ARTE
ARTE Sa 04.07.
Doku

ARTE Reportage

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

USA / Kuba

  • D, F 2026
  • 52'
Reportagereihe (1) USA: Gesundheitsminister und Impfskeptiker Robert Kennedy Jr. besiegelte seine Allianz mit Donald Trump schon während der Wahl-Kampagne 2024 mit der Gründung der Bewegung Maha (Make America Healthy Again). (2) Kuba: Für Touristen aus dem Westen ist Kuba das Vintage-Paradies im Herzen der Karibik. Wie die Einheimischen unter der Wirtschaftskrise leiden, sehen sie kaum.

Themen


USA: Das Anti-Impf-Fieber: Angeregt von einer Anti-Impf-Stimmung, die seit der Covid-19-Pandemie in seiner Wählerschaft immer weiter um sich greift, beauftragte Donald Trump RFK Jr. mit der Reform der Impfpolitik der USA. Dieser reduziert Impfempfehlungen und Forschungsprogramme für neue Impfstoffe. Für ihn sind die RNA-Messenger-Impfstoffe gesundheitsschädlich, also nicht förderungsfähig. Die Maha-Revolution beunruhigt viele renommierte Wissenschaftler. Sie fürchten die Rückkehr tödlicher ansteckender Krankheiten, die seit Jahrzehnten ausgestorben sind. Florida versteht sich als Maha-Labor, angefeuert von einer Anti-Impf-Rhetorik, die im Weißen Haus hochwillkommen ist.

Kuba: Krise im Vintage-Paradies: Im Jahr 2025 wissen zu viele der 11 Millionen Kubanerinnen und Kubaner nicht, wie sie täglich über die Runden kommen sollen, angesichts einer Inflation bei über 1.000 Prozent. Vor jedem Marktstand drängen sich endlose Warteschlangen, in den Apotheken und Gesundheitszentren sind die Regale leer, die alten Häuser sind vom Einsturz bedroht, die Treibstoffpreise sind exorbitant, täglich drohen Stromausfälle. Die Bevölkerung hat eigentlich nur eine Wahl, raus aus Kuba. In einem halbherzigen Versuch, die Krise einzudämmen, erlaubte die Regierung 2021 die Gründung von Privatunternehmen, den sogenannten Mipymes. Die Produkte in diesen Geschäften sind für Kubaner ohne Verwandte im Ausland, die ihnen Devisen schicken, allerdings unerschwinglich: Eine Schachtel mit sechs Eiern kostet dort einen kubanischen Monatslohn. Gleich nach der Covid-Pandemie reformierte die Regierung die Währung, um damit die Wirtschaft anzukurbeln, doch das Gegenteil ist eingetreten.

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