Igor Levit ist nicht nur ein weltweit gefeierter Pianist und Künstler: Er setzt sich auch gegen Antisemitismus und für die Demokratie ein. Dafür erhielt er 2020 das Bundesverdienstkreuz.
Während der Coronazeit gab er Hauskonzerte und spielte für Umweltaktivisten.
Doch nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat er das Grundvertrauen in die deutsche Gesellschaft verloren.
Er kritisiert die fehlende Solidarität mit jüdischen Menschen und den massiv angestiegenen Antisemitismus in Deutschland. Das hat Igor Levit in eine Krise gestürzt. Dabei, sagt er, sei der Hass auf Juden nicht nur eine Bedrohung für ihn selbst, sondern für die Existenzgrundlage dieser Bundesrepublik: "Mein Leben ist ab jetzt ein anderes, als es vorher war. Und auch die Auseinandersetzung mit meiner eigenen jüdischen Identität ist ab jetzt eine andere als sie vorher war. Wohin und zu was das führt, verhandle ich noch mit mir."
Levit ist nachdenklicher geworden, ist auf der Suche nach dem, was ihn als Bürger in der Demokratie antreibt, was er bewirken kann und möchte. Und wie er sich selbst als jüdischer Mensch in der Gesellschaft positioniert.
Der Film begleitet Igor Levit auf dieser Suche: im Gespräch im bayerischen Blaibach mit Michel Friedmann zum Thema "Liebe", mit Weggefährten wie der jüdischen Autorin Laura Cazes und der Bundesministerin Karin Prien. Eine Suche nach seiner jüdischen Identität und nach dem, was Demokratie ausmacht.
Alexandra heiratet ihren Traummann und erfährt wenig später die bittere Wahrheit: Felix ist bereits verheiratet! Für die Hochzeit mit Alexandra hat er seinen Freund und Schauspieler Carlo als Standesbeamten engagiert und ihr die Zeremonie nur vorgegaukelt. Für die 29-Jährige bricht eine Welt zusammen! Hat Alexandra Felix tatsächlich aus Wut und Enttäuschung mit einem Küchenmesser attackiert? Oder hat sich seine Ehefrau Anne für sein jahrelanges Doppelleben gerächt?
Selbst unter den widrigsten Wetterbedingungen gehen die Fischer aufs Meer, um in den eisigen Fluten nach dem kostbaren Thunfisch zu suchen. Die Aussicht auf einen satten Gewinn erhöht die Risikobereitschaft der Seeleute.
Jeff ist noch nicht wieder hundertprozentig auf dem Damm, aber er beißt in Peru die Zähne zusammen. Die Übelkeit hat ein wenig nachgelassen. Und mit etwas Glück kann sich der Survival-Profi in der Wildnis bald wieder nützlich machen. Wie lange sein Team im Regenwald noch zusammenbleibt, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn die Spannungen zwischen Amber und dem Rest der Truppe schaukeln sich immer weiter hoch. Steven und "EJ" erkunden derweil neues Terrain. Die Outdoor-Cracks haben es an einem Tümpel auf Barsche und Piranhas abgesehen.
Sie war die Elitetruppe des Naziregimes - zugleich aber auch Inbegriff des Terrors. Als Vollstreckerin des Holocaust verantwortlich für millionenfachen Mord: die SS. Keine andere Organisation in Hitlers Reich steht so sehr für den tödlichen Rassenwahn des Regimes. Gleichzeitig war die sogenannte Schutzstaffel aber auch ein gefährliches und effektives Machtinstrument innerhalb der NS-Diktatur und Hitler bedingungslos ergeben. SS - zwei Buchstaben in Runenschrift und der Totenkopf sind ihr Symbol. Am Anfang nur eine Art Partei-Security und Teil der SA, der "Sturmabteilung", empfinden sich die SS-Leute bald schon als "Schwarzer Orden", als die rassische Speerspitze des Nationalsozialismus. Wer waren die Männer, die sich im Schatten der braunen SA-Kolonnen zu einer elitären Parteitruppe formen ließen - bereit, notfalls auch gegen die eigenen Kameraden zu marschieren? Wie wurden aus oft ganz normalen Deutschen Massenmörder in Uniform? "Terra X History: Die SS - Macht und Mythos" zeigt den Aufstieg der SS von einer unbedeutenden Wachtruppe hin zu Hitlers willigen Vollstreckern.
"Terra X" erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt die Völker und Nationen, deren Schicksale mit der Nordsee verwoben sind, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit der Hanse tritt im Mittelalter eine neue Macht im Nordseeraum auf. Aus geschäftlichen Absprachen und einem lockeren Kaufmannsbund entsteht der erste Global Player, der sogar Königreichen trotzt. Als Piraten die Nordsee unsicher machen, greift die Hanse erbarmungslos durch. Einer der Freibeuterkapitäne wird zum Mythos: Klaus Störtebeker - ein Robin Hood der Nordsee. 1588 greift eine weitere Weltmacht in den Nordseeraum ein: Spanien. Doch der Versuch König Philipps II., England zu erobern, scheitert. Der "Blanke Hans", wie die Menschen im Norden ihre See respektvoll nennen, wird zum tödlichen Verbündeten der Engländer und ihrer Königin Elizabeth im Krieg gegen den mächtigsten Herrscher der Zeit. Seine riesige Flotte, die Armada, trifft auf einen seemännisch überlegenen Gegner und die Stürme der See. Philipps Kriegsgaleonen werden zerstört. Ein historischer Wendepunkt, der Englands Aufstieg zur unangefochtenen Seemacht markiert. Auch ein weiterer Nordseeanrainer, die Niederlande, schafft im 17. Jahrhundert ein weltumspannendes Imperium, eine Epoche, die als "Goldenes Zeitalter" in die Geschichte eingegangen ist. Damals entsteht der Mythos vom "Fliegenden Holländer", einem Handelskapitän, der in seinem Hochmut Gott herausfordert und ewig segeln muss. Hochmut bringt auch die Bewohner des sagenumwobenen Rungholt, des Atlantis des Nordens, zu Fall - so die Legende. Eine Stadt, die durch den Abbau von Salztorfen reich wurde. In der wohl verheerendsten aller Nordseekatastrophen, der "groten Mandränke" im Jahr 1362, dem "großen Ertrinken", finden angeblich 200.000 Menschen den Tod, wurden 100.000 Hektar Weideland zerstört - und Rungholt vernichtet. Sturmfluten sind von alters her eine Geißel der Nordseeküsten. Statistiken verzeichnen Dutzende teils verheerender Fluten seit der Antike. Und genauso alt ist der Versuch der Menschen, Bollwerke gegen die Wassermassen zu errichten. "Wer nicht deichen will, muss weichen", lautet ein altes Sprichwort an der deutschen Nordseeküste. Tausende von Arbeitern, die Koyer, schufteten in früheren Zeiten mit Spaten und Karren und schufen in Generationen die ersten Bollwerke gegen die See. Doch oft genug hielten sie nicht stand, wie etwa bei der Sturmflut, die 1953 große Teile der Niederlande verwüstete und im gesamten Nordseeraum über 2000 Menschenleben kostete. Seit damals hat der Küstenschutz gigantische Ausmaße angenommen. Denn der Kampf gegen die Kräfte der Nordsee kennt keine Waffenruhe. Heute kommt modernste Technik zum Einsatz, helfen Computer, die gefürchteten Sturmfluten planbar zu machen. Zusammen genommen bilden die Wehre und Deiche der Nordsee das größte globale Bauwerk.
Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entdecken Forschende eine versunkene Struktur am Stadtrand von Den Haag. Dutzende Bunker und ein ausgeklügeltes unterirdisches Netzwerk befinden sich in der Anlage, die Historiker vor ein Rätsel stellt.
Ursprünglich als Test-Park für Achterbahnen gegründet, tummeln sich heute auf dem Freizeitgelände in Rust bis zu 30.000 Gäste täglich. Und sie wollen nur eins: Spaß haben. Damit das auch unbehelligt klappt, läuft der Betrieb hinter den Kulissen auf Hochtouren. Ob Reinigungskräfte, Sternekoch oder die Techniker, die routinierte Wartungsarbeiten an Karussells und Achterbahnen durchführen - sie alle helfen, den Tagesausflug im Freizeitpark zu einem besonderen Erlebnis zu machen.
Zahnpflege in XXL: Tierärztin Anna Walter kümmert sich um die Zähne von Hengst Nero. Lukas Bretzinger und Ronja Arnold, die auch privat ein Paar sind, behandeln gemeinsam Maulesel-Dame Frechi. Bei Hochlandrindern dagegen ist Vorsicht angesagt. "Die gewinnen gegen einen", sagt Lukas. Alle elf Tierärzt:innen der Großtierpraxis im Breisgau haben ihr Spezialwissen - kein Einsatz gleicht dem anderen.
In den Meeren dieser Welt spielen sich spannende und zuweilen unfassbare Dinge ab. Die Zusammenschnitte zeigen die schönsten Bilder unter und über Wasser sowie Geschichten rund um die Ozeane.
In der Auftaktfolge erlebt Sabine Heinrich die morgendliche Stille auf dem Rursee und kämpft mit ihrer Angst vor Fischen. Am Zülpicher See entdeckt sie einen echten Palmenstrand, paddelt mit Hund die Erft entlang und kreuzt schließlich mit einem Segelboot den Rhein.
Die Sendung zeigt, wie abwechslungsreich die Wasserwege in der Region sind - vom Wassersportsee Zülpich bis zur Schifffahrtsroute auf dem Rhein. Gleichzeitig erzählt sie persönliche Geschichten von Menschen, die am und auf dem Wasser arbeiten, leben und träumen.
Knapp zehn Jahre nach David Bowies Tod zeichnet der britische Filmemacher Jonathan Stiasny in seinem Dokumentarfilm das letzte kreative Kapitel eines der innovativsten Künstler der Musikgeschichte nach. Am 8. Januar 2016 erschien David Bowies letztes Studioalbum "Blackstar". Nur zwei Tage später starb er mit 69 Jahren in New York an seiner Krebserkrankung. "Bowie - der letzte Akt" untersucht, wie der britische Sänger, Produzent und Schauspieler, der Meister der Verwandlung, seine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit in ein letztes künstlerisches Statement verwandelte. Die Erzählung beginnt in den Neunzigern, einer turbulenten Zeit für Bowie: Einst als Chamäleon des Pop gefeiert, gerät er in Konflikt mit einer sich wandelnden Musikindustrie. Die Kritiken sind vernichtend und Bowies Stern scheint zu sinken. Er selbst befürchtet, die kreative Kraft vergangener Tage zu verlieren. Doch Bowie erkämpft sich Schritt für Schritt seine Kreativität zurück. Im Jahr 2000 feiert er beim Glastonbury Festival ein grandioses Comeback, das bis heute als eines der besten Konzerte in der langen Geschichte des Festivals gilt. Und während Bowie schwer krank dem Tod ins Auge blickt, löst sein Album "Blackstar" schließlich ein, was er sich für sein letztes Werk noch vorgenommen hat: das beste Album seines Lebens zu schaffen - ein Requiem für sich selbst.
Die besten Tipps für einen Wochenendausflug ins Freie. An der Reiseroute liegen der Wildpark Schorfheide, der Zoo Eberswalde und der Freizeitpark Germendorf. 30 spannende Orte in Brandenburg - perfekt für Naturfreunde, Familien und alle, die mal raus ins Grüne wollen.
In Österreich gibt es einige Tankstellen - 2.600 an der Zahl. Für viele sind sie Nahversorger und Kommunikationszentralen in Einem. Denn hier wird nicht nur das Auto vollgetankt, sondern nebenbei auch noch geratscht, getratscht und gelacht. Doch auch Überfälle sind keine Seltenheit. ATV hat sich an den Tankstellen des Landes umgesehen.
Manchmal klingelt schon morgens um 7 Uhr das Notfalltelefon in der Einsatzzentrale der Organisation "Jung & Alt". Ein Kind hat sich den Magen verdorben. Die Mutter hat eine wichtige Besprechung, der Vater sitzt im Homeoffice. Jetzt schlägt die Stunde der "Oma- und Opa-Feuerwehr". Etwa 100 Opas und Omas sind ehrenamtlich für junge und alte Menschen im Einsatz. Die Organisation "Jung & Alt" organisiert ein Stück Solidarität und Nachbarschaftshilfe in der Großstadt Hamburg.
Der ehemalige Sicherheitsmann Jochen ist seit einem schweren Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Inzwischen stehen ihm die Schulden bis zum Hals. Ist seine Frau in ihrer Verzweiflung tatsächlich so weit gegangen, den Geldtransporter der Firma zu überfallen, bei der ihr Ehemann früher gearbeitet hat? Brachte es die zweifache Mutter wirklich fertig, einen ehemaligen Kollegen von Jochen mit Elektroschocks niederzustrecken? Richter Alexander Hold geht der Sache auf den Grund.
Bereits seit dem Jahr 1980 informiert das Format über das aktuelle parlamentarische Geschehen in Österreich, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen, die Gesetzesentscheide auf den Bürger haben.
Film von Patrick Pleisnitzer
In der Zwischenkriegszeit gestaltete Albin Egger-Lienz die von Clemens Holzmeister entworfene Kriegergedächtniskapelle und ließ sich zusichern, dass er selbst dort beerdigt werden dürfe.
Die gesamte Ausmalung der Kapelle verzierte der österreichische Maler nicht mit verherrlichender Heldenmystik, sondern zeigte den Schrecken und die Ernüchterung des Kriegs. Sein Gemälde "Der Auferstandene" sorgte gar für einen Skandal.
Christus wird hier als rohe, wuchtige Halbfigur vor dem leeren Sarg mit einer Kreuzfahne gezeigt, was Zeitgenossen als klobig, wenig feierlich und fast profan empfanden. Dekan Gottfried Stemberger lehnte das Werk vehement ab, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen dem Maler und der katholischen Kirche. Nach vielfachen Protesten und einem Brief des Dekans an den Vatikan verfügte das Heilige Offizium in Rom schließlich ein Verbot sämtlicher Gottesdienste für die Kapelle.
In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt, musste nach seinem Tod im Jahr 1926 jedoch am örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie pochte auf die Einhaltung der Verträge und konnte einen Kompromiss mit dem Bischof von Innsbruck erreichen: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde der Leichnam des berühmten Malers exhumiert und 1983 in der Kriegergedächtniskapelle beigesetzt, wo er noch heute ruht.
Zum besseren Verständnis beleuchtet der Film die wichtigsten Stationen des Künstlers in Osttirol, Südtirol, Ötztal, Trentino, Hall in Tirol, Wien und Weimar. Der nicht unumstrittene - weil vor allem von den Nationalsozialisten politisch missbrauchte - und oft fälschlich interpretierte - weil tief religiöse, aber von der Kirche unbeachtete - Künstler hat erst viele Jahrzehnte nach seinem Tod die verdiente Anerkennung erhalten.
Albin Egger-Lienz zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Jahrhundertwende und hat mit seinen innovativen Techniken einen bedeutenden Beitrag für die Moderne geleistet. Auch die Kirche hat inzwischen ihren Frieden mit dem Künstler geschlossen.
Redaktionhinweis: Zum 100. Todestag des Malers im Jahr 2026 zeigt 3sat das Porträt des österreichischen Malers, dessen Gesamtwerk von den Themen Vergänglichkeit, Leben, Leid und Tod geprägt war.
Als einer der weltweit renommiertesten Naturfotografen bereist Michael Martin seit Jahrzehnten die außergewöhnlichsten Naturlandschaften der Erde auf der Jagd nach den besten Fotos. In über 30 Büchern, tausenden Vorträgen, zahlreichen Ausstellungen und Dokumentarfilmen berichtet er von seinen Reisen. In seiner neuen Reihe "Mit der Kamera um die Welt" zeichnet Michael Martin mit spektakulären Aufnahmen ein eindrucksvolles Porträt unseres Planeten und seiner geografischen Besonderheiten.
Die "Wiesn-Gschichten" erzählen von Menschen zwischen Nostalgie und Moderne und zeigen, dass Tradition und Brauchtum genau das sind, was die Gemütlichkeit und das Lebensgefühl auf der Wiesn ausmacht.
Petra und Rüdiger Erbslöh suchen dieses Mal den Luxus an der Côte d'Azur! Beide werden bald 70 Jahre alt - der perfekte Anlass, um mit ihrem Wohnmobil "Olaf" zu den Reichen und Schönen zu reisen. Hierfür hat Petra extra Französisch gelernt.
In Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms finden die beiden heraus, wer das feinere Näschen hat, vielleicht kommt der neue Lieblingsduft bald aus eigener Erbslöh-Herstellung.
Näher als in Cannes kommt man den Filmstars in Europa nirgends! Doch wie gut erreicht man die Filmmetropole mit dem Wohnmobil? Entlang der Promenade, vorbei am legendären Filmpalast geht's für die beiden Camper zum Stadtstrand. Urlaubstipp oder Touristenabzocke? Die beiden erfahrenen Camper werden es uns verraten.
In Nizza wandeln sie über die berühmte, palmengesäumte Promenade des Anglais.
Ihr großes Ziel: Monaco! Rüdiger kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Megajachten und Luxuskarossen stehen hier dicht an dicht. Doch vielleicht klappt es ja noch mit dem dicken Bankkonto? Schließlich ist ein Besuch im Casino geplant - das könnte doch die Gelegenheit sein. Für das bekannte Camper-Paar aus Meerbusch ist es eine Reise voller Sehnsucht und großen Entdeckungen.
Das Zeichen steht für Terror und Mord. Unter Nazis gelten die beiden Runen als germanisch, dabei sind sie semitischen Ursprungs. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der SS-Runen. Was fasziniert Menschen an den zackigen Blitzen? Stehen sie doch für beispiellose Brutalität - die Zeichen der Täter. Die Dokumentation zeigt ihre Bedeutung damals wie heute, enthüllt ihre Wirkung, ihre Träger und Erfinder - und zeigt, wie sie bis heute fortleben. Alle Zeichen, die einen direkten Bezug zur Naziherrschaft herstellen, sind in Deutschland bis heute verboten. Die Strafandrohung für das Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen ist vergleichbar mit fahrlässiger Körperverletzung. Doch was macht abstrakte Symbole heute noch so gefährlich? Wofür standen und stehen sie? Hat ein Verbot mehr als 70 Jahre nach Kriegsende überhaupt noch einen Sinn? Und warum verlieren diese Zeichen ihre Symbolkraft nicht, obwohl das System, wofür sie stehen, längst untergegangen ist?
Die Fischer werfen ihre Netze vor der Küste von North Carolina aus und machen Jagd auf den vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfisch. Heute liefern sich die Seemänner einen erbitterten Wettkampf, denn um die Quote vor Saisonende zu erreichen, müssen sie sich noch einmal richtig ins Zeug legen. Bei vielen steht die Existenz auf dem Spiel.
In dieser Staffel "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach legendären Stätten und untergegangenen Reichen. Die Landkarte der Geschichte hat noch weiße Flecken. So gibt das sagenumwobene Atlantis seit Jahrhunderten Rätsel auf, und das untergegangene Inselreich ist nur eine von unzähligen "verlorenen Welten", die Entdecker, Forscher und Archäologen in Atem halten. Seit der griechische Philosoph Platon Atlantis vor mehr als 2000 Jahren erstmals erwähnte, beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob es die Seemacht überhaupt je gab, die einst über große Teile Europas und Afrikas geherrscht haben soll. Real ist hingegen das "deutsche Atlantis". Im äußersten Norden Deutschlands suchen Archäologen mitten im Wattenmeer nach den Überresten der Handelsmetropole Rungholt, die, zusammen mit einem ganzen Landstrich, im 14. Jahrhundert bei einer verheerenden Sturmflut in den Fluten der Nordsee verschwand. Nur bei Ebbe können die Forscher das ehemalige Siedlungsgebiet vermessen und etwaige Funde bergen. Nur wenige Stunden später erobert die Flut das Land zurück. Seit ihrer Erbauung zugänglich und trotzdem für Jahrhunderte so gut wie vergessen war eine der spektakulärsten Stätten des Inkareiches: Machu Picchu, erbaut auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in 2430 Metern Höhe. Lange suchten Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, warum die Inka gerade dort eine Stadt errichteten. War die relative Unzugänglichkeit in luftiger Höhe der einzige Grund, oder gibt es vielleicht noch andere Erklärungsmöglichkeiten? In Kappadokien suchten die Bewohner nicht auf, sondern unter den Bergen Schutz vor ihren Feinden. Bereits seit vorgeschichtlicher Zeit trieben die Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Besonders ab dem 4. Jahrhundert entstanden so riesige Höhlensysteme, in denen zwischen 3000 und 30 000 Menschen lebten. Über 100 Meter dringen die Schächte zum Teil in das Erdinnere vor. Archäologen vermuten, dass es mancherorts bis zu 19 Stockwerke tief nach unten geht. Wer genau sie wann angelegt hat, ist noch nicht vollständig erforscht. Fragen wirft auch der Ursprung der sogenannten Baigong-Rohre in China auf. Der Öffentlichkeit erst seit 2002 bekannt, wird ihr Alter auf circa 150 000 Jahre geschätzt. Manche wollen in ihnen gar Artefakte von Außerirdischen sehen. Ebenso rätselhaft, aber sehr viel jünger ist die sogenannte Megalithkultur, die im frühen 5. Jahrtausend vor Christus begann, tonnenschwere Steinmonumente zu errichten. Ihr besonderes Markenzeichen sind Menhire, riesige Steine mit bis zu 150 Tonnen Gewicht. Etwas mehr als 1000 Jahre später entstand auf dem südamerikanischen Kontinent mit Caral die bisher älteste bekannte Stadt der Neuen Welt. Begrenzt durch sechs pyramidenförmige Anlagen, entwickelte sich die Stadt wahrscheinlich zu einem regen Handlungszentrum. Doch um 1600 vor Christus verließen die Bewohner ihre Stadt, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs stahlen die Nazis, was Museen, Schatzkammern und Privatbesitz hergaben. Gold, Juwelen und weitere Kostbarkeiten mussten jedoch versteckt werden, als das Dritte Reich zu bröckeln begann. Wo horteten die Nazis ihre gestohlenen Schätze?
Der Las Vegas High Roller ist mit 167 Metern das höchste Riesenrad Nordamerikas. Er bietet seinen Besuchern eine spektakuläre Aussicht über die Millionenmetropole im US-amerikanischen Bundesstaat Nevada. Die Kabinen des High Rollers sind winddicht und ermöglichen den Fahrgästen durch ihre Transparenz einen halbstündigen Ausflug in luftige Höhen mit Sicht in alle Richtungen. Die Dokumentation begleitet den Fahrbetrieb und zeigt, was diese Attraktion der Stadt des Glücksspiels einzigartig macht.
Die Kirchenbauern, eine Gemeinschaft aus zehn Familien, feiern einmal im Jahr ihren "Umgang". Eine Prozession mit einer rund 15 Meter hohen Kerze, die auf ein rund 300 Jahre altes Pestgelübde zurückgeht. Teil dieser Gemeinschaft zu sein, gilt in den Familien als "Ehre". Alle haben ihre feste Rolle und tragen damit Verantwortung. Anna-Maria Diestler hat sie für "kreuz&quer nah dran" besucht und mit ihnen über den Zusammenhalt in Krisenzeiten sowie Herausforderungen des Generationenwechsels gesprochen.
Danach "kreuz & quer plus": Iconic - Schlüsselmomente: Khomenei und die Islamische Revolution.
Ukraine: Drohnendetektor am Kinderwagen, wie eine Mutter ihre Kinder schützen will/ Westjordanland: Ein deutschsprachiger Palästinenser zeigt brutale Siedlergewalt/ Spanien: Wuchermieten vertreiben Menschen aus ihren Wohnungen/ Sambia: Wie eine Kupfermine die Umwelt zerstört und Anwohner krank macht/ USA: In Colorado gehen hungrige Bären immer öfter in Wohngebiete
Um lebensbedrohliche Situationen zu überstehen, reichen in vielen Fällen schon Grundkenntnisse aus. Doch die meisten Menschen sind im Ernstfall viel zu geschockt, um einen klaren Gedanken zu fassen. Bear Grylls ist durch militärisches Training in einer Spezialeinheit bestens auf Worst-Case-Szenarien vorbereitet. Und er gibt sein Wissen, das Leben retten kann, gerne weiter. In dieser Episode lässt sich der Ex-Soldat zu Demonstrationszwecken bei Temperaturen von minus 18 Grad ohne Jacke, Handschuhe und Schutzkleidung in ein Kühlhaus sperren.
Markus Kuhn ist Medizinstudent und soll den neuen Freund seiner Ex mit medizinischem Fachwissen getötet haben: Angeblich hat er ihm eine Spritze mitten ins Herz gerammt. War die Tat ein vergeblicher Versuch, seine Freundin zurückzugewinnen? Oder hatte der ermordete Adrian noch andere Feinde? Verdächtige Fotos seines Geschäftspartners Filippos rücken den Sachverhalt in ein anderes Licht ...
Sie waren Väter, Brüder, Söhne - und zogen als Soldaten der Wehrmacht in den Zweiten Weltkrieg. "ZDF-History" erzählt, wie normale Männer den Alltag zwischen Leben und Tod erlebten. Die Kriegserfahrung prägte das Leben von Millionen deutscher Männer. Manche erzählten davon, viele schwiegen. Diese "Erlebnisgeneration" ist nicht mehr unter uns - doch bieten Tagebücher und Briefe Einsichten in ihren Kriegsalltag, in ihr Denken und Fühlen. Die offenen Bekenntnisse und Schilderungen dreier Männer, unmittelbar aufgeschrieben in Briefen und Tagebüchern, bieten unverstellte Einblicke in ihre Kriegserlebnisse der Jahre 1939 bis 1945. Siegfried Bethke, schon vor dem Krieg Berufssoldat und Jagdflieger in der Luftwaffe, will sich bewähren, bemerkt aber bald, dass die Angst sein ständiger Begleiter wird - zum Helden ist er nicht geboren, und er schämt sich dafür. Felix Elger ist als Besatzungssoldat fasziniert von Frankreich, um dann an der Ostfront alle Schrecken des Winterkrieges kennenzulernen - fast jeden Tag schreibt er an seine Frau und lässt sie in seine Seele blicken. 1942 fällt er - kurz nachdem seine Tochter geboren wurde, die er nie kennenlernen konnte. Als 18-Jähriger muss der Abiturient Walter Matte an der Ostfront kämpfen. 1944 gerät er in sowjetische Gefangenschaft und kann heimlich ein winziges Tagebuch weiterführen, bis er im Herbst 1945 schwer krank entlassen wird und zu seiner Mutter ins Rheinland zurückkehrt. Was diese Männer in ihren schriftlichen Bekenntnissen zum Ausdruck bringen, ist nicht geprägt vom Wissen der Nachkriegszeit, sondern unmittelbar und unverarbeitet. 18 Millionen Männer dienten in der Wehrmacht, fast jeder Dritte kam ums Leben. Jeder erlebte "seinen eigenen" Krieg - das typische oder repräsentative Kriegserlebnis kann es deshalb kaum geben. Doch es gibt Denkmuster, die viele Männer dieser Generation teilten. Renommierte Historiker wie Felix Römer und Sönke Neitzel erforschen die Mentalität der Kriegsgeneration und analysieren, wie deutsche Männer den "Alltag in der Hölle" bewältigten.
Weltweit stoßen Forscher immer wieder auf Mumien. In dieser Folge "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" beleuchtet Harald Lesch die Sehnsucht nach dem ewigen Leben. Seit Jahrtausenden versuchen Menschen, den Verfall des menschlichen Körpers nach dem Tode aufzuhalten. Dabei gehen sie die unterschiedlichsten Wege. Allen gemein scheint die Vorstellung, dass mit der Existenz des Körpers ein Weiterleben nach dem Tod gesichert wird. Egal, ob im alten Ägypten, in Mittel- oder Südamerika oder in Russland, Mumien sind überall zu finden. Für die Pharaonen war die Erhaltung des Leichnams Grundvoraussetzung für ein Weiterleben im Jenseits. Über drei Jahrtausende perfektionierten sie die Kunst der Mumifizierung. Schließlich mumifizierten sie nicht nur die Tiere, die ihren Göttern heilig waren, sondern auch das Fleisch für die Verpflegung im Jenseits. Sie verwendeten vor allem Natronsalz, das dem Körper alle Feuchtigkeit entzieht. Das Gehirn sowie alle inneren Organe wurden entfernt, da die Verwesung zuerst bei ihnen einsetzt. Nur das Herz wurde im Körper belassen, da es beim Totengericht die überlebenswichtigen Fragen des Totengottes beantworten musste. Die Mumie, die bis heute die meisten Fragen aufwirft, ist jedoch die Mumie der chinesischen Lady Dai. Die Gemahlin eines chinesischen Adligen wurde nach ihrem Tod in eine Flüssigkeit gelegt, deren Ingredienzen noch heute nicht vollständig bestimmt sind. Das Besondere an dieser Mumie ist: Noch Jahrtausende nach dem Tod der Marquise, die im 2. Jahrhundert vor Christus starb, wurde in ihren Adern Blut gefunden, und die inneren Organe waren in einem erstaunlich guten Zustand, so als wäre sie erst kürzlich gestorben. Zudem waren ihre Gelenke noch immer beweglich und die Haut elastisch. Sehr viel jünger, aber ebenso mit Fragen behaftet, ist die Mumie eines buddhistischen Mönchs in Russland. Nach Ansicht seiner Glaubensbrüder lebt Hambo Lama Daschi-Dorscho Itigelow auch noch fast 100 Jahre nach seinem Tod weiter. Als Itigelow 1927 starb, ließ er sich im Lotussitz hockend in einer Kiste aus Zedernholz und mit Salz bedeckt bestatten. Er verfügte, dass sein Leichnam nach einigen Jahren exhumiert werden sollte. Als dies 1955 zum ersten Mal geschah, stellte man keine Anzeichen von Verwesung fest. Das gleiche wurde bei der zweiten Exhumierung 1973 beobachtet. 2002 wurde der Leichnam zum dritten Mal exhumiert und die Ergebnisse erstmals veröffentlicht. Ein Forscher stellte bei dieser dritten Exhumierung fest, dass der Körper in einem Zustand ist, als sei er erst vor wenigen Stunden verstorben. Für seine Mitbrüder aber lebt Itigelow bis heute und wird als heilige Person verehrt. An hohen buddhistischen Feiertagen ist die Mumie auch für Besucher des Klosters zugänglich und darf sogar berührt werden. Ebenfalls geheimnisumwittert sind die sogenannten weißen Mumien aus Nazca, die in der Nähe der weltberühmten Nazca-Linien in Peru gefunden wurden. Geklärt ist hingegen die Frage nach der Herkunft einer Mumie auf einem niedersächsischen Dachboden im Jahre 2013.