ARTE
ARTE Sa 11.07.
Doku
Akranes ist ein Fischerdorf an der isländischen Westküste. Die Bucht von Faxaflói ist das Tor zu reichen Fischgründen. ARTE
Die Seegurke, auch Holothurie genannt, ist ein erstaunliches Tier, das in allen Ozeanen der Welt in über 1.600 Arten vorkommt. ARTE
Die "EBBI" ist das Schiff von Kapitän Eymar Ernarsson. Sein Boot startet vom Hafen von Akranes zu den reichen Fischgründen. ARTE
Eymar Ernarsson fischt seit über 68 Jahren vor der Küste der isländischen Westküste. Seit kurzem ist auch er auf der Jagd nach dem neuen Schatz der Meere: der Seegurke. ARTE
Eymar Ernarsson (li.) und Bergur Garðarsson (re.) sind beste Freunde. Zusammen fischen sie den neuen Schatz der isländischen Meere: die Seegurke. ARTE
Eymar Ernarsson, Marino Jóhannesson und Bergur Garðarsson (v.l.) sind die Crew der ?EBBI?, eines für den Fang von Seegurken umgebauten Bootes. ARTE

360° Reportage

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Island, seltsame Schätze aus dem Meer

  • D 2023
  • 52'
Reportagereihe Auf den Meeren Islands haben die Fischer jahrhundertelang mit ihren Booten und Schiffen nach immer demselben Schatz gesucht, dem Kabeljau. Seit einigen Jahren aber weckt ein weiterer Meeresbewohner Begehrlichkeiten. Es ist ein seltsames anmutendes Tier: die Seegurke, auch Holothurie genannt.

Inhalt

Im Fischerdorf Akranes, an der isländischen Westküste, bereitet sich der alte Fischer Eymar mit seiner kleinen Crew darauf vor, in See zu stechen. Der Fischfang unterliegt hier strengen Fangquoten, die jedes Jahr neu vom Fischereiministerium festgelegt werden. So sollen die Ressourcen geschützt werden. Die Zahl der Fischer nimmt stetig ab, denn nur noch wenige von ihnen besitzen diese begehrten Fanglizenzen. Sie werden von Generation zu Generation weitervererbt oder aber von den Familien weiterverkauft - zu Preisen, die für junge Nachwuchsfischer oft unerschwinglich sind. So ist der Fischfang in den Händen weniger Familien. Zu ihnen gehört Bootsbesitzer Eymar, der seit fast siebzig Jahren als Fischer arbeitet. Als kleiner, unabhängiger Anbieter hat er Anspruch auf 150 Tonnen Kabeljau und 30 Tonnen Seegurke pro Jahr. Für den Kabeljau braucht er etwa 16 Tage, für die Holothurien vier. Das heißt, dass er in knapp 20 Tagen sein jährliches Soll erfüllt hat und damit auch über die Runden kommt. Vor allem dank der Seegurken und der steigenden Nachfrage nach ihnen: Ihr Preis ist in den vergangenen Jahren gestiegen und liegt derzeit bei 90 Cent pro Kilogramm. Das rechnet sich bei 30 Tonnen. Abnehmer sind vor allem Kunden in China, wo Holothurien als Delikatesse gelten. Auch die Pharmaindustrie interessiert sich für die ungewöhnlichen Tiere aus der Tiefe. Ein Ende des lukrativen Seegurken-Booms ist nicht in Sicht.

Sendungsinfos

Regie: Vincent Froehly Untertitel, Stereo
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN