3SAT
3SAT So. 18.01.
Doku
Außenaufnahme einer Grabanlage, hier gut erkennbar das Hauptgrab und die Satellitengräber ZDF/SWR
Der Altarblock im Hügelgrab. Auf dem Altarblock wurden Überreste von verbrannten Menschenknochen gefunden. ZDF/SWR
Hügelgrab, ca. 5000 Jahre alt. ZDF/SWR
Verzierungen auf Steinen außerhalb des Grabes von Newgrange. Nicht nur Begräbnisse, sondern auch Sonnwendfeiern wurden zelebriert. ZDF/SWR
Große Steine umschließen den Eingangsbereich eines Hügelgrabes ZDF/SWR
Newgrange ist das größte Hügelgrab, um dieses herum sind weitere, kleinere Gräber angelegt ZDF/SWR
Obwohl die Hügelgräber in Vergessenheit geraten waren, finden sich Spuren menschlicher Besucher in den Gräbern ZDF/SWR

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Bend of Boyne, Irland - Gräber an der Biegung des Flusses

  • 15'
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Dokumentation

Inhalt

Seit der Steinzeit leben in der "Bend of Boyne", einer Flussbiegung des Boyne, nördlich von Dublin, Menschen. Sie errichteten Gräber, die älter als die ägyptischen Pyramiden sind. Der Boyne war die wichtigste Straße dieser Gegend, Transportweg genauso wie Nahrungs- und Trinkwasserspeicher. Damals wurden die Menschen sesshaft. Die arbeitsteilige Gesellschaft entstand. Viele der Grabanlagen sind mit einer Vielzahl von Motiven verziert. Newgrange ist ein Hügelgrab aus der Jungsteinzeit, 5000 Jahre alt. Ein Bauwerk - ein Kunstwerk, in des Wortes wahrstem Sinne. Älter als das antike Babylon, die Mutter aller Städte. In der Umgebung finden sich noch zwei Grabstätten, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Knowth, das Hauptgrab ist umgeben von Satellitengräbern. Die dritte Anlage Dowth zeigt sich so, wie die Grabhügel im Mittelalter wahrgenommen wurden, als scheinbar natürlich gewachsener Teil der Landschaft. Die Gräber gehören zu den wichtigsten archäologischen Landmarken dieser Erde. Newgrange wurde zufällig entdeckt. Erst in den 1960er-Jahren erkannte man seine Bedeutung und die astronomische Ausrichtung. Das Grab wurde nach dem Bild restauriert, das sich die Archäologen von der Steinzeit machten. Ob es vor 5000 Jahren wirklich so ausgesehen hat, bleibt ungewiss. Auch ob die funkelnden Quarzsteine damals wirklich die Fassade zierten. Rund um die Wintersonnenwende am 21. Dezember dringt für wenige Minuten Licht in das ewige Dunkel des Grabes von Newgrange, das als einziges für Besucher zugänglich ist. Wer wurde in diesen Gräbern bestattet? Wie lange wurden die Gräber benutzt? Wie dachten unsere Vorfahren über den Tod? Glaubten sie an ein Leben im Jenseits? Sicher ist, Brú na Bóinne, der Palast des Boyne, wie die Iren dieses Welterbe nennen, war schon immer ein wichtiger Teil der irischen Mythologie. Für sie ist es der Sitz der Elfen und die Heimstatt der Götter.

Sendungsinfos

Von: Goggo Gensch VPS: 18.01.2026 19:40, Stereo
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