ARTE
ARTE Do 04.06.
Filmemacher Rodrigo Sorogoyen (2.v.l.) und seine hochkarätige französisch-spanische Besetzung: Luis Zahera, Denis Ménochet und Diego Anido (v.l.) ARTE F
Zwar basiert "Wie wilde Tiere" auf einer wahren Begebenheit, doch Filmemacher Rodrigo Sorogoyen (Mi.) schuf zwischen ausführlicher Recherche und erzählerischer Distanz einen eigenständigen Film zum Thema Fremdenfeindlichkeit. ARTE F
Regisseur Rodrigo Sorogoyen (2.v.l.) mit Viewfinder: Der engagierte Filmemacher gilt als Speerspitze der neuen Generation des spanischen Kinos. ARTE F
Neben Interviews mit dem Regisseur (2.v.l.), den Schauspielern und anderen Beteiligten machen Filmausschnitte, Archivmaterial und die Rückkehr an die Drehorte in Galicien erlebbar, wie der Film "Wie wilde Tiere" entstand und aufgenommen wurde. ARTE F

Es war einmal ... Wie wilde Tiere

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2025
  • 52'
Kinomagazin In seinem sozialkritischen Thriller-Drama geht der spanische Regisseur Rodrigo Sorogoyen dem Konflikt zwischen einer alteingesessenen Landbevölkerung und stadtmüden Aussteigern nach. Die Dokumentation beleuchtet die Entstehung des Films und zeichnet das Porträt eines engagierten Filmemachers, der als Speerspitze der neuen Generation des spanischen Kinos gilt.

Inhalt

Ein stadtmüdes französisches Paar lässt sich in einem abgelegenen Dorf im Nordwesten Spaniens nieder, um mit dem Verkauf von Biogemüse neu durchzustarten. Der Konflikt mit den einheimischen Nachbarn eskaliert zur Tragödie: Der Mann verschwindet und seine Frau ist überzeugt, dass er von den Nachbarn umgebracht wurde. Rodrigo Sorogoyens fünfter Film "Wie wilde Tiere" basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich vor etwa 15 Jahren in Spanien ereignete. Die Dokumentation zeigt, wie sich der Filmemacher der Problematik näherte und zwischen ausführlicher Recherche und erzählerischer Distanz einen eigenständigen Film erschuf. Die von ihm thematisierte Fremdenfeindlichkeit in benachteiligten konservativen ländlichen Gebieten ist keine spanische Eigenheit, sondern im Zuge des erstarkenden Nationalismus und Populismus ein zunehmend europäisches Phänomen. Interviews mit dem Regisseur, Schauspielern und anderen Beteiligten sowie Filmausschnitte, Archivmaterial und die Rückkehr an die Drehorte in Galizien machen erlebbar, wie der Film entstand. Neben dem packenden Drehbuch und der hochkarätigen französisch-spanischen Besetzung ist es Rodrigo Sorogoyens feinfühlige Darstellung des Konflikts zwischen den verarmten einheimischen Landwirten und den idealistischen Zugezogenen, der dem Thriller zum internationalen Erfolg verhalf. Er setzt hiermit sein eindringliches sozialkritisches Werk fort und gilt inzwischen als führender Vertreter des engagierten Genrekinos und der neuen Generation des spanischen Films.

Sendungsinfos

Regie: Pierre-Olivier François VPS: 04.06.2026 00:00, Stereo
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