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ZDF Di 08.09.
Doku
Alle acht Entwicklungshelfer wurden nach ihrer Befreiung am 15. November 2001 direkt in die deutsche Botschaft nach Islamabad gebracht. Dort wurden sie medizinisch versorgt. Zudem fanden erste Gespräche, auch mit Regierungsvertretern, sowie eine Pressekonferenz statt. Von links: Peter Bunch, Dayna C ZDF/Shelter Now/privat
Shelter-Now-Entwicklungshelfer Georg Taubmann war 101 Tage in den Händen der Taliban, bevor er im November 2001 freikam und gemeinsam mit seinen Mitgefangenen von amerikanischen Soldaten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion per Hubschrauber aus dem umkämpften Afghanistan gerettet wurde. ZDF/André Dekker
Zur Arbeit der Hilfsorganisation Shelter Now gehörte auch die Betreuung von Straßenkindern. Viele waren durch den Krieg zu Waisen geworden. Silke Vopel (Laura Louisa Garde, l.) und Kathrin Jelinek (Leonie Krieg, r.) basteln mit den Kindern Blumen aus Seidenpapier, um sie auf dem Basar zu verkaufen ( ZDF/ZDF, Eikon / Hardy Spitz
Georg Taubmann (Moritz Führmann, l.) und sein afghanischer Mitarbeiter werden in Kabul von Talibankämpfern, bewaffnet mit Kalaschnikows, am 5. August verhaftet. (Spielszene, Komparsen im Bild) ZDF/ZDF, Eikon / Hardy Spitz
Von rechts: Dayna Curry (Janka Claassen), Heather Mercer (Kara Edenberg), Diana Thomas (Maju Margrit Sartorius), Silke Vopel (Laura Louisa Garde), Kathrin Jelinek (Leonie Krieg) und Margrit Stebner (Stephanie Petrowitz) - Sie werden von den Taliban in ein spezielles Frauengefängnis gebracht. Nach wi ZDF/ZDF, Eikon / Hardy Spitz
Joschka Fischer, damals Bundesaußenminister, war eng in die Krisenkommunikation eingebunden. Er bestätigt im Interview, dass es Gespräche mit den Taliban übe die Freilassung der Geiseln gab. Zu Details, zum Beispiel über die Frage, ob Lösegeld gezahlt wurde, mochte er sich auch 25 Jahre später abe ZDF/Gordon Volk
Silke Vopel (Laura Louisa Garde) spricht mit einem Mädchen (Komparsin) während des Blumenbastelns über deren Kette mit einem Medaillon. Das Mädchen sagt, sie trage immer ein Foto ihrer Mutter bei sich. Silke Vopel erkennt allerdings: Die Person auf dem Foto ist die Mona Lisa.(Spielszene) ZDF/ZDF, Eikon / Hardy Spitz
Dieses heimlich aufgenommene Foto zeigt Georg Taubmann (l.) und Peter Bunch (r.) beim Essen in ihrer kargen Zelle im ersten Gefängnis in Kabul. ZDF/Shelter Now/privat
Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer und 16 Ortskräfte in Afghanistan verhaftet, darunter auch Kathrin Jelinek (Leonie Krieg). Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert 9/11 alles. ZDF/Philipp Sichler/Sebastia

9/11 - Die Geiseln des Terrors

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Gefangen in Kabul

  • D 2026
  • 44'
Dokumentation
Mit Moritz Führmann, Jeff Burell, Laura Louisa Garde, Leonie Krieg, Kara Edenberg, Stephanie Petrowitz, Maju Margrit Sartorius, Andreas Schröders, Nicolas Handwerker, Elmira Rafizadeh, Janka Claassen

Inhalt

Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert der 11. September 2001 alles. Während die USA den Taliban mit Krieg drohen, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten. Das Dokudrama zeichnet ihre über 100 Tage andauernde Haft mit Interviews und Zeitzeugenberichten nach. Spielszenen erzählen von Angst, Hoffnung und Überleben. Die Inhaftierten gehören der Hilfsorganisation Shelter Now International an, darunter Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Auch 16 Ortskräfte werden gefangen genommen. Sie erleben die unmenschlichen Haftbedingungen in Afghanistan und einen Schauprozess. Doch nach dem 11. September ändert sich ihre Lage. Faktisch sind die Entwicklungshelfer nun Geiseln. Die USA fordern vom Regime in Kabul, Bin Laden auszuliefern, die Terrorcamps von Al Qaida zu schließen und die Entwicklungshelfer freizulassen. In dieser Situation drohen die Geiseln zum Spielball der Mächte zu werden. Aus der Zeit ihrer Gefangenschaft gibt es nur wenige Fotos, keine Videoaufnahmen und keine weiteren Unterlagen. Um die Angst, Verzweiflung und Hoffnung dieser Wochen glaubwürdig zu erzählen, nutzt der Film teilweise die Mittel des Spielfilms. Die mehr als 100 Tage dauernde Haft wird zudem auf Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten dokumentarisch nacherzählt. Durch diese Kombination wird die damalige Zeit wieder erlebbar. Speziell für den Film haben bekannte Darstellerinnen und Darsteller wie Moritz Führmann und Laura Louisa Garde Dialoge in den in Afghanistan üblichen Sprachen Dari und Paschtu gelernt. Dadurch entsteht eine authentische Nähe zum damaligen Geschehen. Einige der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer kehren bereits 2002 nach Afghanistan zurück. Für sie steht fest: Die vielen, teils sehr schönen Momente während ihrer Zeit in Afghanistan, die entstandenen Freundschaften und die selbstlose Hilfe afghanischer Mitgefangener lassen ihre Liebe zu dem Land und seinen Menschen nicht erlöschen. Teil eins des Dokudramas erzählt die Geschichte von der Gefangennahme über den Schauprozess bis hin zu den Anschlägen vom 11. September. Teil zwei "9/11: Die Geiseln des Terrors - 105 Tage" wird Donnerstag, 9. September 2026, um 1.45 Uhr ausgestrahlt. Erzählt wird die Geschichte nach den Anschlägen des 11. Septembers bis zur Freilassung der Gefangenen im November 2001.

Sendungsinfos

Darsteller: Moritz Führmann, Jeff Burell, Laura Louisa Garde, Leonie Krieg, Kara Edenberg, Stephanie Petrowitz, Maju Margrit Sartorius, Andreas Schröders, Nicolas Handwerker, Elmira Rafizadeh, Janka Claassen Kamera: Philipp Sichle, Gordon Volk, Hannes Wichmann, André Dekker Von: Sabine Bernardi, Ingo Helm VPS: 08.09.2026 20:15, Untertitel, Stereo
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