NDR
NDR Mi 27.05.
Doku

Wir Kinder der Mauer

  • 90'
Dokumentarfilm Der Tag des Mauerbaus am 13. August 1961 bestimmt auf lange Zeit das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Mehr noch als die Erwachsenen sind sie dem Geschehen total ausgeliefert, sind ohnmächtig in Bezug auf Politik und familiäre Entscheidungen. Der Film "Wir Kinder der Mauer" erzählt für Fernsehen und ARD-Mediathek sowie in einem Hörfunk-Feature und Podcast die Geschichte dieser Heranwachsenden zwischen 1961 und 1989. Das Besondere an dieser Produktion: Die Geschichte wird in ganz Deutschland verortet, denn die Geschichte der Teilung erstreckt sich über alle Landesteile in Ost und West.

Inhalt

"Wir Kinder der Mauer" ist als mulitmediales Projekt angelegt. In der ARD-Mediathek ist es als serieller dokumentarischer Schwerpunkt vorhanden, zu dem auch die True-Crime-Story "Wir Kinder der Mauer - Tod in der Ostsee" gehört. Unter dem gleichen Label sind in der ARD-Audiothek eine Podcast-Reihe und ein Hörfunk-Feature vorhanden. Ein Format als attraktives Angebot aus dem Themenfeld Geschichte, gerade auch für eine jüngere Zielgruppe. Der Tag des Mauerbaus am 13. August 1961 bestimmt auf lange Zeit das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Mehr noch als die Erwachsenen sind sie dem Geschehen total ausgeliefert, sind ohnmächtig in Bezug auf Politik und familiäre Entscheidungen. 28 Jahre lang sind Mauer und Stacheldraht eine vorgefundene Realität in ihrem Leben. Manche lehnen sich gegen ihren vorgezeichneten Lebensweg auf, andere finden sich mit der Teilung ab, die Familien auseinandergerissen, Menschen entwurzelt und Liebende getrennt hat. Unzählige junge Ostdeutsche haben Verwandte im Westen, aber mehr als gelegentliche Westpakete und hin und wieder ein Besuch sind über Jahrzehnte nicht denkbar. Die Lebenswelten entwickeln sich auseinander. Aber auch immerhin 1,25 Millionen Menschen verlassen die DDR, das Land zwischen Elbe und Oder, nach dem Mauerbau für immer. Manche sind kaum 18 Jahre alt und riskieren ihr Leben dabei. In ganz Westdeutschland von Sylt bis zum Starnberger See wachsen deshalb Kinder auf, deren Familien ostdeutsche Wurzeln haben. Und auch in umgekehrter Richtung beeinflussen familiäre Entscheidungen das Leben der Kinder: Pro Jahr gehen auch immerhin noch über 1000 Westdeutsche in die DDR, um dort dauerhaft zu leben, viele mit ihren Familien. Der Film "Wir Kinder der Mauer" von Kristin Siebert und Christian von Brockhausen erzählt für Fernsehen und ARD-Mediathek sowie in einem Hörfunk-Feature und Podcast die Geschichte dieser Heranwachsenden zwischen 1961 und 1989. Das Besondere an dieser Produktion: Die Geschichte wird in ganz Deutschland verortet, denn heutzutage denken viele beim Thema "Mauer" reflexartig an Berlin. Doch die Geschichte der Teilung erstreckt sich über alle Landesteile in Ost und West. In der ganzen Bundesrepublik sind heute Menschen verstreut, die unmittelbar vom Mauerbau und der Teilung geprägt wurden und deren Leben ohne diesen Einschnitt anders verlaufen wäre. Die Teilung, das macht die Dokumentation deutlich, ist ein gesamtdeutsches Thema, nicht nur für die Anrainer der innerdeutschen Grenze. Sie und ein gutes Dutzend weiterer Menschen erzählen ihre außergewöhnliche Geschichte, teilweise zum ersten Mal. Sie nehmen die Zuschauer*innen mit auf eine intensive Reise in die Vergangenheit, die in der Gegenwart nicht zu Ende ist.

Sendungsinfos

Regie: Christian von Brockhausen, Kristin Siebert Kamera: Sebastian Wagner, Thomas Mandl Von: Christian von Brockhausen, Kristin Siebert Untertitel, Stereo
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