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ZDF Di 17.11.
Doku
Aus Sicht der Römer sind die Germanen Barbaren. Sie sind deutlich einfacher gekleidet, ihre militärische Ausrüstung ist bei Weitem nicht so gut wie die der Römer. Dennoch stellen sie sich entschlossen der Übermacht entgegen. ZDF/Elena NENKOVA
Im Teutoburger Wald treffen im Jahr neun nach Christus zwei Welten aufeinander: Römer und Germanen. In der sogenannten Varusschlacht werden auch Familienmitglieder gegeneinander gekämpft haben. Die Römer werben mit dem Versprechen auf ein luxuriöses Leben germanische Kämpfer an, die sie bei ihrem Er ZDF/Elena Nenkova
Mehr als ein wertvolles Geschenk. Ein symbolisches Angebot: Die Römer nutzen ihre überlegene Waffentechnik, um fähige germanische Kämpfer für ihre Hilfstruppen zu gewinnen. Über die familiäre Verbundenheit versucht ein germanischer Hilfssoldat, seinen Bruder ebenfalls für die Römer zu gewinnen. ZDF/Elena Nenkova
Die sagenumwobene Varusschlacht hat sehr wahrscheinlich in Kalkriese in Niedersachsen stattgefunden. Sie kostet vielen römischen Soldaten das Leben. Auch die meisten Angehörigen der germanischen Hilfstruppen kommen um. ZDF/Elena NENKOVA
Die Germanen leben in bäuerlichen Gemeinschaften und bauen Gerste und Dinkel an. Entgegen der Vorurteile, die die römische Geschichtsschreibung über sie verbreitet, sind sie alles andere als eine blutrünstige Horde an Fleisch essenden und Bier trinkenden Männern. Die meiste Zeit leben sie vegetarisc ZDF/Elena NENKOVA
Die Spaltung zieht sich durch die Familien: Ein Bruder kämpft auf Seiten der Römer und soll die einheimischen Germanen zur Unterwerfung bewegen, während der andere seiner Herkunft treu bleibt. Doch die Römer setzen die familiäre Bindung als Instrument ein: Gelingt es ihm, seinen Bruder doch noch auf ZDF/Elena NENKOVA
Als die Römer in die rechtsrheinischen Gebiete eindringen, sind sie schwer bewaffnet. In den Jahrhunderten zuvor haben sie ein gigantisches Imperium erobert. Sie ziehen plündernd und brandschatzend durch die Gebiete der Germanen. Eigentlich sind sie zahlenmäßig deutlich überlegen, aber das ungewohnt ZDF/Elena NENKOVA

Die Geschichte der Deutschen

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Römer und Germanen

  • D 2026
  • 44'
Wissenschaft

Inhalt

Als die Römer in das Gebiet des heutigen Deutschlands einfallen, treffen zwei Welten aufeinander: die römische Kultur und germanische Traditionen. Das Erbe dieser Zeit prägt uns bis heute. Städte, Straßen, Wein und auch Wörter zeugen von römischem Einfluss. Doch die Römer erobern nicht ganz Germanien, durch das Land und sogar durch Familien zieht sich ein Riss. "Eine Teilung, die man bis heute spürt", so Schauspieler Matthias Brandt. Die "schäl sick", die "Falsche Seite", nennen die Kölner bis heute die rechte Rheinseite. Es ist die Seite, die den römischen Eroberern Probleme bereitet, als sie kurz vor unserer Zeitrechnung hier ankommen. Dort siedeln die Germanen. Den Namen hat Julius Cäsar geprägt. Er stellt sie als einheitliches Volk wilder Krieger dar. In Wahrheit handelt es sich um eine Vielzahl von Stämmen und Verbänden - Sueben, Chatten und viele andere. Manche von ihnen verbünden sich mit Römern, manche bekämpfen sie. Der Cherusker Arminius zum Beispiel. In der berühmten Varusschlacht gelingt es ihm im Jahr 9 nach Christus, germanische Verbände zu vereinen und drei römische Legionen vernichtend zu schlagen. Zu einer nationalen Symbolfigur der "Deutschen" wurde "Hermann der Cherusker" allerdings erst im frühen 19. Jahrhundert verklärt. Die Varusschlacht markiert das Ende der römischen Expansion bis zur Elbe. In der Folge sichern die Römer ihre Grenze: Der Limes ist eine der eindrucksvollsten Grenzanlagen der Antike. Auf rund 550 Kilometern Länge trennt und verbindet er zugleich die römische und die germanische Welt. Der jahrhundertelange Austausch zwischen Römern und Germanen wirkt bis heute nach. Aber auch die Trennung hinterlässt Spuren: hier die römisch beherrschten Provinzen mit Städten wie Köln oder Trier, dort die Regionen jenseits des Reiches. Der Schauspieler Matthias Brandt führt als Erzähler und Zeitreisender durch den Film und ist mittendrin, wenn Römer auf Germanen treffen. Historikerinnen und Historiker trennen Mythos von gesicherter Forschung. Szenische Drehs werden kombiniert mit dokumentarischen Drehs in Kalkriese, dem wahrscheinlichen Schauplatz der Varusschlacht, der römischen Stadt Waldgirmes oder dem germanischen Opfermoor von Oberdorla. Fünf Folgen "Terra X - Die Geschichte der Deutschen" werden im November 2026 dienstags um 20.15 Uhr und sonntags um 19.30 Uhr ausgestrahlt. Flankiert wird der aufwändige TV-Mehrteiler durch ein umfassendes Begleitprogramm im Streaming-Portal und auf den Social-Media-Kanälen des ZDF.

Sendungsinfos

Von: Tamar Baumgarten, Christian Twente VPS: 17.11.2026 20:15, Untertitel, Hörfilm, Stereo
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