ARTE
ARTE Mo 08.06.
Film
(Erstaufführung Italien (Vorpremiere): 20.03.2002) ARD
(Erstaufführung Italien (Vorpremiere): 20.03.2002) ARD
Der neunjährige Michele (Giuseppe Cristiano) macht eine grausige Entdeckung. ARD
Der kleine Filippo (Mattia Di Pierro) wird von seinen Peinigern wie ein Tier gefangen gehalten. ARD
Felice (Giorgio Careccia) ARD
Michele (Giuseppe Cristiano, li.) und Filippo (Mattia Di Pierro, re.) im Heu ARD
Mit fantasievollen Spielereien vertreiben sich Michele (Giuseppe Cristiano, Mi.) und seine Freunde die Zeit. ARD

Ich habe keine Angst

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • GB, I, E 2003
  • 95'
Drama In der Nähe seines süditalienischen Dorfes macht der kleine Michele eine erschreckende und faszinierende Entdeckung: In einem Erdloch findet er einen Jungen, der dort offenbar seit langer Zeit gefangen gehalten wird. Michele versorgt seinen neuen Freund heimlich mit Nahrung und schmiedet einen Plan, um ihn zu befreien. Spannendes Jugenddrama.
Mit Giuseppe Cristiano, Aitana Sánchez-Gijón, Dino Abbrescia, Giorgio Careccia, Mattia Di Pierro, Adriana Conserva, Fabio Tetta, Giulia Matturo, Stefano Biase

Inhalt

Italien, 1978: Das gesamte Leben im süditalienischen Apulien scheint in der brütenden Hitze des Sommers fast stillzustehen. In einem kleinen Dorf, dessen wenige Häuser wie verloren zwischen endlosen Weizenfeldern liegen, lebt der neunjährige Michele mit seinen Eltern und seiner Schwester Maria. Während die Erwachsenen vergeblich versuchen, der Hitze zu entgehen, durchstöbern Michele und seine Freunde die Gegend nach Abwechslung und Abenteuern. Auf einem dieser Streifzüge entdeckt der Junge beim Spielen in der Nähe eines verlassenen Gutshauses ein tiefes Loch im Erdboden. Neugierig inspiziert Michele die geheimnisvolle Grube - und macht in der Dunkelheit plötzlich eine gespenstische Gestalt aus. Voller Entsetzen ergreift er die Flucht. Doch die bizarre Begegnung lässt ihm keine Ruhe. Vorsichtig schleicht er sich zu dem Loch zurück und erkennt: Ein Junge wird wie ein Tier in der dunklen Grube gefangen gehalten. Die Finsternis, die Isolation und die Angst haben den Jungen zermürbt; er kann sich kaum mehr klar ausdrücken und ist überzeugt davon, bereits tot zu sein. Michele, der den verwilderten Filippo fortan mit Nahrung versorgt, traut sich nicht, mit seinen Eltern oder seinen Freunden über seine unheimliche Entdeckung zu sprechen. Schließlich kommt er dahinter, dass Männer aus seinem Dorf, darunter auch sein Vater Pino, hinter der ebenso grausamen wie mysteriösen Tat stecken. Fest entschlossen, dem Jungen zu helfen, startet Michele eine gefährliche Rettungsaktion.

Hintergrund

Gabriele Salvatores feierte seinen internationalen Durchbruch mit dem Kriegsdrama "Mediterraneo", das 1992 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. "Ich habe keine Angst" lief 2003 erfolgreich im Wettbewerb der Berlinale; 2004 wurde Salvatores in die internationale Jury berufen. Im selben Jahr wurde "Ich habe keine Angst" bei den italienischen Filmpreisen David di Donatello für die beste Kamera und als bester Jugendfilm ausgezeichnet. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Niccolò Ammaniti, der auch als Koautor am Drehbuch mitwirkte, entfaltet eine poetische Bildsprache von großer atmosphärischer Kraft.

Sendungsinfos

Darsteller: Giuseppe Cristiano, Aitana Sánchez-Gijón, Dino Abbrescia, Giorgio Careccia, Mattia Di Pierro, Adriana Conserva, Fabio Tetta, Giulia Matturo, Stefano Biase Regie: Gabriele Salvatores Drehbuch: Francesca Marciano, Niccolò Ammaniti Musik: Ezio Bosso, Pepo Scherman Kamera: Italo Petriccione Produzent: Marco Chimenz, Giovanni Stabilini, Maurizio Totti, Riccardo Tozzi Untertitel, Hörfilm, Stereo
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