ARTE
ARTE Mi. 21.01.
Doku
Alle neun Sekunden stirbt hier ein Schwein: Tierschutzbeauftragter Gerald Otto im Schlachthof der Goldschmaus Gruppe. RB
Erklärt, warum wir heute nicht mehr auf tierische Produkte angewiesen sind: der Ernährungswissenschaftler Niko Rittenau. RB
Die amerikanische Psychologin Melanie Joy glaubt, dass wir alle von der Gesellschaft konditioniert werden, bestimmte Tiere als essbar zu betrachten. RB
Die Lust auf Fleisch ist so alt wie die Menschheit: Kulturhistoriker Ilja Steffelbauer vor dem Bild eines Homo erectus im Naturhistorischen Museum Wien. RB

Wen dürfen wir essen?

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Natürlich, notwendig, normal

  • D 2021
  • 32'
Doku-Reihe Warum lieben wir Hunde und essen Schweine? Die zweite Folge von "Wen dürfen wir essen?" widmet sich den kulturellen und psychologischen Wurzeln des Fleischkonsums. Die Psychologin Melanie Joy erklärt, warum sie glaubt, dass wir alle einer unsichtbaren Ideologie anhängen. Der Kulturhistoriker Ilja Steffelbauer verfolgt die Geschichte des Fleisches von den Anfängen der Menschheit bis in die Gegenwart. Und Niko Rittenau geht als Ernährungswissenschaftler der Frage nach, wie notwendig der Konsum von Fleisch tatsächlich ist.

Inhalt

Auf dem Schlachthof Goldschmaus erklärt der Tierschutzbeauftragte Gerald Otto, warum er es in Ordnung findet, Tiere zu essen - und zeigt mit erstaunlicher Transparenz, welche Maßnahmen Schlachthöfe ergreifen, um den Tod von Tausenden Tieren am Tag möglichst sanft zu gestalten. Die amerikanische Psychologin Melanie Joy diagnostiziert eine weit verbreitete Ideologie in unserer Gesellschaft: Von Kind auf lernen wir, eine kleine Gruppe von Tieren für essbar zu halten - und das Fleisch aller anderen für ekelerregend. Um diesen Glauben aufrechtzuerhalten, sagt Melanie Joy, erzählen wir uns immer wieder drei Mythen: Fleisch zu essen sei natürlich, notwendig und normal. Wie natürlich unser Fleischkonsum wirklich ist, untersucht Ilja Steffelbauer. Der Kulturhistoriker hat die Geschichte des Fleisches von den Anfängen der Menschheit bis in die Gegenwart verfolgt. Anschaulich erklärt er, wie die Jagd uns geprägt hat - und warum wir nach Jahrtausenden der Knappheit im letzten Jahrhundert zu den gierigsten Fleischessern der Geschichte wurden. Niko Rittenau geht als Ernährungswissenschaftler der Frage nach, wie notwendig der Konsum von Fleisch tatsächlich ist. Welche Nährstoffe sind im Fleisch? Bekommen wir diese auch anders? Warum finden wir Fleisch so lecker - und welche Rolle spielen unsere Instinkte? Schließlich fragt die Dokumentationsreihe nach dem Wert von Normalität. Wann und in welchen Kulturen ist welches Verhalten normal - und was bedeutet das für uns?

Sendungsinfos

Regie: Jannis Funk, Jakob Schmidt Untertitel, Stereo
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