ARTE Mediathek So, 13.06.

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

So 13.06.

3SAT PRO7
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ARTE Doku
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52:00
Die Wälder des Nordens NATUR UND UMWELT, J, CDN, RUS 2019
Der boreale Wald, auch bekannt als "Taiga" und "Schneewald", erstreckt sich über Nordamerika, Finnland, Russland und Japan. Er ist der größte Wald der Erde und liefert neben den Ozeanen den höchsten Vorrat an Kohlenstoff. Dieser Wald ist die Heimat von Elchen, Wölfen und Sibirischem Tiger. Er ist eine ikonographische Landschaft der verschneiten Kiefern und rauschenden Flüsse, 16,6 Quadratkilometer groß mit der einmaligen Eigenschaft, regelmäßig niederzubrennen. Erzählt wird, wie der Wald wie Phönix aus der Asche wiederaufersteht: vom ersten Funken über die geschwärzte Ödnis bis zum neuen Wachstum. Was bedeutet der Wald für die Menschen, die von ihm abhängig sind, und welche Auswirkungen hat er auf den Klimawandel und die Industrialisierung? Mit zunehmenden Wetterextremen brennt der jahrtausendealte Wald häufiger als in der Vergangenheit. Der Nadelwald schrumpft schneller und verschließt nicht länger den Permafrost. Enorme CO2-Mengen werden freigesetzt – eine Klimakatastrophe ungeahnten Ausmaßes beginnt. Worin könnte die Rettung für den Dschungel des Nordens liegen?
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52:21
Invasion der Pflanzen PFLANZEN Gefahr für Umwelt und Mensch?, D 2014
Japanischer Staudenknöterich, Riesen-Bärenklau oder Ambrosia: Die Einwanderung exotischer Gewächse bringt Europas Flora aus dem Gleichgewicht. Explosionsartig vermehren sich eingeschleppte Arten und vereinnahmen den Lebensraum der heimischen Pflanzenwelt. Die teils schwerwiegenden Folgen dieses Wettbewerbs untersuchen zahlreiche Wissenschaftler in ganz Europa. Darunter ist auch der Biologe Guillaume Fried, der die Rolle des ältesten botanischen Gartens im südfranzösischen Montpellier erforscht. Denn ein Großteil der zugewanderten Pflanzen, wissenschaftlich „Neophyten“ genannt, hat sich aus eben solchen Gärten oder Parks heraus verbreitet. Schön anzusehen, aber gefährlich für den Menschen sind Arten wie der Riesen-Bärenklau, das Schmalblättrige Greiskraut oder die Ambrosia. Dabei geht vor allem von der Ambrosia eine große Gesundheitsgefahr aus: Ihre Pollen verursachen schwerwiegende Allergien. Ulf Gereke ist Mediziner im brandenburgischen Cottbus, der Region mit den dichtesten Vorkommen von Ambrosia in Deutschland. Entsprechend voll ist das Sprechzimmer des Allergiespezialisten. Ohne Desensibilisierung wären viele seiner Patienten nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Europaweit rechnen Wissenschaftler mit volkswirtschaftlichen Schäden von mehreren Hundert Millionen Euro jährlich, verursacht allein durch die Ambrosia. Deshalb suchen Mitarbeiter des Julius-Kühn-Instituts nach der besten Bekämpfungsmethode: Verbrennen, verbrühen, vergiften – was schädigt die Pflanze nachhaltig und verhindert eine weitere Ausbreitung? In deutschen Gewässern sorgt zurzeit eine Pflanze für Probleme, die es hier bis vor kurzem überhaupt nicht gab: Das Großblütige Heusenkraut stammt ursprünglich aus Nordamerika. Biologe Andreas Hussner probiert an der Leda, einem Fluss in Ostfriesland, neue Strategien der Bekämpfung. Zum Teil muss er dabei mit seinem Team Hunderte von Pflanzen einzeln mit der Hand aus dem Fluss entfernen. Eine schwierige Aufgabe, die jedes Jahr erneut bewältigt werden muss. Im Harz fürchten Förster angesichts der explosionsartigen Verbreitung von Drüsigem Springkraut und Japan-Staudenknöterich um den ökologischen Wert ihrer Flussufer, und an der französischen Atlantikküste setzen Naturschützer Schafe im Kampf gegen die invasiven Gewächse ein. Langfristig drohen die heimischen Arten ganz zu verschwinden. Ob das Wettrennen gegen die eingewanderten Pflanzen überhaupt zu gewinnen ist, bleibt offen.
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51:46
Michael Ciminos kritischer Blick auf Amerika DOKUMENTATION, F 2019
Die Dokumentation unternimmt eine Reise durch Leben, Werk und Vermächtnis einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des US-amerikanischen Films. 1979 erhielt der schwer fassbare Ausnahmeregisseur Michael Cimino für seinen Film „Die durch die Hölle gehen“ fünf Oscars und stieg so mit 38 Jahren in den Hollywood-Himmel auf. Zwei Jahre später stürzte ihn „Heaven’s Gate“ jedoch ins Fegefeuer – der Streifen wurde von Publikum und Kritik verrissen, was Ciminos Karriere nachhaltigen Schaden zufügte. Die Dokumentation ergründet das Schaffen dieses radikalen Idealisten, dem mit seinem Debütfilm „Die Letzten beißen die Hunde“ (1974), für den er Clint Eastwood und Jeff Bridges gewinnen konnte, ein grandioser Karrierestart gelang. In einer gekonnten Genremischung entwickelt Cimino darin bereits die für ihn typische desillusionierte und zugleich pikareske Sichtweise. Doch warum geriet der zunächst erfolgreiche Regisseur kurze Zeit später in Konflikt mit der doch eigentlich so vielfältigen Welt von „New Hollywood“? Passte Michael Cimino überhaupt in seine Zeit, in die 1970er und 80er Jahre? Was ist der wahre Grund dafür, dass ihn die US-amerikanische Filmindustrie ins Abseits schob? Und was erzählen seine Filme über die Geschichte der Vereinigten Staaten?In der Dokumentation ist die Originalstimme des 2016 verstorbenen Filmemachers oft zu hören. Die Aufnahmen stammen aus Exklusivinterviews, die Jean-Baptiste Thoret 2010 während eines Roadtrips durch den amerikanischen Westen führte. In dieser besonderen Atmosphäre legt der Film die Blessuren einer Nation offen, die Michael Ciminos Leben und Schaffen zutiefst prägten.
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