ZDF
ZDF So 21.06.
Doku
"Greenwashed? LEGO: Wie grün sind die bunten Steine?": LEGO ist ein Kindheitstraum. LEGO ist Love. Doch die bunten Steine bestehen vor allem aus Plastik! Der Spielwarenkonzern arbeitet an nachhaltigen Alternativen. Aber klappt das? ZDF/Bewegte Zeiten & ZDF
Sherif Rizkallah besucht das LEGOLAND Discovery Centre in Oberhausen und badet in einem Meer aus LEGO-Steinen. ZDF/Sven Brandhuber
Sherif Rizkallah besucht in Brasilien Zuckerrohrplantagen und schaut sich an, wo der Rohstoff für Bioplastik herkommt. ZDF/Eduardo Duwe
Sherif Rizkallah besucht das LEGOLAND Discovery Centre in Oberhausen und schaut sich die bunten Steinchen mal genauer an. ZDF/Leonard Bendix
Sherif Rizkallah besucht in Brasilien Zuckerrohrplantagen und schaut sich an, wo der Rohstoff für Bioplastik herkommt. ZDF/Eduardo Duwe
Sherif Rizkallah besucht die Mammoth-Anlage von Climeworks auf Island. Hier wird CO2 aus der Luft gesaugt um es im Boden zu speichern. ZDF/Felix Korfmann

Greenwashed? LEGO: Wie grün sind die bunten Steine?

Das ZDF Programm (Zweite Deutsche Fernsehen) bietet Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung.  Sendung verpasst? In der ZDFmediathek finden Sie viele Sendungen als Video Stream.

  • D 2026
  • 44'
Dokumentation

Inhalt

LEGO ist ein Kindheitstraum. LEGO ist Love. Doch die bunten Steine bestehen vor allem aus Plastik! Der Spielwarenkonzern arbeitet an nachhaltigen Alternativen. Aber klappt das? Das Geheimrezept für den Erfolg von LEGO ist eine Mischung aus Kult, Kreativität und Erdöl. Früher hat sich an dem Öl und dem daraus produzierten Plastik niemand gestört. Heute steht es in der Kritik. Nur: Mit den Alternativen ist das so eine Sache. Sie müssen genauso gut funktionieren wie das erdölbasierte Original. LEGO versucht es mit der Beimischung von Pflanzenölen, mit Material aus dem Recycling von Küchenplatten oder mit Bioplastik aus brasilianischem Zuckerrohr. Doch wieviel Bio steckt in diesem Bioplastik? Umweltreporter Sherif Rizkallah hat sich in Brasilien umgeschaut - dort, wo das Zuckerrohr für LEGOs Steinchen angebaut und zu Bio-Plastik weiterverarbeitet wird. Taugt diese Alternative? Und ist sie skalierbar? LEGO jedenfalls möchte den Anteil nachhaltiger Materialien kontinuierlich ausbauen. Bis 2032 will das Klötzchen-Imperium seine Emissionen um 37 Prozent reduzieren - vor allem durch CO2-Einsparungen in Fabriken, Niederlassungen und Lieferketten. Zusätzlich investiert LEGO auch in eine Reihe von noch unausgereiften Technologien zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre, etwa Direct Air Capture. Reicht das für echten Klimaschutz? Das Familienunternehmen aus dem dänischen Billund ist gemessen am Umsatz zum größten Spielwarenhersteller der Welt aufgestiegen. Ein Grund: LEGO ist längst dem Kinderzimmer entwachsen und - auch - zu einem Luxusartikel für Erwachsene geworden. Reporter Sherif Rizkallah jedenfalls liebäugelt mit dem Todesstern aus Star Wars, zögert aber angesichts des Preisschilds von 999,99 Euro. Auch Lizenzen für die "Harry Potter"-Welt, das Marvel-Universum oder demnächst "KPop Demon Hunters" füllen bei LEGO die Kasse. Und natürlich wartet die Fanbase gespannt auf Minas Tirith, die mächtige Festung Gondors aus Tolkiens "Herr der Ringe". Mit erwartet 8278 Teilen einer der größten LEGO-Bausätze ever. Mit anderen Worten: Jede Menge neue Steine, deren Produktion jede Menge klimaschädliches CO2 erzeugt. Kann Plastikspielzeug überhaupt nachhaltig sein - oder ist es ein Fall von Greenwashing?

Sendungsinfos

Von: Alesia Harrer VPS: 21.06.2026 15:30, Untertitel, Stereo
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