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Vox Pop - Feuer - oder Erdbestattung? / Analphabetismus - ein Tabuthema?

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Vox Pop - Feuer - oder Erdbestattung? / Analphabetismus - ein Tabuthema?

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(1): Ist Einäscherung immer noch ein Tabu?Immer weniger Europäer lassen sich aus religiösen Gründen oder um der Tradition willen beerdigen. Inzwischen wählt jeder zweite EU-Bürger die Einäscherung. Seit die katholische Kirche 1963 das entsprechende Verbot aufgehoben hat, werden Feuerbestattungen immer häufiger praktiziert. Am häufigsten wird in Dänemark, Slowenien und Tschechien sowie im Vereinigten Königreich eingeäschert, hauptsächlich aus Kostengründen. Doch in vielen anderen Ländern ist die Einäscherung immer noch ein Tabu.Kontroverse der Woche: Die Befürworter sehen in der Einäscherung die Bestattungspraxis der Zukunft. Sie ist nicht nur sparsamer, denn die Kosten betragen je nach Land ein Zehntel bis maximal die Hälfte dessen, was man für eine Erdbestattung ausgeben muss, sondern auch umweltfreundlicher, weil platzsparend. Das entlastet überfüllte Friedhöfe. Darüber hinaus werden den nachfolgenden Generationen weder Grabpflege noch Grabnutzungsgebühren aufgebürdet.Ihre Gegner führen vor allem religiöse Gründe an, etwa den Verlust der körperlichen Unversehrtheit des Leichnams, aber auch die Bedeutung der Grabstätte als Ort der Besinnung und Trauerbewältigung.Recherche der Woche: „Vox Pop“ hat sich in Griechenland umgehört, wo Einäscherung immer noch tabu ist. Griechenland ist das einzige Land in Europa, in dem es kein Krematorium gibt. Um den letzten Willen der verstorbenen Angehörigen zu erfüllen, sehen sich viele Griechen bereits gezwungen, deren Leichname in Bulgarien einäschern zu lassen. (2): Funktionaler Analphabetismus: Ein unterschätztes Massenphänomen?Jeder fünfte Europäer ist nicht in der Lage, einen einfachen Text sinnverstehend zu lesen oder eine Einkaufsliste zu schreiben. Das heißt, er ist funktionaler Analphabet. Der durch Analphabetismus verursachte volkswirtschaftliche Schaden wird EU-weit auf 360 Millionen Euro geschätzt. Dazu zählen vermehrte Kosten für das Gesundheitssystem, etwa, weil die Betroffenen nicht frühzeitig behandelt werden, kein Rezept lesen können oder Angst vor dem Arztbesuch haben. Doch auch auf die Produktivität von Unternehmen wirkt sich mangelnde Lese- und Schreibkompetenz negativ aus. Trotzdem geht die Zahl der funktionalen Analphabeten nicht zurück. Warum geht es im Kampf gegen den Analphabetismus nicht voran?Zu Gast bei „Vox Pop“ ist in dieser Woche Ihre königliche Hoheit Prinzessin Laurentien der Niederlande. Sie kämpft seit langem gegen den Analphabetismus in ihrem Land. 2009 wurde sie zur UNESCO-Sonderbotschafterin für Alphabetisierung ernannt.Und wie immer berichten „Vox-Pop“-Korrespondenten aus ihren Ländern über das Thema der Woche: Welche Maßnahmen ergreifen die Länder im Kampf gegen den funktionalen Analphabetismus?Die Reportage führt nach Belgien, wo einige Verbände der Regierung vorwerfen, sie tue bewusst nichts gegen den Analphabetismus im Land …
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Augenschmaus

Augenschmaus - Die Kartoffelesser von Vincent van Gogh

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Rivalen der Renaissance - Bellini und Mantegna

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28:25
Vox Pop INFOMAGAZIN Feuer - oder Erdbestattung? / Analphabetismus - ein Tabuthema?, F 2019
(1): Ist Einäscherung immer noch ein Tabu?Immer weniger Europäer lassen sich aus religiösen Gründen oder um der Tradition willen beerdigen. Inzwischen wählt jeder zweite EU-Bürger die Einäscherung. Seit die katholische Kirche 1963 das entsprechende Verbot aufgehoben hat, werden Feuerbestattungen immer häufiger praktiziert. Am häufigsten wird in Dänemark, Slowenien und Tschechien sowie im Vereinigten Königreich eingeäschert, hauptsächlich aus Kostengründen. Doch in vielen anderen Ländern ist die Einäscherung immer noch ein Tabu.Kontroverse der Woche: Die Befürworter sehen in der Einäscherung die Bestattungspraxis der Zukunft. Sie ist nicht nur sparsamer, denn die Kosten betragen je nach Land ein Zehntel bis maximal die Hälfte dessen, was man für eine Erdbestattung ausgeben muss, sondern auch umweltfreundlicher, weil platzsparend. Das entlastet überfüllte Friedhöfe. Darüber hinaus werden den nachfolgenden Generationen weder Grabpflege noch Grabnutzungsgebühren aufgebürdet.Ihre Gegner führen vor allem religiöse Gründe an, etwa den Verlust der körperlichen Unversehrtheit des Leichnams, aber auch die Bedeutung der Grabstätte als Ort der Besinnung und Trauerbewältigung.Recherche der Woche: „Vox Pop“ hat sich in Griechenland umgehört, wo Einäscherung immer noch tabu ist. Griechenland ist das einzige Land in Europa, in dem es kein Krematorium gibt. Um den letzten Willen der verstorbenen Angehörigen zu erfüllen, sehen sich viele Griechen bereits gezwungen, deren Leichname in Bulgarien einäschern zu lassen. (2): Funktionaler Analphabetismus: Ein unterschätztes Massenphänomen?Jeder fünfte Europäer ist nicht in der Lage, einen einfachen Text sinnverstehend zu lesen oder eine Einkaufsliste zu schreiben. Das heißt, er ist funktionaler Analphabet. Der durch Analphabetismus verursachte volkswirtschaftliche Schaden wird EU-weit auf 360 Millionen Euro geschätzt. Dazu zählen vermehrte Kosten für das Gesundheitssystem, etwa, weil die Betroffenen nicht frühzeitig behandelt werden, kein Rezept lesen können oder Angst vor dem Arztbesuch haben. Doch auch auf die Produktivität von Unternehmen wirkt sich mangelnde Lese- und Schreibkompetenz negativ aus. Trotzdem geht die Zahl der funktionalen Analphabeten nicht zurück. Warum geht es im Kampf gegen den Analphabetismus nicht voran?Zu Gast bei „Vox Pop“ ist in dieser Woche Ihre königliche Hoheit Prinzessin Laurentien der Niederlande. Sie kämpft seit langem gegen den Analphabetismus in ihrem Land. 2009 wurde sie zur UNESCO-Sonderbotschafterin für Alphabetisierung ernannt.Und wie immer berichten „Vox-Pop“-Korrespondenten aus ihren Ländern über das Thema der Woche: Welche Maßnahmen ergreifen die Länder im Kampf gegen den funktionalen Analphabetismus?Die Reportage führt nach Belgien, wo einige Verbände der Regierung vorwerfen, sie tue bewusst nichts gegen den Analphabetismus im Land …
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52:16
Rivalen der Renaissance DOKUMENTATION Bellini und Mantegna, D 2018
In der Frührenaissance war er schon zu Lebzeiten ein gefeierter Maler: Andrea Mantegna begründete den Antikenkult in der florentinischen Kunst. Sein Schwager Giovanni Bellini gilt als Erfinder der venezianischen Kunst und revolutionierte die Landschaftsmalerei. Beide gehörten zu den bedeutendsten Malern ihrer Zeit, in der die Künste und Künstler miteinander im Wettstreit lagen. Die neueste Bildkomposition bestimmte über Andrea Mantegnas und Giovanni Bellinis Aufträge und Prestige. Andrea Mantegna unternahm einen geschickten Schachzug, um eine Konkurrenz zu vermeiden, als er in eine der berühmtesten Künstlerfamilien Venedigs einheiratete. In der Lagunenstadt lebte er mit seiner Frau Nicolosia Bellini, der Schwester Giovanni Bellinis, nur ein paar Jahre lang, bis er an den Hof von Ludovico III. Gonzaga in Mantua berufen wurde. Als Hofmaler erhielt er ein Monatssalär, während Bellini sich als freier Maler am Markt behaupten musste. Mantegna entdeckte für sich das Medium des Kupferstichs und nutzte es so, wie heute Instagram benutzt wird, um seine neuen Bildkompositionen zu verbreiten. Anfangs schien Bellini von seinem jüngeren Schwager zu lernen, zitierte dessen neue Bildkompositionen jedoch über Jahrzehnte mehrfach – wie zum Beispiel das Gemälde "Darbringung Jesu im Tempel". Auf welche Art und Weise Bellini dieses und auch andere Gemälde kopiert hat, gibt den Kunsthistorikern noch heute Rätsel auf. Die Dokumentation erzählt die geheimnisumwobene Lebensgeschichte zweier konkurrierender Malerfürsten, die bis in den Tod miteinander verbunden blieben.
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26:08
Augenschmaus ESSEN UND TRINKEN Die Kartoffelesser von Vincent van Gogh, F 2014
In einem Städtchen nahe Colmar befindet sich das traditionsreiche Restaurant des berühmten Dreisternekochs Marc Haeberlin. Der Chefkoch, der für seine ausgefallenen Kartoffelgerichte bekannt ist, ließ sich von Vincent van Goghs frühem Werk „Die Kartoffelesser“ inspirieren, auf dem eine Familie um ein karges Nachtmahl versammelt ist. In dieser Ausgabe von „Augenschmaus“ analysieren Louis van Tilborg, der Konservator des Gemäldes, und der der Van-Gogh-Biograf David Hazio das Werk: In seinem düsteren Gemälde setzte der Maler Licht und Schatten für den damals vorherrschenden impressionistischen Stil auf ungewöhnliche Art und Weise ein. Ungewöhnlich sind auch die Gerichte des Kartoffelliebhabers Marc Haeberlin: Er veredelt die einfachen Knollen mit erlesenen Produkten wie Trüffeln und Kartoffelschnaps zu echten kulinarischen Kunstwerken und lädt die Gäste der Sendung zu einem exquisiten Drei-Gänge-Menü ein. Ernährungshistoriker Marc de Ferrière le Vayer erzählt die weit zurückreichende Geschichte der heute so alltäglichen Kartoffel: Sie war eine beliebte Frucht der Inkas und wurde von den Spaniern nach Europa gebracht, wo sie half, die damals grassierenden Hungersnöte zu lindern. Im 17. Jahrhundert wurde in Preußen deshalb ihr Anbau mit den sogenannten Kartoffelbefehlen durchgesetzt. In Frankreich dauerte es noch bis zum 19. Jahrhundert, bis sich die Kartoffel etablieren konnte. Van Gogh wollte Porträts malen, „die den Menschen ein Jahrhundert später wie Erscheinungen erscheinen“ sollten. Mit seinen Kartoffelessern gelang ihm das: Sie inspirierten eine ganze Generationen von Malern - und auch Köchen.
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