesien, einer der drei großen Regionen Ozeaniens. Inseln sind für Forscher besonders interessant. Wie schon Darwin anhand der Galapagosfinken herausfand, bilden sich auf ihnen einzigartige Arten. Auf Palau ist die Palau-Fruchttaube nationales Symbol der Insel: Es gibt sie nur dort. Die Isolation begünstigt Phänomene wie den Inselgigantismus. Eindrucksvolles Beispiel ist der Komodowaran. Oder Inselverzwergung: Der Borneo-Zwergelefant ist aufgrund der Insellage besonders klein geraten. Auf Inseln finden sich auch Spuren uralter menschlicher Baukunst: Auf Palau finden sich 2000 Jahre alte Erdpyramiden, während auf der Osterinsel polynesische Siedler tonnenschwere Steinstatuen errichteten. Die Inseln Palaus sind Teil einer alten vulkanischen Inselkette, die vor 40 bis 20 Millionen Jahren entstand. Später überzogen Korallen die erloschenen Vulkane. Ihre Kalkablagerungen prägen noch heute das Gesicht der Insel. Fast alle Inseln Palaus liegen innerhalb eines Lagunensystems, umgeben von einem riesigen Barriereriff. In seinem Schutz konnten sich einzigartige Ökosysteme entwickeln. Über 1400 Fischarten kommen dort vor, Hunderte von Korallenarten und 60 verschiedene Haie und Rochen. Die Inseln Hawaiis entstanden dagegen aus einem sogenannten vulkanischen Hotspot heraus. Dort speien die Vulkane immer noch Feuer.
Am Flughafen Auckland endet eine Reise abrupt, als bei einem Brasilianer eine große Menge Kokain im Koffer entdeckt wird. Währenddessen bringt eine Frau mit nicht deklarierten Samen die Biosecurity-Beamten an ihre Grenzen. Bei der Einwanderungsbehörde versucht eine Ehefrau verzweifelt, den illegalen Aufenthalt ihres Mannes zu vertuschen. Die Folge zeigt, wie schnell Routine in brisante Entscheidungen umschlägt.
"Licht aus, Spot an!" - so lautet der Schlachtruf, der in den 70er-Jahren eine ganze Generation elektrisiert. Die legendäre TV-Sendung mit Ilja Richter bringt ein neues Lebensgefühl auf den Punkt: Disco! "Dancing Queen" oder "Saturday Night Fever" sind die Hymnen der "Generation Disco". Am Wochenende heißt es: aufbrezeln und abtauchen in die glitzernde Welt unter der rotierenden Discokugel. Zumindest in Westdeutschland. Doch wie sieht das Nachtleben Ost aus?
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
Pariser Autosalon und wir sind mitten drin. Von der Messe zeigen wir die spannendsten Neuheiten 2026. Wir testen außerdem den neuen Porsche 911 Challenge für Hobby Rennfahrer. Außerdem zeigen wir das Finale des Porsche Carrera Cups 2026. Wer holt den Sieg?
Josh Gates versucht in Kambodscha die Rätsel von Koh Ker zu entschlüsseln. Jayavarman IV. ließ das Machtzentrum im 10. Jahrhundert errichten. Aber nur 20 Jahre später war die neue Hauptstadt des Khmer-Reiches im Dschungel dem Untergang geweiht. Ein Team unter der Leitung des Archäologen Phin Phakdey hat in den Ruinen auf dem Vorplatz eines Tempels uralte Artefakte ausgegraben. Liefern die Puzzleteile den Forschern neue Erkenntnisse? Oder finden sich die Antworten rund 130 Kilometer entfernt in einer der größten und eindrucksvollsten Tempelanlagen der Welt?
Jede Erfindung beginnt mit einer Idee, die in der Theorie gut klingen mag, in der Realität aber Tücken haben kann. Wie der Traum vom Fliegen: ein Wagnis, bei dem man Kopf und Kragen riskiert. Luftfahrtpionier Otto Lilienthal absolviert rund 2000 Probeflüge, bevor er bei einer Bruchlandung stirbt. Ingenieur Walerian Abakowski testet seinen Schnellzug - mit tödlichem Ausgang. Und Erfinder William Bullock wird von seiner Druckerpresse erschlagen. 9. August 1896: für Otto Lilienthal ein Tag wie jeder andere, den er mit dem Test seines Normalsegelapparats verbringt. Doch bei einem der Probeflüge im Havelland erfasst ihn eine plötzlich aufkommende Böe, die Lilienthal und den Flugapparat in der Luft zum Stillstand bringt. Auf einmal neigt sich die Maschine nach vorn und saust im Sturzflug 15 Meter hinunter, wie Lilienthals Assistent Paul Beylich bezeugt. Lilienthal bricht sich dabei einen Halswirbel und zieht sich eine Hirnblutung zu, fällt beim Transport in die Berliner Uniklinik ins Koma. Am folgenden Tag stirbt der 48-Jährige an seinen Verletzungen. Der Welt bleibt er als Wegbereiter für die moderne Luftfahrt in Erinnerung. Im Zeitalter des Fluges nutzt auch der russische Erfinder Walerian Abakowski die Innovationen der Luftfahrt - allerdings für die schnellere Fortbewegung auf zwei Schienen. Sein Luftschrauben-Triebwagen, der sogenannte Aerowagon, ist ein experimenteller Schnellzug. Angetrieben mit Propellern und ein wenig Kraftstoff soll er bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreicht haben. Doch bei einer Testfahrt kommt es zur Katastrophe: Sechs Passagiere verlieren ihr Leben - ebenso wie der erst 25-jährige Erfinder selbst. Und auch der Verleger und Erfinder William Bullock hat eine zündende Idee, die er in die Tat umsetzt: Er baut eine neue Druckmaschine, die um die 10.000 Bögen pro Stunde fertigen soll. Im Industriezeitalter, als Zeitungen zum Massenmedium werden, ist diese erste Rotationsdruckpresse ein erster wichtiger Meilenstein für das Verlagswesen. Doch Bullock verkennt offenbar die Gefahr seiner eigenen Erfindung. Von der Entwicklung lebensrettender Gegengifte über waghalsige Expeditionen bis hin zu bahnbrechenden, technischen Innovationen und der Bändigung der Elemente: Für viele bedeutende Fortschritte der Menschheit haben Forscherinnen und Forscher mit ihrem Leben bezahlt. Die sechsteilige Doku-Reihe beleuchtet sowohl ihre Heldentaten als auch ihre tragischen Schicksale.
Juliane wurde in der Schule jahrelang gedemütigt, Nils über Jahre gemobbt. Beide tragen die Folgen bis heute. Wie lebt man mit einer Vergangenheit, die sich nicht abschütteln lässt?
Juliane arbeitet heute als Erzieherin und leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing. Nils ist Bilanzbuchhalter und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nach Jahren des Schweigens suchen beide nach Wegen zurück zu Vertrauen und Selbstwertgefühl.
Juliane (34) wird von der Einschulung bis zur 9. Klasse in Süddeutschland von Mitschülerinnen und Mitschülern beleidigt, ausgegrenzt und körperlich angegangen. Die Lehrkräfte seien nicht eingeschritten, sagt sie. Eine Lehrerin zerreißt vor der ganzen Klasse ihr gemaltes Tigerbild. "Das ist viel zu hässlich, um draußen aufgehängt zu werden", sei die Begründung gewesen. Ihre Eltern glauben ihr und suchen das Gespräch mit der Schule, ein Wechsel ist trotzdem nicht möglich.
Heute ist Juliane Erzieherin, leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing und versucht, Kindern das zu geben, was ihr selbst fehlte. Der Film begleitet sie im Alltag mit ihrem Mann, ihrer Tochter Leni und ihrer Mutter - und bei ihrem großen Hobby: Als Mitglied eines historischen Vereins fühlt sich Juliane auf Renaissance-Festen in historischen Gewändern besonders wohl.
Nils (34) wird ab seinem 13. Lebensjahr über Jahre ausgegrenzt, gedemütigt und schließlich Opfer körperlicher Gewalt. Auf einer Hausparty wird er von mehreren Personen angegriffen, seine Nase bricht. Die Folgen dieser Zeit reichen bis in sein heutiges Leben: Nils lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, Panikattacken und tiefem Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Mehrere stationäre Klinikaufenthalte und eine beginnende Therapie markieren für ihn einen Wendepunkt.
Der Film begleitet Nils unter anderem im Schwimmbad, das ihm hilft, zur Ruhe zu kommen, bei Spaziergängen mit seinem Freund Markus und beim Kegeln in seinem Verein - aber auch an Orten seiner Vergangenheit: der alten Wohnsiedlung, dem Bolzplatz und dem Parkplatz, an dem er einst angegriffen wurde.
Juliane und Nils verbindet die Erfahrung, über Jahre nicht geschützt worden zu sein - und der Wunsch, sich ihre Stimme und ihr Selbstwertgefühl zurückzuerobern.
Mobbing gilt oft als Schulhofphänomen - dabei reichen seine Folgen häufig weit ins Erwachsenenleben hinein. Rund jede dritte Person in Deutschland gibt an, im Laufe ihres Lebens Mobbing erlebt zu haben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, oft im Übergang von der Ausbildung in den Beruf - der Arbeitsplatz gilt heute als häufigster Tatort. Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen: Wer in der Schulzeit gemobbt wurde, trägt im Erwachsenenalter ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein geringes Selbstwertgefühl. Schätzungen zufolge sind zehn bis 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler wiederholt betroffen - die Auswirkungen können noch Jahre nach dem Schulabschluss bestehen.
Seine Lebensgeschichte ist filmreif: Aus einem palästinensischen Flüchtlingsjungen wird ein Nobelpreisträger in Chemie.
Seine Forschungsarbeiten haben das Zeug, die Welt zu verändern: Sie könnten CO2-Emmissionen senken und Trinkwasser aus der Luft gewinnen. Barbara Bleisch trifft das Ausnahmetalent Omar Yaghi.
Wasser aus trockener Wüstenluft gewinnen? Kohlendioxid aus der Atmosphäre filtern? Der Chemie-Nobelpreisträger Omar Yaghi denkt groß - und sein Erfolg gibt ihm recht.
Für seine Forschungsarbeiten zu metallorganischen Gerüstverbindungen hat er unter anderem 2024 den renommierten Balzan-Preis und 2025 den Chemie-Nobelpreis, gewonnen. Was abstrakt klingt, könnte für viele Menschen lebensrettend sein: Selbst in trockenen, heißen Regionen kann mit seiner Methode Wasser aus der Atmosphäre gewonnen werden.
Auch die Klimakrise knüpft sich Yaghi vor und erforscht, wie freigesetztes CO2 wieder eingefangen werden kann. Ausgehend von seiner eigenen Lebensgeschichte, die aus den bescheidenen Verhältnissen in einem Flüchtlingslager in Jordanien an die Spitze der internationalen Forschung führte, erzählt der begnadete Wissenschaftler Barbara Bleisch, wie er sich mit zehn in Moleküle verliebte und bis heute vor Neugier brennt.
Am Flughafen Christchurch gerät ein schwedischer Reisender wegen seines Gepäcks ins Visier der Behörden. Bei der Einwanderung sorgt die verstörende Geschichte eines südamerikanischen Touristen für Alarm. Währenddessen steht die Biosecurity in Dunedin vor einem Fall, welcher eher an ein Kinderbuch erinnert als an Grenzschutz: Navy, die segelnde Katze. Doch hinter der ungewöhnlichen Geschichte steckt mehr, als es zunächst scheint.
Seit Generationen ist er das Zentrum der amerikanischen Popkultur und ein wahrer Magnet für Theaterliebhaber und Musicalfans aus aller Welt: der Broadway.
In seiner Dokumentation wirft der Academy Award nominierte Filmemacher Oren Jacoby einen Blick auf die lange Tradition des Broadway und seine kulturelle Relevanz. Der Film beleuchtet die Entwicklung des Theaters von seinen Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart und zeigt, wie der Broadway zu einem Synonym für erstklassige Bühnenproduktionen und Live-Unterhaltung wurde.
Eine hochkarätige Besetzung erzählt die turbulente Geschichte des bekanntesten Theaterviertels in New York City. Bühnen- und Leinwandstars wie Hugh Jackman, Helen Mirren, Alec Baldwin, Christine Baranski, James Corden, John Lithgow und Ian McKellen führen hinter die Kulissen der bahnbrechendsten und beliebtesten Broadway-Shows, von "A Chorus Line" über "Cats" bis "Hamilton".
Das Mittelmeer scheint uns vertraut. Doch unter Wasser beginnt eine andere Welt: Dort leben Wale und Haie, Robben und andere Tiere. Doch sie sind stark bedroht. Wie geht es unserem Meer? "Terra X"-Moderator Uli Kunz reist von Spanien bis zu den griechischen Inseln. Begegnet Tieren, die vom Aussterben bedroht sind, und Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Unser Urlaubsmeer ist ein Hotspot der Artenvielfalt und ein Brennpunkt der Umweltprobleme. Der Finnwal ist der größte Bewohner im Mittelmeer und der zweitgrößte auf unserem Planeten. Die Tiere können über 20 Meter lang und 70 Tonnen schwer werden. Im Frühsommer ziehen sie die spanische Küste entlang Richtung Atlantik. Meeresbiologe Uli Kunz ist zusammen mit einem Team von Walforschern unterwegs, um mehr über die Wale und ihre Wanderungen herauszufinden. Wie zum Beispiel lässt sich verhindern, dass Wale immer wieder mit Schiffen kollidieren? Im Laufe der Jahrmillionen ist im Mittelmeer ein einzigartiges Ökosystem entstanden. Im Naturpark Cap de Creus ganz im Osten der Iberischen Halbinsel ist die Natur unter Wasser noch einigermaßen intakt. Die Felswände sind mit leuchtend roten Gorgonien, Anemonen und Schwämmen bewachsen: ein idealer Laichplatz und Versteck für zahlreiche Fischarten. Eine reiche Unterwasserwelt, die so fast nur noch in streng geschützten Schutzgebieten existiert. Jedes Jahr zur Sommerzeit setzt eine Massenbewegung Richtung Mittelmeer ein. Jeder dritte Tourist weltweit verbringt seinen Urlaub am Mittelmeer. Allein auf Mallorca urlauben jedes Jahr mehr als zehn Millionen Menschen. Doch auch dort gibt es noch unberührte Natur: an Land und im Wasser. Einige Seegraswiesen rund um die Balearen sind fast 100.000 Jahre alt. Mit Agustí Torres von der Haischutzorganisation Shark Med startet Uli Kunz zu einer mehrtägigen Tour. Tatsächlich leben im Mittelmeer etwa 40 verschiedene Haiarten: Sogar Weiße Haie und Hammerhaie gibt es noch, auch wenn ihr Bestand um über 90 Prozent eingebrochen ist. "Verantwortlich dafür sind die Überfischung und unsere Angst vor dem Hai", sagt der Haiexperte Torres. Schönheit und Magie prallen am Mittelmeer unmittelbar auf massive Umweltprobleme. Doch die meisten Arten sind noch da: etwa die Mittelmeer-Mönchsrobbe, eine der seltensten Robbenarten der Welt. Noch vor wenigen Jahren stand sie kurz vor dem Aussterben - doch ganz langsam erholt sich der Bestand. Eine Erfolgsgeschichte. Die Natur am Mittelmeer verändert sich rasant: "In welche Richtung es geht, liegt an einer einzigen Art: an uns", so das Fazit von Uli Kunz.
Mitten im Iseo-See, umgeben von einem Bergpanorama, liegt Monte Isola. Über Jahrhunderte waren Fischfang und Olivenanbau die Lebensgrundlage der Bewohner. Berühmt wurde die Gegend in den 1960er Jahren, als die internationale High Society hier auf der Riva-Werft die legendären Sportboote einkaufte. Und 2016, als der Künstler Christo seine "The Floating Piers" schuf.
Er ist der unbekannteste der norditalienischen Seen - der Iseo-See. Darin liegt Monte Isola, umgeben von einem bis zu 2.000 Meter hohen Bergpanorama. Die Insel ist nur rund fünf Quadratkilometer groß und wurde als einer der schönsten Orte Italiens ("Borghi più Belli d'Italia") ausgezeichnet. Auf der autofreien Insel herrscht eine zeitlose Atmosphäre. Hektik ist hier ein Fremdwort.
Vier malerische Orte liegen am Seeufer, die ursprünglich Fischerorte waren. Heute gibt es noch 30 Berufsfischer, die vom Artenreichtum im klaren Bergsee leben. Hoch oben thront das Santuario, die Wallfahrtskirche der Madonna della Ceriola. Der Bischof von Brescia legte hier schon im 5. Jahrhundert den Grundstein für eine Kapelle, um die Gegend zu christianisieren.
Etwa 17.000 Olivenbäume gibt es auf der Insel, die nördlichsten in ganz Italien. Das liegt am ganz besonders milden Mikroklima des Sees an den Ausläufern der Alpen. Es begünstigt auch den Weinanbau am südlichen Ufer. Der Franciacorta-Schaumwein, der in den 1960er Jahren hier kreiert wurde, ist heute weltweit begehrt.
Auch der Bootsbau hat auf der Insel Tradition und lockte in den 1960er Jahren die internationale High Society an. Carlo Riva, dessen Großvater bereits 1842 die Werft am See aufgebaut hatte, designte die eleganten Sportboote aus Mahagoni. Sie wurden zum Statussymbol und zur Ikone des Dolce Vita.
2016 verband der Künstler Christo Monte Isola mit dem Ufer durch begehbare goldgelbe Schwimmstege. "The Floating Piers" waren eine Sensation. Das Kunstprojekt lockte 1,2 Millionen Besucher an. Geblieben ist nur die Erinnerung daran.
Alt wird Neu - Neues Leben für historische Gebäude
Sakralbauten
D 2023
27'
Wohnen unter Kirchenfenstern, Tanzen unter der Kanzel, Cocktails unterm Altar: Die Dokumentation zeigt eine sakrale Kriegsruine, die zusammen mit moderner Nachkriegsarchitektur ein spannungsreiches Ensemble bildet: die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Oder eine Kirche, in der sich heute ein Restaurant befindet: In der Bielefelder GlückundSeligkeits-Kirche.
Bei der Einwanderungsbehörde sorgt ein chinesischer Staatsbürger mit gefälschtem Pass für Aufruhr. Gleichzeitig stoßen Zollbeamte auf eine große Menge Meth, raffiniert versteckt in scheinbar harmlosen Haushaltsgegenständen. Und: ein Charterflug mit ukrainischen Fischern entwickelt sich zum Großfall, als Zigaretten und Alkohol in einem Ausmaß entdeckt werden, das selbst erfahrene Grenzschützer überrascht.
Giftig, flüchtig oder explosiv: Wissenschaftler experimentieren mit Substanzen und nehmen dabei tödliche Gefahren in Kauf. Von ihren bahnbrechenden Erfindungen profitieren wir bis heute. Die Chemie bestimmt die fundamentalen Bausteine der Welt. Carl Wilhelm Scheele, Rosalind Franklin und Alice Ball stellen die Theorien infrage. Sie prägen die Wissenschaft - ohne dafür Anerkennung zu erhalten. Denn die Früchte ihrer Arbeit ernten zunächst andere. 18. Jahrhundert: Der Apotheker Carl Wilhelm Scheele entdeckt chemische Elemente, die bis heute das Periodensystem bereichern. Seine bedeutendste Entdeckung: Sauerstoff. Zu dieser Zeit dominiert die Theorie, dass bei einer Verbrennung die hypothetische Substanz Phlogiston entweichen soll. Bis Carl Wilhelm Scheele bei seinen Experimenten feststellt, dass ein farbloses Gas eine zentrale Rolle spielt. Der englische Chemiker Joseph Priestley veröffentlicht unabhängig von Scheele 1774 seine Forschung zu Sauerstoff. Scheele publiziert seine Schriften erst Jahre später. Doch weder Scheele noch Priestley erkennen zunächst die Bedeutung ihrer Entdeckung. Kurz darauf widerlegt der französische Chemiker Antoine de Lavoisier die Phlogiston-Theorie und wird lange Zeit irrtümlich als Entdecker des Sauerstoffs bezeichnet. Scheele wird erst spät als erfolgreichster Chemiker des 18. Jahrhunderts anerkannt. Auch die Errungenschaften der britischen Biochemikerin Rosalind Franklin werden zunächst verkannt: 1953 präsentieren drei Forscher die Entdeckung der DNA-Struktur. Was bis heute als revolutionäre Entdeckung gilt, ist auch die Geschichte einer männlich-dominierten Wissenschaftswelt. Denn das Fundament für die DNA-Forschung ist der jungen Forscherin Rosalind Franklin zu verdanken. Als Röntgenkristallographin gelingt es ihr 1952, die DNA-Doppelhelix auf einem Foto festzuhalten. Das "Foto 51" soll hinter ihrem Rücken an ihre Kollegen weitergegeben worden sein. 1962 erhalten James Watson, Francis Crick und Maurice Wilkins den Nobelpreis für die Entschlüsselung der DNA. Franklin findet dabei keinerlei Erwähnung. 1958 stirbt sie an Eierstockkrebs - vermutlich aufgrund der hohen Röntgenstrahlung, der sie sich jahrelang im Dienst der Forschung ausgesetzt hat. Dennoch ist sie heute als virtuose Forscherin bekannt, die der Menschheit einen großen Dienst erwiesen hat - mit bahnbrechenden Erkenntnissen auf den Gebieten der Biologie, Chemie und Physik. Und auch die Chemikerin Alice Ball stirbt jung. Doch ihre selbstlose Arbeit schenkt Tausenden ein besseres Leben: Ihr gelingt es, das erste wirksame Mittel gegen Lepra aus einer Heilpflanze zu isolieren. Damit legt Ball den Grundstein für die Heilung der Krankheit. Sie wird die erste schwarze Master-Absolventin und Chemiedozentin des College of Hawaii. Arthur Dean, Chemiker und Präsident der Universität Hawaii, setzt die Arbeit nach ihrem Tod fort und veröffentlicht die Forschungsergebnisse, ohne Balls Leistung je anzuerkennen. Die Technik nennt er die "Dean-Methode". Posthum erfährt Alice Ball späte Anerkennung. Von der Entwicklung lebensrettender Gegengifte über waghalsige Expeditionen bis hin zu bahnbrechenden, technischen Innovationen und der Bändigung der Elemente: Für viele bedeutende Fortschritte der Menschheit haben Forscherinnen und Forscher mit ihrem Leben bezahlt. Die sechsteilige Doku-Reihe beleuchtet sowohl ihre Heldentaten als auch ihre tragischen Schicksale.
Ein Duell epischen Ausmaßes: Wer baut den beeindruckendsten Geländewagen? Michael Manousakis fordert seine US-Import-Export-Expertin Julie heraus! Es geht um alles: Anerkennung, Ehre und das Fahrzeug des Unterlegenen ...
Seit der Sesshaftwerdung haben wir unseren Planeten so stark verändert, dass Wissenschaftler ein neues Erdzeitalter benennen wollen, das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Wasser macht unseren Planeten einzigartig. Alles Leben hängt von ihm ab, wir nutzen es auf vielerlei Art. Doch wir gehen nicht immer sorgsam damit um. Wir verschmutzen es nicht nur, sondern bauen auch ganze Landschaften um und greifen damit in wichtige Kreisläufe ein. Wasser ist eines der wandlungsfähigsten Elemente auf der Erde. Seine Fähigkeit, gleich drei Aggregatzustände anzunehmen, garantiert den Wasserkreislauf, der das Leben, wie es auf unserem Planeten vorkommt, erst möglich macht. Der ständige Kreislauf von Verdunstung und Regen sorgt dafür, dass theoretisch immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Praktisch fällt aber immer mehr "saures" Wasser auf unsere Erde, weil es sich in der Luft mit Kohlendioxyd (CO2) anreichert, das vor allem bei der Verbrennung fossiler Energien entsteht. Durch unseren hohen Verbrauch an Kohle und Öl wird der Regen zum "sauren Regen", der nicht nur unseren Wäldern zu schaffen macht, sondern auch dem Meer. Besonders Korallen leiden unter dem steigenden Säuregehalt des Meerwassers. Als wir Menschen sesshaft wurden, siedelten wir meist in der Nähe von Flüssen. Diese spielten zwar auch als Trinkwasserlieferanten eine Rolle, wurden aber vor allem für die Bewässerung der Felder genutzt. Das Trinkwasser holten wir uns von frühester Zeit an aus Quellen und Brunnen. Wie sehr die Römer frisches Quellwasser schätzten, zeigen die viele Hundert Kilometer langen Aquädukte, über die sie es in ihre Städte transportierten. Sie etablierten ein völlig neues Verständnis von Wasserkultur. Heute nehmen wir die Wasserversorgung als selbstverständlich hin. Doch vielerorts wird das Trinkwasser knapp. Zwar ändert sich die Menge des auf der Erde vorhandenen Wassers nicht, aber seine Verteilung kann stark variieren. So erleben wir zurzeit, dass trockene Gegenden immer trockener werden, während andernorts Niederschlagsmenge und Grundwasserspiegel steigen. Vielerorts, wie etwa in Spanien oder Kalifornien, wird das Wasser, das zur Bewässerung von Farmen und Feldern benötigt wird, über Hunderte Kilometer lange Kanäle aus weit entfernten Gebieten herangeschafft, die dadurch selbst zum Wassernotstandsgebiet werden. Längst wird daran geforscht, Nutzwasser in Trinkwasser aufzubereiten, eine Technologie, die in trockenen Regionen das Überleben sichern könnte. Neben der Nutzung als Trinkwasser bedienen wir uns des Wassers aber auch noch in anderer Hinsicht, etwa als einfachen Transportweg oder "kostenlosen" Energiespender. Schon im ersten Jahrtausend vor Christus begannen die Chinesen, ihr wachsendes Imperium über den Kaiserkanal zu verbinden, neben der Chinesischen Mauer einer der größten menschengemachten Bauten. Die Römer hingegen nutzten die Wasserkraft, um ganze Berge zu sprengen. Heute werden weltweit 850 000 Staudämme zur Stromerzeugung genutzt. Doch die scheinbar mühelose Stromgewinnung hat einen hohen Preis. Denn Wasser erfüllt in der Natur viele wichtige Funktionen. So transportieren Bäche und Flüsse fortwährend Sand ins Meer und sorgen so für einen natürlichen Schutz der Küsten und Strände. Durch die Staudämme verbauen wir dem Sand aber immer öfter den Weg, während wir ihn für unsere eigenen Bauten großräumig abbauen. Die Folge: Der Sand wird knapp. In Bezug auf die Benennung des neuen Erdzeitalters als Anthropozän ist das Wasser aber noch aus einem ganz anderen Grund in den Fokus gerückt. Denn unsere Flüsse und Meere sind voll von einem Stoff, der als Leitmaterial des neuen Erdzeitalters gilt: Plastik. Das fast unzerstörbare Material ist mittlerweile schon überall auf unserem Planeten zu finden, selbst in der Tiefsee. Wissenschaftler weltweit suchen nach innovativen Technologien, um das Plastik-Problem zu lösen. Sie reichen von scheinbar einfachen Methoden wie einer besseren Mülltrennung bis hin zu Bakterien, die darauf programmiert werden, Plastik zu "fressen". Die Episode "Wasser" erzählt in vielen Geschichten davon, wie wir Menschen Wasser genutzt und seine Wege verändert haben, um Reiche zu verbinden, aber auch, wie der Mangel an Wasser Großreiche stürzte. Dabei mündet alles in die relevanten Fragen und Antworten darauf, wie wir das Wasser schützen und weltweit zum Nutzen aller verteilen können.
Enttäuschung, Wut, Extremismus - Verlieren wir den Glauben an die Demokratie?
60'
Warum fühlen sich viele Menschen von der Politik nicht mehr vertreten? Besonders in Ostdeutschland ist das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie erschreckend niedrig. Umfragen zu den Landtagswahlen belegen dies. Woher kommt diese Entwicklung? Sind es Erfahrungen der Nachwendezeit und wirtschaftliche Unsicherheit? Nicht nur im Osten haben viele Menschen das Gefühl, nicht gehört zu werden.