ARTE
ARTE Mi 29.07.
Doku
Die griechischen Zwillingsschwestern Mariana und Sofia sind beide Star-Influencerinnen auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo und Expertinnen in der Beratung chinesischer Investoren bezüglich Steuervorteilen in Griechenland. ARTE
Für die Chinesen ist der Marmor als westliches Statussymbol inzwischen ein sozialer Marker, aber auch ein Zeichen der Modernität: Weijie und Xiaochy träumen von einer Wohnung ganz aus Marmor. ARTE
Chinas neue Macht verkörpert sich in der Form eines uralten und luxuriösen Steins: Marmor. ARTE
""Boss Zhen"" ist ein Meister im Reproduzieren von westlichen Kunstwerken ""made in China"". ARTE
Seither konsumiert China mehr als 60 Prozent des Weltangebots an Marmor. ARTE
Ende des 20. Jahrhunderts öffnete sich China dem internationalen Handel und wurde zum Sinnbild der Globalisierung. Das ""produzierende China"" verwandelte sich in das ""konsumierende China"". ARTE

Chinas Marmorträume

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Eine Globalisierungsodyssee

  • RC, F, GR 2019
  • 54'
Dokumentation Ende des 20. Jahrhunderts öffnet sich China dem Welthandel. Das Land wird zum Inbegriff der Globalisierung. China wandelt sich vom reinen Fertigungsstandort zu einem Mekka des Konsums. Zur Demonstration dieser neuen Stärke umgibt man sich gern mit exklusivem Luxus: Marmor. Über 60 Prozent des auf der Erde geförderten Natursteins gehen nach China. Marmor, das Ideal westlicher Baukunst, gilt den Chinesen heute als Indikator für sozialen Aufstieg - und als Zeichen von Modernität. Die Dokumentation verfolgt die Odyssee eines weißen Marmorblocks auf seinem Weg nach China. Was erzählt diese Reise über die Geltungssucht auf der einen und den Ausverkauf auf der anderen Seite?

Inhalt

Ende des 20. Jahrhunderts öffnete sich China dem internationalen Handel und wurde zum Sinnbild der Globalisierung. Das "produzierende China" verwandelte sich in das "konsumierende China". Diese neue Stärke fand ihre Verkörperung in einem seit der Antike beliebten edlen Naturstein: dem Marmor. Für die Chinesen ist der Marmor als westliches Statussymbol inzwischen ein sozialer Marker, aber auch ein Zeichen der Modernität. Seither konsumiert China 60 Prozent des Weltangebots an Marmor. Die Dokumentation beginnt im Marmorbergwerk des vermögenden Zou Yong, der sich vom Athener Straßenverkäufer zu einem der erfolgreichsten chinesischen Geschäftsmänner Griechenlands emporgearbeitet hat. Die nächsten Stationen sind die Werkstätten von Boss Zhen, einem Meister in der Reproduktion von westlichen Kunstwerken "Made in China". Anschließend werden die letzten Hochzeitsvorbereitungen des jungen Paares Weijie und Xiaochy gezeigt, das seine Wohnung vollständig mit griechischem Marmor verzieren will. Zuletzt geht es zu den umtriebigen griechischen Zwillingsschwestern Marianna und Sofia, die Star-Influencerinnen des chinesischen Mikroblogging-Dienstes Weibo sind und außerdem chinesische Investoren bezüglich der Steuervorteile in Griechenland beraten. Was erzählt diese Reise über die Geltungssucht auf der einen und den Ausverkauf auf der anderen Seite? Entlang der industriellen Wertschöpfungskette des Marmors erkundet die Dokumentation in persönlichen Geschichten eine neue Kartografie des Handels, die sich zwischen Europa und dem modernen China abzeichnet.

Sendungsinfos

Regie: Sean Wang Stereo
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