ARTE
ARTE Mo 27.04.
Film
Mihkkal (Gard Emil, li.) und Piera (Beaska Niillas, re.) sind bei den Samen-Demonstranten an vorderster Front aktiv. ZDF
Ester (Ella Marie Hætta Isaksen, li.) lernt im Austausch mit der Aktivistin Risten (Sofia Jannok, re.), ihre samische Identität zu akzeptieren, um für die Rechte ihres Volkes zu kämpfen. ZDF
Ester (Ella Marie Hætta Isaksen) und ihr Cousin Mihkkal (Gard Emil) sind sich nicht immer einig bei den Planungen zu Protestaktionen und Informationskampagnen. ZDF
Ester (Ella Marie Hætta Isaksen) beteiligt sich am Hungerstreik der Samen-Protestbewegung. ZDF
Ester (Ella Marie Hætta Isaksen) erkennt, dass der Fluss für die Samen eine ganz besondere und wichtige Bedeutung hat. ZDF

Ellos eatnu - Der Fluss soll leben

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • FIN, N, S 2023
  • 113'
Drama Sommer 1979: Wie viele Saminnen und Samen verheimlicht Ester ihre Herkunft - anders als ihr Cousin Mihkkal. Er bringt sie zu einem Protestcamp gegen die brutale Diskriminierung ihres Volkes. Ester fühlt sich immer mehr zugehörig, doch die Konfrontationen mit Polizei und Politik eskalieren. Ein Überlebenskampf beginnt: Ester muss sich entscheiden. Dokudrama von Ole Giæver, 2023.
Mit Ella Marie Hætta Isaksen, Gard Emil, Sofia Jannok, Beaska Niillas

Inhalt

Im Sommer 1979 zieht Ester nach Alta in Nordnorwegen, um dort an einer Grundschule zu unterrichten. Wie viele Saminnen und Samen zu dieser Zeit schämt sie sich für ihre Herkunft und verbirgt ihre ethnische Zugehörigkeit. Sie unternimmt große Anstrengungen, um sich anzupassen, und lacht sogar bei abfälligen, diskriminierenden Witzen mit. Als ihr Cousin Mihkkal sie zu einem Camp am Fluss Alta mitnimmt, wo Menschen gegen den Bau eines Staudamms demonstrieren, erfährt Ester, dass der Kampf um den Fluss auch eine Revolte gegen den brutalen Rassismus und die Diskriminierung ihres indigenen Volkes ist. Nach einer heftigen Konfrontation mit der Polizei beschließen Mihkkal und einige andere, nach Oslo zu fahren, um vor dem Parlament in den Hungerstreik zu treten. Nun hat Ester verstanden, was auf dem Spiel steht, und erkennt, dass es Zeit ist, Stellung zu beziehen ... "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" ist ein Spielfilm, der auf wahren Begebenheiten basiert. Diese wurden als "Alta-Konflikt" bekannt und inspirierten eine ganze Generation junger Norweger dazu, sich zu engagieren. Eine packende und bewegende Darstellung des bis heute andauernden Überlebenskampfes der in Norwegen marginalisierten indigenen Bevölkerung der Samen. Die Hauptrolle besetzte Regisseur Ole Giæver mit der samischen Musikerin und Aktivistin Ella Marie Hætta Isaksen.

Hintergrund

Der 1977 im norwegischen Tromsø geborene Ole Giæver studierte an der Nordland Kunst- und Filmhochschule auf den Lofoten und an der Konstfack Kunsthochschule in Stockholm. Sein Spielfilmdebüt "The Mountain" lief 2011 im Berlinale-Panorama, sein nächster Film "Out of Nature" lief 2015 ebenfalls dort und erhielt die Auszeichnung Europa Cinemas Label. 2023 eröffnete "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" das Tromsø International Film Festival und gewann den Publikumspreis. Beim Göteborg Film Festival folgten der FIPRESCI-Preis und ebenso der Publikumspreis. Zudem erhielt der Film in Haugesund drei Amanda-Filmpreise, für Gard Emil in der Rolle des Mihkkal, für die Regie von Ole Giæver und den Hauptpreis als bester Film.

Sendungsinfos

Darsteller: Ella Marie Hætta Isaksen, Gard Emil, Sofia Jannok, Beaska Niillas Regie: Ole Giæver Drehbuch: Ole Giæver Musik: Ola Fløttum, Pessi Levanto Kamera: Marius Matzow Gulbrandsen Produzent: Maria Ekerhovd Untertitel, Stereo
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