ARTE
ARTE Di. 31.03.
Doku
Khalid Bin Al Walid Omar (li.) mit Polizisten am 5. November 2024 auf dem Tigris, Qayyarah, Irak: Der Aktivist kämpft gegen die Umweltverschmutzung durch ein Ölfeld und eine Raffinerie in der Nähe seiner Heimatstadt Qayyarah. ZDF
Abu Rawas (Mi.), der Vater von Khalid Bin Al Walid Omar, auf einer Demonstration in Qayyarah, Irak, am 9. November 2024 ZDF
Umweltaktivist Khalid Bin Al Walid Omar in Qayyarah, Irak (5. April 2025) ZDF
Eine Raffinerie außerhalb von Basra, Irak (23. Mai 2021) ZDF

Der Preis des Öls

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Wie ein irakischer Umweltaktivist um seine Heimat kämpft

  • D 2024
  • 52'
Dokumentation Khalid Bin Al Walid Omar hat im Irak einen gefährlichen Kampf gegen die massive Umweltverschmutzung durch nationale, europäische und internationale Ölmultis aufgenommen. Im ganzen Land steigen Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen und ungeklärte, plötzliche Todesfälle in der Nähe der Ölfelder dramatisch an - ein Phänomen, das Umweltschützer und Ärzte auf die Ausweitung der Förderquoten zurückführen.

Inhalt

Der 24-jährige Khalid Bin Al Walid Omar führt einen ungleichen Kampf. "Der Tod ist dein ständiger Begleiter hier. Das macht uns Angst", sagt er nach einem Besuch im Krankenhaus seiner Heimatstadt Qayyarah. Dort gibt es immer mehr Fälle schwerwiegender Erkrankungen. Die Ärzte sind überzeugt, dass die massive Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie dafür verantwortlich ist. Es sind vor allem die Gase, die bei der Ölförderung entstehen, im Irak meist abgefackelt werden und dabei hochgiftige Schadstoffe freisetzen, die den Menschen zu schaffen machen. Sie stehen im Verdacht, Krebs und Lungenfibrosen auszulösen. Die Probleme der Anwohner begannen merkbar 2009, als der Irak Lizenzen zur Erschließung seiner riesigen Ölfelder an internationale Unternehmen vergab und damit die Förderung drastisch anstieg. Auf der Suche nach Lösungen, der Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten, macht sich Khalid auf eine Reise durch das vom Klimawandel bereits gezeichnete Land. Sie führt ihn in das ehemals riesige, nun aber langsam austrocknende Sumpfgebiet der mesopotamischen Marschen, in das einstige "Venedig des Nahen Ostens", die Hafenstadt Basra am Schatt Al-Arab, und ins Umweltministerium in der Hauptstadt Bagdad. Er trifft andere Umweltschützer, die bedroht und gefoltert wurden oder sogar aus dem Irak fliehen mussten. Das Ölgeschäft im Irak gilt als von Korruption und Vetternwirtschaft durchsetzt, Umweltschützer sind den mächtigen Playern ein Dorn im Auge. Aber Khalid trifft auch Mitstreiter, die - genau wie er - nicht aufgeben und weiterkämpfen.

Sendungsinfos

Regie: Daniel Etter Untertitel, Stereo
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