ARTE
ARTE Mi. 04.02.
Doku
Die Großmutter verbringt gerne Zeit im Garten. ARTE F
Juliettes Großvater kümmert sich um die an Alzheimer erkrankte Großmutter. ARTE F
Juliette entdeckt die Familiengeschichte und die Beziehung ihrer Großeltern durch Videoaufnahmen neu. ARTE F
Die an Alzheimer erkrankte Großmutter hat immer öfter Erinnerungslücken. ARTE F
Juliette schaut sich die Hochzeitsfotos ihrer Großeltern an. ARTE F
Juliette Thomas beginnt im Alter von zwölf Jahren einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen, der 20 Jahre später fortgesetzt wird, um Geheimnisse zu lüften, bevor das Familiengedächtnis erlischt. ARTE F

Bis die Erinnerung uns scheidet

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2024
  • 63'
Dokumentation Im Alter von zwölf Jahren begann die Regisseurin Juliette Thomas einen Dokumentarfilm, dessen Protagonisten ihre Großeltern und deren Sohn Gilles, Juliettes Vater, waren. Der Anschein war der einer Vorzeigefamilie, doch im Stillen bahnte sich ein Drama an. 20 Jahre später, als das Familiengedächtnis mit der Demenzerkrankung der Großmutter langsam erlischt, nimmt Juliette den Film wieder auf und verbindet ihn mit Super-8-Aufnahmen des Großvaters. Sie will am Lack der Vergangenheit kratzen, Geheimnisse lüften und Antworten auf ihre Fragen erhalten, bevor es zu spät ist.

Inhalt

Seit kurzem hat Juliettes Großmutter Aussetzer, Gedächtnislücken und Stimmungsschwankungen. Die Diagnose lautet Alzheimer. Bald wird sie in eine Spezialeinrichtung müssen, aber der Großvater möchte sie so lange wie möglich selbst zu Hause pflegen. Die Trennung scheint dennoch unausweichlich. Juliette beginnt, die letzten Momente des gemeinsamen Lebens eines Paares zu filmen, das ihre Vorstellung von Liebe geprägt hat. Ursprünglich wollte sie dokumentieren, wie ihr Großvater seine Rolle als pflegender Angehöriger empfindet, sich mit der Realität dieser Krankheit auseinandersetzen und einer fast 65 Jahre währenden Beziehung ein filmisches Denkmal setzen. Doch im Laufe der Gespräche und der Dreharbeiten entsteht eine Parallelerzählung, die ihre idealisierte Wahrnehmung dieses Vorzeigepaars differenzierter erscheinen lässt. Daraufhin setzt sich Juliette das Ziel, die Schattenseiten ihrer Familiengeschichte zu erkunden, bevor sich die Antworten in den Mäandern der Erinnerung und der Trauer verlieren. Ihre Großeltern sind die letzten Familienangehörigen, die sie mit ihrem Vater Gilles verbinden. Dieser starb, als Juliette 20 Jahre alt war. Nach und nach erkennt sie die Kluft zwischen ihrem verklärten Familienbild, das durch ihren kindlichen Blick und die immer gleichen Geschichten geprägt wurde, und einer weitaus vielschichtigeren Realität. Schon ihr Großvater hatte seine Familie seit Anfang der 1960er Jahre ununterbrochen gefilmt und einen umfangreichen Fundus geschaffen: Unzählige Super-8-Spulen und Hunderte von Fotografien dokumentieren mehr als 50 Jahre im Leben einer Familie aus der französischen Mittelschicht. Sie verleihen der einzigartigen Geschichte von Juliette einen universellen Charakter und zeigen, wie Familiennarrative entstehen.

Sendungsinfos

Regie: Juliette Thomas Brunet Stereo
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