ARTE
ARTE So. 18.01.
Info
Bei der Entwicklung neuer Technologien spielt oft der Zufall eine große Rolle ? und, dass Menschen Erkenntnisse von Generation zu Generation weitergeben. BR
Superspezies Mensch? BR
John Franklin und seine Crew starben auf der Suche nach der arktischen Nordwestpassage ? an einem Ort, an dem die Inuit seit langem lebten. Welche Eigenschaft hatten die Inuit, die den Entdeckern fehlte? BR

42 - Die Antwort auf fast alles

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Sind wir die Superspezies der Evolution?

  • D 2025
  • 28'
Infomagazin Von den Wüsten Australiens bis zu den Steppen Sibiriens: Kein anderes Säugetier besiedelt so viele unterschiedliche Lebensräume wie der Mensch. Über acht Milliarden Menschen greifen tief in die Prozesse der Natur ein - und verändern biologische, geologische und atmosphärische Systeme auf der Erde derart, dass einige Wissenschaftler vom sogenannten Anthropozän sprechen: dem Zeitalter, in dem der Mensch zum wichtigsten Einflussfaktor auf dem Planeten geworden ist. Wie konnte der Mensch so erfolgreich werden? Warum haben wir es so weit gebracht - andere Tiere aber nicht?

Inhalt

Wie konnte es der Homo sapiens schaffen, den gesamten Planeten zu erobern? Es war nicht allein unsere Intelligenz, die uns den entscheidenden Vorsprung verschaffte. Studien zeigen, dass Tiere in bestimmten Bereichen über erstaunliche geistige Fähigkeiten verfügen - teils sogar über bessere Problemlösungsstrategien als wir. Nach den Anthropologen Daniel Haun (Max-Planck-Institut Leipzig) und Joseph Henrich besitzt der Mensch jedoch etwas Einzigartiges: die Fähigkeit, voneinander zu lernen und Wissen über Generationen hinweg anzusammeln und weiterzuentwickeln. Dieses "kumulative Lernen" führt zu immer komplexeren Werkzeugen, Technologien und Kulturen. Abstraktes Denken, Nachahmung und soziale Regeln wirken dabei wie ein Beschleuniger für Innovation. So konnte der Mensch nicht nur in lebensfeindlichen Umwelten überleben, sondern auch Landwirtschaft entwickeln, Städte bauen und ein globales Netzwerk von Handel und Kommunikation erschaffen. Kultur und Moral wurden laut der Philosophin Maria Kronfeldner so zum unsichtbaren Fundament des menschlichen Erfolgs. Die kulturelle Schaffenskraft des Menschen hinterlässt allerdings auch tiefgreifende Spuren - vom Klimawandel bis zur Zerstörung ganzer Ökosysteme. Damit stellt sich die Frage, ob und wie sich Kultur für eine nachhaltige und solidarische Zukunft nutzen lässt. Laut Kronfeldner besitzt das Kulturwesen Mensch die Fähigkeit, Zukunftsbilder zu entwerfen - und entsprechend zu handeln. Ob eine nachhaltige Zukunft gelingt, hängt ihrer Ansicht nach entscheidend davon ab, welchem Menschenbild wir folgen.

Sendungsinfos

Regie: Max Lebsanft Untertitel, Stereo
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