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Doku
Suzette Baker weigerte sich, Bücher aus ihrem Bestand zu entfernen. Daraufhin wurde die Bibliotheksleiterin und US-Army-Veteranin entlassen. ZDF/Courtesy of Dogwoof & TH
Hüterinnen der Demokratie: Viele Bibliothekarinnen stellen sich trotz Drohungen gegen die Zensur und kämpfen für geistige Freiheit. ZDF/Courtesy of Dogwoof & TH
Allein 2025 wurden Tausende Bücher aus Schulbibliotheken entfernt. Es sind vor allem Werke verboten, die sich mit Rassismus, Sexualität und LGBTQ+-Themen befassen. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Texas und Florida. ZDF/Courtesy of Dogwoof & TH
Bibliothekarinnen in den USA fürchten um ihre persönliche Sicherheit. ZDF/Courtesy of Dogwoof & TH

Verbotene Bücher

Kulturkampf in den USA

  • 86'
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Gesellschaft und Politik

Inhalt

An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontakts mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf "obszöne" und "rassistische" Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor "Pornografie" und allen, was bei ihnen "Unbehagen" oder "Schuldgefühle" hervorrufen könnte, geschützt werden müssten - indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen "Moms for Liberty" haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher wurden beanstandet, immer gezielter wurden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen - sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und Widerstand geleistet, sich organisiert und gekämpft. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Die Dokumentation "Verbotene Bücher" erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.

Sendungsinfos

VPS: 27.05.2026 20:15, Stereo
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