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Mi 26.08.
Doku
rbb Story
Tödliche Hausbesuche - Die Mordserie eines Palliativarztes
- 45'
Dokumentation
Ein Palliativarzt als Serientäter. Der 41-jährige Berliner hat 12 Tötungen von Patienten vor Gericht gestanden, in 76 Verdachtsfällen wird noch ermittelt. Johannes M. galt als empathisch und zugewandt. Auch die Angehörigen vertrauten ihm. Wie konnte es so weit kommen und was muss sich ändern, um solche Taten künftig zu verhindern?
Inhalt
Ein talentierter Mediziner, beliebt bei Kollegen und Patienten und einer, der sich "wie aus dem Bilderbuch" um die ihm anvertrauten Menschen gekümmert habe - so beschreiben Zeugen vor Gericht den Berliner Palliativarzt Johannes M.. Er könnte für eine der größten Mordserien der deutschen Nachkriegsgeschichte verantwortlich sein. Im Prozess vor dem Landgericht Berlin wurde er wegen 15-fachen Mordes verurteilt, 12 Tötungen hat der Arzt gestanden. Das Urteil von Anfang Juli 2026 ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung hat Revision eingelegt. In 76 weiteren Verdachtsfällen wird noch ermittelt.
Johannes M. besuchte seine Patienten im Rahmen der Palliativversorgung zuhause und spritzte ihnen ohne ihr Wissen eine tödliche Substanz. In mehreren Wohnungen legte er anschließend Feuer. Dies hatte die leitende Ärztin des Pflegeteams misstrauisch gemacht, sie wandte sich an die Kripo und löste damit umfangreiche Ermittlungen aus.
Der Film begleitet Angehörige durch den Prozess. Darunter eine Mutter, die ihre 25-jährige Tochter verloren hat. Eine andere Hinterbliebene schildert den Todestag ihres Vaters und wie der Arzt sie in den Arm nahm. Zwischen der ersten angeklagten Tat und der Festnahme des Arztes vergingen fast drei Jahre. Die Autoren sprechen auch mit Experten und gehen der Frage nach, wie der Serientäter so lange unentdeckt bleiben konnte. Sie stoßen dabei auf Lücken im Gesundheitssystem.
Sendungsinfos
Von: Anne Grandjean, Jürgen Kreller, Uwe Wichert
VPS: 26.08.2026 20:14, Untertitel, Stereo
