Reiche und die Lieferketten - Warum ein Gesetz leer läuft
2026
15'
Das Lieferkettengesetz ist weiter in Kraft. Doch unter Katherina Reiche kommt die Arbeit der zuständigen Kontrollbehörde zunehmend zum Erliegen, zeigen Recherchen von ZDF frontal. Mit Personalpolitik und Eingriffen in die Arbeit der zuständigen Kontrollbehörde hebeln Katherina Reiche und ihr Wirtschaftsministerium offenbar ein unliebsames Gesetz gezielt aus, vorbei am Bundestag. Das zeigen monatelange Recherchen von ZDF frontal. Es geht um das Lieferkettengesetz, das in Deutschland weiterhin gilt und um die Behörde, die kontrollieren soll, ob sich Unternehmen an das Gesetz halten.
Kriege brauchen Kämpfer. Das ist eine alte Wahrheit. Auch hier in Deutschland wird also immer stärker dafür geworben, in der Bundeswehr zu dienen. Die Bundeswehr will in den nächsten 10 Jahren ihre aktive Truppe von 180.000 auf 260.000 Soldaten vergrößern. Doch da das nicht so einfach gelingt, gilt seit Januar 2026 in Deutschland der "Neue Wehrdienst". Eine ganze Generation junger Menschen bekommt also Post von der Bundeswehr: Einladung zur Musterung. Die rbb24-Reportage "Mit 18 an die Waffe. Der neue Wehrdienst" zeigt junge Leute, für die die sicherheitspolitische Debatte nun persönlich wird. Sie organisieren in Potsdam einen Schulstreik oder posieren mit Waffen auf einer Jobmesse. Der Film zeichnet das Porträt einer Generation zwischen Protest, Zweifel und konkreter Karriereplanung.
Schicksalsmomente der Republik - Wie ein Gericht das Land verändert hat
D 2026
45'
Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Abtreibung, Kopftuchverbot, Corona-Maßnahmen: Seit 75 Jahren schreibt das Bundesverfassungsgericht Geschichte - unsere Geschichte. Karlsruhe hat das letzte Wort: Wenn es ums Grundgesetz geht, um die Grundrechte - um die "Verfasst-heit" des Landes. Als Hüter des Grundgesetzes vermisst das Gericht die Regeln unseres Zusammenlebens immer wieder neu - ist Schiedsrichter, der pfeift, wenn gefoult wird. Wie wir wurden, wer wir sind: Die Dokumentation "Schicksalsmomente der Republik - Wie ein Gericht das Land verändert hat" reist durch Deutschland. Dabei blickt der Film auf wegweisende Entscheidungen des Gerichts. Wie prägen sie das Land und uns alle bis heute, ganz aktuell? Zu Wort kommen u.a. die ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts Susanne Baer, der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die Bürgerrechtlerin und Politikerin Marianne Birthler, ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam sowie der Journalist und Publizist Deniz Yücel.
Fromm und Radikal - Verfassungsfeinde im Namen Gottes
2026
45'
Redaktioneller Hinweis: "In zwei O-Tönen dieses Films werden rassistische, diskriminierende Begriffe verwendet, darunter das N-Wort und das Z-Wort. Wenn dich das belastet, schau dir lieber ein anderes Video an." Sie stellen die Bibel über das Grundgesetz: Christlich-fundamentalistische Gruppen kämpfen gegen demokratische Institutionen. Der Verfassungsschutz ordnet einzelne Freikirchen als verfassungsfeindlich ein. Reporterin Kyra Funk folgt den Netzwerken vom Südwesten Deutschlands bis in die USA. Die "SWR Story" zeigt: Die religiöse Rechte wächst auch in Deutschland nach US-Vorbild.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Die Rocky Mountains sind die mächtigste Bergkette Nordamerikas. Sie erstreckt sich über rund 4500 Kilometer von Alaska bis New Mexico und bietet noch zahllose nahezu unberührte Lebensräume. Die "Rockies" sind das Rückgrat Nordamerikas, eine wunderschöne Wildnis, in der Pumas, Wölfe, Vielfraße und Grizzlies zu Hause sind.
Trotz dünner Luft und spektakulärer Steilhänge entpuppen sich die Gipfel der Welt als sicheres Refugium zahlreicher bedrohter Tierarten wie Kondor und Berglöwe, aber auch uriger Bergvölker und rekordverdächtiger Alpinisten. Auf schneebedeckten Höhen und steppenartigen Plateaus trifft das Filmteam im Himalaja auf farbenfrohe Buddhisten-Kunst, auf nach Luft ringende Everest-Marathon-Teilnehmer und stark gefährdete Tiere wie Schneeleoparden und tibetanische "Hot Spring Snakes".
Die Anden durchziehen den südamerikanischen Kontinent von der Karibik bis nach Feuerland. Auf rund 7500 Kilometern finden sich windumtoste Sechstausender, brodelnde Vulkane, karge Hochebenen und menschenleere Wüsten. Und neben dem landschaftlichen Reichtum besitzt die gesamte Andenregion riesige Vorkommen an Bodenschätzen. Diese Folge gewährt Einblicke in die extremen Gegensätze der Anden, der weltweit längsten Gebirgskette.
Höher, schneller, weiter! Nach diesem Motto leben die Basejumperin Katja, die Kletterin Doreen und die Eisschwimmerin Tina. Aber an die Grenze zu gehen, hat seinen Preis und birgt Gefahren. Die Doku begleitet die drei Extremsportlerinnen bei ihren Abenteuern. Wie gelingt Doreen der Spagat zwischen riskantem Klettern und Muttersein? Kämpft sich Katja nach ihrem Absturz zurück? Und was treibt Para-Sportlerin Tina an, mit ihrer Behinderung ans Limit zu gehen?
Wann begann die Geschichte Amerikas tatsächlich? Schon vor der Entdeckung im Jahr 1492 entwickelten die Ureinwohner Landwirtschaft und Städte, um Natur und Umwelt zu beeinflussen. Jahrhundertelang lag der Fokus auf der Geschichte Amerikas nach 1492, dem Jahr, in dem die europäische Immigration begann. Diese Dokumentationsreihe eröffnet Einblicke in die Lebens- und Verhaltensweisen der indigenen Bevölkerungen vor 1492. In Spielszenen werden verschiedene Lebensbereiche indigener Kulturen nachempfunden, darunter Metallverarbeitung und Kunsthandwerk bei den Inka; das Anfertigen von Felsbilder und Zeichnungen bei den nordamerikanischen indigenen Völkern; das Korbflechten; die Töpferei bei den Pueblo-Indianern.
Die Vorfahren der indigenen Völker überqueren Ozeane und Gebirge auf der Suche nach neuem Land. Im Laufe der Jahrtausende werden sie Astronomen, Architekten und Philosophen. Außerdem Wissenschaftler, Künstler und Erfinder. Sie gründen Zivilisationen und schaffen Handelsnetze über zwei Kontinente hinweg. 1492 verändert sich ihr Leben für immer. Über lange Zeit bestehen die alten Kulturen nur im Verborgenen fort. Dieser Film erzählt ihre Geschichte - die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner vor Christoph Kolumbus.
Vor 1492 gibt es in Amerika Tausende indigene Gesellschaften mit eigenen sozialen, kulturellen und politischen Strukturen. Sie bilden Clans, Bündnisse und ganze Reiche. Über ein komplexes Handelsnetz stehen viele Regionen miteinander in Verbindung und tauschen sich untereinander aus. Die Irokesen-Konföderation wurde schon lange vor der Ankunft von Kolumbus gegründet und ist eine der ältesten repräsentativen Demokratien der Welt. Ihre fünf Gründungsstämme waren in endlose gegenseitige Kriege verwickelt, und es gab nur einen Ausweg: den friedlichen Zusammenschluss. Die Dokumentationsreihe eröffnet Einblicke in die Lebens- und Verhaltensweisen der indigenen Bevölkerungen in Amerika vor 1492.
Alle indigenen Kulturen Amerikas haben eigene künstlerische Ausdrucksformen. Sie spiegeln sich wider in traditionellen Zeremonien, ebenso wie in der Gestaltung alltäglicher Gegenstände. Über Geschichten, Lieder und Tänze gibt ein Volk sein Wissen von einer Generation an die nächste weiter. Aus alten Zeiten erhaltene Objekte bezeugen die individuellen Kulturen vor 1492 - Tongefäße oder Gegenstände aus Metall, Holz oder Webstoffen. Seit Jahrtausenden stellen indigene Völker Werkzeuge und Kunstwerke aus Gold, Silber, Kupfer und Bronze her. Das vor 1492 in Amerika angewandte Verfahren der Metallurgie ist damals wohl das fortschrittlichste weltweit. Schon vor 2000 Jahren werden im westlichen Südamerika Metalle verarbeitet. In der Nähe des Titicacasees gefundene einfache Goldperlen sind 4000 Jahre alt. Die Inka gelten häufig als Erfinder der Metallurgie in Südamerika. Immerhin sind sie die mächtigste Gesellschaft, als die Goldproduktion vor 600 Jahren ihren Höhepunkt erreicht.
1886 machte Frankreich Nordamerika die Freiheitsstatue zum Geschenk: "Gebt mir eure Müden und Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren!", verkündet die Inschrift.
Seitdem hat Lady Liberty im Hafen von Ellis Island Millionen von Einwanderern aus aller Welt empfangen. Auf frühen, nachträglich mit Farbe versehenen Aufnahmen der Filmgeschichte, sieht man die Erleichterten, die die Torturen der Überfahrt und das Prozedere der Einwanderungsbeamten überstanden haben, wie sie sich mit Donuts stärken.
Von New York aus ziehen sie in alle Teile des Landes, um ihr Glück zu versuchen. Seltene Privataufnahmen zeugen vom Versuch, sich niederzulassen, anzupassen, dazu zu gehören. Firmen wir Ford helfen mit Einbürgerungskursen- und filmen Vorzeige-Amerikaner aus den Neuankömmlingen zu machen.
Amerika als wilder Westen, als weites der Land der Cowboys und ihrer Herden - dieses Bild ändert sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Metamorphose der USA zur größten Industrie- und Konsumkultur der Welt Fahrt aufnimmt. Elektrokonzerne wie Westinghouse legen mit der Bereitstellung von Strom den Grundstein für die technische und industrielle Entwicklung. Allein im Hauptwerk sind 10.000 Menschen beschäftigt. Arbeitssicherheit und Entlohnung der Arbeiter*innen hat die boomende Produktion dabei nicht im Blick.