ARTE Mediathek Di, 22.10.

Birma und die Rohingya - Mord nach Plan

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Birma und die Rohingya - Mord nach Plan

Birma und die Rohingya - Mord nach Plan

Dokumentation

Das Filmteam recherchiert in Myanmar und Bangladesch, um zu beweisen, dass der Massenmord an den Rohingya geplant war. Die ganze Welt kennt die Bilder des Volks auf der Flucht, das der Verfolgung zu entrinnen sucht. Es muss den Fluss Naf überqueren, die natürliche Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar. Zu Fuß oder mit dürftigen Booten, ungeachtet der Gefahr. Die internationale Gemeinschaft ist entsetzt. Die UNO spricht von „ethnischer Säuberung“, dann von „Völkermord“. Die ins Kreuzfeuer der Kritik geratene Friedensnobelpreisträgerin und birmanische Spitzenpolitikerin Aung San Suu Kyi hüllt sich in Schweigen. Auf den ersten Blick schien dieses groß angelegte Massaker ganz plötzlich gekommen zu sein, wie ein Lauffeuer der Gewalt. Die Folge waren massive Auswanderungsströme. Die Behörden rechtfertigten den Einsatz der Armee im Rakhaing-Staat damit, dass ein Kommissariat von einer mysteriösen Separatistengruppierung angegriffen worden sei. Dabei handle es sich um „Bengali“, eine andere Bezeichnung für die Rohingya. Offiziell geht es also darum, die öffentliche Ordnung zu sichern und „die Terroristen zu bekämpfen“. Tatsächlich kam es zu heftigen Gewaltausbrüchen gegen die Zivilbevölkerung, durch die Tausende Menschen den Tod fanden und mehr als 700.000 ihre Heimat verloren. Es braucht militärische, personelle und logistische Mittel, um ein Gebiet von der Größe eines deutschen Bundeslandes in wenigen Wochen zu entvölkern. Dies geht nicht ohne minuziöse Vorbereitung und Planung. Ähnliche Ereignisse in jüngerer Zeit haben gezeigt, dass oft ein Teil der Bevölkerung zu Vollstreckern oder zumindest zu Komplizen gemacht wurde, um eine bestimmte ethnische Gruppe zu vernichten. Dies gilt auch für Myanmar, wo sich das Militär auf buddhistische Milizen stützen konnte. So tragisch die jüngsten Ereignisse auch sind, sie stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. Tatsächlich besteht die Diskriminierungspolitik schon seit langem. Was die Rohingya nun erleiden, ist der letzte, brutalste Akt, der Höhepunkt einer „nach allen Regeln der Kunst“ durchgeführten ethnischen Säuberung. Die aktuelle humanitäre Krise war absolut vorhersehbar.
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Birma - Der lange Kampf der Aung San Suu Kyi

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Mit offenen Karten

Mit offenen Karten - Konflikte um die Ressource Wasser

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Di 22.10.

3SAT PRO7
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61:51
Birma und die Rohingya - Mord nach Plan DOKUMENTATION, F 2019
Das Filmteam recherchiert in Myanmar und Bangladesch, um zu beweisen, dass der Massenmord an den Rohingya geplant war. Die ganze Welt kennt die Bilder des Volks auf der Flucht, das der Verfolgung zu entrinnen sucht. Es muss den Fluss Naf überqueren, die natürliche Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar. Zu Fuß oder mit dürftigen Booten, ungeachtet der Gefahr. Die internationale Gemeinschaft ist entsetzt. Die UNO spricht von „ethnischer Säuberung“, dann von „Völkermord“. Die ins Kreuzfeuer der Kritik geratene Friedensnobelpreisträgerin und birmanische Spitzenpolitikerin Aung San Suu Kyi hüllt sich in Schweigen. Auf den ersten Blick schien dieses groß angelegte Massaker ganz plötzlich gekommen zu sein, wie ein Lauffeuer der Gewalt. Die Folge waren massive Auswanderungsströme. Die Behörden rechtfertigten den Einsatz der Armee im Rakhaing-Staat damit, dass ein Kommissariat von einer mysteriösen Separatistengruppierung angegriffen worden sei. Dabei handle es sich um „Bengali“, eine andere Bezeichnung für die Rohingya. Offiziell geht es also darum, die öffentliche Ordnung zu sichern und „die Terroristen zu bekämpfen“. Tatsächlich kam es zu heftigen Gewaltausbrüchen gegen die Zivilbevölkerung, durch die Tausende Menschen den Tod fanden und mehr als 700.000 ihre Heimat verloren. Es braucht militärische, personelle und logistische Mittel, um ein Gebiet von der Größe eines deutschen Bundeslandes in wenigen Wochen zu entvölkern. Dies geht nicht ohne minuziöse Vorbereitung und Planung. Ähnliche Ereignisse in jüngerer Zeit haben gezeigt, dass oft ein Teil der Bevölkerung zu Vollstreckern oder zumindest zu Komplizen gemacht wurde, um eine bestimmte ethnische Gruppe zu vernichten. Dies gilt auch für Myanmar, wo sich das Militär auf buddhistische Milizen stützen konnte. So tragisch die jüngsten Ereignisse auch sind, sie stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. Tatsächlich besteht die Diskriminierungspolitik schon seit langem. Was die Rohingya nun erleiden, ist der letzte, brutalste Akt, der Höhepunkt einer „nach allen Regeln der Kunst“ durchgeführten ethnischen Säuberung. Die aktuelle humanitäre Krise war absolut vorhersehbar.
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54:10
Birma - Der lange Kampf der Aung San Suu Kyi DOKUMENTATION, DK, F 2018
Als Aung San Suu Kyi 1991 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, galt sie als Galionsfigur der birmanischen Opposition. Die internationale Gemeinschaft verehrte in ihr die Verfechterin von Gewaltlosigkeit und Demokratie. Seit März 2016 führt Aung San Suu Kyi Myanmar, ein Land, das einen strategischen Platz in der Weltordnung einnimmt. Doch die UNO beschuldigt die "Dame von Rangun" der Untätigkeit angesichts der ethnischen Säuberungen, die die Armee an der muslimischen Minderheit der Rohingya verübt. Manche werfen ihr vor, sich zur Komplizin von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu machen. Aung San Suu Kyi, die noch vor kurzem einen Gandhi und Mandela ebenbürtigen Platz in der Geschichte beanspruchen konnte, verzichtete auf eine Stellungnahme vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Inzwischen kommen sogar unter ihren treusten Anhängern Zweifel auf. Ein amerikanischer Diplomat spricht von der "Arroganz der Macht", von einer Frau, die auf niemanden mehr hört und "wie in einer Blase lebt". Was, wenn die Wirklichkeit viel komplexer ist? Ist der demokratische Wandel nur eine Illusion? Und ist die Rohingya-Krise lediglich das Ergebnis einer riskanten großmaßstäblichen Pokerpartie zwischen nur scheinbar machtlosen Militärs und einer eleganten Dame mit einem Herzen aus Stein? Der Dokumentarfilm stellt erstmals die Aussagen von Hauptakteuren aus den beiden Lagern gegenüber, die sich seit über 20 Jahren einen erbarmungslosen Kampf liefern. In der Manier eines Polit-Thrillers gibt er schwindelerregende Einblicke in das Machtgetriebe der birmanischen Politik, wo die Grenzverläufe zwischen Gut und Böse unscharf sind, eine Tatsache die andere verschleiert und die Ereignisse zuweilen an eine griechische Tragödie erinnern.
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12:16
Mit offenen Karten INFOMAGAZIN Konflikte um die Ressource Wasser, F 2018
Wasser ist für jede Form des Lebens unentbehrlich und deshalb überaus kostbar. Doch wie steht es um die Wasservorräte der Erde? Droht bald ein Mangel? Im Fokus des Beitrags stehen strategische Fragestellungen im Zusammenhang mit dem kostbaren Nass, dessen ungerechte Verteilung sowie daraus resultierende geopolitische Konflikte.
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25:50
Xenius INFOMAGAZIN Künstliche Intelligenz - Mit KI in ein bessere Zukunft, D 2019
Künstliche Intelligenz wird häufig als dunkle Bedrohung wahrgenommen – nicht zuletzt, weil sie oft mit düsteren Szenarien in Science-Fiction-Filmen aus Hollywood assoziiert wird. Aber gibt es in unserem Alltag auch KI, die uns helfen, wirkliche Probleme zu bewältigen und unser Leben ernsthaft zu verbessern? Die „Xenius“-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner haben sich auf die Suche gemacht und interessante KI-Modelle gefunden, die sogar schon funktionieren. Dazu zählen zum Beispiel lernende Handprothesen, die Menschen wieder mit Gefühl greifen lassen, oder Maschinen, die lernen, die Welt so zu sehen wie wir Menschen. Und auch beim Kampf gegen den Klimawandel kann KI nützlich sein: Die beiden Moderatoren versuchen in der Sendung, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein Haus klimafreundlich zu renovieren. Auf Basis von Hunderttausenden bereits durchgeführten Renovierungen und dank intelligenter Algorithmen macht eine Smartphone-App den beiden dafür ganz konkrete Vorschläge.
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26:15
Xenius INFOMAGAZIN KI - Wo kann uns künstliche Intelligenz schaden?, D 2019
Künstliche Intelligenz ist eines der großen Forschungsfelder der Zukunft: Computer, die selbstständig lernen, Entscheidungen treffen und danach handeln können. Das weckt große Hoffnungen – aber auch große Ängste. Was, wenn uns KI auch schaden könnte, uns beeinflussen oder sogar hinters Licht führen könnte? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind in Straßburg, um der künstlichen Intelligenz auf den Zahn zu fühlen. Dort entwickelt das Start-up-Unternehmen CandyVoice eine KI, die menschliche Stimmen klonen kann. Wie gut kann man Menschen damit täuschen? Das versuchen die „Xenius“-Moderatoren herauszufinden, indem sie anderen mit Hilfe der künstlichen Stimmen Streiche spielen – ein bisschen Spaß muss schließlich sein. Was aber passiert, wenn Kriminelle diese Technologie in die Finger bekommen? Und wie groß ist die Gefahr, wenn KI mittlerweile sogar Handschriften fälschen kann? Außerdem geht „Xenius“ der Frage nach, wie zuverlässig computergenerierte Algorithmen sind, die uns automatisch auf Fotos erkennen oder unsere voraussichtliche Kreditwürdigkeit prognostizieren. Denn mehr und mehr wird klar: Algorithmen ziehen häufig aus ihren Datensätzen falsche Schlüsse und können uns damit erheblichen Schaden zufügen. Aber kann man einer KI so etwas wie Moral beibringen?
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