Grand Canyon - Abenteuer Erdgeschichte (Wh.)
DOKUMENTATION, F 2024
Mit offenen Karten (Wh.)
INFOMAGAZIN, F 2025
ARTE
Sa 16.05.
Doku
ARTE Reportage
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Grönland / Kambodscha
- D, F 2026
- 52'
Reportagereihe
(1) Grönland: Stolz darauf, Inuit zu sein
Drei Frauen reden über ihren Stolz, zum Volk der Inuit zu gehören. Sie stellen ihre indigene Identität in den Mittelpunkt ihres Lebens. Und sie leiten daraus politische Forderungen ab, gegenüber der Regierung in Dänemark, aber vor allem angesichts Donald Trumps Annexionsfantasien.
(2) Kambodscha: Blut klebt an ihren Ziegeln
Kambodscha boomt: In der Hauptstadt Phnom Penh wird ein Hochhaus nach dem anderen gebaut. Dafür wird Nachschub an Baumaterial benötigt, vor allem Ziegelsteine. In den Ziegeleien schuften deshalb in Schuldknechtschaft gehaltene Arbeiter Tag und Nacht.
Themen
Grönland: Stolz darauf, Inuit zu sein: Donald Trumps Wunsch, Grönland für die USA zu annektieren, empört die 57.000 Einwohner noch immer. Andererseits rückten Trumps Gelüste aber auch den Wunsch der Grönländer in Licht der Öffentlichkeit, sich endlich von Dänemark zu emanzipieren, dessen selbstverwalteter politischer Bestandteil sie bis heute sind. Diese Bewegung wird in erster Linie von Frauen getragen. Sie wollen die Werte und die Traditionen der Inuit wiederbeleben, die die dänische Kolonialmacht einst auslöschen wollte: ihre Sprache, ihre Philosophie, ihre Beziehung zur Natur und ihre Kunst. Sie leben all das wieder und sie zeigen es stolz im Alltag, in den sozialen Netzwerken und am Körper. Drei Inuit-Frauen erzählen davon, wie sie als postkoloniale Generation davon träumen, ein weltoffenes Land aufzubauen, aber eines, das ihnen gleicht. Ihr Ziel ist die Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark.
Kambodscha: Blut klebt an ihren Ziegeln: Die Ziegelindustrie in Phnom Penh stellt vor allem Bauern ein, die ihr Land verlassen mussten; weil der Klimawandel ihre Felder austrocknete. Diese Bauern sind eine leichte Beute für die Ziegeleibesitzer und ihr System der Schuldknechtschaft. Sie erhalten von ihren Arbeitgebern Vorschüsse oder Kredite, auch um alte Schulden zu begleichen, die sie dann abarbeiten sollen. In aller Regel gelingt ihnen das nicht, denn die Löhne sind winzig und die Lebenshaltungskosten hoch. Ganze Familien schuften als Sklaven eines Systems, das sie Tag für Tag fester an die Ziegeleien bindet. Die Arbeiter leben in den Fabriken in Baracken, ihre Kinder schuften heimlich mit, Arbeitsunfälle werden verschwiegen und vertuscht. Die Arbeitgeber sitzen auch dank des Wirtschaftsbooms am längeren Hebel und werden so gut wie nie zur Rechenschaft gezogen.
Sendungsinfos
Stereo