Drei der größten Flüsse Europas, Rhein, Rhone und Po, haben in den Alpen ihren Ursprung. Ohne das Wasser der Schweizer Gletscher würden weite Landstriche Europas auf dem Trockenen sitzen.
Die Alpen versorgen die umliegenden Länder jedes Jahr mit der Wassermenge von fünf kompletten Bodenseen - Eine Reise von den höchsten Gipfeln des Berner Oberlandes, die Aare und den Rhein entlang, bis zum spektakulären Finale des Rheinfalls bei Schaffhausen.
Die Reise beginnt auf den mächtigen Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau, wo selbst im Sommer an vielen Tagen Frost herrscht. In der auf den ersten Blick lebensfeindlichen Wüste aus Felsen, Schnee und Eis haben die Tierfilmer einige Überlebenskünstler aufgespürt: Die unverwüstliche Alpendohle lebt dort und profitiert von den vielen Touristen und ihren Butterbroten. Das Schneehuhn verbringt sein Leben weitgehend unsichtbar, in jeder Jahreszeit perfekt getarnt.
Die Berglandschaft wird vom Wasser geformt. Die gewaltigen Eispanzer der Gletscher erschaffen mit ihrem Gewicht das Gestein, fließendes Wasser schneidet Hunderte Meter tiefe Schluchten in den harten Fels. Der Film zeigt viele der beeindruckenden Landschaften, die so entstehen - etwa die zehn unterirdischen Trümmelbachfälle oder das liebliche Lauterbrunnental, das mit seinen 72 Wasserkaskaden J. R. R. Tolkien zur Beschreibung des Elben-Reichs in seinem Mammutwerk "Der Herr der Ringe" inspirierte.
Je weiter das Wasser abwärts fließt, umso bunter und reichhaltiger werden Flora und Fauna. Die Tiere müssen sich oft genug gegen die Zivilisation behaupten, doch gelingt es scheuen Einheimischen wie dem Biber oder Neubürgern wie dem Kormoran, stille Refugien in der dicht besiedelten Schweiz zu finden.
Angesichts der furchterregenden Geschwindigkeit, mit der lebenswichtige Gletscher zurückweichen, spielt auch der Klimawandel eine Rolle. Das Kamerateam hat dafür im wahrsten Sinne des Wortes eindrückliche Bilder gefunden: Es fand genau jene Orte wieder, an denen der Schweizer Maler Caspar Wolf im 18. Jahrhundert die grandiosen Gletscher und schneebedeckten Bergpanoramen in Ölgemälden verewigte. Der Vergleich der damaligen Pracht mit der heutigen Situation wird Klimawandelskeptiker verstummen lassen.
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Landschaften dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder. Die Reihe "Wunderwelt Schweiz" porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz.
Der Sage nach stieg Göttin Aphrodite, die "Meerschaumgeborene", in Zypern aus der Brandung. Eine Insel, so schön wie die Göttin selbst. Von der Natur reich beschenkt, leben in den wilden Schluchten Tiere und Pflanzen, die es nur auf Zypern gibt. Naturschützer wollen nun durch die Neuansiedlung von Schleiereulen den Gifteinsatz auf Äckern minimieren. Förster kümmern sich voller Leidenschaft um die Aufforstung der Zypern-Zedern. Selten geworden ist das Nationaltier Zyperns, das Mufflon, und auch ein kleiner Schmetterling, der Paphos-Bläuling, geht nur selten noch ins Netz.
Wer war dieses sagenumwobene Volk, das sich die Inka nannte und dessen Herrscher sich als "Söhne der Sonne" sahen? Der Film fragt nach den Hintergründen von Aufstieg und Fall des Imperiums. Wie aus dem Nichts tauchen sie auf, und innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelt sich ihr Reich zum größten Imperium der damaligen Welt. Sie herrschen über mehr als 200 Völker mit gut zehn Millionen Menschen, 1532 ändert die Ankunft der spanischen Konquistadoren alles. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht erstreckt sich das Reich der Inka über die gesamte Länge der Anden, vom heutigen Chile bis nach Ecuador. Allein aufgrund der schieren Größe und der Präzision der Staatsführung werden ihre Herrscher oft mit Dschingis Khan und Alexander dem Großen verglichen. Die Inka-Könige sehen sich als "Söhne der Sonne" - allmächtige Gottkönige, übermenschlich und unantastbar. Niemand darf ihnen direkt in die Augen sehen. Ihre Kleidung tragen sie jeweils nur einmal, dann gilt sie als heilig und wird kultisch verbrannt. Selbst nach dem Tod residiert ein verstorbener Herrscher im eigenen Palast weiter, als Mumie. Er behält auch als Toter seine Gefolgschaft und dient den Nachfolgern als unverzichtbarer Ratgeber. Von einem sagenhaften Goldland ist damals im fernen Europa die Rede und weckt dort fatale Begehrlichkeiten. Gold, das sind die "Tränen der Sonne", so sehen es die Inka. Gold ist auch das Attribut des Sonnengottes Inti und seines Sohnes, dem König der Inka. Ihnen zu Ehren werden unermessliche Goldschätze zusammengetragen. Das Edelmetall hatte jedoch ausschließlich spirituellen Wert und keinerlei materiellen. Bis heute umgibt die Inka eine Aura des Rätselhaften. Wie konnte ihr kometenhafter Aufstieg in so kurzer Zeit gelingen? Sie nutzten weder Lasttiere noch Eisen, das Rad oder Geld und verfügten über keine Schrift. Schriftliche Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte entstehen erst mit den spanischen Eroberern. Überall im Land entstehen gigantische Bauwerke oft in schwindelnden Höhen, so wie die heute weltberühmte Anlage von Machu Picchu. Ein Straßennetz von mehr als 30.000 Kilometern dient dem reibungslosen Gütertransport und den riesigen Inka-Armeen. Vieles bleibt bis heute ungeklärt. Faszinierend und zugleich fremd ist uns die Kultur. Ihren Göttern opfern die Inka auch Menschen - bevorzugt Kinder. 1999 findet ein amerikanisch-argentinisches Forscherteam am heiligen Berg Llullaillaco in 7000 Metern Höhe Opferplätze und die Mumien dreier Kinder. Forschern gelang es, die Geschichte der Kindermumien zu rekonstruieren. Ihre neu gewonnenen Erkenntnisse gaben erstmalig Einblick in das für die Inka so wichtige Capacocha-Ritual. Wie konnte einer kleinen Gruppe von Konquistadoren das Unglaubliche gelingen und das damals größte Imperium der Welt in die Knie zwingen? Die Dokumentation liefert Antworten, die die aktuelle Forschung herausarbeiten konnte.
Der "Terra X"-Film "Ein Tag in Paris 1775" schildert den Alltag des jungen Perückenmachers Léonard Minet, der gegen das starre Klassendenken rebelliert und heimlich Damenfrisuren kreiert. Zur Zeit des Ancien Régime gilt es selbst in der Modestadt Paris für einen Friseur als unschicklich, einer Frau die Haare zu machen. Den talentierten Léonard Minet kümmert das nicht. Der Film erzählt, wie es ihm gelingt, Hoffriseur von Versailles zu werden. Die Dokumentation "Ein Tag in Paris 1775" entführt die Zuschauer in die Zeit von Ludwig XVI., dem letzten Vertreter der französischen Sonnenkönige. 14 Jahre vor der Revolution steckt Frankreich finanziell und politisch in der Krise. Während ein Großteil der Bevölkerung arm ist und unter der Willkür ihres Herrschers ebenso leidet wie unter seiner Verschwendungssucht, wird das Bürgertum von Paris zur treibenden Wirtschaftskraft. Die Seine-Metropole entwickelt sich wie keine zweite Stadt in Europa zum Mode-Hotspot. Nicht nur der Adel gibt sich der Prunksucht hin, sondern auch immer mehr Bürger eifern mit Modeschmuck und Second-Hand-Kleidung ihren modischen Vorbildern am Versailler Hof nach. Das Tragen einer Perücke ist das modische i-Tüpfelchen des gepflegten Kleidungsstils, aber vor allem das Erkennungszeichen für den sozialen Status eines Franzosen. Jeder Stand entwickelt seine eigene Form. 1775 aber ändert sich die Modewelt. Das Tragen des eigenen Haars wird zum Symbol der Aufklärung. Verfechter wie Diderot, Montesquieu oder Rousseau zeigen öffentlich ihr eigenes Haar als Zeichen für ihr unabhängiges Denken. Auch Léonard schwört auf den neuen Zeitgeist. Wie die meisten Pariser sehnt er sich nach individueller Freiheit und will den starren Strukturen der Ständegesellschaft entfliehen. Eigentlich soll er das Geschäft seiner Familie übernehmen, die seit Generationen dem Perückenmacher-Handwerk nachgeht. Doch die Geschäfte gehen immer schlechter, und Léonard träumt vom Beruf des Damenfriseurs. Ein Beruf, der gerade erst entsteht und noch nicht durch strenge Vorgaben einer Zunft reguliert ist. Um seine extravaganten Kreationen auszuprobieren, trifft er sich mit der jungen Schauspielerin Lucille, dem aufsteigenden Stern an der Comédie Française. Mit Lucille als Model hofft Léonard, die Aufmerksamkeit der Reichen und Schönen auf sich und seine Frisur-Ideen zu lenken. Als Léonard in die väterliche Werkstatt zurückkehrt, sieht er, wie sein Vater verhaftet wird. Eine unachtsame Bemerkung über den König wurde ihm zum Verhängnis. Ein ausgeklügeltes Spitzelsystem, das an moderne Überwachungsstaaten erinnert, soll jede Kritik am König im Keim ersticken. Damit gerät nicht nur das Leben seines Vaters in Gefahr, sondern auch seine eigene Zukunft. Doch der Zufall will es, dass Léonard am Hof von Versailles seine Künste beweisen darf. Aus der Perspektive der fiktiven Figur Léonard Minet wird ein Tag im Leben eines jungen Perückenmachers erzählt, der in schwierigen Zeiten sein Schicksal in die Hand nimmt und alles daransetzt, um seinen Traum wahr zu machen. Seine Biografie, die anhand von zeitgenössischen Quellen rekonstruiert wurde, basiert auf realer Alltagsgeschichte.
In dieser Folge beginnt der Einsatz bereits bei der Ankunft eines Griechen in Auckland. Er reist ohne Geld ein, bringt jedoch eine bewegende Vergangenheit mit, die Fragen aufwirft. Parallel nehmen die Behörden die Trophäen eines Jägers genau unter die Lupe - darunter auch geschützte Arten. Und auch beim Zoll trügt der erste Eindruck: Jeans mit scheinbar harmlosen Etiketten entpuppen sich als raffinierte Tarnung.
In der zweiten Folge stehen die Jahre 1951 bis Anfang 1954 im Fokus. Politisch gab Adenauer eine klare Richtung vor: Integration und Anerkennung in der westlichen Welt. In Bonn wurden nach Abschluss des Deutschlandvertrages im Jahr 1952 wieder ausländische Staatsgäste empfangen, und Adenauer reiste hinaus in die Welt. Es brummte im jungen Bundesland Nordrhein-Westfalen. 1952 wurde in Dortmund die neu erbaute Westfalenhalle eröffnet, und der NWDR sendete von Köln aus das erste deutsche Nachkriegsfernsehprogramm aus dem gerade neu erbauten Funkhaus.
Mit Paul Gauguin wollte er eine Künstlerkolonie gründen, doch das Zusammenleben der Maler endete mit einem Zusammenbruch van Goghs im Dezember 1888. Nach einer Selbstverstümmelung und wiederholten Anfällen geistiger Verwirrung ging van Gogh in die Heilanstalt von St.-Remy-de-Provence. In vielen Briefen an seinen Bruder Theo beschreibt er seine Sicht auf Arles. Diese Briefe dienen dem Film als Textgrundlage und stehen in reizvollem Kontrast zum römisch-romanischen Weltkulturerbe. Um die Zeitenwende entwickelte sich Arles zu einem religiösen Zentrum. Herausragende Bauwerke der antiken Epoche sind heute noch zu besichtigen: das Amphitheater, im Mittelalter als Steinbruch genutzt und dann in ein befestigtes Stadtviertel umgewandelt, die unterirdischen Gänge des Krypto-Portikus und die Thermen des Konstantin.
Warme Seen, karibische Farben, wilde Bergwelten: Kärnten, das südlichste Bundesland Österreichs, ist ein Landstrich der Kontraste. Diese Vielfalt prägt auch die Mentalität der Bewohner. Vom markigen Wörthersee-Fischer bis zur aufstrebenden Austro-Pop-Band begleitet der Film Kärntner, deren Leidenschaften tief in ihrer Heimat wurzeln.
Graubünden im Winter, das heißt für viele Pistenspaß und Après-Ski-Vergnügen. In der Natur herrscht jedoch wegen Kälte, Schnee und Eis ein ständiger Kampf ums Überleben.
Ob Steinbock, Murmeltier oder Kreuzotter, sie alle haben sehr unterschiedliche Strategien, um die Eiseskälte des Alpenwinters zu überstehen. Der Film erzählt erstaunliche Geschichten aus dem winterlichen Graubünden und zeigt prächtige Landschaftsaufnahmen.
Bei den Murmeltieren lautet die Strategie: Fett anfressen und die kalte Jahreszeit schlafend überstehen. Dieser Winterschlaf ist jedoch nicht mit dem erholsamen Schlaf in der Nacht zu vergleichen - er ist vielmehr eine lebensbedrohliche Notsituation. Forscher haben herausgefunden: Wenn Murmeltiere nicht manchmal aus dem Winterschlaf erwachen und "richtig" schlafen, dann sterben sie.
Verblüffend auch die Überlebenstaktik der Steinböcke. Obwohl sie im Hochgebirge leben, scheinen sie keinen Schnee zu mögen. Sie gehen ihm aus dem Weg, wo immer sie können. In den kalten Winternächten sinkt zum Energiesparen ihre Körpertemperatur in den Beinen auf bis zu 15 Grad Celsius. Was für andere Tiere den Tod durch Erfrieren bedeuten würde, ist für den Steinbock möglich - eine Fähigkeit, die ihm das Überleben sichert.
Doch auch der härteste Winter ist irgendwann einmal zu Ende, und die Natur atmet auf. Dies wird am deutlichsten beim Anblick von Gämsen, die voller Lebensfreude mit verrückten Sprüngen die Ankunft des Frühlings zu feiern scheinen. Die Murmeltiere haben für so etwas keine Zeit. Ihr Sommer ist oft so kurz, dass die Männchen die noch schlafenden Weibchen begatten. Für sie sind Frühling und Sommer nichts anderes als Vorbereitungszeit für den nächsten Überlebenskampf im Graubündner Winter.
Für die Aufnahmen dieses Films waren mehrere Kamerateams zu Lande, unter dem Eis und in der Luft unterwegs. Unter anderem wurde ein Cineflex-System eingesetzt, mit dem besonders ruhige Aufnahmen vom Helikopter aus gedreht werden können.
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Landschaften dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder. Die Reihe "Wunderwelt Schweiz" porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz.
Wir sind Sicherheit - das ist der Leitspruch, an dem sich rund 38.000 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten messen lassen wollen. Die dreiteilige Reportageserie beleuchtet unterschiedliche Aufgabenbereiche und Einsatzgebiete der Bundespolizei, zum Beispiel den Grenz- und Küstenschutz mit dem Einsatzschiff BP82 Bamberg, den Einsatz von Spezialkräften der BFEplus sowie die Aufgaben und Fähigkeiten der Bundesbereitschaftspolizei und der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main.
Da war immer "diese Sehnsucht nach Bildern" bei Thomas Hildenbrand. Aufgewachsen in einem streng pietistischen Haushalt fühlte er sich schon als Kind zur Bilderpracht der katholischen Kirche hingezogen. Er geht ins Mekka der "Herrgottschnitzer", nach Oberammergau, und lernt dort das Handwerk der Bildschnitzer. Bald schon findet er seine eigene Bildsprache, entwickelt eine eigene Spiritualität und lotet dabei immer wieder die Grenze zum Kitsch aus. Ein Jesus am Kreuz, in Jeans und mit kecker Locke - das provoziert auch schon mal. Doch Thomas Hildenbrand geht es viel mehr um Emotionalität, Sinnlichkeit und Dynamik, auch bei seinem aktuellen Werk, das er in seinem Atelier in Ilshofen beginnt. Er zeichnet, modelliert, schwingt die Kettensäge und den Holzbeitel und erschafft eine geflügelte Figur zwischen barocker Pracht und sinnlichem Pop. Ist es vielleicht ein Engel? Seine Figuren erzählen von ihm und seiner Suche nach dem Menschsein, "vom Stürzen und Fliegen", wie er es selbst nennt.
Gelernter Fernmeldetechniker, passionierter Kabarettist und Komiker und hauptberuflicher "Strizzi": Der großartige Oswald "Ossy" Kolmann brachte über 50 Jahre lang die Menschen dieses Landes mit seiner unverkennbaren Art zum Lachen. Die Reihe "ORF-Legenden" wirft einen genauen Blick auf diesen Ausnahmekünstler.
Berühmt wurde er vor allem in der Rolle des Obers im Café Lotto und als ständig betrunkener Hotelgast in der ORF-Serie "Hallo - Hotel Sacher…Portier!".
Nach einer dreijährigen Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Gewerkschaft holte Karl Farkas den jungen Ossy 1958 ans Kabarett Simpl, wo seine Karriere begann. Nach Gastspielen am Operettenhaus Hamburg, am Theater an der Wien, am Wiener Volkstheater und dem Raimundtheater wurde er Mitglied des Volksopernensembles, wo er nahezu das gesamte Operettenrepertoire seines Fachs abdeckte. Seine Paraderollen spielte er in den Werken Raimunds und Nestroys sowie in den Operetten "Im Weißen Rössl", "Gasparone" und "Vogelhändler", er drehte Filme, Serien und Produktionen fürs Radio.
Eine Parkinson-Erkrankung beendete schließlich viel zu bald seine Schauspieltätigkeit. Er starb am 18. Juli 2016 nach langer, schwerer Krankheit - und bleibt trotzdem unvergessen.
"Terra X - Söhne der Sonne" beleuchtet Aufstieg und Fall der altamerikanischen Imperien. Dieser Teil widmet sich den Azteken, die vor 500 Jahren von den Spaniern erobert wurden. Sie gelten als blutrünstige Gewaltherrscher, geniale Ingenieure und kluge Diplomaten. Sie tauchen wie aus dem Nichts auf und beherrschen Mittelamerika über drei Jahrhunderte. Ihr Untergang leitet die lange und schmerzhafte Geburt des heutigen Mexiko ein. Das Bild der Nachwelt von den Azteken ist bis heute ambivalent. Als geniale Baumeister errichteten die einstigen Nomaden mitten auf einer Insel in einem Salzsee ihre Hauptstadt Tenochtitlan - damals eine der größten Städte der Welt. Alles im Aztekenreich war perfekt geregelt. Auf den Märkten sorgten Aufseher für Ordnung, öffentliche Gerichte behandelten Adlige und Bürger nach gleichem Recht. Es gab ein allgemeines Schulsystem für Jungen und Mädchen aus allen sozialen Schichten. Anders als in den damaligen europäischen Städten achteten die Azteken auch auf Sauberkeit. Neben diesen zivilisatorischen Leistungen aber fanden sich auch Zeugnisse grausamer Rituale. Im Untergrund der Millionenmetropole Mexiko-Stadt befinden sich noch heute unzählige Relikte aus der Aztekenzeit. Die bedeutendste archäologische Stätte ist der Templo Mayor - das Hauptheiligtum der Azteken. 2015 machten Archäologen unweit der Tempelpyramide eine schockierende Entdeckung: Tausende Menschenschädel - Opfer blutiger Zeremonien für ihre Götter. Lange hielten Wissenschaftler die Berichte von den Schädeltürmen für übertriebene Darstellungen, die die Aztekenschreiber auf Geheiß der spanischen Eroberer anzufertigen hatten - als Rechtfertigung für ihre eigenen Gräuel gegenüber der einheimischen Bevölkerung. Die Azteken dehnten ihr Reich immer weiter aus. Von den eroberten Stadtstaaten forderten sie hohe Tribute in Form von Nahrungsmitteln, Waren und Sklaven - viele von ihnen endeten als Blutopfer auf den Altären der Aztekenpriester. Als die Spanier unter ihrem Anführer Hernán Cortés im Jahr 1519 ins Aztekenreich einmarschierten, fanden sie daher schnell einheimische Verbündete. Die Feinde der Azteken sahen in den weißen Männern die Gelegenheit, sich vom Joch der Aztekenherrschaft zu befreien und den Anführer Moctezuma endlich zu stürzen. Von den Spaniern eingeschleppte Krankheiten wie Typhus und Pocken setzten der indigenen Bevölkerung zusätzlich zu. Mit über 20.000 Kriegern - Feinden der Azteken - gelang es Hernán Cortés schließlich im August 1521, die geschwächte Hauptstadt zu stürmen und das Ende der Azteken zu besiegeln. Mit ihrem Untergang und dem fast vollständigen Verschwinden eigener Quellen bleibt die Geschichte der Maya, Inka und Azteken bis heute so mythenbeladen wie kaum eine andere. Die Zeugnisse der legendären Hochkulturen sind ebenso faszinierend wie rätselhaft. Mit dem Dreiteiler "Söhne der Sonne" entstand auf Basis aktueller Forschung ein bildstarkes Kompendium, das tiefere Zusammenhänge erschließt.
In der ersten Folge des "Terra X"-Dreiteilers "Ein Tag in ..." führt die Zeitreise in den Alltag von New York 1882. Wie wäre es gewesen, wenn man als Deutscher damals dort gelebt hätte? Der Film folgt einen Tag lang dem angehenden Anwalt Georg Schmidt. Er ist einer von rund 400.000 deutschen Auswanderern in New York. Trotz aller Widrigkeiten gelingt ihm der Neuanfang in einer Stadt, in der die Korruption wie ein Krake um sich greift. Es ist der 14. Juli 1882. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind noch jung, die Staatsgründung liegt erst gut 100 Jahre zurück. Die USA sind Auswanderungsziel Nummer eins für Menschen aus der ganzen Welt. Für die Europäer ist New York das Tor in die neue Heimat. Damals reicht die Stadt noch nicht über die Insel Manhattan hinaus - die Einwanderer leben in engen Stadtvierteln, die meist nach Nationalität voneinander getrennt sind. "Little Germany" im Süden von Manhattan ist das Viertel der deutschen Immigranten. Dort wohnt auch der angehende Anwalt Georg Schmidt. Die Deutschen bleiben weitgehend unter sich, trotzen den harten Bedingungen, setzen ihre Ideale, Zielstrebigkeit und Tatkraft dagegen. Und sie hoffen auf Chancen, die sie in der alten Heimat niemals bekommen hätten. Berühmt sind die rheinhessischen Braumeister Eberhard Anheuser und Adolphus Busch, die Erfinder des Budweiser Bier. Oder Levi Strauss, der den gleichnamigen Jeans zu Kultstatus verhalf. Und Henry John Heinz nicht zu vergessen - der Deutschstämmige gilt als Erfinder des Tomatenketchups. Zu den erfolgreichsten Deutschen aber gehört der Harzer Klavierbauer Heinrich Steinweg, dem es gelang, "Steinway & Sons" zur größten Pianomarke der Welt zu machen. Georg hat den Sprung über den Atlantik gewagt, weil seine Eltern in Potsdam das Geld für das kostspielige Jurastudium nicht aufbringen konnten. In den USA kann er als "Self-taught Lawyer" eine dreijährige Lehre bei einem zugelassenen Anwalt absolvieren und dann eine Prüfung ablegen. Dafür muss er perfekt Englisch beherrschen, Tausende amerikanische Gesetze und Urteile kennen. Seine Wohnung liegt in einer der ärmlichen Mietskasernen in der Lower Eastside von New York. Georg teilt sie mit einer deutschen Familie aus Westfalen, sein Bereich ist lediglich durch einen Vorhang abgetrennt. Auch sonst sind die Bedingungen alles andere als luxuriös. Tageslicht gelangt nur ganz spärlich durch ein kleines Fenster, es gibt kein fließendes Wasser, und die 100 Hausbewohner teilen sich vier Plumpsklos im Hof. In Castle Garden wartet Georg auf seine Verlobte Maria, die dort mit einem Schiff aus Deutschland eintreffen soll. 1882 empfangen die Amerikaner die Einwanderer mit offenen Armen, vermitteln sogar Wohnungen und Jobs. Einzige Auflage: Vor der Einreise muss jeder Immigrant für zwei Tage in Quarantäne, um das Einschleppen von Krankheiten und Seuchen zu verhindern. Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Im Hafengebiet wimmelt es vor Dieben, die es auf die Habseligkeiten oder das bisschen ersparte Geld der Einwanderer abgesehen haben. Die Gauner gehören zu einer der vielen Gangsterbanden von New York. Die mächtigste Anführerin heißt Fredericka Mandelbaum, eine der ersten Frauen an der Spitze der Organisierten Kriminalität. Als die Deutsche aus Kassel 1850 nach New York kommt, ist sie bettelarm. Innerhalb weniger Jahre arbeitet sich "Mother Mandelbaum" zur größten Hehlerin von New York hoch - und zur ersten Multimillionärin des Landes! Diebesgut im Wert von zehn Millionen Dollar soll durch ihre Hände gegangen sein. Für ihre Verbrechen wird sie nie verurteilt, denn sie pflegt Kontakte bis in die höchsten Kreise. Georg sucht die "Königin der Diebe" auf, weil er dringend ihre Hilfe braucht: Seine Verlobte Maria sitzt wegen Diebstahls im Gefängnis. Was die Bandenchefin von ihm als Gegenleistung verlangt, bringt Georg in eine ausweglose Situation.
Die Linzer Torte ist eine Legende. Weniger bekannt sind die Linzer Stadtbauern. Sie versorgen die Stadt mit frischen und vielfältigen Produkten. Und die Grottenbahn am Pöstlingberg sorgt für märchenhafte Stunden.
Mit Familie Hossinger, Michel Dal-Wandling, Fritz Rath, Barbara Kaiser-Anzinger
Das Jahr 1901 markiert den Beginn der Expeditionen in die Antarktis. In der Hoffnung, den Südpol zu erreichen, bricht Captain Robert Falcon Scott bestens ausgestattet auf. An seine Seite gesellt sich Ernest Shackleton. Ben Fogle und Dwayne Fields tragen das historische Equipment auf und folgen Scotts Route. Auch beim Essen dürfen sie nicht wählerischer sein als ihre Vorgänger: Zweimal am Tag gibt es einen fettigen Eintopf aus getrocknetem Fleisch.
Niemand hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit ihren sechs Spielern aus NRW auf dem Plan, als sie 1954 zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg wieder bei einer Weltmeisterschaft antrat. In Nordrhein-Westfalen bildeten sich Menschentrauben vor den wenigen Fernsehgeräten, als der Essener Helmut Rahn schließlich im Finale das entscheidende Tor schoss. "Wir sind wieder wer" - das galt auch auf dem internationalen Parkett. Vom Rhein aus stellte Bundeskanzler Konrad Adenauer die Weichen für die Zukunft des Landes.
Der Sage nach stieg Göttin Aphrodite, die "Meerschaumgeborene", hier aus der Brandung. Zypern wird auch der Garten des Mittelmeeres genannt. Sogar im Boden der Insel steckt Schönheit: Von hier stammen die frühesten Frühkartoffeln, die in ganz Europa bekannt sind. Die Fischer hingegen müssen mit einer invasiven Art zurechtkommen. Dem illegalen Fang von Singvögeln haben Tierschützer den Kampf angesagt und Biologen suchen nach seltenen Bachschildkröten. Olivenöl, das flüssige Gold des Mittelmeeres, wird in den Bergdörfern der Insel hergestellt.
Die prachtvolle Marillenblüte, der blaue Kirchturm von Stift Dürnstein, die sagenumwobene Burgruine über dem gleichnamigen Ort oder die steilen Weinterrassen entlang der Donau. Sie alle sind Wahrzeichen mit Weltruf. Doch das milde, fast mediterrane Klima bietet zugleich auch wertvollen Lebensraum für Tierarten, die oft versteckt und im Geheimen Licht und Wärme suchen: Der Film "Sonnentiere der Wachau" taucht tief ein in diese weniger bekannte Seite des 36km langen Donautals zwischen Melk und Krems. Hier finden Gottesanbeterinnen ihr bevorzugtes Beuteangebot, seltene Smaragdeidechsen suchen Unterschlupf in Natursteinmauern und gefährdete Ziesel fühlen sich auf den Trockenrasen wohl. Zwei Lebenswelten sind in der Wachau eng miteinander verbunden. Wildtiere haben ihren Platz in einer uralten, von Menschen geprägten Kulturlandschaft gefunden.
Ein Film von Kurt Mündl
Für Johanna bricht eine Welt zusammen, als ihre 18-jährige Tochter Emilia bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Für sie steht fest, dass Timo ihre Tochter nicht nur zur Prostitution gezwungen hat, sondern ebenso für ihren Tod verantwortlich ist. Johanna sorgt sich zudem um ihre 16-jährige Tochter, die nächtelang nicht nach Hause kommt und stattdessen in einschlägigen Clubs tanzt. Hat Johanna tatsächlich auf Timo geschossen, damit er die Finger von ihrer Jüngsten lässt?
Die Pythonjäger um Dusty Crum brechen zu einem haarsträubenden Abenteuer auf. Tief in den Everglades wollen sie die versteckten Nisthöhlen der Würgeschlangen aufstöbern. Auf einem ehemaligen Raketentestgelände mitten im Nirgendwo vermutet das Team einen bislang unentdeckten Python-Hotspot. Die düsteren Katakomben, zerfallene Gebäude sowie der wärmende Beton sind nämlich ein optimales Schlangenhabitat. Doch Everglades-Kenner Jay ist überzeugt, dass in der Gegend eine weitere unheimliche Kreatur ihr Unwesen treibt: der sagenumwobene Affenmensch!
In Miami stößt ein französischer Kleinkrimineller auf die Chance seines Lebens: Eine Gruppe von Drogenhändlern will europäische Kunstwerke kaufen. Einige Monate später verschwinden bei einem spektakulären Raubüberfall in Nizza Gemälde von Jan Brueghel, Claude Monet und Alfred Sisley. Für die Bande scheint es das perfekte Verbrechen zu sein: In fünf Minuten rein und raus, während reiche Käufer auf der anderen Seite des Ozeans warten. Doch sie haben etwas Wichtiges übersehen.
In den letzten Jahren hat die Trachtenmode einen Aufschwung erlebt. Als Ursachen für diese Entwicklung gelten insbesondere die Globalisierung, die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Rückbesinnung auf traditionelle Werte und altes Kulturgut.
Frühstück bei Biene auf der Bölschestraße, Tango am Großen Müggelsee, wandern im Erpetal. Wem die Stadt zu hektisch ist, der liebt Friedrichshagen. Die Uhren ticken hier langsamer als anderswo. 30 Tipps und Entdeckungen am Stadtrand.
Diesmal macht sich Gordon Ramsay auf den Weg nach New Orleans. Sein Ziel ist das "Old Coffee Pot" im French Quarter. Obwohl hier viele Touristen vorbeikommen, herrscht in dem traditionellen Lokal gähnende Leere. Gordon möchte Dustin, dem Besitzer, unter die Arme greifen. Doch dieser ist so mit seinen privaten Problemen beschäftigt, dass er das Restaurant völlig vernachlässigt hat. Bevor der Sternekoch loslegen kann, muss er sich ein Bild von der Lage machen.
Die eisige Schönheit der Arktis ist atemberaubend. Der "Terra X"-Dreiteiler "Die Arktis - 66,5 Grad Nord" zeichnet ein Porträt der Polarregionen, das staunen, hoffen und verzweifeln lässt.
Die Filme dokumentieren die Einzigartigkeit der arktischen Welt: ihren Zauber, ihren Reichtum und die internationale Jagd nach Bodenschätzen. Und helfen, ihr Ende durch das große Schmelzen und die komplexen globalen Auswirkungen des arktischen Klimas zu verstehen.
Eisbärin Misha wandert auf Spitzbergen mit ihrer Tochter Flocke Hunderte von Kilometern durch Schnee und Eis. Die Jagd nach Beute wird auf dem schrumpfenden Eis immer schwieriger. Misha ist von Forscherinnen und Forschern mit GPS-Trackern ausgerüstet worden, die helfen, den langen Weg der Eisbärin auf Nahrungssuche zu dokumentieren.
Großstädte gibt es nur mit Murmansk und Norilsk in Russland. Insgesamt leben in der riesigen Arktis nur zwei Millionen Menschen, etwa halb so viel wie in Berlin. Dafür zieht es immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die arktischen Gebiete, vor allem auf die Gletscher Grönlands. Die neuen Forschungen eines dänischen Teams sind alarmierend: Sie ergeben, dass große Mengen des Schmelzwassers nicht von der Oberfläche des Grönland-Eisschildes stammen, sondern aus besonders alten Eisschichten vom Boden des Eisschildes. Dieses Tiefenschmelzwasser führt besonders viel klimaschädliches Methan mit sich.
Im Westen Grönlands liegen die Disko-Bucht und das Städtchen Ilulissat. Die Eisberge rund um die Bucht bieten ein Naturtheater mit ständig wechselndem Spielplan. Und lassen Ilulissat zum wahrscheinlich meistbesuchten Ort der Arktis werden. Die Besucherinnen und Besucher wollen dort die Schönheit der Eismassen sehen, die sich im Fjord hinter Ilulissat auftürmen. Der Eisfjord ist seit Jahren UNESCO-Weltnaturerbe. Auch Wale und andere Meerestiere profitieren von den Nährstoffen, die das Schmelzwasser des uralten Gletschers mit sich führt.
Im Osten Grönlands, am Ausgang des Scoresbysunds, des größten Fjordsystems der Erde, liegt Ittoqqortoormiit. Die wahrscheinlich abgelegenste Siedlung Grönlands hat etwa 900 Einwohner. Mit Hundeschlitten fährt man zur Jagd hinaus und fängt Robben. Manchmal bricht ein Kreuzfahrtschiff durchs schwindende Meereis zum Scoresbysund durch. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Ittoqqortoormiit ein besonderes Ereignis, genauso wie für die Touristinnen und Touristen, denen Schlittenfahren über das stabile Eis ermöglicht werden. Zwei der kleinen Dörfer, die es in der Umgebung gab, sind in den vergangenen Jahren verlassen worden. Die langen Winter sind nahezu unerträglich. Zweieinhalb Monate ohne Tageslicht. Das Gegenteil eines Kreuzfahrtprospekts für Bildungsreisende.
Schatzjäger! Suche nach vergessenen Zivilisationen
Der Fund von Sutton Hoo
GB 2020
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In einem Garten in Sussex liegt einer der größten Schätze Großbritanniens. Eine Entdeckung, die unser Verständnis der Entstehung von Zivilisationen revolutioniert. Im Sommer 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, enthüllt die Ausgrabung des "Sutton Hoo"-Schiffes die Ursprünge der angelsächsischen Kultur. Die Überreste dieses Schiffsbegräbnisses werden zu Großbritanniens Tutanchamun. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges endet eine Blütezeit der Archäologie und der Forschung. Doch wie durch ein Wunder finden Forscher die Überreste eines Kriegerkönigs in einem Garten in Sussex. Die Grundstücksbesitzerin und ein Hobbyarchäologe graben auf ihrem Grundstück, das schon einmal von Grabräubern durchsucht wurde. Damals hörten die Suchenden wenige Zentimeter vor ihrem Fund mit dem Graben auf. Dieses Mal entdecken die beiden ein Kriegergrab mit kostbaren Kunstwerken. Der Fund ist einer von drei erstaunlichen antiken Schätzen, die unser Verständnis davon, wie Zivilisationen entstehen, für immer verändert haben.
"Ein Tag in Dresden 1946" folgt 24 Stunden lang der jungen Elli Göbel. Die Mutter von zwei Kindern ist eine von über 500 Trümmerfrauen, die helfen, die zerbombte Stadt wiederaufzubauen. Anhand einer fiktiven Biografie verdichtet die "Terra X"-Dokumentation Schicksal und Lebenswirklichkeit der vielen sogenannten Bauhilfsarbeiterinnen in Dresden. Wie haben die Frauen den schweren Alltag gemeistert? Von welcher Zukunft haben sie geträumt? Es ist der 16. September 1946 - der Zweite Weltkrieg ist seit mehr als einem Jahr beendet. Die vier Siegermächte haben Deutschland besetzt und aufgeteilt. Der Osten steht unter sowjetischer Besatzung, darunter auch die Barockstadt Dresden. Das einst prachtvolle Elbflorenz ist eine Trümmerwüste. Durch den verheerenden Bombenangriff in der Nacht auf den 14. Februar 1945 sind 30 Prozent des Wohnraumes völlig zerstört. Dass der Wiederaufbau der Stadt dennoch in Gang kommt, ist besonders den Frauen zu verdanken, die im Volksmund Schipperinnen oder Trümmerfrauen genannt werden. Eine ist Elli Göbel. Den schweren Job hat ihr das Arbeitsamt zugewiesen. Von dem niedrigen Lohn muss sie zwei Kinder ernähren, ihr Mann ist 1943 an der Ostfront gefallen. Bis Kriegsbeginn war Ellis Leben ganz anders - als Geigenlehrerin im schlesischen Breslau. Als im Januar 1945 die Rote Armee vor der Stadt steht, macht sie sich mit ihrer Familie und Tausenden Flüchtlingen auf den langen Weg in Richtung Westen. Ellis Eltern überleben die Tortur nicht, ihre Schwester Gerda gilt seither als vermisst. Doch Elli gibt die Hoffnung nicht auf, Gerda doch noch wiederzufinden. In Dresden ist die Versorgungslage 1946 miserabel. Ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und die Nachricht, dass die engsten Verwandten überlebt haben, ist das, was für die Menschen damals zählt. Die Arbeit als Trümmerfrau - oder Bauhilfsarbeiterin, wie es damals offiziell heißt - ist entgegen der medialen Darstellung alles andere als beliebt. In der Enttrümmerung arbeitet nur, wer keine Wahl hat. Aber es ist die einzige Möglichkeit, an die begehrten Lebensmittelmarken der Kategorie eins zu kommen. Bis heute hält sich hartnäckig der Mythos von der heldenhaften deutschen Trümmerfrau. Dabei arbeiten auf den Baustellen sowohl Frauen als auch Männer. Trümmerfrauen, wie sie im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankert sind, hat es eigentlich nur in Berlin und der sowjetischen Besatzungszone gegeben. In den meisten westdeutschen Städten wird die Enttrümmerung schnell von Firmen mit schwerem Gerät übernommen. Und die Bilder von jungen lachenden Frauen, die man aus Schulbüchern kennt, sind oft gestellt. Um in der Nachkriegszeit zu überleben, ist Einfallsreichtum gefragt. Lebensmittel sind knapp, und Hunger ist eine echte Bedrohung. Ersatzprodukte wie die sogenannte Stalinschmiere, eine Ersatzleberwurst aus Speiseölresten und Hefeflocken, füllen wenigstens den Magen. Elli hebt auch Kartoffelschalen auf. Dank der Solanine, die in der Knolle stecken, schäumen sie wie Seife und sind als Putz- oder Waschmittel bestens geeignet. Alte Kleidung wird kurzerhand recycelt: Aus Gardinen oder Uniformen entstehen neue Jacken und Kleider. In der Nachkriegszeit herrscht Nachhaltigkeit, so gut wie nichts wird weggeworfen. Ellis großer Traum ist es, wieder als Musikerin zu arbeiten. Als sie eine Stellenanzeige des Plauener Tanzorchesters liest, will sie auf dem Schwarzmarkt ein Instrument für das Vorspiel organisieren, obwohl der Erwerb von Schwarzmarkt-Waren strafbar ist. Der Schwarzmarkt ist der Supermarkt der Nachkriegszeit. Dort wird schon mal ein Teppich gegen ein paar Lebensmittel oder Meißner Porzellan gegen ein Fahrrad getauscht. Die begehrteste Währung aber sind Zigaretten, Geld ist praktisch nichts mehr wert. Als Elli gerade ein Instrument gefunden hat, wird es plötzlich hektisch auf dem Markt. Die Polizei führt eine ihrer Razzien durch, und Elli wird verhaftet. Ihr droht eine drakonische Strafe und im schlimmsten Fall sogar der Verlust ihrer Kinder.
Wir sind Sicherheit - das ist der Leitspruch, an dem sich rund 38.000 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten messen lassen wollen. Die dreiteilige Reportageserie beleuchtet unterschiedliche Aufgabenbereiche und Einsatzgebiete der Bundespolizei, zum Beispiel den Grenz- und Küstenschutz mit dem Einsatzschiff BP82 Bamberg, den Einsatz von Spezialkräften der BFEplus sowie die Aufgaben und Fähigkeiten der Bundesbereitschaftspolizei und der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main.
"Wohlstand für alle!" heißt die Devise Ende der fünfziger Jahre. Konrad Adenauer hatte mit seinem Slogan "Keine Experimente!" das höchste Ergebnis für die Union bei einer Bundestagswahl eingefahren. Mit absoluter Mehrheit konnte er weiterregieren. Sein gleichnamiger ältester Enkel erinnert sich lebhaft an die Zeit, als vom beschaulichen Rhöndorf aus Weltpolitik gemacht wurde.
Die Düsseldorfer Rheinkirmes - Das größte Volksfest am Rhein
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Die Düsseldorfer Rheinkirmes ist ein Ausnahmezustand auf Zeit: Wo eben noch eine leere Rheinwiese liegt, entsteht innerhalb weniger Wochen eine Stadt aus Stahl, Licht, Musik, Wohnwagen, Imbissbuden und tonnenschweren Fahrgeschäften. Der Film begleitet die "Größte Kirmes am Rhein" von den ersten Pflöcken im Gras bis zum letzten Wochenende - und erzählt von den Menschen, die dieses Volksfest möglich machen.
"Heimatflimmern" blickt zugleich auf die Geschichte des Festes. Die Rheinkirmes ist nicht nur Rummel, sondern bis heute das Schützenfest des St. Sebastianus Schützenvereins. Seine Wurzeln reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Paraden, Königsschießen und Vereinsrituale existieren neben Achterbahnen, Partymeile und Millionenpublikum. Genau aus dieser Mischung entsteht die besondere Identität der Düsseldorfer Rheinkirmes: Volksfest, Familientradition, Wirtschaftsfaktor und Heimatgefühl zugleich.
Baden im Fluss - eine Begegnung mit dem Element Wasser abseits von Öffnungszeiten und Baderegeln. Eine erfrischende Reise vom absoluten Geheimtipp zum Jahrhunderte alten Traditionsplatzerl: Hier lassen sich die Ferien gut verbringen.