ARTE
ARTE Sa 13.06.
Doku

ARTE Reportage

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Mexiko / Libyen

  • D, F 2026
  • 52'
Reportagereihe (1) Mexikos Kartelle: Ende der Straffreiheit? Am 22. Februar 2026 starb Nemesio Oseguera Cervantes bei einem Einsatz der mexikanischen Armee mit Unterstützung der USA. Sein Tod löste eine neue Welle der Gewalt aus. Mexiko und die USA wollen nun die Macht der Kartelle brechen. (2) Libyen: Die Falle für Migranten Die Länder der EU zahlen weiterhin sehr viel Geld an Libyen, damit deren Sicherheitskräfte möglichst viele Migranten in Richtung EU aufhalten, obwohl die Methoden der Libyer umstritten sind. Berichte über Folter und grausame Haftbedingungen zirkulieren in den sozialen Medien.

Themen


Mexikos Kartelle: Ende der Straffreiheit?: In den letzten Jahren wuchs eine neue Generation von Leadern der Kartelle heran, deren kriminelle Verbindungen häufig bis in die USA reichen und deren neue Methoden den Drogenhandel tiefgreifend veränderten. Mexikos Behörden versuchen, unter Druck gesetzt von den USA, sie zu verfolgen und zu bestrafen. Doch der Krieg gegen den Drogenhandel hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die Kartelle beeinflussen die Wirtschaft durch Geldwäsche und "legale" Investitionen. Sie etablieren ein System, das sich immer weiter ausbreitet und tief in die Gesellschaften hineinfrisst, über illegale Wege aus Michoacán bis in die Netzwerke in den USA. Reporter erzählen aus dem Inneren der Kartelle.

Libyen: Die Falle für Migranten: In den Zentren von Bir Ghanem oder Tajourah sind die Migranten am Ende ihrer Kräfte. Einige wurden erst zwei Tage zuvor auf See aufgegriffen, andere sitzen seit einem Jahr dort fest. Viele klagen, dass sie für die Ausreise bezahlen müssen und auf unbestimmte Zeit in großen, stinkenden Hallen eingesperrt sind. Viele berichten von der Korruption, dem Rassismus der Libyer und der Folter ihrer Schlepper. In der Wüste begleiteten Reporter auch die Brigade 444. Ihre Patrouillen haben die alten Routen der Schlepper "verbrannt". Die finden und nutzen aber nun andere Wege, um die Migranten zu den Abfahrtsstränden in Richtung Europa zu bringen. Dort sammeln sie täglich die Leichen der Ertrunkenen ein. Diejenigen, die das "Glück" haben, lebend auf See aufgegriffen zu werden, landen dann wieder in den Abschiebe-Gefängnissen.

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