ARTE
ARTE Fr. 30.01.
Doku
Wie einst Berthold Brecht warten auch heute noch Millionen von Geflüchteten jahrelang auf die nötigen Papiere, um im anderen Land eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. ZDF
Was bedeuten Flucht und Vertreibung persönlich für die Betroffenen? Das hat der deutsche Dichter und Theatermacher Bertolt Brecht beschrieben. ZDF
Während die deutsche Wehrmacht immer näher rückt, wartet Brecht in Finnland ein Jahr lang auf sein US-amerikanisches Visum - wissend, dass sein Überleben von diesem einen Stück Papier abhängt. ZDF

Bertolt Brecht - Flüchtlingsgespräche

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2022
  • 55'
Dokumentation Was bedeuten Flucht und Vertreibung in ihrer persönlichen Auswirkung für die Betroffenen? Wenn alle Parameter der gewohnten Existenz plötzlich zusammenbrechen und das Überleben vom Besitz eines gültigen Passes abhängig ist? Das hat der deutsche Dichter und Theatermacher Bertolt Brecht in seiner unschlagbar humorvollen Weise in den "Flüchtlingsgesprächen" beschrieben. Der Dokumentarfilm verfolgt die Entstehungsgeschichte dieses autobiografischen Schlüsseltextes entlang der Exilstationen des weltberühmten Dramatikers. Eine bewegende Zeitreise um den halben Globus, die unmittelbar in unsere Gegenwart führt.

Inhalt

Jeder Mensch kann seine Heimat verlieren. Zu jeder Zeit und überall auf der Welt. Jeder kann vertrieben werden und gezwungen sein, in einem fremden Land Zuflucht zu suchen. Für Millionen von Menschen ist das die einzige Möglichkeit, zu überleben. Vor mehr als 80 Jahren waren es Hunderttausende, die sich unter Lebensgefahr aus Deutschland retten mussten. Der deutsche Dichter und Theatermacher Bertolt Brecht war einer von ihnen. Er floh vor Adolf Hitler und den Nationalsozialisten durch zahlreiche Länder. Was folgte, war das abrupte Ende einer vielversprechenden Karriere - und eine ständige Konfrontation mit fremden Sprachen und Ländern, in denen der staatenlose Flüchtling nicht willkommen war. Die besondere Daseinsform des Exils und seine persönlichen Gedanken beschreibt Brecht auf seine unvergleichlich humorvolle Weise in den "Flüchtlingsgesprächen" - einem autobiografischen Schlüsselwerk in Dialogform, das er im Winter 1940/41 in Helsinki begann, in der wohl tiefsten Krise seines Exils. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich bereits seit acht Jahren auf der Flucht - und es sollten noch sieben weitere folgen. Die Reise führte ihn von Frankreich über Dänemark, Schweden und Finnland, durch die Sowjetunion bis in die USA. Entlang dieser Stationen fragen namhafte Theatermacherinnen und -macher sowie Autorinnen und Autoren - darunter Can Dündar, Jürgen Kuttner, Shermin Langhoff, Éric Ruf und Katharina Thalbach -, inwiefern Brecht das Erleben von Fremdheit und Exil auch künstlerisch für sich nutzbar machte. Die Dokumentation ist eine bewegende Zeitreise, die direkt in unsere Gegenwart führt.

Sendungsinfos

Regie: Hedwig Schmutte Untertitel, Stereo
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