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ZDF Fr 01.05.
Doku
Ellen lebt mit ihrer Familie in Matanzes, einem Surfer-Hotspot am Pazifik, hier findet jährlich der Weltcup im Surfen statt. Ihre Kinder lernen früh auf den Brettern über die Wellen zu reiten. ZDF/Christian Leunig
Schon in Deutschland liebte Ellen (r.) das Reiten. In der Nähe ihres Hauses in Matanzes trifft sie sich zum Sonnenuntergang mit einer Freundin zum abendlichen Ausritt am Strand von Los Arcos, an der Küste von Matanzas. ZDF/Christian Leunig
Agnes (l.) lebt in Chiles Hauptstadt Santiago und besucht gern mit ihren chilenischen Freunden das Wahrzeichen der Stadt, die Statue der Jungfrau Maria auf dem Berg San Cristobal, direkt in der City. ZDF/Christian Leunig
Als Abenteuerin und Ökologin schlägt sich Agnes durch die wilden gemäßigt kalten Regenwälder Zentralchiles in der Nähe von Pucón. Die Machete ist hier ein Standardwerkzeug, um zu den Wildtierkameras im Wald zu gelangen. ZDF/Christian Leunig
Chile ist östlich von den Anden und westlich vom Pazifik begrenzt. Die Anden ziehen sich über mehr als 4.000 Km entlang zur Grenze Argentiniens. ZDF/Christian Leunig
Der Rio de Maipo fließt von den Anden bis zum Pazifik, das Wasser hat die Landschaft über Jahrmillionen gestaltet. ZDF/Christian Leunig
Ellen und ihr Mann Felipe mit zwei ihrer drei Kinder vor Ihrem Haus an der Küste von Matanzas. ZDF/Christian Leunig
Agnes stammt von der Nordseeinsel Wangerooge und schreibt in den gemäßigt kühlen Regenwäldern Chiles ihre Doktorarbeit in Ökologie über invasive Tierarten. Sie hält eine einheimische Eidechsenart in der Hand, die von Eindringlingen bedroht ist. ZDF/Christian Leunig
Harm kam 2019 geschäftlich das erste Mal nach Chile, später als Weltreisender auf seinem Motorrad. Hier traf er Bikerin Lyli, heute sind beide verheiratet. Am Stausee im Cajon de Maipo genießen sie die Berge der Anden. ZDF/Christian Leunig
Weil sie mit dem System der öffentlichen Schulen nicht zufrieden war, gründete Ellen 2019 mit einigen Mitstreiterinnen einen privaten Waldkindergarten und 2022 eine Waldschule. Der Unterricht findet größtenteils im Freien statt. ZDF/Christian Leunig

hallo deutschland - Abenteuer Auswandern

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Neuanfang in Chile

  • D 2026
  • 60'
Dokumentation

Inhalt

Ein Land, so vielfältig wie ein ganzer Kontinent: Von der Atacama-Wüste im Norden über Dschungel, Berge und Vulkane zu den Gletschern im Süden prägen verschiedenste Landschaften Chile. Aber nicht nur seine Schönheit macht es zu einem der beliebtesten Auswandererziele weltweit. Chile ist eines der stabilsten und wohlhabendsten Länder Südamerikas und lockt mit einem hohen Lebensstandard. Ein beliebtes Ziel ist die pulsierende Hauptstadt Santiago de Chile. Hierher zog es Agnes Marian, die ursprünglich von der Nordseeinsel Wangerooge stammt. In Deutschland arbeitete sie eine Zeitlang als Lohnbuchhalterin, doch die Büroarbeit war auf Dauer nichts für sie und so ging sie, ohne ein Wort Spanisch zu können, mit zwei Koffern und ihrem Mann nach Chile. "Ich habe noch einmal ganz von vorne angefangen", erzählt die heute 35-Jährige. "Ich wollte mich im Artenschutz engagieren, das war schon immer mein Traum." Sie belegte ein Studium in Biologie und Ökologie und schreibt gerade ihre Doktorarbeit über eingeschleppte Tierarten in Chile. Für ihre Forschungen reist sie regelmäßig in den eisigen Süden des Landes und geht mit Outdoorausrüstung und Fotofalle auf die Jagd nach europäischen Nerzen, die aus Pelzfarmen ausgebrochen sind und sich vermehrt haben. Auch Harm Wessels stammt aus Norddeutschland und fand sein Glück in Südamerika. Der gelernte Schiffskaufmann kommt 2019 zum ersten Mal, als er mit seinem Motorrad auf Weltreise geht. In Chile lernt er seine Frau Lily kennen, verliebt sich in sie und das Land und beschließt zu bleiben. Mittlerweile lebt das Paar in der Hauptstadt und organisiert Motorradrundreisen für Touristen. "In Chile habe ich meinen Traum zum Beruf gemacht", erzählt Harm. "Jetzt kann ich dieses wunderschöne Land immer wieder mit meinen Gästen bereisen und werde dafür sogar noch bezahlt." Auf der nächsten Tour will er mit einer Reisegruppe in die Anden fahren und auf einem der weltberühmten Weingüter übernachten. Ellen Schniebel kam 2009 zum ersten Mal nach Chile. Eigentlich wollte sie nur neun Monate bleiben, um ein soziales Projekt zu unterstützen, doch es gefiel ihr so gut, dass sie blieb. Inzwischen lebt die 44-Jährige mit ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern in Matanzas an der Pazifikküste. Der Ort ist ein Surfer-Hotspot und zieht Naturliebhaber und Aussteiger an. Ellen hat hier zusammen mit einigen Mitstreiterinnen 2022 einen Waldkindergarten gegründet. Mittlerweile haben sie auch eine zugehörige Schule aufgebaut. "Der Unterricht findet hauptsächlich im Freien statt, das ist viel kindgerechter als im Klassenraum", erklärt Ellen. Die Kinder lernen hier neben klassischen Unterrichtsinhalten nicht nur viel über die Natur, sondern auch das Surfen.

Sendungsinfos

Von: Christian Leunig VPS: 01.05.2026 17:15, Untertitel, Stereo
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