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9/11 - Die Welt danach

9/11 - Die Welt danach - Die Kriegserklärung

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9/11 - Die Welt danach

9/11 - Die Welt danach - Die Kriegserklärung

Dokumentation

Nach dem 11. September 2001 starteten die USA eine Militärkampagne gegen eine militante islamistische Bewegung, die sie als Terrorismus definierten – mit weitreichenden Folgen. Indem die Bush-Administration ihre Reaktion auf Al-Kaidas Septemberangriffe einen „Krieg“ nannte, ohne jedoch den Feind genauer zu benennen, dürfte sie für die USA und den gesamten Westen einen Kurs vorgegeben haben, von dem es kein Abweichen mehr gab. Jede Entscheidung vertiefte das Scheitern und weitete den Krieg weiter aus. Nach dem Vorbild ihres erfolgreichen Beitrags zum Wiederaufbau von Deutschland und Japan nach dem Zweite Weltkrieg setzten die USA auf einen Regimewechsel in Afghanistan – und führten die erste Schlacht in ihrem „Krieg gegen den Terror“. Der erste Teil „9/11 - Die Welt danach - Die Kriegserklärung“ illustriert, wie dieser Krieg entstand und erläutert, welch fatale Konsequenzen es hatte, die wahren Ursprünge des radikalen Islams und seiner messianischen Bestrebungen zu verkennen und den Terroristen und ihren Unterstützern den Krieg zu erklären. Denn letztlich führten die USA und der Westen einen Krieg gegen lokale aufständische Stammeskämpfer – und tappten in dieselbe Falle, in die auch die Kolonialmächte des letzten Jahrhunderts geraten waren. Der Einmarsch in Afghanistan führte zu zahlreichen, weltweit versprengten Terrorzellen. Und er wurde zum Präzedenzfall. Die vage Definition von Terrorismus verbreitete sich und wurde nun nicht mehr nur auf Al-Kaida, sondern auf jeden angewandt, der anti-amerikanisch eingestellt war.
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9/11 - Die Welt danach - Spirale der Gewalt

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Der Diktator, die Taliban und ich

Der Diktator, die Taliban und ich

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Di 12.03.

3SAT PRO7
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52:21
9/11 - Die Welt danach DOKUMENTATION Die Kriegserklärung, F 2015
Nach dem 11. September 2001 starteten die USA eine Militärkampagne gegen eine militante islamistische Bewegung, die sie als Terrorismus definierten – mit weitreichenden Folgen. Indem die Bush-Administration ihre Reaktion auf Al-Kaidas Septemberangriffe einen „Krieg“ nannte, ohne jedoch den Feind genauer zu benennen, dürfte sie für die USA und den gesamten Westen einen Kurs vorgegeben haben, von dem es kein Abweichen mehr gab. Jede Entscheidung vertiefte das Scheitern und weitete den Krieg weiter aus. Nach dem Vorbild ihres erfolgreichen Beitrags zum Wiederaufbau von Deutschland und Japan nach dem Zweite Weltkrieg setzten die USA auf einen Regimewechsel in Afghanistan – und führten die erste Schlacht in ihrem „Krieg gegen den Terror“. Der erste Teil „9/11 - Die Welt danach - Die Kriegserklärung“ illustriert, wie dieser Krieg entstand und erläutert, welch fatale Konsequenzen es hatte, die wahren Ursprünge des radikalen Islams und seiner messianischen Bestrebungen zu verkennen und den Terroristen und ihren Unterstützern den Krieg zu erklären. Denn letztlich führten die USA und der Westen einen Krieg gegen lokale aufständische Stammeskämpfer – und tappten in dieselbe Falle, in die auch die Kolonialmächte des letzten Jahrhunderts geraten waren. Der Einmarsch in Afghanistan führte zu zahlreichen, weltweit versprengten Terrorzellen. Und er wurde zum Präzedenzfall. Die vage Definition von Terrorismus verbreitete sich und wurde nun nicht mehr nur auf Al-Kaida, sondern auf jeden angewandt, der anti-amerikanisch eingestellt war.
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53:33
9/11 - Die Welt danach DOKUMENTATION Spirale der Gewalt, F 2015
Der Krieg in Afghanistan und die Ambivalenzen des unscharfen Terrorismus-Begriffs hatten eine unvorhergesehene, praktische Folge: Die Frage, wie man Terroristen erkannte und rechtlich behandeln sollte, wurde entscheidend und belastete den Konflikt. Der Verlauf des „Kriegs gegen den Terror“ hing nicht mehr nur vom Kampf vor Ort ab, sondern auch von seiner in Washington formulierten, rechtlichen Definition. Der zweite Teil „9/11 - Die Welt danach - Spirale der Gewalt“ verfolgt das Geschehen um die US-Entscheidung, die Genfer Konvention für Gefangene auszusetzen. Er illustriert, wie dadurch Aufstände angeheizt und der Kampf gegen den Terrorismus bis zum Dauerzustand ausgedehnt wurde. Folter, Geheimlager (Black Sites) und Auslieferungen waren nur einige der neuen Taktiken, mit denen die CIA ein geheimes Programm einleitete, das sich rasch von Afghanistan bis Guantánamo und von dort bis in den Irak ausbreitete. Mit desaströsen Folgen: US-Militärbeobachter benennen Guantánamo und Abu Ghraib als Hauptfaktoren für den Ausbruch von Rebellionen und deren Übergreifen auf den Irak und darüber hinaus. Ein Kampf, der 2001 als vorrangig gegen Al-Kaida geführte Kampagne begann, ist 15 Jahre später zu einem globalen Dauerkrieg mutiert, der weltweite Reaktionen von gezielter Tötung bis hin zu direkten Kampfeinsätzen oder Stellvertreteraktionen im gesamten Nahen Osten, in Ostasien und Afrika erfordert. Dieser expandierende Konflikt und die Terrorgegenschläge sind in unserer Gesellschaft in vollem Gange und führten zur Destabilisierung der weltpolitischen Ordnung und unserer heutigen Demokratien, für deren Erhalt der Krieg ursprünglich begonnen wurde.
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76:47
Der Diktator, die Taliban und ich DOKUMENTATION, USA 2017
Filmemacher Mohammed Naqvi nimmt den Zuschauer mit auf seine Reise durch die pakistanische Politik der letzten Jahrzehnte. Mo ist 19, als sich der liberale General Pervez Muscharraf 1999 an die Macht putscht. Sein Leben ändert sich völlig, endlich fühlt er sich sicher und frei. Jahrelang waren Schiiten wie er immer wieder Opfer von Terroranschlägen sunnitischer Extremisten geworden – nun setzt sich Muscharraf für den Schutz religiöser Minderheiten ein, sorgt für Stabilität und eine starke Wirtschaft.  Als der Diktator 2008 vertrieben wird, vermisst ihn Mo, denn das Land versinkt bald wieder im Chaos. Dank persönlicher Kontakte darf er ihn mit seiner Kamera im Exil in Dubai besuchen und in sehr privaten Situationen filmen, etwa beim Schwimmen oder Frühstücken. Aus vielen Gesprächen setzt sich für Mo langsam ein Bild zusammen - das ihn, den einstigen Muscharraf-Fan, zunehmend desillusioniert. Auch für Muscharraf war das Regieren dieses widersprüchlichen Landes ein wohlkalkulierter Balanceakt zwischen taktischer Unterstützung der Taliban und Engagement im „Krieg gegen den Terror“ aufseiten der USA. Als Muscharraf anlässlich der Wahlen 2013 sein Comeback plant, ist sich Mo nicht mehr sicher, ob er ihm seine Stimme geben soll. Die Entscheidung wird ihm abgenommen: Muscharraf kehrt zwar unter dem Jubel seiner Anhänger ins Land zurück, wird aber von der pakistanischen Justiz von den Wahlen ausgeschlossen und unter Hausarrest gestellt. Und Mo realisiert, dass es der falsche Weg ist, auf Sicherheit statt auf demokratische Strukturen zu setzen.
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91:04
Peschmerga DOKUMENTARFILM, F, IRQ 2015
Mit einem Filmteam an seiner Seite folgte der französische Publizist Bernard-Henri Lévy von Juli bis Dezember 2015 der tausend Kilometer langen Frontlinie zwischen der Autonomen Region Kurdistan und den IS-Truppen. Auf den Straßen und im heißen Staub der Schützengräben versuchten sie, den erbitterten Kampf der Kurden zu verstehen. Inmitten des Trommelfeuers entstand so ein fesselndes und zugleich erschreckendes Reisetagebuch in Bildern, das aus der Nähe auf diesen noch immer andauernden Krieg mit weltweiten Folgen blickt. Begleitet von der Kamera geht Bernard-Henri Lévy auf Tuchfühlung mit den Peschmerga, jenen kurdischen Kämpfern, die mit unerbittlicher Entschlossenheit gegen Obskurantismus und Dschihadismus vorgehen, auch wenn das bedeutet, dabei immer wieder dem eigenen Tod ins Auge zu sehen. Die Reise führt von den Höhen der Stadt Mossul über die letzten von Zerstörung bedrohten christlichen Klöster mitten hinein ins Sindschar-Gebirge. Dabei begegnet Bernard-Henri Lévy Frauen und Männern, die in Berichterstattungen selten einen Platz einnehmen und doch die Seele Kurdistans ausmachen. In seinem Dokumentarfilm fängt der Journalist den Widerstandskampf der Peschmerga an der irakischen Grenze aus einem persönlichen Blickwinkel ein. Die Bilder vor Ort wurden von einem kleinen Team mit Hilfe von Drohnen gedreht. Der Film knüpft an die früheren Kriegsdokumentarfilme des Schriftstellers an: „Bosna!“ (1994), „Serbien im Jahre Null“ (2001) und „Der Schwur von Tobruk“ (2012).
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43:03
Ziemlich wilde Rinder TIERE, D 2018
Das ist einzigartig in Deutschland: Eine Herde von fast 300 Rindern steht das ganze Jahr über selbst im kalten Winter auf einer Weide im Zollernalbkreis. Vor mehr als 35 Jahren entschied sich ihr Landwirt Hermann Maier dafür, ihnen ein tiergerechtes Leben zu ermöglichen, öffnete die Stalltüren und startete das Experiment. Seither genießen Generationen der horntragenden Rinder frische Luft, weichen Boden, die Weite der Landschaft und das Leben in einer Herde aus Bullen, Kühen und Kälbern. Doch das Leben auf der Weide ist kein Zuckerschlecken. Pralle Sonne, matschiger Boden und eisige Kälte zwingen die Rinder zu Reaktionen. Und die Herde am Fuße der Hohenzollernburg lebt dort auch nicht zum Selbstzweck. Einmal die Woche naht der Landwirt und tötet noch auf der Weide zwei der Rinder. Er verkauft das Fleisch an Kunden, die hochwertige Ware aus naturnaher Haltung wünschen. Die Rinder entwickeln im Freien wieder soziales Verhalten, liebkosen sich und streiten nach Art ihrer Urahnen. Die Bullen agieren als wahre Gentlemen, wenn sie sich brünstigen Kühen nähern, und sorgen dann im gesunden Wettstreit für Nachwuchs. Jedes Jahr werden einhundert Kälber auf der Weide geboren. Sie müssen schnell eine enge Bindung zu ihren Müttern entwickeln, die sich schützend vor sie stellen. Bislang schienen Rinder so banal, dass selbst Tierfilmer sie lange Zeit vernachlässigt haben. Doch die Geschichte der ziemlich wilden Herde im Laufe eines Jahres offenbart die überraschenden Seiten im Leben eines oft unterschätzten Nutztiers, zeigt eindringlich ihre Freuden und Dramen, die sich draußen auf der Weide abspielen.
31.03.
Ziemlich wilde Rinder TIERE, D 2018
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52:40
Die freien Frauen des Hindukusch LAND UND LEUTE, GR 2011
In der Region Chitral, im Nordwesten Pakistans, leben die Kalasha, eine animistische Ethnie, die um das Überleben ihrer Kultur kämpft. Vom 19. Jahrhundert bis heute sank ihre Anzahl von 100.000 auf 4.000; die Rechte der überlebenden Minderheit werden von der muslimischen Bevölkerungsmehrheit zunehmend beschnitten. Die Dokumentation zeigt die emanzipierte Stellung der Kalasha-Frauen und die Kämpfe der Kalasha-Gesellschaft für die Bewahrung ihrer Lebensweise und den Zugang zu Bildung. Die Hauptprotagonistin Shamin, eine intelligente und charismatische junge Frau, hat in Islamabad studiert, um als Sozialarbeiterin in ihre Gemeinschaft zurückzukehren. Athanasios Lerounis, ein griechischer Lehrer, arbeitete knapp 30 Jahren in den Kalasha-Tälern. Er gründete die erste Schule, in der die Sprache der Kalasha Unterrichtssprache ist. Lerounis, der von den Taliban gekidnappt und dank massiver Mobilisierung der Kalasha freigelassen wurde, ist mittlerweile nach Griechenland zurückgekehrt; in Pakistan hat er Einreiseverbot. Auch das griechische Filmteam musste das Land verlassen, eine pakistanische Crew schloss die Dreharbeiten ab. Der Film gibt vielfältige Einblicke in das Leben der Kalasha: Wie sich beim Joshi-Fest neue Paare finden, welche Rolle der Wein in den religiösen Ritualen spielt, warum die Frauen während ihrer Monatsblutung in ein spezielles Gebäude übersiedeln und wie sie sich gegen das Anlegen des Schleiers wehren und stattdessen weiter ihre traditionelle Tracht tragen. Die Kashala, eins der letzten animistischen Völker der Region, waren schon lange vor der Entstehung des Islam in Chitral zu Hause.
18.03.
Die freien Frauen des Hindukusch DOKUMENTATION, GR 2011
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25:46
In der Welt zuhause DOKU-REIHE Iran, Masuleh: Leben auf dem Hausdach, F 2016
„Iran verkehrt herum“, so bezeichnen viele Iraner die Provinz Gilan. Alles ist hier anders: Klima, Landschaft, Architektur. Die grüne Region bildet einen starken Kontrast zu den kargen Landstrichen im Landesinneren. Das iranische Dorf Masuleh wurde dort im Elburs-Gebirge mit über 100 Meter Höhenunterschied gebaut. Seit dem 16. Jahrhundert ist es geprägt von einer einzigartigen Architektur: Die Häuser sind terrassenförmig in den Hang hineingebaut und alle nach Süden ausgerichtet. Eng nebeneinanderstehend berühren sich die Dächer und dienen als Fußwege und Höfe. Autos oder andere Fahrzeuge fahren hier keine – die kleinen Gassen werden alle lediglich zu Fuß oder mit kleinen Schubkarren durchquert. Homogen fügen sich die Häuser in die Landschaft ein – die Verwendung lokaler Materialien wie Erde und Stein ist bis heute fest in der Kultur verankert. Bis zu einen Meter dicke Wände schützen die Gebäude gegen Erdbeben und den häufigen, unerwartet schnellen Wetterschwankungen. So bildet der Baustil von Masuleh ein Gleichgewicht zwischen künstlicher und natürlicher Architektur: Die Häuser passen sich an die umliegende Landschaft an und wurden doch von Menschenhand in die Natur gesetzt. Die miteinander verbundenen „Gemeinschaftsdächer” dienen als öffentlicher und privater Raum zugleich. So schaffen sie eine einheitliche Architektur, die es erleichtert, alle Mitbewohner zu integrieren. Gleichzeitig stehen sie als Symbol für die zunehmende Öffnung Masulehs zur Welt. Nicht ohne Grund gehört der Ort vielleicht bald zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aktuell stellt der zunehmende Tourismus die Bewohner jedoch vor ganz neue Herausforderungen …
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26:05
Xenius INFOMAGAZIN Betrug statt Spitzenforschung - Wie manche Forscher schummeln, D 2018
Wissenschaftliche Studien sind allgegenwärtig. Meist müssen sich die Leser blind auf sie verlassen. Doch immer häufiger veröffentlichen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse in Magazinen, die ohne Qualitätskontrolle auch „Schrottstudien" abdrucken. Experten schlagen Alarm. Wenn immer mehr zweifelhafte Untersuchungen in Umlauf geraten, ist das Vertrauen in die Forschung bedroht. Wie lässt sich gute Wissenschaft von Fake Science unterscheiden? Dermatologisch getestet, klinisch geprüft, gut für die Gesundheit: Viele Produkte werben mit solchen Behauptungen. Auf Pariser Straßen fragen die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard bei Passanten nach: eher der probiotische Joghurt und die dermatologisch getestete Creme als ein Produkt ohne solch eine Kennzeichnung? Das Ergebnis: Die meisten würden sich für das vermeintlich wissenschaftliche Siegel entscheiden. Aber was ist dran an solchen Studien? Darüber sprechen die Moderatoren mit dem Arzt und Wissenschafts-YouTuber Tristan Le Magoarou. Er ist spezialisiert auf die Analyse medizinischer Studien und erklärt, worauf man achten kann. Aber nicht nur in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sind zweifelhafte Studien ein großes Problem, sondern vor allem auch in der Medizin. Gerade für Patienten mit schweren Erkrankungen kann das schnell gefährlich werden, wenn sie auf unseriöse Heilsversprechen reinfallen. Wie leicht es ist, Studien zu fälschen und zu veröffentlichen, zeigt der Journalist Peter Onneken.
13.03.
Xenius INFOMAGAZIN, D 2018
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50:53
Ein Tag in Köln 1629 GESCHICHTE, D 2018
Im Jahr 1629 ist Köln die größte Stadt im Heiligen Römischen Reich. Während vor ihren Toren der Dreißigjährige Krieg tobt, herrscht hinter den Mauern trügerische Ruhe. Die Umbrüche dieser Zeit sind gigantisch: Neben Religionskrieg und Klimakrise sorgt vor allem der Hexenwahn für Angst und Schrecken unter den Menschen. An der Seite der Hebamme Anna Stein entdecken wir den Alltag der frühneuzeitlichen Metropole in all seinen Facetten. Ihr Einsatz für die Frauen und Kinder der Stadt und ihr Wissen um Heilkräuter bringen Anna hohes Ansehen bei ihren Mitbürgern ein. Doch der kleinste Fehler kann sie schnell in den Verdacht der Hexerei bringen. Denn Glaube und Aberglaube prägen den Alltag der Kölner. Ihrer kranken Schwester hilft Anna mit Schluckbildern von Heiligen, und für ihren verstorbenen Mann kauft sie Seelenmessen, um seine Zeit im Fegefeuer zu verkürzen. Auf den Märkten der Stadt werden Flugblätter gehandelt, deren Ton und Sensationslust modernen Boulevardmedien in nichts nachstehen. Schnell wird klar, dass Meinungsmache und Falschmeldungen keine Erfindungen unserer Epoche sind. Als Anna schließlich zu einem Notfall gerufen wird, gerät sie nach und nach in den Strudel des Hexenwahns. Eine fiktive Biografie, erzählt anhand realer Geschichte.
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51:11
Ein Tag in Paris 1775 GESCHICHTE, D 2018
Paris steht 1775, wie heute, wie keine andere Stadt für Luxus und Mode, begründet ihren Ruf genau in dieser Zeit. Nicht nur der Adel gibt sich der Prunksucht hin, auch immer mehr Bürger wollen mit Modeschmuck und Second-Hand-Bekleidung ihren Vorbildern in Versailles nacheifern. An der Seite des jungen Perückenmachers Léonard Minet erleben wir einen Tag in dieser so widersprüchlichen Weltstadt am Vorabend der Revolution, als der Alltag für viele Pariser von Hunger und katastrophalen hygienischen Verhältnissen geprägt ist. Léonard verzichtet bei der Morgentoilette auf Wasser und vertraut lieber Parfüm und Flohfalle. Wie viele Pariser träumt er davon, den starren Strukturen des Ancien Régime zu entfliehen. Der aufkommende Beruf des Damenfriseurs und sein Geschick im Umgang mit Haaren eröffnen ihm Entwicklungsmöglichkeiten. Gegen den Willen seines strengen Vaters lebt Léonard seine Kreativität im Geheimen mit extravaganten Haarkreationen für junge Schauspielerinnen aus – was bei Hof nicht unbemerkt bleibt. Eine unbedachte Bemerkung über Ludwig XVI. bringt seinen Vater hinter Gitter. Ein ausgeklügeltes Spitzelsystem sorgt seinerzeit dafür, dass sich der Zorn der Massen nicht Bahn bricht. Léonard darf schließlich in Versailles seine Kunst beweisen. Er ergreift diese Chance und es gelingt ihm sogar, seinen Vater zu retten. Eine fiktive Biografie, erzählt anhand realer Geschichte.
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2:41
(Fast) die ganze Wahrheit KÜNSTLERPORTRÄT Ian Fleming & James Bond, F 2018
Verkörpert wurde er von Sean Connery, Roger Moore und Daniel Craig. Richtig geraten – gemeint ist Ian Fleming, der Schriftsteller-Spion, der sich in seinen Träumen in James Bond verwandelte.
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98:42
Stürmisches Land - Tempestad DOKUMENTARFILM, MEX 2016
Eine Gruppe unbescholtener Leute wird des Menschenhandels angeklagt und inhaftiert. So können die Behörden einen Schlag gegen die organisierte Kriminalität melden, und die Öffentlichkeit ist beruhigt. „Pagadores" nennt man die Opfer eines solchen Verfahrens in Mexiko. Die Regisseurin Tatiana Huezo lässt in ihrem Film zwei Frauen ihren Leidensweg im korrupten Mexiko erzählen: An einem ganz gewöhnlichen Morgen wird die junge Mutter Miriam an ihrem Arbeitsplatz inhaftiert und ohne Beweise des Menschenhandels bezichtigt. Die Gewalt, die ihr während der Haft wiederfährt, reißt eine Tiefe Lücke in ihr Leben. Adela arbeitet als Clown in einem Wanderzirkus. Vor zehn Jahren änderte sich ihr Leben ein für alle Mal, als ihre Tochter Monica von Unbekannten entführt wurde. Jeden Abend wird sie während ihrer Show daran erinnert. „Stürmisches Land - Tempestad” führt den Zuschauer 2.000 Kilometer im Bus von Matamoros bis Cancún durch ein stürmisches, wolkenverhangenes, düsteres Land. Überall gibt es Kontrollen durch martialisch aussehende Schwerbewaffnete, überall herrscht die Angst. Es ist ein Land in einem unsichtbaren Krieg, mit unsichtbaren Fronten. Die Protagonistin wird nie gezeigt, nur ihre Stimme ist zu hören. Es sind die Bilder, die Raum für eigene Vorstellungen schaffen und die Monstrosität der Erzählung auffangen. Ein Film von ungeheurer Wucht und großer Schönheit. „Stürmisches Land - Tempestad” ist nach „El lugar más pequeño” Tatiana Huezos zweiter Langfilm. Die Dokumentation wurde 2016 auf der 66. Berlinale gezeigt.
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