ARTE
ARTE Mo. 19.01.
Doku
Der Mangrovenwald der Sundarbans ist eines der letzten natürlichen Rückzugsgebiete des Bengaltigers, doch die regelmäßige Anwesenheit von Fischern führt zu zahlreichen, oft tödlichen Angriffen. ARTE F
Die zwischen Indien und Bangladesch gelegenen Sundarbans beherbergen einen Mangrovenwald von über 10.000 Quadratkilometern. ARTE F
Die 35-jährige Buli ist eine Tigerwitwe. Seit dem Tod ihres Mannes ist sie Krabbenfischerin geworden, um ihre Familie zu unterstützen. ARTE F
Obwohl die Sundarbans seit Jahrhunderten als Tigergebiet gelten, sind sie heute dicht von Menschen besiedelt. ARTE F
Die indische Krabbenfischerin Kushalya musste mit ansehen, wie ihr Mann von einem Tiger getötet wurde. Mit ihrem kleinen Boot fährt sie regelmäßig an der Unglücksstelle vorbei. ARTE F
Der 37-jährige Sohidul ist Fischer und Honigsammler in den Sundarbans. Er hat bereits zwei Bengaltiger-Angriffe überlebt. ARTE F

Sundarbans, im Reich der Königstiger

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2023
  • 51'
Tiere In den Mangrovenwäldern der Sundarbans zwischen Indien und Bangladesch versetzen Bengal-Tiger die Menschen bis heute in Angst und Schrecken. Immer häufiger kommt es zu mitunter tödlichen Angriffen auf Fischer, die in den dortigen Sümpfen auf Fang gehen. Durch den Anstieg des Meeresspiegels hat sich das Territorium der Raubkatzen verkleinert, so dass Begegnungen zwischen Mensch und Tier immer häufiger werden. Die Frauen, die ihre Männer durch einen Tigerangriff verloren haben, galten lange Zeit als verflucht und wurden aus den Gemeinschaften verstoßen. Heute nimmt der Aberglaube zum Glück ab. Gleichzeitig bemühen sich Zoologen und Umweltschützer um die Erhaltung der verrufenen Tiger, die mittlerweile vom Aussterben bedroht sind.

Inhalt

In den Sundarbans befinden sich die größten Mangrovenwälder der Erde. In diesen abgelegenen Sumpfgebieten versorgen sich Honigsammler und Fischer aus den umliegenden Dörfern seit Urzeiten mit überlebenswichtigen Ressourcen. Unter Lebensgefahr - denn in den Sundarbans lebt auch der Bengal-Tiger, eine der größten Raubkatze der Welt. Immer wieder kommt es zu tödlichen Zusammentreffen zwischen Raubtier und Mensch. Sonamoni, Kushalya und Buli sind drei Frauen, deren Männer nicht aus den Sundarbans zurückgekehrt sind. Die "Tigerwitwen" wurden aus ihrer Gemeinschaft verstoßen, weil die abergläubischen Dorfbewohner fürchteten, sie würden Unglück bringen. Sonamoni, die älteste von ihnen, hatte lange unter der Ächtung zu leiden, bis sie einen zweiten Ehemann fand. Doch auch er ließ sein Leben in den Klauen des Tigers. Zum Glück für einige der jüngeren Witwen verliert sich der Aberglaube allmählich. Buli, die mit 27 Jahren ihren Mann verlor, erhielt Unterstützung von Nachbarn und Verwandten. Die junge Kushalya, die nach dem Tod ihres Mannes völlig mittellos war, musste notgedrungen selbst in den Mangroven fischen gehen und sich der Gefahr eines Tigerangriffs aussetzen. Der Zoologe Aziz begibt sich regelmäßig in die Mangrovenwälder und bemüht sich darum, Tierschutz und Sicherheit der Bewohner miteinander zu vereinbaren. Um den vom Aussterben bedrohten Bengal-Tiger zu schützen, führt er Zählungen durch und setzt sich für den Erhalt eines der letzten natürlichen Lebensräume der Großkatze ein.

Sendungsinfos

Regie: Loïc Van Russel Stereo
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