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Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot
DRAMA, D, F, CH 2018
Berlinale 2025
FILM UND THEATER Die Pressekonferenzen vom Tage
rbb
So.. 23.02.
Film
Pampa Blues
TV-Tragikomödie D 2015, 90′ - mit Sven Gielnik, Joachim Król, Paula Beer, Klaus A. Müller-Oi, Adam Markiewicz, Bernd Tauber, Olaf A. Krätke
Kurzbeschreibung
Irgendwo im Nirgendwo lebt der 16-jährige Ben und würde gern etwas erleben, vorzugsweise weit weg in Afrika. Aber was wäre dann mit Karl, seinem dementen Großvater, um den Ben sich kümmert? Karl im Stich zu lassen, kommt nicht in Frage. So sitzt Ben in seinem verlassenen Kaff fest, macht vorgeblich eine Gärtnerlehre und widmet sich der Schrauberei in einer heruntergekommenen KFZ-Werkstatt.
Inhalt
Noch ländlicher als Endlingen, wo der 16-jährige Ben mit seinem Großvater lebt, geht es kaum. Endlingen ist ein echtes Kaff und jeder, den es dorthin verschlagen hat, kann erkennen, dass der Ort keine große Zukunft hat. Ben jedenfalls will so bald wie möglich weg, am liebsten wie sein verstorbener Vater nach Afrika. Wenn es denn je dazu kommt. Denn zurzeit ist Ben für das Wohlergehen seines Großvaters verantwortlich. Karl ist dement, spricht wenig, vergisst viel und Ben muss dafür sorgen, dass er sicher durch den Tag kommt. Zumindest solange die Mutter mit ihrer Band auf Tournee ist und das ist sie praktisch immer. Der Stillstand in Endlingen und der Stillstand in Bens Leben greifen ineinander. Einer allerdings stemmt sich vehement gegen den Endlinger Niedergang. Dem ehemaligen Golfprofi Maslow ist die Belebung des württembergischen Örtchens eine Herzensangelegenheit. Er betreibt die Autowerkstatt, die Kneipe, subventioniert dort die Bauern Horst, Kurt und Willi und entwickelt parallel jede Menge Ideen für den Aufschwung. Zugegebenermaßen haben die bisher noch nicht durchschlagend funktioniert. Aber Maslow gibt nicht auf. Mit unerschütterlichem Optimismus setzt er gerade wieder einen neuen Plan in die Tat um, für den er auch Bens Unterstützung braucht. Endlingen soll das neue Roswell werden, dafür soll ein Ufo sorgen, das Maslow ausgewählten Endlingern am Himmel erscheinen lässt. Zu schlau dürfen diese allerdings nicht sein, sonst kommen sie vielleicht drauf, dass es sich nur um ein Modell handelt, das nachts von einem Ballon durch den Himmel über Endlingen gezogen wird. Bei Kurt und Willi hat es schon mal funktioniert. Sobald die Presse von der Endlinger Erscheinung hört, so der Plan, wird das Kaff zum Sensationsthema und bald zur Touristenattraktion. Eigentlich hält Ben Maslows Plan für bescheuert. Doch als Lena auftaucht, weil ihr liegengebliebenes Auto repariert werden muss, lässt er sich mit hineinziehen. Maslow ist überzeugt, dass Lena eine heimlich recherchierende Journalistin ist und er plant bereits den nächsten Auftritt des Ufos. Ben soll sich mit ihr anfreunden und dafür sorgen, dass Lena die Sensation auch sieht. Ben glaubt nicht an die Journalistentheorie, was ihn allerdings nicht daran hindert, sich in die hübsche, selbstsichere und zugewandte junge Frau zu verlieben. Er lässt sie in seine Welt blicken, in sein Leben mit Karl im sonnendurchfluteten Endlinger Sommer und ebenso in die Dorfdramen um Friseurin Anna, ihren Mann Georgi und den stillen Jojo. Lena flirtet mit ihm, was Bewegung in Bens Leben bringt. Sie verunsichert ihn aber ebenfalls. Während ausgerechnet Jojo Endlingen quasi aus Versehen in die Medien bringt, sieht es für Ben so aus, als könne er Lena nur gewinnen, wenn er Karl los wird.
Hintergrund
Mit liebevoller Lakonie erzählt "Pampa Blues" von dem Zwiespalt des jungen Ben zwischen Verantwortung für den Großvater und der Sehnsucht nach Ausbruch. Die Hauptrollen spielen Joachim Król, Paula Beer, Sven Gielnik und Klaus A. Müller-Oi. Kai Wessel inszenierte nach einem Drehbuch von Rolf Lappert und für die betörend atmosphärischen Bilder sorgte Kameramann Hagen Bogdanski.
Sendungsinfos
Darsteller: Sven Gielnik, Joachim Król, Paula Beer, Klaus A. Müller-Oi, Adam Markiewicz, Bernd Tauber, Olaf A. Krätke, Christof Wackernagel, Maline Ebert, Dimitri Bilov Regie: Kai Wessel Drehbuch: Rolf Lappert Musik: Ralf Wienrich, Titus Wolfe Kamera: Hagen Bogdanski
Untertitel, Hörfilm, Stereo, Dolby