ARTE Mediathek Mi, 13.01.

Nürnberg und seine Lehre

Nürnberg und seine Lehre - Ein Film gegen das Vergessen

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Nürnberg und seine Lehre

Nürnberg und seine Lehre - Ein Film gegen das Vergessen

Dokumentation

Vor 75 Jahren, am 20. November 1945, begann der erste Nürnberger Prozess, bei dem die vier alliierten Siegermächte 24 Hauptkriegsverbrecher und sechs verbrecherische Organisationen des Dritten Reichs vor einem internationalen Militärgerichtshof zur Verantwortung zogen. Dem Hauptkriegsverbrecher-Prozess folgten zwölf weitere Prozesse gegen Angehörige der Eliten des NS-Staats – gegen Politiker, Diplomaten, Unternehmer und Ärzte. Über die Nürnberger Prozesse wurden mehrere Filme gedreht. Diese Dokumentation unterscheidet sich von ihnen durch ihren sehr persönlichen Blickwinkel, denn sie erzählt die ungewöhnliche Geschichte der Brüder Stuart und Budd Schulberg, die von den US-Behörden beauftragt wurden, für den Prozess filmische Beweise von den Nazi-Gräueltaten zusammenzutragen. Nach vier Monaten gefahrvoller Suche im verwüsteten Europa hatten sie Hunderte Stunden an Archivmaterial beisammen, das größtenteils von Nazis selbst aufgenommen und an geheimen Orten aufbewahrt worden war. Für den Filmschnitt arbeiteten die Schulbergs mit so bekannten Filmemachern wie John Ford zusammen. Die zu mehreren Filmen gebündelten Aufnahmen wurden den Richtern auf einer großen Leinwand direkt im Verhandlungssaal vorgeführt, die wichtigsten waren „Nazi Concentration Camps“ und „The Nazi Plan“. Stuart und Budd Schulbergs Filme prägten die kollektive Wahrnehmung der Nazi-Verbrechen nachhaltig. Weit weniger bekannt ist dagegen ein anderer Film, der ebenfalls damals entstand: Im Auftrag des US-amerikanischen Hauptanklägers Robert Jackson filmte Stuart Schulberg, der jüngere der beiden Brüder, den Prozess. Dieser Film über die Nürnberger Prozesse hätte 1948 unter dem Titel „Nuremberg: Its Lesson for Today“ („Nürnberg und seine Lehre“) in die US-amerikanischen Kinos kommen sollen. Doch in der Nachkriegszeit hatte die Versöhnung mit Deutschland Vorrang, der neue Feind war die Sowjetunion. So geriet der Film für fast 60 Jahre in Vergessenheit. Erst im Jahr 2003 knüpfte Stuarts Tochter Sandra Schulberg an das Werk ihres Vaters an. In jahrelanger Arbeit gelang es ihr, die Filmrollen zusammenzutragen, zu sortieren und zu restaurieren. Ihr Film erhellt bisher unbekannte Aspekte jener historischen Zäsur.
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In der Welt zuhause

In der Welt zuhause - Chile - Die mobilen Holzhäuser von Chiloé

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Geboren in Auschwitz

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

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58:06
Nürnberg und seine Lehre DOKUMENTATION Ein Film gegen das Vergessen, F 2019
Vor 75 Jahren, am 20. November 1945, begann der erste Nürnberger Prozess, bei dem die vier alliierten Siegermächte 24 Hauptkriegsverbrecher und sechs verbrecherische Organisationen des Dritten Reichs vor einem internationalen Militärgerichtshof zur Verantwortung zogen. Dem Hauptkriegsverbrecher-Prozess folgten zwölf weitere Prozesse gegen Angehörige der Eliten des NS-Staats – gegen Politiker, Diplomaten, Unternehmer und Ärzte. Über die Nürnberger Prozesse wurden mehrere Filme gedreht. Diese Dokumentation unterscheidet sich von ihnen durch ihren sehr persönlichen Blickwinkel, denn sie erzählt die ungewöhnliche Geschichte der Brüder Stuart und Budd Schulberg, die von den US-Behörden beauftragt wurden, für den Prozess filmische Beweise von den Nazi-Gräueltaten zusammenzutragen. Nach vier Monaten gefahrvoller Suche im verwüsteten Europa hatten sie Hunderte Stunden an Archivmaterial beisammen, das größtenteils von Nazis selbst aufgenommen und an geheimen Orten aufbewahrt worden war. Für den Filmschnitt arbeiteten die Schulbergs mit so bekannten Filmemachern wie John Ford zusammen. Die zu mehreren Filmen gebündelten Aufnahmen wurden den Richtern auf einer großen Leinwand direkt im Verhandlungssaal vorgeführt, die wichtigsten waren „Nazi Concentration Camps“ und „The Nazi Plan“. Stuart und Budd Schulbergs Filme prägten die kollektive Wahrnehmung der Nazi-Verbrechen nachhaltig. Weit weniger bekannt ist dagegen ein anderer Film, der ebenfalls damals entstand: Im Auftrag des US-amerikanischen Hauptanklägers Robert Jackson filmte Stuart Schulberg, der jüngere der beiden Brüder, den Prozess. Dieser Film über die Nürnberger Prozesse hätte 1948 unter dem Titel „Nuremberg: Its Lesson for Today“ („Nürnberg und seine Lehre“) in die US-amerikanischen Kinos kommen sollen. Doch in der Nachkriegszeit hatte die Versöhnung mit Deutschland Vorrang, der neue Feind war die Sowjetunion. So geriet der Film für fast 60 Jahre in Vergessenheit. Erst im Jahr 2003 knüpfte Stuarts Tochter Sandra Schulberg an das Werk ihres Vaters an. In jahrelanger Arbeit gelang es ihr, die Filmrollen zusammenzutragen, zu sortieren und zu restaurieren. Ihr Film erhellt bisher unbekannte Aspekte jener historischen Zäsur.
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58:22
Geboren in Auschwitz DOKUMENTATION, D, H 2019
„Geboren in Auschwitz“ ist die Geschichte des einzigen jüdischen Kindes, das seine Geburt im Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat. Eine außergewöhnliche filmische Reise der zweiten und dritten Generation, die das transgenerationale Trauma heilen und beenden will, um sich von Auschwitz zu befreien. Im Mai 1944 kam eine junge Jüdin nach Auschwitz, im zweiten Monat schwanger. Sie wurde von Dr. Mengele für medizinische Experimente ausgewählt. Ihr Baby Angela wurde unter schwierigsten Umständen geboren, wog nur ein Kilogramm und musste fünf Wochen lang bis zur Befreiung des Todeslagers versteckt werden. Der Dokumentarfilm erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte dreier Frauen und zeigt, wie Angela die Traumata der Schoah von ihrer Mutter geerbt hat und an ihre Tochter Kati weitergab, weil sie versuchte, sie zum Überleben zu erziehen. Kati, die sich dem ultraorthodoxen Judentum zuwandte und als Krebsforscherin in Montréal arbeitet, tut alles, um dieses transgenerationale Trauma zu heilen und zu beenden, um es nicht an ihre eigenen Kinder weiterzugeben. Der Film untersucht diese Traumata und sucht nach Möglichkeiten der Heilung in einer Eltern-Kind-Beziehung. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Angela und Kati sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, nach Budapest, Dresden und Jerusalem reisen. Sie treffen deutsche Psychotherapeuten und junge israelische Soldaten und Soldatinnen. Die Regisseure folgen der Geschichte dieser faszinierenden Frauen und entdecken die Auswirkungen der Schoah auf drei Generationen einer Familie.
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26:01
In der Welt zuhause DOKUMENTATION Chile - Die mobilen Holzhäuser von Chiloé, F 2017
Der Chiloé-Archipel im Süden Chiles umfasst über 40 Inseln. Er ist das Zuhause von 150.000 Menschen, die sich die weitläufigen Urwälder ihrer Heimat zunutze gemacht und ein unglaubliches Wissen im handwerklichen Umgang mit Holz entwickelt haben. Heute ist Philippe bei Armando zu Gast, der ihm seine Kultur näherbringt. Die Bewohner der Inseln leben in solidarischen Gemeinschaften, den sogenannten Mingas. Denn nur in der Gemeinschaft war es früher möglich, Holzhäuser zu bauen und je nach Wunsch und Bedürfnis auch einmal an einen anderen Ort zu versetzen. Philippe nimmt an einem Minga-Ritual teil und begreift, dass die Wohnräume auf dem Archipel ein Symbol für Großmut und Verbundenheit sind. Sie schweißen die Gemeinschaft zusammen.
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26:13
Xenius INFOMAGAZIN Altersforschung - Darum leben wir immer länger, D 2020
Die meisten Menschen wünschen sich wohl ein langes Leben. Dabei werden wir bereits älter als jede Generation vor uns. Wer heute in Deutschland oder Frankreich geboren wird, kann sich im Durchschnitt auf mehr als 80 Lebensjahre freuen. Immer mehr Menschen in den Industrieländern werden sogar 100 Jahre und älter. Doch was genau passiert eigentlich im Körper, wenn wir altern – und lässt sich dieser Prozess bremsen oder gar umkehren? Die "Xenius"-Moderatoren reisen zum Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln. Hier erforschen Wissenschaftler anhand von Fadenwürmern, welche Gene die Zellen altern lassen, wie sich Fasten auf die Lebenserwartung auswirkt und was neue Anti-Aging-Medikamente bewirken können. Wird es sie irgendwann wirklich geben - die Tablette für ein langes Leben? Wollen wir überhaupt immer älter werden? Und wo liegt das Limit - 120, 130, 150 Jahre?
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