Mit offenen Karten (Wh.)
INFOMAGAZIN Asien und Afrika: Stärken und Schwächen, F 2026
ARTE Journal
NACHRICHTEN, D, F 2026
ARTE
Sa 03.10.
Doku
ARTE Reportage
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Brasilien / USA
- D, F 2026
- 52'
Reportagereihe
(1) Brasilien: Die in Brasilien geborene Reporterin Miyuki Droz Aramaki hat japanische Wurzeln. Sie fragt sich, warum ein Teil ihrer Familie im Oktober 2026 für Bolsonaro stimmen will.
(2) USA: Im Jahr 2024 wählte ein Großteil der Amerikaner mit lateinamerikanischen Wurzeln Donald Trump. Doch kurz vor den Midterm-Wahlen 2026, bricht seine Beliebtheit bei den Hispanics stark ein.
Inhalt
(1) Brasilien: Mein Onkel wählt Bolsonaro
Miyuki Droz Aramaki erzählt die Geschichte ihrer Familie, von der Ankunft ihrer Vorfahren als japanische Einwanderer in Brasilien vor fast einem Jahrhundert bis zum Engagement ihrer Mutter gegen die Militärdiktatur in den 70er-Jahren. Die Idee für die Reportage kam ihr aufgrund der WhatsApp-Familiengruppe, in der ihr Onkel seit Jahren Videos zugunsten von Bolsonaro teilt. Sie erhielt den Eindruck, dass ihre Angehörigen mit populistischen Videos und Aufrufen zur Stimmabgabe für die extreme Rechte überschwemmt werden.
Die Reportage drehte sie mit Bolsonaristen der jüngeren Generation und besuchte politische Influencer. Sie traf Familien in bescheidenen Verhältnissen, die gegen die Regierung Lula und für die extreme Rechte stimmen wollen, und einen jungen Aktivisten, der dem Bolsonarismus den Rücken kehrt. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Luiz Inácio Lula da Silva, dem Anführer der brasilianischen Linken, und dem rechtsextremen Flavio Bolsonaro, voraus.
(2) USA: Trump und die Liebe der Latinos
Trumps Beliebtheit bei den Hispanics hat stark abgenommen. Gründe dafür sind unter anderem die Wirtschaft, denn das "golden Age", das er versprochen hatte, ist nicht eingetroffen. Hinzu kommen die ICE-Razzien, die in den Latino-Vierteln Angst säen. US-Bürger, die festgenommen werden, weil sie "mexikanisch aussehen" und Arbeitnehmer, die sich nicht mehr auf die Straße trauen … Einige seiner ehemaligen Wähler werfen Trump vor, mit ICE zu weit gegangen zu sein.
Werden die Latinos deshalb zu den Demokraten zurückkehren? Nicht unbedingt. Viele, die von beiden politischen Parteien enttäuscht sind, neigen dazu, sich ihrer Stimme zu enthalten. Fast 15 Prozent der amerikanischen Wähler sind Latinos: eine entscheidende Wählerschaft für den Ausgang der Zwischenwahlen.
Sendungsinfos
Stereo