Pompeji, Geschichte einer Katastrophe (Wh.)
DOKUMENTATION Die letzten Stunden (Folge: 3), GB 2024
Mit offenen Karten (Wh.)
INFOMAGAZIN, F 2025
ARTE
Sa. 14.03.
Doku
ARTE Reportage
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Kolumbien / Argentinien
- D, F 2025
- 52'
Reportagereihe
(1) Kolumbien: Kinder als Auftragsmörder
Auf einem Platz in Bogotá im Juni 2025: Durch die Menschenmenge nähert sich ein Junge dem kolumbianischen Senator und Präsidentschaftskandidaten Miguel Uribe Turbay. Er drängt sich an den Redner heran und erschießt ihn.
(2) Argentinien: Milei kürzt Fluss-Sanierung
Umweltschutz hat für Javier Milei keine Priorität. Er hat die Budgets dafür gekürzt, auch für den Fluss Riachuelo in Buenos Aires. Damit könnten die Erfolge des seit 2008 laufenden Sanierungsplans zur Reinigung von Wasser und Ufern gefährdet sein.
Themen
Kolumbien: Kinder als Auftragsmörder: Der Mord an Miguel Uribe Turbay durch einen Teenager erschütterte 2025 Kolumbien. Er erinnerte viele an die Zeit, als Pablo Escobar Straßenkinder für seine Verbrechen rekrutieren ließ. 2024 standen in Kolumbien mehr als 200 Minderjährige wegen Mordes vor Gericht. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn die meisten jungen Auftragsmörder entkommen. Die Jugendlichen der Oasis-Bande leben in Moravia, einem der ärmsten Barrios, errichtet auf einer ehemaligen Müllhalde der Vororte von Medellín. Sie verkaufen die synthetische Droge 2CB, stehlen Taschen, rauben Autos aus und kämpfen mit bloßen Händen, Macheten oder Messern. Angelica ist 19 Jahre alt. Sie verbrachte drei Jahre wegen Beihilfe zum Mord in einer Jugendstrafanstalt. Kurz nach ihrer Entlassung ersticht sie den Mörder ihres Bruders. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der kolumbianischen Jugend steht in direktem Zusammenhang mit dem Kokainhandel. Seit mehreren Jahren explodiert die Produktion. Drei Minderjährige werden laut einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht täglich von Drogenbanden rekrutiert.
Argentinien: Milei kürzt Fluss-Sanierung: Budgetkürzungen und Personalabbau unter dem ultraliberalen argentinischen Präsidenten Milei gefährden die Rettung des Flusses Riachuelo in Buenos Aires. Lange Zeit galt er als einer der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt. Der Riachuelo war eigentlich nur noch ein mehr als 60 Kilometer langer, offener Abwasserkanal, an dessen Ufern fünf Millionen Menschen leben. 2008 zwang die argentinische Justiz die Behörden, einen umfassenden Sanierungsplan zu starten. Die unter der Aufsicht des Obersten Gerichtshofs durchgeführten Arbeiten erbrachten eine spektakuläre Verbesserung. Seit dem Amtsantritt des klimaskeptischen Milei im Dezember 2023 und der von ihm angeordneten Senkung der öffentlichen Ausgaben sind viele Teile des Sanierungsplans auf Eis gelegt. Das beunruhigt die Anwohner - vor allem, seit die Justizbehörde die richterliche Kontrolle aufgehoben hat. Der Riachuelo ist noch nicht gerettet.
Sendungsinfos
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