ARTE Mediathek Di, 10.07.

Liebe Magersucht ...

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Liebe Magersucht ...

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Dokumentarfilm

Bis heute kreisen viele Fragezeichen um das Thema Magersucht. Warum essen junge Frauen absichtlich so wenig, dass sie damit sogar ihr Leben gefährden? Wie kommt ihre verzerrte Selbstwahrnehmung zustande? Und wie kann man sich dieser Krankheit sinnvoll nähern? Im Dokumentarfilm kommen vier Magersucht-Patientinnen zu Wort. Stéphanie und Elodie aus Frankreich, Elise aus London und Catalina aus Bukarest haben ganz eigene Geschichten und doch sehr ähnliche Symptome: den Drang nach Kontrolle und den schmerzhaften Wunsch nach Vollkommenheit; den Frust des Teufelskreises, lähmende Traurigkeit und das Gefühl, ihr eigenes Leben gleiche einer Hölle. In einer Gesellschaft, in der die Identitätsbildung zunehmend über Bilder funktioniert, ist das Entstehen solcher Selbstzweifel nicht untypisch. Wie reagieren junge Frauen auf die Schlankheitsideale, den Nahrungsmittelüberfluss und den Ich-Wahn der heutigen Zeit? In „Liebe Magersucht…” teilen der französische Sozialanthropologe Claude Fischler, der italienische Psychiater Gustavo Charmet, der in Mailand seit fünfzig Jahren mit Teenagern arbeitet, und der rumänische Psychologe Oltea Joja ihre Überlegungen zur gesellschaftlichen Konditionierung des menschlichen Körperbildes. Engagierte Pflegekräfte erzählen von ihren Fragen und Überzeugungen, ihren Zweifeln und ihrem Erkenntnisdrang. Anorexie lässt die Grenzen zwischen Psychologie, Verhaltensbiologie und Medikamentierung verschwimmen – noch kann keine medizinische oder paramedizinische Disziplin allein die Krankheit heilen.
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Schlemmen mit Gérard Depardieu

Schlemmen mit Gérard Depardieu - Ile de France

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Das Geschäft mit dem Blut

Das Geschäft mit dem Blut

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Di 10.07.

3SAT PRO7
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86:04
Liebe Magersucht ... DOKUMENTARFILM, F 2015
Bis heute kreisen viele Fragezeichen um das Thema Magersucht. Warum essen junge Frauen absichtlich so wenig, dass sie damit sogar ihr Leben gefährden? Wie kommt ihre verzerrte Selbstwahrnehmung zustande? Und wie kann man sich dieser Krankheit sinnvoll nähern? Im Dokumentarfilm kommen vier Magersucht-Patientinnen zu Wort. Stéphanie und Elodie aus Frankreich, Elise aus London und Catalina aus Bukarest haben ganz eigene Geschichten und doch sehr ähnliche Symptome: den Drang nach Kontrolle und den schmerzhaften Wunsch nach Vollkommenheit; den Frust des Teufelskreises, lähmende Traurigkeit und das Gefühl, ihr eigenes Leben gleiche einer Hölle. In einer Gesellschaft, in der die Identitätsbildung zunehmend über Bilder funktioniert, ist das Entstehen solcher Selbstzweifel nicht untypisch. Wie reagieren junge Frauen auf die Schlankheitsideale, den Nahrungsmittelüberfluss und den Ich-Wahn der heutigen Zeit? In „Liebe Magersucht…” teilen der französische Sozialanthropologe Claude Fischler, der italienische Psychiater Gustavo Charmet, der in Mailand seit fünfzig Jahren mit Teenagern arbeitet, und der rumänische Psychologe Oltea Joja ihre Überlegungen zur gesellschaftlichen Konditionierung des menschlichen Körperbildes. Engagierte Pflegekräfte erzählen von ihren Fragen und Überzeugungen, ihren Zweifeln und ihrem Erkenntnisdrang. Anorexie lässt die Grenzen zwischen Psychologie, Verhaltensbiologie und Medikamentierung verschwimmen – noch kann keine medizinische oder paramedizinische Disziplin allein die Krankheit heilen.
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52:02
Das Geschäft mit dem Blut DOKUMENTATION, F, CH 2016
Blut ist nicht nur eine lebenswichtige Körperflüssigkeit, sondern auch begehrter Rohstoff für Medikamente und damit ein sehr lukratives Geschäft. In Armenvierteln in den USA haben internationale Pharmafirmen Blutspendezentren eingerichtet, in denen sie gegen ein geringes Entgelt wertvolles Blutplasma sammeln, das zu Medikamenten verarbeitet wird. Ein Geschäft, das seit der Wirtschaftskrise floriert. Die Dokumentation folgt dem Weg einer solchen Blutkonserve vom amerikanischen Blutspendezentrum über europäische Gesundheitsbehörden bis hin zu den Patienten. Viele Bewohner eines Armenviertels in Cleveland spenden zweimal wöchentlich ihr Blutplasma. Dafür erhalten sie 60 US-Dollar, oft ihr einziges Einkommen. Die Macher der Dokumentation haben die sozial schwachen, körperlich erschöpften und häufig auch drogensüchtigen Menschen getroffen, deren Überleben vom Geschäft mit dem Blut abhängt. Die Pharmafirmen erwerben das Blutplasma ganz legal, um es zu exportieren und zu immunstärkenden Medikamenten zu verarbeiten. So wird beispielsweise eine Patientin aus der Schweiz mit einer Immunglobulin-Lösung behandelt, die mit Spenderblut aus Cleveland hergestellt wird. Aber was passiert mit dem Blut, das in Europa gespendet wird? Wem kommt es zugute? Die Dokumentation recherchiert hinter den Kulissen des Plasmahandels, der besonders undurchsichtig ist. Experten in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und den USA stehen dem Handel mit Blutplasma besorgt gegenüber. Sie konstatieren Risiken und stellen auch ethische Fragen zum Geschäft mit dem Blut, das auf Kosten von sozial benachteiligten Menschen geht.
09.08.
Das Geschäft mit dem Blut DOKUMENTATION, F, CH 2016
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43:10
Schlemmen mit Gérard Depardieu ESSEN UND TRINKEN Ile de France, F 2016
Kulinarisch hat die Ile-de-France viel zu bieten – das bezeugen zahlreiche nach Ortschaften der Region benannte Kräuter- sowie Obst- und Gemüsesorten. Die Reise der beiden Gourmets beginnt auf dem Dach der Opéra Garnier. Dort leben einige Tausend Bienen, die einen unvergleichlichen Honig produzieren. Anschließend geht es in das Fischgeschäft, von dem Küchenchef Laurent seine Ware bezieht. Vor der Auslage bietet Gérard den Kunden Entenmuscheln zum Probieren an. In Méréville erwartet Serge Barberon die beiden auf einem seiner Brunnenkressefelder. Gérard und Laurent informieren sich über den arbeitsintensiven Anbau. Auch heute noch wird die Kresse ausschließlich von Hand geerntet. In Milly-la-Forêt erwartet sie anschließend die Minze-Kennerin Catherine Bosc-Bierne. Früher wurde die Minze im Flachland um Nanterre angebaut. Als nach dem Bau der Ringautobahn das Pariser Stadtgebiet erweitert wurde, musste der Gemüsegärtner d'Argonne weichen. In Saint-Ouen-l'Aumône baut Familie Spinelli seit Generationen weiße, rosafarbene und braune Champignons an. Da die Fruchtkörper ihr Volumen binnen 24 Stunden verdoppeln, muss jeden Tag geerntet werden. In Neuville-sur-Oise treffen sie Laurent Bérurier, der auf seinen Feldern 33 verschiedene Kohlsorten anbaut – Gérard und Laurent sind beeindruckt. Zurück in Paris geht es ins 11. Arrondissement, wo in der einzigen noch verbleibenden Pariser Manufaktur, klassisch im Leinentuch, Jambon de Paris gefertigt wird. Die letzte Etappe der Ile-de-France-Reise ist das Château de Courances. Auf dem fünfhundert Jahre alten Anwesen bricht nun eine neue Ära an: Der Gärtner selbst verkauft Saison- und Biogemüse direkt an die Kunden.
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51:31
Kubas langer Schatten der Erinnerung ZEITGESCHICHTE, D 2016
Das Misstrauen steckt tief: Als sich 2016 Barack Obama auf Kuba an die Bevölkerung wendet und eine gemeinsame Zukunft verspricht, bleiben einige Kubaner trotz der freundlichen Worte des amerikanischen Präsidenten skeptisch. Denn das Wirtschaftsembargo der USA perpetuiert weiterhin den sozialistischen Staat. Und schon seit vielen Jahren erhebt die kubanische Regierung schwere Vorwürfe gegen den großen Nachbarn. Einigen dieser Anschuldigungen geht die Dokumentation nach. Im Dezember 1960 verbreitete sich auf Kuba ein schreckliches Gerücht: Die neue Regierung unter Fidel Castro wolle den Eltern ihre Kinder wegnehmen, um sie in Lagern oder gar in der Sowjetunion ideologisch umerziehen zu lassen. Mehr als 14.000 Kinder wurden daraufhin von ihren verängstigten Eltern in die USA geschickt, um sie in Sicherheit zu bringen. Ein gewaltiger Exodus begann, eine nie vergessene Tragödie für die Kubaner. Viele Kinder kehrten nie zu ihren Eltern zurück und wendeten sich mit der Zeit von ihnen ab. Erst später wurde deutlich, dass sich hinter den Ereignissen eine Geheimdienstoperation der USA verbarg, an der auch die katholische Kirche mitwirkte: die Operation „Peter Pan“. Sie sollte Fidel Castros Land mitten ins Herz treffen und stand am Beginn eines verdeckten Krieges der USA gegen das kommunistische Kuba. Mehr als 50 Jahre später befinden sich die CIA-Akten noch immer unter Verschluss, und viele Betroffene leiden nach wie vor unter der Ungewissheit. Norbert Busè geht in seiner Dokumentation mit Zeitzeugen und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern auf Spurensuche. Experten rekonstruieren die historischen Ereignisse des Falls „Peter Pan“ und weiterer verdeckter Operationen, die bis in die heutige Zeit führen.
18.07.
Kubas langer Schatten der Erinnerung ZEITGESCHICHTE, D 2016
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90:26
Brief einer Unbekannten TV-MELODRAM, D, F 2001
Albert Rank ist ein wohlhabender Schriftsteller. Als er in eine neue Wohnung zieht, verfällt die Nachbarstochter Rose sofort seinem Charme; er soll die Liebe ihres Lebens werden. Die Handlung setzt Jahre später ein. Albert findet eines Abends bei seiner Heimkehr nach einer Lesung den Brief eines unbekannten Absenders vor. Eine Frau namens Rose hat ihn geschrieben. Schon die ersten Zeilen fesseln ihn und die Lektüre beschäftigt ihn schließlich die ganze Nacht. Ihr Brief versetzt ihn in eine Vergangenheit aus der leidenschaftlichen Sicht eines schüchternen Wesens, welches er nie wahrgenommen hat. Rückblickend wird ihm das Ausmaß der Liebestragödie bewusst: Seit seinem Einzug schwärmte Rose für ihn und seine Bücher. Sie tut alles dafür, um ihm zu gefallen – doch ohne Erfolg, bis sie mit ihrer Mutter nach Innsbruck ziehen muss. Ihre letzte Nacht in Wien muss sie mit ansehen, wie er eine andere Frau mit nach Hause nimmt, verletzt und dennoch noch gewaltig verliebt verlässt Rose mit ihrer Familie die Stadt. Nach Jahren, als Rose bereits 18 Jahre alt ist, kehrt sie nach Wien zurück und begegnet Albert wieder, doch dieser erkennt sie nicht. Sie nähern sich einander an und es kommt zu einer Liebesnacht – die allererste für die jungfräuliche Rose –, bei der sie schwanger wird. Kurz darauf muss Albert abreisen und wird sich bei ihr nie wieder melden. Sie treffen sich nach vielen Jahren abermals. Als Albert sie erneut nicht wiedererkennt, zieht sie verhängnisvolle Konsequenzen …
20.07.
Brief einer Unbekannten TV-MELODRAM, D, F 2001
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83:12
Clarissa - Tränen der Zärtlichkeit HISTORIENFILM, D, F 1998
Clarissa Schuhmeister ist Österreicherin und eine Frau wie viele andere. Sie versucht sich so unauffällig wie möglich zu verhalten, sie denkt an ihr sei nichts besonders, nichts was der Aufmerksamkeit wert wäre. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und ihr Vater arbeitet als Berufsoffizier. Als Spezialist in Militärstatistik hat er den Krieg längst vorhergesehen. Als er Wien für Berlin verlässt, fängt das eigentliche Leben der noch jungfräulichen Clarissa an. Sie findet eine Beschäftigung als Sekretärin in der Praxis eines Psychiaters und nimmt allein an einem Kongress in der Schweiz teil, als er sie bittet, an seiner Stelle dort hinzufahren. Da trifft Clarissa auf einen französischen Sozialisten, Léonard, der die Welt verändern möchte. Er verliebt sich aber zuerst in Clarissa und sie auch in ihn, so dass die zwei sich entscheiden, eine Reise durch die Schweiz bis nach Norditalien zu unternehmen. Als 1914 der Krieg ausbricht, müssen sich die Verliebten trennen. Clarissas Vater kommt nach Wien zurück und tritt wieder in Dienst: Für den Krieg hat er gelebt und gearbeitet, endlich ist er da. Die pflichtbewusste Clarissa meldet sich zum Lazarettdienst, erfährt aber kurz danach – inmitten der Grausamkeiten des Krieges und gleich nach dem Tod ihres Bruders an der Front – dass sie schwanger ist. Doch als unverheiratete Frau und dazu noch von einem Franzosen, würde Clarissa von ihrem Vater und ihrem Land verachtet werden. Sie entscheidet deshalb mit Hilfe eines ängstlichen Deserteurs namens Gottfried, einen Deal einzugehen: Sie lässt ihn vom Arzt für kriegsuntauglich erklären, im Gegenzug muss er sie heiraten und dennoch nie erwarten geliebt zu werden, denn Clarissas Herz ist schon vergeben …
18.07.
Clarissa - Tränen der Zärtlichkeit HISTORIENFILM, D, F 1998
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42:35
Mit Schirm, Charme und Melone KRIMISERIE Gold, GB 1976
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43:01
Mit Schirm, Charme und Melone KRIMISERIE Das stählerne Monster, GB 1976
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26:24
Abenteuer Archäologie ARCHÄOLOGIE Die vergessene Geschichte der Suaheli, F 2018
An der ostafrikanischen Küste lebt ein Volk, das den Wissenschaftlern lange Zeit Rätsel aufgegeben hat: die Suaheli. Sie sprechen eine mit Arabisch durchsetzte Sprache und praktizieren seit dem 8. Jahrhundert, also viel länger als das übrige Ostafrika, die islamische Religion. Aber noch erstaunlicher ist, dass man im Gebiet der Suaheli auf Ruinen stößt, die in diesem Teil Afrikas unvergleichlich sind. Auf Ruinen von pompösen Städten aus Stein, die zwischen dem 10. und dem 15. Jahrhundert erbaut wurden. Ihre Geschichte ist, genauso wie die Geschichte der Suaheli, im Laufe der Zeit verloren gegangen. Viele dieser Städte sind schon seit Ende des 18. Jahrhunderts bekannt. Doch die ersten Forscher hielten die afrikanischen Ureinwohner für nicht imstande, derart architektonisch gut geplante Städte bauen zu können. Von kolonialistischen Ideologien durchdrungen schrieben sie die Ruinen den Römern oder den Phöniziern des Altertums zu. Für die Archäologen der Kolonialzeit waren diese Städte persische und arabische, keinesfalls jedoch afrikanische Siedlungen. Aber wer waren die wahren Schöpfer dieser sagenhaften Monumente? Ist den Afrikanern wirklich keine tragende Rolle anzurechnen? Ausgrabungen in Kilwa Kisiwani, der beeindruckenden Suaheli-Stadt in Tansania, geben eine Antwort: Ein Team von Archäologen hat die wahre Identität der Suaheli geklärt: Sie setzen sich aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen und sind gekennzeichnet von den kulturellen Einflüssen verschiedenster Völker, die in der Vergangenheit ihre Küste ansteuerten.
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1:42
Alte Schachteln COMEDYSERIE Pipi-Pausen-Lied, F 2018
22.07.
Alte Schachteln COMEDYSERIE Pipi-Pausen-Lied, F 2018
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11:06
Papageno KURZFILM, D 1935
Lotte Reiniger war ein Märchen-Fan und hatte eine große Mozart-Passion. Bereits 1930 näherte sie sich in dem Silhouettenfilm "Zehn Minuten Mozart" der Welt ihres Lieblingskomponisten und unterlegte den Film mit "Eine kleine Nachtmusik" und "Così fan tutte". Vier Jahre später schuf sie mit "Papageno" einen Musikfilm, der zum Mitsingen und Mitpfeifen einlädt. Nicht anders war es zu Mozarts Zeiten, als die Lieblingsstückchen aus der "Zauberflöte" auf Straßen und Jahrmärkten zu hören waren. Papagenos fünftöniges Flötenmotiv ist eine Erkennungsmelodie, die man mühelos singen und pfeifen kann. In ihrer Filmfantasie verewigte Lotte Reiniger den Vogelfänger und seine Geschichte für die Nachwelt. Es geht nicht nur um Vogelfang, sondern auch ums Lieben, Heiraten und Kinderkriegen. In Papagenos singspielhafter Welt gerät es zu wolkenlosem Glück. Lotte Reiniger fühlte sich so wohl in dieser Papageno-Welt, dass sie sich nicht mehr dafür interessierte, was sich sonst noch im Zauberflöten-Kosmos von Mozarts Oper abspielt. Sie verwandelte die drei schutzengelhaften Knaben der Oper in Vögel: Drei Papageien werden im Film zur helfenden und rettenden Instanz für den Vogelfänger Papageno.
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23:26
Harlekin KURZFILM, D 1931
Die 1931 entstandene Filmmusik stammt von dem Engländer Eric Walter White. Sein Musikarrangement baut auf Stücken von François Couperin, Jean-Baptiste Lully, Wolfgang Amadeus Mozart, Giovanni Battista Pergolesi, Jean-Philippe Rameau und Domenico Scarlatti auf; diese Stücke wurden von White für kleine Orchesterbesetzung eingerichtet. Da die Tonspur der historischen Aufnahme sehr starke Verklirrungen aufweist, entstand die Idee einer Neueinspielung. Dafür wurde die Musik transkribiert und mit Musikern vom MDR Sinfonieorchester Leipzig unter der Leitung von Frank Strobel im Dezember 2016 neu produziert. Eric Walter White (1905-1985) war ein vielseitig begabter Mensch, der sich schon früh für Film interessierte und später als Autor, Musikwissenschaftler und Komponist tätig war. Geboren in Bristol, kam er Ende der 1920er Jahre nach Berlin. Dort lernte er Lotte Reiniger und ihren Freundeskreis kennen. White war als Englischlehrer im Hause von Louis Hagen tätig, wo Lotte Reiniger ihr Atelier hatte. Er war von ihrer künstlerischen Arbeit sehr angetan und veröffentlichte 1931 unter dem Titel "Walking Shadows" einen langen Aufsatz über Reinigers Filme. Harlekin war ihr erster gemeinsamer Film. Eric Walter White schrieb und arrangierte die Musik auch für die beiden 1935 erschienenen Filme "Galathea" und "Der kleine Schornsteinfeger", dessen Szenario er verfasste.
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9:53
Carmen KURZFILM, D 1933
Der Film wurde im Mai 1934 in Berlin uraufgeführt. In der zeitgenössischen Kritik hieß es: "Diesmal standen der freche Einfall, die muntere Laune Pate. Eine Carmenfigur hat sie [Lotte Reiniger] diesmal geschnitten. Kesse Göhre ... Ein wildes, doch süßes Zigarrenmädelgesicht. Der Offizier und Sergeant sind in einer Person verschmolzen, wie José buchstäblich ausgezogen wird – das ist eine tolle Szene. Die kühne Dame Carmen packt schließlich sogar den Stier von Sevilla bei den Hörnern – eine bei aller Tollheit anmutig geführte Parodie nimmt ihr Ende. Wie unsüß, wie ungeziert Silhouetten sein können, beweist dieser Film, mit dem Lotte Reiniger die Erweiterung ihres Könnens in beifallswürdigster Weise dargetan hat." („Film-Kurier“, 31.5.1934)
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