ZDF
ZDF Do 11.06.
Doku
Die Weltmacht USA feiert ihre Unabhängigkeit und das Versprechen von "Justice and Liberty for all". Doch was bleibt davon übrig in einer Zeit der Spaltung der Gesellschaft und gebrochenen Ideale? Kann und will Amerika noch Vorbild sein und der Verantwortung gerecht werden, die damit verbunden ist? F ZDF/Alex Foster, Studio Frit
Inwiefern hat die Weltmacht USA jemals politische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung über ihre Grenzen hinaus übernommen? Hat die Trump-Regierung einen Kurswechsel vollzogen? Ariane R. und ihr Sohn mussten aus Venezuela flüchten und hatten bereits eine Zusage für Asyl in den USA - bis Donald ZDF/Jan Tenhaven, Beetz Brot
Auch in seiner zweiten Amtszeit spaltet Donald Trump das Land, das über Jahrzehnte als Vorbild in der westlichen Welt fungierte. Auch in Washington demonstrieren die Bürger gegen den US-Präsidenten, dessen Politik die Gräben in der Gesellschaft offensichtlich weiter vertieft. ZDF/Jens Strohschnieder, Bee
Einbahnstraße? Zwei "One Way"-Schilder weisen in gegensätzliche Richtungen - Sinnbild einer Nation, in der politische Kompromisse der Vergangenheit angehören? ZDF/Jens Strohschnieder, Bee

Amerika - Traum und Wirklichkeit

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Macht

  • D 2026
  • 44'
Land und Leute

Inhalt

Die Supermacht USA wurde zugleich zum Vorbild wie zum Feindbild. Die dritte Folge der Doku-Reihe fragt: Welche Verantwortung erwächst aus dieser Macht? Werden die USA ihr gerecht? Amerika hat weltweit Politik, Wirtschaft und Kultur geprägt. Die United States of America verstanden sich als Vorreiter der Demokratie. Aber was bleibt vom American Dream, wenn das Land mit innerer Spaltung, Vertrauensverlust und globalem Gegenwind ringt? 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung bröckelt das moralische Fundament. Die ZDF-Doku erzählt spannende Geschichten aus den USA und schlägt den Bogen in die Vergangenheit. Expertinnen und Experten liefern tiefer gehende Analysen. Wie gelingt der Spagat zwischen Interessen und Idealen, wenn Präsident Trump Millionen Menschen im Iran mit dem Tod droht? Zum ersten Mal scheinen nicht Sicherheit und Demokratie im Vordergrund zu stehen, sondern reine Dominanz. Die Doku spürt der Frage nach, inwieweit auch in der Vergangenheit, sei es im Vietnamkrieg, im Irakkrieg oder auch im "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan, militärische und machtpolitische Überlegenheit als treibende Kraft wirkte. Dave Guerra war als Soldat in den 1980er-Jahren in Deutschland stationiert. Seine Familie ist voller Soldaten: Beide Großväter waren im Zweiten Weltkrieg, ein Onkel in Vietnam, ein anderer in Korea. Hunderttausende US-amerikanische Soldaten vertreten bis heute US-Interessen im Ausland. Was heißt es, diese Macht in die Welt zu tragen? Und was verändert sich, wenn Soldaten nicht mehr heimkehren, weil sie im Krieg gefallen sind? Gerät die Supermacht da an ihre Grenzen? Inwiefern hat sich das positive Bild über Amerika ins Negative gekehrt? Mit dem Aufstieg der "America First"-Bewegung verschieben sich auch die Machtverhältnisse im Inneren. Big Tech ist aus den USA nicht mehr wegzudenken, die Digitalisierung wird zum wichtigsten Schlachtfeld der Supermacht. Im Silicon Valley sitzen die neuen Generäle. Der ehemalige Vize-CEO von Google, Sebastian Thrun, war Teil dieser immens erfolgreichen Entwicklung. Die Geschichte der von ihm mitentwickelten autonom fahrenden Taxis in San Francisco steht stellvertretend für das technologische Know-how und die wirtschaftliche Macht, auf denen die Vereinigten Staaten ihren Wohlstand gründen und mit denen sie ihre Dominanz festigen. Über Jahrzehnte festigen die USA ihre weltweite Präsenz auch mit Hilfsprogrammen. Unter Trump kippte dieses Gleichgewicht. In der Hauptstadt von Ecuador werden Zuschüsse für ein Schutzhaus für Mädchen gestrichen. Zur gleichen Zeit lässt US-Präsident Donald Trump seinen Amtskollegen von Venezuela, Nicolás Maduro, festnehmen. Jose Antonio Colina ist Ex-Militär und wurde von der venezolanischen Regierung mit dem Tod bedroht. Er sieht in Trump einen Befreier. Die alte Monroe-Doktrin lebt - Amerika als Weltpolizist. Aber greift das Land ein, wo es um Menschenrechte geht - oder wo es ökonomische Interessen verfolgt? Die Historikerin Jill Lepore beschreibt die amerikanische Außenpolitik als ständigen Balanceakt zwischen Idealismus und Interessenspolitik. Der Historiker Volker Depkat weist darauf hin, dass US-Interventionen immer auch von innenpolitischen Konflikten geprägt waren - vom Vietnamkrieg bis zum "Krieg gegen den Terror". ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen beobachtet von Washington aus, wie sich Amerika verändert. Die ZDF-Dokumentation begleitet ihn bei seiner Arbeit in der Hauptstadt der USA. Theveßen warnt: Wenn Amerika seine eigenen Werte verrate und sich in ein autoritäres System verwandele, "verliert es seine Strahlkraft als Leuchtfeuer der Freiheit".

Sendungsinfos

Kamera: Alex Forster, Alexander Gheorgiu, Sam Shinn, Thomas Eirich-Schneider Von: Jens Strohschnieder, Jan Tenhaven VPS: 11.06.2026 02:45, Untertitel, Stereo
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