ARTE
ARTE So. 25.01.
Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee zieht Menschen aus aller Welt in seinen Bann: Hier war das Zentrum der Kunstbewegung ?Der Blaue Reiter?. NDR
Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee zieht Menschen aus aller Welt in seinen Bann: Hier lebte die Malerin Gabriele Münter gemeinsam mit ihrem Geliebten Wassily Kandinsky bis zum Ersten Weltkrieg. NDR

Häuser der Kunst

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Gabriele Münter und ihr Haus in Murnau

  • D 2025
  • 26'
Kunst und Kultur Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee zieht Menschen aus aller Welt in seinen Bann: Hier war das Zentrum der Kunstbewegung "Der Blaue Reiter", hier lebte die Malerin Gabriele Münter gemeinsam mit ihrem Geliebten Wassily Kandinsky bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Und hier versteckte sie während der Zeit des Nationalsozialismus im so genannten "Millionenkeller" rund tausend Bilder, die als "entartet" galten. Der Film erzählt die Geschichte von einem faszinierenden Ort, der an eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Expressionismus erinnert.

Inhalt

In der zweiten Staffel der ARTE-Reihe "Häuser der Kunst" werden wieder Orte präsentiert, an denen große Künstlerinnen und Künstler gelebt und Meisterwerke geschaffen haben. Das Münter-Haus in Murnau am Staffelsee ist so ein Pilgerort für Kunstliebhaber aus aller Welt. Nachdem das Malerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky das Haus 1909 erwarb, wurde es zum Künstlertreffpunkt und zur Keimzelle der Kunstbewegung "Der Blaue Reiter". "Ich habe mich lange gegen den Begriff,Wiege des Expressionismus' gesträubt", erklärt Sandra Uhrig, die Direktorin des Schlossmuseums Murnau, im Film "doch hier kam wirklich etwas ins Wiegen". Inspiriert von der beeindruckenden Landschaft schufen Münter und Kandinsky in Murnau Bilder, die bis heute Menschen in ihren Bann ziehen. Doch der Beginn des Ersten Weltkriegs markierte eine tiefe Zäsur: Kandinsky kehrte nach Russland zurück, Münter zog nach Skandinavien, es kam zur dramatischen Trennung. Erst in den 1930er Jahren kehrte Münter in ihr Haus zurück und versteckte zur Zeit des Nationalsozialismus in ihrem Keller rund tausend Bilder von Kandinsky und anderen Künstler, die als "entartet" galten. Erst 1957 lüftete sie anlässlich ihres achtzigsten Geburtstages das Geheimnis des "Millionenkellers" und übergab die Werke dem Münchner Lenbachhaus. Es ist ein Schatz, ohne den die Geschichte des "Blauen Reiters" nicht erzählt werden könnte. Der Film zeigt in einfühlsamen Bildern die bewegende Geschichte von Gabriele Münter und ihrem Haus in Murnau und erzählt von einer "Sternstunde der Kunstgeschichte".

Sendungsinfos

Regie: Sascha Schmidt Untertitel, Stereo
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