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Hissène Habré - Die Tragödie des Tschad

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Hissène Habré - Die Tragödie des Tschad

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Dokumentarfilm

Für den Dokumentarfilm hat der Filmemacher Mahamat-Saleh Haroun den Vorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Habré-Regimes Clément Abaïfouta begleitet. Er führte zahlreiche Gespräche mit den traumatisierten Opfern, die in diesem Dokumentarfilm zu Wort kommen. Sie waren teils auch bereit, mit den Tätern in Dialog zu treten. Clément Abaïfouta schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem er die physisch und psychisch vom Schrecken gezeichneten Opfer zum Sprechen bringt. Sie alle sind durch die Hölle gegangen und verfolgen ein einziges, gemeinsames Ziel: Gerechtigkeit. Hissène Habré, der sich während des Prozesses in Schweigen hüllte, wird bewusst nicht gezeigt. Am Ende siegen die Opfer. Mehr noch, sie werden zu Helden, denn ihnen gelang etwas Unerhörtes: Sie brachten einen ehemaligen afrikanischen Staatschef vor Gericht. Nachdem er vom Tschad in den Senegal geflohen war, konnte der Ex-Diktator des Tschad am 30. Juni 2013 festgenommen werden. Im Mai 2016 wurde er wegen Mordes, Folter, Entführung, Zwangsprostitution und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem Sondertribunal in Dakar zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Opfer hatten bereits im Jahr 2000 Klage erhoben, damit ging ein rund 15-jähriger Kampf zu Ende. Während seiner Amtszeit hat Hissène Habré nach Angaben von Ermittlern mindestens 40.000 Menschen getötet. Die Opfer waren politische Gegner oder Angehörige rivalisierender ethnischer Gruppen. Habré agierte mit einer politischen Polizei DDS (Direktion für Dokumentation und Sicherheit), deren Zentrale in der Hauptstadt N’Djamena ein berüchtigtes Sondergefängnis führte, wo viele zu Tode gefoltert wurden. Zu den im Mai 2016 zu lebenslanger Haft Verurteilten gehören auch der ehemalige DDS-Leiter Saleh Younous sowie der ehemalige Folterer Mahamat Djibrine. In der Geschichte Afrikas ist dieser Prozess ein Präzedenzfall, da Hissène Habré sich als erster Staatspräsident vor einem afrikanischen Sondertribunal verantworten musste.
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Baukunst - Das Gästehaus von Wa Shan

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Hissène Habré - Die Tragödie des Tschad DOKUMENTARFILM, F 2015
Für den Dokumentarfilm hat der Filmemacher Mahamat-Saleh Haroun den Vorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Habré-Regimes Clément Abaïfouta begleitet. Er führte zahlreiche Gespräche mit den traumatisierten Opfern, die in diesem Dokumentarfilm zu Wort kommen. Sie waren teils auch bereit, mit den Tätern in Dialog zu treten. Clément Abaïfouta schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem er die physisch und psychisch vom Schrecken gezeichneten Opfer zum Sprechen bringt. Sie alle sind durch die Hölle gegangen und verfolgen ein einziges, gemeinsames Ziel: Gerechtigkeit. Hissène Habré, der sich während des Prozesses in Schweigen hüllte, wird bewusst nicht gezeigt. Am Ende siegen die Opfer. Mehr noch, sie werden zu Helden, denn ihnen gelang etwas Unerhörtes: Sie brachten einen ehemaligen afrikanischen Staatschef vor Gericht. Nachdem er vom Tschad in den Senegal geflohen war, konnte der Ex-Diktator des Tschad am 30. Juni 2013 festgenommen werden. Im Mai 2016 wurde er wegen Mordes, Folter, Entführung, Zwangsprostitution und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem Sondertribunal in Dakar zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Opfer hatten bereits im Jahr 2000 Klage erhoben, damit ging ein rund 15-jähriger Kampf zu Ende. Während seiner Amtszeit hat Hissène Habré nach Angaben von Ermittlern mindestens 40.000 Menschen getötet. Die Opfer waren politische Gegner oder Angehörige rivalisierender ethnischer Gruppen. Habré agierte mit einer politischen Polizei DDS (Direktion für Dokumentation und Sicherheit), deren Zentrale in der Hauptstadt N’Djamena ein berüchtigtes Sondergefängnis führte, wo viele zu Tode gefoltert wurden. Zu den im Mai 2016 zu lebenslanger Haft Verurteilten gehören auch der ehemalige DDS-Leiter Saleh Younous sowie der ehemalige Folterer Mahamat Djibrine. In der Geschichte Afrikas ist dieser Prozess ein Präzedenzfall, da Hissène Habré sich als erster Staatspräsident vor einem afrikanischen Sondertribunal verantworten musste.
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Baukunst ARCHITEKTUR Das Gästehaus von Wa Shan, F 2015
In Hangzhou, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang, steht ein Gästehaus der besonderen Art: das Wa Shan – was wörtlich so viel bedeutet wie „Berg aus Ziegeln“. Das Haus wurde zwischen 2011 und 2013 auf dem Campus der angesehensten Kunsthochschule des Landes errichtet. Sein Architekt ist der Chinese Wang Shu, Jahrgang 1963, der selbst dort lehrt. In Hangzhou, der jahrtausendealten Kulturhauptstadt Chinas, vollzieht sich seit geraumer Zeit eine rasante Entwicklung: Innerhalb von weniger als 30 Jahren verlor die Stadt 90 Prozent ihrer traditionellen Wohngebäude. Diese radikale Verwandlung der Stadtlandschaft entspricht dem rasanten kapitalistischen Wandel des Landes. Mit seiner Arbeit will der umwelt- und traditionsbewusste Architekt ein Gegenmodell zur fortschreitenden Globalisierung schaffen. Er engagiert sich sehr auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens. Dabei verbindet er moderne und überlieferte Bauweisen, insbesondere solche, die historisch vor Ort gewachsen sind. Für seine experimentelle Praxis und seine Werke wurde er 2012 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Wang Shu lädt den Besucher in sein Gästehaus zu einer Erkundungstour ein, bei der Innen- und Außenwelt, Landschaft und Gebäude, harmonisch miteinander verschmelzen. Auf dem Weg durch die kleinen labyrinthischen Räume ergeben sich ständig neue Aus- und Einblicke. Die Raumerlebnisse gleichen denen, die durch die traditionellen Kulturlandschaften auf den chinesischen Tusche-Rollbildern vermittelt werden. Wang Shu ist ein begnadeter Szenograf. Darüber hinaus setzt er sich in seinem Kampf um die Nachhaltigkeit dafür ein, Ziegel und anderen Bauschutt zu verwenden, den er aus abgerissenen traditionellen Häusern der Provinz rettet. So wurde das Wa Shan aus recyceltem Material und aus Stampflehm gebaut – eine wahre Provokation in einer Stadt, die rücksichtslos zubetoniert wird.
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Athleticus ZEICHENTRICKSERIE Volleyball, F 2017
Ein etwas zu begeisterter Seehund aus dem Publikum stört das Volleyballspiel …
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