Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht werden Frauen in Afghanistan systematisch aus Bildung, Beruf und öffentlichem Leben gedrängt. Schritt für Schritt verlieren sie grundlegende Rechte.
Das Weltjournal begleitet mutige Frauen in Afghanistan, die trotz Gefahr und Unterdrückung entschlossen für Freiheit, Bildung und Selbstbestimmung eintreten. Ihre leisen, aber kraftvollen Aktionen zeigen, dass Widerstand auch im Verborgenen wachsen kann.
Regie: Vanessa Schlesier
In der US-amerikanischen Stadt Tulsa werfen neue Beweise neues Licht auf einen alten, noch ungelösten Fall. In den Fokus der Ermittler tritt nun ein Freund des Mordopfers, der etwas mit der Tat zu tun haben könnte.
Cathy Mills ist noch ein Teenager, als sich ihre vermeintlich perfekte Ehe mit Robert in einen Albtraum verwandelt. Denn als sie ein Phantombild ihres Mannes sieht, ist sie sich sicher: Nur sie kennt die wahre Identität des Monsters, das die Behörden jagen.
Auf den Bergen liegt bereits Schnee. Der Winter kommt früher als erwartet. Das setzt Shawn Pomrenke und sein Team in Alaska erheblich unter Druck. Der Goldgräber hat in der Hoffnung, dass sich die Investition langfristig auszahlt, sehr viel Geld für neue Maschinen ausgegeben. Jetzt läuft ihm beim Schürfen die Zeit davon. Auch den Tauchern vor der Küste setzen die eisigen Temperaturen bei der Arbeit zu. Die Crew pumpt zwar warmes Wasser in Scott Fosters Anzug, dennoch bleibt es kalt. Und der Schatzsucher hat offenbar ein weiteres Problem, das ihn belastet.
Die Äußerung Putins, der Einsatz von Nuklearwaffen sei im Ukrainekrieg nicht ausgeschlossen, hat die Welt alarmiert. Wie gut sind wir Deutschen auf den "großen Knall" vorbereitet? Ein Gespenst ist wieder da, das seit dem Ende des Kalten Krieges aus der Geschichte verschwunden zu sein schien. Militärmanöver und Übungen für den Ernstfall waren einst in der NATO und im Warschauer Pakt selbstverständlich. Doch wie sieht es heute aus? Vom Zivilschutz, für den es damals in der Bundesrepublik genaue Pläne gab, ist heute so gut wie nichts mehr übrig. Müssen wir uns nun wieder zurückbewegen in die Vergangenheit? Denn trotz zahlreicher Rüstungskontrollverträge sind Atomraketen nicht von der Erde verschwunden. Der Atomkrieg ist seit 1945 eine militärische Option. Hiroshima und Nagasaki haben der Menschheit die entsetzlichen Folgen atomarer Waffen vor Augen geführt. Der erste erfolgreiche Atomtest der Sowjetunion stellte 1949 ein Gleichgewicht der Kräfte her. Trotzdem spielten Strategen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs Szenarien durch, die einen Erstschlag mit Nuklearwaffen nicht ausschlossen. Der Besitz von Atomwaffen wurde auch in der Bundesrepublik diskutiert und schließlich verworfen. Spätestens die Kubakrise führte die Gefahr vor Augen, die eine solche Eskalation mit sich bringen würde. Zur gleichen Zeit wurde in der Bundesrepublik der Zivilschutz intensiviert. Spezialbunker aus dieser Zeit sind heute noch als Museen öffentlich zugänglich. Was für die einfache Bevölkerung nur im Ausnahmefall galt, war auf Regierungsebene selbstverständlich: der Schutz vor dem Atomschlag. So richtete man im Ahrtal bei Bonn eine riesige Bunkeranlage ein, in der immer wieder Übungen stattfanden. Auch in der DDR verfügte die oberste Führung von Partei und NVA über atomsichere Bunker. Der Film von Michael Kloft und Andreas Hancke wirft einen Blick zurück auf die Zeit des Kalten Krieges und diskutiert mit Experten die Frage, wie wahrscheinlich ein Atomkrieg heute ist - und welche Konsequenzen er hätte.
Sichtbar, stark und selbstbewusst - Die Revolution der Frauen über 50
A 2022
50'
Die Wechseljahre sind eines der letzten großen Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Dabei sind Themen wie Feminismus, #MeToo, Menstruation und alles rund um den weiblichen Körper schon seit Jahren "hip" und bekommen mediale Aufmerksamkeit. Und die Menopause? Kaum eine Frau redet offen darüber, Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind in Filmen, Serien und auch in der Literatur meist eine Lachnummer, im öffentlichen Diskurs sind Frauen in diesem Alter bis heute unsichtbar.
Mit einer Fleischproduktion von etwa acht Millionen Tonnen ist Deutschland der größte Fleischproduzent Europas und der drittgrößte der Welt. Im Durchschnitt verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr rund 31 Kilogramm Fleischwaren. Schweinefleisch wird am häufigsten verarbeitet - und aus ihm besonders oft Wurst hergestellt. Allein die Brühwurst, also zum Beispiel die Lyoner Fleischwurst, macht ein Drittel des gesamten Fleischkonsums aus. Die beliebteste Wurst ist jedoch eine Rohwurst: die Salami.
Mordspur eines Fernfahrers - Die Jagd nach Marco M.
Serienmörder Marco M.
3. Folge
30'
Zwischen 2003 und 2006 ermordet und vergewaltigt der Kraftfahrer Marco M. drei Frauen und verletzt eine weitere schwer. Er geht brutal vor, seine Opfer wählt er zufällig. Manchmal missbraucht er die Frauen erst nach ihrem Tod. Danach entsorgt er sie wie Müll. "Es ging ihm darum, den Körper der Frauen zu dominieren - tot oder lebendig. Das macht solche Täter so gefährlich", sagt Kriminalpsychologin Dr. Gilda Giebel. Seine Tatorte sind Köln, Düsseldorf, Dillenburg und Kassel, meist in der Nähe von Autobahnen. Er ist immer in Bewegung, bleibt lange unbehelligt. Früh deuten Spuren auf einen Lkw-Fahrer mit festen Routen hin. Doch die verschiedenen Tatorte in unterschiedlichen Bundesländern erschweren den Fall. Statt zusammenzuarbeiten agieren die SOKOS getrennt. Die föderale Struktur behindert den Austausch. Auch der Datenschutz bremst die Ermittlungen: Ein Blick in die Führerscheindaten der LKW-Fahrer könnte helfen, doch das Kraftfahrtbundesamt verweigert den Zugriff - aus Datenschutzgründen. Das gilt auch für die Mautdaten. Jeder neue Tatort bringt neue Ermittler, neue Akten, neue Fragen. Nur eines bleibt gleich: der Täter. Erst nach der Aussage des einzigen überlebenden Opfers kann ein Phantombild erstellt werden - doch der entscheidende Hinweis fehlt. Die Morde gehen weiter. Im Oktober 2005 verschwindet eine Frau in Dillenburg und wird 30 Kilometer entfernt tot in einem Wald entdeckt. Keine brauchbaren DNA-Spuren, ein Zusammenhang wird nicht erkannt. Als 8 Monate später in Kassel eine Schülerin verschleppt und ermordet wird, gibt es erstmals eine vollständige DNA-Spur. Ein Abgleich zeigt: alle Taten hängen zusammen. Doch der Täter bleibt ein Phantom. Er ist nicht registriert. Ein Jahr später bringt der Zufall die Wende: Eine winzige Hautschuppe an einem BH liefert den entscheidenden Beweis: Es handelt sich um einen Täter. Sein Phantombild aus Köln wird erneut veröffentlicht - diesmal auch in Hessen. Zwei Hinweise führen zu Marco M. - einem unauffälligen Familienvater aus dem mittelhessischen Haiger. Der Mann lässt sich widerstandslos festnehmen. Seine Taten gesteht er emotionslos: Er wisse auch nicht warum, es sei einfach über ihn gekommen. Im Juni 2007 verurteilt das Landgericht Limburg Marco M., bekannt als "Brummi-Mörder", zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Das psychiatrische Gutachten bescheinigt ihm volle Schuldfähigkeit - und eine extrem hohe Gewaltbereitschaft.
Sie war die Ikone der deutschen Friedens- und Umweltbewegung: Petra Kelly glaubte daran, dass ein einzelner Mensch die Welt verändern kann. In den 1980er Jahren brachte sie hunderttausende Menschen gegen Atomkraft und Atomraketen auf die Straße. Die radikale Pazifistin, Menschenrechtsaktivistin und Feministin dachte global und war international erfolgreich.
Viral und Verrückt - Erfindungen aus Holz, Mini-Uboot für Jedermann, Wie sicher sind Tresore, Eine Welt entsteht - die Globus Manufaktur, Kochen im Vulkan, Leben und Überleben bei -40 Grad
Dies ist eine wahre Geschicht. Sie handelt davon, wie Teilnehmer von The Real World und Road Rules gegeneinander in The Challenge antraten und dort um Geld und Preise kämpften. Sie brachten die unbekannte Show zu ihrem unvorhergesehenen Erfolg.
Eine gefesselte Frau wird neben einer Straße in Harris County aufgefunden. Sergeant James Dousay wird mit den Ermittlungen betraut und kommt bald zu der Erkenntnis, dass er es möglicherweise mit einem Serienmörder zu tun hat.
Sie waren Stars - und das schon als Kinder. Sie standen vor der Kamera, haben Filme gemacht, Autogramme gegeben, wurden hofiert und gefeiert. Doch zu welchem Preis?
Diese Dokumentation begleitet drei ehemalige Kinderschauspieler*innen und blickt mit ihnen hinter die Kulissen von Kinder- und Jugendschauspiel. Die vielleicht erfolgreichste Zeit ihres Lebens hat bei den ehemaligen Kinderschauspieler*innen auch Narben hinterlassen. Spaß und Erfolg auf der einen Seite, Mobbing und Leistungsdruck teilweise auf der anderen. Und die Frage: Was kommt noch? Werde ich an damalige Erfolge anknüpfen können?
Nick Romeo Reimann aus "Die Wilden Kerle"
Nick Romeo Reimann steht seit seiner Kindheit vor der Kamera, er war Darsteller in der erfolgreichen Kinoreihe "Die Wilden Kerle". Damals war die Wertschätzung groß, Kritik gab es kaum. Doch er wird älter und muss lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Zwar spielt er mittlerweile an einem renommierten Theater, aber seine Filmkarriere schien vorbei zu sein: 65 Castings hatte er seit 2019, 65 Mal erhielt er eine Absage. Im vergangenen Jahr wird er dann endlich wieder für einen Kinofilm besetzt. Ist das der Start einer neuen Karriere beim Film? Die Doku zeigt, wie er sich auf die Rolle akribisch vorbereitet.
Luna Jordan lernt die Schattenseiten kennen
Schon als junges Mädchen war auch Luna Jordan an Filmsets zu Hause, als Teenager übernahm sie komplizierte Rollen. Irgendwann kann sie nicht mehr zwischen sich und der Rolle unterscheiden, die sie in den Sommerferien am Set verkörpert hatte. Bis heute spielt Luna oft schwierige Charaktere, Frauen mit psychischen Problemen, Missbrauchsopfer, Abhängige. Sie sagt, sie liebt diese Herausforderung und feiert große Erfolge damit.
Constantin von Jascheroffs Erfolge in den 1990ern
Constantin von Jascheroff ist Ende 30. Seine Anfänge als Kinderschauspieler fanden in einer ganz anderen Zeit statt als bei Luna und Nick. 1994, mit sieben Jahren, beginnen für ihn die Dreharbeiten zu seiner ersten großen Rolle im Kinoerfolg "Rennschwein Rudi Rüssel". Seine nächste Hauptrolle folgt bereits 1997 als "Titus, der Satansbraten" und viele weitere Rollen als Schauspieler und Synchronsprecher. Als Kind drehte er teilweise bis zu zwölf Stunden, erzählt er. Einmal sei sein Vater wütend ans Set gekommen und habe Constantin einfach mit nach Hause genommen, weil das Filmteam so stark überzogen hatte.
Mit allen drei Protagonisten blickt der Film auf die Vergangenheit zurück und begleitet sie in der Gegenwart.
Wie lebt es sich in Traiskirchen?
Kein anderer Ort in Österreich steht so sehr für Flucht und Asyl wie Traiskirchen. Die Bilder vom Sommer 2015 haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt: Geflüchtete, darunter Schwangere und Kinder, die in Zelten oder auf dem nackten Boden schlafen mussten. Doch diese Zeit war nicht nur für die Flüchtenden eine enorme Belastung, auch viele Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt haben das Jahr 2015 nicht vergessen.
Das Erstaufnahmezentrum existiert seit Jahrzehnten: In den vergangenen 69 Jahren haben über eine Million Menschen in Traiskirchen Zuflucht gefunden. Während manche Anrainer von "Invasionen" sprechen, engagieren sich andere gemeinsam mit Geflüchteten für ein Miteinander.
Heute leben nur noch zwischen 550 und 600 Menschen in der Betreuungseinrichtung Traiskirchen. Das Leben im Lager bleibt für viele ein Rätsel - Medien erhalten keinen Zutritt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben keine Interviews.
"betrifft: uns" beschäftigt sich in dieser Folge mit der Frage, wie es sich im und neben dem größten Flüchtlingslager Österreichs lebt. Tara Giahi hat mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Erstaufnahmezentrums gesprochen, mit Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft - und mit jenen, für die Traiskirchen nach ihrer Flucht zur zweiten Heimat geworden ist.
Monika Weiser und ihr Mann Thomas haben zwei Jahre lang um ihre Wohnung gekämpft. 2020 hatten die Krankenschwester und der Altenpfleger, Eltern von vier Kindern, eine Eigenbedarfskündigung für ihre Wohnung erhalten, eine Sozialwohnung, deren Bindung bald auslaufen würde. Das Mehrfamilienhaus liegt in einer begehrten Wohngegend mit stetig steigenden Mieten. Es war gerade verkauft worden, da meldeten die neuen Eigentümer mehrfach Eigenbedarf an: Sie wollten einen Teil der attraktiven Wohnungen selber nutzen. Für die Familie Weiser eine Katastrophe, denn einen Wohnungsmarkt für bezahlbaren Wohnraum gibt es in Köln praktisch nicht. Ihre Wohnungssuche blieb über zwei Jahre praktisch ergebnislos.
In Zusammenarbeit mit dem Competence Center Datenjournalismus des WDR zeigen wir: In anderen deutschen Großstädten und Ballungsgebieten mit hohen Mietpreisen sieht es ähnlich aus. Die Politik bekommt die Wohnungsnot nicht in den Griff, das Problem ist inzwischen chronisch und sorgt für sozialen Zündstoff. Denn während neue Wohnungen fehlen, vor allem Sozialwohnungen, schmilzt der Bestand an vorhandenem, bezahlbarem Wohnraum zusehends. Die Folge: Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen werden aus den Städten verdrängt.
Dabei spielen Eigenbedarfskündigungen eine beachtliche Rolle. Die Mietervereine melden bundesweit, dass die Zahl der Beratungen im Fall von Eigenbedarfskündigung deutlich steigt. Sie sind die einzige Möglichkeit für private Eigentümer, ihre Mieterinnen und Mieter auf recht einfache Art los zu werden. Ärgerlich für die gekündigten Mieterinnen und Mieter, wenn dann auf einen behaupteten Eigenbedarf in manchen Fällen gar nicht der Einzug des Eigentümers folgt. Eine leere Wohnung ohne Mieter ist dort, wo Wohnraum teuer ist, eine Goldgrube. Denn steht das Haus leer, lässt sich besser sanieren, teurer verkaufen oder teurer vermieten. Auch im Fall der Familie Weiser und ihrer Nachbarn, die wir durch ihre Klagen begleitet haben, tauchen im Verlauf der Räumungsklagen überraschende Erkenntnisse auf.
Welche Konsequenzen eine Eigenbedarfskündigung für das Leben der Mieterinnen und Mieter hat, was solche Kündigungen bei angespannten Wohnungsmärkten bedeuten und aus welchem Rechts- und Eigentumsverständnis heraus es sie gibt, das erzählt dieser Film. Und auch, wie schutzlos und ausgeliefert sich Mieterinnen und Mieter fühlen - von der Politik im Stich gelassen. So wie Monika Weiser, die den Wahlkampfversprechen der Parteien nicht mehr glaubt: "Vor allen Wahlen wollen sie die Wohnungsnot bekämpfen. Und was passiert? Der soziale Wohnraum verliert immer mehr seinen Status, es gibt immer weniger. Und wenn die, die so eine Stadt am Laufen halten - ob es Friseure, Postboten, Verkäuferinnen oder Krankenschwestern sind - wenn die hier nicht mehr leben können, weil es keinen Wohnraum für sie gibt, dann sagt das schon viel über eine Gesellschaft aus."
Mittelpunkt jedes Eigenheims: die Küche. Kochen, Essen, Socializing - hier spielt sich das Familienleben ab. Die moderne Küche soll schick, modern und repräsentativ sein. Dabei sind die Grundzüge der verschiedenen im Handel erhältlichen Modelle gleichermaßen einander ähnlich wie simpel. Küchen werden nach einem Baukastenprinzip aus mehreren Schranktypen und E-Geräten zusammengestellt. Wie eins zum anderen findet - die Reportage begleitet Planung und Umsetzung unterschiedlicher Küchenkonzepte.
Auf Entdeckungskurs zwischen Erbil und Dubai: Ein Helikopterflug über Erbil endet abrupt, als eine Warnlampe aufleuchtet und die Gruppe zur Militärbasis zurückkehren muss. In Dubai besuchen Dr. Rick und Dr. Nick eine Fachmesse zur Keratopigmentation - einer in Deutschland noch nicht zugelassenen Methode zur Augenfarbenveränderung. Währenddessen erlebt Katharina beim Shoppen mit Maklerin Jennah einen emotionalen Moment: Zum ersten Mal schlüpft sie in ein Hochzeitskleid.
Nach dem Zweiten Weltkrieg liefern sich Ost und West einen Wettlauf um die Nukleartechnik. Welche geheimen Pläne verfolgt die DDR in der Atomforschung - und welche Folgen hat sie bis heute? 30 Jahre nach dem Ende der DDR erzählt ZDFinfo die wahre Geschichte der Kernforschung im Osten. Es geht um Bomben und billigen Strom: In der DDR wird das erste deutsche Kernkraftwerk eröffnet. Und der ostdeutsche Staat liefert Uran für sowjetische Atomwaffen. Die ZDFinfo-Dokumentation unternimmt eine Zeitreise in die Ära des Wettrüstens und die Anfänge der Atomenergie. In Deutschland startet der Wettlauf um das erste Kernkraftwerk. Für Ost und West soll es der Aufbruch in ein neues Zeitalter sein, und für die DDR soll es die Lösung ihres Energieproblems darstellen. Strom lieferte bis dahin nur die heimische Braunkohle. Und das nicht gerade energieeffizient. Schon 1946 wird unter dem Tarnnamen Wismut, die Bezeichnung eines chemischen Elements, in Thüringen Uran abgebaut. Streng geheim und unter brachialen Bedingungen arbeiten bis zu 40.000 Bergarbeiter für die Atomwaffen der Sowjetunion. So ist die DDR lange Jahre der viertgrößte Uran-Produzent der Welt. Ohne das Uran aus Thüringen hätte es die Atommacht UdSSR nicht gegeben. Im Wettlauf mit dem sogenannten Klassenfeind BRD gelingt der DDR 1967 der erhoffte Vorsprung: In Rheinsberg geht das erste Kernkraftwerk auf deutschem Boden in Betrieb. Wenige Monate später zieht Westdeutschland in Bayern nach. Die DDR feiert ihren Erfolg. Gewaltige Werke sollen entstehen, 20 sind geplant. Die Geschichte der Kernkraft ist vor allem auch eine Geschichte der Spionage und Geheimhaltung. Militärpläne für Atomschläge auf deutschem Boden sind Top Secret. Atomphysiker Klaus Fuchs spioniert für die Sowjetunion. Heinz Barwich, Direktor des Rossendorfer Zentralinstituts für Kernforschung bei Dresden, dagegen wechselt mithilfe der CIA auf die andere Seite und setzt sich in den Westen ab. Ihre Geschichten sind bis heute geheimnisumwittert. Jahrelang gilt Atomkraft als risikolos und wird als sozialistische Energieschöpfung gefeiert. Doch hinter den Kulissen: schwerwiegende Mängel, Brände, marode Werke. Der Umgang mit Atommüll bleibt ein Staatsgeheimnis. Morsleben wird zur gefährlichsten Atommüll-Deponie auf dem Gebiet der DDR. Radioaktive Abfälle werden ohne jede Verpackung einfach abgeschüttet. Gefahren für die Umwelt? Oder gar Gesundheit? Offiziell kein Problem. Jegliche Kritik wird im Keim erstickt. Unter dem Dach der evangelischen Kirche entsteht in den 80ern eine unabhängige Friedensbewegung. Auch die wird unterdrückt. Repressionen und sogar Mordversuche an Kritikern folgen. Sicherheitsmängel werden dokumentiert, aber streng geheim gehalten. Sogar ein beinahe Super-GAU in Greifswald wird verschwiegen: Im Kernkraftwerk Lubmin, knapp 220 Kilometer zur deutschen Grenze, löst ein Elektriker durch Schlamperei fast eine Kernschmelze aus. In der Öffentlichkeit: kein Wort davon. Bis zur Wende hält die Stasi alles geheim. 1986 dann die Katastrophe - Tschernobyl. Doch auch davon bekommt die DDR-Bevölkerung kaum etwas mit. Plötzlich gibt es Lebensmittel zu kaufen, die der Westen nicht mehr abnehmen wollte. Doch die Meldung über die Reaktorkatastrophe - in der DDR-Berichterstattung nur eine Randnotiz. Erst mit der Wende wird das Ausmaß der zahlreichen Mängel und Vorfälle bekannt und gelangt an die Öffentlichkeit. Von der großen Atomvision bis zur Wende - Autor Matthias Hoferichter erzählt mit Zeitzeugen und an den Schauplätzen von damals die Dimensionen der Kernkraft in der DDR und die Herausforderungen, vor denen wir heute noch stehen.
Es ist einer der ungewöhnlichsten Kriminalfälle Österreichs und beschäftigt die Ermittler über Monate. 2021 lädt ein Wiener zwei Männer zu einem Sextreffen in seine Wohnung ein. Doch zum Geschlechtsverkehr soll es nie kommen - nur kurze Zeit später sterben beide Gäste an einer Überdosis Liquid Ecstasy. Tragischer Unfall oder eiskalter Mord? Außerdem: Die erpresserischen Sex-Geschäfte des Better-Clans im 19. Jahrhundert.
Nach Zeke Tenhoff steigt sein Bruder Gabe in den kalten Neoprenanzug - gefolgt von zwei weiteren Tauchern. Denn die Männer müssen sich auf der Beringsee sputen, um ihr angestrebtes Ziel von 150 Unzen Gold zu erreichen. Den Teams bleibt nicht mehr viel Zeit, bis der Winter kommt. Das gilt auch für Kris Kelly und seine Crew. Die Männer mobilisieren mit zwei Booten auf dem Wasser alle verfügbaren Kräfte, bevor der Hafen zufriert. Aber dann streikt in Alaska plötzlich eine Pumpe. Das kommt beim alles entscheidenden Saisonendspurt einer Katastrophe gleich.
Slalom, Slopestyle und Freeride - drei Disziplinen, drei Perspektiven. Ein Blick in die unterschiedlichsten Facetten des modernen Skifahrens, geprägt von Tempo, Frust und purer Leidenschaft.
Wer wissen will, was außerhalb des Landes auf der politischen und gesellschaftlichen Bühne passiert, der ist hier richtig: Das Magazin liefert in ausführlichen und unterhaltsamen Beiträgen Antworten.
Als Elizabeth Flores ein Kind war, schützte ihre ältere Schwester Louise sie liebevoll vor dem schrecklichen Familiengeheimnis. Doch als Louise einen Mann namens David Turpin kennenlernt, verändert sie sich abrupt. Gemeinsam mit David setzt sie vergifteten Kreislauf des Bösen fort, anstatt ihn zu stoppen. Elizabeth muss sich fragen: Wann wurde aus ihrer einstigen Beschützerin ein eiskaltes Monster?
Der erste gemeinsame Morgen im Chalet bricht für die Silbersingles an. Während einige energiegeladen starten, kämpfen andere mit der neuen Situation. Armin geht mit Roswitha und Geraldine zum Bogenschießen und tauscht intime Details mit den Damen aus. Petra erlebt ein romantisches Date mit Roman - und beide kommen sich näher. Der Tag endet schließlich mit einer schweren Entscheidung in Haus Armin: Die erste Dame muss gehen...
Baut der Iran an der Atombombe? Diese Sorge treibt die Welt seit Jahrzehnten um. Der Zweiteiler "Iran und die Bombe" zeichnet die Genese des iranischen Atomprogramms nach, das sich trotz massiver Sanktionen immer weiterentwickeln konnte.
Der erste Teil der Dokumentation zeigt den Sinneswandel des Westens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu Zeiten des Schahs gilt der Iran noch als verlässlicher Partner und wird aktiv von den USA unterstützt. Das ändert sich, als islamische Fundamentalisten an die Macht kommen und sich das Atomprogramm zu eigen machen. Eine Geschichte voller Lügen und Geheimnisse.
Im Film zu Wort kommt unter anderen Mehdi Sarram, der 1967 Irans ersten Nuklearreaktor zum Laufen gebracht hat. Und im Interview mit dem ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer geht es um die zentrale Frage, warum internationale Bemühungen um eine Lösung des Konflikts seit Dekaden scheitern.
Seit der Machtübernahme der islamfaschistischen Taliban vor vier Jahren werden Frauen in Afghanistan die grundlegendsten Menschenrechte aberkannt. Frauen dürfen das Haus nur in Begleitung eines männlichen Verwandten und nur vollverschleiert verlassen, sie sind von Bildung und bezahlter Arbeit ausgeschlossen. Ein selbstbestimmtes Leben ist ihnen per Gesetz verunmöglicht.
Im WELTjournal kommen afghanische Frauen im Alter von 17 bis 70 Jahren zu Wort, die noch bessere und freiere Zeiten erlebt haben. Sie erzählen ihre persönliche Geschichte, sprechen über ihre Ängste unter dem Taliban-Regime und kommentieren die Entwicklung ihres Landes in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Ein - trotz aller Repressionen - ambitionierter, kämpferischer Film über 50 Jahre voller Hoffnungen, Liebe und Krieg in Afghanistan.
Gestaltung: Solène Chalvon-Fioriti
Wenn das ersehnte Hochzeitsdatum feststeht, ist bei Bräuten in spe das Herzklopfen groß und die To-Do-Liste lang. Ein Punkt steht aber bei allen ganz vorn auf der Agenda: das perfekte Brautkleid. Doch welches Modell passt zur Figur und ins Budget? Schnell stellt sich bei den angehenden Bräuten Überforderung ein, doch die Brautmodenausstatter der Doku-Soap "Zwischen Tüll und Tränen" bewahren bei allen Kundenwünschen einen kühlen Kopf!
Ein riesiges Gebiet in Nordkalifornien ist von seltsamen, in regelmäßigen Abständen angeordneten Hügeln bedeckt, die Wissenschaftler nicht erklären können. Könnten sie mit dem mythischen unterirdischen Königreich in Verbindung stehen, von dem lokale indianische Legenden berichten? US-Überwachungssatelliten entdecken in einer iranischen Werft etwas, das wie eine exakte Kopie eines ihrer eigenen im Bau befindlichen Flugzeugträger aussieht.
Isabel ist entschlossen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und plant, sich ihren schmerzhaftesten Erinnerungen aus dem Bunker zu stellen. Während sie diesen mutigen Schritt unternimmt, bleibt die Frage offen, ob sie die einzige Gefangene war oder ob mehrere Frauen in dem Bunker eingesperrt waren. Die Polizei arbeitet daran, diese Unklarheit zu klären.
Häusliche Gewalt geht häufig mit psychischer und emotionaler Gewalt einher. Die Dokumentation beleuchtet diese Mechanismen anhand des Konzepts der Zwangskontrolle (Coercive Control). Als Zwangskontrolle werden die vielen Formen des alltäglichen Macht- und Kontrollmissbrauchs bezeichnet, mit denen Täter ihre Opfer unterwerfen und von sich abhängig machen.
Sie reichen von Telefonmobbing bis hin zu Morddrohungen. In Frankreich sind über 270.000 Frauen und Kinder Opfer dieses häuslichen Terrors.
Während eines Schusswechsels kommt ein Mann ums Leben. Keiner der Augenzeugen kann den Todesschützen identifizieren. Ermittler Joe Kenda sucht ausgerechnet bei einem Vorbestraften nach Hilfe in dem komplizierten Fall.
Eine bemerkenswerte Familie, die die ganze Welt erobert hat: Eine Familie, 40 verschiedene Gesichter. Vom eiskalten Norden bis zu den trockensten Wüsten. Von den entlegensten und kaum erforschten Orten bis ins Herz unserer modernen Welt: Katzen!
Bunker finden sich in vielen Regionen Europas. Sie spiegeln das technische Know-how und die Bedrohungslage ihrer Zeit. ZDFinfo stellt acht Bunkeranlagen aus verschiedenen Epochen vor. Ob die Franzensfeste in Italien, Churchills War Rooms in London oder die Nachrichtenzentrale Strausberg der NVA: Militärische Schutzbauten sind weit mehr als technische Anlagen. Sie sind immer auch Zeugen der Vergangenheit. Bunker sind auch heute ein aktuelles Thema. Es gibt noch immer Hunderttausende dieser Schutzbauten in Europa, fast immer aus Stahlbeton. Die meisten stehen in Albanien, geschätzt über 200.000 Kleinstbunker neben einem gewaltigen Regierungsbunker für die ehemaligen Potentaten. Die ältesten dieser Stahlbeton-Befestigungen stammen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, als die Ziegel-Festungen des 19. Jahrhunderts wegen neuer Munition massiv verstärkt wurden. Wegen einer vermeintlichen Überlegenheit gegenüber Angreifern schufen mehrere europäische Staaten in der Zeit zwischen den Weltkriegen gewaltige Betonbauten. So wähnten sie sich gegen feindliche Angriffe in den Stellungskriegen des Ersten Weltkrieges gesichert. Ausgerechnet Hitler machte mit seinen neuartigen beweglichen Angriffsverbänden in den ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges diese Sperranlagen wertlos. Dennoch ließ kein Machthaber mehr Bunker errichten als er, außer Enver Hoxha in Albanien. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt der Bunkerbau eine Zäsur. Zukünftige militärische Konflikte sind seitdem von Atomwaffen geprägt. Verbunkerte und hermetisch abgeschlossene Schutzräume werden noch wichtiger als zuvor. Nun müssen auch Waffen geschützt werden, vor allem Mittelstrecken- und Interkontinentalraketen mit Nuklearsprengköpfen. Diese Plätze sind noch immer geheimnisvoll und teilweise in Vergessenheit geraten. Zeitweise standen sie unter strengster Geheimhaltung, heute sind sie teils zu Ruinen zerfallen und Mahnmale des Kalten Krieges. In zwei Folgen spürt die Dokumentation acht dieser geheimen Bunker auf, zeigt ihre baulichen Besonderheiten und ihre Geschichte. Die zweite Folge zeigt die Schutzbauten im atomaren Zeitalter, die verbunkerten Atomraketenbasen der Sowjetunion im heutigen Litauen, einen Bunker des Warndienstes für den Schutz der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland und die atomsichere Nachrichtenzentrale der ostdeutschen Volksarmee. Die Bunkerbauten in Albanien bilden den Abschluss. Das kleine Land besitzt noch heute weltweit die meisten Bunker, entstanden aus der Furcht eines paranoiden Diktators.
Es ist die Geschichte von einem Polizisten, der nie aufgab und nach 28 Jahren ein Rätsel löst, an dem vor ihm schon viele gescheitert sind. Mit exklusivem Material zeigt diese dreiteilige Dokumentation eindrucksvoll, wie seine mühevolle Ermittlungsarbeit zu einem der brutalsten Serienmörder Deutschlands führte. Zu dem Mann, der auch hinter den rätselhaften Göhrde-Morden steht, die nicht nur die Menschen in Norddeutschland erschütterten.
Das NDR-Team durfte drei Jahre lang Wolfgang Sielaff und seine Mitstreiter, aber auch Ermittler und Angehörige der Opfer exklusiv begleiten und war bei allen entscheidenden Momenten mit der Kamera dabei.
Wolfgang Sielaff war einmal einer der mächtigsten Polizisten Hamburgs. Als LKA-Chef hat er Kriminalgeschichte geschrieben und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Falle seiner Schwester war er jahrzehntelang allerdings der "ohnmächtigste" Polizist. Denn seine Schwester, die wohlhabende Unternehmergattin Birgit Meier, verschwindet 1989 in Lüneburg im benachbarten Bundesland Niedersachsen. Wolfgang Sielaff hat hier nichts zu melden: Polizeiarbeit ist Ländersache. Er versucht zwar wiederholt, die niedersächsischen Kollegen zu effizienter Ermittlungsarbeit zu drängen. Aber er muss immer wieder sehen, dass der Fall eingestellt wird oder erhebliche Pannen geschehen. Nur wenige Polizisten, die mit dem Fall betraut sind, ermitteln beherzt. Birgit Meier bleibt verschwunden. Von der Polizei verdächtigt wird ihr Mann Harald Meier, von dem sie zum Zeitpunkt des Verschwindens getrennt lebte. Ein Mordmotiv?
Als Wolfgang Sielaff pensioniert wird, beschließt er, den Fall selbst neu aufzurollen. Mit ehemaligen Weggefährten und den Besten ihrer Zunft, vom Rechtsmediziner bis hin zum Staatsanwalt, gründet er eine private Soko. Akribisch zeichnet sie den Fall nach, stößt auf einen alten Verdächtigen, der neue Rätsel aufgibt.
Am Ende werden Wolfgang Sielaff und sein Team nicht nur, vor laufender NDR-Kamera, die Überreste seiner Schwester finden, sondern auch entscheidende Impulse für die Aufklärung von vier weiteren Morden, den sogenannten Göhrde-Morden, liefern. Und das ist vielleicht erst der Anfang.