ARTE
ARTE So 07.06.
Doku
Der Hortus Botanicus im niederländischen Leiden: Hier zeichneten im 17. Jahrhundert viele Künstlerinnen im Auftrag der Wissenschaft. Mit ihren Stillleben und Zeichnungen förderten sie das öffentliche Interesse an Botanik und Zoologie. SWR
Eine der Spinnenzeichnungen von Maria Sibylla Merian aus der Zeit in Suriname. In ihrem Werk "Metamorphosis insectorum surinamensium" hat sie die Lebenszyklen von Insekten und Spinnen dargestellt und ihre Artenvielfalt dokumentiert. SWR
Die "Metamorphosis insectorum surinamensium" von Maria Sibylla Merian hat die botanische Wissenschaft revolutioniert. SWR
Ausschnitt aus dem Kunstwerk "Früchtestück" (1710) von Rachel Ruysch. Ihre Kompositionen aus Blumen, Reptilien und Schmetterlingen entsprachen oft nicht der Wirklichkeit. SWR
Rachel Ruysch war zu ihrer Zeit ein Superstar der botanischen Stillleben-Malerei ? als erste Frau ist sie Mitglied der Malergilde in Den Haag. Zwar geriet sie zwischenzeitlich in Vergessenheit, doch heute hängen ihre Bilder weltweit in Museen. SWR
Ausschnitt aus einem Stillleben von Rachel Ruysch. Ihre Kompositionen aus Blumen, Reptilien und Schmetterlingen entsprachen oft nicht der Wirklichkeit. SWR

Flower Power

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Niederländische Malerinnen im 17. Jahrhundert

  • D 2026
  • 52'
Dokumentation Im 17. Jahrhundert bewirkten die Naturwissenschaften, dass niederländische Malerinnen Reptilien und Insekten in ihre Kunst holten. Frauen wie Maria Sibylla Merian, Alida Withoos und Maria Moninckx haben die Botanik und Zoologie mit ihren Bildern vorangetrieben. Zwischenzeitlich waren sie beinahe vergessen, nun hängen ihre Werke in vielen bedeutenden Museen weltweit.

Inhalt

Sie waren Pionierinnen, die Stillleben und Zeichnungen für die Wissenschaft lieferten: Rachel Ruysch, Maria Sibylla Merian, Alida Withoos, Clara Peeters, Margareta de Heer oder Maria Moninckx. Sie holten im 17. Jahrhundert das tierische Leben in ihre Bilder und waren die ersten Dokumentaristinnen von Naturkunde und Artenvielfalt, ein damals gänzlich unbekannter Begriff. Das aufkommende große wissenschaftliche Interesse an Zoologie und Botanik führte dazu, dass niederländische Missionare große Mengen an Daten zur Natur der eroberten Territorien sammelten und diese Funde nach ihrer Rückkehr veröffentlichten - oft mithilfe der Bilder dieser Künstlerinnen. Sie hatten große Bedeutung für den damaligen Kunstbetrieb in Amsterdam, denn der wirtschaftliche Erfolg und Reichtum der Niederlande seinerzeit ist auch eine Erzählung von Kunst, Kultur und Kolonialgeschichte. Während die erfolgreichen Künstlerinnen zwischenzeitlich zum großen Teil vergessen waren, wird ihr Werk heute neu gewürdigt, und ihre Bilder sind weltweit in Museen zu sehen.

Sendungsinfos

Regie: Susanne Brand Untertitel, Stereo
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